330

Vom Bundesrathe sind gewählt worden: (am 18. Februar 1874) zum Telegraphisten in La Sagne (Neuenburg) : Herr Paul Ni col e t, Uhrmacher, von und in La Sagne ; (am 20. Februar 1874) zum Chef des Telegraphenbüreau Bern: Herr Rudolf U m i k er, von Tbalheim (Aargau); zur Telegraphistin in Noiraigue (Neuenburg) : Wittwe Cecile P e r r i n, von Noiraigue ; zum Postkommis in Thun Herr Theobert M ü l l e r , von Zurzach ; ,, Postkommis in Luzern: Herr Franz J ü t z , von Arth; zur Posthalterin in Noiraigue: Frau Wittwe Cecile P e r r i u, von Noiraigue; zum Contrôleur bei der Hauptzollstätte Bahnhof grande vitesse in Genf: Herr Jean M i c h o u d , von Lausanne, bisheriger Gehilfe bei der Zollstätte in Genf.

# S T #

Inserate

Eidgen. Anleihen von 1871.

Der am 28. d. M. fällige Semesterzinscoupon dieses Anleihens wird von diesem Tage hinweg bei unterzeichneter Stelle, sowie bei den Hauptzoll- und Kreispostkassen eingelöst.

Bei diesem Anlaße machen wir darauf aufmerksam, daß folgende Obligationen vom Anleihen von 1857, welches auf 15. Januar 1873 zur Rück zahlung gekündet worden ist, noch nicht zur Zahlung vorgewiesen wurden und daß dieselben vom Tage ihrer Verfallzeit keinen Zins mehr tragen.

Litt. B. à Fr. 2000 Nr. 425. 670.

. C. à ,, 1000 ,, 34. 65. 66. 99. 236. 301. 658. 1,182. 1,357.

1,359. 1,588. 1,597. 1,806. 2,013. 2,204.

B e r n , den 21. Februar 1874.

Eidg. Staatskassier: X. Brosy.

331

Bekanntmachung.

Mit Depesche vom 31. Dezember 1873 theilt Hr. Kubly, schweizerischer Konsul in Buenos-Ayres, dem Bundesrathe mit, daß die Cholera in dieser Stadt wüthet, daß nichts zur Aufnahme der in Masse anlangenden Auswanderer geschieht, und daß die ganze Auswanderungskommission demissionirte, indem nur noch der Sekretär derselben funktionirt.

Der Konsul fügt bei, er habe sich bemüht, den Anlangenden, die im Monat Dezember auf 15,000 anstiegen, wenigstens eine Unterkunft zu verschaffen. Nach seinem Dafürhalten sollte der Auswanderung möglichst Einhalt gethan werden, da man sich erst am Anfange der Epidemie und in der schlechtesten Jahreszeit befinde.

B e r n , den 13. Februar 1874.

Die Schweiz. Bundeskanzlei.

Postamtliche Bekanntmachung.

Zuhanden des korrespondirenden Publikums wird angezeigt, daß von nun an Francocouverte in großem Format zu 10 Bp. bei den schweizerischen Postbureaux zum Verkaufe gelangen.

B e r n , den 21. Februar 1874.

Das Schweiz. Fostdepartement.

332

Edictalvorladnng.

Uhr vor dem schweizerischen Bundesgericht im Bundesrathhaus zu Bern zu erscheinen oder sich vor demselben gehörig vertreten zu lassen, um sich vor genfalls dessenungeachtet in Sachen erkannt würde was Hechtens.

C h u r , den 13. Februar 1874.

Die Schweiz. Bniidesgerichtskanzlei.

Bau-Ausschreibung.

Wegen Uebernahme folgender zu Thun auszuführender Banarbeiten, beziehungsweise Lieferungen, wird hiemit Concurrenz eröffnet: 1) für mehrere in der eidgenössischen Kaserne daselbst anzubringende Vorfenster, Vorthüren und Zimmeröfen (Cy.linderöfen von Blech); 2) flfcr bei diesem Gebäude zu erstellende gemauerte Schilderhäuser; 3) Lieferung und "Versezen von Hartstein-Einfassungen an 4 Durchfahrtthoren der Stallungen; 4) für eine am neuen Zeughause daselbst anzubringende Blizableitung; 5) für Schreinerarbeiten zu Erstellung eines Zimmers im Dachraume des eidgenössischen Laboratoriumsgebäudes ; 6) für Erstellung eines 50' hohen Kamins bei diesem Gebäude; 7) Anlage einer Umzäunung um das neue Magazin an der Aare.

Die nähern Vorschriften und Bedingnisse sind bei Herrn Baumeister Boßhart zu Thun zur Kenntnißnahme aufgelegt, der überhaupt alle gewünschten Auskünfte ertheilen wird.

Uebernahmsangebote, welche beliebig für einzelne oder mehrere obiger Arbeiten gestellt werden können, sind bis spätestens am 28. laufenden Monats in verschlossenen Eingaben an das unterzeichnete Departement zu richten.

B e r n , den 12. Februar 1874.

Das eidg. Departement des Innern.

Bekanntmachung betreffend die Zucht- und Fettvieh-Ausstellun" in Frankfurt a. M.

Vom 14. bis 18. Mai 1874 wird in Frankfurt a. M. durch den dortigen landwirtschaftlichen Verein eine Ausstellung von Zucht- und Fettvieh und in Verbindung damit eine Maschinen-Ausstellung veranstaltet, wozu außer deutschen und deutsch-österreichischen auch schweizerische Aussteller eingeladen sind.

Aus den Programmsbestiminungen ist Folgendes hervorzuheben: A. Für die Zucht- und Fettviehausstellung.

§ 3. Es werden ausgestellt als Zucht- und Mastvieh: R i n d v i e h , Schweine u n d Schafe.

§ 4. Alle Anmeldungen geschehen schriftlich, franco, bis spätestens 15. April 1874, mittelst Ausfüllung gedrukter Formulare, welche von dem ,,Sekretariat des landwirtschaftlichen Vereins zu Frankfurt a. M., Kleine Friedberger Gasse Nr. 2" zu beziehen sind.

§ 5. Anmeldungen, welche nach dem 15. April 1874 erfolgen, können nur Berüksichtigung finden, soweit es der Eaum gestattet ; auch kann deren Eintrag im Katalog nicht garantirt werden.

§ 6. Für jedes zur Ausstellung angemeldete Thier ist gleichzeitig mit der Anmeldung ein Einsaz zu zahlen, und zwar: 1) für ein jedes Stük Rindvieh fl.

3. -- 2) für jedes Schwein, beziehungsweise für das Loos junger Seh weine ,, 1.45 3) für einen jeden Schafbok oder jedes Loos von 3 Hammeln oder Schafen ,, 1. 45 Junge noch saugende Thiere, welche sieh bei den Müttern befinden, sind in sämmtlichen Kategorien vom Einsaz befreit.

§ 7. Die Aussteller sind verpflichtet, die auszustellenden Thiere am 13.

Mai in den Ausstellungsraum zu bringen und bis zum Schlüsse der Ausstellung auf dem ihnen angewiesenen Kaum zu belassen.

§ 8. Erfolgt die Stellung der angemeldeten Thiere nicht oder' nicht rechtzeitig, so verfällt der Einsaz als Reugeld.

§ 12. Für preiswürdige Thiero einer jeden Abtheilung werden Preise ertheilt, zu deren Beurkundung Diplome eingehändigt werden.

§ 14. Die Auswahl der zu prämirenden Thiere wird einem PreisrichterKollegium übertragen.

B. Für die Maschinen-Ausstellung.

§ 1. Dieselbe befaßt Maschinen, Werkzeuge, (ieräthe, Fabrikate u. s. w., die hauptsächlich in der Land-, Forst-, Garten- und Hanswirthschaft nuzbare Verwendung haben.

§ 3. Anmeldungen haben bis zum 31. März 1874 zu erfolgen.

334 § 4. Anmeldungen, die nach dem 31. März 1874 eintreffen, können nur Berüksichtigung finden, soweit es der disponible Raum noch gestattet. -- Verbindlichkeit zur Aufnahme in den Katalog wird im Fall verspäteter Anmeldung nicht übernommen.

§ 6. Dem Ermessen der Kommission ist es anheimgegeben, über die Zulassung angemeldeter Gegenstände zur Ausstellung zu entscheiden.

§ 7. Wenn Maschinen besondere Triebkraft oder außerordentlichen Bedarf an Wasser erfordern, so ist dies bei der Anmeldung besonders hervorzuheben. Das zur Inbetriebsezung nöthige Material haben die Aussteller selbst zu besorgen ; die Kommission wird aber in allen erforderlichen Fällen dem Aussteller bereitwillig an die Hand gehen.

§ 8. Ein Standgeld für den beanspruchten Kaum wird nicht erhoben.

§ 9. Die angemeldeten Gegenstände müssen 2 Tage vor Eröffnung der Ausstellung aufgestellt sein und können vor Schluß der Ausstellung nicht zurükgezogen werden.

§ 10. Zur Uebernahme der Spedition, des Aus- und Einpakens, sowie Vertretung der Aussteller, haben sich die Herren B. D. D r e s l e r , Phil. F o r s t e r , S. L a u s b e r g u n d Comp, in Frankfurt a. M. bereit erklärt.

§ 6. Die Kommission übernimmt keinerlei Verantwortung für Schädigung oder Verlust der ausgestellten Gegenstände.

§ 17. Prämien werden nicht ertheilt.

Indem das unterzeichnete Departement die Ausstellung der Beachtung des schweizerischen Publikums empfiehlt, erklärt es sich zu jeder weitern Auskunft gern bereit.

Anmeldungsscheine für beide Sektionen der Ausstellung können direkt bei ihm bezogen werden.

B e r n , den 8. Februar 1874.

Das eidg. Eisenbahn- und Handelsdepartement.

Kongress und Ausstellung in Mailand zur Beförderung der Käserei.

Dem Bundesrath ist eine vom 3. Februar datirte Mittheilung des italienischen Gesandten in der Schweiz zugegangen, wonach am 30. und 31.

März und 1. April lauf. Jahres in der königlichen Akerbausckule zu Mailand ein Kongreß der Direktoren von Käsereigesellschaften und in Verbindung damit eine Ausstellung von Käsereigegenständen stattfinden wird, an welchen

335 beiden Unternehmen auch auf die Betheiligung der Schweiz gehofft wird.

Folgendes sind die dafür geltenden Hauptbestimmungen.

  1. B e z ü g l i c h des K o n g r e s s e s .
  2. Wer dem Kongreß als Effectivmitglied beizuwohnen gedenkt, hat sich bei der Direktion der königl. Akerbauschule, Corso S. Gelso, Nr. 56, in Mailand vor dem 1. März unter Angabe seines Namens und Wohnorts anzumelden. Zutritt zum Kongreß und das Hecht zum Sprechen und Stimmen in demselben haben nur solche Effektivmitglieder.

II. Die Diskusion wird sich ausschließlich auf folgende Fragen erstreken: 1) Welches die wichtigsten Bedingungen für einen Käsereiverband seien zur Erreichung des besten moralischen und ökonomischen Erfolgs, unter Angabe der unnöthigen und zu modifizirenden.

2) Welches die einfachsten und wirksamsten Arten und .Réglemente zur Errichtung von Käsereigesellschaften während der Alpenweide seien.

3) Ob und in welchen Stationen und unter welchen Bedingungen es sich empfehle, magere oder fette Käse zu fabrizireu, was für welche und von welcher Form und Schwere.

4) Wie man die Milchüberbleibsel am besten verwerthen könne.

5) Welches die passendste Zeit und Art sei, um die verschiedenen Käse und die Butter zu salzen.

6) Welches die einfachsten Arten und Réglemente seien, um Vereinslager für Aufbewahrung und Verkauf der Käse zu gründen.

7) Welche Anforderungen der Handel mit Bezug auf Milchprodukte stelle.

8) Wie man am besten die Butter und den Käse für den Handel in die Ferne präpariren könne.

B. B e z ü g l i c h der A u s s t e l l u n g .

I. Dieselbe umfaßt folgende 7 Gruppen: 1) Jede Art von Käserei-TItensilien, sowohl in natürlicher Größe als in Modellen und Zeichnungen. " 2) Hülfsmaterialen zur Käsebereitung, Lab, Farbstoffe, konservirende Präparate etc.

3) Instrumente und Substanzen zur Prüfung von Milch und deren Produkten.

4) Milchkonserven und kondensirte Milch.

5) Butter aus Milch, aus Rahm, aus der von der Käsebereitung zurükgebliebenen Milch bereitet, gesalzene und ausgelassene Butter.

6) Käse aller Arten: Kuhkäse, Schafkäse, Ziegenkäse, und gemischte Käse: magere, fette und halbfette Käse etc.

7) Modelle und Pläne von Melkereien und Käsereien.

II. Die für die Ausstellung bestimmten Gegenstände müssen bis zum 10. Februar angemeldet, und mit Ausnahme der Butter, nicht später als 15.

März an die Direktion der königl. höhern Akerbauschule in Mailand, Corso S. Celso, Nr. 56, spedirt sein.

336 III. Die Aussteller haben 2 Deklarationen auszufertigen, in welchen sie die Art des oder der auszustellenden Gegenstände bezeichnen. Die eine derselben ist bis 10. Februar mit der Anfrage um Zulassung einzusenden, die andere der Senduug beizufügen und zwar fest auf die äußere Verpakung aufzuheften. Diese Deklaration hat außer Namen, Vornamen und Wohnort des Ausstellers die Angabe der Gruppen, zu welcher der gesandte Gegenstand gehört, zu enthalten, und ebenso den horizontalen oder vertikalen Kaum, welchen er in Anspruch nimmt.

IV. Jedem ausgestellten Gegenstand sind folgende Angaben beizufügen: a. Name, Vorname und Wohnort des Ausstellers und ob er zu konkurriren gewillt ist.

b. Bezeichnung des ausgestellten Gegenstands und ausführliche Angabe, zu welchem Gebrauch er bestimmt ist.

c. Verkaufspreis in der Fabrik.

d. Ob der ausgestellte Gegenstand verkäuflich ist oder nicht.

e. Angaben über die Wichtigkeit der Fabrikation.

V. Niemand darf 2 gleiche Gegenstände ausstellen, wenn sie mehr als 1000 Quadratcentimeter verticalen oder horizontalen Baum einnehmen.

VI. Der Trausport der Gegenstände und ihre spezielle Aufstellung wird im Namen und auf Rechnung des Ausstellers von der Direktion der Akerbauschule besorgt.

;' · VII. Kein Aussteller darf irgend einen der ausgestellten Gegenstände vor Schluß der Ausstellung zurükziehen.

VIII. Die nicht verkauften Gegenstände sind von dem Aussteller während der 3 unmittelbar dem Schluß der Ausstellung folgenden Tage zurük, zunehmen. Was binnen dieser Frist weder zuriikgezogen noch verkauft istwird als der Akerbauschule in Mailand geschenkt betrachtet.

IX. Die Jury hat für die verdientesten Aussteller über eine goldene und 7 silberne Medaillen zu verfügen; die goldene ist für die in Gruppe 7 aufgeführten Aussteller bestimmt. Jeder Médaille wird ein bezügliches Diplom beigegeben werden, wovon jedoch die Ehrenerwälmungen ausgeschlossen bleiben.

Jndem das unterzeichnete Departement noch beifügt, daß Anmeldungsformulare, soweit der Vorrath reicht, von ihm bezogen werden können, erklärt es sich zu weiterer Auskunft überhaupt bereit.

B e r n , den IQ. Februar 1874.; Das eidg. Eisenbahn- und Handelsdepartement.

337

Bekanntmachung.

Im eidg. Instruktorenkorps der Artillerie sind einige Stellen von Kanonier- und Train-TJnterinstruktoren neu zu besezen.

Mit der Stelle eines Kanonier- oder Traininstruktors ist eine jährliche Besoldung von Fr. 1800 bis 2300 verbunden. Neben dieser Besoldung erhalten die Unter-Instruktoren Entschädigung für ihre Dienstreisen, sowie eine jährliche Kleidervergütung. Die Trainunterinstruktoren sind überdies zum Halten eines eigenen Dienstpferdes berechtigt, für welches sie die Kationsvergütung und eine tägliche Pferdewartungs-Eatschädigung von 60. Kappen beziehen.

Zur Bewerbung für die Stelle eines TJnterinstruktors können nur Schweizerbürger zugelassen werden, die in der eidg. Armee eingetheilt sind und bereits einen militärischen Grad bekleiden. Verlangt wird ferner: Guter Leumund, gesunde und kräftige Konstitution, eine wenigstens der Sekundärschule entsprechende Schulbildung und Kenntniß zweier Landessprachen.

Die Bewerber haben sich.zunächst als Instruktionsaspiranten annehmen und verwenden zu lassen. Die Instruktionsaspiranten erhalten für ihren Dienst ein Taggeld von Fr. 5. 50. Von ihrem Verhalten während dieser, wenigstens einjährigen Dienstzeit hängt sodann ihre Ernennung als Unterinstruktor ab.

Bewerber für die Stelle eines Artillerie-Unterinstruktors werden eingeladen, sich für die Annahme als Instruktionsaspiranten bis längstens den 28. Februar bei dem unterzeichneten Departement schriftlich anzumelden.

In der Anmeldung sollen die bürgerliche Stellung, Beruf und Verhältnisse des Bewerbers, die von ihm besuchten Schulen, sein bisheriger Militärdienst und daherige Stellung näher angegeben werden, unter Beilegung eines beglaubigten Dienstetats mit Conduitenliste, sowie allfällige Zeugnisse über seine bürgerlichen Berufsleistungen.

Die bereits von früher her angemeldeten Instruktionsaspiranten, welche ihre Bewerbung um die Stelle eines Unterinstruktors fortsezen wollen, haben ihre Anmeldungen in vorstehend angegebener Weise bis zum 28. Februar zu erneuern.

B e r n , den 3. Februar 1874.

Das eidg. Militärdepartement.

Bundesblatt. Jahrg. XXVI. Bd. I.

30

338

Bekanntmachung.

Es sind in öffentlichen Blättern schweizerische Ordonnanz-Revolver zum Verkaufe angeboten worden. Die unterzeichnete Kanzlei ist daher im Falle zu erklären, daß O r d o n n a n z - R e v o l v e r nur durch Vermittlung der Militärbehörden bezogen werden können, und daß andere Ordonnanz-Revolver, als die durch die eidg. Militär-Verwaltung gelieferten, nicht existiren.

B e r n , den 2. Februar 1874.

Die eidg. Militärkanzlei.

Ausschreibung.

Die Lieferungen von B r o d , O c h s e n f l e i s c h , H a f e r , Heu und S t r o h für die auf dem Waffenplaz von Basel im Jahre 1874 abzuhaltenden eidgenössischen Unterrichtskurse werden hiermit zur freien Konkurrenz ausgeschrieben. Bewerber hiefür haben ihre Angebote schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift .Angebot für Brod, Fleisch oder Fourrageliefernng" versehen bis Samstag den 28. Februar nächsthin dem eidg. Qberkriegskommissariat in Bern franco einzusenden.

Die .Lieferungsbedingungen sind beim Kantonskommissariat in Basel deponirt und können dort eingesehen werden.

B e r n , den 7. Februar 1874.

Das eidg. Oberkriegskommissariat,

Ausschreibung.

Die Lieferungen von B r o d , O c h s e n f l e i s e h , H a f e r , Heu und S t r o h für die auf dem Waffenplaz von Lie s t al im Jahre 1874 abzuhaltenden eidgenössischen Unterrichtskurse werden hiermit zur freien Konkurrenz ausgeschrieben. Bewerber hiefür haben ihre Angebote schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift ,,Angebot für Brod, Fleisch oder Fourragelieferung"

339 versehen bis Samstag den 28. Februar nächsthin dem eidg. Oberkriegskommissariat in Bern franco einzusenden.

Die Lieferungsbedingungen sind beim Kantonskommissariat in Liestal deponirt und können dort eingesehen werden.

B e r n , den 7. Februar 1874.

Das eidg. Oberkriegskoiiunissariat.

Ausschreibung ö

Die Lieferungen von B r o d, O c h s e n f l e i s c h , H af er, H e u und S t r o h für die auf dem Waffenplaz von L u z e r n im Jahre 1874 abzuhaltenden eidgenössischen TJnterrichtskurse .werden hiermit zur freien Konkurrenz ausgeschrieben. Bewerber hiefür haben ihre Angebote schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift ,,Angebot für Brod, Fleiscu oder Fourragelieferung" versehen bis Samstag den 28. Februar nächsthin dem eidg. Oberkriegskommissariat in Bern franco einzusenden.

Die Lieferungsbedingungen sind beim Kantonskommissariat in Luzern deponirt und können dort eingesehen werden.

B e r n , den 7. Februar 1874.

Das eidg. Oberkriegskommissariat.

Ausschreibung von erledigten Stellen.

(Die Bewerber müssen ihre Anmeldungen, welche schriftlich und p o r t o f r e i zu geschehen haben, gute Leumundszeugnisse beizulegen im Falle sein; ferner wird von ihnen gefordert, daß sie ihren Namen, und ausser dem Wohnorte auch den Heimatort deutlich angeben.)

Wo der Betrag der Besoldung nicht angegeben ist, wird derselbe bei der Ernennung festgesezt. Nähere Auskunft ertheilt die für die Empfangnahme der Anmeldungen bezeichnete Amtstelle.

  1. B r i e f t r ä g e r in F l u n t e r n (Zürich). Anmeldung bis zum 6. März 1874 bei der Kreispostdirektion in Zürich.
  2. B r i e f t r ä g e r in Basel. Anmeldung bis zum 6. März 1874 bei der Kreispostdirektion in Basel.

340 -3) P o s t k o m m i s in L a u s a n n e . Anmeldung bis zum 6. März 1874 bei der Kreispostdirektion in Lausanne.

4) B r i e f t r ä g e r in K a p p e l (St. Gallen). Anmeldung bis zum 6. März 1874 bei der Kreispostdirektion in St. Gallen.

5) B r i e f t r ä g e r in Satigny (Genf.) Anmeldung bis zum 6. März 1874 bei der Kreispostdirektion in Genf.

6) T e l e g r a p h i s t in I n t e r l a k e n (Bern). Jahresbesoldung nach Maßgabe des Bundesgesezes vom 2. August 1873. Anmeldung bis zum 10.

März 1874 bei der Telegrapheninspektion in Bern.

7) T e l e g r a p h i s t in G ü m m e n e n (Bern). Jahresbesolduner Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 10. März 1874 bei der Telegrapneninspektion in Bern.

8) T e l e g r a p h i s t in S c h ö n e u b e r g (Zürich). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 10. März 1874 bei der Telegrapheninspektion in Zürich.

  1. A u s l ä u f e r auf dem Telegraphenbüreau in W i n t e r t h u r . Jahresbesoldnng Fr. 480, nebst Provision. Anmeldung bis zum 10. März 1874 bei dem Chef des Telegraphenbüreau in Winterthur.
  2. K o n t r o l e u r bei der Hauptzollstätte M o i l l e s u l a z (Genf). Jahresbesoldung bis auf Fr. 3300. Anmeldung bis zum 26. Februar 1874 bei der Zolldirektion in Genf.
  3. K o n d u k t e u r des Postkreises Z ü r i c h . Anmeldung bis zum 27. Februar 1874 bei der Kreispostdirektion in Zürich.
  4. K o n d u k t e u r des Postkreises St. Gallen. Anmeldung bis zum 27.

Februar 1874 bei der Kreispostdirektion in St. Gallen.

5) B ü r e a u d i e n e r auf dem Telegraphenbüreau in L a u s a n n e . Jahresbesoldung Fr. 1200, nebst Dienstkleidung. Anmeldungsfrist bis zum 2. März 1874 bei dem Chef des Telegraphenbüreau's in Lausanne.

6) T e l e g r a p h i s t in S t r e n g e l b a c h (Aargau). Jahresbesoldnng Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 24. Februar 1874 bei der Telegrapheninspektion in Ölten.

7) T e l e g r a p h i s t in Schuls (Graubünden). Jahresbesoldung Fr. 240, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 24. Februar 1874 bei der Telegrapheninspektion in Bellenz.

8) T e l e g r a p h i s t in G r a n g e s (Waadt). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprovisipn. Anmeldung bis zum 24. Februar 1874 bei der Telegrapheninspektion in Lausanne.

Nach Seilt- 340

Einnahmen der Postverwaltnng in den Jahren 1872 und 1873.

Monate.

Reisende und GepäkTToiiuPo.inirinTit ueoeigewicnr.

1872.

Januar . . .

Fr.

! E.

152,04968

Februar . .

März . . . .

144.477 57 162,040 39

j April . . . .

191,698 01 212 702 17

Mai

, Juni

....

241,810 82

Juli

420.838 22

August . . .

508,168 99

September .

425,466 71

Oktober . .

299,24750

November .

216,92309

Dezember . , 212,93316

j

i i

1873.

Fr. jE.

173,28134 158,590 02 210,746 56 214,864 47 234,003 15 288,744 13 492,50? 55 618,056 14 473,530 89 327,965 08 301,716 27 203,984 80

Briefe und Druksachen.

1873.

1872.

Fr. j K.

587,64585 420.905 38 ···-185.20411 419,52726 1 458,24845 270,008 39 478.12828 511,825 53 328,779 12 471,69397 462.10194 267,71877

Fr. E.

517,79806 437.140 65 340.018 i 7 465,264 78 468,89751 350,45851 535;5u5 16 522,31186 350,366 82 510,58088 483,284 50 348,78302

05 22 7 Total 3,188,356 31 3,700,990 40 4,861,787 i 5,330,460

Postanweisungen, 1872.

Fr. E.

29,947 50 19.377 50 20.755 29 17.814 30 20,63450 20,72429 21,214 50 21,30022,721 83 20,471 50 24,396 20 23,607 31

Pakete

1873.

1872.

UIid

Gelder.

1873.

Uebrige Einnahmen.

1872.

1873.

1S72.

Fr. K.

Fr. K. .

Fr. E.

Fr. K.

Fr.

E 30,905 48 28.143 93 3 1,296 50 298.018 75 304.776 56 24.105 15 253,413 18 202-011 29 25.19926 29,13124 20,018 18 229,842 77 209,81865 58,25605 63,10427 23,375 -- 248,347!! 318,287 93 21,304 12 23,88049 26,637 60 294,645! 54 323,311 42 25,532 07 31,87537 26,345 -- 179,012 80 203,771 98 77,767 71 85,54ü 57 26,215 -- 276,65607 287,258 95 25,462 09 31,35824 26,086 50 301,894i76 356,546 85 22,415 11 23,586 32 23,432 84 194,450 21 210,399 25 58,370 81 62,997 78 24,146 25 341,995 96 373.087 40 22.909 83 20,13919 31,824 50 319,727 04 372,485 7b 29,797 OB 34 ; OS204 26,317 40 260,676 60 246,307|4t 174,243 87 273,33161

262,964!72 309,799 92 3,198,680;79 3,168,096 48 1

T o t a 1.

E.

Fr.

1.098.567 26 863,37289 656.098(51 898,69080 1,011,76273 789.324 01 1.222,29916 1,365,604 39 1,029,788(68 1,156,31876 1,052,94533 939,179)71

1873.

Ì

Fr.

JE.

1,055,296 39 911,27835 813,795 83 1,045,67267 1,081,75505 951,86917 1,372,90520 1,516,617 67 1,120,72758' 1,261,89880 1,226,37309 1,098-72130, 1

572,163 46 713,56708 12,083,952 33 13,522,9 11 1(V

i .

..

.

*) Dieser Minderertrag kommt daher, dass in diesem Monat die Passivsaldi der drei lezten Quartale des Jahres 1871 von Frankreich mit Fr. 167,737. 93 bezahlt und verrechnet wurden.

Nach Seite 340.

Verkehr der Telegraphen-Verwaltung.

Zahl der Depeschen, Monat.

Zahl def Bureaux.

1873. 1874.

i

Interne abgehende

1873.

1874.

Total

Internationale abgehende und ankommende

Transitirende

1873.

1873.

1874.

1874.

Total.

1873.

j 1874.

i

Januar Februar März April Mai . . . .

Juni Juli August September Oktober .

November Dezember

710

805

!)8,8liO

U 1,5 85

35,346

38.711

17,814

9,122 152,020 157,018

'

der Einnahmen. *)

1873.

Fr.

Kp.

128.020 50

1874.

Fr. Bp.

136,925 67

i

Saldi der Ausgaben.

1873.

Fr. Ep.

69,902 09

1874.

Fr.

i Kp.

115,004 63 î

i | ii i

im Jahre 1874.

Aktiv.

Passiv.

Fr.

Bp.

21,921 04

Ep.|

Fr.

1 1

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Total bis Ende

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1

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In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1874

Année Anno Band

1

Volume Volume Heft

09

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

21.02.1874

Date Data Seite

330-340

Page Pagina Ref. No

10 008 079

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