ST

Schweizerisches Bundesblatt.

4l. Jahrgang. H.

-

11. Mai 1889.

Jahresabonnement (portofrei in der ganzen Schweiz): 4 Franken.

Einrückungsgebühr per Zeile 15 Kp. -- Inserate sind franko an die Expedition einzusenden.

Druck und Expedition der Stämpßischen Buchdruckerei tn Bern.

--

ST

Bericht des

Bundesrathes an die Bundesversammlung betreffend die

eidgenössische Staatsrechnung für

das Jahr 1888, (Vom 3. Mai 1889.)

Tit.

Die Berichterstattung über die Staatsrechnung wird in unveränderter Reihenfolge fortgesetzt.

Einnahmen.

  1. Liegenschaften, 1. W a f f e n p l ä t z e .
  2. Thun.

Die Einnahmen erreichten im Berichtjahre die Summe von Fr. 75,881. 25; worin die Miethzinse der Pferderegie und der Militärwerkstätten im Betrage von Fr. 36,381. 55 begriffen sind. Auf den eigentlichen Landwirthschaftsbetrieb entfallen Fr. 41,453. 10 worunter auf Allmendbesatz und versteigertes Gras Fr. 17,874. 95 Futter und Früchte 18,864. 25 Torf 3,630. 50 fl Verschiedenes ^ 1,083. 40 Bundesblatt. 41. Jahrg. Bd. II.

Fr. 41,453. 10 53

810

Die Gesammteinuahmen übersteigen den Voranschlag um Fr. 8533. 25 ; der landwirtschaftliche Betrieb erzeigt gegenüber dem Budget eine Vermehrung von Fr. ,4453. 10 und gegenüber der Rechnung des Vorjahres eine solche von Fr. 7903. 75 ; bei günstiger Witterung würde das Resultat voraussichtlich noch wesentlich besser ausgefallen sein.

b. Herisau-St. Gallen.

Allmendbesatz Futter und Früchte Mieth- und Pachteinse Verschiedenes .

.

Fr.

n

.

.

.

.

,, ,,

7,934. 9&' 4,066.---- 5,470. 6l. 15

Fr. 17,532, 09 Gegenüber dem Budget ergibt sich eine Mehreinnahme von Fr. 332. 09. Die anhaltend ungünstige Witterung hat auch deu Ertrag des Allmendbesatzes nachtheilig beeinflußt, da derselbe mehrmals reduzirt werden mußte.

c. Frauenfeld und Bière.

Frauenfeld hatte eine Einnahme von Fr. 6923. 80 und Bière eine solche von Fr. 988. 50. Die Differenz /wischen dem Voranschlag und der Rechnung ist unerheblich.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

Schanzenboden Pulverrnühlen Waffenfabrik Verwaltungsgebäude in Bern Liegenschaft in Köniz .

Zollhäuser Postgebäude

.

.

.

.

Fr.

1,708. 05 ,, 12,665. -- ,, 6,192. -- . ,, 2,910. 30 . ,, 2,224. -- ,, 41,883. 73 ,, 131,435. 20 Fr. 199,018. 28

Der Ertrag von Liegenschaften beläuft sich im Qanzeu auf Fr. 300,343. 92 und übersteigen den Voranschlag um Fr. 13,712. 92.

Die unter den Postgebäuden aufgeführte Remise in Yverdon, weil nicht auf eidgenössischem Grund und Boden stehend, fällt unter dieser Rubrik weg und ihr Inventarwerth bildet einen Bestandtheil des verzinslichen Postmaterials.

811

B, Kapitalien, I. Angelegte Kapitalien.

Kapitalan schlag.

  1. Werthschriften 1. Inländische Titel . Fr. 7,098,703. 651 2. Ausländische Titel . ·n 10,604,927. 30 / Fr. 750,524. 94
  2. Bankdepositen c. Wechsel

. .

Fr. 17,703,630. 95 3,091,573. 75 T) 6,392,137. 90 fl Fr. 27,187,342. 60

Voranschlag

·n ·n

Fr. 885,766. 88 n

Mehreinnahme

63,922. 90 71,319. 04 729,000.

Fr. 156,766. 88

Die sehr bedeutende Mehreinnahme liegt lediglich in dem Umstände, daß bei der Aufstellung des Büdgels auf Konversionen von 4% und höher verzinslichen Anlagen Rucksicht genommen wurde -- Aenderuugen, die aber nicht in dem vorgesehenen Maße eingetreten sind.

II. Betriebskapitalien.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g.

h.

i.

Pferderegie .

.

. Fr. 228,349. -- Fr.

9,133. 95 Konstruktionswerkstätte ,, 174,333. 81 ,, 6,973. 35 Munitionsfabrik .

. ,, 874,724. 60 ,, 34,989. -- Waffenfabrik .

. ,, 185,972. 82 ,, 10,244. 90 Pulververwaltung . ,, 750,274. 68 ,, 30,011. -- Münzverwaltung .

. ,., 134,487. 59 ,, 5,379. 50 Postverwaltung .

. ,, 2,294,556. 51 ,, 91,782. 26 Telegraphenvervvaltung ,, 1,570,490. 98 ,, 62,819. 62 Liegenschaftsverwaltung ,, 8,003. 60 ,, 320. 10 Fr. 6,221,193. 59 Fr. 251,653. 68

Die Mehreinnahme gegenüber dem Voranschlag beträgt im Ganzen Fr. 24,856. 68. Die Waffenfabrik nahm im Berichtjahr eine neue Ausscheidung zwischen ihren verzinslichen und unverzinslichen Betriebskapitalien vor, zufolge welcher die Anstalt von einer Summe von Fr. 70,150. -- zu 4 °/o = Fr. 2806. -- mehr Zins entrichtete, als es ihr nach ihrem letztjährigen Kapital bestände getroffen hätte.

Der Ertrag von Kapitalien beläuft sich auf Fr. 1,137,420. 56 und übersteigt den Voranschlag um Fr. 181,623. 56.

812

Allgemeine Verwaltung.

  1. Buadeskauzlei 2. Bundesgericht Voranschlag

Fr. 13,783. 34 ,, 8,895. 62

.

.

.

.

.

.

.

Mehreinnahme

Fr. 22,678. 96 ,, 21,500. -- Fr. 1,178. 96

Departements.

A, Departement des Auswärtigen, Politische Abtheilung.

Bewilligungen zur Erwerbung von 601 Schweizerbürgerrechten. .

.

. Fr. 21,035. -- Voranschlag ,, 15,000. -- Mehreinnahme

.

.

.

.

.

.

F r . 6,035. --

Abtheilnng Handel.

  1. Handelsamtsblatt .

. Fr. 31,404. 28 2. Fabrik- u. Handelsmarken ,, 12,282. 97 3. Eintragungsgebühren für litterarische und künstlerarische Werke .

. ,, 341. 90 4. Kontrole für Gold- und vSilberwaaren .

.

,, 93. 50 Voranschlag

.

.

.

Fr. 44,122. 65 ,, 42,700. --

Mehreinnahme

,,

1,422. 65

,,

4,860. 70

Abtbeilung Auswanderungswesen.

Patentgebühren und Bußen Voranschlag

. Fr. 4,960. 70 ,, 100. --

Mehreinnahme

Abtheilung Amt für geistiges Eigenthum .

Noch ohne Voranschlag.

Im Ganzen mehr als veranschlagt

.

.

,, 20,688. 40

. Fr. 33,006. 75

813

C, Justiz- und Polizeidepartement.

  1. Bußen aus Strafprozeßen 2. Gebühren für Einträge in das Handelsregister

Fr. 1,130. 45 ,, 10,303. 20

.

Fr. 11,433. 65 ,, 6,500. --

Voranschlag

-.

Fr.

4,933. 65

Mehr.

Fr.

56,378.95

Weniger.

Fr -- --

Mehreinnahme .

D, Militärdepartement, Hubriken.

  1. Pferderegie 2. Konstruktionswerkstätte 3. Munitionsfabrik 4. "Waffenfabrik .
  2. Munitionsdepot

Budget.

Fr.

216,000

Einnahmen Fr.

272,378. 95

251,072 1,348,740 921,500 2,500

355,220. 95 2,340,641. 54 906,638. 63 3,092. 90

2,739,812

3,877,972. 97 1,153,022. 34

104,148. 95 991,901. 54 14,861. 37

592. 90

6. Pulververwaltung 505,000 7. Halbe Militärpflichtersatzsteuer 1,300,000

639,175. 28

134,175. 28

1,339,359. 06

39,359. 06

445,350

373,949. 65


1,200 1,200

2,389. 20 1,216. 80

1,189. 20 16.80

83,900 1,000

75,702. 60 221. 77

532,650

453,480. 02

8. Kavalleriepferde 9. Réglemente, Ordonnanzen u. Formulare 10. Dienstbüchern .

11. Topographisches Bureau 12. Verschiedenes .

5,077,462

14,861. 37 -- -- --

--

71,400. 35

-- -- 8,197. 40 778. 23

-- -- 1,206. --

80,375. 98

6,309,987. 33 1,327,762. 68

95,237. 35

5,077,462. --

95,237. 35

1,232,525. 33 1,232,525. 33 Die Differenzen zwischen Budget und Einnahmen bei den Rubriken l--4 und 6 werden wie in den Vorjahren unter dem Titel

814 ,,Ausgaben" begründet. Von den Differenzen auf den übrigen Rubriken ist zu erwähnen die Einbuße von Fr. 71,400. 35 auf dein Posten 7,Kavalleriepferdea, welche dadurch entstanden ist, daß weniger Pferde zur Abgabe gelangten, als vorgesehen waren ; ferner die Miuder-Binnahme von Fr. 8197. 40 bei Ziffer 11, welche daher rührt, daß Kantone, Gesellschaften und Private mit ihren Leistungen hinter dem Voranschlag zurückgeblieben sind.

Bei Rubrik 7, Militärpflichtersatzsteuer, ergibt sich gegenüber dem Budget eine Mehr-Einnahme von Fr. 39,359. 06 und gegenüber der Einnahme vom Jahr 1887 eine solche von Fr. 7015. 36.

E. Finanz- und Zolldepartement, Finanzverwaltung.

  1. Milnzverwaltung.

Außer den 35,000 umgeprägten silbernen Fünffrankenstücken, welche aber die Einnahmen nicht beeinflussen, bestand die Prägung von Münzen im Berichtjahr aus 4400 Zwanzigfranken-, 1,500,000 Fünfrappen- und 500,000 Zweirappenstücken; dazu kamen 107*/io Millionen Postmarken, deren Anfertigung eine Einnahme von Fr. 18,948. 93, oder Fr. 948. 93 mehr als veranschlagt war, ergab.

Die Einnahmen aus Nebenarbeiten, bestehend aus Prägungen von Medaillen, Anfertigung von Siegeln, Farbstempeln etc. belaufen sich auf Fr. 3027. 50 und übersteigen somit den Büdgetansatz um Fr. 1027. 50. Unter den Einnahmen erscheinen ferner Fr. 1000. 20 Inventarerlös aus dem Verkauf eines seit Jahren lagernden Vorrathes von Zink und einer alten, außer Gebrauch gestellten Hobelmaschine. Das Total der Einnahmen der Münzstätte beträgt Fr. 195,976. 63.

2. Banknotensteuer.

Die Banknotensteuer ergab : Eine Einnahme von Voranschlag .

.

.

.

Mehreinnahme

.

. ^

.

Fr. 150,320. 25 ,, 140,000. -- Fr.

10,320. 25

815 ®

Zollverwaltung.

Die Gesammtroheinnahmen der Zollverwaltung, mit Einschluß des Ertrags der statistischen Gebühren und des Beitrages der Alkoholverwaltung an die Kosten des Zolldienstes, en-eichfen im Berichtjahre den Betrag von .

.

. Fr. 26,086,144. 01 Die Gesammtausgaben betrugen dagegen im Jahre 1888 die Summe von .

.

,, 2,130,775. 93 Es ergibt sich hieraus pro 1888 eine N e t t o e i n n a h m e von .

.

.

. F r . 23,955,368. 08 In Betreff der Einzelheiten verweisen wir hiemit auf die Monatsrechnungen der Oberzolldirektion und der Zollgebietsdirektionen.

Als nähere Erläuterung zu denselben, fügen wir Nachstehendes bei.

I. Einnahmen der Zollverwaltung.

Im Jahr 1887 betrugen die B r u t t o e i n n a h m e n d e r Z o l l v e r w a l t u n g die Summe von . Fr. 24,632,285. 23 im Jahre 1888 stiegen dieselben auf .

. ,, 25,927,221. 25 hieraus ergibt sich pro 1888 eine M eh r e i n n a h m e voa Fr. 1,294,936. 02 gegenüber dem Vorjahre.

Die Vermehrung der Einnahmen pro 1888 ist einerseits -- und zwar größtenteils -- auf die Erhöhung der Zollansätze seit 1. Mai 1888 für eine Anzahl Tarifpositionen, anderseits auf eine Zunahme der Einfuhr großer Konsumartikel zurückzuführen. Wir begnügen uns, nachstehend die prägnantesten Plus- und Minusdifferenzen gegenüber dem Vorjahre zusammenzustellen, und verweisen für nähere Details auf unseren Geschäftsbericht pro 1888, A b t h e i l u n g Z o l l v e r w a l t u n g , I I . Zolleinnahmen.

Die größten M e h r e r t r ä g n . i s s e ergaben 1888 gegenüber dem Vorjahre die nachfolgenden Positionen : Wein in Fässern °.

.

.

. m i t rund Fr. 950,000 Rindvieh, geschaufelt .

.

.

. ,, ,, ,, 371,000 Mehl, Graupe, Grütze .

.

.

.

,, ,, ,, 138,000 Rohtabak Getreide

Baumwollkonfektion \, .

Wollgewebe, gebleicht

.

.

.

.

.

.

-n -n

-n -n

-n -n

113,000 98,000

,, ,,

,, ,,

,, ,,

92,000 83,000

816 Bau- und Nutzholz, gesägt .

.

. mit rund Fr. 79,000 Bier in Fässern ,, ,, ,, 74,000 Weintrauben zur Kelterung .

,, ,, ,, 73,000' Jungvieh, ungeschaufelt .

.

,, ,, ,, 69,000 Maschinen .

.

.

.

.

. ,, ,, fl 66,000 Schweine, mit und über 25 kg. .

,, ,, ,, 57,000 Geflügel, getödtetes, Wildpret .

. ,, ,, ,, ' 55,000 Eisenwaare, gemeine .

.

.

,, ,, ,, 52,000 Petroleum ,, ,, ,, 50,000 Butter ,, ,, ,, 50,000.

etc. etc.

Die beträchtlichsten M i n d e r e i n n a h m e n kamen vor, bei: Sprit, etc., in Fässern .

.

. mit rund Fr. 1,485,000 Baumwollgewebe, buntgefärbt, etc. . ., ,, ,, 72,000 Rohzucker, Stampfzucker, etc. .

. ,, ,, ,, 49,000' Zucker in Hüten, etc.

.

.

. ,, ,, ,, 48,000 Obst, gedörrtes, getrocknetes, etc.

,, ,, ,, 3"0,000 Eisengußwaaren, grobe,- rohe .

^ ,, 27,000 v, Zucker, geschnitten .

.

.

,, ,, ,, 26,000 Baumwollgewebe, bis und mit 38 Fäden auf 5 mm. .

.

. ,, ,, ,, 25,000 etc. etc.

^ · Im Budget pro 1888 war als voraussichtliche Gesammteinaahme der Zollverwaltung vorgesehen ein Betrag von Fr. 22,420,000. -- Die im Jahre 1888 wirklieh erzielte Roheiunahme von ,, 26,086,144. 01 übersteigt somit den Büdgetansatz um .

. Fr. 3,666,144. 01 eine Summe, welche der Gesammteinnahme der Zollverwaltung im Jahre 1850 nahezu gleichkommt.

Die Vertheilung der Einnahmen auf die verschiedenen Büdgetrubriken ist aus der nebenstehenden Tabelle ersichtlich.

Einnahmen der Zollverwaltung.

Rubriken.

Rechnung ' 1888.

Fr.

Budget 1888.

Rechnung 1887.

Büdgetansätze.

Kechnungsdifferenz.

Einnahmen.

Differenz pro 1888.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Einfuhrzölle . . . . 25,687,142. 33 22,000,000 -p 3,687,142. 33 24,242,362. 62 -f 1,444,779.71 486. 40 110,000 -- 107,049. 79 + 2,463. 81 Ausfuhrzölle . . . .

109,513.60 5,328. 87 130,000 + Statistische Gebühren .

135,328.87 138,356. 18 -- 3,027. 31 30,000 -- 1,075. 39 Niederlagsgebühren 28,559. 13 + 365. 48 28,924. 61 + 3,524.

32 9,000 + 3,168.

31 8,643.

99 Bußenantheile . . .

12,168. 31 Ordnuiigsbußen . . .

1,595. 41

1,500 -f

Waaggebühren . . .

3,454. 47

3,000 +

95. 41 454. 47

21,500 +

Untermiethen

. . .

22,901.53

Verschiedenes

. . .

85,114. 88

Gesammt-Total

115,000

--

1,422.60 -f-

172.81 82. 09

1,401.53

3,372. 38 + 23,323. 56 --

422. 03

29,885. 12

79,194. 98 +

5,919.90

26,086,144. 01 22,420,000 + 3,666,144.01 24,632,285. 23 + 1,453,858.78

818 Die in den Jahren 1887 und 1888 erzielten Zolleinnahmen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Monate : 1888.

1887.

Differenz 1888.

Fr.

Ct.

Fr.

Ct.

Fr.

Ct.

1,753,332. 8t 1,563,183. 32 + 190,149. 49 Januar 1,848,978. 09 1,809,262. 78 + 39,715. 31 Februar . .

2,361,634. 71 März 2,133,125. 43 + 228,509. 28 April . .

2,404,203. 19 1,915,416. 33 + 488,789. 86 1,971,041.

Mai . .

1,811,065, 52 84 -- 159,976. 32 Juni . . .

1,988,924. 09 70,714. 42 1,918,209. 67 + Juli . . . 1,953,400. 01 1,984,789. 54 -- 31,389. 53 2,049,929. 39 August .

1,812,631. 52 + 237,297. 87 2,209,532. 35 .2,411,009. 31 -- 201,476. 96 September .

2,267,981. 63 + 313,109. 74 2,581,091. 37 Oktober .

November .

2,356,191. 13 2,124,121. 25 + 232,069. 88 25,779. 16 Dezember . 2,608,935. 59 2,583,156. 43 + Total 25,927,221. 25 24,493,929. 05 Hiezu der Ertrag an statistischen Ge138,356. 18 bühren .

135,328. 87 und der Bei- · trag der Alkoholverwaltung an die Kosten des Zolldienstes 23,593. 89 mit .

-- Gesammttotal 26,086,144. 01 24,632,285.

+

1,433,292. 20

--

3,027. 31

+ 23 +

23,593. 89 1,453,858. 78

Während im Vorjahre 1887 sämmtliche Monate Mehreinnahmen gegenüber 1886 aufzuweisen hatten, erzeigen im Berichtjahre die Monate Mai, Juli und September bedeutende Mindereinnahmen gegenüber den Resultaten von 1887, die größte Mehreinnahme wurde 1888 im Monat April erzielt, infolge der massenhaften Einfuhr derjenigen Waarenartikel, für welche auf 1. Mai 1888 erhöhte Zollansätze in Kraft traten.

Die kleinste Mehreinnahme gegenüber dem Vorjahre weist der Monat Dezember auf, mit rund Fr. 26,000.

819

F, Industrie- und Landwirthschaftsdepartement Abtheilung Versicherungswesen.

Ertrag an gesetzlicher Staatsgebühr der konzessionirten Versicherungsgesellschaften . Fr. 25,838. 70 gegenüber einem Voranschlag von .

.

Fr.

838. 70

Afotheilung Landwirthschaft.

Der Ertrag der Gebühren für die ,,Thierärztliche Untersuchung der einzuführenden Thiere" weist folgendes Ergebniß auf: Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

.

.

.

.

. ' .

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Der Gesammtertrag beziffert sich mithin auf .

Hievon kommen in Abzug die durch die Viehsanitätspolizei an der Grenze verursachten Kosten (s. Ausgaben für Viehseuclienpolizei hienach) i m Betrage v o n .

.

.

.

.

Fr.

,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,,' ,, f l

10,153. 60 10,577. 30 11,648. 21 12,398. 80 9,149. 90 13,133. 80 9,670. 15 8,563. 20 15,512. 20 12,770. 60 9,407. 80 8,626. 1 0

Fr. 131.611. 66

. J 23,247. 3 6

so daß dem Viehseuchenfond ein weiterer Betrag von Fr.

8,364. 30 einverleibt werden konnte. (Vergi. Art. 3 des Bundesgesetzes über polizeiliche Maßregeln gegen Viehseuchen vom 1. Juli 1886, Amtliche Sammlung n. F., Bd. IX, S. 274.)

820

Die Mindereinnahmen an Gebühren gegenüber dem Budget (Fr. 140,000), sowie gegenüber dem Ertrag des letzten Jahres (Fr. 169,267. 15) ist in erster Linie auf die im Jahre 1888 herrschenden Zollverhältnisse, sowie auf die gewährte Taxreduktion für die Grenzbehandlung des Sömmerungs- und Winterungsviehes zurückzuführen.

6, Post- und Eisenbahndepartement, 1. Eisenbahnwesen.

Die Einnahmen des Rechnungsjahres 1.888 belaufen sich auf Fr. 103,175. 89 gegenüber einer Büdgetsumme von .

.

.

. Fr.

63,475. 89

vertheilt sich auf die einzelnen Rubriken wie folgt: a . Pfand buchgebühren . . ' . . . F r . 18,698. 9 9 b. Konzessionsgebühren ,, 43,306. 10 c. Verkauf von Drucksachen .

,, 1,470. 80 Fr. 63,475. 89 Ad a. Die Mehreinnahme ist veranlaßt durch einen Posten von Fr. 20,515. 25, den die Nordostbahn als Löschungsgebühr zu entrichten hatte.

Ad b. Die Mehreinnahmen an KonzessionsgebUhren haben sich ergeben infolge der nicht vorausgesehenen günstigen Betriebsergebnisse der Centralbahn, sowie der Gotthardbahn und der aargauischen Südbahn. Es sind eingegangen: v o n d e r Waldenburgerbahn .

.

.

. F r . 700. -- · ,, ,, Gütschbahn ,, 50. -- ,, ,, Elsaß-Lothringer Bahn für die Strecke Basel-St. Ludwig : pro 1. Oktober 1887 bis 31. März 1888 ,, 997. 68 pro 1. April 1888 bis 30. September 1888 .

.

. ,, 1,368. 42 ,, ,, Nordostbahn für die Linie Zürich-ZugLuzern .

.

.

.

.

. ,, 13,400. -- ^

Uebertrag

Fr. 16,516. 10

821 von der aargauischen Süd bahn ·.

,, ,, Bisenbahn Genf-Veyrier .

,, ,, Gießbachbahn ,, ,, Gotthardbahn . - . . .

,, den Genfer Tramways der Centralbahn r

Üebertrag .

.

Fr.

,, ,, ,, . ,, ,, ,,

16,516. 10 2,900. -- 540. -- 50. -- 24,900. -- 700. -- 32,700. --

zusammen Fr. 78,306. 10 gegenüber den büdgetirten Fr. 35,000.

Ad c. Der Mehrerlös aus verkauften Drucksachen läßt sich hauptsächlich auf das Ergebniß des Verkaufs der vom technischen Inspektorate herausgegebenen ,,Uebersichtslängenprofile der schweizerischen Eisenbahnen", sowie diverser, auf die technische Einheit bezüglicher Drucksachen, zurückführen, welche Einnahmen mehr vorübergehender Natur sind.

2. Postverwaltung.

Allgemeines.

Wir sind in der angenehmen Lage, für das Jahr 1888 einen sehr günstigen Rechnungsabschluß zu verzeigen.

Der Reinertrag beträgt Fr. 1,754,259. 06. Das ursprüngliche.

Budget, welchem Nachtragskredite im Betrag von Fr. 342,000 beigefügt werden mußten, hatte einen Reinertrag von Fr. 1,575,500 vorgesehen. Das wirkliche Ergebniß ist also, trotz der erwähnten Nachtragskredite, um Fr. 178,759. 06 günstiger als der Voranschlag.

Von den durch Nachtragskredite gedeckten Ausgaben fallen circa Fr. 35,000 auf Anschaffungen von Mobiliar uad Material von bleibendem Werth.

Gegenüber dem Jahre 1887 ergibt sich eine Vermehruna; des Reinertrags um Fr. 221,713. 97 (Fr. 1,754,259. 06 gegen Fr. 1,532,545. 09).

Dieses Resultat ist um so erfreulicher, als die sehr ungünstigen Witterungsverhältnisse des letzten Sommers auf dea Fremdenverkehr nachtheilig eingewirkt haben, so daß in den Einnahmen an Reisendentaxen sich gegenüber dem Budget ein Ausfall von Fr. 109,551. 84 ergibt. Aus dem gleichen Grund ist auch, wie die Statistik im Nähern nachweist, im Briefpostverkehr mit dem Ausland eine kleine Verminderung eingetreten.

Das günstige Rechnungsresultat des Jahres 1888 ist fast ausschließlich dem Ertrag der Werthzeichen (Rubrik &) zu verdanken.

822

Diese Rubrik hat eine Gesammteinnahme von Fr. 16,390,211. 05 ergeben, während letztere im Vorjahre nur 15,764,828. 98 betrug und im Budget mit nur Fr. 16,100,000 veranschlagt war. Es ergibt sich also eine Mehreinnahme von Fr. 625,382. 07 gegenüber dem Vorjahre und von Fr. 290,211. 05 gegenüber dem Budget.

Diese Mehreinnahmen sind eine direkte Folge der bedeutenden Zunahme des Verkehrs. Die allgemeine Post- und Telegraphenstatistik enthält diesfalls alle erforderlichen nähern Angaben und wir verweisen daher auf diese Statistik.

Bekanntlich haben die durch das Posttaxengesetz vom 26. Juni '1884 (in Kraft gesetzt den 1. November gleichen Jahres) eingeführten Taxreduktionen einen ganz außerordentlichen Aufschwung des Postverkehrs herbeigeführt. Wie führen diesfalls einige Beispiele an, indem wir die Zunahme in zwei fünfjährigen Perioden, nämlich : a. 1883 bis 1878, unter dem Posttaxengesetz von 1876 (und den bezüglichen Nachträgen); b. 1888 bis 1883, unter dem jetzigen Posttaxengesetz, einander gegenüberstellen.

Die Zunahme betrug an Stückzahl im internen Verkehr in den 5 Jahren : 1883 gegenüber 1878.

1888 gegenüber 1883.

Bei den gewöhnlichen Briefen .

. 8,183,294 10,050,788 ,, rekommandirten BriefpostT gegenständen .

.

.

28,756 302,179 ,, ,, Fahrpoststücken .

.

. 1,110,135 1,665,381 ,, ,, Geldanweisungen .

.

416,433745,491 Diese Beispiele beweisen, daß die eingeführten Taxermäßigungen eine über das frühere Maß hinausgehende Zunahme des Verkeil!s bewirkt haben und daß daher die in der Postverwaltung erzielten guten .Rechnungsresultate keineswegs etwa fiskalischen Maßregeln, sondern im Gegentheil den dem Publikum gebotenen Erleichterungen zuzuschreiben sind.

Die beiliegende Tabelle (Beilage Nr. 1} enthält eine rubrikenweise Uebersicht der finanziellen Ergebnisse des Betriebs der Postverwaltung im Jahre 1888 und Vergleichung derselben mit den Resultaten des Jahres 1887, sowie mit den Ansätzen des Budgets für 1888.

  1. Ertrag der Reisenden.

Die Einnahmen an Taxen für Reisende und deren Gepäck sind folgende:

Zur Seite 822.

Beilage Nr. 1.

Uebersicht der

finanziellen Ergebnisse des Jahres 1888 und Vergleichung derselben mit denjenigen des Vorjahres, sowie mit dem Voranschlag pro 1888.

  1. E i n n a h m e n.

Das Resultat beträgt gegenüber

Rech nungsrn briken.

1888.

<<i dem Vorjahre.

Voranschlag 1888.

1887.

Mehr.

Fr.

a . Reisende .

.

.

.

.

b . Werthzeiclien .

.

.

.

c . Zeitschriften .

.

.

.

d . Briefposttransit .

.

.

.

e. Saldoertrag der Abrechuungen mit Transportanstalten .

f . Fach- und Lagergebühren .

.

g . Konzessionsgebühren .

.

.

h . Strafgelder uud Bußen .

.

i . Wechselkursdifferenzen .

.

k . Untermiethe v o n Lokalen .

.

1 . Besoldungsbeiträge .

.

.

m. Erlös aus verkauftem Material .

n. Vermehrung des Betriebsmaterials o . Verschiedenes .

.

.

.

.

. 1,703,655. 59 .

. 16,390,211. 05 .

.

737,216. 88 .

.

144,218. 90 ändern 2,289,593. 11 .

.

77,059. 40 .

.

14,925. 60 .

.

455. 45 .

.

29,765. 79 .

.

87,057. 43 43,669. 77 .

.

44,552. 35 .

.

-- 29,450.

59

43 98 85 99

1,755,000.

16,100,000.

715,000.

125,000..


2,415,325.

74,749.

15,527.

520.

32,327.

73,471.

27,293f 38,859.

-- 30,829.

72 35 05 45 2.6 98 76 62

2,354,000.

72,000.

15,000.

600.

36,000.

90,000.

26,200.

39,000.

-- -- .


75

Weniger.

-- 26,200.

--

625,382. 07 35,631. 03 28,876. 91 -- 2,310.

-- -- -- 13,585.

16,376.

5,692.



45 01 73

21,591,831. 91 21,103,869. 19 21,354,000. --

727,854. 25 239,891. 53

Mehreinnahmen

487,962. 72

-- 601.

65.

2,561.

-- -- -- -- 1,379.

Fr.

51,344. 41

Fr.

290,211. 05 22,216 88 19,218. 90

125,732. 61 05

Weniger.

Mehr.

Fr.

109 551. 84

Fr.

Fr.

Fr.

1,813,207.

15,764,828.

701,585.

115,341.

dem Budget pro 1888.

45 -- 47

16

239,891. 53

-- 5,059. 40 -- -- -- -- 17,469.

77 5,552. 35 -- 3,250. 59

362,978. 94 125,147. 03

-- -- 64,406. 89 --74.

144.

6,234.

2,942.

40 55 21 57

-- -- -- -- 125,147. 03

237,831. 91 1

l>» -A. u s §· a b e n« Weniger.

I. Gehalte und Vergütungen 9,806,f87. 75 u. Inspektionen und Dienstreisen 32,927. 95 III. Büreaukosten . . . . . " 411,815. 59 I V . Dienstkleidung .

.

.

.

. 145,945. 67 V . Lokalmiethzinse . . .

630,362. 02 VI. Mobiliar und Büreaugeräthschaften 142,079. 17 VII. Fuhrwesenmaterial .

.

.

.

508,982. 49 VIII. Transportkosten .

.

4,320,200. 89 IX. Werthzeichenfabrikation 114,918. 31 X. Vergütung für körperliche Verletzung v o n Personen .

.

.

.

.

2,482. 80 XI. Vergütung für Verluste, sowie für Beschädigung und Verspätung von Postsendungen .

.

.

.

.

.

10,991. 22 XII. Wechselkursdifferenzen .

.

.

.

1,346. 95 XIII. Entschädigung an das Postpersonal bei Unfällen i t n Dienste .

.

.

.

8,000. -- XIV". Kosten des B rief posttransits .

286,793. 67 XV. yaldozahlungeu und Rückvergütungen .

3,300,167. 01 XVI. Verzinsung des Betriebsmaterials .

91,782. 26 XVII. Verminderung des Belnebsmaterials 268. 07 XVIII. Porti, Rechnungsdifferenzen und Provisionen .

.

.

.

.

.

9,181. 13 XIX. Prozesse, Expertisen .

.

.

.

1,228. 40 XX. Versicherung des Mobiliars, Unvorhergesehenes .

.

.

.

.

.

11,311. 50 19,837,572. 85

9,572,565.

33,944.

396,291.

134,069.

590,522.

124,386.

504,243.

4,484,598.

94,543.

10 55 12 60 79 37 20 -- 16

.

1 2 3 4 6

Nachtragskredite .

Fr.

,, ,, ,, ,,

32,000 25.500 32JOOO 120,000 130,000 500 ,, 2,000

·

ITotal Fr. 342,000 V-

1,754,259. 06

1,016. 60 -- _--_ -- -- 164,397. 11 --

234^222. 65 -- 33,212.

2,072.

-- 184.

15,524.

47 54.

11,876. 07 19,637.

39,839. 23 17,692. 80 420.

4,739. 29 17.

33,799.

-- 81.

20,375.

15

25 05 41 33 98 83 51 11 69

10,000. --

--

2,262. 30

7,517. 20

6.535. 30 2,135. 74

20,000. -- 3,500. --

-- 788. 79

4,455. 92

9,008. 78 2,153. 05

--B -- -- --

-- -- 11,252. 75 28. 62 447. 37

-- 90,882.

58 --

8,687. 14 1,311. 16

9,500. --e 5,500. --

-- 82. 76

9,413. 20

11,500. -- '

8,000.

195,911.

5,311,419.

91,810.

715.

-- 09 76 88 44

19,571,324. 10

21,591,831. 91 21,103,869. 19 19,837,572. 85 19,571,324. 10 Reinertrag

-- -- --1 -- -- --a --3 --4 --

Mehr.

Weniger.

220. 50

*

Einnahmen Ausgaben

9,840,000.

35,000.

412,000.

146,000.

650,000.

142,500.

509,000.

4,354,000.

115,000.

Mehr.

1,532,545. 09

8,000.

330,000.

3,414,000.

92,000.

13,000.


33 99 74 93


493. 99 --

318. 87 4,271. 60

--

1,898. 30

188. 50

444,262. 75 178,014. --

282,927. 15

Mehrausgabe gegenüber 1887

266.248. 75

282,927. 15

Minderausgabe gegenüber dem Budget, inkl.

Nacnkrodite.

21,354,000. 20,120,500. --

727,854. 25 178^014. --

239,891. 53 444,262. 75

362,978 94 282,927. 15

125,147. 03 --

1,233,500. --

905,868. 25 684,154. 28

684,154. 28

645,906. 09 125,147. 03

20,120,500. --

Vermehrung des Ertrages gegenüber 1887.

--

178,014. --


221,713. 97 Vermehrung des Ertrages gegenüber dem ursprünglich eu Budget .

-- 43,206.

113,832.

217.

12,731.

520,759. 06 178,759. 06


125,147. 03 Vermehrung des Ertrages gegenüber dem Budget, inklusive Nachkredite.

823 Rechnung

Rechnung

1888.

1887.

Fr.

Fr.

In Rubrik a (Im Inland erhobene Taxen) 1,703,655. 59 1,813,207. 43 In Rubrik e, Ziffer l (Einnahmen an Zahlungen von andern Transportanstaltcn für von ihnen erhobene Taxen).

.

.

.

43,324. 15 106,184. 05

Zusammen Davon ab (Ausgabenrubrik XV, Ziffer l, Saldozahlungen an andere Transportanstalten für auf ihre Rechnung erhobene Taxen) ; Bleiben Totaleinnahmen

1,746,979. 74 1,919,391. 48

212. 60

943. 60

1,746,767. 14

1,918,447. 88

Der Ausfall von Fr. 171,680. 74 gegenüber dem Vorjahre rührt in erster Linie von der mit dem 14. Juni 1888 infolge der BisenbahneröffniiDg stattgefundenen Einstellung der Postkurse auf der Brünigroute (Ausfall Fr. 123,523. 07) her. Sodann ist der Ertrag sämmtlicher Alpen- und Touvistenkurse pro 1888 (mit Ausnahme derjenigen der Prättigau- und Flüelaroute, welche einen Mehrertrag von Fr. 4327. 85 nachweisen) gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und zwar: Auf der AJbularoute .

.

.

. m i t Fr. 10,323. 85 ,, ,, Schyn- und Julierroute .

.

,, ,, 8,100. 40 ^ ,, Furkaroute .

.

.

,, ,, 6,547. 19 ,, ,, Maloja- und Engadinerroute .

,, ,, 5,640. 05 ,, f l Sirnplonroute .

.

.

.

,, ,, 5,479. 6 0 ,, ,, Oberalproute .

.

.

,, ,, 3,655. 75 ,, ,, Bernhardinerroute .

.

,, ,, 3,496. 55 ,, ,, Rerninaroute .

.

.

,, 3,276. 80 n ,, ,, Landwasserroute .

.

.

.

.

,, ,, 2,010. 55 ,, ,, Lukmanierroute .

.

.

,, ,, 683. 45 Dieses ungünstige Ergebniß ist der regnerischen und kühlen Witterung des Sommers 1888 zuzuschreiben, welcher Umstand eine große Zahl Reisender vom Besuche der höher gelegenen Alpenthäler abgehalten hat.

Wir schließen hier eine Tabelle (Beilage Nr. 2) bei, in welcher die Zahl der Reisenden und der Ertrag an Passagier- und Uebergevvichtstaxen bei den hauptsächlichsten Alpen- und Touristenkursen für die Jahre 1887 und 1888 angegeben sind.

Vergleichende

Beilage Nr. 2.

Zur Seite 823.

der

Anzahl Reisenden und des Ertrages der Passagier- und Gepäcksübergewichtstaxen bei den hauptsächlichsten Alpen- und Touristenkursen im Jahr 1888 gegenüber 1887.

1888.

1887.

Täglich befahrene Kilometer.

Sommer.

439.6 304.4 419

395.4 198.8 185.« 379.6 615 232.8 467.4 346.6 123 .

.286.4 4393.6

Täglich befahrene Kilometer.

Alpenpässe.

Reisende.

1

Ertrag.

Winter.

Fr.

102,024.

28,076.

76,468.

139,479.

25,946.

85,305.

123,571.

123,090.

26,906.

55,689 51,604.

1,015 i 2,796.

24,170 132,053.

14,013 , 219.8 8,162 211.6 14,368 235.6 13,904 194.2 6,894 134 8,968 98.2 23,889 330.4 20,405 376 121 s 5,892 168.2 1 10,611 !

37.6 '·' 5,731 i --

li

116.2

158,022

2243.6

'

Sommer.

Winter.

439.6 304.4 419 440.6 198.8 185.6 379.6 609.4 232.8 467.4 346.6 123 95.6

219.8

Reisende.

Ertrag.

Fr.

85 15 25 95 50 85 05 10 ~ 62 50 80

973,012. 62

.

*) Simplon (Brieg-Intra, bezw. Domo d'Ossola) Bernhardin (Bellenz-Splügen) .

Splügen (Chur-Chiavenna und Chur-Thusis, Lokalkurs) 2 ) Schyn und Julier (Chur-Samaden via Thusis uVidlLenz) Landwasser (Chur-Lenz-Davos) .

Albula (Chur-St. Moritz, resp. Ponti-esina) Prrtttigau-Flüela (Landquart-Schuls) '.

Malqja und Engadin (Chiavenna-Nauders) '.

Bernina (Samaden-Tirano) .

.

.

.

.

Oberalp (Chur-Göschenen) , Furka (Brieg-Göschenen) .

.

.

.

.

.

Lukmanier (.Dissentis-Biasca) l 3 ) Brüuig (Brienz-Alpnach) .

.

.

.

Total

-

4242.4

211.6

235.6 194.2 134 98.2 330.4 376 121.8

168.2 37.6 -- 116.2

2243.6

96,545. 25 12,104 24,579. 60 7,922 14,031. 74,457. 70 14,471 131,379. 55 23,243. 75 6,524 74,982. 8,225 26,419 127,898. 85 21,558 117,450. -- 23,629. 30 5,143 52,033. 25 10,620 5,041 45,05?. 43 2,113. 05 898 8,530. 73 4,755 801,900. 46

137,711

II

') Die Simplonkurse worden vom 9. September 1888 an infolge Eisenbahneröffnung Domo d'Ossola-Gravellot a auf die Strecke B r i e g - D o m o d'Ossola beschränkt.

2 ) Neuer Sommerkurs T i e f e n k a s t e n - C h u r an Stelle des Anschlußkurses Lenz-Tiefenkasten.

3 ) Säaimtliche Postkurse zwischen Brienz, M e i r i n g e n und A l p n a c h wurden infolge Eröffnung der Briit igbahn auf den 14. Juni 1888 aufgehoben.

824

Zur richtigen Vergleichung der Einnahmen an Reisendenund Gepäcktaxen mit den Transportkosten müssen von letzterer Rubrik (VIII) nachstehende Posten in Abzug gebracht werden, weil denselben keine entsprechenden Einnahmen gegenüberstehen : 1. Entschädigung an die Eisenbahnen für den Transport der Stücke über 5 kg 2. Kosten der sog. subventionirten Kurse, bei denen die Einnahmen an Passagier- und Gepäcktaxen ganz den Unternehmern zufallen .

.

3. Regelmäßige Fourgondienste ohne Reisendentransport .

.

4. Extrabeiwagen für Rücktransport (welche fast ausschließlich wegen des Fahrposttransports nothwendig sind) .

.

.

.

1888.

1887.

Fr.

Fr.

470,171. 74

524,396. 14

225,138. 05

215,629. --

203,537. 65

203,048. 80

194,183. 7 9

166,603. 1 0

1,093,031. 23 1,109,677. 04 Die übrigen Ausgaben der Rubrik Transportkosten betrugen .

.

3,227,169. 66 3,374,920. 96

Die Gesammtausgaben der Rubrik VIII belaufen sich auf .

. 4,320,200. 89 4,484,598. -- Es ergibt sich somit nachstehende Zusammenstellung der Reieneinnal sendeneinnahmen und der damit in Verbindung stehenden Transportkosten : 1888.

Transportkosten, wie oben Einnahmen, wie oben .

Ausfall

.

.

1887.

Fr.

Fr.

. 3,227,169. 66 3,374,920. 96 . 1,746,767. 14 1,918,447. 88

1,480,402. 52 1,456,473. 08

Der Mehrausfall von Fr. 23,929. 44 pro 1888 gegenüber dem Vorjahre rührt hauptsächlich von der vorerwähnten Einstellung der sozusagen noch einzig rentabel gewesenen Brünigkurse her, welche pro 1887 einen Reingewinn von Fr. 11,424. 90 abgeworfen haben, während pro 1888 nur der passive Winterbetrieb vom 1. Januar bis 14. Juni mit einem Ausgabenüberschuß von Fr. 4999. 67 in Betracht fällt.

825 Sodann rührt dieser Ausfall auch von den obevwähnten ungünstigen Frequenzverhältnissen während des letzten Sommers her.

Wir verweisen diesfalls auch- auf den Rechnungsbericht vom Jahr 1887 (Bundesblatt von 1888, Band III, pag. 17), in welchem bereits vorausgesagt wurde, daß die Eröffnung der Eisenbahn über den Brünig das Verhältniß zwischen Einnahmen an Reisenden- und ·Uebergevvichtstaxen einerseits und Transporttaxen anderseits noch ungünstiger gestalten werde, als es damals war.

Der Beiwagentransport ergab folgendes Resultat: 1888.

1887.

Zahl der Beiwagenreisenden 57,070 Kosten des Beiwagentransports .

.

.

. F r . 401,944. 8 4 Ertrag der Taxen an Beiwagenreisenden .

. . ,, 205,108. 34

66,711 F r . 452,372. 1 0 ,, 281,887. 80

Verlust auf dem Beiwagentransport .

.

. Fr. 196,836. 50 Fr. 170,484. 30 Die in diesen Beträgen inbegriffenen Kosten für Gepäckwagen, denen keine Einnahmen an Reisenden, wohl aber solche an Fahrpost- und Gepäcktaxen gegenüberstehen, betrugen : Im Jahre 1888 Fr. 194,183. 79 ,, ,, 1887 ,, 166.603. 10 (Siehe auch Ausgabenrubrik VIII Transportkosten.)

Der Verlust auf dem Trausport der Reisenden mit den Beiwagen reduzirt sich somit: für das Jahr 1888 auf Fr. 2652. 71 ,, ,, ,, 1887 ,, ,, 3881. 20 Der E x t r a p o s t d i e n s t hatte folgende Ergebnisse: Bruttoertrag.

1887.

1888.

Fr.

6,027. -- 1,955. 90 83,135. 90 826. 85 91,945. 65

75,143. 85

70,708. 10

73,301. 85

und es bleibt somit als Einnahmefür diePostvervvaltung .

. 17,563. 10

18,572. 05

Lausanne Luzern Chur .

Bellinzona

.

.

.

.

Hievon wurden an die Postpferdhalter bezahlt .

.

.

Bnndesbktt. 41. Jahrg. Bd. II.

95 40 10 50 95

Fr.

5,081.

1,176.

82,620.

401.

89,280.

1886.

80 80 35 20 15

Postkreis ,, ,, ,,

Fr.

5,826.

1,175.

85,453.

251.

92,706.

.

18,643. 80 54

826 Wenn trotz der größern Bruttoeinnahmen von 1888 gegenüber 1887 die zu Gunsten. der Postverwaltung verrechneten Einnahmen im Jahr 1888 circa Fr. 100.0 weniger betragen als im Vorjahr, so rührt dies davon her, daß von diesen Einnahmen imJahr 1888 Fr. 5243. 25 mehr als 1887 auf den Winterdienst fallen, während welchem nur die Expeditionsgebühren, jedoch keine Wagengelder zu Gunsten der Postverwaltung verrechnet werden, weil die Fuhrwerke von den Unternehmern zu liefern sind.

' Der Totalbetrag der von deu internationalen Reisebüreaux bestellten Extraposten belief sich im Jahr '1888 auf Fr. 6756 gegenüber von nur Fr. 617. 80 im Vorjahre.

b. Ertrag der Werthzeichen.

1888.

1887.

Einnahmen .

.

. Fr. 16,390,211. 05 Fr. 15,704,828. 98 Voranschlag .

.

.

,, 16,100,000. -- Vermehrung gegenüber 1887 .

. Fr. 625,382. 07 ,, ,, dem Budget ,, 290,211. 05 Ueber dieses erfreuliche Resultat haben wir uns unter Abschnitt A l l g e m e i n e s hievor bereits ausgesprochen.

c.

Zeitschriften.

1888.

1887.

Einnahmen .

.

.

. F r . 737,216. 8 8 F r . 701,585. 8 5 Voranschlag ,, 715,000. -- Die infojge der Verkehrszunahme eingetretene EinnahmenVermehrung betrug 1888: Gegenüber dem Vorjahre Fr. 35,631. 03 ,, Budget ,, 22,216. 88 d. Briefposttransit.

1888.

1887.

Einnahmen .

.

.

. F r . 144,218. 9 0 F r . 115,341. 9 9 Voranschlag .

.

.

.

,, 125,000. -- Im Jahr 1887 wurde der Ertrag des Jahres 1886 vereinnahmt und zwar auf Grundlage der Statistik vom Mai 1885 für das erste Quartal mit lk definitiv und für die übrigen drei Quartale mit 3/4 provisorisch, unter Vorbehalt der endgültigen Regliruug auf Grundlage der Statistik vom November 1887.

827

Die Einnahme des Jahres 1888 vepräsentirt nur das wirkliche Ergebniß des Jahres 1887, gemäß der Statistik vom November 1887, im Betrage von Fr. 130,602. 24, sowie die Diffej^nzen zwischen den erwähnten provisorischen Zahlungen und dem wirklichen Ertrag gemäß der soeben genannten Statitik, mit Fr. 13,616. 66.

e. Saldoertrag der Abrechnungen mit ändern Transportanstalten.

1888.

Einnahmen Voranschlag

.

.

1887.

. Fr. 2,289,593. 11 Fr. 2,415,325. 72 ,, 2,354,000. --

Der Ertrag ist um Fr. 64,406. 89 hinter dem Voranschlag und um Fr. 125,732. 61 hinter dem Ergebniß von 1887 zurückgeblieben.

Wir werden auf diese Mindereinnahme bei der entsprechenden Ausgabenrubrik (XV. Saldozahlungen und Rückvergütungen) zurückkommen.

f. Fach- und Lagergebühren.

1888.

Ertrag der Fachgebühren .

,, ,, Lagergebühren

.

.

1887.

Fr. 75,668. -- Fr. 73,344. 75 ,, 1,391. 40 ,, 1,404. 60

Total Fr. 77,059. 40 Fr. 74,749. 35 Voranschlag ,, 72,000. -- Ueber die dienstlichen Verhältnisse, welche mit den Fächern (regelmäßige Abholung der Postsachen durch die Adressaten) verbunden sind und die Berechtigung der Erhebung der Fachgebübren haben wir uns im Geschäftsbericht für das Jahr 1888, Abschnitt VIII, Ziffer 2, des Nähern ausgesprochen. Wir verweisen hiermit auf die daherige Auseinandersetzung, welche beweist, daß die Einrichtung der Fächer nicht einem fiskalischen Interesse der Postverwaltung, sondern der Bequemlichkeit eines Theils des Publikums dient.

g. Konzessionsgebühren.

Einnahmen Voranschlag

.

1888.

1887

Fr. 14,925. 60 ,, 15,000. --

Fr. 15,527. 05

Die Einnahmen vertheilen sich auf die einzelnen Postkreise und Transportunternehmungen wie folgt:

828 | |

Postkreise.

« o

e

Dampfschiffe.

Omnibus.

Total.

Fr.

Fr.

1,656. 60

Fr.

1,656. 60 3,322. 40 2,300. 95

< o

^

Genf Lausanne .

Bern Neuenburg Basel .

Aavau Luzern Zürich . .

St. Gallen.

Chur Bellenz

11

. . .

. . .

.

. .

. . .

Total ,,

1888 1887

Verminderung! gegen> über Vermehrung J 1887

2 4 4 6 1 11 3 5 7 1

3,322. 40 2,260. -- 10. --

40. 95 1,341. 40

10.

4,290.

352.

10.

-- -- 50 --

1,019. 05

130. -- 472. 70

10. --

55 10,264. 90 61 10,999. 90 6

601. 45 133. 55

--

h. Strafgelder

-- 40 -- 05 50 -- 70 --

4,660. 70 14,925. 60 4,527. 15 15,527. 05

735. --

--

10.

1,341.

10.

5,309.

352.

140.

472.

10.

--

und Bussen.

1888.

1887.

Einnahmen . Fr. 455. 45 Fr. 520. 45 Voranschlag . ,, 600. -- Diese Einnahmen repräsentiren nur die Strafgelder und Bußen, welche von P r i v a t e n eingehoben werden. Die gegen Beamte und Bedienstete der Postverwaltung, sowie gegen Postpferdehalter und Postillone ausgesprochenen Ordnungsbußen werden bekanntlich der Kasse des Versicherungsvereins der eidgenössischen Beamten und Bediensteten zugewendet.

i.

Wechselkursdifferenzen.

1888.

Einnahmen Voranschlag

.

.

1887.

Fr. 29,765. 79 Fr. 32,327. 26 ,, 36,000. -- -

829 Der Ertrag hat weder die veranschlagte, auf den Durchschnitt der 10 Vorjahre basirte Summe, noch die Einnahme des Jahres 1887 erreicht, hinter welcher er um Fr. 2561. 47 zurücksteht.

Diese Einnahme hängt von den Börsenkursen ab, welche steten Schwankungen unterworfen sind. Einerseits darf die Verwaltung den Einzahlungskurs für die Geldanweisungen nach denjenigen Ländern, welche nicht den Franken zur Münzeinheit haben, nicht zu tief festsetzen, indem sie sonst Verluste erleiden würde. Andererseits hält aber die schweizerische Postverwaltung darauf, diesen Einzahlungskurs nicht höher, als unbedingt nothwendig ist, zu halten. Das Ergebniß kann daher als ein befriedigendes angesehen werden.

k. Untermiethe von Lokalen.

1888.

1887.

Ertrag Fr. 87,057. 43 Fr. 73,471. 98 Voranschlag . ,, 90,000. -- Die Mehreinnahme gegenüber 1887 hat ihren hauptsächlichsten Grund theils in der Vermehrung der Zinsbeiträge der Telegraphenverwaltung für die neuen Dienstgebäude in St. Gallen und Luzern, sowie im neu hinzugekommenen Zinsbeitrage dieser Verwaltung für das neue Post- und Telegraphengebäude in Interlaken, theils in der Vermiethung von Privatwohnungen in den vorgenannten neuen Postgebäuden.

l. Besoldungsbeüräge.

1888.

1887.

Ertrag .

.

.

.

. F r . 43,669. 77 Fr. 27,293. 76 Voranschlag ,, 26,200. -?

Seit 1. Januar 1888 bezieht die Postverwaltung einen Antheil an den Provisionen für den von ihr besorgten Zoll- und Monopolgebührenbezug auf Fahrpoststücken (als Beitrag an die Besoldungen der betreffenden Postbeamten und an die daherigen Bureaukosten).

Dieser Provisionenantheil hat im Jahr 1888 Fr. 16,171 betragen.

Im Uebrigen setzen sich diese Besoldungsbeiträge zusammen aus dem Beitrag der schweizerischen Militärverwaltung an die Kosten des Militärpostbüreaus in Thun (Fr. 2000), aus der Zahlung der deutschen Reichspost für Besorgung des deutsch-internen Postdienstes im badischen Bahnhof in Basel (circa Fr. 12,000) und aus Beiträgen der schweizerischen Telegraphenverwaltung für Besorgung des Telegraphendienstes bei verschiedenen vereinigten Post- und Telegraphenbüreaux (circa Fr. 13,000).

830

m. Erlös aus verkauftem Material.

1888.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

1887.

Fr.

Fr.

Dienstkleidungsmaterial .

.

. 14,137. 27 13,394. 46 a. Alte, ausrangirte Wagen u. Schütten 5,381. 40 4,221. -- b. Altes Fuhrwesenmaterial .

. 7,797. 09' 8,478. 60 c. Abgabe von Beleuohtungs-, Reinigungs- und Schmiermaterial an die Postpferdehalter .

.

.

548. 45 845. 32 Postalische Drucksachen (Tarife etc.) 4,489. 96 3,892. 92 Makulatur 6,385. 08 5,011. 20 Büreaumaterialien, Verkauf .

.

167. 55 128. 77 ,, jährliche Beiträge der Telegraphenverwaltung . 1,720. -- 1,620. -- Büreaumobiliar 3,925. 55 1,267. 35

Total Voranschlag

44,552. 35 38,859. 62 39,000. --

n. Verschiedenes.

1888.

1887.

Fr.

Fr.

  1. Vergütung für den Gebrauch von Postfuhrwerken 18,870. 55 18,918. 80 2. Rechnungsdiöerenzen .

.· .

130. 62 123. 26 3. Nettoerlös aus der Rebütsliquidation .

920. 80 723. 74 4. Einnahmen auf nicht rückvergütbaren Geldanweisungen .

.

.

. 1,825. 0 5 1,876. 5 8 5. Zufällige Einnahmen.

.

.

. 7,703. 57 9,187. 37 *

Totaf~2äj50. 59 30,829. 75 Voranschlag 26,200. --

3. Telegraphenverwaltung.

  1. Telegraphenwesen.

Die nachstehende Tabelle I enthält eine Vergleichung der hauptsächlichsten Posten der Einnahmen in der Rechnung von 1887, im Voranschlage und in der Rechnung von 1888.

R u b r i k I. Der Ertrag des internen, internationalen und des Transitverkehrs übersteigt denjenigen des Vorjahres um 175,948 Franken 97 Rappen, oder 7,9 °/o, und hat den Voranschlag um Fr. 92,393. 06 überschritten.

831 Die Vertheilung des Ertrages auf die verschiedenen Verkehrsarten wurde für den internationalen und den Transitverkehr auf Grundlage der Wortzahlstatistik und der aus den Abrechnungen mit dem Auslande sich ergebenden Durchschnittssätze vorgenommen, während der Ertrag des'internen Verkehrs sich aus den von den Bureaux gemachten Ausscheidungen ergibt. Es stellten sich dabei folgende Durchschnittssätze heraus: Für ein internes Telegramm .

. 64,9 Cts.

,, ,, internationales ,, .

. 87,7 ,, ,, ,, transitirendes ,, .

. 55,0 ,, Demnach vertheilt sich der Gesammtertrag annähernd wie folgt : 1,805,373 interne Telegrammezu 64,9 Cts. = Fr. 1,171,687. 07 1,105,827 internationale ,, ,, 87,7 ,, , = ,, 969,810. 27 468,75% transitirende ,, ,, 55,0 ,, = ,, 257,817.45 Ausgleichung der bei der Ausscheidung fallen gelassenen Dezimalstellen .

.

.

. ,, 78.27 Summe wie in Rechnung Fr. 2,399,393. 06 II. Die G e m e i n d e b e i t r ä g e sind um Fr. 4079. 69 unter der Einnahme des Vorjahres geblieben, haben aber den Voranschlag um Fr. 9782. 43 überstiegen.

III. Die v e r s c h i e d e n e n E i n n a h m e n stellen sich um Fr. 4698. 91 höher, als im Vorjahre, und um Fr. 13,380. 22 höher als der Voranschlag.

Die G r e s a m m t s u m m e der Telegrapheneiunahmen erzeigt, mit Einschluß der Inventarvermehrung von Fr. 28,393. 40, gegenüber 1887 eine Vermehrung von Fr. 204,961. 59 und übersteigt den Voranschlag um Fr. 143,949. 11.

2. Telephonwesen.

L Der Ertrag der A b o n n e m e n t s g e b ü h r e n hat gegenüber dem Vorjahre um Fr. 132,704. 74 zugenommen und den Büdgetansatz um Fr. 68,025. 30 überschritten.

I I . D i e Einnahmen f ü r G e s p r ä c h s t a x e n u n d T e l e g r a m m v e r m i t t l u n g belaufen sich um Fr. 37,019. 71 höher, als im Vorjahre, und um Fr. 31,077. 72 höher, als im Budget vorgesehen wurde.

III. D i e v e r s c h i e d e n e n E i n n a h m e n (Kostenersatz für Appavatenverlegungen bei Abonnenten, Material verkauf u. s. vv.)

832 überstiegen diejenigen des Vorjahres um Fr. 5111. 41 und den Voranschlag um Fr. 5345. 86.

IV. Die I n v e u t a r v e r m e h r u n g beträgt Fr. 182,149. 46 weniger, als im Jahre 1887, stellt sich aber um Fr. 25,848. 37 höher, als im Budget vorgesehen wurde.

Die G e s a m m t e i n u a h m e , mit Berücksichtigung der Differenz in der Inventarvermehrung, erzeigt gegenüber dem Vorjahre eine Verminderung von Fr. 7313. 60, hat aber die im Budget angesetzte Summe um Fr. 130,297. 25 überschritten.

Einnahmen der Telegraphenverwaltung.

Rubriken.

I.

II.

III; IV.

Rechnung von 188f Fr.

Voranschlag von 1888.

Fr.

Rechnung von 1888.

Fr.

Telegraph.

0 Ertrag der Telegramme .

. 2,223,444.09 2,307,000. -- 2,399,393. 06 Gemeindeteiträge .

.

.

63,862.12 50,000.-- 59,782.43 Verschiedene Einnahmen .

48.681.31 40,000.-- 53,380.22 Vermehrung d. Inventarwerthes -- -- 28,393.40 2,335,987.52 2,397,000.-- 2,540,949.11

I.

II.

III.

IV

Telephon.

Abonnementsgebühren .

.

Gesprächstaxen und ' Telegrammvei-mittlung .

.

.

Verschiedenes .

.· .

.

Inventarvermehrung .

.

845,320.56

910,000.--

978,025.30'

84,058.01 8,234.45 257,997.83

90,000.-- 8,000. -- 50,000.--

121,077.72 13,345.8fr 75,848.37

1,195,610.85 1,058,000.-- 1,188,297. 25 Total 3,531,598.37 3,455,000.-- 3,729,246.36.

Unvorhergesehenes, 1) Erlös aus verkauften Inventargegenständen . Fr. 3623. 06 2) Rückvergütete Grenzbereinigungskosten (Tessin u n d Italien) .

.

.

.

.

.

. ,, 607. 353) Agio auf Geldsorten 180. 85 fl Voranschlag Mehreinnahme .

ü'r. 4411. 26 « 1610. -- Fr. 2801. 2&

833

Ausgaben.

Amortisation und Verzinsung des Anleiheus.

Kapitalrückzahlung I . Quote Semesterzinse Provision und Spesen ·

.

.

.

.

.

.

. F r . 675,000. -- ,, 1,093,645. -- · y> 4,539. 23

.

Total Fr. 1,773,184. 23 . ,, 1,773,645. --

Voranschlag Die Miuderverwendung beträgt

.

.

.

Fr.

460. 77

Allgemeine Terwaltnngskosten.

Nationalräth.

Voranschlag

Ständerath.

Bundesrath.

Fr. 15,354. 25 Fr. 91,091. 75 ,, 15,500.-- ,, 85,500.--

Minderverwendung Fr. 10,326.60 Fr.

145. 75 Mehrverwendung Fr. 5,591. 75 welche infolge des Ablebens des Herrn Bundespräsidenten Hertenstein und dessen Ersetzung als Mitglied des ßundesrathes entstanden ist.

Bundeskanzlei.

Die Ausgaben für das Personal belaufen sich auf Fr. 111,093. 20 diejenigen für das Material auf .

.

.

. ,, 225,896. 62 Total Voranschlag und Nachtragskredite

Fr. 336,989. 82 ,, 340,200. --

Minderverwendung Fr. 3,210. 18 Von derselben entfallen Fr. 2506. 80 auf das Personal, nämlich hauptsächlich auf die kurze Zeit vakant gewesene Sekretärstelle und auf die Rubrik ,,Uebersetzungen".

834

Bundesgericht.

Gehalt der Mitglieder und Entschädigung an Ersatzmänner . F r . 91,452. -- Gerichtskanzlei . . .

.

.

.

.

Minderausgabe herrührend von Ersparnissen gaben'1'.

.

Fr. 150,090. 90 ,, 154,000. --

Fr. 3,909. 10 auf der Rubrik ^Allgemeine Aus-

A, Departement des Auswärtigen, .

, Ausgaben.

Fr.

Politische Abtheilung . 426,204. 45 Abtheilung Handel . 229,753. 63 Abtheilung Auswande' rungswesen .

. 15,199. 24 Abtheilung für geistiges Eigenthum ' .

. 18,820. 15

Budget und Nachtragskredite, Fr.

Minderverwendung.

Fr.

426,599. 40 233,900. --

394. 95 4,146. 37

15,200. --

--. 76

19,400. --

579. 85

689,977. 47 695,099. 40 5,121. 93 Eine erwähnenswerthe Differenz zwischen Budget und Rechnung, bestehend in einer Minderausgabe von Fr. 4146. 37, kommt nur bei der Abtheilung ,,Handel" vor, wovon Fr. 2134 auf Besoldungen und Fr. 1825. 55 auf das Handelsamtsblatt entfallen.

B, Departement des Innern.

Abtheilung Inneres. I. Kanzlei.

Budget Ausgaben

.

Mindei'verwendung infolge Vakanz .der ersten Sekretärstelle.

Fr. 16,500. -- ,, 16,1 «8. 35 Fr.

311. 65

835 II. Archive.

Ad 4. Sammlung der altern Abschiede: Budget Ausgaben

Fr. 3,000. -- ,, 1,725. 80

Minderverwendung Fr. 1,274. 20 und zwar wegen geringerer Arbeitsleistung am Generalregister.

Ad 5. Helvetische Aktensammlung: Budget -.

.

Ausgaben .

.

.

.

.

.

.

.

.

Fr. 9,200. -- . 9,020. --

Minderverwendung Fr.

180. -- Ad 6. Pariser Abschriften : Budget . .

.

. Fr. 8,000. -- Ausgaben ,, 7,985. 20 Minderausgabeu · Fr.

14. 80

III. Statistisches BUreau.

Besoldungen. Die Minderausgabe von . - . Fr. 4,419. 45 rührt von dem Umstände her, daß der Direktor, zugleich provisorischer Direktor der Alkoholverwaltung, den größern Theil seiner Besoldung von dieser bezog. Die Stelle des Sekretärs blieb das ganze Jahr unbesetzt.

Druckarbeiten. Minderausgabe .

.

. Fr. 818. 30 Verschiedene Umstände trugen dazu bei, daß die diesjährigen Publikationen in ihrem äußern Umfange wohl das Minimum dessen darstellen, was vom statistischen Bureau je in einem Jahr gedruckt werden wird.

Unfallstatistik. Minderausgabe .

.

. Fr. 32,723. 65 Die Entschädigungen der Unfallzähler und der Aerzte (je per Unfall 50 Rp.) konnten nur für ein halbes Jahr aus diesem Kredite bezahlt werden, weil die Berichte für die Monate Oktober bis Dezember erst Anfangs Februar 1889 eingingen und deßhalb für das Rechnungsjahr außer Betracht fielen. Dann ist überhaupt die Zahl der beobachteten Unfälle bedeutend kleiner geblieben, als man bei Aufstellung des Budgets vorgesehen hatte.

Total der Ausgaben .

'. ' .

.

.

. F r . 119,022. 11 Budget und Nachtragskredite .

.

.

,, 158,500. -- Minderausgaßen

Fr. 39,477. 89

35*S--

836

IV. Beiträge an Arbeiten schweizerischer Vereine.

Die büdgetirten und nachbewilligten Beiträge von zusammen Fr. 38,200 kamen sämmtlich in dieser Höhe zur Verausgabung.

V. Beiträge an Anstalten.

Ad 1. Die polytechnische Schule verfügte, mit Einschluß der Einnahmen und des Spezialkredites für die Versuchsfelder, über eine Kreditsumme von . . . . . . F r . 642,837. 5 0 und verausgabte ebensoviel, indem der Kreditüberschuß von ,, 32,090. 90 vorschriftsgemäß an den Schulfoud abgeliefert wurde.

Ad 7. Permanente Schulausstellungen: Kredit Fr. 5,000. -- Ausgaben ,, 4,291. 70 Minderausgabe

*

Fr.

708. 30

VI. Verschiedenes.

Ad 1. Gesundheitswesen: Budget u n d Nachtragskredite Ausgaben .

.

.

.

.

.

.

.

.

.

. F r . 15,000. -- . ,, 14,946. 02

Mindervervvendung Fr.

53. 98 Ad 2. Erhaltung und Erwerbung vaterländischer Alterthümer: Budget .

.

.

.

.

.

.

. F r . 50,000. -- Ausgaben .

.

.

.

.

.

.

. ,, 24,422. 8 0 Minderverweodung Fr. 25,577. 20 Dieser verhältnißmäßig große Kreditüberschuß rührt von dem Umstände her, daß einige angestrebte Ankäufe resultatlos geblieben , andere während des Rechnungsjahres nicht mehr zum Abschluß gebracht worden sind.

Ad 4. Hebung der schweizerischen Kunst: Kreditsumme (Beginn der Wirksamkeit des Gesetzes 1. Juli) Fr. 50,000. -- Ausgaben ,, 14,652. 25 Der Kreditüberschuß von .

.

.

. Fr. 35,347. 75 wurde gemäß Art. 2, Absatz 2, des Bundesbeschlusses betr. die Förderung und Hebung der Schweiz. Kunst vom 22. Dezember 1887 (A. S. n. P. X, 579) dem schweizerischen Kunstfond einverleibt.

837 Abtheilung Bauwesen.

.

.

.

. ,, 837,176. 86 somit beträgt die Minderverwendung .

. Fr.

37. 14 Die nachverzeichneten Rubriken ergeben dagegen folgende namhaftere Abweichungen gegenüber den bewilligten Krediten : V . M o b i l i a r a n s c h a ff u n g e n u n d U n t e r h a l t : Kredit.

  1. Für die Central Verwaltung . Fr. 55,800. -- b) Inuere Einrichtung des Chemiegebäudes in Zürich .

. ,, 26,764. 97

Eestanz.

Fr. 6,301. 03 ,, 3,300. 27

Fr. 82,564. 97 Fr. 9,601. 27 Von dem Saldo sub a fallen Fr. 6300 auf die Neumöblirung des Bimdesrathssaales, welcher Kredit, infolge Verschiebung der Arbeit, bereits auf das Budget pro 1889 übertragen wurde.

Die sub b restirenden Fr. 3300. 20 gelangten nicht zur Verwendung, weil einzelne Gegenstände noch nicht angeschafft werden konnten. Dieser Posten wird daher auf dem Wege eines Nachtragskredites auf das Jahr 1889 übertragen werden müssen.

Für die Rubrik VII. G e b ä u d e - A s s e k u r a n z waren bewilligt Fr. 16,000. -- e s wurden aber n u r .

.

.

.

.

.

. 15,371. 3 2 ausbezahlt, so daß Fr.

628. 68 unverwendet blieben.

IX. Erweiterungs- und U m b a u - A r b e i t e n : Kredit Fr. 279,500. -- Ausgaben ,, 163,308. 83 Saldo Fr. 116,191. 17 Von diesem nicht verwendeten Betrage fallen Fr. 15,500 auf 4en Posten ,,Renovirung des Bundesrathssaales", der in das Budget

838

pro 1889 übertragen wurde, und Fr. 100,691, 17 auf denjenigen ,,Erhöhung, vesp. Umbau des Postgebäudes Bern", wofür eine Summe von Fr. 120,000 bewilligt war. Von der Erhöhung des Letztem ist- aus den .im Geschäftsberichte auseinandergesetzten Gründen abgesehen worden, dagegen wurden auf Wunsch des Postdepartements im Erdgeschoß dieses Gebäudes verschiedene für den Postdienst unumgänglich nothwendige Umbauarbeiten mit einem Kostenaufwand von Fr. 7308. 83 ausgeführt.

XI. N e u b a u t e n .

Kredit .

. ^ Ausgaben

Fr. 1,255,938. 87 ,, 1,057,727. 66

Nicht verausgabt Fr. 198,211.2l' Dieser nicht verwendete Kredit vertheilt sich auf das nicht erstellte Scheibenmagazin in Frauenfeld, dio nicht gänzlich vollendeten Zollgebäude in Luceile, Stein a./Rh. und Campocologno und und das Zeughaus in Schwyz, wofür die entsprechenden Beträge in das Budget des Jahres 1889 aufgenommen wurden, sowie auf das Physikgebäude in Zürich und das neue Bundesrathhaus in Bern, deren Restanzen später ebenfalls übertragen werden müssen!

XV. Beiträge an Kantone für ö f f e n t l i c h e Werke: Kredit Fr. 1,469,136. -- Ausgaben ,, 1,288,395. 51 Nicht verwendet Fr. 180,740. 49 Die Beträge dieser Rubrik werden, entsprechend den Bestimmungen der bezüglichen Beschlüsse, jeweilen nur im Verhältnisse der ausgeführten Arbeiten verabfolgt, infolge dessen für die Rhonekorrektion im Kanton Wallis, die Juragewässerkorrektion, die Rheinkorrektion im Kanton Graubünden, die Landwasserkorrektion, die Nollaverbauung, die Korrektionen der Emme, der Aare und des Tessin, die Büdgetansätze nicht ganz, für die Regulirung der Wasserstände des Zürichsees, weil noch nicht in Angriff genommen, gar nicht zur Auszahlung gelangen konnten.

Für die Vitznau-Gersau-Straße auf Gebiet des Kantons Luzern waren als Restzahlung aufgenommen .

.

. Fr. 9,200. -- da die wirklichen Baukosten jedoch unter dem, dem Subveutionsbeschlusse zu Grunde gelegenen Voranschlage blieben, so mußten nur noch .

. ,, 5,739. 24 entrichtet werden, und es bleibt somit der an den Kauton Luzern bezahlte Bundesbeitrag um . Fr. 3,560. 76 unter dem bewilligten Maximum.

839

G, Justiz- und Polizeidepartement, Bjidget und Nachtragskredite.

Fr.

  1. Departementskanzlei .
  2. Justizvvesen, Civilstand und Handelsregister .
  3. Fremdenpolizei .

.

4. Heimatlosenwesen .

.

5. Gesetzentwürfe, Kornmissionen und Druck gesetzgeberischer Arbeiten .

6. Beiträge für staatsrechtliche Arbeiten .· .

7. Ankauf der Bibliothek des verstorbenen Prof. Wyß in Basel .

.

.

8. Unvorhergesehenes .

Ausgaben.

Fr.

MinderVerwendung.

Fr.

34,300. -- 32,149. 50

2,150. 50

15,600. -- 11,148. 15 4,451. 85 22,000. -- 8,876. 55 13,123. 45 3,500. -- 3,096. 85 403. 15 43,000. --

36,885. 50

6,114. 50

6,000. --

4,000. --

2,000. --

-2,000. -- 1,000. --

2,000. -- 1,000. --


127,400. --

99,156. 55 28,243. 45

Ad 2. Die Minderausgaben umfassen Ersparnisse sowohl im Justizvvesen, als bezüglich der Besorgung des Civilstandes und des Handelsregisters.

Ad 3. Die Minderverwendungen sind wesentlich dadurch veranlaßt, daß die Voraussetzung zur Begründung des Nachtragskredites von Fr. 20,000 nicht eingetreten ist. Die große Mehrzahl der Kantone hat auf einen Beitrag aus der Bundeskasse verzichtet. Nur zwei Kantone haben den Beitrag gewünscht und erhalten.

Ad 5. Einzelne Arbeiten sind im Berichtjahre nicht mehr zum Abschlüsse gekommen und es kann deren Bezahlung erst irn laufenden Jahre stattfinden.

Ad 6. Die Arbeiten, für welche dieser Kredit bestimmt war, sind im Laufe des Jahres 1888 aus verschiedenen Gründen. nicht in der Weise gefördert worden, um die Verwendung des ganzen Kredites zu rechtfertigen.

840

D, Militärdepartement Eüdgetrubrik.

Budget una, Ausaaben %redit- Melvry Nachtragskredite.

' restanzen. ausgaben.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

28,900. -- 27,113.40 1,786. 60

I. Sekretariat .

II. Verwaltung: A. Verwaltungspersonal B. Instruktionspersonal C. Unterricht D. a. Bekleidung .

b. Bewaffnung und Ausrüstung .

E. Equipementsbeitrag an Offiziere F. Kavalleriepferde Gr. Schießprämien .

H. Kriegsmaterial J. Militäranstalten und Pestungswerke K. Topographisches Bureau L. Besoldnngsnachgenüsse M. Kommissionen nnd Experte .

N. Druckkosten 0. Landsturmkontrole P. Unvorhergesehenes

456,170.-- 441,187.58 14,982.42 796,820.-- 777,330.26 19,489.74 7,582,174.-- 7,569,026.69 13,147.31 2,876,852. -- 2,730,917.49 145,934. 51 1,069,053.-- 1,069,032.22

20.78

186,210.150,629.10 35,580.90 1,113,500. -- 990,961.87 122,538.13 230,000.-- 237,795.62' -- -- 7,795.62 2,841,208. -- 2,706',367.23 134,840.77 1,205,516.08 1,202,702.30 227,100.-- 18,000.-- 10,000. -- 75,000. 6,000. -- 418,700. --

226,276.12

2,813.78 823.88

7,785.85 10,214.15 6,420. -- 74,991. 92 -- 75 418,675. 65

3,580. -- 8.08 5,999. 25 24.35


-- -- 19,112,303.08 18,610,100.65 509,998.05 7,795.62

18,610,100.65 7,795.62~ 502,202.43Kreditrestanzen 502,202.43 Wir haben im Rechnungsjahr 1888 in den Hauptbudgetrubriken eine einzige Ueberschreitung im Betrage von Fr. 7,795. 62 auf dem Kredite ,,Schießprämien"' zu verzeichnen. Diese Ueberschreitung, welche durch herwärtigen Beschluß vom 18. Januar 1889 bewilligt wurde, hat ihren Grund darin, daß die Zahl der freiwilligen Schießvereine im Jahre 1888 gegenüber 1887 um circa 70 und die Zahl der auf einen Bundesbeitrag von Fr. 3 berechtigten Mitglieder sich um circa 2500 vermehrt hat.

841 Auf den Unterabtheilungen des ,,Unterrichts", welcher im Total -eine Kreditrestanz von Fr. 13,147. 31 verzeigt, sind folgende Mehr-·ausgaben zu erwähnen : Aushebung Fr. 2,666. 50 Rekrutenschulen : Infanterie .

.

.

.

.

.

. ,, 5,325. -- Genie ,, 5,407. 04 Verwallungstruppen .

.

.

.

.

. 2,058. 6 5 Wiederholutigskurse : Infanterie .

.

.

.

.

.

. ,, 20,948. 08 Sanität .

,,. 2,329. 37 .Extrakosten ,, 44,744. 93 Cadreskurse: Generalstab ,, 2,002. 63 Infanterie ,, 6,465. 02 'Kavallerie .

. . .

.

.

.

. ,, 438. 08 Sanität ,, . 1,738. -- Centralsehulen ,, 4,154. 51 Der Kredit für "die ,, Aushebung* hat sich seit einigen Jahren, trotz stat.tgef'undener Erhöhung des Budgets, infolge fortwährender Zunahme der Stellungspflichtigen und daheriger Vermehrung der JRekrutirungstage, stets als unzureichend erwiesen. Im Budget für <las Jahr 1889 ist derselbe nun neuerdings um Fr. 3000 erhöht worden.

Infolge der erheblich größern Rekrutenzahl in den Schulen deiInfanterie und des Genie, als das Budget vorgesehen hatte, stellten wir für diese beiden Abtheilungen ein NachUreditbegehren von Fr. 49,984, trotzdem hat der Kredit nicht vollständig ausgereicht, ·da die im erwähnten Kreditbegehren in Rechnung gebrachte Zahl der mehr eingerückten Rekruten nicht hoch genug bemessen war.

Bei der Rekrutenschule für Verw'altungstruppen rührt die Mehrausgabe ebenfalls von der vermehrten Rekrutenzahl, sowie von einer Erhöhung des Einheitspreises her, der letztere stellt sich in Wirklichkeit auf Fr. 4. 05, während im Budget nur Fr. 3. 60 aagenommen sind.

Die Ueberschreitung bei den Wiederholungskursen der Infanterie betrifft den Auszug und beträgt hier Fr. 34,333. 36, während sich bei der Landwehr infolge der geringern Zahl vou Mannschaftstagen (4722) und einer Reduktion des Einheitspreises um 11 Rappen eiue Minderausgabe von Fr. 13,385. 28 ergibt, so daß die wirkliche Ueberschreifcung, wie oben erwähnt, Fr. 20,948. 08 betrug.

Bundesblatt. 41. Jahrg. Bd. II.

55

842

^

Die Stärke der Einheiten bei der Infanterie, der Artillerie un<J dem Genie, welche im Berichljahre den Wiederholungskurs zu bestehen hatten, war gegenüber dem Ansätze des Budgets bedeutend größer, so daß wir im Falle waren, für diese 3 Rubriken einen Nachtragskredit im Betrage von Fr. 299,724 verlangen zu müssen..

Bei den Infanteriewiederholungskursen hat der bewilligte Nachtragskredit von Fr. 265,010 nicht ausgereicht, weil wir bei Einreichungdes bezüglichen Begehrens eine Reduktion des Einheitspreises von 5 Rappen in Anrechnung brachten, was uns dannzumal in Anbetracht des größern Mannschaftsbestanoles als angezeigt erschien. Nu» stellt sich aber in Wirklichkeit der Einheitspreis auf dieser Rubrik,, statt um 5 Rappen niedriger, gerade um diesen Betrag höher als der budgetirte, welcher Umstand hauptsächlich den vermehrten Kosten für Reisevergütungen und Transporte bei dea Korps der VIII. Division zuzuschreiben ist.

In die Sanitätswiederholungskurse -- Ambülancendienst -- rückten 27 Mann mehr ein, als das Budget vorgesehen hatte, zudem ist die Kursdauer mit 14 Tagen zu kurz berechnet, dieselbebeträgt 15 Tage.

Eine bedeutende Ueberschreitung im Betrage von Fr. 44,744. 95 ist auf den Extrakosten für Uebungen zusammengesetzter Truppenkörper entstanden, trotzdem im Budget für das Jahr 1888 mit Rücksicht auf die Territorialverhältnisse der beiden zu den Divisions- und Brigadeübungen einrückenden Divisionen der diesbezügliche Kredit um Fr. 20,000 erhöht worden war.

Diese Extrakosten setzen sich folgendermaßen zusammen: 1. Stäbe Fr. 67,397. 9& 2. Bereitsohaftslokale .

.

.

. ,, 3,832. 50 3. Fuhrleistungen ,, 64,442. 164. Landschaden 66,337. 17 fl 5. Extraverpflegung . ,, 22,735. 12 Total Fr. 224,744. 93 Im Jahre 1887 betrugen dieselben Fr. 151,446. 04, es ergibt sich also für das Rechnungsjahr eine Mehrausgabe von Fr. 73,298. 89r welche sich auf die Rubriken : Fuhrleistungen mit Fr. 35,954. 86> Landschaden mit ,, 49,598. 47 vertheilen, während sich auf folgenden 3 Rubriken Minderausgaben; ergeben : Stäbe Fr. 1516. 84 Bereitschaftslokale .

.

.

.

. ,, 5652. 05 Extraverpflegung ,, 5085.. 55-

843

Die Mehrausgabe bei den Fuhrleistungon hat ihren Grund in den erhöhten Bahntransportkosten für die Korps der VIII. Division beim Einrücken in die Linie.

% Die Kosten von Fr. 66,337. 17 für Landschaden, in welcher Summe die Kompetenzen der Schatzungsexperten inbegriffen sind, vertheilen sich auf: d e n Kanton Bern m i t . . . .

F r . 13,196. 8 0 ,, ,, Luzern mit ,, 36,894. 85 ,, ,, Solothurn mit ,, 13,282. 02 ,, ,, Aargau mit .

.

.

. ,, 2,963. 50, Die bedeutende Mehrausgabe von Fr. 49,598. 47 gegenüber derjenigen vom Jahre 1887 findet ihre Begründung in der großen Ausdehnung und der guten Kulturfähigkeit des Uebungsgebietes, in der Erstellung von Flußübergängen mittelst Schiffbrücken bei Anlaß der Brigadeübungen der IV. Division im Kanton Solothurn, wobei hauptsächlich vom zuschauenden Publikum großer Schaden verursacht wurde,,jj«)wie in der schlechten Witterung während der Vorkurse und thenweise während der Manöver.

Wie aus dem Bericht des Feldkommissärs des Kantons Luzern hervorgeht, war von schwerwiegendem Einfluß .auf die Höhe des Kulturschadens namentlich der eigenartige Witterungscharakter des ganzen Sommers und Herbstes 1888, speziell die Witterung von Ende August und Anfang September. Als ganz abnorme Erscheinung muS erwähnt werden, daß Ende August und in der ersten Hälfte des September das Emd zum großen Theil noch nicht gesammelt war. Da wo die Einheimsung bereits vorüber war, konnte mit Sicherheit angenommen werden, daß die Heu- und Emdernte ganz frühzeitig stattgefunden hatte, so daß dann an Stelle des Emdes bereits schönes Herbstgras gewachsen war. Der Stand des Herbstgrasee war überhaupt ein^anz ausnahmsweise vorzüglicher. Wie das Emd, so waren auch die Hackfrüchte, Erdäpfel, Rüben etc.

nur zürn kleinsten Theil eingesammelt.

Infolge der regnerischen Witterung während der Zeit des Vorkurses, sowie während der Regiments- und Brigadeübungen war der Wasserstand der Flüsse und Bäche ein vielerorts seit Jahren ungesehen großer und der Boden des ganzen Manövrirgebietes, selbst in sonst trockenen Lagen, vollständig aufgeweicht; es war daher auch ein ungewöhnlich großer Schaden, namentlich durch Artillerie und Kavallerie, unvermeidlich.

Die Ueberschreitungen Jjei den Cadreskursert sind nicht wesentlich, sie betreffen beim Generalstab: die Schulen und Rekognoszirungen, bei der Infanterie: die Offiziers- und Unteroffiziersschieß-

844

schulen, bei der Kavallerie: die Cadresschule und dea taktischen Kurs für Schwadronschefs, bei dei' Sanität: die Offizierbildungsschulen, den Stabsoffi^ierskurs und die Spitalkuvse, und bei den Cenlralschulen : die Schule II und den Kurs für Obersten. Die Ursache ist fast überall den höhern Einheitspreisen zuzuschreiben, sodann sind in die Infanterieunteroffiziersschießschulen 93, in die Sanitätsunteroffiziersschule 8 und ia die Spitalkurse 19 Mann mehr eingerückt, als im Budget vorgesehen waren.

Der Kreditüherschuß von Fr. 502,202. 43 begründet sich folgendermaßen : S e k r e t a r i a t und V e r w al t ü n g s p e r s o n a l . Einige Stelleu blieben ganz und andere vorübergehend unbesetzt. Einzelne Waffenchefs und Divisionäre haben zeitweise keine Pferde gehalten. Sodann sind Minderkosten entstanden bei den Inspektionen des Auszugs und des Materiellen.

Instruktionspersonal

.

.

.

und zwar: Infanterie Fr. 7427. 92 Kavallerie ,, 4690. 01 Artillerie ,, 2338. 11 Genie ,, 2216. 45 Sanität ,, 2804. 20 Verwaltung ,, 13. 05 Mehrere Stellen blieben unbesetzt und einzelne pferdeberechtigte Instruktoren haben sieh gar nicht oder nur für kurze Zeit beritten gemacht.

U n t e r r i c h t , Kreditrestanz auf der ganzen Abtheilung Fr. 13,147. 31 Auf den Unterrichtsrubriken sind folgende Minderausgaben zu verzeigen : Rekrutenschulen : Kavallerie . F r . 16,503. 51 Artillerie ,, 23,970. 45 Sanität ,, 5,122. 60 Wiederholungskurse : Kavallerie ,, 4,142. 54 Artillerie .

.

. '.

.

.

. ,, 19,840. 52 Genie ,, 12,467. 81 Verwaltung ,, 1,331. 97

845

Cadreskurse : Artillerie .

.

.

.

.

.

. F r . 4,40l. 49 Genie ,, 10,508. 30 Verwaltung .

.

.

.

.

" .

,, 3,209. 9 8 Besuch ausländischer Militäranstalten . ,, 6,006. 75 Vorturnkurse ,, 3,038. 25 Die Kreditrestanz bei den Kavallerie- und Sanitätsrekrutenschulen, .den Wiederholungskursen der Kavallerie, sowie bei den Cadreskursen ist meistentheils den etwas schwächern Beständen zuzuschreiben. Bei den Rekrutenschulen und Wiederholungskursen der Artillerie, des Genie und der Verwaltung blieben die Einheilspreise, theilweise ziemlich erheblich, unter dein Büdgetansatz; ferner ist der im Budget vorgesehene Wiederholungskurs für die 2 GÛbirgsbatterien der Landwehr ausgefallen und bei den Geniewiederholungskursen iat die Kursdauer mit 19 Tagen zu hoch angesetzt, dieselbe beträgt in Wirklichkeit nur 17,a Tage.

Aus diesen Gründen wurde der von uns verlangte Nachtragskredit von Fr. 26,981 für die Wiederholungskurse der Artillerie und von Fr. 7733 für diejenigen des Genie nicht aufgebraucht, obschon der Umstand, welcher die Stellung eines Nachtragskredifbegehreus veranlaßt hatte, nämlich die größere Stärke des betreffenden Korps, wirklich eingetreten war.

Die Zahl der zu den Manövern fremdländischer Armeen gesandten Offiziere war geringer als in frühern Jahren.

Die Beschaffungen mußten sich auf Armbinden und Kapüte, deren Modell erst im Juni 1888 genehmigt wurde, beschränken und konnten den vorhandenen Kredit nicht erschöpfen. Die Anschaffungen sollen im Jahre 1889 stattfinden und wird die Militärverwaltung im Falle sein, pro 1889 ein diesbezügliches Nachtragskreditbegehren stellen zu müssen.

E q u i p e m e n t s bei träge an O f f i z i e r e . Fr. 35,580. 90 Die Bestände der Offizierbildungsschulen waren bei einigen Waffen schwächer, als angenommen, ferner konnte eine Anzahl Entschädigungen einerseits wegen zu späten Schlusses der Schulen, anderseits infolge ungenügender Ausweise nicht mehr ausgerichtet werden.

846

K a v a l l e r i e p f e r d e . An der Kreditrestanz von Fr. 122,538.13 partizipiren hauptsächlich folgende Unterrubriken : Pferdeankauf Fr. 84,893. 95 Amortisationen .

.

.

.

.

. 21,430. -- Pferderücknahmen ,, 13,040. 80 Die Durchschnittskosten für den Ankauf der diesjährigen Pferde stellen sich wieder erheblich tiefer, als im Budget angenommen war, nämlich auf Fr. 1160 gegenüber dem büdgetirten Kostenpreis von Fr. 1300; ferner sind 20 Pferde weniger angekauft worden, als vorgesehen waren. Die Zahl der zum Bezüge der Amortisationen berechtigten Kavalleristen, sowie der zur Rücknahme gelangten Pferde hat die im Budget angenommene nicht erreicht.

Kriegsmaterial Fr. 134,840. 77 Infolge angeordneter, ausgedehnter Versuche mit neuen Infanteriefourgons konnte die im Budget festgesetzte Zahl im Laufe des Rechnungsjahres nicht zur Anschaffung gelangen, was eine Minderausgabe von Fr. 33,893. 73 zur Folge hatte.

Eine weitere Minderausgabe im Betrage von Fr. 97,932 ist auf der Unterabtheilung ,,Winterartikel" entstanden, weil die Modelle für die zu beschaffenden Artikel zu spät genehmigt wurden, um die Anschaffungen noch im Rechnungsjahre vornehmen zu können. Die Anschaffung der im Budget nicht vorgesehenen 50,000 Paar wollenen Militärsocken hat die Kreditrestanz etwas vermindert, doch konnte auch diese, bei der stark detaillirten Beschaffungsart durch das Mittel der Hausindustrie und in Handarbeit, nicht ganz .zum Abschluß gebracht werden.

Für die nicht zur Verwendung gekommene Summe werden wir pro 1889 ein Nachtragskreditbegehren stellen müssen.

Besoldungsnachgenüsse .

.

. Fr. 10,214. 15 Dieser Kredit mußte im Rechnungsjahre in 7 Fällen und jeweilen nicht für große Beträge in Anspruch genommen werden.

Kommissionen undExperte .

.

. Fr. 3,580 Kleinere Kreditrestanzen oder Ueberschreitungen sind auf dieser Rubrik nicht zu vermeiden, da sich der Kredit nicht genau zum Voraus bestimmen läßt.

Landsturmkontrol e .

.

.

. F r . 5999. 25 Die Rechnungen für Besorgung der Aufsicht und Nachführung der in den Kantonen angelegten Laudsturmkontrolen sind zu spät eingelangt, um noch vor Rechnungsschluß erledigt werden zu können.

III. Pferderegie.

  1. Einnahmen.

Rechnung.

Fr.

178,354. 80

BUdget.

Pr.

. 154,000 1. Miethgelder 2. Vergütungen für im Dienste beschädigte und imd .

16,000 umgestandene oder ausrangirte Pferde .

15,000 3. Erlös von an Offiziere verkauften Pferden .

16,000 4 . In ventar Vermehrung .

.

.

.

. 15,000 5 . Verschiedenes .

.

.

.

.

33,520. -- 22,700. -- 15,844. 40 21,959. 75

216,000

272,378. 95

50,200

49,884. 25

Mehr.

Fr.

24,354. 80

Weniger.

Fr.

17,520.

7,700.

6,959. 75

155. 60 --

56,534. 55

155. 60

B, Ausgaben.

  1. Verwaltungskosten 2. Fourrageankäufe 3. Hufbeschläge 4. Veterinärkosten

.

5. Inventaranschaffungen 6. Zins des Betriebskapitals 7. Zins des Liegenschaftskapitals 8. Verschiedenes

1,500 } {.N.K.71,520

2,600 5,600 C 72,000 N.K. 6,100 9,000 4,000 6,000 N.K. 1,300 229,820

{

{

}

}

1,815. 75

71,324. 46 2,732. 95 5,737. 75 78,120. 55

132. 95 137. 75

9,133. 95 4,611. 80

133. 95 611. 80


7,338. 89

38. 89

--

228,884. 60

1,075. 89

20. 55

195. 54 -- -- --

2,011. 29 - 935. 40

£ -a

Die E i n n a h m e n im Betrage von . Fr. 272,378. 95> übersteigen das Budget um .

.

. ,, 56,378. 95 Die Miethgelder betragen .

.

. ,, 178,354. 80 also mehr als büdgetirt ,, 24,354. 80 Die Mehreinnahmen, Rubrik ,,Vergütungen für Pferde", mit Fr. 17,520 rühren hauptsächlich von den bei der Inventarschatzung; einläßlich vorgenommenen Dienstabschatzungen her.

Bei Rubrik ,,Verschiedenes" hat die starke Benutzung der Kuranstalt hauptsächlich die Mehreinnahme gebracht.

A u s g a b e n . Bei einigen Rubriken haben kleine lieberschreitungen stattgefunden, ohne daß der Gesammtkredit aufgebraucht wurde.

Die Nachtragskredite betrugen Fr. 8900, wovon Fr. 6100 für Inventaranschaffungen Bei 6 und 7, Kapitalzinse, welche eine Ueberschreitung veranlaßten, ist zu bemerken, daß gegenüber dem Vorjahre eine Mehreinnahme resultirt und daher von der Stellung eines Nachtragskredites abgesehen werden durfte, um so mehr, als die Kapitalien der Regie durch Zuwachs und Abgang gewissen Schwankungen: unterworfen sind.

Der Betriebsgewinn der Anstalt beträgt Fr. 43,494, 35 laut Jahresrechnung.

IV. Konstrnktions-Werkstätte.

  1. Einnahmen.
  2. N e u e s M a t e r i a l : a . Stäbe .

.

.

.

b . Infanterie .

.

.

.

c. Kavallerie .

.

d . Artillerie .

.

.

.

e . Genie .

.

.

.

f . Sanität .

.

.

.

g. Verwaltung .

. · .

h. Allgemeines Korpsmaterial .

.

.

.

.

.

2. V e r b e s s e r u n g an b e s t e h e n d e m Material

BUdget.

Fr.

5,600 60,000 28,800 32,000 12,000 38,000 40,000 13,372

Fr.

4,578.

8,195.

42,092.

97,862.

35,965.

47,338.

86,249.

13,891.

40 60 80 20 20 05 15 40

Weniger.

Fr.

Mehr.

Rechnung .

Fr.

-- S.

13,292.

65,862.

23,965.

9,338.

46,249.

519.

80 20 20 05 15 40

1,021. 60 51,804. 40 -- .._ -- -- -- --

2,000

1,154. 65

--

845. 35

3. R e p a r a t u r e n und L i e f e r u n g e n a. an Schulen und Depots . .

10,000 300 ,, kantonale Zeughäuser .

b . a n Private .

.

.

. 5,000

9,951. 55 193. 15 7,748. 80

--

48. 45 106. 85 --

4. I n v e n t a r v e r m e h r u n g Anschaffung von Maschinen-Inventar

4,000

Total

251,072

--

2,748. 80

--

-- QO

355,220. 95

161,975. 60

53,826. 65

£

ab

B. Ausgaben.

W

Budget.

Fr.

  1. V e r w a l t u n g s k o s t e n : a . Direktor .

.

.

b . Buchhalter .

.

c. Büreaubedürfnisse .

d. Reisekosten . ..

.

.

. .

2. F a b r i k a t i o n s k o s t e n : a. Arbeiterlöhnungen b . Rohmaterial .

.

.

c. Betriebskraft, Verzinsung .

d. Unkosten, Heizung und Licht

.

.

Rechnung.

Mehr.

Weniger.

Fr.

Fr.

Fr.



5,000 3,400 700 300

5,000.

3,400.

671.

341.

-- -- 85 85

41. 85

--

28. 15 --

92,938 . 114,157 2,173 15,582

109,322.

154,422.

2,000.

15,795.

70 65 -- 10

16,384. 70 40,265. 65 -- 213. 10

-- -- 173. -- -- 18. 05

3. I n v e n t a r a n s c h a f f u n g e n

4,000

3,981. 95

--

4. Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s

4,000

6,973. 35

2,973. 35

--

5. Z i n s des L i e g e n s c h a f t s k a p i t a l s

5,472

8,401. 40

2,929. 40

--

6. I n v e n t a r v e r m i n d e r u n g

3,250

5,133. 24

1,883. 24

250,972

315,444. 09

64,691. 29

Total

-- 219. 20

Die E i n n a h m e n - V e r m e h r u n g rührt sowohl von der Fertigstellung von aus dem Jahre 1887 herübergetragenen Bestellungen, als von dem Eingange von Aufträgen her, die bei der Aufstellung des Budgets nicht vorgesehen werden konnten, während die E i n n a h m e n - V e r m i n d e r u n g ihre Begründung im Wegfalle von erwarteten Arbeiten und in reduzirtem Inventarbestande findet.

°

Die A u s g a b e n - V e r m e h r u n g resultili auà: a. der gesteigerten Arbeitszuweisung ; b. den infolge der unvorhergesehenen Inventarmutationen und Neuschätzung der-Liegenschaften erhöhten Verzinsungen, und c. dem gegeaüber dem Vorjahre geringern Ausrüstungsvorrathe.

Die A u s g a b e n - V e r m i n d e r u n g betrifft dagegen auf den Büreaubedürfnissen, Unkosten und In ventaransehaffungen erzielte Ersparnisse, sowie die durch die abgeänderte Repartition des Anlagekapitals herabgesetzte Betriebskraft-Verzinsung.

Bei einem Total der Einnahmen von .

.

. F r . 359,202. 90 und einem solchen der Ausgaben von .

.

. ,, 319,426. 04 ergibt sich pro 1888 ein G e w i n n von .

. Fr. 39,776. 86 V. Munitionsfabrik.

  1. Einnahmen.

~" Budget.'

  1. Von eidg. V e r w a l t u n g e n : a. Munition für Handfeuerwaffen .

. 1,033,140 b. Artillerie-Munition .

.

.

.

307,600 2. Von K a n t o n e n : b. Artillerie-Munition .

.

. ".

-- 3. Von Pri v a t e n : a. Munition für Handfeuerwaffen .

.

-- b. Artillerie-Munition .

.

.

.

-- 4. I n v e n t a r - V e r m e h r u n g : Anschaffung von Maschinen-Inventar .

8,000 Total 1,348,740

Rechnung.

Mehr.

Weniger.

1,236,342. -- 982,411. 90

> 203,202. -- 674,811. 90


1,858. 30

1,858. 30

--

86,946. 75 33,082. 5 9

86,946. 75 33,082. 5 9

--

-- 2,340,641. 54

-- 999,901. 54


O!

B. Ausgaben.

^ ,

  1. V e r w a l t u n g s k o s t e n : a. Direktor b. Adjunkt c. Buchhalter d . Bureaubedürfnisse .
  2. Reisekosten f. Besoldungsnachgenuß

BUdget.

Rechnung.

Mehr.

Weniger.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

5,000 3,400 3,400 800 500 --

5,000.

2,932.

3,400.

835.

712.

1,600.

-- 65 -- 70 25 --

-- -- -- 35. 70 212. 25 1,600. --

-- 467. 35 -- -- -- --

506,297.

1,402,164.

4,400.

86,999.

05 56 -- 78

223,857. 0 5 460,412. 56 -- 35,936. 78

-- -- 928. -- --

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

282,440 941,752 5,328 51,063

3. I n v e n t a r - A n s c h a f f u n g e n

.

.

8,000

6,098. --

4. Z i n s des. B e t r i e b s k a p i t a l s

.

.

24,982

34,989.--

5. Z i n s des L i e g e n s c h a f t s k a p i t a l s

.

13,375

17,468. 35

4,093. 35

--

6. I n v e n t a r - V e r m i n d e r u n g .

.

8,500

191,139.65

182,639.65

--

Total

1,348,540

2,264,036. 99

918,794. 34

2. F a b r i k a t i o n s k o s t e n : a . Arbeiterlöhnungen .

.

b. Rohmaterial c. Betriebskraft-Verzinsung .

d. Unkosten, Heizung, Licht .

.

-- 10,007.--

1,902. -- --

3,297. 35

853 Die M e h r - E i n n a h m e n resultiren aus erfolgten nicht btidgetirten Nachbestellungen (Beschluß der Bundesversammlung betreifend Umwandlung der Landwehr-Batterien).

Die M e h r - A u s g a b e n ad l, 2 und 6 sind durch die gleichen Verhältnisse herbeigeführt.

Ad 4. Zins des Betriebskapitals. Diese Mehr-Ausgabe hat ihren Grund darin, daß auf 31. Dezember 1887 besonders an Tombak-Rondellen und Blei bedeutend größere Quantitäten als gewöhnlich vorräthig waren. Im Rechnungsjahre haben diese außergewöhnlich großen Vorräthe infolge der erhaltenen Nachbestellungen und daheriger Verwendung eine theilweise Reduktion erfahren.

Vide 6 b.

Ad 5. Zins des Liegenschaftskapitals. Die Vermehrung hat ihren Grund in erfolgter Neuschätzung der Gebäulichkeiten und Liegenschaften.

Das Inventar weist auf Schluß 1888 an ausstehenden Guthaben den Betrag von Fr. 10,297 auf.

Die Total-Einnahmen pro 1888 betragen . Fr. 2,346,739. 54 ,, ,, Ausgaben ,, ,, ,, . ,, 2,270,134. 99 Es ergibt sich daher ein Gewinn von

. Fr.

76,604. 55

VI. Waffenfabrik.

...

BUdget.

  1. Einnahmen.

fr

  1. Von eidg. V e r w a l t u n g e n : a. 6970 Repetirgewehre .

.

.

b. 800 ,, Stutzer .

.

.

c. 200 ,, Karabiner .

.

d. 758 Revolver, Mod. 1882 .

e. Einzelne Waffen und Bestandtheile f.

,, Werkzeuge und Lehren g. Reparaturen und Verschiedenes .

2. Von k a n t o n a l e n V e r w a l t u n g e n : a. Einzelne Waffen und Bestandtheile b.

,, Werkzeuge und Lehren c. Reparaturen und Verschiedenes .

3. Von Pri v a t e n : a. Einzelne Waffen und Bestandtheile b.

,, Werkzeuge und Lehren c. Reparaturen und Verschiedenes .

4. I n v e n t a r - \ r e r m e h r u n g : a. Maschinen-Inventar, Anschaffungen id.

Neuschätzung b . Material-Vorräthe .

.

.

. 680,000 . 72,000 . 13,400 .

-- . 35,300 .

1,200 . 38,600

£ *Rechnung.

Fr

557,600.

72,000.

13,400.

32,594.

25,256.

702.

38,558.

Mehr.

Fr

Weniger.

Fr;

-- -- -- -- 46 76 68

-- -- 32,594. -- -- -- --

122,400. -- -- -- -- 10,043. 54 497. 24 41. 32 -- 711. 20 --

.

.

.

27,300 1,500 3,500

27,849. 83 788. 80 4,019. 45

549. 83 -- 519. 45

.

.

.

24,600 500 19,600

36,016. 23 1,579. 20 15,297. 20

11,416. 23 1,079. 20 -- .

-- -- 4,302. 80

.

.

.

4,000 -- --

2,313. 75 6,188. 39 72,473. 8 8

-- 6,188. 39 72,473. 8 8

1,686. 25 -- -

Total 921,500

906,638. 63

124,820. 98

139,682. 35

B. Ausgaben.

BUdget.

Rechnung.

Fr.

l* V e r w a l t u n g s k o s t e n : a. Direktor b. Buchhalter c . Büreaubedürfnisse .

d. Reisekosten

Weniger.

Fr.

Fr.

5,000 3,400 800 350

5,000.

3,400.

900.

998.

31,814.

240,513.

570,371.

33,716.

-- -- 63 ' --

-- -- 100. 6 3 648. --


.

.

2. F a b r i k a t i o n s k o s t e n : a. Kontrole b . Arbeiterlöhnungen .

c. Rohmaterial d. Unkosten, Heizung, Licht

.

.

.

.

32,250 . 210,900 609,170 . 32,050

3. I n v e n t a r a n s c h a f f u n g e n

.

.

.

4,000

2,313. 75

--

1,686. 25'

.

.

12,200

10,244. 90

--

1,955. 10

5. Z i n s des L i e g e n s e h a f t s k a p i t a l s

.

6,500

6,242. --

--

258. --

6 . I n v e n t ar - V e r m i n d e r u n g : a. Maschinen-Jnventar, Abschreibung

.

4,280

--

4,280. --

4. Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s

.

Mehr.

Fr.

Total 920,900

85 87 54 21

-- 29,613. 8 7 -- 1,666. 21

-- 905,515. 75

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435. 15 -- 38,798. 46 --

32,028. 7 1 4 7 , 4 1 2 . 96 '

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91

·856 Die M eh r - E i n n a h m e n haben ihren Grund sowohl in erfolgter Mehrlieferung von 758 Revolvern Mod. 1882, von einzelnen Waffen -(inklusive eine Anzahl Kadettengewehre), Bestandtheilen und Werkzeugen, als auch in Vermehrung der Inventarbestände, welch letztere im Vorjahre durch Mehrerstellung von Gewehren um 2000 Bestandtheilsortimente reduzirt, im Betriebsjahre soweit nöthig wieder ergänzt wurden. Alsdann hat das Maschinen-Inventar durch die im vorgesehenen Turnus stattgehabte Neuschätzung eine Werthvermehrung -aufzuweisen.

Die M i n d e r - E i n n a h m en beziehen sich namentlich auf den Ausfall von Gewehrlieferungen und zwar aus folgenden Ursachen: Im Vorjahre gaben die dazumaligen Vorkehren zur Kriegsbereitschaft Veranlaßung zu gesteigerter Gewehrproduktion, und es -wurden außer dem ordentlichen Jahresquantum noch fernere 2000 Gewehre abgeliefert à Conto Betriebsperiode 1888. Wenn nun während .der letztern, anstatt der noch verbleibenden 6500 Gewehre, -deren 6970 Stück (wovon 470 Stück à Conto 1889) erstellt werden konnten, so ergibt sich gegenüber dem Budget noch eine Minderlieferung von 1530 Gewehren.

Den M e h r - A u s g ä b e n liegen theils die veränderten Verhältnisse der Leistungen, theils die Arbeiten am neuen Repetirgewehre und den hiezu erforderlichen Einrichtungen zu Grunde, Die M i n d e r - A u s g a b e n befinden sich im Zusammenhange mit der reduzirten Gewehrerzeugung und daheriger geringerer Bestandtheilbeschaffung. Alsdann weisen die Inventar-Anschaffungen -und die Zinse geringere Beträge auf und die büdgetirten Abschreibungen am -Maschinen-Inventar kommen durch die oben erwähnte Neuschätzung und deren Ergebnisse in Wegfall.

Das Inventar weist auf Schluß der diesjährigen Betriebsperiode an ausstehenden Guthaben den Betrag von Fr. 1925. 85 auf, gegen Fr. 798. 80 im Vorjahre.

Bei dem Total der Einnahmen von .

. Fr. 906,638. 63 und demjenigen der Ausgaben von .

,, 905,515. 75 ergibt sich pro 1888 ein G e w i n n von .

. Fr.

1,122. 88

VII. Pulververwaltung.

Die E i n n a h m e n belaufen sich auf Fr. 639,175. 28 und übersteigen den Ansatz des Voranschlages um Fr. 134,175. 28. Die Mehreinnahme ist hauptsächlich dem Mehrverkaufe von kg. 67,756 Schießpulver zu verdanken.

857

Betreffend die A u s g a b e n ist folgendes zu bemerken: Rubrik i ,,V e r w a 11 u n g s k o s t e n " übersehreitet den Büdgetansatz um den geringen Betrag von Fr. 2.72. Rubrik 2 ,, F a b r i k a t i o n s k o s t e n " weist eine Mehrausgabe von Fr. 18,145. 54 aus, infolge der Mehrproduktion von kg. 43,135 Pulver. Rubrik 3 ,, R e p a r a t u r e n " und 4 ,, T e c h n i s c h e U n t e r s u c h u n g e n und P u l v e r p r o b e n " blieben unter der Kreditbewilligung, wogegen Rubrik 5 ,, P r o v i s i o n e n " und 6 ,, F r a c h t e n " die betreffenden Büdgetansätze im Verhältniß des Mehrverkaufs von Pulver überschreiten. Rubrik 7 und 8 ,, Z i n s e " entsprechen einer Verzinsung von 4 % des Betrages des Betriebs- und Liegenschaftskapitals auf 1. Januar 1888. Die Ausgabe für I n v e n t a r a n s c h a f f u n g e n , Rubrik 9, blieb um einen geringen Betrag unter der Kreditbewilligung. Rubrik 10 ,, V e r s c h i e d e n e s " , zum größten Theil die Inventarabschatzung betreffend, erreicht den bewilligten Kredit nicht. Der auf Rubrik 10 c ertheilte Nachtragskredit von Fr. 2300 wurde verwendet zur Entschädigung der Hinterlassenen zweier im Berichtjahre verstorbener langjähriger Pulvermühlearbeiter.

Die Totalausgaben betragen Fr. 473,270. 21, mehr als die Kreditbewilligung Fr. 53,470. 21.

Der N e t t o g e w i n n auf dem P u l v e r r e g a ] im J a h r e 1888 beträgt Fr. 165,905. 07.

E, Finanz- und Zolldepartement, Abtheilung Finanzen.

  1. Finanzbüreau.

Besoldungen Verwaltungskosten für Kapitalien und Liegenschaften Kommissionen und Experte Voranschlag

Fr. 25,999. 70 ,, 3,262. 86 ,, 285. -- Fr. 29,547. 56 ,, 35,200. --

Minderverwendung Fr.

Bundesblatt. 41. Jahrg. Bd. II.

5,652. 44 56

858 2. KontrolbUreau.

Besoldungen Inspektionen

.

.

.

Voranschlag und Nachtragskredit

.

.

.

.

Fr. 30,113. 75 ,, 677. 50 .

Minderverwendung 3. Banknotenkontrole.

Besoldungen Beitrag an den Druck des Handelsamtsblattes Anfertigung von Staatsnoten .

.

.

Anfertigung eines neuen Schrankes Uebrige Ausgaben .

.

.

.

.

Voranschlag und Nachtragskredite

.

.

Fr. 30,791. 25 ,, 34,574. -- Fr.

3,782. 75

Fr. 18,967. -- ,, 7,000. -- ,, 12,270. 80 ,, 1,600. -- ,, 5,103. 28 Fr. 44,941. 08 ,, 33,066. 65

Mehrverwendung Fr. 11,874. 43 In Betreff dieser Mehrausgabe sehen wir uns zu folgendem Anbringen veranlaßt.

In der Junisession von 1887 wurde im Hinblick auf die damalige unsichere politische Lage zur eventuellen Emission von Staatsnoten ein Extrakredit von Fr. 30,000 bewilligt, wovon aber in genanntem Jahre, da die dazu erforderlichen Arbeiten selbstverständlich längere Zeit in Anspruch nahmen, nur ein Betrag von Fr. 2,232. 10 zur Verwendung kam.

Die Anfertigung der Kupferplatten etc., deren Ablieferung erst im Berichtjahre erfolgen konnte, kostete Fr. 12,270. 80, behufs deren Bezahlung wir genöthigt waren, die verbliebene Kreditrestanz auf das Rechnungsjahr 1888 zu eröffnen, in der Meinung, daß die Genehmigung dafür in der folgenden Session der hohen Bundesversammlung einzuholen sei; da dies aber infolge eines Mißverständnisses unterblieb, so ersuchen wir, obstehende Ausgabe im Betrage von Fr. 12,270. 80 nachträglich genehmigen zu wollen.

Das zum Druck der Staatsnoten angeschaffte Papier wurde inzwischen zur Deckung des successiven Bedarfes an Noten der schweizerischen Emissionsbanken verwendet, welchem Umstände zuzuschreiben ist, daß der bewilligte Kredit von Fr. 30,000 nicht einmal zur Hälfte in Anspruch genommen werden mußte. Der

859 Ersatz dieses Papieres würde sich eintretendenfalls in kürzester Frist bewerkstelligen lassen.

4. Staatskasse.

Besoldungen .

Voranschlag Minder Verwendung

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

. F r . 22,900. -- ,, 23,500. -- . F r . 600. --

5. Invalidenfonds.

Ordentlicher Jahresbeitrag .

.

.

. F r . 100,000. -- Die außerordentlichen Zuwendungen an den Invalidenfond belaufen sich nunmehr auf Fr. 3,100,000 und mit Einschluß der ordentlichen Jahresbeiträge aus der Hälfte des Militärpflichtersatzes seit dem Jahr 1881 auf Fr. 3,900,000.

6. Liegenschaften.

  1. W a f f e n p l a t z in Thun.

Die Ausgaben sind folgende : Verwalter und Hutpersonal ·.

.

.

. F r . 3,950. -- Bearbeitungskosten ,, 18,291. 75 Unterhalt der Maschinen und Geräthe .

. ,, 1,314. 25 Zins des Betriebskapitals ,, 320. 10 Inventaranschaffung .

.

.

.

.

.

. 1,774. 4 0 Verschiedenes .

.

.

.

.

.

. ,, 958. 89 Gegenüber d e m Büdgetkredit v o n

...

Fr. 26,609. 39 ,, 23,400. --

ergibt sich eine Mehrausgabe von .

.

. Fr. 3,209. 39 Derselben steht aber zunächst eine Mehreinnahme im Betrage von Fr. 8,533. 25 gegenüber, sodann liegt die Ueberschreitung wesentlich in den vermehrten Ausgaben für die Futterernte, infolge des anhaltend regnerischen Wetters; diese Arbeit konnte bisher bei normaler Witterung in längstens 12 Tagen beendigt werden, während im Berichtjahr dafür 37 Tage bei gleich hohem Personal erforderlich waren. Es wird für die Ueberschreitung, welche übrigens erst bei Abfassung der Jahresrechnung wahrgenommen werden konnte, um Indemnität nachgesucht.

Der Reinertrag des Warfenplatzes beläuft sich im Berichtjahr auf Fr. 49,270. 86 und es ergibt sich eine Verzinsung des Werthanschlages von 2,688 %, welcher Satz bisher noch nicht erreicht worden ist.

860

·-

b. W ä f f e n p l a t z H e r i s a u - S t . G a l l e n .

Die Ausgaben belaufen sich im Ganzen auf . Fr. 3,132. 97 wovon entfallen: 1. Auf Verwaltungskosten ,, 1,000. -- 2. Auf Bearbeitungskosten ,, 1,457. 30 3. Auf Unterhalt der Anlagen, Reparaturen etc. . ,, 675. 67 Fr. 3,132. 97 Es ergibt sich gegenüber dem Büdgetkredit eine Minderausgabe von Fr. 267. 03. Der Reinertrag erzeigt eine Summe von Fr. 14,399. 12 oder 3,093% der jetzigen Schatzungssumme.

e. und d. F r a u e n f e l d u n d Bière.

Für Frauenfeld wurden verausgabt Fr. 1,181. 10 und für Bière Fr. 257. 20; die Abweichungen vom Budget sind unerheblich. Die Inventarschatzung verzinst sich bei dem erstem mit 1,274 °/o und bei letztem mit 1,306 °/o.

e. V e r e b n u n g s a r b e i t e n und U n t e r h a l t der A n l a g e n au.f d e m M a n ö v r i r f e l d i n T h u n .

Die Ausgaben, ebenfalls unerheblich abweichend vom Büdgetansatz, betrugen Fr. 2,999. 45.

f. Ankauf des Verwaltungsgebäudes an der Bundesgasse Fr. 179,516. 20 g. Ankauf eines Zollhauses in Moniaz .

. ,, 14,921. 20 h. Ankauf eines Zollhauses in Rheineck .

. ,, 15,599. 82 i. Ankauf der kantonalen Sust in Hospenthal . ,, 16,600. -- k. Landankauf in Frauenfeld .

.

.

,, 657. 16 1. Ankauf des Postgebäudes in Vernex-Montreux ,, 155,249. -- m. Ankauf eines Postgebäudeplatzes in Genf . ,, 500,532. 70 n. Wahlenbachkorrektion .

.

.

.

. ,, 3,140. -- Voranschlag und Nachtragskredite

.

.

Minderverwendung

.

Fr. 886,216. 08 ,, 905,639. -- Fr.

19,422. 92

Dieselbe rührt hauptsächlich und zwar in einem Betrage von Fr. 18,250 daher, daß von dem für die Erwerbung und den Um-

861 bau des Postgebäudes in Vernex-Montreux bewilligten Kredit von Fr. 173,499 im Berichtjahr nur Fr. 155,249, mithin Fr. 18,250 weniger zur Verwendung kamen, als dafür bewilligt waren.

7. Mlinzverwaltung.

Die Verwaltungskosten im Betrage von Fr. 10,295. 55 blieben um Fr. 1,124. 45 unter dem Voranschlag und geben daher zu keinen Bemerkungen Anlaß. Für Arbeiterlöhnungen wurden statt der büdgetirten Fr. 28,000 nur Fr. 21,413. 80 verausgabt, indem irn Frühjahr wegen Mangel an Beschäftigung eine Reduktion des Arbeiterpersonals vorgenommen werden mußte. Vom Kredit für Metallbeschaffung blieben Fr. 1,921,098. 92 und von demjenigen für Verbrauchsgegenstände Fr. 3809. 70 wegen größtenteils unterbliebener Prägung unverwendet. Die Kosten für Anfertigung von Münzstempeln erheischten dagegen einen Nachtragskrtfdit von Fr. 3000, von welchem ein Rest von Fr. 335. 95 übrig blieb.

Die Ausgaben für Inventaranschaffungen, Reparaturen und Zins des Betriebskapitals betrugen Fr. 6,988. 80, die bewilligte Summe sammt einem Nachtragskredit von Fr. 500 für den letztgenannten Posten belief sich auf Fr. 10,500 und die Minderverwendung im Ganzen auf Fr. 3511. 20. Von der Inventarabschreibung im Betrage von Fr. 10,170. 01 entfallen Fr. 2,794. 41 auf Herabsetzung des Preises von vorräthigem Silber, infolge deren eine Kreditüberschreitung von Fr. 2,670. 01 eingetreten ist. Die Gesamrntausgabe der Münzstätte beläuft sich auf Fr. 195,976. 63, wovon Fr. 18,853. 44 dem Münzreservefond zukommen.

Zollverwaltung.

Im Berichtjahre stiegen die Gesammtrohausgaben der Zollverwaltung, inklusive Kosten für unsere handelsstatistis,che Centralstelle, a u f d e n Betrag v o n . . . .

F r . 2,130,775. 9 3 Im Vorjahre bezifferten sich die Gesammtausgaben auf ,, 1,983,599. 67 1888 ergibt sich somit eine M e h r a u s g a b e von gegenüber dem Vorjahre.

Fr.

147,176. 26

862 Im Voranschlage für das Jahr 1888 war für die Gesammtausgaben der Zollverwaltung eine Summe von Fr. 2,245,600. -- vorgesehen.

Hiezu kommt noch der in der Dezembersession durch die eidgenössischen Räthe bewilligte Nachtragskredit auf Rubrik IV, Mobilien und Gerätschaften, mit ,, 8,000. -- Zusammen Zieht man hievon die wirkliche Ausgabe ab mit .

Fr. 2,253,600. -- ,, 2,130,775. 93

so ergibt sich für das Jahr 1888 eine A u s g a b e n e r s p a r n i ß von .

.

.

. Fr. 122,824. 07 welcher Betrag sich auf alle Büdgetrubriken vertheilt.

Die "Ausgabenersparniß pro 1887 betrug Fr. 72,100. 33. Für nähere Details verweisen wir einerseits auf die nachstehenden Uebersichten, anderseits auf die Jahresrechnung unserer Zollverwaltung pro 1888 sammt Belegen.

Ausgaben der Zollverwaltung.

Rechnungsrubriken.

Rechnung 1888.

BUdget 1888.

Büdgetansätze.

KechnuDgsdifferenz.

Rechnung 1887.

Ausgaben.

Differenz pro 1888.

Fr.

Fr.

Fr.

. Fr.

Fr.

I. G e h a l t e .

  1. Oberzolldirektion . . .

88,341. 74 |- 7,233.26 95,575. -- 99,600 -- 4,025.-- B. Zollgebietsdirektioneu . . 149,962. 70 154,000 -- 4,037. 30 135,995.40 -13,967.30 C. Zollstätten 923,938. 96 975,000 - 51,061. 04 888,332. 28 - 35,606. 68 13,474. 50 - 1,854.-- D. Besoldungsnachgenuß . .

15,328. 50 25,000 -- 9,671.50 II. Reisekosten "u. Expertisen 14,862. 75 12,594. 72 - 2,268.03 18,000 -- 3,137.25 [Tl. B u r e a u kos t e n.

  1. Miethen 82,545. 40 -h- 2,269.46 84,814. 86 90,000 -- 5,185.14 186. 83 2. Heizung, Beleuchtung etc.

26,912. 91 26,726. 08 29,000 -- 2,087.09 3. Büreaubedürfnisse, Drucksachen .

80,672. 12 - 4,784.86 75,887. 26 85,000 -- 9,112.74 4 . Nebenausgaben . . . .

10,000 -- 6,668. 95 - 3,114.62 9,783. 57 216.43 IV. Mobilien u. G e r ä t s c h a f t e n 17,995. 95 18,000 -- 4.05 5,291. 15 - 12,704. 80 V. G r e n z s c h u t z 600,025. 92 622,000 -- 21,974. 08 540,897. 45 - 59,128. 47 VI. V e r s c h i e d e n e s .

62,483. 27 65,000 -- 2,516.73 57,658. 05 ·i- 4,825.22 1. Zollrückvergütungen . .

2. Entschädigungen für außerordentliche Aushülfe, Un53,204. 28 63,000 -- 9,795.72 vorhergesehenes etc. . .

44,401. 83 -\- 8,802.45 Total 2,130,775. 93 2,253,600 11 - 122,824. 07 1,983,599. 67 (+147,176.26

864

Die bei der Rubrik III, 3, Bureaubedürfnisse, Drucksachen, im Jahre 1888 gegenüber 1887 erzielte Minderausgabe von rund Fr. 5000 rührt von der Vereinfachung, beziehungsweise Verminderung, der Formulare der Zollverwaltung her, welche im Berichtjahre zum Theil durchgeführt wurde.

Nach erfolgter vollständiger Reorganisation der betreffenden Formulare wird sich voraussichtlich eine weitere jährliche Ausgabenersparniß ergeben.

Um zu ermitteln, wie viel die w i r k l i c h e n V e r w a l t u n g s k o s t e n der Zollverwaltung pro 1888 ausgemacht haben, sind von der Gesammtsumme der Rohausgaben von . Fr. 2,130,775. 93 in Abzug zu bringen : a. Für die handelsstatistische Abtheilung (Durchführung der schweizerischen Handelsstatistik) .

.

. Fr. 91,741. 65 (Siehe Spezialbeilage IV zur Jahresrechnung der Zollverwaltung.)

b. Für Inventaranschaffung (Mobiliar und Geräthschaften) .

.

.

. ,, 17,995. 95 c. Für Zollrückvergütungen . ,, 62,483. 27 d. Beitrag der Alkoholverwaltung an die Kosten des Zolldienstes (Beilage V zur Jahresrechnung) . ,, 23,593. 89 195,814. 76 w bleiben als r e i n e V e r w a l t u n g s a u s g a b e n

Fr. 1,934,961. 17

Im Jahre 1887 erreichten die Verwaltungskosten den Betrag von

,, 1,823,434. 08

Es ist somit 1888 eine Mehrausgabe für Verwaltungskosten entstanden von .

.

. Fr.

111,527. 09

Trotz dieser Mehrausgabe, welche, nebst den ordentlichen Gehaltserhöhungen, größtenteils auf die Vermehrung des Grenzwachtpersonals infolge Einführung des Alkoholmonopols zurückzuführen ist, beträgt der Prozentsatz der wirklichen Verwaltungskosten im Jahre 1888 nur 7.403°/o der Roheinnahmen der Zollverwaltung von Fr.'25,927,221. 25 (abzüglich des Ertrages der statistischen Gebühren und des Beitrages der Alkoholverwaltung, welche bei dieser Berechnung außer Betracht fallen).

865 Im Jahre 1887 machten die Vevwaltungskosten 7.444°/o der Roheinnahmen aus.

Dem Betrage von Fr. 23,593. 89 für die der Zollverwaltung infolge Durchführung des Alkoholmonopols direkt verursachten Ausgaben steht im Einfuhrbüdget von 1888 ein Beitrag der Alkoholverwaltung von im Ganzen (zuzüglich des Nachkredites von Fr. 15,000) Fr. 65,000 gegenüber.

Wir beehren uns nun, nachstehend auseinander zu setzen, warum in der Rechnung der Zollverwaltung bloß circa ]/a dieses Büdgetkredites als verausgabt erscheint.

Der von der Alkohol Verwaltung jährlich geleistete Beitrag an die Kosten des Zolldienstes zerfällt in : a. einen den wirklich stattgehabten und durch Zahlung bereinigten Ausgaben der Zollverwaltung entsprechenden Posten (Vermehrung des ,Grenzwachtpersonals, Mobiliaranschaffung, Bewaffnung und Ausrüstung der Grenzwachtmannschaft, Büreauund Druckkosten etc.); b. die jährlich an das Zollpersonal für außerordentliche Mehrarbeit, herrührend von den ihm erwachsenden Verrichtungen für die Ausführung des Alkoholgesetees, zu verabfolgende Entschädigung.

Die den Zollgebietsdirektionen und den Zollstätten erwachsenden Mehrarbeiten beschlagen in der Hauptsache : 1) den Bezug, die Verrechnung und Ablieferung der Monopolgebühren; 2) die Abfertigung und Kontrolirung der aus Monopolsprit hergestellten, zum Export bestimmten Alkoholfabrikate und die damit im Zusammenhange stehende wesentliche Mehrarbeit für Revision, Messen der Gradstärke, Registrirung etc. ; 3) die allmonatlich wiederkehrenden komplizirten Zusammenstellungen über den Bezug der Monopolgebühren, und namentlich -über den Export von Alkoholfabrikaten ; 4) die beträchtliche Zunahme der Korrespondenzen infolge von Reklamationen, Anfragen und Anständen aller Art betreffend die Durchführung des Alkoholmonopols.

Bei der Oberzolldirektion, welche ohnehin, wie wir bereits in unserm Geschäftsberichte pro 1886 ausführten, außer den zolladministrativen und handelsstatistischen Obliegenheiten noch durch die Mitwirkung auf den verschiedensten Gebieten der eidgenössischen

866

Gesetzgebung in Anspruch genommen wird *), brachte die Einführung des Alkoholmonopols hauptsächlich folgende Mehrarbeiten mit: a. Behandlung der Fragen betreffend relative und absolute Denaturirung von Alkohol; b. Reklamationen betreffend Anwendung der Monopolgebühren auf mit Alkohol zubereiteten Erzeugnissen ; c. Widerhandlungen gegen die Bestimmungen des Alkoholgesetzes ; d. Kontrole über den Bezug der Monopolgebühren; e. Verifikation und Zusammenstellung der Deklarationen für exportirte Alkoholfabrikate, bezüglich welcher auf Rückvergütung des Monopolgewinnes Anspruch erhoben wird.

Wir bemerken hierbei, daß es sich an Hand von gehaltenen Nachforschungen herausgestellt hat, daß sich überdies durch die Einführung und Durchführung des Alkoholmonopols die Zahl der Korrespondenzen bei der Oberzolldirektion (die zahlreichen brevi manu-Ueberweisungen, nicht eingerechnet) um 1U sämmtlicher Einund Ausgänge zugenommen hat.

Nach sorgfältiger Abwägung aller thatsächlichen Verhältnisse und unter Berücksichtigung sowohl der billigen Ansprüche des Zollpersonals auf eine angemessene Entschädigung, als auch der Interessen der Alkoholverwaltung, haben wir als Grundlage für die Berechnung der Entschädigungen eine Provision auf den Roheinnahmen an Monopolgebühren (auf den eingeführten alkoholhaltigen Erzeugnissen) angenommen und dieselbe festgestellt wie folgt : bis auf Fr. 10,000 Einnahmen .

. 2 °/o von Fr. 10,001 bis Fr. 20,000 .

. \ ,, ,, ,, 20,001 ,, ,, 30,000 .

. 0.5 ,, darüber O.ss ,, Im Weitern mußte aber der sehr beträchtlichen Mehrarbeit.

ebenfalls Rechnung getragen werden, welche dem Personale der Oberzolldirektion, der Zollgebietsdirektionen und der Zollstätten durch die vorstehend aufgezählten außerordentlichen Obliegenheiten erwachsen ist.

*) Z. B. für das Postregal, das Pulverregal (Durchführung des Einfuhrverbotes für Pulver etc. und Kontrolirung der Ausfuhr von Metallpatronen eidgenössischer Ordonnanz), ferner für die Vorkehrungen gegen das Eindringen der phylloxéra vastatrix, gegen die Verbreitung infektiöser Krankheiten, für die Vorschriften über Verhinderung der Einfuhr von im Auslande geeichten Glas- und Steingutwaaren, über Vogelschutz und Fischerei, über Viehseuchenpolizei etc. etc.

867

Nach der angegebenen Basis berechnet und unter Berück, sichtigung der besprochenen Umstände sind wir dazu gekommen, die Entschädigungen an das Personal der Oberzolldirektion, der Zollgebietsdirektionen und der Zollstätten für die Zeitperiode vom 20. Juli 1887 an bis Ende 1888 auf die Summe von Fr. 25,938 festzusetzen.

Wir bemerken beiläufig, daß in ähnlicher Weise dem personal für den von demselben besorgten Zollbezug auf pflichtigen Postsendungen Seitens der Zollverwaltung eine schädigung verabfolgt wird, in Form einer Provision auf Rohertrag der Zolleinnahmen.

PostzollEntdem

Diese Provision, welche zur Zeit auf2 1 /2°/o normirt ist, betrug pro 1888 für 30 zollbeziehende Poststellen rund Fr. 25,000, während die von uns für 17J/2 Monate dem Zollpersonal zugesprochene Entschädigung von nicht ganz Fr. 26,000 sich, abgesehen vom Personal der Oberzolldirektion und der sechs Gebietsdirektionen mit im Ganzen 58 Beamten, auf 91 Zollstätten vertheilt, worunter alle größeren mit zahlreichem Personal. Wir fügen noch bei, daß sich diese Entschädigungen in zukünftigen Jahren, weil sodann jeweilen nur auf zwölf Monate berechnet, entsprechend reduziren M'erden.

Betreffend die Entschädigung an die Oberzolldirektion ist zu bemerken, daß dieselbe aufhören wird, sobald zur Bewältigung der außerordentlichen Mehrarbeit für die Ausführung des Alkoholgesetzes entsprechende Vermehrung des Personals eintritt, oder wenn durch Reorganisation der Centralzollverwaltung diese außerordentlichen Obliegenheiten einer besondern Abtheilung übertragen würden.

Da die Zollverwaltung in ihrem Budget pro 1888 keinen entsprechenden Kredit für die Entrichtung dieser Entschädigungen an das Zollpersonal zur Verfügung hatte, wurde von der Alkoholverwaltung dieser Betrag der Zollverwaltung gegen entsprechende Quittungen zur Verfügung gestellt.

Für das Jahr 1889 behalten wir uns vor, einen Nachtragskredit auf Rubrik VI2 a, Entschädigung für außerordentliche Aushülfe, Dienst außer den Zollstunden etc., zu verlangen, damit diese Entschädigung zukünftig aus dem ordentlichen Kredit für die Ausgaben der Zollverwaltung bestritten werden kann. Auf diese Weise wird in der Abrechnung zwischen der Alkoholverwaltung und der Zollverwaltung jeweilen genau die gleiche Summe figuriren.

Nach dem vorstehend Gesagten stellt sich die Abrechnung pro 1888 zwischen den genannten Verwaltungen, wie folgt: ·

868

  1. Beitrag der Alkoholverwaltung an die Kosten des Zolldienstes laut Voranschlag Fr. 65,000. -- B. Hievon gehen ab : 1. Direkte Auslagen der Zollverwaltung, laut Spezialrechnung . Fr. 23,593. 89 2. Entschädigung an das Zollpersonal .

. ,, 25,938. -- -- ,, 49,531. 89 ' M i n d e r a u s g a b e n zu Gunsten der Alkoholverwaltung gegenüber dem Budget .

. Fr. 15,468. 11 Wir erachten es hier für angemessen, des Nähern darzulegen, wie dieses günstige Resultat herbeigeführt wurde, in der Meinung, daß die nachstehenden Auseinandersetzungen ein für allemal Geltung haben und in den späteren Rechnungsberichten nicht mehr wiederholt werden.

In der Rechnung pro 1887 hatte die Zollverwaltung sämmtliche Kosten für Mobiliarauschaffungen, Ausrüstung und- Bewaffnung der Grenzwächter, welche infolge Einführung des Alkoholmonopols angestellt werden mußten, zu 100 °/o der Alkoholverwaltung in Rechnung gebracht. Nun läßt es sich allerdings nicht leugnen, daß, wenn auch die Personalvermehrung zum größten Theil infolge der Durchführung des Alkohol monopols Platz greifen mußte, die .Zollverwaltung von dieser Vermehrung ebenfalls Nutzen gezogen hat. Es erschiene somit nicht billig, der Alkoholverwaltung diesfalls den g a n z e n Betrag der Kosten in Anrechnung zu bringen. Wir haben in Berücksichtigung dieses Umstandes Folgendes beschlossen : 1) Die Kosten für Personal Vermehrung überhaupt, Miethe der Lokale, Heizung und Beleuchtung etc., kleine Büreaugegenstände, Mobilien und Geräthschaften, Grenzschutz (Besoldung, Miethzinse, Ausrüstung etc.), ferner für Unterhalt von Mobiliar und Geräthschaften werden von beiden Verwaltungen je zur H ä l f t e bestritten.

2) Bei den Ausgaben für Reisekosten und Expertisen, für Gerichtskosten, allfällige Gratifikationen an Verleider bei Straffällen, übernimmt die Zollverwaltung VB, die Alkoholverwaltung *k der Auslagen.

3) Ganz zu Lasten der Alkoholverwaltung fallen die Kosten für Entschädigungen an das Zollpersonal und für Formulare aller Art, mit Ausnahme der Deklarationsformulare für Ausfuhr von Alkoholfabrikaten, weil die Zollverwaltung dieselben an das Publikum nur gegen Bezahlung abgibt.

869

Ad 2 hievor bemerken wir, daß dieses Verhältniß der Differenz zwischen der Höhe des Zolles auf Sprit und des Monopolgewinnes -der Alkoholverwaltung entspricht.

Aus dem vorstehenden Rechnungsverhältniß, welches auf die bereits abgeschlossene Rechnung des Jahres 1887 rückwirkend angewendet wurde, erklärt sich das günstige Resultat der Rechnung von 1888 zu Lasten der Alkoholverwaltung, welche Rechnung, wie weiter ojaen bemerkt, eine Minderausgabe von etwas über Fr. 15,000 ·gegenüber dem Budget aufweist.

Rekapitulation der Rechnungsergebnisse.

Einnahmen : Jahresrechnung .

.

.

. Pr. 26,086,144. 01 Budget .

.

.

.

.

. ,, 22,420,000. -- Einnahmenüberschuß Fr. 3,666,144. 01 Ausgaben : Jahresrechnung . Fr. 2,130,775. 93 Budget .

. ,, 2,253,600. -- Ausgabenersparniß pro 1888 .

.

,,

122,824. 07

Total des Mehrertrages im Jahre 1888 gegenüber d e m Voranschlag .

.

.

. F r . 3,788,968. 0 8 Im Berichtjahre verbleibt nach Abzug der Gesammtausgaben von den Totalroheinnahmen eine Nettoeinnahme von Fr. 23,955,368. 08 1887 bezifferte sich dieselbe auf .

. ,, 22,648,685. 56 Es hat sich somit die Nettoeinnahme im Jahr 1888 um gegenüber dem Vorjahre vermehrt.

Fr. 1,306,682. 52

870

Inventarbestand der Zollverwaltung.

Bestand Zuwachs bis Abgang und Ende Abzug von Ende November November 5°/o 1887.

Fr.

1888.

Fr.

Oberzolldirektion 5,707. 29 I. Zollgebiet . 14,846. 12 . 15,365.. 68 n.

n m.

. 10,369. 16 ' t> 19,943. 14 IV.

·n v.

13,598. 44 .

·>·> VI.

.

25,083. 51 ·n Abnützung 5% -- ab

Total 104,913.34 . . . .

Effektiver Zuwachs .

8,457. 65 6,928. 40 1,952. 10 2,629. 95 1,850. 65 457. 65 4,308. 85

Fr.

7,177. 29 210. 70 5. 95 61. 39 306. 53 221. 04 347. 73 6,158. 40

Bestand Ende November 1888.

Fr.

6,638. 27 20,485. 63 16,446. 23 12,290. 83 20,412. 90 13,143. 30 27,592. 40 --

26,585.25 14,489.03 117,009.56 14,489.03 104,913.34 J2,096.22

12,096.22

F, Industrie- und Landwirthschaftsdepartement, Abt h eilung Industrie.

I. Besoldungen.

Budget Ausgaben

Fr. 21,800. -- ,, 21,618. 35

Minderausgaben Fr.

181. 65 Einer der neu gewählten Beamten hat sein Amt erst Milte Januar angetreten, daher der Kreditsaldo.

II. Blireaukosten.

Budget Ausgaben

Fr. 4000. -- ,, 3674. 05 Minderausgaben

Fr.

325. 95

871 Budget Ausgaben

.

.

III. Gewerbewesen.

.

. . .

. F r . 30,000. -- ,, 25,182. 30

Minderausgaben Fr. 4,817. 70 Bezüglich des Kreditsaldo's ist zu erwähnen, daß die Vorarbeiten für die Unfallversicherung im Berichtjahre noch nicht die Ausdehnung erlangt haben, wie vorauszusehen war und wie sie solche in Zukunft jedenfalls erlangen dürften.

IV. Gewerbliche und industrielle Berufsbildung.

Budget Ausgaben .

.

Fr. 332,800. -- . - . · . ,, 319,026. 7 5

.

Minderausgaben Fr. 13,773. 25 Es kamen verschiedene Projekte, für welche Bundesbeiträge in Aussicht genommen waren, im Rechnungsjahr noch nicht zur Ausführung, weßhalb die Differenz. Ueber die Verwendung des, Kredites enthält der Geschäftsbericht die nöthige Auskunft.

V. Maß und Gewicht.

Budget, inkl. Nachtragskredit .

Ausgaben

.

. Fr. 9400. -- ,, 9024. 05

Minderausgaben Fr. 375. 95 Bezüglich des Nachtragskredites verweisen wir auf unsere Botschaft vom 16. November 1888, Bundesblatt IV, Seite 1265.

VI. Fabrikwesen.

i. 'Besoldungen.

Budget Ausgaben

Fr. 18,000. -- ,, 18,000. -- 2. Reisekosten.

Budget Ausgaben

.

.

.

.

.

Minderausgaben

Fr. 8000. -- ,, 7147. 50 Fr.

852. 50

872

3. Gehülfen, Expertisen etc.

Budget .

.

.

.

.

.

. Fr. 8000. -- Ausgaben ,, 8000. -- Eine kleine Summe wurde auch dieses Jahr wieder dem Fabrikinspektorate zugewiesen zur Anschaffung von Modellen von Apparaten und Einrichtungen zum Schütze von Fabrikarbeitern gegen Gefahren für Leben und Gesundheit.

VII. Verschiedenes.

Budget Ausgaben

Fr. 1000. -- ,, 467. 58 Minderausgaben

Fr.

532. 42

Abtheilung Versicherungswesen.

Besoldungen.

Budget . F r . 41,640.

Ausgaben ,, 41,440.

Minderausgabe Fr.

200. --

Bureaukosten.

Budget, inkl. Nachtragskredit (Fr. 1300) . Fr. 5800.

Ausgaben, inkl. Druckkosten des Berichts ,, 5800.

Abtheilung Landwirthschaft.

I. Besoldungen .

Fr. 27,400. --

Zur Auszahlung gelangten ,, 25,838. 35 Der Kreditsaldo von Fr. 1,561. 65 wurde nicht verwendet, weil die Stelle des zum Sekretär der Abtheilung beförderten Kanzlisten im Berichtjahre noch nicht definitiv besetzt wurde.

II. BUreaukosten Verwendung Fr. 5999. 70.

Fr. 6000

873

III. Stipendien Bewilligter Nachtragskredit

Fr. 4000 . ,, 1200

.

Fr. 5200 ,, 5125

Zur Auszahlung gelangten Kreditrestanz Keine Bemerkung.

Fr.

IV. Theoretisch-praktische Ackerbauschulen .

75

. Fr. 34,780. --

Hiêvon wurden ausgerichtet an die: 1) Landwirthschaftliche hof-Zürich .

2) Landwirthschaftliche auf der Rütti-ßern 3) Landwirtschaftliche Cernier-Neuenburg

Schule auf dem Strick.

. Fr. 10,392. 37 Schule .

. ,, 4,322. 40 Schule . · . ,, 16,382. 81 Minderausgabe

V. Gartenbauschule in Genf

.

.

.

^

3i5097.

58

Fr. 3,682. 42

. Fr. 13,000. --

Der Bundesbeitrag gleich der Hälfte der Kosten für Lehrkräfte und Lehrmittel beziffert sich auf .

,, 10,420. 65

Unverwendet blieben

Fr. 2,579. 35

VI. Landwirthschaftliche Winterschulen Büdgetirt.

.

. Fr. 15,000. --

Verwendet.

Winterschule in Sursee . Fr. 3900 Fr. 3181. 72 ,, Brugg . ,, 7200 ,, 2044. 30 ,, ,, Lausanne ,, 3900 ,, 2542. 02 ,,

7,768. 04

Die Kreditrestanz von Fr. 7,231. 96 ergibt sich deßhalb, weil die Winterschule des Kantons Aargau im Winter 1887/88 ihren ersten Kurs abgehalten hat; sie wird von nun an ebenfalls zwei Kurse umfassen. Der Bundesbeitrag repräsentirt die Hälfte der von den Kantonen für Lehrkräfte und Lehrmittel gemachten Auslagen.

Bundesblatt.

41. Jahrg. Bd. II.

'

57

874

VII. Landwirtschaftliche Wandervorträge und Spezialkurse, von den Kantonen veranstaltet .

.

.

. F r . 15,000. -- Ausgerichtet wurden an Bundesbeiträgen (die Hälfte der kantonalen Auslagen) an 14 Kantonsregierungen für Vorträge und Kurse Fr. 10,265. 47 und an 6 Kantonsregierungen für angeordnete Käsereiinspektionen . ,, 2,517. 32 Die Kosten der Abhaltung von Vorträgen am eidgenössischen Polytechnikum für praktische Landwirthe beliefen sich auf .

. ,, 2,166. 41 ,, 14,949. 20 Unverwendeter Kredit

VIII. Landwirthschaftliches Versuchswesen .

Fr.

50. 80

. Fr. 39,000. --

Zur Verwendung gelangten für die : 1) Moorkulturversuche auf dem ,,Großen Moose* (Bern) .

.

.

.Fr.

831. 08 2) Weinbauversuchsstation in Lausanne . ,, 18,336. 90 3) Schweizerische Samenkontrolstation ,, 5,000. -- 4) Anderweitigen Versuche . ,, 1,988. 66 5) Vorarbeiten zur Erledigung der Motion Häni und Konsorten betreffend Errichtung einer oder mehrerer Centralstellen für Milchwirthschaft .

. ,, 2,402. 53 ,, 28,559. 17 Der Kreditsaldo von Fr. 10,440. 83 hat sich ergeben, weil die Versuchsansteller nicht im Falle waren, einen höhern als den von uns in der Büdgetbotschaft verlangten Kredit zu verwenden. Für die Weinbauversuchsstation Lausanne wurde Ihrer Weisung gemäß die Hälfte der kantonalen Auslagen vergütet.

875

IX. Molkereischulen

Fr. 15,400. --

Bundesbeiträge gleich der Hälfte der für Lehrkräfte und Lehrmittel verausgabten Beträge gelangten zur Auszahlung an den : Kanton Bern (MolkereischuleRütti) Fr. 1559.17 Kanton Freiburg (Molkereischule Treyvaux) ,, 4729. 53 Kanton St. Gallen (Molkereischule Sornthal) .

.

.

. ,, 5150. 75 ,, 11,439. 45 Minderausgabe Fr. 3,960. 55 davon herrührend, daß die Molkereischule Rutti zur Zeit nur eine provisorische Organisation hat.

X. Rindviehzucht

. . F r . 160,000. --

Ausgaben : 1) Zur Erhöhung der von den Kantonen im Jahr 1887 an öffentlichen Schauen zuerkannten Prämien für Zuchtstiere und Stierkälber Fr. 119,474. 40 2) Für Prämirung von Zuchtfamilien . ,, 27,550. -- 3) Kosten der Konferenz von Abgeordneten der Braunvieh züchtendenKantone (inklusive Kosten des Druckes des Protokolls etc.)

.

.

. ,, 1,422. 95 4) Verschiedenes (Drucksachen etc.)

.

.

. ,, 499. -- ,, 148,946. 35 Nicht verwendeter Kredit Fr. 11,053. 65 Der Kreditüberschuß ist darauf zurückzuführen, daß für 227 Zuchtstiere die Prämien von zusammen Fr. 11,304. 20 nicht ausbezahlt werden konnten, weil die an die Prämirung geknüpften Bedingungen von den betreffenden Eigentümern nicht eingehalten wurden.

876

XI. Pferdezucht.

Es wurden verausgabt: 1) Bundessubvention für Hengste: a. 4 Anglo-Normänner . Fr. 15,685. 70 b: l Kreuzungsprodukt . ,, 1,000. -- c. Nachsubventionfürl AngloNormänner Hengst . ,, 1,000. -- Fr. 17,685. 70 2) Stutfohlenprämirungen : a. Auszahlung von im Jahr 1887 zuerkannten Prämien .

.

. F r . 26,590. -- b. Prämienrestanzen von 1885/86 ' .

.

. ,, 5,200. c. Expertenkosten . ' . ^ 1,947. 30 ,, 33,737. 30 3) Pferdeausstellungen und Rennen : a. Yverdon Fr. 2000 b. Bern .

.

.

.

. ,, 800 4) Fohlenweiden : a . Zürich .

b. Bern c. Schwyz .

d. Solothurn .

e. Basellandschaft f. Waadt

.

.

.

.

.

.

.

.

5) Hufschmiedekurse : a. Bern b. Freiburg c. Waadt .

.

. F r . 133.

. ,, 948.

. ,, 781.

,, 125.

,, 143.

. ,, 4360.

,,

2,800. -

,,

6,491. 50

-- 50 50 -- -- 50

Fr. 1050. 90 ,, 1297. 42 .

,, 631. 35 , 6) Unterhalt des Remontendepots ia Thun .

.

7) Verschiedenes (Drucksachen, Kosten der Inspektion der Fohlen weiden, Kosten derüengstenschatzung etc.)

,, 2,979. 67 ,, 25,326. 65

Zusammen

Fr. 90,152. 32

.

.

,,

1,131. 50

877

Uebertrag Fr. 90,152. 32 Da einer der beiden Hengste, welche vor der Abgabe an die Uebernehmer von Unfällen betroffen wurde, im Berichtjahre nicht abgegeben werden konnte, so wird dieser Kredit noch um · « 4,104. 91 belastet, welche Summe dem Bunde durch den Hengsthalter rückvergütet worden wäre.

Die Totalausgaben belaufen sich mithin auf . Fr. 94,257. 23 Der zur Verfugung stehende Kredit betrug . ,, 87,000. -- Es ergibt sich mithin eine Kreditüberschreitung von Fr. 7,257. 23 um deren nachträgliche Bewilligung wir bei Ihnen hiemit einkommen.

Diese Ueberschreitung wurde veranlaßt durch die unerwartet zahlreiche Einlösung der im Jahr 1887 zugesicherten Stutfohlenprämien, durch die vermehrte Prämirung von Fohlenweiden, sowie durch den Ankauf von edleren Anglo-Normänner Zuchthengsten, ein Umstand, auf welchen wir bereits in unserer Büdgetbotschaft pro 1888 hingewiesen haben.

XII. Bodenverbesserungen Fr. 25,000. -- Von den in frühern Jahren zugesicherten Bundesbeiträgen konnten ausbezahlt werden (vergleiche den betreffenden Abschnitt in unserm Geschäftsbericht) . . - - . . . . . ,, 21,062. 1 4 Nicht verwendeter Kredit Fr. 3,937. 86 Wir wiederholen hier, daß die zuerkannten Beträge gemäß den Bestimmungen des Bundesbeschlusses vom 27. Juni 1884 (Amtl.

Sammlung n. F., Bd. Vu, S. 605) nur ausgerichtet werden können, wenn die betreffenden Arbeiten ausgeführt und von der Oberaufsichtsbehörde untersucht worden sind.

XIII. Maßnahmen gegen die Schäden, welche die landwirtschaft-

liche Produktion bedrohen

.

.

. Fr. 80,000. --

Verwendet wurden hievon : a. Beitrag an die Kosten der von den Kantonen Zürich, Neuenburg, Waadt und Genf pro 1887 gegen die Reblaus getroffenen Maßnahmen Fr. 60,682. 62 b. Versuche zur Vertilgung der Reblaus ,, 1,454. 10

Uebertrag

Fr. 62,136. 72 Fr. 80,000. --

878

Ueberh-ag Fr. 62,136. 72 Fr. 80,000. -- c. Kosten derinterkantonalen Konferenz zur Feststell ung des besten Kampf Verfahrens gegen die Reblaus ,, 1,799. -- d. Verschiedenes (Jahresberichte der phylloxerirten Kantone etc.)

,, 1,232. 20 e. Vorarbeiten betr. die Unterstützung der Hagelversicherung durch den Bund (Gutachten Baidinger etc.) . .

.

,, 556. -- ,, 65,723. 92 Minderverwendung Fr. 14,276. 08

XIV. Landwirtschaftliche Vereine und Genossenschaften.

Kredit Rückvergütungen

  1. 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9)

Zusammen Von dieser Summe wurden ausgerichtet: Dem schweizerischen landwirtschaftlichen Verein Fr. 18,959. 55 Dem schweizerischen alpvvirthschaftlichen Verein .

. ,, 3,450. -- Dem schweizerischen milchwirthschaftlichen Verein . ,, 150. 45 Dem Verband der landwirtschaftlichen Vereine der romanischen Schweiz .

. ,, 13,644. 85 Dem landwirtschaftlichen Verein der italienischen Schweiz ,, 2,532. 47 Dem schweizerischen Gartenbauverein ,, 5,700. -- Der Gesellschaft schweizerischer Landwirthe . . . . , , 500. -- Für eine in Truns abgehaltene Ziegenausstellung ,, 500. -- An die Delegirten der landwirthschaftlichen Vereine für die Theilnahme an der Sitzung betreffend Subventionirung der genannten Vereine .

. ,, 764. -- Kreditsaldo

Fr. 50,000. -- ,, 350. -- Fr. 50,350. --

,, 46,201. 32 Fr. 4,148. 68

879 Ueber die Verwendung, beziehungsweise Zweckbestimmung der einzelnen Subventionen verweisen wir auf unsern Geschäftsbericht.

XV. Viehseuchenpolizei

Fr. 140,000. --

Wir bemerken von vorneherein, daß die sämmtlichen Ausgaben, welche zur Bestreitung der Kosten der durch das Bundesgesetz vom 1. Juli 1886 beschlossenen Sanitätspolizei an der Grenze nqthwendig werden, von dem Ertrag der Gebühren, welche für thierärztliche Untersuchungen zu entrichten sind, abgeschrieben werden. Es wird somit das eidgenössische Budget in dieser Beziehung weder belastet noch entlastet.

Verausgabt wurden : a. Entschädigung der Grenzthierärzte ·enzthiei Fr. 101,966. 65 b. Entschädigung des Zollpersonals .

.

.

. ,, 7,672. 43 c. Passirscheine, Formulare und Vollziehungsverordnungen . ,, 4,245. 50 d. Inventaranschaffungen, Miethzinse für .Bureaux etc.

. ,, "2,709. 08 e. Untersuchungen über die Einschleppung von Seuchen an der Grenze und Aushülfe bei den Untersuchungen des Viehes . ,, 1,652. 05 f. Kosten der interkantonalen Konferenzen der mit der Leitung von Viehinspektorenkursen betrauten Persönlichkeiten .

.

.

. fl 1,498. 70 g. Verschiedenes (Entschädigung des Viehseuchenkommissärs, Druck der Viehseuchenbülletins etc.)

. ,, 3,502. 95 ,, 123,247. 36 Es wurden demnach Fr. 16,752. 64 weniger ausgegeben, als im Budget vorgesehen war.

880

XVII. Verschiedenes

Fr. 5000

Dieser Kredit wurde vollständig verwendet.

Die hauptsächlichsten Ausgaben betreffen : Beitrag an die Gründungskosten der schweizerischen Viehversicherungsgesellschaft (Fr. 1000), Beitrag an die Obstbaugerätheausstellung in Schönbühl (Fr. 1000), Kosten der Herausgabe des ,,Landwirtschaftlichen Jahrbuches der Schweiz", II. Band (Fr. 1176. 75), und Beitrag an die Regierung des Kantons Bern für Aufnahme der kantonalen ObstbauStatistik pro 1888 (Fr. 1250).

Viehseuchenfonds.

Die zur Anlage eines Viehseuchenfond bestimmte Summe, aus welcher inskünftig die zur Bekämpfung ansteckender Thierkrankheiten nöthigen Beträge entnommen werden sollen, betrug zu Anfang des Jahres 1888 .

.

.

.

.

. F r . 54,826. 79 Hievon wurden verausgabt : a. Als Beitrag an die Kosten der vom Kanton Schaffhausen im Jahr 1887 gegen die Lungenseuche getroffenen Maßnahmen . Fr. 1032. 50 b. Als Beitrag an die Kosten des kantonalen Viehinspektorenkurses von Basellandschaft .

.

. ,, 236. 75 c. Zinsvergütung .

.

,, 70. -- ,, Blieben

1,339. 25

Fr. 53,487. 54

Hiezu kommen : a. Ueberschuß des Erträgnisses der im Jahr 1888 an der Grenze erhobenen Untersuchungsgebühren (vergleiche die betreffende Rubrik unter Einnahmen) .

.

.

.

. F r . 8364. 30 b. lieber fehlbare Grenzthierärzte verhängte Disziplinarbußen . ,, 190. -- c. Ertrag von Zinsen pro 1888 . ,, 1102. 05 ,, Vermögensbestand auf Anfang des Jahres 1889

9,656. 35

Fr. 63,143. 89

881

Abtheilung Forstwesen, Jagd und Fischerei.

I. Forstwesen.

  1. R e i s e k o s t e n (P. I. 2). Bei einem Kredit von Fr. 5000 erzeigte aich ein Saldo von Fr. 1364. .90. Es rührt dieser daher, daß unser Forstinspektor längere Zeit krank war.
  2. T r i a n g u l a t i o n I V . O r d n u n g (F. I. 8). Kredit Fr. 6000. Restanz Fr. 3673. 62. Der Grund dieser Wenigerausgabe liegt, wie pro 1887, darin, daß die Triangulation höherer Ordnungen in verschiedenen Kantonen des eidgenössischen Forstgebietes noch nicht vollendet ist, so daß daselbst mit derjenige» IV. Ordnung nicht begonnen werden konnte. Auch 1888 sind verschiedene andere Kantone ihrer Verpflichtung zur Vornahme fraglicher Triangulation nicht nachgekommen.

II. Jagd.

  1. K o s t e n d e r W i l d h u t (F. II. 1). Kredit Fr. 15,000, Kreditsaldo Fr. 2393. 38. Es ist zu bemerken, daß der neugegründete Jagdbannbezirk Mont Moron im bernischen Jura erst mit Beginn des Monats Juni in Bann gelegt wurde und daß der Beizug von Jägern zur Wildhut, die Sehußgelder und Ausrüstung: der Wildhüter sich schwierig zum Voraus bestimmen lassen.
  2. K o m m i s s i o n e n und E x p e r t i s e n (F. II. 2).

Kredit Fr. 2500. Kreditsaldo "Fr. 1685. 70. Da 1887 fast alle Bannbezirke zur Inspektion gekommen, glaubten wir dieselbe pro 1888 aussetzen zu können, mit Ausnahme derjenigen der Kantone Graubünden und Tessin. Im erstem Kanton unterblieb die von uns angeordnet gewesene Inspektion, weil der betreffende Experte abgehalten war, dieselbe vorzunehmen. 1889 werden sämmtliche Bezirke zur Inspektion gelangen.

G, Post- und Eisenbahndepartement.

  1. Eisenbahnwesen.

Die Ausgaben haben sich mit Ausnahme der Rubriken für Aushülfe und für Druckkosten, wo kleine Ueberschreitungen vorgekommen sind, innerhalb der durch das Budget und die Nachtragskredite vorgezeichneten Schranken gehalten. Die übrigen.

882

Rubriken geben zu keinen besondern Bemerkungen Anlaß, da die Bezüglichen Minderausgaben wie die erwähnten kleinen Kreditüberschreitungen in den jeweiligen Bedürfnissen begründet sind.

Besoldungen .

.

.

.

. F r . 106,200. 60 Reiseentschädigungen und Expertisen . ,, 14,875. 05 Büreaukosten ,, 37,594. 87 Subvention an die Gesellschaft der Westbahnen und des Simplon (Nacht-züge) ,, 60,000. -- Budget- und Nachtragskredite

.

.

Fr. 218,670. 52 ,, 225,850. --

Minderverwendung Fr.

7,179. 48

2. Postverwaltung.

I. Gehalte und Vergütungen.

'

1888.

1887.

Ausgaben .

.

. Fr. 9,806,787. 75 Fr. 9,572,565. 10 Voranschlag ,, 9,840,000. -- Minderausgabe gegenüber dem Budget .

. ,, 33,212. 25 Mehrausgabe gegenüber dem Vorjahre ,, 234,222. 65 Die beiliegenden Tabellen Nr. l und 2 enthalten die nähern Angaben über die verschiedenen Unterrubriken und Postkreise.

II. Inspektionen und Dienstreisen.

1888.

Ausgaben Voranschlag

.

.

.

1887.

Fr. 32,927. 95 Fr. 33,944. 55 . ,, 35,000. --

III. Büreaukosten.

1888.

1887.

Ausgaben .

.

.

. F r . 411,815. 59 Fr. 396,291. 12 Voranschlag, nebst Nachkredit von Fr. 32,000 .

. ,, 412,000. -- Minderausgabe gegenüber dem .

Voranschlag .

.

. ,, 184. 41 Mehrausgabe gegenüber 1887 ,, 15,524. 47

Zur Seite 882.

Beilage Nr. i.

Allgemeine Uebersicht . der

Ausgaben fUr Besoldungen im Jahr 1888 im Vergleich mit 1887 und dem Budget.

i Ausgaben 1888.

  1. Oberpostdirektion

Budget.

Fr.

191,127. 85

Fr.

194,400

60,234. 90

60,456 49,494

Mehrausgaben Minderausgaben gegenüber gegenüber 1887.

dem Budget.

Fr.

7,249. 55

Fr.

3,272.15

B. Kreispostdirektionen : 1. Direktoren 2 . Kontroleure 3. Adjunkte 4 . Kassiere

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Total B. ,

48,135. 95 48,469. 70 54,912. 211,752. 55

49,488 ·

54,912

2£1. 10 | | 1,118. 05 a§ 1,018. 30 444. --

221.10 1,358. 05 1,018. 30

214,350

Minder- 1 913. 45 ausgäbe '

2,597. 45

1,883,500 1,168,500 1,275,000

61,101. 40 14,021. 65 39,449. 05

20,438. 70 50,497. 40 18,245. 05 JSgX. 4,493.30 84,687. 85

/

C. Postbllreaux : 1. Klasse

.

n. .

m. ,,

.

.

.

Bahnpostentschädigungen

.

.

.

1,863,061. 30 1,118,002. 60 1,256,754. 95

.

.

.

174,493. 30

170,000

Minder- n 007 OK ausgäbe «,^O«. oì>

Total C.

4,412,312. 15

4,497,000

107,304. 75

.

.

1,249,765. -- 2,948,194. 70

1,270,000 2,900,000

18,727. 15

Total D.

4,197,959. 70

4,170,000

Mehr- 27,959. 70 109,437. 40 ausgäbe '

.

702,038. 50 91,597. -

686,000 78,250

8,636. 90 i.2 ( 16,038. 50 ·§&<!

3,507. 50 a|\ 13,347.--

Total

9,806,787. 75

9,840,000

.

D. Ablagehalter, Briefträger, Boten etc.: 1 . Ablagehalter .

.

.

.

.

2 . Andere Angestellte .

.

.

E. Kondukteure F. Besoldungsnachgenllsse

.

.

.

.

20,235. -- Mehr

1 94 70 J 480)1 90,710. 25 ausgäbe v. «U

234,222. 65

33,212. 25

Zur Seite 882.

Beilage Nr. 2.

Postkreisweise Uebersicht der Ausgaben der Postverwaltung für Gehalte und Vergütungen im Jahre 1888.

I* ostkreise.

Oberpostdirektion.

Klassen und Abtheilungen.

Genf.

Lausanne.

Bern.

Neuenburg.

Basel.

Beilenz.

Total.

Fr. '

Fr.

Fr.

--

--

--

Aarau.

Luzern.

ZUrich.

St. Gallen.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

--

--

--

Chur.

1

Oberpostdirektion .

.

.

.

.

Kreispostdirektionen (Direktoren, Kontroleure, Adjunkte und Kassiere) .

Postbureaux : I . Klasse II. ,,

.

.

.

.

Fr.

Fr.

  1. Beamte.

.

.

.

.

.

.

:

HI,, Entschädigungen an fahrende Postbureaux

191,127. 85 -- -- -- -- --

--

Fr.

Fr.

Fr.

1

--

--

--

19,113. --

19,488.' --

18,879. 95

19,113. --

201,342. 95

191,021. 25

239,393. 85

123,270. --

.

.

.

.

Andere Bedienstete Kondukteure .

.

.

.

.

.

.

.

.

.

C. Besoldungsnachgenüsse .

*

i

19,488. -

19,488. --

19,488. --

19,470. --

19,488. --

18,248. 60

211,752. 55

313,491. 10

140,431. 75

84,433. 60

32,058. 85

1,863,061. 30

140,162. 45 119,796. 75

23,478. 65

74,318. 70

1,118,002. 60

45,967. 95

1,256,754, 95

14,185. 80

96,725. 50 2,676. 20

7,738. 20

174,493. 30

107,810. 30 89,344. 30

69,007. --

1,249,765. --

87,590. 35

2,948,194. 70

117,022. 35

37,235. 35

702,038. 50

--

12,442. --

91,597. --

15,252. 40

170,945. 15

229,394. 20

79,178. 45

144,793. 40 26,218. 20

25,553. 45

175,647. 70

111,349. 20

135,344. 05

81,785. 75

114,543. 85

107,788. 70

209,151. 20 242,252. 05

18,448. 90

18,557. 45

15,758. 35

12,731. 90

40,293. 60

2,753. 25

8,043. 65

33,306. --

114,292. 30

99,216. 35 153,721. 35

187,261. 85

*

--

28,373. 55

180,514. 60

167,087. 85

110,675. 20

415,127. 05 90,600. 85

301,946. --

314,506. 30

--

301,728. 90 25,218. 15

87,509. 80 290,373. 6

51,990. 50

104,017. --

51,782. 7

6,558. --

.18,400. -

9,156. --

10,136. --

3,312. -

193,023. 85

641,589. 30

1,280,302. 05

991,350. 15

1,059,187. 65

188,252. 30

637,676. 30

1,249,646. 55

939,331. 20

3,913. --

30,655. 50

52,018. 95

1,896. --

Total auf Ende 1888

*

191,127. 85

86,678. 90

i

.

*

19,488.

306,145. i 5 74,114. 75

B. Bedienstete.

Ablagehalter

Fr. |

87

Mehr im Jahre 1888

4,771.

55

:

110,411. 10 30,312. 75

57.628. 55

98,016. 20 539,787. 75 °343,658. -- 84,301. -- 51,929. 25

1,782. --

9,405. --

12,936. --

5,574. --

954,805. 9 0

559,440. 60

626,303. 20

1,641,974. 95

933,224. 20

540,978. 90

384,607. --

9,806,787. 75

1,054,816. 20

911,096. 3 )

559,176. 10

606,323. 60

1,611,231. 25

901,357. 50

543,139. 80

370,518. --

9,572,565 10 !

4,371. 45

43,709. 6 )

264. 50

19,979. 60

30,743. 70

31,866. 70

Mia« 2,160. 90

14,089. --

234,222. 65

883 Die Ausgaben an Büreaukosten vertheilen sich auf folgende Unterrubriken : Mehr Weniger 1888.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

1887.

Fr.

Fr.

Papier und Druckkosten 164,109. 66 148,720. 61 Büreaumaterialien · 53,989. 08 41,875. 21 Buchhinderarbeiten 12,389. 56 12,914. " 25 Beleuchtung .

111,120. 75 120,254/93 Beheizung 51,584. 72 50,206. 06 Verschiedene Büreauhedürfnisse.

18,621. 82 22,320. 06

als 1887.

Fr.

Fr.

15,389. 05 12,113. 87 -- -- 524. 69 -- 9,134. 18 1,378. 66 --

--

3,698. 24

Total 411,815. 59 396,291. 12 28,881. 58 13,357. 11 13,357. 11 .

Mehr 15,524. 47 Die Minderausgaben 1888 gegen 1887 auf den Unterrubriken ,,Buchbinderarbeiten", ,,Beleuchtung" und ,,Verschiedene Büreaubedürfnisse" erklären sich durch die Thatsache, daß Ausgaben, die sich noch auf das Jahr 1886 bezogen, erst im Jahr 1887 verrechnet werden konnten und daher das letztere Rechnungsjahr in außerordentlicher Weise belasteten. (Vergi. Botschaft des Bundesrathes vom 13. Juni 1887, Bundesblatt III, 471.)

Im Allgemeinen müssen die Ausgaben für Büreaukosten infolge der steten Verkehrszunahme, der Errichtung neuer Poststellen, des Bezugs größerer Dienstlokale etc. naturgemäß von Jahr zu Jahr eine Steigerung erfahren und zwar trotz aller Sparsamkeit, die auch auf diesem Gebiete unausgesetzt beobachtet wird.

IV. Dienstkleidung.

Ausgaben .

.

.

..

Voranschlag .

.

.

.

Minderausgabe gegenüber dem Budget .

Mehrausgabe gegenüber 1887

1888.

1887.

Fr. 145,945. 67 ,, 146,000. --

Fr. 134,069. 60

T)

·n

54. 33 11,876. 07

Die Ausgaben vertheilen sich wie folgt: 1. Ankauf von Tüchern, Leinwand, Blousen und Aus'888> rüstungsgegenständen . Fr. 103,638. 17 2. Anfertigungskosten .

. ,, 37,273. 90 3. Diverse Unkosten (Fracht etc.) ,, . 733. 60 4. Entschädigungen an weibliche Angestellte .

. ,, 4,300. -- Total

Fr. 145,945. 67

1887.

Fr.

·n ·n

96,446. 35 35,504. 95 518. 30

n

1,600. --

Fr. 134,069. 6.0

884

Ein Posten von Fr. 14,137. 27 für verkauftes Dienstkleidungsmaterial erscheint unter den Einnahmen, Rubrik m, Ziffer 1.

Die Mehrausgabe gegenüber 1887 ist theils in der Stellenvermehrung, theils in den Verfallzeiten des Jahres 1888 begründet.

V. Gebäulichkeiten /Lokalmiethzinse etc.).

1888.

1887.

Bruttoausgabe für Miethzinse . Fr. 612,127. 54 Fr. 579,960. 43 Dazu : Ausgaben für bauliehe Aenderungen, Reparaturen etc.

(Unterrubrik ,,Unterhalt") ,, 18,234. 48 ,, 10,562. 36 Total Bruttoausgaben Fr. 630,362. 02 Fr. 590,522. 79 Voranschlag .

.

.

,, . 650,000. -- Minderausgabe gegenüber dem Voranschlag .

.

. ,, 19,637. 98 Mehrausgabe gegenüber dem Vorjahre ,, 39,839. 23 Den Ausgaben dieser Rubrik steht die unter k hievor erwähnte Einnahme an Untermiethen im Betrage von Fr. 87,057. 43 (1887: Fr. 73,471. 98), hauptsächlich die Telegraphenverwaltung betreffend, gegenüber.

Die beiliegende Tabelle 3 enthält eine postkreisweise Vergleichung der Ausgaben für. ,,Gebäulichkeiten", 1888 gegenüber 1887.

Im Jahre 1888 hatte die Postkasse der Bundeskasse für die dem Bunde gehörenden Postgebäulichkeiten, gemäß der neuen Schätzung, eine um Fr. 48,770 höhere Verzinsung zu leisten, als im Jahre 1887.

VI. Mobiliar und Büreaugeräthschaften.

1888.

1887.

Ausgaben .

.

.

. F r . 142,079. 1 7 F r . 124,386. 3 7 Voranschlag, nebst Nachkredit von Fr. 25,500 .

'.

,, 142,500. -- Minderausgabe gegenüber dem Budget ,, 420. 83 Mehrausgabe gegenüber dem Vorjahre ' . . . . ,, 17,692. 8 0 Die Mehrausgabe gegenüber 1887 entstand hauptsächlich durch die unerwartet großen Kosten, welche die Möblirung des neuen Postgebäudes in Luzern, sowie namentlich die Einrichtung der elektrischen Beleuchtung in diesem Gebäude erforderten.

Zur Seite 884.

Beilage Nr. 3.

Postkreisweise Vergleichung der Ausgaben für Gebäulichkeiteii, 1888 und 1887.

Postkreis.

Miethzinse (Brutto-Ausgaben).

Einnahmen an Untermiethen.

Netto-Ausgaben an Miethzinsen.

Ausgaben für bau iche Aenderungen, Re »araturen etc.

Total-Ausgaben nach Abzug der Untermiethen.

1888.

1887.

1888.

1887.

1888.

1887.

1888,

1887.

1888.

1887.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

. . .

39,610. 20

38,968. --

13,806. 47

13,330. --

25,803. 73

25,638. -

2,603. 99

576. 59

28,407. 72

26,214. 59

. . . .

55,702. 57

57,853. 47

6,019. 05

6,289. --

49,683. 52

51,564. 47

1,927. 53

1,424. 31

51,611. 05

52,988. 78

37,245. 05

35,039. 30

3,926. 05

1,694. --

33,319. --

33,345. 30

918. 84

572. 61

34,237. 84

33,917. 91

101,261. 55

100,580. 10

7,442. 70

7,364. --

93,818. 85

93,216. 10

598. 12

748. 26

94,416. 97

93,964. 36

91,644. 11

90,140. 11

11,830. --

10,955. --

79,814. 11

79,185. 11

2,217. 42

2,048. 96

82,031. 53

81,234. 07

26,185. --

26,127. 50

2,600. 22

2,560. --

23,584. 78

23,567. 50

554. 30

236. 60

' 24,139. 08

23,804. 10

Luzern

48,889. 70

27,976. 95

5,665. 64

600. --

43,224. 06

27,376. 95

587. 21

134. 45

43,811. 27

27,511. 40

Zürich

102,483. 55

101,368. 30

14,723. 95

14,998. 30

87,759. 60

86,370. --

3,435. 44

582. 85

91,195. 04

86,952. 85

63,267. 15

57,564. 70

14,870. --

9,313. 65

48,397. 15

48,251. 05

2,083. 21

1,662. 70

50,480. 36

49,913. 75

27,318. 16

25,654. 35

3,413. 35

3,608. 03

23,904. 81

22,046. 32

1,827. 26

2,064. 48

25,732. 07

24,110. 80

17,880. --

17,880. --

2,760. --

2,760. --

15,120. --

15,120. --

340. 86

331. 10

15,460. 86

15,451. 10

611,487. 04

579,152. 78

87,057. 43

73,471. 98

524,429. 61

505,680. 80

10,382. 91

541,523. 79

516,063. 71

Genf Lausanne

Neuenburg . . . .

Basel ."

S t . Gallen

. . . .

Chur Bellenz

. . . .

Total

17,094. 18 |

885 VII. Fuhrwesenmaterial.

1888.

1887.

Ausgaben .

.

.

. F r . 508,982. 4 9 F r . 504,243. 2 0 Voranschlag, inklusive Nachkredit von Fr. 32,000 .

,, 509,000. -- Minderausgabe gegenüber dem Voranschlag .

.

1888.

1887.

;a. Neue Anschaffung von Fuhr. werken .

.

.

. F r . 54,441. 30 Fr. 66,839. 90 b. Neue Anschaffung von Handkarren,Vorrathsmaterial und Remisengeräthschaften . ,, 71,926. 21 ,, 74,444. 14 «. Reparaturen ,, 169,591. 45 ,, 177,124. 39 Total Ab : geliefertes Material für neue Wagen

Fr. 295,958. 96 Fr. 318,408. 43 ,,

9,881. 89

,,

12,381. 04

Bleiben für A. Wagen und Schlitten .

.

.

. F r . 286,077. 0 7 F r . 306,027. 3 9 Im Berichtjahre sind folgende neue Postfuhrwerke angeschafft worden : 8 zweiplätzige Wagen, worunter l Bernerwägelchen, 2 Bergwagen, 4 Cabriolets neuer Konstruktion mit großem Koffer und l gewöhnliches Cabriolet ; 5 vierplätzige Berlinen; 5 vierplätzige Omnibus; 6 sechsplätzige Caleschen; 6 einspännige Fourgons; 3 einspännige Gepäckwagen ; 5 zweiplätzige Sehlitten, worunter l Bergschlitten ; 10 vierplätzige Schlitten, worunter l Bergschlitten, 5 Berline- und 4 Omnibusschlitten; l sechsplätziger Omnibusschlitten ; 10 einspännige Gepäckschlitten ; l vierspänniger Gepäckschlitten ; l einspänniger, gedeckter Fourgonschlitten.

886

B. B a h n p o s t w a g e n .

1888.

  1. Neue Anschaffung .

. Fr.

b. Unterhalt und Reparaturen ,, c. Reinigen und Schmieren, Beheizung und Beleuchtung ,, B. Bahnpostwagen

.

1887.

95,088. -- Fr.

64,762. 70 ,,

85,185. 75 53,138. 12

63,054. 72

59,891. 94

,,

. Fr. 222,905. 42 Fr. 198,215. 81

Wir bemerken : ad a. Die Mehrausgabe gegenüber 1887 rührt davon her, daß im Berichtjahre 4 dreiachsige und 6 zweiachsige und im Jahr 1887 nur 2 dreiachsige und 8 zweiachsige Bahnpostwagen angeschafft wurden. Ferner mußte ein für die Gotthardroute bestimmter neuer dreiachsiger Bahnpostwagen mit der Westinghouse-Bremse, Dampfheizung und Gasbeleuchtung ausgerüstet werden und schließlich, wurden fünf Reserveradsätze angeschafft.

ad b. Die Erhöhung hat ihren Grund in der Vermehrung der Wagen, sowie in der Anschaffung von Westinghouse-Bremsen für 9 auf der Gotthardroute in Verwendung kommenden Bahnpostwagen.

ad c. Diese Mehrausgabe wurde veranlaßt durch die Vermehrung und Ausdehnung der Bahnpostkurse. Im Jahre 1888 wurden von den Bahnpostwagen 15,836,420 Achsenkilometer zurückgelegt gegenüber von 14,673,919 Achsenkilometern im Jahre 1887.

Im Berichtjahre wurden zwei alte zweiachsige Bahnpostwagen ausrangirt.

Vili. Transportkosten.

1888.

1887.

Ausgaben .

.

.

. F r . 4,320,200. 8 9 F r . 4,484,598, Voranschlag, inklusive Nachkredit von Fr. 120,000 . ,, 4,354,000. -- Minderausgabe gegenüber dem Voranschlag .

."

. Fr.

33,799. 11

Die Ausgaben, über welche in der Beilage Nr. 4 die nähern Angaben enthalten sind, vertheilen sich auf die Unterrubriken wie folgt:

1

Beilage Nr. 4.

Zu Seite 886.

Uebersicht der Einnahmen von Beisenden und der Ausgaben an T ransportkosten vom Jahr 1888 im Vergleich zum Vorjahre.

i Anzahl deiRei «ìlici en nudi den Stundenpassen.

Monat.

Einnahmen an Passagier- und Ueberg-e\vk:ht3taxen, laut den Mouatsrechnungen.

O Fr.

a.

b.

Betheiligungsbetreffnisse der Poslpferdlmlter auf Grundlage au den Passagiereiunahineu bei fester Verträge.

O einzelnen Kursen.

c.

1.

4.

Postfühningen 3

Fr.

Fr.

Bi'.iwiigealieferui'igen.

Fr.

Fr.

Total

Vermehrte AußergewöhnBespannung liehe der TransportHauptwagen.

kosten.

Extraposten.

Fr.

R u b r i k e.

Fr.

Fr.

Vergütungen an die Eisenbahnen und Dampfboote für den Transport der Fabrpoststücke über 5 Kilogramm.

Fr.

e.

Fr.

3,536. 35 3,077. 52

16,188. 80 16,677. 47

6,591. 86 2. 25

211. 97 505. 58

4,227. 20 1,892. 23

14,140. 35 16,919. 87

7,176. 77 14,224. 78

1,723. 55 2,270. 85

3,264. 91 2,539. 55

20,411. 31 19,082. 90

17,291. 70 19,407. 55

1,095. 80 2,999. 55

--. -- --. --

2,667. 60 2,307. 42

10,137. -- 10,912. 15

16,596. 65 21,310 15

477. 55 2,156. 80

83. 60 34. 80

312,487. 60 310,573. 05

12,719. 90 13,571. 85

28,907. 30 35,859. 40

1,723. 90 3,718. 50

348,281. 65 293,910. 70

383,544. 75 374,451. 05

20,738. 65 21,332. 65

93,903. 60 69,959. 85

106,741 94,968

430,509. 05 354.,85l. 65

383,605. 65 374,496. --

24,253. 20 23,954. 75

152,570. 55 102,132. 55

74,796 72,787

215,195. 50 202,897. 92

340,476. 60 327,601. 55

15,231. 75 15,611. 30

51,201. 25 48,918. --

62,550 G 1,440

149,581. 10 124,172. 90

232,180. 30 227,991. 65

11,360. 55 11,786. 20

23,813. 70 25,236. 50

53,153 53,545

93,246. 85 89,939. 60

222,019. 85 218,064. 40

9,676. 25 9,443. 40

16,322. 50 20,535. 45

2,063. 05 !

1,064. 50

--. -- --. --

52,667 45,161

80,759. 76 72,565. 10

222.215. 85 218,88e. 30

8,919. 10 8,159. 10

15,836. 75 19,889. --

1,741. 90 !

2,514. 65 jj

760,402 742,497

1,918,447. 88 1,746,767. 14

3,210,577. 40 3,167,135. 65

146,421. 25 149,216. 95

1887 1888

49.311 49,825

74,554. 15 75,555. 40

222,736. 20 222,769. 60

7,807. 30 8,550. 40

11,556. 65 11,215. 35

1,095. 80 2,384. 60

Februar ,, März ,, April ,, Mai ,, Juni ,, Juli ,, August ,, September ,, Oktober ,, November ,, Dezember ,,

1887 1888 1887 1888 1887 1888 1887 1888 1887 1888 1887 1888 1887 1888 1887 1888 1887 1888 1887 1888 1887 1888

42,311 47,014

65,250. 20 68,255. 85

222,018. 90 222,560. 80

7,570. 70 7,753. 15

·8,948. 60 13,218. 54

964. 55 1,809. 10

53,134 54.337

86,024. 20 81,736. 97

222,230. -- 222,531. 15

8,897. 15 8,677. 55

15,422. 85 14,262. 50

53,295 57,189

97,506. 69 98,503. 64

222,458. 30 222,750. 95

9,109. 70 9,464. 45

59,500 59,212

112.751. 19 113J370. 61

224,603. 40 224,460. 15

63,199 63,549

164,778. 54 171,006. 80

89,745 83,470

f*·

g-

Provisionen Beleuchtung Verschiedenes an Total (Sfh'ifffahvtsund Agenten und gelder, SchiffsSchiffskapitäne Schmieren Rubriken c-- g.

büreaux, für [der Gebühren an's Einschreibung Postwagen.

Ausland etc.).

der Reisenden.

--_ --. -- --. -- --. -- --. -- 10. -

Januar ,,

Total 1887 ,, 1888

3.

2.

d.

i

Fr.

Fr.

Fr.

Ausgaben.

Total.

0

Fr.

664. 04 477. 55

6. 45 6. 25

2,3,663. 12 17,669. 10

254,206. 62 248,989. 10

450. 65 82. 11

,500. 73 420. 71

663. 35 615. 80

22,931. 85 32,263. 27

252,521. 45 262,577. 22

106,626. 09 102,866. 85

94. 54 100. 65

184. 14 503. 68

831. 65 1,090. 16

128,r47. 73 123,644. 24

359,274. 88 354,852. 94

21,055. 10 24,714. 52

4,515. 36 6,827. 25

326. 34 212. 19

1,175. 95 704. 37

--. -- 15. 80

27,072. 75 32,474. 13

258,640. 75 264,6ü9. 53

3,380. 30 1,766. 25

20,538. 10 25,268. -

5,854. 276,827. 85

184. 86 180. 14 ,

307. 73 194. 75

660. 75 858. 52

27,545. 71 33,329. 26

262,286. 11 268,701. 56

113. 40 108. 50

4,431. 50 2,436. 27

35,176. 10 42,122. 67

118,235. 04 119,217. 30

210. 30 263. 92

683. 03 868. 40

1,546. 34 859. 90

155,850. 81 163,332. 19

481,058. 31 487,477. 09

23,137. 65 20,355. 40

205. 80 183. 40

4,400. 25 1,999. 13

121,647. 30 92,497. 78

5,177. 95 6,864. 05

580. 21 562. 63

389. 03 420. 60

273. 47 --. --

128,067. 96 100,345. 06

532,351. 36 496,128. 76

29,785. -- 26,083. 50

258. 30 84. --

4,592. 65 1,571. 85

187,206. 50 129,871. 90

4,792. 15 6,972. 93

599. 74 443. 11

814. 85 316. 92

679. 60 615. 75

194,092. 84 138,220. 61

601,951. 69 536,671. 36

|j

5,252. 40 8,320. 35

145. 90 173. 20

5,626. 38 3,242. 35

62,225. 93 60,653. 90

107,780. 83 99,266. 84

781. 42 526. 36

585. 01 461. 75

527,921. 49 504,970. 80

1,647. 10 jj 1,466. 05 > o

4,512. 75 3,124. 40 i j 3,797. 96 !

4,364. 90 i

30,045. 55 29,850. 95,

5,651. 58 6,858. 85

2,191. 53 384. 41

359. 67 816. 68

95 10 -- 82

172,213. 14 161,757. 95

; :

833.

849.

--.

296.

38,248. 33 38,207. 71

281,789. 18 277,985. 56

22,183. 51 25,964. 85

100. 95 6,863. 78

137. 83 67. 32

794. 78 910. 62

955. 44 875. 84

24,172. 51 34,682. 41

255,868. 61 262,190. 21

77. 40 --. --

13,654. 04 : 10,222. 76 :·

31,310. 09 32,626. 41

151,887. 29 93,379. 01

106. 25 49. 87

1,47,0. 92 1,030. 17

818. 05 836. 90

185,592. 60 127,922. 36

416,727. 55 354,966. 76 ;

70,708. 25 'i 956. 40 75,143. 85 !j ' 617. 90

58,091. 89 ·: 38,544. 63

582,128. 64 516,251. 22

524,396. 14 470,171. 74

5,875. 64 3,378. 29

7,929. 88 7,126. 20

7,269. 05 6,920. 84

1,127,599. 35 1,003,848. 29

4,484,598. -- ' 4,320,200. 89

72. -- 24. --

1

452,372. 10 401,944. 84 :

:

i

,

r II

\

.

i

887 1888.

  1. Postführungen auf Grundlage fester Verträge . Fr. 3,167,135. 65 b. Betheiligungsbetreffnisse der Postpferdehalter an deu Passagiereinnahmen bei einzelnen Kursen .

. ,, 149,216.95 o. Ausgaben für Beiwagenlieferungen , Extraposten und außergewöhnliche Transportkosten .

. ,, 516,251.22 d. Vergütung an die Eisenbahnen 'und Dampf boote für den Transport der Fahrpoststücke über 5 kg. . ,, 470,171.74 e. Provisionen an Agenten u. Schiffskapitäne für Einschreibung von Reisenden ,, 3,378.29 f. Beleuchtung u. Schmieren der Postwagen .

. ,, 7,126.20 g. Schifffahrtsgelder, Schiffsbüreaux, Gebühren an das Ausland . ,, 6,920.84 Total

1887.

Fr. 3,210,577. 40

,,

146,421.25

,,

582,128.64

,,

524,396.14

,,

5,875.64

,,

7,929.88-

,,

7,269.05

Fr. 4,320,200. 89 Fr. 4,484,598. --

Wir bemerken: Ad a. Die Verminderung der fixen Kurszahlungen rührt hauptsächlich von der Aufhebung der Postführungsverträge für die Strecken Brienz-Alpnach, Brienz-Meiringen und Meiringen-Lungern (Juni) und Domo d'Ossola-Intra (September) her. Hinwieder wurden die Ausgaben dieser Unterrubrik durch Einführung neuer Postkurse vermehrt.

Ad e. Die Verminderung rührt einestheils von den ad a hievor erwähnten Gründen, sodann von der Thatsache her, daß bei den fortbestehenden Kursen in den Monaten Juli und August 1888 bedeutend weniger Beiwagenreisende befördert wurden, als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Ad d. Die Verminderung gegenüber 1887 hat ihren Grund in dem Umstand, daß pro 1888 keine Nachzahlungen aus frühem Jahren nöthig wurden, wie dies pro 1887 der Fall war.

888

Die kleinern Abweichungen von 1888 gegenüber dem Vorjahr in den Unterrubriken e, f und g geben zu keinen besondern Bemerkungen Veranlaßung, indem sie den ad a und c hievor genannten Ursachen zuzuschreiben sind.

Im Allgemeinen beziehen wir uns bezüglich der Ausgabenrubrik VIII ,,Transportkosten" auf die Bemerkungen zu der Einnahmenrubrik a. ,,Ertrag der Reisenden"1.

IX.

Werthzeichenfabrikation.

1888.

Ausgaben Voranschlag Minderausgabe Budget Mehrausgabe Vorjahre

.

.

.

. F r . 114,918.

.

.

.

. ,, 115,000.

gegenüber dem ,, . 81.

gegenüber dem .

.

.

. ,, 20,375.

1887.

3 1 F r . 94,543. 1 6 -- 69 15

Diese Ausgabe setzt sieh zusammen wie folgt: 1888.

1887.

1 . Frankomarken .

.

. F r 43,381. 1 2 F r . 39,861. 0 4 2. Taxmarken . ,, 744. 17 ,, 352. 97 3. Postkarten . y/ 44,845. 57 ,, 38,296. 10 4. Frankobänder . ,, 5,359. 76 ,, 3,323. 47 5. Geldanweisungseartons .

. ,, 11,521. 49 ,, 1,922. 58 6. Einzugsmandatformulare ,, -- ,, 1,967. -- 7. Empfangsbescheinigungen . ,, 4,552. -- ,, 5,040. -- 8. Begleitadressen und Deklarationen 4,450. -- ,, 3,780. -- ri 9. Unvorhergesehenes .

. ,, 64. 20 -- Total

Fr. 114,918. 31

Fr. 94,543. 16

X. Vergütungen für 'körperliche Verletzung von Personen.

1888.

Ausgaben Voranschlag

.

.

.

.

1887.

. F r . '2,482. 80 Fr. 220. 50 ,, 10,000. --

XL Vergütungen für Verluste, sowie für Beschädigung und Verspätung von Postsendungen.

1888.

Ausgaben Voranschlag

1887.

Fr. 10,991. 22 Fr. 6,535. 30 . ,, 20,000. --

889 XII.

Ausgaben Voranschlag

.

.

Wechselkurs-Differenzen.

.

.

.

1888.

1887.

Fr. 1,346. 95 . 3,500. --

Fr. 2,135. 74

Diese Rubrik umfaßt nicht nur Kursdifferenzen, sondern auch Agio-Ausgaben auf Goldzahlungen, und es wurde anläßlich der Aufstellung des Voranschlages für 1889 der Titel dieser Rubrik 'entsprechend ergänzt.

XÏI1. Entschädigungen -an das Postpersonal bei Unfällen im Dienst.

Ständiger Posten von<> Fr. 8000. Ueber die Leistungen und ·den Stand dieser Unfallkasse enthalten der Geschäftsbericht und «die betreffende Spezialrechnung nähere Mittheilungen.

XIV. Kosten des

Briefpost-Transits.

1888.

1887.

Ausgaben .

.

.

. F r . 286,793. 6 7 F r . 195,'911. 0 9 Voranschlag (inklusive Nachkredit von Fr. l30,000) . ,, 330,000. -- Die Verumständungen sind genau die nämlichen wie bei dem ^Ertrag des Briefpost-Transits" (Einnahmenrubrik d. hievor), und es reprasentili daher die Ausgabe des Jahres 1888 das wirkliche Ergebniß für 1887, gemäß der Statistik vom 1.--28. November 1887, im Betrage von Fr. 247,844. 02, sowie die Differenzen zwischen den provisorischen Zahlungen für die drei letzten Quartale von 1886 und dem wirklichen Ergebniß auf Grundlage der genannten Statistik, mit Fr. 38.949. 65.

XV. Saldozahlungen und Rückvergütungen.

1888.

Ausgaben Voranschlag

.

.

.

.

. Fr. 3,300,167. 01 . ,, 3,414,000. --

1887.

Fr. 3,311,419. 76

Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich eine Minderausgabe von Fr. 11,252. 75 und gegenüber dem Budget eine solche von, Fr. 113,832. 99.

Bundesblatt. 41. Jahrg. Bd. II.

58

890 Auf die Unterrubriken vertheilen sich die Ausgaben wie folgt: 1888.

1887.

  1. Keisenden- und Gepäcktaxen .

. Fr.

212. 60 Fr.

943. 60> 2. Nachnahmesaldi der Auswechshingsbüreaux 130,714. 31 262,358. 8& 3. Briefposttaxen .

.

.

. - .

1,649. 80 1,434. 10 4. Geldanweisungstaxen 48,512. 20 52,295. 72 5. Fahrpostverkehr (inkl. Nachnahmen) 1,938,369. 48 1,942,688. 686. Rückvergütung v. Taxen und Bestellgebühren 45,159. 27 37,975. 84 7. Vergütung d. bezogenen Zollgebühren 996,436. 96 879,150. 30 8. Vergütung d. bezogenen statistischen Gebühren 135,328. 87 138,356. 18 Total Fr. 3,300,167. 01 Fr. 3,311,419. 7& Hier stellen sich gegenüber dem »Vorjahr folgende Abweichungen von Belang heraus: Minderausgabe von Fr. 131,644. 5& bei Ziffer 2, und Mehrausgabe von ,, 117,286. 66.

bei Ziffer 7.

Diese letztere erklärt sich hinlänglich durch den vermehrte» Verkehr und die Einführung erhöhter Zollgebühren und erstere findet ihre etwelche Ausgleichung in der Miudereinnahme von Fr. 64,228. 27, welche die Ziffer 2 und 5 der Einnahmenrubrik ,,e" (Saldoertrag der Abrechnungen mit ändern Transportanstalten) im.

Jahre 1888 gegenüber dem Jahre 1887 erzeigt.

Die Ziffern 2. und 5 der Ausgabenrubrik XV und die gleichbetitelten oben erwähnten Ziffern 2 und 5 der Rubrik ,,e" ent. ziehen sich einer auch nur annähernden Vorausberechnung, indem deren Ergebnisse von den Verkehrsschwankungen, hauptsächlich von dem Nachnahmeverkehr, abhängig sind.

Hingegen findet zwischen denselben stets eine gewisse Ausgleichung in der Weise statt, daß, wenn die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr einen Minderertrag ergeben, die Ausgaben ebenfalls geringer sind, und umgekehrt, daß, wenn die Rubrik ,,ea einen Mehrertrag herausstellt, in der Rubrik XV sich ebenfallseine Mehrausgabe zeigt. Eine annähernde Ausgleichung kann indessen niemals stattfinden, zunächst weil ein Theil des Ertrages, in den Einnahmen für verbrauchte Werthzeichen Inbegriffen ist,, und dann weil sich die Re/jlirung der Nachnahmesaldi der Aus·weehslungsbüreaux (Ziffer 2) vom 4. Quartal durch die internationalen Abrechnungen jeweilen in das folgende Jahr verschiebt.

891 XVI.

Verzinsung des Betriebsmaterials.

1888.

1887.

Entschädigung der Postkasse an die Bundeskasse .

.

. F r . 91,782. 26- Fr. 91,810. 88 Voranschlag .

.

.

. ,, 92,000. -- Die Verzinsung, zu 4 %, erfolgt von dem Inventarwerth, wie er auf Beginn des Betriebsjahres festgestellt wurde. Der Inventarwerth betrug auf 1. Januar 1888 Fr. 2,294,556. 51.

XVII.

Verminderung des Betriebsmaterials.

1888.

1887.

Ausgaben Fr.

268. 07 Fr. 715. 44 Voranschlag ,, 13,000. -- Die Postkasse muß der Bundeskasse den Betrag, welcher sich als Verminderung des Bestandes des Betriebsmaterials ergibt, jeweilen auf Ende des Jahres vergüten.

Das Inventar über sämmtliches Postmaterial betrug: auf 31. Dezember 1887 .

.

.

. F r . 2,294,556. 51 ,, .31.

,, 1888 .

.

.

. ,, 2,294,288. 44 Die Verminderung beträgt somit

Fr.

268. 07

Das Inventar hat in seinen einzelnen Rubriken folgenden Bestand : Ver-, 1S88.

" minderung. mehrung.

Fr.

Fr.

Fr.

Er.

853,385. -- 86,700. -- I. Wagen und Schlitten 766,685. -- 278,320. 64 15,646. 52 II. Fuhrwesenmaterial . 293,967. 16 408,212. 50 40,527. 50 III. Bahnpostwagen . . 448,740. -- IV. Mohiliar und Büreau30,776. 86 geräthschaften 739,089. 39 769,866. 25 15,548. 98 V. Dienstkleidung . .

15,030. 03 518. 95 Total 2,294,288.44 2,294,556. 51 87,218. 95 86,950. 8a Nach Ahzug der Vermehrung von .

86,950. 88 bleibt eine Verminderung, wie oben, von 268.07

Der Voranschlag hatte eine Verminderung vorgesehen von Fr. 13,000.

Die Differenz rührt davon her, daß bedeutend mehr Anschaffungen von Mobiliar und anderm ins Inventar fallenden Material gemacht wurden, als das Budget vorgesehen hatte. Die Schätzung ist auch dieses Jahr im Allgemeinen .tief gehalten.

892

XVIII. Porti, Rechnungsdifferenzen

und Provisionen.

1888.

Ausgaben Voranschlag mit Nachkredit von Fr. 500

1887.

Fr. 9,181. 13 Fr. 8,687. 14 ,, 9,500. --

Diese Rubrik zerfällt in folgende Unterabtheilungen : 1888.

1887.

  1. Postporti und Taxen für Telegramme nach dem Auslande Fr. 2,127. 06 Fr. 2,194. 10 b. Rechnungsdifferenzen .

. ,, 29. 20 ,, 11. 40 c. Provisionen an Private für Verkauf von Postwertzeichen . ,, 7,024.87 ,, 6,481.64 Total~Fr. 9,18 Î7 13 Fr. 8,687. 14 XIX. Prozesse, Expertisen.

Ausgaben Voranschlag .

Es fielen:

.

.

  1. auf die Prozeßkosten b. ,, . v Expertisen

.

.

.

.

1888.

1887.

Fr. 1,228. 40 . 5,500. --

Fr. 1,311. 16

1888.

1887.

. Fr.

. ,,

615. 10 Fr.

613. 30 ,,

382. 66 928. 50

Totaf~Fr. 1,228. 40 Fr. 1,311. 16 XX. Versicherung des Mobiliars, Unvorhergesehenes.

1888.

1887.

Ausgaben Fr. 11,311. 50 Fr. 9,413. 20 Voranschlag, inklusive Nachkredit von Fr. 2000 .

. ,, 11,500.-- Es fielen: 1888.

  1. auf die Mobiliarversicherung Fr.
  2. ,, das Unvorhergesehene . ,, Total

1887.

2,142. 03 Fr. 2,388. 71 9,169. 47 ,, 7,024. 49

Fr. 11,311. 50 Fr. 9,413. 20

893

3. Telegraphenverwaltung.

  1. Telegraphenwesen.

(Siehe nachstehende Tabelle I.)

I. Die Gehalte und V e r g ü t u n g e n haben die entsprechende Summe des Vorjahres um Fr. 29,398. 93 überschritten, sind aber um Fr. 45,057. 84 unter dem bewilligten Kredite geblieben. Die Vermehrung erklärt sich theils aus der Kreirung einiger neuer, durch den gesteigerten Verkehr nothwendig gewordener Telegraphistenstellen, theils durch Besoldungszulagen an eine Anzahl Beamte gemäß bundesräthlicher Verordnung.

II. Die Rubrik R e i s e k o s t e n blieb um Fr. 359. 26 unter der entsprechenden Ausgabe des Vorjahres und um Fr. 1101. 90 unter dem Voranschlage.

III. Die B u r e a u k o s t e n überstiegen diejenigen des Vorjahres um Fr. 2911. 61, blieben aber um Fr. 4593. 80 unter der büdgetirten Summe.

IV. Die M i e t h z i n s e betragen Fr. 8679. 03 mehr als im Jahre 1887, dagegen blieben sie um Fr. 5221. 12 unter dem Büdgetansatze.

V. F ü r B a u u n d U n t e r h a l t d e r L i n i e n wurden Fr. 102,303. 15 mehr verausgabt als im Jahre 1887, doch ist die bezügliche Summe um Fr. 23,167. 29 unter dem Voranschlage geblieben. Die Mehrausgabe erklärt sich durch die Kabellegung in Genf, die Kabelzuführungen zum neuen Postgebäude in Luzern, die Verlegung der Telegraphenlinien an der Brünigbahn (für welche ein Theil der Kosten von der Bahn ver waltung zurückerstattet wurde) und endlich durch die Anlage neuer direkter Drähte zwischen Bern und Genf und zwischen Basel und Zürich, deren Ausführung zwar erst in das Jahr 1889 fällt, für welche aber das Material noch im Berichtjahr angeschafft wurde.

VI. Die Rubrik A p p a r a t e erzeigt im Vergleich zum Vorjahre eine Vermehrung von Fr. 15,898. 11 , blieb jedoch um Fr. 713. 06 unter den bewilligten Krediten, wobei ein Nachtragskredit von Fr. 3000.

VII. Die Ausgaben für B ü r e a u g e r ä t h s c h a f t e n betragen Fr. 2194. 98 mehr als im Vorjahre, blieben aber um Fr. 718. 86 unter dem Büdgetansatze.

VIII. Die v e r s c h i e d e n e n A u s g a b e n (Bekleidung der Boten, Beitrag an das internationale Bureau und Unvorhergesehenes) blieben um Fr. 24. 57 unter der entsprechenden Ausgabe des Vor-

894 Jahres, überschritten aber dea bewilligten Kredit um Fr. 194. 38.

Diese Ueberschreitung erklärt sich daraus, daß eine von uns bewilligte Entschädigung von Fr. 500 an die Wittwe eines bei Bestellung eines Telegramms zur Nachtzeit und in einer Gebirgsgegend verunglückten Expreßboten noch in die Dezemberrechnung aufgenommen wurde. Eine Hinübernahme dieser unvorhergesehenen Ausgabe ins Jahr 1889 hätte bei dem knapp zugemessenen Kredite dieser Rubrik voraussichtlich ein Nachtragskreditbegehren nöthig gemacht.

Laut Voranschlag und Nachtragskredit hätte sich ein Aktivsaldo ergeben von .

.

. Fr. 147,000. -- Dagegen ergab sich eine Mehreinuahme von Fr. 143,949. 11 und eine Minderausgabe von . ,, 81,439. 04 ,, 225,388. 15 Aktivsaldo laut Rechnung .

.

. Fr. 372,388. 15 Das I n v e n t a r der Büreaugeräthschaften, der Apparate und des Linienbauvorrathsmaterials beläuft sich auf Ende des Berichtjahres auf Fr. 601,904. 89, mit einer Vermehrung von Fr. 28,393. 40, welche unter den Einnahmen erscheint.

Das Inventar der in Betrieb stehenden Linien erzeigt auf Ende 1888 einen Bestand von Fr. 1,983,942. 52, mit einer Vermehrung von Fr. 20,617. 32.

B. Telephonwesen.

(Siehe nachstehende Tabelle II.)

I. Die G e h a l t e und V e r g ü t u n g e n betragen Fr. 26,406. 85 mehr als im Vorjahre, sind aber um Fr. 21,989. 50 unier dem Voranschlage geblieben. Diese Zunahme, wie diejenige anderer Rubriken, erklärt sich durch die fortwährende und rasche Ausdehnung des Telephonwesens.

II. Die R e i s e k o s t e n überschritten diejenigen des Vorjahres um Fr. 1898. 25, blieben aber um Fr. 503. 15 unter dem Voranschlage.

III. Die Ausgabe für B u r e a u k o s t en blieb um Fr. 448. 71 unter derjenigen des Vorjahres und um Fr. 2793. 47 unter dem Büdgetansatze.

IV. Die M i e t h z i n s e stellen sich um Fr. 838. 60 höher als im Vorjahre, sind jedoch uni Fr. 1726. 10 unter dem Büdgetaosatze geblieben.

895 V. Die Ausgaben für Bau und U n t e r h a l t d e r L i n i e n überstiegen die entsprechende Summe des Jahres 1887 um Fr. 81,823.84 und haben den bewilligten Kredit bis auf Fr. 6. 46 erschöpft.

VI. Die Rubrik A p p a r a t e stellt sich um Fr. 357. 57 höher als im Vorjahre und übersteigt den bewilligten Kredit um Fr. 20. 28.

VII. Für B ü r e a u g e r ä t h s c h a f t e n wurden Fr. 332. 35 weniger verausgabt als im Vorjahre und Fr. 860. 65 weniger, als ·der Voranschlag beträgt.

VIII. Die v e r s c h i e d e n e n A u s g a b e n betragen Fr. 48. 65 weniger als im Vorjahr und Fr. 1228. 40 weniger, als im Budget vorgesehen wurde.

Im Budget wurde ein Aktivsaldo vorgesehen von Fr. 59,000. -- Dagegen erzeigte sich eine Mehreinnahme von Fr. 130,297. 25 und eine Minderausgabe von . ,, 19,208. 28 ,, 149,505. 53 Aktivsaldo laut Rechnung .

.

. F r . 208,505. 53 Das I n v e n t a r der Büreaugeräthschaften, des Linienbauvorrathsmaterials und der Apparate beläuft sich auf Ende des Berichtjahres auf Fr. 1,072,827. 86, mit einer Vermehrung von Fr. 75,848. 37, welche unter den Einnahmen erscheint.

Das Inventar der in Betrieb stehenden Linien weist auf Ende 1888 einen Bestand von Fr. 821,092. 48 auf, mit einer Vermehrung von Fr. 247,369. 02.

Gesammtergebniß.

Das Rechnungsergebniß aus dem Telegraphen- und Telephonbetrieb zusammen ergibt sich aus folgender Darstellung: Einnahmen.

Rechnung Voranschlag 1888.

1888.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Telegraph 2,397,000 2,540,949. 11 Telephon 1,058,000 1,188,297. 25 3,455,000 3,729,246. 36 Ausgaben.

Telegraph 2,250,000 2,168,560. 96 Telephon 999,000 979,791. 72 3,249,000 3,148,352. 68 Aktivsaldo

206,000

580,893. 68

896 Der Gesammtinventarwer (ohne die Linien) stellt sich auf Ende des Berichtjahres auf Fr. 1,674,732. 75, mit einer Vermehrung von Fr. 104,241. 77.

Der Inventarwerth der Telegraphen- und Telephonlinien zusammen beziffert sich mit Fr. 2,805,035, mit einer Vermehrung, von Fr. 267,986. 34.

Tab. I.

Telegraph.

Rechnung Büdgetkredit Rechnung . _ _ JS von 1887.

von 1888.

von 1888.

Fr.

Fr.

Fr.

L Gehalte und Vergütungen . 1,603,543. 23 1,678,000 1,632,942. 16 11. Reisekosten .

.

.

.

16,257.36 17,000 15,898. 10 HI. Büreaukosten 95,994 59 103,500 98,906. 20 IV. Gebäulichkeiten .

.

108,099. 85 122,000 116,778. 88 V. Bau und Unterhalt der Linien 117,529. 56 219,832. 71 243,000 .VI. Apparate .

.

.

.

32,388. 83 48,286. 94 49,000 VII. Büreaugeräthschaften .

4,586. 16 7,500 6,781.14 VIII. Verzinsung d.Inventarwerthes 23,996. 46 24,000 22,940. 45 IX. Inventarvenninderung .

26,400. 25 -- -- -- X. Verschiedenes 6,218. 95 6,194. 38 6,000 2,035,015. 24

Tab. 11.

2,250,000

2,168,560. 96

Telephon.

I. Gehalte und Vergütungen .

. IV. Gehäulichkeiten . . .

V. Bau und Unterhalt der Linien VI. Apparate VII. Büreaugeräthschaften . . .

VIII. Verzinsung des Inventars IX. Verschiedenes

Rechnung Büdgetkredit von 1887.

von 1888.

Fr.

Fr.

175,603. 65 224,000. -- 7,598. 60 10,000. -- 13,655. 24 16,000. -- 11,435. 30 14,000. -- 398,169. 70 480,000. -- 219,662. 71 220,000. -- 2,471. 70 3,000.-- 29,559. 26 30,000. -- 2,000.-- 820.25

Rechnung von 1888.

Fr.

202,010. 50 9,496. 85 13,206. 53 12,273. 90 479,993.54 220,020. 28 2,139. 35 39,879. 17 771. 60

858,976. 41

979,791. 72

999,000. --

897"

Unvorhergesehenes, Die aus diesem Kredite bestrittenen Ausgaben sind folgender.

  1. Ehrengaben .

Fr.

2) Kosten der Vertretung · beim internationalen hygienischen «Kongreß in Wien .

.

,, 3) Kosten der Beerdigungsfeierlichkeiten des . Herrn Bundespräsidenten Hertenstein .

. ,, 4) Prozeßkosten in Sachen Legat Brunner . ,, 5) Verschiedenes ,,

2,255. -- 2,715. 50 1,036. -- 500. 10> 1,681. 60

Büdgetkredit

Fr. 8,188. 20 ,, 11,844. --

Minderverwendung

Fr.

3,655. 80

oö CD 00

Summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben.

x I. Einnahmen.

Ertrag.

1886.

A . Liegenschaften .

.

.

. Fr. 197,778. 93

Voranschlag.

1887.

1888.

232,134. 06

mehr als büdgetirt

II. Betriebskapitalien

Fr. 799,602. 45

660,041. 04

286,631. --

300,343. 92

Fr. 13,712. 92

.

mehr als im Vorjahr B. Kapitalien. I. Angelegte Kapitalien

1888.

.

Fr. 68,209. 86

885,766. 88

729,000. --

mehr als büdgetirt

.

Fr. 156,766. 85

mehr als im Vorjahr

.

Fr. 225,725. 84

251,653. 68

226,797. --

Fr. 215,769. 09

242,018. 28

Fr. 24,856. 68

mehr als büdgetirt .

mehr als im Vorjahr C. Allgemeine Verwaltung und Departemente.

A l l g e m e i n e V e r w a l t u n g . Fr. 25,464. 98 21,183. 51.

~ËÏ.

22,678. 96

9,635. 40 21,500. --

mehr als büdgetirt .

Fr. 1,178. 96

mehr als im Vorjahr

Fr. 1,495. 45

Ertrag.

1886.

Fr. 55,179. 49

Voranschlag.

1887.

70,198. 15

Fr. 33,006. 75

mehr als büdgetirt .

B. Departement des Innern .

C. Justiz- und Polizeidepartement

mehr als im Vorjahr . Fr. 311,812. 18 94,726. 78 Fr.

676. 10

4,840. 25

Fr. 20,608. 60

.

D. Militärdepartement

6,500. -

11,433. 65

mehr als büdgetirt .

mehr als im Vorjahr Fr. 5,833,055. 38 7,123,971. 31

. 1888.

57,800. --

1888.

90,806. 75

. Fr.

4,933. 65

. ~Fr!

6,593. 40

6,309,987. 33 5,077,462. Fr. 1,232,525. 33

mehr als büdgetirt weniger als im Vorjahr

E. Finanz- und Zolldepartement

. Fr. 831,983. 98 Fr. 30,174,427. 37 26,337,498. 97 26,432,440. 89 24,665,000. -

F. Industrie- und Landwirthschaftsdepartement Fr.

Fr. 1,767,440. 89

mehr als büdgetirt

.

mehr als im Vorjahr

. Fr.

21,323. 25 125,262. 85 weniger als büdgetirt mehr als im Vorjahr

94,941. 92

149,086. 06 165,000. -- . Fr. 15,913. 94 . Fr. 23,823. 21

CD

Ertrag.

Voranschlag.

Ï 8 8 6 i m î . Ï 8 8 & ' 1888.

G. Post- u. Eisenbahndeparteraent Fr. 23,450,225. 38 24,670,137. 53 25,424,254. 16 24,848,700. -- mehr als büdgetirt .

H. Unvorhergesehenes

mehr als im Vorjahr 5,947. 81 4,959. 53

Fr.

' mehr als büdgetirt weniger als im Vorjahr

. Fr. 575,554. 16 . Fr. 754,116. 63 4,411. 26 1,610. -- Fr. 2,801. 26 Fr.

548. 27

Rekapitulation der Einnahmen.

Zinse von Liegenschaften .

,, ,, Kapitalien .

Fr.

300,343. 92 ,, 1,137,420. 56

Allgemeine Verwaltung und Departemente Unvorhergesehenes .

.

.

.

Fr. 1,437,764. 48 ,, 58,440,687. 80 4,411. 26

Voranschlag

Fr. 59,882,863. 54 ,, 56,086,000. --

.

.

.

.

.

Mehreinnahmen .

.

.

,

,

,

Fr. 3,796,863. 54

co o o

ÏI. Ausg-abeil.

Voranschlag und

Nachtragskredite.

1886, A. Amortisation und Verzinsung des Anleihens .

.

.

. Fr. 1,867,429. 62

'

1887.

1888.

1888.

1,867,942. 60

1,773,184. 23

1,773,64«, --

B. Allgemeine Verwaltungskosten Fr.

738,843. 15

788,799, 26

789,200. 12

/ 785,600. -- \ 15,600. --

C. Oepartemente und Verwaltungen.

  1. Departement des Auswärtigen .

.

. Fr.

528,008. 29

499,882. 25

689,977. 47

f 530,100. \ 164,999. 40

Fr. 3,905,508. 61 ,

4,274,7riO. 32

4,466,612. 83

/ 4,222,704. -- \ 816,916. 84

B. Departement des Innern

C. Justiz-u. Polizeidepartement Fr.

51,956.61

53,041.30

. Fr. 18,596,463. 64

21,636,151. 72

E. Finanz- u. Zolldepartement Fr. 10,135,587. 64

3,914,465. 76

D. Militärdepartement.

99,156.55 / \

87,400.-- 40,000. --

22,824,365. 69 f 20,366,937. \ 1,944,298. 08 3,475,328. 64

f 4,602,700. -- (O \ 932,179. 65 o

Vnra.ncp.lilfl.rr rniH

Ausgaben.

1886.

F. Industrie- und Landwirthschafts-, département .

.

.Fr.

766,244. 34 6. Post- und Eisenbahndepartement .

.

. F r . 21,466,297. 75

H. Unvorhergesehenes

. Fr.

·n"£~~~~-~-.jï:ïr Nachtragskredite.

1887.

1888.

1888.

1,093,193. 65

'1,224,477. 79

/ 1,322,320. -- \ 6,200. --

22,673,808. 35

11,166. 83

23,204,596. 05 l 23,232,750. -- \ 362,600. --

27,950. 90

8,188. 20

11,844. --

Rekapitulation der Ausgaben.

Amortisation u n d Verzinsung d e s Anleihens Allgemeine Verwaltungskosten Depavtemente Unvorhergesehenes .

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

F r . 1,773,184. 2 3 ,, 789,200. 12 ,, 55,984,515. 02 ,, 8,188. 20 Fr. 58,555,087. 55

CD O

*&

Gesammt-Rekapitnlation.

1,773,184.

789,200.

n 55,984,515.

·n 8,188.

·n

Fr.

23 Amortisation und Verzinsung des Anleihens 12 Allgemeine Verwaltungskosten .

02 Departemente und Verwaltungen 20 Unvorhergesehenes

Fr. 58,555,087. 57

Verwendung.

Fr.

D

·n Tl

Fr.

Die Mehreinnahmen betragen .

Die Minderausgaben ,,

Mehr.


--

Fr.

460. 77 ,, 11,999. 88 ,, 2,647,589. 95 ,, 3,655. 80

Fr. 2,663,706. 40

--

. ' F r . 3,796,863. 54 . - ,, 2,663,706. 40 Fr. 6,460,569. 94

Ausgabenüberschuß laut Voranschlag Betrag der Nachtragskredite

Fr. 850,000. -- ,, 4,282,793. 97 ,,

Bleibt Einnahmenüberschuß

5,132,793. 97

Fr. 1,327,775. 97

co O W

Handelsregister-Eintragungen im Jahre 1888.

o

«a

19

18'

17

M-* 20

21

22

23

24

25

28

27

1

48 13 59

10 5 28

5

i

(2) (6) (2) (4) (2) (1) (7) (4) (3) (3)

8 25 1 14 1 1 96 30 38 11 2 33 50 12 4 47 295 58 (33) 1 (1) 8 104 19 (18) 316 18 (40)

14 8 22 3 15 4 1 56 41 20 17 2 119 3 79 248

1 5

21 8 2

39 122 6

3 3 3

2 1

--

4

--

11 5 25

343 (212) 1016 105 356 335 294 236 122

Auf 31. Dez. bleiben Ì 1888 27,138 effektiv eingetragen / 1883 24,025

--

(256)1182 (256) 873 (256) 834 (276) 686 ?

324

--

1

5 13 29 1 6

3 3 3 2 1

1 41 15 17 10 12 47 5 27 92

1 9 3 6 2 7 15

3 1 5 2 8

12 6

3 (1)

2 1 19

4027 666

1 1

(3) 31 19 10 9 3 (1) 30 4 24 (3) 60

6

(13) 325 113 (25) 320 97 (16)325 97 (30) 332 86 (22)319 75 ? 131 --

4 1 1 4 13

7 1

(1)

511 108

63 478 68 502 42 480 39 512 2 3872 --

Gebührenfreie Löschungen.

16

li

+

Eintragungen.

i: i

1888 1,743 1887 1,891 2,101 1886 1885 1,661 1884 1,874 1883 24,469

Total Total Total Total Total Total

15

a<-< bt«a

Âenderungen.

. .

+

Gebührenfreie Löschungen.

. .

14

1-4

Taxirte Löschungen.

. .

13

w

!

1

--

4 4 1

2

_

--

1

(1)37 (2) 3 1 --

1

--

--

24 58 11

10 10 3

4 1 3 1

--

2 3

28

29

30

8l

82

83

84

35

153 103 42

27 7 . 4 1

84 64 21

3

1

--

--

--

10 3 6 15 81 3 11 13

5 1 4

3 2 3 10 53

1 2

8 8

9 2 2 3 1 2

3 9 14 12 3 31 2 26 35

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£1 !-l

1

3 --

--

5 7

1 1

1

1 1

5 9 1 1 11

1 2

3

96

1 1 1 2 1

7

--

6

1

1

347

23

10

18

5

88 258 83 138 87 167 88 157 45 1008

32 24 17 18 368

4 8 7 8 150

23 14 12 9 6

8 8 5 4 U

871 999

411 353

162 145

2 (1) 3 3 6 1 2 3

(3)52 (3) 6 (1) 6 (2)13 (2) 2 ? 3

2 3 3 1 2 1

1 1 2 1

3 2 2 2 3 5

3 2

9

1

(4) 8 1 187 (3)10 (1) 2 187 82 (2) 3 (1) 2 (3) 4 (1) 3 50 1 30 ? 1 ? 2 5

69

22

67

118 50 34 39 10

54 29 32 17 5

88 65 93 71 134

1

~

2

1

9 6

--

1

1

1

1

--

1

5 12

(D 1

1 1

2

10 1 6 1 2 23 2 18 8

(2) 2

2 10 3

5 2 1

--

--

2 4

2 1 1

21

--

--

10

1 3 1 4 2

--

8 3 8 7 4 56 4 10 14

7

5 5

·i

53 2 1 3 1 1

1

3 16 2

1

L

. .

'

o

i-i+

Eintragungen.

Glarus Zug Freiburg Solothurn Baselstadt . . .

Baselland Schaffhausen . .

Appenzell A. Rh.

Appenzell I. Rh. .

St. Gallen Graubünden . .

Aarjrau Thurgau Tessin Waadt Wallis Neuenburo 1 .

.

Genf

12

-C3

38 '&S

"3 ö

TotalEintraffangen.

36

Gebührenantheil des Bandes.

37

Fr.

(1) 56 (3) 39 4

6 1

10

,

+ :'

31

Register B.

Filialen.

Âenderungen.

12 16 5 1

'le . W* i-- i

§§

Eintragungen.

99 66 13

^a ,, w^.

11

Aeuderungen.

27 9 3

(40) 176 t35) 137 (10) 41 (1) 1

11

10

C3 o

"O4-73 s °î-3

Gebührenfreie Löschungen.

9

SS i'

£ | |

Aenderungen.

Taxirto Löschungen.

8

[3 o :} "ÄO '85 '' 'PO' 03

jj J i| ;'

Eintragungen.

7

£

Kapital 0 à lOU.OOO Fr.

6

^ o

£ ;

Kapital 100,000 à 1 '000,000 Fr.

5

'§·8 «s

Kapital 100,000 à 1 '000,000 fr.

4

-J3

3

^

C=(

;; Taxirte Löschungen.

Gebührenfreie Löschungen.

§ J £ O&( 8| 3.2

Gebührenfreie Löschungen.

t

Aemlcrungon.

57 65 12

Gebührenfreie Löschungen.

299 208 59

Taxirte Löschungen.

3

Eintragungen.

Aenderungen.

Zürich Bern Luzern Tiri

2

i 1 ö

Bevollmächtigungen.

Vereine.

Gebührenfreie Löschungen.

i

Taxirte Löschungen.

Kantone.

Eintragungen.

EinzeHirmeu.

i

Aktien-, Kommandit-Aktiengesellschaften nnd Genossenschaften.

Kollektivund Kommanditgesellschaften.

i

Zur Seite 737.

1

2 1 4 1 1 9

i

2

8 4

35 12 34 17 8 52 2 42 56

29

699

2 1 1 1 1 1

3 l l 1

508 134

A]amer·ktinjf* Die Zabilen in Klamm îrn bez eben si ch auf d e bei den gebühi enfreie n Lösch ungen nbegrii 'enen K onkurse

25 629 11 679 13 601 12 619 1 3142

7 8 86 106 84 84 86 46

421 331 367 238 177 56

--

1 --

1 3

3

--

1

--

2

1

6 2 4 4 1 6

3 (1) 3 (1) 2 2 2

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1

1

--

1

3

1

6 4

2

54

18

6 89 80 68 378 512 368

4287 3040

Z :r

4

(2)19 16 (2)34 18 (1)33 18 (2)19 23 10 6 ? 4

~

12

(4l) 1,182 1,121. 70 (4l) 1,123 1,306. 80 (10) 265 295. 70 13. 80 (l) 6 28. -- 40 4. -- 5 -- g 2 48. 20 52 7. 20 9 337. 10 (3) 164 115. -- 83 369. 40 (6) 338 38. 40 (2) 18 81. 50 (5) 94 3 86. 30 (2) 65 4. 80 (l) 5 2 (11) 394 386. 30 172. 90 (7) 173 217. -- (4) 184 157. 60 (3) 157 166. 20 107 850. -- (34) 781 41. 20 (l) 33 1 (18) 402 372. 30 880. 10 2 (44) 948

40 124 14

31 186 234) 6,618 7,118. 50

7 37 4 34 4 58 6 82 2 2097

1917 2052

92 42 17 40 45

290) 6,664 7,398.

277) 6,181 6,379.

294) 5,399 5,667.

300) 5,323 5,647.

? 36,526 49,385.

30 -- 50 70 --

904

Staatsvermögen, 1. Liegenschaften.

  1. Produktive.

Waffenplatz Thun .

,, ,,

HerisauSt, Gallen .

FrauenfeJd .

,, Bière .

Schanzenboden Pulvermühlen .

Stand Ende 1887.

Fr. Rp.

1,832,428. --

+

300,000. --

+

450,755. 10

+

55,978. 06 67,800.

316,624. -- 40

-- -- +

154,800.

Waffenfabrik .

Verwaltungsgebäude in Bern .

.

.

.

-- Liegenschaft in Köniz 49,865.

Zollgebäude 1,086,592.

--

--

Fr. ßp.

29,986. 30 18,614. 30 165,479. 10 4,679. 10 657. 16 4,512. 26 578. 06 640. -- 1,623.

3,147. 40 1,550.

--

98,700.

515.

114,294.

12,006.

946,676.

45,007.

-- -- 04

-- -- 55

-- +

2,866,280. 73

+

7,181,123. 84

+ 1,357,416. 31 91,250. 15

Waffenplatz Thun «.

1,492,625.

-- ,, Frauenfeld .

-- ,, Heri sau165,479. 10 St. Gallen .

Zeughäuser 193,035. 92

·Postgebäude Total

Total Ende 1888.

Fr. Rp.

Mutationen.

59 71 44

b. Unproduktive.

132,280. -- Munitionsmagazine .

Sternwarte in Zürich 174,000.

·Chemiegebäude in Zürich 596J200.

Physikgebäude in Zürich 184,000. -- Landwuthschaftl. Schule des Polytechnikums 28,000.

-- .Meteorologische Station auf dem Säntis Bundesrathhäuser 1,423,960.

Verwaltungsgebäude Bern ·Sanitätsmagazin Flüelen .

36,000. --

+

-- -- -- -- 165,479. 10 24,500.

335. 92 32,520. --

+ +

21,300.

189,400. --

Total 4,425,580. 02

+

--

4-

--

+

} 1,843,800. --

!

} } } }

308,120.

539,775. 02

446,900.

55,400.

67,160.

315,100.

153,250.


98,700. -- 49,350. -- 1,188,880.

-- 3,767,950. --

8,447,290. --

1,492,625.


--

373,960.

40,400.

460,800.

}

--,

-- 215,200. -- 164,800.

174,000. -- 617,500.

373,400.

-- .28,000.

-- --' 1,050,000. -- 40,400.

36,000.

4,193,925.

--

905 Da der Waffenplatz Herisau - St. Gallen keine unproduktiven Bestandteile enthält, indem auch die dortige Kaserne einen wenn auch bescheidenen Miethzins abwirft und übrigens ohnehin diese Liegenschaft, wie an betreffender Stelle nachgewiesen ist, die höchste Rendite von allen Waffenplätzen erzeigt, so haben wir den unproduktiven Schätzungswert von Fr. 165,479. 10 zum produktiven geschlagen.

Von der Schätzung der produktiven Liegenschaften, einschließlich der neu hinzugekommenen, bringen wir für das Rechnungsjahr nur l °/o oder im Ganzen Fr. 91,250. 15 in Abzug, dagegen wird der Anschlagswerth des im Abbruch begriffenen ehemaligen Inselgebäudes im Betrage von Fr. 373,960 ganz eliminirt, und ferner sind die auf den Neubau vorläufig verwendeten Kosten außer Betracht gelassen. In Zukunft wird ein höherer allgemeiner Prozentsatz für Abschätzung zur Anwendung kommen.

2. Kapitalien, a. Werthschriften.

Der Stand der Werthschriften war zu Ende des Vorjahres folgender : 1 . Inländische Titel .

.

.

. F r . 7,098,703. 6 5 2 . Ausländische Titel . . ; . , , 10,604,927. 3 0 Fr. 17,703,630. 95 Ankäufe, inklusive Konversionen, von inländischen Titeln . Fr. 4,100,672. 35 Ankäufe von ausländischen Titeln . ,, 1,734,978. -- ,, ,,

Kursdifferenz/

5,835,650. 35 13,127.24

Fr. 23,552,408. 54 Verkäufe , inkl. Konversionen und Rückzahlungen, von inländischen Titeln .

Verkäufe von ausländischen Titeln .

Fr. 4,698,294. 65 ,,

978,566. -- ,,

Total der Werthschriften laut nachstehendem Inventar ßundesblatt. 41. Jahrg. Bd. II.

5,676,860. 65

Fr. 17,875,547. 89 59

906

Inventar der eidgenössischen Werthschriften per 31. Dezember 1888.

Zinsfuß.

Werthschriften.

Kurs.

°A>

  1. Inländische Titel.

3'/a Eidgenössische Obligationen 104 ,, Berner Staatsobligationen .

99,5 ,, Kassascheine d. Kantonalbank Bern 100 ,, ,, der Hypothekarkasse Bern 100 ,, Waadtländer Staatsobligationen . 99,5 8 3 /i Obligationen der Ortsbürgergemeinde Zofingen 100 Obligationen deroasellandschaftl.

n Äantonalbank 100 ,, Darleihen an die Jura - BernLuzern-Bahn .

.

.

. 100 4 Zürcher Staatsobligationen . 102 100 ,, Solothurner ,, ,, Baselstadt ,, 100 Appenzell A. E.h.

,, 101 n ,, St. Galler ,, 101 ,, Neuenburger ,, 101 ,, Jurabahnobligationeri .

101,5 ,, Obligationen der Neuenburger Kantonalbank 100 ,, Obligationen des Kantons Wallis 100 100 ,, Obligation Sandoz - Sucher .

103 41/* Zürcher Staatsobligationen 102 ,, St. Galler ,, 1 101,5 4 /» Berner ,, 102 ,, Luzerner M 102 ,, Aarganer ,, 102 ,, Neuenburger ,, Erienser Giilteu . . . . 100 n 5 Walliser Staatsobligationen 105 -- Titel aus der Liquidation der Walliserbank --

Nommalwerth.

Fr.

Kurswerth.

Fr.

18,000. -- 1,192,000. -- 45,000. -

18,720.-- 1,186,040. -- 45,000. --

9(5,000. -- 11,000.-

96,000. -- 10,945. --

90,000. --

90,000. --

30,000. --

30,000. --

400,000. -- 772,000. -- 615,000. -- 521,000. -- 270,000. -- · 2,000. -- 548,000. -- 840,000. --

400,000. -- 787,440. -- 615,000. -- 521,000. -- 272,700. -- 2,020. -- 553,480. -- 852,600. --

244,000. -- 70,000. -- 50.50,000. -- 287,000. -- 29,500. -- 50,000. -- 150,000. -- 60,000. -- 26,000. -- 16,500. --

244,000. -- 70,000. -- ' 50.-- 51,500. -- 292,740. -- 29,942. 50 51,000. -- 153,000. -- 61,200. -- 26,000. -- 17,325. --

34,128. 85

34,128. 85

6,467,178. 85 6,511,831. 35

3 ,, ,, ,, ,, ,, ,, 3>/2

2. Ausländische Titel.

Englische Consols Französische Kente, perpétuelle Sächsische Rente Schwedische Rente Norwegische Anleihe .

Hamburger Staatsanleihen .

Canadische Anleihe .

.

Belgische Rente .

99 83 94 86,5 86,5 93 95 102

2,017,600. 266,666. 67 247,000. -- 160,550. -- 242,928. -- 279,110. -- 100,880. -- 550,000. --

1,997,424. -- 221,33:). 34 232,180. -- 138,875. 75 210,132. 70 259,572. 30 95,836. -- 561,000. --

. Uebertrag

3,864,734.67

3,716,354.09

907 Zinsfuß.

Werthschriften.

an.

Nominalwerth.

Fr.

3,864,734. 67 864,500. -- 185,250. -- 185,250. -- 373,800. 226,980. -- 281,580. -- 280,000. -- 287,755. -- 494,000. -- 1,123,850.-- 62,521. 85 43,225. -- 1,415,310. -- 36,260. -- 494,444. 45 620,000. -- 370,734. -- 37,500. --

Kurs.

o/o

4'/2

5

Uebortrag 16 Deutsche Eeiehsanleihe 102,5 Preußische Consola 103,5 Hamburger Staatsanleihe îihe .

101,5 Niederländische Staatsanleihe 101 sanleihe Norwegische 99 n 100 Schwedische ;i 99 Dänische Rente 104,5 Badisches Staatsauleihen ien Bayerisches ,, 106,5 108 Deutsche Reichsanleihe le nleihe 101,5 Fiunländische Staatsanleihe 107 Hessische ,, 107,5 Preußische Consols 124 United States Bonds 104 Französische Rente 94 Italienische Rente Russische Consols 100 Argentinische Anleihe8 96

JKurswerth.

Er.

3,716,354. 09 886,112.50 191,733. 75 188,028. 75 377,538. -- 224,710. 20 281,580. -- 277,200. -- 300,704. -- 526,110. -- 1,213,758. -- 63,459. 65 46,250. 75 1,521,458. 25 44,962. 40 514,222. 20 582,800. -- 370,734. -- 36,000. --

11,247,694.97 11,363,716.54

b. Bankdepositen.

Bestand zu Ende 1887 .

Rückbezüge im Laufe des Rechnungsjahres

Fr. 3,091,573. 75 103,000. --

Neue Anlagen

F.-. 2,988,573. 75 ,, 1,052,342. 45

.

Stand z u Ende 1888

.

.

Fr. 4,040,916. 20

c. Wechsel.

Stand zu Ende 1887 .

.

.

.

Diskontii-ungen im Berichtjahr

Fr. 6,392,137. 90 ,, 12,855,340. 49

D e r Ausgang betrug Stand zu Ende 1888

.

.

.

.

.

.

.

Fr. 19,247,478. 39 ,, 17,102,354. 64 Fr. 2,145,123. 75

Laut der Staatsrechnung betragen die Ein- und Ausgänge im Wechselportefeuille Fr. 8,118. 51 mehr, welche Differenz lediglich vom Rücksconto herrührt.

908

Rekapitulation.

Werthschriften Bankdepositen Wechsel

Fr. 17,875,547. 89 ,, 4,040,916. 20 ,, 2,145,123. 75 Fr. 24,061,587. 84

3. Verzinsliche Betriebskapitalien.

Stand zu Ende 1887 ,, ,, ,, 1888

Fr. 6,221,193. 59 ,, 6,885,871. 38 Vermehrung

Fr.

Das Nähere ist aus folgender Tabelle ersichtlich.

664,677. 79

Betriebsmaterial und Waarenvorräthe.

Mobiliar.

  1. Pferderegie .

.

.

.

Fr.

Ep.

244,193. 40

Fr.

Rp.

Ausstände.

Fr.

Baarschaft.

Rp.

Fr.

_

Total.

ßp.

_

Fr. Rp.

244,193. 40

2. Konstruktionswerkstätte

39,734. 25

129,466. 32

--

--

--

-

169,200. 57

3. Munitionsfabrik

98,681. 70

574,606. 25

10,297. --

--

--

683,584. 95

4. Waffenfabrik

96,889. 20

330,460. 84

1,925. 85

--

--

429,275. 89

5. Pulververwaltung .

89,879. 16

590,593. 48

54,608. 92 26,098. 19

761,179. 75

6. Münzverwaltung

68,424. 15

552,396. 24

.

.

7. Postverwaltung

2,294,288. 44

8. Telegraphenverwaltung .

1,674,732. 75

9. Liegenschaftsverwalt. in Thun

5,050.

--


1,512. --

--

-- -.

--

--

-

-- 2,294,288. 44

--

--

--

--

1,674,732. 75

--

--

--

--

6,562. --

4,611,873. 05 2,179,035. 13 66,831. 77

2,033. 24

622,853. 63

28,131. 43 6,885,871. 38 CD

910

4. Unverzinsliche Bestände.

Bestand.

1887.

1888.

Fr.

2,591,000. --

Fr.

5,386,000. --

  1. Baarschaft im Gewölbe 2. Holzvorräthe der Konstruk43,720. 10 tionswerkstätte 1,084,697. 62 3. Muuitionsverwaltung .
  2. Wafi'enbestandtheile der Waffent'abrik .

446,100. 5. Liegenschaftsvenvaltung in Thuri . . .

21,095. 70 6. Fourragevorrathe 608,638. 01 7. Vorschuß für Armeebereitschaft .

.

.

.

455,092. 86 8. Konservenvorräthe 9. Vorschuß für Schuhwerk .

179,818. 50 10. Vorschuß für Offiziersequipements .

.

.

.

11. Vorschuß auf Bronzegeschütze 39,000. -- 5,469,162. 79

43,720. 10 833,587. 71 284,900. -- 19,129. 65 552,266. 22 18,190. -- 16,620. 95 179,524. 90 64,292. 50

7,398,232. 03 5,469,162. 79

Vermehrung 1,929,069. 24 Ad i. In dem dermaligen Bestände sind Fr. 4,000,000 Gold begriffen, welche infolge des Postulates vom 23. Juni 1888, betreffend die Erhöhung des Baarvorrathes der Bundeskasse auf 10 Millionen Franken, in's Gewölbe gelegt worden sind. Die übrigen Posten bieten zu Bemerkungen nicht Anlaß.

Ad 6. Das Guihaben für Fourrasevorräthe betrug: auf 1. Januar 1888 die Summe von Fr. 608,638. 01 An Vorschüssen wurden bezogen 178,623. 63 r zusammen ¥r. 787,261. 64 dagegen für an Schulen abgegebene Fourrage an d i e Staatskasse vergütet .

.

.

.

. ,, 234,995. 42 die Militärverwaltung schuldet demnach 31. Dezember 1888 .

welche ausgewiesen werden, wie folgt:

per Fr. 552,266. 22

911 2,837,385 kg. Hafer à Fr. 16. 54 per 100 kg. = Fr. 469,303. 48 355,560 _ Heu ,, ,, 12.50 ,, 100 ,, = ,, 44,445. 75 258,596 ,, Stroh ,, ,, 11. -- ,, 100 ,, = ,, 28,445. 56 Torf'streue für . . .

.

. ,, 3. 91 Depotinventar, 30 °/o des Schatzungswerthes . ,, 10,067. 52 Total auf neue Rechnung Fr. 552,266. 22 Ad 7. Auf 1. Januar 1888 schuldete die Militärverwaltung Fr. 455,092. 86 hievon wurden auf den Konto ,,Fleischkonservenvorräthe" Übertragen.

. . . . . · ,, 22,332. 8 6 restiren ~Fr. 432,760. -- hiezu kommen an bezogenen Vorschüssen .

. ,, 21,673. 65 zusammen Fr. 454,433. 65 Die Weizenvorräthe betrugen per 31. Dezember 1887: 1) 203 Waggons à 10,000 kg. zu Fr. 20. 80 per 100 kg. = .

. Fr. 422,240. -- 2) 21,040 Säcke à 50 Cts. = ,, 10,520. -- zusammen

Fr. 432,760. --

An Weizen wurde im Laufe des Jahres verkauft: 1) 2,047,211 kg. à Fr. 20..94 per 100 kg. = .

. Fr. 428,712. 02 2) 7160 Säcke à 50 Cts. = ,, 3,580. -- zusammen Fr. 432,292. 02 Hievon abgezogen die Magazinund Liquidationsspesen mit ,, 8,057. 72 Ablieferungen an die Staatskasse Fr. 424,234. 30 Rückzahlung empfangener Vorschüsse .

.

'. ,, 10,423. 65 Total der" Ablieferungen

,, 434,657. 95

Guthaben der Staatskasse Hievon sind als definitiver Verlust abzuschreiben

Fr. 19,775. 70 ,, 1,585. 70

Restanz auf Ende 1888

.

.

.

.

. Fr. 18,190. --

912 Der V e r l u s t von Fr. 1585. 70 wird ausgewiesen wie folgt: Die Militärverwaltung blieb per 31. Dezember 1887 belastet mit 20,300 Kilozentner Weizen à Fr. 20. 80 = Fr. 422,240. -- Verkauft wurden : 20,472.11 Kilozentner Weizen zum Durchschnittspreise von Fr. 20. 94 = .

.

.

. ,, 428,712. 02 somit Mehrerlös Fr.

Die Magazinirungs- und Liquidationsspesen betragen dagegen ,,

8,057. 72

Der Verlust beträgt demnach .

1,585. 70

.

.

.Fr.

6.472. 02

Ausweis über den In ventar wer th von Fr. 18,190: 1) Ausstehendes Guthaben bei einem im Konkurs liegenden Schuldner Fr. 11,250 2) 13,880 leere Weizensäcke à, 50 Cts. = .

. ,, 6,940 zusammen Diese Posten werden im Laufe des Jahres 1889 · liquidili werden.

Fr. 18,190 endgültig

Ad 8. Für Fleischkonserven schuldete die Militärverwaltung Fr. 22.332. 86 Anschaffungen von Konserven im Laufe des Jahres ,, 31,455. 50 zusammen Fr. 53,788. 36 Vergütungen von den Unterrichtskursen für aus dem Depot bezogene Rationen Fr. 43,491. 41 Hievon wurden an den Konto ,,Armeebereitschaft, Weizen kontoa als Gewinn auf dem Vertrieb der Fleischkonserven per 1. Januar 1889 abgeliefert ,, 6,324. -- restiren

,, 37,167. 41

Saldo zu Gunsten der Finanzverwaltung per 31. Dezember 1888 Fr. 16,620. 95 gleich dem Gegenwerth des Vorrathes, nämlich:

913

10,000 Büchsen argentinische Konserven à 2 Rationen zu 90 Cts. per Buchse == .

. Fr. 9,000. -- 7,034 Büchsen Corned-Beef à 3 Rationen zu F r . l p e r Büchse = . . . . , , 7,031. -- 1,677 Rationen Soupe concentrée à 35 Cts. per Ration , 586. 95 Total

Fr. 16,620. 95

Ad 9. Uie vom Militärdepartement im Jahre 1885 bestellte Kommission für Militürbeschuhung brachte im Jahre 1886 ihre umfassende Arbeit zum Abschluß. (Genehmigung der bezüglichen Ordonnanz vorn 1. Juli 1886.)

Im Jahre 1887 sodann wurden angesichts der laut werdenden Kriegsbefürchtungen circa 10,000 Paar Militärschuhe als sogenannte ,,Kriegsreserve" beschafft. Die bezüglichen Kosten beliefen sich laut Staatsrechnung pro 1887 auf .

.

. Fr. 180,414. 50 und wurden von der eidgenössischen Staatskasse aus einem Konto ,, V o r s c h u ß f ü r S c h u h.w e r k. tt gedeckt.

Der den Beschaffungskosten entsprechende Verkaufspreis der Militärschuhe ergibt sich demnach zu Fr. 18 das Paar.

Die Einnahmen für Verkäufe beliefen sich im Jahr 1887 auf Fr. 596.

tt Die Abrechnung pvo 1888 ergibt: Saldo alter Rechnung Fr. 179,818. 50 Z u w a ch s: Anweisungen pro 1888 ,, 300. 40 zusammen

Fr. 180,118. 90

Abgang: Rückvergütungen pro 1888: für 33 Paar Schuhe zu Fr. 18 .

.

.

Saldo a u f neue Rechnung

.

. F r . 179,524. 9 0

.

.

,,

594. --

Ad 10. Behufs Beschaffung eines für den gewöhnlichen Bedarf genügenden Vorrathes an Offiziersausrüstungsgegenständen, als: Revolver, Reitzeuge, Säbel, Feldstecher, Säbelkuppel und Schlajj;bänder, wurde auf 1. Juli 1888 der Militärverwaltung durch die eidgenössische Staatskasse ein laufender Vorschußkonto eröffnet, dessen Abschluß auf 31. Dezember 1888 sich folgendermaßen gestaltet : '~:ÎK^

914

Vom Büdgetposten Equipementsentscliiidigungen wurden auf 1. Juli 1888 Vorräthe übernommen im Betrage von Fr. 50,326. 25 hiezu noch i'erner angeschafft verschiedene Ausrüstungsgegenstände im Betrage von .

.

Fr. 83,357. 40 ,, 19,064. 90

verbleiben

Fr. 64,292. 50

a

welche der Konto T) 0ffiziersausrüstungen auf 1. Januar 1889 der Finanzverwaltung schuldig bleibt.

Dieser Inventarbestand wird ausgewiesen, wie folgt : 1) An Offiziersreitzeugen Fr. 24,545. 85 Säbeln ,, 6,749. 2) ,. 1,530. -- Feldstechern 3) nach Tarif ,, 311. 20 Kuppel u. Schlagbänder 4) ,, 34,909. Revolvern 5) ,, 1,250. ausstehenden Guthaben 6) 0

zusammen Fr. 69,295. 05 abzüglich: Gewinn infolge Mehrerlös auf verschie5,002. 55 denen Ausrüstungsgegenständeu restiren

Fr. 64,292. 50

Der aus dein Mehrerlös erwachsende Vorschlag wird auf neue Rechnung vorgetragen, in der Meinung, allfällige Verluste infolge Ordonnanzänderungen u. dgl. aus diesem Gewinne zu decken.

5. Inventarbestände.

Stand zu Ende 1887 ,, ,, v, 1888 Vermehrung

Fr. 14,011,697. 11 ,, 14,800,133. 63 Fr.

7«8,43ö. 5'2

Die Hauptvermehrung entfällt auf die Militärverwaltung.

Das Nähere ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich.

Inventarbestände.

  1. M i l i t ä r v e r w a l t u n g.

Bestand auf 31. Dezember 1887.

Fr.

r,

, ^»«*«Pr.

  1. Inventarwerthung 30 °/o der Schätzung: 1. Korpsmaterial der Truppen des Bundes und Material der höhern Truppenverbände .

.

. 2,701,747. 12 109,627. 58 2. Kontingentsmunition in eidgenössischen Depots u. kantonalen Zeugämtern 1,643,604. 16 268,084. 94 3. Instruktionsmaterial .

.

.

625,547.29 134,492.21 4. Nicht eingetheiltes und überzähliges Material .

. ·.

.

. 2,896,210. 28 660,194. 77 5. Inventar der Druckschriftenverwaltung 28,927. 75 9,137. 55 b. Inventar mit jährlicher Abschreibung von 5 °/o : 1. Kasernen- und Depotmaterial .

421,402. 80 38,975. 19 2. Inventar des topogr. Bureau's .

570,295. 85 -- e. Inventar zum vollen Werthe : 1. Vorräthe an neuern, noch nicht zugeteiltem Material .

.

.

2,288,144. 85 -- 2. Fertiges Material zum Verkauf .

334,601. 15 20,884. 70 3. Rohmaterial 100,632. 90 -- 2) V o r r ä t h e für E v e n t u a l i t ä t e n (Rohgeschoßdepot) .

.

.

. 1,296,359. 5 0 21,142. 5 0 üebertrag 12,907,473. 05 1,262,539. 44

,.

Abgang.

Fr.

Bestand auf 31. Dezbr. 1888.

Fr.

-

2,811,374.70


1,911,689.10 760,039.50

-

3,556,405.05

11,392. 35

26,672.95

-- 625. 79

460,377. 99 569,670.06

177,904. 15 184,358. 35 7,425. 20

2,110,240. 70 171,127.50 93,207.70

120,000. -- 1,197.502.

501,705. 84 13,668,307. 25

0

g

cc OJ

Bestand auf 31. Dez. 1887.

Fr.

Rp.

Uebertrag 12,907,473. 65 254,000. --

3) K a n z l e i e n

4) B u n d e s g e r i c h t 5) M ü n z e n und M e d a i l l e n 6) P o l y t e c h n i k u m

·2,881.,-- 17,350..-- 260,483. 72

.

7) C h e m i e g e b ä u d e , eidg.

8 ) Eichstätte .

.

9) Z o l l ver w al t un g .

183,000. -- .

10) T e l e g r a p h e n v e r w a l t u n g .

11) L i e g e n s c h a f t s v e r w a l t u n g i nT h u n .

.

.

.

12) L i e g e n s c h a f t s v e r w a l t u n g i nH e r i s a u .

.

.

.

.

21,590. 55 (04.913. 34 253,704. 85 6,160. --

Rp.

Bestand auf 31. Dez. 1888.

Fr.

Rp.

1,262,539. 44 ' 47,175. --

501,705. 84

13,668,307. 25

15,055. --

-- 270. --

144. --

286,120. -- 2,737. --

Zuwachs.

Fr.

Abgang.

Rp.

Fr.

--

--

--

55,644. 40

23,465. --

10,320. -

--

17,620. -- 204,839. 32 196,145. -- _ 20,854.

--

736. 55

26,585. 25

14,489. 03

26,798. 65

--

117,009. 56 280,503. 50

362. -

5,798. --.

--

--

--

140. -

60. --

Total 14,011,697. 11

1,386,893. 34

-- -- 598,456. 82

200.

14,800,133. 63

917

K o r p s m a t e r i a l der T r u p p e n zeigt eine Vermehrung infolge von Neuanschaffungen.

K o n t i n g e n t s m u n i t i o n . Die bedeutende Vermehrung rührt einerseits daher, daß bei der Munition für Handfeuerwaffen 8,000,000 Metallpatronen für den Landsturm hinzukommen, angeschafft aus Nnchtrag.skrediten 1888, anderseits sind bei der Artilleriemunition die Bestände an 8,4 cm. und 12 crn. Kupferband munition infolge neuer Zutheilung bedeutend vermehrt worden.

Ins t r u k t i o n s m a t e r i a l und u n e i n g e t h eil tes und ü b e r z ä h l i g e s M a t e r i a l . Die wesentliche Vermehrung ist zum Theil dem Rückzuge der alten 8,4 cm. und 10,5 cm.

Rohre der Feldbatterien und Parkkolonnen zuzuschreiben, außerdem ist das gesammte Material der Abtheilung ,,Bekleidungswesen" hinzugekommen und es zeigen die Handfeuerwaffen und Bivouac4ecken eine bedeutende Vermehrung.

V o r r ä t h e an n e u e m u n z u g e t h e i l te m M a t e r i a l . Es sind die Vorräthe an neuen Handfeuerwaffen kleiner als auf Beginn letzten Jahres, ebenso weisen die Vorräthe an neuem Material für Personal- und Pferdeausrüstung einen geringem Bestand auf als auf Beginn 1888.

F e r t i g e s M a t e r i a l z u m V e r k a u f e . D i e Vorräthe a n Schuhen und Leisten, die aus einem Vorschuß-Conto angeschafft werden, gehören nicht hieher, sind daher dieses Jahr weggelassen.

R o h g e s c h o ß d e p o t . Die Verminderung von Fr. 120,000 rührt daher, daß die 2,000,000 fertigen und 10,000,000 ungefetteten Metallpatronen zum Preise von Fr. 50 per Tausend in das Inventar aufgenommen worden sind.

6. Kassa.

Stand zu Ende 1887 .Stand zu Ende 1888

Fr. 1,987,263. 14 ,, 5,028,348. 94 Vermehrung Fr. 3,041,085. 80

«

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Rekapitulation des Staatsvermögens.

Liegenschaften Fr. 12,641,215.

Kapitalien und Wechsel . ,, 24,061,587.

Verzinsliche Betriebskapitalien .

.

,,· 6,885,871.

Unverzinsliche Bestände .

.

.

. ,, 7,398,232.

Inventarbestände ,, 14,800,133.

Kasse ,, 5,028,348.

-- 84 38 03 63 94

Fr. 70,815,388. 82~

918

Passiven.

  1. Anleihen.

Stand zu Ende 1887 zu MeVo verzinslich . Fr. 31,247,000.

Rückzahlung der I. Quote ,, 675,000.

Stand zu Ende 1888

Fr. 30,572,000. --

2, Uneingelöste Obligationen und Coupons.

Stand zu Ende 1887 Einlösungen Stand zu Ende 1888

Fr.

,,

1,198,968, 75 792,807. 50

Fr.

406,161. 25

Das Nähere findet sich im Bericht der Finanzkontrolle.

3. Münzreservefonds.

1.

2.

3.

4.

5.

Ausgaben.

Besoldung der Münzzähler .

.

. Fr.

Verlust auf eingeschmolzenen alten Miinzeu ,, Agio auf angekauftem Gold . ,, Frachten und Porti auf der Münzauswechslung ,, Verschiedenes ,, Total der Ausgaben

Fr.

6,695.

2,631.

6,476.

107.

515.

80 15 05 45 18

16,426. 33

Stand des Fonds auf Ende 1887 .

.

. Fr. 3,880,784. 56 Dazu kommen : Gewinn auf dem Betrieb der Münzstätte pro 1888 Fr. 18,853. 44 und Rückerstattung Fr. 7. 70 ,, 18,861. 14 ab: obstehende Ausgaben

.

.

.

Stand des Fonds zu Ende 1888

Fr. 3,899,645. 70 ,, 16,426. 33 Fr.

3,883,219. 37

4. Anleihen-Amortisationsfonds.

Derselbe betrug zu Ende des Vorjahres, nachdem infolge eines Beschlusses der Bundesversammlung vom 22. Dezember 1886 die Konversionskosten des Anleihens aus diesem Fond gedeckt worden

919 waren, restanzlich noch Fr. 458,228. 22. Dieser Summe mußten nachträglich noch enthoben werden : 1. Für Kursdifferenz und Provisionen .

.

. F r . 21,770. 29 2. Für Kotierung des Anleihens an der Börse in Frankfurt a, M . ,, 1,864. 50 3. Versicherungsprämie und Porti ,, 534. 45 4. Druckkosten und Verloosungsnummern .

. ,, 1,436. 50 5. Verschiedenes ,, 1^134. 60 Total

Fr. 26,740. 34

Die Gesammtkosten des Anleihens, einschließlich der bezahlten Zinse für vorzeitige Einzahlungen in approximativem Betrage von Fr. 30,000, belaufen sich auf Fr. 568,412. 12 oder = 1,8 °/o.

Stand des Amortisationsfonds zu Ende 1887 Stand des Amortisationsfonds zu Ende 1888

. Fr. 458,228. 22 . ,, 431,487. 88

Verminderung gleich den óbstehenden

Fr.

26,740. 34

5. Alkohol-Anleihen.

Stand zu Ende 1887 Emission von Kassascheinen

Fr. 2,200,000. -- 3,000,000. --

fl

Stand auf Ende 1888

Fr. 5,200,000. --

Rekapitulation der Passiven.

1.

2.

3.

4.

5.

Staatsanleihen Uneingelöste Obligationen und Coupons Münzreservefond Anleihen-Amortisationsfond .

.

Alkohol-Anleihen

.

Fr. 30,572,000. -- ,, 406,161. 25 ,, 3,883,219. 37 ,, 431,487. 88 ,, 5,200,000. -- Fr. 40,492,868. 50

Bilanz.

Betrag der Aktiven Betrag d e r Passiven

.

Fr. 70,815,388. 82 . 40,492,868. 5 0

Ueberschuß der Aktiven

Fr. 30,322,520. 32

.

.

.

.

.

Vermögens bestand auf

Spezial-Fonds.

Eigenihum der Eidgenossenschaft.

1 . Invalidenfonds .

.

.

.

.

2. Grenas-Jnvalidenfbnds 3. Schuifonds .

4. Châtelain-Fonds .

5. Schoch-Fonds 6. Culmann-Fonds 7. Brunner-Fonds 8. Winkelriedstiftung 9. Unterstützungsfonds für Artillerie - Unterinstruktoren (Edlibachstiftung) .

.

.

.

10. Allgemeiner Schutzbautenfonds 1 1 . Kunstfonds .

.

.

.

.

.

.

Depots.

1.

2.

3.

4.

Schutzbautenfonds Hülfsfonds für schweizerische Wehrmänner Unterstützungsfonds für Beamte des internat. Postbureau Unterstützungsfonds für Beamte des internationalen Telegraphenbüreau .

.

.

.

.

.

.

.

.

5. Einlösung alter Banknoten 6 . Spanische Sold- u n d Pensionsrückstände .

.

.

.

7. Viehseuehenfonds

Differenzen.

Ende 1887.

Ende 1888.

Nomin alwerth.

Nominalwerth.

Verminderung.

Fr.

5,188,636. 02 4,819,302. 75 618,912. 45 102,231. 49 80,897. 74 10,353. 75 64,013. -- 584,705. 88

Fr.

Fr.

3,930,536.

4,619,922.

575,282.

90,827.

77,486.

9,951.

70,815.

557,344.

55 15 90 84 54 90 21 35

1,417. 90 266,281. 40

1,464. 20 255,953. 91 34,951. --

10,199,866. 74 11,761,422. 19

Fr.

1,258,099.

199,380.

43,629.

11,403.

3,411.

401.

47 60 55 65 20 85

6,802. 21 27,361. 53 10,327. 49

46. 30

34,951. -- 17,129. 70 1,578,685. 15

196,219. 10 28,890. 95 34,904. 65

170,959. 13 29,624. 20 36,366. 65

34,924.

580,601.

389,200.

54,826.

36,443. 60 530,757. 87 395,937. 50 63,143. 89

49,843. 45

1,319,566. 91 1,263,232. 84

75,103. 42

10 32 -- 79

Vermehrung.

25,259. 97

733. 25 1,462. -- 1,519. 50 6,737. 50 8,317. 10 18,769. 35

921

Resultat der Staatsrechnung.

Der im Budget vorgesehene Ausgabenüberschuß im Betrage von Fr. 850,000 wurde durch die von den h. Käthen bewilligten, auf Fr. 4,182,793. 97 sich belaufenden Nachtragskredite, sowie durch die vom Kredit für die diesjährige Weltausstellung zur Deckung von Ausgaben eingestellten Fr. 100,000 um Fr. 4,282,793.97 erhöht, so daß der zu deckende Ausgabenüberschuß die Summe von Fr. 5.132,793. 97 betrug. Dagegen erzeigt nun die vorliegende Rechnung an Mehreinnahmen Fr. 3,796,863. 54 und an Minderausgaben Fr. 2,663,706.' 40 oder einen Gesammtvorschlag von Fr. 6,460,569. 94, so daß an Stelle eines Defizits ein Einnahmenüherschuß «von Fr. 1,327,775. 97 getreten ist.

Von den Mehreinnahmen entfallen Fr. 195,000 auf Zinse von Liegenschaften und Kapitalien, Fr. 33,000 auf das Departement des Auswärtigen, Fr. 1,138,000 auf die Pferderegie und die Militärwerkstätten, Fr. 134,000 auf die Pulververwaltung, Fr. 39,000 auf die halbe Militärpflichtersatzsteuer, Fr. 3,666,000 auf die Zollverwaltung und Fr. 575,000 auf das Post- und Eisenbahndepartement.

Mindereinnahmen erzeigen sich dagegen bei vier Rubriken des Militärdepartementes im Betrage von Fr. 79,000 und bei der Finanzverwaltung Fr. 1,909,000, weil infolge zu hohen Preises des Goldes die büdgetirte Prägung von 100,000 Zwanzigfrankenstücken verschoben werden mußte.

Mehrausgaben finden sich nur bei der Munitionsfabrik, der Konstruktionswerksiätte und der Pulververwaltung wegen Mehrproduktion, im Ganzen Fr. 1,033,000.

Aus den Minderausgaben sind hervorzuheben Fr. 573,000 bei dem Departement des Innern, Fr. 28,000 bei dem Justiz- und Polizeidepartement, Fr. 502,000 bei dem Militärdepartement, Fr. 1,936,000 bei dei' Finanzverwaltung infolge Rückschiebung der Goldprägung, Fr. 122,000 bei der Zollverwaltung, Fr. 104,000 bei dem Industrie«nd Landwirthschaftsdepartement und Fr. 390,000 bei dem Postund Eisenbahndepartement.

Nachdem wir in Vorstehendem in Kürze die Ergebnisse der Verwalt.ungsrechnung dargestellt haben, sei uns noch ein kurzer Blick auf die Generalrechnung und die Spezialfonds gestattet; entere erzeigt abermals, namentlich infolge von Neubauten, Liegenschaftsankäufen und einer erstmaligen Abzahlung auf das konvertirte Anleihen, eine Vermehrung der Aktiven im Betrage von Fr. 2,496,361. 96; die Aktiven belaufen sich somit zu Ende des Berichtjahres auf Fr. 30,322,520. 32.

Bundesblatt. 41. Jahrg. Bd. II.

60

922

Anbelangend die Spezialfonds, so finden sich dieselben in solche ausgeschieden, welche Eigenthum des Bundes sind, und solche, welche unter seiner Verwaltung stehen ; die erstem betrugen am Schluß des vorhergehenden Rechnungsjahres Fr. 10,199,866. 74 und hetragen nunmehr, nachdem dem Invalidenfond abermals eine außerordentliche Dotation von Fr. 1,000^000 zugewendet worden, Fr. 11,761,422. 1-9, mithin ergibt sich eine Vermehrung von Fr. 1,561,555. 45. Der zu Militärpensionszwecken vorhandene Kapitalstock beläuft sich dermalen auf Fr. 10,592,644. 65.

Der Stand der dem Bund nicht eigenthümlich angehörenden Fonds war zu Ende 1887 .

.

.'

. Fr. 1,319,566. 91 uud am Schluß des Rechnungsjahres .

.

,, 1,263,232. 84 Die Verminderung von Fr.

56,334. 07 rührt wesentlich daher, daß dem Invalidenfond behufs Aufrundung seines Kapitals auf Fr. 5,000,000 gemäß Ihrem Beschluße vom 23. Juni 1888 ein Betrag von Fr. 69,463. 45 aus dem Depot für Einlösung alter Banknoten überwiesen worden ist.

Was die Verwendung des Ueberschusses betrifft, so beantragen wir, eine Summe von Fr. 100,000 als Dotation des Stipendienfonds des schweizerischen Polytechnikums auszuscheiden und den Rest mit Fr. 1,227,773. 95 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der fragliche Fond verdankt seinen Bestand der Stiftung eines hochherzigen Freundes der Schule, des Herrn Châtelain, welcher im Jahre 1857 Fr. 60,000 aussetzte mit der Bestimmung, daß der Ertrag für u n v e r m o g l i e h e , a b e r g l e i c h z e i t i g t a l e ' n t v o l l e , sittliche und fleißige schweizerische Studir ende des P o l y t e c h n i k u m s verwendet werden soll. Er vermehrte sich mit der Zeit durch Schenkungen einer Frau Katharina Meyer und des Herrn Ingenieur Lepori, und beträgt gegenwärtig Fr. 102,231. 49.

Die ohnedies sehr bescheidene Summe, welche aus den Zinsen dieses Kapitals jährlich auf Stipendien verwendet werden konnte, hat sich in den letzten Jahren infolge Sinken des Zinsfußes noch fühlbarer verringert und gestattet der Schulbehörde in vielen Fällen nicht, das Nöthige zu thun. Es handelt sich nicht sowohl um Vermehrung der Zahl der Stipendien, als um eine Erhöhung des Betrages derselben. Letzterer deckte nur einen so kleinen Theil de* Unterhaltungsbedarfs, daß der wirklich unvermögliche Stipendiat häufig auf einen intensiven Nebenerwerb durch Stundengeben Bedacht nehmen muß, durch welchen Studium und Gesundheit beeinträchtigt wird. Die beantragte Dotation wird ein wohl angewendetes Kapital sein, und es dürfte sich der Bund um so eher zu derselben entschließen, als er bis jetzt nichts in dieser Richtung für seine Schule gethan hat.

9-23 Zu der vorgeschlagenen Uebertragung vou Fr. 1,227,7/75. 95 auf neue Rechnung sodann sehen wir uns veranlaßt im Hinblick auf das höchst wahrscheinlich ungünstige diesjährige Rechnungsresultat.

Zwar übersteigen die Ausgaben des diesjährigen Budgets die Einnahmen nur um Fr. 115,000, allein es ist der unvermeidlichen Nachtragskredite, welche erfahrungsgemäß alljährlich hinzutreten und in den beiden letztverflossenen Jahren namentlich zur Bestreitung von Militär- und Bauausgaben a°uf je Fr. 4,000,000 angestiegen sind, zu gedenken. In der letzten Session bewilligte die Bundesversammlung eine Summe von Fr. 507,289 für die innere Einrichtung des physikalischen Institutes und der meteorologischen Centralanstalt im neuen Physikgebäude in Zürich und Fr. 370,000 für ein Telephongebäude daselbst, ferner Fr. 223,000 für die Expropriation eines Wohnhauses an hiesiger Inselgasse und Fr. 187,000 für einen Bauplatz zu einem Verwaltungsgebäude. Das zweite Postgebäude in Genf, wozu ein Bauplatz zu Fr. 500,000 gekauft und bereits bezahlt ist, wird einen weiteren Aufwand von circa Fr. 700,000--800,000 erheischen. Sodann steht ein neues Kreditbegehren zur Sicherung des Gotthards bevor, welches jedoch z. Z.

noch nicht näher beziffert werden kann. Dazu kommt, daß die diesjährigen Zolleinnahmen nur um Fr. 100,000 unter der in 1887 effektiv eingegangenen Summe veranschlagt sind, wiewohl mit Sicherheit zu erwarten steht, daß infolge der mit Deutschland, OesterreichUngarn und Italien abgeschlossenen Handelsverträge und der in Sicht stehenden schweizerischen Rückzölle eine auf circa Fr. 1,500,000 zu schätzende Einbuße auf unserer Haupteinnahtnsquelle eintreten wird. Vermehrte, diesen Ausfall deckende Einkünfte aus ändern Verwaltungszweigen, wie z. B. von der Post- und Telegraphenverwaltung, sind nicht wahrscheinlich, da deren Einnahmen für das laufende Jahr um Fr. 900,000 höher in's Budget gestellt sind, als sie im Berichtjahre betragen haben.

Gestutzt auf vorstehende Ausführungen empfehlen wir Ihnen die beiden obstehenden Anträge zur Genehmigung.

924

Bei diesem Anlasse erneuern wir Ihnen, Tit., die Versicherung unserer vollkommenen Hochachtung.

B e r n , den 3. Mai 1889.

G' Im Namen des Schweiz. Bundesrathes, Der B u n d e s p r ä s i d e n t : Hammer.

Der Kanzler der Eidgenossenschaft: Ringier.

925

# S T #

Bundesrathsbeschluß betreffend

die Ausweisung von 13 Anhängern der russischen terroristischen Partei.

i (Vom 7. Mai 1889.)

Der schweizerische. Bundesrath, nach Einsicht der Untersuchungsakten betreffend den Vorgang im Peterstobel, in E r w ä g u n g , daß am 6. März 1889 zwei Russen, Jakob Brynstein alias Nachtigalow, Gutmann & Dembo von Bernersk (Rußland) geb. 1863, und Alexander Dembsky, Mitglieder der russischen terroristischen Partei, im Peterstobel bei Zürich Versuche mit Explosivstoffen machten, wobei unter ihren Händen zwei Bomben platzten und beide gefährlich verwundeten; daß kurze Zeit nachher. Jakob Brynstein an seinen Wunden gestorben ist, während Dembsky auf dem Wege der Heilung sich befindet ; daß, obwohl durch die Untersuchung der Gedanke an ein Komplott vollständig widerlegt und vielmehr festgestellt ist, daß die Versuche von Brynstein und Dembsky noch im ersten Stadium unsichern Pröbelns sich befanden, dennoch kein Zweifel walten kann, daß diese Versuche den Zweck hatten, die Kampfmittel der russischen terroristischen Partei um eine neue Waffe zu vermehren ;

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Bericht des Bundesrathes an die Bundesversammlung betreffend die eidgenössische Staatsrechnung für das Jahr 1888, (Vom 3. Mai 1889.)

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Bundesblatt

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1889

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

21

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---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

11.05.1889

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809-925

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10 014 379

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