357

Bekanntmachungen von Departementen nnd andern Verwaltungsstellen des Bundes, # S T #

Kreisschreiben des

eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes an die kantonalen Aufsichtsbehörden des Zivilstandswesens und an die Zivilstandsbeamten betreffend Wiederherstellung der durch den Dorfbrand vom 24. August 1944 zerstörten Zivilstanderegister von Trans (Graubünden).

(Vom 9. Oktober 1947.)

Sehr geehrte Herren!

Bei der Feuersbrunst, die am 24. August 1944 das Dorf Trans im Domleschg (Graubünden) teilweise einäscherte, sind sämtliche Zivilstandsregister und die dazugehörigen Belege zerstört worden. Seither ist der Hauptteil dieser Register auf Anordnung des Kleinen Rates Graubündens durch Abschriften aus den Doppeln ersetzt worden. Leider ist aber das Familienregister von Trans eher lückenhaft geblieben, weil die von andern Zivilstandskreisen im Kanton und auswärts eingesandten Meldungen nicht mehr vorhanden sind.

Es ergeht deshalb hiermit an alle Zivilstandsämter der Schweiz das Ersuchen um Wiederholung der Meldungen über Geburten, Bheschliessungen, Todesfälle, Legitimationen, Kindesanerkennungen und Adoptionen, Bürger von Trans betreffend, die sie in ihren Geburts-, Ehe- und Todesregistern von 1929 hinweg eingetragen oder vorgemerkt haben. Zur Erleichterung ihrer Nachforschungen wird bemerkt, dass die Bürger von Trans folgende Familiennamen führen: Albertini, Badel, Barandun, Battaglia, Hannemann, Hassler, Mark, Purtscher, Riffel, Riesenbey, Euopp, Thomas, Traber, Tscharner, Zanet (de).

Die Zivilstandsbeamten sollen darnach in den Inhaltsverzeichnissen zu ihren Registern nachschlagen, ob unter diesen Namen während des Zeitraumes 1929 bis 1947 Eintragungen vorgemerkt sind und zutreffendenfalls von den Zivilstandsurkunden in kürzester Zeit an das Zivilstandsamt Trans richten.

Bern, den 9. Oktober 1947.

Mit vorzüglicher Hochachtung.

7585

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement: Ed. v. Steiger,

358

Nachtrag zum Verzeichnis *) der

Geldinstitute und Genossenschaften, die gemäss Art. 885 ZGB und Verordnung vom 30. Oktober 1917 betreffend die Viehverpfändung befugt sind, im ganzen Gebiete der Eidgenossenschaft als Pfandgläubiger Viehverschreibungsverträge abzuschliessen : Neue Ermächtigung.

Kanton Bern.

70. Darlehenskasse Brienz.

Bern, den 22. Oktober 1947.

7592

Eidg. Justiz- und Polizeidepartement.

*) Siehe BEI. 1946, II, 287 ff.

Notifikation.

Am 7. August 1947 wurde in einer Kiesgrube auf dem Gebiet der Gemeinde St. Margretheil (Kanton St. Gallen), ca. 10 Meter von der Landesgrenze entfernt, vier Kartons vorgefunden, die 587 Mundharmonikas deutschen Ursprungs enthielten. Da die Umstände darauf schliessen liessen, dass die Ware widerrechtlich in die Schweiz eingeführt worden ist, wurde sie gestützt auf Artikel 102, Absatz l, in Verbindung mit Artikel 121 des Bundesgesetzes vom 1. Oktober 1925 über das Zollwesen durch das Zollamt St. Margrethen-Strasse beschlagnahmt.

Dem rechtsmässigen Eigentümer wird hiermit gemäss Artikel 102, Absatz 4, des genannten Gesetzes von der Beschlagnahme Kenntnis gegeben. Er kann dieselbe innert 30 Tagen seit dem Erscheinen dieser Notifikation bei der Zollkreisdirektion Chur durch Beschwerde anfechten. Meldet sich binnen dieser Frist kein Ansprecher, so wird die beschlagnahmte Ware nach Gesetz verwertet.

Bern, den 21. Oktober 1947.

7592

Eidgenössische Oberzolldirektion.

359

Kreditkassen mit Wartezeit* Die Eigenheim AG. Basel, St. Jakobstrasse 18, ersucht um Entlassung aus der Aufsicht des Bundes genaäss Art. 39 ff. der Verordnung vom 5. Februar 1985 über die Kreditkassen mit Wartezeit. Es ist beabsichtigt, diesem Begehren auf den Zeitpunkt der Unterstellung der Firma unter die eidgenössische Bankenaufsicht zu entsprechen, Kreditnehmer, deren Interessen bei einem Verzicht des Bundes auf die weitere Ausübung der Kreditkassen-Auf sieht gefährdet erscheinen, können gegen die Entlassung bei dem unterzeichneten Amt bis zum 8. November 1947 in schriftlicher, begründeter Eingabe Einsprache erheben.

Bern, den 21. Oktober 1947.

Eidgenössisches Aufsichtsamt 7592 für Kreditkassen mit Wartezeit.

Änderungen im diplomatischen Korps in Bern, vom 15. bis 21. Oktober 1947.

Ägypten: Die Herren Hassan Soliman El Hakeem, Legationssekretär, und Fouad Khouzain, Attaché, sind am 18. Oktober nach Kairo zurückgekehrt.

Amerika: Herr John Carter Vincent hat am 21. Oktober dem Bundesrat sein Beglaubigungsschreiben als ausserordenthcher Gesandter und bevollmächtigter Minister überreicht; er ist Nachfolger von Herrn Minister Lei and Harrison, der nach Amerika zurückgekehrt ist.

Belgien: Herr Louis Colot, Legationsrat, ist am 15. Oktober nach Brüssel zurückgekehrt.

Iran: Herr Seyes Djanialeddine T a b a t a b a i ist am 1.7. Oktober zum Handelsattache ernannt worden.

Kanada: Herr Leolyn Dana Wilgress hat am 21. Oktober dem Bundesrat sein Beglaubigungsschreiben als ausserordenthcher Gesandter und bevollmächtigter Minister überreicht.

Polen: Herr Julian Przybos hat am 17. Oktober dem Bundesrat sein Beglaubigungsschreiben als ausserordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister überreicht.

Abwesende und zurückgekehrte Missionschefs:

Frankreich: Herr Botschafter Hoppenot ist seit dem 18. Oktober zurückgekehrt.

Italien: Herr Minister Beale ist seit dem 18. Oktober für kurze Zeit abwesend; Geschäftsträger ad intérim: Herr Mario P l e t t i , Bern, den 21. Oktober 1947.

7592

360

Steuereinnahmen des Bundes In 1000 Warenumsatzsteuer

Luxus Steuer a )

51 14t 37389 12832 24795

69 746 67 837 71542 73 385

3699 2678 2639 2779

1383 2000 1587 1757

47824 16456 9447 28048 17077 -- 3730 21959 17186

87072 76323 88185 99252

4615 3206 3191 3433

1698 2138 1909 1862

21367 52724 15729 28342 22491 -- 5742

112 880 99901 105 822

5377 3630 3576

2501 3668 2184

51 141 37389 12832 24795

69746 67887 71542 73385

3661 2642 2597 2741

1383 2000 1587 1757

18191 47824 9447 22458 13 685 -- 3730 17581 17186

87072 76323 88183 99252

4572 3162 3139 3384

1698 2138 1909 1862

17114 52724 15729 22693 18011 --- 5742

112 880 99901 105 822

5326 3581 3517

2501 3668 2184

Stempelabgaben

Quartal

Verrechnungssteuer 1)

Ausgleichssteuer

Hol herträge I.

11.

III.

IV.

1945 Quartal » » »

1946 I. Quartal II » III » IV »

14891 21191 20 553 22 871

. .

1947 II III IV.

» » »

Bund esanteile

1945 II III IV.

» » »

1946 L Quartal II » III » IV » 1947 I. Quartal II » III » IV.

» l

. . .

. . .

. . . .

11 935 16974 16463 18805

) Inklusive Steuer gemäss Bundesratsbeschluss vom 13. Februar 1945 über die Sicherung der Steueransprüche bei Versicherungen. Im Bundesanteil sind die Rückstellungen für Verrechnungssteuer-Rückerstattungen zur Befriedigung von beim. Bund noch nicht geltend gemachten Ansprüchen inbegriffen.

2 ) Bundesanteil = Rohertrag abzüglich Markenverkaufsprovision.

361

Steuereinnahmen des Bundes Franken Wehrsteuer 3)

Wehropfer I und II

Kriegsgewinn-

steuer «)

Total

Quartal

Roherträge 1945

12539 19643 25919

205 562 151 006 141 489 239 541

I. Quartal II.

» III.

» IV.

»

318 796 44576 41400 48029

15016 14320 20984 21345

569 205 228 530 233 951 243 324

1946 I. Quartal II.

» III.

» IV.

»

57212 18779 61420

13452 12 053 13496

323 367 198 534 216 338

46624 6391 11002 6746

1878 981 1691 81289

16200

77728 50477 64935 30258 57854 16482 13091

1947 L Quartal II.

» III.

» IV.

»

Bundesanteile 27525 5535 8567 5516

1690 881 1522 72920

11715 9125 14202 18708

178 796 142 383 129 312 218 127

1945 I. Quartal II.

» III.

» IV.

»

54558 35232 45417 21125

286 917 39285 37216 43181

10874 10443 15276 15499

506 706 198 488 201 097 219 070

1946 I. Quartal II.

» III.

» IV.

»

40429 11355 9068

51 430 16900 55241

9767 8789 9829

292 171 182 616 197930

1947 I. Quartal II.

» III.

» IV.

»

3

1 Inklusive Quellenwehrsteuer und Restzahlungen Krisenabgabe.

*S Bundesanteil -- Rohertrag abzüglich Einlage in Fonds für Rückerstattungen

und Kantonsanteile.

Bundesblatt. 99. Jahrg. Bd. III.

26

362

Rohertrag der eidgenössischen Stempelabgaben In 1000 Franken 1947

194B

Stempelabgaben

III. Quart iv. Quart

I. Quart

U. Quart

III. Quart.

  1. Emission von Wertpapieren a. Obligationen 6 . Aktien . . .

. . .

c. Übrige Wertschriften 1). .

1395 1327 182

1645 2895 100

4335

2671 212

3153 2859 271

1778 3035 746

Total

2904

4640

7218

6283

5559

2. Umsatz von Wertpapieren a. Inländische Wertpapiere .

b. Ausländische Wertpapiere.

298 335

420 293

334 322

381 304

291 427

Total

633

713

65G

685

718

3. Coupons von ct. Obligationen . . . .

b. Aktien .

. . .

c. Übrigen Wertschritten 1) .

5369 4128 208

8251 4070 153

5671 4185 397

8777 7596 1 071

5251 5 953 469

Total Coupons

9705

12 474

10 253

17344

11 673

381 2487 9fi2 4

427 2G32 1056 12

432 2624 956 18

475 3072 978 IG

4.

5.

6.

7.

Wechsel Prämienquittungen Frachturkunden Bussen usw.

449 1587 1 193 8

Rohertrag 17076 21954 21 364 28342 22491 *) GmbH.- und Genossenschatsanteile, Komm andit-Bet eiligungen , Miteigentums- und Trustzertifikate, ausländisc he Wertp ipiere.

Verrechnnngssteuer (in 1000 Franken) 1946

1947

III. Quart|IV. Quart

I Quart .11. Quart | III. Quart.

52608 Rückerstattungen . . . .

56470 Verrechnungssteuer Rohertrag . -- 3862 Sicherungssteuer 1) Rohertrag .

133

63944 46884 17060 126

87298 34700 52598 126

85400 61946 69775 67 797 15625 -- 5851 109 104

Total -- 3729 17186 52724 15 729 -- 5742 ) Steuer gemäss Bundesratsbeschluss vom 13 Februar 1945 üb er die Sicherung der Steueransprüche be i Versich«Bungen.

1

363 Erläuterungen.

Bei fier Auswertung vorstehender Übersichten ist der für die einzelnen Abgabe arten massgebenden Bezugsordnung und gewissen Rückstellungsverpflichtungen Rechnung zu tragen. Insbesondere ist zu beachten:

I. Stempelabgaben.

  1. Emissionsstempel. Die Abgabe auf Anleihensobligationen, Aktien und «übrigen Wertschriften» wird bei der Ausgabe der Titel und für die ganze Laufzeit auf einmal bezogen. Die Abgabe auf Kassenobligationen wird in Vierteljahrsraten entrichtet.
  2. Umsatzstempel. Die in einein Kalendermonat verfallenen Abgabebetrage sind bis Mitte des nächsten Monats an die eidg, Steuerverwaltung abzuführen.
  3. Couponstempel. Die Abgaben auf Coupons von Anleihensobligationen, Aktien und GmbH.-Anleihen sind innert 15 Tagen nach der Couponfälligkeit zu überweisen. Die Abgabe auf Coupons von Kassenobligationen wird in vierteljährlichen Raten während des Fälligkeitsjahres entrichtet. Die Abgabe auf Coupons ausländischer Wertpapiere wird oft durch eine einmalige, die sämtlichen Couponfälligkeiten einschliessende Pauschalzahlung abgelöst.
  4. Wechseltempel. Die Abgabe ist durch Verwendung von Stempelmarken zu entrichten. Die Übersicht weist die Bruttoerträge des Markenverkaufs auf.

Dieser ist nicht identisch, mit dem Markenverbrauch.

5. Prämienquittungsstempel. Die in einem Kalenderquartal verfallenen Abgaben sind in der Regel bis spätestens Ende des folgenden Quartals zu überweisen.

G. Frachturkundenstempel. Die während eines Monats verfallenen Abgaben sind bis spätestens Ende des drittfolgenden Monats abzuführen, II. Verrechnungssteuer.

  1. Entrichtung. Die Steuer ist, sofern sie neben der Couponabgabe geschuldet wird, mit dieser zusammen abzuliefern (vgl. I, 3). Für die der Couponsabgabe nicht unterliegenden Zinsen von Kundenguthaben bei Banken und Sparkassen wird die Steuer in vierteljährlichen Raten während des Fälligkeitsjahres erhoben.

Rückerstattung. Die Rückerstattung oder Verrechnung kann von dem vom Steuerabzug Betroffenen innert 8 Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres beansprucht werden, in dem die Verrechnungssteuer fällig geworden ist.

:i. Rohertrag. Als solchen weist die Übersicht die Eingänge bei der eidgenössischen Steuerverwaltung, abzüglich der im nämlichen Quartal vollzogenen Rückerstattungen aus, 4. Rückstellungen. Zur Befriedigung beim Bunde noch nicht geltend gemachter Rückerstattungsansprüche wurde in den Jahren 1944--1946 ein Teil des Rohertrages einem Depotkonto überwiesen. Diese Rückstellungen sind aus dem «Bundesanteil» nicht ausgeschieden.

III. Warenumsatzsteuer.

1, Steuer auf inländischen Umsätzen, Über die Steuer auf dem Warenumsatz im Inland haben die Grossisten vierteljährlich mit der eidgenössischen Steuerverwaltung abzurechnen, und zwar innert 80 Tagen nachAblauf eines Kalendervierteljahres. Die Umsatzsteuereingänge eines bestimmten Quartals beziehen sich somit in der Regel auf die Umsätze des Vorquartals.

2. Steuer auf der Einfuhr. Über die Steuer auf der Wareneinfuhr rechnet die eidgenössische Zollverwaltung monatlich mit der eidgenössischen Steuerverwaltung ab. Der Ertrag der bei der Einfuhr erhobenen Warenumsatzsteuer entspricht der steuerbaren Einfuhr im Berichtsquartal,

364

IV. Luxussteuer.

  1. Steuer auf inländischen Lieferungen. Die Luxussteuer auf inländischen Detaillieferungen von Schaumweinen, photographischen Platten und Filmen, Parfümerien und Kosmetika wird durch Verwendung von Luxussteuermarken entrichtet. Der ausgewiesene Steuerertrag entspricht dem Markenverkauf -- nicht Markenverbrauch -- im betreffenden Quartal. Die Steuer auf dem inländischen Umsatz der übrigen Luxuswaren ist vom Pflichtigen innert 30 Tagen nach Ablauf des Kalenderquartals zu überweisen. Die Steuereingänge eines Quartals beziehen sich somit in der Eegel auf die Umsätze des Vorquartals.
  2. Steuer auf der Einfuhr. Über die Luxussteuer auf der Einfuhr rechnet die Zollverwaltung in gleicher Weise ab wie über die Umsatzsteuer (vgl. III, 2).
  3. Ausgleichsteuer.

Die Steuer wird mit Ablauf eines Kalenderjahres fällig, ist aber in vierteljährlichen Abschlagszahlungen zu entrichten. Die Zahlungen sind innert 15 Tagen nach Ablauf eines Kalendervierteljahres in der Höhe von annähernd einem Viertel der mutinasslichen Jahressteuer zu leisten,

VI. Wehrsteuer und Wehropfer.

Jeder Kanton hat bei der Wehrsteuer 70% l ) und beim Wehropfer 90% der bei ihm eingegangenen Steuerbeträge, Bussen und Zinsen der eidgenössischen Staatskasse abzuliefern. Freiwillige Wehropferleistungen gehören im vollen Umfange dem Bund.

Die Kantone liefern den Bundesanteil an den im Laufe eines Monats bei ihnen eingegangenen Beträgen bis Ende des folgenden Monats ab.

Die Übersicht enthält als Bundesanteil die Ablieferungen der Kantone an den Bund. Die Boherträge sind auf Grund dieser Ablieferungen errechnet worden.

VII. Kriegsgewinnsteuer.

Von den eingegangenen Steuerbeträgen werden 20 % einem Fonds für Rück- erstattungen zugewiesen. Von den verbleibenden 80% erhalten die Kantone einen Zehntel.

Die Übersicht enthält als Boherträge die Bruttoeingänge vor Abzug der Einlage in den Rückerstattungsfonds und als Bundesanteil die um die Einlage in den Fonds für Bückerstattungen und um die Kantons anteile gekürzten Steuereingänge,

Eidgenössische Steuerverwaltung.

!) Bei der Wehrsteuer I. Periode 67^ %.

7592

.

'

'

.

Register der schweizerischen Seeschiffe.

Das Tankschiff Léman der Marivins S. A. in Genf ist unter Nr. 17 in das Eegister.der Seeschiffe aufgenommen worden.

Basel, den 21. Oktober 1947.

7592

Eidgenössisches Schiffsregisteramt.

365

Urteil.

Der Einzelrichter des 1. kriegswirtschaftlichen Strafgerichts hat in seiner

Art, 2 und 144 des Bundesratsbeschlusses vom 17. Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Strafrecht und die kriegswirtschaftliche Strafrechtspflege, Art. 49, Abs. 3, Strafgesetzbuch und Art. 8 der Verfügung des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements vom 11. November 1944 über die Kosten des kriegswirtschaftlichen Strafverfahrens, erkannt : 1. Die der Gertrud Schäfer mit Strafmandat Nr. 9577 vom 17. April 1945 auferlegte Busse wird im unbezahlten Betrage von Fr. 10 in l Tag Haft umgewandelt.

2. Kosten werden keine gesprochen.

Es wird verfügt : 1. Dieses Urteil wird der Beschuldigten durch Veröffentlichung im schweizerischen Bundesblatt zur Kenntnis gebracht.

2. Die Beschuldigte wird darauf aufmerksam gemacht, dass das Urteil in Rechtskraft erwächst, wenn es nicht binnen 20 Tagen seit Veröffentlichung durch Appellation angefochten wird.

Bern, den 20. Oktober 1947.

7592

  1. kriegswirtschaftliches Strafgericht, Der Einzelrichter:

&. Peter.

Urteil.

Der Einzelrichter des l. kriegswirtschaftlichen Strafgerichts hat in seiner

erkannt : Josef Ambühl, vorg., wird schuldig erklärt der Widerhandlung gegen Art.6, Abs. 8, der Verfügung des Kriegs-Ernährungs-Amtes vom 20. April 1948 be treffend Herstellung und Verfütterung von Silofutter, vorsätzlich begangen in Balliswil dadurch, dass er 1946 70 ms Silofutter ohne Bewilligung in der

366

Verbotszone herstellte, und er wird in Anwendung von Art. 14 der zitierten Verfügung, Art. 3, 4, 7, 70 und ff. des Bundesratsbeschlusses vom 17. Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Strafrecht und die kriegswirtschaftliche Strafrechtspflege, sowie Art. 5 der Verfügung des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements vom 11. November 1944 über die Kosten des kriegswirtschaftlichen Strafverfahrens verurteilt : 1. zu einer Busse von 2. zu den Verfahrenskosten, bestehend aus: a. einer Spruchgebuhr von b. den übrigen Kosten von Es wird

Fr. 200.-- » 40. -- » 18,40

verfügt :

  1. Dieses Urteil wird dem Beschuldigten durch Veröffentlichung im Bundesblatt zur Kenntnis gebrauht.
  2. Der Beschuldigte wird darauf aufmerksam gemacht, dass das Urteil in Eechtskraft erwächst, wenn es nicht binnen 20 Tagen seit Veröffentlichung durch Appellation angefochten wird.

Bern, den 7. Oktober 1947.

7i9

"

  1. kriegswirtschaftliches Strafgericht.

Der Einzelrichter : O. Peter.

Urteil.

Der unterzeichnete Einzelrichter hat in meineSitzungmg vom 16. Oktober

erkannt : Haft umgewandelt.

2. Dieses Verfahren ist kos tonlos.

3. Das Urteil ist im Dispositiv im Bundesblatt zu publizieren.

Es wird verfügt: Dio Parteien werden darauf aufmerksam gemacht, dass das Urteil in Eechtskraft erwächst, wenn es nicht binnen 20 Tagen durch Appellation angefochten wird. Die Parteien worden ausdrucklich auf die Art. 110 bis 112 des Bundes-

367

ratsbeschlusses vom 17. Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Strafrecht und die kriegs-wirtschaftliche Strafrechtspflege hingewiesen.

Chur, den 16. Oktober 1947.

5. kriegswirtschaftliches Strafgericht, Der Einzelrichter : F. JÖrimann.

7592

Urteil.

Der unterzeichnete Einzelrichter hat in seiner Sitzung vom 18. Oktober

erkannt: in 60 Tage Haft umgewandelt.

2. Dieses Verfahren ist kostenlos.

3. Das Urteil ist im Dispositiv im Bundesblatt zu publizieren.

Es wird verfügt: Die Parteien werden darauf aufmerksam gemacht, dass das Urteil in Eechtskraft erwächst, wenn es nicht binnen 20 Tagen durch Appellation angefochten wird. Die Parteien werden ausdrücklich auf die Art. 110 bis 112 des Bundesrats beschlusses vom 17. Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Strafrecht und die kriegswirtschaftliche Strafrechtspflege hingewiesen.

Chur, den 16. Oktober 1947.

7592

5, kriegswirtschaftliches Strafgericht, Der Einzelrichter: P. Jörimann.

Urteil.

Das 8. kriegswirtschaftliche Strafgericht hat in seiner Sitzung vom 26. September 1947 in Basel in der Strafsache gegen

368

erkannt: vorsätzlichen Widerhandlung gegen verschiedene kriegswirtschaftliche Vorschriften, begangen in verschiedenen Gemeinden, hauptsächlich des Kantons Solothurn sowie der Kantone Bern und Schwyz, vom Frühjahr 1944 bis im März 1945 durch gemeinsamen fortgesetzten widerrechtlichen Bezug von ca..

16 Lebensmittelkarten, 12 Kinderlebensmittelkarten, 4 halben B-Lebensmittelkarten, 1800 Mahlzeitencoupons, l Zusatzlebensmittelkarte, l Zusatzbrotkarte, 11 Zusatzmilchkarten, 9 Seifenkarten, 3 Textilkarten und 4 Einmachzuckerkarten und missbräuchliche Verwendung dieser Rationierungsausweise, teils für die persönlichen Bedürfnisse, teils zu Geschenkzwecken, durch die Beschuldigte Pauline Mehr-Huser, ferner durch Verpfändung einer ganzen Lebensmittelkarte gegen ein Darlehen von Fr. 10, und sie werden in Anwendung der Art. 7, 9, 14, 124--126 und 151 des Bundesratsbeschlusses vom 17, Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Straf recht und die kriegswirtschaftliche Strafrechtspflege in contumaciam

verurteilt
  1. zu je 10 Tagen Gefängnis, 2. zu Bussen von je.

Fr. 50.--- 3. zu den Verfahrenskosten, bestehend aus: a. Spruchgebühren von je » 20.--· b. übrigen Kosten von je » 81.75 4. die Verurteilungen werden in die Strafregister eingetragen; 5. die beim Beschuldigten Georg Mehr beschlagnahmten und dem Kontroll dienst des Kriegs-Ernährungs-Amtes übermittelten Eationierungsausweise werden eingezogen.

Gemäss Art. 126 des Bundesratsbeschlusses vom 17. Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Strafrecht und die kriegswirtschaftliche Strafrechtspflege können die Beurteilten binnen 20 Tagen vom Tage an gerechnet, an dem sie sichere Kenntnis von dem gegen sie gefällten Kontumazurteil erhalten haben, beim 8. kriegswirtschaftlichen Strafgericht das Gesuch um Wiedereinsetzung einreichen.

Basel, den 17. Oktober 1947.

S. kriegswiTtscliaftliches

7592

Strafgericht,

Der Präsident: Dr. Walter Meyer.

369

Urteil.

Der Einzelrichter des 8. kriegswirtschaftlichen Strafgerichts hat in seiner Sitzung vom 15. Oktober 1947 in Luzern in der kriegswirtschaftlichen Straf-

erkannt : 1. Die vom Einzelrichter des 8. kriegswirtschaftlichen Strafgerichts durch Urteil vom 9. Juni 1945 ausgesprochene Busse von Fr. 50 wird in 5 Tage Haft umgewandelt.

2. Im Dispositiv im Bundesblatt zu publizieren.

Die Parteien werden darauf aufmerksam gemacht, dass das Urteil in Rechtskraft erwachst, wenn es nicht binnen 20 Tagen durch Appellation angefochten wird. Die Parteien werden ausdrücklich auf die Art. 110 bis 112 des Bundesratsbeschlusses vom 17. Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Strafrecht und die kriegswirtschaftliche Strafrechtspflege hingewiesen.

L u z e r n , den 21. Oktober 1947.

7592

8. kriegswirtschaftliches Strafgericht, Der Einzelrichter: Dr. H. Körner.

Strafmandat.

haltes.

Das Generalsekretariat des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements hat beim unterzeichneten Einzelrichter den Antrag gestellt, Sie seien wegen Widerhandlung gegen Verfügung Nr. 580 der eidgenössischen Preiskontrollstelle vom 14. August 1941 betreffend Detailreisegeschäfte (Handelsfirmen und Hausierer), die Textilfabrikate verkaufen, begangen in St. Ursanne am 27. November 1946 durch Verkauf von 2 Baumwollplüschteppichen im Hausierhandel für Fr. 580 anstatt höchstens Fr. 491.25 inklusive Warenumsatzsteuer.

zu verurteilen: zu einer Busse von Fr. 15 und den Verfahrenskosten.

Der Siebter eröffnet Ihnen nach Prüfung dieses Antrages und der Akten in Anwendung der Art. 96 bis 100 des Bundesratsbeschlusses vom 17. Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Strafrecht und die kriegswirtschaftliche Strafrechtspflege und der Verfugung des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements vom 11. November 1944 Über die Kosten des kriegswirtschaftlichen Strafverfahrens folgendes

370

urteil: Sie werden verurteilt zu: 1. einer Busse von Fr. 15.-- 2. den Kosten, bestehend aus a. Spruchgebühr » 5.-b. übrige Kosten » 1.-- 3. zur Bezahlung des unrechtmässigen Vermögensvorteils von Fr. 38,75 an den Bund.

Dieses Urteil wird rechtskräftig, wenn nicht innerhalb der Frist von 10 Tagen seit Veröffentlichung beim unterzeichneten Eichter dagegen Einspruch erhoben wird. Stillschweigen gilt als Annahme des Urteils.

Ein allfälliger Einspruch ist schriftlich zu begründen, zu datieren und zu unterschreiben. Er ist als solcher zu bezeichnen. Es genügt nicht, wenn Sie in einem anfälligen Schreiben an den unterzeichneten Einzelrichter Gründe zu Ihrer Entlastung vorbringen, ohne gleichzeitig deutlich zu sagen: «Ich erhebe gegen das Strafmandat Einspruch.» Bern, den 10. September 1947.

  1. kriegswirtschaftliches Strafgericht, Der Einzelrichter: 0. Peter.

7692

Ediktalladung.

(Aargau), Drogist, zurzeit vermutlich in Kriegsgefangenschaft in Znojmo vormittags 09.00 Uhr, persönlich vor dem Divisionsgericht 5, Bäumleingasse l, Basel, zu erscheinen, um sich gegen die vom Auditor erhobene Anklage wegen fremden Militärdienstes zu verantworten, ansonst auf Grund der Akten entschieden wird, Basel, den 15. Oktober 1947.

7892

Divisionsgericht 5, i.A. Der Gerichtsschreiber: Oblt. M. Oetterli.

Ediktalladungen.

371

Fremdenlegion, -werden aufgefordert, am Samstag, dem 1. November 1947, vormittags 9 Uhr persönlich vor dem Divisionsgericht 5, Obergerichtsgebäude, Aar au, zu erscheinen, um sich gegen die vom Auditor erhobene Anklage wegen fremden Militärdienstes zu verantworten, ansonst auf Grund der Akten entschieden wird.

Basel, den 20. Oktober 1947.

Divisionsgericht 5, i.A. Der Gerichtsschreiber: Oblt. M. Oetterli.

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Öffentliche Vorladung.

bekannten Aufenthaltes, wird aufgefordert, am Mittwoch, dem 29. Oktober 1947, 15 Uhr, vor dem 2. kriegswirtschaftlichen Strafgericht, im kantonalen Gerichtsgebäude, Hirschengraben 15, Zürich l, zu erscheinen, um sich gegen den seitens des Generalsekretariats des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements gestellten Antrag betreffend kriegswirtschaftliche Widerhandlung zu verteidigen, ansonst auf Grundlage der Akten entschieden würde.

Zürich, den 18. Oktober 1947.

751)2

2. kriegswirtschaftliches Strafgericht, Der Präsident: Dr. Heusser.

Umwandlungsantrag.

In Ihrer kriegswirtschaftlichen Strafsache Ko 4052 stellt das Generalsekretariat des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements fest, dass Sie die Busse von Fr. 60 bis heute noch nicht entrichtet haben.

Gestutzt auf Art. 2 und 144 des Bundesratsbeschlusses vorn 17. Oktober 1944 über das kriegswirtschaftliche Strafrecht und die kriegswirtschaftliche Strafrechtspflege stellt daher das Generalsekretariat des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements den Antrag, es sei die nicht bezahlte Busse von Fr. 60 in 6 Tage Haft umzuwandeln.

372 Sie werden hiermit aufgefordert, Ihre Einwendungen gegen diesen Antrag binnen 10 Tagen beim unterzeichneten Einzelrichter schriftlich geltend zu machen.

Luzern, den 18. Oktober 1947.

8. kriegwirtschaftliches Strafgericht, Der Vizepräsident: Dr. H. Körner.

7502

Verfügung.

Widerruf des bedingten Strafvollzuges (Urteil des 1. kriegswirtschaftlichen Strafgerichts vom 14. Dezember 1946).

  1. Termin zur Hauptverhandlung wird angesetzt auf Samstag, den 22. November 1947,09.00 Uhr im Obergerichtsgebäude in Luzern, wovon der Beschuldigten hiermit Kenntnis gegeben wird.
  2. Es steht der Beschuldigten frei, am Termin zu erscheinen oder vorher schriftlich zum Antrag des Generalsekretariates des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes Stellung zu nehmen.

Bern, den 14. Oktober 1947.

7. kriegswirtschaftliches Strafgericht, Der Präsident: 0. Peter.

7592

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Wettbewerb- und Stellenausschreibungen, sowie Anzeigen.

Neue Ausgabe der Bundesverfassung.

Die unterzeichnete Verwaltung hat eine neue Ausgabe der Bundesverfassung mit den bis zum 1. Mai 1946 erfolgten Abänderungen herausgegeben. Sie enthält überdies einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Verfassungsrechts seit dem Bundesvertrag sowie ein Sachregister.

Der Preis des Heftes beträgt 70 Rappen, zuzüglich 10 Rappen Porto ; bei Bezug gegen Nachnahme Fr, --. 95.

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23.10.1947

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357-372

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