380

ST

Bekanntmachungen von

Departementen li arien Verwaltungsstellen te Bunte.

Pfandrechtsverzicht betreffend die Appenzellerbahn.

In einer von der Verwaltung der Appenzellerbahn am 13. Augu d. J. veranlaßten Versammlung der Inhaber von Obligationen mit Pfandrecht II. Ranges (Bewilligung des Bundesrathes vom 30. April 1886) ist mit 1404 gegen 9 Stimmen die Einwilligung ertheilt worden, daß eine II. Hypothek von Fr. 300,000 eingeschoben werde zwischen die jetzt bestehende I. und II. Hypothek, so daß die bisherige II. Hypothek in dritte Linie zu stehen komme.

Auf Ansuchen des Verwaltungsrathes der Appenzellerbahn wird dieser Beschluß anmi gemäß Art. 8 des Bundesgesetzes über die Verpfändung und Zwangsliquidation der Eisenbahnen vom 24. Juni 1874 öffentlich bekannt gemacht, unter Ansetzung einer mit dem 15. Oktober nächsthin auslaufenden peremptorischen Einspruchsfrist, binnen welcher allfällige Einsprachen Seitens der Gläubiger des Anleihens vom 1. Januar 1886 bei dem Bundesrathe schriftlich einzureichen sind.

B e r n , den 11. September

1891.

Im Namen des Schweiz. Bundesrathes: 8/1]

[

Die Bundeskanzlei.

381

35. Wochenbülletin über die Elien, Grefourten und. Sterbefälle in den Städten Groß-ZUrlch (94,955 Eiuw.), Groß-Genf (77,438 Einw.), Basel (72,799 Einw.), Bern (46,917 Einw.), Lausanne (34,626 Einw.), St. Gallen (29,388 Einw.), Chaux-de-Fonds (26,678 Einw.), Luzern (21,139 Einw.), Neuenburg (16,549 Einw.), Winterthur (16,549 Einw.), Blei (16,476 Einw.), Herlsau (13,548 Einw.), Schaffhausen (12,496 Einw.), Freiburg (12,448 Einw.), Locle (11,497 Einw.), deren Gesammtwohnbevölkerung, auf die Mitte des Jahres 1891 berechnet, 503,503 beträgt. Man ging bei dieser Berechnung von der Annahme aus, daß die Bevölkerung sich während der letzten Jahre in dem gleichen Maße vermehrt habe, wie während der Periode 1.880--1888.

35. Woche, vom 30. August bis zum 5. September 1891.

Während dieser Woche sind dem eidg. statistischen Bureau von den Civilstandsbeamten der 15 obgenannten Städte 75 Ehen, 266 Geburten (mit Einschluß der Todtgeburten) und 153 Todesfälle angezeigt worden. Außerdem von auswärts: 21 Sterbefälle.

Die nachfolgende Zusammenstellung gibt uns die Zahl der ehelichen und unehelichen Geburten, der Todtgeburten und der Kindersterblichkeit an.

Vom 30. August bis zum 5. September.

Lebendgeburten.

Eheliche.

Uneheliche.

Todtgeburten.

UneheEheliche. liche.

Der "Wohnbevölkerung angehörend . . . . 227 17 10 -- 9 Auswärtige 3 Zusammen 236 20 10 In einer Gebär- oder Krankenanstalt Geborene oder Gestorbene ]5 6 1 Wovon Auswärtige . .

6 2 Unter der Gesammtza hl wa ren v«irkostg eldet

Gestorbene

(ohne die Tocltgeburten) von 0--1 Jahr vonl -- 4J&hre& Ehe- Unehe- EheUneheliche. liche.

liche.

lich«.

36 2 38

6

2 2 3

1

6

1

9 3 12 7 3 -

1

1

--

Nach dem Alter ausgeschieden, vertheilen sich die Sterbefälle (mit Ausschluß der Todtgeburten) wie folgt: Vom 30. August bis zum 5. September.

Männlich Weiblich . . . . .

Zusammen

0--1 Jahr.

80 Unbe1--4 5--19 20-89 40--59 60-79 Vonmehr kanntes lahren. lahren. lahrtn. lahrin. Jahren. und lahrin. Alter.

28

8

16 44

5 13

2 9 11

17 16 33

19 15 34

10 24 34

1

4 5


382 Auf ein Jahr und 1000 Einwohner berechnet, ergibt sich für obgenannte 15 Städte (mit Ausschluß der Sterbefälle der von auswärts gekommenen und hier nicht zur Wohnbevölkerung gezählten Personen) folgende Totalsterblichkeltsziffer : Während der an folgenden Tagen zu Ende gegangenen Woche

Wahrend der entsprechenden Woche im Jahre 1890 1888

am 5. September 1891 15,8 Sterbefälle auf 1000 Einwohner 17,o 29. August 15,5 19,8 22.

15,4 18,6 15.

15,* 17,» Die Geburtenziffer beträgt 25,t auf 1000 Einwohner.

1891.

. .

.

. .

3. Scharlachfieber 4. Diphtheritis und Cronp

1

, .

2

6. Rothlanf 7. Typhus abdominalis . . . .

7 2

4

__U1J-

5 2

9. Dnrchfall der kleinen Kinder 10. Lungentuberkulose . _ . . .

11. Akute Krankheiten der Lunge 12. Organische Herzfehler . . .

13. Schlagfluß

30 22 7 11 11

3 1

14. Gewaltsamer Tod: Unfall . .

15.

,, ,, Selbstmord 16.

,, ,, Mord . .

10 1

2 -- --

3 1 1

-- 6 4

--

-- 10 7

58 -- 174*

8 -- 21

,,

,,

1889.

2 7 3

17.

14,1 17)2

Vom 30. Aug.

Vom 1. bis Vom 31. Aug.

bis 6. Sept.

bis 5. Sept.

7. September.

Wovon Wovon Wovon Total. AusTotal. Aus- Total. Auswärtige.

wärtige.

wärtige.

Todesurs&chen.

1 Pocken

1890.

15,3 15,!

Unbestimmte Todesursache .

18. Angeborene Lebensschwäche 20. Andere Todesursachen . . .

21. Ohne ärztliche Todesbescheinigung .

Zusammen

--

3 2

30 20 4 6 11

70 -- 182

1

1

2 2 2

_^___

5 2

1

,,,__

14 -- 25

1

1

26 22 7 6 10

2 1

7 6 -- 1

3 3 -- --

2 1

7 6

60 1 165

11 -- 24

Alkoholismus ist angegeben als Grund- oder concomitirende Ursache des Todes in 10 Fallen (8 männlich und 2 weiblich).

Laut Angabe hatte in 38 Fällen eine Sektion stattgefunden.

Bei den Todesfällen infolge von infektiösen nnd tuberkulösen Krankheiten liegen folgende Angaben über die Wohnungsverhältnisse vor:

383 GUnstlge Verhältnisse.

Ungünstige Verhältnisse.

Unbekannt oder Sterbefälle Im Spital.

Keine Angaben.

In 10 Fällen.

In 4 Fällen.

In 18 Fällen.

In 13 Fällen.

Die gemeldeten Mängel werden den Gegenstand einer monatlichen oder vierteljährlichen Veröffentlichung bilden.

Nach dem Alter, Geschlecht nnd den Ortschaften ausgeschieden, vertheilen sich die Sterbefälle infolge von aknten Krankheiten der Lunge, Lnngenschwindsneht, andern tuberkulösen Krankheiten, infektiösen Krankheiten und Durchfall der kleinen Kinder (mit Einschluß der von auswärts Gekommenen) wie folgt: Sterbefälle Infolge von akuten Krankheiten Lungenandern tuberkulösen infektiösen der Athmnngsorgane. Schwindsucht.

Krankheiten.

Krankheiten.

(Nr. l bis 8.)

Männlich. Wiibllth. Mannlich. Weiblich. Männlich. Wtinllch. Minnlich. Wiibllcb.

Von 0 bis l Jahr 4 Jahren l 5 19 20 39 40 59 79 60 80 und mehr Jahren Ohne Angabe des Alters Total

2 l l l l

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6

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1

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Städte.

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Groß-Zürich *) . . .

Groß-Genf»*) . . .

Basel Lausanne St. Gallen Chanx-de-Fouds .

Lnzern Nenenbnrg . .

Winterthur . .

Biel . .

Herisau Schaffhansen. .

Freiburg Lode . .

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3 3

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4 6 2 1

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Dnrchfall der kleinen Kinder .j C3

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*) Zttrich nnd seine 9 Au Bgeme nden.

**) Genf mit PUinpilais, Eaui-Vives nnd Petit-Saconnex.

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384

Morbidität.

Vom 30. Angust bis zum 5. September 1891 sind folgende Fälle von ansteckenden Krankheiten angezeigt -worden:

  1. Fooken und modiüzirte Blattern.

Biel: l Fall.

2. Masern.

Groß-ZUrlch: 7 Fälle. -- Basel-Stadt: l Fall. -- Bern (Kanton): l Fall in Biel. -- Neuenburg (Kanton): 13 Fälle, wovon 10 in Colombier, 2 in Auvernier und l in Chaux-de-Fonds.

3. Scharlach.

Basel-Stadt: 7 Fälle. -- Waadt (Kanton): 2 Fälle. -- Groß-Genf: l Fall.

4. Diphtheritis und Croup.

Groß-ZQrlch : 6 Fälle. -- Basel-Stadt : 2 Fälle. -- Waadt (Kanton) : 2 Fälle. -- Groß-Genf: 5 Fälle.

5. Keuchhusten.

Basel'Stadt: 4 Fälle. -- Neuenburg (Kauton): 9 Fälle, wovon 6 in Chauxde-Fonds, 2 in Auvernier und l in Fleurier.

6. Varioellen.

Keine Fälle.

7. Rothlauf.

Groß-ZUrlch : l Fall. -- Basel-Stadt : l Fall. -- Groß-Genf : l Fall.

8. Typhus.

Groß-ZUrich: 2 Fälle. -- Basel-Stadt: 2 Fälle. -- Neuenburg (Kanton): l Fall in Chaux-de-Fonds. -- Waadt (Kanton): 14 Fälle. -- Groß-Genf: 3 Fälle.

n

9. Infektiöses Kindbettüeber.

Groß-ZUrlch : l Fall.

385

Gesammtbestand der Kranken und

Aufnahmen in den Krankenanstalten der größeren Ortschaften der Schweiz.

Vom 30. August bis 5. September 1891.

Kantonsspital ZUrlch (448 Betten). -- Pockenspital ZUrlch (60 Betten). -- Kranken- und Diakonissenanstalt in Neumlinster-ZUrlch (67 Betten). -- Theodosiannm in Riesbach (55 Betten). -- Schwesterhaus zum Rothen Kreuz in ZUrlch (17 Betten). -- Kinderspital in ZUrlch (60 Betten). -- Spital Genf (360 Betten). -- Hôpital Fri eure in Gent (43 Betten).--Hôpital fintini in Genf (52 Betten).--Hôpital du chemin Gpnrgas in Genf (45 Betten). -- ßürgerspital Basel (487 Betten). -- Kinderspital in Basel (56 Betten). -- Socin's Privatspital in Basel (12 Betten). -- Diakonissenmutterhaus in Riehen (70 Betten). -- Inselspital in Bern (437 Betten).

-- Diakonissenhaus in Bern (110 Betten). -- Zieglerspital in Bern (120 Betten). -- Jennerspital in Bern (30 Betten). -- Lazareth Steigerhubel in Bern (48 Betten). -- Bargerspital in Bern (70 Betten). -- Kantonsspital Lausanne (395 Betten). -- Kinderspital in Lausanne (30 Betten). -- Kantonsspital St. Gallen (347 Betten).-- Spital in Chaux-de-Fonds (45 Betten). -- Bürgerspital Luzern (110 Betten). -- Gemeindespital in Neuenburg (54 Betten). -- Spital Fonrtaleg in Neuenburg (74 Betten). -- Spital Providence in Neuenburg (47 Betten). -- Kantonsspital in Wlnterthur (Ilo Betten). -- Spital Blei (81 Betten). -- Pockenspital in Blei (30 Betten). -- Spital Herlsau (80 Betten). -- Krankenhaus Schaffhausen (100 Betten). -- Bürgerspital Freiburg (105 Betten). -- Spital Providence in Freiburg (50 Betten). -- Spital lode (16 Betten).

  1. Aufnahmen der Kranken.
  2. Pocken 2. Masern 3. Scharlach 4. Keuchhusten 5. Diphtheritis und Cronp 6. ßothlanf 7. Unterleibstyphus 8. Andere infektiöse Krankheiten . . . .
  3. Lungenschwindsucht 10. Andere tuberkulöse K r a n k h e i t e n . . . .
  4. Akuter Gelenkrheumatismus 12. Akute Krankheiten der Athmnngsorgane.
  5. Akute Darmkrankheiten 14. Alle übrigen Krankheiten 15. Unfälle Total

Zahl der aufgenommenen Kranken.

-- -- 4 2 13 -- 16 23 12 28 10 27 26 343 120 624

Wovon von auswärts kommend.

-- -- -- -- 4 -- 7 10 2 8 4 9 16 119 64 243

2. Der Gesammtbestand der Kranken w a r am 29. August in den genannte» Krankenanstalten 2736. Er i s t am 5. September in den oben erwähnten Anstalten 2773, ohne den Hôpital de la Providence in Neuenhurg.

BnndesUatt. 43. Jahrg: Bd. IV.

28

386

Präventivmassregeln gegen die Tuberkulose.

Desinfektion von Möbeln und Krankenzimmern.

Da, wo keine öffentliche Desinfektionsstelle sich befindet, empfehlen wir das von der amtlichen Gesundheitsbehörde des Rhonedepartements vorgeschriebene Verfahren. Dasselbe nmfaßt mehrere Operationen, die immer in der hienach angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden sollen.

  1. Gleichmäßiges Nässen des Zimmerbodens mit gewöhnlichem Wasser.
  2. Sorgfältiges Abwischen der Zimmerdecke, der Mauern und Tapeten mit einem leicht angefeuchteten Stück Leinwand, das den Staub fortmmmt und festhält.
  3. Reichliches Durchtränken der minderwerthigen Möbel, wie Wiegen aus Holz und Eisen, gewöhnliche Stühle, sowie aller nicht lackirten Gegenstände mit einer Subhmatlösung von l pro mille. -- Die Nachttische müssen inwendig immer auf diese Weise bearbeitet werden.
  4. Die Fugen der wichtigeren Möbel, die Betten, Matratzen müssen ebenfalls mit der Snblimatlösnng bestrichen werden, wie wenn man die Vertilgung von Wanzen beabsichtigte. Die lackirten Flächen dieser Möbel sollen mit einem mit Oel durchtränkten Lappen abgewischt werden.
  5. Die mit Zeug überzogenen Sessel und Ruhbetten müssen zuerst ausgeklopft und dann mit einer in der Sublimatlösnng angefeuchteten Bürste abgerieben werden.
  6. Der Fußboden des Zimmers, das Getäfel oder die Mauern müssen, bis 2 Meter hoch mit Besen und Schwämmen, welche in der Sublimatlösung durchnäßt worden sind, gewaschen und abgerieben werden.
  7. Spätestens 2 Stunden nachher muß eine gründliche Abwaschung vorgenommen werden. Man verwende dazu an Stiele befestigte Schwämme und eine Laugensalzlösung (10 Gramm kohlensaures Salz oder Soda auf 1000 Gramm Wasser). Zugleich wasche man auch gründlich mit dieser Laugensalzlösungdie zuerst mit der Snblimatlösung durchtränkten Möbel von geringem Werthe.
  8. Hierauf wische man das Wasser ab und lüfte, damit die Wände und die Decke des Zimmers ziemlich rasch trocknen.

Alle diese Vorkehren werden, insofern sie sorgfältig ausgeführt worden sind, genügende Sicherheit bieten.

Wenn jedoch die zu desinfizirenden Zimmer während 48 Stunden leer gehalten werden können, so ist zu wünschen, daß die Desinfektion des Zimmers und der Möbel durch eine Räncherung mit schwefliger Säure vervollständigt werde.

Um recht wirksam zu sein, soll die Räucherung stattfinden, während der Boden und die Wände des Zimmers noch von der letzten Abwaschimg her feucht sind. Man stellt in die Mitte des Zimmers einen Abdampfkessel von Eisenblech mit 25 bis 30 Gramm Schwefelblumen für je einen Kubikmeter des zu desinfizirenden Raumes. Zur Vermeidung der Feuersgefahr stelle man das Gefäß mit Schwefel mitten in einen bis zu einer Höhe von 10 Centimeter mit Wasser gefüllten Zuber. Das Kamin soll verstopft werden und auf die Ritzen und Spalten, durch welche der Dampf etwa entweichen könnte, sollen Papierstreifen geklebt werden. Die Gegenstände ans Metall, die nicht entfernt werden können, müssen angefettet werden. Der Schwefel wird mit

387 etwas Alkohol begossen und dann angezündet. Die Thüre des Zimmers muß geschlossen und es müssen die Fugen der Thüre auswendig mit Papierstreifen verklebt werden. Man halte das sich nun entwickelnde schwefligsaure Gas während wenigstens 12 Stunden in dem Zimmer fest. Am darauffolgenden Tage muß das Zimmer gut gelüftet werden. Dasselbe ist wieder bewohnbar, sobald die Anwesenheit der schwefligen Säure, die sich durch Prickeln in den Augen und in der Kehle fühlbar macht, nicht mehr bemerkt wird, d. h.

ungefähr 24 Stunden nach Beginn der Lüftung.

Endlich wird es gut sein, wenn thunlieh das Papier der Tapeten ändern oder die Zimmerwände neu anstreichen zu lassen.

Medizinalp oliz ei.

Neuenbnrg.

Verordnung betreffend Dispensirung vom Examen derjenigen Zahnärzte und Hebammen, welche ein als genügend erachtetes Zeugnlss vorweisen.

(Vom 3. Juli 1891.)

Le Conseil d'État, Attendu qu'il n'y a plus lien, avec l'institution des examens fédéraux et avec les cours de maternité qui sont organisés dans la plupart des villes universitaires, de faire subir un examen devant la commission de santé aux dentistes qui sont porteurs du diplôme fédéral ou aux sages-femmes qui justifient avoir suivi régulièrement un cours théorique et pratique d'accouchement et qui établissent par la production d'un certificat d'examen ou de titres reconnus suffisants, qu'elles possèdent les connaissances nécessaires pour pouvoir pratiquer avec succès l'art des accouchements; Attendu que ces justifications sont de nature à garantir le public contre les dangers d'une instruction insuffisante ou de l'inexpérience des dentistes et des sages-femmes aussi bien que ne pourrait le faire un examen subi devant la commission de santé; Entendu le préavis du vice-président de la commission de santé; Sur la proposition du département de l'Intérieur ; arrête: Art. 1er. Seront dispensés de l'examen prévu par l'article 15 de la loi sur la police sanitaire et admis à pratiquer leur art dans le canton, les dentistes qui sont porteurs d'un diplôme fédéral et qui se feront enregistrer au département de l'Intérieur.

Art. 2. Seront de même dispensées de cet examen et admises à pratiquer lenr art dans le canton, les sages-femmes qui établiront par la production d'un certificat d'examen ou de titres reconnus suffisants, qu'elles possèdent les connaissances nécessaires pour pratiquer l'art des accouchements.

Art. 3. Le présent arrêté sera publié dans la Feuille officielle.

388

Bekämpfung der Trunksucht.

Statistik der Mäßigkeitswirthschaften in der Schweiz.

Die erste Mäßigkeitswirthschaft in der Schweiz wurde in Boudry im Jahre 1878 eröffnet. Ihr folgten noch im gleichen Jahre drei andere, nämlich eine in Corcelles (Nenenbnrg), eine in Genf (Kreis Collogny) und eine in Orbach (Orbe). Im nächsten Jahre bestunden 4 solche Wirthschaften im Kanton Neuenburg, 3 im Kanton Genf und 3 im Kanton "Waadt. Im Jahre 1880 besaß der Kanton Neuenburg derselben 6, der Kanton Genf 5, der Kanton Waadt 3, der Kanton Bern 4 und der Kanton Basel-Stadt 1. Im darauffolgenden Jahre betrug die Anzahl der Säle zum blauen Kreuze, wie diese Wirthschaften auch genannt werden, im Kanton Neuenburg 8, im Kanton Genf 6, im Kanton Waadt 6, im Kanton Bern 4, im Kanton Basel-Stadt l '.

Ueher die seitherige Verbreitung gibt nns nun nachfolgende, auf amtlichen Angaben beruhende Tabelle Aufschluß :

Kantone

1882 1883 1884 1885 1886 1887 1888 1889 1890 1891

Zürich Bern 6 Luzern .

.

Uri Schwyz . . . .

.

Obwalden . . . .

Nidwaiden . . .

ölarus Zug 1 Freibnrg . . . .

Solothnrn . . . .

Basel-Stadt . . . --1 Basel-Land . . .

Seh äff hausen . .

Appenzell A. Rh. . -- Appenzell I. Rh. . -- St. Gallen .

. . -- Granbünden . .

Aargau . . -- Thurgan . . -- Tessin .

. . -- --9 Waadt .

. . ___ Wallis .

, .

9 Neuenburg . .

6 Genf . .

Schweiz

32

8 13

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13 13

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12

_

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17

1 16

1 14

1 16

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2 --2

3 --2

5 --2

-- -- -- ~2 -- -- -- -- -- -- -- 27 18 21 -- 1 1 1

-- -- -- 4 -- -- -- -- 32 1

-- -- -- 4 -- -- -- -- 39 1

_

1

2

2

2

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-- -- 1 -- -- -- __

5 --3 1 --1

_5

4

3 --1

--1 -- -- 45 1

3 2 --1

--~ -- 51 2

14 7

16 11

16 13

20 15

20 18

21 21

24 34

27 34

27 34

48

60

64

75

84

101

126

137

1462

1 Siebe den Bericht des schweizerischen MSssigkeitsvereins vom Jahre 1882, 2. Lieferung, Seite 57 u.

ff.

^ 1 In 116 verschiedenen Ortschaften, deren Verzeichniss in der nächsten Nnmmer veröffentlicht werden soll.

Eidg. statistisches Sureau.

389

JPiitolikation.

Samstags den 19. September nächsthin, Nachmittags 2 Uhr, wird im Vorsaale des Nationalrathes die Ausloosung der pro 31. Dezember d. J. zur Rückzahlung gelangenden Obligationen der 3Va °/o eidg. Anleihen von 1887 und 1888 stattfinden.

B e r n , den 10. September 1891.

Eidgenössisches Finanzdepartement: Häuser.

Zahl der überseeischen Auswanderer aus der Schweiz.

Monat.

Januar bis Ende Juli August Januar bis Ende August .

Zu- oder Abnahme.

1891.

1890.

.4600 569

4919 499

319 70

5418

249

5169

B e r n , den 14. September

1891.

[B. B. 9l. IV. 214.]

Eidg. statistisches BUreau.

Bekanntmachung Es ist dem Bundesrathe unmöglich, auf alle einzelnen Glückwünsche zu antworten, welche ihm von Überall her anläßlich der 600jährigen Gründungsfeier der Eidgenossenschaft zugekommen sind.

Er hat uns deßhalb beauftragt, allen Einsendern solcher Glückwünsche auf diesem Wege seinen aufrichtigen Dank und seine lebhafte Genugthuung darüber auszusprechen.

B e r n , den 8. September 1891.

Schweiz. Bundeskanzlei.

390

Verpfändung einer Eisenbahn.

Der Verwaltungsrath der Schynige Platte-Bahn sucht mit Eingabe vom 22. August 1891 um die Bewilligung nach zur Verpfandung im I. Rang ihrer im Bau befindlichen, 7,2 Kilometer langen Linie von Gsteig-Wilderswyl auf die Schynige Platte, sammt Zubehörden und Rollmaterial, zum Zwecke der Sicherstellung eines auf den Bau und die Ausrüstung der Linie zu verwendenden 4Va °/o Anleihens im Betrage von Fr. 1,500,000.

Gesetzlicher Vorschrift gemäß wird vorstehendes Verpfändungsgesuch hiemit öffentlich bekannt gemacht, unter gleichzeitiger Ansetzung einer mit dem 26. September nächsthin auslaufenden Frist, binnen welcher allfällige Einsprachen gegen die beabsichtigte Verpfändung dem Bundesrathe schriftlich einzureichen sind.

B e r n , den 8. September [8/2]

1891.

Im Namen des Schweiz. Bundesrathes:

Die Bundeskanzlei.

Bekanntmachung.

Die belgische Gesandtschaft in Bern zeigt den in der Schweiz niedergelassenen Belgiern an, daß sie, nachdem sie sich über ihre Staatsangehörigkeit ausgewiesen haben, sich in ein zu diesem Zweck auf der Kanzlei der Gesandtschaft, sowie eines jeden Konsulates geführtes Register eintragen lassen können.

Diese durchaus im Interesse der belgischen Staatsangehörigen getroffene Maßregel gibt den eingeschriebenen Personen ein Mittel ,, an die Hand, um zu beweisen, daß sie, weil sie sich mit der Absicht, wieder heimzukehren, im Aualaade niedergelassen haben, ihre Nationalität beizubehalten wünschen, und erlaubt ihnen, wenn nöthig, mit der Gesandtschaft und den Konsulaten leicht in Beziehungen zu treten. Bescheinigungen über erfolgte Eintragung werden auf Verlangen Jedermann zugestellt.

B e r n , im September

1891.

Schweiz. Bundeskanzlei.

391

Zur Notiznahme.

Für den Monat August 1891 sind keine Tarifentscheide des Zolldepartements zu verzeichnen.

B e r n , den 16. September 1891.

Schweiz. Oberzolldirektion.

Inhalt des schweizerischen Handelsamtsblattes.

JVi 183, vom 9. September 1891.

,,

Abhanden . gekommene Werthtitel. Handelsregistereinträge.

Fabrik- und Handelsmarken. Wochensituation der" schweizerischen Emissionsbanken. Einnahmen der schweizerischen Zollverwaltung.

Uhrensendungen nach Frankreich. Eisenbahnen. Postdampfschiffe.

Konzessionsertheilung an die Versicherungsgesellschaft ,,Teutoniatt.

Situation ausländischer Banken. Telegramme. <

JV° 184, vom 11. September 1891.

Abhanden gekommene Werthtitel.

Handelsregistereinträge.

Fabrik- und Handelsmarken. Einfuhr in den freien Verkehr im Monat August. Bilanz einer Versicherungsgesellschaft. Zollwesen : Vereinigte Staaten. Weltpostverein. Situation ausländischer Banken.

Telegramme.

JV» 185, Tom 12. September 1891.

Abhanden gekommene Werthtitel. Handelsregistereinträge.

Fabrik- und Handelsmarken. Italienische Weine. Situation ausländischer Banken. Telegramme.

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Bundesblatt

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Foglio federale

Jahr

1891

Année Anno Band

4

Volume Volume Heft

38

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

16.09.1891

Date Data Seite

380-391

Page Pagina Ref. No

10 015 438

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