ST

Schweizerisches Bundesblatt.

3l. Jahrgang. II.

Nr. 21.

7. Mai 1879.

J a h r e s a b o n n e m e n t (portofrei in der ganzen Schweiz): 4 Franken.

Einrükungsgebühr per Zeile 15 Rp. -- Inserate sind franko an die Expedition einzusenden.

Druk und Expedition der StämpflischenBuchdrukereii in Bern.

# S T #

Bericht des

Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung, über seine Geschäftsführung im Jahr 1878.

Geschäftskreis des Post- und Telegraphendepartements.

I. Postwesen.

I. Einleitung.

Die Postverwaltungsrechnung vom Jahr 1878 (für deren einzelne Rubriken wir übrigens auf Beilage Nr. 6 verweisen) verzeigt an Einnahmen Ausgaben

.

.

.

.

F r . 15,090,721. 9 8 ,, 13,489,232. 96

folglich einen Reinertrag von .

Fr. 1,601,489. 02, eine Summe, die den Voranschlag um Fr. 649,489. 02 und den Reinertrag von 1877 um Fr. 1,050,951. 59 übersteigt.

Wir müssen aber hiezu bemerken, daß ein Theil dieser sehr bedeutenden Vermehrung dem Umstände zuzuschreiben ist, daß im Jahr 1878 (vom 1. Juli an für die Briefpost, vom 1. September an für die Fahrpost) die T a x m a r k e n eingeführt worden sind.

Diese Marken müssen, wie es bei allen anderen Werthzeichen von Bundesblatt. 31. Jahrg. Bd. II.

32

490 jeher der Fall gewesen ist, von den Poststellen bei den Kveiswerthzeichenbüreaux gegen Baarzahlung, resp. gegen Einsendung einer entsprechenden Geldanweisung gleichzeitig mit der Bestellung, bezogen werden. Auf diese Weise erscheinen die bei den Poststellen noch in V o r r a t h liegenden Werthzeichen in der Postrechnung bereits als vereinnahmt.

Nach einer besondern Erhebung repräsentirte der Ende 1878 bei den Poststellen vorhandene Vorrath von in der Gesammtpostrechnung bereits vereinnahmten, aber nicht verwendeten Taxmarken eine Summe von zirka Fr. 530,000, um welche der Gesammtpostertrag, wie er sich aus der Rechnung von 1878 ergibt, g e r i n g e r wäre, wenn die Einführung der Taxmarken im JaTire 1878 n i c h t stattgefunden hätte. In künftigen Jahren wird sich die Sache wieder ausgleichen, für die Vergleichung mit dem Jahr 1877, in welchem man die Taxmarken noch nicht hatte, erschien es uns aber unumgänglich nothwendig, auf die bestehenden Verhältnisse aufmerksam zu machen.

Wenn nun nach dem oben Gesagten der Reinertrag von, Fr. 1,601,489. 02 sich in Wirklichkeit auf zirka Fr. 1,070,000 reduzirt, so ist anderseits zu beachten, daß von demselben bereits in der Rechnung in Abzug gebracht sind folgende zwei Posten, welche von der Postkasse an die Bundeskasse vergütet wurden, nämlich für Verzinsung des Betriebsmaterials .

Fr. 109,473. 81 ,, Verminderung des ,, .

,, 147,257. 24 zusammen .

.

.

.

.

.

F r . 256,731. 0 5 , welche für den Bund ebenfalls eine Einnahme bilden.

Das, namentlich Angesichts der schwierigen allgemeinen Geschäftslage, als sehr günstig anzusehende finanzielle Resultat des Postbetriebs ist einer -- abgesehen von den Taxmarken -- erheblichen Ertragsvermehrung bei der Briefpost, sodann aber hauptsächlich den in den Ausgaben erzielten Ersparnissen gegenüber dem Vorjahre ( Büreaukosten [ rund ] Fr. '33,000 , Dienstkleidung Fr. 37,000, Fuhrwesenmaterial Fr. 36,000, Transportkosten Fr. 437,000, Werthformulare Fr. 63,000), sowie der Thatsache zuzuschreiben, daß in andern als den oben erwähnten Rubriken zwar gegenüber dem Vorjahre eine Ausgabenvermehrung, gegenüber dem Voranschlag aber eine Minderausgabe (Gehalte und Vergütungen Fr. 255,000, Lokalmiethzinse Fr. 65,000, Mobiliar und Büreaugeräthschaften Fr. 33,000) eingetreten ist. Die Verwaltung hat es sich überhaupt zur Pflicht gemacht, in allen Zweigen

491 die mit den Erfordernissen walten zu lassen.

des Dienstes vereinbare

Oekonomie

II. Vorlagen an die h. Bundesversammlung und Erlasse derselben.

" i.- Die h. Bundesversammlung hat unterm 21. August 1878 (A. S. neue Folge Band III, Seite 671) die a m P a r i s e r W e l t p o s t k o n g r e ß abgeschlossenen und mit 1. April 1879 in Vollzug tretenden Abkommen, nämlich : a. Hauptvertrag, vom J. Juni 1878; b. Uebereinkunft (Arrangement) über Austausch von Briefen mit deklarirtem Werth, vom 1. Juni 1878; c. Uebereinkunft (Arrangement) betreffend den Geldanweisungsverkehr, vom 4. Juni 1878, genehmigt.

" 2. Durch Bundesboschluß vom 17. Dezember 1878 ermächtigte uns die h. Bundesversammlung zum Abschluß einer neuen Uebereinkunft m i t O e s t e r r e i c l i - U n g a r n b e t r e f f e n d den F a h r p o s t v e r k e h r. Dieser Abschluß ist erfolgt (s. Abschnitt III, Vertragsabschlüsse, Ziff. 5 hienach).

3. Mit Bundesbeschluß vom 17. August 1878 (A. S. n. F.

Band III, Seite 476) wurde der Bundesrnth ermächtigt, die P o s t r e m i s e in C hur auf Rechnung des Bundes anzukaufen. Ueber den Vollzug dieses Beschlüsse« verweisen wir auf Abschnilr. VII, Lokale, Ziff. l hienaoh.

4. Durch Bundesgesez vom 2l. August 1878 (A. S. n. F.

Band III, Seite 653) wurde unler Anderm auch die Besoldung der O b e r p o s t d i r e k t o r s t e l l e festgesezt und die mit Besezung dieser Stelle verbundenen Aenderungen in den Stellen und Besoldungen der Postvorwaltung (Aufhebung der Oberpostsekretärstelle und Kreirung der Funktionen eines Chefs der Hauptabtheilung bei der Oberpostdirektion) vorgenommen. Die neuen Stellen wurden auf 1. Januar 1879 besezt.

5. Die Petition der ,,Société intercantonale des industries du Jura a u m A b ä n d e r u n g v o n A r t . 1 9 d e s P o s t t a x e n g e s e z e s vom 23. März 1876 wurde von den h. eidg. Räthen in dem Sinne erledigt, daß sie -- unterm 18. Dezember 1878 -- den Bundesrath einluden, zu p r ü f e n , ob nicht von der im zweiten Haze des Art. 19 des Posttaxengesezes vom 23. März 1876

492

dem Bundesrath ertheilten Ermächtigung, eine Erweiterung des Lokalrayons für Fahrpoststüke bis 250 Grm. eintreten zu lassen, Anwendung gemacht werden solle.

Wir sind gegenwärtig noch mit der Prüfung dieser Frage beschäftigt.

6. Die von Herrn Pfarrer Virieux und 12 Mitunterzeichnern d. d. Payerne 6. Dezember 1878 an die h. Bundesversammlung betreffend P o r t o f r e i h e i t i n A r m e n s a c h e n gerichtete Petition wurde am 19. Dezember 1878 dem Bundesrathe zur Berichterstattung überwiesen, welche auch die Frage berüksichtigen soll betreffend d i e P o r t o f r e i h e i t d e r G e i s t l i c h e n f ü r k i r c h l i c h e Korrespondenzen (Taufen, kirchliche Ehen und Beerdigungen).

Wir werden hierüber besondern Bericht erstatten.

7. Der hohe Nationalrath hat unterm 20. Dezember 1878 folgende M o t i o n abgelehnt : ,, Der Bundesrath wird eingeladen, zu untersuchen und Bericht zu erstatten : 1) ob nicht die Kreispostdirektionen aufzuheben und die gesammte Leitung der Postverwaltung unter die neue Generalpostdirektion zu stellen sei; 2) ob nicht eine engere Verbindung der Post- und Telegraphenverwaltung mit den Eisenbahnadministrationen bezüglich auf Administrationslokalitäten und Administrationspersonal durchzuführen sei."

8. Folgende P o s t u l a t e sind noch unerledigt : Nr. 145 (der Sammlung vom 22. August 1878): ,,Der Bundesrath wird eingeladen, zu untersuchen und zu ,,berichten, ob nicht die T a x e für P a s s a g i e r g u t zu erhöhen ,,und das Gewicht für freies Passagiergut herabzusezen sei.11 Wir beantworten dieses Postulat mit Folgendem: Es handelt sich hier um die Frage der Aenderung einer Gesezesbestimmung, resp. des Erlasses eines Nachtragsgesezes, indem die Festsezung des Freigewichts für Reisendengepäk in Art. 28 des Posttaxengesezes vom 23. März 1876 enthalten ist. Wir sind nun der Ansicht, daß man überhaupt ohne Noth ein vor weniger als drei Jahren in Kraft getretenes Gesez nicht neuerdings abändern soll.

Dann aber wäre unserer Anschauung nach die weitere Herabsezung des fraglichen Freigewichts auch nicht gerechtfertigt. Schon

493 obgenannter Art. 28 hat gegenüber früher eine Reduktion des Freigewichts von 20 auf 10 Kilogramm bei den Alpenstraßen und auf 15 Kilogramm bei den übrigen Kursen eintreten lassen und wir erachten dies als das richtige Maß. Man darf nicht außer Acht lassen, daß bei der Post eigentliches Handgepäk, welches bei den Eisenbahnen in erheblichem Maße frei mitgenommen werden kann, gar nicht existirt, denn der Reisende kann, ohne seine Mitreisenden oder sich selbst zu belästigen, in den Wagen höchstens kleine Effekten (z. B. leichte Taschen, Plaids etc.) mitnehmen. Alles andere fällt in die Gewichtsberechnung.

b. Postulat Nr. 146: ,,Der Bundesrath wird eingeladen, zu untersuchen, ob die ,, Erhebung von W e c h s e l p r o t e s t e n nicht durch die Post,,verwaltung besorgt werden könnte."

Bezüglich dieser wichtigen und tief eingreifenden Frage behält sich der Bundesrath spätere Prüfung und Berichterstattung vor.

c. Postulat Nr. 147: ,,Der Bundesrath wird eingeladen, rechtzeitig darüber Bericht ,,zu erstatten, ob die Fabrikation der Werthzeichen nicht wieder ,,von Bundes wegen sollte besorgt werden."1 Diese Berichterstattung wird im Laufe des Jahres 1879 erfolgen^ 9. Der Bundesrath hat das Inkrafttreten des Bundesgesezes vom 11. Februar 1878 (Amtl. Samml. n. F., Band III, Seite 417), betrbffend die Erhöhung der T r a n s p o r t t a x e für Z e i t u n g e n , erst auf 1. Januar 1879 festgesezt, um den Zeitungen die nöthige Frist zu gewähren, sich bezüglich einer allfälligen Erhöhung des Abonnementspreises etc. einzurichten.

10. Für die Vollziehung des Nachtragsgesezes vom 14. Februar 1878 betreffend die R u h e t a g e der Post-, Eisenbahn- und Dampfschiffbeamten und Angestellten (Amtl. Samml. n. F., Band HI, Seite 419) sind von der Postverwaltung die nöthigen Vollziehungsmaßregeln getroffen worden (siehe Postamtsblatt 1878, Nr. 15).

Wir glauben diesfalls bemerken zu sollen, daß es uns nach dem Wortlaut des obgenannten Nachtragsgesezes nicht möglich war, erhebliche Ersparnisse in den Stellvertretungskosten zu verwirklichen, wie sie Art. 6 des Bundesbeschlusses vom 21. Februar 1878 (Amtl.

Samml. n. F., Band III, Seite 330) verlangt. Die durch den Art. 9 des Eiseubahngesezes vom 23. Dezember 1872 veranlaßten neuen Stellvertretungskosten betreffen zum größten Theile (mit zirka Fr. 70,000 per Jahr) die Postbureaux III Klasse (mit nur einem Beamten) und die denselben zugetheilten Bediensteten (Briefträger,

494 Boten etc.) Um dem Geseze gerecht zu werden, mußte s. Z. die Verwaltung entweder selbst je den dritten Sonntag Stellvertreter auf jedes Bureau III. Klasse beordern (was höchst kostspielig und in anderer Beziehung fast unthunlich gewesen wäre) oder aber, was sie auch gethan hat, den Beamten und Bediensteten der Bureaux III. Klasse eine Entschädigung bewilligen, damit sie selbst und unter eigener Verantwortlichkeit die Aushelfer beiziehen, welche es ihnen ermöglichen, je den dritten Sonntag Ruhe zu genießen.

Nun hat obgenanntes Nachtragsgesez lediglich d i e Aenderung mit sich gebracht, daß der F r e i s o n n t a g durch einen Fr e i w e r k t a g ersezt werden kann. Da nun die Ersezung eines Posthalters, Briefträgers etc. namentlich wegen der eingeführten Dienstbeschränkung, an Sonntagen leichter ist als an Werktagen, so liegt auf der Hand, daß die Reduktion der fraglichen Entschädigungen für Sonntagsaushelfer nicht möglich war. Dagegen konnte für Stellvertretungen im Kondukteur- und Bahnpostdienst etwelche Reduktion eintreten.

III. Vertragsabschlüsse.

  1. Da die Vollziehung der am lezten W e l t p o s t k o n g r e ß abgeschlossenen (bereits unter Abschnitt II, Ziffer l hievor erwähnten) A b k o m m e n erst mit dem 1. April 1879 stattfindet, so wird die Berichterstattung über die Wirkungen dieser Vereinbarungen dem nächsten Geschäftsbericht angehören.
  2. Es sind dem a l l g e m e i n e n P o s t v e r e i n gemäß den Bestimmungen des Berner Postvertrages (vom 9. Oktober 1874) beigetreten: C a n a d a , auf 1. Juli 1878; die britischen Kolonien N e u f u n d l a n d , Goldküste, Senegambien, Lagos und S i e r r a L e o n e , F a l k l a n d s i n s e l n und B r i t i s c h H o n d u r a s , auf 1. Januar 1879.

Der Beitritt der A r g e n t i n i s c h e n R e p u b l i k , dessen Verschiebung auf unbestimmte Zeit wir im leztjährigen Geschäftsbericht meldeten, hat sodann auf 1. April 1878 stattgefunden.

3. Dem Pariser Weltpostvertrag vom 1. Juni 1878 (Amtl.

Samml. neue Folge, Band III, Seite 673) sind seit seiner Unterzeichnung gemäß Art. 18 desselben beigetreten : C h i l e , H o n d u r a s , L i b e r i a , P e r u u n dS a l v a d o r .

Der Beitritt C h i l e ' s und P e r u' s kann eingetretener Hindernisse wegen jedoch nicht schon auf 1. April 1879 stattfinden, sondern ist auf unbestimmte Zeit verschoben.

4. Das i n t e r n a t i o n a l e P o s t b u r e a u hat auch über seine Thätigkeit während des leztverflossenen Jahres einen Bericht

495

erstattet. Dieser Bericht ist vom Bundesrath genehmigt worden and kann bei der Oberpostdirektion eingesehen werden.

5. Das zufolge Ermächtigung der h. Bundesversammlung, vom 17. Dezember 1878, abgeschlossene Uebereinkommen zwischen der Schweiz und O e s t e r r e i c h - U n g a r n , betreffend den F a h r p o s t v e r k e h r ist auf Seite 17 des laufenden Bandes (IV) der amtlichen Sammlung enthalten. Infolge dieses Uebereinkommens treten vom 1. April 1879 an im Fahrpostverkehr mit Oesterreich-Ungarn ganz die gleichen -- einfachen und günstigen -- Tarife und Bedingungen in Anwendung, wie im Verkehr mit Deutschland, u. A. also auch die Einheitsgewichtstaxe von Fr. l für Stüke bis 5 Kilogramm auf beliebige Entfernungen, mit alleiniger Ausnahme der um die Hälfte (auf 50 Centimen) reduzirten Taxe im Grenzrayon von 30 Kilometer.

6. Mit den s c h w e i z e r i s c h e n E i s e n b a h n g e s e l l s c h a f t e n fanden im Jahre 1878 Verhandlungen statt betreffend Aversionirung der ihnen von der Postverwaltung für den Transport der nicht regalpflichtigen Fahrpoststüke zu entrichtenden Entschädigung. Diese Unterhandlungen haben im Jahr 1879 zum Abschluß eines Vertrages geführt, welcher diese Angelegenheit und die übrigen Beziehungen der Eisenbahnen zum Postdienst, soweit sie nicht bereits gesezlich oder reglementarisch geordnet sind, in annehmbarer Weise reglirt.

7. Mit der V e l t l i n i s c h e n M e s s a g e r i e u n t e r n e h m u n g (Impresa di Messaggeria Valtellinese), welche seit dem Aufgeben des schweizerischen Fahrpostbetriebs im Veltlin entstanden ist, wurde im Juli 1878 ein Vertrag betreffend gegenseitige Ueberlieferung von Messageriegegenständen abgeschlossen .und mit 1. Dezember vollzogen. Dieser Vertrag erscheint unter Nummer 20 des Postamtsblattes von 1878.

IV. Personelles und Besoldungen.

  1. B e s t a n d des P e r s o n a l s .

Auf Ende 1878 betrug die Gesammtzahl der Postbureaux 799, also gleichviel wie auf den nämlichen Zeitpunkt 1877 ; diejenige der Postablagen 2003, Vermehrung gegenüber 1877 um 12.

Obige Postbureaux klassifiziren sich wie folgt: I . Klasse (Siz d e r Kreispostdirektionen) .

.

.

. 11 II. ,, (Bureaux m i t mehreren Beamten) .

.

. 95 in.

,, (übrige Bureaux u n d Filialen) .

.

.

. 693 Total

799

496 Von den 2003 Ablagen sind 1104 rechnungspflichtig (und mit dem internen Geldanweisungsdienste betraut), 899 nicht rechnungspflichtig.

Total

2003 Ablagen.

Da in Vollziehung der neuen Fahrpostinstruktion (siehe Abschnitt IX, litt, a, alle rechnungspflichtigen Postablagen im Falle sein müssen, interne Geldanweisungen versenden und empfangen zu können, so wurden auf 1. September 1878 sämmtliche rechnungspflichtigen Ablagen auch mit dem internen Geldauweisungsdienste betraut, so daß die früher bestandene Klasse von rechnungs-, aber nicht geldanweisungspflichtigen Ablagen nunmehr gänzlich aufgehoben ist.

Die Zahl der Brief- und Paketträger, Paker, Büreaudiener, Boten und sonstigen Bediensteten (ohne die Kondukteure) betrug auf Ende 1878 1562 gegen 1538 im gleichen Zeitpunkte des Vorjahres, Vermehrung demnach um 24.

Im Kondukteurpersonal ist gegenüber 1877 eine Verminderung um 5 fix angestellte Kondukteure (Gesammtzahl 228) eingetreten.

Die Zahl der Postbüreaubeamten betrug Ende 1878 1522 gegenüber 1526 im Vorjahre und hat sich mithin um 4 vermindert.

Die Gesammtvermehrung des fix angestellten Personals beträgt 27 Beamte und Angestellte und die Gesammtanzahl der Beamten und Angestellten 5391.

Im Jahr 1878 haben im Postpersonal nachstehende M u t a t i o n e n stattgefunden : Beamte.

Bedienstete.

Total.

Versezungen (freiwillige) .

. 25 7 32 Todesfälle 24 64 88 Freiwillige Rüktritte .

.

.

49 128 177 Abberufungen .

.

.

.

12 52 64 Total

110

251

361

2. L e h r l i n g e und A s p i r a n t e n .

Im Jahr 1878 wurden im Ganzen 30 neue Postlehrlinge aufgenommen.

497

P a t e n t i r t wurden 1878 15 Aspiranten; davon erhielten: 3 die I. Note (vorzüglich), ' 5 ,, II. ,, (gut), 7 ,, IU. ,, (genügend).

Total 15 Auf Ende 1878 waren in Verwendung : 84 patentirte Aspiranten, 77 Lehrlinge.

3. S t a n d der B e s o l d u n g e n .

Die beiliegende Tabelle (Nr. 1) erzeigt den Stand der Besoldungen auf Ende Dezember 1878, verglichen mit demjenigen auf den gleichen Zeitpunkt der Jahre 1876 und 1877.

Im Berichtjahre fanden Besoldungserhöhungen nur statt bei den Postbureaux III. Klasse, den Ablagen und den Briefträgern, Boten etc., und auch hier nur in den Fällen, wo die absolute Nothwendigkeit einer Gehaltsaufbesserung durch erhebliche Dienstvermehrung oder sonstige dienstliche Verhältnisse nachgewiesen war.

Die Verminderung des Durchschnitts der Besoldungen der Beamten der Kreispostdirektionen rührt von den in dieser Beamtenkategorie eingetretenen Personalveränderungen her. Ebenso ist die Ursache der Verminderung des Besoldungsdurchschnittes bei den Beamten der Bureaux II. Klasse in dem Umstände zu suchen, daß bei eintretenden Vakanzen der neu Gewählte in der Regel nur das Gehalts m i n i m u m erhält; bei den Kondukteuren trat eine Verminderung des Durchschnitts der Besoldungen deßwegen ein, weil mehrere verstorbene Kondukteure mit höhern Besoldungen überhaupt nicht wieder ersezt wurden.

4. E n t s c h ä d i g u n g e n bei Unfällen d e s P o s t personals auf Dienstreisen.

Im Jahr 1878 hat der Bundesrath an Entschädigungen bei Unfällen des Postpersonals auf Dienstfahrten, wofür die h. Bundesversammlung einen jährlichen festen Beitrag von Fr. 8000 bewilligt, in sieben Fällen im Ganzen Fr. 822 ausgerichtet. Die bezügliche Spezialrechnung schließt pro 1878 mit einem Aktivsaldo von Fr. 14,652. 20 (inbegriffen die Zinsen des angelegten Kapitals). Auf I.Januar 1878 betrug der Aktivsaldo Fr. 6955. 90; Vermehrung des Fonds demnach um Fr. 7696. 30.

Zur Seite 497.

Beilage Nr. 1.

Gehaltsvergleichungen.

Dezember 1876, 1877 und 1878.

&

Zahl der

Fixe

fix

Jahresbesoldung

Angestellten

derselben.

Fr.

Generalpostdirektion

1876 1877 1878 1876J) 18772) 18782)

Kreispostdirektionen

18762) 1877 !)

18781)

Bureaux II. Klasse

Bureaux III. Klasse

Ablagen

*) Ohne die Kreispostkassiere.

) Mit den Kreispostkassieren.

2

3920 3920 3926

33 44 44

152,382 201,270 200,190

4618 4574 4549

319 317 325

687,048 677,220 684,492

1876 1877 1878

673 674 672

842,150 843,038 853,056

1876 1877 1878

1,982 1,991 2,003

776,692 799,382 842,458

1,482 1,538 1,562

1,705,592 1,737,636 1,780,568

242 233 228

542,208 519,888 507,288

Briefträger, Boten etc. . . · .

Kondukteure

125,436 125,436 125,628

1,179,660 1,133,452 1,123,068

. . · . .

1876 1877 1878

1876 1877 1878

1876 1877 1878

-.

Fr.

32 32 32

539 535 525

Bureaux I. Klasse

Kp.

Durchschnitt des jährlichen GesammtEinkommens.

*

--

;

Rp.

Ver-

Erhöhung minderung 1878 jegenüber 1877.

%

_

l

0,15 --

0,55

2189 2119 2139

0,94

2154 2136 2106 1251 1251 1269

%

l 1

M

--

1,44 !

392 402 421

4,73 1

1151 1117 1141

--

2241 2231 2225

--

2,15

0,22

498

V. Geschäftsführung und Disziplin.

  1. Mit Rüksicht auf die Besezung der Oberpostdirektorstelle erließ der Bundesrath unterm 26. November 1878 eine V e r o r d n u n g ü b e r d e n G e s c h ä f t s g a n g d e r eidg. P o s t v e r w a l t u n g (Amtl. Samml. n. F., Band III, Seite 627), welche mit dem 1. Januar 1879 in's Leben getreten ist.

Gestüzt auf diese Verordnung wurden dann vom Postdepartement die nöthigeu nähern Vorschriften erlassen, welche im Postamtsblatt enthalten sind, unter den Nummern 24 und 25 von 1878 und 4 von 1879.

2. I n s p e k t i o n e n wurden vorgenommen: 1871 (11 Monate) .

.

.981 1872 893 1873 1326 1874 1684 1875 1789 1876 1995 1877 2005 1878 2199 Die Zunahme erklärt sich größtenteils durch die häufigen Verifikationen der Kreispostkassen, welche nunmehr, nach einer vom Postdepartement im Einversländniß mit dem Finanzdepartement erlassenen neuen Vorschrift, wenigstens l Mal per Monat stattfinden.

Die Inspektionen gaben in 312 Fällen zu SpezialVerfügungen des Postdepartements, beziehungsweise des Bundesrathes Anlaß.

3. Beilage Nr. 2 enthält ein. Verzeichniß der gegen Postbeamte und Bedienstete, sowie gegen Postpferdehalter (Postillone) verhängten O r d n u n g s b u ß e n .

VI. Postregal.

  1. Ueber die Eintheilung der P o s t k o n z e s s i o n e n (für Dampfschiff- und Wagenkurse) erließ der Bundesrath den 8. März 1878 ein neues Regulativ (siehe Amtl. Samml. n. F., Band III, Seite 369).
  2. Die gegen Privaten wegen V e r i e z u n g des P o s t r égals ausgesprochenen Bußen sind in der Beilage Nr. 3 verzeichnet.

VII. Lokale.

Die beiliegende Tabelle (Nr. 4) enthält eine postkreisweise Vergleichung der Ausgaben für Gebäulichkeiten in den Jahren 1877

Zur Seite 495.

Beilage Nr. 2.

U Uebersicht der gegen Postbeamte und Bedienstete verhängten Ordnungsstrafen 1878.

Beamte.

Postkreise.

Zahl der Fälle.

Genf Lausanne Bern Neuenburg 1i !

j 1

Ì ·

Basel Aarau .

Luzern .

Zürich .

St. Gallen

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Chur Bellenz

( 1878 Total { ( 1877

Bedienstete.

Zahl

Betrag.

Fr.

Ep.

169 154

199

88 36 166 132 90 133 201 49 56

218 197 565 216 258 499 439 68 124

50 10 50 -- 50

1274 1547

dei-

Falle.

EP.

25 50 75

18 43 50

74 69 16 63 108 55 80 67 30 22

134 204 141 90 207 190 108 312 218 44 48

3190

26

730

3687

66

859

404

55

--

der

Fälle.

Fr.

8

18 1

20

30 50 --

12 17 13 21 10 10 7

1699

20

137

1976

35

180

-- 50 40

Betrag.

11 33 5 79 69 43 30 69 9 26 14

der

Fälle.

Kp.

50 50 -- 50 --

--

--

Total.

Postpferdhalter.

Zahl

Zahl Betrag.

Fr.

146

Postillone.

Kondukteure.

Betrag.

Zahl deiFalle.

Betrag.

Zahl der

Fälle.

Fr.

Ep.

--

--

4

6

--

327

-- 50 -- --

18

37 15 --

50 -- -- --

265 168 76 248 266 194 258 330 104 109

1

1

7 4 6 8 11 13 8

13 4 16 40 28 36 47

50

Fr.

3 -- 1

--

--

389

50

58

186

434

85

136

582

351 680 393 370 862 491 511 957 896 222 363

25 | 60 75 50 50 50 25

146

635

70

2345

6100

66

155

783

55

2877

7464

86

44

45

Ep.

24

11

--

Fr.

5 2 85 41 182 83 177

1 25

15

--

Ep.

Betrag.

80 90 50 --

38 43 50

Zur Seite 498.

Beilage Nr. 3.

Uebersicht der wegen Verlezung des Postregals im Jahr 1878 verhängten Bussen.

1

Postkreise.

Verwendung schon gebrauchter Frankozeichen.

Personentransport mit Pferdewechsel.

Unbefugter Transport von Postgegenständen.

Zahl der Fälle.

Zahl der Fälle.

Zahl der Fälle.

Betrag.

Fr.

Genf

.

.

.

.

Lausanne Bern

.

.

.

.

Neuenburg .

Basel .

.

.

.

Aarau .

.

.

.

Luzern .

.

.

.

Zürich .

.

.

.

St. Gallen

.

Chur

.

.

.

.

Bellenz

6 56 36 20 24 29 64 42 74 7 7

Rp.

18

--

109

--

54 40 56 83 73


-- 1 -- --

--

78 152

50

2 --


Fr.

Rp.

--

--

6

40

--

--



50 --

14 19

Betrag.

-- 23 --

--

--


50 -- --'

Betrag.

Fr.

--

--

5 1

36

-- -- 2



5

10 -- -- --

Mißbrauch der Portofreiheit.

Zahl deiFalle.


Betrag.

Zahl der Fälle.

Fr. . Rp.

Rp.

-- 97

Sonstige Uebertretungen.



5

7

1 --

5

-- 6 -- 4




-- -- 50

--


-- 12

-- 50

--

16 -- --



Betrag.

Total.

Zahl der Fälle.

Betrag.

Fr.

Rp.

._

--

6

18

--

--

62

152

37

--

42

66

50

45

--



21

1

24

56

31 71

93

6


7

38

30

116

4 --

57 --


49 84

-- -- 1

--

Rp.

Fr.


--

92

-- -- -- 30

7

249 14

--

7

19


--

|

( 1878 Total { ( 1877

P

365

697

271

500

10

3

29

90

8

51

97

16

41

12

101

30

404

921

17

7

77

84

4

36

66

21

43

21

274

50

324

932

10

Beilage Nr. 4.

Zur Seite 498.

Postkreisweise Vergleichung

der Ausgaben für Gebäulichkeiten, 1878 und 1877.

Miethzinse (Brutto- Ausgaben) .

Postkreise.

1878.

Fr.

Einnahmen an Untermiethen.

1877.

Kp.

Fr.

Ep.

Fr.

Ep.

11,515 85

Genf

31,590

Lausanne

43,053

45

41,384

97

1,669

Bern

31,750

61

29,706

97

4,054

Neuenburg . . . .

57,249

55

51,474

50

2,480

31,321 94

1878.

1877.

1878.

55

65

1877.

Fr.

Ep.

Fr.

11,568

20,074

15

1,480

41,383

4,669

27,696

2,182

54,768 90

Fr.

Ep.

Total-Ausgäben nach Abzug der Untermiethen.

Ausgaben für bauliche Aenderungen, Reparaturen etc.

Netto-Ausgaben an Miethzinsen.

Fr.

Ep.

Fr.

Ep.

25

Ep.

Fr.

924 30

20,779

40

20,678

24

1,988

36

3,365

33

43,372

26

43,270

30

557

60

717

28,254

21

25,754

97

2,266

15

477

18

57,035 05

49,769

68

38

1,808

60

25,455

38

26,398

60

568 53

22,298

80

20,716

11

Ep.

Fr.

19,753

Rp.

94

705

90

39,904

97

61

25,037

97

49,292j 50

1877.

1878.

1877.

1878.

O

Basel . . . . .

28,090

28,420

3,080

3,830

Aarau

24,900

22,811

2,710

2,663

13,155

12,273

33

480

480

Luzern Zürich

. · . . . .

42

445

25,010

24,590

22,190

20,147

58

108 80

12,675

11,793 33

175 47

1,066

90

12,850

47

12,860

23

86,363

55

86,030

68

10,994

12

11,118

15

75,369

43

74,912

53

591 50

3,065

30

75,960

93

77,977

83

39,160

68

37,437

85

7,995

12

7,577

70

31,165

56

29,860

15

78 22

320

01

31,243

78

30,180

16

Chur

21,942

35

20,903

05

4,152

50

4,120

17,789

85

16,783 05

119

55

638

20

17,909

40

17,421

25

Bellenz

20,705

3,280

17,425

17,450

193

10

83

17,618

10

17,533

352,777

78

342,560

S t . Gallen

. . . .

Total

397,960

20,730 19

382,494

3,280 29

52,411 79

52,968

27

345,548

40

329,526

02

7,229 38

13,034 35

37

499 und 1878 ausgeschieden nach Miethzinsen, Ausgaben für] bauliche Aenderungen, Reparaturen etc. und unter Angabe der Einnahmen von Untermiethen.

Von wichtigern Angelegenheiten betreffend Lokale, welche im Jahr 1878 behandelt wurden, verzeichnen wir: 1. Ankauf der P o s t r e m i s e in C h u r, gemäß Bundesbeschluß vom 17. August 1878 (Amtl. Samml. n. F., Band III, Seite 476) für den Preis von Fr. 35,000, auf 1. Januar 1879.

2. Bezug der vertragsmäßig vorgesehenen n e u e n Lokale in: V e v e y , auf 10. Dezember 1878; B u r g d o r f , Filiale, auf 1. Dezember 1878; N e u e n b u r g , successive nach Abtheilungen im Jahr 1878; C h a u x d e f o n d s , auf 15. Oktober 1878; A u ß e r s i h l , auf April 1879; St. M ori t z - D o r f (Engadin), auf 1. Juli 1878.

3. A b s c h l u ß v o n V e r t r ä g e n für Erweiterung und Verbesserung des Post- und Telegraphenbüreau in P r u n t r u t , sowie für Errichtung einer Filiale (mit Transitbüreau) im neu zu erstellenden Bahnhofgebäude in N e u e n b u r g .

Die Unterhandlungen bezüglich neuer Postlokalitäten in B i e l (Hauptbüreau, sowie Filial- und Transitbüreau) haben im Berichtjahr noch zu keinem Vertragsabschluß geführt.

VIII. Material.

  1. W a g e n und Schlitten.
  2. Ueber das T r a i n w e s e n wurde, wie es vorher im Transport- (Kurs-)wesen der Fall gewesen war, eine besondere Enquête veranstaltet, deren Abschluß und Folgen dem nächsten Berichtjahr angehören.
  3. Ini Uebrigen verweisen wir auf die später folgende Rubrik ,,Fuhrwesenmaterial.tt b. B ü r e a u m a t e r i a l .
  4. Zur Erzielung möglichster V e r e i n f a c h u n g und O e k o n o m i e im Formularwesen, in der Beschaffung und Lieferung der Büreaubedürfnisse und des Bureau m aterial s war im Berichtjahr eine besondere Enquetekommission thätig, welche successive ihre Berichte

500 und Anträge dem Postdepartement abgeliefert hat, von denen ein Theil bereits praktisch verwerthet wurde. Die Thätigkeit der genannten Kommission wird auch im Jahr 1879 fortdauern.

4. Die Fristen, nach Ablauf welcher die S p e d i t i o n s a k t e n der Postverwaltung (Fakturen, Register, quittirte Geldanweisungen etc.) beseitigt werden können und das bei dieser Beseitigung zu befolgende Verfahren wurden durch eine Instruktion des Postdepartements (vom 20. November 1878, Postamtsbl. Nr. 18) im Sinne möglichster Erleichterung und Vereinfachung neu geordnet.

o. A m e r i k a n i s c h e F ä c h e r , d. h. solche, welche der Fachinhaber von außen, ohne Meldung beim Postbureau, leeren kann, waren auf Ende 1878 bei folgenden Postbureaux und in nachstehender Anzahl eingeführt: Datum der Einführung.

1873 Dezember.

1876

1873 1876 1876 1876 1876 1876 1876 1876 1876 1876 1877 1877 1877 1877 1877 1877 1877 1878 1878 1878 1878

Juni.

,, ,, ,, Dezember.

August.

n ·n

September.

März.

Mai.

·n

Juni.

TI

September.

Dezember.

Februar.

Juni.

Dezember.

·n

Postbureaux.

Zürich . . .

n

.

.

.

Neumünster Aarau .

Lugano .

Lausanne .

Winterthur

.

T)

Anzahl.

168 135 303 32 36 . . 40 . . 56 48 48 96 . . 30 . . 36 . . 30 70 12 . . 36 . . 35 . . 28 . . 56 . . 96 . . 112 . .

Pruntrut . .

Locle . . .

St-Imier . .

Bern Raeaz Zofingen . .

Len/burg . .

Herisau . .

Chur . . .

Neuenburg St. Gallen . .

Wohlen (Aargau) . 35 S t . Moritz . . . . 2 0 Chauxdefonds . . 169 . . 49 Vivis Total 1377

501 6. Das Postdepartement stellte eine Reihe von Versuchen an behufs Einführung eines allseitig befriedigenden B e l e u c h t u n g s systems für die fahrenden Postbureaux.

Das gegenwärtig verwendete sogenannte Sicherheitsöl scheint bei geeignet konstruirten Lampen dem Zweke annähernd zu entsprechen, doch müssen noch weitere Erfahrungen gemacht werden, um sich ein endgültiges Urtheil über die Nüzlichkeit dieser neuen Beleuchtungsart bilden zu können.

IX. Dienstbetrieb.

  1. B r i e f - und F a h r p o s t (incl. Nachnahmen),, 1. Wie wir bereits in der Einleitung zu gegenwärtigem Jahresbericht bemerkten, wurde das System der T a x m a r k e n eingeführt, und zwar bei der Briefpost auf I.Juli, bei der Fahrpost auf 1. September 1878.

Ferner wurde mit lezterm Datum auch ein neues Sytsem der Rechnungsführung in Bezug auf die N a c h n a h m e n , sowie eine schärfere K o n t r o l e d e r F a h r p o s t f r a n k a t u r e n in's Leben gerufen.

Wir verweisen bezüglich des Nähern auf die im Postamtsblatt von 1878, Nr. 7 und 12, enthaltenen Dienstvorschriften, glauben aber hervorheben zu sollen, daß die genannten sehr wichtigen und tief eingreifenden Neuerungen sich von Anfang an im Allgemeinen mit großer Leichtigkeit und Ordnung vollzogen und praktisch in jeder Beziehung bewährt haben. Die dadurch erreichten Vortheile bestehen hauptsächlich in Folgendem: a. Genauere Kontrole über die T a x b e r e c h n u n g u n d d e n T a x b e z u g . B e i d e m frühern Rechnungssystem war die Verwaltung sowohl bei der Briefpost alia bei der Fahrpost großen Verlusten ausgesezt durch -- absichtlich oder unabsichtlich -- unterlassene Belastung einer Poststelle mit Taxbeträgen in der Karte (Faktur) und folglich auch in der Verkehrrechnung, Aussezung von Portobeträgcn, für welche die kartirende Poststelle noch nicht belastet war (loco entstandene Sendungen), in der Kolonne ,,Auslagen", welche zu Gunsten dieser Poststelle lautete; unterlassene oder ungenügende Frankirung mit Marken, unterlassene Verrechnung von Lokalporto (siehe in lezterer Beziehung auch den Geschäftsbericht vom Jahr 1877, Abschnitt U, Ziffer 4, litt. b.).

502

Die neue Kontrole ist dagegen so einfach als sicher: Gleich wie die Frankomarken, so müssen auch die Taxmarken von den Poststellen bei der Verwaltung gegen baar, resp. gegen Einsendung einer Geldanweisung von entsprechendem Betrag bezogen werden.

Die unfrankirten Brieftaxen werden dadurch gedekt, daß eine solche vom Publikum nur bezogen werden darf, wenn der Betrag auf dem Brief etc. durch eine oder mehrere Taxmarken von entsprechendem Werth dargestellt ist. Ein Postbeamter oder Angestellter, welcher versuchen würde, Brieftaxen ohne entsprechende Verwendung von Taxmarken zu beziehen, würde seine Stellung aufs Spiel sezen.

Die unfrankirten Fahrposttaxen werden durch die den Bezug besorgende Postteile auf der Faktur, in welcher die Fahrpoststüke mit Herkunft, Gewicht, Werth und Bestimmungsort (eventuell auch mit Adresse) einzeln eingetragen sind, durch Taxmarken gedekt.

Gleichzeitig sezt die Bestimmungspoststelle den Betrag der auf den frankirten Stüken mit Marken gedekten Taxen in einer Rubrik der Karte aus. Auf diese Weise kann die kontrolirende Stelle (Kreispostkontrole) die Taxen jedes einzelnen Stükes, sei es frankirt oder nicht, revidiren. Fehlende Frankaturbeträge werden von der Aufgabepoststelle, fehlende Portobeträge von der Bestimmungspoststelle eingehoben. Es liegen Beweise für die Thatsache vor, daß das neue Kontroisystem der Postvervvaltung bereits im Jahr 1878 Tausende von Franken eingetragen hat.

b . B e s e i t i g u n g d e r V e r k e h r r e c h n u n g , welche bisher den Poststellen und den Kreispostkontrolen sehr viel zu thun gab ; demnach große Ersparniß an Zeit, folglich auch an Arbeitskräften, die für andere und nüzlichere Zweke verwerthet werden können.

c. V e r m e i d u n g ! der M ö g l i c h k e i t ^jeglichen V e r l u s t s für die Verwaltung auf den N a c h n a h m e b e t r ä g e n , welche früher vom Aufgabeort bis zum Bestimmungsort mit sehr bedeutenden Beträgen durch alle Postrechnungen durchgeschleppt wurden, währenddem jezt die Poststellen monatlich über die Nachnahmebeträge u n t e r s i c h abrechnen und mittelst Geldanweisungen saldiren, so daß die Intervention der Verwaltung nur in Konfliktfällen, welche sehr selten sind, eintritt.

d. V e r e i n f a c h u n g des D i e n s t e s der B a h n p o s t e n , welche keine Nachnahmen mehr umzuspediren und bezüglich der Taxen gar keine Rechnung oder Bilanz mehr zu führen haben.

503 2. Zur Ermöglichung der in Ziffer l, Litt, a hievor erwähnten Kontrolirung der Fahrposttaxen mußten die frühern D i s t a n z e n zeiger, zirka 800 an der Zahl, absolut beseitigt und vereinfacht werden. Der neue, auf dem Gruppensystem beruhende Distanzenzeiger vom 15. Oktober 1878 entpricht diesem Zweke vollkommen, und, was wesentlich ist, erlaubt auch dem Publikum, Fahrpoststüke beliebigen Gewichtes und Werthes im Innern der Schweiz selbst, ohne Beihülfe der Post, zu frankiren oder den Betrag der von ihnen für unfrankirte Stüke geforderten Taxen zu kontroliren.

Die Postverwaltung ist im jezigen Augenblik mit einer Revision dieses Distanzenzeigers in seinen Einzelnheiten beschäftigt, um die bei der ersten Aufstellung mitunter entstandenen Ungleichheiten und Härten zu beseitigen. Bei einer Umgestaltung von solcher Tragweite wird man es nicht auffallend finden, daß nicht gerade A l l e s auf den ersten Guß gelungen ist.

3. In Anwendung von Art. 24 des Posttaxengesezes vom 23. März 1876 erließ der Bundesrath eine neue Verordnung über die e r h ö h t e n Taxen für Fahrp o s t s t ü k e , w e l c h e ü b e r die A l p e n p ä s s e befördert werden.

Diese Verordnung (vom 26. März 1878, A. S. n. F., Band III, Seite 391) ist mit 1. Mai 1878 in Vollzug getreten.

b. G e l d a n w e i s u n g e n .

  1. I n t e r n e r V e r k e h r .

Die Einzahlungen auf t a x p f l i c h t i g e n Anweisungen betrugen:.

1876 1877 1878

Fr. 153,065,354 auf 1,337,161 Stük ,, 146,371,828 ,, 1,262,322 ,, ,, 146,425,706 ,, 1,305,259 ,,

Diese Ziffern zeigen, daß die seit dem \. September 1876 eingeführte Taxerhöhung von 10 Ct. für jede Anweisung immer noch etwelchen Einfluß ausübt. Indessen, da sich die Anzahl der taxpflichtigen Anweisungen im Jahr 1878 gegenüber dem Jahr 1877 um 42,937 Stüke vermehrt hat, und in Folge dessen der D u r c h s c h n i t t s b e t r a g dieser Anweisungen von Fr. 115. 95 auf 112.

Franken 10 Ct. herabgegangen ist, so mag es zunächst dem gedrükten Geschäftsverkehr zuzuschreiben sein, daß die Einzahlungen des Jahres 1878 nur um zirka Fr. 54,000 über denjenigen des.

Jahres 1877 stehen.

504

Der T a x e n e r t r a g hingegen hat den gehegten Erwartungen entsprochen, und stellt sich dar, wie folgt: 1875 = Fr. 353,164 (alte Taxen) 1876 = ,, 416,000 (alte Taxen während 8 und neue Taxen während 4 Monaten) 1877 = ,, 467,606 1878 = ,, 479,214 Hienach stellt sich folgende Zunahme des D u r c h s c h n i t t s ertrages einer taxpflichtigen Geldanweisung heraus: 1875 = 28,11 Ct.

1876 = 31,11 (Erhöhte Taxen während 4 Monaten.)

1877 = 37,04 1878 = 36,71 ,, An u n a u s z a h l b a r e n und z u g l e i c h u n r ü k v e r g ü t b a r e n Anweisungen wurden im Laufe des Jahres 1878 vereinnahmt 12 Stüke mit Fr. 140. 90, und dagegen 3 bereits früher vereinnahmte Anweisungen im Betrage von Fr. 31 wieder verausgabt.

Die Revision der Geldanweisungen in Bezug auf die r i c h tige F r a n k i r u n g und P o r t o f r e i h e i t lieferte folgendes Ergebniß, abgesehen von den Bußen wegen anderweitiger Unregelmäßigkeiten : Ungenügend frankirte Anweisungen: Stüke: 2266.

Ertrag der Nachtaxen Fr. 680. 85.

,, ,, Bußen ,, 2009 15.

Unberechtigte Inanspruchnahme der Portofreiheit: Stüke: 2244.

Ertrag der Nachtaxen Fr. 947. 90.

,, Bußen ,, 594. 50.

2. V e r k e h r mit dem A u s l a n d e .

Das Jahr 1878 hat im internationalen Geldanweisungsverkehr die einzige N e u e r u n g gebracht, daß in den N i e d e r l a n d e n der E i n z a h l u n g s k u r s vom 1. März 1878 an auf l Gulden für 207 Centimes (statt 208 Va) ermäßigt wurde.

Im Uebrigen zeigt sich durchwegs eine Z u n a h m e des Verk e h r s , mit Ausnahme der Anweisungen n a c h und aus I t a l i e n

505

und derjenigen aus B e l g i e n . Leztere stehen gegenüber dem Vorjahre mit Fr. 33,429 zurük, diejenigen nach Italien mit 474,420 und jene aus Italien mit Fr. 76,990. Der^Rükgang der Anweisungen nach Italien erklärt sich aus der Abnahme der Zahl der in der Schweiz beschäftigten italienischen Arbeiter.

Im Ganzen wurden mit dem A u s l a n d e folgende Anweisungen ausgewechselt : 1877 Versandt 191,284 Stüke, Fr. 11,487,057 1878 ,, 200,381 ,, ,, 11,822,810 1877 Empfang 108,069 ,, ,, 7,566,904 1878 ,, 119,882 ,, ,, 8,050,344 Im T r a n s i t ü b e r die S c h w e i z wurden versandt: nach den Ver. Staaten von Amerika 1877 = 596 Stüke, Fr. 86,836 ,, ,, ,, ,, ,, r, 1878= 735 ,, ,, 94,752 aus den Ver. Staaten von Amerika 1877 = 2297 ,, ,, 214,062 ,, ,, ,, ,, ,, ,, 1878 = 2613 ,, ,,238,778 Die Gebühren der internationalen Anweisungen haben ertragen: 1877 = Fr. 117,072 1878 = ,, 126,802 Wegen u n g e n ü g e n d e r F r a n k a t u r von 607 Anweisungen wurden an Nachtaxen und Bußen Fr. 930. 50 eingehoben und, wie diejenigen auf den internen Anweisungen, mit Frankomarken gedekt.

c. E i n z u g s m a n d a t e .

Die Einzugsmandate haben sich im Jahr 1878 wiederum er heblich gesteigert, und zwar: Interner Verkehr.

1877, Stüke 83,919 Fr. 11,504,836 1878.

,, 105,710 ,, 14,242,791 Zunahme: Stüke 21,791 Fr. 2,737,955 Die erfolglosen Einzugsversuche sind von 33,ai auf 35,oi °/o gestiegen.

Einzugsmandate nach Deutschland.

1877, Stüke 1,413 Mark 116,822 1878, ,, 1,627 ,, 141,041 Zunahme: Stüke 214 Mark 24,219 Das Verhältniß der erfolglosen Einzugsversuche zur Gesammtzahl kann nicht ermittelt werden.

Bundesblatt. 31. Jahrg. Bd. II.

33

506

Ein z ugs m a n d a t e aus D e u t s c h l a n d .

1877, Stüke 10,836 Fr. 1,257,156 1878, ,, 13,377 ,, 1,581,119 Zunahme: Stüke

2,541

Fr.

323,963

Die erfolglosen Einzugsmandate sind von 27,aa auf 27,4o°/o angestiegen.

Der direkte E r t r a g der E i n z u g s m a n d a t e läßt sich annähernd berechnen wie folgt: 105,710 interne Einzugsmandate ä 50 Cts. . Fr. 52,855. -- Gebühren von Fr. 9,243,551 (64,99 °/o von Fr. 14,242,791), welche eingezogen und mittels interner Geldanweisungen versandt wurden, à 32,7 Cts. per Fr. 100 .

. ,, 30,268. -- 1627 Einzugsmandate nach Deutschland à 50 Cts. ,, 813. 50 Gebühren von zirka Mark 102,395 (72,oo °/o von 141,041 Mark), welche in Deutschland eingezogen und mittels Anweisungen nach der Schweiz gesandt wurden (102,395 Mrk.

Fr. 90,440. --

d, K u r s w e s e n.

  1. A l l g e m e i n e s .
  2. Wie wir bereits in unserer Botschaft vom 2. Juni 1877, betreffend die Herstellung des finanziellen Gleichgewichts in den Bundesfinauzen (Bundesblatt 1877, Band HI, Seite 425), bemerkt, wurde über das Kurswesen eine besondere E n q u e t e veranstaltet.

Die betreffende Kommission hat ihre ebenso einläßlichen als erfolgreichen Arbeiten im Anfang des Jahres 1878 geschlossen.

2. Im Berichfjahre litt die F r e q u e n z unserer Postkurse in ganz besonders hohem Maße durch die ungünstigen Zeitverhältnisse , zu welchen sich noch während der Fremdensaison schlechtes Wetter gesellte. Nichtsdestoweniger reduzirte sich, dank

507 den verwirklichten Ersparnissen durch Reduktion unrentabler Kurse und Oekonomie in den Materialanschaffungen, der Ausfall, welcher sieh bei Vergleichung der Einnahmen an Reisenden- und Uebergewichtstaxen mit den Ausgaben an Transportkosten und für Wagen- und Schlittenmaterial ergibt, gegenüber dem Vorjahre um zirka Fr. 158,000 (von Fr. 2,541,000 auf Fr. 2,383,000).

3. Als h a u p t s ä c h l i c h e V e r k o m m e n h e i t e n im K u r s w e s e n pro 1878 notiren wir im Uebrigen: 1) Allgemeine Revision der Postführungsverträge und Regulirung des Beiwagentransportes entweder nach Maßgabe eines reduzirten Beiwagentarifes oder aber gegen Ueberlassung der entfallenden Passagiertaxe ; 2) Erneuerung des Konzessionsreglementes für Transport von Reisenden mittels Privatfuhrwerken ; 3) Eröffnung der Eisenbahnstreke Leuk-Brieg auf 1. Juli und Einstellung der bestehenden dreiPostkursverbindungen zwischen La Souste und Brieg; 4) Kreirung eines Sommerkurses Brieg-Stresa ; 5) Einführung eines Sommerkurses über den Lukmanier auf 1. Juli; 6) Einstellung des Nachtschiffes auf dem Langensee und damit verbundene Einführung einer Frühfahrt Lugano-Chiasso ; 7) Revision der Postpferdhaltereiinstruktion.

2. A l p e n k u r s e.

  1. Bezüglich der R e n t a b i l i t ä t derselben verweisen wir auf die Beilage Nr. 5.

Die Frequenzverminderung gegenüber dem Vorjahre ist hauptsächlich den anhaltend ungünstigen Witterungsverhältnissen und der allgemeinen Greschäftsstokung, sodann aber auch dem Wegfalle von drei Kursen zwischen La Souste und Brieg auf 1. Juli in Folge der Eisenbahneröffnung Leuk-Brieg zuzuschreiben.

2. Von den auf 1. Juli als neu zur Ausführung gekommenen beiden Sommerkursen D i s s e n t i s - O l i v o n e r e s p . B i a s c a (Lukmanier) und B r i e g - S t r e s a (Simplon) ist der erstere in Bezug auf Frequenz und Ertrag weit hinter den gehegten Erwartungen zurükgeblieben. Ob dieses ungünstige Resultat der Neuheit des Kurses, oder aber der ungünstigen Fahrtordnung und der massenhaften Privatkonkurrenz der Lohnkutscher zuzuschreiben ist, wird die Erfahrung des Jahres 1879 konstatiren.

Zur Seite 507.

Beilage Nr. 5.

Vergleichende Uebersicht der Anzahl Reisenden und der Ergebnisse der hauptsächlichsten Alpen- und Touristenkurse im Jahr 1878 gegenüber 1877.

1878.

1877.

Tägliche befahrene Kilometer.

Sommer.

Tägliche befahrene Kilometer.

Alpenpässe.

Reisende.

Ertrag.

Sommer.

Winter.

416 772.8 334 526 384.2 181 304.6 412.a 444.6 160.6 253.* 168.2

416 561.6 170.6 346.6 194 105 173.4 227.8 269.8 111 125 69

26,727 52,217 10,893 28,321 12.793 4^334 8,741 20,550 16,452 5,416 10,801 2,403

Cts.

192,794 45 494,167 75 76,990 90 242,423 55 138,687 80 18,548 85 96,425 35 113,777 50 97,580 30 23,981 90 60,110 50 24,978 50

333.2

162

24,512

123,340

4690.6

2931.8

224,160

1,703,807

Reisende.

Winter.

Fr.

1 3 8 4 6

Ertrag.

Fr.

Simplon1 (Leuk, resp. Brieg-Arona und Brieg-Stresa) . . .

Grotthard2 (Flüelen-Biasca und Bellenz-Lugano) Bernhardin (Bellenz-Bernhardin-Splügen, resp. Chur) . . .

Splügen (Chur- Colico und Chur-Thusis) . .

. . . .

Schyn und Julier via Thusis und Lenz, Schyn-Landwasser, resp. Chur-Lenz-Davos Albula8 . . . .

. .

. . . .

Fluela . .

.

Maloia . . .

Bernina . .

.

Oberalp Furka .

. . .

Lukmanier* (Dissentis-Biasca) Brunis;6

466 772.6 334 526 384.2 146.8 159.8 412.2 444.6 160.6 253.4 168.2 123 333.2

Total

4684.6

35

Eröffnung der Bahnstreke Leuk-Brieg auf 1. Juli 1878.

Einstellung des^.'Wvateïkuïses iïbeï deT\ (ìottìiatà im Jahr 1878, Im Sommer 1877 zwei Kurse; Sommer 1878 blos 1 Kurs.

Vom 1. Juli 1878 an bis Ende September.

Im Winter 1878 zwischen Brienz und Lungern eingestellt.

416 503 170.6 346.6 194 4

144.6

16,833 44,530 9,620 25,773 12,186 4,637 5,762 19,459 13,219 5,351 9,646 2,167 1,304 22,495

165,153 430,448 71,512 225,192 133,359 22,241 80,408 109,674 84,083 21,168 53,351 23,993 4,939 119,681

2732.8

192,982

1,545,209

100.2

87.2 227.8 269.8 111 125 37

Cts.

55

60 70 90 20 10 80 90 55 05 75 60 37 07

508 3. Zu erwähnen bleibt noch, daß der zweite Winterkurs über den G o t t h a r d für den laufenden Winter nicht mehr zur Ausführung kam, sondern in reduzirter Weise mit dem Jahreskurse vereinigt wurde, wodurch erhebliche Kosten erspart werden konnten.

4. Anlangend den S c h n e e b r u c h am G o t t h a r d , so ließ derselbe auf tessinischem Gebiete zu wünschen übrig; deßgleichen auch der Unterhalt der durch die massenhaften Steintransporte für den Tunnelbau hart mitgenommenen Poststraße am Gotthardpaß.

5. Einem Beamten wurde die Aufgabe zu Theil, die A l p e n k u r s e , namentlich am Gotthard, n ä h e r zu b e a u f s i c h t i g e n .

Derselbe hat die für Hebung dieser Kurse und Beseitigung von Uebelständen nöthigen Vorschläge gemacht, welche größtentheils praktisch verwerthet wurden.

6. Erhebliche U n f ä l l e im Alpenpostbetrieb sind im BerichtJahre nicht zu beklagen.

7. Unterbrechungen im Postbetrieb auf den Alpenpässen kamen in Folge außerordentlicher Schneefälle und anhaltender Regengüsse wiederholt vor und mußten die Prättigauerkurse wegen Einsturz der Brüke am Felsenbach für längere Zeit über Malans geleitet werden.

3. B e s t a n d der P o s t f ü h r u n g e n .

\. Mit Inbegriff der subventionirten Privatkurse betrug die Z a h l d e r P o s t k u r s e auf Ende 1878 545. Im Jahre 1877 bestanden deren 565. Es ergibt sich somit pro 1878 eine Verminderung von 20 Kursen.

Die Zahl der aufgehobenen und abgekürzten Postkurse betrug 36, diejenige der neuerstellten 16.

Nebst diesen 545 Kursen bestanden noch, theihveise nur im Sommer, theihveise aber auch während des ganzen Jahres, 67 konzessionirte Omnibusdienste, welche zum Theil ebenfalls zum Posttransport benuzt wurden. Im Weitern sind 9 Konzessionen an Dampfboote ertheilt worden.

Obige 545 Kurse zerfallen in : 340 Jahreskurse auf Rechnung der Postverwaltung, 50 Sommerkurse ,, ,, ,, ,, 19 Wintevkurse ,, ,, ,, 48 Omnibus- und Fourgondienste zwischen Post- und Bahnhöfen, 88 subveutiouirte Privatkurse, welche zum Posttransport be-

509 nuzt werden, deren Passagierertrag aber voo den Unternehmern bezogen wird.

: Für diese leztere Kategorie von Kursen wurde die Bestimmung getroffen, daß die Unternehmer die erforderlichen Fuhrwerke in der Regel selbst zu stellen, oder aber für die von der Postverwaltung zu liefernden Wagen einen entsprechenden Miethzins zu bezahlen und überdieß noch die laufenden Reparaturen zu tragen haben.

2. Bei 80 Kursen, welche auf Rechnung der Postverwaltung ausgeführt werden, sind die betreffenden Unternehmer gegen entsprechende Reduktion der fixen Kurszahluug mit 50 °/o a m P a s sagierertrag betheiligt.

3. Die sämmtliehen Postkurse, mit Ausnahme der blos konzessionirten und der Omnibus- und Fourgondienste zwischen Post- und Bahnhöfen, haben im Ganzen eine A u s d e h n u n g von 5466 Kilometer, und es wird diese Kursstreke täglich mindestens zwei-, größtentheils aber noch öfter befahren, woraus sich ergibt, daß die zurükgelegten Kilometer auf sämmtliehen Kursen im Sommer 19,058 und im Winter 16,074 per Tag betrugen, zusammen im ganzen Jahre 6,231,048 Kilometer gegenüber 6,406,357 im Vorjahre.

4. V e r t r a g s a b s c h l ü s s e für neue Kurse, Erneuerungen und Abänderungen bereits bestehender Verträge haben im Berichtjahre 342 stattgefunden.

Für neu abzuschließende Postführungsverträge wurde ein neues Vertragsformular aufgestellt und bei diesem Anlaße die bisherigen etwas zu allgemein gehaltenen Bestimmungen betreffend Dauer und Kündigung des Vertrages näher präzisirt.

5. Dagegen fällt die Inkraftsezung der revidirten allgemeinen P o s t p f e r d h a l t e r e i i n s t r u k t i o n in das nächstfolgende . Berichtjahr.

4. F a h r e n d e P o s t b u r e a u x .

  1. In der K u r s i r u n g der fahrenden Postbureaux sind während dem Berichtjahr keine erheblichen Aenderungen eingetreten.

Vorzumerken ist indessen: 1) die Eröffnung der Eisenbahnstreke zwischen L e u k und B r i e g auf 1. Juli und in Folge dessen Ausdehnung eines fahrenden Postbureau von Lausanne-Leuk auf Brieg; 2) Reduktion der Personenzüge zwischen Bern und Ölten und diu dadurch nothwendig gewordene Ausdehnung des fahrenden

510 Postbureau Thun-Bern auf T h u n - A a r a u in den gemischten Zügen 114, 114 a; 3) Reduktion der Personenzüge zwischen Romanshorn und Rorschach und in Folge dessen Beschränkung einer Bahnpost zwischen Zürich-Rorschach auf Z ZüricRomanshorn.rn.

2. Es wurden auf Ende 1878 t ä g l i c h b e f a h r e n : a. im Bahnpostdienst 12,929 Kilometer, b. ,, Schiffspostdienst 574 ,, Die gegenüber dem Vorjahre gleich gebliebene Anzahl von 82 Bahnpostwagen haben im Berichtjahr im Ganzen 4,721,772 Kilometer durchlaufen, gegenüber von 4,709,789 Kilometer im Vorjahre, was auf don einzelnen Wagen eine Durchschnittszahl von 57,583 Kilometer ausmacht.

3. S t ö r u n g e n im Bahnpostdienste in Folge Ueberschwemmung in der Ostschweiz kamen vom 3. bis 6. Juni vor, deßgleichen im August zwischen Bex und St. Triphon.

Sehr fühlbar machten sich die in der zweiten Hälfte Dezember durch außerordentlich starke Schneeniederschläge verursachten Betriebsstörungen auf der Suisse Occidentale und Jura-Bern-Luzernbahn.

4. Erhebliche U n f ä l l e im Bahnpostdienst kamen vor in Folge Zugsentgleisung am 29. Juni zwischen Genf und Culoz (Paris-Lyon-Méditerranée), ferner am 17. September in Basel (Nordostbahn) und am 14. November in Ebnat (Toggenburgerbahn), wobei das Bahnpostpersonal weniger als die Wagen beschädigt wurde.

5. Um den beim Manövriren in den Bahnhöfen öfters vorkommenden Beschädigungen von Bahnpostwagen vorzubeugen, haben wir mit günstigem Erfolg Versuche mit Anbringung von M a n ö v r i e r b r e m s e n gemacht.

6. Da sich vielerorts das gegenwärtige S y s t e m d e r B a h n p o s t w a g e n als zu klein erwiesen hat, haben wir auf eine neue, größere Konstruktion solcher Wägen Bedacht genommen, worüber im nächsten Berichtjahre nähere Mittheilungen erfolgen werden.

7. Im Berichtjahre kamen im Bahnpostdienst 3,106,854 F a h rpoststüke zur U m s p e d i t i o n .

8. Bezüglich des S t a n d e s der B a h n - und S c h i f f s p o s t k u r s e und d e r e n K a r t e n s c h l ü s s e verweisen wir auf Tabelle 39 der allgemeinen Post- und Telegraphenstatistik.

9. Die S p e z i a l a u s g a b e n für den Bahn- und Schiffspostdienst (ohne Gehalte des Personals) gestalten sich folgendermaßen:

511

  1. für außerordentliche Reparaturen und Umänderungen an Bahnpostwagen .

.

. Fr. 13,853. 65 b. für vertragsmäßigen Unterhalt und Reparatur der Bahnpostwagen ,, 29,930. -- c. für vertragsmäßiges Schmieren und Reinigen der Bahnpostwagen (4,721,772Kilom. à lk Ct.) ,, 23,608. 86 Total Fr. 67,392. 51 somit gegenüber dem Budget pro 1878 von ,, 69,930. -- Wenigerausgaben von

.

.

.

. F r . 2,537. 49

Die zu Lasten der Bahnverwaltungen entfallenden Reparaturkosten beliefen sich im Berichtjahr auf Fr. 1003. 60.

5. K a r t i r u n g s - und I n s t r a d i r u u g s v e r h ä l t n i s s e .

  1. Die Z a h l der i n t e r n e n B r i e f p o s t k a r t e n s c h l ü s s e hat sich gegenüber dem Vorjahre vermindert, diejenige der internen Fahrpostkartenschlüsse ist dagegen vermehrt worden. Die Vermehrung der leztern hat ihren Grund in dem neuen System für die Spedition der Nachnahmen, wonach leztere nicht mehr an die fahrenden Postbureaux kartirt, sondern nur noch in die direkten Kartenschlüsse zwischen stationären Poststellen aufgenommen werden.

Es hatte diese Maßregel zur Folge, daß für solche Poststellen, welche nur mit fahrenden Postbureaux im Kartenwechsel gestanden sind, eine Anzahl neuer Fahrpostkartenschlüsse im Verkehr mit stationären Poststellen kreirt werden mußte.

Die Tabellen Nr. 6 und 39 der allgemeinen Poststatistik geben nähern Aufschluß über den Stand der internen und internationalen Kartenschlüsse.

2. Die P a r i s - G - e n f e r Postverbindung konnte in der-Weise verbessert werden, daß die Zwischenzeit in Genf von der Ankunft des Zuges 245 von Paris und dem Abgange des Zuges 248 nach Paris um 16 Minuten verlängert wurde, was für die umgehende Beantwortung der Korrespondenzen von erheblicher Bedeutung ist.

3. Vom 1.-April an wurden die direkten Briefpakete aus der Schweiz nach Belgien und umgekehrt im Transit über Frankreich eingestellt und die bezüglichen Korrespondenzen offen über Frankreich geleitet.

4. Deßgleichen fand auch eine Reduktion der direkten Briefkartensehlüsse im Verkehr mit den N i e d e r l a n d e n statt, indem

512

die Transitlinie Basel-Frankfurt-Basel für den geschlossenen Transit vom 1. März an fallen gelassen und nur noch die Elsässer Route beibehalten wurde.

Hierdurch wurde der Speditionsdienst wesentlich vereinfacht und erleichtert, ohne daß für die Beförderung der Korrespondenzen irgend welche Verzögerung eingetreten wäre.

5. Das Postbureau in Z ü r i c h ist mit demjenigen von NewY o r k vom 1. Dezember an in wöchentlich dreimaligen direkten Briefkartenwechsel getreten. Die Aufgabezeit für Zürich wurde hiedurch an den betreffenden Tagen jeweüen von 8 Uhr Abends auf 9 Uhr Morgens des nächsten Tages verlängert.

6. In Folge Einstellung des Zuges 100 zwischen Rorschach und Romanshorn ging die zweite Postverbindung vom St. G a l l i s c h e n R h e i n t h a l e und den Kantonen G l a r u s und Graub ü n d e n nach L i n d a u - A u g s b u r g - M ü n c h e n und weiter vom 15. Oktober an verloren. Die von der Postverwaltung bei der Nordostbahnverwaltung gegen diese Verkehrs-Beeinträchtigung erhobene Einsprache blieb für die Wintersaison erfolglos.

7. Dagegen ist die von der Postverwaltung eingelegte Verwahrung gegen die von der Nordostbahnverwaltung beabsichtigte Aufhebung der lezten Abendverbindung von B a s e l nach Z ü r i c h via W a l d s h u t - T u r g i , welche vom postalischen und kommerziellen Standpunkte aus von großem Interesse ist, von besserem Erfolg begleitet gewesen.

8. Deßgleichen konnte durch energische Einsprache die beabsichtigte Einstellung der direkten P a ris-Ber n er Postverbindung via Pontarlier-Biel verhindert werden.

6. E x t r a p o s t w e s e n .

  1. Die T o t a l e i n n a h m e n dieses Dienstzweiges betrugen im Jahre 1876 1877 1878 Fr. 89,112. 80, Fr. 83,632. 71, Fr. 75,952. 68.

Die Mindereinnahme vom Jahr 1878 gegenüber dem Vorjahre rührt hauptsächlich vom Kreis Chùr her und ist zum größten Theil zurükzuführen auf die ungünstigen Witterungsverhältnisse des Monats August, welche auf die Fremdenfrequenz nachtheilig einwirkten.

2. Auf die e i n z e l n e n P o s t k r e i s e a u s g e s c h i e d e n vertheilen sich die Gesammteinnahmen wie folgt:

513

Lausanne Fr. 10,019. 60 Luzern . ·n 1,285. 09 Chur . ·n 61,913. 74 Bellenz . 11 2,734. 25 Total Fr. 75,952. 68 3. Davon wurden an die P o s t p f e r d e h a l t e r a u s b e z a h l t Fr. 60,551. 56. Der restirende, von der Postverwaltung vereinnahmte Betrag von Fr. 15,401. 12 vertheilt sich folgendermaßen auf die einzelnen Rubriken: Provisionen .

. Fr. 2,473. 48 Expeditionsgebühren ,, 1,421. -- Wagengelder .

. ,, 10,676. 64 Taxdifferenzen . ,, 830. -- Total Fr. 15,401. 12 Die Extraposteinnahmen vom Vorjahre betrugen Fr. 16,326. 52.

X. Finanzielle Ergebnisse.

  1. A l l g e m e i n e s .

Die Beilage (Nr. 6} bietet eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben des Jahres 1878 in den verschiedenen Hauptrubriken der Rechnung und vergleicht dieselben mit den entsprechenden Ergebnissen des Vorjahres, sowie mit den Ansäzen des Budget.

2. R e i n e r t r a g .

In die Bundeskasse ist für das Jahr 1878 ein Ertrag von Fr. 1,601,489. 02 gefallen.

-^ 3. H a u p t e r g e b n i s s e des Inventars.

Das Inventar über sämmtliches Postmaterial betrug auf 31. Dezember 1877 2,736,845. 37 auf 31. Dezember 1878 2,589,588. 13 Verminderung gegenüber dem leztjährigen Bestand 147,257. 24 welcher Betrag der Bundeskasse vergütet worden ist.

Zur Seite 513.

Beilage Nr. 6.

Uebersicht der finanziellen Ergebnisse des Jahres 1878 und Vergleichung derselben mit denjenigen des Vorjahres, sowie mit dem Voranschlag pro 1878.

  1. E i n xi a h m e n..

Das Resultat von 187 B beträgt gegenüber Rechnungsrubriken.

1878.

Voranschlag

1877.

dem Vorjahre.

1878.

Weniger.

Mehr.

1 . Reisende

. . . .

2 . a . Briefe

. . . .

b. Geldanweisungen .

Fr.

Rp.

2,636,874 42

11,631,511 15

Fr.

ßp.

2,941,470 68

Fr.

Ep 2,900,000

Fr.

dem Budget pro 1878.

Kp.

Fr.

Rp.

304,596 26

Fr.

Rp.

42

271,511

38,981 02 1,264 98

33,526

10,778,840

73

11,360,000

410,545

09

416,000

4. Transitgebühren . .

11 3,924 94

2,659

96

3,000

5. Gebühren v. EmpfangScheinen

117,950 49

116,227

63

125,000

1,722

86

852,670

Weniger.

Mehr.

Fr.

Rp.

263,125 58

15

c. Pakete u. Gelder .

3. Zeitschriften

. . .

449,526

6. Fachund Lagergebühren . . . .

50,521

50

48,259

85

50,000

2,261

65

7. Konzessionsgebühren .

17,221

16

10,819

75

6,401

41

8. Strafgelder und Bußen

7,021

83

8,396

96

12,000 7,000

9. Ertrag der Wechselkursdifferenzen

53,878

52

42,092

52

50,000

11,786

10. Untermiethe von Lokalen

52,411

79

52,968

27

60,000

11. Besoldungsbeiträge der Telegraphenverwaltg.

10,968

12

7,666

12. Erlös aus verkauftem Material

48,193

70

65,014

13. Verschiedenes . . .

10,718 25

Total

15,090,721

98

46,000

9,971 09

17,960

14,494,933 43

15,052,000

7,049

.1,375

3,302

13

16,821 20 747 --

52 7,588 21

48

12

5,928

12

2,193

70

7,241 75

16

919,137 62

51

521 50 5,221 16 21 83 3,878

556

5,040 90

11 924 94

323,349

07

323,727

03

285,005 05

l>. .A. u. s g a "b e n« Weniger.

  1. Gehalte und Vergütungen

Weniger.

Mehr.

Mehr.

34

66

6,681,506

77

7,034,000

97,342

89

255,150

2. Kommissäre undReisekosten . . . .

36,302 85

35,452

90

42,000

849

95

5,697

3. Büreaukosten . . .

406,470 48

439,336

76

426,000

32,866

28

4. Dienstkleidung . .

141,008

10

148,000

37,132

95

5. Lokalmiethzinse 6. Mobiliar und Büreaugeräthschaften . . .

405,189

57

178,141 05 395,528 64

470,000

9,660

93

15 19,529 52 6,991 90 64,810 43

108,896

69

105,378

32

142,000

3,518

37

33,103 31

7. Fuhrwesen-Material .

545,189

26

581,132

69

594,000

4,606,974

04

5,044,170

86

4,880,000

437,196

9. Werthformulare (Fraukomarken etc.) .

130,812

57

193,858 05

170,000

63,045

10. Vergütung für körperliche Verlezung von Personen . . . .

9,152

60

25,897 10,257

90 21

8. Transportkosten

6,778,849

2,020

48,810

74

82

273,025

96

48

39,187

43

35,943 43

10,000

1 1 . Vergütung für Verlust, Besehädigimg-uedVeF--- spätung von Postsendungen 12. Weehselkursdifferenzen 13. Entschädigung bei Unfällen des fahrenden Personals . . . .

14. Verzinsung des Betriobsmaterials .

109,473

81

114,605

54

15. Verminderung des Betriebsmaterials . .

147,257

24

16. Verschiedenes . . .

19,500

98

128,293 15,934

17 74

21,000

Total

13,489,232

96

13,944,396

--

14,100,000

--

611,316

15,090,721 98 13,489,232 96

14,494,933 13,944,396

43

15,052,000 14,100,000

--

919,137 62 611,316 69

02

550,537

43

952,000

Einnahmen Ausgaben . . .

Reinertrag

8,000

8,000

1,601,489

13,125 05 7,911 46

26,000 18,000 --

7,132

60

847 40

12,772 2,345

85 75

102 10 7,742 79

--

--

8,000 111,000

5,131

1,526

73

18,964 07 3,566 24

Vermehi ung des Ert rages f § egemiber 1877 .

69

1,530,454 31 479,502 72

1,499

19 147,257

2'

2

02

65

758,024

28

147,257

323,349 07 156,153 65

323,727 758,024

03 28

285,005 Oi 147,257 2'

156,153

479,502

72

Vermehrung; des Ertrages g egen1,050,951 59 über dem B üdgel

1,081,751 31 432,262 29

649,489

02

432,262

2

« M*^ Der Bestand des Inventars in seinen einzelnen Rubriken ist folgender:

Kp.

1,583,766. 70

1878.

Fr.

Rp.

1,447,644. 69

Verminderung.

Ep.

Fr.

136,122. 01

1877.

Fr.

Vermehrung.

Fr. Ep.

1.

Wagen und Schlitten

2.

3.

4.

5.

Fuhrwesenmaterial

.

.

.

.

213,826.. 95

198,379. 01

15,447. 94

Bahnpostwagen

.

.

.

.

299,280., 72

284,316. 75

14,963. 97

.

587,873 . 37

620,471. 83

--

.

52,097. 57

38,775. 85

13,321. 72



-- 06


2,736,845. 31

2,589,588. 13

179,855. 70

32,598. 46

. 32,598. 46


Büreaugeräthschaften .

Bekleidungsmaterial .

.

.

.

.

Differenz wegen Abrundung .

Total Nach Abzug d e r Vermehrung v o n bleibt Verminderung wie oben

.

.

.

.

.

.

.

--


--

32,598. 46

147,257. 24

Wie voriges Jahr, kommt diese Verminderung hauptsächlich daher, daß die Neuanschaffungen von Wagen-, Schlitten- und Fuhrwesenmaterial gegenüber dem Abgang und der Abschreibung von 10 °/o für Abnüzung des Materials zu gering sind, wie aus nachstehendem Ausweis über den Bestand des Postmaterials ersichtlich ist.

B e s t a n d d e s P o s t m a t e r i a l s a u f 3 1 . D e z e m b e r 1878.

Ohne Bekleidungsmaterial.

Fr.

Ep.

Er.

Kp.

Mit Bekleidnngsmaterial.

Fr.

Kp.

Fr.

Ep.

2,684,747. 80

2,736,845. 37

Bestand des Inventars auf 31. Dezember 1877 Zuwachs.

  1. An Wagen und Schlitten: a. Neue Anschaffungen .

.

.

b . Uebertragung .

.

.

.

2. An Fuhrwesenmaterial : a. Neue Anschaffungen .

.

.

b . Uebertragung .

.

.

.

3. An fahrenden Postbureaux: a. Neue Anschaffungen: an Wagen .

,, Büreauge räthschaften .

.

.

.

b . Uebertragung .

.

.

.

4. An Büreaugeräthschaften : a. Neue Anschaffungen .

.

.

b. Uebertragung .

.

.

.

c. Revisionsbemerkungen .

.

.

82,064. 80 900. -- 71,668.67 54,358. 8 4 -- -- -- -- -- -- 82.801. 62 47,045. 45 500. 75

339,340. 13 339,340. 13 5. An Bekleidungsmaterial: a. Anschaffung von Tüchern und Ausrüstungsgegenständen .

.

. 139,356. 25

139,356. 25

3,215,541. 75

515

3,024,087. 93

478,696. 38

Fr.

1.

2.

3.

4.

Uebertrag Abgang.

An Wagen und Schlitten: a. Verbrauch b. Uebertragung .

.

.

.

An Fuhrwesenmaterial: a. Verbrauch b . Uebertragung .

.

.

.

An fahrenden Postbureaux: a. Verbrauch : an Wagen .

.

fl Büreaugeräthschaften b . Uebertragung .

.

.

.

An Büreaugeräthschaften : a. Verbrauch b . Uebertragung .

.

.

.

Ep.

Fr.

Kp.

Mit Bekleidungsmaterial.

Fr.

Ep.

3,024,087. 93

3,215,541. 75

86,454. 45 32,978. 8 9 -- -- -- -- -- -- 18,047. 50 47,045. 4 5 242,763. 69

242,763. 69 152,677. 97

Abschreibung 10 °/o wegen Abnuzung des Postmaterials

2,781,324. 24 · 230,511; 96

Bestand ohne Bekleidungsmaterial .

.

.

.

HiezuVorrath an Bekleidungsmaterial auf31. Dezemberl878

2,550,812. 28 38,775. 85

t>

-n

r,

-n

395,441. 66 2,820,100. 09

2,589,588. 13 2,736,845. 37

Inventarbestand mit Bekleidungsmaterial auf 31. Dez. 1878 -n

Ep.

57,787. 40 450. --

5. An Bekleidungsmaterial: Verbrauch für die Bekleidung der Postbediensteten

·n

Fr.

1877

Verminderung im Jahr 1878

147,257. 24

516

Ohne Bekleidnngsmaterial.

517

4. E i n n a h m e n .

  1. E r t r a g d'er R e i s e n d e n .

Budget pro 1878 Fr. 2,900,000. -- Einnahmen im Jahre 1878 . ,, 2,636,874. 42 somit gegenüber dem Budget eine Mindereinnahme von Fr. 263,125. 58 und gegenüber dem Ertrag vom Jahr 1877 von Fr. 2,941,470. 68 eine Mindereinnahme v o n .

.

.

.

.

.

.

304,596. 2 6 Die Zahl der beförderten Postreisenden betrug: i m Jahr 1877 .

.

.

. 1,053,715 ,, v 1878 .

.

.

.

923,271 somit eine Verminderung im Berichtjahr von

130,444

Ueber die Ursacl: en dieser Frequenzabnahme, sowie auch über das Verhältniß dieser Einnahmen zu den Ausgaben im Postkursbetrieb haben wir uns unter Rubrik IX, d, Kurswesen, bereits ausgesprochen.

Die Einnahmen an Gepäkübergewichtstaxen der Passagiere betrugen : im Jahr 1877 .

.

. F r . 108,784. 30 ,, » 1878 .

.

. ,, 112,858. 70 somit eine Vermehrung pro 1878 von Fr.

4,074. 40 welches günstige Resultat gegenüber der erheblichen Abnahme der Reisendenzahl dem Alpentaxzuschlag und einer genauem Kontrole des Reisegepäkes zuzuschreiben ist.

Der Ertrag der im Beiwagendienst beförderten Reisenden beziffert sich im Jahr 1877 auf .

. Fr. 526,927. 68 ,, \ 1878 ,, .

. ,, 423,817. 85 somit eine Verminderung im Jahr 1878 von Fr. 103,109. 83 welches Resultat mit der nachstehend nachgewiesenen Verminderung der Zahl der Beiwagenreisenden Hand in Hand geht.

Beiwagenreisende im Jahr 1877 . 115,864 ,, ,, ,, 1878 . 90,196 Verminderung im Jahr 1878

25,668

518 Der Ertragsverminderung im Beiwagenverkehr im Betrage von Fr. 103,109. 83 steht, wie unter Rubrik ,,Transportkosten" hienach zu ersehen, eine Verminderung der Beiwagenkosten im Betrage von Fr. 136,249. 93 gegenüber, wodurch sich das gegenwärtige Resultat immerhin als ein günstiges gestaltet.

Ueber anderweitige Details im Kurswesen verweisen wir auf die Tabellen Nr. 38 und 40 der allgemeinen Post- und TelegraphenStatistik.

2. E r t r a g der Briefe, G e l d a n w e i s u n g e n und F a h r p o s t - stüke.

1877.

1878.

Fr. 10,778,840. 73 Fr. 11,631,511. 15 Voranschlag ,, 11,360,000. -- Vermehrung 1878 : gegenüber dem Vorjahre .

.

.

. F r . 852,670. 42 ,, ,, Voranschlag .

.

. ,, 271,511. 15 Bezüglich des Einflusses der Einführung der T a x m a r k e n auf obiges Reehnungsresultat verweisen wir auf das in der Einleitung und unter Abschnitt IX, a hievor Gesagte.

lieber den Umfang des internen, sowie des internationalen Briefpostverkehrs, das Verhältniß der frankirten und mifrankirten Briefe und über den Verkauf der verschiedenen Taxwerthzeichen enthalten die Tabellen 7 bis und mit 12 der Post- und Telegraphenstatistik die nähern Angaben.

Was speziell die Einnahmen der G e l d a n w e i s u n g e n und E i n z u g s m a n d a t e betrifft, so verweisen wir auf das über diesen Dienstzweig unter Abschnitt IX , b und c dieses Berichtes Gesagte.

Bezüglich der Transitverhältnisse enthält Ziffer 4 hienach das Nähere.

Ertrag 1878 ,, 1877

3. Z e i t s c h r i f t e n .

Pr. 449,526. 11 ,, 410,545. 09

Mehrertrag 1878 ~Fr. 38,981. 02 welches Ergebniß als ein außergewöhnlich günstiges bezeichnet werden darf, indem die Erhöhung der Zeitungstaxe, als erst vom Jahr 1879 an in Kraft getreten, hier außer Betracht fällt.

519

Die statistische Tabelle Nr. 36 enthält über den Umfang des Zeitungsverkehrs nähere Angaben.

4. T r a n s i t g e b ü h r e n .

a . E r t r a g d e r ü b e r die S c h w e i z v e r s a n d t e n Korrespondenzen, Die Rechnung vom Jahr 1878 erzeigt eine Einnahme von Fr. 3924. 94, welche den Ertrag vom Jahr 1877 repräsentirt, indem die .Verrechnung in dem ins Jahr 1878 herüber gezogenen IV. Quartal 1877 erfolgte.

Der w i r k l i c h e E r t r a g des Jahres 1878 erzeigt annähernd die nämliche Summe, und zwar: Vergütung von Frankreich für geschlossene Sendungen .

. Fr. 66. 13 ,, Einzelüberlieferung ,, 89. 24 ,, ,, Italien ,, geschlossene Sendungen .

. ,, 649. 92 ,, Einzelüberlieferung ,, 1128. 10 ,, ,, Deutschland ,, geschlossene Sendungen .

. ,, 865. 37 ,, Einzelüberlieferung ,, 462. 58 ,, ,, Oesterreich ,, Einzelüberlieferung ,, 711. 65 Total

Fr. 3972. 99

b. Kosten der aus der Schweiz ü b e r a n d e r e Länder versandten Korrespondenzen.

Die Rechnung vom Jahr 1878 erzeigt: für geschlossene Sendungen . Fr.

,, Einzelüberlieferung.

. ,,

89,468. 77 31,336. 09

Total Fr. 120,804. 86 Die Einzelüberlieferung betrifft ausschließlich das Jahr 1877, indem die Verrechnung in dem ins Jahr 1878 herüber genommenen IV. Quartal 1877 stattfand. Das Nämliche ist der Fall in Bezug auf den geschlossenen Transit, mit Ausschluß der Summe von etwa Fr. 25,000, welche einen Theil der Transilkosten für die Sendungen nach Amerika von den Quartalen I, II und III von 1878 repräsentirt.

520

Die w i r k l i c h e n K o s t e n für 1878 beziffern sich wie folgt: Vergütung an Frankreich für geschlossene Pakete .

. Fr. 26,916. 54 ,, Einzelüberlieferung ,, 10,418. 75 ,, ,, Italien ,, Einzelüberlieferung ,, 17,014. 76 ,, ,, Deutschland ,, geschlossene Pakete .

. ,, 28,516. 04 ,, Einzelüberlieferung ,, 7,855. 64 ,, ,, Oesterreich ,, geschlossene Sendungen .

. ,, 275. 41 ,, Einzelüberlieferung ,, 933. 84 ,, ,, Belgien ,, geschlossene Sendungen .

. ,, 4,970. 99 ,, Einzelüberlieferung ,, 544. 16 ,, ,, England ,, ,, ,, 8- 78 Total Fr. 97,454.

Dazu kommen folgende successive bezahlte Beträge für die im Jahr 1878 nach Amerika gesandten geschlossenen Pakete : an Frankreich ,, 6,538.

,, Belgien ,, 3,544.

,, England ,, 18,324.

Totalkosten pro 1878 ,, ,., 1877

91

16 17 07

Fr. 125,861. 31 ,, 118,877. 91

5. Em pf a u g s c h e i n e .

1878.

1877.

Ertrag der Empfangscheine.

. F r . 31,154.40 Fr. 30,553.35 ,, ,, Bescheinigungsbücher. ,, 78,534.70 ,, 78,184.30 ,, ,, Frachtbriefe und Deklarationen . ,, 8,261.39 ,, 7,489.98 Total Fr. 117,950. 49 Fr. 116,227. 63 Voranschlag ,, 125,000. -- Ber geringe Betrag der Zunahme steht wohl mit dem Rükgange der rekommandirten Sendungen und der Geldanweisungen in Verbindung, seitdem die Taxerhöhung auf diesen eingetreten ist.

521

6. Fach- und L a g e r g e b ü h r e n .

1878.

. Fr. 49,917. 50 . ,, 604. --

1877.

Fr. 47,296. 50 ,, 963. 35

Total Fr. 50,521. 50 Voranschlag ,, 50,000

Fr. 48,259. 85

Ertrag der Fachgebühren ,, ,, Lagergebühren

Die verhältnißmäßig nicht unerhebliche Zunahme der Fachgebühren ist wohl der Vermehrung der amerikanischen Fächer (s. Abschnitt Vin, Ziffer 5) zuzuschreiben, während die Verminderung der Lagergebühren in der Abnahme der Touristen, welche ihre Effekten während der Bergtouren poste restante versenden, zu suchen sein dürfte.

7. K o n z e s s i o n e n .

Ueber den Stand und Ertrag der Konzessionen gibt nachstehende Uebersicht nähern Aufschluß.

Bundesblatt. 31. Jahrg. Bd. II.

34

1878.

Ertrag der Konzessionsgebühren.

Anzahl der Dampfschiffe.

Konzessionen.

Postkreise.

Genf Lausanne Bern . . . .

Neuenburg Basel Aarau Luzern Zürich St. Gallen Chur Bellenz

.

Total von 1878 ,, ,, 1877 Mehr als 1878

522

35 4 4 2 7

.

Omnibus.

Fr.

Rp.

Fr.

150 3093 1170

75

3774 132 54 498

4 5 6 8 1

1000 1575

76 71

6988 5716

Total.

Bisenbahnen.

Rp.

65

20

2

Fr.

Rp.

3959

01

Fr.

Rp.

3,924 65 1 3,225 .75 1,224

4,457

21

2,420 1,575 177 217

40 15

17,221 10,819

16 75

1420

75 25

177 217

40 15

4853 8683

40 50

5379 1420

01

3

01 1272 50 90 3959 6,401 41 1169 5 gebüh r von 3 E p. pei Billet. (E Isäßisc he Eisenba inen, Inbegriffen das IV. Quarti 1 von 1877. 2 Konzessions 8 Budget ]Fr. 12 000.

bisher unter ,,Ertrag der Reisenc en" verrechnet.)

1

523 Wir bemerken dazu: Der Mehrertrag der D a m p f s c h i f f k o n z e s s i o n e n von Fr. 1272. 50 hat seinen Grund neben einer kleinen Erhöhung der Gebühr bei einzelnen Unternehmungen hauptsächlich darin, daß beim Postkreis Lausanne die Gebühren pro viertes Quartal 1877 erst im Jahr 1878 zur Verrechnung kamen.

Die Mehreinnahmen von Fr. 1159. 90 auf den Konzessionen für O m n i b u s b e t r i e b wurden einerseits durch eine Vermehrung der Konzessionspatente, andererseits aber durch die Thafcsache verursacht , daß das mit dem zweiten Quartal 1878 in Kraft getretene revidirte Regulativ über Ertheilung von Postkonzessionen einer Erhöhung der Gebühren für einzelne Omnibustransporte gerufen hat.

Die Vermehrung des Ertrages aus den Konzessionen für E i s e n b a h n e n hat ihren Grund in dem Umstände, daß die bisher unter Rubrik ,,Ertrag der Reisenden" vereinnahmte sogenannte 3-Centimes-Gebühr für die von Basel mit der Elsäßerbahn abgefertigten Reisenden im Betrage von Fr. 3959. 01 zum ersten Mal (richtiger) unter den Konzessionsgebühren verrechnet wurden.

8. S t r a f g e l d e r und B u ß en.

Wir heben mit Befriedigung hervor, daß diese Rubrik gegenüber dem Vorjahre eine Mindereinnahme von zirka Fr. 1400 ergibt , ein Beweis, daß die außerordentlichen Strafmaßregeln, zu welchen sich die Verwaltung im Vorjahre veranlaßt sah und worüber unser leztjähriger Geschäftsbericht, Abschnitte V und IX Lit. c, nähern Aufschluß ertheilt, die gewünschte Wirkung gehabt haben.

9. W e c h s e l k u r s d i f f e r e n z e n .

Die Wechselkursdifferenzen, welche* in der Rechnung mit Fr. 53,878. 52 vereinnahmt sind, werden theilweise durch die in den Ausgaben verrechneten Kursverluste koinpensirt und sind von den Kursschwankungen abhängig, demnach höchst zufälliger Natur.

10. U n t e r m i e t h e von L o k a l e n und 11. B e s o l d u n g s b e i t r ä g e

der T e l e g r a p h e n v e r w a l t u n g -

Die Ergebnisse dieser Rubriken geben zu keinen besondern Bemerkungen Anlaß.

524

12. E r l ö s von v e r k a u f t e m Material.

Diese Einnahmen zerfallen in folgende Abtheilungen:

1.

2.

3.

4.

5.

1877.

1878.

Dienstkleidungsmaterial Fr. 18,250. 66 Fr. 12,218. 14 Altes Trainmaterial ,, 22,231. 95 ,, 22,462. 55 Postalische Druksachen (Tarife etc.)

,, 1,998. 70 » 1,740. 79 Makulatur .

.

.

. ,, 11,564. 29 ,, 6,412. 97 Büreaumaterial (incl. Beiträge der Telegraphenverwaltung) ,, 10,969. 30 ,, 5,359. 25 Total

Fr. 65,014. 90 Fr. 48,193. 70

» 13. V e r s c h i e d e n e s .

1877.

1878. '

  1. Vergütung für den Gebrauch dießseitiger Postfuhrwerke . Fr. 882. 98 Fr. 1,948. 48 2. Rechnungsdifferenzen .

. ,, 1618. 19 ,, 2,186. 72 3. Erlös von Rebuts . ,, 1037. 23 ,, 949. 37 4. Einnahmen auf nicht rükvergütbaren Geldanweisungen .

. ,, 1129. 47 ^ 1,618. 97 5. Ertrag von umgetauschten Werthzeichenformularen .

.

,, -- -- ,, 691. 40 6. Zufällige Einnahmen .

. ,, 5303. 22 ,, 3,323. 31 Total

Fr. 9971. 09 Fr. 10,718. 25

V. A u s g a b e n .

  1. G e h a l t e .

Die Beamten und Angestellten der Postverwaltung (fix und provisorisch Angestellte, sowie Aspiranten und Lehrlinge) haben im Jahre 1878 an Gehalten bezogen die Summe von Fr. 6,778,849. 66 gegenüber von .

.

.

.

.

. ,, 6,681,506. 77 im Vorjahre.

Vermehrung demnach Fr.

97,342. 89

525

Von dieser Vermehrung entfallen auf 906. 54 d i e Generalpostdirektion .

.

.

. . Fr.

210. 62 ,, Kreispostdirektionen .

.

.

.

·n 30,168.

51 Bureaux .

.

.

.

.

.

21 ,,T) ·"·""»g*'" Ablasen .

..

.

.

.

.

fi 44,908.

06 ,, übrigen Bediensteten (ohne Kondukteure) ·n Fr. 126,167. 94 Minderausgaben auf den Kondukteurbesoldungen .

. Fr. 26,505. 05 auf den Besoldungsnachgenüssen ., 2,320. -- ,, 28,825. 05 Gesammtvermehrung Fr.

97,342. 89

Wie wir schon unter der Rubrik ,,Personelles und Besoldungen" erwähnten, wurden in nennenswerthem Betrage nur einzelnen Postbüreaux III. Klasse, Ablagen, Briefträgern, Boten etc. und auch diesen nur in dem Falle Gehaltserhöhungen bewilligt, wo die Vermehrung der Dienstpflichten eine entsprechende Aufbesserung des Gehaltes unbedingt erheischte. Bei den Ablagen erforderte namentlich die Uebertragung des internen Geldanweisungsdienstes an 235 Ablagen, welche bis August 1878 sich an diesem Dienstzweige nicht zu bethätigen hatten, eine erhebliche Besoldungsvermehrung.

Die übrigen Mehrausgaben an Gehalten fallen auf Rechnung nothwendiger neuer Stellen und Dienstverbesserungen aller Art.

Für das Nähere wird auf die beiliegenden Tabellen Nr. 7 und 8 verwiesen.

2. K o m m i s s ä r e und R e i s e k o s t e n .

Die gegenüber dem Vorjahre sich erzeigende Mehrausgabe von zirka Fr. 1000 rührt von größern Missionen nach dem Auslande (Pariser Weltpostkongress etc.) her.

Zur Seite 525.

Beilage Nr. 7.

Ausgaben 1878.

  1. G e n e r a l - P o s t d i r e k t i o n . . .
  2. K r e i s p o s t d i r e k t i o n e n : 1. Direktoren . . . Fr. 58,377. 87 2. Kontroleure . . . ,, 47,214. -- 3. Adjunkte . . . ,, 45,044. 13 4. Kassiere.

. . . ,, 49,062. 20 C. P o s t b u r e a u x : I. Klasse . . . Fr 1,226,450. 141 II.

,, . . . ,, 764,854. 81 III.

,, . . . ,, 931,413. 87 Bahnpostentschädigungen . . ,, 137,624. 93 D. A b l a g e h a l t e r , B r i e f t r ä g e r , B o t e n etc. : 1. Ablagehalter . Fr. 839,334. 861 2. Andere Angestellte ,, 1,900,280. 20

1

E. K o n d u k t e u r e F. B e s o l d u n g s n a c h g e n ü s s e Tota 1

Mehrausgaben Minderausgaben gegenüber gegenüber.1877.

dem Budget.

Budget.

Fr.

Rp.

Fr.

144,179

75

149,608

199,698

20

202,000

3,060,343

75

3,175,000

2,739,615

06

2,805,000

585,088

90

640,000

Rp.

--

--

--

--

Fr.

Rp.

Fr.

Rp.

906

54

5,428

25

210

62

2,301

80

30,168

51

114,656

25

94,882

27

65,384

94

26,505

05

54,911

10

12,468

--

255,150

34

--

Minderausgabe.

2,320 -- Minderausgabe.

49,924

--

62,392

--

6,778,849

66

7,034,000

--

97,342

89

Zur Seite 525.

Beilage Nr. 8.

Uebersieht der Ausgaben der Postverwaltuug für Gehalte und Vergütungen im Jahr 1878.

(Nach dem Ergebniss der Postverwaltungsrechnung.)

Klassen

Generalpostdirektion.

und

Abtheilungen.

Postkreise.

Total.

Genf.

Fr.

Fr.

Rp.

144,179

75

Direktoren . . . .

--

--

5,496

Kontroleure

--

--

Lausanne.

Rp.

Fr.

Rp.

Neuenburg.

Bern.

Fr.

Fr-

Rp.

Rp.

Aar au.

Basel.

Fr.

Rp.

Fr.

Luzern.

Zürich.

Rp.

Fr.

Rp.

Fr.

Rp.

Fr.

/

Rp.

--

--

--

--

--

--

--

--

4,500 --

5,280 4,494

3,776 13 4,992 --

4,488 4,992


4,380

--

St. Gallen.

  1. Beamte.

Generalpostdirektion

i

Chur.

Fr.

--

Beilenz.

Rp.

Fr.

Rp.

--

--

--

144,179 75

5,160

-- 4,260 --

58,377 87 47,214 --

4,140

45,044 13

Fr.

Rp.

Kreispostdirektionen : 5,496

--'·

5,062

4,380


4,140

--

A d j unkte

. . . .

--

--

4,320

--

4,140

Kassiere

. . . .

--

--

3,780

--

4,992

Postbureaux : II.

,,

. . .

. . . .

III.

,, . . . .

Entschädigungen an fahrende


3,600

--

4,314

20

15

144,947

93

5,496

--

5,280

--

5,160

4,500


4,260

--

4,020

--

3,840


4,320

--

4,020

--

4,260

3,600

--

4,740

--

3,960

--

4,992


4,380

--

88,581 50 168,056 05

184,276 48,172

92

64,740

40

89,867

98,253

60

63,174

51

24,641 50 1,226,450 14

50

64,573

28,849

88 --

190,272 05

50

144,574 70

89,581 60

11,916

90

38,070 50

764,854 81

40

82,794

95

88,189

12

176,084 20

90,444

62

80,016 06

36,557

26

931,413 87

--

137,624 93

839,334 86

5,496

·

5,170 97

--

5,280

-- 4,320 -- 4,380 --

-- 3,540 --

49,062 20

·

0

I. Klasse.

4,500

90 --


--

--

--


143,690 10,640 17,452

70 --

134,003 113,822

73

46,597

33 04

86,776

25

63,795

--

127,993

97

81,310

18,521 81

16,755

81

10,634

50

13,827

80

15,845

40

6,795

20

9,977

09

25,495 78

16,274

55

3,496

99

81 42

75,099

60

62,819

55

84,558

80

63,829

42

131,425 39

71,053

--

76,097

89

34,618

98

218,890

10

189,969

95

81,066

--

97,147

50

331,765 37

197,196

26

66,700

21 1,900,280 20

75

27,419

52,889

46

68,363 10

47,660

60 92

46,823

50

76,087

36

34,893

26

--

--

1,251

--

2,087

--

2,802

--

47 1,092,983 69 81 1,071,899 03

630,969 620,202

89

378,059

97

255,383

71 6,778,849 66

91

372,453

19

249,734

73 6,681,506 77

21,084 66

10,766

98

5,606

78

5,648

Post-

büreaux . .

--

B. Bedienstete.

Ablagehalter . . . .

--

Andere Bedienstete . .

--

15,506

33

116,839

09

107,486

228,283

39

292,630

40

149,807

Kondukteure . . . .

--.


G. Besoldungsnacügenüsse . .

--

--

883

Total auf Ende 1878 .

144, 79

473,264

1877 .

143, 73

75 21 54

,,

,,

,,

Mehl- im Jahre 1878 .

c !)6

20,310

82

--

84,677

12,804

41,639

48

90,184

10

40,963

7,681

--

8,979

--

2,211

--

954

--

3,708

30

607,581 61

769,450

40

625,790

47

431,454

35

451,437

81

762,161

85

612,753

24

428,035

92

440,613

80

7,288

55

13,037

23

3,418

43

10,823

15

--

05

918,294

471,989

90

908,905

17

599,483

1,274

15

9,389

13

8,097

66

6,564

98

585,088 90

49,924

97,342 89

3. B ü r e a u k o s t e n .

1877.

Budget Ausgaben Die Ausgaben vertheilen sich auf folgende Rubriken:

1878.

Fr.

Fr.

-- 439,336. 76

426,000. -- 406,470. 48 Weniger

,

Mehr

526

Olio

1877.

1878.

1877.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

  1. Papier und Drukkosten .

.

.

.

186,614. 79 156,342. 69 30,272. 10 -- 2. Büreaumaterialien 71,458. 30 67,772. 39 3.685. 91 -- 3. Buchbinderarbeiten 25,244. 39 23,898. 46 1,345. 93 -- 4. Beleuchtung 96,671. 13 98,561. 16 -- 1890. 03 5. Beheizung .

.

.

.

.

.

35,447. 50 41,001. 61 -- 5554. 11 6. Verschiedenes 23,900. 65 18,894. 17 5,006. 48 439,336. 76 406,470. 48 40,310. 42 7444. 14 Die Mehrausgaben für Beleuchtung entstunden in Folge der Miethe einzelner größerer Postlokale und der Einführung der Gasbeleuchtung an einigen Orten.

Die Mehrausgaben an Beheizung haben ihren Grund theils ebenfalls in veränderten Lokalverhältnissen, theils im frühzeitigen Eintritte des strengen Winters 1878/79.

Unter den Einnahmen, Rubrik 12, erscheint ein Posten von Fr. 5359. 25, wovon Fr. 4224. 25 auf das an aversionirte Postbureaux verkaufte Büreaumaterial fallen.

Bezüglich der in den Büreaukosten erzielten Ersparnisse bemerken wir, daß dieselben allerdings zum großen Theil dem Umstand zuzuschreiben sind, daß die Verwaltung in dieser Beziehung haushälterischer zu Werke gegangen ist, als früher. Dabei ist aber nicht außer Acht zu lassen, daß bei der ungünstigen Geschäftslage die Materialpreise und Arbeitslöhne im Allgemeinen erheblich herabgedrükt worden sind und daß bei Eintreten günstigerer Verhältnisse ein Aufschlag mit Sicherheit erwartet werden muß. Diese Bemerkung gilt nicht nur für die Büreaukosten, sondern für die Materialausgaben überhaupt.

527 4. D i e n s t k l e i d u n g .

1877.

Budget Ausgaben

.

.

.

. Fr.

-- . ,, 178,141. 05

1878.

F r . 148,000. ,, 141,008. 10

Die Ausgaben vertheilen sich auf nachstehende Rubriken :

1877.

1878.

  1. Ankauf von Tüchern, Leinwand, Knöpfen .

. Fr. 137,935. 95 Fr. 106,364. 20 2. Anfertigungskosten .

. ,, 35,196. 70 ,, 33,007. 05 3. Fracht, Reparaturen .

. ,, 883. 40 ,, 1,036. 85 4. Entschädigung an weibliche Bedienstete .

.

. ',, 4,125. -- ,, 600. -- Total Fr. 178,141. 05 Fr. 141,008. 10 Der Verkaufserlös von Dienstkleidungsmaterial erscheint mit Fr. 12,218. 14 unter den Einnahmen, Rubrik 12.

Eine Revision des Dienstkleidungsreglements für das Postpersonal liegt im Werke und wir werden das nächste Jahr .Gelegenheit finden, hierüber weitere Mittheilungen zu machen.

5. G e b ä u l i c h k e i t e n .

1877.

1878.

Bruttoausgaben für Miethzinse Fr. 382,494. 29 Fr. 397,960. 19 Einnahmen an Untermiethen (von der Telegraphenverwaltung und von Privaten) ,, 52,968.27 ,, 52,411.79 Bleibt Nettoausgabe für Miethzinse .

.

.

. F r . 329,526. 0 2 F r . 345,548. 4 0 Ausgaben für bauliche Aenderungen, Reparaturen etc.

(Unterrubrik ,,Unterhalt") ,, 13,034. 35. ,, 7,229. 38 Totalausgaben für Gebäulichkeiten (nach Abzug der Einnahmen an Untermiethen) Fr. 342,560. 37 Fr. 352,777. 78 Für die postkreisweise Vergleichung der Bruttoausgaben für Miethzinse, der Einnahmen an Untermiethen und der Ausgaben für bauliche Aenderungen und Reparaturen, 1878 gegenüber 1877, verweisen wir auf die Tabelle Nr. 4. Im Uebrigen beziehen wir uns auf das unter Rubrik VII (Lokale) Gesagte.

528

6. M o b i l i a r und B ü r e a u g e r ä t h s c h a f t e n .

1877.

Budget Ausgaben

·

.

.

1878.

.Fr. -- Fr. 142,000. -- . ,, 105,378. 32 ,, 108,896. 69

Die Ausgaben zerfallen in : 1. Neue Anschaffungen .

. Fr. 68,429. 80 Fr. 82,791. 62 2. Reparaturen . ,, 36,948. 52 ,, 26,105. 07 Fr. 105,378. 32 Fr. 108,896. 69 Für die Möblirung der neuen Postlokale in Neuenburg, Chauxde-fonds, Vivis und Ste. Croix mußten Fr. 25,298. 48 verausgabt werden, weil die vorhandenen Mobiliarstiike wegen Abnuzung größtentheils durch neue ersezt werden mußten.

7. F u h r w e s e n m a t e r i a l .

  1. Wagen und Schlitten.

1877.

Budget

.

Fr.

Ausgaben

--

1878.

--

Fr. 524,000. --

,, 514,811. 80

,, 477,796. 75

Die Ausgaben für die einzelnen Rubriken befragen: I. Für neue Anschaffungen : a. Wagen und Schlitten

Fr. 110,191. --

b. Fuhrwesenmaterial H. Für Reparaturen

,,

.

Abzuziehen: für geliefertes Material zu neuen Wagen

.

.

86,837. 26

Fr.

82,064. 80

,,

71,668. 67

,, 328,100. 25

,, 330,077. 81

Fr. 525,128. 51

Fr. 483,811. 28

Fr.

Fr.

10,316. 71

Fr. 514,811. 80

6,014. 53

Fr. 477,796. 75

52$

Gegenüber dem Voranschlag betragen die Ausgaben: Voranschlag

Ausgaben

Mehr

Weniger Fr.

1878.

Fr.

90,000. --

1878.

Fr.

82,064. 80

Fr.

--

7,935. 20

b. Fuhrwesenmaterial nach Abzug des gelieferten Materials für neue Wagen .

. 107,000. --

65,654. 14

--

41,345. 86

I. Für neue Anschaffungen: a. Wagen und Schlitten

.

.

.

.

H. Für Reparaturen

Minderausgabe gegenüber d e m Voranschlag

.

327,000. -- 330,077. 81

3,077. 81

524,000. -

3,077. 81

.

.

477,796. 75 .

.

.

.

.

--

.

49,281. 06 46,203. 2 5

Diese Minderausgabe ist den in den Ausgaben für neue Anschaffungen von Fuhrwesenmaterial gemachten Ersparnissen zuzuschreiben.

B.

Bahnpostwagen.

Ausgaben

Fr. 66,320. 89

Budget

,,

--

Fr. 67,392. 51 ,,

70,000. --

531

8. T r a n s p o r t k o s t e n .

Budget pro 1878 Fr. 4,880,000. -- Ausgaben laut Rechnung von 1878 .

. ,, 4,606,974. 04 ,, 1877 .

. ,, 5,044,170. 86 Minderausgaben pro 1873 gegenüber 1877 . ,, 437,196. 82 ,, ,, ,, ,, dem Budget ,, 273,025. 96 Die Transportkosten zerfallen in sieben Hauptrubriken a bis g, wobei die Rubrik c wiederum in vier einzelne Unterrubriken sich theilt.

  1. P o s t f ü h r u n g e n a u f G r u n d l a g e Ausgaben im Jahr 1878 ,, ,, 1877

.

.

f e s t e r Verträge.

. Fr. 3,604,897. 97 . ,, 3,861,444. 14

Verminderung im Jahr 1878

. Fr.

256,546. 17

Die Verminderung lut ihren Grund in der fortgesezten Revision des Postkursbetriebes, wobei eine Anzahl unrentabler Kurse aufgehoben und andere redizirt worden sind.

Mit der Einführung des neuen reduzirten Beiwagentarifs auf den Berg- und Touristen;'outen auf 1. Juli des Berichtjahres war eine entsprechende Erhöhung der fixen Kurszahlungen verbunden, welche indessen die verminderten Beiwagenkosten mehr als kompensirt.

b. Beth e i l i g u n g s b et r e f f n i s s e der P o s t p f e r d h a l t e r a n deö. P a s s a g i e r e i n n ä h m e n .

Ausgaben im Jahr 1878 ,, ,, ,, 1877

.

.

. Fr. 130,401. 21 . ,, 151,832 69

Verminderung im Jahr 1878 . Fr. 21,431. 48 welche zum Theil von der Unbeliebtheit dieser Entschädigungsweise herrührt, die in der Regel bei Abschluß neuer Verträge fallen gelassen wird, c. A u s g a b e n für E e i w a g e n l i e f e r u n g e n , E x t r a postenundaußergewöhnlicheTransportkosten.

Ausgaben im Jahr 1878 ,, ,, ,, 1877 Verminderung im Jahr 1878

.

.

. Fr. 672,608. 34 . ,, 806,867. 15 .

Fr. 134,258. 81

532 Diese Transportkosten vertheilen sich folgendermaßen auf die nachgenannten 4 Unterrubriken : 1. K o s t e n für b e f ö r d e r t e Beiwagen.

Ausgaben im Jahr 1878 ,, ,, 1877

.

.

. Fr. 547,121. 82 . ,, 683,371. 75

Verminderung im Jahr 1878

. Fr. 136,249. 93

Diese Verminderung hat ihren Grund zum Theil in der allgemeinen Frequenzabnahme, zum Theil aber auch in der neuen Vergütung der Beiwagenlieferuug. Leztere wurde nämlich in der Weise regulirt, daß bei Lokalkursen die Beiwagen durch Ueber' lassung der Passagiertaxen für überzählige Reisende honorirt werden, für größere Kurse dagegen ein reduzirter Tarif für die im Beiwagendienst verwendeten Pferde und Wagen zur Anwendung gelangt.

2. V e r m e h r t e B e s p a n n u n g der H a u p t w a g e n .

Ausgaben im Jahr 1878 ,, ,, 1877

.

.

. Fr. 31,653. 41 . ,, 21,727. 53

Vermehrung im Jahr 1878

Fr.

9,925. 88

welche dadurch begründet ist, daß die bisherigen zweimaligen Kurse über den Albula im Sommer und über den Gotthard im Winter während des Berichtjahres mit verstärkter Bespannung in einmal tägliche Kurse umgewandelt wurden. Die diesfälligen Mehrkosten wurden durch weit erheblichere Ersparnisse an fixen Kurskosten gedekt.

3. A u ß e r g e w ö h n l i c h e T r a n s p o r t k o s t e n .

Ausgaben im Jahr 1878

.

187?

. Fr. 33,281. 55

» » ' ' Verminderung im Jahr 1878

34 380 43

' ' 1,098. 88

4. A u s g a b e n f ü r E x t r a p o s t l i ef er un g en.

Ausgaben im Jahr 1878 ,, ,, 1877

.

.

. Fr. 60,551. 56 . ,, 67,387. 44

Verminderung im Jahr 1878 Fr. 6,835. 88 welche in der allgemeinen Frequenzabnahme ihren Grund hat.

533 Bezüglich des aus diesem Dienstzweige für die Postkasse entspringenden Gewinns verweisen wir auf den Spezialbericht über das Extrapostwesen, Abtheilung ,,Kurswesen", Ziffer 6 hie vor.

d . V e r g ü t u n g e n an d i e E i s e n b a h n e n u n d D a m p f boote für den Transport derFahrpoststüke über 5 Kilogrimm.

Ausgaben im Jahr 1878 ,, ,, 1877

.

.

. Fr. 160,368. 87 . ,, 180,133. 96

Verminderung im Jahr 1878

Fr.

19,765. 09

e. P r o v i s i o n e n an Agenten und S c h i f f s k a p i t ä n e für Einschreibung der Reisenden.

Ausgaben im Juhr 1878.

,, ,, 1877.

.

.

. Fr. 9,491. 77 . ,, 9,850. 21

Minderausgabe im Jahr 1878

Fr.

358. 44

/. B e l e u c h t u n g und Schmieren der Postwagen.

Ausgaben im Jahr 1878 ,, ,, 1877

.

.

. Fr. 20,251. 58 . ,, 24,140. 42

Verminderung im Jahr 1878 Fr. 3,888. 84 infolge Reduktion der Postkurse und ausgedehnterer Ueberbindung des Schmierens und Beleuchtens der Postwagen bei Lokalkursen an die Unternehmer.

g. Verschiedenes ( S c h i f f a h r t s g e l d e r , Schiffsb ü r e a u x , G e b ü h r e n a n d a s A u s l a n d etc.)

Ausgaben im Jahr 1878 .

.

. F r . 8,954. 30 ,, ,, 1877 .

.

. ,, 9,902. 29 Verminderung im Jahr 1878

Fr.

947. 99

Die bisher an die Verwaltung des Langensee's für Unterhalt einer Nachtfahrt bezahlte Subvention im Betrage von Fr. 2500 wurde vom 1. November 1878 an der Gotthardbahn für Ausführung eines Frühzuges Lugano-Chiasso ausgerichtet.

Schließlich verweisen wir bezüglich der Transportkosten auf Tabelle 41 der allgem3inen Post- und Telegraphenstatistik, sowie auf die Beilage Nr. 9 zum gegenwärtigen Bericht.

Zur Seite 533,

Beilage Nr. 9.

Uebersicht der Einnahmen von Reisenden und der Ausgaben an Transportkosten pro 1878 im Vergleich zum Vorjahr.

Anzahl der Reisenden nach den Stundenpässen.

Monat.

b.

a.

Einnahmen

an Passagier- und Uebergewichtstaxen laut den Monatsrechnungen.

l

Betheiligungsbetreffnisse Postführungen der auf Grundlage Postpferdehalter fester Verträge. an den Passagiereinnahmen bei einzelnen Kursen.

d.

C.

Aufgaben für i

1.

Beiwagenlieferungen.

4.

2.

! 3' AußergewöhnVermehrte liche Bespannung Extraposten.

der Transportkosten, Hauptwagen.

Fr.

RP.

Fr.

Ep.

Fr.

Ep.

i Fr.

f.

g-

Beleuchtung und Schmieren der Postwägen.

Verschiedenes (SchifffahrtsTotal jelder, Schiffsbüreaux, Rubriken c-- g.

Gebühren an's Ausland etc.).

Ausgaben.

Total.

Fr.

Ep.

Fr.

Ep

39,379 44,797

36 09

347,342 307,965

96 67

1877 1878

75,692 60,475

136,967 105,755

30 --

297,136 254,195

71

10,827 8,972

60 87

16,326 12,242

10 35

806 1H,265

-- 50

2,029 2,015

57 41

229 210

35 --

19,391 27,733

02 26

17,032 14,400

76 24

708 741

17 76

2,247 1,920

41 33

EP.

-- --1 50

Februar ,,

1877 1878

73,023 54,583

134,860 100,388

64 78

295,235 254,111

34 02

10,437 8,143

24 87

22,178 13,725

55 10

1,156 2,020


2,172 1,142

22 46

32 22

26 08

25,539 16,909

03 64

19,897 16,674

04 23

307 232

90 81

2,550 1,702

71 07

43 8

61 20

48,338 35,526

29 95

354,010 297,781

87 84

März ,,

1877 1878

78,245 65,037

150,610 134,322

44 91

293,574 257,238

25 65

11,199 9,569

17 97

30,452 32,195

15 90

875 1,008

50 --

3,479 3,989

-- 29

274 43

28 78

35,080 37,236

93 97

17,352 14,444

29 64

343 278

89 16

1,541 1,561

74 50

1,504 1,430

71 84

55,823 54,952

56 11

360,596 321,760

98 73

April »

1877 1878

86,966 66,644

192,135 163,607

86 37

291,702 249,709

15 52

11,814 9,808

93 91

58,277 44,146

45 90

2,647 990

10 --

2,333 3,037

49 18

106 377

94 51

63,364 48,551

98 59

18,515 17,227

92 86

630 551

64 96

2,142 1,752

49 54

-- 44

-- 73

84,654 68,128

03 68

388,171 327,647

11 11

Mai ,,

1877 1878

82,006 72,834

188,411 190,773

37 45

280,178 251,977

59 92

11,648 10,501

41 74

44,883 41,610

45 90

2,588 675


2,326 3,003

39 82

808 1,854

90 15

50,606 47,143

74 87

11,082 11,005

50 56

395 426

35 25

1,724 1,873

48 15

2,522 2,502

27 75

66,331 62,951

34 58

358,158 325,431

34 24

Juni ,,

1877 1878

86,824 73,602

258,033 241,632

80 71

350,531 331,834

76 78

12,707 10,906

56 52

50,482 32,975

05 47

1,861 2,125

-- 13

3,043 1,632

84 --

4,750 4,217

36 53

60,137 40,950

25 13

12,590 11,559

16 12

687 675

31 11

1,689 816

68 59

1,384 1,430

59 58

76,488 55,431

99 53

439,728 398,172

31 83

Juli ,,

1877 1878

118,552 100,835

444,158 395,428

24 73

429,323 398,168

06 12

18,157 15,678

72 34

95,523 69,548

60 56

1,289 852

17 50

2,003 3,619

15 27

18,864 13,892

11 35

117,680 87,912

03 68

14,655 12,470

13 67

1,271 1,148

54 33

1,300 1,645

35 87

-- 169

-- 24

134,907 103,346

05 79

582,387 517,193

83 25

August ,,

1877 1878

130,774 120,171

547,421 476,393

97 69

428,215 402,838

95 52

18,380 15,535

82 50

154,562 122,399

19 22

1,455 1,519

17 17

70 95

31,697 25,838

59 79

189,329 150,934

65 13

14,269 12,360

47 62

1,304 S 94 1,038 84

1,451 676

04 13

17 --

12 --

206,372 165,009

22 72

652,968 583,383

99 74

September ,,

1877 1878

100,806 97,276

371,664 338,164

80 65

400,585 393,420

39 33

14,094 12,936

21 94

81,948 65,492

31 76

1,121 1,491

66 66

1,614 1,176 1 2,532 2,010

02 --

9,922 11,288

02 34

95,524 80,282

01 76

14,500 13,433

77 40

1,391 951

17 94

1,758 1,408

55 55

1,383 1,561

58 98

114,558 97,638

08 63

529,237 503,995

68 9C

Oktober ,,

1877 1878

84,047 86,620

219,898 219,713

48 08

280,910 , 311,238

46 14

12,322 10,955

99 16

55,522 46,893

70 70

4,577 2,756

50 70

2,193 1,451

79 70

427 1,907

50 95

62,721 53,010

49 05

12,056 10,815

29 04

1,376 1,147

54

2,877 2,243

04 --

1,509 230

-- 45

80,540 67,445

36 67

373,773 389,638

81 9ï

November ,,

1877 1878

69,934 65,419

164,390 149,823

10 42

1 253,651 248,864

66 19

10,499 9,313

77 71

40,640 38,790

35 36

1,730 3,299

08 40

2,972 2,163

79 73

79 787

58 71

45,422 45,041

80 20

12,752 11,308

01 58

989 1,918

2,076 2,547

45 05

20 --

92 --

61,262 60,815

09 35

325,413 318,993

5Î 2l

Dezember

1877 1878

66,846 59,775

132,917 120,870

68

260,399 251,301

53 07

9,742 8,077

27 68

32,574 27,100

85 60

1,620 1,650

35 35

7,679 8,039

47 74

194 111

55 37

42,069 36,902

22 06

15,429 14,668

62 91

442 380

96

2,780 2,104

48 80

1,516 1,574

49 03

62,238 55,630

66 76

332,380 315,009

4( 5!

Total 1877

1,053,715

2,941,470

68

Ls6 1,444

14

151,832

69

683,371

75

21,727

53

34,380

43

67,387

44

806,867

15

180,133

96

9,850

21

24,140

42

9,902

29

1,030,894

03

5,044,170

81

923,271

2,636,874

42

5,604,897

97

130,401

21

547,121

82

31,653

41

33,281

55

60,551

56

672,608

34

160,368

87

9,491

77

20,251

58

8,954

30

871,674

86

4,606,974

O-

Fr.

Januar ,,

.

,,

1878

Ep. !

63 :

1

Fr.

Ep.

.

Ep.

Fr.

Total R u b r i k c.

e.

Provisionen Vergütungen an an die Eisenbahnen und Agenten und Dampfboote Schiffskapitäne für den Transport für der Einschreibung Fahrpoststüke über der 5 Kilogramm.

Reisenden.

Ep.

Fr.

Ep.

Fr.

Ep.

Fr.

Ep.

Fr.

Ep.

f i 52 1

ds

Fr.

534 9. W e r t h f o r m u l a r e .

(Frankomarken etc.)

Für die Fabrikation von Werthzeichen wurden ausgegeben : ,

1878.

  1. 2) 3) 4) 5} 6) 7) 8) 9)

1877.

Frankomarken .

. Fr. 57,880. 15 Frankocouverts .

. ,, 30,904. 53 Mandatcartons .

. ,, 4,732. 15 Empfangscheine .

. ,, 4,920. 35 Frachtbriefe und Deklarationen . ,, 5,120. 12 Korrespondenzkarten . ,, 18,730. 89 Frankobänder .

.

2,368. -- fl Einzugsmandate .

. ,, 838. 83 Taxmarken . ,, 5,317. 55

Fr. 36,003. 60 ,, 101,051. 55 ,, 7,125. 49 ,, 3,945. 60

Fr. 130,812. 57 ,, 63,045. 48

Fr. 193,858. 05

Minderausgabe pro 1878

,, ,, ,, ,, ,,

5,591. 71 36,423. 95 1,014. 02 2,702. 13 --

Die Mehrausgabe für Fabrikation von Frankomarken hat ihren Grund darin, daß beim Mandatverkehr die über dem Minimalbetrag stehenden Taxen mit Marken ergänzt und daß bei der Fahrpost vom 1. Februar 1878 an die Frankatur mit Marken bewerkstelligt wird. Die so bedeutende Minderausgabe in den Erstellungskosten der Frankocouverts gegenüber dem Vorjahr rührt daher, daß das Bundesgesez vom 16. März 1877, betreffend Zuschlag von l Rp. per Couvert, erst auf 1. August 1877 in Kraft getreten ist, während der Zuschlag für das ganze Jahr 1878 bestand und die aus diesem Zuschlag hervorgehende Abnahme des Couvertbedarfs also im Jahr 1878 während 12 Monaten, 1877 aber nur während 5 Monaten sich fühlbar machte.

Neu eingeführt wurden vom 1. Juli 1878 an die T a x m a r k e n , über welche wir uns in der Einleitung zu gegenwärtigem Bericht und unter Abschnitt IX a desselben bereits näher ausgesprochen haben.

Die im leztjährigen Geschäftsbericht erwähnten neuen und bessern Couverts und Postkarten gelangen erst im Jahr 1879 zum Verkauf an das Publikum.

Zur Erleichterung der Fahrpostfrankirung wurden vom 1. April 1878 an Frankomarken zu 40 Rp. geliefert, und vom Dezember 1879 an dürfen auch Taxmarken zu 5 Fr. zur Frankirung von Fahrpost-

535 stüken verwendet werden. Diese Taxmarken werden aber dem Publikum nicht aushing igeben.

10. V e r g ü t u n g e n für k ö r p e r l i c h e V e r l e z u n g e n von Personen.

1877.

1878.

Fr. 20S10. -- Fr. 9152. 60 Die Ausgaben pro 1878 enthalten die Entschädigungen, welche, im Betrage von Fr. 8815. 10, den bei Anlaß des am 7. August 1877 stattgefundenen Postwagensturzes in Nairs (Tarasp) verlezten Personen bezahlt werden mußten. Die bezüglichen Reklamationen konnten im Jahr 1877 nicht vollständig erledigt werden.

11. V e r g ü t u n g für V e r l u s t , B e s c h ä d i g u n g und Verspätung von Postsendungen.

1877.

1878.

Fr. 13,125. 05 Fr. 25,897. 90 Außerdem mußten im Berichtjahre Postbeamte und Bedienstete Entschädigungen bezahlen im Betrage von Fr. 6994. 98 (gegenüber Fr. 12,646. 55 im Vorjt.hr).

Von den im Jahre 1877 in Zürich begangenen und in unserm leztjährigen Berichte erwähnten Postdiebstählen ,,Wilson" und ,,Wartmann"1 verbleibt der Postkasse ein definitiver Verlust von Fr. 19,248. 95, welcher im Jahr 1878 zur Verrechnung kam und welcher einen Nachtrags sredit von Fr. 6000 erforderte.

12. W e eli s e l k u r s d if f e r e n z en.

1877.

1878.

Ausgabe Fr. 7,911 Fr. 10,257 Die erhöhte Ausgabe rührt daher, daß im Jahr 1877 noch einige Kursverluste auf dän Kursgewinnsten in Abzug gebracht und nur die Differenzen in Rechnung gebracht worden sind, währenddem die Rechnung vom Jahr 1878 den Bruttoertrag sowohl der Einnahmen als auch der Ausgaben an Wechselkursdifferenzen verzeigt.

13. E n t s c h ä d i g u n g e n bei U n f ä l l e n des f a h r e n d e n Postpersonals.

Ständige Jahresausgabe Fr. 8000. Hinsichtlich der Verwendung dieser Ausgabe verweisen wir auf Abschnitt IV, ,,Personelles und Besoldungen'1, Ziff. 4 hievor.

536 14. V e r z i n s u n g des B e t r i e b s m a t e r i a l s und 15. V e r m i n d e r u n g des B e t r i e b s m a t e r i a l s .

Verzinsung.

Ausgabe 1878 Fr. 109,473. 81 ,, 1877 fl 114,605. 54

Verminderung.

Fr. 147,257. 24 ,, 128,293. 17

Wir verweisen diesfalls auf die Einleitung zum gegenwärtigen Bericht und auf Abschnitt X, finanzielle Ergebnisse, Ziff. 3.

16. V e r s c h i e d e n e s .

1877.

1878.

a,. Briefporti und Telegramme nach dem Auslande .

.

. F r . 1,284. 31 Fr.

636. 66 b. Prozeßkosten . ,, 1,005. 85 ,, 3,447. 40 c. Rechnungsdifferenzen .

. ,, 1,036. 68 ,, 884. 64 d. Provision an Private für Verkauf von Taxwerthzeichen .

. ,, 3,631. 69 ,, 3,724. 93 «. Feuerversicherungsgebühren . ,, 2,744. 45 ,, 2,840. 60 f. Expertisen . ,, 1,197. 65 ,, 1,342. 70 g. Zufällige Ausgaben .

. ,, 5,034. 11 ,, 6,624. 05 Fr. 15,934. 74 Fr. 19,500. 98

537

II. TelegraphenVerwaltung-.

  1. Allgemeine Bemerkungen.

Die mit der Prüfung des Geschäftsberichtes für das Jahr 1877 betraute nationalräthliche Kommission hat unter Anderm hervorgehoben , daß die Schi ußfolgerungen, welche der Bundesrath aus den Ergebnissen des neuen Gesezes über die Telegraphentaxen gezogen hat. schon mit Rüksicht auf die kurze Zeit des Inkraftstehens jenes Gesezes als etwas gewagt und unzuverläßig erscheinen dürften.

Der Bundesrath, weit entfernt, dieser Kritik entgegenzutreten , erlaubt sich nur, darauf aufmerksam zu machen, daß er sich in seinem Berichte selbst in diesem Sinne geäußert hat und sich zu jenen Folgerungen lediglich deßhalb veranlaßt fand, weil ihm die öffentliche Presse darin vorangegangen und dabei zu ganz unrichtigen Ergebnissen gelangt wa ·.

ö

'

Wenn wir nun die hauptsächlichsten Betriebsergebnisse des Jahres 1878 ins Auge fassen, so finden wir vorerst, daß die Z a h l der i n t e r n e n T e l e g r a m m e von 1.950,546 im Jahr 1877 auf 1,590,108 im Jahre 1878 , also um 360,438 oder um annähernd 18,5 % zurükgegangen ist. Wir müssen uns darauf beschränken, diese Thatsache zu konstatiren, da keine genügenden Anhaltspunkte vorliegen, um zu beurteilen, ob dieser Rükgang lediglich der eingetretenen Taxerhöhung oder in gewissem Maße auch der allgemeinen Geschäftslage zuzuschreiben ist.

Der E r t r a g der i n t e r n e n T e l e g r a m m e wurde auf Grundlage der Wortstat istik für das Jahr 1877 auf Fr. 1,129,366. 13 und für das Jahr 1878 auf .

.

.

. ,, 1,093,066. 62 also mit einer Differenz von Fr.

36,299. 49 zu Ungunsten des Jahres 1878 berechnet, wobei jedoch nicht übersehen werden darf, daß die drei lezten Monate des Jahres 1877 bereits unter der Herrschaft der neuen Taxen standen und somit auch in dieser Hinsicht eine genaue Vergleichung nicht wohl möglich ist.

Bundesblatt. 31. Jahrg. Bd. II.

35

538 Die A u s g a b e n dagegen stellen sich, mit Inbegriff der Inventarabschreibung von Fr. 54,106. 54, um Fr. 184,353. 49 geringer als im Vorjahre, und der Aktivsaldo beträgt Fr. 200,044. 43 gegenüber von Fr. 6713. 99 im Jahre 1877.

Dieses günstige Ergebniß rührt somit, abgesehen vom Mehrertrag des internationalen Transitverkehrs, hauptsächlich von der Verminderung der Ausgaben her, welche hinwieder, wenn nicht ganz, so doch großentheils der Verkehrsabnahme zuzuschreiben ist.

In der That beträgt schon die Ersparniß an Gehalten infolge Reduktion des Personals und der Depeschenprovisionen rund Fr. 100,000; die Büreaukosten haben durch verminderten Formularverbrauch um zirka Fr. 12,000 und die Kosten für Apparate (namentlich Papierrollen) um nahezu Fr. 18,000 abgenommen.

Eine weitere Abnahme von Fr. 105,000 erzeigen die Linienbaukosten, welche von den Depeschenzahlen nicht in direkter Weise beeinflußt werden und sich übrigens in Wirklichkeit dadurch erheblich vergrößern, daß der Inventarbestand des Linienbauvorrathsmaterials um ungefähr Fr. 54,000 abgenommen hat, so daß die wirkliche Minderausgabe auf diesem Posten nur etwa Fr. 51,000 beträgt.

Es kann daher ein Vergleich mit dem Vorjahre in nachstehenden runden Zahlen aufgestellt werden: Mehreinnahme im internationalen Verkehr ,, im Transitverkehr Minderausgaben in Folge Verkehrsabnahme Sonstige Ersparnisse .

.

.

.

.

.

.

. Fr. 63,000 ,, 40,000 .

,, 120,000 .

. 62,000 Fr. 285,000

Hievon gehen ab: Mindereinnahme im internen Verkehr . Fr. 37,000 ,, in Verschiedenem . ,, 32,000 ,, an Inventarvermehrung ,, 23,000 Fr.

Hiezu der Aktivsaldo von 1877

.

.

92,000

Netto Fr. 193,000 .

.

,, 7,000

ergibt den Aktivsaldo von 1878 mit Fr. 200,000 Es mag noch bemerkt werden, daß die erhebliche Mehreinnahme im internationalen Verkehr nicht etwa einer entsprechenden Vermehrung der Depeschenzahlen zuzuschreiben ist; denn eine

539 nennenswerthe Vermehrung hat nur im Verkehre mit Frankreich, offenbar der Weltausstellung wegen, stattgefunden; im Uebrigen sind sich die Depeschen zahlen, einige unbedeutende Schwankungen abgerechnet, gleich geb .ieben. Der Mehrertrag ist vielmehr in dem Umstände zu suchen , daß das Jahr 1878 mit Bezug auf die Abrechnungsverhältnisse si'îh wieder normal gestaltet hat, während das Jahr 1877, wie im vorjährigen Berichte angedeutet ist, durch die früher bestandenen hohem Taxen (Deutschland) und höhere Depeschenzahlen verhä.tnißmäßig stärker belastet war und die großen Zahlungen an das Ausland den Durchschnittsertrag eines Telegramms auf 80,5 Rp. herabdrükten, währenddem er nun wieder nahezu die frühere Höhe erreicht.

Die Vermehrung das Transitverkehrs und des daherigen Ertrages ist ebenfalls auf die Pariser Ausstellung zurükzuführen, und es darf somit aus der daherigen Mehreinnahme keineswegs geschlossen werden, daß sich bei unveränderten Taxen auch im internen Verkehr eine Vermehrung der Depeschenzahlen und der Einnahmen ergeben hätte.

2. Linien.

Im Berichtjahre wurden folgende Linienbauten ausgeführt : Länge in Kilometern der Linien, der Drähte, a. Neu e r s t e l l t e L i n i e n :

A n Eisenbahnen An Straßen

.

.

.

.

.

-- 19,4

-- 28,8

Total

19,4

28,8

b. N e u e D r ä h t e an b e s t e h e n d e n Linien: A n Eisenbahnen .

.

.

.

.

An Straßen


-- 0,4

-

0,4

.

.

27,6 2,2

63,7 10,5

Total

29,8

74,2

Total c. U m g e b a u t e L i n i e n : Von Straßen an Eisenbahnen verlegt .

An Straßen auf andere Tracés verlegt

540

d. Ausgewechselte D r ä h t e : An Eisenbahnen An Straßen Total e. A b g e b r o c h e n e L i n i e n : A n Eisenbahnen .

.

.

An Straßen

.

.

Total

f. A b g e b r o c h e n e Drähte: Keine.


122,0 19,5

~^

141,5

-- 4,2 4,2

-- 5,1 5,1

In Folge dieser Aenderungen stellt sich nun die Länge der Staatstelegraphenlinien, nach der Drähtezahl geordnet, auf den 31. Dezember 1878 wie folgt: Länge in Kilometern der Linien zu:

Total

u. mehr 1 Draht. 2 Drähten. 3 Drähten. 4 Drähten. 5 Drähten. 6 Drähten.

Kilometer.

Kreise.

675,4

330,1

105,7

94,3

40,2

104,4

II. Bern

676,2

210,0

200,2

75,7

58,3

105,7

1356,1 1326,1

III. Ölten IV. Zürich

418,1

269,3

189,7

91,3

103,0

110,1

1181,5

334,3

243,6 195,4

79,5

85,9

68,1

71,4

314,4

147,1

98,9

51,1

91,5

882,8 898,4

321,0

251,4

199,6

78,5

14,2

13,6

Bestand auf 31. Dezember 1878

2739,4

921,8

524,6

6523,2

2732,3

920,8

524,4

334,9 335,7

496,7

-1877

1505,8 1498,1

495,6

6506,9

Vermehrung

7,1

7,7

1,0

0,2

1,1

16,3

I. Lausanne

V. St Gallen VI. Chur

,,

,, 31.

,,

Verminderung

·

878,3

0,8 UT **

Auf Eisenbahnen und Straßen vertheilt, stellt sich die Länge der Staatslinien und Drähte in Kilometern wie folgt: ] jinienlängen.

Drahtlängen.

Kreise.

An Bahnen. An Straßen.

I.

H.

III.

IV.

V.

VI.

Lausanne Bern Ölten Zürich St. Gallen Chur

. Total Ende 1878 . . . .

,, 1877. . . .

542

Vermehrung .

Verminderung

Total.

4192 440,3 592 9 379,3 487,2 65,8

936,9 885,8 588 6 5035 411,2 812 5

1356,1 1326,1 1181 5 8828 898,4 878,3

2384,7 2358,8

4138,5 4148,1

6523,2 6506,9

16,3

25,9 9,6

An Bahnen. An Straßen. 'i

T o ,,...*-?"r,.

tal. .

&:n-

;

1740,1 22289 12139 18727 2403

1302,7 1255,2 964,5 1097,7 589,3 1655,2

3102,5 2995,3 3193,4 2311,6 2462,0 1895,5

9095,7 9032,2 .

6864,6 6894,3

15960,3 15926,5

1799,8

33,8

63,5 29,7

543 Wenn man jedoch zu dem Bestand des Vorjahres die Neuanlagen zurechnet und den Abbruch abzieht, so gelangt man zu einem etwas abweichenden Ergebniß, nämlich : Linienlänge.

Drahtläng'e.

Bestand auf Ende 1877 .

Neuanlagen im Jahre 1378 .

.

.

.

.

6506,9 19,4

15926,5 29,2

Abbruch i m Jahre 1878

.

.

6526,3 4,2

15,955,7 5,1

.

Bestand auf Ende 187S .

.

.

6522,1 15,950,6 Differenz gegenüber den vorstehenden Tabellen -- 1,1 -- 9,7 welche von Traceänderungen herrührt.

Außer den obigen Linienarbeiten wurden noch 7280 ältere Stangen durch 7247 neue ersezt, wobei 34 Stük ältere Eisenstangen durch Vereinfachung der Linienanlage überflüssig wurden. Die 7247 neuen Stangen vertheilcn sich wie folgt: Unpräparirte Holzstangen .

.

.

.

1770 Imprägnirte ,, .

.

.

.

5475 Eisenstangen .

.

.

.

.

.

2 7247 Ebenso wurden anläßlich dieser Arbeiten zirka 23,000 Grlasisolatoren durch solcho von Porzellan, und die alten Klemraenverbindungen durch Lothungen ersezt.

Die den Eisenbahngesellschaften angehörenden Linien und Drähte erzeigen auf E:ide 1878 folgenden Bestand: Linienlänge.

Unabhängige Bahnlinien Bahndrähte an Staatslinien

.

Bestand im Vorjahre

.

Drahtlänge.

.

.

.

.

Total .

.

317,9 -- 317,9 322,4

370,3 2406,6 2776,9 2754,9

Vermehrung

-- 4,5

22,0

Die konzedirten Privattelegraphenlinien haben folgende Längen : Linienlänge. Drahtläuge.

Unabhängige Linien .

.

.

.

99,3 122,4 Privatdrähte an Staats linien .

.

-- 26,2 Bestand i m Vorjahre .

.

.

Total .

Vermehrung

99^3 86,2

148,6 131,3

13,1

17,3

544

Die Gesammtheit der in der Schweiz bestehenden Telegraphenlinien erzeigt daher auf Ende 1878 folgende Längen: Linienlänge. Drahtlänge.

6523,2 15960,0 Staatslinien .

.

.

.

.

.

317,9 2776,9 Bahnlinien .

.

.

.

.

.

148,6 99,3 Kouzedirte Linien .

.

.

.

Total Bestand auf Ende 1877 Vermehrung

6940,4

18885,5

6915,5

18812,7

24,9

72,8

Wir bemerken, daß sich die sämmtlichen obenerwähnten Ne.uanlugen ausschließlich auf solche Linien beziehen, welche in Folge Eröffnung neuer Bureaux oder Verlegung von bestehenden Bureaux nöthig wurden.

Die Drahtlänge der auf Ende 1878 bestehenden Kabelleitungen beträgt 59,7 Kilometer mit einer Vermehrung von 0,2 Kilometern.

Die verschiedenen Stangengattungen vertheüen sich auf Ende 1878 wie folgt:

Anzahl. Prozeni der Gesamtzahl, Eisenstangen: Konische .

.

.

Muffen .

.

.

Winkeleisen

.

.

7,888 4,452 422

6,40 1 3,61 0,34

10,35

I m p r ä g n i r t e Stangen Nach Boucherie ,, But-net · ,, Kyan Kreosotirte

58,636 847 7,649 307

47,58 0,68 6,21 0,25

54, 72

Unpräparirte Stangen: Harte Holzsorten Weiche ,, · .

.

7,298 35,735

5,92 ) 29,01 J

34, 93

Total al

123,234

100,00

100, 00

545 Die Zusammenstellung der L i n i e n s t ö r u n g e n führt zu folgendem Erarebniß.

Zahl

Dauer

der Störungen.

in Stiinden.

1877. 1878.

2539 Verwiklungen .

Unterbrechungen . 1354 Ableitungen . . 350 Total

4213

1877-

1878.

Dnrchschnittsdauer.

1877-

1878.

2383 12,123 10,458 4,7 1328 7526 7847 5,6 400 2136 2275 6,1

4,35 5,91 5,69

5,2

5,00

4111

21,785 20,580

Es haben daher gegenüber dem Vorjahre abgenommen : Die Zahl der Störungen um 102 oder um 2,42 % ; die Gesammtdauer der Störungen um 1205 Stunden oder 5,53 °;o ; die Durehschnittsdauer einer Störung um 0,2 Stunden oder 3,84%.

Es fiel eine Störung auf 3,90 Kilometer Drahtlänge (gegenüber von 3,78 im Vorjahre) und 1,27 Störungsstunden auf den Kilometer (gegenüber von 1,36 im Vorjahre).

546 Die wöchentlichen Messungen über die Isolation der Leitungen, welche in bisheriger Weise fortgeführt wurden, ergaben folgende Zahlen:

Gut.

In Prozenten

Befriedigend. ungenügend,

1877 . . 11,507 1878 . . 12,604

1892 1657

82,54

13,57

3,89

86,10

11,34

2,47

Ì 1877 .

der Gesammzahl'J 1878 . ·

543 362

Total.

13,942 14,623


Die günstigste Woche war diejenige vom 27. Januar bis 2. Februar mit

. .

266

6

--

--

209

46

25

--

267 184

4 48

-- 37

Die ungünstigste diejenige vom 28. April bis 4. Mai mit Die entsprechenden

.

Zahlen

des Vorjahres waren: Für die günstigste Woche Für die ungünstigste ,,

--

Auf Grund der nämlichen Messungen vertheilen sich die Drähte mit Bezug auf ihren Isolatiónszustand wie folgt: Fortwährend gut oder befriedigend . . . ? 236 In der Regel gut, ausnahmsweise unbefriedigend 36 Schwankend 10 In der Regel unbefriedigend -- Immer unbefriedigend -- 282

547

Die 10 unter der Rubrik ,,schwankend"1 aufgeführten Leitungen gehören den Alpenlinien an, welche durch Schneemassen, Lawinen, u. dgl. viel zu leiden haben und oft während längerer Zeit absolut unzugänglich bleiben.

3. Apparate.

Die auf Ende 1878 im Dienste stehenden Morse-Apparate erTeichen die Zahl von 1429 mit einer Verminderung von 10 gegenüber dem Vorjahre. Diese Verminderung ist aber nur eine scheinbare und rührt von einer veränderten Buchung einer Kategorie von Apparaten her. Die Zahl der im Dienste stehenden Hughes (22) und Multipelapparate (2) hat keine Veränderung erlitten. Die Zahl der als Apparate dienenden Relais ist von 156 auf 136 zurükgegangen.

Die übrigen Vorräthe der Verwaltung, welche theils in Reserve bleiben, theils an Bahnverwaltungen vermiethet sind, bestehen aus 258 Morse-Farbschreibern, 232 Morse älterer Systeme, 311 Relais und l Hughes-Apparat.

Die Gesammtzahl aller Morse-Apparate hat um 49 zugenommen und beträgt nun 1919.

Auf den Wunsch der bayerischen Verwaltung wurde zwischen St. Gallen und München ein Versuch mit einem neuen von Schwendler angegebenen Gegensprechsystem angestellt, welches sich sehr gut bewährt, aber insofern nicht volle Verwerthung finden kann, als der Verkehr auf der genannten Linie nicht ausreicht, um dasselbe auch nur annähernd auszunuzen, wie denn überhaupt alle derartigen Apparate nur dann einen wirklichen Vortheil bieten, wenn sie vollauf beschäftigt ö werden können.

4. Bureaux.

Im Berichtjahre wurden 13 neue Telegraphenbüreaux eröffnet, 17 weniger als im Vorjahre. Davon sind 12 gewöhnliche Bureaux und l Sommerbüreau.

Dagegen wurden 2 Bureaux, Wizwyl und Derending;en, aufgehoben.

In Folge dessen stellt sich die Zahl der auf Ende 1878 eröffneten Telegraphenbüreaux wie folgt:

548 Bestand Bestand Ende VerVerEnde 1877. mehrung. minderung. 1878.

Fortwährend geöffnete Staatsbüreaux .

Sommerbüreaux .

Eisenbahnbüreaux Total der Telegraphen bureaux Aufgabebüreaux .

Total aller Bureaux

904 69 107 1080 70 1150

12 1 -- 13 --

13

2 -- -- 2 -- 2

914 70 107 1091

70 1161

Hinsichtlich der Dienststunden vertheilen sich die Telegraphenbüreaux wie folgt: Ununterbrochener Dienst Verlängerter Tagdienst Voller Tagdienst .

Ganz oder theilweise erweiterter Dienst.

Beschränkter Dienst .

.

.

.

5 10 56 71 949

1091

54 ü

Die Eisenbahntelegraphenbüreaux und die in den Bahnhöfen für den Privatdepeschendienst eröffneten Aufgabebüreaux vertheilen sich auf die verschiedenen Bahngesellschaften wie folgt: Dem Publikum geöffnet als: Telegraphenbüreaux.

Jj a i-t ^^ P

S

Ö c3

® rn ÖD "3 £2 . :0 :3

Bahngesellschaften.

s-g-s

~IJ ,a « eu «.S -S

tüD t*-i jj ^ <1

^ mH

Westbahnen . . . .

Simplonbahn . . . .

Lausanne-Echalleas Jura-B orn-Luze'rn Central buhn . . . .

Emmenthalbahn. . .

Nordostbahn . . . .

Nationalbahn Tößthalbahn . . . .

Vereinigte Schweizerbahnen Uetlibergbahn . . .

Wädensweil-Einsiedeln Arth-Bigi-Bahn . . .

Vitznau-Rigi-Bahn .

Rigi-Kaltbad-Scheidek .

Rorscbach-HeidenBergbahn . . . .

Appenzellerbahn Gotthardbahn Badische Bahn . . .

Genf-Lyon . . . .

Lausanne-Ouchy

CD

:» ^= O) J3 03

ö o) bfl

92 20 2 73 83 6 121 36 15

5 1 -- 10 14 -- 16

66 2

11 2 -- --

5 5 5 2 2 3 16 9 2 2

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4

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m --i 30 28 -- 29 4 5

23 -- --2 1


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34 2 -- 2 1 -- 1 -- 15 6 2

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18 1 -- 8

15

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-- 2 13 -- 5 4 1

--

^·^m ·§|«

76 19 2 43 55 6 92 32 10 32 -- 5 3 4 2 1 3 1 3 -- 2

550

5. Personal.

Die während dem Jahre 1878 im Personal der Telegraphenverwaltung eingetretenen Mutationen fassen sich zusammen wie folgt: Rüktritte. Abberufungen. Todesfälle.

Centralverwaltung .

.

.

l -- -- Haupt- und Spezialbüreaux . 1 4 -- 4 Zwischenbüreaux .

.

. 27 6 10 Bedienstete .

.

.

.

5 l l ~ ~ 4 7 7 1 5 Die auf den Haupt- und Spezialbüreaux freigewordenen Stellen wurden unbesezt gelassen und ebenso wurden auch keine neuen Lehrlinge angenommen.

Die beiliegende Tabelle (Beilage I) enthält in üblicher Weise eine Uebersicht über das gesammte im Telegraphendienst beschäftigte Personal, jedoch mit Ausschluß der für den Linienunterhalt verwendeten Arbeiter.

Die den Beamten und Angestellten der Verwaltung während des Jahres 1878 auferlegten Bußen erreichen die'Zahl von 1537, im Gesammtbetrage von Fr. 2311. 05.

Ueber die Verlezung des Depeschengeheimnisses ist eine einzige Klage eingelaufen, welche indessen insofern ein besonderes Interesse bietet, als das Vergehen nicht einem Beamten der Verwaltung, sondern einem von einem Beamten angestellten Privatgehülfen zur Last fiel. Die Gerichtsbehörden des betreffenden Kantons erklärten, daß sie unter diesen Umständen eine strafrechtliche Verfolgung nicht für zuläßig erachteten, weil sowohl das Bundesstrafrecht, als auch die kantonalen Geseze dieses Vergehen nur in dem Falle für strafbar erklären, wenn dasselbe einem öffentlichen Beamten zur Last fällt, was im vorliegenden Falle nicht zutreffe. Demgemäß fand diese Angelegenheit in dem Sinne ihre Erledigung, daß der für den Dienst verantwortliche Beamte zur Schadloshaltung dea Klägers angehalten und der fehlbare Angestellte von jeder fernem Verwendung im Post- und Telegraphendienste ausgeschlossen wurde.

6. Beziehungen znm Auslande.

Die internationale Telegraphenkonferenz, welche sich im Jahre 1878 in London versammeln sollte, um nebst der üblichen Revision

Zur Seite 5 50.

Beilage I.

--

1

17

--

17

--

Gesammt-Total.

Total des Personals.

Provisorisch.

Total des Personals.

Definitiv.

Provisorische.

Definitive.

Bahnbeamte.

Weibliche.

Männliche.

Weibliche.

Boten.

Privatbeamte.

Privatbeamte.

Postbeamte.

Männliche.

Weibliche.

Männliche.

Weibliche.

Männliche.

--

Weibliche.

--

3

··& <

Männliche.

--

a

o.

te

Weibliche.

9

-2

Ja)

Männliche.

2

O>

Büreauchefs.

i--ai

§

-ëM J4

Kassiere.

Provisorische.

1

Definitive.

2

Revisoren.

1

Kontroleur.

Sekretäre.

Direktor.

1

J4 a s -5° < -4^

Volontärs.

NichtPatentirte. patentirte.

-

-

Gehilfen.

Telegraphisten.

Kopisten.

i

Postbeamte.

und

Aufgabeblireaux.

Zwischenbüreaux.

Bahnbeamte.

Haupt- und SpezialbUreaux.

Weiblich.

C

Gehilfen

Männlich.

1

Personalbestand der Telegraphenverwaltung auf 31. Dezember 1878.

17

Telegraphenkreise : Lausanne Bern Ölten Zürich St. Gallen Chur . . .



-- ,_^.

Total der Kreise Gesammttotal Ende 1878 * l»TM Vermehrung Verminderung

1 1

1 1

2 2

1 1

1 1 1 1 1 1

1 1 1 1 1 1

1 1 1 1 1 1

6

6 6 6

2 2

9 9

2

6 6

--

--

2

--

3

10 30 8 20 27 15

7

--

18 25 7

6 6 4 5 3 2

5 4 6 18 1 3

6

15 214 48

26

37

6

18

6 6

15 215 48 15 232 50

26 27

37 35

6 10 4

2 1

18 11 13 14 4 3

3

1

6 12 15 16 14

212 210 214 187 171 130

100 93 50 91 50 56

294 291 248 252 210 179

18 12 16 26 11 7

312 303 264 278 221 186

--| 413 128 186 207 110

8

1 63

63

3

1124

440

1474

90

1564

7

413 128 186 207 110 9 408 125 187 207 110

8 8

1 63 1 63

63 67

3 3

1141 1172

440 453

1491 1507

90 118

1581 1625

7

g

31

13

16

28

44

1 2 4 -- 3 6 2

50 3 37 11 9 47 32 17 28 5 20 3

3 3 3 3 1 2

2 --

--

--

--

--

--

--

17

2

1

--|

69 64 91 59 70 60

5

40 26 6 14 17 25

34 43 27 36 21 25

51 50 25 38 20 23

3

1

·~ ·

1 --

--

--~

.

4

551 des internationalen Dienstreglementes namentlich die schon in der Konferenz von St. Petersburg im Jahre 1875 zur Sprache gebrachte, aber wegen ungenügender Vorbereitung verschobene Reform der internationalen Tarife zu berathen, wurde aus verschiedenen gewichtigen Gründen auf das Jahr 1879 vertagt. Es wird daher unserm nächstjährigen Berichte obliegen, über die Ergebnisse dieser Berathung Auskunft zu geben.

Im Uebrigen sind in unsern Beziehungen zum Auslande keinerlei Aenderungen eingetreten.

7. Telegraphischer Terkehr.

Wie in den frühern Jahren geben wir hienach: 1) eine vergleichende Uebersicht der während der beiden lezten Jahre b e f ö r d e r t e n Depeschen ; 2) eine vergleichende Uebersicht der in den beiden lezten Jahren von den verschiedenen auswärtigen Staaten e i n g e g a n g e n e n und dahin b e f ö r d e r t e n Depeschen.

Telegraphischer Verkehr.

Vergleichende Uebersicht der Depeschenzahlen von 1877 und 1878.

Beförderte und Beförderte empfangene interna- Transi tdepeschcn.

interne Depeschen. tionale Depeschen.

1877.

Januar . .

Februar März . .

April . .

Mai Juni . .

Juli .

Augusi September Oktober .

November Dezember .

. .

. .

. .

. .

. .

Total Vermehrung . .

Verminderung

Total.

1878.

1877.

1878.

1877.

1878.

1877.

1878.

105,164 99,684 113,033 116,502 136,798 135,760 164,768 182,568 156,ai8 153,913 115,897 109,203

37,781 33,793 41,790 45,145 46,909 45,540 57,850 67,727 57,351 56,018 44,535 42,279

38,511 37,669 42,649 42,666 48,540 48,113 60,130 70,598 57,664 55,619 45,538 41,343

14,717 11,172 16,026 17,679 17,274 15,787 15,497 16,246 17,655 19,252 16,885 16,954

16,979 16,650 18,476 18,573 21,066 20,240 17,781 19,311 19,997 23,157 18,519 16,820

191,065 170,232 201,569 218,492 230,559 239,937 284,726 320,430 276,215 240,423 179,655 169,105

160,654 154,003 174,158 177,741 206,404 204,113 242,679 272,477 234,479 232^689 179,954 167,366

1,950,546 1,590,108 576,718

589,040 12,322

195,144

227,569 32,425

2,722,408

2,406,717

138,567 125,267 143,753 155,668 166,376 178,610 211,379 236,457 201,209 165,153 118,235 109,872

360,438 18,47 %

2,13 °/o

16,61 °/o

315,691 11,59 %

553 Vergleichende Uebersicht der während der beiden lezten Jahre von den verschiedenen auswärtigen Staaten eingegangenen und dahin beförderten Depeschen.

Versandt.

Empfangen.

Länder.

1877.

Deutschland 131,536 Frankreich . . 73,003 Italien . . . 38,142 Oesterreich . . 22,687 England 7,712 Belgien . . .

4,890 Niederlande 4,197 Rußland . .

3,063 Amerika 2,006 Donaufürstenthümer .

889 Indien . .

965 Aegypten .

788 Spanien . .

616 China u. Japan 336 Türkei, europ.

557 Schweden . .

444 Dänemark . .

289 Algier . . .

147 Türkei, asiat. .

263 Malta undCorfu 312 Portugal . .

83 Norwegen . .

121 Griechenland .

68 Pevsien . . .

13

Total der ausgewechselten Depeschen.

1878.

1877.

1878.

1877.

1878.

128,927 79,842 37,421 24,450 7,382 5,129 4,002 3,299 2,453

115,808 74,499 38,895 23,361 9,163 4,329 4,321 3,819 2,582

114,909 80,902 38,699 25,079 8,831 4,382 3,841 3,892 3,058

247,344 147,502 77,037 46,048 16,875 9,219 8,518 6,882 4,588

243,836 160,744 76,120 49,529 16,213 9,511 7,843 7,191 5,511

1,181 914 619 663 394 417 367 292 206 212 284 116 113 42 3

1,223 1,053 1,311 627 381 607 454 290 197 308 40 93 144 76 10

1,313 1,047 1,263 654 495 468 381 234 273 259 39 128 106 53 6

2,112 2,018 2,099 1,243 717 1,164 898 579 344 571 352 176 265 144 23

2,494 1,961 1,882 1,317 889 885 748 526 479 471 323 244 219 95 9

Total 293,127 298,728 283,591 290,312 576,718 589,040

Bnndesblatt. 31. Jahrg. Bd. U.

36

554 Die Zahl der beförderten und empfangenen Telegramme (Transit und übertelegraphirte nicht Inbegriffen) ergibt für die bedeutendsten Ortschaften folgenden Durchschnitt per Tag: Zürich .

Basel . .

Genf . .

Bern . .

Lausanne.

Winterthur St. Gallen Luzern .

.

.

.

.

.

.

.

.

904 722 678 455 276 250 236 217

Neuenburg . 164 Chauxdefonds 135 Chur . . . 1 1 4 Vivis . . . 1 0 7 Biel . . . 96 Aarau. . . 86 Schaffhausen 86 Interlaken . 81

Thun . .

Frei bürg .

Solothurn .

Rorschach .

Montreux .

Lugano . .

Romanshorn Baden .

80 77 70 61 58 56 51 51

Ueberdies finden sich: 7 Ortschaften mit 41--50 Depeschen per Tag.

T) ·n 31 -- 40 ·n 22 ·n 21--30 » ·n 75 ·n ·n ·n 11--20 -t1 1 n 816 - *" n n -n ·n 83 ·n weniger als l Depesche per Tag.

Der i n t e r n e Verkehr hat im Jahre 1878 gegenüber dem Vorjahre um 18.47 °/o abgenommen; dagegen erzeigt der i n t e r n a t i o n a l e Verkehr eine Zunahme von 2.is °/o, der T r a n s i t v e r k e h r eine solche von 16.ei °/o. Die Vermehrung der Depeschenzahl im internationalen und Transitverkehre dürfte hauptsächlich der Weltausstellung in Paris zugeschrieben werden.

17

Der G e s a m m t v e r k e h r ist hinter demjenigen des Jahres 1877 um 315,691 Depeschen oder 11.59 °/o zurükgeblieben.

Die Depeschenstatistik ergibt mit Bezug auf den I n h a l t folgende Prozentsäze: Interne.

Internationale.

1877.

Staatsdepeschen .

Börsennachrichten .

Handelsdepeschen .

Privatangelegenheiten Zeitungsnachrichten

1878.

1.08

0.79

3.67

3.90

31.04

63.01 1.85

lOO.oo

1877.

31.27

0.86 6.45 51.45

51.96

62.62

40.97

38.85

1.42

0.77

lOO.oo

lOO.oo

0.42 8.46

0.81

lOO.oo

In dieser Ausscheidung sind die Dienstdepeschen in der Zahl von 70,071 nicht inbegriffen; es fallen davon 71.95 °/o auf den Postund 28.05% auf den Telegraphendienst.

555 Die Ausscheidung nach der A r t der Depeschen ergibt folgendes Prozentverhältniß : Interne.

Ohne besondere Angaben Mit bezahlter Antwort Bezahlte Antworten Mit ,, Expressen bezahlt a Mit ,, Expressen tt .

Kollationirte .

Chiffrirte Mit Empfangsanzeige Rekommandirte Nachzusendende Mit mehreren Adressen .

Per Post zu bestellende .

Während der Nacht zu bestellende Mit mehreren Angaben .

Internationale.

1877.

1878.

1877.

81.55 7.45 6.86 1.88 0.71

83.28

95.18

1878.

95.68

6.63 6.05

3.88

3.88

-- 0.03

-- 0.08

0.86

0.22

9.29

0.02

0.08 0.01

1.67

-- 0.02

O.ii

0.02 0.12

0.08 0.01 0.01

0.78 0.52

0.68 0.52

0.25 0.86

0.08

0.08 0.22

0.05

0.01

0.04

0.15

0.03 0.04

O.oi O.oi 0.18 0.26 ._

0.09

100.00 100.00 lOO.oo lOO.oo Die Klassifikation nach der W o r t z a h l erzeigt folgendes Prozentverhältniß :

Interner Verkehr .

--

13

14

15

16

17

18

19

20

Ms 30

6.05

9.31

6.07

7.77

5.46

6.23

4.08

4.82

3.21

4.25

9.59

9.61 6.63

7.68

fl D.29 6.C5 7.85

5.66

4.95

4.6$

3.89

5 26 12.87 3.84

1.68

2.79

3.20

4.49

5.25

6.06

7.46 12.42 34.48 9.17

8

7

8

9

0.60

0.42

2.18

2.38

6.93

5.49 11.64

1.13

1.77

2.93

4.65

5.10

0.13

0.49

Uebrige Länder

0.08

O.n 0.21 0.24 0.49 0.62 0.84

über

12

5

Verkehr m.Deutschland (Worttaxe) .

.

21

11

4

10

2.02

4.40

Total.

3

30

3.67

3.98

100 100 100

oder in Gruppen dargestellt:

Worte

Interner Verkehr

21-30

über 30

Total.

3.67

100

34.66

22.59

Verkehr mit Deutschland (Worttaxe)

25.81

33.10

24.38

12.87

3.84

100

16 90

65.62

9.17

3.98

100

.

.

16-20

29.49

.

.

11-15

.

Uebrige Länder

.

1-10

.

.

4.33

9.59

556

Worte

Die einzelnen Monate, welche dieser Statistik zu Grunde gelegt wurden, zeigen für den internen Verkehr folgendes Prozentverhältniß :

Worte.

Februar

4

5

6

7

8

O M Ois

2.07

1 17

7»fi

Û45

Öse

2 15

?(<>

6-K

fllB

OIF

2.20

fll?

Tun /j

9

10

4.96

11 70

11

5.39

12

87«

11 »II

Oo«

4.89

11 10

10m

13

5(7

14

77»

15

5.15

16

17

18

19

20

5 "7

30

30

<ä +3

O

H

9.91

4 11 100

8.91

4 11 100

4.29

9.91

9 s* 100

6.67

396

21 liier bis

3p

7 7«

5.20

67«

Rio

8.15

5.72

6.24

4.20

4.68

3.31

3.64

9.7-2

3.53

100

August

0.53

0.40

2.18

2.27

D.68

5.28

11.74

5.94

9.82

6.47

September

0.46

0.48

2.12

2.52

6.87

6.54 11.54

5.70

9.46

6.43

7.68

5.79

6.15

4.15

4.42

3.28

4.23

9.12

3.08

100

November

0.42

0.57

2ÌS6

2.40

6.69

5.98

6.41

9.21

5.72

7.81

5.35

5.58

4.29

4.81

2.90

4.05

9.87

4.02

100

/>

12.16

557

558 oder in Worte.

Februar .

April . .

Juni . .

August .

September November

Gruppen dargestellt: 1--10 11--15 . . 28.87 33.oi . . 28.75 34.93 . . 29.23 34.83 . . 29.08 35.60 . . 30.53 35.oe . . 30.48 34.50

16--20 23.ss 23ao 23.is 22.07 22.2i 21.is

21--30 über 30 Total 9.oi 4.33 100 S.DI 4.si 100 9.oi 2.ss 100 9.72 3.53 100 9.i2 3.os 100 9.s?

4.02 100

Es ergibt sich aus dem Vorstehenden, daß die durchschnittliche Wortzahl einer Depesche im internen Verkehre 15.27, im Verkehr mit Deutschland 16.2t, und im Verkehr mit den übrigen Ländern 19.36 beträgt. Die Statistik zeigt hinsichtlich 'des deutschen Verkehrs gegenüber der Wirklichkeit eine Differenz, indem sich die durchschnittliche Wortzahl nach den Abrechnungen auf 15.59 stellt.

Zum Ausweise über die Betheiligung der verschiedenen Arten von Bureaux an der Beförderung der Depeschen folgt hier die Zusammenstellung der verschiedenen Depeschengattungen, die Zahl der Bureaux und der Arbeitstage, sowie der sich daraus ergebende Durchschnitt für jeden Arbeitstag. Dabei sind die internen übertelegraphirten und die internationalen Transitdepeschen doppelt berechnet.

Interne abgehende Depeschen .

.

. 1,590,108 ,, ankommende ,, .

.

. 1,607,763 (Kopien inbegriffen) 3,197,871 Internationale abgehende Depeschen .

.

298,728 » ankommende _ .

.

290,312 589,040 Amtliche abgehende Depeschen.

.

.

70,071 ,, ankommende , , .

.

.

71,118 141,189 Interne übertelegraphirte Depeschen .

.

.

.

3,019,798 Internationale Transitdepeschen .

.

.

.

.

1,330,838 (inclusive Auswechslungsverkehr) .

.

.

.

8,278,736 Anzahl der Bureaux, der Depeschen, der Arbeitstage. Durchschnitt per Beamten und per Tag.

Hauptbüreaux .

15 Speziai bureaux .

28 Zwischenbüreaux 1048

5,199,988 933,923 2,144,825

96,005 30,771 382,520

54 30 5.6

T091

8,278,736

509,296

16

559 Der Durchschnitt hat somit auf allen Bureaux abgenommen und zwar auf den Hauptbüreaux um 2, auf den Spezialbüreaux um 5, auf den Zwischenbüreaux um l und im Total um 3.

Die größten Durchschnittszahlen für das ganze Jahr finden sich auf folgenden Bureaux: Basel 66, Zürich 61, Bern und St. Gallen je 60, Lausanne 52, Genf 50, Chur, Glarus, Luzern, Neuenburg, Schaffhausen, Winterthur je 49, Brieg 48, Thun 44, Beilenz, Ölten, Samaden je 41, Biel und Frauenfeld je 40, Chaux-de-fonds und Romanshorn je 39, Ragaz 38, Interlaken 37, Uster 36, Vivis 35, Aarau, Solothurn und Lugano 29, Nyon 28, Rapperswyl 27, Sitten 26 , Langenthal und Rorschach 24, Andermatt und Yferten je 23, Delsberg, Freiburg und Montreux je 21, Morsee, Wattwyl und Zug je 19, Locamo 15, Zofingen 11.

Die Statistik über die mittlere Zeit, innert welcher in den vier lezten Jahren die internen Depeschen befördert wurden, liefert folgendes Ergebniß:

1875.

In 1--30 Minuten ,, 31--60 n ,, 61--90 11 ,, 91--120 ·n _ 121--150 ·n _ 151 u. mehr

1876.

1877.

1878.

74.«

77.63

84.15

90.08

19.22

18.05

13.51

4.ot 1.*»

8.07

2.95

1.65

0.67

0.89

0.«

0.20

0.56

0.29

0.16

0.05

0.26

0.19

lOO.oo

O.io lOO.oo

lOO.oo

0.03

lOO.oo

Die B u r e a u x vertheilen sich hinsichtlich der durchschnittlichen Ankunftszeit der Depeschen nach folgenden Prozentsäzen : Ankunftszeit.

Bureaux.

1875

1876 82.C2

29.33

16.75

9.85

6.13

0.72

0.63

0.53

0.29

,,

0.29

,, 121 und mehr fl

--

0.44

T,

,,

1 -- 3 0 Minuten 31- 60 ,, 61

~

90

91-120

fl

lOO.c

1877 89.21

1878

69.22

In ,,

0.13 0.28

lOO.oo

93.43

lOO.oo

0.15

lOO.oo

Die Statistik über die Zeit, während welcher die Depesschen auf den Aufgabe- und Umspeditionsbüreaux unbefördert liegen blieben, ergibt folgendes Prozentverhältniß :

560 P r o z e n t e der Depeschen.

Beförderung innert 1 -- 30 Minuten

« 7) 11 fl

31- 60 61-- 90

T)

·n 91--120 n 121 und mehr n

1875

1876

1877

1878

95.83

96.87

98.53

99.65

0.28

3.16 0.64 0.17

2.38

1.26

0.47

0.14

0.05

0.14

0.04

0.01

0.20

0.14

0.03

O.oi

100.00

lOO.oo

lOO.oo

lOO.oo

Die in Folge von Verlust, Verspätung oder Verstümmlung von Telegrammen der Verwaltung zugegangenen R e k l a m a t i o n e n erreichen die Zahl von 622, wovon 203 durch die Zentralverwaltung und 419 durch die Kreisinspektiouen erledigt wurden. Davon fallen auf den i n t e r n e n Verkehr 428, von denen sich 176 als unbegründet erwiesen und 251 zu Disziplinarverfügungen und, soweit thunlich, zu Taxrükerstattungen Anlaß gegeben haben. Eine Reklamation blieb auf Jahresende unerledigt.

Auf den i n t e r n a t i o n a l e n Verkehr fallen 144 Reklamationen, wovon 91 sich als unbegründet herausgestellt haben und 4 unerledigt blieben.

Im T r a n s i t v e r k e h r belief sich die Zahl der Reklamationen auf 50, wovon 12 unbegründej; waren und 11 unerledigt blieben.

In den übrigen, den internationalen und Transitverkehr betreffenden 76 Fällen fanden Taxrükerstattungen im Gesammtbetrage von Fr. 715. 76 statt, an welchen sich die Schweiz in 26 Fällen .mit Fr. 74. 72 zu betheiligen hatte.

8. Finanzielles Ergebniss.

Die nachstehende Tabelle enthält eine Vergleichung der hauptsächlichsten Posten der Einnahmen und Ausgaben in der Rechnung von 1877, im Voranschlage und in der Rechnung von 1878.

Budget und Rechnung 1877. Nachtragskredite Rechnung 1878.

1878.

Fr.

Ep.

Er.

EP.

Fr.

Ep.

1,816,597 145,655 23,214

43 93 40

2,083,000 118,000 --


1,881,158 113,286

20 51 --

1,985,467

76

2,201,000

. 1,375,700 . 21,531 .

.

105,845 .

. 80,813 270,073 .

.

76,606 .

.

3,984 .

.

12,389 31,807 .

.

--

97 93 52 38 97 27 60 53 60 --

1,452,000 33,000 135,000 90,000 250,000 90,000 7,000 14,000 35,000

1,978,753

77

  1. Einnahmen.
  2. und b. Interner und internationaler Verkehr c . Verschiedenes .

.

.

.

.

Inventarvermehrung .

.

.

.

.

.

.

B. Ausgaben.

I . Gehalte u n d Vergütungen .

.

I I . Reisekosten .

.

.

.

HI. Büreaukosten .

.

.

.

I V . Gebäulichkeiten .

.

.

V. Bau und Unterhalt der Linien .

V I . Apparate .

.

.

.

.

VII. Büreaugeräthschaften .

.

VILI. Verschiedenes .

.

.

.

IX. Verzinsung des Inventarwerthes X . Inventarverminderung .

.

.

.

.-- -- -- -- -- -- -- -- -- --

71

1,275,219 17,028 93,908 81,486 164,733 58,640 2,947 13,593 32,736 5,4,106

10 63 38 41 99 08 77 20 18 54

1,794,400

28

200,044

43 1

5(51

Aktiv-Saldo

-- 2,106,000

--

-- 1,994,444

562 Dieselbe gibt zu folgenden Bemerkungen Anlaß : 1. E i n n a h m e n .

a und b. Der Ertrag der internen, internationalen und Transitdepeschen hat gegenüber 1877 um Fr. 64,560. 77 oder 3.5 °/o zugenommen und ist um Fr. 201,841. 80 unter dem Voranschlage geblieben.

Wie in den frühern Jahren, wurde die approximative Ausscheidung dieses Ertrages nach den verschiedenen Verkehrsarten theils auf Grundlage der Wortzahlstatistik, theils auf Grundlage der aus den Abrechnungen mit dem Auslande sich ergebenden Durchschnittssäze vorgenommen und ergab folgende Durchschnittszahlen : für ein internes Telegramm . Fr. --. 68.7 ,, ,, internationales Telegramm ,, --. 89.5 ,, ,, Transittelegramm .

. ,, 1. 09 Der Gesammtertrag vertheilt sich somit folgendermaßen: 1,590,108 interne Telegramme à 68.7 Cts.

. Fr. 1,092,404. 19 589,040 internationale Telegramme à 89.5 Cts. ,, 527,190. 80 227,769 Transittelegramme à 109.o Cts.

. ,, 248,268. 21 Fr. 1,867,863. 2~Ö Dazu der approximative Werth der auf Jahresende in Umlauf befindlichen Marken .

,,

13,295. --

ergibt die Summe von Fr. 1,881,158. 20 wie dieselbe auf vorstehender Tabelle unter a und b erscheint.

Zum gleichen Ergebniß führt die Zusammenstellung des Markenverkaufs mit den Zahlungen an das Ausland und vom Ausland : " Telegraphenmarken wurden verkauft, nach Abzug der Vergütungen an die Bureaux für Expressenauslagen und Taxrükerstattungen, für Fr. 2,134,990. 17 Zahlungen an das Ausland . Fr. 362,565. 25 ,, vom ,, . ,, 108,733. 28 ,,

253,831. 97

Nettoeinnahme wie oben Fr. 1,881,158. 20 Die v e r s c h i e d e n e n E i n n a h m e n erzeigen gegenüber dem Vorjahre eine Verminderung von Fr. 32,369. 42 und gegenüber dem Voranschlage eine solche von Fr. 4,713. 49. Dieselben vertheilen sich wie folgt:

563 Rechnung

Voranschlag

Kechnung

1877.

1878.

1878.

  1. Gemeindebeiträge . Fr. 80,530.84 Fr. 76,500.-- Fr. 76,644.48 2. Rükzahlungen für Linienbauten ...

,, 50,047.05 ,, 22,699.28 3. Verschiedene 41,500.

andere Ein ,, 13,942.75 nahmen . . ,, 15,078.04 Fr. 145,655. 93 Fr. 118,000. -- Fr. 113,286. 51 Die G e s a m m t e i n n a h m e stellt sich um Fr. 8976. 95 höher als im Vorjahre, aber um Fr. 206,555. 29 niedriger als der Voranschlag.

2. A u s g a b e n .

I. Die G e h a l t e und V e r g ü t u n g e n sind um Fr. 100,481. 87 unter der entsprechenden Summe des Vorjahresund um Fr. 176,780. 90 unter dem Büdgetansaz geblieben, was sich aus der Abnahme der Zahl der internen Depeschen und daheriger Reduktion des Personals, sowie Verminderung der Provisionen erklärt.

II. Die R e i s e k o s t e n betragen Fr. 4503. 30 weniger als im Vorjahre und Fr. 15,971. 37 weniger als der bewilligte Kredit.

Die Ursache hievon muß theils der fortwährenden Abnahme der Zahl der Büreaueröffnungen, theils der Verschiebung der internationalen Konferenz zugeschrieben werden.

lu. Die B ü r e a u k o s t e n blieben um Fr. 11,937. 14 unter denjenigen des Jahres 1877 und um Fr. 41,091. 62 unter dem . Voranschlage. Der Grund hievon liegt, wenigstens zum größten Theile, in dem geringern Verbrauche von Depeschenformularen.

IV. Die M i e t h z i n s e sind um Fr. 673. 03 gestiegen, jedoch um Fr. 8513. 59 unter dem Voranschlage geblieben.

V. Für Bau und U n t e r h a l t d er Linien wurdenFr. 105,339.98 weniger verausgabt als im Jahre 1877 und Fr. 85,266. 01 weniger als im Budget vorgesehen.

VI. Die Kosten für A p p a r a t e erzeigen gegenüber dem Vorjahre eine Verminderung von Fr. 17,966. 19 und gegenüber dem Voranschlage eine solche von Fr. 31,359. 92. Diese Abnahme rührt theils von der geringern Zahl neu eröffneter Bureaux, theils von der Verminderung der Zahl und des Umfanges der Depeschen her.

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VII. Die Rubrik B ü r e a u g e r ä t h s c h a f t e n weist gegenüber dem Vorjahre eine Verminderung von Fr. 1036. 83 und gegenüber dem Voranschlage eine solche von Fr. 4052. 23 auf.

VIIT. Dagegen übersteigen die v e r s c h i e d e n e n Ausgaben diejenigen des Vorjahres um Fr. 1203. 67, blieben aber um Fr. 406. 80 unter dem bewilligten Kredite.

IX. Die V e r z i n s u n g des I n v e n t a r w e r t h e s stellt sich um Fr. 928. 58 höher als im Jahre 1877, da der Bestand des Inventars auf 1. Januar 1878 , welcher als Grundlage für die Berechnung des Zinses à 4 % diente, gegenüber dem Vorjahre eine Vermehrung von Fr. 23,214. 40 erzeigte.

Als ein neuer Ausgabeposten erscheint die im Berichtjahre eingetretene Verminderungdes I n v e n t a r w e r t h e s mit Fr. 54,106.54, welche speziell das Linienbauvorrathsmaterial betrifft und daher eigentlich den Kosten für Linienunterhalt zuzuschlagen wäre.

Diese Verminderung eingerechnet, blieben die G e s a m m t a u s g a ben um Fr. 184,353. 49 unter denjenigen des Vorjahres und um Fr. 311,599. 72 unter dem Voranschlage.

Der Voranschlag nahm einen Aktivsaldo in Aussicht von Fr. 95,000. -- Dagegen ergab sich eine Mindereinnahme von Fr. 206,555. 29 aber auch eine Minderausgabe von ,, 311,599. 72 ~ ,, 105,044. 43 Es ergibt sich daher ein Aktivsaldo von .

. Fr. 200,044. 43

Das I n v e n t a r der Büreaugeräthschaften, der Apparate und des Linien bauvorrathsmaterials beläuft sich auf Ende 1878 auf Fr. 764,298. 07, mit der oben erwähnten und in den Ausgaben erscheinenden Verminderung von Fr. 54,106. 54.

Das Inventar der in Betrieb stehenden Linien, welches im allgemeinen Inventar der Eidgenossenschaft nicht erscheint, erzeigt auf Ende 1878 einen Werth von Fr. 925,847. 23, mit einer Verminderung von Fr. 82,271. 33 in Folge der üblichen Abschreibung von 10 °/o.

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Bericht des Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung, über seine Geschäftsführung im Jahr 1878.

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1879

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21

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07.05.1879

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489-564

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10 010 312

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