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ST

Aus den Verhandlungen des schweiz. Bundesrathes.

(Vom 23. März 1864.)

Der Bundesrath hat in den eidgenössischen Stab neu ausgenommen :

I.

Im Generalstab.

  1. Zu Oberstlieutenants :

HH.

F l ü c k i g e r , Daniel, von Auswyl, in Aarwangen (Bern), Bataillonskommandant seit 1858.

Rilliet, Jaques Alo...s, von und in Genf, Vataillonskommandant

seit 1861.

2. Zum Major: de E h a r r i e r e , Godefroi, von Cossonay (Waadt), in Lausanne, Dragonerhauptmann seit 1859.

3. Zu Hauptleuten: Berguer, Fidele R.eolas, von und in Freiburg, Hauptmann Aidemajox

seit 1860.

1860.

G a b i o u d , Etienne, von St. Braneher, in Sitten, Oberlieutenant seit

II.

Imm Geniestab.

Zu II. Uuterlieutenants: B a eh o s e n, Wilhelm, von und in Basel, ^ Louis, von Morsee, in Tauye, Jules, von Aigle, in Zürich,

gew. Aspiranten H. Klasse.

^

III. Im Artilleriestab.

  1. Zu Majoren: Rues, Arnold, von und in Burgdors (Bern) , Major im berntsehen

Artilleriestab.

Meyer, Heinrich, von und in Herisau, Hauptmann seit 1856.

Gautsehi, Joh. Jakob, von und in Reinaeh (Aargau), Hauptmann

seit 185..).

412 .^. .^u ..^anptlente.^

HH^

Kuhn, Karl, von Bruntrnt, in Biel, Hauptmann seit 1861.

T e us cher, Karl, von und in Thnn, Oberlieutenant seit 1861.

Oschwald, Aisred, von und in .Lenzburg, ,, ,, ,,

^. .^n I. ...Iuterlieutenaut.... : Stahel, Jakob, von Turbenthal, im Seefeld.bei Zürich, l. Unterlieg

tenant seit 1862.

F a n k h a u s e r , Friedrieh, von Trub, in Zollikosen (Bern^, I. Unterlieutenant seit 1863.

S o e i n , Christoph, von und in Basel, L Unterlieutenant seit 1863.

Heussler, Moriz, von und in Basel, II.

,, ,, 1862.

^ . ^m Sanitätsstab.

^. .^ed^niat^er^nat.

L .^u .^berlieuteua^ : T o b l e r , Albert, von Rehetobel, in Herisau, Batteriearzt seit 1852.

Keller, Alexander, von Beringen, in Unterhallau, Schwadronsarzt seit

1863.

Fischer, Karl, von Reinach, in Aarau, Artilleriearzt seit 1864.

.^. ^um ^ lluterlieutenaut: S u t e r , Eugen, von und in Zofingen (Aargau), Assistenzarzt seit 1863.

b. ^eterinarper^nat.

^u I. nnterlientenants: Sehmid, Adolf, von und in ^rik .^largau^, bisheriger Bserdarzt im aargauisehen Kontingent.

G n o p f , in Basel, bisheriger ^ferdarzt im baslerisehen Kontingent.

^ o t e. ^eue Aufnahmen find für einstweilen verschoben worden im Justiz^ stab und im .^ommisfarlatsstab.

Mit Schreiben vom 21. dies macht die k. bayerische Gesandtschaft dem Bundesrathe austragsgemäss die Mittheilung, dass der nunmehr regierende Konig L u d w i g II. die bisher bestandenen freundnaehbarlichen Beziehungen zu der Schweiz, gleich wie sein hochstseliger Vater, stetssort

4l3 .zu pflegen bemüht sein werde, und dass die gegenwärtige k. bayerische Ge.^ .sandtsehast bei der sehweiz. Eidgenossenschaft wie bisher fortbestehen konne.

Der schweiz. Generalkonsul in Turin, Herr Geisser, hat unterm 21. d. Mts. sein früher schon gestelltes Gesuch, von seiner Stelle ...n tlassen zu werden , erneuert. Jn Folge dessen ertheilte der Bundesrath dem gedachten Herrn Generalkonsul die wiederholt nachgesuchte Entlassung, und zwar unter bester Verdankung seiner ausgezeichneten Dienste im Allgemeinen und insbesondere während der jüngsten längern Vakanz des schweb zerischen Gesandtschaftpostens in Turin.

Gleichzeitig besehloss der Bundesrath, die Stelle eines Generalkonsulates in Turin bis aus weiteres nicht wieder zu besehen, sondern die Verrichtungen dieser Stelle dem schweizerischen Minister in dort zu übertragen.

Das Vostdepartement ist vom Bundesrath ermächtigt worden, in dem .^urhause aus dem W e i g e n s t e i n ein Telegraphenbüreau zu erstellen, nach einem diesfalls mit dem Verwaltnngsrathe der Stadt Solothurn .vorläufig abgeschlossenen Vertrage.

(Vom 26. Mär^ 1864.)

Der Bundesrath wählte Hrn. Jakob D i e n e r von Hinweil (Zürich), bisherigen Bostvolontär in St. Gallen, als Kommis aus dem Vostbüreau

in Wattw.^l (.^t. Gallen).

Der schweizerische Generalkonsul

in Rom, Hr. Hotz, meldet mit

Schreiben vom 15. dieses Monats, dass die päpstliche Regierung die Auszahlung der Massaguthaben des im Jahr 1860 ausgelosten zweiten Fremdenregiments, besteheud aus 383 Mann aus verschiedenen Schweizerkantonen, endlich beschlossen und den päpstlichen Geschäststräger in .Luzern beaustragt habe, die fraglichen Guthaben naeh seinem Ermessen und von

sich aus zu berichtigen, somit die Angelegenheit zn erledigen.

Das vom päpstlichen .^riegsministerium an das schweizerische Generalkonsulat in Rom gerichtete Sehreiben lautet also.

4I4

,,Tit. l ,,Das mir von Jhnen mit Rr. 194 zugestellte Verzeichmss der Militärs de... ehemaligen Fremdenregimenter ist auf meine Anordnung geprüft worden, um die von genannten Militärs geltend gemachten Titel zu verirren.

,,Vor Allem kann ich Jhnen nicht verhehlen, dass jenes Verzeichniss so voller Fehler ist , dass viele Zeit erfordert wurde , um es mit Mühe nothdürftig zu bereinigen. geschweige denn ganz zu berichtigen, was un^ möglich wäre.

,,So sind Mehrere zweimal auf dem gleichen Status ausgetragen.

Verschiedene wollen bei Eastelsidardo zngegen gewesen sein, während sie gegentheils einer in Rom gebliebenen Kompagnie angehorten, welche in der Folge in der Comare a und der Vrovinz prosinone perwendet wurde, als Abtheilung der von Oberstlieutenant de Mortellet befehligten Kolonne.

,,Viele Geschlechtsnamen sind so alterirt, dass die zur Auskunft^ ertheilung angegangenen Ostiere im Zweifel blieben, ob sie so .oder anders lauten.

,, Andere beanspruchten das Massaguthaben , ungeachtet sie vor den legten Tressen desertirten.

,,Diese und andere Details, womit ich Sie verschonen will, verzögerten eine Aufklärung, deren Beschleunigung ich mir angelegen sein liess.

,,Ein grosser Theil der Ansprecher fordert das Massaguthaben, während

ihnen das Büchlein, der wesentlichste Beleg, fehlt. ^

,,Diejenigen , welche das Massabüehlein reklamiren, haben es ver..

loren. Mit wessen Schuld.^ Jch meinerseits glaube, dass Viele es zerstörten, indem bei Manchen. zwar ein Guthaben, bei Vielen aber eine Schuld daraus ersichtlich wäre.

,,Rechtlich hält sieh das Kriegsministerium nicht zu dem verpflichtet,

was Artikel 151 des Gesezes vom 26. Januar 1852 vorschreibt, und

zwar aus dem Grunde, weil die Truppen nicht entlassen, sondern von der in. den Kireheustaat eingedrungenen Armee zersprengt und zu Gefangenen gemalt wurden.

,,Demnach sind die von den Reklamanten geltend gemachten Titel entkräftet.

..Um aber allen Reklamationen ein Ende zu machen und auch Sie mit Weiterm zu verschonen, benachrichtige ich Sie von meiner an Monsignor Bovieri erlassenen Anzeige, dass ich demselben in wenigen Tagen das

Verzeichniss Derjenigen übermitteln werde, denen, lediglich aus Rüksieht

^ura condis.^den.^, ein etweleher Beitrag zufliessen kann.

,,Diesen Anlass benuze ieh, Jhnen, Tit., die Versicherung meiner ausge^ichnetesten Hochachtung zu erneuern.

,,Rom, den 14. März 1864.

Cav. ..I.l ^^^^

4l^ .^Vom 2.). März 18^4).

Herr Hauptmann Karl Kuh n in Biel hat mit Schreiben vom 24.

dies die am 23. gleichen Monats auf ihn gefallene Wahl zum Hauptmann in den eidgenossischen Stab abgelehnt.

Der Bundesrath hat den bisherigen schweizerischen Vizekonsul in Eantagallo (Brasilien), Hrn. Dietrich von Greisensee (Zürich), ans sein Gesuch hin von seiner Stelle entlassen, und zwar in allen Ehren und unter Verdanknng seiner geleisteten Dienste.

Jn Ersezung des Demissionärs wurde dann Hr. Karl Euler von Basel gewählt.

(Vom 30. März 1864.)

Der Bundesrath hat den diesjährigen, von der Bundesversammlung bewilligten Kredit von Fr. 20,00l) sür landwirthschastliche Gesellschaften perthe.lt, wie folgt: Fr. 12,000 an den schweizerischen landwirthschaftlichen Verein sür eine allgemeine sehweiz. landwirtschaftliche Ausstellung; ,, 5,000 an die landwirthschastliche Gesellschast der romanischen Schweig sür ihre verschiedenen Bedürfnisse , ,, 3,000 an den s^hwei... alpenwirthsehastlichen Verein sür dessen Versuchsstationen, mit dem Wunsche, dass eine davon wo moglieh in der sranzostschen ..Schweiz errichtet werde.

Fr. 20,000.

Vom Bundesrath sind gewählt worden : Hr. Karl Lendi, von Wallenstadt (.......t. Gallen), z. Z. Jnspektor des

I. Telegrapheukreises, als prov. Adjunkt der Telegraphendirektion

und Stellvertreter des Zentraldirektors.

Martin Versell, Gaftwirth znr Albula in Tiefenkasten, als Bosthalter in dort.

,, Karl Landtwing, Vostgehilfe, von und in Zug, als Vost-

.,

kommis daselbst.

,.

Jakob R o s e n b e r g er, Spezereihändler, von und in Wollish...sen

(^ürieh), als Bosthalter daselbst.

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30.03.1864

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