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Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung über militärische Bauten und Landerwerbe (Vom 3I.Januar 1973)

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren, Wir unterbreiten Ihnen mit dieser Botschaft den Entwurf eines Bundesbeschlusses über militärische Bauten und Landerwerbe. Unsere Anträge schliessen an die entsprechenden Baubotschaften der letzten Jahre an. Sie basieren ferner auf den mit Botschaft vom 21. Februar 1968 über die Beschaffung von Panzerhaubitzen M 109 und Schweizer Panzern 68 sowie von weiterem Kriegsmaterial für die mechanisierten Verbände (Rüstungsprogramm 1968 I; BB1 1968 I 461) begründeten materiellen Verteidigungsvorkehren.

l

Übersicht

Die Botschaft gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil umfasst Kreditbegehren für militärische Bauten und Einrichtungen, der zweite Teil Kreditbegehren für Landerwerbe und der dritte Teil schliesslich Zusatzkreditbegehren zu früher beschlossenen Objektkrediten. Der anhaltende Anstieg der Baukosten hat zu ungewöhnlich vielen teuerungsbedingten Mehrkosten geführt.

Die Bauprojekte sind nach Dringlichkeit und Stand der technischen Vorbereitungen ausgewählt. Die Verwirklichung und somit auch die Zahlungen werden sich über eine Zeitspanne von mehreren Jahren erstrecken. Genauere Angaben können vorläufig nicht gemacht werden, da die Bauvorhaben gemäss Bundesbeschluss vom 20. Dezember 1972 über Massnahmen zur Stabilisierung des Baumarktes grundsätzlich der Ausführungssperre unterliegen.

Wo nichts anderes erwähnt ist, stützen sich die Baukosten auf den Zürcher Baukostenindex vom 1. April 1972 mit 466 Punkten. Die Kostenvoranschläge für die Hochbauten sind nach dem System der Zentralstelle für Baurationalisierung in Zürich (Baukostenplan CRB) gegliedert.

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2 21

Militärische Bauten

Bauten für die Rüstungsbetriebe

211 Unterirdische Schiessanlage für die Eidgenössische Waffenfabrik Bern

(4 980 000 Fr.)

Für die Durchführung von Schiessversuchen mit Mittelkaliberwaffen zur Erprobung in- und ausländischer neuer Waffensysteme verfügt die Waffenfabrik über einen witterungsgeschützten Schiessstand. Die bestehende Schiessanlage war bisher gegen die Aare hin durch einen bewaldeten Hügel abgeschirmt, so dass nur bei extremen Windverhältnissen Klagen bezüglich Schiesslärm eingingen. Wegen des Lehnenviaduktes der Nationalstrasse N l, Stadttangente Bern-Nord, musste dieser Schutzwald abgeholzt werden, so dass der Schiesslärm sowohl den Anwohnern der Überbauung Tiefenau wie den Patienten des Tiefenauspitals bei jeder Witterung Unnannehmlichkeiten bereitet; zudem kommt die Fahrbahn der Nationalstrasse in die verlängerte Schusslinie zu liegen. Dieser Umstände wegen müssen die Versuchsschiessen in eine unterirdische Schiessanlage verlegt werden.

Es handelt sich in erster Linie um eine Frage des Umweltschutzes. Gleichzeitig soll für Versuche mit Waffen und Geräten unter extremen klimatischen Verhältnissen eine klimatisierbare Waffenkammer vorgesehen werden.

Die Kosten betragen: Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebungsarbeiten Baunebenkosten Zentrale Versorgung Unvorhergesehenes Objektkredit 212

Fr.

86 000 2 858 000 l 507 000 97 000 47 000 146 000 239 000 4 980 000

Montagehalle für Panzerabwehr-Übungsmunition in der Eidgenössischen Munitionsfabrik Thun

(2 890 000 Fr.)

Die Fabrikation von Übungsmunition für Panzerabwehrwaffen erfolgt heute in verschiedenen, zum Teil weit auseinanderliegenden Gebäuden.

Die vermehrte Ausbildung an Panzerabwehrwaffen bedingt die Bereitstellung grösserer Mengen von Übungsmunition. Die bestehenden Produktionsstätten sind voll ausgelastet und gestatten es nicht mehr, die Produktionsziffern zu erhöhen.

387 Durch das Zusammenlegen der verschiedenen Fertigungsstellen in eine zentrale Montagehalle kann die Fabrikation im Fliessverfahren erfolgen.

Damit wird der Truppe genügend Munition abgegeben werden können, was heute nicht der Fall ist.

Durch den vereinfachten Arbeitsprozess lassen sich zudem Betriebskosten einsparen.

Die Kosten betragen: Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Zentrale Versorgung Unvorhergesehenes Ausstattung Objektkredit

Fr

, ,

108 000 2 330 000 97 000 106 000 15 000 112 000 115 000 7 000 2 890 000

213 Sanierung des Kanalisationsnetzes in der Eidgenössischen Munitionsfabrik Altdorf (l 770 000 Fr.)

Gemäss generellem Kanalisationsprojekt und den Reglementen der Gemeinden Bürglen und Schattdorf muss auch das Areal der Eidgenossischen Munitionsfabrik Altdorf im Trennsystem entwässert und an die Abwasserreinigungsanlage angeschlossen werden.

Heute fliessen die Fäkalabwasser über Klärgruben in die Vorfluter. Dachwasser lässt man, sofern sich der Untergrund eignet, versickern; das Wasser der Strassen und Vorplätze wird in die Vorfluter geleitet.

Die Kosten betragen: Vorbereitungsarbeiten Sicherung, Provisorien Anpassung an bestehenden Werkleitungen Umgebung, Bauarbeiten, Baumeisterarbeiten Kanalisationen Gartenarbeiten Strassen und Plätze Unvorhergesehenes Objektkredit

Fr.

19 000 35 000 166 000 844 000 454 000 45 000 122 000 85 000 l 770 000

388

22

Sanierung des Waffenplatzes Bière (3 160 000 Fr.)

Der Artillerie-Waffenplatz Bière ist in den Jahren 1870-1874 gebaut worden. Im Laufe seines 100jährigen Bestehens wurde er ständig den veränderten und wachsenden Bedürfnissen angepasst. So sind im Jahre 1942 die drei neuen Kasernen gebaut worden, die heute die Rekrutenschulen der Motorisierten Infanterie beherbergen. Nach der Motorisierung der Artillerie wurden ab 1955 schrittweise auch die einstigen Pferdestallungen zu Unterkünften, Büros, Theoriesälen, Werkstätten und Einstellhallen ausgebaut.

Die gute Lage und das zur Verfügung stehende bundeseigene Übungsgelände im Halte von rund 780 ha führten dazu, dass der Waffenplatz Bière heute neben den Schulen der Artillerie zusätzlich mit den Rekrutenschulen der Motorisierten Infanterie, drei bis fünf Panzer-Umschulungskursen, ein bis zwei PanzerRegimentern im Wiederholungskurs, vier Panzer-Rekrutenschulen in der Verlegung, einer Offiziersschule der Mechanisierten und Leichten Truppen sowie zwei Schiesskursen der Mechanisierten und Leichten Truppen belegt wird.

Damit ist der Waffenplatz durchgehend belegt und voll ausgelastet.

Obwohl in den Bauten des alten Kasernenareals laufend Unterhaltsarbeiten ausgeführt worden sind, ist heute eine Gesamtsanierung unumgänglich. Die sieben in diesem Areal bestehenden betrieblich unrationellen Heizungsanlagen sind durch eine einzige, leistungsfähige Heizzentrale zu ersetzen. Die sanitären Einrichtungen wie Wasch- und WC-Anlagen genügen den heutigen hygienischen Anforderungen nicht mehr und müssen neu erstellt werden. In der Unterkunft für das Kantinenpersonal sind Wasch- und WC-Anlagen zu schaffen. Zusatzliche Büroräume sind notwendig. Für die gesamte Anlage ist eine neue Telefonzentrale zu installieren. Die ehemalige Krankenabteilung im 3. Stock der Kaserne IV ist als Unterkunft auszubauen, die Aussenfassaden sind zu renovieren, Warmwasser zu installieren, Gang- und Zimmerböden zu ersetzen, Wände und Decken neu zu streichen und Glaser- und Schreinerarbeiten auszuführen.

Diese Arbeiten lassen sich in den zum Teil 100jährigen Gebäuden nicht mehr als einzelne Sanierungsmassnahmen bewerkstelligen. Die vorgesehene Sanierung ist deshalb als Ganzes zu betrachten. Sie wird die Bauten des alten Kasernenareals wieder auf einen Stand bringen, der den heutigen Bedürfnissen zu entsprechen vermag.

Die Kosten dieser
Gesamtsanierung betragen nach einer groben Berechnung des Baufachorgans aufgrund des Baukostenindexes 1. April 1972 8 Millionen Franken. In Anbetracht der durchgehend starken militärischen Beanspruchung ist eine vorübergehende Stillegung des Waffenplatzes undenkbar. Die Sanierung der Altbauten muss deshalb in Etappen erfolgen und wird sich über mehrere Jahre erstrecken.

389 Die erste Etappe umfasst folgendes Programm : - Ersetzen der bestehenden 7 Heizanlagen durch eine einzige Heizzentrale für das gesamte Areal der Altbauten sowie Anschluss der noch unbeheizten Mehrzweckhallen M 3 und M 4; - Sanierung der Kaserne I und Ersetzen der sanitären Einrichtungen und Installationen für Warmwasser; - Ausbau des ersten Stockes des Gebäudes E l zu einem Bürotrakt ; - Sanierung des Gebäudes Nr. 181, in dem sich zwei Mietwohnungen befinden, einschliesslich Einrichtung einer neuen Heizungsanlage.

Die Kosten betragen :

Fr.

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Ausstattung Unvorhergesehenes

!

Objektkredit

20 570 204 125 2 562 340 90 000 282 965 3 160 000

Die Mittel für weitere Etappen der Gesamtsanierung werden mit späteren Botschaften angefordert.

23

Bauten für Flieger- und Fliegerabwehrtruppen

231 Ausbau eines Trainingsflugplatzes zum Kriegsflugplatz im Rahmen des Programms der Schutzbauten für Kampfflugzeuge

(4 050 000 Fr.)

Mit der Botschaft vom 2. Februar 1972 über militärische Bauten, Waffenund Schiessplätze (BB1 1972 I 638) haben wir Ihnen den Ausbau eines Trainingsflugplatzes zum Kriegsflugplatz in mehreren Etappen beantragt. Als erste Etappe wurde die Erstellung von 8 Flugzeugunterständen im Rohbau und der zugehörigen Rollstrassen vorgesehen. Der Innenausbau der Flugzeugunterstände sowie der Bau eines Kommandopostens und von Munitionskammern wurden als Objekte einer nächsten Baubotschaft angemeldet.

Mit Bundesbeschluss vom 5. Oktober 1972 (BB1 7972 II 1062) haben Sie der Ausführung der 1. Etappe im Betrag von 22 500 000 Franken zugestimmt.

In dieser zweiten Etappe wird die Erstellung einer Anzahl Munitionskammern beantragt. Der Innenausbau der Flugzeugunterstände sowie der Bau eines Kommandopostens sind als Bauvorhaben zur Aufnahme in eine nächste Baubotschaft vorgesehen.

Bundesblatt. 125. Jahrg. Bd.n

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Die Kosten betragen:

Fr.

Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Zentrale Versorgung Unvorhergesehenes Ausstattung Objektkredit

3 005 000 126 000 291 000 379 000 217 000 32000 4 050 000 24

Geländeverstärkungen (39 810 000 Fr.)

Der Verstärkung der befestigten Zonen und Abwehrräume durch Schutzbauten, Waffenstellungen, Panzerhindernisse und Übermittlungsanlagen kommt eine Bedeutung zu, die wir in den Botschaften betreffend militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätzen der letzten Jahre wiederholt hervorgehoben haben. Die Arbeiten bezwecken insbesondere eine Erhöhung der Wirkung und eine grössere Tiefengliederung der Abwehrdispositive. Ferner bedingt der Ausbau des Strassennetzes neue Verteidigungsanlagen.

Die Ausführung der Geländeverstärkungen erfolgt etappenweise und nach Dringlichkeit gestaffelt. Für die Weiterführung der Arbeiten ist ein neuer Objektkredit von 39 810 000 Franken notwendig.

25

Ausbau von Übermittlungsanlagen

251 Bau von Übermittlungsobjekten (6 600 000 Fr.)

Es gibt bestimmte militärische Übermittlungsobjekte, die erst gebaut werden können, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind. Im Rahmen einer Gesamtplanung sollen vier weitere Anlagen ausgeführt werden. Ein Objektkredit von 6 600 000 Franken ist hiefür erforderlich.

252 Funkanlage (5 980 000 Fr.)

Für besondere Bedürfnisse und die Sicherstellung von wichtigen Verbindungen sind einige besondere Funkanlagen zu errichten. Bei der Standortwahl sind dabei taktische und technische Erfordernisse angemessen zu berücksichtigen. Diese sind bei dem nun auszuführenden Vorhaben bestens erfüllt. Eine Gesamtanlage besteht aus zwei örtlich getrennten Objekten (Sendung, Betrieb und Empfang). Vorerst soll nun die Sendeanlage errichtet werden. Für die Ausführung dieser Anlage wird ein Objektkredit von 5 980 000 Franken benötigt.

391

Die nötigen Mittel für die Empfangsanlage werden mit einer der nächsten Baubotschaften angefordert.

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Bau einer Nachschubtankanlage im Wallis (7 790 000 Fr.)

Der friedensmässige Nachschub von Betriebsstoffen für die Armee und die Bundesverwaltung im Räume Wallis erfolgte bisher über eine im Jahre 1922 erstellte Tankanlage. Diese Anlage muss an einem neuen Standort ersetzt werden, weil sie den heutigen Bedürfnissen nicht mehr entspricht und die Sicherheitsabstände nicht mehr genügen. Ausserdem wären die Aufwendungen für die Anpassung der Anlage an die Gewässerschutzvorschriften viel zu hoch.

Die neue Anlage ist als kombinierte Nachschub- und Umschlagstankanlage entworfen und verfügt über alle notwendigen Sicherheitseinrichtungen in bezug auf Gewässerschutz. Die leistungsfähigen Umschlagsvorrichtungen ermöglichen eine rationelle Füllung und Entleerung von Eisenbahn- und Strassenzisternen. Der Nachschub zu den Verbrauchern wird in Zukunft mit Strassenzistemen durchgeführt werden müssen, da die SBB den Nachschub mit Eisenbahnzisternen auf Strassenschemeln nur noch bis 1978 gestatten.

Da ausserdem ein dringendes Bedürfnis für den Ersatz und die Erweiterung der Grossparkdienst- und Abspritzplätze im Raum dieser Tankanlage besteht, sollen gleichzeitig acht Abspritzplätze mit den dazugehörenden Grossparkdienstplätzen erstellt werden. Auch hier steht der Gewässerschutz im Vordergrund.

Das Land wird als Realersatz von den SBB erworben.

Die Gesamtkosten betragen:

Fr.

Vorbereitungsarbeiten Gebäude und Anlagen Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

109 200 3 791 700 775 400 2 272 100 59 000 642 600 140 000

Objektkredit

7 790 000

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Sammelkredit für bauliche Gewässerschutzmassnahmen in Armee-Treibstoff-Tankalilagen (5 000 000 Fr.)

Gestützt auf das Gewässerschutzgesetz vom 8. Oktober 1971 und die Verordnung vom 19. Juni 1972 zum Schütze der Gewässer gegen Verunreinigung durch wassergefährdende Flüssigkeiten wurden vom Eidgenössischen Departe-

392 ment des Innern und von den Kantonen kurzfristige Anpassungsmassnahmen für Alttankanlagen verfügt. In der Verordnung über Füllsicherungen bei Tanks, die das Departement des Innern Anfang 1973 in Kraft setzt, wird u. a.

verlangt, dass Altanlagen ohne Füllsicherung bzw. mit einer nicht anerkannten Füllsicherung bis zum 31. Dezember 1974 vorschriftsgemäss auszurüsten sind.

Tankfahrzeuge sind bis zum 31. Dezember 1974 mit den erforderlichen Steuergeräten, Absperrvorrichtungen und Zubehörteilen auszurüsten.

Einige Kantone verlangen innert Jahresfrist bauliche Ergänzungs- und Anpassungsmassnahmen bei Alttankanlagen wie: - Ersetzen von zu klein dimensionierten Entlüftungsleitungen - Einbau von Messstutzen und Messstäben - Einbau von Leckwarn- und Sicherungsanlagen - Abdichten und Auskleiden von Tankkellern - Ersetzen von undichten Tanks und Rohrleitungen usw.

Durch den Bundesbeschluss vom 20. September 1971 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BB1 1971 II 950) wurde ein erster Kredit von 5 Millionen Franken bewilligt. Zur Fortsetzung dieser kurzfristig auszuführenden baulichen Gewässerschutzmassnahmen werden weitere 5 Millionen Franken benötigt. Das Eidgenössische Militärdepartement entscheidet über die Freigabe.

28

Bauten für die Einlagerung und Reparatur von Kriegsmaterial 281

Lagergebäude im Zeughauskreis Kriens

(8 810 000 Fr.)

Bereits in den Botschaften vom 21. Februar 1968 über die Beschaffung von Panzerhaubitzen M109 und Schweizer Panzern 68 sowie weiterem Material für die mechanisierten Verbände und vom 26. Februar 1969 über militärische Bauten und Landerwerbe (BB1 1969 I 343) wurde darauf hingewiesen, dass für die Unterbringung dieses Materials bauliche Erweiterungen und Neubauten notwendig sein werden.

Das Material einer dieser neugebildeten Panzerhaubitzenabteilungen muss im Zeughauskreis Kriens untergebracht werden. Der dafür erforderliche Platz fehlt heute. Um die ohnehin knappen Platzverhältnisse verbessern und das zusätzlich aufzunehmende Material unterbringen zu können, ist die Erstellung von zwei Korpsmaterial-Lagergebäuden notwendig.

Geplant ist der Bau von D + B-Normhallen, einer dreigeschossigen zu 14 Feldern sowie einer zweigeschossigen zu 10 Feldern. Die Ausführung erfolgt weitgehend mit vorfabrizierten Bauelementen. Es handelt sich dabei um eine von der Direktion der eidgenössischen Bauten entwickelte Bauweise, die seit mehreren Jahren mit Erfolg angewandt wird. Die Erdgeschosse weisen einen Stützenraster von 6x4,5 m auf, die lichte Höhe beträgt 3,7 m. Die Obergeschosse sind vollkommen stützenfrei und lassen eine Nutzlast von 800 kg/m2 zu. Die gesamte Lagerfläche umfasst rund 6 700 m2.

393 Die Kosten betragen: Grundstück Vorbereitungsarbeiten.

Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

Fr.

, i

Objektkredit 282

821 000 155 000 3 882 000 210 000 2 621 000 140 000 538 000 443000 8 810 000

Sanierung der elektrischen Anlagen im Zeughaus Seewen

(l 120 000 Fr,) Die elektrischen Installationen im Eidgenössischen Zeughaus Seewen stammen grösstenteils noch aus den Jahren zwischen 1890 und 1920. Die gesamten elektrischen Anlagen und Installationen wurden im Jahre 1968 vom Starkstrominspektorat eingehend überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass sie sich in einem sehr schlechten Zustand befinden. Es betrifft dies insbesondere die Transformatorenanlage, Kabel, Leitungen, Sicherheitstableaux usw. Die schlechten Leiterisolationen, die unverkleideten Sicherungsverteiltafeln an mehreren Orten sowie die blanken, in armierten Isolierrohren verlegten Schutzleiter weisen nicht die vorgeschriebenen Sicherheiten auf und stellen eine Brandgefahr sowie eine Gefährdung von Personen dar. Die Sanierung der gesamten elektrischen Anlage im Zeughaus Seewen ist dringend notwendig.

Das Sanierungsprogramm umfasst : - Bau einer neuen und grösseren Trafostation (einschl. Zuleitung) - Sanierung der elektrischen Installationen in allen Gebäuden, einschliesslich Verbesserung der Innenbeleuchtung - Neueistellung des Verteilnetzes ab Trafostation zu den Gebäuden - Verbesserung der Aussenbeleuchtung.

Zur Ausführung dieser Massnahmen ist ein Objektkredit von l 120000 Franken erforderlich.

29

Ausbau der Pulvennühle Aubonne (l 030 000 Fr.)

Gemäss Bundesgesetz vom 30. April 1849 über das Pulverregal sind die Fabrikation und der Verkauf von Schwarzpulver ausschliesslich Sache des Bundes. Der laufende Bedarf wurde seither durch die beiden einzigen Pulvermühlen in Chur und Aubonne gedeckt. In beiden Betrieben wurde bereits vor 1849 Pulver hergestellt.

394 Aus Sicherheitsgründen muss in nächster Zeit die Schwarzpulverfabrikation in der Pulvermühle Chur eingestellt werden. Der dadurch entstehende Produktionsausfall wird inskünftig durch Käufe aus dem Ausland gedeckt.

Um aber bei der Beschaffung des für die Eigenherstellung gewisser Munitionssorten benötigten Schwarzpulvers, das hinsichtlich der Qualität besonders hohen Anforderungen genügen muss, nicht vom Ausland abhängig zu werden, muss die Pulvermühle Aubonne auch in Zukunft weiterbetrieben werden.

In baulicher und betrieblicher Hinsicht wurden in der Pulvermühle Aubonne seit ihrer Übernahme durch den Bund nur unbedeutende Änderungen und Verbesserungen vorgenommen. Eine Renovation dieses veralteten Betriebes drängt sich nun aber auf. Gleichzeitig können verschiedene Betriebseinrichtungen von der aufzuhebenden Pulvermühle Chur übernommen und im Betrieb Aubonne eingebaut und weiterverwendet werden.

Das Bauvorhaben umfasst im wesentlichen: - Renovationsarbeiten an bestehenden Gebäuden - Verbesserung der sanitären Einrichtungen - Neues Heizgebäude und Umstellung der Heizung von Kohlen- auf Ölbetrieb - Ersatz von zwei Mühlen - Vermehrung des Lagerraumes für Rohstoffe Die Kosten betragen:

Fr.

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Zentrale Versorgung Produktionsmittel Unvorhergesehenes

44 300 374 000 38 700 316 000 9 200 18 000 92 000 137 800

Objektkredit

l 030 000 3

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Landerwerbe

Sammelkredit für unvorhergesehene dringende Landerwerbe (15 000 000 Fr.)

Der letzte Sammelkredit für unvorhergesehene dringende Landerwerbe von 15 Millionen Franken wurde durch den Bundesbeschluss vom 23. September 1970 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BB1 1970 II 1007) bewilligt. Davon sind heute noch rund 1,1 Millionen Franken verfügbar.

Mit den 13,9 Millionen Franken wurden 585,4 ha zur Schaffung neuer und

395

Arrondierung bestehender Schiessplätze, 11,7 ha für Bedürfnisse der Übermittlungstruppen, 10,5 ha /ur Schaffung neuer und Arrondierung bestehender Zeughausanlagen, 7,6 ha zur Freihaltung von Schussfeldern und 2,8 ha zur Freihaltung der Ein- und Ausfiugzonen auf Militärflugplätzen erworben.

Mehr denn je erweist es sich als notwendig, von Fall zu Fall rasch handeln zu können, um günstige Gelegenheiten zur Sicherstellung von Gelände zu militärischen Zwecken, sei es zur Schaffung neuer oder zur Arrondierung bestehender Anlagen aller Art, zur Schaffung von Sicherheitszonen oder Sicherstellung der Hindernisfreiheit von Schussfeldern und Ein- und Ausflugzonen auf Militärflugplätzen usw., auszunützen. Dieser neue Kredit von 15 Millionen Franken soll ebenfalls nur für dringende Geschäfte beansprucht werden, und zwar immer dann, wenn ein Zuwarten den Interessen des Bundes abträglich wäre.

Über die Verwendung dieses Kredites wird jeweils im Zusammenhang mit der Staatsrechnung orientiert. Das Verfügungsrecht bleibt beim Bundesrat.

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Waffen- und Übungsplätze (10 000 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 5. Oktober 1972 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze bewilligten Sie einen Objektkredit von 5 Millionen Franken für Landerwerbe zur Schaffung neuer und Arrondierung bestehender Schiess- und Übungsplätze. Mit diesem Kredit wurde u. a. ein neuer Übungsplatz in der Gemeinde Schwellbrunn erworben und der bestehende Schiessplatz Glaubenberg-Wasserfallen arrondiert. Die Verhandlungen für weitere Übungsplätze sind noch im Gange.

Mit Rücksicht auf die zivilen Interessen werden solche Vorhaben in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der Kantone und Gemeinden sowie den kantonalen Planungsorganen geplant und verwirklicht.

Zur Weiterführung der Landerwerbe für neue Waffen- und Übungsplätze in verschiedenen Landesteilen sowie für die Arrondierung bestehender Plätze ist ein weiterer Objektkredit von 10 000 000 Franken erforderlich.

33 Basisspital Lenk i. S.

(2 800 000 Fr.)

Im Jahre 1941 wurde in Lenk i. S. ein Barackenlager zur Unterbringung eines Basisspitals mit 1000 Betten erstellt.

Im Zuge der Ortsplanung beansprucht die Gemeinde in naher Zukunft grosse Teile des heutigen Lagerareals, das in einer ausgesprochenen Bauzone der Gemeinde liegt. Das Lager dient zurzeit als Unterkunft von militärischen Schulen und Kursen, sowohl im Sommer als auch im Winter. Auch finden dort zahlreiche Jugendgruppen aus dem In- und Ausland Aufnahme, so unter ändern das Schweizerische Jugendskilager.

396 Um den heutigen Anforderungen des Sanitätsdienstes zu genügen, müsste das Lager jedoch in den nächsten Jahren um- und ausgebaut werden. Die Gemeinde Lenk befürwortet die Erhaltung, wünscht aber seine Verlegung aus der ausgesprochenen Dorfzone. Es ist deshalb vorgesehen, an einem neuen Standort auf gemischtwirtschaftlicher Basis einen Neubau zu erstellen. Dazu ist die Zusammenarbeit des Sanitätsdienstes der Armee, der Gemeinde Lenk und weiterer an einer Belegung im Frieden interessierter Körperschaften vorgesehen. Die Gemeinde konnte durch Abtausch ein günstig gelegenes Grundstück rund 800 m südlich des Dorfes sicherstellen.

Da die weitere Bearbeitung einige Zeit beanspruchen wird, dürfte die Neuanlage den Benutzern somit nicht vor 1978/80 zur Verfügung stehen; das bisherige Lagergelände (rd. 21 000 m2) kann der Gemeinde nicht vorher abgetreten werden. Es wurde deshalb ein Vorvertrag abgeschlossen, wonach ihr - unter dem Vorbehalt der Kreditbewilligung - dieses Gelände zu gegebener Zeit von der Schweizerischen Eidgenossenschaft überlassen wird. Anderseits kann der Gemeinde Lenk nicht zugemutet werden, dass sie die Zinsenlast für das in den Jahren 1970/72 für 2 740 000 Franken erworbene Grundstück (rd. 57 000 m2) für weitere 6-8 Jahre übernimmt. Der erwähnte Vorvertrag sieht deshalb vor, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft den künftigen Bauplatz von der Gemeinde zu den Selbstkosten erwirbt und dass sich diese dafür an der neuen Anlage finanziell beteiligt. Bei dem hier anbegehrten Kredit von 2,8 Millionen Franken (einschl. Rechtskosten) handelt es sich somit um eine Vorleistung an das in einer späteren Botschaft zu beantragende gemeinsame Bauvorhaben Lenk.

34

Waffenplatz Brugg (l 360 000 Fr.)

Im Räume Brugg sind verschiedene Vorhaben zum Ausbau des öffentlichen Strassennetzes geplant, die den Waffenplatz wesentlich berühren. Da auch bei den militärischen Dienststellen bauliche Bedürfnisse bestehen, wurde im Jahre 1970 unter Beizug eines zivilen Planungsfachmannes eine Gesamtplanung für den Waffenplatz Brugg durchgeführt. Die Behörden des Kantons Aargau und der Stadt Brugg sind über das Ergebnis orientiert worden.

Als eines der wichtigsten Planungsergebnisse hat sich herausgestellt, dass infolge der stetigen Entwicklung die bestehenden Werkstatt- und Instandstellungsräume, die zudem für Zeughaus und Festungswachtkompanie auf zu viele getrennte Gebäude verteilt sind, räumlich und in arbeitsökonomischer Hinsicht nicht mehr genügen. Die Untersuchungen haben bestätigt, dass auch mit einer anderen Betriebsorganisation keine vernünftige Lösung erreicht werden kann.

Dazu sind die Betriebe strukturell mit denjenigen für die Ausbildung zu stark verzahnt. Es ergibt sich daher die Notwendigkeit, den Zeughausbetrieb und die Festungswachtkompanie aus ihrer Verflechtung mit dem Waffenplatz herauszulösen und an einen neuen, geeigneten Standort zu verlegen.

397 Die Abklärungen haben ergeben, dass ein hiefür bestens geeignetes Areal gegen teilweisen Realersatz sichergestellt werden kann. Da noch während der Verhandlungen mit den Grundeigentümern ernsthafte andere Interessenten aufgetreten waren und in der Nachbarschaft bereits bedeutend höhere Landpreise angeboten wurden, musste rasch gehandelt werden.

Am 7. April 1971 wurden als vordringliche Massnahme die für den Realersatz benötigten Grundstücke mit einem Kostenaufwand von 2 400 000 Franken erworben. Alsdann wurde auf Drängen eines zum Abtausch bereiten Grundeigentümers, gestützt auf Ermächtigungen des Bundesrates am 8. Juni 1972, ein erster Landabtausch mit Entrichtung eines Aufgeldes in der Höhe von l 275 000 Franken vorgenommen. Beide Zahlungen erfolgten zulasten des durch den Bundesbeschluss vom 23. September 1970 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze bewilligten Sammelkredites für unvorhergesehene, dringende Landerwerbe von 15 000 000 Franken.

Beim jetzt anbegehrten Kredit von l 360 000 Franken geht es darum, das Geschäft endgültig zum Abschluss zu bringen, indem die restlichen Parzellen mit den verbleibenden zwei Grundeigentümern abgetauscht werden, wofür der Bund für die Wertdifferenz ein Aufgeld zu entrichten hat. In diesem Betrag sind die Rechtskosten inbegriffen.

Die finanziellen Mittel für die geplanten Bauten werden mit einer späteren Botschaft angefordert.

4

Zusatzkreditbegehren

41 Bundesbeschluss vom 19. Dezember 1962 über militärische Bauten und Waffenplätze (BB11962 H 1649) 411 Geländeverstärkungen Teuerungsbedingte Mehrkosten (7 200 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 19. Dezember 1962 über militärische Bauten und Waffenplatze wurde ein Objektkredit von 83 620 000 Franken für die Ausführung von Geländeverstärkungen in zwei Grenzbrigaden und zwei Festungsbrigaden sowie für den Bau eines grösseren Kommandopostens für eine Heereseinheit bewilligt. Von diesem Kredit entfallen auf Bauarbeiten 70 546 400 Franken. Für die | Beschaffung von Waffen und Munition sind 13 073 600 Franken vorgesehen.

Gebaut wurden damit einige hundert Schutzbauten, Waffenstellungen, bleibende Panzerhindernisse und Übermittlungsanlagen. Die Erstellung dieser Vielzahl von Anlagen erforderte eine Bauzeit von mehreren Jahren. Auch wurde das Volumen der jährlich erstellten Schutzbauten durch die Leistungsfähigkeit des Baufachorganes und die beschränkten Lieferungsmöglichkeiten der für die bei den meisten Objekten verwendeten vorfabrizierten Bauelemente begrenzt.

398 Zudem erforderten die im Gebirge vorgesehenen Bauten wetterbedingte längere Ausführungsfristen. Schliesslich mussten für einige wichtige Anlagen neue Studien durchgeführt werden, um den Schutzgrad der Wirkung neuzeitlicher Waffen anzupassen und gleichzeitig eine optimale Raumausnützung zu gewährleisten.

Diese Geländeverstärkungen sind mit Ausnahme von drei grösseren in Ausführung stehenden Bauvorhaben, deren Fertigstellung für 1975 vorgesehen ist, heute abgeschlossen.

Den Berechnungen der Baukosten lag seinerzeit der Baukostenindex vom I.April 1962 mit 257,9 Punkten zugrunde. Infolge des steten Anstieges des Baukostenindexes ergeben sich theoretisch teuerungsbedingte Mehrkosten von über 20 Millionen Franken. Ein grosser Teil der Teuerung konnte jedoch durch den Posten Unvorhergesehenes, günstige Arbeitsvergebung sowie Vereinfachungen bei einigen Vorhaben aufgefangen werden. Auch war es möglich, bei dem für die Beschaffung von Waffen und Munition bestimmten Kredit eine Einsparung von 800 000 Franken zu erzielen.

Aufgrund der heute möglichen Übersicht steht fest, dass zum Abschluss dieser Geländeverstärkungen ein Zusatzfcredit von 7 200 000 Franken benötigt wird. Damit erhöht sich der Objektkredit von 83 620 000 um 7 200 000 auf 90 820 000 Franken.

42

Bundesbeschluss vom 15. Dezember 1965 über militärische Bauten (BEI 1965 III 725)

421 Bauten und Anlagen für die Führung der Armee Teuerungsbedingte Mehrkosten (8 600 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 15. Dezember 1965 über militärische Bauten wurden für Bauten und Anlagen für die Führung der Armee 40 040 000 Franken bewilligt. Der Objektkredit umfasste die Infrastruktur für die Verbesserung des Frühwarn-Radarnetzes, die Einrichtungen für die zentralisierte Führung der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, die unterirdische Unterbringung eines Kommandopostens sowie den Anschluss der Flablenkwaffen-Stellungen an das Führungsnetz. Die Kostenvoranschläge basierten auf dem Baukostenindex vom 1. Oktober 1964 mit 302,1 Punkten. Die seither eingetretene Baukostenteuerung verursacht nunmehr wesentliche Mehrkosten; für die Weiterführung und Fertigstellung folgender Anlagen sind daher teuerungsbedingte Zusatzkredite erforderlich : Infrastruktur für die Verbesserung des Frühwarnradarnetzes und der Einrichtung für die zentralisierte Führung Kommandoposten

Fr.

7 000 000 l 600 000

Zusatzkredit

8 600 000

399 Der Objektkredit erhöht sich somit von 40 040 000 um 8 600 000 auf 48 640 000 Franken.

Um das Bauvorhaben ohne Verzug fertigstellen zu können, haben wir am 10. Januar 1973 mit Zustimmung Ihrer Finanzdelegation das Militärdepartement ermächtigt, die Bauarbeiten zu beendigen und die Rechnungen zu bezahlen.

43 Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1967 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BB11967 H 593) 431

Bau von Truppenunterkünften

auf dem Schiessplatz Gantrisch-Gurnigel

Teuerungsbedingte Mehrkosten (250 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1967 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze wurde für den Bau von Truppenunterkünften auf dem Schiessplatz Gantrisch-Gurnigel ein Objektkredit von 7 670 000 Franken bewilligt.

In Anbetracht der Höhenlage (kurze Bausaison) und der umfangreichen Infrastrukturarbeiten musste der Baubeginn für das Berghaus Gurnigel-Passhöhe und die untere Gantrischhütte gestaffelt werden. Die Bauarbeiten selbst sind sodann gut vorangeschritten. Das Berghaus konnte der Truppe bereits im Herbst 1970 und die untere Gantrischhütte im Herbst 1971 zur Benützung übergeben werden. Beide Bauwerke haben sich im Betrieb sehr gut bewährt.

Von den Truppenkommandanten werden sie als Modellfall für Anlagen dieser Art bezeichnet.

Trotz strenger Überwachung der Bauausführung zeigte es sich, dass der zur Verfügung stehende Objektkredit wegen der Bauteuerung nicht ausreicht.

Der dem Botschaftsprojekt zugrunde gelegte Kostenvoranschlag basierte auf dem Baukostenindex vom 1. Oktober 1966 mit 318,6 Punkten. Der Schwerpunkt der Ausführung lag bei 373,3 Punkten, was einer durchschnittlichen Teuerung von 17,2 Prozent oder l 259 000 Franken entspricht. Nach Abzug der Posten Unvorhergesehens (309 000 Fr.) und Architektenhonorare (236 000 Fr.) - die Projekt- und Bauleitung lag ganz beim Baufachorgan wäre rein rechnerisch noch ein Betrag von 714 000 Franken nachzufordern.

Es werden jedoch lediglich 250 000 Franken benötigt.

Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 7 670 000 um 250 000 auf 7 920 000 Franken.

Damit das Bauvorhaben ohne Verzug fertiggestellt und abgerechnet werden konnte, sahen wir uns genötigt, das Departement des Innern am 5. Juli 1972 zu ermächtigen, die notwendigen Verpflichtungen einzugehen und die entsprechenden Zahlungen vorzunehmen.

400

432 Schiessplatz Petit Hongrin; Bau einer Zufahrtsstrasse Teuerungsbedingte Mehrkosten (l 280 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für den Bau einer Zufahrtsstrasse auf dem Schiessplatz Petit Hongrin ein Kredit von 24 920 000 Franken bewilligt. Durch den Bundesbeschluss vom 20. September 1971 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze haben Sie bereits einem Zusatzkredit von 8 500 000 Franken für Mehrkosten infolge von Bauerschwernissen und teuerungsbedingten Mehrkosten zugestimmt. Bei der Aufnahme in die Botschaft über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze vom 10. Februar 1971 (BB11971 I 386) konnte noch nicht endgültig überblickt werden, ob auf dieser Position später noch eine weitere Teuerung berücksichtigt werden müsse. Die mit der erwähnten Botschaft angemeldeten teuerungsbedingten Mehrkosten im Betrag von 3 700 000 Franken entsprachen bloss der bis l. Oktober 1970 indexmässig ermittelbaren Teuerung.

Die Zufahrtsstrasse konnte im Sommer 1972 bereits zur Benützung übergeben werden.

Um noch gewisse Umgebungsarbeiten abschliessen zu können, sehen wir uns gezwungen, einen weiteren teuerungsbedingten Zusatzkredit von l 280 000 Franken anzufordern.

Der Objektkredit von 33 420 000 Franken erhöht sich somit um l 280 000 auf 34 700 000 Franken.

433 Bauten und Anlagen für den Waffenplatz Drognens Teuerungsbedingte Mehrkosten (5 553 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1967 wurde für Bauten und Anlagen auf dem Waffenplatz Drognens ein Objektkredit von 37 700 000 Franken bewilligt. Gestützt auf die Botschaft vom 22. Mai 1968 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze haben Sie mit Bundesbeschluss vom 10. Dezember 1968 als Projektergänzung einen Zusatzkredit von 4 613 000 Franken zu diesem Objektkredit für den Bau eines unterirdischen Operationstraktes zur Verwendung der Kaserne als Basisspital bewilligt, so dass ein Gesamtkredit von 42 313 000 Franken zur Verfügung stand.

Im Jahre 1967, im Zeitpunkt der parlamentarischen Beratung über die Botschaft vom 23. Dezember 1966 (BB11966II 853), standen auch die Bauten und Anlagen der Waffenplätze Isone und Wangen an der Aare in Projektierung. Diese Gelegenheit wurde wahrgenommen, zum erstenmal die Kasernenund Betriebsbauten zu standardisieren. So stehen nun die gleichen Standardbauten auf den drei Waffenplätzen Drognens, Isone und Wangen an der Aare.

401

Dieses Vorgehen hat sich bewährt. Die mehrfache Verwendung von Standardplänen führte einerseits zu Einsparungen an Planungszeit und Kosten, anderseits konnten durch gesamtschweizerische Vergebungen und die serienmässige Herstellung einzelner Bauteile, wie Fenster, Türen, Fassaden usw., wesentlich günstigere Preise erzielt werden.

Die seinerzeitige Kostenberechnung der Kasernen- und Waffenplatzanlagen basierte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1966 mit 319,7 Punkten, diejenigen des Normoperationstraktes auf dem Index mit 320,4 Punkten. Die während der Bauzeit eingetretene und die bis zur Fertigstellung aller Bauarbeiten noch zu erwartende Teuerung machen einen Betrag von 13 911 000 Franken aus. Davon müssen aber dank günstiger gesamtschweizerischer Vergebung und dauernder, strenger Baukostenüberwachung lediglich 5 553 000 Franken gedeckt werden.

Der ursprüngliche Objektkredit von 42 313 000 Franken erhöht sich somit um 5 553 000 auf 47 866 000 Franken.

Der Waffenplatz Drognens ist seit Anfang 1972 in Betrieb.

434

Ausbau der Rynächtstrasse, Altdorf

Teuerungsbedingte Mehrkosten (370 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1967 wurde für den Ausbau der Rynächtstrasse in Altdorf ein Objektkredit von l 060 000 Franken bewilligt. Es handelte sich dabei um die Erneuerung und Verbreiterung zweier Teilstücke der im Besitze der Eidgenossenschaft stehenden Verbindungsstrasse zwischen der Station Altdorf und der Einmündung in die Gotthardstrasse bei der Rynächt, Gemeinde Schattdorf.

Die damaligen Kostenberechnungen basierten auf dem Baukostenindex vom Oktober 1965 mit 311,3 Punkten. Zufolge der seither eingetretenen Teuerung reicht der ursprüngliche Objektkredit nicht aus, um das Bauvorhaben abschliessen zu können. Es muss die volle, indexmässig ausgewiesene Teuerung in der Höhe von 370 000 Franken gedeckt werden.

Damit erhöht sich der ursprüngliche Objektkredit von 1060 000 um 370 000 auf l 430 000 Franken.

402 44 Bundesbeschluss vom 10. Dezember 1968 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BEI 1968 II 1276) 440 Büro- und Laborgebäude der Sektion für Munition und der Sektion für Schiessversuche in Thun Teuerungsbedingte Mehrkosten

(2 100 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 10. Dezember 1968 wurden 16 900 000 Franken für den Bau eines Büro- und Laborgebäudes der Sektionen für Munition und für Schiessversuche in Thun bewilligt.

Dieses Gebäude ist im wesentlichen erstellt. Es wurde im Herbst 1972 bezogen. Die Bauabrechnung zeigt jedoch, dass der zur Verfügung stehende Objektkredit wegen der Bauteuerung nicht ausreicht. Der dem Botschaftsprojekt zugrunde gelegte Kostenvoranschlag basierte auf dem Baukostenindex vom I.April 1967 mit 322,6 Punkten. Die errechnete Teuerung beträgt 6060000 Franken oder 35,85 Prozent. Der Posten Unvorhergesehenes im Betrage von rund 925 000 Franken kann teilweise zum Auffangen der Teuerung herangezogen werden. Dank günstiger Vergebung der Bauarbeiten und strenger Bauüberwachung konnten weitere Einsparungen erzielt werden, so dass zur Fertigstellung des Vorhabens noch ein Betrag von 2 100 000 Franken notwendig ist.

Der ursprünglich bewilligte Objektkredit erhöht sich somit von 16 900 000 um 2 100 000 auf 19 000 000 Franken.

441

Umbau der Speiseanstalt Thun

Teuerungsbedingte Mehrkosten

(315 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für den Umbau der Speiseanstalt in Thun ein Objektkredit von 780 000 Franken bewilligt.

Der für die Kreditanforderung massgebende Kostenvoranschlag beruhte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1967 mit 322,6 Punkten. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten ist Ende 1973 zu rechnen.

Durch den Anstieg der Baukosten muss auch für dieses Bauvorhaben die Teuerung, die sich auf 315 000 Franken oder 40,4 Prozent beläuft, geltend gemacht werden, so dass sich der bewilligte Objektkredit von 780 000 um 315 000 auf l 095 000 Franken erhöht. Der Posten Unvorhergesehenes musste für die Sanierung der Heizungsanlage herangezogen werden, da zur Zeit der Projektierung nicht mit dem Ausfall der beiden alten Heizkessel gerechnet wurde.

403 442

Neue Presshalle in der Eidgenössischen Munitionsfabrik Altdorf

Teuerungsbedingte Mehrkosten (280 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 10. Dezember 1968 wurden 990 000 Franken für die Erstellung der neuen Presshalle in der Eidgenössischen Munitionsfabrik Altdorf bewilligt.

Die Presshalle ist erstellt und wurde 1972 dem Betrieb übergeben. Die Abschlussarbeiten stehen noch bevor. Es muss auch hier ein teuerungsbedingter Zusatzkredit anbegehrt werden. Der dem Botschaftsprojekt zugrunde gelegte Kostenvoranschlag basierte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1967 mit 322,6 Punkten. Die errechnete Teuerung betragt 322 000 Franken oder 32,52 Prozent. Die Teuerung kann teilweise durch den Posten Unvorhergesehenes aufgefangen werden. Es ist dennoch ein Betrag von 280 000 Franken für teuerungsbedingte Mehrkosten notwendig, so dass sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 990 000 um 280 000 auf l 270 000 Franken erhöht.

443

Bauten und Anlagen für den Waffenplatz Isone

Teuerungsbedingte Mehrkosten (6 500 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für die Bauten und Anlagen auf dem Waffenplatz Isone ein Kredit von 32 400 000 Franken bewilligt. Die Hochbauten dieser Kasernenanlage wurden in der selben Standardbauweise erstellt wie diejenigen auf den WafFenplatzen Drognens und Wangen an der Aare. Die Vorteile dieses Vorgehens haben wir bereits im Zusatzkreditbegehren über die teuerungsbedingten Mehrkosten für die Bauten und Anlagen auf dem Waffenplatz Drognens unter Ziffer 433 dargelegt.

Die seinerzeitige Kostenberechnung der Kasernen- und Waffenplatzanlagen in Isone basierte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1967 mit 322,6 Punkten. Seither ist die Teuerung auf 466,0 Punkte im Jahre 1972 angestiegen.

Die aufgrund des Baukostenindexes errechneten teuerungsbedingten Mehrkosten, abzüglich des in der Baukostenberechnung eingestellten Postens für Unvorhergesehenes, soweit dieser nicht für Bauerschwernisse und kleine Projektergänzungen beansprucht werden musste, betragen 10 560140 Franken.

Davon müssen dank günstiger, gesamtschweizerischer Arbeitsvergebungen und dauernder, strenger Baukostenüberwachung nur 6 500 000 Franken beansprucht werden.

Der ursprüngliche Objektkredit von 32 400 000 Franken erhöht sich somit um 6 500 000 auf 38 900 000 Franken.

Der Waffenplatz Isone ist seit Anfang 1973 im Betrieb.

404

444

Bauten und Anlagen für den Waffenplatz und das Zeughaus Wangen an der Aare

Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzungen (11960000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 10. Dezember 1968 wurde für den Waffenplatz und das Zeughaus Wangen an der Aare ein Kredit von 47 300 000 Franken bewilligt. Die Hochbauten der Kasernenanlage wurden in der gleichen Standardbauweise erstellt wie diejenigen auf den Waffenplätzen Drognens und Isone. Die durch dieses Vorgehen erzielten Vorteile haben wir bereits im Zusatzkreditbegehren über die teuerungsbedingten Mehrkosten für die Bauten und Anlagen auf dem Waffenplatz Drognens unter Ziffer 433 dargelegt.

In Anbetracht der Grosse des Bauvorhabens von 47 300 000 Franken sind trotz der sehr gründlichen Bearbeitung des Botschaftsprojektes gewisse Ergänzungen bei der Detailprojektierung unumgänglich geworden. Als solche, ins Gewicht fallende Projektergänzungen bzw. Änderungen sind zu erwähnen: - Unterkellerung des Werkstattgebäudes N 2 Die künftige Entwicklung auf diesem Waffenplatz wird eine bedeutende Zunahme an Fahrzeugen und technischem Material bringen. Es muss daher auch eine gewisse Reserve an Lagerraum für Ersatzteile bereitgestellt werden, was mit der Unterkellerung des Werkstattgebäudes und einer Verbindung mittels Aufzug zu den Werkstätten erreicht werden kann. Die Mehrkosten hiefür betragen 500 000 Franken.

Im Botschaftsprojekt war vorgesehen, die neue Schiessanlage in der Moosmatte zu bauen, wo sich bereits die alte, baulich ungenügende und daher abgesprochene Schiessanlage befand. Das in Rede stehende Areal wurde dem Bund von der Einwohnergemeinde Wangen an der Aare und zwei Schützengesellschaften von Wiedlisbach mit Kauf- und Dienstbarkeitsvertrag vom 11. Dezember 1965 verkauft, mit der Auflage, dass auch die neue Schiessanlage 300 m und 50 m an diesem Standort gebaut werde. Für die Erschliessung war deshalb im Botschaftsprojekt und Kostenvoranschlag vom 15. November 1967, ausser den Umgebungsarbeiten, nichts enthalten. Bei der Detailprojektierung der neuen Anlage zeigten sich Nachteile in bezug auf Lärmbelästigungen sowie auch auf die Sicherheit der nahen Autobahn N l, neu erstellter bäuerlicher Siedlungen im entfernteren Hintergelände und zweier Kraftstromleitungen.

Aus diesem Grunde wurde die Schiessanlage auf der Chleihölzli-Anhöhe neu geplant. Die Behörden von Wangen an der Aare und Wiedlisbach sowie die mitinteressierten Schützengesellschaften haben dem neuen auf Bundesgebiet gelegenen Standort zugestimmt. Die Mehrkosten für diese Verlegung, verursacht durch die Erstellung neuer Zufahrten, Wasserzufuhr, Abwasser- und

405

Stromleitungen und die Errichtung von Parkplätzen, betragen l 030 000 Franken.

Alle übrigen kleinen Projektänderungen und Ergänzungen sowie die Bauerschwernisse konnten durch Einsparungen anderseits und teilweise Beanspruchung des Postens für Unvorhergesehenes ausgeglichen werden.

Die seinerzeitige Kostenberechnung der Bauten und Anlagen für den Waffenplatz und das Zeughaus Wangen an der Aare basierte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1967 mit 322,6 Punkten. Die während der Bauzeit eingetretene Teuerung (Index April 1972: 466,0 Punkte) und die bis zur Fertigstellung aller Bauarbeiten noch zu erwartende Teuerung machen einen Betrag von 18 628 000 Franken aus.

Zum Ausgleich der teuerungsbedingten Mehrkosten müssen dank günstiger gesamtschweizerischer Vergebung und dauernder, strenger Baukostenüberwachung lediglich 10 430 000 Franken beansprucht werden.

Kostenzusammenstellung

Fr.

Teuerungsbedingte Mehrkosten Mehrkosten zufolge Projektergänzung

10 430 000 l 530 000

Zusatzkredit

11 960 000

Der ursprüngliche Objektkredit erhöht sich somit von 47 300 000 um 11 960 000 auf 59 260 000 Franken.

Die neue Zeughausanlage Wangen an der Aare wurde im Laufe des Spätherbstes 1972 in Betrieb genommen. Der Waffenplatz dient ab 1973 den Schulen der Luftschutztruppen.

445

Fliegerabwehrstellungen für den Objektschutz der Frühwarn-Radaranlagen

Teuerungsbedingte Mehrkosten (700 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für den Ausbau des Schutzes der Radaranlagen ein Objektkredit von 3 600 000 Franken bewilligt.

Mit dem Bau dieser Fliegerabwehrstellungen konnte nicht auf allen Radar-Höhenstationen sofort begonnen werden, da noch laufende Installationsarbeiten und Gerätemontagen nicht behindert werden durften. Dazu traten im Sommer 1970 witterungsbedingte Schwierigkeiten auf, da in den Höhenlagen bis 3000 m öfters Schneefälle eintraten und umfangreiche Räumungsarbeiten erforderten. Teilweise schlechte Felspartien verursachten zusätzliche Verzögerungen und Mehrkosten. Zu diesen Erschwernissen kamen noch die Schwierigkeiten der 'Unternehmer, für diese unwirtlichen Baustellen auf Berggipfeln Arbeitskräfte zu finden; es mussten besondere Höhenzulagen

406 ausgerichtet werden. Der im Kostenvoranschlag enthaltene Betrag für Unvorhergesehenes musste trotzdem nicht voll beansprucht werden, so dass die Baukostenteuerung teilweise gedeckt werden kann.

Die Kostenberechnung basierte auf dem Baukostenindex vom I.April 1967 mit 322,6 Punkten. Die Rohbauarbeiten sind zum grossen Teil abgeschlossen, Ausbau und Installationen sind im Gange oder stehen teilweise vor dem Abschluss. Berechnet auf den jeweiligen Indexstand bereits ausgeführter Anlageteile und für die noch vorzusehenden Arbeiten ergeben sich teuerungsbedingte Mehrkosten von 922 000 Franken. Da ein Teil der Teuerungsmehrkosten aus dem Betrag für Unvorhergesehenes gedeckt werden kann, ist noch ein Zusatzkredit von 700 000 Franken erforderlich. Der bewilligte Objektkredit erhöht sich damit von 3 600 000 um 700 000 auf 4 300 000 Franken.

Damit fällige Zahlungen geleistet und die Arbeiten weitergeführt werden konnten, haben wir das Militärdepartement am 15. November 1972 ermächtigt, das Bauvorhaben fertigzustellen.

446 Neue Zufahrtsstrasse nach Savatan Teuerungsbedingte Mehrkosten (220 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für den Bau einer neuen Zufahrtsstrasse zwischen dem Rhonetal und dem Waffenplatz Savatan ein Objektkredit von 930 000 Franken bewilligt. Er umfasste 848 000 Franken für die baulichen Arbeiten und 82 000 Franken für den Landerwerb.

Die für das Kreditbegehren massgebende Kostenberechnung beruhte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1967 mit 322,6 Punkten. Bis zum Schwerpunkt der Ausführung der Arbeiten im Jahre 1971 erhöhte sich der Baukostenindex auf 421,2 Punkte, was einer Teuerung von 31,5 Prozent entspricht.

' Da der im Kostenvoranschlag für Unvorhergesehenes eingerechnete Betrag zum grossen Teil für zusätzliche, durch den schlechten Baugrund bedingte Arbeiten (Erstellung von Stützmauern, Felsverankerungen) sowie für besondere Massnahmen zum Schütze der benachbarten Anlagen des Elektrizitätswerkes der Stadt Lausanne während der Sprengarbeiten verwendet werden musste, konnten die teuerungsbedingten Mehrkosten nur in geringem Ausmass aufgefangen werden.

Die endgültigen Kosten können nun überblickt werden; zur Beendigung der Arbeiten ist ein teuerungsbedingter Zusatzkredit von 220 000 Franken erforderlich. Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 930 000 um 220 000 auf l 150 000 Franken.

Damit das Bauvorhaben ohne Verzug fertiggestellt werden konnte, haben wir das Militärdepartement am 12. Dezember 1972 ermächtigt, die notwendigen Verpflichtungen einzugehen und die Rechnungen zu bezahlen.

407 447

Operationstrakt im Sekundarschulhaus Langnau im Emmental

Teuerungsbedingte Mehrkosten (435 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für die Errichtung eines Operationstraktes im Sekundarschulhaus Langnau i. E. ein Objektkredit von 3 658 000 Franken bewilligt. Die für die Kreditanforderung massgebende Kostenberechnung beruhte auf dem Baukostenindex vom 1. Oktober 1967 mit 320,4 Punkten. Obwohl bereits im April 1969 die Arbeiten in Angriff genommen wurden und im April 1971 die Anlage technisch betriebsbereit war und der Truppe zur Erprobung übergeben werden konnte, reichen die bewilligten Mittel nicht aus.

Der Schwerpunkt der Ausführung lag bei 372 Punkten, was einer durchschnittlichen Teuerung von 14 Prozent oder rund 450 000 Franken entspricht.

Diese Bauteuerung konnte nur zu einem kleinen Teil durch anderweitige Einsparungen wettgemacht werden.

Abgesehen von der Teuerung sind für die Spitaleinrichtungen Mehrkosten von 55 000 Franken entstanden. Sie sind durch neue technische Entwicklungen bedingt.

Für die Bauteuerung von 380 000 Franken und für die Mehrkosten bei der Spitaleinrichtung von 55 000 Franken ist ein Zusatzkredit von zusammen 435 000 Franken erforderlich. Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 3 658 000 auf 4 093 000 Franken.

Um die unbezahlten Rechnungen der Unternehmer, Handwerker und Lieferanten sowie die Honorare der Architekten und Ingenieure innert nützlicher Frist begleichen zu können, sahen wir uns genötigt, das Departement des Innern am 11. August 1972 zu ermächtigen, die entsprechenden Zahlungen vorzunehmen.

448 Erstellung einer Abwasserreinigungsanlage für das Basisspital Kerns-Melchtal

Teuerungsbedingte Mehrkosten (l 80 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für die Erstellung einer Abwasserreinigungsanlage für das Basisspital Kerns-Melchtal ein Kredit von l 070 000 Franken bewilligt. Das Bauvorhaben ist bis auf die Desinfektionsanlage innerhalb der Spitalanlage beendet.

Die Kostenberechnung für das Kreditbegehren basierte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1967 mit 322,6 Punkten. Seither ist die Teuerung auf 466 Punkte angestiegen. Dies ergibt teuerungsbedingte Mehrkosten von 247 200 Franken. Von diesem Betrag konnten 18 500 Franken durch Einsparungen gedeckt werden. Der Posten Unvorhergesehenes im Betrage von 109 000 Franken konnte teilweise herangezogen werden.

408 Für die Beendigung der Arbeiten ist daher noch ein teuerungsbedingter Zusatzkredit von 180 000 Franken notwendig.

Damit erhöht sich der ursprüngliche Kredit von l 070 000 auf l 250 000 Franken.

449 Eidgenössisches Zeughaus Amsteg

Teuerungsbedingte Mehrkosten (2 950 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde ein Kredit von 6 830 000 Franken für verschiedene Bauten im Eidgenössischen Zeughaus Amsteg bewilligt. Das Vorhaben umfasste unter anderem den Neubau eines Werkstattgebäudes und einer Parkdienst- und Einstellhalle sowie den Umbau des bestehenden Dienstgebäudes und verschiedene andere Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Elektrizitätsversorgung.

Die damaligen Kostenberechnungen basierten auf dem Baukostenindex vom I.April 1967 mit 322,6 Punkten. Zufolge der seither eingetretenen Teuerung reicht der ursprünglich bewilligte Kredit nicht aus, um das Bauvorhaben abschliessen zu können. Die teuerungsbedingten indexmässig errechneten Kosten belaufen sich auf 3 182 100 Franken, wovon zur Fertigstellung des Bauvorhabens noch 2950000 Franken benötigt werden.

Vom Betrag von 337 100 Franken für Unvorhergesehenes wurden 105 000 Franken zur Deckung der Mehrkosten für die Gesamtunterkellerung des Werkstattgebäudes, die Vergrösserung der Tragkraft der Krananlage und die Anpassung der Umgebung wegen des Nationalstrassenbaus benötigt. Die restlichen 232 100 Franken stehen für den Ausgleich eines Teils der Teuerung zur Verfügung, so dass noch ein teuerungsbedingter Zusatzkredit von 2 950 000 Franken nachgefordert werden muss.

Damit erhöht sich der ursprüngliche Objektkredit von 6 830 000 um 2 950 000 auf 9 780 000 Franken.

45 Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 über militärische Bauten und Landerwerbe (BB11969II 1083) 451

Erweiterung der Motorenwerkstätte in der Eidgenössischen

Konstruktionswerkstätte Thun

Teuerungsbedingte Mehrkosten (l 50 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 wurde für die Erweiterung der Motorenwerkstätte Thun ein Objektkredit von 550 000 Franken bewilligt.

409 Die Rohbauarbeiten sind ausgeführt. Im Frühjahr 1973 werden auch die übrigen Bauarbeiten abgeschlossen sein, so dass die erweiterte Motorenwerkstätte dem Betrieb übergeben werden kann.

Der dem Botschaftsprojekt zugrunde gelegte Kostenvoranschlag basiert auf dem Baukostenindex vom 1. April 1968 mit 325,4 Punkten. Der mittlere Baukostenindex bei der Ausführung der Bauarbeiten betrug 466 Punkte, was einer durchschnittlichen Teuerung von 43,2 Prozent oder 224 900 Franken entspricht. Der Posten Unvorhergesehenes von 29 300 Franken wird voll für die Teuerung herangezogen, so dass die rechnerische Teuerung 195 600 Franken ausmacht. Es braucht jedoch wegen anderweitiger Einsparungen nur ein Betrag von 150 000 Franken nachgefordert zu werden. Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 550 000 um 150 000 auf 700 000 Franken.

452 Neubau eines ballistischen Labors in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis Teuerungsbedingte Mehrkosten (200 000 Fr.)

Für die Verwirklichung des Neubaus eines ballistischen Labors in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis wurden durch den Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 3 560000 Franken bewilligt. Die Bauarbeiten sind zum grössten Teil abgeschlossen. Es müssen noch der Innenausbau sowie die Umgebungs- und Anpassungsarbeiten ausgeführt werden.

Der dem Botschaftsprojekt zugrunde gelegte Kostenvoranschlag basierte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1968 mit 325,4 Punkten. Der mittlere Baukostenindex betrug 421,2 Punkte, was einer Bauteuerung von 29,4 Prozent oder 900 000 Franken entspricht. Der Posten Unvorhergesehenes im Betrage von 175 000 Franken steht vollumfänglich zum Ausgleich der Teuerung zur Verfügung. Zum Abschluss dieses Vorhabens sind noch 200 000 Franken notwendig, so dass sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 3 560 000 um 200 000 auf 3 760 000 Franken erhöht.

453 Sanierung der Betriebstankanlagen und Zusammenlegung der Hilfsbetriebe in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis Teuerungsbedingte Mehrkosten (415 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 wurden für die Sanierung der Betriebstankanlagen und Zusammenlegung der Hitfsbetriebe in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis l 530 000 Franken bewilligt.

Der Neubau für die Unterbringung der Schlosserei sowie die Lagerhalle für Paletten und leere Pulverkisten sind dem Betriebe übergeben worden. Die

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Einstellhalle für Motorfahrzeuge und die Sanierung der Betriebstankanlagen können 1973 ausgeführt werden.

Die fortschreitende Bauteuerung erfordert einen teuerungsbedingten Zusatzkredit. Der dem Botschaftsprojekt zugrunde gelegte Kostenvoranschlag basiert auf dem Baukostenindex vom 1. April 1968 mit 325,4 Punkten. Die Teuerung beträgt 39,2 Prozent oder 573 300 Franken, was einem mittleren Baukostenindex von 452,96 Punkten entspricht. Der Posten Unvorhergesehenes von 68 500 Franken wird für die Teuerung herangezogen, und es waren auch andere Einsparungen möglich. Zur Fertigstellung des Gesamtprojektes ist noch ein teuerungsbedingter Zusatzkredit von 415 000 Franken erforderlich.

Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von l 530 000 um 415 000 auf l 945 000 Franken.

454 Überdecken eines Teils des Vorplatzes bei den Panzerwerkstätten l und 2 der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätten Thun Teuerungsbedingte Mehrkosten (45 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurden 180000 Franken für das Überdecken eines Teils des Vorplatzes bei den Panzerwerkstätten l und 2 der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte Thun bewilligt.

Die Bauarbeiten sind abgeschlossen. Die Bauabrechnung zeigt jedoch, dass der zur Verfügung stehende Objektkredit wegen der Bauteuerung nicht ausreicht. Der dem Botschaftsprojekt zugrunde gelegte Kostenvoranschlag basiert auf dem Baukostenindex vom 1. April 1968 mit 325,4 Punkten. Der mittlere Baukostenindex bei der Ausführung der Bauarbeiten betrug 427,3 Punkte, was einer durchschnittlichen Teuerung von 31 Prozent oder 55 800 Franken entspricht. Vom Posten Unvorhergesehenes von 16000 Franken mussten 6 000 Franken für Mehraufwendungen für die Eisenkonstruktion mit Eternitverkleidung verwendet werden.

Zur Deckung der Bauteuerung ist noch ein Betrag von 45 000 Franken erforderlich. Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 180 000 um 45 000 auf 225 000 Franken.

Die Zahlungen haben bereits die Höhe des Verpflichtungskredites von 180000 Franken erreicht. Damit die Bauarbeiten ohne Verzug abgeschlossen und die Rechnungen innert nützlicher Frist beglichen werden konnten, haben wir das Departement des Innern am 15. September 1972 ermächtigt, das Bauvorhaben zu beendigen.

411 455

Erweiterung und Anpassung von Flugzeugunterständen

Teuemngsbedingte Mehrkosten (2 200 000 Fr.)

In der Botschaft vom 26. Februar 1969 über militärische Bauten und Landerwerbe (BEI 1969 I 313) haben wir die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Schaffung oder Verbesserung von Schutzeinrichtungen für Personal und Material auf Militärflugplätzen dargelegt. Durch den Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 haben Sie der Erweiterung und Anpassung vorhandener Flugzeugunterstände zugestimmt und hiefür einen Objektkredit von 9 500 000 Franken bewilligt. Dieses Vorhaben ist Bestandteil der ersten Etappe eines Gesamtplanes zur Schaffung genügend geschützter Flugzeugunterkünfte.

Die für die Kreditanforderung massgebende Kostenberechnung beruhte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1968 mit 325,4 Punkten. Die während der Ausführung eingetretene Teuerung erreichte im Jahre 1970 15,1 Prozent und stieg entsprechend dem Indexstand bis 1. Apjil 1972 um 43,2 Prozent. Es entstehen dadurch teuerungsbedingte Mehrkosten von rund 2 800 000 Franken.

Ein Teil der teuerungsbedingten Mehrkosten kann durch den in der Kostenberechnung enthaltenen Betrag für Unvorhergesehenes gedeckt werden, so dass noch ein teuerungsbedingter Zusatzkredit von 2 200 000 Franken benötigt wird.

Der Objektkredit wird damit von 9 500 000 um 2 200 000 auf 11 700 000 Franken erhöht.

Damit die Bauarbeiten ohne Unterbruch weitergeführt werden konnten, haben wir am 20. Dezember 1972 mit Zustimmung Ihrer Finanzdelegation das Militärdepartement ermächtigt, die notwendigen Verpflichtungen einzugehen und die Rechnungen zu bezahlen.

456

Beschaffung und Einbau von Mannschaftsunterständen auf Kriegsflugplätzen

Teuemngsbedingte Mehrkosten (900 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für Beschaffung und Einbau von Mannschaftsunterstanden ein Kredit von 3 000 000 Franken bewilligt. Es wuide ein von der Armee entwickelter Einheitstyp gewählt, der bei seriemässiger Herstellung und einfacher Bauweise je Schutzplatz verhältnismässig günstige Baukosten versprach. In der Zwischenzeit sind aber nicht nur die Beschaffungskosten für die Unterstände selbst, sondern auch die Baukosten erheblich gestiegen.

Basierte die Kostenberechnung auf dem Indexstand vom April 1968 mit 325,4 Punkten, so stieg dieser bis zum Schwerpunkt der Bauausführung im Jahre 1972 um 43,2 Prozent auf 466,0 Punkte.

412

Die Berechnung der Baukostenteuerung ergibt einen Betrag von über l 100 000 Franken.

Durch den im Kostenvoranschlag enthaltenen Posten für Unvorhergesehenes kann ein Anteil der ausgewiesenen Teuerungsmehrkosten gedeckt werden, so dass noch ein Zusatzkredit von 900 000 Franken benötigt wird.

Damit erhöht sich der ursprüngliche Objektkredit von 3 000 000 um 900 000 auf 3 900 000 Franken.

457

Bau einer Notlandepiste im Zusammenhang mit dem Nationalstrassenbau

Teuerungsbedingte Mehrkosten (90 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für den Bau einer Notlandepiste im Zusammenhang mit dem Nationalstrassenbau ein Objektkredit von 250 000 Franken bewilligt. ' Aufgrund des militärischen Pflichtenheftes wurden die notwendigen bautechnischen Ergänzungen und Anpassungen der Konstruktionselemente des Stiassenbaues festgelegt. Die Arbeiten wurden im Zuge des Nationalstrassenbaues durch das Kantonale Autobahnamt ausgeführt, das auch die Kostenberechnungen für den zulasten des Militärs fallenden Anteil zu erstellen hatte.

Nach Abschluss der Arbeiten auf dem betreffenden Bauabschnitt meldet das Kantonale Autobahnamt zusätzliche Baukosten an, insbesondere für die Erstellung der Schlitzrinne, durch die vermieden werden soll, dass Schmelzwasser vom Mittelstreifen auf die Fahrbahnen gerät und so Vereisungsgefahr entsteht. Diese Mehrkosten sind die Folge allgemeiner Bauteuerung. Die für diese Spezialarbeiten massgebende Position Dammarbeiten stieg seit der Kostenberechnung Oktober 1968 bis zum Schwerpunkt der Ausführung 1971 um 35,6 Prozent, was Mehrkosten von 90 000 Franken zur Folge hat. Für die zulasten des Militärs genenden Gesamtkosten ist ein Zusatzkredit in dieser Höhe erforderlich.

Der Objektkredit erhöht sich dadurch von 250 000 auf 340 000 Franken.

458

Spitalgebäude mit Operationstrakt und Spitalapotheke im Kurs- und Erholungszentrum Fiesen VS

Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzungen (2 300 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde ein Kredit von 6 670 000 Franken für den Bau eines Spitalgebäudes mit Operationstrakt und Spitalapotheke im Kurs- und Erholungszentrum Fiesch bewilligt. Die Bauarbeiten konnten planmässig vorangetrieben werden. Der oberirdische Teil des Spital-

413 gebäudes wurde bereits in Betrieb genommen. Im Operationstrakt und in der Spitalapotheke sind die Arbeiten soweit fortgeschritten, dass eine Erprobung durch die Truppen stattfinden konnte.

Die Kostenberechnung, die dem Botschaftsprojekt zugrunde lag, basierte auf dem Baukostenindex vom l. April 1968 mit 325,4 Punkten. Der Schwerpunkt der Ausführungen lag bei 433,5 Punkten, was einer Teuerung von 2 072 000 Franken entspricht, welche voll gedeckt werden muss.

Die ursprünglich vorgesehenen Installationen im Operationstrakt mussten infolge der laufenden technischen Entwicklung im Schutzbau angepasst werden. Die Mehrkosten dieser Projektergänzung betragen 228 000 Franken.

Kostenaufteilung

Fr.

Teuerungsbedingte Mehrkosten Mehrkosten zufolge Projektergänzung

2 072 000 228 000

Zusatzkredit

2 300 000

,

Zur Fertigstellung und zur Bezahlung aller Schlussabrechnungen ist deshalb ein Zusatzkredit von 2 300 000 Franken notwendig. Der ursprüngliche Objektkredit erhöht sich somit von 6 670 000 um 2 300 000 auf 8 970 000 Franken.

46 Bundesbeschluss vom 23. September 1970 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BB11970 II 1007) 461 Waffenplatz Thun; Bau eines Lehrgebäudes für die Reparaturtruppen (Geschütz- und Panzermechaniker) Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzung (l 660 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 23. September 1970 wurde für den Bau eines Lehrgebäudes für die Reparaturtruppen (Geschütz- und Panzermechaniker) beim Zollhaus auf dem Waffenplatz Thun ein Kredit von 11 300000 Franken bewilligt. Mit den Bauarbeiten konnte bereits im Mai 1971 begonnen werden. Dank einer sehr weitgehenden Normierung der Hallen konnte von den Vorteilen der Vorfabrikation Gebrauch gemacht werden. Das Bauvorhaben schreitet deshalb gut voran. Einzelne Hallen konnten der Truppe bereits im Sommer 1972 zur Benützung übergeben werden, und die ganze Anlage wird im Jahre 1973 -voll in Betrieb genommen. Trotz Ausnützung aller Vorteile der Vorfabrikation und günstiger Arbeitsvergebung kann die Teuerung nicht voll gedeckt werden. Die Kostenberechnung für das Kreditbegehren basierte auf dem Baukostenindex vom I.April 1969 mit 331,4 Punkten. Seither ist die Teuerung auf 466,0 Punkte im Jahr 1972 angestiegen. Die aufgrund des Bau-

414

kostenindexes errechneten teuerungsbedingten Mehrkosten abzüglich des in der Baukostenberechnung eingestellten Postens für Unvorhergesehenes betragen 3 200 800 Franken. Davon müssen noch 450 000 Franken gedeckt werden.

Die Ausbildung der Sattler oblag bis zur Einführung der Truppenordnung 1961 der Kriegsmaterial Verwaltung. Die entsprechenden Unterrichtslokale befanden sich im Eidgenössischen Zeughaus Thun. Es wurden damals auch selbständige Sattlerrekrutenschulen durchgeführt. Ab 1962 werden nun die Sattler von der Abteilung für Transportdienst und Reparaturtruppen ausgebildet. Zuerst wurden sie in die Motormechaniker-Schulen eingegliedert und seit 1970 in die Geschütz- und Panzermechaniker-Schulen. Die früheren Unterrichtslokale im Eidgenössischen Zeughaus mussten im Jahr 1972 endgültig aufgegeben werden. Der Grund dafür war die untragbare Störung des Zeughausbetriebes durch die militärische Belegung (verschiedene Betriebszeiten, Schwierigkeiten bei der Überwachung der Zeughausanlage ausser Betriebszeit usw.).

Heute sind die Ausbildungs- und Theorieräume behelfsmässig in Baracken auf dem AMP-Areal eingerichtet, was nicht zu befriedigen vermag. Der Bau eines eigentlichen kleinen Sattler-Lehrgebäudes als Ergänzung der Anlage für die Geschütz- und Panzermechaniker beim Zollhaus Thun drängt sich deshalb auf. Es enthält zwei Lagerräume im Untergeschoss, je zwei Arbeitsräume im Erdgeschoss und 1. Stock und dazu die entsprechenden WC- und Waschanlagen. Die Kosten für diese Projektergänzung betragen : Fr.

Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung Projektergänzung

934 000 19 700 31 000 30 000 55 300 140 000 l 210 000

Einschliesslich des Zusatzkredites für teuerungsbedingte Mehrkosten von 450 000 Franken beträgt der Zusatzkredit somit l 660 000 Franken. Der ursprüngliche Objektkredit erhöht sich damit von 11300000 auf 12960000 Franken.

462

Bau von Mehrzweckhallen auf Waffenplätzen

Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzungen (3 875 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für den Bau von 10 Mehrzweckhallen auf Waffenplätzen ein Objektkredit von 7 540 000 Franken bewilligt. Bis Ende 1972 sind fünf davon in Drognens, Monte Ceneri, Sitten und Payerne (2 Hallen) gebaut worden. Die Ausführung der weiteren fünf Hallen musste zurückgestellt werden, da nicht genügend Zahlungskredite verfügbar waren.

415 Die für das Kreditbegehren massgebende Kostenberechnung basierte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1969 mit 331,4 Punkten. Der Schwerpunkt der Ausführung der ersten fünf Hallen lag bei 466,0 Punkten, Baukostenindex vom 1. April 1972, was somit einer Teuerung von 40,67 Prozent entspricht. Die indexmässig errechnete Teuerung - mit Einschluss der noch zu bauenden fünf Hallen in Sand/Bern, Emmen, Bure (Ajoie), Dübendorf und Wil bei Stans - bis zum Stand des Baukostenindexes vom I.April 1972 beträgt somit 3 159900 Franken. Da wegen konjunkturpolitischer Massnahmen das Ende der Bauausführung der noch zu bauenden fünf Hallen nicht vorausgesehen werden kann, ist es möglich, dass dafür später nochmals ein teuerungsbedingter Zusatzkredit nachverlangt werden muss.

Trotz Einholung mehrerer Konkurrenzofferten war es bei den Positionen Stahl, Kalk-Sandsteinmauerwerk, Heizungsinstallationen und Hallenisolation nicht möglich, die Aufträge im Rahmen der indexmässig angestiegenen Teuerung zu vergeben. Die entsprechenden Mehrkosten betrugen 256 100 Franken.

Mit Bundesbeschluss vom 10. Dezember 1968 haben Sie bereits die erforderlichen Mittel für fünf Hallen der 1. Serie in Chur, Freiburg, Thun (2 Hallen) und Walenstadt bewilligt. Die Auswertung der praktischen Erfahrungen mit diesen fünf Hallen zeigte, dass durch einen Verzicht auf den seitlichen Anbau für Magazine, Heizungsinstallationen und Garderoben und durch die Anordnung dieser Einrichtungen in einem zusätzlichen stirnseitigen Element eine sowohl ästhetisch als auch baulich und betrieblich bessere Lösung erzielt werden konnte. In den Projekten der dritten Serie von fünf Hallen, wofür die Mittel mit Bundesbeschluss vom 20. September 1971 bewilligt wurden, ist diese Änderung bereits berücksichtigt. Es erwies sich deshalb als zweckmässig, auch schon die Hallen der zweiten Serie mit dieser Projektergänzung auszuführen. Die Mehrkosten, verursacht durch das grössere Bauvolumen, betragen je Halle 80 000 Franken oder total 800 000 Franken.

Nach Abzug des Betrages von 341 000 Franken für Unvorhergesehenes beträgt der erforderliche Zusatzkredit für teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzungen somit 3 875 000 Franken. Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 7 540 000 um 3 875 000 auf 11 415 000 Franken.

463

Bauten zum Schütze von Flugzeugen und Personal auf Kriegsflugplätzen / Bau TOD Flugzeugunterständen

Teuerungsbedingte Mehrkosten (4 300 000 Fr.)

Bereits in den Botschaften vom 22. Mai 1968 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze und 26. Februar 1969 über militärische Bauten und Landerwerbe wurde die Notwendigkeit einer Verbesserung des Schutzes der am Boden abgestellten Flugzeuge dargelegt. In der Folge sind durch die Bundesbeschlüsse vom 10. Dezember 1968 und 7. Oktober 1969 in einer ersten

416

Dringlichkeit die erforderlichen Mittel bewilligt worden. Als Fortsetzung des begonnenen Programms haben wir Ihnen mit der Botschaft vom 18. Februar 1970 die Erstellung einer weiteren Anzahl von Unterständen beantragt. Diesem Kreditbegehren haben Sie durch den Bundesbeschluss vom 23. September 1970 zugestimmt und einen Objektkredit von 16 340 000 Franken bewilligt.

Die Erstellung dieser Unterstände ist so weit fortgeschritten, dass sie durch die Truppe belegt und benützt werden können. Sie dienen sowohl für die Flugzeuge als auch für das zugehörige Bereitstellungspersonal. Damit von diesen Unterständen aus ein leistungsfähiger und rationeller, den Forderungen des modernen Flugmaterials angepasster Flugbetrieb durchgeführt werden kann und um in diesen Anlagen auch Reparaturarbeiten der ersten Stufe ausführen zu können, war ein Ausbau mit umfangreichen Einrichtungen notwendig, die zulasten des Postens Unvorhergesehenes gingen.

Die Ausführung dieser anspruchsvollen Bauwerke auf einer Reihe von Flugplätzen stiess auf verschiedene Erschwernisse. So mussten teilweise mit Rücksicht auf die Landeigentumsverhältnisse die Standorte neu festgelegt werden, was Mehraushub verursachte. Auf einem Flugplatz mussten der geologischen Verhältnisse wegen zusätzliche Fundationen vorgesehen werden.

Das Schwergewicht der Ausführung fiel in die Jahre 1971 und 1972, eine Zeit unverhältnismässig hoher Verteuerung der Baukosten. Der Kostenberechnung lag der Index vom April 1969 mit 331,4 Punkten zugrunde. Die Baukostenteuerung erreichte bis April 1972 bei 466,0 Punkten ein Ausmass von 40,6 Prozent.

Die Berechnung der laufenden Teuerungsmehrkosten ergibt einen Betrag von 4 648 000 Franken.

Zufolge der geschilderten Erschwernisse kann nur ein bescheidener Anteil der ausserordentlich hohen teuerungsbedingten Mehrkosten durch den Posten für Unvorhergesehenes und Regiearbeiten des Kostenvoranschlages gedeckt werden. Zur Finanzierung der laufend anfallenden Unternehmerrechnungen und für die Weiterführung der Arbeiten sowie zur Fertigstellung noch zurückgestellter Anpassungen und Ergänzungen ist für die ungedeckten Teuerungsmehrkosten ein Zusatzkredit von 4 300 000 Franken erforderlich.

Der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 16340000 erhöht sich damit auf 20 640 000 Franken.

464 Norm-Operationstrakt im Kloster Disentis

Teuerungsbedingte Mehrkosten (3 160 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für die Erstellung eines Norm-Operationstraktes im Kloster Disentis ein Objektkredit von 8 140 000 Franken bewilligt.

417

Während der Bauarbeiten im zivilen Teil trat ein Hangrutsch ein, der eine Standortverlegung mit Neuprojektierung für den restlichen Teil des Bauvorhabens zur Folge hatte. Damit drängte sich auch für den Operationstrakt mit Zufahrtsstrasse eine Verlegung auf, da das ursprüngliche Projekt durch eine umfangreiche Sanierung des gesamten Baugrundes nicht oder nur mit unübersehbaren Risiken und Kosten hätte verwirklicht werden können.

Die dadurch entstandenen Mehrkosten können zusammengefasst wie folgt begründet werden: Der schlechte Baugrund bedingte zusätzliche Stützmauern, Auffüllungen und Böschungen. Das bestehende Gärtnerhaus musste teilweise abgebrochen und später neuerstellt werden. Eine Korrektur der Zufahrtsstrasse war talseits nötig, um einen unsicheren Hang zu umgehen.

Die Mehrkosten infolge dieser Bauerschwernisse betragen 290 000 Franken und wurden voll durch den Posten Unvorhergesehenes gedeckt. Dagegen ist ein Anteil an den Mehrkosten zufolge geologisch bedingter Projektänderung noch nicht berücksichtigt.

Die seinerzeitige Kostenberechnung basierte auf dem Baukostenindex des Jahres 1969 mit 331,4 Punkten. Infolge der seither eingetretenen Teuerung (Index 466 Punkte vom April 1972) und der voraussichtlichen Bauteuerung bis Ende der Bauzeit ist mit teuerungsbedingten Mehrkosten von 3 047 000 Franken zu rechnen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Teuerung von 40 Prozent.

Für die Spitaleinrichtungen beträgt die durchschnittliche Bauteuerung 40,67 Prozent oder 216 700 Franken. Dank des teilweise serienmässigen Einkaufs konnten Einsparungen erzielt werden, so dass nur noch 113 000 Franken nachgefordert werden.

Um die heute überblickbare finanzielle Seite der Bauarbeiten zu regeln und abzuschliessen, sehen wir uns gezwungen, einen teuerungsbedingten Zusatzkredit von 3 047 000 Franken für den Bau und von 113 000 Franken für die Spitaleinrichtung, also total 3 160 000 Franken anzufordern.

Der ursprüngliche Objektkredit erhöht sich dadurch von 8 140 000 auf 11 300 000 Franken.

465 Erstellung von Lagerräumen in Zeughäusern Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzung (l 100 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde ein Gesamtkredit von 4 100 000 Franken für den Bau von zusätzlichem Lagerraum in drei Zeughauskreisen bewilligt. Das Vorhaben umfasste den Bau von insgesamt zwei D + B-Normhallen sowie einer Parkdienst- und Einstellhalle für die Unterbringung von Fahrzeugen.

418 Die vom Baufachorgan erstellte Kreditübersicht zeigt, dass der ursprünglich bewilligte Gesamtkredit nicht ausreicht, um das Bauvorhaben abschliessen zu können. Die anfallenden Mehrkosten sind grösstenteils auf die seit der Berechnung des Kostenvoranschlages eingetretene Teuerung zurückzuführen. Sie stieg in dieser Zeitspanne um durchschnittlich rund 40 Prozent an, was theoretisch einer Kostensteigerung von rund l 600 000 Franken entspricht. Gewisse bei der Bauausführung erzielte Einsparungen können von dieser Summe abgezogen werden, so dass 900000 Franken teuerungsbedingte Mehrkosten verbleiben. Dazu kommen 200 000 Franken für die zusätzliche Ausführung gesetzlich vorgeschriebener Gewässerschutzmassnahmen.

Der ursprüngliche Gesamtkredit erhöht sich somit von 4 100 000 um l 100 000 auf 5 200 000 Franken.

47 Bundesbeschluss vom 20. September 1971 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BB11971II 950) 471

Neubau für die technische Infrastruktur für Versuchsund Einflüge in Emmen

Teuerungsbedingte Mehrkosten (390 000 Fr.)

Durch den Bundesbeschluss vom 20. September 1971 wurde für die Erstellung des Radargebäudes in Emmen ein Objektkredit von l 980 000 Franken bewilligt. Die Bauarbeiten sind ausgeführt. Mit der Montage der Radaranlagen «Adour» wurde im Januar 1972 begonnen; sie sind im Frühjahr 1973 betriebsbereit.

Die Bauabrechnung zeigt, dass zur Deckung der Baukostenteuerung ein Zusatzkredit erforderlich ist. Der Kostenvoranschlag basierte auf dem Baukostenindex vom 1. April 1970 mit 374,5 Punkten. Die errechnete Teuerung beträgt 482 000 Franken oder 24,3 Prozent, was dem Baukostenindex vom April 1972 von 466 Punkten entspricht. Zur Deckung der Baukosten sind etwas weniger, nämlich 390 000 Franken, notwendig, so dass sich der bewilligte Objektkredit von l 980 000 um 390 000 auf 2 370 000 Franken erhöht.

472 Bau einer Zeughausanlage im Zeughauskreis St. Gallen Teuerungsbedingte Mehrkosten (l 220 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde ein Kredit von 5 730 000 Franken für den Bau einer neuen Zeughausanlage im Zeughauskreis St. Gallen bewilligt. Das Bauvorhaben umfasste die Erstellung von zwei D + B-Normhal-

419

len, je dreigeschossig zu zwölf Feldern, mit einer gesamten Lagerfläche von rund 7 900 m 2 . Die Bauarbeiten wurden im April 1972 begonnen und können gegen Ende 1973 abgeschlossen werden.

Die damaligen Kostenberechnungen basierten auf dem Baukostenindex vom April 1970 mit 374,7 Punkten. Wegen der seither eingetretenen Teuerung reicht der ursprünglich bewilligte Kredit nicht aus, um das Bauvorhaben weiterführen und abschliessen zu können. Die indexmässig berechnete Teuerung beträgt l 390 000 Franken. Davon werden aber zufolge der beim Bau erzielten Einsparungen nur l 220 000 Franken benötigt.

Der im Kostenvoranschlag eingestellte Betrag für Unvorhergesehenes musste vorwiegend für das zusätzliche Wasserreservoir und die Behebung grosser Gewitterschäden verwendet werden.

Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 5 730 000 um l 220 000 auf 6 950 000 Franken.

473 Lagergebäude in Andennart

Teuerungsbedingte Mehrkosten (610 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde für den Bau eines Lagergebäudes in Andermatt ein Kredit von 2 860 000 Franken bewilligt. Das Vorhaben umfasste den Bau einer D + B-Normhalle, dreistöckig zu neun Feldern und mit einer gesamten Lagerfläche von rund 2 900 m2, als Ersatz für Objekte, die dem Nationalstrassenbau weichen mussten.

Die damaligen Kostenberechnungen basierten auf dem Baukostenindex des Jahres 1970 mit 374,4 Punkten. Zufolge der seither eingetretenen Teuerung bei den Baukosten reicht der ursprünglich bewilligte Kredit nicht aus, um das Bauvorhaben abschliessen zu können. Die indexmässig ausgewiesene Teuerung beläuft sich auf 698 000 Franken. Sie braucht aber nicht voll gedeckt zu werden. Mit einem teuerungsbedingten Zusatzkredit von 610 000 Franken kann das Bauvorhaben abgeschlossen werden.

Der Posten Unvorhergesehenes musste infolge verschärfter Gewässerschutzvorschriften für die Erstellung eines Öltankraumes verwendet werden.

Damit erhöht sich der ursprüngliche Objektkredit von 2 860 000 um 610 000 auf 3 470 000 Franken.

474 Erstellung eines Grenzzeughauses

Teuerungsbedingte Mehrkosten (210 000 Fr.)

Durch den gleichen Bundesbeschluss wurde ein Kredit von l 940 000 Franken für die Erstellung eines Grenzzeughauses bewilligt. Die Bauarbeiten konnten im wesentlichen programmgemäss ausgeführt werden und stehen nun

420

vor dem Abschluss. Um die noch verbleibenden Restarbeiten auszuführen und das gesamte Bauvorhaben abschliessen zu können, ist ein teuerungsbedingter Zusatzkredit notwendig.

Die ursprünglichen Kostenberechnungen basierten auf dem Baukostenindex des Jahres 1970 mit 374,7 Punkten. Aufgrund der seither eingetretenen Teuerung ergeben sich für die Baujahre 1972/73 theoretische teuerungsbedingte Mehrkosten von 473 000 Franken, es genügen aber 210 000 Franken, um das Bauvorhaben beenden zu können.

Der vorgesehene Posten für Unvorhergesehenes wurde vorwiegend für eine Stützmauer und zusätzliche Einfriedung verwendet.

Der ursprünglich bewilligte Objektkredit erhöht sich somit von l 940 000 um 210 000 auf 2 150 000 Franken.

5 Zusammenfassung Der Gesamtkredit für die in der vorliegenden Botschaft enthaltenen Bauvorhaben, Landerwerbe und Zusatzkreditbegehren berechnet sich wie folgt: Fr.

  1. Bauvorhaben gemäss Objektverzeichnis Anhang 1 92 990 000 b. Landerwerbe gemäss Anhang II 29 160 000 c. Zusatzkreditbegehren gemäss Objektverzeichnis Anhang III.. 71 718 000

193 868 000

6 Verfassungsraässigkeit Die verfassungsmässige Zuständigkeit beruht auf den Artikeln 20 und 85 Ziffer 10 der Bundesverfassung.

7 Antrag Gestützt auf diese Ausführungen empfehlen wir Ihnen, den nachfolgenden Entwurf eines Bundesbeschlusses über militärische Bauten und Landerwerbe anzunehmen.

Wir versichern Sie, sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren, unserer vorzüglichen Hochachtung.

Bern, den 31. Januar 1973 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident : Bonvin

Der Bundeskanzler: Huber

421 (Entwurf)

Bundesbeschluss über militärische Bauten und Landerwerbe Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf Artikel 20 der Bundesverfassung, nach Einsicht in eine Botschaft des Bundesrates vom 31. Januar 19731', beschliesst:

Art. l ^^Den mit Botschaft vom 31. Januar 1973 unterbreiteten Bauvorhaben^ Landerwerbe und Zusatzkreditbegehren wird zugestimmt.

2 Es werden hiefür folgende Gesamtkredite bewilligt: Fr.

  1. für Bauvorhaben gemâss Objekt Verzeichnis Ahnang I b. für Landerwerbe gemâss Anhang II c. für ergänzungs- und teuerungsbedingte Zusatzkreditbegehren gemäss Objektverzeichnis Anhang III

92 990 000 29 160 000 71 718 000

Art. 2 1

Der Bundesrat ist befugt, im Rahmen der bewilligten Gesamtkredite nach Artikel l Buchstabe a geringfügige Verschiebungen zwischen den einzelnen Objektkrediten vorzunehmen. Er verfügt ferner über den im Gesamtkredit gemäss Artikel l Buchstabe b enthaltenen Sammelkredit von 15 Millionen Franken.

2 Der jährliche Zahlungsbedarf ist in den Voranschlag einzustellen.

Art. 3 1

Dieser Beschluss ist nicht allgemeinverbindlich. Er wird aber im Bundesblatt veröffentlicht.

2 Er tritt am Tage der Verabschiedung in Kraft.

*> BEI 1973 I 385 Bundesblait. 125.Jahrg. Bd.I

20

422

Anhang l

Objektverzeichnis für militärische Bauten Objektkredit

Fr.

21 Bauten für die Rüstungsbetriebe 211 Unterirdische Schiessanlage für die Eidgenössische Waffenfabrik Bern 4 980 000 212 Montagehalle für Panzerabwehr-Übungsmunition in der Eidgenössischen Munitionsfabrik Thun 2 890 000 213 Sanierung des Kanalisationsnetzes in der Eidgenössischen Munitionsfabrik Altdorf l 770 000 22 Sanierung des Waffenplatzes Bière 3 160 000 23 Bauten für Flieger- und Fliegerabwehrtruppen 231 Ausbau eines Trainingsflugplatzes zum Kriegsflugplatz im Rahmen des Programms der Schutzbauten für Kampfflugzeuge 4 050 000 24 Geländeverstärkungen 39 810 000 25 Ausbau von Übermittlungsanlagen 251 Bau von Ubermittlungsobjekten 6 600 000 252 Funkanlage 5 980 000 26 Bau einer Nachschubtankanlage im Wallis 7 790 000 27 Sammelkredit für bauliche Gewässerschutzmassnahmen in Armee-Treibstoff-Tankanlagen 5 000 000 28 Bauten für die Einlagerung und Reparatur von Kriegsmaterial 281 Lagergebäude im Zeughauskreis Kriens 8810 000 282 Sanierung der elektrischen Anlagen im Zeughaus Seewen ..

l 120 000 29 Ausbau der Pulvermühle Aubonne l 030 000 Gesamtkredit

92 990 000

423

Anhang II

Objektverzeichnis der Landerwerbe Objektkredit Fr.

31 32 33 34

Sammelkredit für unvorhergesehene dringende Landerwerbe 15000000 Waffen- und Übungsplatze 10 000 000 Basisspital Lenk im Simmental 2 800 000 Waffenplatz Brugg l 360 000

Gesamtkredit

29 160 000

424 Anhang III

Verzeichnis der Zusatzkreditbegehren

41

42

43

431

432

433

434

44

Objektkredit

Zusatzkredit

Fr.

Fr.

Bundesbeschluss vom 19. Dezember 1962 über militärische Bauten und Waffenplätze (BB1 7952 II 1649) Geländeverstärkungen Teuerungsbedingte Mehrkosten .

83 620 000

7 200 000 90 820 000

Bundesbeschluss vom 15. Dezember 1965 über militärische Bauten (BB11965 III 725) Bauten und Anlagen für die Führung der Armee Teuerungsbedingte Mehrkosten .

40 040 000

8 600 000 48 640 000

Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1967 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BB1 1967II 593) Bau von Truppenunterkünften auf dem Schiessplatz GantrischGurnigel Teuerungsbedingte Mehrkosten .

Schiessplatz Petit Hongrin; Bau einer Zufahrtsstrasse Teuerungsbedingte Mehrkosten .

Bauten und Anlagen für den Waffenplatz Drognens FR Teuerungsbedingte Mehrkosten .

Ausbau der Rynächtstrasse, Altdorf Teuerungsbedingte Mehrkosten .

Bundesbeschluss vom 10. Dezember 1968 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BB1 1968 II 1276)

7 670 000

250 000

Neuer Objektkredit Fr.

7 920 000

33 420 000

l 280 000 34 700 000

42 313 000

5 553 000 47 866 000

l 060 000

370 000

l 430 000

425

440 Büro- und Laborgebäude der Sektion für Munition und der Sektion für Schiessversuche in Thun Teuerungsbedingte Mehrkosten .

441 Umbau der Speiseanstalt Thun Teuerungsbedingte Mehrkosten .

442 Neue Presshalle in der Eidgenossischen Munitionsfabrik Altdorf Teuerungsbedingte Mehrkosten .

443 Bauten und Anlagen für den Waffenplatz Isone Teuerungsbedingte Mehrkosten .

444 Bauten und Anlagen für den Waffenplatz und das Zeughaus Wangen a. A.

Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzungen 445 Fliegerabwehrstellungen für den Objektschutz der Frühwarn-Radaranlagen Teuerungsbedingte Mehrkosten .

446 Neue Zufahrtsstrasse nach Savatan Teuerungsbedingte Mehrkosten .

447 Operationstrakt im Sekundarschulhaus Langnau i. E.

Teuerungsbedingte Mehrkosten .

448 Erstellung einer Abwasserreinigungsanlage für das Basisspital Kerns-Melchtal Teuerungsbedingte Mehrkosten .

449 Eidgenössisches Zeughaus Amsteg Teuerungsbedingte Mehrkosten .

Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 über militärische Bauten und Landerwerbe (BEI 1969 II 1083) 451 Erweiterung der Motorenwerkstätte in der Eidgenössischen Konstruktionswerks tätte Thun Teuerungsbedingte Mehrkosten .

Objektkredit

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16900000

2100000 19000000

780000

315000

1095000

990000

280 000

l 270 000

32 400 000

6 500 000 38 900 000

47 300 000

11 960 000 59 260 000

3600000

700 000

4 300 000

930000

220000

1150000

3 658 000

435 000

4 093 000

1070000

180000

1250000

6830000

2 950 000

9 780 000

150000

700000

45

550000

426 Objektkredit

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452 Neubau eines ballistischen Labors in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis Teuerungsbedingte Mehrkosten .

3 560 000 200 000 3 760 000 453 Sanierung der Betriebstankanlagen und Zusammenlegung der Hilfsbetriebe in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis Teuerungsbedingte Mehrkosten .

l 530 000 415 000 l 945 000 454 Überdecken eines Teils des Vorplatzes bei den Panzerwerkstätten l und 2 der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätten Thun Teuerungsbedingte Mehrkosten .

180000 45 000 225 000 455 Erweiterung und Anpassung von Flugzeugunterständen Teuerungsbedingte Mehrkosten .

9 500 000 2 200 000 11 700 000 456 Beschaffung und Einbau von Mannschafts-Unterständen auf Kriegsflugplätzen Teuerungsbedingte Mehrkosten .

3 000 000 900 000 3 900 000 457 Bau einer Notlandepiste im Zusammenhang mit dem Nationalstrassenbau Teuerungsbedingte Mehrkosten .

250 000 90 000 340 000 458 Spitalgebäude mit Operationstrakt und Spitalapotheke im Kursund Erholungszentrum Fiesch VS Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzungen 6 670 000 2 300 000 8 970 000 46 Bundesbeschluss vom 23. September 1970 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze (BB1 7970 II 1007) 461 Waffenplatz Thun; Bau eines Lehrgebäudes für die Reparaturtruppen (Geschütz- und Panzermechaniker) Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzung 11 300 000 l 660 000 12 960 000

427 Zusatzkredit

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7 540 000

3 875 000

11415 000

16 340 000

4 300 000

20 640 000

8 140 000

3 160 000

11 300 000

4 100 000

l 100 000

5 200 000

l 980 000

390 000

2 370 000

5 730 000

l 220 000

6 950 000

2860000

610000

3470000

210 000

2 150 000

Objektkredit Fr.

462 Bau von Mehrzweckhallen auf Waffenplätzen Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzungen 463 Bauten zum Schütze von Flugzeugen und Personal auf Kriegsflugplätzen. Bau von Flugzeugunterständen Teuerungsbedingte Mehrkosten .

464 Norm-Operationstrakt im Kloster Disentis Teuerungsbedingte Mehrkosten .

465 Erstellung von Lagerräumen in Zeughäusern Teuerungsbedingte Mehrkosten und Projektergänzung 47 Bundesbeschluss vom 20. September 1971 über militärische Bauten, Waffen-und Schiessplatze (BB11971II 950) 471 Neubau für die technische Infrastruktur für Versuchs- und Einflüge in Emmen Teuerungsbedingte Mehrkosten .

472 Bau einer Zeughausanlage im Zeughauskreis St. Gallen Teuerungsbedingte Mehrkosten .

473 Lagergebäude in Andermatt Teuerungsbedingte Mehrkosten .

474 Erstellung eines Grenzzeughauses Teuerungsbedingte Mehrkosten .

Gesamtzusatzkredit 2887

l 940 000

71 718 000

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung über militärische Bauten und Landerwerbe (Vom 3I.Januar 1973)

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Bundesblatt

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Foglio federale

Jahr

1973

Année Anno Band

1

Volume Volume Heft

08

Cahier Numero Geschäftsnummer

11547

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

26.02.1973

Date Data Seite

385-427

Page Pagina Ref. No

10 045 670

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