ST

Schweizerisches Bundesblatt.

^

XXIV. Jahrgang. .ll..

Nr. 25.

ST

8.Juni 1872.

Bericht der

nationalräthlichen kommission betreffend die Erwahrung der Abstimmung über die revidirte Bundesverfassung d. d.

5. März 1872 ^ (Vom 28. Mai 1872.)

Tit. l Mit Botschaft vom 24. Mai abhin erstattet de... Bundesrath der Bundesversammlung einlässlicheu Bericht : 1. über d.e Massna.hmen, die er behufs Uebersez..ng, Vervielsältigung, Publikation und Vertheilnug des revidirten Versassungsentwurss, sowie der von den beiden Räthen erlassenen Proklamation u. s. w. getroffen .

2. über die Zirkularien und Reskripte, welche er zum Schutz und zur Sicherung der ...lusübnng der Stimmberechtigung der SchweizerBürger, zumal der Aufenthalter, der Post- und Eisenbahnangestellten .e.

zu erlasseu sich verpflichtet gehalten, und endlich, .

.......

.. b e r

das

G e s a m . . mt e r g e .. n .ss sowohl der Ständeabstimmung,

als der Volksabstimmung vom 12. Mai 1872, wieder Bundesrath dasselbe definitiv bereinigt h...t.

Jn lettere.. Beziehung wird allein die

.^) Die Commission bestand Aus den Herren Nationalräthen hung erb ü ht e r..

B I e u l e r , P e n c h e r , Bischer (von Luzern), Klein, Pezrin und Bautier.

Bundesblatt. Jahrg. XXIV. Bd.Il.

33

450 Abftimmungsverhaudlung der .Gemeinde .^chuls im Unt^enga^in v^ behalten, von welcher die Regierung Granbündens die Ansieht a..^ spreche, es dürsten vielleicht Gründe vorliegen, um das ..^.....niss d i e s . ^ Verhandlung als ungültig a..sser all.. Berücksi.htignng fallen z.. lasse...

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Der bn..desräthliehen Bots.h..st, die sich wesentlich in diesen d^..

Richtungen verbreitet, ist der . E n t w u r f ei.....^, die E r w a h r u n ^ des A b st i mm u n g s e r g e b n i s s .. s b e t r e f f e n d e n D e k r e t ^ b^ gelegt und schließlich ans die Absti...mungsproto^olle l.lngewies.m, wel..^ die Kantonsregiernngen nach Art. 10 de^ Revistonsstaint^ vom 5. Mä..^ abhin zu Hangen der Bundesversammlung eingesendet haben.

Es hat Jhnen nun, Tit., beliebt, die Botschaft des Bundesrathe über die Erwahrung der Abstimmung mit den bezüglichen Brolo..olle.^ Korrespondenzen, Reskripten u. s. w. an eine .^iebnerkommissivn zu^ Brüsung und Begutachtung ^u überweisen.

Die .^ommisuon besehastigte si.h in zwei ^.^nngen n.it der ih.^ znr Untersuchung und Begutachtung überwiesenen Angelegenheit, und

gibt sich nun die l.^hre, uachsoigendeu, saehbezügliehen Bericht un^ Antrag Jhrer Würdigung und Entscheidung zu unterbreiten.

.^u 1. V o r b e r e i t u n g e n zur A b s t i m m u n g . Was di..

Vorbereitnugen zur Abstimmung b.^lrisft, welche zunächst in dem ^r.^ und der Verbreitung von 674,878 d e u t s c h e n , f r a n z ö s i s c h e n ..n.d i t a l i e n i s c h e n und .)000 r o m a n i s c h e n und lad i n i s e h e n ^r.em^ plaren der Versass^ngsentwürse und einer entsprechenden Anzahi v^^ Ex^en^plareu der ^roilau^ationen und der Stimmkarten bestanden, s^ verdient die Beflissenheit, Sorgfalt und Energie, womit der B u n d e . ^ ^ k a n z l e r und seine .^a^lei, denen dieser schwierige und mühvoll.. Thei^ der Vollziehung des Bundesgese^es vom 5. März z..^el, ..ie ungetheilt..^ volleste Anerkennung der Versammlung. Der revidirte Verfassung.

entwurf in 5 Jdiomen und eirea 7l)0,^00 ^x^e.mplaren ^nter die s^wei..

zerische Bevoll^erung verth^ilt, bildet eine interessante ^ol^glottensamm^ lung, -- interessant nicht nur sür den L i n g u i s t e n und .^prach^ f o r s c h e r , sondern vorab für den ..Staatsmann und den ^ o l i t . k e r ^ Die Bapier-, Druck- und Buchbindern ^ o s t e u im Betrag vo^ ^r. 12l,23l. .^^ Rp., welche vom Dezember 187l bis Ende Mai .....^ lediglich sür Revisionsimprimate ausgegeben wurden, zeigen an.. besten^ welcheu Gesehästsumfang der Vollzug der gese^liehen Vorschrift mit si.^ führte, dass jedem stimmfähigen ^chweizerbürger ein Exemplar der revi^ dirten Verfassung 4 Wochen vor der Abstimmung eingehändigt werden müsse. Dieser strengen Vorschrist wurde in der Exekution i^u All^emeinen ein Genüge geleistet, und es sind diesfalts aus keinen. .^antone^ gegründete Klagen oder Beschwerden laut geworden.

^u ^. S t i m m b e r e c k . t i g n n g und S t i m m a b g a b e . Ob^^ ...ie Art. 5 und 6 des Gesezes vom 5. März die znr Sicherung des ...es ^S t i m m r e c h t s erforderlichen Vorschriften enthielten, so ergaben sich doch in Beziehung aus die Stimmabgabe der N i e d e r g e l a s s e n e n , insbesondere aber der A u f e n t h a l t e r , verschieden... Anstände, zumal in einigen westlichen Kantonen der Schweiz. Die liberale und loyale Weise, in welcher der Bundesrath mit seinem K r e i s s c h r e i b e n vom 19. A p r i l und aus Grundlage desselben diese Anstände, namentlich bezüglich der Bestimmung wenigstens des z w a n z i g s t e n A l t e r s j a h r e s für die S t i m m b e r e c h t i g n n g und der ^estse^ung des Endtermins zur A n m e l d u n g der Stimmabgabe Seitens d e r A u s e n t h a l t e r , eousee.uent erledigte, fand die ungetheilte Anerkennung Jhrer Kommission und gereichte derselben zur lebhasten Be-

sriedigung.^ Was das A l t e r s j a h r der S t i m m b e r e c h t i g u u g betrifft, so herrscht in den Gesetzgebungen der Kantone sormel.l eine

solche Buntsehe.^igkeit, dass dieselbe bei eidgeuossischen Wahlen und AbStimmungen einen mitbestimmenden materiellen Einfluß ausübt.

Wir geben hier eine Uebersi.ht der V e r s c h i e d e n h e i t d e r Alt e r s j a h r e d e r . ^ t i m m b e r e e h t i g u u g in deu einzelnen Kautonen: Jn G r a u b u u d e n ist das Altersjahr der Stimmberechtigung das erfüllte

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1

7

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,, Schw^z, R i d w a l d e n , .^..larus. A p p e n z e l l J. Rh.

und A. Rh. das zurückgelegte . . . . . 18.

, , Zug d a s zurückgelegte . . . . . .

19.

., .^t. G a l l e u und H e s s i n das angetretene .

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20.

,, Z ü r i eh , B e r n , L u z e r n , Uri, .^ b w a l d e n , Freib u r g , S o l o t l.^ u r n , B a s e l st a d t und B a s e l l a n d , ^ c h a s s h a u s e n , T h u r g a u , W a a d t , Wallis und R e u e u b u r g d a s zurückgelegte .

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.

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.

20.

,, G e n s das zurückgelegte .

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21.

,, A a r g a u d a s angetretene .

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22.

Gern hätte Jhre Kommission ausgemittelt, um u,ie viel Stimmen

sich die Zahl der Abstimmenden bei der Ausdehnung des Stimmreehts

^auf jüngere Jahrgänge auch in den übrigen Kautonen bei der legten eidg. Abstimmung vermehrt hätte. es maugelte ihr jedoch zur Zei.^ das erfor.^erli.he statistische Material, um eine solche Vermehrung zu konstatiren.

Was den E n d t e r m i n z u r A n m e l d u n g der Stimm a b g a b e Seitens der Ausenthalter betrisft, so wurden in den meisten Kantonen solche Stimmberechtigungsscheiue noch am T a g e v o r der Ab st i mm u u g , ja noch am T a g e der A b s t i m m u n g ausgehändigt. Wo hingegen die kantonalen Behorden selbst zum Abschluss der Kontrolen oder

452 zur Verhinderung von Missbräuchen, z.V. des Unsugs von Herbeiziehen^ sog. ,,Stimmkneehte^ aus benachbarte.. Kantonen, einen bestimmten Endtermin ^ur Anmeldung verlangten , da wurde vom Bundesrath verfügt, .dass dieser Endtermin nicht früher als bis und mit dem 4. Mai einzutreteten habe. Ans solche Weise ist durch die zweckmässigen Zirk..larien und Resl.ripte des Bundesraths für die allseitige Sicherung und Wal..rnug ^es Stimmrechts gesorgt worden, so zwar, dass von keiner Seite eine Besehwerde wegen Schmälerung dieses wichtigen republikanischen Rechts erhoben wurde.

^u 3. A b s t i m m u n g s e r g e b n i s Da nachdem vom Bundesrathe ^ bereinigten Ergebniss sowohl der n a t i o n a l e n als k a n t o n a l e n Abstimmung sich eine überwiegende entschiedene Mehrheit hiervon 1... Standen, dort von 5463 Stimmen sür die . . ^ e r w e r s u n g des Entwurfs der revidirten Verfassung ergeben hat, so dnrste Jl^re kommission eine nochmalige, vollständige Detailprüfn..g der Abstimmungsresultate von Kanton zu Kanton wohl unterlassen. ^u einer solchen, zumal gründliehen Detailprüsnng wären ihr eine genaue, zuverlässige Angabe der Z a h l der S t i m m b e r e c h t i g t e n in j e d e m K a n t o n und die E i n s i c h t in die bestehenden k a n t o n a l e n W a h l - und A b stimm un g s g e s e ^ e nothwe..dig gewesen, zwei Hanptunterlagen und Requisite der .^rüs..ng, welche der Kommission gänzlich mangelten.

Eine theilweise Kontrole der Abstimmungsergebnisse einzelner Kantone mnsste Jhrer Kommisston jedoch die Ueberzengnng ausdringen, dass kleinere, das Hauptresultat jedoch nicht ändernde, Unrichtigkeiten in der Zählung der Stimmenden nebst anderem Rügenswerlhen unterlaufen

sind. So zählt Uri 21 ,,Rein^ und 3 ,,Ja" w e n i g e r , als in der

Tabelle angegeben sind. Bei A l t d o r s , A t t i u gha n s e n , G u r t n e l l e n , S e e l i s b e r g , S p i r i n g e n , W a s e n , R e a l p erseheinen gerade so viel .Stimmende als Stimmfähige, so dass an allen diesen ^rten am 12. Mai auffallender Weise kein einziger Stimmberechtigter durch Krankheit, Ab^vesenhe^t oder aus andern Gründen verhindert war, ^.n der Abstimmung .^heil zu nehmen.

Bei . ^ b w a l d e n liegt bezüglich seiner in .Liestal stimmenden Seharsschü^en blos das Begleitschreiben und der Rominativetat vor,

das .^lbstimmungsresultat der Schüfen sehlt bei den ^kten.

W all i s. Die Zahl der stimmberechtigten ist gar nicht angegeben in den .^lbstimmungsprotokollen : von Bramois, Glis, Willer, Albion, Fiesch, Miege, Ve^, Vollèges. Jn nicht weniger als 32 Genteinden erscheinen anch hier jnst so viel Stimmende als ^timmbereehtigte aufgeführt. Die Gesammtzahl der Verwersenden beträgt uieht 19,686, sondern nur 19,494, also 192 Stimmen weniger.

453 .Ju-^^.^.^en W a l l i s und W a a d t hat sieh überhaupt die Bevol^ernng bei d^r^.^^- .^ aufsind st-rk.^ Verhältniss ....e- ^ theiligt.

^..^^^^^ Anbelangend die Abstimmungsverhandl....^.^^^ ^ehuls im Unterengadin muss Jhre Kommission nachdrucksa.u^r^.^..,^^ ^...

abweichend von der Landesübung, welcher gemäss über sog. A..^.^.......^...^ des Grossen Raths, die zur Abstimmung an die Gemeinden gelangen, die Diskussion walten kann, das sreie Wort abgeschnitten wurde. ^u einem Antrage, die gan^e Verhandlung von Schuls zu kassiren und da.^ Ergebniss aus der Klassifikation zu streichen, konnte indessen Jhre Kommission nicht gelangen, da in Graubünden weder ein Gese^ noch ein Dekret besteht, durch welches bei solchen Resereudumsverhandlungen eine Diskussion vorgesehen und gewährleistet erscheint.

Nachstehende T a b e l l e enthält das Ergebniss der Verfassungsabstimmung vom 12. Mai 1872 nach den drei Kategorien: 1.. der Landsgemeinde-Kautoue, ^. derReserendum^Kautoue und .^. der RepräsentativKantone. Bei jedem Kanton und Halbkanton ist die Wohnbevolkerung vom 1. Dezember l 870 und der Prozentsatz der Stimmenden zur Wohnbevolkerung angegeben. Rach dieser Tabelle haben sich die Bürger der Landsgemeinde- und Reprasentativkantone mit 2l beziehungsweise 20, diejenigen der Reserendumkantone mit 18 Brozent bei der Abstimmung

betheiligt.

L ^nd^meinde^antone.

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^ .

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^

^.

Wohnbevolkerung aus 1. Dezember

1870.

U

r

i

.

Obwalden

.

.

Ridwalden

Abstimmun g

vom 12. ^.^ai 1872.^ ^ der Stimmen

Gültige Stimmen.

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16,095

4,220

.

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14,443

.

.

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.

11,70l 35,208

3,082 2,444 6,320

Ja.

153 212 306

Rein.

4,067 2,870 2,138 1,623

.^ppenzel.l A. Rh. .

4.^734

10,179

4,697 3,804

Appeseli J. Rh. .

11,922

2,743

197

2,546

138,103

28,9.^

9,369

19,619

Glarus

.

^nmma

6,375

^ .

.

.

.

.

.

.

.

^ohube^lkerung

^6 2^ 21^ 23 ^ ^

^

^

1).. .^e^ren^um^ant^ne.

Wohnbevolkeruug vom 1. Dezember

1870.

Zürich

Bern

.

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. .

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Basel^ands.hast

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G..aubü..den

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Aaraau .

.

.

.

.

.

Thuraan

.

.

.^

.

.

S.hw^

.

.

.

Solothurn

.

.

Summa

284,047 501,501 47,733 74,608 ^ 54,026 .)2,103 1^,718 .)3,202 1,345,938

Abstimmung vom 12. Mai 1872.

Gültige

^ der Stimmen ^ur Woh..^ bevolkerung.

Ja.

Rein.

6l ,293 73,158 10,620 15,576 9,905 19,596 40,251 20,951

49,830 50,730 1,640 9,610 8,287 8,390 24,962 17,484

11,463 22,428 8,980 5,966 1,6l8 ^l1,206 15,289 3,467

22 15 22 21 18 21 20 22 ^

251,350

170,933

80,417

18

Stimmen.

I.lI. .^eine ^rafentati^, .^eto^ und nur ^inanzreferendnm^antone.

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^ .

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^

Wohnbe^ polkerung pom 1. Dezember

Abstimmung vom 12. Mai 1872.

^ der Stimmen

Gültige

zur

Ja.

Rein.

9,445 1.333 5,651 5,419 6,230 22,534 5,871 3,3l8 3,005 7,960 4,54l

17,9l 1 3,234 20,680.

1,244 435 22,505 6,902 5l ,465 19,686 9,066 7,908

21 22 24 14 18 24 11 24 23 18 14

1,170,960 236,343 75,307 161,036 .^otaI ....^.^hnbev^kerung der Schweiz ...om 1. Dezember 1870 2, .^001.

Total abgegebene Stimmen über die Bundes^ erfafsungsre^ision 51.^81 .^näml ch ^55,^09 ^a und 2.^1,072 .^Iuf 100 Seelen der Wohnbevölkerung der Se. ^weiz kommen abgegebene gültige Stimmen 1.).^

20

1870.

^nzern .

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Z^

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Freiburg Ba.^el-Stadt ^chasshausen ^t. Gallen

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.

Tessin

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.

.

^Waadt

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.

Wallis

.

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.

.

.

.

^Reuenburg

.

.

.

.

.

Genf

.

.

.

.

.

.

Summa

132,t53 20,925 110,409 .

47,040 37,642 190,674 121,591 229,588 96,722 95,425 88,791

Stimmen.

27,356 4,567 26,331 6,663 6,665 45,039 12,773 54,783 22,691 17,026 12.449

Wohnbevölkerung.

.^ein.)

B e m e r k u n g e n : Die mlt ^ bezeichneten .^anto ne .^Schafshausen ^. nd St. fallen) haben das ..l..eto.

^ie mit .^ bezeichneten .^anto ^ ^Luzern, Waadt und ^euenbur g) haben nur ^ a^ .^lnanz^ef .rendum.^ ^

457 ^ Die approximative Gesammtzahl der Stimmberechtigten nach dem

Verhältniss der Wohnbevölkerung von 1870 ^u derjenigen von 1860 ist

549,4.)0 , was e i n e m Stimmberechtigten aus 4,83 Einwohner von

1870

gleichkommt.

Am Schlusse ihrer Berichterstattung angelangt, fühlt sich die Kom-

misston verpflichtet, mit .Nachdruck hervorzuheben, dass im Allgemeinen die Vrüfuug und Würdigung vieler auffallender und abnormaler Vor-^ gänge und Erscheinungen, welche bei Aulass der legten eidgeuossischen Abstimmung in mehrsachen Richtungen zu Tage getreten sind, Jhre kommission bewogen haben würde, den Antrag an Sie zu stellen : ,,Es^ soll der Bundesrath eingeladen werden, der Bundesversammlung eine..

Gegenvorschlag betreffend das Verfahren bei eidgenossischen Wahlen und Abstimmungen beforderlichst ^u hinterbringen.^ Wenn die Kommission von einem solchen Antrag dennoch Umgang genommen hat, so geschah es ledigli.h aus dem Grunde, weil sie in Erfahrung brachte, der Bundesrath habe bereits iu seiuer Simung vom 8. Mai abhin sei.^ Departement des Junern beaustragt, ein Buudesgese^ im erwähnten Sinne auszuarbeiten und der Behorde zur Berathnug vorzulegen. Jhre kommission spricht die Hoffuung aus, dass die Vorlage eines solchen Gese.^esentwnxss vor .die gesetzgebenden Räthe nicht allzulange auf sich warten lassen werde.

Es bleibt Jhrer Kommission daher nur noch übrig, den Schlussa n t r a g zu stellen: ,,Es w o l l e d e x N a t i o n a l r a t h d e m B u n d e s b e s c h l u s s , b e t r e f f e n d die Erwahrung d e r A b s t i m m u n g über die am 5 . März 1 8 7 2 v o r g e l e g t e , r e v i d i r t e V e r f a s s u n g , w i e

solcher in der B o t s c h a f t des B u n d e s r a t h s vom 24. Mai abhin f o r m u l i r t w o r d e n i st. mit den in o b i g e m Bericht angegebenen R e k t i s i k a t i o n e n die Genehmigung ertheilen.^ Hochachtungsvoll.

. Bern, den 28. ^Mai 1872.

Samens der Kommission, Der Berichterstatter: .^uu^er^uhler.

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Bericht der nationalräthlichen Kommission betreffend die Erwahrung der Abstimmung über die revidirte Bundesverfassung d. d. 5. März 1872.*) (Vom 28. Mai 1872.)

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08.06.1872

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449-457

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