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77.014

Botschaft über militärische Bauten und Landerwerbe Vom 16. Februar 1977

Sehr geehrte Herren Präsidenten, sehr geehrte Damen und Herren, Wir unterbreiten Ihnen den Entwurf eines Bundesbeschlusses über militärische Bauten und Landerwerbe mit dem Antrag auf Zustimmung. Unsere Anträge schliessen an die entsprechenden Botschaften der letzten Jahre an.

Wir versichern Sie, sehr geehrte Herren Präsidenten, sehr geehrte Damen und Herren, unserer vorzüglichen Hochachtung.

Bern, 16. Februar 1977 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident' Furgler Der Bundeskanzler: Huber

1977-75

1300

Übersicht Die Botschaft gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil umfasst Kreditbegehren für militärische Bauten und Einrichtungen, der zweite Teil Kreditbegehren für Landerwerbe und der dritte Teil Zusatzkreditbegehren zu früher beschlossenen Objektkrediten.

Die beantragten Objektkredite stellen sich für: - militärische Bauten und Einrichtungen auf - Landerwerbe auf - Zusatzkredite auf Total

Fr 377300 000 5000000 10560000 392860000

Die Bauprojekte sind unter Berücksichtigung konjunkturpolitischer Gesichtspunkte nach Dringlichkeit und entsprechend den technischen Vorbereitungen ausgewählt. Die Verwirklichung und somit auch die Zahlungen werden sich über eine Zeitspanne von mehreren Jahren erstrecken. Die jährlich anfallenden Zahlungskredite sind in der jetzt geltenden Finanzplanung berücksichtigt. Sollte aufgrund der Beschäftigungslage eine raschere Abwicklung dieses Programms in Erwägung gezogen werden, müssten die jährlichen Zahlungstranchen erhöht werden. Der für 1977 vorgesehene Zahlungskredit reicht aus.

Wo nichts anderes erwähnt ist, stützen sich die Baukosten auf den Zürcher Baukostenindex vom 1. April 1976 mit 157,1 Punkten (1966 = 100 P.). Die Kostenvoranschlägefür die Hochbauten sind nach dem System des Baukostenplanes (BKP) der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung in Zürich gegliedert.

1301

Botschaft

I

Militärische Bauten

II

Bauten für die Rüstungsbetriebe

III

Standschiesspla tz für Flugzeuge im Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen (880 000 Fr.)

Der Standschiessplatz für Flugzeuge auf dem Waffenplatz Emmen musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Heute werden die Standschiessen auf anderen Plätzen durchgeführt, was das Überfliegen der Flugzeuge notwendig macht.

Damit auch in Emmen wieder Standschiessen möglich sind, soll die Flugzeugprüfzelle anlässlich der durchzuführenden Sanierungsarbeiten entsprechend umgebaut und alsdann für Standschubläufe und Standschiessen Verwendung finden.

Die Kosten betragen:

Fr

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes

46 300 701 000 11 800 75 300 4 000 41 600

Objektkredit

880 000

12

Bauten für Waffen- und Schiessplätze

121

Bau eines Waffenplatzes Moudon (91 930 000 Fr.)

121.1

Allgemeines

Die Sanitätstruppen verfügten bis 1965 über den Waffenplatz Basel. Als dieser wegen zunehmender anderweitiger Verwendung des Übungsgeländes aufgegeben werden musste, wurden die Sanitätsschulen 1966 nach Lausanne verlegt. Auch dieser Waffenplatz genügte für die Bedürfnisse dieser kaderreichen Truppengattung nicht vollständig, so dass nach wie vor verschiedene Schulen ausserhalb des eigentlichen Waffenplatzes untergebracht werden mussten. 1973 wurde die Kaserne Losone durch den Wegzug der Grenadierschule nach Isone frei und den Sanitätsschulen als zweiter Waffenplatz zugeteilt.

1302 Unterdessen zeigte sich, dass der Kanton Waadt nicht in der Lage ist, die bis 1980 gültigen Verträge für die Kaserne Lausanne zu erneuern; dies weil die Stadt Lausanne darauf drängte, das Kasernenareal in ihr Städtebaukonzept einzubeziehen. Die Stadt hat deshalb auch schon seit längerer Zeit die Verträge für das Übungsgelände im Raum des Flugfeldes Blécherette nicht mehr erneuert.

Im Bestreben, den Waffenplatz dem Kanton Waadt zu erhalten, wurde eine Untersuchung über mögliche Ersatzstandorte durchgeführt. Aus dieser ging hervor, dass ein Gelände im Broyetal, südwestlich von Moudon, auf dem Gebiet der Gemeinden Moudon und Syens liegend, den gestellten Anforderungen entspricht.

In den Jahren 1973 bis 1975 konnte vom Bund, mit der Unterstützung des Kantons und im Einvernehmen mit der Gemeinde Moudon, von privaten Grundeigentümern ein Terrain von etwa 55 ha und im Vallon de Sottens, nordwestlich von Moudon, auf dem Gebiet der Gemeinden Moudon und Martherenges ein solches von rund 15ha erworben werden. Zusätzliche Landerwerbungen bis zur vertraglich vorgesehenen Fläche von 80 ha können in einer späteren Phase noch getätigt werden.

Der neue Waffenplatz ersetzt denjenigen von Lausanne und deckt zusammen mit dem Waffenplatz Losone die Ausbildungsbedürfnisse der Sanitätsschulen.

Das Anlagekonzept stützt sich auf die Richtlinien des Ausbildungschefs für den Bau von Waffenplätzen vom Juli 1975.

Aufgrund dieses Konzeptes sind die Anlagen des Waffenplatzes in drei Sektoren eingeteilt, nämlich in: - Sektor Ausbildung und Verwaltung, - Sektor Unterkunft und Verpflegung, - Sektor Sport und Freizeit.

Diesen Sektoren schliesst sich in Moudon zusätzlich das Militärspital mit geschütztem Norm-Operationstrakt für die Aufnahme von Militär- und Zivilpatienten in grosser Zahl an.

121.2

Projekt

Im August 1973 erteilte die Direktion der eidgenössischen Bauten an vier Architektengruppen einen Projektierungsauftrag, um Vorschläge für ein Bausystem, das sich unterschiedlichen topographischen Verhältnissen verschiedener Standorte leicht anpassen lässt, zu erhalten. Als Testfall hiefür dienten die beiden geplanten Waffenplätze Chamblon und Moudon. Eine Expertengruppe, bestehend aus Vertretern der Direktion der eidgenössischen Bauten, des Eidgenössischen Militärdepartementes, des Kantons Waadt, der Gemeinden Chamblon und

1303

Moudon, des Heimatschutzes des Kantons Waadt und weiteren Fachleuten, wählte im Januar 1974 einstimmig ein Projekt zur Weiterbearbeitung aus. Dieses gestattet für den Waffenplatz Moudon weitgehend die Verwendung gleicher Häusertypen und Elemente wie für den Waffenplatz Chamblon.

Das Projekt für den Waffenplatz Moudon enthält Räumlichkeiten und Anlagen für: - Waffenplatzkommando, - Sanitätsoffiziersschule, - Sanitätsrekrutenschule zu drei Einheiten, - Sanitätstransportrekrutenschule zu zwei Einheiten.

Die Anlage bietet Platz für total 720 Offiziere, Aspiranten, Unteroffiziere, Rekruten und Hilfspersonen sowie 30 Instruktoren und Klassenlehrer. Sie enthält im Sektor Ausbildung und Verwaltung: - Büros für Waffenplatz- und Schulkommandos, Arbeitsräume/Zimmer für Instruktoren sowie Wachtlokal, - Büros und Magazine für die Waffenplatzverwaltung sowie Wäscherei und Werkstätten, - Feldpost, - Unterrichtsräume, Ausbildungs-. Kampf- und Schiessanlagen sowie Magazine, - Fahrzeugreparaturwerkstätten, Einstell- und Ausbildungshallen, Parkdienstund Parkplätze sowie Tankanlage und Betriebsstoffmagazine.

Sektor Unterkunft und Verpflegung: - Kompaniebüros, Unterkünfte für Kader und Truppe, Retablierungsanlagen, Sanitäranlagen und Sammelplätze, - Truppenküchen mit Nebenräumen und Magazinen sowie Speiseräumen, - Krankenabteilung, - Personenschutzräume.

Sektor Sport und Freizeit: - Mehrzweckhalle, Spielfelder und Konditionsanlagen, - Freizeitzentrum mit Betriebs- und Nebenräumen sowie Unterhaltungsräumen.

1304 Um den Ausbildungsbedürfnissen der Sanitätsoffiziersschulen von Moudon und der Infanterieoffiziersschulen von Chamblon in den Sparten Schwimmen, Rettungsschwimmen und Wasserspringen genügen zu können, war im ursprünglichen Projekt der Bau einer Militärschwimmhalle vorgesehen. Nach der zwischen Bund, Kanton Waadt und Gemeinde Moudon abgeschlossenen Vereinbarung würde diese Schwimmhalle auch für ausserdienstliche Militärsportanlässe und für die zivile Mitbenützung zur Verfügung stehen.

Unter 'Berücksichtigung der Bedürfnisfrage und der oben erwähnten Vereinbarung einerseits und der angespannten Finanzlage des Bundes anderseits, muss aus Spargründen auf den Bau der Militärschwimmhalle im Rahmen des vorliegenden Projektes verzichtet und deren Bau zurückgestellt werden.

Sektor Militärspital: - Norm-Operationstrakt mit chirurgischem Behandlungszentrum, - Aufnahme- und Triageräume.

Von den aufgeführten Räumlichkeiten dienen dazu im Kriegsfall die - Krankenabteilung als medizinisches Behandlungszentrum, - Rekrutenunterkunft als Bettenstation, - Aspirantenunterkunft und das Unterrichtsgebäude als Unterkunft für das Personal.

Die eigentlichen Kasernenanlagen sind auf dem Grundstück im Broyetal vorgesehen, das Gros der Schiess-, Übungs- und Kampfanlagen auf demjenigen im Vallon de Sottens.

Der Waffenplatz wird durch zwei Zufahrtsstrassen erschlossen; einerseits durch die kreuzungsfrei gestaltete Zufahrtsstrasse Süd ab Kantonsstrasse Bern-Lausanne, anderseits durch die Zufahrtsstrasse Nord ab Strasse Moudon-Hermenches.

Die Zufahrtsstrasse Süd dient gleichzeitig als Werkstrasse für den Bau des eigentlichen Kasernenteils. Wir haben daher am 11. Mai 1976 den Kredit hiefür bereits bewilligt, damit nach Vorliegen des Bundesbeschlusses unverzüglich mit den Bauarbeiten der eigentlichen Waffenplatzanlage begonnen werden kann, um dadurch den Waffenplatz der Truppe termingerecht zur Verfügung zu stellen. Die Zufahrtsstrasse Nord ist zugleich als Fahrschulstrasse für die Grundfahrausbildung gestaltet.

Das Kasernenareal wird mit dem Schiess-/Übungsplatz über die Zufahrtsstrasse Nord und bestehende Strassen verbunden, ohne dass Ortschaften durchquert werden.

1305 121.3

Kosten

Die Gesamtkosten betragen:

Fr

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Zentrale Versorgung Unvorhergesehenes Ausstattung Objektkredit

l 523 400 5 840 400 46 245 300 3 829 700 17 724000 2 045 200 4 475 800 5 152 200 5094000 91 930 000

122

Bau eines Truppenlagers in Les Rochat VD (7 940 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1974 über militärische Bauten und Landerwerbe wurde für den Bau einer Piste für Zielpanzer auf dem Schiessplatz Les Rochat ein Objektkredit von 6 880 000 Franken bewilligt. Die Anlage ist erstellt und konnte im Spätsommer 1976 der Truppe zur Benützung übergeben werden.

In der entsprechenden Botschaft vom 6. Februar 1974 haben wir auf die Bedeutung des Schiessplatzes Les Rochat für die Ausbildung an den Panzerabwehrlenkwaffen hingewiesen und erwähnt, dass in einer späteren Phase auch der Ersatz der bestehenden provisorischen Unterkunft durch den Bau eines Truppenlagers notwendig sei.

Heute müssen die kostspieligen Zielfahizeuge über das ganze Jahr im Freien parkiert werden, weil keine Möglichkeit besteht, diese in den Zwischenzeiten in einem in der Nähe gelegenen Armeemotorfahrzeugpark unterzubringen. Zudem wäre unter winterlichen Verhältnissen ein Antransport der Zielfahrzeuge, in Anbetracht der ohnehin nicht für Panzerverkehr geeigneten Strassen, nicht möglich.

Es ist deshalb vorgesehen, dem Truppenlager die notwendigen Einstellräume und Einrichtungen für die Wartung der Zielfahrzeuge anzugliedern. Die Wartung erfolgt durch Personal des Armeemotorfahrzeugparks in Grolley, welches die Zielfahrzeuge auch fährt und bedient.

Die Panzerabwehrlenkwaffen werden ab Boden und ab Haflingerfahrzeugen geschossen. Da sie sehr teuer sind, muss jeder Lenkwaffenschütze vor dem praktischen Schiessen jeweils ein Training am Simulator absolvieren. Aus diesem Grunde wird im Truppenlager auch ein besonderer Raum mit den entsprechenden Einrichtungen für die Ausbildung am Simulator geschaffen.

Das Programm für das Truppenlager mit Nebenanlagen umfasst: - Unterkunfts- und Verpflegungsräumlichkeiten für 150 Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten.

Bundesblatt 129 Jahrg Bd.I

1306 - Simulatorentrainingsraum, - Magazine für Material, Munition und Betriebsstoffe, - Räume für Instruktoren und Lagerwart, - Werkstatt- und Einstellhalle für Zielfahrzeuge, - Abspritz-, Parkdienst- und Parkplätze, - Wasserversorgung, - Kläranlage. ' Das Truppenlager wird für den Motorfahrzeugverkehr durch die Strasse ab Provence erschlossen. Im Lager selbst ist eine Trennung zwischen Fussgängerund Fahrzeugverkehr vorgesehen.

Die Bauweise trägt dem typischen Landschaftsbild des Juras und den klimatischen Verhältnissen in 1200m ü. M. Rechnung. Das Truppenlager wird im Ausbau und in der Ausrüstung bewusst einfach gehalten.

Die Schlafräume werden mit doppelstöckigen Pritschen ausgerüstet. Küche, Ausgabestelle und Essraum werden für Selbstbedienung gebaut. Das Lager soll ausserhalb der müitärischen Belegung auch als Ferienlager zivilen Benutzern vermietet werden.

Die Kosten betragen:

Fr

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

797 700 409 750 4439 150 627 800 696 600 209 000 364 300 395 700

Objektkredit

7 940 000

123

Bau von Ausbildungsanlagen für die Mechanisierten und Leichten Truppen auf dem Waffenplatz Thun, 3. Etappe (22 600 000 Fr.)

In der Botschaft vom 10. Februar 1971 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze wurde die Notwendigkeit des Ausbaues des Waffenplatzes Thun für die Mechanisierten und Leichten Truppen begründet und darauf hingewiesen, dass dieser Ausbau in Etappen erfolgen werde. Die Anlagen der mit Bundesbeschluss vom 20. September 1971 bewilligten ersten Etappe, umfassend fünf Aus-

1307 bildungshallen, ein Theorie- und Lehrgebäude und eine Reparaturwerkstatt, sind seit Mitte 1975 in Betrieb. Die zweite Ausbauetappe, umfassend vier weitere Ausbildungshallen sowie die Erweiterung des Theorie- und Lehrgebäudes, haben Sie mit Bundesbeschluss vom S.Oktober 1974 bewilligt. Der dadurch ermöglichte, verzugslose Weiterausbau bewirkte einerseits erhebliche Kosteneinsparungen für Bauinstallationen und anderseits eine Verbesserung der Ausbildungsverhältnisse für die Panzertruppenschulen. Die Anlagen der zweiten Ausbauetappe konnten im Verlaufe des Jahres 1976 schrittweise in Betrieb genommen werden.

Mit der Beschaffung weiterer Panzer 68 zur Ablösung der Leichtpanzer AMX-13 in den Aufklärungsbataillonen der Mechanisierten und Felddivisionen nimmt die Zahl der Ausbildungseinheiten und damit ebenfalls diejenige der auszubildenden Kader und Mannschaften auf dem Waffenplatz Thun zu. Dazu kommt die Ausbildung der Kader und Mannschaften der auf den I.Januar 1977 in die Panzerregimenter eingegliederten Brückenpanzer 68. Diese zunehmende Belastung der Ausbildungseinrichtungen auf dem Waffenplatz Thun erfordert die möglichst rasche Fertigstellung des geplanten Endausbaues für die Mechanisierten und Leichten Truppen. Im weiteren bedingen die Rücksichtnahme auf die heutigen Umweltverhältnisse bei den Waffen- und Schiessplätzen unseres Landes und die Notwendigkeit der kriegsnahen Ausbildung der Panzertruppen den Einsatz von Panzerfahrsimulatoren. Für die Grundausbildung der Panzerfahrer ist daher die Beschaffung von Panzerfahrsimulatoren eingeleitet. Diese setzen ihrerseits eine entsprechende bauliche Infrastruktur voraus.

Die jetzt beantragte, dritte Ausbauetappe umfasst daher den Bau von weiteren drei Ausbildungshallen, eines Lehrgebäudes, einer Reparaturwerkstatt und eines Gebäudes für Panzerfahrsimulatoren. Die Bauten werden konstruktiv den beiden ersten Etappen angepasst.

Die bisher erstellten Anlagen und insbesondere diese dritte Etappe führen zu einer wesentlichen Herabsetzung der durch Raupenfahrzeuge bedingten Emmissionen auf die unmittelbare Umgebung des Waffenplatzes Thun.

Fr

Die Kosten betragen: Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Zentrale Versorgung Unvorhergesehenes Ausstattung Objektkredit

"

43 420 338 820 16276 500 l 150 750 l 668 720 106 100 l 550 305 l 162 700 302 685 22 600 000

1308 124

Einbau von Filtriereinrichtungen in der Wasserversorgung des Waffenplatzes Wangen an der Aare

(610000 Fr.)

Im Jahre 1972 wurde die bundeseigene Wasserversorgung für den Waffenplatz Wangen an der Aare in Betrieb genommen. Aus verschiedenen Gründen, zur Hauptsache durch den seitherigen Aufstau der Aare im Zusammenhang mit dem Kraftwerkbau Neu-Bannwil bedingt, hat sich die Wasserqualität zunehmend verschlechtert. Zur Gewährleistung einer einwandfreien Trinkwasserqualität im Interesse der Gesundheit der auf dem Waffenplatz Wangen an der Aare untergebrachten Wehrmänner und des dort beschäftigten Personals drängen sich Sanierungsmassnahmen auf.

Es handelt sich um den Einbau von drei Kompaktschnellfiltern und entsprechenden Nebeneinrichtungen zur einwandfreien Trinkwasserversorgung. Ferner soll ein Ringschluss von 200 m Länge erstellt werden, um die Trink- und Löschwassermenge zu sichern.

Aufgrund des dringenden Bedürfnisses zur Sanierung der Trinkwasserqualität auf dem Waffenplatz Wangen an der Aare haben wir mit Beschluss vom 8. September 1976 das Eidgenössische Departement des Innern ermächtigt, die dringend notwendigen Verpflichtungen bis zum Betrage von 610000 Franken sofort einzugehen und mit den Arbeiten zur Sanierung des Trinkwassers zu beginnen.

125

Sanierungen in der Kasernenanlage Brugg

(2 080 000 Fr.)

Die Schaffung des Geniewaffenplatzes Brugg geht ins Jahr 1896 zurück. Im Frühjahr 1898 konnte die Kaserne I in Betrieb genommen werden. Eine erste grosse Erweiterung erfuhr der Waffenplatz im Jahre 1937 mit dem Bau der Kaserne II durch die Stadt Brugg. Diese Kaserne wurde dann im Jahre 1952 durch die Schweizerische Eidgenossenschaft erworben. Damit stehen heute alle Bauten und Anlagen auf dem Waffenplatz Brugg im Eigentum des Bundes.

Gerechtfertigt durch die ausserordentlich gute Lage dieses Waffenplatzes für die Genietruppen und entsprechend den dauernd gesteigerten Bedürfnissen der Ausbildung führte dies im Laufe der Jahre zu baulichen Anpassungen und Erweiterungen. Obwohl an den Bauten der Kasernenanlage laufend auch Unterhaltsarbeiten ausgeführt worden sind, bedürfen verschiedene Bauten heute einer umfassenden Sanierung.

Das Programm umfasst: - Sanierung der Heizungen in den Kasernen I und II, im Verwaltungsgebäude und im Dufourhaus durch Einbau automatischer Steuerungen, Abstimmung

1309 der Pumpen, Anpassung der Heizgruppen, neue elektrische Anschlüsse und Einbau neuer Heizverteiler: - Sanierung der Wasch- und WC-Anlagen in den Kasernen I und II und verschiedenen anderen Gebäuden. Ersatz der sanitären Einrichtungen und Installation des Warmwassers; - Sanierung der Tröckneanlage und der Wäscherei im Gebäude Wickihalde; - Bau einer Selbstbedienungsbuffetanlage in der Mannschaftskaserne I; - Bau einer neuen Retablierungsanlage bei der Kaserne II.

Die Kosten betragen: Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Unvorhergesehenes Ausstattung

Fr '.

Objektkredit

126

Ausbau und Sanierung Waffenplatz/Flugplatz Dübendorf (31 880 000 Fr.)

126.1

Allgemeines

10 680 l 579 600 256 650 39 920 141 650 51 500 2 080 000

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde Dübendorf Waffenplatz der Militäraviatik und blieb Hauptstützpunkt der schweizerischen Flugwaffe bis 1939. In der Zwischenkriegszeit entwickelte sich Dübendorf zugleich zum Zivilflugplatz erster Klasse. Zwischen 1916 und 1926 entstanden entlang der westlichen und südlichen Flugplatzgrenze die militärischen Flugplatzbauten, wie sieben Flugzeughallen, Montage- und Werkstattgebäude, Motorfahrzeughalle, eine Kaserne sowie Unterrichts- und Verwaltungsgebäude. An der nördlichen Peripherie wurden in den frühen dreissiger Jahren für die Bedürfnisse der zivilen Fliegerei ein Flughafengebäude, ein Hangar für Sportflugzeuge sowie eine Werft für die Swissair gebaut.

Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges waren im militärischen Bereich die Platzverhältnisse so prekär geworden, dass eine Offiziers- und eine Aspirantenkaserne sowie eine Fahrzeughalle für die Truppe ausserhalb des Flugplatzgeländes verlegt werden mussten.

Zahlreiche Provisorien, speziell im Bereich des Waffenplatzes, zeugen vom raschen Ausbau dieser Waffengattung während der Kriegsjahre. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhielten wiederum die Verkehrs- und die Sportfliegerei in Dübendorf vorübergehend Gastrecht, welches 1949 mit der Inbetriebnahme

Bimdesblatt 129 Jahrg Bd !

1310 des Flughafens Kloten und mithin der endgültigen Trennung von Zivil- und Militärfliegerei hinfällig wurde.

In den Nachkriegsjahren mussten die baulichen Massnahmen sowohl im Bereich des Waffen- wie des Flugplatzes Dübendorf immer wieder zurückgestellt werden; dies weil die Konsolidierung und Verbesserung der im Krieg über die ganze Schweiz dezentralisierten baulichen Infrastruktur der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen die vorhandenen Mittel voll beanspruchte. So war es bei der Einführung von neuem Material nicht möglich, die Werkstätten entsprechend zu erweitern und organisch anzupassen, was allmählich zu einer betrieblich unrationellen Aufsplitterung über das ganze Flugplatzareal führte. Zu Beginn der sechziger Jahre wurden Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für eine Kasernen- und Ausbildungsanlage auf dem Wangenerberg weiter vorangetrieben, aber aus Kostengründen in der Folge wieder aufgegeben.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, da die seit langem anstehenden und ausgewiesenen Bedürfnisse zur Gewährleistung einer - auch umweltschutzmässig und betriebshygienisch - genügenden baulichen Infrastruktur des Waffen- und Flugplatzes Dübendorf nicht mehr länger hinausgeschoben werden sollten.

Der Waffenplatz/Flugplatz Dübendorf weist heute vorwiegend folgende Benutzer auf: - Unteroffiziers- und Rekrutenschule der Flieger-, Nachrichten- und Übermittlungstruppen sowie des Fliegerbeobachtungs- und Meldedienstes, - Offiziersschulen der Flieger- und Flabtruppen, - Teile des Kommandos der Flieger- und Flabtruppen, - Abteilung für Flugwesen und Fliegerabwehr mit dem Fliegerärztlichen Institut, dem Überwachungsgeschwader u. a. m., - Abteilung der Militärflugplätze, Zentralverwaltung, Betriebsgruppe Dübendorf.

126.2

Konzeption

Im Bereich des Waffenplatzes sind in erster Linie die den heutigen Anforderungen in keiner Weise mehr genügenden Unterkünfte für die Unteroffiziers- und Rekrutenschulen zu sanieren. Dies geschieht durch den Neubau einer Kaserne im Ausbildungsareal an der Dietlikonstrasse, eine zweckentsprechende Anpassung der dort bestehenden ehemaligen Aspirantenkaserne und der vorhandenen Ausbildungsgebäude.

Für die körperliche Ertüchtigung wird auf dem Areal Dürrbach ein Sportplatz errichtet.

1311

Im weiteren sind die heute als Folge der schrittweisen Entwicklung des Militärflugplatzes stark dezentralisierten Werkstätten für die Sicherstellung des Flugbetriebes der Offiziersschulen der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, des Überwachungsgeschwaders und der Trainingskurse sowie die technische Betreuung eines wesentlichen Teiles der elektronischen Infrastruktur der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen auf wenige, zentral gelegene Gebäude zu konzentrieren. Dieses Ziel wird durch Umbauten und Anpassungen an bestehenden Gebäuden erreicht.

Die Zusammenfassung der zahlreichen Kleinwerkstätten in grössere Meisterbereiche wird einen besseren Personaleinsatz und einen rationelleren Betriebsablauf zur Folge haben.

Schliesslich werden einzelne Hallen der geplanten, teilweise schon vollzogenen Neuverteilung der Kampfflugzeuge und Helikopter angepasst. Gleichzeitig wird ihr Brandschutz verbessert.

126.3

Bauprogramm

Das Bauprogramm für den Waffenplatz umfasst: - Anpassung der Erschliessung und der Ver- und Entsorgung an die neuen Verhältnisse, - Erneuerung und Anpassung der Aspirantenkaserne, - Neubau eines Unterkunfts- und Verpflegungsgebäudes für drei Kompanien einschliesslich Küchen- und Materialmagazine.

Das Bauprogramm für den Flugplatz umfasst: - Anpassung von Strassen und Plätzen sowie Abbruch zweier baufälliger Gebäude, -- Neu- bzw. Ausbau zweier Heizzentralen und Teilausbau des Fernheizungsnetzes,

1312 - Anpassung der Ver- und Entsorgung, - Bauliche Massnahmen in Zusammenhang mit der Konzentration und Reorganisation der Werkstätten, - Verbesserung der Wärmedämmung und Sanierung von sieben Flugzeughallen.

126.4

Kosten Waffenplatz Fr

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Zentrale Ver-/Entsorgung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

.. .

..

.

Flugplatz Fr

281 000 756 700 8 840 950 629 600 2 652 700 2 308 300 117500 865 450 687 800

17140000 Objektkredit

127

614300 9 783 200 643 500 491 900 1 756 500 153000 1219400 78200 14740000

31 880 000

Bau eines Trnppenlagers in Ehn GL (4 350 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 11. März 1964 über militärische Bauten und Waffenplätze wurde für den Erwerb des Schiess- und Übungsplatzes Wichlen und den Bau einer Zufahrtsstrasse Elm-Wichlen, einschliesslich Umfahrungsstrasse von Elm, ein Objektkredit von 42 630 000 Franken bewilligt. In der entsprechenden Botschaft vom 13. September 1963 wurde bereits darauf hingewiesen, dass zu einem späteren Zeitpunkt für die auf dem Schiess- und Übungsplatz Wichlen einzusetzenden Truppen der Bau eines Truppenlagers für 700 Mann notwendig sei; dies weil die Gemeinden im Sernftal über keine entsprechenden Unterkunftsmöglichkeiten verfügen.

Infolge der Abklärung der gegenseitigen Beeinflussung von militärischer und ziviler Nutzung des Gebietes ist die Verwirklichung des Projektes verzögert worden.

Mit Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1967 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze wurde dem Bau einer Alphütte auf der Wichlenalp zur Unterbringung von zwei Einheiten (550 Mann) zugestimmt.

1313 Nach Verwirklichung dieser ersten Etappe sind nun die Unterkunftsmöglichkeiten durch den Bau eines Truppenlagers m Elm für 150 Mann so zu erweitern, dass die den Schiessplatz Wichlen in Bataillonsstärke belegenden Truppen entsprechend untergebracht werden können.

Auf der Grundlage einer die zivilen und militärischen Aktivitäten regelnden Vereinbarung mit der Gemeinde Elm hat sich der Bund, unter Vorbehalt der Zustimmung der eidgenössischen Räte u. a. verpflichtet, bis im Jahr 1979 auf Gemeindegebiet ein Truppenlager zu bauen.

Der vorgesehene Standort für das Truppenlager befindet sich unterhalb des Dorfes Elm. Die Zufahrt erfolgt ab Strasse Matt-Elm. Das Bauprogramm umfasst: - Kommando-, Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten, einschliesslich Personenschutzräume für 150 Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten, - Magazine für Material, Munition und Betriebsstoffe, - Räume für den Lagerwart, - Parkplätze, - Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen.

Die Bauweise trägt dem Landschaftsbild und der Höhenlage von 950m ü. M.

Rechnung. Die Bauten sind solid, erfordern wenig Pflege und genügen einer starken Beanspruchung.

Die Schlafräume werden mit doppelstöckigen Pritschen ausgerüstet. Küche, Ausgabestelle und Essraum sind für die Selbstbedienung gebaut. Gemäss der vorerwähnten Vereinbarung mit der Gemeinde Elm wird das Lager ausserhalb der militärischen Belegung auch als Ferienlager an zivile Benutzer vermietet.

Die Kosten betragen:

Fr

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

47 000 82 000 2 548 000 130 000 700 000 330 000 228 000 285 000

Objektkredit

4 350 000

1314

13

Bauten für die Flieger- und Fliegerabwehrtruppen

131

Bau von Flugzeug-Unterständen

(10 700 000 Fr.)

Als Folge der Ausserbetriebsetzung überalterter Kampfflugzeuge werden die entsprechenden Stützpunkte mit moderneren Kampfflugzeugen belegt. Wegen ihrer grösseren Abmessungen lassen sich nicht mehr alle Kampfflugzeuge in den vorhandenen Unterständen geschützt unterbringen. Um die erforderliche Schutzunterkunft zu schaffen, ist daher die Erstellung von je einem Flugzeug-Unterstand mit den zugehörigen Rollstrassen und Vorplätzen auf zwei Kriegsflugplätzen notwendig.

Bei diesen, den neuesten taktischen und betrieblichen Erkenntnissen entsprechenden Schutzbauten handelt es sich um Flugzeugunterstände, wie sie bereits in den vergangenen Jahren auf unseren Kriegsstützpunkten erstellt wurden.

Die Kosten betragen:

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen .

Umgebung Zentrale Versorgung Unvorhergesehenes Ausstattung

.

...

Anlage I Fr

Anlage II Fr

15000 135000 3921000 515000 369 000 178 000 225 000 92 000

10000 129 000 3 876 000 515000 283 000 125 000 220 000 92000

5 450 000

5 250 000

Objektkredit

132

10 700 000

Einsatz-Kommandoposten auf zwei Militärflugplätzen

(3 000 000 Fr.)

Zur Gewährleistung der reibungslosen, zeitgerechten Zusammenarbeit zwischen Boden- und Staffelorganisation auf einem Militärflugplatz und der übergeordneten Einsatz-Zentrale sind für den Kriegsfall geschützte Flugplatz-Einsatz-Kommandoposten notwendig. Die entsprechenden Schutzbauten enthalten die erforderlichen Arbeits-, Betriebs- und Unterkunftsräume und sind für einen unabhängigen Betrieb ausgelegt.

Damit sämtliche für den taktischen Einsatz von Kampfflugzeugen vorgesehenen Militärflugplätze über einen kriegsgenügenden Einsatz-Kommandoposten verfü-

1315 gen, sind noch auf zwei Flugplätzen entsprechende Schutzbauten mit den zugehörigen Einrichtungen zu erstellen.

Die Kosten betragen: Anlage I Fr

Fr

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Unvorhergesehenes Ausstattung

:

so ooo 51000 1 09^ 000 32000 106000 62 000 54000

15000 51000 1 167000 82000 116000 65000 54000

l 450 000

l 550 000

Objektkredit

133

Anlage II Fr

3 000 000

Erweiterung Betriebsgebäude auf einem Kriegsflugplatz

(l 150 000 Fr.)

Durch die Erstellung eines Aufbaues auf dem bestehenden Gebäude wird erreicht, dass die Arbeitsräume aller Werkstatt-Gruppenchefs, der wichtigsten Sachbearbeiter sowie der Betriebsleitung im gleichen Gebäude untergebracht werden können.

Die Leitung des Betriebes und die innerbetrieblichen, technisch-administrativen Abläufe sind heute durch die übermässige Dezentralisation der Büroräume ausserordentlich erschwert und mit hohen Verlustzeiten belastet.

Es fehlt ferner in unmittelbarer Nähe ein zentraler Raum für Betriebsbesprechungen.

Zwecks Rationalisierung, mit der Folge einer besseren Führung des Betriebes, drängt sich eine Zentralisierung der erwähnten Arbeitsräume auf.

Die Kosten betragen: Vorbereitungsarbeiten Gebäude Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung Objektkredit

Fr 55 150 926 550 3 000 50 300 115 000 l 150 000

1316

14

Geländeverstärkungen (93 500 000 Fr.)

Wie in früheren Botschaften über militärische Bauten und Landerwerbe verschiedentlich hervorgehoben wurde, kommt einer Verstärkung unserer wichtigen Abwehrräume durch Massnahmen, die den Erfordernissen der modernen Kriegstechnik Rechnung tragen, eine besondere Bedeutung zu. Die geplanten Geländeverstärkungen umfassen insbesondere Bauten zum Schutz der Kommandostäbe und der Truppe vor der Wirkung von konventionellen und Massenvernichtungswaffen sowie neue Waffenstellungen zur Erhöhung der Widerstandskraft der Verteidigungsstützpunkte. Ferner müssen bestehende permanente Sprengobjekte umgebaut werden, damit deren Bereitschaft mit einem geringeren Aufwand an Zeit und Personal gewährleistet werden kann.

Für diese Geländeverstärkungen, welche etappenweise und nach einer der operativen und taktischen Bedeutung der Abschnitte Rechnung tragenden Dringlichkeitsordnung ausgeführt werden, ist ein weiterer Objektkredit von 93 500 000 Franken notwendig.

15

Führungsbauten (9 700 000 Fr.)

Um im Kriegsfall der obersten Führung von Armee und der Landesregierung permanente Übermittlungseinrichtungen zur Verfügung halten zu können, welche den zeitbedingten Anforderungen zu genügen vermögen, sind entsprechende Massnahmen zu treffen. Diese sind dem Bedarf und der Technik laufend anzupassen.

So müssen beim Bau einer PTT-Zentrale, zum Teil in zwangsweiser Ablösung alter Armee-Einrichtungen, militärisch bedingte Übermittlungsanforderungen mitberücksichtigt werden.

Ferner sind beim Bau von PTT-Übertragungseinrichtungen - bedingt durch den Bedarf und in Anpassung an die technologische Entwicklung - entsprechende Vorkehrungen zu treffen, welche einen Betrieb derartiger Anlagen im Ernstfall gestatten.

Auf dem Gebiet der Funkverbindung gilt es, für besondere Zwecke - zu einer bereits in Ausführung begriffenen Sendeanlage - noch eine Empfangs- und Betriebsanlage zu bauen.

1317 16

Bauten für die Einlagerung und Reparatur von Kriegsmaterial

161

Neubau eidgenossisches Munitionsdepot

(17 380 000 Fr )

161 l

Allgemeines

Im Rahmen des ausgearbeiteten Gesamtsanierungsplanes der Militarbetnebe in Thun, der m mehreren Etappen realisiert werden soll, ist die Verlegung des eidgenossischen Munitionsdepots m den Raum Uttigen vorgesehen Das Munitionsdepot, dessen Gründung auf das Jahr 1875 zurückreicht ist am jetzigen Standort nicht mehr tragbar Die Grunde für den Entschluss zur Betriebsverlegung sind sowohl betrieblicher wie auch sicherheitsmassiger Art Die wichtigsten Grunde lassen sich wie folgt zusammenfassen Das \erfugbare Areal und der vorhandene Platz sind zu knapp, die Anordnung der Gebäude und Betnebsteile erlaubt deshalb keinen flussigen Arbeitsablauf, die Altbauten sind für einen mechanisierten Mumuonsumschlag schlecht geeignet und das Fehlen eines direkten Industriegleisanschlusses bewirkt unrationelle Zwischentransporte und Umladearbeiten Hinzu kommt noch, dass die Betriebsnahe zur Munitionsfabrik und die damit verbundene Massierung von Munition auf relativ engem Raum das Sicherheitsrisiko über das verantwortbare Mass erhöht Eine Sanierung am heutigen Standort ergäbe keine befriedigende Losung Hingegen ist das Areal des Munitionsdepots Thun geeignet, Raumbedurfnisse der Munitionsfabrik zu dekken und die Entflechtung der Militarbetnebe auf dem Platze Thun fortzusetzen Der neue Standort für das Mumtionsdepot hegt abseits von bewohnten Gebäuden m einer Sicherheitszone Auf den Schutz des Grund\\ asservorkommens und des Landschaftsbildes wurde bei der Planung des Neubaues besondere Rucksicht genommen Für die zwischenbetrieblichen Beziehungen zur Munitionsfabrik Thun bietet der neue Standort gunstige Voraussetzungen durch eine bereits bestehende Rollbahnverbindung Sie bedeutet zudem eine willkommene Entlastung des öffentlichen Strassennetzes zwischen Thun und Uttigen Die im neuen Areal bereits bestehenden Munitionsmagazine können vorteilhaft m die Gesamtanlage integriert werden 1612

Konzept

Das Uberbauungskonzept sieht aus Sicherheitsgründen eine Trennung m zwei Zonen vor Eine Betriebszone m der sich der eigentliche Muniuonsnach- und ruckschub abwickelt und eine Magazinzone m der die Munitionsvorrate gelagert werden 161 3

Raumpi ogi amm

Das Raumprogramm umfasst - eine polyvalente Halle für den Mumtionsnach- und -ruckschub - ein kombiniertes Gebäude für Verwaltung und Hüfsbetriebe,

Bimdesblatt 129 Jahrg Bd I

1318 - ein Dienstwohnungsgebäude, - zehn Munitionsmagazine, wovon drei für die Bedürfnisse der Munitionsfabrik, - die verkehrsmässige Erschliessung der Betriebszone durch Strasse, Normalspur-Industriegleis und Rollbahn sowie der Magazinzone durch Strasse und Rollbahn, - Gewässerschutzmassnahmen und Sicherheitseinrichtungen gegen Feuer und Einbruch, - Wiederaufforstungen.

161.4

Kosten

Fr

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

350 550 9 523 188 702 155 5 265 200 272 000 807 657 459 250

Objektkredit 162

17 380 000

Erweiterung von zwei Armeemotorfahrzeugparks

(21 520 000 Fr.)

162.1

Allgemeines

Mit Bundesbeschluss vom 23. September 1975 über militärische Bauten und Landerwerbe wurde für den Bau einer zusätzlichen Halle im Armeemotorfahrzeugpark (AMP) Othmarsingen ein Kredit von 11 810000 Franken bewilligt. In der betreffenden Botschaft vom 19. Februar 1975 wurde bereits daraufhingewiesen, dass weitere Einstellhallen in bestehenden AMP geplant und deren Verwirklichung in Etappen vorgesehen sei. Sie dienen der Aufnahme von Rad- und Raupenfahrzeugen auf der Grundlage der Rüstungsprogramme der letzten Jahre.

Gleichzeitig sind die Prüfstände für die gesetzlichen Motorfahrzeug-Nachprüfungen und andere Teile der Infrastruktur auf die erwähnten Bedürfnisse abzustimmen.

Mit dieser Botschaft wird die Erweiterung und Anpassung der AMP Burgdorf und Hinwil beantragt.

262.2

Armeemotorfahrzeugpark

Burgdorf

Das Erweiterungsprogramm umfasst eine Einstellhalle mit Fahrzeugabstellflächen auf drei Ebenen. Das Untergeschoss dient der Aufnahme von Raupenfahr-

1319 zeugen, das allseitig offene Erdgeschoss sowie das befahrbare Hallendach sind für Radfahrzeuge bestimmt. Nebst den entsprechenden Hallenvorplätzen ist der Parkplatz für Zivil-Fahrzeuge des Betriebspersonals und der einrückenden Wehrmänner wieder herzustellen. Mit der neuen Halle können mehrere auswärtige Mietobjekte aufgegeben und der Betriebsablauf vereinfacht werden.

262.3

Armeemotorfahrzeugpark Hinwil

Dieser AMP wurde im Jahre 1956 in Betrieb genommen und bedarf heute dringend einer Erweiterung sowie einer umfassenden Sanierung der Infrastrukturen, vorab im Versorgungs- und Entsorgungsbereich.

Ausser der vordringlichen Sanierung der Betriebsstoff-Tankanlage aus Gewässerschutzgründen wurden alle sich aufdrängenden übrigen Arbeiten im Hinblick auf das vorliegende Gesamtprojekt zurückgestellt. Es umfasst die Vergrösserung einer Panzerhalle mit Vorplatz, den Neubau eines Fahrzeug- und Aggregateprüfzentrums, den Neubau eines Truppengebäudes mit Verpflegungsstätte und eine Notunterkunft im Luftschutzraum, die Sanierung der Gewässerschutzbauten, der Heizung, der Telefonzentrale und der Hallentore sowie bauliche Anpassungen der Funkerwerkstatt, des Betriebsstoffmagazins und des Portierhauses.

Der finanzielle Aufwand für eigentliche Neubauten beläuft sich auf rund dreiviertel der Gesamtinvestition, der Rest entfällt auf Anpassungs- und Sanierungsarbeiten. Nach der Realisierung dieses Bauvorhabens kann ein auswärtiges Depot aufgehoben und der Betrieb rationeller gestaltet werden.

162.4

Kosten A.MP Buredorf Fr

Grundstück ..

. .

Vorbereitungsarbeiten ....

Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Zentrale Ver- und Entsorgung Unvorhergesehenes . . .

....

Ausstattung

?20 000 5031 000 72000 900 000 57000 350 000 40 000 6 670 000

Objektkredit

AMP Himul Fr

15000 501 900 7 801 700 493 000 3 791 000 ~>11 600

1 020 000 715800 '84000

14 850 000 21 520 000

1320

163

Bau von zwei unterirdischen Munitionsanlagen im Mittelland

(l l 910 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 29. September 1976 über militärische Bauten und Landerwerbe wurde für den Bau einer ersten unterirdischen Munitionsanlage in der Ostschweiz ein Kredit von 11 160000 Franken bewilligt. In der betreffenden Botschaft vom 11. Februar 1976 wurde bereits darauf hingewiesen, dass weitere unterirdische Munitionsanlagen im Mittelland geplant und deren Verwirklichung in Etappen vorgesehen sei.

Mit dieser Botschaft werden zwei weitere Unterflur-Munitionsanlagen im Mittelland beantragt. Sie dienen der Aufnahme von Kriegsmunition auf der Grundlage der letzten Rüstungsprogramme und bilden Bestandteil der Kriegsinfrastruktur im Rahmen der Versorgungskonzeption 77.

Die Kosten betragen:

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Umgebung Baunebenkosten .

Unvorhergesehenes Ausstattung

....

Anlage I Fr

Anlage II Fr

515000 32 000 3 944 000 595 000 33 000 481 000 480 000

333 000 37000 4 170 000 293 000 39000 478 000 480 000

6 080 000

5 830 000

Objektkredit

164

11 910 000

Oberirdische Munitions- und Sprengmittehnagazine

(l 430 000 Fr.)

Auf der Grundlage der letzten Revisionen zur Truppenordnung 61 ist für die Unterbringung der Munitions-Grundausrüstung neu aufgestellter bzw. umbewaffneter Formationen der Bau weiterer oberirdischer Munitionsmagazine vorgesehen. Ferner werden für die Lagerung von Sprengmitteln für neue permanente Sprengobjekte weitere Sprengmittelmagazine benötigt. Die Erstellung ist in Etappen geplant. Für die Munition und für die Sprengmittel kommt der gleiche Bautyp zur Ausführung. Der Einbruchsicherheit wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Mit der vorliegenden Botschaft wird ein Kredit für vorerst fünf Magazine beantragt.

1321 Die Kosten wurden für jedes Magazin einzeln berechnet und betragen insgesamt: Fr

Magazin l 2 3 4 5 Objektkredit 165

50 000 390 000 380 000 390 000 220 000 l 430 000

Depots ftir Druckgasflaschen (l 200 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1974 über militärische Bauten und Landerwerbe wurde für den Bau einer ersten Serie von 11 Druckgasflaschendepots ein Kredit von l 590 000 Franken bewüligt.

Mit der vorliegenden Botschaft wird die Fortsetzung dieser Bauvorhaben und die Verwirklichung einer weiteren Serie von 11 Druckgasflaschendepots beantragt.

Das Bedürfnis für den Bau von besonderen Bauten für die Unterbringung von Hochdruckflaschen hat sich vor allem durch die starke Vermehrung der Bestände an komprimierten Gasen für die Bedürfnisse der Armee (Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Azetylen, Argon, Butan) sowie aus feuerpolizeilichen und Sicherheitsgründen ergeben.

Bei diesen Depots handelt es sich um freistehende, gut durchlüftete Normbauten in gemischter Leichtbauweise. Um eine möglichst gute Anpassung an den jeweiligen Standort sowie die vorgesehene Einlagerungsmenge zu garantieren, wurden Typen mit Grundflächen von 100 oder 200 m2, ein- oder zweigeschossig, mit oder ohne Rampe, entwickelt.

Die Kosten wurden für jedes Magazin einzeln berechnet und betragen insgesamt: Fr

Depot l 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Objektkredit

94 000 85 000 94000 105000 82000 143 000 114000 135000 108000 121 000 119000 l 200000

1322

17

Bauten für den Umweltschutz

171

Gewässerschutzsanierung der Betriebstankanlagen in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis

(8 640 000 Fr.)

Der Betrieb der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis (P + F) erfordert die Lagerung wassergefährdender Flüssigkeiten.

Die bestehenden Anlagen zur Lagerung solcher Flüssigkeiten sind grösstenteils in den Jahren 1916-1919 zusammen mit der P + F erstellt worden. Sie sind, wie das über 50 Jahre alte Leitungsnetz, unkontrollierbar im Erdreich verlegt und genügen den heutigen Anforderungen zum Schütze der Gewässer nicht mehr. Ein Teil der Lagertanks musste aus Sicherheitsgründen bereits stillgelegt werden.

Das Projekt erfüllt die nachstehend aufgeführten Bedingungen: - Reduktion der Bahnumschlagstellen und Verringerung der Lagermengen auf das betrieblich bedingte Minimum, - Aufstellung der Tanks in wasserdichten Auffangwannen, - Oberirdische (soweit möglich) Verlegung der Rohrleitungen, - Gute Zugänglichkeit und Kontrollierbarkeit der Anlagen.

Die Standortwahl erfolgte unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen und der Wirtschaftlichkeit.

Alle bestehenden Tanks, Rohrleitungen und die zugehörigen Bauteile, welche durch neue Anlagen ersetzt werden, müssen abgebrochen werden. Während des Baues der neuen Anlagen sind für die Aufrechterhaltung des Betriebes Provisorien erforderlich.

Die Kosten betragen:

Fr

Vorbereitungsarbeiten Gebäude und Anlagen Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes

269 000 948 500 6 243 500 124 500 273 000 781 500

Objektkredit

8 640 000

1323 172

Wiederinstandstellung und Sanierung einer Betriebsstoff-Tankanlage in der Zentralschweiz

(8 800 000 Fr.)

Am 11. Juli 1973 ereignete sich während des Betriebsstoff-Umschlages in einer Tankanlage in der Zentralschweiz eine Explosion, die grosse Teile der Einrichtungen und der Anlage zerstörte. Gleichzeitig mit der Wiederinstandstellung der zerstörten Anlageteile müssen die Betriebsstoff-Tankanlage und die BetriebsstoffUmschlagsteilen den vom Eidgenössischen Departement des Innern erlassenen Technischen Tankvorschriften angepasst und die Sicherheit der Anlagen verbessert werden.

Das Projekt trägt dem Schütze der Gewässer vor Verunreinigung durch flüssige Brenn- und Treibstoffe Rechnung, sieht entsprechende Massnahmen zum Schütze der Einrichtungen und des Bedienungspersonals vor und beinhaltet schlussendlich Sicherheitsvorkehrungen zum Schütze von Drittpersonen und der Umgebung.

Die Kosten betragen:

Fr

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unterirdische Bauarbeiten Unvorhergesehenes Ausstattung

10 000 22 000 222 000 4 291 500 l 764 000 58 000 l 885 000 414 500 133 000

;

Objektkredit 173

8 800 000

Gewässerschutzarbeiten an Armee-Betriebsstoff-Tank- und Umschlagsanlagen

(950 000 Fr.)

Aufgrund der Vorschriften des Gewässerschutzgesetzes vom 8. Oktober 1971 und der Verordnung zum Schütze der Gewässer gegen Verunreinigung durch wassergefährdende Flüssigkeiten vom 19. Juni 1972 müssen Anlagen und Einrichtungen für das Lagern und den Umschlag von flüssigen Treib- und Brennstoffen, die vor dem I.Juli 1972 erstellt wurden, gemäss den vom Eidgenössischen Departement des Innern erlassenen Technischen Tankvorschriften ausgerüstet werden. Damit erreichen Altanlagen den gleichen oder einen ähnlichen Sicherheitsstandard wie Neuanlagen.

Die Direktion der eidgenössischen Bauten hat für zwei vordringlich zu sanierende Anlagen, nämlich eine Unterflurtankanlage in der Zentralschweiz und einen

1324 Betriebsstoffumschlagplatz in der Ostschweiz, welcher gegen Gebühr von Privaten mitbenutzt werden kann, folgende Kosten ermittelt:

Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude und Anlagen Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes

Anlage Zentralschweiz Fr

Anlage Ostschweiz Fr

63700 139400 232710

10000 26000 32600 27500 370 000 5000 8900

34 190 470 000

Objektkredit

174

480 000 950 000

Gewässerschutzarbeiten am Zeughaus Samen und an den BetriebsstoffTankanlagen der Zeughäuser Rapperswil SG und Zug

(2 290 000 Fr.)

Mit der im Frühjahr 1977 vorgesehenen Inbetriebnahme der regionalen Abwasser-Reinigungsanlage in Alpnach sind die Anlagen des eidgenössischen Zeughauses Sarnen gewässerschutztechnisch zu sanieren und an die Ortskanalisation anzuschliessen. Das Areal des Zeughauses Sarnen liegt innerhalb des «Generellen Kanalisations-Projektes» der Gemeinde Sarnen.

Die Tankanlagen der eidgenössischen Zeughäuser Rapperswil SG und Zug genügen den heutigen Gewässerschutz- und Sicherheitsvorschriften nicht mehr. Das Fassungsvermögen der Tankanlagen reicht zur Deckung der Bedürfnisse nicht mehr aus, zudem sind diese Tankanlagen nicht für die Übernahme aller erforderlichen Betriebsstoffarten eingerichtet. Auch aus dieser Sicht lohnt sich eine Sanierung der alten Anlagen nicht, deshalb ist der Bau je einer neuen Tankanlage auf dem Areal der erwähnten Zeughäuser vorgesehen. Ein mit jeder Tankanlage zu erstellendes Magazin dient der Lagerung der Schmiermittel und des Altöls sowie anderer im Betrieb verwendeter wassergefährdender Flüssigkeiten.

1325 Die Kosten betragen: Zeughaus Samen Fr

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

175

Zeughaus Zug Fr

1 27 500

175 000 26500 21 000 250 000

Objektkredit

Zeughaus Rapperswü Fr.

.

204 000 425000 319000 7000 44000 31000

223000 357000 328000 12000 90000

1 030 000

1010000

2 290 000

Gewässerschutzarbeiten an Befestigungsanlagen (l 500 000 Fr.)

Die Mehrzahl der grösseren. vor 30 und mehr Jahren erstellten Befestigungsanlagen verfügen lediglich über einfache, werkinterne Klärgruben, die nur eine Grobklärung der Schmutzwässer gestatten. Der damals üblichen Praxis entsprechend wurde auf die Erstellung von Abwasserleitungen für den Anschluss an benachbarte Gemeindekanalisationsnetze verzichtet und in den meisten Fällen die anfallenden Abwässer in das nächstgelegene Gewässer oder ins Umgelände geführt.

Da diese Ableitung der aus den Befestigungsanlagen stammenden Abwässer gesetzeswidrig ist, müssen Kanalisationen für den Anschluss an Abwasseranlagen der Gemeinden oder bundeseigene Kläranlagen gebaut werden. Die Arbeiten werden aufgrund eines Mehrjahresprogrammes etappenweise ausgeführt. Der anbegehrte Kredit ist zur Erstellung von Abwasserleitungen für sechs Anlagen bestimmt.

Die Kosten betragen: Anlage I Anlagen II und III ...

Anlagen IV Anlagen V und VI ...

Objektkredit

Fr

120 000 380 000 320 000 680 000

l 500 000

1326

176

Magazin für die Lagerung und Abfüllung feuergefährlicher und explosiver Flüssigkeiten (l 120 000 Fr.)

Die Armeeapotheke lagert für den Kriegsfall grössere Mengen feuergefährlicher und explosiver Flüssigkeiten zu Narkose- und anderen medizinischen Zwecken, zum grossen Teil in einem Aussendepot ohne Abfüllmöglichkeit. Aus versorgungstechnischen Gründen muss eine weitere Dezentralisation dieser Reserven vorgenommen werden, damit im Falle einer Kriegsmobilmachung die sofortige Verteilung der abgefüllten Behälter an die Zeughäuser für die Zuteilung zum Korpsmaterial erfolgen kann.

Die neue Abfüll- und Nachschubanlage auf dem bundeseigenen Areal einer sanitätsdienstlichen Installation verfügt über alle erforderlichen Sicherheitseinrichtungen in bezug auf Personen-, Feuer- und Gewässerschutz. Beim Gebäude handelt es sich um eine mit Profilstahlelementen verkleidete Stahlkonstruktion.

Der Gebäudeisolation muss wegen der Wärmeeinwirkung auf das eingelagerte Gut besondere Beachtung geschenkt werden.

Die Kosten betragen: Grundstück Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung Objektkredit 177

Fr.

71 200 132 900 582 500 162 000 81 400 4 200 49 000 36 800 l 120 000

Sammelkredit für Gewässerschutzarbeiten an Treib- und Brennstofftankanlagen (10 000 000 Fr.)

Gemäss den Vorschriften des Gewässerschutzgesetzes vom 8. Oktober 1971 und der Verordnung zum Schütze der Gewässer gegen Verunreinigung durch wassergefährdende Flüssigkeiten vom 19: Juni 1972 beträgt die höchstzulässige Frist für die Anpassung bzw. die Ausserbetriebsetzung von Altanlagen 15 Jahre.

Je nach Zonenzugehörigkeit, Alter, Zustand und Grosse der Anlage sowie dem Grad der vorhandenen Sicherheit werden vom Departement des Innern und von den Kantonen kurzfristige Anpassungsmassnahmen verfügt. Bei Anlagen wie Heizöltanks, Betriebsstofftanks zu Notstromanlagen und Betriebstankanlagen sind die Anpassungsarbeiten und die Sicherheitseinrichtungen gleichzeitig mit der

1327 nächstfälligen gesetzlich vorgeschriebenen Tankrevision auszuführen. Undichte Tanks und Rohrleitungen müssen kurzfristig ersetzt oder stillgelegt werden.

In diesem Zusammenhang ist in Erinnerung zu rufen, dass mit den Bundesbeschlüssen vom 20. September 1971 über militärische Bauten, Waffen- und Schiessplätze und vom 3. Oktober 1973 bzw. 29. September 1976 über militärische Bauten und Landerwerbe erste Kredite von insgesamt 15 Millionen Franken bewilligt wurden. Im Rahmen dieser Kredite sind die Anpassungen an die Gewässerschutzvorschriften zum grossen Teil ausgeführt oder befinden sich in Ausführung. Zur Fortsetzung der erwähnten kurzfristig auszuführenden Gewässerschutzmassnahmen werden weitere 10 Millionen Franken benötigt.

Das Eidgenössische Militärdepartement entscheidet über die Kreditfreigabe.

18

Verschiedene Bauvorhaben

181

Sanierung von Gebirgsunterkünften

(6 600 000 Fr.)

Das Bedürfnis. Schulen und Kurse ins Alpengebiet zu verlegen, wo günstige Übungs- und Schiessplätze noch gefunden werden können, hat in den letzten Jahren wesentlich zugenommen. Es ist auch in Zukunft mit einer regen militärischen Belegung dieser Plätze zu rechnen. Schwierigkeiten bereitet jedoch die Unterbringung der Truppe in den abgelegenen Gebieten. In den meisten Fällen müssen Armeebaracken benützt werden, welche vor 35 und mehr Jahren als einfache Kriegsunterkünfte erstellt wurden. Diese Unterkünfte vermögen den Mindestanforderungen in bezug auf Gewässerschutz, sanitäre und hygienische Einrichtungen nicht zu genügen; sie sind heute meist baufällig.

Das Ergebnis von Studien hat gezeitigt, dass die Sanierung und der Ausbau der bestehenden Baracken zu zeitgemässen und zweckdienlichen Unterkünften annähernd gleiche Kosten verursachen wie Neubauten, ohne aber bezüglich Zweckmässigkeit und Unterhalt deren Standard zu erreichen. Zur Behebung dieser unzulänglichen Verhältnisse sollen deshalb die veralteten Barackenlager durch Neubauten ersetzt werden. Um eine möglichst gute Ausnützung zu gewährleisten, werden für die neuen, als unterirdische Schutzbauten konzipierten Unterkünfte Standorte gewählt, die den Bedürfnissen der Ausbildung in Friedenszeiten sowie den taktischen Gegebenheiten im Ernstfall Rechnung tragen.

Mit Bundesbeschluss vom 29. September 1976 über militärische Bauten und Landerwerbe haben1 die eidgenössischen Räte dem Bau einer ersten Reihe solcher Unterkünfte zugestimmt.

Es wird eine zweite Serie solcher Schutzbauten beantragt. Ferner ist eine durch Lawinenniedergang stark beschädigte Kompanie-Unterkunft instandzustellen.

1328 Nach Erstellung dieser Bauten wird es möglich sein, zahlreiche baufällige Barakken abzubrechen.

Die Kosten betragen:

Grundstück Vorbereitungsarbeiten....

Gebäude Umgebungsarbeiten Baunebenkosten Blockschutz Abwasserreinigung Unvorhergesehenes Ausstattung

Anlage 3 Fr

Anlage 4 Fr

Anlage l Fr

Anlage 2 Fr

40000 115000 2 050 000 200 000 45000 285 000 250 000 200 000 90000

3000 95000 2 050 000 110 000 45000 285 000

1000 5000 95 000

1000 10000 90 000

3000

5000

190 000 90000

12 000 14000

12 000 14000

3275000

2868000

130000

132000

Kosten der Neuanlagen Instandstellung einer bestehenden Gebirgsunterkunft Abbruch baufälliger Gebirgsunterkünfte

6 405 000 80 000 115 000

Objektkredit

6 600 000

182

Sanierung von landwirtschaftlichen Pachtgütern

(l 640 000 Fr.)

In unserer Botschaft über militärische Bauten und Landerwerbe vom 19. Februar 1975 haben wir daraufhingewiesen, dass zur Erhaltung der Waffen-, Schiess- und Übungsplätze der landwirtschaftlichen Nutzung des Kulturlandes, soweit es die militärische Benützung zulässt, grosse Bedeutung zukommt. Nachfolgend wird die Sanierung von zwei weiteren Pachtgütern beantragt.

Das Pachtgut Les Côtes/Mormont in der Gemeinde Courchavon, rund 27ha Wies- und Ackerland umfassend, gehört zum Waffenplatz Bure (Ajoie). In den Jahren 1963 und 1964 ist der Wohnteil renoviert worden. Der Scheuneteil ist teilweise baufällig und bedarf deshalb dringend einer Sanierung. Das Nebengebäude mit Garage, Werkstatt, Waschküche, Backstube und Wagenremise musste im Sommer 1976 wegen akuter Unfallgefahr abgebrochen werden. Das Projekt umfasst die Sanierung der bestehenden Scheune, den Neubau einer Einstellhalle mit Garage und Werkraum; gleichzeitig wird die defekte und ungenügende Jauchegrube und der Mistplatz entsprechend den heute gültigen Gewässerschutzvorschriften ersetzt. Das Sanierungsprogramm ist auf das landwirtschaftliche Nutzungskonzept abgestimmt.

1329 Der stark belegte Mittellandschiessplatz Langnau bei Reiden umfasst u. a. ein Heimwesen, das eine zum Teil voll, zum grösseren Teil aber beschränkt landwirtschaftlich nutzbare Fläche von ungefähr 23 ha aufweist. Die Truppenbelegungen beschränken insbesondere die Bewirtschaftungsfreiheit.

Unter Berücksichtigung der gleichzeitigen militärischen und landwirtschaftlichen Nutzung sieht das Projekt den Ersatz der alten baufälligen Scheune durch einen Neubau vor. Die Remise mit Garage wird an das bestehende Wohnhaus angebaut, sie enthält auch einen abgetrennten, offenen Essplatz für die Truppe. Am Wohnhaus sind insbesondere die Sanierung der Heizung und der sanitären Anlagen, bei gleichzeitigem Einbau eines einfachen Kiosks und der bis heute fehlenden WC-Anlagen für die Truppe, vorgesehen. Die Anlageteile Militär und Landwirtschaft/Pächterwohnung sind funktioneil unabhängig voneinander gestaltet.

Die Kosten betragen:

Fr

Pachtgut Les Côtes/Mormont Pachtgut Langnau bei Reiden

490 000 l 150 000

Objektkredit

l 640 000

183

Beschaffung und Erstellung \ on vorfabrizierten Lagerbaracken aus Beton

(2 000 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1974 über militärische Bauten und Landerwerbe wurde für die Beschaffung und Aufstellung von Lagerbaracken ein Objektkredit von l Million Franken bewilligt. Dieser Kredit ist voll beansprucht. Um die begonnenen Arbeiten fortsetzen zu können, werden für die laufenden Lagerbedürfnisse weitere vorfabrizierte Baracken benötigt. Diese Baracken finden für die Lagerung von Unbrauchbarmachungsmaterial bei Tankanlagen, von Geniematerial, von Ausrüstungsmaterial, von Öl und Fett, ferner auch von Tankbarrikadenmaterial u. a. m. Verwendung. Der anbegehrte Objektkredit deckt die Kosten für Vorbereitungsarbeiten, Gebäude und Unvorhergesehenes von 80 vorfabrizierten Lagerbaracken.

Im Sinne einer rationellen Beschaffung wurden die Bedürfnisse verschiedener Dienstabteilungen zusammengefasst.

Die Kosten für die Anschaffung, den Zusammenbau und die Aufstellung betragen: Fr

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Unvorhergesehenes

62 500 l 846 900 90 600

Objektkredit

2 000 000

1330

2

Landerwerbe

21

Waffen-, Schiess- und Übungsplätze (5 000 000 Fr.)

Aufgrund von Botschaften über militärische Bauten und Landerwerbe bewilligten Sie in den Jahren 1972, 1973, 1974 und 1975 Kredite für Landerwerbungen zur Schaffung neuer und Erweiterung bestehender Waffen-, Schiess- und Übungsplätze. Damit konnten verschiedene Käufe finanziert und der Truppe wertvolle neue Übungsmöglichkeiten gesichert werden.

Im Zusammenhang mit den im Rahmen des Leitbildes der Armee der achtziger Jahre zu vollziehenden Massnahmen wird ein neuer Bedarf an Schiess- und Übungsplätzen entstehen. Mit dem Bericht über den Stand und die Planung auf dem Gebiet der Waffen-, Schiess- und Übungsplätze der Armee vom 1. September 1976 wurde dieser Bedarf eingehend begründet. Zur Finanzierung der Landerwerbe für neue und bestehende Waffen-, Schiess- und Übungsplätze in verschiedenen Landesteilen ist ein weiterer Objektkredit von 5 000 000 Franken erforderlich.

3

Zusatzkreditbegehren

31

Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 über militärische Bauten und Landerwerbe

311

Geländeverstärkungen Teuerungsbedingte Mehrkosten

(6 000 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 über militärische Bauten und Landerwerbe wurde ein Objektkredit von 29 860 000 Franken für den Bau von Geländeverstärkungen m den Räumen -\on Kampfbrigaden in der Grenzzone sowie im Mittelland bewilligt. Von diesem Kredit entfallen 20,86 Millionen Franken auf Bauarbeiten und 9,0 Millionen Franken auf die Beschaffung von Waffen.

Mit der Ausführung dieser Geländeverstärkungen, die eine Vielzahl von Schutzbauten und Panzerhindernissen sowie einige Magazine für die Lagerung von Sprengstoffen umfassen, wurde im Jahre 1970 begonnen. Mit Ausnahme weniger Objekte, für welche die Projekte sich in Bearbeitung befinden, sind alle Bauten erstellt oder in Fertigstellung begriffen. Die Waffen wurden im Herbst 1970 in Auftrag gegeben; die Lieferung wird sich bis in die Jahre 1977/78, entsprechend dem Baufortschritt der Waffenstellungen, erstrecken.

Den Berechnungen der Baukosten lag seinerzeit der Kostenindex vom I.April 1968 mit 102,1 Punkten zugrunde. Die nach 1969 besonders stark angestiegene

1331 Teuerung, im Jahre 1974 erreichte der Index 175.0 Punkte, betrug 1972, im mittleren Zeitpunkt der Ausführung dieser Geländeverstärkungen rund 46 Prozent. Bei den Waffen wurde der damaligen Kostenberechnung der Preisstand von Ende 1969 zugrunde gelegt. Der nach diesem Zeitpunkt in der Maschinen- und Metallindustrie zu verzeichnende ausserordenthche Anstieg der Produktionskosten ergab für die Herstellung dieser Waffen eine durchschnittliche Teuerung von 36,5 Prozent.

Dank günstiger Arbeitsvergebungen war es jedoch bei den Bauarbeiten möglich, die effektiven, teuerungsbedingten Mehrkosten, unter Embezug eines grossen Teiles des Postens für Unvorhergesehenes, zu beschränken. Aufgrund der Berechnungen des Baufachorgans muss bis zur Beendigung der Arbeiten mit ungedeckten, teuerungsbedingten Mehrkosten von 3 500 000 Franken gerechnet werden.

Die bei der Waffenbeschaffung zu verzeichnende Teuerung kann nur teilweise durch den damals bevi ilhgten Objektkreditanteil gedeckt werden. Nach der heutigen Kostenberechnung ist bis zur Auslieferung der Waffen und deren Montage in den Waffenstellungen mit einer ungedeckten Teuerung von 2 500 000 Franken zu rechnen. Der benötigte, teuerungsbedingte Zusatzkredit belauft sich somit auf insgesamt 6 000 000 Franken.

Damit erhöht sich, der ursprüngliche Objektkredit von 29 860 000 um 6 000 000 auf 35 860 000 Franken.

312

Bau einer unterirdischen Mehrzweckanlage Teuerungsbedingte Mehrkosten

(820 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 23. September 1975 über militärische Bauten und Landerwerbe wurde ein erster teuerungsbedingter Zusatzkredit in der Höhe von 4 860 000 Franken zum Objektkredit von 29 630 000 Franken bewilligt, so dass sich neu ein bewilligter Objektkredit von 34490000 Franken ergab.

Nach Abschluss der Bauarbeiten hat sich gezeigt, dass im Zeitpunkt des ersten Zusatzkreditbegehrens, bedingt durch die damals in den Ausmassen nicht abschätzbare, starke Bauteuerung, die Kosten für die Fertigstellung der Anlage zu niedrig berechnet wurden.

Auf der Grundlage der Bauabrechnung muss ein zweites teuerungsbedingtes Zusatzkreditbegehren m der Höhe von 820 000 Franken gestellt werden, so dass der Objektkredit eine Erhöhung von 34 490 000 Franken auf 35 310 000 Franken erfährt.

Mit Beschluss vom 30. Juni 1976 haben wir diesem Zusatzkredit bereits zugestimmt und das Departement des Innern ermächtigt, die notw endigen Verpflich-

1332 tungen einzugehen, das Objekt abzurechnen und die restlichen Zahlungen vorzunehmen.

32

Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1974 über militärische Bauten und Landerwerbe

321

Erneuerung des Kommandopostens beim Fliegerschiessplatz Forel Bauerschwernis

(40 000 Fr.)

Mit diesem Bundesbeschluss wurde für die Erneuerung des Kommandopostens beim Fliegerschiessplatz Forel ein Objektkredit von 820 000 Franken bewilligt.

Mit den Bauarbeiten konnte am 4. Juni 1975 begonnen werden. Das Bauvorhaben wurde im Frühjahr 1976 fertiggestellt und übergeben.

Nach Erstellung des Rohbaus rutschte die unter Naturschutz stehende Uferpartie östlich des neuen Gebäudes mitsamt der Bepflanzung ab. Das Baufachorgan berechnete die Kosten für die Wiederherstellung der Uferböschung, welche, um grösseren Schaden zu verhüten, sofort vorgenommen werden musste, auf 40 000 Franken. Da der Posten für Unvorhergesehenes von 37 000 Franken voll für das Auffangen der Bauteuerung verwendet werden musste, können die Mehrkosten zufolge dieser Bauerschwernisse durch den bewilligten Objektkredit nicht gedeckt werden.

Der ursprüngliche Objektkredit erhöht sich somit von 820000 um 40000 auf 860 000 Franken.

Mit Beschluss vom 19. Februar 1976 haben wir diesem Zusatzkredit bereits zugestimmt und das Eidgenössische Departement des Innern ermächtigt, die Bauarbeiten zu beenden und die Rechnungen zu bezahlen.

322

Verlegung des Flabschiessplatzes Zuoz-Scanfs Projektergänzung und teuerungsbedingte Mehrkosten

(3 700 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 30. Oktober 1974 über militärische Bauten und Landerwerbe haben Sie der Verlegung des Flabschiessplatzes Zuoz-Scanfs in das lawinensichere Gebiet «San Güerg» auf dem Gemeindegebiet von Scanfs zugestimmt und gleichzeitig einen Objektkredit in der Höhe von 49 630000 Franken bewilligt.

Auf den 15. September 1976 konnten die Schiesspisten und das Kommandogebäude der Truppe übergeben werden. Die Gesamtanlage wird programmgemäss im Herbst 1977 zur Verfügung stehen.

1333

Aufgrund der geleisteten Zahlungen, der ausstehenden Rechnungen und der noch zu erbringenden Leistungen zeigt es sich, dass der bewilligte Objektkredit nicht ausreicht und demzufolge ein Zusatzkreditbegehren gestellt werden muss.

Im Laufe der Bauarbeiten musste, bedingt durch die aussergewöhnlichen geologischen Verhältnisse des Baugrundes, von der Position «Unvorhergesehenes» ein Betrag von l 132 300 Franken zur Überwindung der Bauerschwernis eingesetzt werden. Der Rest der Position «Unvorhergesehenes» wurde für Anpassungen an das nach Bewilligung des Objektkredites in Kraft gesetzte Wärmehaushaltkonzept für eidgenössische Bauten und für zusätzlich notwendige Winterbaumassnahmen verausgabt.

Unter Berücksichtigung kantonal- und regionalpolitischer Anliegen wurde nach Abschluss der Projektierungsarbeiten der Einbau einer kombinierten Holzschnitzel/Ölfeuerungsanlage anstelle einer reinen Ölfeuerungsanlage beschlossen. Von dieser, eine sinnvolle wirtschaftliche Holznutzung in der Region unterstützenden, umweltfreundlichen Massnahme wurde der Militärkommission des Nationalrates im September 1974 Kenntnis gegeben. Der Mehraufwand hiefür beträgt l 272 600 Franken.

Einen zusätzlichen Aufwand von 177 800 Franken erfordern die im Rahmen der neuen kantonalen Vorschriften über die Feuerpolizei zu erstellenden Einrichtungen für Brandmeldung und Feuerschutzisolation.

Schliesslich erreicht die zwischen der Kreditbewilligung und dem Abschluss der Bauarbeiten eingetretene Teuerung, soweit heute überblickbar, einen Betrag von 2 249 600 Franken.

Damit erhöht sich der ursprünglich bewilligte Objektkredit von 49 630 000 Franken um 3 700 000 Franken auf 53 330 000 Franken.

4

Zusammenfassung

Der Gesamtkredit für die in dieser Botschaft enthaltenen Bauvorhaben, Landerwerbe und Zusatzkreditbegehren berechnet sich wie folgt: Fr

  1. Bauvorhaben nach Objektverzeichnis Anhang I

377 300 000

b. Landerwerbe nach Objektverzeichnis Anhang II

5 000 000

c. Zusatzkreditbegehren nach Objektverzeichnis Anhang III . . .

10 560 000 392 860 000

1334

Personelle Auswirkungen Für den Betrieb, die Instandhaltung und Verwaltung werden für folgende Bauvorhaben zusätzliche Arbeitskräfte benötigt: Personen

221

Waffenplatz Moudon

222

Truppenlager in Les Rochat VD

223

Ausbildungsanlagen für die Mechanisierten und Leichten Truppen auf dem Waffenplatz Thun, 3. Etappe

l

227

Truppenlager in Elm GL

l

Zusammen

6

26 l

29

Verfassungsmässigkeit

Die verfassungsmässige Zuständigkeit beruht auf Artikel 20 und Artikel 85 Ziffer 10 der Bundesverfassung.

1335 (Entwurf)

Bundesbeschluss über militärische Bauten und Landerwerbe

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf Artikel 20 der Bundesverfassung, nach Einsicht m eine Botschaft des Bundesrates vom 16. Februar 1977 D, beschliesst:

Art. l 1

Den mit Botschaft vom 16. Februar 1977 unterbreiteten Bauvorhaben, Landerwerben und Zusatzkreditbegehren wird zugestimmt.

2

Es werden hiefür folgende Gesamtkredite bewilligt

  1. für Bauvorhaben nach Objektverzeichnis Anhang 1 b. für Landerwerbe nach Objektverzeichnis Anhang II c. für ergänzungs- und teuerungsbedingte Zusatzkreditbegehren nach Objektverzeichnis Anhang III

Fr 377 300 000 5 000 000 10 560 000

Art. 2 1 Der Bundesrat kann innerhalb der Gesamtkredite nach Artikel l Buchstabe a geringfügige Verschiebungen zwischen den einzelnen Objektkrediten vornehmen.

2

Der jährliche Zahlungsbedarf wird in den Voranschlag aufgenommen.

» BB1 1977 11299

1336 Art. 3 1 Der Beschluss ist nicht allgemeinverbindlich; er untersteht nicht dem Referendum.

2

5314

Er tritt am Tage der Verabschiedung in Kraft.

1337 Anhang I

Objektverzeichnis für militärische Anlagen Objektkredit Fr.

11

Bauten für die Rüstungsbetriebe

111

Standschiessplatz für Flugzeuge im Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen

12

Bauten für Waffen- und Schiessplätze

121

Bau eines Waffenplatzes Moudon

122

Bau eines Truppenlagers in Les Rochat VD

123

Bau von Ausbildungsanlagen für die Mechanisierten und Leichten Truppen auf dem Waffenplatz Thun, 3. Etappe..

124

Einbau von Filtriereinrichtungen in der Wasserversorgung des Waffenplatzes Wangen an der Aare

125

Sanierungen in der Kasernenanlage Brugg

126

Ausbau und Sanierung Waffenplatz/Flugplatz Dübendorf

127

Bau eines Truppenlagers in Elm GL

13

Bauten für die Flieger- und Fliegerabwehrtruppen

880 000

91 930 000 7 940 000 22 600 000 610 000 2 080 000 31880000 4 350 000

131

Bau von Flugzeug-Unterständen

132

Einsatz-Kommandoposten auf zwei Militärflugplätzen . . . .

10 700 000 3 000 000

133

Erweiterung Betriebsgebäude auf einem Kriegsflugplatz . . .

l 150 000

14

Geländeverstärkungen

15

Führungsbauten

16

Bauten für die Einlagerung und Reparatur von Kriegsmaterial

161

Neubau eidgenössisches Munitionsdepot

17 380 000

162

Erweiterung von zwei Armeemotorfahrzeugparks

21 520 000

163

Bau von zwei unterirdischen Munitionsanlagen im Mittelland

11 910 000

164

Oberirdische Munitions- und Sprengmittelmagazine

93 500 000 9 700 000

l 430 000

1338 Objektkredit Fr

165

Depots für Druckgasflaschen

l 200 000

17

Bauten für den Umweltschutz

171

Gewässerschutzsanierung der Betriebstankanlagen der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis

8 640 000

Wiederinstandstellung und Sanierung einer BetriebsstoffTankanlage in der Zentralschweiz

8 800 000

173

Gewässerschutzarbeiten an Armee-Betriebsstoff-Tank- und Umschlagsanlagen

950 000

174

Gewässerschutzarbeiten an einem Zeughaus und an Betriebsstoff-Tankanlagen

2 290 000

175

Gewässerschutzarbeiten an Befestigungsanlagen

l 500 000

176

Magazin für die Lagerung und Abfüllung feuergefährlicher und explosiver Flüssigkeiten

l 120 000

172

177

Sammelkredit für Gewässerschutzarbeiten an Treib- und Brennstofftankanlagen

10 000 000

18

Verschiedene Bauvorhaben

181

Sanierung von Gebirgsunterkünften

6 600 000

182

Sanierung von landwirtschaftlichen Pachtgütern

l 640 000

183

Beschaffung und Erstellung von vorfabrizierten Lagerbarakken aus Beton

2 000 000

Gesamtkredit

377 300 000

Anhang II

Objektverzeichnis für Landerwerbe Objektkredit Fr

21

Waffen-, Schiess- und Übungsgelände

5 000 000

1339 Anhang III

Verzeichnis der Zusatzkreditbegehren

Objektkredit

Zusatzkredit

Fr

Fr

Neuer Objektkredit Fr

31

Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1969 über militärische Bauten und Landerwerbe

311

Geländeverstärkungen Teuerungsbedingte Mehrkosten

29860000

6000000

35860000

Bau einer unterirdischen Mehr zweckanlage Teuerungsbedingte Mehrkosten

34490000

820000

35310000

312

32

Bundesbeschluss vom 3. Oktober 1974 über militärische Bauten und Landerwerbe

321

Erneuerung des Kommandopostens beim Fliegerschiessplatz Forel Zusatzkredit zufolge Bauerschwerms

322

Verlegung des Flabschiessplatzes Zuoz-Scaiifs Zusatzkredit zufolge Projektergänzung und teuerungsbedingte Mehrkosten

Gesamtzusatzkredit

820 000

40 000

860 000

49 630 000

3 700 000

53 330 000

10 560 000

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Botschaft über militärische Bauten und Landerwerbe Vom 16. Februar 1977

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Bundesblatt

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Foglio federale

Jahr

1977

Année Anno Band

1

Volume Volume Heft

13

Cahier Numero Geschäftsnummer

77.014

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

28.03.1977

Date Data Seite

1299-1339

Page Pagina Ref. No

10 046 988

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