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a n s e r a t e.

Ausschreibung.

Lieferung von Betteffekten und Zimmergeräthen für Luziensteig.

Für den Waffenplaz Luziensteig werden nachfolgende Betteffekten und Zimmergeräthe hiemit zur Konkurrenz ausgeschrieben: a. Betteffekten 32 e i s e r n e B e t t s t e l l e n , im Lichten 2 Meter lang und 85 Centimeter breit. Gewicht 83 bis 85 Pfund.

32 Fe d e r m a t r a z e n , jede mit 32 Stük starken Federn, 15 Pfund Lischen (Moorgras), 3'/3 Ellen Federntuch, .3'/3 Ellen Garniertuch, Handgriffgurten, Schnüre, Nägel und Façon.

32 R o ß h a a r m a t r a z e n . Für jede Matraze sind zu vorwenden: 25 Pfund Rosshaar 4 Pfund Wolle, 8 Ellen gestreifter Drillich von 130 Centimeter Breite.

32 R o ß h a a r k o p f k i s s e n (Schrägkissen). Für jedes Schrägkissen sind zu verwenden : 5 Pfund Roßhaar, 2 Ellen gestreifter Drillich von 130 Centimeter Breite.

32 F e d e r k i s s e n mit d o p p e l t e n A n z ü g e n . Für jedes Kopfkissen sind zu verwenden: 3 Pfund Federn, 1 5/8 Ellen weiß und blau gestreifter Barchent von 120 Centimeter Breite.

1). Zimmergeräthe.

Für die Soldaten-Cantine.

6 Tische, 480 Centimeter hang und 90 Centimeter breit.

12 Stüke Bänke, 420 Centimeter lang, 45 Centimeter breit mit 3 Centimeter diken Laden und 6 Füßen von Hartholz, eingestemmt, mit Anstrich.

768 1 Buffet, 800 Centimeter laïjg, 60 Centimeter Tiefe, 150 Centimeter Höhe nebst Garnitur, mit 4 Schubladen und 4 Abschlüssen nebst Beschlag, Schloß und Anstrich; ein Gitterverschlag vom Bufiet bis zum Eingang vom Keller, 480 Centimeter lang und 180 Centimeter Höhe mit Ausgang in die Cantine, Beschlag,.Schloß sammt Anstrich.

Für die O f f i z i e r s - C a n t i n e .

3 Tische, 360 Centimeter lang und 90 Centimeter breit.

l Tisch, 240 Centimeter lang und 90 Centimeter breit,. Blatt und Kranz von 3 Centimeter diken Brettern, die Füße von Hartholz und Anstrich 60 Stüke gute solide Wienersessel.

Für 11 O f f i z i e r s z i m m e r .

11 Tische, 16 "Waschtische, 16 Nachttische, alles mit Anstrich.

Für den Theoriesaal.

l kleiner runder Tisch, 4 Tische, 280 Centimeter lang und 90 Centimeter breit von 3 Centimeter diken Brettern, die Füße von Hartholz mit Anstrich, 8 Bänke in obiger Länge von 3 Centimeter diken Brettern mit 6 Füßen von Hartholz und Anstrich.

In die Küche.

1 Transchirtisch, 240 Centimeter lang und 150 Centimeter breit, Blatt und Kranz von 4 Centimeter diken Brettern. Die Füße von Hartholz ohne Anstrich.

2 Tische gegen die Eke der Cantine, im.Eken zusammengestoßen mit TJnterabtheilung, Blatt voft 4 Centimeter diken Brettern. Die Füße von Hartholz ohne Anstrich.

In die A b w a s c h k ü c h e .

l Gestell von 3 Centimeter diken Brettern, 3 Meter lang und 210 Centimeter Höhe, mit 4 Gestelleintheilungen und Rükwand-, 1 Gestell in der Eke links, 3 Meter lang und 210 Centimeter Höhe mit 4 Gestell mit 35 Centimeter Tiefe. , 2 Tische links und rechts am Wasserstein, 180 Centimeter lang und 90 Centimeter breit, Blatt von 4 Centimeter diken Brettern, die Füße von Hartholz.

Die Muster der Bettstellen, der Federmatrazen, der Matrazen, der Schrägkissen, der Kopfkissen und der Anzüge können im Bureau des eidg.

Oberkriegskommissariates in Bern eingesehen werden, woselbst auch die hierauf bezüglichen Bedingungen und Vorschriften zu vernehmen sind.

Das Pflichtenheft für die Zimmer- und Küchengeräthe kann bei Herrn Casernenverwalter Boeksberger in Luziensteig eingesehen werden, woselbst auch die nöthige Auskunft ertheilt wird.

Angebote für die verschiedenen Lieferungen sind versiegelt und mit der Aufschrift ,,Lieferungen für Luziensteig" bis den 5. Juli 1873 franco an das eidg. Oberkriegskommissariat in Bern einzusenden.

B e r n , den 17. Juni 1873.

Das eidg. Oberkriegskommissariat.

769

Aufforderung.

Die Elsäßer und Lothringer, welche s. Z. für die frauzösische Nationalität optirten, ohne ein neues gesezliches Domizil in Frankreich an Stelle ihres ursprünglichen Wohnortes anzugeben und davon die Maires ihrer neuen Heimatgemeinde zu benachrichtigen, sind dringend eingeladen, diese Formalität nachträglich zu erfüllen und davon der französischen Gesandtschaft in Bern oder derjenigen Konsulatskanzlei, bei welcher sie die Option erklärt haben, Kenntniß zu geben.

B e r n , den 17. Juni 1873.

Französische Gesandtschaft in der Schweiz.

Ausschreibung.

Mit Bezugnahme auf'die vom schweizerischen Bundesrathe am 15. April 'd. J. erlassene Instruktion für die eidg. Munitionskontrole *) werden hiemit .die Stellen eines Chefs der Kontrole mit jährliclier Besoldung von Fr. 3800, zweier Munitionskontroleurs mit jährlicher Besoldung von Fr. 2400, zweier Kontroleurgehilfen mit jährlicher Besoldung von Fr. 1800zur freien Bewerbung ausgeschrieben.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach Art. 2 der Instruktion der Chef oder einer der Gehilfen Chemiker sein soll.

Schweizerbürger, welche sich für eine dieser Stellen zu bewerben gedenken, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Beigabe von Zeugnissen über Befähigung und Kenntniß der deutschen und französischen Sprache, ·der eidg. Mditärkanzlei bis zum 7. Juli nächsthin einzureichen.

B e r n , den 13. Juni 1873.

Eidg. Militärdepartement.

*) Siehe eidg. Gresezsammlung, Band XI, Seite 175.

770 v

Stelleausschrèib'ung.

. .Zu besezén Sind : 3 Weibelstellen beim Nationalràthe, 2 ,, ,, Ständerathe, .

2 Abwartstellen für beide Käthe.

Anmeldungen sind, im Begleite von Leumundszeugnissen, bis zum 25. d. M der Bundeskanzlei einzugeben.

B e r n , den 13. Juni 1873.

' Schweiz. Bundeskanzlei.

Conkurrenz-Ausschreibung für

-ein Handbuch für Kanonier-Unteroffiziere und Kanoniere der schweizerischen Artillerie.

Das eidgenössische Militärdepartemont beabsichtigt, behufs Erstellung eines Handbuches für Unteroffiziere und Kanoniere, den Weg der öffentlichen Conkurrenz-Ausschreibung zu wählen.

Dieses Handbuch soll in möglichst gedrängter Form und Sprache einen Auszug aus den derzeit bestehenden Reglenienten, Vorschriften und Ordonnanzen bieten und in folgende Capite! zerfallen : 1. G-rundzüge der Organisation der schweizerischen Armee, speziell der Artillerie. Bestand der taktischen »Einheiten an Offizieren, Mannschaft und Pferden. Zweck und Organisation der Parks.

2. Innerer Dienst. Pflichten der verschiedenen Grade. Kriegsartikel.

3. Wachtdienst.

4. Soldatenschule.

5. ' Compagnieschule.

6. Kenutniß der Feuerwaffen und blanken Waffen. Zerlegen und zusammensetzen derselben und deren Unterhaltung. Besorgung des Lederzeugs.

7. Kenntniß der Geschützrohre, Laffeten und übrigen Kriegsfuhrwerke, des Pulvers , der Greschoße und übrigen Muuitioasgegenstäude.

771 8. Ausrüstung der Laffeten und Kriegsfuhrwerke. Packung der Munition aller Art.

9. Schießtheorie. Behandlung der Geschütze vor, während und nach dem Feuern. Schußtafeln und Andeutungen über deren Gehrauch. Daten über Wirkung der Geschütze und Gesehoße. Notiz über das Schätzen der Distanzen.

10. Bedienung der verschiedenen Geschütze, inclusive Lastenbewegungen nud Herstellungsarbeiten. Parkdienst.

11. Zugsschule und Batterieschule.

12. Felddienst der Attillerie. Verhalten bei der Mobilmachung, auf dem Marsche, im Quartier und im Bivouak. Verhalten bei Eisenbahntransporten. Kurze Notiz über Geschützplacirung und das Verhalten der Artillerie im Gefecht, namentlich hinsichtlich des Benehmens des Geschützchefs.

13. Kurzer Abriß des Batteriebaues, der Aufstellung und Bedienung der Geschütze iu Verschanzungen.

14. Maße und Gewichte. Metrisches System. Réduction des schweizerischen Maßes und Gewichtes in metrisches.

Die Arbeiten sind nicht mit der Unterschrift des Verfassers zu versehen, sondern mit einem Motto.

Gleichzeitig wird der Name des Autors, welcher dem Motto entspricht, in einem versiegelten Briefe angegeben, der erst geöffnet wird, wenn die Artillerie-Kommission die Arbeiten geprüft und sich geeinigt hat, welche derselben prämirt werden soll.

Die Arbeiten sollen in möglichst leserlicher Schrift geschrieben sein und Alles vermieden werden, woran der Verfasser erkannt werden könnte.

Zeichnungen in kleinem Maßstabe können zur Verdeutlichung des Textes beigegeben werden.

Für die von der Artillerie-Commission als preiswürdig erkannte Arbeit wird eine Prämie von Franken eintausend und zweihundert ausgesezt, oder nach Gutfinden der Artillerie-Commission diese Summe eventuell auf die zwei besten der eingelieferten Arbeiten angemessen vertheilt.

Das Eintreffen der Arbeiten, welche an die Kanzlei des eidg. MUitärdepartements zu richten sind, wird in der Artilleriezeitung bekannt gemacht, ebenso seiner Zeit die Entscheidung der Artillerie-Commission in Betreff der Prämirung der verschiedenen Arbeiten.

' Als lezter Eingabetermin für diese Arbeiten gilt der 31. Dezember 1873.

B e r n , den 18. April 1873.

Das eidg. Militärdepartement: Welti.

Bnndesblatt. Jahrg. XXV. Bd. II.

56

772'

Ein tüchtiger, cautionsfähiger

T e l e g rap h ist wird zum baldmöglichsteii Eintritt für das Bureau eines größern Hôtels der Centralschweiz gesucht.

Offerten mit Zeugnissen befördern sub Chiffre Z. -TL 1458 die Herren flaftsenstein & Vogler in -Bern.

[H 4562 y.]

Ausschreibung von erledigten Stellen.

(Die Bewerber müssen ihre Anmeldungen, welche schriftlich und p o r t o f r e i zu geschehen haben, gute Leumundszeugnisse beizulegen im Falle sein; ferner wird von ihnen gefordert, daß sie ihren Namen, und ausser dein Wohnorte auch den H e i m a t o r t deutlich angeben.)

Wo der Betrag der Besoldung nicht angegeben ist, wird derselbe bòi der Ernennung festgesezt. Nähere Auskunft ertheilt die für die Empfangnahme der" Anmeldungen bezeichnete Amtstelle.

  1. P o s t p a k er in C h i a s s o (Tessin). Anmeldung bis aum 4. Juli 1873.

bei der Kreipostdirektion Bellenz.

2) P o s t p a k e r in Z ü r i c h .

' 3) P o s t h a l t e r in A f f o l t e r n A^i^g bis aum 4.Juli 1873 bei a. A. (Zürich).

, ^ ?

i-,- -,.. f,~ > -L der Kreispostdirektion Zürich.

4) Briefträger in Bäretschweil (Zürich).

5) Brief t r ä g e r - S p u s c h e f in Genf. Anmeldung bis zum 4. Juli 1873 bei der Kreispostdirektion Genf.

6)PostkommisinNeuen-J bürg.

l Anmeldung bis zum -4. Juli 1873 bei _.,,.,,..

. T>- i | der Kreispostdirektion Neuenburg.

7) B r i e f t r ä g e r in Biel.

l 8). Postkommis in Lausanne. Anmeldung bis zum 4. Juli 1873 bei der Kreispostdirektion-Lausanne.

773 . 9) P o s t h a l t e r und B r i e f träger in G r ä n i c h e n Anmeldung bis zum 4. Juli 1873 bei (Aargau).

der Kreispostdirektion Aarau.

10) P o s t k o m m i s in Bremg a r t e n (Aargau).

11) P o s t k o m m i s in Basel. Anmeldung bis zum 4. Juli 1873 bei der Kreispostdirektion Basel.

12) Telegraphist in Vulpera (GräuDünden).

13) T e l e g r a p h i s t in Stabio .

(Tessin).

Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 30. Juni 1873 "bei der Telegraphen-Inspektion in Bellenz.

14) T e l e g r a p h i s t in F l ü e h l i (Luzern).

15) Telegraphist in St.Ur.sitz (Bern).

Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum I. Juli 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Ölten.

  1. E i n n e h m e r der Nebenzollstätte F i g i n o (Tessin). Jahresbesoldurig bis auf Fr. 650. Anmeldung bis zum 28. Juni 1873 bei der Zolldirektion in Lugano.
  2. P o s t h a l t e r in L ü t z e l f l ü h (Bern).

Anmeldung bis zum 27. Juni 1873 bei 31 P o s t h a l t e r und B r i e f der Kreispostdirektion Bern.

t r ä g e r in S c h w a r z e n b u r g (Bern).

4) B r i e f t r ä g e r i n H o r g e n . Anmeldung bis zum 27. Juni 1873 bei der Kreispostdirektion Zürich.

6) Z w e i P o s t k o m m i s in St. Gallen. Anmeldung bi's zum 27. Juni 1873 bei der Kreispostdirektion St. Gallen.

7) P o s t h a l t e r und B r i e f t r ä g e r in Schi'ers (Graubünden). Anmeidung bis zum 27. Juni 1873 bei der Kreispostdirektion Chur.

8) P o s t k o m m i s -in F l e u r i e r (Neuenburg). Anmeldung bis zum 27.

Juni 1873 bei der Kreispostdirektion Neuenburg.

774

13) Telegraphist in LimJahresbesoldnng Fr. 120, nebst Depepach (Bern).

schenprovision. Anmeldung bis zum 14) Telegraphist in Batter30. Juni 1873 bei der Telegraphen-Ink i n d e n (Bern).

spektion in Bern.

15) T e l e g r a p h i s t in "Wolf h a l d e n (Appenzell A. Rh.) Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 30. Juni 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in St. Gallen.

16) T e l e g r a p h i s t in M e z i è r e s (Waadt). Jahresbesoldung Fr. 240, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 30. Juni 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Lausanne.

17) T e l e g r a p h i s t in Schiers (Graubünden).-Jahresbesoldung Fr. 240, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 23. Juni 1873 bei der Telegrapnenrlnspektion in Bellenz.

18) Telegraphist in Stammheim (Zürich). Jahresbesoldung Fr. 120, nebst I)epeschenprovision. Anmeldung bis zum 23. Juni 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Zürich.

19) T e l e g r a p h i s t in Schwarzenburg (Bern). Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Depeschenprovision. Anmeldung Tris zum 23. Juni 1873 bei der Telegrapnen-Inspektian in Bern.

20) T e l e g r a p h i s t in G r y o n (Waadt). Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 23. Juni 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Lausanne.

Note.

beigelegt.

Dieser Nummer wird ein Bundesverfassungs - Entwurf

& e i I a g e z u $11. 28 d e * » u ndesb l a t t e i v o m 3 a h r 1873.

# S T #

Schweizerische Bundesvilion

# S T #

Bundesgesez-Entwurf betreffend die

RevilionderrBundesverfallung0vomm12. September 1848,

23 o m 16. S u n i 1873.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Inserate.

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Bundesblatt

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Feuille fédérale

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Jahr

1873

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

28

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

21.06.1873

Date Data Seite

767-774

Page Pagina Ref. No

10 007 703

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