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Botschaft über einen Zusatzkredit für einen Erweiterungsbau und die Innensanierung des Jugendstilgebäudes der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in Bern vom 30. Oktober 1991

Sehr geehrte Herren Präsidenten, sehr geehrte Damen und Herren, wir unterbreiten Ihnen den Entwurf zu einem Bundesbeschluss über einen Zusatzkredit für einen Erweiterungsbau und die Innensanierung des Jugendstilgebäudes der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in Bern von 8,3 Millionen Franken mit dem Antrag auf Zustimmung.

Wir versichern Sie, sehr geehrte Herren Präsidenten, sehr geehrte Damen und Herren, unserer vorzüglichen Hochachtung.

30. Oktober 1991

1991-742

Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Cotti Der Bundeskanzler: Couchepin

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Übersicht Gestützt auf die Botschaft vom 17. Februar 1988 (BBl 1988 / 1510) hüben die eidgenössischen Räte mit Bundesbeschluss vom 5. Oktober 1988 (BBl 1988 /// 775) einen Objektkredit von 22,8 Millionen Franken für einen Erweiterungsbau und die Innensanierung des Jugendstilgebäudes der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in Bern bewilligt.

Es zeigt sich, dass'der bewilligte Kredit nicht ausreicht und dass mit Gesamtkosten bis Bauende im Dezember 1994 von 31,1 Millionen Franken zu rechnen ist. Der grösste Teil der Mehrkosten ist teuerungsbedingt. Der zusätzliche reale Aufwand ist vor allem auf Fremdkosten (Mieten) zurückzuführen.

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Botschaft I

Ausgangslage

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Allgemeines

Die Alkoholverwaltung ist ein im Eidgenössischen Finanzdepartement eingegliederter Regiebetrieb des Bundes mit Rechtspersönlichkeit und eigener Rechnung. Sie ist Grundeigentümerin. Insgesamt beschäftigt die Alkoholverwaltung 300 Personen, die 25.9 Etatstellen belegen. In der Zentralverwaltung in Bern arbeiten 240 Beschäftigte.

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Objektkredit

Gestützt auf die Botschaft vom 17. Februar 1988 (BB1 1988 I 1510) haben die eidgenössischen Räte mit Bundesbeschluss vom 5. Oktober 1988 (BEI 1988 III 775) einen Objektkredit von 22,8 Millionen Franken für einen Erweiterungsbau und die Innensanierung des Jugendstilgebäudes der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in Bern bewilligt.

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Sanierungskonzept und Stand der Bauarbeiten

Mit den Bauarbeiten konnte Mitte 1990 begonnen werden. Auf den gleichen Zeitpunkt wurden Teile der Verwaltung nach Frauenkappelen und nach Köniz verlegt. Seit Baubeginn schreiten die Bauarbeiten und die Detailplanung für die weiteren Phasen wie vorgesehen voran.

Das Sanierungskonzept für die Raumverhältnisse sieht wie folgt aus: - Rückführung der Liegenschaft Feilenbergerfolgt strasse 5a in Wohnraum Abbruch der Liegenschaften Länggassstrasse 35, erfolgt Fellenbefgstrasse 21 sowie der Baracke Errichtung eines Erweiterungsbaus anstelle der abin Arbeit, Aufrichgebrochenen Liegenschaften; Umbau und Renovatefest im Oktober tion der Liegenschaft Länggassstrasse 37, wärme1991, bezugsbereit technische Gebäudesanierung, Umwandlung des Juni 1993 Estrichgeschosses in ein Attikageschoss Innenrenovation des Jugendstilgebäudes Längerfolgt Juli 1993 bis gassstrasse 31, Erneuerung der Sanitär-, HeizungsDezember 1994 und Elektroinstallationen

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Begründung der Mehrkosten

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Teuerung

Der Kostenvoranschlag, welcher der Botschaft vom 17. Februar 1988 zugrunde liegt, beruht auf dem Zürcher Wohnbaukostenindex vom April 1987, Indexstand 139,6 Punkte (Basis 1977 = 100 Punkte). Am I.April 1991 beträgt er 176,9 Punkte. Die mutmassliche Bauteuerung vom 1. April 1991 bis zur Fertigstellung des Baus, das heisst bis Dezember 1994, ist mit jährlich 4,5 Prozent angenommen worden.

Die teuerungsbedingten Mehrkosten umfassen folgende Bereiche: - Baukosten für den Erweiterungsbau sowie die Sanierung des Jugendstilgebäudes : 7 Millionen Franken gemäss Steigerung des Baukostenindexes. Davon werden indessen dank straffer Projektführung und Einsparungen im Tiefbaubereich 5,8 Millionen Franken ausreichen.

Aus Konsequenzgründen wird auf den Baukostenindex abgestellt.

Die absehbaren teuerungsbedingten Mehrkosten vom 1. April 1987 bis zum Projektende betragen somit 5,8 Millionen Franken für die Bauarbeiten und 0,6 Millionen Franken für die Fremdkosten, zusammen 6,4 Millionen Franken.

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Mehraufwand

Das Projekt ist seit 1988 nur ganz wenig geändert worden. Im Verlaufe der Detailplanung ergab sich, dass zur Verbesserung des Betriebsablaufes während der Bauphase zwei Änderungen am ursprünglichen Projekt nötig waren: - nicht 60-80, sondern 100 Arbeitsplätze wurden zeitweise (nach Frauenkappelen und Köniz) verlegt; - die Arbeitsplätze im Jugendstilgebäude werden während der kommenden Sanierungsphase vollständig in den dannzumal fertiggestellten Erweiterungsbau verlegt.

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Die realen Mehrkosten dieser beiden Dispositionen sind mit 1,925 Millionen Franken eingesetzt. Dem Mehraufwand steht indessen eine Verkürzung der Bauzeit gegenüber.

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Kostenübersicht

Voraussichtliche Endkosten Bewilligter Kredit Notwendiger Zusatzkredit davon sind : - teuerungsbedingt - Mehrkosten real 4

Mio. Fr.

in %

31,1 22,8 8,3

136,4 100 36,4

6,4 1,9

28,1 8,3

Finanzielle Auswirkungen

Dieser Zusatzkredit wird in der Rechnung der Alkoholverwaltung (Investitionsrechnung) der Jahre 1992/93 bis 1994/95 berücksichtigt.

Der Zusatzkredit hat keine Auswirkungen auf die in Ziffer 25 der Botschaft vom 17. Februar 1988 umschriebenen Betriebskosten und auf den Personalbestand.

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Rechtliche Grundlagen

Die vorliegende Botschaft basiert auf Artikel 31 Absatz l des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1989 über den Finanzhaushalt (SR 611.0), wonach ohne Verzug ein Zusatzkredit angefordert werden muss, wenn sich vor oder während der Ausführung eines Vorhabens zeigt, dass der bewilligte Verpflichtungskredit nicht ausreicht.

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Bundesbeschluss Entwurf über einen Zusatzkredit für einen Erweiterungsbau und die Innensanierung des Jugendstilgebäudes der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in Bern vom

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf Artikel 85 Ziffer 10 der Bundesverfassung, nach Einsicht in eine Botschaft des Bundesrates vom 30. Oktober 1991^, beschliesst: Art. l 1 Für die Errichtung eines Erweiterungsbaus und die Innensanierung des Jugendstilgebäudes der Eidgenössischen Alkoholverwaltung wird ein Zusatzkredit von 8 300 000 Franken bewilligt.

2 Der Kredit geht zu Lasten der Rechnung der Alkoholverwaltung.

Art. 2

Dieser Beschluss ist nicht allgemeinverbindlich; er untersteht nicht dem Referendum.

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» BB1 1991 IV 635 640

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Jahr

1991

Année Anno Band

4

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47

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91.065

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

03.12.1991

Date Data Seite

635-640

Page Pagina Ref. No

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