1229

ST

Bekanntmachungen von

Departementen und andern Verwaltungsstellen des Bundes.

Tarifentscheide des

Zolldepartements im Monat Juli 1890.

Tarif- Zollansatz, nummer.

Fr. Ct.

9.

10. --

1112.

40. -- 100.

12.

100. -- 16 --.30 110. 6% v. Werth 139.

16. -- 190.

16. -- 194.

50. --

306 a.

307.

3. -- 16. --

346.

382.

16. -- 8. --

Wachs, schwarzes (sog. Gibernen-Wachs).

In den Tariferläuterungen ist zu streichen : ,,Süßholzsaft in Pastillenformel (siehe Tarifentscheide vom Monat März 1890, sub Nr. 194: ,,Pastillen in Detailpackung, mit oder ohne Heilanpreisung").

Kolapräparate mit Heilanpreisung.

Chromchlorid.

Feuerspritzen (Fahrspritzen). « Modelle von Messing für Maschinenfabriken.

Kolapulver in revidirbaren Büchsen etc. ohne Heilanpreisung.

Kolabrödchen, Kolabiscuits und Kolapastillen; Gänseleber, zubereitet, trüffirt oder nicht.

Asbestschnüre von oder über 6 mm. Dicke.

In den Tariferläuterungen ist nach ,,Asbestschntire" einzuschalten: ,,unter 6'mm. Dicke".

Filzwaaren ohne Näharbeit: gebleicht.

Felle mit ausgestopften Thierköpfen, bloß zugerichtet, nicht zugeschnitten und abgepaßt.

1230

32. Wochenbulletin über die Geburten und Sterbefälle.

Vom 3. bis 9. August 1890.

Während der verflossenen Woche sind dem eidg. statistischeo Bureau von den Civilstandsbeamten der 15 größern städtischen Gemeinden der Schweiz, nämlich: Zürich, Genf, Basel, Bern, Lausanne, St. Gallen, Chaux-de-Fonds, Luzern, Neuenburg, Winterthur, Biel, Herisau, Schaffhausen, Freiburg und Locle, deren Gesammt-

bevölkerung 480,388 beträgt, 242 Lebendgeburten, 147 Sterbelalle, wovon l in Basel verstorben und Winterthur zugezählt, weil dort wohnhaft, und 10 Todtgeburten angezeigt worden. Außerdem von auswärts: 17 Geburten, 27 Sterbefälle, den oben erwähnten Fall mitgerechnet, und 2 Todtgeburten.

Von den Verstorbenen waren 40 im ersten Lebensjahre, außerdem 2 von auswärts kommend.

An den meist verhütbaren Krankheiten starben 8, außerdem 3 von auswärts Gekommene, d. h. welche ihren Wohnsitz in einer ändern Ortschaft hatten.

Es starben: an Blattern 3 in Bern; -- an Masern l in Bern; -- an Scharlach 0; -- an Diphtheritis und Croup 3 (l in Genf, l in Bern, von Wyler kommend, und l in Lausanne, von Forel kommend); -- an Keuchhusten 4 (l in Genf, 2 in Bern und l in Lausanne); -- an Rothlauf 0; -- an Typhus 2 (l in Basel, von Winterthur kommend, und l in Bern) ; -- an infektiösen Kindbettkrankheiten 0; -- an Darmkatarrh der kleinen Kinder 26 (l in Zürich, l in Außersihl, l in Enge, l in Hirslanden, l in Wiedikon, 2 in Genf, l in Plainpalais, 4 in Basel, wovon l von Birsfelden kommend, l in Bern, 2 in Lausanne, wovon l von Ciarens kommend, 3 in St. Gallen, 2 in Chaux-de-Fonds, l in Neuenburg, l in Herisau und 4 in Freiburg).

21 Todesfälle sind als Opfer der Lungenschwindsucht angegeben, außerdem l Person, welche von auswärts kam und also nicht zu der Wohnbevölkerung der Städte gehört; in der entsprechenden Woche des letzten Jahres (4. bis 10. August) 18 -|- l von auswärts; -- 9 sind infolge akuter Krankheiten der Athmungsprgane gestorben, außerdem 2 von auswärts (statt 8 -j- 2); -- 7 infolge organischer Herzfehler, außerdem 5 von auswärts (statt 5 + 1); -- 9 an Schlagfluß, außerdem l von auswärts (statt 7); -- infolge Unfall starben 3, außerdem 2 von auswärts; -- durch Selbstmord l ; -- infolge fremder strafbarer Handlung l ; -- 6 Kinder starben infolge angeborner Lebensschwäche und 5 Greise infolge Altersschwäche, außerdem l von auswärts kommend.

1231 Auf l Jahr und 1000 Einwohner berechnet, ergibt sich für obgenannte Städte eine Totalsterblichkeitsziffer von 16,0 °/oo, für die 4 vorhergehenden Wochen eine solche von 17,3,16,7, 15,6, 14,2 °/oo.

Nach Alter und Geschlecht ausgeschieden, vertheilen sich die Sterbefälle (mit Einschluß der von auswärts Gekommenen) wie folgt: Sterbefälle Sterbefälle Gesammtzahl infolge von akuten infolge von der Sterbefälle. Krankheiten der LnngenAthmnngsorgane. Schwindsucht.

M.

W.

M. W.

M.

W.

25 10 6 . 25 25 1.

D D 16 « 60 ,, 79 ,, _ 80 und mehr Jahren 1 Ohne Angabe des Alters --

17 5 6 12 11 9 5 --

108

65

Von 0 bis 1 Jahr ,, 1 ,, 4 Jahrea n " n 1" n ,, 20 ,, 39 ,, 40

59

1 1

--1 --2 2 1 1 --

-- -- 1 --

7

4

·

--1

1 1

-- -- 1 2 1

--9 5 2 -- --


18

4

Nach den Ortschaften ausgeschieden, vertheilen sich die Sterbefälle infolge von akuten Krankheiten der Lunge, von Lungenschwindsucht und Durchfall der kleinen Kinder wie folgt: Akute Krankheiten Lungender Lunge, schwindSterbefalle. sucht

Zürich . . .

Genf . . . .

Basel . . . .

Bern . . . .

Lausanne . .

St. Gallen . .

Chaux-de-Fonds Luzern . . .

Neuenburg .

Winterthur .

Biel . . . .

Herisau . . .

Schaffhausen .

Freiburg . .

Locle . . . .

1 2 1 3 -- -- 3 -- -- -- 1 -- -- -- --

2 2 4 2 4 2 1 -- 1 2 -- 1 1 -- --

Durchfall der kleinen Kinder von

3 _ 5 8 -- 8 9 -- 12 1-- 2 untir 1 Monat. Moniten. Monaten. Monaten. Monaten, 1 3 1 -- -- 1 -- 1 -- -- -- -- -- -- 1 -- -- --

1 1 1 -- 2 1 --1 -- -- -- -- 4 --

2 1

-- 1

--1 1



-- -- -- -- -- -- ·-- --

--

--

1 -- 2"' lakin.

-- -- -- -- -- --|




1232

Morbidität, Vom 3. bis zum 9. August 1890 sind folgende Fälle von -ansteckenden Krankheiten angezeigt worden : O O 1. Pocken und modiflzirte Blattern.

Bern: 10 Fälle.

2. Masern.

Groß-Zürich: 1 Fall. -- Bern: 10 Fälle. -- Neuenburg (Kanton): 4 Fälle, wovon 2 in Chaux-cle-Fonds und 2 in Boudry. -- Waadt (Kanton): Einige Fälle im Kanton herum.

3. Scharlachfieber.

Groß-ZUrich: l Fall. -- Basel-Stadt: l Fall. -- Bern: 4 Fälle.

-- Neuenburg (Kanton): 2 Fälle, je l in Chaux-de-Fonds und Travers. -- Waadt (Kanton): 6 Fälle.

é. Diphtheritis and Croup.

.Schafthausen (Kanton): 3 Fälle im Klettgau. -- Basel-Stadt: 4 Fälle. -- Bern : 2 Fälle von auswärts.

5. Keuchhusten.

Basel-Stadt: 9 Fälle.

6. Varicellen.

GroO-ZUrïch: l Fall. -- Basel-Stadt: 2 Fälle.

7. Rothlauf.

Basel-Stadt: 4 Fälle.

8. Typhus.

Groß-ZUrich: 4 Fälle. -- Basel-Stadt: 7 Fälle. -- Bern: 2 Fälle, wovon l von auswärts. -- Neuenburg (Kanton): l Fall in Chauxde-Fonds. -- Waadt (Kanton) : l Fall, aus der Kaserne in Liestal .kommend.

9. Puerperalfleber.

Basel-Stadt: l Fall. -- Waadt (Kanton): l Fall.

1233

öesammtbestand der Kranken und Aufnahmen in den Krankenanstalten der grösseren Ortschaften der Schweiz.

In der Woche vom 3. bis 9. August 1890.

Kautonsspital Zürich (448 Betten). -- Spital Genf (330 Betten). -- Bürgerspital Basel (462 Betten). -- Inselspital Bern (320 Betten). -- Kantonsspital Lausanne (395 Betten). -- Kantonsspital St. Gallen (347 Betten). -- Spital in Chaux-de-Fonds (45 Betten). -- Bürgerspital Luzern (HO Betten). -- Gemeindespital in Neuenburg (54 Betten). -- Hôpital de la Providence Neuenburg (47 Betten). -- Kantonsspital Winterthur (115 Betten). -- Spital Herisau C<5 Betten).-- Krankenhaus Schaffhausen (100 Betten). -- Bürgerspital Freiburg (105 Betleu). -- Hôpital de la Providence Freiburg (50 Betten). -- Spital Lode (16 Betten).

  1. Aufnahmen von Kranken.

Zahl der Wovon aufgenommenen von auswärts.

Kranken.

kommend.

-- i 2 . -- l --

  1. Pockeu 2. Masern 3. Scharlach

4.

5.

6.

7.

b.

9.

10.

11.

12.

Keuchhusten Diphtherie u n d Group . . . . .

Rothlauf Unterleibstyphus» Andere infektiöse Krankheiten . .

Lungenschwindsucht Andere tuberkulöse Krankheiten .

Akuter Gelenkrheumatismus . . .

Akute Krankheiten der Athmungsorgane 1 3 . Akute Darm-Krankheiten . . . .

14. Alle übrigen Krankheiten . . . .

15. Unfälle Total

-- 4 2 12 9 12 10 7

-- l l 2 5 9 5 3

10 6 230 54 359

4 -- 98 20 Î49

2. Der Gesammtbestand der Kranken war am 2. August in den genannten Krankenanstalten 1961.

Er ist am 9. August 1936.

Eidg, statistisches Bureau, Bimdesblatt. 42. Jahrg. Bd. 111.

82

1234

Eidgenössisches Polytechnikum in Zürich,, Verzeichnis» der

Torlesungen, welche im Schuljahre 1890/91, beziehungsweise int Wintersemester vom 21. Oktober 1890 bis 21. März 1891, am eidg. Polytechnikum gehalten werden.

  1. Bauschule (7 Semester). Lasius, Vorstand. 1. J ah r esk u r s. Rudio: · Höhere Mathematik. W e i l e r : Darstellende Geometrie mit Uebungen.

Lasius: Bankonstruktionslehre; Architekturzeichnen; Baukonstruktionsübungen. Stadier: Ornamentzeichnen. R a h n : Kunstgeschichte. Vacat: Modelliren.

2. J a h r es k u r s. S t adi er: Styllehre; Kompositionsübungen L a s i u s : Baukoustruktionslehre; Gebäudelehre; Perspektive mit Uebungen; Baukonstruktionsübungen. Pestalozzi: Ingenieurkunde. H e r z o g : Baumechanik. S t ad l er: Ornamentzeichnen; Landschaftszeichnen.

3. Jahreskurs. S t a d i e r : Styllehre. B l u n t s c h l i : KompositionsÜbungen. S t a d i e r : Ornamentzeichnen. L a s i u s : Innerer Ausbau; Heizung und Ventilation; Gebäudelehre. L a s i u s mit Tetinaer: Baukonstruktionsübungen. T r eichler: Allgemeine Rechtslehre. Vacat: Figurenzeichnen. T e t m a j e r : Technologie der Baumaterialien. H e i m : Technische Geologie.

,, 4. J a h r e s k u r s (7.Semester). B i n n t s c h l i : Styllehre ; Kompositionsübungen. Sta dl er: Ornamentzeichnen ; Landschaftszeichnen.

In das Sommersemester fallen überdies am l, Kurs : Baumechanik ; am 2. Kurs: Technologie der Baumaterialien; allgemeine Rechtslehre: am 3. Kars: Abfuhr, Wasserversorgung, Kostenanschläge; Landschaftszeichnen.

B. Ingenieurschule (7 Semester). P e s t a l o z z i , Vorstand. 1. J a h r e s k u r s .

F r o b e n i u s : Differential-und Integralrechnung. F r a n e l : Dasselbe französisch. W.Pi edler: Darstellende Geometrie mit Hebungen. G e i s e r : Analytische Geometrie. Lasius : Baukonstruktionslehre. Vacat: Baukonstruktionszeichnen. H e i m : Technische Geologie. B e c k e r : Planzeichnen.

2. J a h r e s k u r s . Frobenius: Theorie der gewöhnlichen Differentialgleichungen. F r a n e l : Dasselbe französisch. W . F i e d l e r : Geometrie der Lage. H e r z o g : Mechanik. W e b e r : Physik. D e e h e r : Topographie.

T e t m a j e r : Technologie der Baumaterialien. Fritz: Baumaschmenlehre.

A n m e r k u n g . Die mit * bezeichneten Fächer sind an der betreffendem Fachschule nicht obligatorisch.

1235 3. J a h r e s k u r s . R i t t e r : Graphische Statik; steinerne Brücken; Konstruktionsübungen. G e r l i c h : Erd- und Tunnelbau; Konstruktionsübungen. P e s t a l o z z i : Fundirungen und Wehrbau; Konstruktionsübungen. F l i e g n e r : Theoretische Maschinenlehre. D e c h e r : Geodäsie.

B e c k e r : Kartenzeichnen. W öl f e r : Einleitung in die Astronomie.

4. J a h r e s k u r s (7. Semester). B i t t e r : Eiserne Brücken; Konstruktionsübungen. G e r l i c h : Straßen- und Eisenbahnbau; Konstruk, tionsübungen. P e s t a l o z z i : Kanal- und Seeuferbau: Kontruktionsübungen. T r e i c h l e r : Allgemeine Rechtslehre. W o l f : Mechanik des Himmels.

In. das Sommersemester fallen überdies am 1. Kurs: Technologie der Baumaterialien und Mechanik: am 2. Kurs: Praktische Hydraulik, graphische Statik J, Feldmessen und Steinschnitt ; am 3. Kurs : Flußbau, hölzerne und eiserne Brücken, Straßen- und Eisenbahnbau; astronomische Uebungen, allgemeine Rechtslehre.

C Mechanisch-technische Schule ( 7 Semester ). " W e h e r , Vorstand.

  1. J a h r es k u r s. Frobenius: Differential- und Integralrechnung.

F r a n e l : Dasselbe französisch. W . F i e d l e r : Darstellende Geometrie mit Uebungen. G r e i s e r : Analytische Geometrie. F r i t z : Maschinenzeichnen. G o l d s c h m i d t : Chemie. H a n t z s c h : * Chemisches Laboratorium.

2. Jahreskurs. F r o b e n i u s : Theorie der gewöhnlichen Differentialgleichungen. F r a n e l : Dasselbe französisch. H e r z o g : Mechanik, 2. Theil. W e b e r : Physik. V e i t h : Maschinenbau (Maschinenelemente) und Maschinenkonstruiren. E s c h e r - Mechanische Technologie ; *Müllerei.

3. Jahreskurs. P l i e g n e r : Theoretische Maschinenlehre, 2. Theil; Theorie der Schiebersteuerungen. V e i t h : Turbinen und Wasserräder; Wasserförderungsmaschinen: Maschin en konstruiren. T e t m a j e r : Civilund Brückenbau. P e r n e t : Anleitung zu physikalischen Uebungen; physikalische Uebungen. E s c h e r : *Müllerei; *Spinnereimechanik.

4. J a h r e s k u r s (7. Seinester). T e t m a j e r : Hebungen in Civil- und Brückenbau. W e b e r : Prinzipien der Elektrotechnik ; elektrotechnisches Laboratorium. E s c h e r : *Spinnereimechanik. F l i e g n e r : Regulatoren.

D e n z l e r : *Elektrische Technologie II ; *Elektromotoren und ihre Anwendungen; * Berechnung und Konstruktion dynamo-elektrischer Maschinen; *Konstruktionsübungen für Elektrotechniker.

In das Sommersemester fallen überdies am 1. Kurs: Mechanik I, Metallurgie und Elemente des Maschinenbaues ; am 2. Kurs: Praktische Hydraulik und Maschinenlehre; am 3. Kurs: Elektrotechnik und Uebungen.

in Civil- und Brückenbau.

D. Chemisch-technische Schule. L u n g e , Vorstand, a) T e c h n i s c h e R i c h t u n g ( 3 J a h r e s k u r s e ) . 1 . J a h r e s k u r s : R u d i o : Höhere Mathematik H a n t z s c h : Unorganische Chemie; chemisch-analytisches Praktikum. T r e a d w e l l : Analytische Chemie. K e n n g o t t : Mineralogie.

G r a m e r : Allgemeine Botanik.

2. J a h r e s k u r s . L u n g e : Metallurgie ; Fabrikation chemischer Produkte; chemisch-technisches Praktikum. H a n t z s c h : Chemie der Benzolderivate. P e r n e t : Chemische Physik. F r i t z : Allgemeine Maschinenlehre; technisches Zeichneu. S c h r ö t e r : "-'Technische Botanik.

1236 3. J a h r e s k u r s . L u n g e : Faserstoffe, Bleicherei, Färberei, Farbstoffe. H e u m a an: Beleuchtung; Glas- und Thonwaarenfabrikation.

H a n t z s c h : Chemisch-analytisches Praktikum. L u n g e : Chemisch-technisches Praktikum. K e n n g o t t : Bestimmen der Minerale. H e i m : Allgemeine Geologie. G o l d s c h m i d t : *Chemie der Pyridinderivate. Treadw e l l : *Gasanalyse.

Im Sommersemester werden ferner vorgetragen am 1. Kurs: Organische Chemie, chemische Physik, Pétrographie, Anatomie und Physiologie des Menschen; am 2. Kurs: Chemische Technologie der Baumaterialien, mechanische Technologie, Heizung und Ventilation; am 3. Kurs: Künstliche organische Farbstoffe, Nahrungsgewerbe, Papierfabrikation.

b) P h a r m a z e u t i s c h e R i c h t u n g (4 Semester). 1. J a h r e s k u r s : H a n t z s c h : Unorganische Chemie; chemisch-analytisches Praktikum., T r e a d w e l l : Analytische Chemie. P e r n e t : Experimentalphysik ; K e n n g o t t : Mineralogie. C r a m e r : Allgemeine Botanik.

2. J a h r e s k u r s . L u n g e und S c h ä r : Chemisch-pharmazeutisches Praktikum. L u n g e : *Fabrikation chemischer Produkte. H a n t z s c h : Chemie der Benzolderivate. S c h ä r : Pharmakognosie ; *Toxikologie ; physiologische Chemie. Heumann: Untersuchung der Lebensmittel.

J ä g g i : Pharmazeutische Botanik. H e i m : * Allgemeine Geologie.

Schröter: Botanik. G r a m e r : *Mikroskopische Uebungen.

Im Sommersemester wird ferner vorgetragen am 1. Kurs: Organische Chemie, Zoologie und spezielle Botanik; am 2. Kurs: Pharmazeutische Chemie und Nahrungsgewerbe.

E. Land - und forstwirthschaftliche Abtheilung. I. F o r s t s c h u l e .

(3 Jahreskurse.) Landolt, Vorstand. 1. J a h r e s k u r s . Radio: Höhere Mathematik. P e r n e t : Experimentalphysik. C r a m e r : Allgemeine Botanik. C. K e l l e r : Zoologie. B e c k e r : Planzeichnen. L a u d o l t : Einleitung in die Forstwissenschaft 2. J a h r e s k u r s . P es t alo zzi: Straßen- und Wasserbau. B ü h l e r : Waldbau I ; Exkursionen und Uebungen ; *Uebungen im forstlichen Laboratorium. S c h u l z e : Agrikulturchemie ; * agrikulturchemisches Laboratorium. B e c k e r : Planzeichnen. D e c h e r : Topographie. H e i n i : Allgemeine Geologie. C r a m e r : Pflanzenpathologie ; mikroskopische Uebungen. P l a t t e r : Nationalökonomie. C h a r t o n : Economie politique. W e i l e n m a n n : Klimatologie. S c h r ö t e r : *Die Alpenflora.

3. J a h r e s k u r s . B o u r g e o i s : Conservation des forêts; police et politique forestière. B ü h l e r : Waldbau II; *Uebungen im forstlichen Laboratorium. L a n d o 11 : Forstliche Betriebslehre ; Forstbenutzung ; Exkursionen und Uebungen. P e s t a l o z z i : Straßen- und Wasserbau.

C. K e l l e r : Spezielle Porstzoologie. T r e i c h l e r : Allgemeine Rechtslehre. D e c h e r : *Geodäsie. S t e b l e r : *Alpwirthschaft.

In das Sommersemester fallen überdies am 1. Kurs: Organische Chemie, spezielle Botanik, Pétrographie, Meteorologie, Uebungen im Laboratorium, mikroskopische Uebungen ; am 2. Kurs : Feldmessen, Bodenkunde, Verhalten der Holzarten, Holzertrags- und Zuwachslehre, Rechtslehre; am 3. Kurs : Waldwerthberechnung, Forstgesetzgebung, Geschäftskunde.

II. L a n d w i r t s c h a f t l i c h e S c h u l e . (2 1/2 Jahreskurse.) K r ä m e r , Vorstand. 1. J a h r e s k u r s . H a n t z c h : Unorganische Chemie.

P e r n e t : Experimentalphysik. C. K e l l e r : Zoologie. C r a m e r : Allgemeine Botanik. P l a t t e r : Nationalökonomie. C h a r t o n: Economie

123T politique. K r ä m e r : Allgemeine Landwirthschafts- (Betriebs-) Lehre.

B e c k e r : * Planzeichnen. Wiß: *Algebra. G r ö b l i : *Trigonometrie.

2. J a h r e s k u r s . K r ä m e r : Allgemeine Landwirthschafts-(Betriebs-) Lehre; allgemeine Thierproduktionslehre. N o w a c k i : Klimatologie; Bodenkunde; Beackerung und Düngung ; S c h u l z e : Agrikulturchemie.

Meyer: Gesundheitspflege der Hausthiere. C r a m e r : Pflanzenpathologie; mikroskopische Uebungen. M e r t e n s : Obstbau und Obstkunde.

H e i m : Allgemeine Geologie. F r i t z : Landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe. P l a t t e r : Finanzwissenschaft. C h a r t o n: Science financière. P e s t a l o z z i : *Strassen-und Wasserbau. Decher: «TopographieS c h r o t e r: *Die Alpenflora. Sch oc h: *Fischerei und Fischzucht.

3. J a h r e s k u r s . (5. Semester.) K r ä m e r : Landwirthschaftliche Ertragsanschläge; Rindviehzucht; *Grundzüge der landwirtschaftlichen Betriebseinrichtung S c h n e e h e l i : Landwirthschaftliche Buchführung; Kleinviehzucht. K r ä m e r , N o w a c k i und S c h n e e b e l i : Agronomische Hebungen; *landwirthschaftlich-seniinaristische Uebungen. N o w a c k i : Ent- und Bewässerung. S c h u l z e : Landwirthschaftlich-chemische Technologie; Uebungen im agrikulturchemischen Laboratorium. K r a u er: Weinbau und Weinbehandlung. T r e i c h l e r : *Allgemeine Rechtslehre.

L a n d ölt: *Forstwirthschaft für Landwirthe. Z w i c k y : * Landwirtschaftliches Bauwesen. S t e b l e r : *Alpwirthschaft.

In das Sommersemester fallen überdies am 1. Kurs : Organische Chemie, Anatomie und Physiologie der Hausthiere, spezielle Botanik, Pflanzenphysiologie, mikroskopische Uebungen, Pétrographie, Geschichte und Literatur der Landwirthschaft; am 2. Kurs: Uebungen im landwirthschaftlich-chemischen Laboratorium, allgemeiner und spezieller Pflanzenbau, Rindviehzucht, Krankheiten der Hausthiere, insbesondere Seuchenkunde, Exterieur des Pferdes, Hufbeschlag und Pferdezucht, Feldmessen., allgemeine Rechtslehre.

III. K u l t u r -1 n g e n i e u r - S c h u l e . (7 Semester.) Z w i c k y , Vorstand. 1. J ä h r es k n r s. R u d i o: Höhere Mathematik. W e i l e r : Darstellende Geometrie. L a s i u s : Baukonstruktionalehre. Vacat: Baukonstruktionszeichnen. B e c k e r : Planzeichnen. G r a m e r : Allgemeine Botanik. H a n t z s c h : Unorganische Chemie.

2. J a h r e s k u r s . W e b e r : Physik. Decher: Topographie. F r i t z : Baumaschinenlehre mit Konstruktionsübungen H e r z o g : Baumechanik..

Wiß: Dynamik und Hydraulik. S c h u l z e : Agrikulturchemie. H e i m : Allgemeine Geologie. P l a.t t e r : Nationalökonomie.

3. J a h r e s k u r s , il i t t e r : Steinerne Brücken. P e s t a l o z z i : Fundirungen und Wehrbau: Konstruktionsübungen. B e c k e r : Kartenzeichnen. D e c h e r : Geodäsie. Z w i c k y : Landwirtschaftliches Bauwesen: Erd- und Straßenbau ; Konstruktionsübungen. N o w a c k i : Klinuatologie; Bodenkunde; Ent- und Bewässerung; Beackerung und Düngung.

K r ä m e r : Grundzüge der landwirtschaftlichen Betriebseinrichtung.

4. J a h r e s k u r s. (7. Semester.) F l i e g n e r : Maschinenlehre.

T r e i c h l e r : Allgemeine Rechtslehre. Z w i c k y : Kulturtechnik II ; Feldbereinigung; Konstruktionsübungen; Kostenanschläge. K r ä m e r : .

Landwirthschaftliche Ertragsauschläge. L a n d o 11 : Forstw n thschaft für Landwirthe.

In das Sommersemester fallen überdies am 1. Kurs: Baumechanik l, Technologie der Baumaterialien I, spezielle Botanik, organische Chemie, Pétrographie; am 2. Kurs: Praktische Hydraulik, Steinschnitt, Feld-

1238 messen, Landwirthschaft; am 3. Kurs: Flußbau, Brückenbau, Futtergewächsbau. Getreidebau, agronomische Uebungen, Kulturtechnik I, Kasterwesen F. Schule für Fachlehrer in mathematischer und b e n i u s , Vorstand. 1.Jahreskurs.. F r o b e n i u s : .Differentialund Integralrechnung. P r a n e l : Dasselbe französisch. G e i s e r : Analytische Geometrie. W. F i e d l e r : Darstelleade Geometrie mitUebungen.

F r i t z : Technisches Zeichnen. D e c h e r : Topographie.

Die f o l g e n d e n 3 J a h r e s k u r s e. F r o b e n i n s : Theorie dor gewöhnlichen Differentialgleichungen mit Uebungen. Franel: Dasselbe) französisch. W . F i e d l e r : Geometrie der Lage. W. F i e d l e r und F r a n e l : Mathematisches Seminar. & e i s e r : Invariantentheorie II, H e r z o g : Mechanik II. S c h o t t k y : Theorie der elliptischen Funktionen: Probleme der analytischen Mechanik. Rudio Theorie der algebraischen Gleithungen. R e b s t e i n : Methode der kleinsten Quadrate. E. F i e d l e r : Metrik der homogenen Coordiuaten. W e b e r : Physik; die Prinzipien der Elektrotechnik; physikalisches und elektrotechnisches Laboratorium.

K o p p : Polarisation und Doppelbrechung des Lichts. W o l f e r : Einleitung in die. Astronomie. W o l f : .Mechanik und Physik des Himmels; Geschichte der (Gradmessungen.

2. N a t n r w i s s e n s c h a f t l i c h e S e k t i o n . (3 J a h r e s k u r s e.)

H e i m , Vorstand. 1. J ah r es k ü r s. R u d i o: Höhere Mathematik.

Hantzsch: Unorganische Chemie ; chemisch-analytisches Praktikum.

K e u n g o t t : Mineralogie. C r a m e r : Allgemeine Botanik. L a n g : A l l gemeine Zoologie.

D i e f o l g e n d e n z w e i Jahreskurse. H a n t z s c h : Chemischanalytisches Praktikum ; Chemie der Benzolderivate. L u n g e : Chemisch· technisches Praktikum; Fabrikation chemischer Produkte. H e u m a n n : Untersuchung der Lebensmittel. T r e a d w e l l : Analytische Chemie.

P e r n e t : Chemische Physik ; physikalisches Praktikum. W o 11'e r : Einleitung in die Astronomie. K e n n g o t t : Bestimmen der Minerale.

H e i m : Allgemeine Geologie; Urgeschichte des Menschen. C r a m e r : Pflanzenpathologie; mikroskopische Uebungen H e i m , und S c h r ö t e r : Seminaristische Hebungen G v ü b e n m a n n : Mikroskopische Physiographie der Gesteine; ausgewählte Kapitel der physikalischen Krystallographie. S c h r ö t e r : Pflanzengeographie; die Alpenflora; technische Botanik; die Pflanzen der Vorwelt. J ä g g i : Ausgewählte Pflanzenfamilien. L a n g : Vergleichende Anatomie der Wirbelthiere; zootomischmikroskopiscuer Uebungskursus; zoologisches Laboratorium. 0. K e l l e r : Bewegungsorgane and Nervensystem des Menschen. W e i l e n in a n n : Klimatologie.

0. Allgemeine philosophische und staatswirthschaftliche Abtheilung P l a t t e r , Vorstand. A . M a t h e m a t i s c h e , n a t u r w i s s e n s c h a f t l i c h e u n d t e c h n i s c h e F ä c h e r . 1 . M a t h e m a t i k . B e y e l : Centralprojektion, Transformationen, Axonometrie: projektiische Geometrie; Rechenschieber: flächen II. Gradas. E. F i e d l e r : .Metrik in homogenen Coordinaten. W. F i e d l e r : Projekt!ve Coordinaten und Elemente der analytischen Geometrie der Lage. F r a n e l : Algebre ; Trigonométrie.

G r ö b l i : Elemente der ebenen und sphärischen Trigonometrie. J. K e l l e r Elemente der darstellenden Geometrie; ebene und sphärische Trigonometrie mit Uebungen; Theorie der Centralprojektion und Projektivitüt ;

1239 Kegelschnittbüschel und Kegelschnittschaaren. K r a f t : Kinematik and Statik; graphisches Rechnen ; Ausdehnungslehre: synthetische Geometrie der Ebene. E e b s t e i n : Methode der kleinsten Quadrate; die mathemathischen Grundlagen der Mortalitätsstatistik, der Lebens- und Rentenversicherungen. R u d i o: Theorie der algebraischen Gleichungen. W iß: Algebra. W o l f : Geschichte der Gradmessungen. W o l f e r : Spezielle -Kapitel aus der Theorie der astronomischen Instrumente.

2. N a t u r w i s s e n s c h a f t e n . C o n s t a m : Thermochemie; Chemie des Naphtalins und Anthracens; Geschichte der Chemie. C r a m e r : Pflanzenpathologie; mikroskopische Uebungen. Feist: Chemie der Kohlehydrate; Besprechung der neuesten chemischen Literatur. K. Fiedler: Die Methoden der mikroskopischen Technik. G o l d s c h m i d t : Chemie der Pyridinderivate ; Theorie der organischen Farbstoffe. G r u b e n m a n n : Mikroskopische Physiographie der Gesteine; ausgewählte Kapitel der physikalischen Kristallographie. Heim: Allgemeine Geologie; Urgeschichte des Menschen. J ä g g i : Ausgewählte Pflanzenfamilien.

C. K e l l e r : Bewegungsorgane und Nervensysteme des Menschen: zoologische Uebungen im Bestimmen der wichtigsten Thierfamilien. K e n n - g o t t : Mineralogie; Bestimmen der Minerale. K o p p : Polarisation und Doppelbrechung des Lichts. L a n g : Allgemeine Zoologie I ; vergleichende Anatomie der Wirbelthiere: zootomisch-mikroskopischer Uebungskursus. P e r n e t : Experimentalphysik. S c h ä r : Toxikologie ; physiologische Chemie. Sch i n z: Heimat und Wanderung unserer Kulturpflanzen; Uebersicht über die physiologische Anatomie und Systematik der Pflanzen. S c h o c h: Fischerei und Fischzucht. Sch r ö t e r : Technische Botanik; Pflanzengeographie: die Pflanzen der Vorwelt; die Alpenflora. S t o 11 : Grundzüge der physischen Geographie. S t ö ß e l : Elektrochemie. S t u t z : Geschichte der Geologie mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. T r e a d w e l l : Gasanalyse; analytisches Colloquium; die Anwendung der Elektrolyse in der analytischen Chemie.

W e i l e n m a n n : Klimatologie. G. H. v. W y ß: Kinetische Gastheorie.

3. T e c h n i s c h e F ä c h e r . B a r b i e r i : Photographie ; photographisches Praktikum; mikrophotographische Uebungen; Photogrammetrie. B e c k e r : Angewandte Topographie. C u s t e r : Ausgewählte Kapitel aus der Gesundheitslehre. D e u z l e r: Elektrische Technologie II ; Elektromotoren und ihre Anwendungen ; Berechnung und Konstruktion dynamo-elektrischer Maschinen; Konstruktionsübungen für Elektrotechniker. Grete: Agrikulturchemische Untersuchungsmethoden. H o f f e t : Heizung und Ventilation K r ä m e r : Grundzüge der landwirthschaftlichen Betriebseinrichtung. L ö b l e : Ausgewählte Kapitel aus der Statik. S t e h l e r : Alpwirthschaft. T o b l e r : Télégraphie und Téléphonie.

B. P h i l o s o p h i s c h e und s t a a t s w i r t h s c h a f t l i c h e Vorl e s u n g e n . 1 . L i t e r a t u r u n d S p r a c h e n . Baumgartner: "Deutsche Sprache. B o s c h : Praktische Philosophie. D r o z : Cours de langue française ; exercices d'après la grammaire d'Otto ; lectures choisies ; exercices supérieurs: histoire abrégée de la littérature française depuis ses origines jusqu'à nos jours ; le roman réaliste contemporain (Flaubert, A.Daudet, Zola, etc.); causeries sur les livres nouveaux. P i z z o : Cours élémentaire de langue italienne ; letture italiane; traduzioni dal tedesco; esercizi di conversazione e di composizione; i grandi scrittori italiani del Rinascimento; Giosuè Carducci e la poesia italiana di tempi nostri.

S a p s w o o r t h : History. and Literatare of thè reign of Victoria ; Shakespeare; Herbert Spencer The Study of Sociology" (Class for reading

1240 and pronnnciation) ; Conversation Class; "England and the English" ; englischer Elementarkurs für Anfänger. Stiefel: Shakespeare-Dramen; Göthe's Faust; ausgewählte Kapitel aus der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts. V e 11 e r : English poetry from the Restoration to the and of the 18th Century; Shakespeare's Hamlet ; Lektüre und Erklärung von "Description of the Forth Bridge" (London 1890).

2 . H i s t o r i s c h e u n d p o l i t i s c h e W i s s e n s c h a f t e n . C h a r ton: Economie politique; science financière. F i c k : Assekuranzrecht. Geiser: Organisation des Unterrichtswesens (mit besonderer Berücksichtigung schweizerischer Verhältnisse). H u n z i k e r : Historisch-pädagogische Hebungen. Meili: Das Eisenbahnrecht (nach seinem Grundrisse: Das Rechtler modernen Verkehrsanstalten, Leipzig 1888). O e c h s l i : Neueste Schweizergeschichte seit 1798; Entstehung der Schweiz. Eidgenossenschaft.

P e t i t : Napoleon I.; Mouvement colonial contemporain. P l a t t e r : Grundlehren der Nationalökonomie ; Finanzwissenschaft. K a h n : Kunstgeschichte des Alterthums; Geschichte der altitalienischen Malerei; schweizerische Kunstgeschichte des Mittelalters. S c h m i d t : Geschichte, Theorie und Praxis der Statistik; Agrarpolitik. S t e i n : Der Sozialismus im Liebte der Philosophie (II. Theil: Der moderne Sozialismus); Geschichte der neuern Philosophie bis auf Kant ; philosophisch-pädagogische Uebungen, verbunden mit Vorträgen und Lektüre pädagogischer bezw.

philosophischer Klassiker. S t e r n : Geschichte der Neuzeit seit 1815; die Entstehung der nordamerikanischen Republik ; historische Uebungen (auf dem Gebiete der neuern Geschichte). T r ei c h i e r : Allgemeine Rechtslehre II (das Vermögens-, Gesellschafts- und Eisenbahnrecht).

3. K ü n s t e . Stadier: Ornamentenzeichnen und Dekoration: Landschaftszeichnen und Aquarelliren. V a c a t : Figurenzeichnen: V a c a t : Modelliren.

C . M i l i t ä r w i s s e n s c h a f t e n . Ä f f ö l t e r : Allgemeine Waffenlehre : permanente Befestigung; das Schießen der Infanterie: Schießübungen. B e c k e r : Rekognosziren mit Uebungen. G e i s e r : Innere Ballistik. R o t h p l e t z : Kriegsgeschichte und Taktik bis Napoleon I.

Das Schuljahr 1890/91 beginnt mit dem 13. Oktober 1890.

Die Vorlesungen nehmen den 21. Oktober ihren Anfang.

Anmeldungen zur Aufnahme sind schriftlich bis spätestens den (6. Oktober an die Direktion einzusenden. Dieselben sollen die Fachschule und den Jahreskurs, in welcher der Bewerber einzutreten wünscht, und die Bewilligung von Eltern oder Vormund, sowie die genaue Adresse desselben enthalten.

Beizulegen ist ein Altersausweis (für den Eintritt in den ersten Jahreskurs der Fachschule ist das zurückgelegte 18. Altersjahr erforderlich), Paß oder Heimatschein und ein Sittenzeugniß, sowie Zeugnisse über wissenschaftliche Vorbereitung und allfällige praktische Berufstätigkeit.

Der Aufnahmeprüfung vorgängig ist die reglementarische Einschreibegebühr von Fr. 5 auf der Kanzlei des schweizerischen Schulrathes zu erlegen.

Die Aufnahmsprüfungen beginnen den 13. Oktober. Ueber die bei denselben eforderten Kenntnisse oder die Bedingungen, unter welchen Dispens von der rüfung gestattet werden kann, gibt das Regulativ der Aufnahmsprüfungen Aufschluss.

g

124.1 Programm und Aufnahms-Regulativ sind durch die Direktionskanzlei zu beziehen.

Z ü r i c h , den 8. August 1890.

Der Direktor des eidg. Polytechnikums : Ritter.

Zahl der Überseeischen Auswanderer aus der Schweiz.

Monat.

Januar bis Ende Juni .

Juli

.

Januar bis Ende Juli .

.

1890.

4406 470

1889.

4587

4876

5016

429 .

Zu- oder Abnahme.

-- 181

+ 41

-140

B e r n , den 9. August 1890.

[B. B. 90. ILI. 1124.]

Eidg. statistisches BUreau.

Bekanntmachung.

Laut Mittheiluogen vom 7. Juli abbin erhält das schweizerische Konsulat in Sidney sehr oft von schweizerischen Geschäftshäusern und Privaten ungenügend frankirte Briefe. Wir erinnern daran, daß die ßriefposttaxe nach Australien Fr. --. 75 für 15 Gramm beträgt und daß die schweizerischen Konsulate nicht verpflichtet sind, unfrankirte resp. ungenügend frankirte Briefe einzulösen. (Art. 65 des Konsularreglementes vom 26. Mai 1875.)

B e r n , den 14. August 1890.

Schweiz. Departement des Auswärtigen /Politische Abtheilung/.

1242

Bekanntmachung.

Ungeachtet wiederholter amtlicher Bekanntmachung, den Zollbezug auf P o s t s e n d u n g e n betreffend, wird die Zollverwaltung fortwährend wegen vermeintlich unrichtiger Zollbehandlung der Fahrpoststücke mit Reklamationen überhäuft, welche auf ungenaue, nicht tarifgemäße Deklarationen Seitens der Absender zurückzuführen sind.

Unter Hinweis auf die Art. 14, 15 und 16 des Zollgesetzes von 1851, welche folgendermaßen lauten: ,,Art. 14. Güter oder Waarenstücke ohne Angabe ihrer Art werden mit dem höchsten Zollansatze belegt.

,,Art. 15. Güter, welche auf eine zweideutige Weise angegeben oder bezeichnet werden, unterliegen der höchsten Gebühr, die ihnen nach Maßgabe ihrer Art auferlegt werden kana.

,,Art. 16. Wenn Waaren verschiedener Art, welche verschiedene Gebühren zu bezahlen hätten, miteinander zusammenverpackt sind, und es erfolgt nicht eine genügende Angabe über die Menge jeder einzelneu Waare, so ist das ganze Frachtstück mit derjenigen Gebühr zu belegen, welche es bezahlen müßte, wenn es nur von der in demselben am höchsten zu belegenden Waare enthielte."

machon wir neuerdings, wie schon früher, darauf aufmerksam, daß Reklamationen betreffend Zollabfertigung von Postsendungen, für welche eine genaue und tarifgemäße Deklaration bei. der Ei D fuhr nicht vorgelegen hat, unnachsichtlich abgewiesen werden müssen.

Wer daher Waaren per Post aus dem Ausland bezieht, handelt in seinem selbsteigenen Interesse, wenn er dafür besorgt ist, daß die Sendung mit einer dem Inhalt entsprechenden und tarifgemäß lautenden Deklaration versehen wird. Zu diesem Behufe wird er am zweckmäßigsten den Absender über den genau an den Zolltarif angepaßten Wortlaut der mitzugebenden Deklaration instruire oder ihm wörtlich die bezügliche Inhaltserklärung vorschreiben.

O

1

B e r n , den 31. Juli 1890.

Schweiz. Oberzolldirektion.

O

1243

Bekanntmachung.

Gemäß Bundesrathsbeschluss vom 26. dies werden fortan für dieGewichtsberechnungg von Bier in geeichten Fässern, sofern eine Gewichtsdeklaration nicht erhältlich ist, 100 Liter = 165Kg.. brutto angenommen (anstatt 160 Kg., wie bisher), was den interessirten Kreisen hiemit zur Nachachtung bekannt gegeben wird.

B e r n , den 29. Juli 1890.

Schweiz. Zolldepartement.

Bekanntmachung.

Den Interessenten wird zur Kenntniß gebracht,daß das Spez i a l p r o gr a m m für den vom 2. bis 6. September nächsthin in W i e n stattfindenden i n t e r n a t i o n a l e n l a n d - u n d f o r s t wi rthsch a f t l i c h en K o n g r e ß durch die Kanzlei des unterzeichneten Departements bezogen werden kann. Dasselbe enthalt unter Anderem das Reglement des Kongresses und die Zeiteintheilung, das Programm für die Plenarvei Sammlungen und das Programm für die Verbandlungen der Sektionen und Subsektionen.

B e r n , den 25. Juli 1890.

Schweiz. Landwirthschaftsdepartement.

Eidgenössisches Polytechnikum in Zürich.

In Anwendung von Art. 39 des Reglements der polytechnischen Schule wird hiemit bekannt gemacht, daß der schweizerische Schulrath auf den motivirten Antrag der Spezialkonferenz für Lösung der an der Bauschule gestellten Preisaufgabe : ,,Aufnahme des Zunfthauses zur Zimmerleuten in Zürich" dem Herrn Alphons Schneegans, von Strassburg den Hauptpreis, bestehend in der silbernen Médaille, nebst einer Geldzulage von Fr. 150, zuerkannt hat.

Z ü r i c h , den 2. August 1890.

Der Präsident des Schweiz. S c h u l r a t h e s : H. Bleuler.

1244

Eidgenössisches Polytechnikum in Zürich.

In Anwendung von Art. 7 des Regulativs für die Diplomprüfungen wird hiemit bekannt gemacht, daß der Schweiz. Schulrath auf Antrag der betreffenden Lehrerkonferenzen nachfolgenden, in alphabetischer Reihenfolge aufgeführten Schülern des Polytechnikums Diplome ertheilt hat.

  1. Diplom als technischer Chemiker.
  2. Herrn Bucher, Rudolf Bitter von Ulmenau ans Ober-Döbling (Oesterreich).
  3. ,, Cherix, Charles, von Bex (Waadt).
  4. ,, Gramer, Karl, von Zürich.

4.

Frankfurt, Schlioma, von Wilna (Rußland).

5.

von Goldberger, Ludwig, von Budapest.

6.

Holzach, Paul, von Basel.

7.

Isler, Max, von Hirslanden (Zürich).

8.

Harchlewski, Leo G., von Warschau.

9.

Roder, Ludwig, von Dresden.

10.

Ruhoff, Ernst, von Zürich.

11.

Schmid, Ernst, von Basel.

12.

Schubert, Arthur, von Chemnitz (Sachsen).

13. ,, Weher, Oskar, von ßubikon (Zürich).

14. ,, Zahorski, Boleslaus, von Wilna (Rußland).

2. Diplom als Forstwirth.

15. Herrn Cunier, Otto, von Nenenstadt (Bern).

16. ,, Engler, Arnold, von Zizers (Grauhünden).

17. ,, Freuler, Bernhard, von Lütschenthal (B«rn).

18. ,, Von der ÌVeid, Marcel, von Freiburg (Schweiz).

3. Diplom als Fachlehrer in mathematischer Richtung.

19. Herrn Lüdin, Emil, von Ramlinsburg (Basëllaud).

20. ,, Pünchera, Jakob, von Valcava (Graubüuden).

21. ,, Schanfelberger, Wilhelm, von Baden (Aargau).

22. ,, de Vries, Hendrik, von Amsterdam.

i. Diplom als Fachlehrer in naturwissenschaftlicher Richtung.

23. Herrn Holliger, Wilhelm, von Boniswyl (Aargau).

Z ü r i c h , den 2. August 1890.

Der P r ä s i d e n t des Schweiz. Schulrath es: H. Bleuler.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Bekanntmachungen von Departementen und andern Verwaltungsstellen des Bundes.

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1890

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34

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16.08.1890

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1229-1244

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