666

# S T #

Bekanntmachungen der Departemente undAbteilungen

Vernehmlassungsverfahren Justiz- und Polizeidepartement 2. Vorentwurf zu einem Bundesgesetz betreffend das Urheberrecht und Ratifizierung zweier Abkommen Vernehmlassungsfristbis I.Juli 1975 Finanz- und Zolldepartement Vorentwurf zu einem Bundesgesetz über Mass und Gewicht Vernehmlassungsfrist bis 31. Dezember 1974 Bern, den 23. September 1974 Bundeskanzlei

667

Zulassung von Elektrizitats-Verbrauchsmessersystemen zur amtlichen Priifung Auf Grund des Artikels 25 des Bundesgesetzes vom 24. Juni 1909 iiber Mass und Gewicht und nach Artikel 16 der Vollziehungsverordnung vom 23. Juni 1933 betreffend die amtliche Prufung von Elektrizitatsverbrauchsmessern hat die Eidgenossische Mass- und Gewichtskommission die nachstehenden Verbrauchsmessersysteme zur amtlichen Prufung zugelassen und ihnen die folgenden Systemzeichen erteilt.

Fabrikant: Zusatz zu

Landis & GyrAG, Zug Induktions-Wirkverbrauch-Messwandlerzahler mit 3 messenden Systemen fur Drehstrom-Vierleiteranlagen Type: ML361 Nennspanmmgen: 3 x -/57,7V ... 3 x 220/380V Nennstrome (Grenzstrome): ML361-0,2(1,2) /1A ML361-0,35(2) /1(2)A ML361-1 (6) 5A ML361-1.7(10) 5(10)A ML361-2(12) '10A Nennfrequenz: 50 Hz Priifspannung: 2000 V

Fabrikant: Zusatz zu

Landis & Gyr AG, Zug Induktions-Blindverbrauch-Messwandlerzahler mit 3 messenden Systemen fur Drehstrom-Vierleiteranlagen ML361plhType: Nennspanmmgen: 3x-/57,7V...3x220/380V Nennstrome (Grenzstrome): ML361plh-0,2(l,2) /1A ML361plh-0,35(2) /1(2)A ML361plh-l(6) /5A ML361 1h-l,7(10) /5(10)A ML361 1h-2(12) /10A Nennfrequenz: 50 Hz Priifspannung: 2000V

1974-588

668

Fabrikant · Zusatz zu

Lundis &Gyr AG, Zug Induktions-Wirkverbrauch-Messwandlerzähler mit 2 messenden Systemen für Drehstrom-Dreileiteranlagen Type: FL361Nennspannungen : 3 x -/100V ... 3 x 380V Nennströme (Grenzströme) : FL361-0,2(1,2) /l A FL361-0,35(2) /1(2)A FL361-1(6) /5A FL361-1,7(10) /5(10)A FL361-2(12) /10A Nennfrequenz : 50 Hz Prüfspannung: 2000V

Fabrikant: Zusatz zu

Landis & Gyr AG, Zug Induktions-Blindverbrauch-Messwandlerzähler mit 2 messenden Systemen für Drehstrom-Dreileiteranlagen Type: FL361plh3x-/100V...3x380V Nennspannungen : Nennströme (Grenzströme) : FL361 1h-0,2(l,2) /1A FL361<»lh-0,35(2) /1(2)A /5A FL361plh-l(6) /5(10)A FL361plh-l,7(10) /10A FL361plh-2(12) 50 Hz Nennfrequenz: 2000V Prüfspannung:

Wabern, den 12. August 1974 Der Präsident der Eidgenössischen Mass- und Gewichtskommission : R. Zwicky 379J

669

A.

B.

C.

Hotelfachassistentin Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für den Beruf der Hotelfachassistentin Normallehrplan für die Berufsklassen der Hotelfachassistentinnen Reglement über die Durchführung interkantonaler Fachkurse für Hotelfachassistentinnen-Lehrtochter

A

Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für den Beruf der Hotelfachassistentin (Vom 8. März 1974)

Das Eidgenössische

Volkswirtschaftsdepartement,

gestützt auf die Artikel 11 Absatz l, 28 Absatz 2 und 32 Absatz l des Bundesgesetzes vom 20. September 1963 über die Berufsbildung (in der Folge Gesetz genannt) und die Artikel 12und 21 Absatz l der zugehörigen Verordnung vom 30. März 1965, verordnet.

l

Ausbildung

11 Lehrverhältnis Art. l

Berufsbezeichnung und Dauer der Lehre 1

Die Berufsbezeichnung lautet Hotelfachassistentin.

Die Hotelfachassistentin befasst sich mit der Organisation aller hauswirtschaftlichen Arbeiten in einem gastgewerblichen Betrieb. Sie trägt die Verantwortung für die Instruktion und den Einsatz von Hilfspersonal sowie für die fachgerechte Anordnung, Durchführung und Kontrolle von Arbeitsprozessen in der hauswirtschaftlichen Abteilung.

3 Die Lehre dauert zwei Jahre. Um Störungen im Unterricht der Berufsschule zu vermeiden, ist der Antritt der Lehre nach Möglichkeit auf den Beginn des Schuljahres anzusetzen.

4 Der Antritt der Lehre wird vom vollendeten 16. Altersjahr an bewilligt.

2

1974-434

670

Art. 2 Anforderungen an die Lehrbetriebe « ! Lehrtöchter dürfen nur in gastgewerblichen Betrieben ausgebildet werden, die über entsprechende Räumlichkeiten und Einrichtungen verfügen und in der Lage sind, das gesamte Lehrprogramm zu vermitteln.

2 Saisonbetriebe, welche während des Jahres nur eine Saison geöffnet sind, dürfen Lehrtöchter ausbilden, sofern sie gleichzeitig für eine zweite Lehrstelle sorgen, in welcher die Lehrtochter die Lehre fortsetzen kann. Die praktische Ausbildung in beiden Betrieben zusammen muss jährlich mindestens 40 Wochen betragen. Der Lehrvertrag ist von beiden Lehrmeistern vor Beginn der Lehre zu unterzeichnen. Die Zeitabschnitte, in denen die Lehrtochter im einen oder anderen Betrieb arbeitet, müssen im Lehrvertrag festgesetzt sein. Beide Lehrmeister sind für die fachgemässe Ausbildung verantwortlich.

3 Die Eignung eines Lehrbetriebes wird durch die zuständige kantonale Behörde festgelegt. Sie kann die Abteilung für Berufsbildung des Schweizer Hotelier-Vereins beiziehen. Vorbehalten bleiben die allgemeinen Voraussetzungen für die Annahme von Lehrlingen nach Artikel 9 des Gesetzes.

Art. 3 Höchstzahl der Lehrtöchter In einem Betrieb dürfen jeweils ausgebildet werden : 1 Lehrtochter, wenn der Betriebsleiter die Ausbildung der Lehrtochter persönlich leitet und keine Abteilungsleiterin (Gouvernante) beschäftigt; 2 Lehrtöchter, wenn der Betriebsleiter eine Abteilungsleiterin (Gouvernante) beschäftigt ; 3 Lehrtöchter, wenn der Betriebsleiter zwei Abteilungsleiterinnen (Gouvernanten) beschäftigt.

Mehr als drei Lehrtöchter dürfen gleichzeitig je Betrieb nicht ausgebildet werden.

12

Lehrprogramm für die Ausbildung im Betneb

Art. 4 Allgemeine Richtlinien 1 Die Lehrtochter ist von Anfang an planmässig in den Beruf einzuführen und nur zu fachlichen Arbeiten heranzuziehen. Sie ist über die Art und den Umfang der hauswirtschaftlichen Abteilung, über die bei den verschiedenen Arbeiten auftretenden Unfallgefahren sowie über die Betriebshygiene aufzuklären.

2 Die Lehrtochter ist zu Ordnung, Sorgfalt, Reinlichkeit, Verschwiegenheit und Gewissenhaftigkeit sowie zu Anstand gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Gästen zu erziehen.

671 3

Die in den Artikeln 5 und 6 aufgeführten Arbeiten und Berufskenntnisse bilden die Grundlage für die systematische Ausbildung. Die Verteilung der verschiedenen Arbeiten auf die beiden Lehrjahre richtet sich, unter Berücksichtigung einer stufenweisen Entwicklung, nach den Arbeitsverhältnissen des Lehrbetriebes.

4 Die Lehrtochter hat ein Arbeitstagebuch zu führen, das vom Lehrmeister jeden Monat zu kontrollieren ist. D Es ist an der Lehrabschlussprüfung vorzuweisen.

5 Über die Leistungen der Lehrtochter hat der Lehrmeister ein von der schweizerischen Fachkommission für das Gastgewerbe herausgegebenes Leistungsheft zu führen, das dem gesetzlichen Vertreter der Lehrtochter alle sechs Monate zur Unterschrift vorzulegen ist.

Art. 5 Praktische Arbeiten Die Ausbildung hat auf Grund eines Ausbildungsprogrammes mit Zeitplan zu erfolgen. Es hat die nachstehenden Arbeitsgebiete zu erfassen und ist im Sinne einer Wegleitung zu verstehen. i> Diese Unterlagen sowie das Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung sind der Lehrtochter zu Beginn der Lehre auszuhändigen.

Zimmer- und Etagendienst - Herrichten der Gästezimmer bei der Ankunft, während des Aufenthaltes und bei der Abreise der Gäste - Saison-Schlussreinigung (Pflegen von Böden, Fenstern, Möbeln, Teppichen, Vorhängen, sanitären Anlagen usw.)

Trockner,

D Musterblätter für die Führung des Arbeitstagebuches und das Ausbildungsprogramm mit Zeitplan können bei der Schweizerischen Fachkommission für das Gastgewerbe bezogen werden.

672

Vorratsräume - Annehmen und Ausgeben der Lebensmittel, Putzmaterialien, Wäsche und Verbrauchsmaterialien - Kontrollieren der Waren im Hinblick auf Qualität und Quantität - Überwachen der Waren im Hinblick auf auftretende Schäden - wirtschaftliches Führen der Vorratsräume - Mithelfen beim Einkauf Kaffeeküche - Zubereiten von Kaffee, Tee, verschiedenen anderen Frühstücksgetränken und kleinen Gerichten - Zubereiten des Frühstücks - Bedienen und Unterhalten der Maschinen und Apparate (Kaffeemaschine, Milchsieder, Butterrollmaschine, Toaster, Eierkocher usw.)

Office/'Pass (Nahtstellenbereich Küche/Service) - Herrichten der Mise-en-place für den Service (Geschirr, Besteck, Platten) - Bedienen und Unterhalten der Apparate und Maschinen (Abwaschmaschinen, Warmhaltezellen usw.)

673

Betriebsorganisation - Erstellen von Dienst- und Arbeitseinsatzplänen - Erstellen von Rapporten und Meldungen Art. 6

Berufskenntnisse In Verbindung mit den Berufsarbeiten hat der Lehrbetrieb der Lehrtochter folgende Berufskenntnisse zu vermitteln: - über die Organisation des gastgewerblichen Betriebes im allgemeinen, besonders über die hauswirtschaftliche Abteilung orientieren - über die Berufshygiene aufklären - Massnahmen zur Verhütung von Unfällen und Gesundheitsschädigungen an Beispielen zeigen - über die zu ver« endenden Reinigungsmittel für Wand- und Bodenbeläge unterrichten - Zweck und Funktionsweise der Reinigungsapparate sowie der Ruf- und Suchanlagen erklären - Merkmale und Eigenschaften der gebräuchlichsten Textilien und Waschmittel erklären - Organisation der Warenlager erklären - Kenntnisse über Herkunft. Merkmale. Eigenschaften der gebräuchlichsten Lebensrnittel, Putzmatenalien und Verbrauchsmaterialien vermitteln - Funktionsweise der vorkommenden Maschinen und Apparate erklären - Kenntnisse der im Betrieb üblichen Menügerippe und Speisenfolgen vermitteln - mit Kontroll- und Bonsystemen vertraut machen - über Ausschankmasse und Gläserarten unterrichten - Zweck und Funktionsweise der Registrierkasse erklären - elementare Regeln der Servicekunde vermitteln - elementarste Grundsätze der Personalführung und Betreuung auf unterer Stufe vermitteln - Kenntnisse über das Rapport- und Meldewesen der hauswirtschaftlichen Abteilung vermitteln

2

Lehrabschlussprüfung 21 Durchführung

Art. 7 Allgemeines 1

Durch die Lehrabschlussprüfung soll festgestellt werden, ob die Lehrtochter die zur Ausübung ihres Berufes nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse besitzt.

674 2

Die Prüfung wird von den Kantonen durchgeführt. Sie umfasst: a. Prüfung in den berufskundlichen Fächern (praktische Arbeiten und Berufskenntnisse) b. Prüfung in den allgemeinbildenden Fächern.

3 Die Artikel 8-13 beziehen sich ausschliesslich auf die Prüfung in den berufskundlichen Fächern.

Art. 8 Organisation der Prüfung 1

Die Prüfung ist in einem Schulhotel oder in einem geeigneten Betrieb durchzuführen und in allen Teilen sorgfältig vorzubereiten.

2 Die Unterlagen für die Prüfungsarbeiten sind der Lehrtochter erst bei Beginn der Prüfung abzugeben und, soweit nötig, zu erklären.

Art. 9

Experten 1

Für jede Prüfung sind genügend Fachleute als Experten zu ernennen. Sie haben bei sich bietender Gelegenheit Expertenkurse zu besuchen.

2 Die Ausführung der praktischen Arbeiten ist von zwei Experten gewissenhaft zu überwachen. Sie haben während der Prüfung die notwendigen Aufzeichnungen über ihre Beobachtungen zu machen.

3 Die Beurteilung der ausgeführten praktischen und schriftlichen Arbeiten sowie die Abnahme der Prüfung in den Berufskenntnissen (mündlich) hat stets durch zwei Experten zu erfolgen.

4 Die Experten haben die Lehrtochter in ruhiger und wohlwollender Weise zu behandeln. Allfällige Bemerkungen sind sachlich anzubringen.

Art. 10

Prüfungsdauer

,

Die Prüfung in den berufskundlichen Fächern dauert l !/2 Tage.

Davon entfallen auf: a. die praktischen Arbeiten ungefähr 7 Y2 Stunden b. die Berufskenntnisse ungefähr 4 Stunden 22

Prüfungsstoff Art. 11

Praktische Arbeiten Jede Lehrtochter hat nach Angaben der Experten die nachstehend aufgeführten Arbeiten auszuführen :

675

Zimmer- und Etagendienst (rd. l !/2 Stunden) - Vorbereiten des Zimmers für die Ankunft eines Gastes Wäscherei!Lingerìe (rd. 1 1 A Stunden) - Abwickeln eines Waschprozesses mit der Waschmaschine - Bedienen der Mange - Bügeln eines Herrenhemdes oder einer Kellnerjacke Vorratsräume (rd. 1A Stunde) - Herausgeben von Waren auf Grund einer schriftlichen Bestellung und Verbuchen in der Warenkontrolle Kaffeeküche (rd. /2 Stunde) - Herstellen einfacher Getränke und kleiner Speisen, wie z.B. Frühstück, Fruchtsäfte, Birchermus, Eierspeisen - Herrichten von Käseplatten, Fruchtkorb usw.

Office/Pass (rd. % Stunde) -- Handhaben der Abwaschmaschine - Speisenausgabe, Bonkontrolle Büffet (rd. J/2 Stunde) - Mise-en-place am Büffet, Bonkontrolle, Bedienen der Registrierkasse - Ausgabe von verschiedenen Getränken Instruktionspraxis (rd. 1 1 A Stunden) - Organisation und Durchführung von Arbeitsabläufen in Vorgesetztenfunktion in den Bereichen Zimmer- und Etagendienst, Wäscherei/Lingerie, Vorratsräume, Kaffeeküche, Office/Pass, Büffet Betriebsorganisation (rd. l Stunde) - Erstellen von Dienst- und Arbeitseinsatzplänen nach Angaben - Erstellen von Rapporten und Meldungen nach Angaben

Art. 12 Berufskenntnisse Die Prüfung in den Berufskenntnissen wird mündlich und schriftlich durchgeführt. Sie erstreckt sich auf folgende Gebiete, die auch den in der Schule vermittelten Stoff umfassen :

676

Allgemeine Fachkenntnisse (mündlich rd. 3/4 Stunde) - Organisation des Hotelbetriebes allgemein und der hauswirtschaftlichen Abteilung im besonderen - Berufshygiene - Massnahmen zur Verhütung von Unfällen und Gesundheitsschädigungen Zimmerdienst l Wäscherei! Lingerie! Vorratsräume l Büffet l Office l Passf Kaffeeküche (mündlich rd. l Stunde) - Kenntnisse über die wesentlichsten Einrichtungen und Installationen sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe in den verschiedenen Bereichen Material- und Warenkenntnisse /Lagerhaltung (schriftlich rd. l % Stunden) - Merkmale, Eigenschaften und Verwendung von Reinigungs-, Wasch- und Putzmitteln. Pflege von Wand- und Bodenbelägen, Textilien, Glas, Porzellan, Metall, Kunststoffen - Lagerhaltung (Lagerung, Ausgabe, Kontrolle der gebräuchlichsten Spezereien> Konserven, Früchte, Gemüse, Milchprodukte) - Wichtigste Bestimmungen der Lebensmittelgesetzgebung Instruktionsmethodik (mündlich und schriftlich rd. l Stunde) - Grundsätze der Einführung und Anlernung (mündlich) - Erstellen von Checklisten für Mise-en-place, Arbeitsabläufe und Kontrollen (schriftlich)

23

Beurteilung und Notengebung Art. 13

Beurteilung 1

Die praktischen Arbeiten werden in den nachstehenden Positionen bewertet: Pos. l Zimmer- und Etagendienst Pos. 2 Wäscherei/Lingerie Pos. 3 Vorratsräume Pos. 4 Kaffeeküche Pos. 5 Office, Pass, Büffet Pos. 6 Instruktionspraxis/Betriebsorganisation - Die Berufskenntnisse werden in den nachstehenden Positionen bewertet : Pos. l allgemeine Fachkenntnisse/Instruktionsmethodik Pos. 2 Zimmerdienst/Wäscherei/Lingerie/Vorratsräume/Buffet/Office/Pass/Kaffeeküche Pos. 3 Material- und Warenkenntnisse/Lagerhaltung

677 3

Fur die Bewertung der praktischen Arbeiten sind sämtliche vorkommen den Arbeitstechniken ihrem Schwierigkeitsgrad entsprechend zu berücksichtigen Massgebend sind fachgemasse, saubere und genaue Ausführung Arbeitseinteilung, Handfertigkeit und Arbeitsmenge bzw aufgewendete Arbeitszeit Für jede Position ist jeweils nur eine Note einzusetzen 'Werden zur Ermittlung einer Positionsnote für die praktischen Arbeiten und für die Berufskenntnisse Teilnoten verwendet, so darf die Positionsnote nicht einfach als arithmetisches Mittel aus den Teilnoten errechnet werden Sie ist vielmehr unter Berücksichtigung dieser Teilnoten und Beachtung ihrer Wichtigkeit im Rahmen der Prufungsposition zu schätzen und nach Artikel 14 zu erteilen Art 14

Aotengebung 1

Die Experten haben m jeder Prufungsposition die Leistungen wie folgt zu beurteilen und die entsprechenden Noten zu geben D Eigenschaften der Leistungen

Beurteilung

Note

Qualitativ und quantitativ vorzuglich ausgezeichnet 6 Annähernd richtig und vollständig v erdient aber die höchste Auszeichnung nicht sehr gut 5,5 Zweckentsprechend mit nur geringfügigen Fehlern gut 5 Befriedigend, aber gewichtigere Fehler und kleine Lücken aufweisend ziemlich gut 4,5 Den Mindestanforderungen die an eine gelernte Hotelfachassistentm zu stellen sind, noch knapp entsprechend genügend 4 Den Mindestanforderungen die an eine gelernte Hotelfachassistentm zu stellen sind, nicht mehr entsprechend ungenügend 3 Grobe Fehler aufweisend und unvollständig sehr schwach 2 Wertlos oder nicht aufgeführt unbrauchbar l Andere Zwischennoten als 4 5 und 5,5 sind nicht zulassig 2 Die Note in den praktischen Arbeiten und den Berufskenntnissen wird je als Mittelwert aus den Noten der einzelnen Prufungspositionen bestimmt und auf eine Dezimalstelle, ohne Berücksichtigung eines Restes, berechnet 3 Auf Ein« endungen der Lehrtochter, sie sei in grundlegende Arbeiten nicht eingeführt worden, darf keine Rucksicht genommen werden Ihre Angaben sind jedoch im Expertenbericht (Art ISAbs 4) zu vermerken

  1. Formulare für die Eintragung der Noten können bei der Schweizerischen Fachkom mission fur das Gastgewerbe unentgeltlich bezogen werden

678

Art. 15 Prüfungsergebnis 1

Das Ergebnis der Prüfung wird in einer Gesamtnote ausgedrückt. Sie wird aus den folgenden drei Noten ermittelt, wobei die Note der praktischen Arbeiten doppelt zu rechnen ist : - Mittelnote in den praktischen Arbeiten (zählt doppelt) - Mittelnote in den Berufskenntnissen - Mittelnote in den allgemeinbildenden Fächern 2 Die Gesamtnote ist das Mittel aus diesen Noten (% der Notensumme). Sie ist auf eine Dezimalstelle, ohne Berücksichtigung eines Restes, zu berechnen.

3 Die Prüfung gilt als bestanden, wenn weder die Mittelnote in den praktischen Arbeiten, noch die Gesamtnote den Wert 4,0 unterschreiten.

4 Zeigen sich bei der Prüfung Mängel in der beruflichen Ausbildung, so haben die Experten genaue Angaben über ihre Feststellungen in das Notenformular einzutragen.

5 Das ausgefüllte Notenformular ist nach der Prüfung unverzüglich der zuständigen kantonalen Behörde zuzustellen.

Art. 16 Fähigkeitszeugnis Wer die Lehrabschlussprüfung bestanden hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis. Seine Inhaberin ist berechtigt, die gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung «gelernte Hotelfachassistentin» zu führen.

3

Inkrafttreten Art. 17

Dieses Reglement tritt am 1. Mai 1974 in Kraft.

Bern, den 8. März 1974 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement : Brugger 3768

679

Normallehrplan fur die Berufsklassen der Hotelfachassistentinnen (Vom 27. Februar 1974)

Das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, gestützt auf Artikel 21 Absatz 3 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom 20. September 1963, verordnet:

l -

Pflichtfächer

Berufskunde Rechnen Fremdsprache Deutsch Geschäftskunde Staats- und Wirtschaftskunde Turnen und Sport

2

Freifächer

Die Lehrtochter kann ausserhalb des Pflichtunterrichts Freifâcher belegen.

Als solche sind denkbar : - eine zweite Fremdsprache - Maschinenschreiben

3

Unterrichtsplan

Die jährliche Lektionenzahl für den Unterricht an den Berufsklassen wird auf 400 festgesetzt. Für die 2jährige Lehre beträgt somit die Unterrichtszeit 800 Lektionen. Sie darf ohne Zustimmung des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit weder über- noch unterschritten werden.

Eine Lektion dauert 45 Minuten. Ein Schultag darf, Inbegriffen Turnen und Sport, nicht mehr als zehn Lektionen Pflichtunterricht umfassen.

680

Dem obligatorischen Turn- und Sportunterricht ist nach einer Einführungsphase die Zeit von zwei aufeinanderfolgenden Lektionen im Ganztagesunterricht einzuräumen. In dieser Unterrichtszeit ist der Weg zur Turn- und Sporteinrichtung und zurück zur Schule sowie die Zeit für das Umkleiden und Duschen Inbegriffen. Solange der Turn- und Sportunterricht wegen fehlender Einrichtung ausfallt, ist der Unterricht für die Pflichtfächer während wöchentlich acht Stunden zu erteilen.

Die 800 Lektionen verteilen sich wie folgt auf die Pflichtfächer : Berufskunde 240 Lektionen Rechnen 80 Lektionen Fremdsprache 120 Lektionen Deutsch 80 Lektionen Geschäftskunde 80 Lektionen Staats- und Wirtschaftskunde 40 Lektionen Turnen und Sport 160 Lektionen Total 800 Lektionen Die Lektionenzahl für die einzelnen Fächer ist verbindlich. Die Gesamtlektionenzahl kann auf die beiden Lehrjahre wie folgt verteilt werden:

Berufskunde Rechnen Fremdsprache Deutsch Geschäftskunde Staats- und Wirtschaftskunde Turnen und Sport Total

4

l l ehrjahr

? Lehrjahr

lolal l eklionen

120 40 60 40 40 20 80 400

120 40 60 40 40 20 80 400

240 80 120 80 80 40 160 800

Organisation der Berufsklassen

Die Bildung von Berufsklassen hat nach Lehrjahren gegliedert zu erfolgen.

Es dürfen keine Sammelklassen beider Lehrjahre oder mit anderen Berufen gemischte Klassen gebildet werden.

5

Lehrstoff

51 Allgemeine Hinweise Die in den folgenden Abschnitten umrissenen Lernziele und Lerninhalte dienen als Grundlage für die Ausarbeitung der Programme der Berufsschule.

Diese Erarbeitung der Lehrstoffpläne und der Feinziele der Schule ist in Verbindung mit der Berufspraxis vorzunehmen.

681

Die nachstehenden Lehrplane dei einzelnen Fächer geben eine Übersicht über die zu erreichenden Mmdestziele Methodische Überlegungen können möglicherweise zu einer ändern Reihenfolge der Themen fuhren Zur üblichen inhaltlichen Umschreibung heikommhcher Stoffplane tritt m den vorliegenden Lehrplanen eine Beschreibung des \ erlangten Endverhaltens der Lehrtochter hinzu Aus praktischen Gründen wird die sich stets wiederholende Wendung «Die Lehrtochter muss am Schluss des Unterrichts können» weggelassen Es ist zu beachten, dass die so formulierten Lernziele unter Umstanden m ihrer Endverhaltensbeschreibung verschiedenen Anspruchshohen entsprechen (beachten Sie z B die Unterschiede zwischen nachschlagen, aufzahlen und erklären können) Angesichts der verhaltmsmassig kurzen Unterrichtszeit die für jedes Fach zur Verfugung steht, ist eine Beschrankung auf das Wesentliche notwendig Bloss Wunschbares aber nicht unbedingt Notwendiges ist v, egzulassen Der Unterricht ist möglichst fassbar und praxisnah zu vermitteln Der reine Fachvortrag hat m dei Regel einen geringen Bildungseffekt, die Lehrtochter muss durch aktive Mitarbeit in ihrem Interesse und ihrer Berufsfreude gefordert werden Der Untenicht ist somit durch Einsatz visueller Unternchtshdten und mittels Demonstrationen, Besichtigungen und Versuchen möglichst anschaulich zu erteilen Die praktische Ausbildung ist grundsatzlich Autgabe des Lehrbetriebes Die Organisation und Durchfuhiung allfalhger Einfuhrungskurse nach Artikel 6 des Bundesgeset/es über die Berufsbildung zwecks Aneignung grundlegender Fertigkeiten sind deshalb Sache der Berufsverbande und der Lehrbetriebe 52

Berufskunde (240 Lektionen) Richtziele

Die Lehrtochter soll durch den Unterricht in Berufskunde - einen Gesamtüberblick über die vorkommenden Aufgaben und Tätigkeiten im Hauswirtschaftsbereich erhalten - mit allen gelaufigen Materialien, Hilfsmitteln Maschinen und Einrichtungen vertraut werden und ihre Anwendung und Gefahren kennen, - mit den Grundsätzen der Personalfuhrung und deren Anwendung von einfachen Fuhrungshilfsmitteln veitraiit werden - befah'gt werden, die Funktionen der Abteüungsleiterm Hauswirtschaft kurzfristig zu übernehmen Lerninhalte und Informationsziele Service (rd 5 Lektionen) das einfache Tischdecken und die gebräuchlichsten Servicearten und -regeln beschreiben

682

Pass (rd. 5 Lektionen) - die Mise-en-place, den Arbeitsablauf und die Kontrollaufgaben der Speisenausgabe erklären Office (rd. 5 Lektionen) - den Arbeitsablauf und die Überwachung der Aufgaben im Office erläutern Büffet (rd. 20 Lektionen) - die Mise-en-place auswendig aufzählen - die Lagerung, den Ausschank und die Masse der verschiedenen Getränke beschreiben - die gebräuchlichsten Bon- und Kontrollsysteme unterscheiden Blumen und Pflanzen (rd. 5 Lektionen) - die Pflege der herkömmlichen Zimmerpflanzen beschreiben - das Herrichten der Tisch- und allgemeinen Blumendekorationen erläutern Etage (rd. 25 Lektionen) - die auf der Etage vorkommenden Arbeitsabläufe erklären : - tägliche Aufgaben - Aufgaben bei Saisonbeginn - Aufgaben bei Saisonschluss - Meldewesen an die Reception - die Funktion der Ruf- und Suchanlage erklären Lingerie und Wäscherei (rd. 25 Lektionen) - die Waschprozesse für die im gastgewerblichen Betrieb vorkommenden Wäschearten darstellen - den Arbeitsablauf der Wäschepflege beschreiben : - Waschen - Trocknen - Mangen - Bügeln - Flicken von kleinen Schäden - Sortieren und Lagern - die allgemeinen Regeln der Kleiderpflege aufzählen Economat (rd. 20 Lektionen) - den Warenein- und -ausgang erklären - die Regeln der Warenlagerung darstellen - die einschlägigen Vorschriften des Bundesgesetzes über den Verkehr mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen (LMG) auswendig hersagen

683

Kaffeeküche (là. 15 Lektionen) - die Zusammensetzung, das Herrichten und den Service der gebräuchlichsten Frühstücksgerichte und -getränke erklären Warenkunde (rd. 25 Lektionen) - die Herkunft, Merkmale, Eigenschaften und Lagerung der gebräuchlichsten Spezereien, Konserven, Früchte, Gemüse und Milchprodukte aufzählen Getränkekunde (rd. 20 Lektionen) - die Herkunft und Verwendung der verschiedenen Getränkearten unterscheiden Anlernung und Führung von Hilfskräften (rd. 35 Lektionen) - die Bedeutung der Chefpersönlichkeit im Hinblick auf eine gerechte und wohlwollende Mitarbeiterführung darstellen - die Herkunft, die spezifisch psychischen Gegebenheiten und die sich daraus ergebende Behandlung von - ausländischen Mitarbeitern - alternden Mitarbeitern beschreiben - die Aufstellung und Verwendung von folgenden Führungshilfsmitteln erklären: - Arbeits- und Freizeiteinteilungen - Kontrollchecklisten : - Vollständigkeitskontrollen - Arbeitsausführungskontrollen - Pflichtenhefte - Einführungsprogramme für neueintretende Mitarbeiter - Arbeitsablauf-Beschreibungen - allgemeine Checklisten: - Materialbestellungen (Lebensmittel/Reinigungsmaterialien) - Wäscheinventar - Inventar der verschiedenen Economats - die Bedeutung der innerbetrieblichen Information und den Aufbau eines zweckmässigen Informationssystems darstellen - die notwendigen Massnahmen im Zusammenhang mit dem Neueintritt eines Mitarbeiters aufzählen, gegliedert nach : - Vorbereitung der Einführung - Empfang - Einführung in den Betrieb - Anlernung an die Arbeit Betriebsstruktur und Organisation (rd, 5 Lektionen) - die verschiedenen Betriebsstrukturen im schweizerischen Gastgewerbe unterscheiden

684

53

Rechnen (80 Lektionen) Richtziele

Die Lehrtochter soll in Ergänzung zum Unterricht in Berufskunde neben den Grundoperationen : - einfache Preisberechnungen durchführen können, - statistische Aufstellungen über Küchenergebnisse, Kellerergebnisse, Wäscheverbrauch usw. darstellen können.

Lerninhalte und Informationsziele

-

einfache Verkaufspreisberechnungen durchführen Lieferantenrechnungen auf die rechnerische Richtigkeit prüfen Gästerechnungen führen und abschliessen tägliche Küchenabrechnung aufstellen Waschmitteldosierungen und Waschmittelverbrauch berechnen Statistik über den monatlichen Wäscheanfall erstellen Unterhaltskosten für Geräte und Hilfsmittel berechnen Wäschebedarf eines durchschnittlichen gastgewerblichen Betriebes berechnen

685

54

Fremdsprache (120 Lektionen) Richtziel

Die Lehrtocliter soll am Schluss des Unterrichts den notwendigen Wortschatz besitzen, um sich in der einfachen Umgangssprache ausdrücken zu können.

55 Deutsch (80 Lektionen) Der Lehrplan für das Fach Deutsch wird gegenwärtig revidiert. Es sind die besonderen Verfügungen des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit zu beachten.

56

Geschäftskunde (80 Lektionen)

Siehe Normallehrplan im Fache Geschäftskunde vom 4. Februar 1972.

57

Staats- und Wirtschaftskunde (40 Lektionen)

Für den Unterricht im Fache Staats- und Wirtschaftskunde gilt vorläufig der Normallehrplan für die gewerbliche Berufsschule vom 18. August 1941, der gegenwärtig revidiert wird.

58

Turnen und Sport (l 60 Lektionen)

Der Unterricht ist nach den örtlichen Möglichkeiten zu erteilen. Das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit wird Weisungen erteilen.

6

Inkrafttreten

Dieser Normallehrplan tritt am l. Mai 1974 in Kraft.

Bern, den 27. Februar 1974 Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Der Direktor : A. Grübel 3768

686

Reglement über die Durchführung interkantonaler Fachkurse für Hotelfachassistentinnen-Lehrtöchter (Vom 20. Juni 1974)

Das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, gestützt auf Artikel 25 des Bundesgesetzes vom 20. September 1963 über die Berufsbildung,

verordnet

Art. l Verpflichtung zum Kursbesuch 1

Hotelfachassistentinnen-Lehrtöchter in Saisonbetrieben des Gastgewerbes besuchen anstelle der Berufsschule ihres Lehrortes in jedem Lehrjahr die interkantonalen Fachkurse in den allgemeinbildenden und berufskundlichen Pflichtfächern. Lehrtöchter von abgelegenen Ganzjahresbetrieben des Gastgewerbes können von der zuständigen kantonalen Behörde den Fachkursen zugewiesen werden, wenn infolge ungünstiger Verkehrsverhältnisse der Besuch der für den Lehrbetrieb zuständigen Berufsschule wesentlich erschwert ist.

2 Der Besuch dieser Fachkurse ist für die Lehrtöchter unentgeltlich.

3 Der Betriebsinhaber (Lehrmeister) hat der Lehrtochter für den Besuch der Fachkurse die erforderliche Zeit ohne Lohnabzug freizugeben.

Art. 2 Träger der Fachkurse und Kursort 1 2

Träger der Fachkurse ist der Schweizer Hotelier-Verein.

Die Fachkurse werden regionenweise durchgeführt.

687

Art. 3 Regionale und örtliche Schulkommissionen 1

Für jede Kursregion oder jeden Kursort wird eine Schulkommission von acht bis zehn Mitgliedern gebildet. Dieser gehören an : drei bis fünf Vertreter des Trägerverbandes, je ein Vertreter der zuständigen kantonalen Behörde und der Gemeinde, in welcher sich das Schulhotel befindet, der Union Helvetia sowie der Schulleiter und der Internatsleiter.

2 Die örtliche Schulkommission wählt die Lehrkräfte und trägt die Verantwortung für die geordnete Durchführung der Fachkurse und für die Einhaltung der Schul- und Hausordnung.

3 Der Verkehr zwischen den Schulkommissionen einerseits, Bund und Kantonen anderseits erfolgt durch Vermittlung der Abteilung für berufliche Ausbildung des Schweizer Hotelier-Vereins nach den Weisungen der Aufsichtskommission.

Art. 4 Aufsichtskommission 1

Um eine einheitliche Ausbildung an allen Schulorten unter möglichst gleichen Bedingungen zu erreichen, wird eine Aufsichtskommission von neun Mitgliedern gebildet.

2 In die Aufsichtskommission ordnen der Schweizer Hotelier-Verein, der Schweizer Wirteverband und die Deutschschweizerische Berufsbildungsämterkonferenz je zwei, die Schweizerische Fachkommission für das Gastgewerbe, die Union Helvetia und die Conférence des offices cantonaux de formation professionnelle de la Suisse romande et du Tessin je einen Vertreter ab. Für jeden Vertreter ist ein Ersatzmann zu bestimmen. Der Vertreter der Fachkommission für das Gastgewerbe amtet als Kommissionspräsident. Das Bundesamt ist zu den Sitzungen einzuladen.

3 Die Aufsichtskommission versammelt sich mindestens einmal jährlich. Zu den Sitzungen sind auch die Präsidenten der regionalen oder örtlichen Schulkommissionen und die Schul- und Internatsleiter einzuladen.

Art. 5 Anmeldung 1

Der Lehrmeister hat den Abschluss eines Lehrvertrages sofort der zuständigen kantonalen Behörde bekanntzugeben, die ihrerseits die Lehrtöchter dem Schweizer Hotelier-Verein bis spätestens am 15. März bzw. 30. September zur Teilnahme an den Fachkursen meldet.

2 Der Beginn der Fachkurse ist rechtzeitig in der Fachpresse bekanntzugeben.

688

Art. 6 Organisation der Fachkurse 1

Der Unterricht umfasst wahrend der zweijahrigen Lehre insgesamt 720 Lektionen. Er wird in jedem Lehrjahr zwischen der Somrner- und Wintersaison sowie der Winter- und Sommersaison in zwei Fachkursen mit total zehn Wochen Dauer erteilt. Bel wochentlich 36 Unterrichtslektionen betragt die verbindliche Jahreslektionenzahl 360.

2 Fur jedes Lehrjahr ist eine Klasse zu bilden. Smkt die Schiilerinnenzahl unter zehn, so ist von der Aufsichtskommission eine neue zweckmassige Klassenorganisation anzuordnen.

3 Die Verteilung des Unterrichts auf die Pflichtfacher und der zu vermittelnde Lehrstoff sind dem Normallehrplan fur die Berufsklassen der Hotelfachassistentinnen zu entnehmen.

Art. 7 Kostendeckung 1 Die Kosten der Fachkurse werden gedeckt durch: a. Die Beitrage des Bundes, die sich nach den gesetzlichen Bestimmungen richten.

b. Die Beitrage der Kantone im Verhaltnis zur Schulerinnenzahl. Die Kosten je Lehrtochter und Jahr diirfen den Betrag von 700 Franken nicht uberschreiten. Die Kantone richten ihre Beitrage nach dem Vorlegen einer Kursabrecbnung aus.

c. Den Tragerverband. Er beteiligt sich auch an der Beschaffung der allgemeinenLehrmittel.

2 Soweit Fachkurse an gewerblichen Berufsschulen durchgefuhrt werden, haben diese die notwendigen Raume unentgeltlich zur Verfugung zu stellen.

3 Der Schweizer Hotelier-Verein ist zugleich Abrechnungsstelle fur die Fachkurse.

Art. 8 Inkrafttreten Dieses Reglement tritt am 1. Juli 1974 in Kraft.

Bern, den 20. Juni 1974 Bundesamt fur Industrie, Gewerbe und Arbeit 3768

Der Direktor: Bonny

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Bekanntmachungen der Departemente und Abteilungen

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1974

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

39

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

30.09.1974

Date Data Seite

666-688

Page Pagina Ref. No

10 046 160

Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv digitalisiert.

Le document a été digitalisé par les. Archives Fédérales Suisses.

Il documento è stato digitalizzato dell'Archivio federale svizzero.