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Aus den Verhandlungen des Bundesrates.

(Vom 10. Oktober 1905.)

Auf den Vorschlag der eidgenössischen Kunstkommission hat der Bundesrat aus der schweizerischen Abteilung der internationalen Kunstausstellung in München folgende Kunstwerke angekauft: 1. Ölgemälde von Wilh. Balmer, Florenz, ,,Vier Brüder"; 2.

,, ,, Ed. Boß, Münsingen, ,,Vorfrühling" ; 3.

,, ,, Eaph. Dalèves, Sitten, ,,Landschaft" ; 4.

,, ,, Th. Delachaux, Interlaken, ,,Einsamkeit" ; 5.

,, ,, W. L. Lehmann, München, ,,Abendsonne" ; 6. Aquarell von Ernst Kreidolf, München, ,,Wiesenmärchen" ; 7. Farbige Zeichnung von K. Th. Meyer (Basel) in München, ,,Maiensäß" (Graubünden) ; 8. Pastell von Blanche Perrelet, München, ,,Walliser Hirt" ; 9. Originalradierung von Emil Anner, Brugg, ,,Winternacht" ; 10. zwei Originalholzschnitte von Martha Cunz, München ; 11. vier Radierungen von Franz Gehri, München; 12. Gipsmodell von Louis Gallet, Paris, ,,Mutterschaft".

(Vom 13. Oktober 1905.)

Die im Art. 5 der Konzession einer Eisenbahn von Bern durch das Worblental zum Anschlüsse an die Burgdorf-Thun-Bahn, eventuell an die Jura-Simplon-Bahn, vom 15. Oktober 1897, angesetzte und durch die Bundesratsbeschlüsse vom 30. Oktober 1900 und vom 14. Oktober 1902 erstreckte Frist zur Einreichung der technischen und finanziellen Vorlagen für die Sektion Bern (Wylerfeld)-Boll, sowie der Gesellschaftsstatuten, wird um drei Jahre, bis zum 15. Oktober 1908, verlängert.

Die in Zifler I, 3, des Bundesbeschlusses betreffend Änderung der Konzession einer elektrischen Straßenbahn von Uster nach Stäfa mit Abzweigung von Eßlingen nach Egg, vom 22. Dezember 1904, angesetzte Frist zur Einreichung der vorschrifts-

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mäßigen technischen und finanziellen Vorlagen für die Strecke Uster - Riedikon - Mönchaltorf - Eßlingen-Ötwil-Langholz, nebst den Statuten der Gesellschaft, wird um 18 Monate, d. h. bis zum 6. April 1907, verlängert.

Nachdem die Referendumsfrist für den Bundesbeschluß vom l. Juli 1905 betreffend Revision des Art. 9 des Bundesgesetzes vom 2. November 1898 über die Fabrikation und den Verkauf von Zündhölzchen am 10. dies unbenutzt abgelaufen ist, wird dieser Bundesbeschluß auf 1. November 1905 in Kraft erklärt, und in der amtlichen Gesetzsammlung veröffentlicht.

Der vom Verwaltungsrat der Drahtseilbahn Interlaken-Harder vorgelegte Finanzausweis im Betrage von Fr. 1,300,000 wird genehmigt.

(Vom 17. Oktober 1905.)

Nachdem die Referendumsfrist für das Bundesgesetz betreffend den Postcheck - und Giroverkehr vom 16. Juni 1905 unterm 10. dies unbenutzt abgelaufen ist, wird dieses Gesetz auf den 1. Januar 1906 in Kraft erklärt und in die eidgenössische Gesetzsammlung aufgenommen.

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Aus den Verhandlungen des Bundesrates.

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Jahr

1905

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43

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18.10.1905

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468-469

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