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2796 Botschaft des

Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend Bewilligung eines Bundesbeitrages an den Kanton Wallis für die Entsumpfung der Rhone-Ebene Uvrier-Bramois bei Sitten.

(Vom 1. Februar 1932.)

Herr Präsident!

Hochgeehrte Herren!

Mit Schreiben vom 23. September 1931 hat das Baudepartement des Kantons Wallis dem eidgenössischen Departement des Innern drei Projekte für die Entsumpfung der Rhone-Ebene Uvrier-Bramois bei Sitten zur Subventionierung eingereicht.

Da diese drei Unternehmen in der Folge ein einziges Werk bilden werden, weil die drei Kanalabschnitte mehr oder weniger voneinander abhängig sind, haben wir alle diese Arbeiten in einer Vorlage zusammengefasst. Die Gesamtkosten sind zu Fr. 800,000 veranschlagt.

In Anbetracht dessen, dass die für dieses Unternehmen zu bewilligende Subvention über die Kompetenz des Bundesrates hinausgeht, ist die Bundesversammlung zuständig, sich über das Gesuch des Kantons Wallis auszusprechen. Zu diesem Zwecke unterbreiten wir Ihnen diese Botschaft.

  1. Projektbeschreibung.
  2. Der Kanal von Uvrier.

Die auf dem rechten Ufer der Rhone gelegene Ebene von Uvrier oberhalb Sitten umfasst das Dreieck von 170 ha, welches von der Rhone, der Lienne und dem Berghang umgrenzt wird.

Abgesehen von ungefähr .30 ha Sumpf ist diese Ebene sorgfältig kultiviert. Man findet dort einige der schönsten Obstgärten des Wallis, wo der Boden mittels kostspieliger Materialanschüttungen über den Grundwasserspiegel erhöht worden ist. Die Höhe des Bodens liegt im allgemeinen, mit Ausnahme von 50 ha auf dem Schuttkegel der Lienne, während der Sommermonate unter dem mittleren Wasserstand der Ehone.

Ein Entsumpfungskanal, welcher sich am westlichen Ende des vorgenannten Dreiecks von Uvrier in die Ehone ergiesst, sammelt alles Wasser des

197 .·zwischen der Bhone und dem Fusse des Schüttkegels der Lienne liegenden Gebietes indem er unter diesem Seitenbach hindurchzieht. Dieser Kanal .genügte früher zur Troekenhaltung der oberhalb Bellini gelegenen Bodenfläche. Die weiter unten gelegenen Bodenkomplexe konnten dank der vorerwähnten Auffüllungsarbeiten ebenfalls zum Teil in wertvolles Kulturland verwandelt werden. Der durch den Kanal gesicherte Wasserabfluss genügte seinerzeit zur Erhaltung eines für die meisten Kulturen günstigen Grundwasserstandes.

Seither hat sich die Lage infolge der langsamen aber ständigen Sohlen«erhöhung der Bhone vollständig geändert. Heute stauen während der drei .Sommermonate die Hochwasser der Ehone diejenigen des Kanals so weit, -dass nicht nur jede Entwässerung dabinfällt, sondern im Gegenteil sogar Überflutung stattfindet.

Der Schaden hat sich in der Ebene von Uvrier dermassen verschärft, ·dass die schönsten Kulturen der Versumpfung anheimfallen, wenn nicht bald Massnahmen zur Besserung dieses Zustandes getroffen werden. Zur Bekämpfung dieser Gefahr wurde nach mehreren vergleichenden Studien das hier .beschriebene Projekt aufgestellt.

Pur die Ableitung des Wassers von Uvrier und des Bewässerungs- und Sicherwassers der Gemeinde St. Léonard sowie eines Teiles des Gebietes der Gemeinde Granges ist es notwendig, den eigentlichen Kanal von Uvrier auf seiner ganzen Länge zu vertiefen und zu verbreitern. Ein anderer Kanal von .geringerem Ausmass dient der Entwässerung des versumpften Gebietes zwischen der Eisenbahnlinie und dem Schuttkegel der Lienne.

Zum Zwecke der Herstellung des nötigen Gefälles in dem vom BhoneJiochwasser gestauten Hauptkanal soll ein unter dem MUSS durchführender, ·durch ein armiertes Betonrohr gebildeter Dücker die Wasser von Uvrier, welche auf 2,50 m3/sek. im Maximum geschätzt werden, auf das linke Ehoneufer leiten. Nach Vereinigung mit dem Kanal von Bramois wird dieses Wasser ·durch den Kanal von Vissigen aufgenommen.

Bei der gegenwärtigen Kanalmündung ist .zur Vermeidung der Eück.·strömung des Ehonewassers in das . Entwässerungsgebiet eine Absperrung vorgesehen. Mittels Schleuse lässt sich daselbst bei Niederwasserständen zwecks Eeinigung der Dückeranlage der ursprüngliche Ausfluss nach der JRhone vorübergehend herstellen.

fc. Der Kanal von Bramois'..

Die Ebene von Bramois,
mit einer Ausdehnung von ungefähr 70 ha, welche nördlich des Dorfes gleichen Namens auf dem linken Ehoneufer liegt, befindet sich annähernd in den gleichen Verhältnissen wie diejenige von Uvrier.

Jeden Sommer verursacht das Zurückfluten der Ehonehochwasser durch den jetzigen Kanal eine Überschwemmung von mehr oder weniger grosser Aus·dehnung.

Die vorgesehenen Arbeiten bestehen in der Korrektion des Kanales mit, Abschluss der Mündung und Ableitung der vereinigten Wasser von Uvrier Bundesblatt. 84. Jahrg. Bd. I.

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198 und Bramois in den Kanal von Vissigen-Chandoline. Die maximale Abflussmenge der zu fassenden Wasser wird auf höchstens 1,50 m3/sek. geschätzt.

c. Der Kanal von Vissigen-Chandoline.

Dieser Kanal, welcher unterhalb der Borgne der Ehone entlang führt und in den Jahren 1915 bis 1918 mit Bundeshilfe erstellt wurde, ist natürlich nicht zum Zwecke der Wasserfassung der Ebenen von Uvrier und Bramois mit einer sekundlichen Abflussmenge von 4 m3 im Maximum, sondern nur zur Entwässerung der angrenzenden Gebiete geschaffen worden; er hat jetzt ebenfalls als Vorfluter zu dienen und muss deshalb bis zu km 2,50U des alten Projektes (im Übersichtsplan angegebener Punkt) vertieft und verbreitert werden. Von diesem Punkt an wird der Kanal nur verbreitert. Die Kanaleinmündung in die Ehone beim Pierre d'Odet wird nicht geändert.

. Da der alte Kanal von Vissigen von seiner Mündung hinweg nicht bis zur Borgne führt, ist in der Vorlage die Verbindung mit den Kanälen von Uvrier und Bramois mittels Dücker unter diesem Bache vorgesehen.

Die Abflussverhältnisse in der Ebene von Chandoline und von Vissigen werden keine Änderung erfahren. Bei Chandoline findet man zwar ähnliche Verhältnisse wie bei Uvrier, mit dem Unterschied jedoch, dass die erstgenannte Ebene zum grössten Teil mit Schilf bewachsen, die letztere dagegen auf grosse Flächen mit Bäumen und Sträuchern bestockt ist. Für eine Melioration der Ebene von Chandoline müsste man ein Projekt für die Weiterleitung der Gewässer von St-Leonard, Uvrier, Bramois, Vissigen und Chandoline bis in die Gegend von Aproz studieren und dort eine Einleitung in die Rhone vorsehen.

B. Technische Bemerkungen.

Die Gesamtlänge der zu korrigierenden oder neu zu sumpfungskanäle stellt sich folgendermassen zusammen: a. Hauptkanal von Uvrier, welcher zu vertiefen und zu verbreitern ist Nebenkanal v(neu zu erstellen) ' 1). Kanal von Bramois (neu zu erstellen) . .

c. Kanal von Vissigen-Chandoline: neu zu erstellen zu vertiefen und zu verbreitern ' nur zu verbreitern d. Dücker unter der Rhone e. Dücker unter der Borgne

schaffenden Ent-

2923 m 1198 rn

502 m 295 m 2585 m --

4121 m 2586 m

_,,,,_,, 8382 m 95 rn 45 nt

Gesamtlänge 10,229 m Das Gefalle schwankt zwischen 3 °jol) (Kulminationspunkt Kanal von Uvrier) und 0,80/0o (Kanal von Chandoline).

199 Das Profil dieser Kanäle ist den vorgesehenen verschiedenen Abflussmengen angepasst. Die Sohlenbreite wächst vom obern Ende der Kanäle bis zu dem den letzten Abschnitt des Vorfluters bildenden Kanal von Chandoline von l m auf 6 m an. Die in einer Neigung von 2:3 vorgesehenen Böschungen werden an ihrem FUSS mittels Brett-,und Steinrollieruhg befestigt.

Die Baukosten des gesamten Unternehmens setzen sich aus den Voranschlägen der drei beschriebenen Projekte zusammen: a. Hauptkanal von Uvrier mit Nebenkanal und Dücker unter der Bïïone (nach Eichtigstellung durch das eidgenössische Oberbauinspektorat -- Erhöhung in bezug auf den Dücker unter der Ehone --) Fr. 410,000 b. Kanal von Bramois (nach Berichtigung durch die obgeriannte Amtsstelle -- die Summe von Fr. 40,000 ist im Voranschlag für den Kanal von Vissigen einzustellen --) » 120,000 c. Kanal von Vissigen-Chandoline mit Dücker ,unter der Borgne » 270;000 Gesamtkosten Fr. 800,000 : · Von allen in Betracht gezogenen Entsumpfungsmöglichkeiten (Verlängerung des Kanals von Uvrier dem rechten Rhoneufer entlang oder Fassung des Wassers durch eine Pumpanlage während-des Sommers) scheint dieses Projekt die rationellste und vorteilhafteste Lösung zu bieten, indem neben den damit behandelten Bodenflächen die Ebene von Bramois ebenfalls zur Entsumpf ung gelangt.

Der durch die in Frage stehenden Arbeiten direkt entwässerte Boden hat ein Ausmass von mindestens 180 ha. Die schätzungsweisen Kosten pro Hektare betragen daher Fr. 4440.

Das Problem der Entwässerungskanäle im Kanton Wallis ist mit den Wasserverhältnissen des grossen Vorfluters, der Ehone, eng verbunden. Im grössten Teil des Ehonelaufes macht die leider wohlbekannte anhaltende Erhöhung der Sohle ihre bedenklichen Fortschritte, was auch der Vorflut der Kanäle nachteilig ist. Der Kanton hat auf Anraten des eidgenössischen Oberbauinspektorates, seit einigen Jahren grosszügige Versuche angeordnet, welche mittels Auffüllung der Traversenfelder und Einspannung von Leitwerken zwischen den Traversenköpfen eine Eintiefung des Flusses anstreben. In zwei grossen Versuchsstrecken, eine bei Dorénaz in der Nähe von Vernayaz und die andere bei Visp, wird nun in dieser Weise das Durchflussprofil umgestaltet. Die bisherigen Feststellungen lassen auf sehr guten Erfolg hoffen.

Immerhin wartet man noch die endgültigen Ergebnisse ab, bevor in andern Abschnitten, wo eine Eintiefung des Ehonebettes dringlich ist, in gleicher Weise vorgegangen werden kann.

200

C. Prozentsatz des Bundesbeitrages.

Alle grossen Entsumpfungsprojekte wurden zur Genehmigung und Subventionierung den eidgenössischen Eäten unterbreitet. Die nachstehend aufgeführten Beispiele geben eine Übersicht der Beschlüsse.

Kanton Waadt.

Bundesbeschluss vom 30. Januar 1919: a. Hauptkanal b. Nebenkanäle Kanton Wallis.

  1. Bundesbeschluss vom 22.Dezember 1916 (Kanal Visf)-Earon): a. Hauptkanal b. Nebenkanäle 2. Bundesbeschluss vom 25. Juni 1919 (Kanal Visp-Raron, Nachsubvention): a. Hauptkanal b. Nebenkanäle. . .'
  2. Bundesbeschluss vom2 5. September 1918 (Kanal Sitten-Riddes): a. Hauptkanal b. Nebenkanäle 4. Bundesbeschluss vomii. Juni 1919 (Verlängerung des Hauptkanals SittenRiddes) 5. Bundesbeschluss vom 21. Dezember 1914 (Kanal Riddes-Martigny): o. Hauptkanal '. . .
  3. Nebenkanäle 6. Bundesbeschluss vom 11. Juni 1919 (Kanal Riddes-Martigny, Nachsubsubvention) : a. Hauptkanal b. Nebenkanäle 7. Bundesbeschluss vom 28. Oktober 1909 (Kanal Saillon-Fully) 8. Bundesbeschluss vom 25. Juni 1920 (Kanal Saillon-Fully, Nachsubvention) : a. Hauptkanal 6. Nebenkanäle

Voranschlag

Fr.

Prozentsatz

°/o

Bundesbeitrag!

Fr.

4,385,000 1,465,000

45 40

1,973,250 586,000

600,000 500,000

50 40

300,000 200,000

1,260,000 640,000

50 40

630,000 256,000.

50 40

745,500 443,600

1,210,000

50

605,000

1,000,0001 750,000}

,n °U

^nfin.

»<»>,wu

2,422,660 809,340

50 45

1,211,300 364,200

336,000

50

168,000

894,000 740,000

50 45

447,000 383,000

1,491,000 1,109,000

'

201

Voranschlag Prozentsatz Bundesbeitrag Fr Fr 9. Bundesbeschluss vorn 8. Juni 1923 °/0 (Stockalperkanal) : a. Hauptkanal 2,533,000 45 1,189,85» b. Nebenkanäle 417,000 40 166,800 Wenn auch die in der gegenwärtigen Vorlage berücksichtigten Kanäleder Ebene von Sitten von grossem Werte sein werden, so kann man ihnen doch nicht die gleiche Wichtigkeit beimessen wie den vorerwähnten Hauptkanälen, welche mit 45 bis 50 % subventioniert worden sind. Es muss in Betracht gezogen werden, dass die meisten jener Meliorationen durch den in den Kriegsjahren aufgetretenen Getreidemangel aufgedrängt worden sind.

Die Anpflanzung der grossen, brach liegenden Bodenflächen wurde den Kantonen und Gemeinden vorgeschrieben. Aus diesem Grunde war es ganz, natürlich, dass der Prozentsatz für solche Arbeiten, welche zur Schaffung von notwendigerweise intensiven und dringenden Kulturen beitrugen, höher war als gewöhnlich.

Nichtsdestoweniger sind wir angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftskrise, der Notwendigkeit der Arbeitsbeschaffung für die arbeitslosen Arbeiter und der Dringlichkeit, die schönsten Obstgärten des Kantons -- Uvrier und Bellini -- vor der Vernichtung zu bewahren, der Ansicht, dass ein Bundesbeitrag gerechtfertigt ist. Eine Subvention von 40 % der Kosten erscheint uns angemessen.

Die eidgenössische Inspektion für Porstwesen, Jagd und Fischerei teilt mittels Schreiben vom 12. Oktober 1931 mit, dass sie keine Vorschläge forstlicher Natur anzubringen habe. Dagegen hat die genannte Amtsstelle den Wunsch ausgedrückt, dass bei der Korrektion der bestehenden Kanäle die von der zuständigen kantonalen Behörde (Departement des Innern) zum Schutze der Fischerei als notwendig erachteten Massnahmen getroffen werden. Dieses Departement ist daher vom Beginn der Arbeiten rechtzeitig zu verständigen.

Mit Schreiben vom 17. November 1931 berichtet die Abteilung für Landwirtschaft des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements, dass sie vom Standpunkt der Bodenverbesserungen aus keine besonderen Bemerkungen zu machen habe.

Wir erlauben uns demnach, Ihnen den hier nachfolgenden Bundesbeschlussentwurf zu unterbreiten und zur Genehmigung zu empfehlen.

Genehmigen Sie, Herr Präsident, hochgeehrte Herren, die Versicherung unserer vollkommenen Hochachtung.

Bern, den 1. Februar 1932.

Im Namen des Schweiz. Bundesrates, Der B u n d e s p r ä s i d e n t : Motta.

Der Bundeskanzler: Kaeslin.

202 . (Entwurf.)

Bundesbeschluss über die

Zusicherung eines Bundesbeitrages an den Kanton Wal lis für die Entsumpfung der Rhone-Ebene Uvrier-Bramois bei Sitten.

Die Bundesversammlung der schweizerischen Eidgenossenschaft, auf Grund des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1877, betreffend die Wasserbaupolizei ; nach Einsicht von drei Schreiben des Baudepartements des Kantons, Wallis, vom 23. September 1931 ; nach Einsieht einer Botschaft des Bundesrates vom 1. Februar 1982, beschliesst:

Art. 1.

Dem Kanton Wallis wird für die Entsumpfung der Rhone-Ebene UvrierBramois bei Sitten ein Bundesbeitrag zugesichert.

Dieser Beitrag wird auf 40 % der wirklichen Kosten festgesetzt, bis zum Maximum von 320,000 Franken als 40 % des Gesamtkostenvoranschlages, von 800,000 Franken.

Art. 2.

Die Auszahlung dieses Beitrages erfolgt im Verhältnis des Fortschreiten» der in den jeweiligen Bauprogrammen vorgesehenen Arbeiten gemäss den von der Kantonsregierung eingereichten und vom eidgenössischen Oberbauinspektorat geprüften Kostenausweisen. Der jährliche Höchstbetrag wird auf 200,000 Franken festgesetzt, zahlbar erstmals im Jahre 1932.

Art. 3.

Bei der Berechnung des Bundesbeitrages werden berücksichtigt die eigentlichen Baukosten, einschliesslich der Enteignungen und der unmittelbaren Bauaufsicht, die Kosten des Ausführungsprojektes und des Kosten voran-

203 Schlages, ferner die Aufnahme des Perimeters. Dagegen sind nicht in Anschlag zu bringen die Kosten irgendwelcher anderer Vorverhandlungen, der Tätigkeit von Behörden, Kommissionen und Beamtungen (von den Kantonen gemäss Artikel 7 a des Wasserbaupolizeigesetzes zu bestellende Organe), auch micht die Kosten der Geldbeschaffung und die Verzinsung.

Art. 4.

Dem eidgenössischen Oberbauinspektorät ist jährlich ein Bauprogramm zur Genehmigung vorzulegen.

Art. 5.

Die planmässige Bauausführung und die Bichtigkeit der bezüglichen Ausweise werden vom eidgenössischen Oberbauinspektorät kontrolliert. Die Kantonsregierung wird zu diesem Zwecke den Beamten der genannten Amtsstelle die nötige Auskunft und Hilfeleistung zukommen lassen.

Art. 6.

Bei der Korrektion der bestehenden Kanäle sind die zum Schutze der Tischerei von der zuständigen kantonalen Behörde (Departement des Innern) als notwendig erachteten Massnahmen zu treffen. Das genannte Departement ist daher vom Beginn der Arbeiten rechtzeitig'zu verständigen.

Art. !..

Der Unterhalt der subventionierten Bauten ist gemäss dem eidgenössi·schen Wasserbaupolizeigesetz vom Kanton Wallis zu besorgen und vom eidgenössischen Oberbauinspektorät zu überwachen.

Art. 8.

Dem .Kanton Wallis wird eine Frist von einem Jahr gewährt, um sich ·darüber zu erklären, ob er den vorstehenden Bundesbeschluss annimmt.

Der Bundesbeitrag fällt dahin, wenn dessen Annahme nicht innerhalb dieser Frist erfolgt.

. Art. 9.

Dieser Besohluss tritt, als nicht allgemein verbindlicher Natur, sofort an Kraft.

Der Bundesrat ist mit seiner Vollziehung beauftragt.

-~DS~-

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Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend Bewilligung eines Bundesbeitrages an den Kanton Wallis für die Entsumpfung der Rhone-Ebene UvrierBramois bei Sitten. (Vom 1. Februar 1932.)

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1932

Année Anno Band

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Volume Volume Heft

05

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2796

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

03.02.1932

Date Data Seite

196-203

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