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86.011

Botschaft über militärische Bauten und Landerwerb (Baubotschaft 1986)

vom 3. März 1986

Sehr geehrte Herren Präsidenten, sehr geehrte Damen und Herren, wir unterbreiten Ihnen mit dieser Botschaft den Entwurf eines Bundesbeschlusses über militärische Bauten und Landerwerb (Baubotschaft 1986) mit dem Antrag auf Zustimmung.

Wir versichern Sie, sehr geehrte Herren Präsidenten, sehr geehrte Damen und Herren, unserer vorzüglichen Hochachtung.

3. März 1986

1986-170

Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Egli Der Bundeskanzler: Buser

.

1063

Uebersicht Mit der vorliegenden Botschaft über militärische Bauten und Landerwerb (Baubotschaft 1986) beantragen wir : Ihnen die folgenden Verpflichtungskredite: Fr.

  1. Militärische Bauten....
    davon

Fr.

334 520 000

126 270 000

114 410 000

66 850 000

8 740 000

5 500 000

12 750 000

2. Land- und Liegenschaftserwerb Total der Verpflichtungskredite für militärische Bauvorhaben 3. Bauten für die Rüstungsbetriebe

Gesamttptal der Verpflichtungskredite

21 80'0 000

356 320 000 87 250 000

443 570 000

Die Zahlungsmittel für die militärischen Bauvorhaben und den Landerwerb im Gesamtbetrag von 356,32 Millionen Franken gehen zulasten der Rubrik 511.508.01, Bauten des Militärdepartements. Hingegen finanzieren die Eidgenössischen

Rüstungsbe-

triebe ihre Bauvorhaben im Betrage von 87,25 Millionen über ihre eigene Rechnung. Die Refinanzierung dieser Investitionen erfolgt über die Produktepreise der Rüstungsbetriebe.

1064

Gemäss Armeeleitbild liegt im Ausbauschritt 1984 - 1987 das Hauptgewicht beim Rüstungsmaterial auf der Beschaffung der Panzer 87 Leopard und von PanzerJägern. Die Kredite für militärische Bauten konnten deshalb gegenüber den vorhergehenden beiden Legislaturperioden

nicht erhöht werden.

Sie blieben

auf dem Betrage von 1,3 Milliarden Pranken für vier Jahre stehen. Die Verlagerung der finanziellen Mittel zugunsten der Beschaffung von Rüstungsmaterial kommt auch im rückläufigen prozentualen Anteil der Baukredite an den gesamten militärischen Investitionen zum Ausdruck. Der Anteil der Baukredite fiel von rund 24 Prozent in der Legislaturperiode 1976 - 1979 auf 15 Prozent in der laufenden Legislatur zurück. Neben diesem massiven Rückgang der Zahlungskredite, ist die militärische Bauplanung weiteren Sachzwängen unterworfen. So sind wertmässig rund 43 Prozent des hier beantragten Bauvolumens durch vorangegangene Rüstungsmaterialbeschlüsse bedingt.

Vom Gesamtbetrag für militärische Bauten werden, 38 Prozent oder 126 Millionen Pranken für Kampf- und Führungsbauten verwendet. In dieser Summe sind rund 65 Millionen Franken allein für Geländeverstärkungen enthalten. Damit stehen für diesen Zweck 9 Millionen Franken mehr zur Verfügung als im Vorjahr.

Dieser Betrag soll in den kommenden Jahren noch wesentlich erhöht werden. Ueber einen Drittel der Verpflichtungskredi, tsumme beanspruchen neun Bauten für die Logistik und ungefähr 20 Prozent sind für fünf Vorhaben im Bereich der Ausbildung vorgesehen.

Die Baubotschaft enthält mit Ausnahme des Baus der Fabrikationsanlage Boden für die Eidgenössische Munitionsfabrik Thun kein dominantes Einzelobjekt. Dominant hingegen ist die Zahl von Bauvorhaben

als

direkte

Folge

von Rüstungsmaterialbe-

schlüssen. Dieser Anteil beträgt rund 180 Millionen Franken für 12 militärische Vorhaben und vier Bauprojekte der Rüstungsbetriebe. Es sind dies: - Bauten für das taktische Fliegerradarsystem Taflir;

4l Bundesblatt. 138.Jahrgang. Bd.I

1065

Für die Sachwerterhaltung, die Verbesserung und die Rationalisierung bestehender Werkstätten, Einrichtungen und Ausbildungsanlagen werden rund 50 Millionen Franken, verteilt auf sieben Vorhaben, verwendet. Allein die Hälfte dieses Betrages ist vorgesehen für den Ausbau des Waffenplatzes Payerne.

Finanziell stark

eingeschränkt

ist das Bauprogramm

für die

geschützten Militärspitäler. Von den gemäss Konzept für den koordinierten Sanitätsdienst geplanten 40 Basisspitälern wurden bisher neun bewilligt, davon sind acht im Betrieb; jenes

1066

von Schattdorf ist noch im Bau. Ein weiteres Militärspital in der Innerschweiz wird mit dieser Baubotschaft beantragt.

Für die Eidgenössische Munitionsfabrik Thun beantragen wir Ihnen aus Sicherheitsgründen die Verlegung der sprengstoffverarbeitenden Betriebsteile. Sie sollen in einer neuen Fabrikationsanlage in der Gemeinde Zwieselberg BE untergebracht werden; dies verursacht Kosten von 57 Millionen Franken.

Den Erfordernissen des Umweltschutzes wird grosse Bedeutung beigemessen. In der vorliegenden Baubotschaft sind über 21 Millionen Franken für Projekte vorgesehen, die auf Bedürfnisse im Bereich des Umweltschutzes zurückzuführen sind. Seit Jahren sind die schrittweise Sanierung und der Ersatz von Tankanlagen sowie zahlreiche andere Gewässerschutzmassnahmen zur Erfüllung der gesetzlichen Auflagen im Gange. Sie stehen vor dem Abschluss. Neuartig ist die Instandstellung des Panzerübungsgeländes auf dem Waffenplatz Bure. Nebst der Erhaltung des Uebungsgeländes ist hier zudem die Wiederherstellung des Landschaftsbildes beabsichtigt. Aufwendungen für den Umweltschutz sind aber auch in zahlreichen weiteren Vorhaben enthalten. Besonders beachtet werden vor allem bei Neubauten ausserhalb von Bauzonen die Belange des Umwelt-, Natur-, Heimat- und Landschaftsschutzes. Frühzeitig werden jeweils die zuständigen Fachstellen von Bund, Kantonen und Gemeinden begrüsst und für die Projektbearbeitung beigezogen.

Die Kostenvoranschläge für die Hochbauten sind nach dem Baukostenplan der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung gegliedert. Die Gliederung wird unter Ziffer 6 erläutert.

1067

Botschaft

I

Militärische Bauten

I1

Kampf- und Führungsbauten

III

Geländeverstärkungen (65 200 000 Fr. )

Der weitere Ausbau unserer Geländeverstärkungen richtet sich nach den Konzepten für die Sperrstellungen im Grenzgebiet und die Abwehrräume im Mittelland. Sie stützen sich auf militärgeographische Geländeanalysen und auf die Grundsätze der Gesamtkonzeption

für permanente Geländeverstärkungen. Die ge-

planten Massnahmen sollen die Abwehrbereitschaft wesentlich erhöhen: und der Truppe ermöglichen, das gegnerische Feuer zu überstehen.

Der beantragte Verpflichtungskredit für:

soll

verwendet

werden

Die unterirdischen Schutzbauten und Waffenstellungen werden als normierte Bauten in Beton erstellt. Die Raummasse, die technischen Einrichtungen sowie die Ausrüstung sind auf das

1068

Notwendigste beschränkt. Die Anlagen bieten Schutz gegen die Wirkungen moderner Waffen.

Die Geländeverstärkungen werden etappenweise ausgeführt, wobei die Reihenfolge durch operative und taktische Prioritäten bestimmt wird. Es wird ein weiterer Verpflichtungskredit von 65

200

000 Franken

benötigt.

Bei

Bauvorhaben, welche

das

Bandschaftsbild beeinträchtigen könnten, werden die zuständigen Stellen der Kantone begrüsst.

112

Bau einer geschützten Gebirgsunterkunft im Bedrettotal (4 150 000 Fr. )

Zur Unterbringung von ortsfesten oder frei verfügbaren Truppen in taktisch wichtigen Gebirgsgegenden besteht ein erheblicher Bedarf an Schutzbauten. Der langen Bauzeit wegen müssen diese geschützten Unterkünfte bereits in Friedenszeiten errichtet werden. Im weitern werden in zunehmendem Masse Schulen und Kurse ins Alpengebiet verlegt, weil dort noch eher geeignete Uebungs- und Schiessplätze vorhanden sind. Die Unterbringung bereitet jedoch in diesen Gebieten oft Schwierigkeiten, da keine oder nur wenig Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Deshalb sollen an verschiedenen Gebirgsstandorten geschützte Unterkünfte erstellt werden, die sowohl den'Kriegs- als auch den Ausbildungsbedürfnissen Rechnung tragen.

Es wurde' ein normierter Unterflur-Betonschutzbau entwickelt, der einer verstärkten Kompanie Platz bietet und sich bereits seit Jahren gut bewährt. Diese geschützte Gebirgsunterkunft enthält alle wichtigen Räume und Einrichtungen, die für eine längere kriegs- oder friedensmässige Belegung erforderlich sind. Mit früheren militärischen Baubotschaften wurden bereits mehrere solche Gebirgsunterkunfte bewilligt. Die Erfahrungen der Truppe mit diesen Unterkünften sind gut.

Mit der vorliegenden Botschaft beantragen wir Ihnen den Bau einer geschützten Gebirgsunterkunft im Bedrettotal.

1069

Kosten: ,

,

,

,

Grundstück ( Erschliessung ) Vorbereitungsarbeiten. . . .

Gebäude Betriebseinrichtungen....

Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung Verpflichtungskredit

113

Fr.

216 000 54 000 , 2 438 000 ,, 1 143 000 45 000 : 3 000 1 0,6 000 145 000

,

,

, 4 150

000

Bau einer kombinierten üebermittlungsanlage in der Ostschweiz (,4 600 000 Fr. )

Die Formationen des Warnregimentes, des Fliegerbeobachtungsund Meldedienstes und der Uebermittlungstruppen betreiben an verschiedenen Standorten, verteilt über die ganze Schweiz, gemeinsame Anlagen. In diesen sind die Einrichtungen zur Verarbeitung von Nachrichten und zur Verbreitung von Meldungen an zivile und militärische Stellen enthalten. Diese Verbände können ihre Aufgaben im Kriegsfall nur erfüllen, wenn sie in geschützten Räumen untergebracht sind.

Für eine Einheit in der Ostschweiz kann diese Voraussetzung in einem geplanten Neubau der PTT geschaffen werden. Dort sollen im Untergeschoss folgende Anlagen erstellt werden: - eine permanente Üebermittlungsanlage für die Belange des Warndienstes mit einer Abschnittszentrale und einer Warn: sendestelle; · · · - eine Regional-Auswertezentrale wehrtruppen;

der Flieger- und Fliegerab-

1070

Durch den Bau dieser Anlage in Gemeinschaft mit den PTT-Betrieben können Betriebseinrichtungen und Verbindungen eingespart werden, was zu einer kostengünstigen Lösung beiträgt.

Kosten

Fr.

Grundstück ( Erschliessung ) Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung Verpflichtungskredit

114

"

.

:...

;...

200 200 3 000 600 20 280 ' 150 150

000 000 000 000 000 000 000 000

4 600 000

Bau von zwei Kabelanlagen

·

(5 220 000

Fr.)

Die Kabelverbindungen der PTT sind auf die zivilen Bedürfnisse ausgerichtet. Bei zwei für die Armee wichtigen Kabelanlagen in der Zentral- und in der Westschweiz reicht die Kapazität für zusätzliche militärische Verbindungen nicht aus.

Erstmals sollen auch für militärische Anlagen Lichtleiterkabel zum Einsatz gelangen. Sie sind nicht nur billiger, sondern besitzen im Vergleich zu den bisher gebräuchlichen Kabeln eine bedeutend höhere Oebertragungskapazität. Für militärische Zwecke besonders vorteilhaft ist ihre Unempfindlichkeit gegen den nuklearen elektromagnetischen Impuls (NEMP).

Es sollen deshalb 1987 zusammen mit den PTT-Betrieben in vorgängig .verlegten Kabelrohren Lichtleiterkabel eingezogen werden. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für 1988 vorgesehen.

1071

Kosten

Anlage Anlage Total Zentralschweiz Westschweiz Fr.

Fr.

Fr.

Lohnkosten PTT-Per sonai

340 000 1 640 000

Total

200 000

540 000

875 000 45 000

2 515 000

60 000

660 000

1 400 000

2 060 000

2 700 000

2 520 000

5 220 000

105 000

5 220 000

115

Bau eines elektronischen Aufklärungspostens in der Nordostschweiz (9 640 000 Fr.)

In allen Armeen nimmt die Zahl elektronischer

Führungs- und

Waffensysteme dauernd zu. Diese Systeme senden während ihres Betriebes

systemspezifische

elektromagnetische

Signale

aus.

Die elektronischen Aufklärungsposten dienen dazu, Signale zu empfangen, zu analysieren und auf diese Weise solche elektronischen Führungs- und Waffensysteme auf beträchtliche

Distan-

zen aufzuspüren. Die elektronische Aufklärung dient damit in besonderem Masse der Frühwarnung.

Beim geplanten Vorhaben handelt es sich um den zweiten

elek-

tronischen Aufklärungsposten. Die erste Anlage wurde mit iBundesbeschluss vom 2. Oktober 1984 über militärische Bauten und Landerwerb'(BB1 1984 III 109) bewilligt.

Mit

Messv^rsuchen an verschiedenen Ständorten · in der Region

des geplanten 'Aufklärungspostens wurde die Empfangsqualität abgeklärt, wobei die besten Verhältnisse eindeutig am vorgesehenen Standort ermittelt wurden. Der Standort liegt in bewaldetem Gebiet. .Das Projekt umfasst ein

Betriebsge'oäude.

Die

Spitze

einen Antennenturm und

der Antennennadel

erreicht

eine Höhe von rund 60 m. Auf 49 und 43 m über Boden sind1 die

1072

Antennenplattformen angeordnet, welche durch eine gemeinsame Kunststoff-Kuppel geschützt sind. Auf 39 m Höhe befindet sich zusätzlich eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform.

Das unterirdische Betriebsgebäude liegt direkt unter dem Antennenturm. Dort sind ausschliesslich die für den Betrieb erforderlichen Räume untergebracht. Die Unterkunftsräume für die Mannschaft befinden sich im Dorf der Standortgemeinde.

Die zuständigen Aemter von Bund und Kanton sowie die Behörde der Gemeinde wurden über dieses Bauvorhaben frühzeitig und laufend orientiert. Sie haben ihr grundsätzliches Einverständnis bekundet. Das Bundesamt für Forstwesen, die kantonalen Behördestellen sowie die verschiedenen Natur- und Heimatschutzorganisationen wurden im Rahmen der Vorabklärungen und der. Projektierung miteinbezogen. Die Standortgebundenheit wird durchwegs anerkannt. Vor allem die Zusicherung, eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform zu realisieren sowie die Berücksichtigung von Auflagen inbezug auf die Erschliessung und der Verzicht auf den Ausbau der Zufahrt waren Zugeständnisse für die Zustimmung zum Bau des exponierten Antennenturmes. Die Rodungsbewilligung des zuständigen kantonalen Porstamtes ist zugesichert. Die Verhandlungen über Landerwerb, Zufahrten und Erschliessung sind so weit fortgeschritten, dass die entsprechenden Verträge demnächst abgeschlossen werden können.

Kosten

Fr.

Grundstück (Erschliessung) Vorbereitungsarbeiten Gebäude,

2 130 000 35 000 3 650 000

Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Antennenturm Unvorhergesehenes Ausstattung Verpflichtungskredit

720 000 125 000 ;

135 000 1 985 000 560 000 300 000 9 640 000

1073

116

Bauliche Infrastruktur für die taktischen Fliegerradar-Systeme Taflir und das Luftlage--Integrationssystem Florin (32 ,250 0,00 Fr.)

Mit

Bundesbeschluss vom

gramm

1985

(BB1 1986

11. Dezember

1985

zum Rüstungspro-

I 84) wurde die Beschaffung von: fünf

taktischen Fliegerradar-Systemen Taflir und des Luftlage-Integrationssystems Florin bewilligt. Der Radarteil dient zur Erfassung,

Verarbeitung

und

Darstellung

der

Luftlage

im

Ueberwachungs- und Einsatzraum. Das Luftlage-Integrationssystem

Florin

hat

die Aufgabe, die

Daten

der verschiedenen

Lüftlage-Nachrichtensensoren zu einer Gesamtluftlage aufzubereiten,- darzustellen und an die angeschlossenen Benutzer zu verbreiten. Das Taf lir-Material wird ab Ende 1937 bis Mitte 1989 abgeliefert.: Die militärische Bereitschaft des LuftlageIntegrationssystems Florin ist auf Mitte 1988 'Vorgesehen.

Mit dieser Baubotschaft sollen nun die für diese Systeme erforderlichen Installationen

und Bauten beantragt werden. Es

handelt; sich , dabei um

Infrastruktur zur

des

die

Sicherstellung

ständigen Betriebs von zwei Taflir-Systemen, die gegen

den nuklearen elektromagnetischen

Impuls geschützte Einlage-

rung von zwei Taflir-Systemen, die Installation der FlorinRechner

sowie

die Anschlüsse von Taflir und Florin an das

Uebermittlungssystem

der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen.

Ferner werden Anlagen zur Ausbildung der vorgesehenen vier mobilen

Flieger-Radarkompanien benötigt. Die entsprechenden

baulichen Massnahmen umfassen:

·

,

.

Abstellplätzen

, für ein

mobiles Taflir-System auf dem Waffenplatz Dübendorf; -, zwei Betriebs- und ein Fachstellengebäude; - Anpassungen bei bestehenden Werkstätten; - einen Fahrzeugunterstahd; - zwei gegen den nuklearen elektromagnetischen Impuls (NEMP) geschützte Einlagerungshallen an zwei verschiedenen Standorten für das Ersatz- und Reservematerial; - Ausbau von Richtstrahlverbindungen;

1074

Sämtliche Bauten können auf bundeseigenem Land erstellt werden.

Kosten

Standort 1 Standort 2 Standort 3 Standort 4...

Standort 5 Standort 6 Diverses Standort 7 Standort 8 Standort 9 Standort 10..

Standort 11 Standort 12 Standort 13 Lichtleiterkabel-Verbindung Total

Taflir

Florin

Fr.

Fr.

14 . 2 2 2

870 790 330 330

Ausbau Uebermittlungsnetz Fr.

000 000 000 000 -

-

140 000 1 010 000 240 000 -

2 050 000 1 630 000 1 240 000 420 000 600 000 30 000 1 220 000

-

-

1 350 000

22 320 000

1 390 000

8 540 000

Verpflichtungskredit

117

32 250 000

Erneuerung der Telefon- und Signalanlagen auf fünf Militärflugplätzen; 2. Etappe (3 100 000 Fr.)

Moderne Waffensysteme und die Zusammenarbeit mit den ortsfesten

Truppen erfordern ein engmaschiges, leistungsfähiges

1075

Kabelnetz,

um

die Koordination

des

Einsatzes

von

Truppen,

Waffen und Flugzeugen sicherstellen zu können.

Die auf den Kriegsflugplätzen vorhandenen Telefon- und .Signalleitungen verbinden die Kommandoposten mit den verschiedenen,

dem Einsatz der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen

nenden

und

im Bereich

des

Flugplatzes

dezentral

die-

gelegenen

Bauten und Anlagen. Ein grosser Teil der bestehenden Kabelnetze ist zwischen 20 und 30 Jahre alt und genügt den heutigen

übermittlungstechnischen

Anforderungen nicht

mehr. Die

laufenden Unterhaltsarbeiten gestalten sich vor allem bei den Telefonzentralen zunehmend aufwendiger, da die entsprechenden Ersatzteile kaum mehr erhältlich sind.

Die Erneuerungsarbeiten an den Verbindungsnetzen umfassen den Ersatz und den Ausbau von Kabelanlagen für Telefon, Signalsteueru.ng

und -meidung

Schaltanlagen auf

sowie die Erneuerung von veralteten

.fünf Militärflugplätzen.

,

·

i .

Diese Etappe schliesst an die frühere an, die mit Bundesbeschluss vom 19. September 1978 über militärische

Bauten und

Landerwerb (BEI 1978 II 894) für sechs Militärflugplätze bewilligt wurde. Die Sanierung der Telefon- und Signalanlagen auf den restlichen Militärflugplätzen soll mit einer späteren Baubotschaft beantragt werden.

Kosten

Fr.

Flugplatz l Flugplatz 2

l 220 000 :

440 000

Flugplatz 3

710 000

Flugplatz 4

360 000

Flugplatz 5 . .

Verpflichtungskredit

1076

370 000

3 100 000

118

Sicherheitsmassnahmen auf Militärflugplätzen und bei Aussenanlagen; 1. Etappe (2 1 1 0 000 Fr.)

Zur Erhöhung der Sicherheit von Militärflugplätzen und Lenkwaffenstellungen, vor allem aber zur Durchsetzung des Zutrittsverbotes für Unbefugte, ist es notwendig, die Umzäunungen an zahlreichen Orten wesentlich zu verbessern. Diese Mass.nahme muss dringend verwirklicht werden, da grosse Teilstücke der noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Umzäunungen auf den Militärflugplätzen schadhaft oder zu niedrig sind.

Auf vier Militärflugplätzen sollen die wichtigsten Umzäunungen durch den EMD-Normzaun von 2,50 m Höhe ersetzt werden.

Ausser rund 7300,m Zaun die errichtet werden müssen, sollen auch mehrere Toranlagen verstärkt, ersetzt oder mit technischen Hilfsmitteln für die Zutrittskontrolle versehen werden. Zudem sollen dringende Einzelmassnahmen zur .Beseitigung von Schwachstellen an Umzäunungen auf weiteren Flugplätzen und Anlagen der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen vorgenommen werden.

Mit späteren Baubotschaften sollen weitere Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit auf Militärflugplätzen und bei Aussenanlagen beantragt werden.

Kosten

,

Fr.

Flugplatz 1 Flugplatz 2 Flugplatz 3 Flugplatz 4 Andere Flugplätze und Anlagen Verpflichtungskredit..

-

.

410 460 620 320 300

000 000 000 000 000

2 110 000

1077

12

Bauten für die Logistik

121

Bau eines geschützten Militärspitals in Muotathal (30 350 000 Fr.)

Der

Anneesanitätsdienst

soll

das

Netz

der

bestehenden

Zivilspitäler durch Militärspitäler verdichten1.. Die Standorte müssen so gewählt werden, dass

jeder 'Patient -innert

sechs

Stunden 'in ein Spital eingeliefert werden "kann. Zur Erfüllung dieser

Vorgabe ·

sind

40

Militärspitäler

mit

je · 500

Patientenbetteri notwendig.

Mit der Baubotschaft 1981 (BEI 1982 I 186) wurde letztmals die Anlage in SchattdorF bewilligt. Damit sind neun teiloder vollgeschützte

militärische Basisspitäler verwirklicht

oder befinden sich im Bau. Es ist vorgesehen,1 alle militärischen Basisspitäler als Schutzbauten tracht

der

zu erstellen. In Anbe-

finanziellen Möglichkeiten des Bundes verzögert

sich.der Endausbau beträchtlich. Vordringlich sollen diejenigen

bestehenden,

schützte

ober i. irdischen

ersetzt werden,

die

Militärspitäler

in taktisch

durch

ge-

wichtigen Räumen

liegen und das Netz der zivilen Anlagen im Sinne des koordinierten Sanitätsdienstes ergänzen.

In Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden von Muotathal konnte das für die Erstellung eines geschützten Militärspitals notwendige Grundstück erworben werden. Die vorgesehene dreigeschossige Anlage umfasst folgende Einrichtungen: - Spitalbereich

mit total

516 Patientenplätzen,

enthaltend

einen Untersuchungsbereich mit medizinisch-chemischem Labor und

Röntgeneinrichtungen,

Operationsräume

mit

Vor-

und

Nachbehandlungsmöglichkeiten, eine Aufwachstation mit 48 Betten, eine Intensivpflegestation mit 40 Betten sowie Pflegeeinheiten mit total 428 Betten; - Betriebsbereich

mit

Küche,

Ess-

und

Aufenthaltsräumen,

Waschküche und Zentrallager für Sanitätsmaterial; - Technischer

Bereich mit Heizung

und Lüftung, Notstromver-

sorgung, Wasseraufbereitung, Wasserserven;

1078

und Betriebsstoffre-

Die Anlage wird unterirdisch erstellt, so dass das Grundstück nach Fertigstellung grösstenteils wieder landwirtschaftlich genutzt werden kann. 'Das Amt

für Planung1, Natur- und Land-

schaftsschutz des Kantons Schwyz erhob gegen das Bauvorhaben keine Einwände.

Das Militärspital wird durch eine fest zugeteilte Spitalabteilung

betrieben.

In Friedenszeiten dient

die Anlage

den

Spitalabteilungen zur Ausbildung und als 'Unterkunft. Sie kann ebenfalls phenfällen

für die Unterbringung von Patienten oder

als

zentrale

in

Katastro-

Abklärungsstation' bei

grossen

Truppenaufgeboten verwendet werden.

Die Kosten für den Betrieb der Anlage belaufen sich auf jährlich rund 95 000 Franken. Für den Unterhalt und die Erhaltung der Betriebsbereitschaft wird

eine zusätzliche

halbe Stelle

benötigt, die durch interne Rationalisierungsmassnahmen aufgefangen werden kann.'

Kosten

'

Fr.

Grundstück (Erschliessung )

·

·

Vorbereitungsarbeiten

23 480 000

Umgebung Baunebenkosten

'

Unvorhergesehenes

Verpflichtungskredit

000

460 COO

Gebäude (Unterflurbauwerk)

Ausstattung..

430

"

·' .

1 380

000

500

000

1 250

000

2 850 000 30 350 000

1079

122

Bau einer Treibstofftankanlage in der Westschweiz (4 680 000 Fr.)

Das für den Flugbetrieb auf den Militärflugplätzen benötigte Flugpetrol kann erst nach einer gründlichen Prüfung der Qualität für den Verbrauch freigegeben werden. Diese wird von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Versuchsanstalt in Dübendorf durchgeführt und dauert rund drei Wochen. Deshalb müssen auf den Flugplätzen für die Versorgung mit Treibstoff mehrere genügend grosse Tanks zur Verfügung stehen. Da bei einem Militärflugplatz in der Westschweiz diese Tanks fehlen, kann dort die Treibstoffversorgung nicht wirtschaftlich erfolgen. Das für diesen Flugplatz beschaffte Flugpetrol, muss zuerst im Tanklager Rotkreuz zwischengelagert werden. Nach dem Untersuchungsbefund muss es erneut in Bahnkesselwagen abgefüllt und in die Westschweiz transportiert werden.

Um diese kostspieligen Umtriebe zu vermeiden, sind drei Ueberflurtanks notwendig. Sie sollen zwischen einem bestehenden privaten Tanklager und der bereits gemeinsam mit privaten Heizölfirmen erstellten Bahnumschlagstelle gebaut werden. Von dort wird der Flugplatz über eine bestehende Rohrleitung, versorgt. Das benötigte Grundstück ist teilweise im Bundeseigentum oder wird dem Bund im Baurecht überlassen. Das Bauvorhaben umfasst: - drei Stehtanks mit Tankbassin; - Leitungsinstallationen von den Tanks zur bestehenden Pumpstation, die den Flugplatz bedient; -, Löschwasserreservoir mit Löschinstallationen.

Durch den Bau einer neuen Treibstofftankanlage können bei der Versorgung jährlich über 100 000 Franken eingespart werden.

Die Einsparungen bei den Frachtkosten und beim Personalaufwand sind grösser als der Aufwand für Amortisation und Kapitalverzinsung der Bau- und Landkosten. Die Auflagen des Umweltschutzes sowie des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes können durch die Eingliederung der neuen Lagertanks in eine bestehende Tankanlage kostengünstig erfüllt werden.

1080

1081

TrcibsloH'Lankanlage in tier Westschweiz

Kosten

Fr.

Grundstück (Kostenbeteiligung an bestehender Infrastruktur) . . . . ~.

Vorbereitungsarbeiten....

Gebäude (Wasserreservoir) Betriebseinrichtungen .(Tanks und Installationen Tiefbau- und Umgebungsarbeiten Baunebenkosten.

, Unvorhergesehenes...

Ausstattungskosten Verpflichtungskredit

123

50 000 50 000 390 000 2 880 000 950000 55 000 265 000 40 000

,

·

4 680

000

Bau einer Onterflur-Munitionsanlage im Mittelland (7 710 000 Fr.)

Mit den Rüstungsprogrammen 1979 bis 198.2 wurden grössere Mengen Munition beschafft. Vor allem die Munition für die Panzerhaubitzen und die Dragon-Lenkwaffen verursachen im Mittelland einen beträchtlichen .Bedarf an neuem Lagerraum.

Der Raum- und Flächenbedarf, die Einrichtungen und.die Konzeption der Anlage richten sich nach den technischen Vorschriften für die Munitionslagerung. Bei der Standortabklärung und der Ausarbeitung des Projektes wurden nebst den militärischen, geologischen und bautechnischen Kriterien auch die Aspekte der Sicherheit gegen aussen und des Landschaftsschutzes berücksichtigt.

Betrieb und Unterhalt der Anlage obliegen im Frieden der Kriegsmaterialverwaltung. Das erforderliche Grundstück ist im Besitz des Bundes. Die Behörden wurden über das Bauvorhaben informiert. Sie haben keine Einwände angebracht.

1082

Kosten

Fr.

Grundstück (Erschliessung )

847 000

Vorbereitungsarbeiten Gebäude (Unterflurbauwerk) Umgebung Baunebenkosten

10 5 476 571 27

unvorhergesehenes

552 000

Ausstattung Verpflichtungskredit

124

000 000 000 000

227 000 7 710 000

Bau von fünf ünterflur-Munitionsmagazinen (10 220 000 Fr.)

Die Versorgungskonzeption 77 verlangt die Bereitstellung von Versorgungsgütern (dazu gehört auch die Munition) :in den Räumen der Verbraucher. Der Beschluss über die Ausrüstung der Grenzbrigaden mit Panzerabwehrlenkwaffen bewirkt zudem, dass in den entsprechenden Brigaderäumen Dragonmunition eingelagert werden muss. Dies bedingt den Sicherheitsanforderungen entsprechende Anlagen.

Aus diesem Grund entwickelte das Amt für Bundesbauten ,edn standardisiertes Magazin, welches im Tagbau erstellt und anschliessend mit Erde überdeckt werden kann. Dadurch können die Aspekte der Tarnung und des Landschaftsschutzes bestmöglich erfüllt werden. Die unterirdische Bauweise deckt die Erfordernisse der Sicherheit in bezug auf Einbruch, Sabotage und Waffenwirkung optimal ab.

Die mit dieser Baubotschaft beantragten fünf Magazine sollen in taktisch wichtigen Räumen von fünf Grenzbrigaden erstellt werden. Durch geringfügige Grundrissveränderungen kann der standardisierte Magazinbau dem unterschiedlichen Lagerraumbe.dürfnis der einzelnen Verbände auf wirtschaftliche Weise angepasst werden. Die Einrichtungen und die Anordnung der Lagerflächen ermöglichen einen sicheren und schnellen Umschlag der Munition. Betrieb und Unterhalt der Anlagen erfolgt je-

1083

weils durch das Personal des nächstgelegenen Zeughauses. Die Landerwerbsverhandlungen sind im Gange.

Weitere geschützte Munitionsmagazine sollen mit späteren Baubotschaften beantragt werden.

Kosten

Fr.

Munitionsmagazin l Munitionsmagazin 2

2 110 000 2 395 000

Munitionsmagazin 3

2 110 000

Munitionsmagazin 4

l 600 000

Munitionsmagazin 5

2 005 000

Verpflichtungskredit

125

10 220 000

Modernisierung und Erweiterung von Versorgungsanlagen (26 800 000 Fr.)

Kriegswerkstätte im Berner Oberland (25, 400 000 Fr. ) ., Gemäss

Versorgungskonzeption

wichtigen Räumen geschützte,

77

sollen

in

leistungsfähige

stätten und Lagerräumlichkeiten für wichtige

allen

taktisch

ReparaturwerkVersorgungsgüter

gebaut werden. Deshalb wurden die grösstenteils in den vierziger Jahren erstellten unterirdischen Versorgungsanlagen auf ihre versorgungstechnische und taktische

Eignung sowie

auf

ihre Ausbaumöglichkeiten überprüft. Diese Ueberprüfung ergab, dass insgesamt

11 bestehende Anlagen modernisiert

und darin

Kriegswerkstätten eingebaut werden sollen. Davon wurden sechs Anlagen mit der Baubotschaft 1978 (BEI 1978 II 894) und drei Anlagen mit der Raubotschaft 1981

(BEI 1982

I 186)

bewil-

ligt. Mit dieser Baubotschaft beantragen wir Ihnen die Sanierung der Kriegswerkstätte im Berner Oberland. Mit einer,späteren Botschaft werden wir Ihnen die Modernisierung der letzten dieser Anlagen beantragen.

1084

Die weitere Beschaffung von elektronischen Geräten, unter anderem der Feuerleitgeräte Skyguard in vier Tranchen, verursachte im Werkstattbereich eines für den unterhalt und die Instandstellung zuständigen Zeughaus-Betriebes eine Ueberbelegung, enge Platzverhältnisse und damit unrationelle Arbeitsabläufe. Durch den geplanten Ausbau der bestehenden unterirdischen Anlage, welche bisher erst im Verteidigungsfall bezogen worden wäre, kann ein Teil der Zeughaus-Werkstätten schon in Friedenszeiten dorthin verlegt und betrieben werden. Die dauernde friedensmässige Nutzung der unterirdischen Anlage erlaubt eine bessere Auslastung der Installationen und Geräte. Sie muss jedoch in baulicher und installationstechnischer Hinsicht für den Betrieb durch ziviles Personal eingerichtet werden. Die Schutz- und Sicherheitsmassnahmen werden dem heutigen Bedrohungsbild angepasst. Das Bauprogramm umfasst: - Einbau einer zusätzlichen Kammer zur Aufnahme Werkstätten; - Umbau und Anpassung

verschiedener

einer Kammer zur Einlagerung von Mate-

rial; - Zufahrts- und Verbindungsstollen sowie Verkehrsflächen für den Materialumschlag; - Verbesserung der Zutrittsverhältnisse in der Anlage und Anpassung der Werkstrasse; - Sanierung der Produktionsanlage für Druckgase; - Verbesserung des Schutzgrades und Einbau eines Schutzraumes für die Mannschaft; - Erweiterung und Erneuerung der luft- und elektrotechnischen Anlagen.

Die mit der Modernisierung und Erweiterung der unterirdischen Anlage entstehenden Kosten werden teilweise dadurch aufgewogen, dass der freiwerdende oberirdische Werkstattraum für die Onterhaltsarbeiten am Fliegerabwehr-Lenkwaffensystem Rapier benutzt werden kann.

1085

Unterirdische Munitionsanlage in der Südschweiz (1 400 000 Fr.} .

.

Die Grundsätze für die sicherheibsmässige Sanierung der bestehenden unterirdischen Munitionsanlagen der Kriegsmaterialverwaltung zeigen, dass die beantragte Anlage den verlangten Anforderungen nicht mehr genügt und geraäss den festgelegten Richtlinien

saniert

werden

muss.

Mit

einfachen baulichen

Massnahmen kann nebst der sicherheitsmässigen Instandstellung auch ein bescheidener Lagerraumgewinn erzielt werden. Das Bauprogramm umfasst: - Abbruch der Betoneinbauten, Einbau eines Stahlpanzertores und Anpassen der elektrischen und lufttechnischen. Anlagen; - Einrichten einer stationären Löschanlage; - Schutzvorkehrungen gegen Einbruch.

Kosten

Kriegswerkstatte Berner Oberland Fr.

unterirdische Total Munitionsanläge Südschweiz Fr.

Fr.

1 i 158 1 707 3 690 5 060 1 205 2 280

1 240000

Stahlkonstruktionen. . .

Lufttechnische Anlagen .

Elektrische Anlagen...

Ausbauarbeiten Unvorhergesehenes

Total

25 400 000

1 400

000 000 000 000 000 000 300 000

Verpf lichtunqskredit . . .

1086

12 398 000 1 3 5 1

160 000

000

707 690 060 205 2 440 300

000 000 000 000 000 000

26 800 000 26 800 000

126

Bau einer geschützten Produktionsanlage für Sauerstoff in der Ostschweiz

.

(6 200

;

000

Fr.)

Die Versorgungs-, Luftschutz-, Material-, Festungs- und Fliegertruppen sowie der Reparaturdienst verwenden in Druckflaschen abgefüllten Sauerstoff zum Schweissen, Schneiden und Erwärmen von verschiedenartigen Materialien. Der Sanitätsdienst benötigt Sauerstoff bei Operationen und für die Beatmung und Wiederbelebung von Patienten. Im Verteidigungsfall muss die in zivilen Anlagen produzierte Sauerstoffmenge für den Zivilschutz und die Kriegswirtschaft reserviert bleiben.

Die Armee muss deshalb ihren Bedarf an Sauerstoff selbst sicherstellen. Zu diesem Zweck sind in drei Territorialzonen noch je zwei Anlagen einzurichten.

Mit dieser Baubotschaft soll eine erste geschützte Produktionsanlage für Sauerstoff beantragt werden. Sie dient gleichzeitig als Prototyp für die Erstellung weiterer Anlagen. Sie umfasst einen Produktions- und Abfüllraum, einen Umschlagplatz und ein Flaschenlager sowie die notwendigen Infrastrukturanlagen. Die Anlage muss autonom und unter Kriegsbedingungen betrieben werden können. Der friedensmässige Betrieb dient der Ausbildung der Truppe und des Betriebspersonals. Das erforderliche Bauland ist noch nicht im .Besitz des Bundes. Es soll erst nach Genehmigung des Verpflichtungskredites erworben werden. Der Grundeigentümer und die Behörden sind über das Bauvorhaben informiert..

Es ist beabsichtigt, die weiteren Produktionsanlagen Sauerstoff mit späteren Baubotschaften zu beantragen.

für

1087

Kosten

··

Grundstück (Erschliessung) Vorbereitungsarbeiten Gebäude (Unterflurbauwerk) Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes

,. . .

Fr.

200 000 476 000 3 647 000 22 000 40 000 415 000

Ausstattung

l 400 000

Verpflichtungskredit

6 200 000

127

Einbau von Werkstätten für den Unterhalt der Fliegerabwehr-Lenkwaffensysteme Rapier (4 800 000 Fr.)

Mit dem Rüstungsprogramm 1980 (BEI 1980 II 563) wurde die Beschaffung der Fliegerabwehr-Lenkwaffensysteme Rapier beschlossen. Die Kriegsmaterialverwaltung führt in je zwei ober- und unterirdischen Werkstätten sämtliche Unterhaltsarbeiten durch. Es ist vorgesehen, in bestehenden Gebäuden und Anlagen vorhandene Werkstätten zusammenzufassen und so 'die zusätzlich notwendigen Räumlichkeiten bereitzustellen. Zwei Werkstätten wurden bereits früher angepasst und sind schon in Betrieb.

Mit dem beantragten Verpflichtungskredit sollen die betrieblichen Einrichtungen für den Unterhalt und die baulichen Anpassungsarbeiten in den beiden verbleibenden Werkstätten realisiert werden. Das Bauprogramm umfasst: - Einrichten einer Werkstatt von Feuereinheiten;

zum Prüfen und Instandstellen

1088

In der unterirdischen Anlage sind zudem im Bereiche der technischen Installationen zusätzliche Sicherheitsmassnahmen notwendig, um die Auflagen des ausländischen Herstellers erfüllen zu können.

Der Unterhalt an diesem Waffensystem wird in der oberirdischen Anlage durch vorhandenes, beim Hersteller ausgebildetes Personal vorgenommen. Die unterirdische Werkstatt wird durch die Truppe benutzt und betrieben.

Kosten

Unterirdische Oberirdische Anlage Anlage Fr.

Fr.

Vorbereitungsarbeiten

1

64 000 606 000 21 0 000

1

. 3 600 000

Verpflichtungskredit. . .

128

Fr.

100 000 2 676 000 216 000

1

Zentrale Versorgung. . 1 479 000 Unvorhergesehenes. . . .

171 000 70 000 Total

36 000 070 000 6 000

Total

1

50 000 38 000

479 000 221 000 108 000

200 000

4 800 000 4 800 000

Erweiterung und Sanierung des Armeemotorfahrzeugparks Romont; 1. Etappe (16 100 000 Fr.)

Der 1951 in Betrieb genommene Armeemotorfahrzeugpark Romont .entspricht in verschiedenen Bereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zwar wurden seither Gewässerschutzmassnahmen durchgeführt, die. Zufahrt verbessert und ein Fahrzeugabstellplatz erstellt, doch fehlen heute vor allem geeignete Werkstätten, um die wesentlichen Aufgaben des Armeemotorfahrzeugparks wirtschaftlich erfüllen -zu können. So ist ein rationelles Prüf- und Kontrollzentrum für Radfahrzeuge notwendig, um die gesetzlich vorgeschriebenen Inspektionen an den Fahrzeu-

1089

Mehrzweckgebäude mit Werkstätten im Armeemotorfahrzeugpark Romont

gen durchführen zu können. Diese Arbeiten müssen heute auf verschiedenen, räumlich getrennten Anlagen unwirtschaftlich erledigt werden. Im weitern ist vorgesehen, die Arbeitsbereiche Fahrzeugwartung und -Stellung in einem Neubau zusammenzufassen. In diesem Gebäude soll zusätzlich ein zeitgemässes Ausbildungszentrum für 40 Lehrlinge entstehen. 'Bisher war Romont der einzige Armeemotorfahrzeugpark, der keine Lehrlinge, ausbildete. Erst seit Herbst 1984 werden aus regionalpolitischen Gründen die , ersten Lehrlinge in provisorisch eingerichteten Werkstätten ausgebildet.

Um den Gesamtausbau zu verwirklichen, sind,:zwei Etappen vorgesehen. Das Erweiterungs- und Sanierungsprogramm der 1.

Etappe umfasst: - Neubau eines Mehrzweckgebäudes mit Werkstatt

für Fahrzeug-

wartung und Fahrzeugstellung, Ausbildungszentrum für Lehrlinge, Mehrzweckraum für Aufenthalt, Rapporte und Verpflegung, zentrale Garderobe sowie Schutzräume für 80 Personen; - Umbau und Erweiterung des bestehenden Werkstattgebäudes mit PrüfZentrum für Radfahrzeuge, Erweiterung des Ersatzteillagers, Neubau und Erweiterung der Malerei und Spenglerei, verschiedene Einbauten und Umstellungen im Bereich der Radfahrzeugwerkstatt und deren Nebenwerkstätten.

Zudem soll die Heizzentrale saniert und an das Erdgasnetz angeschlossen werden. Ferner sind Verbesserungen an den Brandschutzanlagen, den technischen Installationen sowie an den Plätzen und Verkehrswegen vorgesehen. Die notwendigen Landreserven sind im Besitz des Bundes.

Mit einer späteren Baubotschaft sollen insbesondere die Sanierung der Panzerwerkstatt und der Bau einer zweigeschossigen Einstellhalle für Radfahrzeuge in der Grössenordnung von 15 Millionen Franken beantragt werden.

1091

Kosten:·'.-'

.

Vorbereitungsarbeiten

Fr.

648 000

Gebäude

8 680 000

Betriebseinrichtungen..

383 000

Umgebung (Plätze und Verkehrswege)

·.'

3 909

000

Baunebenkosten

386 000

Zentrale Ver- und Entsorgung

240 000

Unvorhergesehenes

754 000

Ausstattung

l 100 000

Verpflichtungskredit.

129

16 100 000

Einbau von Werkstätten im Winkelgebäude für das Eidgenössische Zeughaus Thun (7 550 000 Fr.)

Mit dieser Baubotschaft beantragen wir Ihnen den Ausbau des bisher

von der Eidgenössischen

Konstruktionswerkstätte

Thun

benutzten Winkelgebäudes. Dieses wird ab 1987 der Kriegsmaterialverwaltung

überlassen, nachdem

vom 29; November 1982 kationsbautfin

für

die

die mit

Bundesbeschluss

(BB1 1982 III 1151) bewilligten FabriKonstruktionswerkstätte

bezugsbereit

sein werden.

Das Winkelgebäude ist ein im Jahre 1939 erstellter Industriebau in Stahlkonstruktion. Alle Geschosse sind mit drei Treppenanlagen und mit drei Warenliften sehr gut erschlossen. Die Decken

weisen

durchgehende me. Es können

eine genügende Tragfähigkeit Fensterflächen

gewährleisten

auf.

helle

Zweiseitig Arbeitsräu-

gleich geartete und bisher örtlich

Werkstattbereiche

getrennte

für rund 60 Personen mit den dazugehörenden

Lagerräumen zweckmässig zusawnengefasst werden. Dies erlaubt ein

rationelleres

Arbeiten

und

erhöht

die

Kapazität.

Das

Raumprogramm der Einbauten umfasst: - Werkstätten

für Spenglerei, Metallwäscherei

und Verzinne-

rei, Waffenmechanik, Schlosserei, Schmiede und Schweisserei

1092

sowie Unterhaltswerkstätten für Geschütze, Spezialfahrzeuge, Stapler, Infanterie-Waffen und Uebermittlungsmaterial ; - Sattlerei mit Lehrlingswerkstatt für fünf Lehrlinge und die Malerei für allgemeines Korps- und Instruktionsmaterial; - Räume für Zwischenlager und Rückschubmaterial, Sortierraum und Spedition; - Zwischenboden im Erdgeschoss als Lagerraum Nutzung des vorhandenen Bauvolumens.

zur

besseren

Im Winkelgebäude sind die haustechnischen Installationen überaltert und entsprechen nicht mehr den geltenden Vorschriften. Die Bodenbeläge sind abgenutzt und müssen weitgehend ersetzt werden. Das neue Raumkonzept bedingt Anpassungen und neue Installationen, die dem technischen Standard und den Vorschriften des Arbeitsgesetzes, der SUVA, des Brandschutzes und weiteren Sicherheitsnormen entsprechen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten und nach Bezug des Winkelgebäudes soll das alte Gebäude 5 1 1 , in dem sich jetzt noch verschiedene Werkstätten des Zeughauses befinden, abgebrochen werden. An dessen Stelle ist eine freistehende Ueberdachung für Grossparkdienstarbeiten vorgesehen. Nach dem Einbau von Werkstätten und Lagerräumen in das Winkelgebäude wird im Rahmen der Gesamterneuerung des Zeughausbetriebes Thun als letzte Etappe die Sanierung der verbleibenden Altbauten übrig bleiben. Diese soll mit einer späteren Baubotschaft beantragt werden.

Kosten: Vorbereitungsarbeiten Gebäude.

Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung Verpflichtungskredit

Fr.

!

·.

!

285 5 680 170 160 120

000 000 000 000 000

610 000 525 000 7 550 000

1093

13

Ausbildungsbauten

131

Sanierung des üebungsgeländes auf dem Waffenplatz Bure; 1. Etappe (8 900 000 Fr.)

Mit dem Ausbau der mechanisierten Truppen anfangs der sechziger Jahre wurde auch geeignetes üebungsgelände für die Schulung des gefechtsmässigen Einsatzes von Panzerverbänden notwendig. Die für eine optimale Ausbildung eigentlich zu erfüllende Forderung, das Gelände sowohl für die Bewegung im Verband als auch für den Einsatz der Waffen im scharfen Schuss zu nutzen, war in unserem Land schon damals nicht zu verwirklichen. In der Folge konnte in der Ajoie (in den .Gemeinden Bure, Fah.y, Courtemaîche und Courchavon) ein Panzerübungsplatz geschaffen werden, der allerdings keine Uebungen mit scharfer Munition zulässt. In den sechziger Jahren .wurden Kasernen, Einstell- und Ausbildungshallen sowie eine 17 km lange Betonpiste zur Erschlies.sung des Geländes erstellt. Seit 1967 wird der Waffenplatz durch Schulen und Kurse der mechanisierten Truppen einschliesslich Panzerartillerie belegt.

Für Gefechtsübungen bis Bataillonsstufe bietet der Waffenplatz Bure die einzige taugliche Ausbildungsmöglichkeit. Die sehr intensive Benützung des Üebungsgeländes während des ganzen Jahres und ohne .Rücksicht auf die Witterungsverhältnisse führte zu einer erheblichen Schädigung der Bodenoberfläche.

Dabei spielen die geologischen Verhältnisse dieser Gegend, des auslaufenden Faltenjuras, eine wichtige Rolle. Die Humusbildung gestaltet sich langsamer, die Böden sind dünnschichtiger, trockenheitsanfälliger, weniger fruchtbar und dadurch erosionsgefährdeter. Eine weitere Eigenheit dieser Böden sind deren Verwitterungsprodukte, die im feuchten Zustand sofort kleben und bei Belastung zu Verdichtung und Strukturzerstörung führen. Bei grosser Trockenheit ko.mmt es zu Spaltenbildung und damit zu tiefer Austrocknung. Die Böden .werden pulverisiert und durch Wind und Wasser abgetragen. Dies verhindert insbesondere, dass sich die Pflanzendecke erholen kann.

1094

In den ersten Jahren der Benutzung des Waffenplatzes Bure erwies sich der Boden als relativ stabil; er schien der intensiven Beanspruchung durch die Raupenfahrzeuge standzuhalten.

In der Folge führten aber die vorstehend erläuterten Bodenverhältnisse zu einer unaufhaltsam fortschreitenden Zerstörung der Pflanzendecke ganzer Geländeteile. Die bis anhin angewandten Massnahmen zur Verminderung der Erosion durch Wasser und Wind, vor allem die wechselweise Regeneration von Geländeabschnitten während dreier Jahre sowie die Verstärkung von Zwangspassagen und Engnissen im Rahmen der Unterhaltsarbeiten, genügten auf die Dauer nicht, um der Verödung Einhalt zu gebieten. Als Folge davon kann das Gelände seit einiger Zeit nur noch mit grösseren, die Ausbildung .der Panzertr,uppen beeinträchtigenden Einschränkungen befahren werden. Die Staub- und Schlammbildung wirkt sich in zunehmendem Mass auch negativ auf die Landschaft in der Umgebung aus.

Nachdem alle bisherigen, auf geringe Kosten ausgerichteten Bemühungen erfolglos blieben, soll nun das .Gelände des Waffenplatzes Bure einer durchgreifenden Gesamtsanierung unterzogen werden, um es vor einer kaum mehr rückgängig zu machenden Verwüstung zu bewahren. Diese Sanierung ist e.ine Voraussetzung dafür, dass der Waffenplatz Bure den mechanisierten Truppen für die bisherigen Ausbildungszwecke erhalten werden kann. Im weitern geht es auch darum, die geschädigten Geländeteile wieder instand zu stellen.

Als Grundlage für das Projekt wurden Bodenuntersuchungen durchgeführt, die Verhältnisse kartographisch erfasst und insbesondere die am meisten geschädigten Gebiete sowie die erosionsgefährdeten Zonen ermittelt. Weitere geologische Abklärungen befassten sich vor allem mit den hydrologischen Gegebenheiten und mit den örtlich notwendigen Sanierungsmöglichkeiten. Daraus resultieren die folgenden drei Massnahmenpakete: - biologische Vorkehrungen, wie Regenerierung der geschädigten Böden durch Aussaat, Wiederherstellung des Boden-Wasser-Haushalts sowie Anpflanzung von Hecken und Gehölzen;

1095

Die geplante Gesamtsanierung strebt zwei Ziele an. Einmal gilt es, den Waffenplatz Bure dauernd für die Ausbildung der Panzertruppen zu erhalten. Zum ändern soll der ursprüngliche Charakter der Landschaft mit ihren vielen Hecken und Gehölzen wiederhergestellt und erhalten werden. In drei Bauetappen sollen deshalb folgende Anpassungen und Geländesanierungen auf dem Waffenplatz Bure mit Gesamtkosten aus heutiger Sicht in der Grössenordnung von 25 Millionen Franken vorgenommen werden: - Instandstellen und Erstellen von schotterverstärkten Pisten im Gelände; - Regenerieren des Zwischengeländes durch Begrünungsmassnahinen (Aussaat, Hecken); - Ausscheiden von freiem durch Signalisation;

Manövriergelände

und

Schutzzonen

Das Amt für Bundesbauten und die Genietruppen

führen schon

heute die laufenden Unterhaltsarbeiten aus; sie sollen ;teilweise auch für die Geländesanierung der zwei ersten Etappen beigezogen werden. Die Truppeneinsätze dienen der Ausbildung, ermöglichen eine kürzere Bauzeit und reduzieren die Kosten.

Der Umfang der geplanten Arbeiten und finanzielle Gründe er-

1096

Geplante Sanierung des Ubungsgelandes auf dem Waffenplatz Bure

42 Bundesblatt. 138.Jahrgang. Bd.I

1097

fordern eine Unterteilung dieser Gesamtsanierung. Zudem muss der Platz auch während der Bauzeit durch die Truppe benützt werden können.

Mit der Baubotschaft 1986 soll das Panzergelände mit einem Kredit von 8,9 Millionen Franken in einer ersten Etappe im Abschnitt Chertau bis zur Kantonsstrasse saniert werden. Mit späteren Baubotschaften sollen dann in erster Priorität die übrigen Sektoren des Uebungsgeländes hergerichtet und in zweiter Priorität die Anpassungen am Pistensystem und an der Infrastruktur vorgenommen werden. Die Sanierung erfolgt im Einvernehmen mit der kantonalen Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz.

Kosten

,

Fr.

Vorbereitungsarbeiten. < Umgebung Baunebenkosten

160 000 8 290 000 20 000

unvorhergesehenes

430 000

Verpflichtungskredit

132

8 900 000

Neues Lehrgebäude für die Fliegertruppen auf dem Waffenplatz Payerne

,

(2 600 000 Fr.)

Mit dem Kriegsmaterialbudget 1982 wurde für die Fliegertruppen ein Durchschalte- und Auswertesystem für Beobachtungsmeldungen (Didatu) beschafft. Damit erhielt die Fliegertruppe ein leistungsfähiges Uebermittlungssystem, welches ihr ermöglicht, die an verschiedenen Standorten gemachten Beobachtungen nahezu ohne Zeitverlust in die Einsatzzentralen der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen zu übermitteln. Die Didatu-Anlage auf dem Waffenplatz

Payerne

musste mangels geeigneter

Räumlichkeiten provisorisch untergebracht werden.

Für die Ausbildung am Didatu-System wurden im Jahre 1984 zwei Postensimulatoren

1098

(Posim) beschafft. Mit diesen Simulatoren

werden auf einer Rundumleinwand optisch und akustisch wahrnehmbare Ereignisse eines Beobachtungspostens dargestellt.

Damit können gleichzeitig 15 Beobachter ausgebildet werden.

Ein Postensimulator wird bereits auf dem Waffenplatz Dübendorf mit Erfolg betrieben. Der andere soll auf dem Waffenplatz Payerne installiert werden.

Ferner soll das elektronische Datenerfassungs- und -Verarbeitungssystem 79 für die Planung von Erdkampf-, Aufklärungsund Transportflügen der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen (Flinte) neu auf dem Waffenplatz Payerne installiert werden.

Die Ausbildung an diesem System erfolgte bisher behelfsmässig in auswärts gelegenen Anlagen.

Für alle genannten Ausbildungsbedürfnisse soll auf dem Waffenplatzareal ein zweigeschossiges Lehrgebäude erstellt werden, dessen Standort im Rahmen der Gesamtplanung festgelegt wurde. Das Bauprogramm umfasst: - für Didatu: einen Rechnerraum, einen Flugplatzzustandsraum, eine Flugplatzkommandozentrale, einen Flugplatzeinsatzraum und einen Ausbildungsraum für Gerätemechaniker; - für Flinte: Installationseinrichtungen für den eines Terminals im Flugplatzzustandsraum;

Anschluss

den.

1099

Lehrgebäude für die Fliegertruppen auf dem Waffenplatz Payerne

Kosten

Fr.

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung

:

,. .

Baunebenkosten Unvorhergesehenes. ... : Ausstattung Verpflichtungskredit

133

60 000 1 685 000 400 000 170 000 30 000

!

i

100 000 155 000 2 600 000

Ausbau des Waffenplatzes Payerne für die Fliegerabwehrtruppen; 1. Etappe (26 300 000 Fr.)

Seit 1936 werden auf dem Waffenplatz Payerne die ;Flieger- und Fliegerabwehrtruppen ausgebildet. 1940 übernahmen die Schulen der leichten Flab die damalige Fliegerkaserne. Die zunehmend grösseren Mannschaftsbestände führten aber schon bald zu einer Ueberbelegung der Kaserne. Mitte der vierziger und Anfang der sechziger Jahre wurden die Ausbildungsbauten schrittweise durch Baracken ergänzt. Trotzdem mussten Teile der Flab-Schulen ausserhalb des Waffenplatzes untergebracht werden. Seit 1973 sind regelmässig,bis zu sechs Kompanien auf Aussenstandorten in zum Teil behelfsmässig eingerichteten Unterkünften untergebracht, .auf denen nur ungenügende Ausbildungsanlagen vorhanden sind. Diese Provisorien erschweren die Führung der Schulen und behindern eine wirkungsvolle .Ausbildung der Rekruten. Mit der Sanierung und dem Ausbau des Waffenplatzes Payerne für die Schulen der leichten Flab sollen zeitgemässe Ausbildungsanlagen und geeignete Unterkünfte geschaffen werden. Bei der Planung des Bauvorhabens wurde den rückläufigen Rekrutenbeständen Rechnung getragen.

Es ist vorgesehen, die Unterkünfte mit heute 235 Plätzen für zwei Kompanien auf 555 Plätze für vier Kompanien zu erweitern. Die Ausbildungsanlagen sollen den heutigen Erfordernissen angepasst werden. Damit können die baufälligen Baracken

1101

abgebrochen werden. Aus finanziellen Gründen müssen die Arbeiten in mehrere Etappen unterteilt werden. Das Bauprogramm der 1. Etappe, das wir hiermit beantragen, umfasst: - Lehr- und Kommandogebäude mit Filmsaal, Ausbildungsräumen, Büros, Unterkünften für Offiziere, Magazine, Freizeitzentrum und Schutzräumen für 360 Personen; - Verpflegungsgebäude für vier Einheiten; - Wachtgebäude am Arealeingang;

:

Nach dem Ausbau können Aussenstandorte aufgehoben, die heute doppelt geführten Rekrutenschulen in eine zusammengefasst und die Ausbildung sowie die Kommandoorganisation zentralisiert werden. Die neue Heizzentrale ist ausgelegt für die Gesamtbe: dürfnisse des Waffenplatzes und ersetzt die alte baufällige Anlage. Der bessere Wirkungsgrad der neuen Heizung sowie die vorgesehenen Energiesparmassnahmen an den bestehenden Gebäuden ermöglichen einen wirtschaftlicheren Heizbetrieb.

In einer zweiten Ausbauetappe sollen mit Kosten in der Grössenordnung von 20 Millionen Franken die Mannschaftskaserne Und die Einstellhalle für Fahrzeuge und Geschütze saniert sowie ein Betriebsstoffmagazin und eine zentrale Krankenabteilung, kombiniert mit einer unterirdischen SanitätshilfsstelT le, neu gebaut werden.

1102

Kasernenanlagen der Fliegerabwehrtruppcn auf dem" Waffehplatz Paycrne

1103

Kosten

:

;

.

Fr.

Grundstück (Erschliessung)

228 000

Vorbereitungsarbeiten

l 164 000

Gebäude

15 214 000

Betriebseinrichtungen

,

Umgebung Baunebenkosten .,

Unvorhergesehenes

l 777 000

i

Ausstattung

000

2 672 000 411 000

'

Zentrale Versorgung

,. . .

l 249 000

l

l 500

Verpflichtungskredit

134

2 085

000

26 300 000

Ausbildungsbauten fUr die Panzertruppen auf dem Waffenplatz Thun; Etappe 1B (22 800 000 Fr.)

Die Ausbildung der Besatzungen am Panzer 87 Leopard bedingt Räumlichkeiten

für zahlreiche Spezialanlagen, für Fahr- und

Schiesssimulatoren sowie für die witterungsunabhängige

Schu-

lung am Waffensystem. Zu diesem Zweck sollen die bestehenden Ausbildungsanlagen

Polygon des Waffenplatzes Thun

erweitert

werden. Dabei kann das bisherige betriebliche und architektonische Konzept beibehalten werden. Der Ausbau erfolgt in drei Etappen,

welche auf den Ausbildungsbeginn

und den Abliefe--

rungsrythmus des Panzers abgestimmt sind.

Bereits in der Baubotschaft vom 29. Februar

1984

(BB1

1984

III 109) würde erwähnt, dass langfristig, im Rahmen der Gesamtplanung und

auf dem Waffenplatz

organisatorischen

Thun,

aus

Ueberlegungen die

wirtschaftlichen

räumliche

des Truppenbereiches von den eidgenössischen

Trennung

Militärbetrieben

angestrebt wird. Die Bauten für die Ausbildung der Panzerbesatzungen

von

insgesamt

380

Panzern

Raumbedarf für die Entflechtung

der

87 Leopard

sowie

der

Panzertruppen-Rekruten-

schulen von den Militärbetrieben wurden als Ganzes geplant.

Ein Teil des benötigten Raumes wird durch die bisher für die Ausbildung

1104

am Panzer

55/57 Centurion belegten drei Ausbil-

dungsräume abgedeckt. Der Bedarf an neuen Hallen wird dadurch auf vier reduziert. Um die Ausbildungsziele der Grund- und Fachausbildung an den hoch technisierten Waffensystemen und Geräten zu erreichen, ist eine witterungsunabhängige Ausbildung in besonderen Ausbildungshallen unumgänglich. Durch die Konzentration der gesamten Ausbildungsinfrastruktur im Bereich des Polygons werden dafür optimale Voraussetzungen geschaffen.

Mit Bundesbeschluss vom 2. Oktober 1984 über militärische Bauten und Landerwerb (BEI 1984 III 109) wurde die Etappe lA bewilligt. Sie enthält im wesentlichen ein Gebäude für Fahrund Schiesssimulatoren mit Theorieräumen, Zivilschutzbauten sowie Anpassungen bestehender Anlagen an die Bedürfnisse des neuen Panzers. Ueber diese Bauten wird die Truppe ab Mitte 1987 verfügen können.

Das Bauprogramm der mit dieser Botschaft beantragten Etappe l R umfasst: - zwei Ausbildungshallen mit je einem Sicherheitsraum für die Aufbewahrung klassifizierter Fahrzeugkomponenten, einem Rapportraum, einer Garderobe mit Toilettenanlage und einem Halienvorplatz; - ein Werkstattgebäude für Unterhalt und Reparaturen; - die Verlegung der Panzerpiste im Bereich der bestehenden Brücke über die General-Wille-Strasse und die Anpassung der Anlagen für die Bewachung; - einen Panzerwaschplatz für den gesamten Waffenplatz; - den Ausbau der bestehenden Bahnverladeanlage für Raupenund Pneufahrzeuge im Areal der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte Thun .

Mit einer späterer, Baubotschaft soll noch die Etappe IC beantragt werden. Dabei ist geplant, ^wei weitere Ausbildungshallen zu erstellen sowie eine bestehende Panzerhalle und einen alten Hangar für rund 10 Millionen Franken zu sanieren.

1105

Ausbildungsbauten fur die Panzertruppen auf dem Waffenplatz Thun Legends: 1 Panzerhallen 2 Werkstatt 3 Einstellhalle 4 Panzerwaschplatz

1106

Kosten:,

'

.

Fr.

Grundstück (Erschliessung)

.

655

Vorbereitungsarbeiten

000

435 000

Gebäude

11 657 000

Betriebseinrichtungen Umgebung. . .

: '

l 025

000

6 168 000

Baunebenkosten . .,

223 000

Zentrale Versorgung

l 244 000

Unvorhergesehenes..:

l 003 000

Ausstattung

390 000

Verpflichtungskredit

135

22 800 000

Ausbau des Waffenplatzes Frauenfeld; 3. Etappe (6 250 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 29. November 1982 Bauten

und Landerwerb

(BEI 1982

über militärische

III 1151) wurde die erste

Etappe zum Ausbau des Waffenplatzes Frauenfeld für die mechanisierte Artillerie bewilligt.

Sie umfasst

im wesentlichen

fünf Ausbildungshallen, ein Simulator- und Ausbildungsgebäude, Unterkünfte für drei Batterien und ein zentrales Verpflegungsgebäude sowie Ausbildungs- und Parkplätze, Magazine, ein Wachtgebäude,

eine Fahrzeugwaschanlage

den

der Fahrzeuge. Vier Ausbildungshallen

Unterhalt

und ein Gebäude für werden

seit Sommer 1985 von der Rekrutenschule benützt. Die restlichen Bauten der ersten Ausbauetappe sind bis Sommer 1986 betriebsbereit.

Mit Bundesbeschluss vom 19. Dezember 1985 Bauten und Landerwerb

über

bauetappe bewilligt. Sie umfasst Büros für die und Zeughausverwaltung, Räumlichkeiten feuerwehr, eine Telefonzentrale eine

militärische

(BEI 1986 I 77) wurde die zweite AusWaffenplatz-

für die Waffenplatz-

für den gesamten Waffenplatz,

Dienstwohnung, Einstellräumlichkeiten

und

Lagerflächen

für das Zeughaus sowie Schutzräume. Ferner sind darin Räumlichkeiten für das Festungswachtkorps und ein Oekonomiegebäude enthalten.

1107

Mit der vorliegenden Baubotschaft beantragen wir Ihnen den Aasbau des Fahrschulstrassennetzes und der Stellungsräume sowie der Bau einer Bahnverladeeinrichtung.

Wie bereits in der Baubotschaft 1985 erwähnt, ist für die neunziger Jahre die Sanierung der alten Kaserne in der Stadt vorgesehen. Ferner sollen im Auenfeld noch Unterkünfte für weitere Batterien und Räumlichkeiten für das Schulkommando erstellt werden. Diese Vorhaben sollen als vierte Etappe mit einer späteren Baubotschaft beantragt werden.

Ausbau des Fahrschulstrassennetzes (3 700 000 Fr.)

und der Stellungsräume

Auf dem bestehenden Strassennetz der Allmend müssen seit Januar 1983 neben den Motorfahrern zusätzlich auch die Fahrer der Raupenfahrzeuge ausgebildet werden. Zu diesem Zweck wurde ein minimales, zusammenhängendes Strassennetz auf der Allmend ausgeschieden und mit Mitteln der Truppe und der Waffenplatzverwaltung Frauenfeld für die militärischen Bedürfnisse ausgebaut. Diese Arbeiten wurden Ende 1982 abgeschlossen, so dass bereits die Frühjahrs-Rekrutenschule 1983 über ein Strassennetz für Fahrschulzwecke verfügte.

Ohne weiteren Ausbau des Strassennetzes würden die heute noch vorhandenen Grünflächen der Allmend beschädigt. Weil die Allmend als Naherholungsgebiet eine wichtige Nebenaufgabe erfüllt, wird der Ausbau von den Behörden des Kantons Thurgau und der umliegenden Gemeinden befürwortet. Vorhandene Strassen und Wege sollen verbreitert und mit einem Hartbelag versehen werden. Nach dem Ausbau wird sich der Raupenfahrzeugverkehr zu einem erheblichen Teil auf dem bundeseigenen Strassennetz abwickeln können. Aus den gleichen Gründen sollen auch die Stellungsräume für die Panzerhaubitzen ausgebaut werden.

Bau einer Bahnverladeanlage (2 550 000 Fr.)

Zur Entlastung des öffentlichen Strassennetzes im Räume Frauenfeld soll für die jeweilige Verschiebung der Truppen-

1108

verbände in die Verlegung eine Bahnverladerampe erstellt werden. Sie dient ferner dem Verlad von defekten Raupen- und Pneufahrzeugen für den Transport in die Reparaturwerkstatt des Armeemotorfahrzeugparks Bronschhofen. Im weitern soll sie als Uebungsverladerampe und für den Umschlag von Munition, Scheiben und Material verwendet werden. Pur den Landerwerb und für die Benützung der Bahnverladerampe konnte

mit der

Stadt Frauenfeld als Grundeigentümerin eine Vereinbarung abgeschlossen werden.

Das Vorhaben umfasst folgende Bauten: - Längs- und Kopframpe zum Verladen der Fahrzeuge sowie die nötige Manöverier- und Abstellfläche; - Abfüllanlage für Betriebsstoff; - Anpassungen am bestehenden Strassennetz; - Magazin für Putzmaterial und Material der Oel- und Feuerwehr.

Kosten

Vorbereitungsarbeiten. . .

Gebäude Betriebseinrichtungen. . .

Fahrschulstrasse Fr.

15 000

Verpf lichtunqskredit

Total Fr.

20 000

35 000

62 000

62 000

47 000

47 000

3 507 000

2 083 000

5 590 000

10 000 168 000

250 000

260 000

83 000 5 000

251 000 5 000

3 700 000

2 550 000

6 250 000

Ausstattung Total

Bahnverladeanlage Fr.

6 250

oon

1109

14

Bauten für die Rüstungsämter

141

Versuchsschiessplatz der Gruppe i für Rüstungsdienste in der Gemeinde Medel GR (8 740 000 Fr. ) ,

Die Fachabteilung Ballistik, Waffen- und Kampffahrzeugprüfung der Gruppe für Rüstungsdienste führt alle grosskalibrigen Versuchs- und Abnahmeschiessen durch. Leistungsfähigere Waffen und Munitionssorten, grössere Reichweiten sowie vermehrte Abklärungen im Zusammenhäng mit Lizenzgeschäften, wie,, zum Beispiel mit der Munition für den neuen Panzer 87 Leopard, erfordern ein geeignetes Versuchsgelände. Die vielfältigen Schiessversuche können auf den bestehenden Waffen- und Schiessplätzen der Truppe nicht durchgeführt werden, sei es aus technischen Gründen oder weil die Zeiten ausserhalb der Belegung durch die Truppe dazu nicht ausreichen.

In der Gemeinde Medel steht der Truppe bereits ein Schiessplatz für Infanteriewaffen zur Verfügung. Das Schiessgelände befindet sich in einem Seitental des Val Medel bei San GionsPardatsch auf rund 1600 Meter über Meer. Im Winter ist das Gebiet wegen Lawinengefahr in der Regel unzugänglich. Der Platz eignet sich auch ausgesprochen gut für Versuchsschiessen der Fachabteilung Ballistik, Waffen- und Kampffahrzeugprüfung. Deshalb sollen dort in Zukunft alle Schiessversuche der Gruppe für Rüstungsdienste durchgeführt werden, die in den vorhandenen oder geplanten Anlagen auf dem Waffenplatz Thun aus technischen Gründen nicht möglich sind. Insbesondere handelt es sich um Versuchsschiessen mit Panzerabwehr-Lenkwaffen und Panzern aus dem Stand und aus der Bewegung sowohl auf stehende als, auch auf bewegliche Ziele, mit Schussdistanzen bis zu 3,5 km, Ausserhalb der Belegung durch die Gruppe für Rüstungsdienste kann die Truppe den Platz weiterhin benützen.

Als einzige Alternative

für die Durchführung

derartiger

Ver-

suchsschiessen, wäre der Schiessplatz Hinterrhein geeignet.

Dieser Schiessplatz wird aber mit der Einführung der Panzer 87 Leopard

1110

für die mechanisierten Truppen

immer wichtiger.

Einzig dort kann ab fahrendem Panzer über realistische Distanzen auf bewegliche Ziele geschossen werden. Für Schiessübungen der Truppe im Verband wird heute bereits: soviel Zeit beansprucht, dass der Platz nicht für zusätzliche Versuchsschiessen der Gruppe für Rüstungsdienste freigehalten werden kann.

Das Bauprojekt umfasst: - Werkgebäude mit Vorplatz und Räumen für das Einstellen von Geschützen, Spezialgeräten und Material, das Einlagern, Wärmen und Kühlen der Versuchsmunition, die Auswertung der Versuchsschiessen sowie Garderoben, Toiletten und Räume für den Aufenthalt des Schiessplatzpersonals; - Scheibenseilbahn mit Tragseil und fahrbarem Ziel samt Antrieb. Scheibenmontagestelle mit Zufahrt sowie LuftfahrtHindernismarkierungen; - Abschussgebäude für Lenkwaffen; - Beobachtungsunterstand; - Längspiste von 700 m und Querpiste von 200 m Länge für das Schiessen ab fahrendem Panzer. Die Pisten sollen rund 5 m breit und als Naturstrassen erstellt werden; - Schiessplattformen und Zielanlagen mit Zufahrten und elek-r trischen Anschlüssen; - Ausbau der Zufahrt ab Lukmanierstrasse bis Beginn der Längspiste auf 4,5 m Breite, als Naturstrasse und mit Ausweichstellen .

Das Abschussgebäude ist für die Erprobung der PanzerabwehrLenkwaffe TOW bestimmt. Die Kosten für die Mess- und Registriergeräte im Betrag von rund 6 Millionen Franken sind im Beschaffungskredit für den Panzerjäger im Rüstungsprogramm 1986 enthalten.

Für bestimmte Arbeiten ist der Einsatz von Genietruppen vorgesehen. Bei der Wahl der Standorte für die Ziele und Kugelfänge soll auf die Vegetation und das Gelände so weit als möglich Rücksicht genommen werden. Zur Schonung der Kugelfän-

1111

gè wird, sofern die Versudhsanordnung dies zulässt, Munition ohne oder mit .nur geringer Sprengwirkung,eingesetzt. Ferner sollen

durch, häufiges Wechseln

der

Ziele

übermässige Ein-

schussstellen vermieden werden.

Die Benützung des Platzes wurde mit den Grundeigentümern ; vertraglich geregelt. Die kommunalen und kantonalen Behörden so wie

das Bundesamt

für Forstwesen und Landschaftsschutz und

das Bundesamt, für Umweltschutz

sind über das Projekt orien-

tiert und haben keine grundsätzlichen Einwände. Auch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission

hat

sich zum

Vorhaben zustimmend geäussert. Die Projektausführung erfolgt unter Beizug der zuständigen Instanzen

für Natur- und Land-

scha ftsschutz.

Kosten

Fr.

Vorbereitungsarbeiten Gebäude.

l 550 000 2 950 000

Betriebseinrichtungen (Temperaturschränke)..

520 000

Umgebung

1034 000

Baunebenkosteri Elektrische Einrichtungen Scheibenseilbahn

'

70 000 l 219 000

(mechanischer Teil)

862 000

Unvorhergesehenes Ausstattung...,

515 000 ,

20

Verpflichtungskredit

000

8 740 000

15

Verschiedene Bauvorhaben

151

Beschaffung und Bau von Magazinen aus vorfabrizierten Elementen (2 200 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 27. September 1977 über militärische Bauten und Landerwerb

(BB1 1977 III 261) wurde für die Be-

schaffung und Aufstellung von Lagerbaracken

ein

Objektkredit

von 2 Millionen Franken bewilligt. Um die zukünftigen Lager-

1112

bedürfnisse abdecken zu Können, werden weitere Magazine aus vorfabrizierten Elementen benötigt. Sie sollen für die Lagerung von Material zur Unbrauchbarmachung von Tankanlagen, für Betriebsstoffe und Munition sowie für Genie- und Ausrüstungsmaterial verwendet werden. Der anbegehrte Verpflichtungskredit enthält die Kosten für die Anschaffung, die Montage und die Herrichtung der Standorte von ungefähr 70 Magazinen.

Kosten

Fr.

Vorbereitungsarbeiten

70 000

Gebäude

2 130 000

Verpflichtungskredit

2 200 000

152

Bau eines Lagers fUr Elektrokabel im Festungsmaterialpark Bilten; Zusatzkredit, infolge Projektergänzung (3 300 000 Fr.)

Mit Bundesbeschluss vom 28. September 1983 über militärische Bauten und Landerwerb

(BB1 1983

III 1087)

wurde der Neubau

des zentralen Festungsmaterialparks in Bilten im Betrage von 44,9

Millionen .Franken bewilligt. In diesem Vorhaben war ur-

sprünglich auch ein Lager für Elektrokabel vorgesehen. Es wurde ins damalige Botschaftsprojekt jedoch nicht aufgenommen, um dem Kanton Obwalden im Festungsmaterialpark

Sächseln

weiterhin fünf Arbeitsplätze erhalten zu können.

Die Elektrokabel werden in Kägiswil auf Kabelrollen im Freien gelagert. Es handelt sich um Kabel der Kriegsreserve, welche von der; Industrie zum Teil nicht mehr hergestellt werden.

Deshalb ist es besonders notwendig, die durch Witterungseinflüsse an den Kabeln entstehenden Schäden mit dem Bau eines gedeckten Lagers künftig zu verhindern. In einem solchen Neubau könnten zudem die aufwendigen Ein- und Auslagerungsarbeiten bedeutend

einfacher,

rationeller

und sicherer

durchge-

führt werden.

1113

Unter diesen Gesichtspunkten prüfte die Koordinationsgruppe des Eidgenössischen Militärdepar.tementes zur Erhaltung von Arbeitsplätzen in Bergregionen (KOBERIO) die Verlegung des Kabelrollenlagers von Kägiswil nach Eilten erneut. Insbesondere wurden die betriebswirtschaftlichen Vorteile besonders gewichtet, so dass nun einer Verlegung nichts mehr im Wege steht. : Die Regierung des Kantons Obwalden wurde über die geplante Verlegung informiert.

Im bewilligten zentralen Festungsmaterialpark in Eilten ist ein nur zu einem kleinen Teil unterkellertes Werkstattgebäude geplant. Für die zusätzliche Lagerung der Kabelrollen besteht die kostengünstigste Lösung darin, dass das Kellergeschoss dieses Werkstattgebäudes vollständig unterkellert wird.. In diesem so gewonnenen Lagerraum können dann auch die Arbeitsabläufe rationeller gestaltet werden.

Aus Gründen der Bodenbeschaffenheit kann in Eilten mit den eigentlichen Bauarbeiten erst 1987 begonnen werden. Bis heute wurden lediglich das Areal mit einer Zufahrtsstrasse erschlossen und das Baugelände mit Schottermaterial vorbelastet. Diese Phase der Vorbelastung dauert rund zwei Jahre.

Damit wird es möglich, die heute beantragte Projektänderung in das bereits bewilligte Projekt aufzunehmen, die Arbeiten zu koordinieren und den eigentlichen Baubeginn für 1987 vorzubereiten.

Für den Bau dieses Lagers für Elektrokabel im zentralen Festungsmaterialpark Rilten wird ein Zusatzkredit von 3 300 000 Franken:beantragt. Damit erhöht sich der mit Bundesbeschluss vom 28. September 1983 (BEI 1983 III 1087) bewilligte Verpflichtungskredit von ursprünglich 44 900 000 Franken auf 48 200 000 Franken.

1114

Kosten

,

Fr.

Vorbereitungsarbeiten

680 000

Gebäude Betriebseinrichtungen. ·.

Baunebenkosten....,

1 770 .

380 : 50

Unvorhergesehenes Ausstattung

,

Zusatzkredit

16

000 000 000

400 000 20 000 3 300 000

Gewässerschutzmassnahmen

Bis heute sind über 80 Prozent der militärischen Bauten und Anlagen mit einem Kostenaufwand von rund 270 Millionen Franken den Anforderungen des Gewässerschutzgesetzes vom 8. Oktober 1971 angepasst worden. Die Hassnahmen, die bereits abgeschlossen sind oder noch durchgeführt werden müssen, umfassen in der Regel die folgenden Arbeiten: - bei häuslichen, gewerblichen und industriellen Abwässern sind die bestehenden, gesetzwidrigen Abwasserableitungen in Gewässer durch Kanalisationen zu ersetzen. Abspritz- und Parkdienstplätze abzudichten sowie Oelabscheider, AbwasserVorreinigungsanlagen und autonome Kläranlagen bei abgelegenen Truppenunterkünften einzubauen; - für die Lagerung und den Umschlag von wassergefährdenden Flüssigkeiten müssen spezielle Gewässerschutzmassnahmen getroffen werden; insbesondere müssen die Tankstellen, die Lagertanks für Betriebsstoffe, die Rohrleitung für Heizöl und andere wassergefährdende Flüssigkeiten sowie die Umschlagplätze und die Lagerräume saniert werden.

Zur Fortsetzung der Massnahmen sollen mit dieser Botschaft Kredite für drei weitere Vorhaben beantragt werden.

1115

161

Sammelkredit für Gewässerschutzmassnahmen (8 500 000 Fr.)

Die letzte Kreditbewilligung erfolgte mit Bundesbeschluss vom 28. September 1983 über militärische Bauten und Landerwerb (BEI 1983 III 1087) und betrug 9,45 Millionen Franken, davon 7 Millionen Franken als Sammelkredit. Damit wurden hauptsächlich folgende Gewässerschutzmassnahmen durchgeführt: - Beheben von Mängeln an Brenn- und Treibstofftanks, die bei der gesetzlich vorgeschriebenen Tankrevision festgestellt wurden; - Einbau einer zweiten Wand bei erdverlegten Tanks; - Durchführen von Dichtigkeitskontrollen an Tanks und Rohrleitungen und Ersetzen von undicht gewordenen Anlageteilen; - Anpassen von Brenn- und Betriebsstoffmagazinen und -um-- Schlagplätzen durch den Einbau von Oelabschëidern; - Anschliessen von militärischen Anlagen an neuerstellte öffentliche Kanalisationsleitungen; - Ersetzen oder Instandstellen von undichten Abwasserleitungen; - Einbau von Vorreinigungsanlagen für das Abwasser aus Werkstätten.

·;

Zur Fortsetzung der auszuführenden Gewässerschutzmassnahmen, insbesondere im Bereich der Brenn- und Treibstoffanlagen sowie der häuslichen und industriellen Abwasser, wird ein weiterer Sammelkredit von 8,5 Millionen Franken benötigt.

162

Sanierung einer Betriebsstofftankanlage in der Ostschweiz (2 350 000 Fr.)

Die im Jahre 1941 erstellte und in den Jahren 1952-53 ausgebaute Betriebsstofftankanlage entspricht nicht den heute geltenden Sicherheits- und Gewässerschutzvorschriften. Da Betriebsstof fleitungen durchgerostet waren, mussten bereits An-

1116

lageteile stillgelegt werden. Im weiteren fehlt für die sichere Versorgung der Truppe und der Betriebe ein Lagergebäude für Schmiermittel. Die Anlage soll nun durch folgende bauliche Massnahmen saniert werden: - umbau der Lagertanks zu Doppelwandtanks mit Lecküberwachung und Füllsicherung; - Ersatz der erdverlegten Betriebsstoffleitungen; - Erstellen von Betriebsstoff-Umschlagplätzen mit Oelabscheidern; - Bau

eines

Lagergebäudes

für

Schmiermittel,

in dem

auch

Diensträume untergebracht sind; - Bau eines Atomschutz-Unterstandes für zwölf Personen.

Kosten

Fr.

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Tiefbauarbeiten Baunebenkosten Unvorhergesehenes

76 584 850 641 15 104

Ausstattung

80 000

Verpflichtungskredit

163

000 000 000 000 000 000

2 350 000

Sanierung einer Heizöltankanlage in Laupen BE (1 900 000 Fr.)

Die in den Jahren 1939/40 erstellte und 1950 bis 1952 ausgebaute Anlage entspricht nicht den heute gültigen Sicherheitsund Gewässerschutzvorschriften. Sie soll durch folgende bauliche Massnahmen saniert werden: - Abdichten der Tankbassins;

;

!

1117

und

Installieren

Installationen

Kosten

,

Vorbereitungsarbeiten Anlagen.

Betriebseinrichtungen Nebenanlagen ., Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

, ,

Verpflichtungskredit

von

Fr.

107 829 659 126 41 118 20

000 000 000 000 000 000 000

1 900 000

2

Landerwerb

21

Erwerb und Umbau einer Liegenschaft in Dagmersellen (13 700 000 Fr.)

Die in den letzten Jahren beschafften Rad- und Raupenfahrzeuge führten zu einer öeberbelegung einzelner Armeemotorfahrzeugparks in den Räumen der Feldarmeekorps 2 und 4. um eine zu grosse Massierung zu vermeiden, muss zusätzliche Einstellfläche geschaffen werden. In diesem Zusammenhang wurde mit Bundesbeschluss vom 2. Oktober 1984 über militärische Bauten und Landerwerb (BBl 1984 III 109) der Bau von Einstellhallen für Rad- und Raupenfahrzeuge in Elgg bewilligt. Mit dem hier beantragten Vorhaben soll Einstellraum in Dagmersellen bereitgestellt; werden.

Die Kriegsmaterialverwaltung besitzt in Dagmersellen seit Jahren ein Areal mit zwei Hallen zur Einlagerung von Korpsmaterial. Mit dem in der Baubotschaft 1983 enthaltenen, Verpflichtungskredit Landerwerb für die Bedürfnisse der Kriegsmaterialverwaltung konnte unmittelbar angrenzendes Industrieland im Halte von 30 435 m2 erworben werden.

1118

Die nun zum Kauf angebotene Liegenschaft mit einer Lager- und Fabrikationshalle grenzt direkt an das Grundstück der Kriegsmaterialverwaltung. Das in den Jahren 1972 und 1973 erstellte Gebäude verfügt über zwei Geschosse mit einer Nutzfläche von gesamthaft rund 1 1 000 m 2 und einem Untergeschoss. In diesem befinden sich Teile der Infrastruktur und die.Schutzräume . Die Tragfähigkeit der Geschosse erlaubt es, Rad- und Raupenfahrzeuge einzustellen. In einem separaten Gebäude sind die Heizzentrale und der Oeltank untergebracht. Pur die neue Nutzung sind folgende Anpassungs- und Erweiterungsarbeiten durchzuführen: - Errichten

von Trennwänden

zur Unterteilung der

Lagerflä-

chen; - Einbau von Toren und Montage von Vordächern; - Installation einer Abgasabzagsanlage im Erdgeschoss; - Anpassen der Brandmeldeanlage; - Bau eines Gleisanschlusses rati: Verladerampe; - Erstellen von Zufahrten, Plätzen und Umzäunungen.

Um die Einsatzbereitschaft der Raupenfahrzeuge sicherzustellen, muss ein ünterhaltsplatz errichtet und mit einer minimalen Infrastruktur ausgerüstet werden. Der Betrieb und die Wartung der Anlage und des Materials erfolgen durch Personal des Armeemotorfahrzeugparks Rothenburg und des Zeughauses Sursee, so dass kein zusätzliches Personal 'benötigt wird. Der ungenutzte Landanteil dient der Kriegsmaterialverwaltung als langfristige Landreserve. Die kantonalen und kommunalen Behörden wurden über das Vorhaben orientiert und · sind damit einverstanden. Gemäss Kaufrechtsvertrag vom 21. Dezember 1984 kann die Liegenschaft bis Ende 1987 durch den Bund erworben werden.

;

1119

Kosten: Liegenschaftserwerb Vorbereitungsarbeiten Gebäude · Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes. . . . * Ausstattung

Fr.

,. . .

,

: .,

Verpflichtungskredit

22

Erwerb und Sanierung einer Liegenschaft in Rüdtligen-Alchenflüh BE (2 800 000 Fr.)

9 700 000 120 000 1 315 000 2 0,30 000 30 000 305 000 200 000 13 700 000

:

Der Armeemotorfahrzeugpark Burgdorf benötigt zusätzliche Lagerräume für Korpsmaterial und Einstellhallen für Rad- und Raupenfahrzeuge. Es besteht die Möglichkeit, in RüdtligenAlchenflüh BE eine Liegenschaft mit einer grossen Lagerhalle samt Gleisanschluss zu kaufen. Durch den Erwerb der Liegenschaft können der Armeemotorfahrzeugpark Burgdorf entlastet und die Fahrzeuge sowie das Material für die entsprechenden Einheiten taktisch am richtigen Ort bereitgestellt werden.

Das ehemalige Fabrikationsgebäude kann mit wenig baulichem Aufwand für die neuen Bedürfnisse hergerichtet werden. Es müssen vorhandene Betriebseinrichtungen demontiert, verschiedene Unterhalts- und Anpassungsarbeiten ausgeführt und Sicherheitseinrichtungen ergänzt werden. Mit dem Erwerb dieser Liegenschaft, die heute schon zu einem Teil mietweise benützt wird, kann auf anderweitige Einmietungen verzichtet werden.

Zusätzliches Personal wird nicht benötigt.

Für den Erwerb der Liegenschaft in Rüdtligen-Alchenflüh BE im Betrag von 2 200 000 Franken und für die Ausführung der notwendigen baulichen Anpassungen mit Kosten von 600 000 Franken wird ein Verpflichtungskredit von 2 800 000 Franken beantragt.

1120

23

Sanunelkredit für Landerwerb der Kriegsmaterialverwaltung (3 300 000 F r . )

Es bietet sich immer wieder Gelegenheit, bei bestehenden Anlagen kleinere angrenzende Parzellen zu erwerben, die der Arrondierung dienen und als Freilager oder Parkplatz Verwendung finden. Damit erfolgreich verhandelt werden kann, müssen die jeweils benötigten Kredite zur Verfügung stehen. Zum Kauf von solchen .Grundstücken wird deshalb 3 300 000 Franken beantragt.

24

ein

Sammelkredit

von

Landerwerb für die Bedürfnisse des Bundesamtes für Militärflugplätze (2 000 000 Fr. )

Freie Ein- und Ausflugzonen sind für den sicheren Betrieb und die Einsatzbereitschaft der Militärflugplätze Voraussetzung.

Die Sicherstellung dieser Zonen erfolgt am zweckmässigsten durch Ankauf des in den Flugschneisen und im Umgelände der Anlagen liegenden Landes oder durch Erwerb beschränkter dinglicher Rechte. Entsprechend der Dringlichkeit und den sich jeweils bietenden Kaufsmöglichkeiten musste mit der Regelung dieser Rechtsverhältnisse bereits vor Jahren begonnen werden. Die zivile Bauentwicklung im Bereich von Flugplätzen ist schwer voraussehbar. Damit erfolgreich verhandelt werden kann, müssen jeweils die notwendigen Kredite zur Verfügung stehen. Zur Weiterführung der Massnahmen wird ein Sammelkredit Von 2 Millionen Franken benötigt.

3

Bauten für die Rüstungsbetriebe

31

Bau der Fabrikationsanlage Boden für die Eidgenössische Munitionsfabrik Thun (57 000 000 Fr.)

Sprengstoffverarbeitende

Betriebsteile

der

Eidgenössischen

Munitionsfabrik Thun liegen im Feuerwerkerareal neben ändern

1121

Betrieben des Bundes und grenzen unmittelbar an das Wohnquartier Lerchenfeld der Stadt Thun. Die Fabrikationsgebäude im Feuerwerkerareal wurden vor 60 Jahren erstellt. Ihre Verlegung ist aus Gründen der Sicherheit unumgänglich.

Aufgrund eingehender Abklärungen wurde der neue .Standort , im Gebiet Boden in der Gemeinde Zwieselberg gewählt. Dieses Gelände ist aufgrund seiner topographischen .Lage und der sich daraus ergebenden sicherheitstechnischen Vorteile sowie bezüglich der Distanz zum Hauptareal der Eidgenössischen; Munitionsfabrik Thun und der bestehenden Magazinanlage im Glütschbachtal der geeignetste Standort.

Die geplanten Bauten entsprechen dem neusten Stand der sicherheitstechnischen Anforderungen. Sie gewährleisten den grösstmöglichen Schutz der Mitarbeiter und der Umgebung. Die Sicherheitsvorkehrungen haben entsprechend höhere Baukosten zur Folge. Eine Erhöhung der Produktionskapazität ist nicht geplant. Das Vorhaben umfasst folgende Bauten und Anlagen: - Anlagen für das Pressen von verschiedenen Sprengstoffen und pyrotechnischeh Stoffen, wie Leucht- und Nebelsätzen; - Werkstatträume für die Montage von pyrotechnische.r Munition, den Zusammenbau von Munitionskomponenten und -baugruppen, die Montage von Zusatzladungen und Flugzeughilfsmunition, die Durchführung von Munitionsrevisionen und die Demontage von überalterter Munition; - Anlage für das Ausgiessen und Regenerieren von Sprengstoff aus aufgelöster.Munition; - Fabrikationszwischenlager für Explosivstoffe, von denen in den Arbeitsräumen nur geringe Mengen gelagert werden dürfen; - Arealeingang mit Portierloge, Büros für Werkmeister, Essraum sowie Service- und Einstellräume und eine kleine Unterhaltswerkstätte; - Wasserversorgung aus dem Grundwasser des Glütschbachtals;

1122

1123

Fabrikalionsanlage Boden ftir die Eidgenossische Munilionsfabrik Thun

Spiez-Thun mit

An

den

alten

Fabrikgebäuden im Feuerwerkerareal wurden im

Hinblick auf die unumgängliche Verlegung seit 15 Jahren nur noch die allernotwendigsten Baumassnahmen vorgenommen. Die Gebäude sind nicht erhaltenswert und sollen abgebrochen werden. Das frei werdende Areal ist zur gemeinsamen Nutzung durch die Eidgenössische Konstruktionswerkstätte und die Eidgenössische Munitionsfabrik Thun vorgesehen. ; ' · .

Das Areal Boden hat eine Fläche von 48 000 m2 und ist, mit !\Ausnahme einer Liegenschaft, für die ein Vorvertrag besteht, im Eigentum.des Bundes.

: Die Aufwendungen für die Produktionseinrichtungen sind in der nachstehenden Kostenzusammenstellüng nicht enthalten. Sie werden Ihnen mit den jährlichen Investitionsbudgets der Rüstungsbetriebe unterbreitet.

Kosten: Grundstück (Erschliessurig) Vor'oerelliungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen..

Umgebung ...;..

Baunebenkosten Zentrale Versorgung Unvorhergesehenes.....

Ausstattung Verpflichtungskredit

1124

Fr.

1 1 38 5 2

·'.-

····

765 503 497 841 540 793

000 000 000 000 000 000

3 176 000 2 685 000 200 000 57 000 000

32

Erstellen einer unterirdischen Schiessanlage für die Eidgenössische Munitionsfabrik Thun (7 950 000 Fr.)

Nach der Sortimentsbereinigung zwischen den Munitionsfabriken Altdorf und Thun wird die gesamte kleinkalibrige Munition in Thun entwickelt und produziert werden. Dabei bildet die Herstellung der Gewehr- und Pistolenmunition in der Fabrikation ein Schwergewicht. Die Gewehrpatronen 90 zum neuen Sturmgewehr sollen in den kommenden Jahren in sehr grossen Mengen produziert werden. Ihre Qualität wird unmittelbar anschliessend stichprobenweise geprüft. Die störungsfreie Prüfung und wirksame Lärmschutzmassnahmen bedingen eine dafür ausgerüstete, geschlossene Schiessanlage. Sie soll auch für Versuche von neu- oder weiterentwickelter Munition benützt werden.

Die eidgenössische Munitionsfabrik verfügt heute ;über einen 1927 erstellten 300-m-Schiesskanal und eine offene 50-mSchiessgrube. Der Schiesskanal ist sanierungsbedürftig. Beim Schiessen in der offenen Grube, ist die Lärmbelastung für die anliegenden Wohnquartiere nicht mehr tragbar. Zudem würde für die Erprobung der grossen Produktionsmengen der Gewehrpatronen 90 die Kapazität der beiden Anlagen nicht ausreichen. Dadurch, dass die geplanten Schiesskanäle in einer einzigen Anlage zusammengefasst werden, können die Arbeitsabläufe rationalisiert, die Prüfbedingungen verbessert, die nötigen Kapazitäten geschaffen und das Lärmproblem gelöst werden. Das Bauprogramm für die unterirdische Schiessanlage umfasst: - zwei 300-m-Schiesskanäle für die Funktions- und Präzisionsbeschüsse; - einen 50-m-Schiesskanal für Präzisionsbeschüsse und ballistische Messungen; - einen 20-m-Schiesskanal für Funktionsbeschüsse; - Betriebsgebäude mit Vorbereitungs- und Auswerteräumen, Lager für Waffen und Büros für das Abnahmepersonal.

Die Schiessanlage soll auf dem Areal der Eidgenössischen Munitionsfabrik Thun zwischen dem Bahntrassee und der Aare er-

1125

stellt werden. Der bestehende 300-m-Schiesskanal und die 50-m-Schiessgrube sollen stillgelegt und bei einer allfälligen spätem Ueberbauung des Geländes abgebrochen werden. Die Sanierung des baufälligen 300-m-Kanals und dessen Einbezug in 'die neue Schiessanlage lohnt sich nicht, weil der Standort des Kanals eine zweckmassige Nutzung des Fabrikareals; stark einschränkt.

.

,

Kosten

,'

Fr.

Vorbereitungsarbeiten.

528 000

Gebäude

5 397 000

Betriebseinrichtungen .

99 000

Umgebung

510 000

Baunebenkosten

137 000

,

Zentrale Versorgung

892 000

Unvorhergesehenes

3'79 000

Ausstattung

10 000

Verpflichtungskredit

33

7950 000

Bau einer Anlage für die Fabrikation von Treibladungspulver für die Gewehrpatronen 90 in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wiiranis (11 500 000 Fr.)

Mit dem Rüstungsprogramm 1983 wurde die Einführung des Sturmgewehres 90 beantragt und mit Bundesbeschluss vom 5. Oktober 1983 (BB1 19B3 III 1085)

bewilligt.

Das Kaliber des neuen Starmgewehres 90 beträgt 5,6 mm. Damit die notwendige Abschussenergie erreicht wird, muss das Treibladungspulver eine höhere Leistung besitzen als jenes der Gewehrpatronen

11. 1977 wurde die Eidgenössische

Wimmis mit der Entwicklung Gewehrpatronen

Pulverfabrik

des Treibladungspulvers

für die

90 beauftragt. In der Folge zeigte sich, dass

die mit den herkömmlichen Verfahren hergestellten dungspulver zwar

Treibla-

die innenballistischen Spezifikationen er-

füllen, nicht aber die Forderungen hinsichtlich der Lebens-

1126

Anlage für die Fabrikation von Treibladungspulver für die Gewehrpatronen 90 in .der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis Legende: l und 2 Produktionsanlagen für den Nass- und Trockenbereich 3 Lagerboxen für Treibladungspulver

1127

dauer der Gewehrläufe. Versuche mit einem im Ausland beschafften Kugelpulver ergaben demgegenüber bessere Resultate. Daher war vorgesehenj eine entsprechende Fabrikations-Anlage zu beschaffen und das Treibladungspulver in Lizenz herzustellen. Die Detailabklärungen der Pulverfabrik Wimmis ergaben, dass die Kosten für eine solche Anlage überdurchschnittlich hoch und der Betrieb sehr arbeitsintensiv wären.

Anderseits zeigten neueste Erkenntnisse, dass mit einem modifizierten konventionellen Treibladungspulver gute Aussichten bestehen, die geforderten Bedingungen zu erfüllen.

Dies führte bei der Pulverfabrik Wimmis zur Entwicklung des sogenannten extrudierteh, imprägnierten Treibladungspulvers (EI-TLP) bis zur industriellen Fertigung in einer Pilotanlage. Umfangreiche Erprobungen bestätigten die Eignung dieses Pulvers. Bis zur Aufnahme der Produktion in grossen Serien sind noch die notwendigen Peinanpassungen am Pulver durchzuführen. Das damit verbundene Risiko ist klein und hat keine Auswirkungen auf den grundsätzlichen Aufbau der beantragten Anlage.

Das für das neue Treibladungspulver entwickelte Produktionsverfahren stützt sich teilweise auf die , in der Eidgenössischen Pulverfabrik vorhandenen Produktionseinrichtungen. Für die zusätzlichen Fertigungsstufen "Imprägnieren" und "Phlegmatisieren" sind jedoch neue Bauten und Betriebsmittel notwendig. Die Gesamtkosten hiefür betragen etwa die Hälfte der für eine Kugelpulver-Anlage notwendigen Investitionen. Zudem ist der Personaleinsatz wesentlich geringer. Bis zum Abschluss der Feinanpassungen des eigenen Treibladungspulvers EI-TLP wird Kugelpulver aus dem Ausland beschafft. Anschliessend können, bis zur Inbetriebnahme der beantragten Anlage, beschränkte Mengen des Ei-Pulvers in der bestehenden Pilotanlage gefertigt werden.

Das Vorhaben umfasst zwei Anlageteile: - die Produktionsanlage für die neuen zusätzlichen Produktionsschritte mit einem Nass- und einem Trockenbereich so-

1128

wie drei Lagerboxen zur Zwischenlagerung des Treibladungspulvers; - zwei Pulvermagazine zur Einlagerung des fertigen Treibladungspulvers.

Die Produktionsanlage kommt an die Peripherie des noch nicht überbauten Betriebsareals in der Ey-Gand, Gemeindegebiet Wimmis zu stehen. Hinsichtlich Sicherheit bietet dieser Standort gute Voraussetzungen. Die zwei Pulvermagazine sind im Areal Au, Gemeindegebiet Spiez, als Erweiterung der bestehenden Lagerzone geplant. Sie sollen mit einem Bahn- und Strassenanschluss versehen werden.

Die Aufwendungen für die Produktionseinrichtungen sind in der nachstehenden Kostenaufstellung nicht enthalten. Sie werden Ihnen mit den jährlichen Investitionsbudgets der Rüstungsbetriebe unterbreitet.

Kosten

Fr.

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung Verpflichtungskredit

34

285 000 5 909 000 2 859 000 1 703 000 150 000 524 000 70 000 ' 1 1 500 000

Errichtung eines Endmontagegebäudes für Lenkwaffen im Eidgenössischen Flugzeugwerk Enmen (5 450 000 Fr.)

Mit dem Rüstungsprogramm 1986 wird die Beschaffung von Panzerjägern beantragt, die mit der Panzerabwehrlenkwaffe TOW ausgerüstet sein werden. Das Eidgenössische Flugzeugwerk Em-

43 Bundesblatt. 138.Jahrgang. Bd.I

1129

men ist als Generalunternehmer für den schweizerischen Lizenzbau der Lenkwaffen vorgesehen. Für die Endmontage der Lenkwaffen soll im Eidgenössischen Flugzeugwerk ein Gebäude mit Sicherheitszellen, Lager- und infrastrukturräumen erstellt werden. Falls der Panzerjäger nicht beschafft oder dem Lizenzbau im Flugzeugwerk Emmen nicht zugestimmt wird, entfällt dieses Vorhaben.

Das bestehende Lenkwaffen-Endmontagegebäude ist für die geringere Sprengstoffbelastung der Panzerabwehrlenkwaffen Dragon und Rapier ausgelegt. Mit den Arbeiten für die laufenden Lenkwaffenprogramme Dragon und Rapier, für die Industriebasisverpflichtungen und für die Kampfwertsteigerung des Gefechtskopfes der Panzerabwehrlenkwaffe Dragon, welche ebenfalls mit dem Rüstungsprogramm 1986 beantragt wird, ist das bestehende Gebäude bis Mitte der neunziger Jahre ausgelastet.

Das Bauprogramm umfasst: - einen eingeschossigen Montagetrakt mit sieben Sicherheitszellen, unterteilt in elf Montagezellen, welche durch einen Korridor verbunden sind; - einen zweigeschossigen Kopfbau mit Lagerraum für Lenkwaffenbaugruppen ohne Sprengstoff, Ausbildungs- und Instruktionsräume, Büros für die Produktionsleitung und Qualitätssicherung, Modell- und Archivraum sowie die nötigen Personalräume; - zwei Aussenlager für die Zwischenlagerung von angelieferten pyrotechnischen und sprengstoffhaltigen Komponenten sowie von fertig montierten Lenkwaffen.

Der Montagetrakt besteht aus einem erdüberdeckten Betonbau.

Die Fensterfront ist zur Vermeidung eines Ueberdruckes bei einem allfälligen Ereignis als Ausblaswand konzipiert. Die mit dem nötigen Sicherheitsabstand zum Montagetrakt zu erstellenden Aussenlager sind erdüberschüttete Betonboxen.

Das neue Endmontagegebäude für Lenkwaffen soll neben dem bestehenden Lenkwaffengebäude erstellt werden. Der neue Kopfbau soll mit diesem verbunden werden. Die Standortwahl entspricht 1130

1131

Lenkwaffen-Endmonlagegebaucle im Eidgenossischen Flugzeugwerk Emraen

der 1981 erstellten Gesamtplanung über die bauliche Nutzung des Areals des Eidgenössischen Flugzeugwerkes. Das Grundstück ist Eigentum des Bundes.

Zur Produktion der geplanten Anzahl Lenkwaffen müssen ab 1989 in der Endmontage 26 Personen eingesetzt werden. Das Personal wird von ändern Abteilungen mit auslaufenden Programmen übernommen und nötige Neuanstellungen werden mit Austritten ausgeglichen.

Kosten

Fr.

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Betriebseinrichtungen Umgebung Baunebenkosten Zentrale Versorgung

fi2

,. . . .

, ..

Unvorhergesehenes Ausstattung Verpflichtungskredit

35

000 3 894 000 400 000 330 000 103 000 153 000 248 000 260 000

.

5 450 000

Aufstockung des Gebäudes Nr. 682 der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte Thun (5 350 000 Fr.)

Die Eidgenössische Konstruktionswerkstätte Thun ist Industriebasis für alle in der Armee eingeführten Raupenfahrzeuge. Sie trägt die Systemverantwortung

und ist zuständig für

die technische Betreuung. In der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte befinden sich heute in verschiedenen, verstreut liegenden und zum Teil ungeeigneten Räumen provisorische Einrichtungen für Versuche und Bau von Prototypen der Feuerleitanlagen für die Panzer 68 sowie von weiteren elektronischen Bauteilen.

1132

Mit der Beschaffung der Panzer 87 Leopard und der geplanten Ausrüstung vermehrt

der

Panzer

Elektronik

68 mit

und

einer Feuerleitanlage

Optronik

neuester

kommen

Technologie

zum

Einsatz. Die Anforderungen, welche an die Betreuung der .elektronischen und optronischen Komponenten der Panzer 87 Leopard gestellt werden müssen, wurden mit den Lizenzgeberfirmen in räumlicher, betrieblicher und personeller Hinsicht

erarbei-

tet. Für die Feuerleitanlage des Panzers 68 wurden die Anforderungen für die entsprechenden Komponenten mit den Lieferanten ebenfalls abgeklärt.

Für eine rationelle Eingangsprüfung, die Diagnose und Reparatur dieser elektronischen,

optischen

und optronischen

Bau-

gruppen und Unterbaugruppen fehlen die entsprechenden Räumlichkeiten. Die örtliche Zusammenlegung der diversen vorhandenen Einrichtungen muss nun durch die beschleunigte Beschaffung der Panzer 87 Leopard früher als vorgesehen erfolgen, um die Ausführung der anfallenden Arbeiten zu gewährleisten. Benötigt wird dafür eine zusätzliche Fläche von 1600 n\2.

Variantenstudien haben ergeben, dass die Aufstockung des Gebäudes Nr. 682 auf dem Areal der Eidgenössischen

Konstruk-

tionswerkstätte die kostengünstigste und geeignetste

Lösung

zur Schaffung der benötigten Räume darstellt. Damit kann auf .die Erstellung eines neuen Gebäudes verzichtet werden.

Das im Jahr 1964

erstellte

Gebäude Nr. 632 ist ein dreige-

schossiger Massivbau mit einer Nettogeschossflache von 1290 ,m2.

Im Untergeschoss

sind Lagerräume

für

Reparaturmaterial

von Panzern sowie die Garderoben der Lehrlingsabteilung untergebracht. Im Erdgeschoss befindet sich die Lehrlingsabteilung und die Konservierungswerkstatt. Das erste Obergeschoss enthält Büros für den Kundendienst und die Prüfung der Qualität. Im zweiten Obergeschoss befindet sich insbesondere das Funkmaterialmagazin.

Das Bauprogramm umfasst: - Aufstockung des Gebäudes Nr. 682 um ein Stockwerk;

1133

:- Einbau von Räumen für. die Elektronik und Optronik im bestehenden zweiten Obergeschoss; - Isolation und Sanierung der Gebäudefassade.

um die benötigte Fläche von 1600 m^ für die Abteilung Elektronik und Optronik zu erhalten, sollen zusätzlich zur Aufstockung um eine Etage im bestehenden zweiten Obergeschoss 370 m 2 umgebaut werden. Dies ist möglich, weil nach Abschluss der letzten Aenderungsaktion am Panzer 68 die' dafür benützten Räume frei werden. Für die Aufstockung ist ein Baugerüst notwendig. Mit diesem kann die Gebäudefassade gleichzeitig mit geringen Kosten zusätzlich isoliert werden. Die Flächen, welche durch die Zusammenlegung von bestehenden Arbeitsplätzen freigestellt werden können, werden zum Aufbau der neuen hydraulischen und elektrischen Prüfeinrichtungen benötigt.

Für die Arbeiten an elektronischen und optronischen Komponenten von Kampfpanzern werden in der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte 46 Personen benötigt. Sie sollen aus anderen Abteilungen übernommen werden.

Kosten

Fr.

Vorbereitungsarbeiten Gebäude Umgebung Baunebenkosten Unvorhergesehenes Ausstattung

122 4 653 74 57 391 53

Verpflichtungskredit

5 350 000

1134

000 000 000 000 000 000

4

Zusammenstellung der Verpflichtungskredite

Die beantragten Verpflichtuncskredite setzen sich wie folgt zusammen: Fr.

  1. Militärische Bauten und Anlagen nach Verzeichnis im Anhang 1

334 520 000

b. Landerwerb nach Verzeichnis im Anhang 2..

21 800 000

Total Verpflichtungskredite für militärische Vorhaben und Landerwerb

,356 320 000

c. Bauten für die Rüstungsbetriebe nach Verzeichnis im Anhang 3

87 250 000

Gesamttotal der Verpflichtungskredite

5

443 570 000

Zahlungskreditbedarf

Die vorliegende Baubotschaft enthält eine Verpflichtungskreditsumme von insgesamt 443 570 000 Franken. Davon werden die Verpflichtungskredite des Eidgenössischen Militärdepartements nach den Anhängen 1 und 2 von total 356 320 000 Franken über die Rubrik 511.508.01 Bauten finanziert.

Gestützt auf die Verordnung vom 26. August 1981 über das Finanz- und Rechnungswesen der Eidgenössischen Rüstungsbetriebe (SR 510.529), finanzieren diese die im Anhang 3 enthaltenen Bauten über ihre eigene Rechnung. Die entsprechenden Zahlungskredite werden mit dem jährlichen Voranschlag des Bundesamtes für Rüstungsbetriebe beantragt. Soweit die Produktionseinrichtungen noch zu beschaffen sind, werden wir sie Ihnen mit den jährlichen Investitionsbudgets der Rüstungsbetriebe beantragen.

Die Verwirklichung der einzelnen Bauvorhaben wird sich je nach Art und Grosse über eine Zeitspanne von zwei bis sieben Jahren erstrecken. Voraussichtlich werden die Vorhaben dieser

1135

Baubotschaft ohne jene der Rüstungsbetriebe in den Jahren 1987-1992 jährlich Zahlungskredite in der Grössenordnung von 60-70 Millionen Franken erfordern.

6

Vergabe der Aufträge und Aufbau der Kostenmatrix

Die Vergabe eines Bauauftrages erfolgt soweit möglich an Unternehmer aus der betreffenden Region oder dem entsprechenden Kanton. Die Konkurrenzofferten werden unter Anwendung der Vorschriften der Submissionsverordnung des Bundes geprüft und entsprechend gewertet.

Die Kostenvoranschläge basieren auf dem Zürcher Baukostenindex. In der Regel liegt den Berechnungen in dieser Baubotschaft der Kostenindex vom 1. April 1985 mit 132.9 Punkten zugrunde. Die Kostenvoranschläge für die Hochbauten sind nach dem Baukostenplan der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung gegliedert und umfassen folgende Hauptgruppen: 0

Grundstück Dieser Begriff umfasst die Erschliessung bis zum entsprechenden Grundstück.

1

Vorbereitungsarbeiten Darin sind die Kosten enthalten für Abbrucharbeiten, Anpassungen, Umlegung von Werkleitungen und Verkehrsanlagen, sowie Mehraufwendungen des schlechten Baugrundes wegen.

2 .,

Gebäude : Die Gebäudekosten beinhalten den Baugrubenaushub, den Rohbau sowie den Ausbau und die .allgemeinen Installationen.

3

Betriebseinrichtungen Darunter versteht man die fest eingebauten Einrichtungen samt den dazugehörigen speziellen Bauarbeiten und Installationen.

4

Umgebung Unter diesem Begriff sind alle Kosten für die Gartenge-staltung

1136

und für sämtliche Erdbewegungen sowie

Rohbau-,

Ausbau- und Installationsarbeiten ausserhalb des Gebäudes, aber innerhalb der Grundstückgrenze zusammengefasst.

5

Baunebenkosten Es handelt sich vor allem um Bewilligungen, Gebühren, Modelle,

Vervielfältigungen,

Baustellenbewachung

und

der-

gleichen .

6

Zentrale Versorgung Zusammenfassung aller Kosten der Energieversorgung aus einer Zentrale.

7

Reserveposition

8

Unvorhergesehenes Reserve für unvorhergesehene Aufwendungen insbesondere im Zusammenhang mit Bauerschwernissen. Die Verwendung dieser Reserve unterliegt Artikel 22 Absatz 3 der Verordnung vom 30. November 1981 über das Bauwesen des Bundes.

9

Ausstattung Darunter fällt insbesondere die Ausstattung des Gebäudes mit beweglichen Einrichtungsgegenständen.

7

Personelle Auswirkungen

Soweit für Betrieb, Unterhalt und Verwaltung der beantragten Vorhaben

zusätzliche

Arbeitskräfte

benötigt

werden,

können

diese durch Rationalisierung und Umdisposition innerhalb des bewilligten Personalbestandes aufgefangen werden.

8

Richtlinien der Regierungspolitilc

Die beantragten Vorhaben sind Teil des in den Richtlinien der Regierungspolitik 1983-1987

(BEI 1984

I 157, Ziff. 25) er-

wähnten Ausbauschrittes unserer Armee. Soweit der Zahlungsbedarf vor 1988 entsteht, ist er in den 8,7 Milliarden Franken, die während der laufenden Legislaturperiode für militärische Investitionen aufgewendet werden sollen, enthalten.

1137

9

Verfassungsmässigkeit

Die Zuständigkeit der Bundesversammlung beruht auf den Arti,keln 20 und 85 Ziffer 10 der Bundesverfassung.

1165

1138

Bundesbeschluss über militärische Bauten und Landerwerb (Baubotschaft 1986)

Entwurf

vom

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf die Artikel 20 und 85 Ziffer 10 der Bundesverfassung, nach Einsicht in eine Botschaft des Bundesrates vom 3. März 1986!), beschliesst:

Art. l 1

Den mit der Botschaft vom 3. März 1986 unterbreiteten Bauvorhaben und Landerwerbungen wird zugestimmt.

2

Es werden hiefür folgende Verpflichtungskredite bewilligt: a. für militärische Bauten und Anlagen nach Verzeichnis im Anhang l b. für den Landerwerb nach Verzeichnis im Anhang 2 c. für Bauten der Rüstungsbetriebe nach Verzeichnis im Anhang 3

Fr.

334 520 000 21 800 000 87 250 000

Art. 2 1

Der Bundesrat kann innerhalb der Gesamtkredite nach Artikel l Absatz 2 Buchstaben a und b geringfügige Verschiebungen zwischen den einzelnen Verpflichtungskrediten vornehmen.

2

Der jährliche Zahlungskredit ist in den Voranschlag aufzunehmen.

Art. 3

Dieser Beschluss ist nicht allgemeinverbindlich; er untersteht nicht dem Referendum.

» BB1 1986 I 1063

1139

Militärische Bauten und Landerwerb

Anhang l Verzeichnis der militärischen Bauten I

Militärische Bauten

I1

Kampf- und Führungsbauten

III

Geländeverstärkungen

Verpflichtungskredit

Fr.

65 200 000

112

Bau einer geschützten Gebirgsunterkunft im Bedrettotal...

4; 150 000

113

Bau einer kombinierten Übermittlungsanlage in der Ostschweiz Bau von zwei Kabelanlagen

4 600 000 5 220 000

115

Bau eines elektronischen Aufklärungspostens in der Nordostschweiz

9 640 000

116

Bauliche Infrastruktur für die taktischen Fliegerradar-Systeme Taflir und das Luftlage-Integrationssystem Florin ...

Erneuerung der Telefon- und Signalanlagen auf fünf Militärflugplätzen; 2. Etappe '..

114

117 118

Sicherheitsmassnahmen auf Militärflugplätzen und bei Aussenanlagen; 1. Etappe

12

Bauten für die Logistik

121 122

Bau eines geschützten Militärspitals in Muotathal Bau einer Treibstofftankanlage in der Westschweiz

32 250 000 3 100 000 2:110 000

30 350 000 4 680 000

123

Bau einer Unterflur-Munitionsanlage im Mittelland

124

Bau von fünf Unterflur-Munitionsmagazinen

10220000

125

Modernisierung und Erweiterung von Versorgungsanlagen

26 800 000

126

Bau einer geschützten Produktionsanlage für Sauerstoff in der Ostschweiz

6 200 000

Einbau von Werkstätten für den Unterhalt der. Fliegerabwehr-Lenkwaffensysteme Rapier

4 800 000

128

Erweiterung und Sanierung des Armeemotorfahrzeugparks Romont; 1. Etappe

16 100 000

129

Einbau von Werkstätten im Winkelgebäude für das Eidgenössische Zeughaus Thun

7 550 000

127

13

Ausbildungsbauten

131

Sanierung des Übungsgeländes auf dem Waffenplatz Bure; 1. Etappe

1140

7710000

8 900 000

Militärische Bauten und Landerwerb Verpflichtungskredit Fr.

132 133 134 135

14 141 15 151 152

16 161 162 163

Neues Lehrgebäude für die Fliegertruppen auf dem Waffenplatz Payerne

2 600 000

Ausbau des Waffenplatzes Payerne für die Fliegerabwehrtruppen; 1 . Etappe Ausbildungsbauten für die Panzertruppen auf dem Waffenplatz Thun ; Etappe 1 B Ausbau des Waffenplatzes Frauenfeld; 3. Etappe

22 800 000 6 250 000

Bauten für die Rüstungsämter Versuchsschiessplatz der Gruppe für Rüstungsbetriebe in der Gemeinde Medel GR

8 740 000

Verschiedene Bauvorhaben Beschaffung und Bau von Magazinen aus vorfabrizierteh Elementen Bau eines Lagers für Elektrokabel im Festungsmaterialpark Eilten; Zusatzkredit infolge Projektergänzung Gewässerschutzmassnahmen Sammelkredit für Gewässerschutzmassnahmen Sanierung einer Betriebsstofftankanlage in der Ostschweiz .

Sanierung einer Heizöltankanlage in Laupen BE

Total militärische Bauten

26 300 000

2 200 000 3 300 000

8 500 000 2 350 000 1 900 000 334 520 000

1141

Militärische Bauten und Landerwerb

Anhang 2

Verzeichnis des Landerwerbs Verpflichtungs-

2

Landerwerb

21

Erwerb und Umbau einer Liegenschaft in Dagmersellen . . .

13700000

22

Erwerb und Sanierung einer Liegenschaft in Rüdtligen-Alchenflüh BE

2 800 000

23 24

Sammelkredit für Landerwerb der Kriegsmaterialverwaltung Landerwerb für die Bedürfnisse des Bundesamtes für Militärflugplätze ,

Total Landerwerb

1142

kredit

Fr.

,

3 300 000 2 000 000 21 800 000

Militärische Bauten und Landerwerb

Anhang 3 Verzeichnis der Bauten für die Rüstungsbetriebe Verpflichtungs-

kred kred"

3

Bauten für die Rüstungsbetriebe

31

Bau der Fabrikationsanlage Boden für die Eidgenössische Munitionsfabrik Thun

57 000 000

Erstellen einer unterirdischen Schiessanlage für die Eidgenössische Munitionsfabrik Thun

7 950 000

Bau einer Anlage für die Fabrikation von Treibladungspulver für die Gewehrpatronen 90 in der Eidgenössischen Pulverfabrik Wimmis

11 500 000

Errichtung eines Endmontagegebäudes für Lenkwaffen im Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen

5 450 000

' Aufstockung des Gebäudes Nr. 682 der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte Thun

5 350 000

32 33

34 35

Total Bauten für die Rüstungsbetriebe

Fr.

"

87 250 000

1165

1143

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Botschaft über militärische Bauten und Landerwerb (Baubotschaft 1986) vom 3. März 1986

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1986

Année Anno Band

1

Volume Volume Heft

14

Cahier Numero Geschäftsnummer

86.011

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

15.04.1986

Date Data Seite

1063-1143

Page Pagina Ref. No

10 049 973

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