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Bekanntmachungen der Departemente und Ämter

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Eidgenössische Volksinitiative «zur Abschaffung der Schwerverkehrs-Abgabe» Zustandekommen

Die Schweizerische Bundeskanzlei, gestützt auf die Artikel 68, 69, 71 und 72 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976 ') über die politischen Rechte sowie auf den Bericht des Bundesamtes für Statistik über die Prüfung der Unterschriftenlisten der am 24. Juni 1986 eingereichten eidgenössischen Volksinitiative «zur Abschaffung der Schwerverkehrs-Abgabe»2), verfügt: 1. Die in Form eines ausgearbeiteten Entwurfs abgefasste eidgenössische Volksinitiative «zur Abschaffung der Schwerverkehrs-Abgabe» (Aufhebung von Art. 17 der Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung) ist zustandegekommen, da sie die nach Artikel 121 Absatz 2 der Bundesverfassung verlangten 100 000 gültigen Unterschriften aufweist.

2. Von insgesamt 115458 eingereichten Unterschriften sind 112790 gültig.

3. Veröffentlichung im Bundesblatt und Mitteilung an das Initiativkomitee, Geschäftsführer: Herr Bernhard Böhi, Redaktion Benzin-Esel, c/o Verlag Motor-Report, Postfach 195, 4012 Basel.

30. Juli 1986

Schweizerische Bundeskanzlei Der Bundeskanzler: i.V. Casanova

D SR 161.1

2

> BEI 1985 I 507

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1986-672

Eidgenössische Volksinitiative

Eidgenössische Volksinitiative «zur Abschaffung der Schwerverkehrs-Abgabe»

Unterschriften nach Kantonen Kanton

Unterschriften Gültige

Zürich Bern Luzern Uri Schwyz Obwalden Nidwaiden Glarus Zug Freiburg Solothurn Basel-Stadt Basel-Landschaft Schaffhausen Appenzell A. Rh Appenzell I. Rh. ..

St. Gallen Graubünden Aargau Thurgau Tessin Waadt Wallis Neuenburg Genf Jura Schweiz

Ungültige

534 230

13 028 16334 5 070 510 3 959 l 382 483 991 l 630 3 306 3 488 3 400 5 487 l 458 520 253 9 649 l 949 8 295 4 432 l 033 12249 6 057 2 940 3 566 l 321

159 25 228 56 29 167 315 30 114 20

112790

2668

64 6 51 4 3 28 11 151 42 34 75 11 277 4

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Eidgenössische Volksinitiative Eidgenössische Volksinitiative «zur Abschaffung der Schwerverkehrs-Abgabe» Die Initiative lautet: Die Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung werden wie folgt geändert:

Art. 17 Aufgehoben

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Sammelfrist bis 19. Februar 1988

Eidgenössische Volksinitiative «Stopp dem Atomkraftwerkbau (Moratorium)» Vorprüfung

Die Schweizerische Bundeskanzlei, nach Prüfung der am 30. Juli 1986 eingereichten Unterschriftenliste zu einer eidgenössischen Volksinitiative «Stopp dem Atomkraftwerkbau (Moratorium)», gestützt auf die Artikel 68 und 69 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976 '' über die politischen Rechte, verfügt: 1. Die am 30. Juli 1986 eingereichte Unterschriftenliste zu einer eidgenössischen Volksinitiative «Stopp dem Atomkraftwerkbau (Moratorium)» entspricht den gesetzlichen Formen: Sie enthält eine Rubrik für Kanton und politische Gemeinde, in der die Unterzeichner stimmberechtigt sind, sowie für das Datum der Veröffentlichung des Initiativtexts im Bundesblatt, ferner Titel und Wortlaut der Initiative, eine vorbehaltlose Rückzugsklausel, den Hinweis, dass sich strafbar macht, wer das Ergebnis einer Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative fälscht, sowie Namen und Adressen von mindestens sieben,Urhebern der Initiative. Die Gültigkeit der Initiative wird erst nach ihrem Zustandekommen durch die Bundesversammlung geprüft.

2. Folgende Urheber sind ermächtigt, die Volksinitiative vorbehaltlos mit einfacher Mehrheit zurückzuziehen: Präsidium : 1. Bauer-Lagier Monique, conseillère aux Etats, Genèvrière 30, 1213 Onex 2. Euler Alexander. Nationalrat, Sevogelstr. 19, 4052 Basel 3. Jaeger Franz, Dr., Nationalrat. Etzelbüntstr. 35, 9011 St. Gallen 4. Salvioni Sergio, Doti., consigliere nazionale, 6653 Verscio Mitglieder: 5'. Baiaster Anna-Maria, Bionstr. 14. 8006 Zürich 6. Belser-Bardill Eduard, Ständerat, Weiherhofstr. 29, 4415 Lausen 7. Binswanger Hans Christoph, Prof. Dr., Guisanstr. 15, 9010 St. Gallen 8. Bodenmann Peter, Stadtrat, Nordstr. 39, 3900 Brig 9. Borei François, conseiller national, Trois-Portes 5, 2006 Neuchâtel ') SR 161.1 1986-673

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Brélaz Daniel, conseiller national, rte. Prilly 12, 1008 Lausanne Dünki Max, Nationalrat, Spielhofweg 7, 8942 Oberrieden Fetz Anita, Nationalrätin, Utengasse 29, 4058 Basel Fontaine Claire-Lise, 12, Arche, 1880 Bex Fornallaz Pierre, Prof., Schwengistr. 12, 4438 Langenbruck Günter Paul, Dr. med., Nationalrat, Hubel, 3805 Goldswil Guntern Pius, Grossrat, Scalettastr. 143, 7000 Chur Gurtner Barbara, Nationalrätin, Sulgenheimweg 17, 3007 Bern Jaccard Jean-Pierre, Schufenholzweg 12, 4302 Äugst Maeder Herbert, Nationalrat, Michlenberg 241, 9038 Rehetobel Meier Gerold, Grossrat, im untern Berg 185, 8211 Dörflingen Meizoz Bernard, conseiller national, Boisy 22, 1004 Lausanne Morier-Genoud Jacques, Dr., eh. de Chandieu 6, 1006 Lausanne Nissim Haïm, député au Grand Conseil, Rue des Asters 6, 1202 Genève Odermatt Régula, Huob, 6370 Stans-Oberdorf Oester Hans, Prof. Dr., Nationalrat, Drusbergstr. 36, 8053 Zürich Ott Heinrich, Prof. Dr., Nationalrat, Pfaffenrainstr. 46, 4103 Bottmingen Perdrizat Daniel, Beaux-Arts l, 2000 Neuchâtel Petitpierre Gilles, Prof. Dr., conseiller national, Bourg de Four 7, 1204 Genève Portmann Heidi, Nullenweg 31, 4144 Ariesheim Rebeaud Laurent, conseiller national, eh. Verseuse 8, 1219 Aire Rohrbach Peter, Lentulusrain 24, 3007 Bern Salfinger Kurt, Langenthalstr. 86, 4932 Lotzwil Schneider Hans, Grossrat, ob. Katzenstirneweg 393, 4314 Zeiningen Seiler Rolf, Nationalrat, Regensdorferstr. 30, 8049 Zürich Spillmann Werner, Dr., Gladbachstr. 41, 8044 Zürich Stalder Oswald, Hünenbergstr. 16, 6006 Luzern Tognola Enzo, Dott., Via delle Vigne 18, 6648 Minusio Tschopp Peter, Prof. Dr., eh. de la Troupe 13, 1253 Vandoeuvres Weder Hansjürg, Nationalrat, Tüllingerstr. 62, 4058 Basel Wehrli Bernhard, Dr., Hubschberg, 8714 Feldbach Wick Hugo, Dr. med., Nationalrat, Dornacherstr. 276, 4053 Basel Zingg Monica A., Hubelweg 15, 3098 Köniz.

3. Der Titel der eidgenössischen Volksinitiative «Stopp dem Atomkraftwerkbau (Moratorium)» entspricht den gesetzlichen Erfordernissen von Artikel 69 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte.

4. Mitteilung an das Initiativkomitee, geschäftsführender Präsident: Herr Nationalrat Alexander Euler, ' Sevogelstrasse 19, 4052 Basel, und Veröffentlichung im Bundesblatt vom 19. August 1986.

5. August 1986

Schweizerische Bundeskanzlei Der Bundeskanzler: i.V. Casanova

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Eidgenössische Volksinitiative Eidgenössische Volksinitiative «Stopp dem Àtomkraftwerkbau (Moratorium)» Die vorgeschlagene Initiative lautet: Die Bundesverfassung wird wie folgt ergänzt: Übergangsbestimmungen An. 19 (neu) Für die Dauer von zehn Jahren seit Annahme dieser Übergangsbestimmung durch Volk und Stände werden keine Rahmen-, Bau-, Inbetriebnahme- oder Betriebsbewilligungen gemäss Bundesrecht für neue Einrichtungen zur Erzeugung von Atomenergie (Atomkraftwerke oder Atomreaktoren zu Heizzwecken) erteilt. Als neu gelten derartige Einrichtungen, für die bis zum 30. September 1986 die bundesrechtliche Baubewilligung nicht erteilt worden ist.

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Notifikation (Art. 36 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG] und Art. 64 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht [VStrR]).

Die Zollkreisdirektion Basel erklärte Sie mit Verfügung vom 13. März 1986 in Anwendung des Artikels 12 VStrR in Verbindung mit Artikel l der Verordnung vom 12. September 1984 über die Abgabe für die Benützung von Nationalstrassen (NSAV) für die Nationalstrassenabgabe von 30 Franken leistungspflichtig.

Die Zollkreisdirektion Basel verurteilte Sie sodann mit Strafbescheid vom 29. Mai 1986 aufgrund des am 13. März 1986 gegen Sie aufgenommenen Schlussprotokolls wegen Widerhandlung gegen die NSAV und Ördnungswidrigkeit in Anwendung der Artikel 9 und 11 NSAV sowie der Artikel 87 und 104 des Zollgesetzes zu zwei Bussen von 100 und 50 Franken, unter Auferlegung einer Spruchgebühr von 50 Franken.

Die Verfügung über die Leistungspflicht und der Strafbescheid werden Ihnen hiermit eröffnet.

Gegen die Verfügung über die Leistungspflicht und den Strafbescheid kann innert 30 Tagen seit der Veröffentlichung der vorliegenden Notifikation bei der Eidgenössischen Oberzolldirektion, 3003 Bern, Beschwerde bzw. Einsprache erhoben werden.

Die Beschwerde bzw. die Einsprache ist schriftlich einzureichen und hat einen bestimmten Antrag sowie die zur Begründung dienenden Tatsachen zu enthalten; die Beweismittel sind zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen (Art. 52 VwVG und Art. 68 VStrR).

Nach unbenutztem Fristablauf werden die Verfügung über die Leistungspflicht und der Strafbescheid rechtskräftig und vollstreckbar (Art. 39 VwVG und Art. 67 VStrR).

Sie werden hiermit aufgefordert, den geschuldeten Gesamtbetrag von 230 Franken innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung über die Leistungspflicht und des Strafbescheides an die Zollkreisdirektion Basel, Postscheckkonto 40-531-1, zu zahlen. Eine nicht bezahlte Busse kann in Haft umgewandelt werden (Art. 10 VStrR).

19. August 1986

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Eidgenössische Oberzolldirektion

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

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Jahr

1986

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

32

Cahier Numero Geschäftsnummer

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Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

19.08.1986

Date Data Seite

1269-1276

Page Pagina Ref. No

10 050 100

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