# S T #

Bekanntmachungen der Departemente und Abteilungen

Register der schweizerischen Seeschiffe Das Doppelschrauben-Ro-Ro-Trailer /Container-Transportschiff «Anzère», Eigentümerin: Transocéanique Suisse SA, Compagnie de navigation, in Genf, ist unter der Nummer 98 in das Register der Seeschiffe aufgenommen worden.

8. Mai 1978

Schweizerisches Seeschiffsregisteramt

1395

Richtlinien zur Prüfung der Abgase von Ölfeuerungen

vom 2I.März 1978

Das Eidgenössische Departement des Innern, auf Antrag des Eidgenössischen Amtes für Umweltschutz, erlässt folgende Richtlinien: 1

Geltungsbereich

Diese Richtlinien sind für Feuerungsabgase von Heizöl «Extra leicht» gemäss SNV-Norm 181160 anwendbar.

2

Bestimmung der Russzahl

21

Definitionen

RUSS im Sinne dieser Richtlinien sind jene Feststoffanteile eines Feuerungsabgases, die nach dem in dieser Richtlinie festgelegten Verfahren auf weissem Filterpapier (Ziff. 232)'zurückgehalten werden und dieses schwärzen.

Der Grad dieser Schwärzung wird in einer Russzahl ausgedrückt.

22

Verfahren

Aus dem Abgas wird ein bestimmtes Volumen abgezweigt und durch ein weisses Filterpapier (Ziff. 232) gesaugt. Dabei wird das Filterpapier je nach dem Russgehalt des Abgases mehr oder weniger stark geschwärzt. Diese Schwärzung wird mit Hilfe einer Schwärzungsskala1) bewertet und als Russzahl angegeben.

23

Anforderungen an die Einrichtung zur Probenahme

Die Einrichtung zur Probenahme hat zu enthalten - Sonde - Filterpapier und -halterung - Gasmengenmesser - Saugpumpe " Gemäss - ASTM D 2156-65 der American Society for Testing and Materials (unter ANSI Nr. Z 11.182.1965 als amerikanische Norm angenommen).

1396

.

1978-267

Diese Aufbauelemente haben folgende Anforderungen zu erfüllen : 231

Sonde

Die Sonde ist ein gerades, dünnwandiges Metallrohr, das an der Ansaugmündung (Sondenmund) gebrochene Kanten aufweist.

Die Sonde darf teilweise flexibel sein. Während der Probenahme darf die Abgasprobe auf ihrem Weg vom Sondenmund bis zum Filterpapier keine nennenswerten Richtungsänderungen erfahren.

Sondenlänge und Sondendurchmesser sind so zu wählen, dass - die Abgasprobe in den Sondenmund mit einer Geschwindigkeit von 5-10 m/s eintritt ; - zwischen Sondenmund und Filterpapier sich weder Kondensate noch Feststoffe ablagern können ; - das Filterpapier weder angesengt noch durch Kondensatbildung feucht wird.

232

Filterpapier

Als Filterpapier ist weisses, holzschlifffreies Cellulose-Filterpapier zu verwenden, das , - einen Reflexionsgrad nach DIN 5036 von 85 ±2,5% aiifweist 1 '; - einen Durchflusswiderstand von 50 ±10 mbar bei einem Luftdurchfluss von 3000 cm3 je cm2 wirksamer Filterfläche und Minute (Luftzustand: 20CC, 60% rei. Feuchte, 1,01 bar erzeugt; - keine Anteile enthält, die den Nachweis von unvollständig verbrannten Ölanteilen verfälschen können (siehe Kap. 3).

233

Filterhalterung

Die wirksame Filterfläche muss kreisrund sein; die Filterpapier-Fassung soll einen lichten Durchmesser von 6 ± 0, l mm bis 25 ± 0, l mm haben.

234

Gasmengenmesser

Der Gasmengenmesser muss so ausgelegt sein, dass damit das in Ziffer 244 definierte Probevolumen einwandfrei gemessen werden kann.

235

Saugvorrichtung

Als Saugvorrichtung ist eine Handpumpe oder eine mechanisch betriebene Pumpe zu benützen.

[

> Bei der Messung des Reflexionsgrads ist das Filterpapier mit einem weissen Werkstoff, dessen Reflexionsgrad mindestens 75% beträgt, zu unterlegen.

62 Bundesblau. 130.Jahrg.Bd.!

'

1397

236

Dichtheit

Das Gerät muss so gebaut sein, dass der Zutritt von Falschluft und ein Rückströmen ausgeschlossen sind.

Es muss auf einfache Weise auf Dichtheit geprüft werden können.

237

Typenpriifung

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Versuchsanstalt für Industrie, Bauwesen und Gewerbe, Dübendorf, (EMPA) ist in der Lage, Geräte im Sinne einer Typenprüfung auf ihre Übereinstimmung mit den vorstehenden Anforderungen zu prüfen.

Hersteller und Vertreiber solcher Geräte sind eingeladen, dem Eidgenössischen Amt för Umweltschutz die Pfüfergebnisse mitzuteilen und dieses zu ermächtigen, gegenüber Drittpersonen darüber Auskunft zu geben.

24

Durchführung der Probenahme

241

Vorbereitungen

Vor Beginn der Probenahme ist das Gerät auf Dichtheit zu prüfen und, sofern erforderlich, auf Betriebstemperatur zu bringen.

242

Probenahmeort

Als Probenahmestelle kommen das Rauchrohr oder Kamin in Frage; die Probe ist möglichst aus der Strömungsachse des Abgases zu ziehen.

243

Betriebsverhältnisse während der Probenahme

Mit der Probenahme darf erst begonnen werden, wenn eine zum Verändern der Verbrennungsverhältnisse getroffene Massnahme sich voll ausgewirkt hat.

Bei Zerstäuberbrennern ist mit der Probenahme frühestens l Minute nach Brennerstart (Flammenbildung) zu beginnen.

244

Probevolumen

Das Probevolumen beträgt 5,75 ±0,25 l Abgas (20°C; 1,01 bar) je cm2 wirksamer Filterfläche.

245

Probenahmedauer

Die Dauer der Probeentnahme darf je Probe höchstens 3 Minuten betragen.

1398

'

246

Zahl der Probenahmen

Es sind wenigstens zwei Proben zu erheben.

Liegt bei der einen der beiden Proben die gemessene Russzahl über, bei der anderen unterhalb der höchstzulässigen Russzahl 2 U, so ist eine weitere Probe zu erheben (siehe Ziff. 26).

' 25

Ermittlung der Russzahl

Der auf dem Filterpapier entstandene Russfleck ist visuell mit der Russzahl-Vergleichsskala des Eidgenössischen Amtes für Umweltschutz zu vergleichen. Dabei ist das exponierte Filterpapier mit einem weissen Werkstoff, dessen Reflexionsgrad gemäss DIN 5036 wenigstens 75% beträgt, zu unterlegen (z.B. neuer Filter).

Die dem Russfleck im Schwärzungsgrad am besten entsprechende Fläche der Russzahl-Vergleichsskala gibt die gemessene Russzahl an.

26

Angabe der Resultate

Bei mehr als zwei Proben ist der Mittelwert aus den Einzel werten zu bilden; dieser ist auf eine ganze Zahl zu runden. Dieses gerundete Mittel ergibt die Russzahl zur Beurteilung des Abgases.

Die Testergebnisse sind einzeln aufzuführen und wie folgt zusammenzufassen : Teslergebnisse

'

Anforderungen

Zwei Proben

~. Die gemessene Russzahl ist bei beiden Proben kleiner als oder gleich wie die höchstzulässige Russzahl 2» erfüllt - Die gemessene Russzahl ist bei beiden Proben grösser als die höchstzulässige Russzahl 21' .. nicht erfüllt

Drei Proben

3

Nachweis von unvollständig verbrannten Ölanteilen mittels des Fliessmittelverfahrens

31

Definition

Unvollständig verbrannte Ölanteile im Sinne dieser Richtlinien sind jene schwerflüchtigen Anteile eines Feuerungsabgases, die bei der Vornahme der Russzahlbestimmung (siehe Kap. 2) im Filterpapier zurückgehalten werden und sich mit einem geeigneten Fliessmittel aus dem Russfleck sichtbar herauslösen lassen.

" Gemäss Ziffer 052 der Richtlinien vom 7. Februar 1972 über die Auswurfbegrenzung bei Haus- und Industriefeuerungen (BEI 1972 I 1089).

1399

Fliessmittel im Sinne dieser Richtlinien sind Flüssigkeiten, welche die im Filterpapier zurückgehaltenen, unvollständig verbrannten Ölanteile in der wandernden Flüssigkeitsfront mitführen.

32

Verfahren

Aus dem Abgas wird ein bestimmtes Volumen abgezweigt und durch ein weisses Filterpapier (Ziff. 232) gesaugt. Dabei wird das Filterpapier je nach dem Russgehalt des Abgases mehr oder weniger stark geschwärzt. Das so beaufschlagte Filterpapier wird mit einem Fliessmittel (Ziff. 362) versetzt. Enthält der Russfleck unvollständig verbrannte Ölanteile, so äussert sich dies in einer gelbbraunen/gelben Färbung der wandernden Fliessmittelfront.

33

Anforderungen an die Einrichtung zur Probenahme

Siehe Ziffer 23.

34

Probenahmen

Die Probenahmen haben nach Ziffer 24 zu erfolgen.

35

Zahl der Probenahmen

Es sind wenigstens zwei Proben zu erheben.

Werden in einer Probe unvollständig verbrannte Ölanteile nachgewiesen (siehe Ziff. 36), ist eine weitere Probe zu erheben.

36

Nachweis von unvollständig verbrannten Ölanteilen

361

Allgemeines

Der Fliesstest ist unmittelbar nach erfolgter Probenahme durchzuführen; er darf nur an Proben vorgenommen werden, bei denen das Filterpapier nicht angesengt und nicht durch Kondensate feucht geworden ist.

362

Fliessmittel

Als Fliessmittel ist Äthylalkohol zu verwenden. Dieser ist im Handel erhältlich als : - Brennsprit zu 94% Masse farblos, - Industriesprit zu 94% Masse, - Trinkfeinsprit zu 94% Masse.

1400

363

Vornahme des Tests

Sollten solche Geräte auf den Markt kommen, empfiehlt es sich, die Vornahme des Tests mit dem Eidgenössischen Amtfür Umweltschutz oder der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Versuchsanstalt für Industrie, Bauwesen und Gewerbe, Dübendorf'zu besprechen.

364

Bewertung

Ist nach dem Trocknen des Filterpapiers ausserhalb des Russflecks eine gelbbraune/ gelbe Verfärbung des Filterpapiers deutlich festzustellen, so enthält die Probe unvollständig verbrannte Ölanteile in unzulässigem Ausmass.

37

Angabe der Resultate

Die Testergebnisse sind einzeln aufzuführen und wie folgt zusammenzufassen : Testergebnisse

Zwei Proben

Anforderungen

erfüllt

erfüllt '

1401

4

Handhabung

Diese Richtlinien sind sowohl für bestehende wie auch für neue Ölfeuerungsanlagen sofort anwendbar. Die Richtlinien vom Januar 19691' zur Kontrolle von 01feuerungen der Eidgenössischen Kommission für Lufthygiene werden aufgehoben.

21. März 1978

5951

» Im BEI nicht veröffentlicht.

1402

Eidgenössisches Departement des Innern: Hürlimann

Richtlinien über die Konstruktion und den Betrieb von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern

vom 21. März 1978,

Das Eidgenössische Departement des Innern, \ ' ·' ' · . ' auf Antrag des Eidgenössischen Amtes für Umweltschutz, erlässt folgende Richtlinien: 1

Geltungsbereich

Für neu in Betrieb zu setzende Ölfeuerungsanlagen mit Zerstäuberbrennern, die mit Heizöl «Extra leicht» ©D 'betrieben werden, sind diese Richtlinien ab l. Januar 1981 anwendbar.

2

Leistungsbereich

Diese Richtlinien gelten für einen Nennleistungsbereich der Kessel von 23,258,2 kW [(20-50 Mcal/h) (Ölverbrauch 2,2-6,0 .kg/h)].

3

Strömungstechnische Anforderungen an die Anlage

31'

Kesselbetriebswiderstand®

Der abgasseitige Kesselwiderstand darf im Betrieb bei sauberen Heizflächen und bei einem Kohlendioxidgehalt (?) von 11,0 ±0,5 Vol. % höchstens 0,2 mbar (etwa 2 mm WS) betragen..

; 32

Anlagewiderstand®

Der Gesamtwiderstand der Anlage (Kessel, Abgasrohr, Kamin) darf im Betrieb bei sauberen Heizflächen und einem Kohlendioxidgehalt © von 11,0 ±0,5 Vol. % höchstens 0.4 mbar (etwa 4 mm WS) nicht überschreiten.

33

Anforderungen an den Brenner2'

Der Brenner muss im Betrieb einen Anlagewiderstand von 0,4 mbar (etwa 4 mm WS) überwinden können.

" Begriffe und Definitionen siehe Anhang

2)

Diese Anforderungen gelten im besonderen für die Typenprüfung: 1403

Bei einer Änderung des Feuerraumdruckes© im Betrieb um bis zu 0,4 mbar (etwa 4 mm WS) darf sich der Kohlendioxidgehalt um höchstens 2 Vol. % ändern (auf dem Prüfstand von 11 auf 13 Vol.%).

34

Anfahrverhalten ! >

Bei der nach den Prüfbestimmungen eingestellten Anlage muss der AmplitudenWert der Anfahrdruckschwingungen im Feuerraum bei einem Anlagewiderstand von 0,4 mbar (etwa 4 mm WS) innerhalb von 0,8 Sekunden auf 25% oder weniger der maximalen Anfahramplitude abgeklungen sein. Druckspitzen, die tiefer liegen als der Feuerraumdruck © und 25% der maximalen Anfahramplitude übersteigen, dürfen nur während der ersten 0,3 Sekunden auftreten.

4

Konstruktive Anforderungen an die Anlage

41

Feuerraumabmessungen

Die Feuerräume müssen mindestens die Abmessungen gemäss Abbildung l aufweisen, um einen einwandfreien Ausbrand zu gewährleisten.

Abbildung l Minimale Feuerraumabmessungen in Funktion der Kesselnennleistung

Feuerraum-Länge (Abstand zwischen Brennerkopf und Rückwand)

Feuerraum-BreiteDurchmesser

Bei Kesseln mit Flammenumlenkung kann die Feuerraumlänge, gemessen zwischen Brennerkopf und Rückwand, bis zu 20% kürzer sein, sofern durch die Gasführung und/oder festeingebaute Rückstrahlvorrichtungen ein vollständiges Ausbrennen der Flamme gewährleistet ist. .

i> Diese Anforderungen gelten im besonderen für die Typenprüfung.

1404

42

Lage des Brennrohres

Der Abstand der Flammenachse von den Feuerraumwänden muss allseitig wenig' stens die halbe Feuerraumminimalbreite betragen.

43

Verbrennungshilfen

Sind für einen einwandfreien Ausbrand Verbrennungshilfen im Feuerraum (z. B.

Schamottierung, metallische Einbauten) notwendig, müssen diese einen Bestandteil der Kessellieferung bilden und im Kessel lagefixiert sein. Der Kessellieferant hat in seiner Betriebsanleitung deren Unterhalt zu umschreiben. Die unterschiedlichen Flammenformen sind zu berücksichtigen.

44

Bereitschaftsverluste® des Heizkessels1'

Um den Brennstoffverbrauch zu vermindern, sind die Kessel mit einer nichtbrennbaren Isolation zu versehen; die Wärmeverluste dürfen die Werte gemäss Abbildung 2 nicht überschreiten.

Abbildung 2 Maximale Bereitschaftsverluste® in Abhängigkeit der Kesselnennleistung

" Diese Anforderungen gelten im besonderen für die Typenprüfung.

1405

45

Minimale Brennerlaufzeiten1)

Um die Anzahl der Anlaufvorgänge gering zu halten, sind folgende Bedingungen zu erfüllen - Winterbetrieb Wenn die am Heizkessel angeschlossene Heizleistung 20% der Kesselnennleistung beträgt, muss die Brenndauer mindestens 4 Minuten betragen.

46

Brennerbetrieb

Zur Verminderung unnötiger Wärmeverluste darf die Luftvorspülzeit höchstens 15 Sekunden betragen.

Die Luftvorspülzeit muss mindestens 3 Sekunden betragen, um das Anfahrverhalten zu verbessern.

Zur Gewährung der Betriebssicherheit sowie zur Verhinderung von Russbildung und üblen Gerüchen ist nach jeder Brennerabschaltung ein sofortiger und wirksamer Ölabschluss notwendig.

5

Verbrennungstechnische Anforderungen

51

Kohlendioxidgehalt (CO2)® der Abgase

Der Kohlendioxidgehalt (CO2) der Abgase hat im'Bereich von 11,0-13,0 Vol.% zu liegen (Messbeginn frühestens l Minute nach Brennerstart; Prüftoleranz von ±0,5 Vol.%).

Bei der Typenprüfung soll die Prüftoleranz lediglich ± 0,2 Vol.% betragen.

52

Kohlenmonoxidgehalt (CO)® der Abgase

Der Kohlenmonoxidgehalt (CO) der Abgase darf 0,01 Vol.% nicht übersteigen© (Messbeginn frühestens l Minute nach Brennerstart).

53

Russauswurf

Der Russgehalt (siehe Richtlinien vom 21. März 19782> zur Prüfung der Abgase von Ölfeuerungen) darf die Russzahl 2 nach Bacharach® nicht überschreiten. Bei der Abnahme- und Typenprüfung darf die Russzahl l nicht überschritten werden.

D Diese Anforderungen gelten im besonderen für die Typenprüfung.

2) BEI 19781 1396

1406

54

Geruchsträger und unvollständig verbrannte Ölanteile

Die Verbrennung muss derart gewährleistet sein, dass die .Abgase geruchsarm und weitgehend frei von unvollständig verbrannten Ölanteilen sind. Beim Nachweis von unvollständig verbrannten Ölanteilen mittels des Fliessmittelverfahrens darf .auf dem Filterpapier keine deutliche Verfärbung entstehen.

6

Vorbehalt

Sofern technologische Entwicklungen im Bau von Feuerungsanlagen ein Abweichen von diesen Richtlinien erforderlich machen, ist der Nachweis zu erbringen, dass die Anforderungen gemäss den Ziffern 44, 52, 53 und 54 eingehalten werden.

21. März 1978

,

Eidgenössisches Departement des Innern : Hürlimann

1407

Begriffe und Definitionen

Anhang

©

Heizöl «Extra leicht» gemäss SNV-Norm 181 160.

@

Kesselbetriebswiderstand ist die Druckdifferenz zwischen Feuerraum und Abgasstutzen.

©

Die Konzentrationen sind auf trockenes Abgas bezogen.

©

Anlagewiderstand ist die Druckdifferenz zwischen Feuerraum und Kaminmündung (Kessel, Abgasrohr und Kamin); gemessen an der fertig installierten Anlage. Die Bestimmung kann so erfolgen, dass bei geöffnetem Heizraumfenster die Druckdifferenz zwischen Feuerraum und Heizraum bestimmt wird.

©

Der Feuerraumdruck wird gegenüber der Umgebung (Heizraum) gemessen.

®

Der Bereitschaftsverlust eines Heizkessels beinhaltet den Abstrahlungsverlust an den Heizraum, den inneren Auskühlverlust bei Stillstand des Brenners sowie den Rauchgasverlust während der Laufzeit des Brenners für die Konstanthaltung der Temperatur.

Der Kessel gibt während der Messzeit keine aktive Wärme ab.

©

Unter Prüfbedingungen darf der Kohlenmonoxidgehalt (CO) der Abgase bei einem Kohlendioxidgehalt (CO2) von 9 Vol. % den Wert von 0,015 Vol. % nicht übersteigen.

(D

Die Russzahlvergleichsskala des Eidgenössischen Amtes für Umweltschutz entspricht den Werten nach ASTM Norm D-2156-65 und DIN 51 402 (kann bei der Eidgenössischen Drucksachen- und Materialzentrale bezogen werden).

1408

Holzbildhauer A. Reglement,über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für den Beruf des Holzbildhauers B. Normallehrplan für die Berufsklassen der Holzbildhauer

A-

Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für den Beruf des Holzbildhauers vom 17. Februar 1978

Das Eidgenössische

Volkswirtschaftsdepartement,

gestützt auf die Artikel 11 Absatz l, 28 Absatz 2 und 32: Absatz l des Bundesgesetzes vom 20. September 1963" über die Berufsbildung (in der Folge Bundesgesetz genannt) und die Artikel 12 und 20« der zugehörigen Verordnung vom'30. März 19652', verordnet :

I

Ausbildung

II

Lehrverhältnis

Art. l Berufsbezeichnung und Dauer der Lehre 1 Die Berufsbezeichnung ist Holzbildhauer. Der ausgebildete Holzbildhauer befasst sich mit Bildhauerarbeiten in Holz.

2 Die Lehre dauert vier Jahre. Um Störungen im Unterricht der Berufsschule zu vermeiden, ist der Antritt der Lehre auf den Beginn des Schuljahres anzusetzen.

Art. 2 Anforderungen an den Lehrbetrieb 1 Holzbildhauer-Lehrlinge dürfen nur in Betrieben ausgebildet werden, die sich dauernd mit Bildhauerarbeiten in Holz befassen und Gewähr dafür bieten, dass sie die in, Artikel 5 des Lehrprogrammes für die Ausbildung im Betrieb vorgeschriebenen praktischen Arbeiten und Berufskenntnisse vollständig vermitteln können.

» SR 412.10 » SR 412.101

1409

2

Lehrbetriebe, die ein Ausbildungsteilgebiet nicht bearbeiten, dürfen Lehrlinge nur ausbilden, .wenn sie sich verpflichten, dieses Teilgebiet in einem andern Betrieb vermitteln zu lassen. Der andere Betrieb sowie Zeitpunkt und Dauer der ergänzenden Ausbildung sind im Lehrvertrag festzulegen.

3 Dem Lehrvertrag ist ein Modellehrgang D mit Zeitangaben beizulegen.

Art. 3 Höchstzahl der Lehrlinge 1 Ein Betrieb darf jeweils ausbilden: 1 Lehrling, wenn der Betrieb von einem fachkundigen Leiter allein oder mit einem gelernten Fachmann geführt wird; ein zweiter Lehrling darf seine Lehre beginnen, wenn der erste ins letzte Lehrjahr eintritt; 2 Lehrlinge, wenn drei gelernte Fachleute neben dem fachkundigen Leiter ständig beschäftigt werden.

2 Mehr als drei Lehrlinge darf kein Betrieb gleichzeitig ausbilden.

3 Die Aufnahme der Lehrlinge ist zeitlich so anzusetzen, dass sich die Lehrantritte möglichst, gleichmässig auf die einzelnen Lehrjahre verteilen.

. 4 Für die Lehrwerkstätten gilt keine zahlenmässige Beschränkung.

12

Lehrprogramm für die Ausbildung im Betrieb

Art. 4 Allgemeine Richtlinien 1 Dem Lehrling ist bei Antritt der Lehre ein geeigneter Arbeitsplatz zuzuweisen.

Auch sind ihm die notwendigen Werkzeuge, die Hilfsmittel und die Arbeitsmaterialien zur Verfügung zu stellen. Er ist rechtzeitig über die bei den verschiedenen Arbeiten auftretenden Unfallgefahren und möglichen Gesundheitsschädigungen sowie über die richtige Anwendung der Schutzmassnahmen zu unterrichten.

2 Der Lehrling ist von Anfang an planmässig in den Beruf einzuführen.

3 Der Lehrling ist zu Reinlichkeit, Ordnung, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit sowie zu genauem, sauberem und mit fortschreitender Fertigkeit auch zu raschem und selbständigem Arbeiten.zu erziehen.

4 Zur Förderung der beruflichen Fertigkeiten sind die einzelnen Arbeiten zu wiederholen und die Ausbildung darin so zu vervollkommnen, dass der Lehrling am Ende seiner Lehre die im Lehrprogramm erwähnten Arbeiten selbständig und in angemessener Zeit ausführen kann.

5 Die in Artikel 5 aufgeführten praktischen Arbeiten und Berufskenntnisse bilden die Grundlage für die systematische Ausbildung im Lehrbetrieb. Die Verteilung der verschiedenen Arbeiten auf die einzelnen Lehrjahre richtet sich, unter Berücksichtigung einer schrittweisen Entwicklung, nach den Arbeitsverhältnissen des Lehrbetriebes.

l> Ein Modellehrgang kann bei der Kantonalen Schnitzlerschule in Brienz bezogen werden.

1410

6 Der Lehrling ist zur Führung eines Arbeitsbuches^ verpflichtet, das vom Lehrmeister und dem gesetzlichen, Vertreter monatlich zu kontrollieren und zu visieren ist. Das Arbeitsbuch ist an der Lehrabschlussprüfung vorzulegen.

Art. 5 .

Praktische Arbeiten und Berufskenntnisse

Der Lehrbetrieb ist verpflichtet, den Lehrling nach einem Modellehrgang und nach einem Zeitplan in den nachfolgend umschriebenen Tätigkeiten und Kenntnissen bis zur selbständigen Ausführung der Arbeiten auszubilden. Dem Lehrling sind die Ausbildungsunterlagen über die einzelnen Sachgebiete auszuhändigen.

  1. Lehrjahr Grundausbildung Zeichnen : -

Zeichenpapier, Folien, Geräte und Hilfsmittel nennen und richtig verwenden Skizzen für einfache Arbeiten nach Vorlage oder Modell erstellen einfache Werkzeichnungen lesen und richtig interpretieren auszuführende. Bildhauerarbeit auf vorbereitetes Werkstück (Holz)' direkt oder durch Pausen aufzeichnen - Zeichnungen schraffieren.

Werkzeuge und A4aschinen :

'

-- -

Werkzeuge richtig benennen und zweckmässig verwenden Werkzeuge instand halten und schärfen Bildhauereisen schärfen Arbeiten an einfachen Maschinen und Einrichtungen ausführen Unfallgefahren beim Arbeiten mit Werkzeugen und Maschinen erkennen und die nötigen Schutzmassnahmen treffen - Schutzvorrichtungen an Maschinen einstellen.

Werkstoffe

Allgemeine Materialkunde: - verschiedene Arten von Leimen und deren Verwendung vorbereiten - einfache Arbeiten mit Beizen, Wasserfarben, Lasurfarben ausführen - einfache Grundier-. Mattier- und Lackarbeiten ausführen - Metallteile und andere Hilfsmittel unterscheiden und richtig anwenden

" Das Arbeitsbuch sowie Musterblätter können bei der Kantonalen Schnitzlerschule in Brienz bezogen werden.

1411

Modellieren : - einfache Modellierarbeiten in Ton, Plastilin oder Wachs ausführen - Modellierarbeiten materialgerecht aufbewahren.

Gipsgiessen: -

Grundbegriffe des Gipsgiessens erlernen und beschreiben Vorbereitungsarbeit wie : Bereitstellen des Giessmodells, Giessmasse giessfertig vorbereiten, Giessmodell abisolieren einfache Armierungsarbeiten ausführen einfache, negative und positive Reliefformen anfertigen einfache Giessformen ausbauen.

Holzbildhauerarbeiten : - Vorbereitungsarbeiten an Werkstücken ausführen - Arbeitsformen auf Werkstück zeichnen und anreissen - einfache Arbeiten anhauen und ausgründen - einfache Profile schneiden - angehauene, einfache Arbeitsstücke sauber schneiden - einfache Arbeiten in Reliefform nach Muster anhauen - einfache, gerade Leimfugen erstellen - kleinere Reparaturen ausführen.

2. Lehrjahr Erweiterte Grundausbildung und Anwendung der Grundkenntnisse Zeichnen : - einfache bis mittelschwere Skizzen nach Natur, Vorlage oder Modell anfertigen - Skizzen oder Zeichnungen mit zugehörigen Schnitten oder Details erstellen.

Werkzeuge und Maschinen: -

Werkzeug- und Maschinenkenntnisse erweitern Bildhauereisen mit Abziehsteinen schärfen einfache Arbeiten auf Bandsäge und Hobelmaschine ausführen Sägeblätter schärfen und schränken beim Einsetzen neuer Hobelmesser mithelfen.

Werkstoff-

und Materialkenntnisse:

1412

Modellieren: . · i - Reliefformen und leichte figürliche Arbeiten unter Anwendung der Grundbegriffe der Anatomie ausarbeiten - Modellierarbeiten in verschiedenen Materialien ausführen - verschiedene Arbeitstechniken anwenden.

Gipsgiessen : - Grundbegriffe erweitern '.

; Allgemeine Holzbildhauerarbeiten: '- allgemeine Grundbegriffe des Holzbildhauerberufes erweitern - einfache, mittelschwere Holzbildhauerarbeiten ausführen - einfache bis mittelschwere Ornamente und figürliche Arbeiten anhauen - angehauene einfache bis mittelschwere Arbeiten sauberschneiden - mit Maschinen vorgearbeitete Arbeiten sauberschneiden - gerade Flächen an einfachen Stücken schleifen - Schleifarbeiten an saubergeschnittenen Arbeiten ausführen - Reparaturarbeiteh vornehmen - einfache, gerade und krumme Leimfugen ausführen - Reparaturen mit plastischem Holz, Holzkitt. Wachs, Schellack oder andern Hilfsmitteln vornehmen - bei schwierigeren Fertigarbeiten wie Beizen, Patinieren, Grundieren, Matieren, Lackieren und Wichsen mithelfen - einfache Fertigarbeiten selbständig ausführen.

3. Lehrjahr Vertiefen und erweitern der Grundausbildung.

Zeichnen : - mittelschwere bis schwierige Aufgaben nach Natur oder Modell skizzieren - einfache Skizzen frei und nach gegebenen Ideen anfertigen - Skizzen oder Zeichnungen massstäblich mit zugehörigen Schnitten erstellen

1413

Modellieren : - schwierigere Hochreliefformen nach Vorlage oder Natur anfertigen - einfache und vollrunde Mensch- und Tierfiguren nach Modell erstellen - einzelne Detailstudien nach Modell erstellen.

Gipsgiessen : - negative und positive Modelle für den Giessvorgang vorbereiten - Hochrelieffe und schwierigere vollrunde Modelle in die verschiedenen Giessteile abstecken - Armierungen einbauen - Giessformen isolieren und Giessöffnungen bestimmen - GUSS ausführen - positive und negative Modelle ausbauen - Giessformen für die Wiederverwendung vorbereiten, Übertragungsarbeiten: - Grundkenntnisse der Übertragungsarbeiten erweitern - Übertragungsarbeiten mit Punktierapparat von Hochrelieffen und vollplastischen Modellen auf Arbeitsstück ausführen - freie Übertragungsarbeiten mit Steck- und Greifzirkel ausführen.

Allgemeine Holzbildhauerarbeiten: -- die Kenntnisse des Holzbildhauerberufes vertiefen - mittelschwere bis schwierigere Holzbildhauerarbeiten ausführen - grossformatige Arbeitsstücke unter Anleitung anhauen - angehauene Arbeitsstücke sauberschneiden - Ausdrucksformen unter Anleitung oder Modell ausarbeiten - schwierigere Reparaturarbeiten an bestehenden oder neuen Arbeitsstücken ausführen - schwierigere Fertigarbeiten selbständig ausführen.

4. Lehrjahr

,

.

Vertiefen und Vervollständigen der Ausbildung und individuelle Förderung Zeichnen: - schwierige Skizzen nach Modell oder Natur erstellen - Skizzen nach eigenen Ideen anfertigen - freie Perspektivzeichnungen erstellen - Skizzen und Zeichnungen für den Kunden ausarbeiten - eine gegebene oder eigene Idee selbständig bearbeiten und zeichnerisch festhalten.

'1414

Modellieren: , - verschiedene ornamentale, tierische oder menschliche Formen nach Modell modellieren : ' - Formen nach Zeichnung oder Natur selbständig modellieren - freie Formen suchen und modellieren.

Gipsgiessen : - schwierige Giessarbeiten in mehreren Teilen, ausführen - Giessformen für die Wiederverwendung bearbeiten - Abgüsse nachbearbeiten.

Übertragimgsarbeiten : · -· die Kenntnisse der Übertragungsarbeiten vertiefen - Übertragungen vom Modell frei, mit Zirkel oder mit Punktierapparat ausführen, i ; Allgemeine Hokbildhauerarbeiten: - die Kenntnisse der Holzbildhauerarbeiten vervollständigen und vertiefen - Arbeitsstück nach Zeichnung frei anhauen - gross- und kleinformatige Arbeiten ausführen - verschiedene Schnittechniken beim Sauberschneiden des Arbeitsstückes anwenden - Ausdrucksformen erarbeiten und wiedergeben - alle allgemeinen ornamentalen oder figürlichen Arbeiten ausführen - die persönliche Form empfinden, fördern und am Arbeitsstück anwenden - schwierige Reparaturen selbständig ausführen.

13

Programm für die Ausbildung an der Berufsschule

Art. 6 Der in der Berufsschule vermittelte Stoff ist im Normallehrplan festgehalten, der sich im Anhang dieses Reglements befindet.

2

Lehrabschlusspriifung

21

Durchführung der Prüfung

Art. 7 Allgemeines 1 Durch die Lehrabschlussprüfung soll festgestellt werden, ob der Lehrling die zur Ausübung seines Berufes nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse besitzt.

2

Die Prüfung wird von den Kantonen durchgeführt. Sie umfasst zwei Teile: a. Prüfung in den berufskundlichen Fächern (Praktische Arbeiten, Berufskenntnisse und Fachzeichnen); b. Prüfung in der Allgemeinbildung (Deutsch, Geschäftskunde, Staats- und Wirtschaftskunde)

1415

3 Die nachstehenden Bestimmungen beziehen sich, mit Ausnahme von Artikel 16, ausschliesslich auf die Prüfung in den praktischen Arbeiten und in den Berufskenntnissen. Die Prüfung in den allgemeinbildenden Fächern richtet sich nach den Anordnungen der zuständigen kantonalen Behörden.

Art. 8 ' Organisation der Prüfung 1 Die Prüfung ist in einem hiezu geeigneten Betrieb, einer Berufsschule oder in einer Fachschule durchzuführen. Sie ist in allen Teilen sorgfältig vorzubereiten.

2 Dem Lehrling ist ein Arbeitsplatz anzuweisen. Er hat das persönliche Werkzeug mitzubringen. Falls er für die Prüfung Material bereitstellen muss, ist ihm dies rechtzeitig mitzuteilen. Dem Lehrling sind die erlaubten Hilfsmittel bekanntzugeben. Der Lehrbetrieb muss ihm das für die Prüfung notwendige Material unentgeltlich zur Verfügung stellen.

3 Die Unterlagen für die Prüfungsarbeiten, wie Zeichnungen und Skizzen, sowie Modelle und das Material, das ihm zur Verfügung gestellt wird, dürfen dem Lehrling erst bei Beginn der Prüfung ausgehändigt werden. Sie sind ihm, soweit nötig, zu erklären.

Art. 9 Experten 1 Für jede Prüfung sind genügend Fachleute als Experten zu ernennen. In erster Linie sind Teilnehmer von Expertenkursen zu berücksichtigen.

2 Die Experten haben dafür zu sorgen, dass bei der Aufgabenstellung möglichst viele Arbeitsgebiete berücksichtigt werden, damit eine zuverlässige Beurteilung der Kenntnisse und Fertigkeiten möglich ist.

3 Die Ausführung der Prüfungsarbeiten ist von mindestens einem Experten gewissenhaft zu überwachen, der während der Prüfung die nötigen Aufzeichnungen über seine Beobachtungen macht.

4 Mindestens zwei Experten beurteilen die ausgeführten Arbeiten und Zeichnungen und nehmen die Prüfung in den Berufskenntnissen ab.

5 Die Experten prüfen den Lehrling ruhig und wohlwollend und bringen Bemerkungen sachlich an.

Art. 10 Prüfungsdauer Die Prüfung in den berufskundlichen Fächern dauert vier Tage zu Davon entfallen auf: a. Praktische Arbeiten b. Berufskenntnisse c. Fachzeichnen und Modellieren 22

acht Stunden.

19 Stunden; l Stunde; 12 Stunden.

Prüfungsstoff

Art. 11 Praktische Arbeiten Der Prüfungsstoff soll eine Auswahl aus dem Ausbildungsprogramm nach Artikel 5 darstellen.

1416

1 2 3 4 5

Vorbereitung und Zurichten der Werkzeuge . . . . . . . . .

Vorbereiten der Prüfungsarbeit (Zurichten eines Arbeitsstückes) Anhauen (Anlegen) eines Prüfungsstückes nach Zeichnung oder Modell, Sauberschneiden Bearbeiten eines Arbeitsstückes nach freier Wahl des Prüflings Finissagearbeiten (Oberflächenbearbeitung)

Art. 12

etwa

!/2 Stunde

etwa l '/2 Stunden etwa 10

Stunden

etwa 6 etwa l

Stunden Stunde

Berufskenntnisse

Die Berufskenntnisse (l Std.) werden unter Verwendung von Anschauungsmaterial, Zeichnungen und Skizzen oder Dias und Photos geprüft. Die Prüfung wird mündlich und/oder schriftlich durchgeführt und erstreckt sich auf den durch die Berufsschule nach Normallehrplan vermittelten Lehrstoff sowie auf die im Lehrbetrieb während der praktischen Ausbildung erworbenen Berufskenntnisse.

1

Werkzeuge und Maschinenkunde: Verwendung der verschiedenen Werkzeuge und Maschinen, Unfallverhütung.

2

Materialkunde : - Holz Herkunft, Beschaffenheit, Eigenschaften, Verwendungsmöglichkeiten, Verarbeitung - Verbindungsmittel Leime, Kleber: Herkunft. Beschaffenheit und Anwendung - Fertigungsmittel Schleifmittel, Beizen, Imprägnierungsmittel, Grund- und Decküberzüge: Finissagearbeiten - Modelliermassen Ton, Plastilin, Wachs; - Giessmassen Gips: Arten, Beschaffenheit, Anwendung.

Stilkunde: die hauptsächlichsten Stilarten anhand von Modellen, Dias, Photos und Zeichnungen darlegen.

3

4

Heraldik und Proportionslehre : - einfache Kenntnisse der Heraldik - einfache Kenntnisse der Anatomie von Mensch und Tier sowie der Proportionslehre. l .

Art. 13 Die 1 2 3

Fachzeichnen und Modellieren

Prüfung im Fachzeichnen und Modellieren (12 Std.) umfasst: Freihandzeichnen nach Vorlage oder Modell Freihandzeichnen oder Modellieren nach eigener Idee Zeichnen von Schriften oder einfachen Signeten 141.7

4 5 6

Modellieren eines einfachen Ornamentes oder einer figürlichen Arbeit Allgemeine Kenntnisse von Gipsgiessen Gesamteindruck

23

Beurteilung und Notengebung

Art. 14

Beurteilung

1

Die praktischen -Arbeiten werden nach folgenden Positionen bewertet Pos. l Bereitstellung und Zurichten der Werkzeuge Pos. 2 Vorbereiten der Arbeitsstücke Pos. 3 Anhauen .(Anlegen), Sauberschneiden Pos, 4 Auswahl des freien Arbeitsstückes, Idee, Form, Bearbeitung und Ausdrucksform Pos. 5 Finissagearbeiten Pos. 6 Gesamteindruck.

2

Die Berufskenntnisse werden nach folgenden Positionen bewertet: Pos. l Werkzeug- und Maschinenkenntnisse Pos. 2 Materialkenntnisse (Holz, Leime, Verbindungsmittel, Beizen, Imprägnier- und Decküberzüge, Modelliermaterialien, Ton und Gips) Pos. 3 Stilkunde: allgemeine Stilkunde Pos. 4 Heraldik, Schriften oder einfache anatomische Kenntnisse von Mensch und Tier, sowie Proportionslehre.

3 Das Fachzeichnen und Modellieren wird nach folgenden Positionen bewertet Pos. l Freihandzeichnen nach Vorlage: Genauigkeit, Sauberkeit, Vollständigkeit, Masse und Strich Pos. 2 Freihandzeichnen oder Modellieren nach eigener Idee: Originalität, Verwendungsmöglichkeit, Sauberkeit und Strich Pos. 3 Zeichnen von Schriften oder Signeten : Genauigkeit des Stils, Ausführung, Sauberkeit und Originalität Pos. 4 Modellieren: Aufbau, Vorgang, Kopie, Originalität, Ausführbarkeit für Holz und Sauberkeit Pos. 5 Gesamteindruck.

4

Massgebend für die Beurteilung sind fachgemässe, saubere, genaue, zweckmässige, formliche und vollständige Ausführung, Materialverbrauch, Arbeitsvorgang, Handfertigkeit und Ordnung am Arbeitsplatz.

5

Für jede Position ist nur eine Note nach Artikel 15 einzusetzen. Dabei sind sämtliche vorkommenden Arbeiten und Arbeitstechniken ihrem Schwierigkeitsgrad entsprechend zu berücksichtigen.

6

Wird eine Position weiter in Unterpositionen aufgeteilt und werden für diese Teilnoten eingesetzt, so ist die Positionsnote nicht einfach als arithmetisches Mittel aus verschiedenen Teilnoten zu errechnen. Sie ist vielmehr unter Berücksichtigung dieser Teilnoten und unter Beachtung der Wichtigkeit der einzelnen Teilarbeiten im Rahmen der Prüfungspositionen zu schätzen und nach Artikel 15 zu erteilen.

1418

i

Art. 15 , Notengebung : 1 Die Experten beurteilen in jeder Prüfungsposition die Leistungen wie folgt D: Eigenschaften der Leistungen

..

-,

Beurteilung

Qualitativ und quantitativ vorzüglich ausgezeichnet Annähernd richtig und vollständig, verdient aber die höchste Auszeichnung nicht sehr gut : Zweckentsprechend mit nur geringfügigen Fehlern.... gut Befriedigend, aber gewichtigere Fehler und kleine Lükken aufweisend ziemlich gut Den Mindestanforderungen, die an einen gelernten Holzbildhauer zu stellen sind, noch knapp entsprechend genügend Den Mindestanforderungen, die an einen gelernten Holzbildhauer zu stellen sind, nicht mehr entsprechend ungenügend : Grobe Fehler aufweisehd und unvollständig sehr schwach Wertlos oder nicht ausgeführt '.

unbrauchbar .

Andere Zwischennoten als 5,5 oder 4,5 sind nicht zulässig.

Noie

6 5,5 5 4,5 4.

3 2 l

2

Die Note in den praktischen Arbeiten, in den Berufskenntnissen und im Fachzeichnen und .Modellieren wird je als Mittelwert aus den Noten der einzelnen Prüfungspositionen bestimmt und auf eine Dezimalstelle, ohne Berücksichtigung eines Restes, berechnet.

3 Auf Einwendungen des Lehrlings, er sei in grundlegende Arbeiten nicht eingeführt worden, darf keine Rücksicht genommen werden. Die Angaben des Lehrlings sind jedoch im Expertenbericht nach Artikel 16 Absatz 4 zu vermerken.

Art. 16 Prüfungsergebnis 1 Das Ergebnis der Lehrabschlussprüfung wird in einer Gesamtnote ausgedrückt.

Sie wird aus den folgenden vier Fachnoten ermittelt, von denen die Mittelnote in den praktischen Arbeiten doppelt zu rechnen ist : - Mittelnote in den praktischen Arbeiten (zählt doppelt) - Mittelnote in den Berufskenntnissen - Mittelnote im Zeichnen und Modellieren - Mittelnote in den allgemeinbildenden Fächern.

2 Die Gesamtnote ist das Mittel aus diesen Noten Q/s der Notensumme). Sie ist auf eine Dezimalstelle, ohne Berücksichtigung eines Restes, zu berechnen.

3 Die Prüfung gilt als bestanden^ wenn weder die Mittelnote aus den praktischen Arbeiten noch die Mittelnote im Zeichnen und Modellieren, noch die Gesamtnote den Wert 4,0 unterschreitet.

D Notenformulare können bei der Kantonalen Schnitzlerschule in Brienz bezogen werden.

1419

4

Zeigen sich bei der Prüfung Mängel in der beruflichen Ausbildung, so haben die Experten genaue Angaben über ihre Feststellungen in das Notenformular einzutragen.

5

Das ausgefüllte Notenformular ist nach der Prüfung durch die Experten zu unterzeichnen und der zuständigen kantonalen Behörde zuzustellen.

Art. 17 Fähigkeitszeugnis Wer die Lehrabschlussprüfung bestanden hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis und ist berechtigt, die gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung «Gelernter Holzbildhauer» zu führen.

3

Schlussbestimmungen

Art. 18 Übergangsrecht Dieses Reglement gilt nicht für Lehrverhältnisse, die vor seinem Inkrafttreten begonnen haben.

Art. 19

Inkrafttreten

Dieses Reglement tritt am 1. März 1978 in Kraft.

17. Februar 1978

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement : Honegger

1420

Normallehrplan für die Berufsklassen der Holzbildhauer vom 17. Februar 1978

Das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA), gestützt auf Artikel 21 Absatz 3 des Bundesgesetzes vom 20. September 1963 D über die Berufsbildung und Artikel 16 Absatz l der Verordnung vom 14. Juni 19762> über Turnen und Sport an Berufsschulen, verordnet :

l

Allgemeines

Der Auftrag der Berufsschule besteht darin, dem Lehrling den in diesem Lehrplan umschriebenen Lehrstoff zu vermitteln.: Dabei ist die Reihenfolge der aufgeführten Lernziele nicht bindend. Bei der Vermittlung des berufskundlichen Lehrstoffs sind aber die in Artikel 5 des Ausbildungsreglements den einzelnen Lehrjahren zugeordneten Lernziele zu berücksichtigen. Die auf dieser Grundlage erstellten schulinternen Arbeitspläne sind den Lehrbetrieben auf Verlangen zur Ver- · fügung zu stellen.

Es sind nach Lehrjahren gegliederte Klassen zu bilden. Ausnahmen von dieser Regel bedürfen der Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde und des Bundes.

Der Unterricht ist wöchentlich an einem ganzen Schultag zu erteilen. Ein ganzer Schultag darf, Inbegriffen Turnen und Sport, nicht mehr als neun Lektionen Pflichtunterricht umfassen. Ausnahmen von dieser Regel bedürfen der Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde und des Bundes.

2

Unterrichtsplan

Die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Lektionenzahlen der einzelnen Pflichtfächer und ihre Verteilung auf die Semester sind verbindlich.

» SR 412.10 a SR 415.022

1421

Total Lektionen

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Technisches Zeichnen Freihandzeichnen . . .

Modellieren Gipsgiessen Naturlehre Materialien, -Werkzeuge und Einrichtungen Allgemeine Fachkunde Fachrechnen Deutsch Geschäftskunde Staats- und Wirtschaftskunde...

Rechnen Turnen und Sport...

Total Lektionen Anzahl Schultage pro Woche

3

20 20 20

20 20 20

20 20

20 - 40 40 20 20 -

20

-

40 40 60 20 20. 20 20 40 20 -

60 300 .120 100 40

-

-

60

20 20

20 20

80 40 160 160

.- 20 20 20 20 20 20 20 20 - - 20 20 20. 20 20 20 20 20

120 40 160

180 180 180 180 180 180 180 180

1440

20 20 20 20 - - 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20

1

1

1

1

1

1

1

1

Lehrstoff

In den unten aufgeführten Lernzielen wird zwischen Rieht- und Informationszielen unterschieden. Die Richtziele umschreiben allgemein und umfassend, die Informationsziele detailliert die am Ende der Ausbildung vom Lehrling verlangten Kenntnisse. Die Informationsziele sind Mindestanforderungen für den Unterricht. Aus praktischen Gründen wird bei den einzelnen Lernzielen auf die wiederkehrende Wendung «der Lehrling soll am Ende der Ausbildung ... können» verzichtet. Der Umfang des Lehrstoffs ist in jedem Fach der verfügbaren Zeit anzupassen.

301

Technisches Zeichnen (60 Lektionen)

Richtziel Geometrisch einfache Körper durch ebene Zeichnungen zweckmässig darstellen.

Aus gegebenen Darstellungen einen Körper räumlich vorstellen.

1422

Informationsziele : In Verbindung mit praktischen Beispielen - Grundbegriffe des technischen Zeichnens erklären - allgemeine Strich- und Schriftarten aufzeigen und ausführen - geometrische Grundkonstruktionen und einfache Projektionsverfahren unterscheiden - die einfachen Perspektivkonstruktionen erläutern - Gesetze der optischen Wirkung von Formen, Proportionslehre. Goldenen Schnitt, Rhythmik der Form begründen - werkgerechte Verwendung von Zeichenwerkzeugen und Apparaten erklären und beherrschen - Vorgang im Vergrössern und Verkleinern an praktischen Zeichenbeispielen erklären - angewandtes Gestalten interpretieren.

302

Freihandzeichnen (300 Lektionen)

Richtziel Skizzen und Zeichnungen, die zur praktischen Ausführung von Holzbildhauerarbeiten notwendig sind, freihändig erstellen. Ausgeführte Arbeiten freihändig zeichnerisch .festhalten.

Zudem soll er befähigt werden, Stilarten zu unterscheiden, Heraldikmerkmale und Symbole aufzuzeigen und alle notwendigen Grundbegriffe für die Anfertigung von Schriften, Ornamenten und Figuren zu erklären. Das Vorstellungsvermögen und das kreative Denken soll so weit wie möglich gefördert werden, so dass der Lehrling in der Lage ist, Holzbildhauerarbeiten selbständig zu entwerfen und auszuführen.

Informationsziele Allgemeines: - richtige Verwendung der verschiedenen Zeichenmaterialien wie Blei, Kohle und Öl zeigen - Unterschiede der Zeichenmethoden erklären i - Vorgang beim Zeichnen von Strichen. Schrift, geraden und gebogenen Linien, Kreisen, Ovalen, Schnecken u. a. m. erklären.

Skizzieren: - Handskizzen nach Vorlage, Modell oder Natur erstellen - richtige Proportionen und Symmetrie für die Wirkung in den auszuführenden Holzbildhauerarbeiten erkennen und aufzeigen - allgemeine Gestaltungslehre durch Skizzieren begründen.

Stilarten: - die verschiedenen Stilarten: in der Form, in der Proportion, Symmetrie, Gliederung und im allgemeinen Aufbau unterscheiden 1423

Heraldik : - Grundbegriffe, Aufbau und Sinn der verschiedenen Symbole, Schraffur und Anordnung, sowie Farbgebung mit Skizzen erläutern.

Symbole : - die wichtigsten religiösen und allgemeinen Symbole unterscheiden und zeichnen - Anwendung einzeln oder in ganzen Kompositionen begründen und zeichnerisch aufzeigen.

Schriften : - verschiedene Arten und Formen von Schriften für vertiefte oder erhobene Ausführung zeichnerisch darstellen - die Verschiedenheit der Schriftstile erklären.

Figürliches Zeichnen : - Skizzen von Menschen und Tierfiguren nach Vorlage, Modell oder nach der Natur anfertigen - einzelne Partien, Köpfe, Hände, Fusse, Muskel- und Skeletteile zeichnen - anatomische Grundbegriffe bei Mensch und Tier im allgemeinen erklären - Proportionen erkennen und zeichnerisch darstellen - Zeichnungen für reliefartige und vollplastische Arbeiten erstellen.

Schattenlehre : -

Grundbegriffe der Schattenlehre erläutern Schattierungen bei Zeichnungen richtig anwenden Schattenwürfe und deren Wirkung erläutern Anwendung und Zweck bei Ausführungszeichnungen erklären.

303

Modellieren (120 Lektionen)

Richtziel Aufbau und Ablauf von Modellierarbeiten erklären. Einfachere Arbeiten nach eigenen oder gegebenen Zeichenentwürfen ausführen.

Informationsziele Allgemeines: - Handhabung der verschiedenen Modellierwerkzeuge beherrschen - Modelliermassen aufzählen - Grundlagen des Modellierens beherrschen und Verwendung der richtigen Materialien und Werkzeuge erläutern.

1424

Reliefarbeiten : - flach- und halbplastische Arbeiten wie Profile, Blätter (stylisierte), Schnecken, Muscheln, gefaltete Stoffteile, heraldische Arbeiten, Ornamente, Signete, Symbole und Schriften ausführen.

:

Heraldik: : - Heraldische Formen in Modelliermassen wiedergeben.

304

Gipsgiessen (etwa 100 Lektionen)

Richtziel ' .

Grundbegriffe der Giesstechnik erklären und im Zusammenhang mit einfachen Modellierarbeiten ausführen.

Informationsziele - Giessmassen und deren Eigenschaften erklären - die Vorbereitung von Giessmassen erläutern - einfache, flache Reliefformen giessen und negative wie positive Formen beschreiben - Isolier- und Absteckarbeiten beim Giessvorgang erklären und ausführen - aufteilen und zusammenstellen von Negativen erklären - Armierungen und deren Einbau bestimmen.

305

Naturlehre (40 Lektionen)

Richtziel An Beispielen aus dem Holzbildhauerberuf die chemischen und physikalischen Grundbegriffe darlegen. Aufgrund dieser Kenntnisse Witterungs- und Lichteinflüsse sowie Alterung, tierische und mechanische Einflüsse erklären.

Methodischer ; Hinweis : Der Unterricht ist in engster Verbindung mit der Materialkunde zu erteilen.

Informationsziele - Die chemischen und physikalischen Grundbegriffe, Aufbau und Reaktionen der nachstehenden Materialien erklären: 1425

-

306

Leim und Bindemittel Lasuren und Decklacke Modelliermaterialien wie Ton, Plastilin, Wachs Giessmaterialien wie Gips, englischer Zement, Ton, Wachs alle für Holzbildhauerarbeiten verwendeten Hölzer.

Materialien, Werkzeuge und Einrichtungen (60 Lektionen)

Richtziel Arten und Eigenschaften der im Holzbildhauerberuf verwendeten Materialien kennen und die Bearbeitung mit den verschiedenen Werkzeugen erklären.

Informationsziele - Herstellung, Eigenschaften, Verwendungund Bearbeitung der folgenden Materialien, Hilfsmittel, Werkzeuge und Einrichtungen beschreiben : - Materialien: Holzarten, Schleifmittel, Färb-, Beiz- und Üb'erzugsmittel, Modelliermaterialien wie Ton, Plastilin, Wachs, Gips und englischer Zement, Isoliermittel - Werkzeuge : Zurichtwerkzeuge wie Sägen, Hobel, Feilen, Raspeln, Bildhauereisen, Ziehklingen, Steck- und Greifzirkel, Pantographen und Hilfswerkzeuge - Maschinen : Zurichtmaschinen wie Bandsägen, Hobel-, Kehl- und Fräsmaschinen, Decoupiersägen, Kopier- und Bohrmaschinen.

307

Allgemeine Fachkunde (80 Lektionen)

Richtziel Die bestehenden technischen .und gestalterischen Möglichkeiten erkennen und in der Praxis selbständig anzuwenden.

Informationsziele Vorbereitung: - die Vorbereitung des Werkstoffes und dessen Einfluss auf die Verarbeitung aufzeigen - Vorgang beim Vorbereiten eines Werkstückes erklären - die verschiedenen Schneide- und Fertigungstechniken erläutern.

Stilkunde: - Stile von der Frühzeit bis zur Gegenwart in Grundzügen beschreiben - die Hauptmerkmale der ^verschiedenen Stilepochen anhand von Arbeitsstükken, Fotos oder an Bauwerken unterscheiden und erklären - die hauptsächlichsten Merkmale an Ornamenten, Schriften und Plastiken richtig benennen - einfache heraldische Formen sinngerecht und nach Ursprung unterscheiden und interpretieren.

1426

Anatomielehre : - den Begriff der Anatomielehre, soweit sie im Berufe des Holzbildhauers Anwendung findet, erläutern - einfache Grundbegriffe der Anatomie bei Mensch und Tier unterscheiden und erklären.

Symbole : - Ursprung, Sinn und Verwendung erläutern.

308

Fachrechnen (40 Lektionen)

Richtziel Rechenaufgaben, die sich aus der. praktischen Berufsausübung ergeben, selbständig und sicher lösen.

Informationsziele - einfache Flächen- und Körperberechnungen - Materialien wie Holz, Farben und Lacke nach Kubikmeter, Liter und Kilogramm berechnen - Zeitaufwand berechnen ' - Lohnrechnungen mit Zuschlägen. Zulagen und Versicherungen erstellen - Berechnungen aufgrund von Ausführungsstücken erstellen - Verschnitte und Zuschläge bei Holz berechnen - Schwundrechnungen anstellen und Trocknungszeiten bei Holz berechnen.

309

Deutsch ( 160 Lektionen) i >

310

Geschäftskunde (160 Lektionen)!)

311

Staats- und Wirtschaftskunde (120 Lektionen)1)

312

Rechnen (40 Lektionen)!)

313

Turnen und Sport ( 160 Lektionen) ' >

4

Empfehlung von Freifächern

Dem Lehrling wird empfohlen, ausserhalb des Pflichtunterrichts, im Rahmen der von der Schule gegebenen Möglichkeiten, Freifâcher wie Fremdsprachen, Naturlehre. Aktzeichnen, Geschichte zu belegen. Für die Freifächer sind die Lehrpläne der Schule massgebend.

D Für dieses Fach gilt der Lehrplan des BIGA.

1427

5

Inkrafttreten

Dieser Lehrplan tritt am 1. März 1978 in Kraft.

17. Februar 1978

5919

1428

Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Der Direktor: Bonny

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Bekanntmachungen der Departemente und Abteilungen

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1978

Année Anno Band

1

Volume Volume Heft

23

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

06.06.1978

Date Data Seite

1395-1428

Page Pagina Ref. No

10 047 386

Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv digitalisiert.

Le document a été digitalisé par les. Archives Fédérales Suisses.

Il documento è stato digitalizzato dell'Archivio federale svizzero.