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Inserate.

Ausschreibung.

Die Postverwaltung eröffnet hiemit freie Konkurrenz für die Lieferung neuer Postwagen von nachbezeichneter Form und Größe: 8pläzige Wagen, Coupé 2, Inneres 4, Banquette 2 Pläze.

6 ,, ,, ,, 2, ,, 4 Pläze, starke Konstruktion.

6 ,, ,, ,, 2, ,, 4 ,, leichte ,, 6 ,, Cabriolet 2, Inneres 4 Pläze, leichte Konstruktion.

" 4 ,, ,, Façon Berline.

2 ,, ,, ,, Cabriolet.

9 ,, ,, Omnibus, Coupé 3, Rotonde 6 Pläze.

8 ,, ,, ,, Façon Rotonde.

7 ,, ,, ,, Coupé 3, Rotonde 4 Pläze.

4 ,, ,, ,, Façon Rotonde.

Die Bauvorschriften und Zeichnungen liegen auf den Bureaux der Traininspektion in Bern und St. Gallen zur Einsicht. Daselbst wird auch jede weitere Auskunft ertheilt und können Formulare zu Angeboten bezogen werden.

Die Angebote können für Lieferung einzelner, als auch mehrerer Wagen gestellt werden. Dagegen werden Eingaben für bloß theilweise Uebernahme, wie z. B. Schmied-, Wagner- oder Sattlerarbeit etc., nicht berüksichtigt.

Die Angebote sind bis Ende dieses Monats verschlossen mit der Aufschrift ,,Eingabe für Erbauung neuer Postwagen" frankirt dem P o s t d e p a r t e m e n t einzureichen.

B e r n , den 13. Oktober 1873.

Das schweiz. Postdepartement.

Bundesblatt.Jahrg.XXV.Bd.III.

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Bekanntmachung.

Es wird hiemit zur Kenntniß der "Weinproduzenten und Weinhändler gebracht, daß die jährliche Kensington-Ausstellung in London für das Jahr 1874 mit einer W e i n a u s s t e l l u n g verbunden sein wird, deren besondere Eröffnung auf den 7. April n. J. festgesezt ist und deren Bestimmungen nachstehende sind: 1. Ein Komite von fünfzehn bekannten Persönlichkeiten wird die Ausstellung in allen ihren Einzelheiten überwachen.

2. Sie findet in den Kellern der Boy al Albert Hall statt, welche unentgeltlich den Ausstellern zur Verfügung gestellt werden, denen aber die, durch ihre Ausstellung bedingten Einrichtungskosten zur Last fallen.

3. Nur Produzenten, Schiffsrheder oder Importeure können die Ausstellung beschiken. Es wird gewünscht, daß so viol als möglich der Name des Produzenten angegeben werde.

4. Aufseher, auf Kosten des Ausstellers augestellt, sind zuläßig.

5. Die Ausstellung wird am 7. April nächsten Jahres eröffnet werden.

Fertige Formulare zum Zulassungsbegehr als Aussteller, welche vor dem 15. November d. J.

N° 5 Upper Kensington Gore, London zurükzuschiken sind , stehen zur Verfügung der Personen, welche sie von unterzeichnetem Departement verlangen werden.

B e r n , den 17. Oktober 1873.

Eidg. Eisenbahn- und Handelsdepartement.

Ausschreibung.

Durch Demission ist die Stelle eines U n t e r a r c h i v a r s am B u n d e s archiv ledig geworden.

Schweizerbürger, die sich um diese mit einem jährlichen Gehalt von Fr. 3800 bis Fr. 4500 verbundene Stelle zu bewerben gedenken, haben i lire Anmeldung bis zum 38. Oktober d. J. dem oidg. Departement dos lauern einzureichen.

B e r n , den 20. September 1873.

Die Schweiz. Bundeskanzlei.

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Auszug aus einer dem Bundesrathe Seitens der großbritannischen Gesandtschaft in der Schweiz unterm 1. Oktober gemachten Mittheilung bezüglich der Kunst- und Industrieausstellung, welche 1874 in Kensington stattfinden soll.

Außer der Bestätigung der auf Anordnung des Bundesrathes unterm 10. September d. J. im Bundesblatte erschienenen Mittheilungen *), enthält diese neue Mittheilung den Wunsch der Ausstellungskommissäre, es möchten Modelle von Behausungen für Arbeiter- und Landbevölkerung ausgestellt werden, welche als Anhang zur Ausstellung aufgebaut werden könnten, wie es bei gegenwärtiger Ausstellung in Wien geschehen ist, oder in Ermangelung von Modellen, Pläne oder Photographier!.

Die Kommissäre wünschen auch neue in der Industrie angewandte Verfahren ausgestellt zu sehen, und erinnern daran, daß in den vorjährigen Ausstellungen verschiedene Industrielle höchst interessante Verfahren ausgestellt hatten, und daß sie betreffend die für das nächste Jahr bezeichneten Industriezweige (siehe Bekanntmachung vom 10. September) durch Vermitelung der Gesandtschaft belehrt werden möchten, wie hoch sich die Kosten für die Ausstellung gewisser, der Industrie oder den Gebräuchen der Schweiz eigenthümlicher Verfahren belaufen würden, um sie entweder iu Natura auf der Ausstellung zu produziren, oder aber durch Zeichnungen oder Photographien darzustellen.

Es erhellt aus dieser Mittheilung, daß die Kommissäre geneigt sind, die Ausstellung dadurch zu vergrößern, indem sie einen Theil der Kosten übernehmen wollen, welche die Ausstellung von Gegenständen oder Verfahren, woran sich ein diese Ausgabe genügend motivirendes Interesse knüpfe, verursachen würde.

B e r n , den 17. Oktober 1873.

,.0

E i d g. Eisenbahn- und Handelsdepartement.

*) Siehe Seite 651 hievor.

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Bekanntmachung.

Die Heimathörigkeit nachstehender Person, für welche der Todschein eingesandt wurde, ist zu ermitteln, nemlich: Für einen J o s e p h B ü r k l i aus Hasle in der Schweiz, gewesener Militär beim niederländisch-indischen Heere, gestorben auf der See am 24.

August d. J. in einem Alter von 29 Janren.

Es wird daher zur Erreichung des oben angegebenen Zwekes die gefällige Mitwirkung der Staatskanzleien der Kantone, so wie der Polizei- und Gemeindsbehörden hiemit höflichst angesprochen.

B e r n , den 15. Oktober 1873.

Die schweiz. Bundeskanzlei.

Stelleausschreibung.

In Folge Demission ist die Stelle des H a n d e l s s e k r e t ä r s beim eidg.

Eisenbahn- und Handelsdepartement in Erledigung gekommen, weßhalb diese Stelle zur freien Bewerbung ausgeschrieben wird.

Die Bewerber müssen nationalökonomische Kenntnisse besizen, in der Ausführung größerer schriftlicher Arbeiten gewandt und der deutschen und französischen Sprache mächtig sein. Ist mit diesen Erfordernissen zugleich die Kenntniß der italienischen und englischen Sprache verbunden, so gereicht dieser Umstand zur besondern Empfehlung.

Die Anmeldungen sind, mit Angabe des Alters des Bewerbers und unter Beilegung von Zeugnissen, bis zum 25. Oktober d. J. schriftlich und portofrei dem Vorsteher des eidg. Eisenbahn- und Handelsdepartements einzugeben.

B e r n , den 30. September 1873.

Die Schweiz. Bundeskanzlei.

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Zur Beachtung.

Im Oktober 1872 hat Hr. N i c o l a s M a k l a k o f f , von Moskau, seine Heimat verlassen, um sich, nach der Schweiz zu begeben und ist seither verschollen. Wer über denselben Kunde zu geben vermag, ist gebeten, hieher Mittheilung zu machen.

B e r n , den 7.Oktober 1873.

Die schweiz. Bundeskanzler

Ausschreibung.

Die Stelle eines K o p i s t e n auf der eidg. Militärkanzlei, mit einer jährlichen Besoldung von Fr. 2000 bis Fr. 2500, wird hiemit zur freien Bewerbung ausgeschrieben.

Verlangt wird eine schöne Handschrift, sowie gründliche Kenntniß der deutschen nnd französischen Sprache.

Schweizerbürger. welche sich um diese Stelle bewerben, haben ihre Anmeldung in Begleit der nöthigen Ausweise bis und mit dem 28. d. Mts. dem unterzeichneten Departement einzureichen.

Bern, den 9. Oktober 1873.

Eidg:. Militärdepartement.

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Conkurrenz-Ausschreibung für

ein Handbuch für Kanonier-Unteroffiziere und Kanoniere der schweizerischen Artillerie.

Das eidgenössische Militärdepartement beabsichtigt, behufs Erstellung eines Handbuches für Unteroffiziere und Kanoniere, den Weg der öffentlichen Conkurrenz-Ausschreibung zu wählen.

Dieses Handbuch soll in möglichst gedrängter Form und Sprache einen Auszug aus den derzeit bestehenden Reglementen, Vorschriften und Ordonnanzen bieten und in folgende Capitel zerfallen : 1. Grundzüge der Organisation der schweizerischen Armee, speziell der Artillerie. Bestand der taktischen Einheiten an Offizieren, Mannschaft und Pferden. Zweck und Organisation der Parks.

2. Innerer Dienst. Pflichten der verschiedenen Grade. Kriegsartikel.

3. Wachtdienst.

4. Soldatenschule.

5. Compagnieschule.

6. Kenntniß der Feuerwaffen und blanken Waffen. Zerlegen und zusammensetzen derselben und deren Unterhaltung. Besorgung des Lederzengs.

7. Kenntuiß der Geschützrohre, Laffeten und übrigen Kriegsfuhrwerke, des Pulvers, der Geschoße und übrigen Munitionsgegenstände.

8. Ausrüstung der Laffeten und Kriegsfuhrwerke. Packung der. Munition aller Art.

9. Schießtheorie. Behandlung der Geschütze vor, während und nach dein Feuern. Schußtafeln und Andeutungen über deren Gebrauch. Daten über Wirkung der Geschütze und Geschoße. Notiz über das Schätzen der Distanzen.

10. Bedienung der verschiedenen Geschütze, inclusive Lastenbewegungen und Herstellungsarbeiten. Parkdienst.

11. Zugsschule und Batterieschule.

12. Felddienst der Attillerie. Verhalten bei der Mobilmachung, auf dem Marsche, im Quartier und im Bivouak. Verhalten hei Eisenbahntransporten. Kurze Notiz über Geschützplacirung und das Verhalten der Artillerie im Gefecht, namentlich hinsichtlich des Benehmens des Geschützchefs.

13. Kurzer Abriß des Batteriebanes, der Aufstellung und Bedienung der Geschütze in Verschanzungen.

14. Maße und Gewichte. Metrisches System. Réduction de? schweizerischen Maßes und Gewichtes in metrisches.

Die Arbeiten sind nicht mit der Unterschrift des Verfassers zu versehen, sondern mit einem Motto.

1007 Gleichzeitig wird der Name des Autors, welcher dem Motto entspricht, in einem versiegelten Briefe angegeben, der .erst geöffnet wird, wenn die Artillerie-Kommission die Arbeiten geprüft und sich geeinigt hat, welche derselben prämirt werden soll.

Die Arbeiten sollen in möglichst leserlicher Schrift geschrieben sein und Alles vermieden werden, woran der Verfasser erkannt werden könnte.

Zeichnungen in kleinem Maßstabe können zur Verdeutlichung des Textes beigegeben werden.

Für die von der Artillerie-Commission als preiswürdig erkannte Arbeit wird eine Prämie von Franken eintausend und zweihundert ausgesezt, oder nach Gutfinden der Artillerie-Commission diese Summe eventuell auf die zwei besten der eingelieferten Arbeiten angemessen vertheilt.

Das Eintreffen der Arbeiten, welche an die Kanzlei des eidg. Militärdepartements zu richten sind, wird in der Artilleriezeitung bekannt gemacht, ebenso seiner Zeit die Entscheidung der Artillerie-Commission in Betreff der Prämirung der verschiedenen Arbeiten.

Als lezter Eingabetermin für diese Arbeiten gilt der 31, Dezember 1873, B e r n , den 18. April 1873.

Das eidg. Militärdepartement: Welti.

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Ausschreibung von erledigten Stellen.

(Die Bewerber müssen -ihre Anmeldungen, welche s c h r i f t l i c h und p o r t o f r e i zu geschehen haben, gute Leumundszeugnisse beizulegen im Falle sein; ferner wird von ihnen gefordert, daß sie ihren N a m e n , und ausser dem Wohnorte auch den H e i m a t o r t deutlich angeben.)

Wo der Betrag der Besoldung nicht angegeben ist, wird derselbe bei der Ernennung festgesezt. Nähere Auskunft ertheilt die für die Empfangnahme der Anmeldungen bezeichnete Amtstelle.

  1. P o s t h a l t e r in O b e r k u l m (Aargau), Anmeldung bis zum 31. Oktober 1873 bei der Kreispostdirektion Aarau, 2) P o s t v e r w a l t e r in He ris a u (Appenzell A. Eh.). Anmeldung bis zum 31. Oktober 1873 bei der Kreispostdirektion St. Gallen.
  2. P o s t h a l t e r in A p p e n z e l l . Anmeldung bis zum 31. Oktober 1873 bei der Kreispostdirektion St. Gallen.
  3. P o s t a b l a g e h a l t e r in R e i c h e n b u r g (Schwyz). Anmeldung bis zum 31, Oktober 1873 bei der Kreispostdirektion St. Gallen.

1008 5) Telegraphist in O f t r i n g e n (Aargau). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 4. November 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Ölten.

6) T e l e g r a p h i s t in He risa u. Jahresbesoldung Fr. 300, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 4. November 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in St. Gallen.

7) Telegraphist in Vicosoprano (Graubünden). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 4. November 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Bellenz.

  1. P o s t v e r w a l t e r in Einsiedeln, l Anmeldung bis zum 24. Oktober l 1873 bei der Kreispostdirektion 2) P o s t k o m m i s in Einsiedeln.

) St. Gallen.

3) P o s t a b l a g e h a l t e r in "Wipkingen (Zürich). Anmeldung bis zum 24. Oktober 1873 bei der Kreispostdirektion Zürich.

4) K o n d u k t e u r des Postkreises L a u- \ .

_, , sänne.

/ Anmeldung bis zum 24. Oktober > 1873 bei der Kreispostdirektion 5) B r i e f t r ä g e r in S a l a v a u x l Lausanne.

(Waadt).

) 6) T e l e g r a p h i s t in F l u n t e r n (Zürich). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 20. Oktober 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Zürich.

7) T e l e g r a p h i s t in St. Gallen. Jahresbesoldung nach Maßgabe des Bundesgesezes vom 3. August 1873. Anmeldung bis zum 28. Oktober 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in St. Gallen.

8) Telegraphist in K a g a z (St. Gallen). Jahresbesoldung nach Maßgabe des Bundesgesezes vom 3. August 1873, nebst der reglementarischen Provision, Fr. 450 für Aushülfe. Anmeldung bis zum 28. Oktober 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in St. Gallen.

9) T e l e g r a p h i s t , eventuell Bureau- l Jahresbesoldung nach Maßgabe chef in B e r n / des Bundesgesezes vom 3. August ( 1873. Anmeldung bis zum 28.

10) ,,Zürich.

? Oktober 1873 bei der Telegra\ phen-Inspektion des betreffenden 11) ,, Ölten.

l Kreises.

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18.10.1873

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