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Schweizerisches Bundesblatt XIII. Jahrgang. l.

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Nr. 1.

^ Januar 1.^1

Bericht und Anträge der

Minderheit der nationalräthlichen .kommission. betreffend . militarisme Verbindungsstraßen.

(..... om 14. Dezember 18.^0.)

Tit.!

Die Minderheit der kommission glaubt, gleich lm Eingange ihres Berlehtes den Standpunkt kurz hezeiehnen zu sollen, den sie bel Würdigung der Vorlage des Bundesrathes, betreffend die Erstellung oder Besorderung militarisier Berbindungsstraßen in den Alpen einnimmt. Die Minderheit der kommission ist bereit, auch ihrerseits dazu mitzuwirken, daß diejenigen Maßregeln ergriffen werden, welche dazu dienen, des schweiz. Vaterland gegen allsallige Angriffe von ...lußen wirksam vertheidigen zu konnen, und sie halt dafur, daß unter diesen Maßregeln auch tie Verbesserung der Kommunikationen zum Zwecke der. Ermöglichung oder Erleichterung der .Truppenbewegungen in Betraeht komme. Die Minderheit der kommission glaubt aber hinwieder , daß die .Vorlage des Bundesrathes, betreffend die militarisier Verbindungsstraßen in den Alpen, sieh in mehrfacher, namentlich aber auch in f i n a n z i e l l e r Beziehung als eine sebr unvollftandige herausstelle. Jn Folge dessen gelangt sie zu den Schluss antragen, welehe eine neue, einläßlichere Prüfung der Angelegenheit, besonders aneh mit Rücksicht auf die finanziellen Verhältnisse erheifehen.

Die Commissionsminderheit glaubt. Ihnen eine Schlußnahme in diesem Sinne nm so entschiedener empfehlen zu sollen , als sie keinerlei Gefahr B u n d e s b l a t t .

J a h r g .

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. l I I .

B d .

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.2 in dem Verzage zu erblicken vermag, nnd als es sich um eine Frage handelt, welche in mehrfacher Beziehung die willigsten Folgen naeh sieh zu ziehen geeignet ist , also am wenigsten iibersturzt werden darf.

Na.hdem wir .^hnen den Standpunkt , den wtr in der vorliegenden Angelegenheit einnehmen, in kurzen Zügen dargelegt, liegt uns nun ob, die unserm Antrage zu Grunde liegende Ans^auung^weise , daß dle ^or^ lage des Bundesrathem, betreffend die militarischen ..^erbindungsstraßen in den ...llpen, sich in mehrfacher, namentli..^ a.^er aueh in finanzieller .....^ ziehung als eine sehr unvollständige herausstelle , naher zn begründen.

..^ir erblicken diese llnvollst.indigkeit vorerst in der ...lrt , wie das .....l^ema der bun...e...räthli..hen ..Vorlage in derselben behandelt lst, sodann a^er au.h darin, daß eine ^eihe von andern ^nnkten, wel.he neben diesen Militarstraßen in. Betragt kommen mussen und aueh in Be^ tracht gezogen sind , wenn ^s stch um Forderung der .^ertheidignngssahig..

keit des Landes handelt, in der bnndesralhli.hen Vorlage unberührt ge^ blieben nnd in Folge dessen außer aller Berücksichtigung gelassen wor..

den sind.

...^er Bundesrath f.heint uns das .....hema feiner Borlage, die ^rstel.^ lung von ..^ili^arstraßen in den ...llpen, in einigen .^i.htnngen gar nicht ..rortert , in andern .)tiehtungen wenigstens nieht ersel^opft zn haben. ^er B^riel^t des Bundesrathes seheint un... vor ...lllem an einer gewissen ^in^ se^tigl^eit und in Fola.e dessen au.h an einer gewissen Mangelhastigkeit ln..

sofern zu leiden, als ln demselben eigentlieh lediglich die .^ertheidigung der

.^.idgrenze der Schweiz in^s .^luge gesaßt ist. ^der wie ließe es si^ sonst erliaren, daß von Bergstraßen zur Bertheidignng der i.^stli^en Grenze der ...^^weiz, abgesehen von der ^beralpstraße,^ die zn diesem Zwecke augensallig ^i...t ausreisen wurde, in der Botschaft des Bundesrathe... gar keine ...l.ede ist^ Gewiß wird aber ni^t^ehauptet werden wollen, daß der ^el.weiz nur von Suden ber ein Angriff drohen tonne. .^s ist sodann bekannt, daß d.e Ansieht der ^lutorilaten betreffend die Frage , ob die .^rl.auung einer F^rka^ oder diejenige einer Grimfelstraße vom militarifehen Standpunkte an^ vorzuziehen sei , getheilt sind.

.^ine .^r^rterung dieser wichtigen ..^reitfrage hat die Minderheit der kommission vergebens in der bunde^ rathli^en Botschaft gesn^t. Betreffend die ..^iiilarstraßen uber die ^ber..

aip nnd den ^illon , ..eren .Herstellung naeh den^ bundesrat^li..hen ^e^ ^^lufse.^enlwnrfe im ^rundsa^e von der Bundesversammlung beschlossen werden soll^ liegen keinerlei ^lane vor, nnd so viel u..s bekannt ist^ sind anch wenigstens uber den ^illon nie solche aufgenommen worden. Diesem Umstand.^ ist es wohl aueh ^u^us^reiben, daß in der bunde.^alhlichen Botschaft uber die kosten einer ^l.eralp^ und^^illonstraße nicht einmal ^ie leiseste Andeutung zu finden ist. .^on großem Interesse ware e.^ so^ dann gewesen , .,.. erfahren , wie viele Monate im .^ahre die in .^sicht genommenen .^llp^nstraßen benutzbar sein werden , oder o^ sie e.^a den

ganzen hinter hindurch offen behalten werden wollen, und wie hoeh sieh in diesem Falle die kosten de^ ^ehneel^rnehe^ belaufen werden.^ al..er auch hierher sind dem bunde.^ra^hliehen ^eriehte keinerlei Anhaltspunkte zu ent^ nehmen. ^n allen diesen bedenklichen Lucken kommt dann aber noeh die fernere hinzu, daß der ^unde^rath nl.er die ^lrt , wie die zwar allerdings, wie bereit^ nachgewiesen, unbekannten, iee.enfall.^ aber mehrere Millionen Franken betragenden .kosten.. welehe der, gemaß dem bunde^ra.^hli^en Ge^ se^esentwurfe, im Grundsa^e zn beschließende ^n von^ilitarstraßen ver^ nrsa.hen wird, gedeckt werden sollen , so viel als ganzli^.h s..hweigt. ^ir glauben niehl zu weit zu gehen , wenn wir un.^ so ausdrucken ^ denn viel mehr al.^ ein fast ganzliehes Stillschweigen konnen wir in der einzigen Stelle der bunde.^rathliehen ^ots^aft, welche von der ...l.t der Bestreitung ^der fur die .^idgenossensebast au^ dem ^aue der Milit^rstraßen sieh er.^ gebenden Dosten handelt, nick^ erblicken. ^ir werden d^efe Stelle weiter nnten naher berühren.

...^ie Vorlage des ..Bundesrathes steint un^ a^er nieht l^lo^ mit Be^ ziehung auf den darin behandelten Gegenstand, sondern an.ch insofern unvollstandig zu sein, al^ andere, die .Hebung ..^r ^ehrlrast unsere .^ande^ betreffende fragen, wel.^e neben derjenigen der .^l.aunng von ^ilitar^ straßen zn losen stnd nnd l^ei denen e^ st.ch wie bei der ledern um fel.^ l^e^.

deutende finanzielle ..^pfer handelt, in^der ^o^lage außer .^orterung ge^ blieben sind ....^ie sind aber naeh der Ansicht der Mind^heit der ..^ommis^ ston bei .^ntfeheidnng der ^rage .^l^er ..^anung von ^ilita^ftraßen mit in^ ^lu^e zu fassen. ^s ist ne.et. der .^lnsthanung^weise der ^ind^rheit der .^om^ission zn erortern , welehe kosten die zahlreichen . im Geriete de^ ^^litarwesens noeh in .^u^sl.^t stehenden ^orla^e.n vernrsaehen werden ., e^ ist zu prufen . in welehem ^erhaltnisse diese kosten zu den finanziellen ^r^ften ve^ Bundes stehen, und e.^ werden dabei ..ueh ^ie ^lnfo^erun^en , ..velehe in andern ^weigen der^erwaltun^ an die ^nnde^sse gestellt wer^ den, mit.in ^eruckfiehli^nng zu ziehen fein. ^^ w^rd st.h bei dieser .^lrt zn verfahren dann ergeben , ol. die nns zu Gebote stehenden finanziellen ^iltel au.^rei^en, um alle^, was ln militariser und ^n andern ^iel^t^ngen an^estre^t wird, in^ ^erk se^en zu konnen. .Wurden sie ni^t genng^n, so wird man s^ darul^er ^eehenfchaft zu geben haben, ol^ aus eine .^leuf^ nung der .^innahm^^u.llen de^ ^unde^ Bedaehl zu nehmen fei. o^er ob eine Si.htun^ der verschiedenen Anforderungen an die ...^nn.^e.^e etwa in der ^lrt zu erfolgen ha^e, daß einzelne derselben entweder ^an^i^eh außer ^eruck^ si.hti^un^ geladen oder wenigstens fnr minder dringlich erkiart werden.

^ir en^pfehlen diese ...lrt zu verfahren ni.ht etwa ^e^h.^l^ , weil wir da..

fur hallen, daß, sol.ald Geldeontingente von den ^anlonen eingezogen oder der Zolltarif erhoht werden mußte, de.^ha^b set.. on iegl ehe weitere .^n^^ . a.at.e zu unterlassen ware. ^ir stehen nieht an, an.^uerlennen^ daß ^lu^ ga^en gerade an.h zn militärischen Zwecken konnen befel^lossen werden Bussen, ol^leieh sie die sofortige Anwendung einer der beiden erwahnlen

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finanziellen .^assregeln zur un.^uswei.^liehen Folge halben. ^ir wun^hen nur darum den eben bezei.^neten ..^eg betreten zu sehen , weil es un^ Deinen .^itl , daß er allein die Bundesversammlung in die Lage .el.^ lhre definitiven ^.^lussnahmen mit derjenigen Umsieht zu fassen , wel.r.e die hoh^ .Bedeutung der in Frage flehenden Interessen erheiseht und weil, wie wir unten no.^ naher austobe.. werden , in etwel.^em .^erzuge teine ^esahr tiegen kann.

.^aß nun aber außer der ..^ots^ast des Bundesrathes , die uns z..^ neigst besehasligt , n....^ weitere militarisme Vorlagen von sehr bedeutender finanzieller Tragweite in ..lu.^si.^t stehen , .^hnen im .Allgemeinen be^ keinnt ist. ^i^ ^ommisiion bat sl.^ hi.ruber au^ den ^lelen einige vor..

läufige ^lnsse^liisse erholen tonne... ^.a.^dem d^e Bundesversammlung so^ eben ihre ^ehlnssna^me gefaßt hat, l^ehus... besserer Bewaffnung der .^n^ fanterie einen Kredit v o n e.rea .

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F r . l,2l)0,0l)0 zu bewilligen, wird ein Antrag aus ^.fnhrnng eine.^ neuen ^ewel^re^ sur die .^entrumeompa^nien der ^n..

fanterie kaum mehr se^r lange aus si.h warten lassen.

Naeh einem kompetenten ^lrtheile, da^ der Minderheit der kommission zu ^hren gekommen , dursten si.^ die hierauf sur den ^un. erfassenden kosten ^wei ^ritt..

theile des ^an^en^ aus die ...^umme von eirea .

,. .^,....^0,000 belausen. ^lllgen^in zugegeben ist ferner, daß die Ge^ sehnte unserer Artillerie denjenigen sremder Armeen ebenbürtig gemalt werden mnssen. ^ie schnellste ^ulse in dieser .^i..sl^t und die wohlfeilste soll , wie wir ver..

. nehmen, erwartet werben von einem Umgnss einer folgen .Anzahl der bisherigen ^es.hu^e , al.^ sur den .^ontin^ gentsbestand der ^a..tone ni^thig steint. ..^enn dabei, wie ^ossnung walte , die bisherige Lasfetirung beibe^ galten werden kann, so wird die Auslage dasiir, natur^ ti.^ von der ^idgenossens.^ast zu übernehmen, ans .

,, .^l)0,000 angeschlagen.

^amit wurde ^er bisherige ^ontingentsbestand der Gesehul^e dem neuen ^steme angepaßt. ^ta.^ dem ^ro^ toeolle aber der kommission uber vermiedene Militar^ sragen , wele^e vom h. Bundesrathe nnterm 1.^. August in den Personen der Herren ^usour, Ziegler, Hubert, .Herzog und ^ieland ernannt wurde , und die dann von. .^4. bis 2^. September ihre ^i^ungen hielt, i^, dem Urtheile. dieser .kommission gemäß, als weiter nothig anzusehen die ,,^lnsehassung der .feilste der bi^^ heri^en ^ahl der Feld^es.h.itze und ^e^ dazu g^o.^en..

den ^alerie.len nebst der Munition sur gezogene G^

^..i^e , sobald nber das Modell gezogener Gesehu^ ^nts.hieden ist..^.

(^rot. Beschluß Ziffer l^, ^. 1.)

Ueber die kosten dieser ...lns^affung enthalten die un^ zur Disposition gelegenen ^lten keinerlei .^lnsehlage, nael., der privatim eingeholten .^len^erung eine.^ Sael^ kundigen sind dasnr mindestens .

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anzunehmen. Andere kleinere ..^nseh^ssungen sur die .^ tillerie ^orratl.^rader, ^serdges^irre und Feldsehmiede^.)

finden steh im Protokoll der kommission selbst t..r.irt

auf .

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Fr. t,.^00,l)l)0

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Fnr das Genie wird^ahnlieh die ...l nessun g von S.hanz^ werk.,eug und S.hanzzengwagen und eine ^ermehrnn^ des ...^ru^entrain^ verlangt, wosur ein .^lnf^lag wieder mangelt.

Zum mindesten wird dasur an^znse^en sein ^)

2l6,064

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^ie erste Frage, welche die ^.ilitareommifsion bebandelte, lautet^ ..^el.^e Verankerungen werden in der ^erlheidigung^ftell^ng un.^ den ..^ertheidigung^maßnahmen der ^ehwei^ hervorgerufen dur^ den Ueber^.

gang ^avo.^en^ an Franlreich, insbesondere. mit Beziehung ans den ^lat^ St. ^oriz.^ Sind die ^erke hier zn vervoll^.andigen und in welker .^ieh...

tn^g.^ Mit Beziehung ans G e n f ^ welehe .^a^nahmen sollten sel.,on in Frieden.^zeiten getroffen oder vorbereitet werden . um eine nachhaltige ^er..

theidigung Gens^ sur den Fall de^ ^lriege^ zn stehen. .^^ ^en Ansang der darnber geflogenen Beratbung gibt da.^ Protokoll mit folgenden Porten ^ ,,als Prinzip sei von vorneherein sestgestellt , daß Gens nnter allen Umstanden vertheidigt werden mnsse.^ ^ann erwarte .^r. ...Oberst ...lnbert^^e.^ werden die ^lane sur die ^efestig^gen von Genf im Laufe der naet.,sten ^age naehsolgen.^ ^iese .planne mnssen also nun langst eingegangen sein.

^.ndem die Minderheit ^hrer kommission es al^ ^fli.ht era.^tet, jene .^rklarung, daß Genf nnter allen Umstanden vertheidigt werden nu.sse, .al.^ au^ ...lller Munde gesprochen, anzunehmen und zn bestätigen, glaubt sie hinwieder die Frage am ^la^e ^ ^.ird die .^ln^suhrnng dieser ^erle nun vorgeschlagen.^ Jn welker ^lu^dehnung und na.h welehem Kostenanschlag .^ ^^ versteht sich, daß uns sern liegen muß, daruber einen ^nse^lag zu wagen.

^n weiterer Berathnng senes Fragepu.iltes b^ngli..h der Berthei.^^ gung.^stellung von St. Moriz erklarte steh die kommission sur die ..^i^lig^ keit de.^ ^la^es und spra^.h mit ^ezug ans die ^esestignng demselben den ^) Da der Verwalter de... Materiellen bemerk^ daß er im Augenblick nleh.. in...

.^alle ware, eine Taxation ^u machen, so lassen wir den Dosten offen.

6 Wunsch aus, daß ihr ^die ^..ßtm...^.....^ Aufmerksamkeit gesenkt und di..

Berlheid^ungsfahigkeit von St. Moriz durch fernere .^ulfsmittel erhöht werdet .^ls solehe wurden bezei.^net^ .^. ..^rriehtung von perlen nnd au.h Barrai ans dem plateau von Berossaz., ^. .^rriehtung von Werken znr ^ertheidigung des ^esile.^ von ^hillon., c. Herstellung der nolhigen Berbindungsmit.el von einem llfer zum andern dnr.ch .Anschaffung de.^ nothigen Bruckenmaterial^ ^ d. ^richlung von ..^rbindungsstraßen ^Manovrlrstraßen^ im ^nnern des ^..iatz.^ ., e Anschaffung der nolhigen Werkzeuge zur .Errichtung von .Werken .e. ^ t

.Anlegung von ^tinen unter der steinernen ^rn^e von St. ^oriz.

.^m Fernern wur.^e beschlossen^ ,,^^ sei die ^raße, sowie die Eisenbahn von ..^..t. Moriz bi^ ^rieg zu studiren mit .)tu^sicht auf die Stellungen , die st^ zum ^nl^ringen von Werten eignen, wie ^oionna.,. (.^i^fer 7 des ^olo^ koll^.) .^lu^ die .^^ellung von Orient sei in^ .^lu^e .^u sausen zur Vorsorge gegen eine Umgebung von .^t. ^oriz iiber d.^n ^ol de ^.^^ne o.^r die ^.^te noire. ^ ^Ziffer 9.)

^ie Anbringung aller dieser Befestigungen, die .^lu^f^ihrung aller dieser ..^ertl^eidignng^nittel steint von g^nz besonderer ..^i^tl^eit und Urgenz. ^enn man einen Angriff auf das Unterwall^ zur Foreirung der Simplonflraße vor klugen hat. ^hne Zweifel sln.^ darnber die ni.^lhigen Sludien gepslo^^n werden. ^ir mussen aueh hier die Frage stellen ^ Welche .^nspr.^e .nuss d^f.ir an die Bunde^asse gestellt werden .^ ^.och an einer andern Stelle (Z.ss. 30 der ^esehlüsse, Protokoll Fol. 4.^ er.^ klart die kommission, daß die militarisme .^..ge ^on B e l l l n z o n a ,,sehr z.^ berucksichli^en und ans ^ervollstandigung der bestehenden Befestigungen Beda^t zu nehmen sei^. Und gewiß bat diese .Anregung, ^lngesi^^ der Ber^ltnisse von .^lalien und der er.ponirten Lage des .^anton^ ^esstn, ihre vollkommene ^egrnndung.

.^ene Ausgaben ^ Rubrik wird daher aneh dnr.^ diesen Dosten nner^ läßlich vermehrt werden. Unberul.,rt dagegen ist im erwahnten Protokolle ^ede andere Sicherheitsmaßnahme, die in einem andern .^nde.^theile am ^ia^e sein lonnte. ^em Protokolle aber des Bundesrathem vom 23. Mai entnehmen wir ^..ru^er, d.^ß die Studien uber die Fortisilalion von ^ e n s , B a s e l und ^ e r n theils vollendet. theile der .^ollendu^.g nal.,e sei, und daß fernere ^ludien angeordnet wurden ^ .^. ^ll^er die ..^ertheldigung des reehlen ^arufe.^ von Bern., l^. uber zu errichtende ^erke in ^om.., .^ver.^ schan^te^ .^ger bei ^^erdon), sowie bei ^ . o l o t h u r n und ^.larberg (^^^ck^nlopf.^ ., c. iil.er die ..^ertheidigung de^ ^all^ und de^ .^^nplon.

.^rst nach diesem folgen dann unter litt. d die zwischen dem ....^berwalli..^

und der mittleren und ^liehen ^.......veiz zu erstellenden Verbindungen.

..^elehes nun auch da^ Resultat dieser Fortistkations Studien feie, so ist klar, daß auch hier eine Militarfrage von hoehster Bedeutung obwaltet.

und daß man sich uber die Urgenz .und finanzielle Tragweite derselben neben andern wohl ......eehens.hast schuldig ist.

..^on weit geringerer Bedeutung ist die in den eidg. Mathen fehon wiederholt zur Spraehe gekommene Erbauung von Kasernen, namentli^ solder in ...... h ..m und Bellinzona. Fur beide sollen ^lane und Boran^ sehlage bereits gemaeht fein, und s.ir die Kaserne in .^hun Fr. 1.000.000,

fur diejenige zu Bellenz Fr. .^0l),00l) bis . .

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.,

600,00l)

verlangen. ^iese .^lu^gabe wird wohl in nicht serner Zukunft zu bestreiten sein.

Uebergehen wir zn den Militarstraßen, welche im Bors.^lage liegen, so finden wir im bunde.^rathliehen ^eri.^te selbst die Furkastraße zu .

. . .

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angeschlagen.

Fiir die ...^beralpstraße se^en wir naeh der .^lnga^e

eines Experten .

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an. ..^iese ist fur den .....heil de^ Bundtnersehen Gebieten freili.t.. im Graubnndtnerf.hen Straßenne^e inbegrisfen.

^a der Danton G^.aubundten aber die Gefammtkosten fiir da^ lettere ans Fr. 4.37.)^0l) berechnet nnd daran vom Bunde den Beitrag eines ^..itltheiles na.hsucht, so wird dieser, auel^ a b g e s e h e n von der ^ b e r a l p ^

straße, wohl auf weitere 800,00..) bi..^ .

.

.

., . ..^,000,000

..

l.0l)0,0..)0

^

.l ,^00, 0l) l)

anzuschlagen sein.

^ie . ^ l r e n b e r g s t r a ß e wurde na^ alten planen, mit neuer Berechnung nun naeh ie^igen ^reisen auf tarirt. ^ie .^egier.^ng de^ Standes Ur.^ bemerkte in dem bezüglichen Schreiben, d. d. l 7. September 1860, daß die .^lane in den na^.hsten ^agen na.^folgen. Nun vernimmt man aber, daß die ^lane, welche nun empfohlen werden, erst im nachsten Februar eingehen werden. ^s sind dieselben also ohne Zweifel verändert .oder nen, und werden darum unzweifelhaft eher eine hohere als eine niedrigere ...^umme beanspruchen.

Ueber.die ^ i l l o n s t r a ß e mangelt seder ^..lan und Voranschlag. Nach einer vorlausigen Angabe der .^ glerung des h. Slandes Bern wurde dieselbe eine L..nge vo.^ ungesähr vier Stunden erhalten und per Stunde eirea Fr. .^0,000 kosten, was uns aber eine viel zu niedrige .Annahme scheint. .^ie .^ohe des .passes ist l .^ Meter, .^lnsa^lag also mindesten...

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,,

^,300,000

,,

20.),000

Neben diesen zu erstellenden Fahrstraßen l..nft na.^ ^en b...nde.^r..ithlichen Antragen die Forderung der ^er^ Besserung der ........anetsa^ , .^aw.^ und Gemm^Saum.^ wege. ^ird sle ohne weitern Beitrag des ..^unde.^ erhaltlieh sein.. ....^..ir mussen e.^ bezweifeln. .^ie Grimsel, vielleicht der wichtigste dieser Saumwege, im obersten theile de.^ ...^all..^, da er zur Verbindung mit dem ferner. .^..berlande und dem Brunig fuhrt. -..- ist .^ier nl.^t erwahnt. ...^er Grund liegt darin, weil an^ nber diesen ^aß die Erstellung einer Fahrstraße zum ^lns..hluß an die Furkastraße vorgesehen ist. ^ie aus.

genommenen ^lane sind ans da^ Zusammentreffen, res^ die Verzweigung der beiden Straßen zwis^en ..^l.erwald und dem .^honegletseher beregnet. ..^er ...unde^rathli^ Bericht behalt nnn aber die ^lu.^fuhrung dieser Baute, ^l.^ nach ^r^elluna. der Furka^ra^e weniger dringend^ ^lner ^p.^tern Zeit ^or^, im ^iane hingegen liegt d^ .^lussiihrnng , und die kosten werden dann auch seden..

falls wesentli.^ ans Lasten der ^idgenossens..hast fallen.

.^iel ^ndere.^ mtißte aber no..h geschehen, wenn sur alle theile des Baterlande... und sur alle Falle des .Krieges, kommen sie von der einen oder der andern ^eite, gleiche ..Vorsorge wallen soll. ..^ie ^sse Dunkels und ^anir haben sur Graubiindten ah..^ l^.he Bedeutung, wie der .^anets^h und die Gemmi .^ fur das ....^allis. .^er Danton S^w^z ma..ht in seiner Eingabe snr die .^lrenverbindung die ^uotalhal^Bragel^ straße bereits elnlaßli^ als militaristes ^edurfniß geltend. Sehnliche Bedeutung hat aber wieder der ^laufen al... Verbindung zwls..hen Url und Glarns, dem .)teu^ und Linthtl.^ale. Bom Berner. ..^berlande gewahrt der Susten die direkte Verbindung mit der Gotthardtstraße und dem .^beralppaß, also aueh mit Graut.undten. ^ie Verbesserung des Nufenenpass^ au.^ dem .^esstnisehen Bedretto^hal nael^ dem obersten theile des ...^allis ^Gegend von ^berwald^ ist von der .^ giernng des Kantons fessln bereits an..... beim Bundes rathe anhängig gemacht und eindringlich befürwortet.

Neben den militarisehen Verwendungen werden ^ie aber, ^it. l mit uns nicht ubersehen wollen , was wenigstens bereits sehon eingegangene Berpsli^tungen siir andere wohlthätige ...^erke erheischen. Solchen Ber^ pfli..htungen gleich ers^einen die in bestimmten Bundes..

beschlossen erthellten Zusagen einer Beteiligung an der Rheineorrektion ni..ht n^r im Danton St. Gallen, sondern auch im Danton Graubnndten (siehe Bundes beschlösse, .^ssiz. Samml^ Bd. ^ Fol. .^8 und Bd. ^, Fol. .^4), ...lnsal^ fur beide Kantone .

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.^..s gleiche ...^eife hat die Bundesversammlung bereit^ unterm 3. ...lngust I8.^.^ die ..^uragewasser^ eorreklion ,,na.h Z.veck, Natur und .Ausdehnung ais eiii.so.^es ....^rk. welkes eine thatkrastige Unterstützung der Eidgenossenschaft beanspruchen durfe^ . anerkannt und den Bundesrath mit .Vorlage de^ .^orrektionsplane^ nebst Beriehl nber die mit den Kantonen stattgefunden^ Unterhandlungen beauftragt. ^, ^en Beitrag der ..^id^ genossens.haft dasur stellen alte bisherigen Beriete ans ^ der Gesammtkosten, lettere aber werden nach den

fpatern Gutachten ans l0--^ l 2 Billionen beregnet. Mit

Fr.

..

^,000,000

2,500,l)00^

wird daher die Leistung der ^idgenosfensehaft kaum iiberschatzt werden.

...^ie ..). h o n e ^ .^ o r r e k t i o n bernhren wir hier deswegen nieht, weil noeh keine bereit^ verpflichtenden ^ehluß..

nahmen der Bundesversammlung daruber bestehen.

..Indessen sind wir st.^er^ daß die ^geno^enf.^aft an..h fiir diese Korrektion einen entsprechenden .^eit.^ag uber^ nehmen wird, sobald der h. Stand ...^alli... n.lt einer entsprechenden Borlage ein Gesneh dafnr einreiht.

^ie kraft jener ^ zuvor berührten , bereit^ einge..

gangenen ^erbindli.hkeiten einerseits, und sur die un^ erläßliehen militärischen ^nsehassungen anderseits, end.^ lieh sur die Militärslraßen, deren .Erstellung die bundes^.

räthli^e Botschast bereits bestimmt verlangt, nnver..

meidlid.en Ausgaben ersteiaen daher in den ..usgesel^ten Rosten einen approximativen .^otall.etrag von .

. Fr. 17.1^,0^4 ...^ie militaris^en Befestigungen, die Nebenpasse .e. sind dabei ^^t el^ geregnet.

Bereit^ liegt aber beim Bundesrath schon seit dem ^. ^.^ll ^. ^.

elne weitere Petition der bei dem Gotthardtspasse betheiligten Stande um eine .^adikaleorrektion demselben.

^er Bundesrath ist m.t d^ ^rufung langst beschäftigt und stellt sie, lant seiner besondern Zus.^rlft an den Nationalrath, fur die Behandlung in parallele mit dem Bundtne^.

rissen ^traßenne^. .^m .petitnm ist voraus die militarisehe Bedeutung de.^ ^a^se^ hervorgehoben. .^^ heißt darin .

^) Slehe osfiz. Sammlung, Band v^ Seite 58....

10 ,.^er St. Gotthardt bildet da... ha...ptsii..hllehste Bindeglied z....is..hen ..inem durch hohe Bergketten von der ubrigen Schweiz getrennten volkreichen Kantone. ^m Falle der Bedrohung der Schweiz von Seite un^ serer östli.^en Nachbarn wird er beinahe der einzige Verkehrsweg sein , um ^rnppensent.ungen und den Transport von Kriegsmaterial von und nach den Kantonen Hessin und Graubnndten zu vermitteln, indem die bundt...

.nerisehen ^tlpenpasse naeh dem Norden hin so nahe an die österreichische Grenze au^lansen, daß der Zugang zu denselben von feindliehen Gruppen ^eieht gesperrt werden tonnte. ^...er Gotthardtpaß selbst al^er suhrt mitten dureh das .^erz des Landet, steht in Verbindung mit allen wichtigen ^ommunikationslinien und hat eine dureh die Natur gesicherte, fast unan^ .greifbare Lage. .^r wird aueh den ^ereinigungspunkt der Straßen bilden, welche wahrscheinlich spater einmal ans dem ...^allis ul.er die Furka und aus dem ^orderrheinthal uber die ^eralp gebahnt werden, um eine Direkte Verbindung mit der innern Schweiz zu vermitteln. ^iese Umstünde ^naehen allein sehon die ennnente ^iebtigkeit des Gotthardtpasse.^ sur die p o l i t i s c h e n und m i l i t a r i s e h e n J n t e r e s s e n der ^.hweiz einleuchtend.

Nieht zu berechnen ist der Sehaden und Na.hlheil, der sur die ^i^ge..

nossensehast moglieherweife dar^n.^ entstehen konnte , wenn in .^agen der .Gefahr die Gotthardt^straße wegen mangelhafter Si^.hernng vor Lawinen und Sehneewehungen sur mehrere ..^age gesperrt und der Verkehr ge^ hemmt ware.^ Noeh eine weitere Stelle lantet^ ,,^ie krastige Unt^rstul^ung des Gotthardipafse.^ scheint selbst durch ^en .Einblick auf eine kunstige sehweizerifehe .^llpenbahn geboten. ^aeh^ dem die ^ossnung, daß vielleiel.,t m e h r e r e fehweizerisehe ^llpenpa^e eine Durchgehende S^lenenver^indung erhalten werden , mit .^insieht aus die .enormen teehnisehen und finanziellen Schwierigkeiten einer .^llpenbahn ver.

^wunden ist, tritt an die Sehwelz aueh die Frage heran, sur welchen .ihrer .^.llpenpafse sie die Bahn na.h Italien zu erhallen traehten sollte.

.Klugheit und verstandige Voraussieht gebieten, sehon sel^t demjenigen ^asse ^ine vorzugsweise Sorgsall zuzuwenden, von dem die ^idgenossensehaft hoffen und wunsehen muß, daß er dereinst durch einen fortlaufenden Sehie^ nenweg gekront werde. Bisher sind drei sehweizeris^e ^asse sur die ^..lpenbahn vorzugsweise in die .Konkurrenz getreten .^ der Lukmanier, St. Gott^ .hardt und Simplon . alle haben vom lokalen Standpunkt an^ ihre Freunde und Gegner gesunden. ^ie Fraae muß aber haupts.iehlieh vom Stand^ punkte der allgemeinen sehweizerisehen Interessen aus gelost werden.^ Nachdem dann diese zn Gunsten des Gotlhardt vindizirt worden, .heißt e... noeh .

,,^enn also die Erbauung mehrerer sehweizerifeher .^llpenbahnen nieht zu erwarten ist und unter den vermiedenen .^onkurrenzlinien eine Gott^ hardtbahn den allgemein s.hweizerisehen Jntere^sen in einem ganz vorzugs^

.^

l1

weisen Maße entsprechen wurde , so liegt darln ein Grund mehr fur dl^ S.chweiz , sich mit alter ..traft auf den Gotthardtpaß zu werfen , und , solange das grosse ..^erl^ einer direkten , fortlaufenden .^ehienenverbindung ^om ^thein bis .^um ^o, von der .Nordsee bis zum mittellandisehen Meere no.^ nieht verwirklicht werben kann , demselben do.h inzwischen durch ^er^ Besserung diesem .^ergp.^ses und Hebung seines Kredites naeh .^rasten vorzuarbeiten. .^ .

.

...^as Gesu^ geht dahin .

.,,^er ^unde.^atl.. moehte, glelehwie bel andern Unternehmungen von all^ .ge^nei..erm sehwe.zerif.hen Interesse, welehe wie z. B. die Brunigstraße, nur ^ureh die lraslige Mitwirkung des ^unde.^ ermöglicht wurden , ..-- dahin .wirlen, dass von .^un^wegen der Verbesserung de.^ .^t. Gotthardtpasse^, al^ des wichtigsten s.^weizerifchen ^llpenpaffes , alle Sorge zugewendet .verde, er n^o.^te die vorhandenen ^iane und .^ostendevise^ prusen las^ sen, und zum ^wecke der l.eforderiiehen ^ealisirung des Unternehmens dei...

Gegenstand zur weitem Verhandlung in seine feste und sichere .^and nehmen.^.

.^ir ^aben hier also bereits das Gesueh um eine zentrale Leitung und Uel^ernahme des .^aües dur.h den Bund.

^..ie kosten werden auf Fr. 2,630.380 beregnet, und der ^enosfens.^aft d^e ^ragung eine^ wesentlichen ^heile^ davon nicht wegen der ^edeu^ung de.^ ^asse^ sur die Eidgenossenschaft und eine .^hl Kantone, sondern au.ch wegen .^ermel.^rung des ^ostertra^s ^em .Wegfallen de^ ^.^neebruch.^ zugeda.ht.

^id^ nur ^ln^ und

^^e weit wird nun daraus abgestellt werden , daß der Bund a^ .diesem ^erte si.^ betheilige, und in welker ^eise soll er e.^ thnn.^ No.h mehr^ ^^^ Protokoll der Militareommisslon, welche^ sur die tn Fra^e liegende Bols.t.,aft de.^ Bundesrathe^ vom 29. November, respektive fur da^ Begehren der vier Militar.^.^lpenstrassen dte Grundlage bildet (Z. III ^der .^erhandlung^gegenst^inde und Ziff. l l und 12 der ^ommissionsbesehlusse)

.enthalt auf Fol. 41 und 4^ folgende stelle ^

.,^n Berathung fallt die Frage, welcher .^lpenu^ergang vermittelst Eisenbahnen vom Militarismen Standpunkte au^ betrachtet vorzugsweise ^m sehweizeris^en Interesse liege. ^ Auftrag des Bundesrathes an das Departement vom 4. Mai 1^6l)).

,,Bei der in der .Angelegenheit gewalteten ^i^knssion spra.h sich di.^ kommission sehliessl.eh u^ereinftim^end dahin aus: ,,^on hoher Bedeutung sei vor .^lllem, daß auf beiden .^lbhangen der^ ...llpen die Bahn aus sehweizerisehem Gebiete sieh befinde. ^ies sel bel .^en ^roieklen de.^ ^ollhardt und Lulmanler, ni..ht ai^er bei dem ^implon und ^pliigen, von welchem in legerer Zeit die ^tede war, der Fall.

^

^2

..Fiir die Bertheldigung de^ Cantons Hessin speziell set die Gotthardt..

^ahn insofern vorteilhafter, al.^ die Kommunikation mit der ..^entrals^wei^ ...ine direktere, gegen alle Grenzen mehr gedelte und in Folge dessen den ^a^sehnb von Gruppen u. s. w. mehr sichernde nnd svellere sei.

... Jn Verbindung mit dem proiektirten ^lpenstraßenne^e habe dl..

^otthardtl.ahn die meiste militarise^ Begründung. Fur die ..^ertheidigun^ deo ^allis ermogli..he sie die schnelle Beorderung von Gruppen l.^ naeh .^dermalt. am Fuße der Furka. ..^a^ Gleise sei der Fall sur die Ber.^ theidigung Graubiin.^tens gegen .eine ostllehe Jnvasion. Ueber ^hur sei die Eisenbahnverbindung weit mehr an der Grenze, daher stark au.^gese^t.

^..ie .Gotthardtbahn dagegen suhre bel Ande.malt an den Fuß der ...^ber^ .^lp, uber welche sur den Nachschub und sur den .^n^ug von Gruppen der ^esleherteste und kürzeste ^eg fnhre.

,,Mit .)tukst...ht aus die Militarismen Jnterefsen der ....^.veiz im ^ll^ gemeinen verdiene daher eine Gotlhar.^t^ahn alo die zentralste ...in^e vo.^ allen ulkigen .^llpenbahnen den Vorzug. ^.

.^elehe Tragweite hat diese Verhandlung .^ ..^o ist das wirkliche Ziel, der Grundgedanke, der wahre ..lu^gang.^ ^unlt dieser national^militarisehen Bestrebungen^ ^ie ^isenstraßen anderwart.^ sind laut Bundesbeschluß der ^riva^ ^etheiligung anheimgestellt worden, und ein s^ones .^etz wurde auf diesem ..l^e^e --- t h e i l w e i se unter ^arbringnng der seb^ersten .^pfer seitens de.^ Kantone, zu Stande gebraut. ^er militarisme Nutzen davon -^ namentlich .oon den Schienenwegen de^ .^iefgelande^ ...- ist unverkennbar. ^n dreisad^e^ .^ti^tung streben dieselben nun allerdings mit dem .^lpenui^ergang na^ dem ^uden. Immense Interessen der betreffenden Landestheile hangen ^aran.

Sollte es möglich sein, daß im Schooße der Zentralbehörde an.^ elne ausnahmsweise Betheiligung zu Bevorzugung der einen .)tiet..tnng auf Unkosten der andern im ^urse lieget ^...le Minderheit .^hrer ^ommisston wnnseht darul.er Klarheit. ..^ie^ weit wurde eine sold.e Betheiligung die Bunde.^sinanzen engagiren..' .^lus die Konsequenzen, welehe sur die politische Lage de..^ Bundes und sur die ^uhe der verschiedenen Lande.^theile darauf entstehen mußten , brauet si^ ni..ht hinzuweisen.

Bei solder Lage und sollen ...lu^si.hten ^ ist die Minderheit ^hre^ kommission der ..lnsi.^t, daß man sich .^eehensehaft s^uldig sei uber di^ finanzielle Lage de^ Bundes und die kunftige Gestaltung derselben.

Bei Festsezung der Zi.^lle regnete man aus einen Ertrag derselben .^on eirea ^ Millionen, voraussehend, den Bunde^^u^^ab^n damit voll...

standig zu genugen. ...^er Zollertrag steigerte steh sueeess^e bi^ aus de^

l3 ...betrag von Fr. 7,^00,000, und denno..h ist da^ ^efammtvermögen de....

Bundes l 8.^ nur .

.

.

.

Fr. 8,363,40^. 34

wahrend e.. 1.^3

.

.

.

.

.

.. 8,734,467. 49

betrug., e... verminderte sich also nm Fr. 371,0.^9. 1.^. ..^ie Ausgaben haben also die Einnahmen mehr al^ vollständig ausgezehrt.

^lllerding.^ waren unter denselben aueh. außerordentliche und eben m lester Zeit diejenigen fur Deckung der .^heingrenze. ^s versteht sl...h aber, daß unvorhergesehene .Ausgaben bei einem ähnlichen Staatshaushalte, wie derjenige unseres Bundes ist, aueh regelmäßig wiederkehren.

^aß der budgetirte Borf.hlag im^ laufenden .^abre nicht nur ganz versebwindet , sondern in Folge der Savo^erangelegenheit ein beträeht^ li.^er ^lussall si..h ergiebt, braucht kaum bemerkt zu werden.

U^ter die ordentlichen .Ausgaben de.^ ^unde.^ werden diejenigen ^sur da.^ Militar aueh von se^t an einen wefentli.h e.^hohten Betrag au.^maehen.

^ie Beigen seit l^4..) ein sozusagen fortwährende^ Steigen.

^ Betrag l 8^ ordentlich .

außerordentli...... .

.

.

zusammen

Fr. 388,192. 24 ,, 70. 2 l 3. 90 Fr.

.8.^0 . . . . , , l8.^l .

.

.

. ,, l^^ . . . . , , l ^3 ^ .

.

.

. ..

.l 8.^4 . . . . , , ., l 8.^ .

,, ^.^6 .

.

.

. ,, .^ . 18.^7 .

.

.

.

,^ 18.^8 . . . . , , 18^9 ,^ 1860 approximativ .

.

,, ..^a.^ u r sp r u n g l i .h e Budget fur dae. lausende .^al^r

4.^.^6. ll4

634, l94. .^t 682,373. 27 t,3l0,0^l. 2 7 1,428,279. 7 2 1,66^,786. .^7 1,3.^4,^6^. 6^ . , 7 l 6 , 8 l 8 . 0.^ 1,433,59l. 14 2.^0,992. 3 2 3^.^4,^4.^. 06 3,400^000. .-(186l)^ stellte sie

aus Fr. 2,02.^.17^. --- ^ln Naehtrag^krediten sind nun aber dazu bereit weitere Fr. 1.^0^.^14. 92 bewilligt. Fur da... nächstfolgende .^ahr^ l 86l ^ wurden sie ursprungliet. auf Fr. 2,0l 3,^8. ^l) gestellt.. dur^ gleichfalls bewilligte Nad^trag^kredite finden sie si.^ aber an.^ schon wieder um Fr. 30,000 erhoht. .^ine sehr wesentliche Vermehrung der .^lu.^gaben er^ gibt steh sur die Zukunft, abgesehen oon anderen Mehranspraehen , n.^elehe in so vielen .^tiehtungen an die Militärverwaltung gemalt werden, au^ der Verlängerung der .^ekrutenkurse der Artilleristen und der ^.harsfe^utzen, soweit ste der l^idgenosfens^aft zur ^ast fallen, sowie au.ch der ^ieder^ holnn^kurfe der Artillerie um eine .^oehe, infofern die ^.^rsehläge ^on der mehrgenannten militäris.chen .^omm.ssi^n angenon.men werden.

14 ^iirden dle fragliehen selbst auffuhrt, und mußte (beim Gotthardt betragt er nommen werden , so ergäbe ...ln.^gabenrubrik.

,. Militarstraßen ^ von der ^idgenossensehast auch der Unterhalb ^ehneebrueh ^e. derselben bekanntli..h iahrlieh Fr. ^0,0^0) mltnber^ steh aueh ^,amit eine nieht unwichtige neue

^ie sollen daher die in Frage liegenden, mit den andern von nn^ weiter angedeuteten außerordentlichen ...lusgahen getilgt werden .^ ^ieruber gleitet die Botschast mit der kurzen Bemerkung hinweg .

,,^ wird steh der Bund wahrscheinlich entschließen mussen, die ^.lu^sul^ rung (der fragliehen ..^lraßen^ dur^ temporare Anleihen zu befordern, und diese dann in einer angemessenen Anzahl von fahren wieder zu tilgen.

..^ ist hier ni.^t derart, den ^ian de^ ^ahern zu erortern...

......lese ^.otlz sehien der Minderheit ..^hrer ^ommi.^on h.^.st nnge^ nngend, und e^ ist daher wesentlich in dieser Dichtung, daß sie sieh zu ihrem .^..ntr^ge auf weitere .^ufung und nahere Vorlage gedrungen findet^ ^or ^lllem glaubt ste , daß man .^llle^ vor klugen haben muß, wofur man eine sol^e .^lu^ga^e^ zumal wenn sie nahe bevorsteht, zu ma.^en gesonnen ist. Sodann se^en Anleihen, wel.^e leine bleibende .^..uldenlast hausen, sondern wirlli.h nur temporar sein sollen, eine si.here .Amortisation in nieht u^erlangen Zeitraumen vorauf.

^er sorgsame ^au^vater macht leine .^lusga^e, dere.n ^eekung er ni.^t voraussieht, nnd solcher hau^halterisehe .^inn ruht im Grund^esuhle unsere^ Bollen .^ e^ erwartet ihn au^h von Deinen Behorden ., e^ findet sieh si^er in den gegenwärtig befriedigenden Finanzzustanden de^ ^unde^ , die es ungeschmälert erhalten wunseht. l^ine ^^uldenhaufung ohne ^ieherheit der ..ltulzahlung wurde entschiedener Mißbilligung rufen.

Bekanntlich ruhen die ^innahm^uellen de^ ^nnde^ wesentlich in den Zollen, nnd wenn diese nieht an.^reiehen wnrden, in den Geldkontingenten der .Kantone. ^on dem Rekurs an. lettere kann kaum die .^ede sein, so lange ni^t ganz ausnahmsweise unvorhergesehene Zustande eintreten ^ wenig^ sten^ alle.^ Vorzusehende soll, wo mo^li.h, ohne Geldkontingente bestritten werden. ^ie Zolle aber habeu eine Grenze in ihrem Ertrag ^ wenn der Verkehr den gegenwartigen ^aris ertragt , so ware e.^ l^aum der Fall l^el einer dur.hsehnittliehen .^rhohung aueh ^nur um ^ l^i^ ll) Prozent., um aber den Z.^llertrag um I Million zn steigern, mußten dur.hs.hnittlie^ bei^ lansta. l3^^^e mehr eingenommen werben.

^aß der Zollertrag au^ d..n ^^..wankungen der ..^erl^ehr^^ und poli^ tisehen Znstande unterliegt, und aueh nur aus den dnr^sehnittli.hen .^or^ malbetrag derselben nie mit .^iehe^heit gezahlt werden kann, versteht sieh.

Beim ^lu.^rnehe eine.^ enropaifehen .^riege.^ wurde er unzweifelhaft fosort um die .^alsle, bei einer Verwicklung aber der .^ehweiz selbst in einen außeru Konflikt sofort no.h tiefer sinken.

.

^

^..ie Amortisation eine... kapitales von 10 Millionen ln 10 ^ahre^ erheis^t eine dnr.^schnittli^e ^apilal.. und Zinszahlung von eirea l , 3..)0, l)l)0.

..Vermochten unsere Finanzen eine solche Mehrausgabe zu tragen .^ Nach unsern fruhern Bemerkungen miißte aber da^ auszunehmende und sueeeffive zu amortisirende Kapital nur fur ,ene Dosten, fur welche wir einen .^ trag w..gen durften, Fr. 17,100,0ll0 betragen^ die .^lmortisaton mußte also nm zwei ^ritltheile der vorgemerkten ..^urehsehnitt.^fumme gesteigert, oder in der Zeitdauer um zwei ^ritttheile erstreckt werden.

..^abei wollen wir gerne anerkennen, daß diese ...lu.^gaben nieht sofort und mit e i n e m Male gemalt werden messen ^ nm so sicherer wurden sie aber in eine langere .^lmortisationsperiode fallen.

Sehließlich dursen wlr hiebet im .Einblick auf die gegenwartigen Zelt.^ verhaltnisse nieht unberuhrt lassen, wie ein einzige^ großere^ ^rnppenauf.^ gebot die .^ul^ik der außerordentlichen ^lu^^aben schwellen wurde .^ nur die Deckung der .^heingrenze kostete Fr. .^,468,337^ und wie die ^id^ genossenf.^ast, wenn sie bereit eine betrachtli.he .^ehnldenlast eingegangen hatte , im .^alle eine^ europaischen .^rieg^ und der Nothwendigkeit einer energischen Neutralilat.^vertheidigung , eine dann unvermeidliche , größere Anleihe, sobald au.h Deutschland in den ^lampf verwickelt ware, nur unte^ hoel^ft ungünstigen Bedingungen konirahiren lonnte.

^a.^ wir im Fernern in der Bolfehaft sehr vermissen, ist eine offene Einweisung auf die Tendenz der Gotlhard^straßen^ Korrektion , da diese doeh da.^ Zentrum , Anfang und .^n^gang.^pnnkt der fraglichen Militar^ straßen ist , au^ dem .^itel militarisier .^iehtigkeit vorzugllel^ betrieben wird, unter den ^erathu..^puntten der militarisier .^xpertenkom^nisston eine wesentliehe Stelle einnimmt, mit der okonomifehen Frage in unver^ kennoarem Zusammenhange steht und da^ Gewicht derselben angenfallig erhoht, rncksiehtli^ ihre^ ^rnfun^stadiun.^ mit dem Graubundtnersehen Straßenne^e laut der bunde^rathli.hen Anzeige vom l l. d. Mt^. ans gleiche Stufe ge.^ stellt ist , endlieh die Frage der .^llpenbahn im .^intergrunde tragt, wel.he sich in den Ressort der Militarfragen gezogen sindet, im Bundesrathe fehon der ersten Anregung eine^ Uebergange.^ au^ dem ..^alli.^ vorgangig einer Berathung unterlag, und aueh der Militarismen Expertenkommission in he..

ruhrter ^eife unterstellt wurde.

Endlich vermissen wir in der Botschaft , wahrend die fragliehen Kommunikationen doeh nur unter dem .^itel nrgenter militarisier Si.her^ heitsmaßnahmen angeregt werden, ^ede ^rwahnung der damit doeh a.leieh^ zeitig in Borarbeit und Berathnng gelegenen Besestignng^fragen , welehe rucksi..htlieh der lIrgenz sur den Fall eine^ nahen .^riege.^ doeh kaum hintan.^ stehen , mit der okonomisehen Frage aher auch lhren unoerkennbaren Zu^ fammenhang h^ben.

Zu den einzelnen Berathung^punkten übergehend, erklaren wir gerne unsere Zustimmung zu der mit ^allis getroffenen ^erstandigung uhe.. den

l6 Straßenbau bis .^...berwald. Dieser Bau liegt unverkennbar im osfentliehen .Interesse. und der ^erzi.ht auf den Zinsbezug sur eine dazn gemalte ...ln.^ leibe erf..heint als eine durchaus angemessene Unterstützung des .Werkes seitens der .^idgen^ssens^aft.

.^luf gleiehe ..^eise sprechen wir unsere Zustimmung aus zur ^rthel^ lung des verlangten ^redlte.^. von Fr. 20,000 für die Fortsetzung der teeh^ nisten Studien über die Erstellung von Berbindungsstraßen au.. dem Obe^ ^ wallis und dem ...^berlande von Granbündten na..... der iibrigen Sehweiz, indem wir leinen .Anstand nehmen, die Erstellung dieser .^erbindung^straßen als militarise^ wichtig und sonst einem Bedürfnis^ entsprechend anzuerkennen, welche^ eidgenossis.^he Bedeutung hat. Bon diesen Studien wünschten wir sedoeh aueh andere ^asse und namentlich denjenigen über die .^ufenen ni.^t a.^ges^lossen.

Jn allem llebrigen mussen wir die Borlage des Bundesrathe als nieht spruehreis ansehen.

.^as F u r k a p r o s e k t -- ausse^liessliehvon militarifchenGenl^^^fsizieren, na..^ sel^r bindenden Instruktionen, in der kürzesten Frist und unter bo.^st ungünstigen Umstanden aufgenommen ^^ tr^gt in keiner ^insl.^t den ^ha.^ rakter der Steife. ^ie ^rperten, welehe es würdigen sollten , ehe eine tee^nisehe Zusammenstellung vorlag, wurden sebon vor Beginn ihres Untere su.he^ (.). ^ktol^er) vom ^..l.^nee überras^t und konnten dann ^ur die Strecke ^ospentl^al-.^ealp vorlausi^ prüfen, wobei sie die Losung mehrerer keineswegs unwesentlicher ^raee ragen der Zuknnst anheimstellen mußten.

^en ganzen übrigen ^eil des proiekirten^ Staßenzuges konnten ste keiner ^rüsung ans dem Lokal unterstellen, wahrend die ^ehwierigkeit der Anlage sehon wegen den .^oheoerhaltnissen außer .^weisel liegt, dur.^ den Rapport de.^ betreffenden Genieoffizier^ aber ni^t allein wegen dem ^lus...

steigen an i^ahen Fel.^wanden, sondern weit mehr no^ wegen der Unsie^er^ heit des ^errain^ auf mehreren Strecken , al^ ga.^.z anßexordentliel^ darge^ stellt wird. ^enn daher die ^rperten die ..^ekretirung des ^roiektes den..

noeh^ empfahlen, so gesehah es wohl nur von dem Standpunkte der mililarifehen ^unschbarkeit an.^ unter sehr weitgehenden Borbehalten , und mit Erklärungen in ihrem .Rapporte, welehe einer Verwahrung gegen sede Berantwortli.hkeit sehr gleieh kommen.

darüber aber, ob sur
die beabfid^tigte Verbindung der Straßenzug u.ber die ^urka dnrehau.^ nothig oder der zweckmäßigste fei, oder ob nieht ein anderer und namentlich derjenige nber die Grim se l vielleieht vortheil^ haster gewählt würde, vermissen wir sede nahere Untersuchung und Be,.

guta.htung.

^ie Minderheit ^hrer ^ommission^ verkennt nun in keiner ^eise manel^e Vorzüge, welehe der Furka^Uebergang hat, namentlich ^egen na^fler ^rreiehung der Gotthardtroule u ^d , mit Ueberfehreitung au^ der ^beralp, wegen Herstellung der direkten ganzen südliehen Verbindungslinie

.

^

zwis.^en dem fernsten festen und Osten.

^ermuthli^ .vare aber die, Oberwald viel näher liegende , um 834 Fuß niedrigere , und na.^ de....

Andeutungen de^ Genieoffizier.^ selbst , wel^r die techms^en .^ufnahme^ leitete, sowohl in gunstlger Dichtung, al^ auf sieherm Terrain erreichbare Grimsel bei Weitem leichter zu Zerstreiten. Auf der andern ^eite ware wohl .Hoffnung, daß der h. ^tand Bern die .Abnahme der evident in seinem Interesse gelegenen Strafe ohne wesentliche großere Belastung der ^id^ genossenfebaft zusagen wurde.

..^em militarisier Bedürfnisse sur die Sicherheit de^ ^all^ und seiner ^erlheidiger ware damit au^ ganz entsprochen, da die ..Verbindung nicht nur langs der ..^lare mit Bern und dem ganzen besten, sondern uber den Brunig au.h mit der ^entralsch.veiz offen stunde. ^lus der andern ^.eite aber erhielte damit die vom h. Stande fessln nachgesuchte Verbesserung de... Nusenen^asse^ eine weit erl.ohte Be..

deutung. Nach .^lnsie^t der Minderheit ^hrer kommission ers.^eint dies^ Frage iedensall.^ no.h der reifsten ^rusung werth.

^ie O b e r a l p v e r b i n o u ^ . g nimmt die Minderheit ^hrer Commission au.^ teinen Anstand, niebt nur als wuns.^bar. sondern al^ ein wirklichem ^edursniß anzuerkennen. ...^lber noeb liegt dasur weder irgend ein technischer ^lan, noeh eln ossizieller Kostenanschlag vor. nnd Grau^unden wunseht die gleichzeitige Behandlung mit seinem ul.rigen ^traßenne^, woruber der Bundesrath aueh no^.h weitere ^rusung nothig erklart.

^ie ^lr.enstraße wird sreiiich nun sehr als ein militarisier Bedurf^ niß dargestellt, und wir wollen nieht bestreiten, daß im .^rieg.^sall der Be^ stand derselben nu^lieh sein kannte. .^ne... in kommerzieller .^insi.^t waren die Bestrebungen fur dieselbe in den ^reißigerjahren sehr erklärlich und

vollkommen legitimirt.

.Hinwieder darf man sich ni..ht verhehlen , daß seit der bald nachher erfolgten .....infuhrung der ..^ampfsehifffahrt , womit sich das Berhaltniß wesentli.^ anderte, nie eine ernstli.he .Anregung dieser ..l^enstraße mebr .^r..

folgte, während fiir den Gotth.^rdt so Biele^ geschah; serner, daß selbst in ihrer Eingabe sur die Gotthardtkorrektion noch vom .^nli d. ^. die beteiligten .Kantone sie mit keiner ^ilbe berührten, und die gesonderten ^inga^en der Cantone Uri und ..^.hn.^z vom 17. und 22. September, sowie ihr gemeinsame^ Memorial vom 22. November, trot^ der langst vor..

l^er aufgetauchten Frage der ^llpenbahn, erst auf eine Anfrage hin erfolgten, wel.che da^ eidg. ^ilitä.^departement unterem 7. September an sie gerietet hatte.

daraufhin wurden die alten ^lane au^ dem ^lrehiv hervorgeholt, aus wel^e der .^ostenanf^lag von Fr. l ,300,0^0 bafirt wurde.

Seither unterließen ubri^en^ die ^lane au.^ .Auftrag der Regierung oon .1ri einer neuen ^tevifion. und es ist wohl anzunehmen. daß, da die gegen^ wärtigen .^nforoe^ungen von denjenigen de.^ ^ahre^ 1838 wesentlieh ab^

.^und^bla^. Jahrg. .^.II. Bd l^

2

-.^

weisen, die Kostenberechnung au .h no.h einer wesentlichen Modifikation...

wohl eher mit dem l.^rgebniß einer Steigerung unterliegen durfte. Urgen^ hat diese Baute sedensalls ni.ht; auck.. stellt sie der Bundesrath selbst deß.^ wegen erst in zweite, resp. dritte Linie.

Fur einen Straßenbau uber den ^lllon, weleher mit wesentliche^ Betheiligung seitens der .^igenossens..hast ausgeführt werden sollte, um, fur den Fall der ^oupirung des ^hillon^esile^, von ^ligle ans eine ^tuckzugslinie nach dem Bernisel.en Saanenthal zu gewinnen , seheint un.^ kaum ein genügender Grund vorzuliegen. ^ie gleiche ^uckzugslinie kann von ...ligle aus auf einer bereits bestehenden Strasse bis Sepe^ gewonnen werden, wenn der Danton .....^aadt, wozu dieser geneigt sein soll, nnr uber^ le^ l^osse.^ gegen .^l.^le.^u d^e^ eine ganz kurze Straßenstrecke noeh er..

stellt ., dann erhalt man damit zuglei.^ eine zweite .Verbindung mit Bulle und Freiburg. ^..er passage les l^os..e.. ist wenigstens I00 Meter nie..

Eriger als der ^illon, und selbst die .^eglange erse^eint, nach dem ersten Blick ans die .^arte, auch in der .^iehtnng na..h Saanen keineswegs langer.

..^i^ Berbessernng der Saumwege ans den Bernerth..lern in^s ...^allis, wodurch nieht nur .^uckzugslinien osfen gehalten , sondern ein Feind dort aneh au^ der Flanke bedroht wurde , muß als jedenfalls wuns.^bar er..

steinen., aua) dient sie den Berkehr.^eziehnngen , welche ul^er diese .passe nieht unbedeutend stnd. ...^er Bundesrath betrautet aber diese ^..assver^ bessernngen, als fur steh gesonderte .punkte, wahrend uns dagegen seheinen will, dass mit einer .^antonsregierung, welehe bei einem Straßenbau und^ der Verbesserung eines Sau^nweges zugleick^ betheiligt ist, die Unterhand^ lnngen daruber, weil die Leistungen und Gegenleistungen sieh gegenseitig.

bedingen, nl.ht ungeeignet mit einander verbunden werden.

Mit der Masoritat der ..^ommisston gehen wir daher in so weit einig, als wir ferne davon sind, ein Mittel abzulehnen, welck.e... der S ..h ..^ de.^ Landes erl.^eisehen mag ^, ia, wir sugen bei. daß, wo wirkliche Nothwendig.^ keit Vorlage, sedes .^pser, selbst mit l^rhohnng der ordentli.^en ^innabmen, sei e^ von den Zollen oder mit dem Appell an die Geldkontingente der^ .Kantone, dasnr gebracht werden mußte ^ aber wir verlangen darnber voll^ standige, klare Vorlagen, welche uber den Umsang und die Tragweite der^ einzugehenden Berbindliehkeiten keinen Zweisel lassen, die Mittel dafür.

sowie die ...lrt und ...^eise ihrer Ausbringung und Deckung, im Berhaltniß zu den ^rasten de^ Bundes und den anderweitigen .^lnspraehen an dieselben beruhigend darlegen , insbesondere vor einer Sehuldenh.iusung , deren ^.lb.^ tragung ni..ht garantirt ware, sowie vor nnmittelbarem .^lustanehen neuer^ und vielleicht erhohter Ansprachen ahnlt^er .^lrt stel^erstellen.

.^abei halten wir im ^eitern die .^lnsi^t sest, daß dem Ni.^thigsten und Dringendsten voraus seine Anerkennung, unter Beaehtnng diesem Grnnd..

sa^e^ aber im Uebrigen den .^nspraeben aus den vermiedenen Landes^ theilen eine gleiehe Beruckstehtigung zu ^heil werden sollte.

19 .^m ..^i.^rspruehe dagegen mit der Mehrheit der Immission stehen wir infofern . als sie bereits in überall feslbestimmten .^i.htungen Ber^indliet.^ gelten eingeht, ohne das Maaß und die folgen derfelben, sowie die er.,.

h.iltli.hen Gegenbedingungen zu kennen . womit der definitive .^nts^eid , den ste sieh doch s^.heinl.ar vorbehalten wissen wil.., unverkennbar ^praiudi.^ zirt wird. .^s .st etwas ganz andere^, auf der Grundlage einer bereit^ ausgesprochenen Befindlichkeit, al^ ohne solare mit ungebundener ..^and zu unterhandeln. .^er .^nltiatlve des Bundesrathem gedieht dureh unsere .Antrag in keiner ^eise ein ^bbrueh . vielmehr wird sie in ihrer richtigen

Stellung erhallen.

^aß von einer Urgenz in der Angelegenheit, wegen bevorstehendem Kriege ..e. keine .^..ede sein kann, brauchen wir kaum zn beruhren, da die Erstellung der fragliehen ^lraßen sedensalls ^ahre erfordert., man darf daher in vollkommener .^tnhe den Gegenstand fur den definitiven .^ntsebeid, welken sa au..h die Maioritat der kommission und der Bundesrath selbst vorbehalten will, anch intakt erhalten.

.^n der ^bat wird mit nnserm Antrage der Urgenz, resp. der F^rde^ rung de.^ Gegenstandes vollkommen gleise ^leebnung getragen , wie mit demjenigen der ^aioritat, indem aneb na^h dem le^tern von ^ingrifs^ nahme einer Baute keine .^ede sein kann , ehe die Bundesversammlung einen weitern , definitiven ..^ntf.heid getroffen haben wird.

^m Speziellen glauben wir, der Majoritat der kommission noeh ent^ gegen treten zn miissen^ weil sie die verschiedenen .^asse, welche na.ch dem ...^orseblage de.^ Bundesrathem Straßen erhalten sollen. ganz auf eine und dieselbe ^inie stellt, indem sie dem ..Bundesrathe sur alle vollkommen gleich,.

lautende oder gleichbedeutende .Auftrage zn ertheilen vorsehlagt.

l^ndli.h verlangt unser Vorschlag eine Zusamn^enstellung der gesamm^ ten Anforderungen, wel.he an den ^und siir militarisme Zwe.ke und andere ^sfentliehe ...^erke wofur derselbe eine Leistung entweder bereit^ nbernommen hat, oder neu übernehmen soll, in der na.hsten Zeit vorauoslchtlieh ge^ maeht werden.

Unser A n t r a g ist demnaeh folgender.^ ^ie B u n d e s v e r s a m m l u n g der

s c h w e i z e r i s c h e n .^idgen ossen scha st ,

nach ^insl^t der Botsehaft des Bundesrathes vom ......). November l 860, betreffend die .Erstellung oder Beförderung militarisier ^erbindnng^straßen ., im Einblick aus den ...lrt. 2t. der Bundesverfassung,

b e s ..h l i e ß t ^ i. ^er Bundesrath wird eingeladen, zum Zwecke der ..Erstellung und Verbesserung^ von Milltarstraßen, insbesondere behuf... einer Ber...in^

20 dung zwis..hen den Kantonen ^allis und Graubundten mit dem ^nnern der Sebweiz . die angehobenen militaris^en und teehnise^en ^rpertisen zu ^ervollslandigen und mit den betheiligten Kantonen ul.er die ^lrt und .^eise, sowie ..iber die Mittel der .^u^fiihrung Unterhandlungen zu pflegen.

^. ^er ^unde^rath wird im Fernern eingeladen. der Bnndesver..

sammlnng definitiven Beriet und Anträge sowohl nber die ^luswahl der fahrbar zu malenden ^asse , al^ iiber die .^lrt nnd ..^eise der .^usfuhrung^ .und die hiefur nothwendigen Geldmittel zu hinterbringen.

3. ^n.^lieh ist der ..^unde^rath eingeladen . eine Znsammenstellung .^er sammtliehen außerordentlichen .^u^gal^en, welche na.h seinem ^asnr^ galten snr da^ Militeirwesen , sowie fur andere ..^veige der ..^unde^ver^ Haltung in der nähern .^ulnnst werden gemalt werden mussen, vorzulegen, verbunden mit einem Guta.hte^ nber die Frage , in welker ^eise diese ^lusgal.en gede.^t, beziehungsweise wie ein alIseillig aufzunehmendem ^ar.^ Leihen amortistrt werden soll.

4. Für die Fortsetzung der be..ngliehen technischen Studien wird dem Bundesrath ein Kredit von Fr. 20,0l)0 eröffnet.

.^. ..^er Zins , welken .....r Bundesrath fur das ..Darleihen an den Danton ..^allis znr ^rbanung der Strasse von Niederwald na.h ^berwald ...^bedungen hat, wird diesem Danton erlassen.

6.

tragt.

....^er Bundesrath ist mit der .Vollziehung diesem Bes^lnsse^ beauf..

B e r n , den 14. Dezember t86l).

^ie Minorität der kommission..

l)r. ^l. ^cher.

.^. ^urtt, Beri.^terstatter.

21 ..^ Saehen der militärischen .^llpenstraßen hat der sehweiz. ^ational^

^ath am 21. Dezember 1860 fügenden Beschluß gesaßt ^ ^ie B u n d e s v e r s a m m l u n g

der schwe.z..r^en ^ d g e n o s s e n s e h a f t , naeh .^lnsl..t.t eine... Beschlusses des ^ationalralhes d. d. 3l). .^uli l 860...

und der Botschaft des Bundesrathes d. ..... 29. November l 860^ in ^nwendung de.^ ...lrt. 2l ^Bundesverfassung,

bes.^tießt..

t. Znm Zweke der Erstellung von ..^erbindnngsstraßen zwis.^en den Kantonen Granbunden und ^alli^ und dem Jnnern der Schweiz wird der Bu^desratb eingeladen, die bereite angehobenen militarisehen nnd te..hni^ s.t.en Expertisen zu vervollstandigen und mit den betheiligten Kantonen uber den Bau der Straßen und iiber die Beitrage des Bundes, so wie ^iber die .^lrt nnd ^eise der ^ln^snbrnng Unterbandlungen zu pflegen.

2. ^er Bundesrath wird serner eingeladen, der Bundesversammlung so bald mogli^ definitiven Beriet und ^lnt.^age, son^ol uber die fahrbar zu ma.henden oder zu verbeffernden ^asse , als uber da.^ l^rgebniß der Unterhandlungen mit den Kantonen, und endliel., uber die der Eidgenossen.^ sehaft auffallenden Ökonomisten ...^pfer, beziehungsweise die ...lnfbringung ^er ....iefnr nolhwendigen Mittel vorzulegen.

3. Fur die Beendigung der Studien iiber die ^urkastraße nnd ftlr die Untersuchung anderer zwekentsprechender ^asfe wird ein .^red.t von ^r. 20,000 eröffnet.

4. ^er Zins, welken der Bundesrath fnr das ....Darleihen an den Danton ...^alli... zur Erbauung der Straße von Niederwald bis .^berwald ausbednngen hat, wird diesem Danton erlassen.

..... ..^..er Bundesrath ist mit der Vollziehung und ublichen Bekannt^ ....aehung diesem Beschlusses beaustragt.

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Bericht und Anträge der Minderheit der nationalräthlichen Kommission, betreffend militärische Verbindungsstraßen. (Vom 14. Dezember 1860.)

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Bundesblatt

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Jahr

1861

Année Anno Band

1

Volume Volume Heft

01

Cahier Numero Geschäftsnummer

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Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

05.01.1861

Date Data Seite

1-21

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10 003 261

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