Bundesratsbeschluss über die Allgemeinverbindlicherklärung des Landes-Gesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes # S T #

Änderung vom 1. Mai 1986

Der Schweizerische Bundesrat beschliesst:

Folgende geänderte Bestimmungen des in der Beilage zum Bundesratsbeschluss vom 26. September 1984 1) wiedergegebenen Landes-Gesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes werden allgemeinverbindlich erklärt: Art: 29 Ziff. l 1.

1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10

Die folgenden Bruttolohnansätze für das Hallen- und Etagenpersonal sind Mindestansätze; besondere berufliche Qualifikation soll durch entsprechend höhere Entlöhnung berücksichtigt werden.

Schlüssel A

Schlüssel B

Fr.

Fr.

'

Hallen- und Etagenpersonal Concierge mit mindestens zwei unterstellten Arbeitnehmern 3571.Concierge, Nachtconcierge, Concierge-Kondukteur , 3014.-- Kondukteur, Kondukteur-Chauffeur, sprachenkundig 2449.-- Kondukteur, Kondukteur-Chauffeur, nicht sprachenkundig 2315.-- Telefonist(in) .2315.-- Alleinportier, Portier-Kondukteur, sprachenkundig.

2315.-- Nachtportier 2315.-- ; Alleinportier, Portier-Kondukteur, nicht sprachenkundig 2106.-- Hallenportier/Hostesse, Voiturier 2106.-- Etagenportier, sprachenkundig 2106.--

4274.-- 3362.-- 3014.-- 2804.-- 2804.-- , 2804.-- 2804.-- 2315.-- 2315.-- 2315.--

» BEI 1984 III 133 1986-389

111

Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes

Schlüssel A

1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16

Etagenportier, nicht sprachenkundig Hausbursche Chasseur, Garderobier(-ière) Zimmermädchen, sprachenkundig Zimmermädchen, nicht sprachenkundig Hilfs-Zimmermädchen

Schlüssel I

.Fr.

Fr.

1891.-- 1682.-- 1682.-- 2106.-- 1891.-- 1682.--

2106.-- 1891.-- 1891.-- 2315.-- 2106.-- 1891.--

Art. 30 Ziff. l 1.

1.1

1.2 1.3 l .4

1.5

1.6 1.7 1.8

112

Das festentlöhnte Servicepersonal hat Anspruch auf die folgenden Mindestansätze für den Bruttolohn; besondere berufliche Qualifikation soll durch entsprechende höhere Entlöhnung berücksichtigt werden.

Servicepersonal Oberkellner/Obersaaltochter, Chef de service, verantwortlich für den Service im Saal und Restaurant, mit mindestens sechs unterstellten Mitarbeitern..

Oberkellner/Obersaaltochter, Chef de service, Chef de brigade, Chef de bar Chef d'étage, Winebutler, Barman/Barmaid ..

Chef de rang, Saalkellner/Saaltochter bzw.

Restaurantkellner/Serviceangestellte mit unterstelltem Personal in Betrieben ohne Oberkellner/Obersaaaltochter bzw. Chef de service Kellner/Servicefachangestellte mit Berufslehre im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder gleichwertiger Ausbildung Demi-chef, Kellner/Serviceangestellte ohne Berufslehre Commis de rang, Commis Service-Praktikant/Stagiaire

Schlüssel A

Schlüssel B

Fr.

Fr.

3571.--

4274.--

3014.-- 2664.--

3362.-- 3152 --

2315.--

2804.--

2191.--

2315.--

2106.-- 1891.-- 1682.--

2315.-- 2106.--

Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes

Art. 32 Ziff. 1.2 und 5 Bis 31. Dezember 1986 gültige Bestimmungen 1.2

ein fester Lohnanteil von Fr. 525.- pro Monat.

Diese beiden Lohnbestandteile ergeben zusammen den Bruttolohn.

5.

Erreicht in einem Monat der Bruttolohn gemäss Ziffer l nicht Fr. 1723.-, hat in diesem Monat der Arbeitgeber die Differenz zum Bruttolohn von Fr 1723.- aufzuzahlen.

.

Erreicht der Arbeitnehmer nicht die normale Arbeitszeit des Betriebes, kann der garantierte Mindestlohn im Verhältnis zur geleisteten Arbeitszeit herabgesetzt werden.

Ab 1. Januar 1987 gültige Bestimmungen 1.2

ein fester Lohnanteil von Fr. 555.- pro Monat.

Diese beiden Lohnbestandteile ergeben zusammen den Bruttolohn.

5.

Erreicht in einem Monat der Bruttolohn gemäss Ziffer l nicht Fr. 1815.-, hat in diesem Monat der Arbeitgeber die Differenz zum Bruttolohn von Fr. 1815.- aufzuzahlen.

Erreicht der Arbeitnehmer nicht die normale Arbeitszeit des Betriebes, kann der garantierte Mindestlohn im Verhältnis zur geleisteten Arbeitszeit herabgesetzt werden.

Art. 34 Ziff. l 1.

/

Köche, Hotelfachassistentinnen und kaufmännische Angestellte, die nach Abschluss der Berufslehre eine gastgewerbliche Tätigkeit in ihrem Lehrberuf ausüben, haben mindestens Anspruch auf einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 2138.-.

Anhang, Ziff. 3, 4 und 8 Bis 31. Dezember 1986 gültige Bestimmungen 3.

Jedem vollbeschäftigten Bedienungsangestellten ist zusätzlich zu den oben erwähnten Troncleistungen ein fester Lohnanteil von Fr. 525.pro Monat auszubezahlen.

Der feste Lohnanteil der Teilzeitarbeitnehmer und Aushilfen entspricht dem Betrag, der dem Arbeitnehmer gestützt auf eine separate vertragliche Vereinbarung oder auf Artikel 25 für Verpflegung und/ oder Unterkunft berechnet werden darf.

113

Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes 4.

Erreicht in einem Monat der Bruttolohn eines Bedienungsangestellten nicht Fr. 1723.- bzw. der eines Praktikanten/Stagiaire nicht Fr. 1643.-, hat in diesem Monat der Arbeitgeber die Differenz zum Bruttolohn von Fr. 1723.- bzw. Fr. 1643.- aufzuzahlen.

Erreicht der Arbeitnehmer nicht die normale Arbeitszeit des Betriebes, kann der garantierte Mindestlohn im Verhältnis zur geleisteten Arbeitszeit herabgesetzt werden.

8.

Die Ansprüche der Serviceleitung am Umsatz aus Küche/Keller betragen höchstens 50 Prozent ihres Bruttolohnes abzüglich Fr. 525.-; sie sind vor der Verteilung der in den Tronc eingelegten Umsatzanteile abzuziehen. Der Arbeitgeber hat mindestens 50 Prozent des Bruttolohnes abzüglich Fr. 525.- zu übernehmen.

Ab 1. Januar 1987 gültige Bestimmungen 3.

Jedem vollbeschäftigten Bedienungsangestellten ist zusätzlich zu den oben erwähnten Troncleistungen ein fester Lohnanteil von Fr. 555.pro Monat auszubezahlen.

Der feste Lohnanteil der Teilzeitarbeitnehmer und Aushilfen entspricht dem Betrag, der dem Arbeitnehmer gestützt auf eine separate vertragliche Vereinbarung oder auf Artikel 25 für Verpflegung und/ oder Unterkunft berechnet werden darf.

4.

Erreicht in einem Monat der Bruttolohn eines Bedienungsangestellten nicht Fr. 1815.- bzw. der eines Praktikanten/Stagiaire nicht Fr. 1696.-, hat in diesem Monat der Arbeitgeber die Differenz zum Bruttolohn von Fr. 1815.- bzw. Fr. 1696.- aufzuzahlen.

Erreicht der Arbeitnehmer nicht die normale Arbeitszeit des Betriebes, kann der garantierte Mindestlohn im Verhältnis zur geleisteten Arbeitszeit herabgesetzt werden.

8.

Die Ansprüche der Serviceleitung am Umsatz aus Küche/Keller betragen höchstens 50 Prozent ihres Bruttolohnes abzüglich Fr. 555.-; sie sind vor der Verteilung der in den Tronc eingelegten Umsatzanteile abzuziehen. Der Arbeitgeber hat mindestens 50 Prozent des Bruttolohnes abzüglich Fr. 555.- zu übernehmen.

114

Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes

II 1

Die Änderung vom 20. Mai 1985 ') des Bundesratsbeschlusses über die Allgemeinverbindlicherklärung des Landes-Gesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes wird aufgehoben.

2 Diese Änderung tritt am 1. Juni 1986 in Kraft und gilt bis zum 30. Juni 1988.

  1. Mai 1986

Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Egli Der Bundeskanzler: Buser

1260

" BB1 1985 I 1554

115

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

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1986

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19

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Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

20.05.1986

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111-115

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10 050 001

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