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Bundesratsbeschluss über die Allgemeinverbindlicherklärung des Gesamtarbeitsvertrages für die schweizerische Möbelindustrie Verlängerung und Änderung vom 7. April 2025 Der Schweizerische Bundesrat beschliesst: I Die Geltungsdauer der Bundesratsbeschlüsse vom 20. August 2013, vom 28. März 2014, vom 27. Mai 2016, vom 22. November 2016, vom 14. November 2017, vom 15. März 2018, vom 24. März 2020, vom 13. August 2020, vom 9. August 2021, vom 29. März 2022, vom 6. April 2023 und vom 9. April 20241 über die Allgemeinverbindlicherklärung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) für die schweizerische Möbelindustrie wird bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.

II Folgende geänderte Bestimmungen des in der Beilage zu den in Ziffer I erwähnten Bundesratsbeschlüssen wiedergegebenen Gesamtarbeitsvertrages (GAV) für die schweizerische Möbelindustrie werden allgemeinverbindlich erklärt: Anhang zu Artikel 6 Lohnerhöhungen für das Jahr 2025 Den Arbeitnehmenden wird eine Lohnerhöhung pro Monat von 30 Franken generell und eine Lohnerhöhung pro Monat von 10 Franken individuell gewährt.

Lehrlinge sind von dieser Lohnerhöhung ausgenommen.

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BBl 2013 7025; 2014 3207; 2016 4661, 8779; 2017 7711; 2018 1525; 2020 2849, 7027; 2021 1861; 2022 918; 2023 987; 2024 821

2025-1507

BBl 2025 1264

BBl 2025 1264

Erhöhung der Mindestlöhne für das Jahr 2025 Die im Anhang des aktuellen GAV definierten Mindestlöhne der Kategorie B2 (alle Abstufungen) werden um 40 Franken erhöht.

Die Lohnerhöhungen sind in den Mindestlöhnen der Kat. B2 gemäss Artikel 6.3. bereits enthalten.

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Erhöhung der Mindestlöhne2,3

Lohnstufen-Modell Basis Stunden: 178 Kat.

Art. 6 GAV

Berufsleute Berufsleute A1 mit Fachausweis (FA) etc.

Berufsleute A2 mit Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) etc.

Arbeitnehmende B1 mit Berufsattest (EBA), Praktikanten und Praktikantinnen etc.

Ungelernte Mitarbeiter Ungelernte Mitarbeiter, B2 Arbeitnehmende, die als Hilfskräfte eingesetzt werden.

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18. Altersjahr

19. Altersjahr

20. Altersjahr 1. J Erfahrung

2. J Erfahrung

3. J Erfahrung

4. J Erfahrung

ab 5. J Erfahrung

Mt.

Mt.

Mt.

Mt.

Mt.

Mt.

Mt.

Std.

Std.

Std.

Std.

Std.

Std.

Std.

4 551.­ 25.57

4 763.­ 26.76

4 976.­ 27.96

5 240.­ 29.44 5 505.­ 30.93

4 306.­ 24.19

4 400.­ 24.72

4 490.­ 25.22

4 585.­ 25.76

4 726.­ 26.55 4 868.­ 27.35

4 035.­ 22.67

4 035.­ 22.67

4 118.­ 23.13

4 202.­ 23.61

4 286.­ 24.08

4 371.­ 24.56 4 455.­ 25.03

3 861.­ 21.69

3 861.­ 21.69

3 937.­ 22.12

4 100.­ 23.03

Für den Kanton Neuenburg sind die nachfolgend aufgeführten Mindestlöhne anwendbar, sofern sie höher liegen als der kantonale Mindestlohn gemäss der Loi cantonale neuchâteloise sur l'emploi et l'assurance-chômage (LEmpl).

Für den Kanton Genf sind die nachfolgend aufgeführten Mindestlöhne anwendbar, sofern sie höher liegen als der kantonale Mindestlohn gemäss der Loi sur l'inspection et les relations du travail (LIRT).

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Art. 20.1 20.1

Ferien

Alle Arbeitnehmenden haben pro Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember) Anspruch auf folgende bezahlte Ferien: ­ Jugendliche und Auszubildende

25 Arbeitstage

­ ab 1. Dienstjahr

22 Arbeitstage

­ ab 40. bis 50. Altersjahr

23 Arbeitstage

­ ab 50. Altersjahr

25 Arbeitstage

­ ab 60. Altersjahr

30 Arbeitstage

Im Kalenderjahr des 50. bzw. 60. Geburtstages besteht ein Pro-rata-Anspruch auf die fünfte bzw. sechste Ferienwoche. Betriebsferien sind jeweils bis zum 15. Dezember der Belegschaft bekanntzugeben.

III Arbeitgeber, die seit dem 1. Januar 2025 ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine allgemeine Lohnerhöhung gewährt haben, können diese an die Lohnerhöhung nach Anhang zu Artikel 6 GAV anrechnen.

IV Dieser Beschluss tritt am 1. Mai 2025 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2026.

7. April 2025

Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Die Bundespräsidentin: Karin Keller-Sutter Der Bundeskanzler: Viktor Rossi

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