Bundesratsbeschluss über die Allgemeinverbindlicherklärung des Gesamtarbeitsvertrages für die schweizerische Engros-Möbelindustrie # S T #

Änderung vom 21. Mai 1982

Der Schweizerische Bundesrat beschliesst: I

Folgende geänderte Bestimmungen (Vereinbarung vom 16. Sept. 1981) des im Anhang zum Bundesratsbeschluss vom 13. Nov. 1981 ') wiedergegebenen Gesamtarbeitsvertrages für die schweizerische Engros-Möbelindustrie werden allgemeinverbindlich erklärt:

Art. 6.1. und 6.3.

6.1.

Die Arbeitnehmer über 18 Jahren haben Anspruch auf folgenden Mindestlohn:

6.1.1.

gelernte, selbständige Berufsarbeiter und Berufsarbeiterinnen ab 20. Altersjahr bis 20. Altersjahr

Fr pro stunde

-

13.45 13.10

6.1.2.

angelernte Arbeiter sowie Arbeiterinnen mit gleichwertiger Arbeit

12.55

6.1.3.

Hilfsarbeiter sowie Hilfsarbeiterinnen mit gleichwertiger Arbeit

12.05

6.1.4.

angelernte Arbeiterinnen mit leichter Arbeit

11.25

6.1.5.

Hilfsarbeiterinnen mit leichter Arbeit

10.95

6.1.6.

Näherinnen, angelernt

10.85

6.1.7.

Näherinnen, ungelernt

10.55

Für gleichwertige Arbeit männlicher und weiblicher Arbeitnehmer gilt grundsätzlich der gleiche Mindestlohn.

6.3.

Die Arbeitnehmer der Lohnkategorien 6.1.1. und 6.1.2. haben Anspruch auf eine Erhöhung ihrer individuellen Löhne um 95 Rappen pro Stunde, die Arbeitnehmer der Lohnkategorie 6.1.3. um 90 Rappen pro Stunde und die Arbeitnehmer der Lohnkategorien 6.1.4.-6.1.7. um

» BB1 1981 III 940 326

1982-408

GAV Engros-Möbelindustrie 80 Rappen pro Stunde. Die im Monatslohn beschäftigten Arbeitnehmer haben Anspruch auf eine gleichwertige Lohnerhöhung. Die Umrechnung erfolgt auf der Basis von 191 Stunden pro Monat.

Art. 7.5. (neu)

7.5.

Die Arbeitgeber prüfen sorgfältig alle Möglichkeiten, Behinderte im Betrieb einzugliedern. Die Eingliederung und Entlöhnung erfolgt entsprechend ihrer Arbeitsfähigkeit.

'

Art. 17.1.

17.1.

.

Bei Arbeit an auswärtigen Arbeitsorten hat der Arbeitnehmer Anspruch auf folgende Pauschalentschädigungen: Fr.

Morgenessen 6.-- Mittagessen 13.-- Nachtessen ,····' 13.-- Übernachten 30.-- Total .

62.--

Art. 18.2.

18.2.

Benützt der Arbeitnehmer für Auswärtsarbeit sein eigenes Motorfahrzeug, hat er Anspruch auf eine Kilometerentschädigung. Diese beträgt für Autos mindestens 55 Rappen, für Motorräder mindestens 35 Rappen, für Motorvelos mindestens 20 Rappen.

Art. 20.1. und 20.2.

20.1.

'

Die Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlte Ferien. Diese betragen pro Dienstjahr: - nach Ablauf des 1. Dienstjahres 15 Arbeitstage - nach Ablauf des 8. Dienstjahres oder nach Vollendung des 50. Altersjahres und 5 Dienstjahren 20 Arbeitstage - nach Vollendung des 57. Altersjahres und 25 Dienstjahren 25 Arbeitstage - jugendliche Arbeitnehmer bis und mit dem Kalenderjahr, in welchem sie das 19. Altersjahr vollenden 20 Arbeitstage Als Dienstjahre werden angerechnet: a. die Lehrjahre; b. frühere Dienstjahre im gleichen Betrieb ; c. frühere Dienstjahre in einem ändern Betrieb der schweizerischen Engros-Möbelindustrie, wenn der Arbeitsplatzwechsel infolge Betriebsschliessung erfolgen musste.

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GAV Engros-Möbelindustrie

Für die Berechnung der Dienst- bzw. Altersjahre ist das Datum des Stellenantrittes bzw. das Geburtsdatum massgebend (nicht der Stichtag gemäss Art. 20.2.).

Betriebsferien sind jeweils bis zum 15. Dezember der Belegschaft bekanntzugeben.

20.2.

Als Stichtag für die Berechnung des Ferienanspruches gilt der 30. Juni. Hat das Arbeitsverhältnis im betreffenden Jahr weniger als zwölf Monate gedauert, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Ferien pro rata temporis. Dauert das Arbeitsverhältnis in einem Monat 15 oder mehr Tage, so wird der betreffende Monat als ganzer Monat gezählt. Dauert es in einem Monat weniger als 15 Tage, so entsteht für diesen Monat kein Ferienanspruch.

II

Arbeitgeber, die seit dem 1. Januar 1982 ihren Arbeitnehmern eine allgemeine Lohnerhöhung gewährt haben, können diese an die Lohnerhöhungen gemäss Artikel 6.3. des Gesamtarbeitsvertrages anrechnen.

III

Diese Änderung tritt am 20. Juni 1982 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 1984.

21. Mai 1982

8444

328

Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Vizepräsident: Aubert Der Bundeskanzler: Buser

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15.06.1982

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326-328

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