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Bekanntmachung.

Mit Note vom 28. August dieses Jahres hat die Kaiserlich Deutsche Gesandtschaft in Bern die Bundeskanzlei ersucht, Erkundigung über Leben und Aufenthalt eines F r a n ç o i s B o e s c h von St. Cosman (Elsaß) einzuziehen.

Nach einem Schreiben des Maire von St. Cosman, d. d. 23. vorigen Monats, ist der gedachte François Boesch am 23. März 1861 geboren, und hat sich im Jahr 1872 oder 1873 nach der Schweiz hegeben, um daselbst, und zwar in B i s c h o f s z e l l (Thurgau), sich niederzulassen. Sein Vater, wohnhaft in St. Cosman, hat ihm schon mehrere Briefe geschrieben, darauf aber noch keine Antwort erhalten.

Vater und Mutter des genannten François Boesch sind fast immer kränklich, und sie wünschten daher sehnlich, daß ihr Sohn schnell zu ihnen zurükkehren würde, um ihre Feldarbeiten besorgen zu können, zumal der ältere Sohn gegenwärtig im deutschen Militärdienste steht.

Es werden daher die Gemeinds- und Polizeibehörden, sowie alle diejenigen, welche über den mehrgenannten jungen B o e s c h Auskunft zu geben im Falle sein könnten, höflichst ersucht, ihre Mittheilungen der Kaiserlich Deutschen Gesandtschaft in Bern so bald als möglich zukommen lassen zu wollen.

B e r n , den 4. September 1879.

Die schweiz. Bundeskanzlei.

Bekanntmachung.

Das eidg. Finanzdepartement bringt hiemit zur Kenntniß der Inhaber von 4% eidg. Kassascheinen per 1. October 1879, daß dieselben in Folge Beschlusses des Bundesrathes vom 27. August laufenden Jahres auf Verfall bei der eidg. Staatskasse um Rükzahlung gelangen.

26£ Inhaber dieser Kassascheine, denen mit der Kükzahlung hei einer eidg.

ireispost- oder Zollkasse gedient ist, werden eingeladen, der eidg. Staatscasse Mevon unter Angabe des Betrages bis zum 20. September nächsthin Kenntniß zu geben, worauf sodann ihr Begehren berüksichtigt werden kann.

B e r n , den 1. September 1879.

Eidg. Fiiianzdepartement.

Schweizerisches Bundesgericht.

Liquidation der schweizerischen Natioualbalm.

Da bei der am 30. August dieses Jahres stattgehabten Versteigerung der Nationalbahn nur für die "Westsektion der Anschlagspreis von 1,000,000 Franken durch das Meistgebot erreicht worden und daher der Zuschlag an das Interkantonale Comité als Meistbieter erfolgt ist, für die Ostsektion und beziehungsweise die ganze Bahn dagegen das Meistgebot des benannten Comite's mit 3,400,000 Franken, resp. 4,410,000 Franken unter dem Anschlagspreise von 4,500,000 Franken, resp. 5,500,000 Franken geblieben ist, so wird Memit den Gläubigern der Nationalbahngesellschaft, gemäß Artikel 31 des Bundesgesetzes über die Verpfändung und Liquidation von Eisenbahnen, eine mit dem 22. dieses Monats ablaufende Frist angesetzt, um sich hierorts in schriftlicher Eingabe darüber auszusprechen, ob das Angehot für die Ostsektion, beziehungsweise die ganze Bahn anzunehmen oder über die Ostsektion eine zweite Steigerung anzuordnen sei, und allfällige hierauf bezügliche Begehren zu stellen, unter der Androhung, daß Stillschweigen dahin ausgelegt würde, es werde gegen den Zuschlag der Ostsektion, beziehungsweise der ganzen Bahn, an das Interkantonale Comité um das erfolgte Meistgebot keine Einwendung erhohen.

L a u s a n n e , den 2. September 1879. [2i] Im Namen des Bundesgerichtes, Der Präsident: J. Morel.

Der Gerichtsschreiber : Hafner.

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Liquidation der

Schweizerischen

Nationalbahn.

Dio Kassifikation der durch die Entscheide des Massaverwalters und resp. des Bundesgerichtes ins Schuldenverzeichniß aulgenommenen Forderungen kann im Verwaltungsgebäude der Nationalbahn in Winterthur während 30 Tagen von gegenwä tiger Publikation an gerechnet durch sämmtliche Interessenten eingesehe werden -- und ist jedem einzelnen Gläubiger, soweit sie ihn betrifft, mi Ausnahme der Gläubiger aus Kollektivanleihen, schriftlich mitgetheilt worde Innert der gleichen Frist von 30 Tagen können Einsprachen gegen diese Klassifikation beim Massaverwalter schriftlich angebracht werden.

Der Massaverwalter wird alsdann über solche Einsprachen einen Entscheid treffen, gegen welchen die Einsprecher, wie die übrigen Gläubiger, an das Bundesgericht rekurriren können. (Artikel 40 und 41 des Bundesgesezes vom 24. Juni 1874.)

Ebenso können gegen die in die Klassifikation aufgenommenen speziellen Liquidationsverfügungen über Auszahlung einzelner Ansprachen, über Behandlung nicht emittirter Anleihenstitel und über nicht einbezahlte Nachsubventionsbeträge Einsprachen und Beschwerden beim Massaverwalter oder direkt beim Bundesgericht angebracht werden, und zwar innert gleicher Frist von 30 Tagen, widrigenfalls diese Verfügungen alsdann in Vollzug gesetzt werden.

Wenn auch ein abschließliches Versteigerungsresultat nicht vorliegt, indem für das Meistgebot auf die Ostsektion zuerst die Zusage des hohen Bundesgerichts und dann noch die Ratifikation der Nationalbahngemeinden, und für das Meistgebot auf die Westsektion diese Ratifikation ebenfalls erst noch zu gewärtigen ist, und das sonstige Vermögen der Gesellschaft auch noch nicht gänzlich liquidirt werden konnte, der zu vertheilende Betrag daher noch nicht bekannt ist, so dient es zur Beschleunigung der Liquidation, die Rangordnung der Gläubiger jetzt schon bekannt zu geben und allfällige Einsprachen ohne weiteren Aufschub zur Erledigung zu bringen.

Gläubiger, welchen die sie betreffende Klassifikationsbestimmung nicht zugekommen sein sollte, sind aufgefordert, hievou beförderliche Anzeige zu macheu.

Unfrankirte Zuschriften werden nicht angenommen.

W i n t e r t h u r , den 1. September 1879.

Der Massaverwalter der Schweiz. Nationalbahn : Bärlocher.

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Liquidation der

Schmalspurbahn Rigikaltbad-Rigischeidegg.

[Klassifikation der Forderungen und Vertheilung der Masse.

Der Entwurf der Klassifikation der Forderungen und der Vertheilung der Masse liegt von heute an im Bureau der Masseverwaltung (Brandgäßlein Nr. 347) für die Gläubiger zur Einsicht auf.

Der Entwurf der Klassifikation der Forderungen ist ein endgültiger, -derjenige der Vertheilung der Masse ein vorläufiger, weil der Kaufsvertrag über die Eisenbahn erst nach der Konzessionsübertragung durch die Bundesversammlung perfekt werden wird.

Nach Vorschrift des Artikel 40 des Bundesgesetzes über Verpfändung und Zwangsliquidation von Eisenbahnen wird dies den Gläubigern anmit zur · Kenntniß gebracht mit dem Beifügen, daß allfällige Einsprachen gegen diesen Entwurf binnen dreißig Tagen, vom Datum dieser Publikation an gerechnet, beim M a s s e v e r w a l t e r schriftlich anzubringen sind.

L u z e r n , den 5. September 1879.

Der Masseverwalter: Dr. Zemp.

Konkurrenz-Ausschreibung.

Ueber die Erstellung von 6 großen eisernen Überlichtern mit Glaseindekung auf der Terrasse des Bundesrathhauses wird hiemit Konkurrenz eröffnet.

Pläne und Bedingnißheft sind im Bureau des eidg. Ober-Bauinspektorates in Born zur Einsicht aufgelegt, wo zugleich weitere gewünschte Auskunft ertheilt wird.

Uebernahmsofferten sind bis und mit dem 12. September nächsthin in verschlossenen Eingaben, mit der Aufschrift ,,Eingabe für Oberlichtor auf dem Bundesrathhauses versehen, dem unterzeichneten Departement franko einzureichen.

B e r n , den 30. August 1879.

Schweiz. Departement des Innern, Abtheilnng Bauwesen.

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Schweizerische Nordostbahn.

Die in den direkten Personentarifen mit andern schweizerischen Bahnen enthaltenen Taxen, welche die Nordostbahnstrecke Winterthur-Wettingen in sich begreifen, werden auf den 1. Dezember dieses Jahres gekündet; über die an deren Stelle tretenden neuen Taxen werden weitere Kundmachungen erfolgen.

Z ü r i c h , den 29. August 1879.

Mit Wirkung vom 1. October 1879 ab ist in den direkten Gütertarifen mit Baden, Württemberg, Bayern, Sachsen und Oesterreich-Ungarn (einschließlich Böhmen) der Artikel ,,Geflügel, lebendes" von der direkten Beförderung ausgeschlossen. Derartige Transporte werden vom genannten Zeitpunkte an von Bahn zu Bahn abgefertigt.

Z ü r i c h , den 30. August 1879.

Mit 1. October 1879 tritt für den Transport von Getreide etc. aus Oesterreich-Ungarn nach der Schweiz und nach Vorarlberg ein neuer Ausnahmetarif in Kraft, durch welchen die bisherigen Getreidetarife aus OesterreichUngarn nach der Schweiz aufgehoben und ersetzt werden Z ü r i c h , den 2. September 1879.

Die Direktion der Schweiz. Nordostbahn.

Internationale Ausstellung in Melbourne (Australien).

Laut Mittheilung der Generalagentur für diese Ausstellung, 8, Victoria Chambers, "Westminster, London (s. Bundesblatt Jahrg. 1879, Bd. II, S. 1010), ist der Termin zur Einreichung von Gesuchen um Platz in den Ausstellungsräumlichkeiten verlängert und auf den 31. Dezember laufenden Jahres festgesetzt worden.

B e r n , den 29. August 1879.

Schweiz. Handels- * Landwirthschaftsdepartement.

273 Uebersezerstelle.

In Folge Erledigung ist die Stelle eines Uebersezers auf dem unterzeichneten Departement neu zu besezen. Neben einer gefälligen Handschrift ist die v o l l s t ä n d i g e Kenntniß der deutschen und französischen Sprache erforderlich. Besoldung bis auf Fr. 3500. Anmeldungen, mit Zeugnissen begleitet, sind bis den 13. September an das Sekretariat des unterzeichneten Departements zu richten.

B e r n , den 22. August 1879.

Eidg. Departement des Innern.

Ausschreibung.

Die unterzeichnete Verwaltung ist vom eidg. Militärdepartement beauftragt, folgende Gegenstände anzuschaffen, und eröffnet hiemit Konkurrenz.

Diejenigen Lieferanten, deren Adressen uns noch nicht bekannt sind, oder die bis zum 5. September nicht im Besize der Angebotbogen sein sollten, werden ersucht, solche zu verlangen.

Die Angebote müssen bis zum 15. September in unsern Händen sein.

Die Lieferungstermine beginnen mit dem 15. Januar und schließen mit dem 15. Mai für Kummte und 15. November 1880 für die übrigen Gegenstände.

Die Preise sind franko Pakung und Transport auf die dem Lieferanten nächstgelegene schweizerische Eisenbahnstation zu stellen.

Küksendimgen von Pakmaterial, sowie von Ausschußwaaren, liegen zu Lasten der Lieferanten.

Muster können auf unserer Verwaltung, sowie über die meisten Gegenstände in den kantonalen Ausrüstungsmagazinen und eidg. Depots eingesehen werden.

Ordonnanzen sind vom eidg. Oberkriegskommissariat (Reglementsverwaltung) zu beziehen. Zeichnungen und Beschreibungen der mit * bezeichneten Artikel werden gegen Nachnahme des Kostenpreises von unserer Verwaltung abgegeben.

Die Lieferanten erhalten die ihnen von der Verwaltung zu verabfolgenden Gegenstände (als Garnituren, Kummteiseii, Sattelbäume, Strikwerk etc.)

gratis und franko Ankunftsstation zugesandt.

Das Nähere besagen die Angebotbogen.

Gruppen.

Bedarf circa:

VI. Gruppe.

660 600

600 300 300 600 300

600 600 300

900

Gegenstand.

Nach Ordonnanz, Zeichnung oder Modell.

Englische Rummte.

Ordonnanz 1853 und Modell.

Trainsättel, von braunem Zeugleder (Sattelsiz von Ordonnanz über das Zugpferdgeschirr braunem Kalbleder), mit Sattelgurt, Steigriemen, v. 24. April 1874 und Modell Strangenscheiden und Bauchriemen. Alles m ungeschwärztem Leder.

Gurtstüke zu Trainsattelgurten.

Stangengebisse.

Trensengebisse mit Zügelketten.

Paar Steigbügel.

Kachstehend verzeichnete Gegenstände zu Paar Geschirren, aus angeschwärztem Zeugleder gearbeitet: Lederhalfter mit Halfterstrick, Stangennnd Trensenzaum mit Zügeln, Zugstrangen mit * Nach Zeichnung vom Dezember 1878.

Zugriemen und Anstößen. Kükhaltriemen mit Eükhaltkloben, Hintergeschirr mit Hintergeschirrriemen und Strangenträgern.

Paar Zuestraneenl 4-litziff aus Hanf bester Qualität, ,, Anstöße / 15mmdik, an einem Endezugespizt.

Jfierdetormster aus schwarzem luna- V erdekleder, mit Ordonnanz über das Zugpferdgeschirr v. 24. April 1874.

schwarzen Schnallen.

Paar Pakriemen aus angeschwärztem Kiemenleder, von Korrigirte Ordonnanz über das Zugmm mm 600 Länge und 20 Breite, mit verzinnten pferdgeschirr v. 24. April 1874.

Schnallen.

B e r n , den 28. August 1879, ·* tr<N

Eidg. Kriegsmaterialvenoaltung : Technische A.trtheilung'.

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Ausschreibung von erledigten Stellen.

(Die Bewerber müssen ihren Anmeldungen, welche s c h r i f t l i c h und p o r t o f r e i zu geschehen haben, gute Leumundszeugnisse beizulegen im Falle sein; ferner wird von ihnen gefordert, daß sie ihren N a m e n , und außer dem Wohnorte auch den H e i m a t o r t , sowie das G e b u r t s j a h r deutlich angeben.)

Wo der Betrag der Besoldung nicht angegeben ist, wird derselbe bei der Ernennung festgesezt. Nähere Auskunft ertheilt die für die Empfangnahme der Anmeldungen bezeichnete Amtsstelle.

  1. Telfgraphist in Schönenberg (Zürich). Jahresbesoldung fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 24. September 1879 bei der Telegrapheninspektion in Zürich.
  2. Telegraphist in Wolfhalden (Appenzell A. Eh.). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschennrovision. Anmeldung bis zum 24. September 1879 bei der Telegrapheninspektion in St. Gallen.
  3. Briefträger in Monthey (Wallis). Anmeldung bis zum 12. September 1879 bei der Kreispostdirektion in Lausanne.
  4. Briefträger in Basel. Anmeldung bis zum 12. September 1879 bei der Kreispostdirektion in Basel.
  5. Telegraphist in Goldach (St. Gallen). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprpvision. Anmeldung bis zum 10. September 1879 bei der Teiegrapheninspektion*) in St. Gallen.
  6. Telegraphist in Curio (Tessin). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 9. September 1879 bei der Telegraphen Inspektion in Beilenz.

*) Nicht K r e i s p o s t d i r e k t i o n , wie es in voriger Nummer irrig steht.

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1879

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06.09.1879

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268-276

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10 010 438

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