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# S T #

7722

Bericht des

Bundesrates an die Bundesversammlung über die Geschäftsführung und die Rechnung der Alkoholverwaltung für das . Geschäftsjahr 1957/58 (Vom 10. Oktober 1958)

Herr Präsident !

Hochgeehrte Herren !

Unter Bezugnahme auf Artikel 2 des Eegulativs Ihrer ständigen Alkoholkommissionen vom 10. Juli 1903 beehren wir uns, Ihnen über die Durchführung der Alkoholgesetzgebung in der Zeit vom 1.Juli 1957 bis 30.Juni 1958 nachstehenden Bericht zu unterbreiten.

I. Allgemeines Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind folgende, den Geschäftsbereich der Alkoholverwaltung betreffende und in der Sammlung der eidgenössischen Gesetze veröffentlichte Erlasse herausgekommen : 1. Bundesratsbeschluss vom 30. August 1957 über die Förderung der brennlosen Verwertung von Kernobst und Kernobsterzeugnissen; AS 1957, 645.

2. Bundesratsbeschluss vom 30. August 1957 betreffend die Übernahmepreise für Kernobstbranntwein und die Besteuerung gebrannter Wasser; AS 1957, 641.

3. Bundesratsbeschluss vom 30. August 1957 über den Verkaufspreis der Alkoholverwaltung für Branntwein; AS 1957, 640.

4. Bundesratsbeschluss vom 30. August 1957 über die Rückvergütung der fiskalischen Belastung auf den in der Zeit vom I.Juli 1956 bis 30. Juni 1957 ausgeführten alkoholhaltigen Erzeugnissen; AS 1957, 644.

866 5. Bundesratsbeschluss vom 18. September 1957 über die Preisfeiätsetzung für Kartoffeln der Ernte 1957; AS 1957, 698.

6. Bundesratsbeschluss vom 24. Juni 1958 über die Verwertung der Kirschenernte 1958; AS 1958, 872.

Über die der Alkoholverwaltung beigegebenen Kommissionen ist folgendes zu berichten: 1. Fachkommission Die Fachkommission hielt im Berichtsjahr zwei Sitzungen ab. In der ersten Sitzung vom 15. und 16. August 1957 in Martigny wurde der durch die Alkoholverwaltung erstellte neue Dokumentarfilm «Kleiner Acker - Grosse Hoffnung», Saatkartoffelbau im Wallis, vorgeführt. Anschliessend kamen die auf dem Gebiete der brennlosen Obstverwertung, der Branntweinablieferung und -besteuerung im Herbst 1957 vorzukehrenden Massnahmen zur Sprache. Ferner nahm die Kommission Berichte der Alkoholverwaltung über die Verwertung der Kartoffelernte im Jahre 1957 und über die inländische Saatkartoffelproduktion entgegen. In der zweiten Tagung der Fachkommission vom 28. and 24. Juni 1958 in Burgdorf standen die Massnahmen zur Verwertung der Kartoffel- und Kirschenernte des Jahres 1958 zur Behandlung. Ferner wurden auch Fragen der Verwertung der bevorstehenden Kernobsternte wie der Umstellung des Obstbaues erörtert.

2. Alkoholrekurskommission Die Alkoholrekurskommission hat im Verlaufe des Berichfcsjahres fünf Sitzungen abgehalten. Die Geschäftstätigkeit zeigt folgendes Bild : Zu Beginn des Berichtsjahres hängig Eingang im Berichtsjahr

81 Beschwerden 46 Beschwerden Zusammen' 77 Beschwerden

Hievon wurden erledigt durch : Gutheissung Teilweise Gutheissung Abweisung Nichteintreten Eückzug Hängig am Ende des, Berichtsjahres

keine Beschwerden keine Beschwerden 59 Beschwerden keine Beschwerden 18 Beschwerden 5 Beschwerden Zusammen

77 Beschwerden

866 II. Verwaltung A. Personal Der Personalbestand betrug am 30. Juni 1958: Beamte und ständige Angestellte

Allgemeine Verwaltung · · Lagerhaus Delsberg Lagerhaus Eomanshorn Lagerhaus Schachen bei Malters . .

o*- j',,« Standfe

Art)elter

Vorübergehend angestelltea

Personal

_ , Gammt.

»estano

190 18 7 7

-- l -- --

-- 11 -- · --

190 25 7 7

217

l

11

229

.Gegenüber dem Vorjahr hat der Personalbestand um 10 Arbeitskräfte zugenommen. Davon entfallen 6 auf die Zentralverwaltung und 4 auf die Anstellung von Hilfsarbeitern für die Fertigstellung des neuen Lagerhauses in Delsberg.

B. Gesamtauslagen für die Verwaltung Im Voranschlag war eine Gesamtausgabe für die Verwaltung von 4 744 000 Franken vorgesehen. Verausgabt wurden 4 937 326.19 Franken.

1i. rPef irrsqonnn a f lilaf luntfw w nannral '.

  1. Zentralverwaltung Personalbezüge und feste Zulagen Teuerungszulagen Eeisekosten Bei träge an die Versicherungs- und Einlegerkasse Teuerungszulagen an Eentenbezüger . . . .

Arbeitgeberbeiträge an die AHV Prämien an die Schweizerische Uhfallversicherungsanstalt Kleiderentschädigungen und Vergütungen für ausserordentliche Dienstleistungen an die Beamten des Aussendienstes Andere Entschädigungen und Unvorhergesehenes

Laut1957/68 Rechnung

Laut1957/58 Voranschlag

Fr.

2510876.05 244777.-- 260706.15 255 578.75 67 824.-- 55 082.10

Fr.

4 612.80

10200.-- 19 780.55 3429486.90

867 Laut Rechnung Laut Voranschlag 1957/58 1957/58 .

Fr.

Fr.

davon ab: Fr.

Kückvergütungen zu Lasten Konto 121.17 Baukonto Delsberg . . 43217.-- 121.18 Baukonto Schachen . . 4 271.40 397.02 Brennereiaufsichtstellen 45 000. -- Total Personalaufwand Zentralverwaltung . .

92488.40 3336948.50

3895000.--

b. Lagerhäuser Personalbezüge und feste Zulagen Teuerungszulagen Reisekosten Beiträge an die Versicherungs- und Einlegerkasse . . . .

Arbeitgeberbeiträge an die AHV Prämien an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt AndereEntschädigungen und Unvorhergesehenes

330996.20 29382.35 940.50 ' 28 746 20 7142.15

5934.10 8947.25 412088.75

davon ab: Rückvergütungen zu Lasten Baukonto Delsberg, Unterhalt der Lagerhäuser Romanshorn und Schachen und Diverse Total Personalaufwand Lagerhäuser

74319.95 337768.80

. . . .

373000.--

Auf die einzelnen Lagerhäuser verteilt sich der P e r s o n a l a u f w a n d wie folgt: _

ir...

j

Personalbezuge und feste Zulagen . .

Teuerungszulagen .

^Reisekosten . . . .

Beiträge an die Versicherungs- und Einlegerkasse . .

Arbeitgeberbeiträge an die AHV. . .

Prämien an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt . . .

Übertrag

Burgdorf

Delebcrg

Romanshorn

Schachen

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Zusammen

6419.40 654.75

73543.70 7369.80

69437.-- 6.774.85

330996.20 29382.35

3.70

181596.10 14582.95 531.65

317.90

87.25

940.50

105.20'

15489.45

6909.20

6242.35

28746.20

41.45

3952.85

l 622.60

1525.25

7142.15

43.70

4021.90

935.--

933.50

5934.10

7268.20

220174.90

90698.20

Fr.

85000.20 403141.50

868 Delsberg Fr.

Romanshorn "Fr.

Schachen Fr.

220174.90 90698.20

85000.20

403141.50

1843.50

8947.25

Burgdorf Fr.

Übertrag . . . .

Andere Entschädigungen und Unvorhergesehenes Bückvergütungen

7268.20

Zusammen Fr.

100.--

5133.95

1869.80

7368.20 --.--

225308.85 64128.25

92568.-- 5169.45

86843.70 412088.75 5022.25 74319.95

7 368.20 161180.60

87 398.55

81 821.45 · 337 768.80

2. Sachausgaben:

  1. Zentralverwaltung6

Laut Rechnung

Laut Voranschlag

1957/58

1967/58

Fr.

Büromaterial, Formulare und Buchbinderkosten Mobiliar und Büromaschinen Laboratoriumsbedarf Bank-, Post- und Zollspesen, Telephon- und Telegrammgebühren, Transportspesen, Betreibungskosten, Gerichtskosten Gebäudeversicherung . . .

Büroentschädigung an Beamte des Aussendienstes Entschädigung an das Eidgenössische Statistische Amt .

Camionnette, Betrieb und Unterhalt . . . .

Hausdienst und Eeinigung Heizung, Beleuchtung, Kraft und Wasser . .

Übrige Sachausgaben . . . ,,

24960.-- 4469.05 59782.40 37,,891.25 7 983.80

Total Sachausgaben Zentralverwaltung . . .

416320.93

Fr.

98964.70 48 688.70 49419.83

73056.70 4304.50 12300.--

375000.--

b. Lagerhäuser Versicherung der Gebäude Überfuhrgebühren, Standgelder, Waaggebühren usw Heizung, Beleuchtung, Kraft und Wasser . .

Diverse Betriebskosten Miete, Verwaltung und Arbeitsleistung für das Lagerhaus Basel . '.

15137.40 12844.50 27 400.50 36 997.29

Total Sachausgaben Lagerhäuser

95057.29

2677.60 76000.--

869 Auf die einzelnen Lagerhäuser verteilen sich die Sachausgaben wie folgt: Burgdorf Fr.

Deleberg Fr.

Bomanshorn Fr.

Schachen Fr.

Versicherung der Gebäude . . . 715.75 6060.-- 3922.70 4438.95 Überfuhrgebühren, Standgelder, Waaggebühren usw 428.75 7405.95 4936.95 61.75 Heizung, Beleuchtung, Kraft und Wasser. . . . 259.95 15081.95 2883.50 9141.50 Diverse Betriebskosten . . . . 1369.85 20442.91 7942.78 7228.75 Miete, Verwaltung und Arbeitsleistung für das Lagerhaus Basel

Basel Fr.

--

--

--

--

15137.40

11.10

12844.50

33.60 27400.50 13.-- 36997.29

2774.30 48990.81 19685.93 20870.95

--

Zusammen Fr.

57.70 92379.69

2677.60

2677.60

2774.30 48990.81 19685.93 20870.95 2735.30 95057.29 Für die gesamte Verwaltung ergeben sich somit folgende Ausgaben: Laut Rechnung 1957/68

Laut Voranschlag 1957/68

3836948.50 337768.80

3395000.-- 873000.--

416320.93 95057.29

875000.-- 76000.--

20870.12

25000.--

4. Vergütung an die Zollverwaltung .

730860.55

500000.--

Total Verwaltungsausgaben

4937826.19

4744000.--

..

_

.

.

,

  1. Personalaufwand:

j-r.

  1. Zentralverwaltung b. Lagerhäuser 2. Sachausgaben: a. Zentralverwaltung b. Lagerhäuser 8. Beratungen und Gutachten

i-r-

C. Brennereiauîsichtstellen Die Zahl der nebenamtlich geführten Brennereiaufsichtstellen beträgt auf den 30. Juni 1958 2578.

Die Auslagen für die Brennereiaufsichtstellen betrugen im Geschäftsjahr 1957/58 l 078 820.50 Franken. Im Voranschlag war eine Ausgabe von l 133 000 Franken vorgesehen.

870 D. Gebäude und Einrichtungen Vom I.Juli 1957 bis 30. Juni 1958 wurden für den Unterhalt der Gebäude und Einrichtungen folgende Beträge ausgelegt : Fr.

Zentralverwaltung Lager: Lagerhaus Lagerhaus Lagerhaus Lagerhaus

443721.75

Burgdorf Delsberg Eomanshorn Schachen

173.75 5282.90 17067.15 17993.65

Kesselwagen und Verschiedenes:

Fr.

Kesselwagen , Lager Aarberg und Attisholz

151249.75 l 977.OS

153226.80 193744.25

Der Voranschlag für 1957/58 hatte für die beiden Posten «Zentralverwaltung» und «Lager» Beträge von 90 000 Franken und 172 000 Franken vorgesehen. Durch Bundesratsbeschlüsse vom I.Juli 1957 und 7.Februar 1958 wurde der Kauf der Liegenschaften Fellenbergstrasse 5, 9 und 13 in Bern genehmigt. Damit ist der Kredit für die Zentralverwaltung um rund 354 000 Franken überschritten worden.

Das neue Spritlager in Delsberg wurde anfangs November 1957 endgültig in Betrieb genommen. Am 30. Juni 1958 wies das Baukonto Gesamtausgaben im Betrage von 6 490 277.39 Franken auf. Im Berichtsjahr sind 5 Kesselwagen neu angeschafft worden.

E. Verzinsung An Aktivzinsen wurden vereinnahmt: Zins aus Guthaben beim Eidgenössischen Finanzund Zolldepartement, beim Eidgenössischen pr.

Schuldbuch und eidgenössischen Schuldscheindarlehen T . . 1187399.80 Übrige Aktivzinse

yr.

3938.45 1191338.25

Die Passivzinsen betrugen: Verzinsung des Versicherungsfonds Verzinsung des Bussenfonds Überschuss der Aktivzinsen über die Passivzinsen

10 436.15 6660.05

17096.20 l 174 242.05

871 HI. Brennereiwesen A. Gewerbliche Brennereien und gewerbliche Brennauftraggeber Am 1. Juli 1957 waren 2388 Konzessionen für gewerbliche Brennereien ausgegeben. Davon sind im vergangenen Brennjahr wegen Handänderungen und Erwerb Von Brennapparaten durch die Alkoholverwaltung 110 Konzessionen erloschen. Infolge der Überträgung von Brennereien auf neue Inhaber sowie der Umteilung von Hausbrennern zu den Gewerbebrennern wurden 98 Konzessionen neu erteilt.

Am Ende des Geschäftsjahres 1957/58 bestanden somit noch 2371 Konzessionen, die sich wie folgt verteilen: l Konzession für Hackfruchtbrennerei (Zuckerfabrik Aarberg für inländische Eübenzuckermelasse), 2 Konzessionen für Industriebrennereien (Zuckerfabrik Aarberg für ausländische Zuckermelasse und Cellulosefabrik Attisholz), 763 Konzessionen für die Herstellung von Kernobstbranntwein, 846 Konzessionen für die Herstellung von Spezialitätenbranntwein und 759 Konzessionen für den Betrieb einer Lohnbrennerei. Diese Konzessionen verteilen sich auf 1304 Betriebe, von denen 770 mehr als eine Konzession besassen.

Mit Ausnahme der Konzessionen für die Zuckerfabrik Aarberg und die Cellulosefabrik Attisholz sind sämtliche Konzessionen am 30. Juni 1958 abgelaufen. Bis zu diesem Tage wurden 2301 Konzessionen für eine weitere Dauer von 5 Jahren verlängert. 3 Kernobst-, 11 Spezialitäten- und 9 Lohnbrennkonzessionen wurden, weil seit Jahren nicht mehr ausgenützt und keinem wirtschaftlichen Bedürfnis mehr entsprechend, nicht erneuert. Für 27 Betriebe mit 44 Konzessionen konnte das Erneuerungsverfahren wegen Änderungen in der Geschäftsleitung und der Neuerstellung von Brennereianlagen sowie aus andern Gründen bis zum Ende der Berichtsperiode noch nicht abgeschlossen werden.

Gewerbliche B r e n n a u f t r a g g e b e r wurden am Ende des Brennjahres 33 672 gezählt gegen 34 535 am 30. Juni 1957. Dieser leichte Eückgang ist darauf zurückzuführen, dass Produzenten, die in den letzten 5 Jahren nicht mehr brennen Hessen, in den Kontrollen gestrichen wurden.

Über die Branntweinerzeugung der gewerblichen Brennereien und gewerblichen Brennauftraggeber in den letzten fünf Jahren gibt die nebenstehende Tabelle auf Seite 872 Aufschluss.

Zufolge der durch den Frost verursachten Missernte des Jahres 1957 ist die Erzeugung an Branntwein aus Kern- und Steinobst sowie aus Produkten des Weinbaues im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber früheren Jahren sehr klein ausgefallen. Nur die Produktion aus andern Kohstoffen, bei denen es sich vorwiegend um Enzianwurzeln handelt, weist keinen Eückgang auf.

872

Branntweinerzeugung der gewerblichen Brennereien und gewerblichen Brennauftraggeber Spezialltätenbranntwein aus Geschäftsjahr

Kernobstbranntwein

Kirschen

TraubenZwetschgen trestern, u. Pflaumen Weinhefe, Weinresten

Gesamtandern Eohstoffen

tätenbranntwein Insgesamt

an Kernobstbranntwein und Spezialitätenbranntwein

Liter 100 %

1953/54 1954/55 1955/56 1956/57 1957/58

2 448 568 998 182 1 653 635 410 505 95073

420 980

343 854

217 378

310 096 819 651 469 950 191 808

178 985 74810 83050 51045

267 431 290 152 243086 191 785

15735 1 200 348 2 853 983 13945 810 031 1 220 536 13937 448575 548648

Durchschnitt 1953/54 bis 1957/58

1 121 193

442 497

146 349

241 966

17129 847 941

18887 1 001 099 3 449 667 23142 779 654 1 777 836

1 969 134

B. Hausbrenner und Hausbrennauftraggeber Am 80. Juni 1958 waren 23 708 nichtgewerbliche Produzenten als Hausbrenner und Miteigentümer von Hausbrennapparaten anerkannt, wogegen sich die Zahl der anerkannten Hausbrennauftraggeber auf 134 407 belief. Insgesamt waren somit am Ende der Berichtsperiode 158 110 Produzenten als Hausbrenner oder Hausbrennauftraggeber eingeteilt, gegen 165 395 am 30. Juni 1957. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Hausbrenner und Miteigentümer an Hausbrennapparaten um 446 und diejenige der Hausbrennauftraggeber um 6839 vermindert.

Im Verlaufe des Geschäftsjahres sind 41 Produzenten, die entweder einen aussergewöhnlich hohen Eigenbedarf aufwiesen oder bei denen die Kontrolle infolge besonderer Verhältnisse erschwert ist, in ihrem steuerfreien Eigenbedarf begrenzt worden. Trotzdem ist die Zahl der im Eigenbedarf begrenzten Betriebe von 5605 auf 5466 zurückgegangen, weil 180 Produzenten ihre Brenntätigkeit endgültig aufgegeben haben und damit als Hausbrennauftraggeber in Wegfall gekommen sind.

Nachfolgend geben wir die wichtigsten Ergebnisse, die aus der statistischen Verarbeitung der Brennkarten der Jahre 1952/58 bis 1956/57 hervorgegangen sind, bekannt:

878

  1. Eingegangene ausgefüllte Brennkarten Ausgefüllt durch

Brennjahr Hausbrenner

1952/53 1953/54. .

1954/55 .

1955/56 1956/57 Durchschnitt 1952/53 bis 1956/57

Hausbrennauftraggeber

Zusammen

22659 22614 21 957 21 364 20789

116 904 115 214 113 100 108 683

138 614 139 518 137 171 134 464 129 472

21877

113 970

135 847

Ï15 955

Die Verarbeitung der Brennkarten hat ergeben, dass von den 129 472 Hausbrennern und Hausbrennauftraggebern, die im Brennjahr 1956/57 eine Brennkarte auszufüllen hatten, 105 8.21 Branntwein erzeugten. Die übrigen 24 151 Produzenten hatten nur über die Verwendung ihrer Branntweinvorräte Rechnung abzulegen. Es haben somit von den am 80. Juni 1957 anerkannten 165 895 Hausbrennern und Hausbrennauftraggebern im Berichtsjahr 64 Prozent Branntwein hergestellt oder herstellen lassen (Vorjahr 67,6%). Die Verminderung geht zur Hauptsache auf die Missernte 1957 zurück.

b. Branntweinerzeugung der Hausbrenner und Hausbrennauftraggeber GesamtSpeziali- erzeugung an tätenKernobstZwetsch- Trauben- andern branntwein trestern, Rohu. SpezialiKirschen gen und Pflaumen Weinhefe, stoffen insgesamt tätenWeinresten branntwein Liter effektiver Gradstärke ·) Spezialitätenbranntwein aus

Geschäftsjahr

1952/53 1953/54 1954/55 1955/56 1956/57 Durchschnitt 1952/53 bis 1956/57

Zernobstbranntweln

26319 34551 29360 22246 17205

3 677 903 3 347 527 3 226 113 2 870 807 2749596

903 337 483 383 508 259 956 154 437 590

3 174 889

657 745 312 123 403 209 25936 1 399 0134 573" 402

174 646 839 320 252 040 168 478 126 129

445580 408 204 408 899 412 180 341 184

1 549 8825 227 785 1 765 458 5 112 985 1 198 558 4424671 1 559 0584429865 922 108 3 671 704

*) Gezählt wurden die Liter effektiver Gradstärke, wie sie in den Brennkarten eingetragen wurden. Diese bewegt sich im grossen und ganzen zwischen 50 und 60 Vol.%.

874

Blieb die Erzeugung von Kernobstbranntwein im Brennjahr 1956/57 im Verhältnis zum Vorjahr ziemlich unverändert, so war die Erzeugung an Spezialitätenbranntwein durch Hausbrenner und Hausbrennauftraggeber stark vermindert. Besonders gross war der Produktionsausfall beim Kirsch, von dem im Berichtsjahr trotz einer guten Ernte 518 564 Liter weniger erzeugt wurden als im vorausgegangenen Geschäftsjahr. Dieses erfreuliche Ergebnis ist auf die Massnahmen zur Förderung der brennlosen Verwertung der Kirschen zurückzuführen. Beim Pflaumen- und Zwetschgenwasser sowie beim Branntwein aus Produkten des Weinbaues wurde der Eückgang um je einen Viertel durch kleine Ernten verursacht.

c. Branntweinerzeugung je Betrieb Brennjahr

1952/58 1958/54 1954/55 1955/56 1956/57 Durchschnitt 1952/53 bis 1956/57

D u r c h s c h n i t t l i c h e E r z e u g un g v on Kernobstbranntwein Spezialitätenbranntwein Branntwein je Betrieb, der Zern- je Betrieb, der Speziali- insgesamt je Betrieb, obstbranntwein erzeugte tätenbranntwein erzeugte der Branntwein erzeugte 42

45 40 89 87

41

L i t e r e f f e k t i v e r G r a d s t ä r k e *) 23 25 19 23 19

22

42 44 88 40 85 40

Die Erzeugung je Betrieb ist im Vergleich zum Vorjahr entsprechend der kleineren Gesamterzeugung ebenfalls etwas zurückgegangen.

d. Steuerfreier Eigenbedarf 128 313 Hausbrenner und Hausbrennauftraggeber haben im Brennjahr 1956/57 im eigenen Haushalt und Landwirtschaftsbetrieb 3 228 332 Liter Branntwein steuerfrei verwendet, gegenüber 3 718 391 Liter im Vorjahr. Davon entfielen 2 299 735 Liter auf Kernobstbranntwein und 928 597 Liter auf Spezialitätenbranntwein.

Über den durchschnittlichen Eigenbedarf je Betrieb, der Branntwein zum Eigenbedarf beanspruchte, gibt die nachstehende Tabelle Aufschluss: *) Siehe Tabelle 6, S. 873.

875 Steuerfreier Eigenbedarf der Hausbrenner und Hausbrennauftraggeber Durchschilittlicher Eigenbedarf je ]Betrieb an Brenn] ahr

Kernobstbranntwein

Speziali tätenbranntweiu

Branntwein insgesamt

Liter effektiver Gradstärke *)

1952/53. .

. .

1953/54 . .

1954/55. .

. .

1955/56. .

. .

1956/57. .

. .

Durchschnitt 1952/53 bis 1956/57

25 28 27 26 24

16 16 14 15 13

29 28 28 25

26

15

28

27

Aus dieser Übersicbt geht hervor, dass der steuerfreie Eigenbedarf im Vergleich zu den vorausgegangenen vier Jahren etwas kleiner geworden ist.

C. Ankauf von Brennapparaten Im Berichtsjahr hat die Alkoholverwaltung 352 konzessionierte Brennapparate aufgekauft, von denen 257 auf Hausbrennereien und 95 auf gewerbliche Brennereien entfielen. Überdies wurden noch 43 Apparate erworben, die anlässlich der Bestandeserhebung vom 1.-6. September 1930 nicht gemeldet worden waren.

Für die übernommenen Brennapparate wurden mit Einschluss der Frachtspesen 160 200.60 Franken bezahlt.

Über den am Ende des Berichtsjahres verbleibenden Bestand der Brennapparate in den einzelnen Kantonen unterrichtet folgende Tabelle: Zürich . .

Bern. . .

Luzern . .

uri . . .

Schwyz .

Obwalden Nidwaiden Glarus . .

Zug . . .

835 4291 2989 85 927 598 293 83 463

Übertrag 10564 Freiburg 579 Solothurn 2006 Baselstadt 48 Baselland 1800 Schaffhausen . . . . . .

43 Appenzell A.-Bh 49 Appenzell I.-Bh. . . . .

50 St. Gallen l 626

Übertrag 10564

Übertrag 16765

.

.

. . . . . . .

.

.

. . . . . . .

.

.

. . . . . . .

*) Siehe Tabelle b, S. 873

876

Graubünden Aargau . .

Thurgau Tessin Waadt

Übertrag 22409 Wallis l 777 Neuenburg 127 Genf 24 Dazu: Fürstentum Liechtenstein 480

Übertrag 16765 867 . . . . . 2 854 288 l 860 280 Übertrag 22409

Insgesamt

24 767

Über die Bewegung der Zabi der Brennapparate seit dem I.Januar 1988 gibt folgende Tabelle Aufscbluss: Berichtejahr

Bestand am Anfang des Berichtsjahres

Von der Alkoholverwaltung aufgekauft

Sonst in Wegfall gekommen

1988/50

42218

12187

2551

27525

1950/51 1951/52 1952/53 1953/54 1954/55 1955/56 1956/57 1957/58

27525 27828 27107 26888 26517 25979 25481 25155

177 202 287 299 490 455 268 352

20 19 82 22 48 43 58 36

27828 27107 26888 26517 25979 25481 25155 24767

1938-1958

42218

14617

2829

24767

Bestand am Ende des Berichtsjahres

IV. Förderung der Kartoffel- und Obstverwertung ohne Brennen A. Kartoffelverwertung 1. Ernteertrag Die Kartoffelanbaufläche im Jahre 1957 betrug 56 500 ha. Sie hat somit gegenüber dem Jahre 1956, als infolge Kälteschäden Getreidekulturen zum Teil mit Kartoffeln ersetzt wurden, um rund 2500 ha abgenommen. Diese Abnahme bewegte sich für die Hauptproduktionsgebiete im Eahmen der vorjährigen Zunahme und führte die Kartoffelfläche wieder annähernd auf den Stand der Jahre 1951 bis 1955 zurück. Der Durchschnittsertrag je ha betrug 265 q gegenüber 266 q im Vorjahr. Die Ernte brachte einen Gesamtertrag von 150 000 Wagen, d.h. 7000 Wagen weniger als im Vorjahr. Trotzdem ergaben sich Überschüsse im Ausmass von 18 000 Wagen, die ausserhalb der Produzentenbetriebe verwertet werden mussten. Diese Überschussverwertung erforderte ausserordentliche Vorkehren und Aufwendungen.

877

2. Verwertungsmassnahmen Die im Geschäftsjahr 1957/58 getroffenen Verwertungsmassnahmen stützten sich auf unsere Beschlüsse vom 28. Juni und 13. September 1957 und auf verschiedene Weisungen der Alkoholverwaltung. Es gelangten die nachgenannten, bereits in den Vorjahren bewährten Massnahmen zur Durchführung: Gewährung von Frachtbeiträgen -für Speise-, Saat- und Futterkartoff ehi sowie Kartoffelerzeugnisse; Förderung des Absatzes von Speisekartoffeln durch Aufklärung über Sorten, Qualitätsanforderungen, Bezugsmöglichkeiten, Einkellerungstechnik und über neuzeitliche Verkaufsmethoden sowie durch Verbreitung von Eezepten für Kartoffelgerichte ; verbilligte Abgabe von Kartoffelüberschüssen an Minderbemittelte ; Förderung der Einlagerung von Kartoffeln bei Produktion und Handel durch Aufklärung über zweckmässige und neuzeitliche Lagereinrichtungen; Export von Überschüssen; Verarbeitung von Kartoffelüberschüssen zu Kartoffelflocken und -mehl. Die Futtermittelimporteure und die gewerblichen Schweinehalter wurden verpflichtet, im Zusammenhang mit der Einfuhr bzw. dem Zukauf von Kraftfuttermitteln KartoffeLElocken zu übernehmen.

Im Gegensatz zum Vorjahr haben wir darauf verzichtet, Beservelager an Speisekartoffeln mit Preisgarantien anlegen zu lassen.

3. Verwertung der Ernte Die folgende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die Verwertung der Ernte :

Art der Verwertung

Verbrauch zu Speisezwecken (Schätzung) der nichtbäuerlichen Bevölkerung im bäuerlichen Betrieb Saatgut Verfütterung im Produzentenbetrieb (Schätzung) ausserhalb des Produzentenbetriebes Export Ernteertrag

Wogen zu 10

.

Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, dass 73 000 Wagen im Produzentenbetrieb selbst verfüttert wurden, gegenüber 82 000 Wagen im Vorjahr und 53 000 Wagen im Jahre 1955. Von den 15 000 Wagen, die'nicht im Produzentenbetrieb Verwendung fanden, mussten rund 12 600 Wagen auf Kartoffelerzeugnisse (Flocken und Mehl) verarbeitet werden. Insgesamt wurden rund 24 800 t Kartoffelflocken und 4300 t Kartoffelmehl hergestellt. Davon lagen im Zeitpunkt des Bechnungsabschlusses noch rund 11 800 t Kartoffelerzeugnisse unverkauft an Lagern der Herstellerbetriebe. Die Verwertung dieser Vorräte wird sich bis in den kommenden Winter hinein erstrecken.

Bundesblatt. 110. Jahrg. Bd. II.

62

878

Im Herbst 1957 wurden 1884 Wagen Speisekartoffeln im Einvernehmen mit den Kantonen im Eahmen einer besonderen Aktion verbilligt an Minderbemittelte abgegeben. 3000 Wagen, hauptsächlich der Sorten Bintje und Urgenta, konnten exportiert werden.

4. Regelung der Einfuhr von

Speisekartoffeln

Mit.Eücksicht auf handelspolitische Belange und die Bedürfnisse der Verbraucher sind auf Grund unseres Beschlusses vom 21. April 1950 und nach Bücksprache mit dem Fachausschuss für die Ein- und Ausfuhr von Speisekartoffeln im Frühjahr 1958 beschränkte Mengen Frühkartoffeln zur Einfuhr . bewilligt worden. Im ganzen wurden rund 3900 t Frühkartoffeln importiert gegenüber 3800 t im Frühjahr 1957 und rund 6000 t im Frühjahr 1956. Für die Sicherung der Ihlandverwertung wurde vom Leistungssystem bei der Handhabung der Einfuhr Gebrauch gemacht.

5. Förderung der inländischen SaatkartoffelproduUion Die Anbaufläche für anerkannte Saatkartoffeln hat auch im abgelaufenen Jahr eine weitere kleine Ausdehnung erfahren. Sie betrug 3173 ha gegenüber 3094 ha im Vorjahr. Infolge von Frosteinwirkungen im Mai 1957 blieb der tatsächliche Ertrag mit 3292 Wagen um 275 Wagen hinter dem Vorjahresertrag zurück.

6. Preisgestaltung Die Produzentenpreise für Speisekartoffeln erfuhren eine Erhöhung um l Franken je 100 kg und betrugen 18 bis 23 Franken je nach Sorte gegenüber 17 bis 22 Franken im Vorjahr. Trotz guter Ernteaussichten hielten wir es mit Bücksicht auf die Gesamtlage der Landwirtschaft für angezeigt, dem Preiserhöhungsbegehren des Schweizerischen Bauernverbandes wenigstens teilweise zu entsprechen.

Für Futterkartoffeln wurden in Übereinstimmung mit den bäuerlichen Begehren die bisherigen Preise von 10 bis 13 Franken je 100 kg beibehalten.

7. Aufwendungen Die Ausgaben der Alkoholverwaltung zur Verwertung der Kartoffelernte 1957 gehen aus folgender Aufstellung hervor: yr.

Frachtrückvergütungen für Speise-, Futter- und Saatkartoffeln l 888 406.90 Verbilligungsbeiträge für Saatkartoffeln 209713.65 Versorgung minderbemittelter Volkskreise mit verbilligten Kartoffeln 1890805.05 Aufklärung und Propaganda 156658.82 Uberschussverwertung 11276341.80 Verschiedenes. .

50488.30 Gesamtaufwendungen 14472409.52

879 Diesen Aufwendungen stehen an Einnahmen gegenüber: Fr.

Bückvergütungen auf Kartoffelfrachten der Ernte 1957 . .'

103270.95

Nettoaufwendungen für die Verwertung der Kartoffelernte 1957 141369 138.57 Bundesbeitrag gemäss Artikel 24, Absatz 5, des Alkoholgesetzes 4175 450.15 Netto zu Lasten der Betriebsrechnung

10193688.42

B. Obstverwertung und Obstbau 1. Kernobstverwertung a. Ernteertrag. Die Kernobsternte 1957 brachte nach den Schätzungen des schweizerischen Bauernsekretariates einen Ertrag von nur 11 000 Wagen Äpfel und 6000 Wagen Birnen, zusammen 17 000 Wagen. Sie war damit die kleinste Ernte seit dem Inkrafttreten des geltenden Alkoholgesetzes.

fc. M o s t o b s t v e r w e r t u n g . Die sehr kleinen Anlieferungen von Mostobst genügten nicht zur Deckung des Bohstoffbedarfes der Verwertungsbetriebe.

Diese waren gezwungen, das geringe Angebot inländischer Ware durch Zukaufe aus dem Ausland zu ergänzen. Zur Erleichterung der Einfuhr haben wir mit Beschluss vom 30. August 1957 den Einfuhrzoll für Mostobst der Ernte 1957 ganz aufgehoben und den Zoll für vergorenen und unvergorenen Kemobstsaft, ungezuckerte Kernobstmuse, Obstsaftkonzentrate und Trockentrester vorübergehend herabgesetzt. Ferner hat die Alkoholverwaltung auf die Erhebung der Monopolgebühr an der Grenze bei der Einfuhr von Mostobst verzichtet, soweit sich die Importeure für die brennlose Verwertung des Obstes verpflichteten.

Die Menge des von den gewerblichen Mostereien verarbeiteten Importobstes erreichte rund 4200 Wagen: Ferner sind rund 1740 t Apfelsaftkonzentrat, rund 340 hl Süssmost und rund 1770 hl Obstwein zur Sicherung einer ausreichenden Versorgung des Marktes mit Obstgetränken eingeführt worden. Die Ausfuhr von Mostobst war sehr gering und sollte lediglich dazu dienen, die Verbindung mit den Abnehmern im Ausland aufrechtzuerhalten. Das Brennen beschränkte sich auf die Abfallverwertung.

Die in der Verwertungskampagne angefallene bescheidene Menge Trester konnte weitgehend ohne Brennen verwertet werden. Da das Angebot an Trockentrestern zu Futterzwecken zur Befriedigung der Nachfrage nicht genügte, sind noch 726 Tonnen entpektinisierte Trockentrester eingeführt worden.

Die nachstehende Aufstellung gibt eine Übersicht über die in den letzten Jahren in gewerblichen O b s t v e r w e r t u n g s b e t r i e b e n v e r a r b e i t e t e n Mengen Mostobst und die daraus hergestellten hauptsächlichsten Erzeugnisse.

880 Erntejahr

Verarbeitetes Obst Wagen zu 10 t

1948

17867

1949 1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957

9981 26965 6016 14783 14834 12991 15590 11664 5 9962)

Gärsaft1) hl

Süssmost hl

Saft sfiss ab Fresse hl

Konzentrat

Trockentrester

q

q

735 128 460 082 1 286 273 244039 684 766 721 591 529 312 625 739 349 611 218 111

246 609 173 956 313 103 136 852 268000 219 095 303 515 219 190 284 658 187 293

83268 84396 84172 81763 74045 75728 70646 79285 75837 31751

39546 1493 59407 23 9865 15960 12674 44866 32230 1756

72344 16688 114044 15905 39309 45887 32532 58207 36470 23976

1 2

) einschliesslich den auf Branntwein verarbeiteten Gärsaft.

) mit Einschluss des Importobstes.

Die Ausfuhr von Obstprodukten im Berichtsjahr war unbedeutend und beschränkte sich vorwiegend auf die Aufrechterhaltung der Beziehungen mit den ausländischen Abnehmern und die Erfüllung früher abgeschlossener Lieferverträge.

c. Tafelobstverwertung. Auch beim Tafelobst genügte die inländische Produktion bei weitem nicht zur Befriedigung der Nachfrage. Indessen konnte die Versorgung der Konsumenten durch den Import von 9502 Wagen Tafel- und Wirtschaftsobst sichergestellt werden. Eückblickend kann festgestellt werden, dass trotz der sehr kleinen Ernte immer ausreichend Kernobst auf dem Markt war. Die Ausfuhr von Tafelobst hielt sich unter den obwaltenden Verhältnissen in engen Grenzen. Sie umfasste nur 327 Wagen und beschränkte sich zur Hauptsache auf Lieferungen nach Frankreich.

Die Fehlernte des Herbstes 1957 verunmöglichte die Abgabe von verbilligtem Obst an die Minderbemittelten und an die Bergbevölkerung. Erstmals seit dem Jahre 1939 konnte die Alkoholverwaltung keine solche Aktion durchführen.

d. Produzentenpreise für Kernobst. Angesichts der Missernte beim Kernobst fielen Massnahmen zur Preisstützung beim M o s t o b s t zum vorneherein ausser Betracht. Damit konnte im Berichtsjahr auf die Festsetzung von Eichtpreisen für das Mostobst verzichtet werden. Die Mostobstpreise richteten sich denn auch weitgehend nach den Preisen, die für Importware bezahlt werden mussten. Die von den regionalen Obstvorböfsen festgesetzten Preise betrugen je nach Art und Qualität 25 bis 32 Franken je 100 kg, d.h. ein Mehrfaches der in normalen Jahren üblichen Ansätze. In der Praxis ist aber für alle Kategorien oft mehr als der Vorbörsenpreis bezahlt worden. Beim Tafelobst lagen die von den Obstvorbörsen festgelegten Preise durchwegs doppelt so hoch als in den beiden vorangegangenen Jahren.

881 2. Kirschenverwertung Die Kirschenernte 1957 erbrachte mit 2500 Wagenladungen einen Ertrag, der nicht einmal die Hälfte der letztjährigen Erntemenge erreichte. Die Verwertung der Kirschen bereitete denn auch keine Schwierigkeiten. Behördliche Massnahmen erübrigten sich. Die für die Ernte 1957 von den regionalen Obstvorbörsen festgesetzten Produzentenpreise lagen zwischen 110 und 150 Franken je 100 kg für Tafelkirschen. Die Konservenkirschen erreichten Preise von 85 bis 90 Franken je 100 kg; für Brennkirschen wurden 70 bis 90 Franken je 100 kg bezahlt.

3. Umstellung des Obstbaues Die Alkoholverwaltung hat die Massnahmen zur Umstellung des Obstbaues, gestützt auf unseren am 19. September 1955 gefassten Beschluss über die Umstellung des Obstbaues, weitergeführt. Die Zielsetzung der mit Beiträgen unterstützten Massnahmen ist unverändert beibehalten worden.

Seit dem letzten Weltkrieg ist der Obstbau in allen europäischen Staaten in starkem Ausbau begriffen. Verschiedene Länder, die ehedem noch i;u unseren Obstabnehmern gehörten, treten heute auf den verbliebenen Märkten als Konkurrenten auf. Der Export unserer Obstüberschüsse, und zwar sowohl von Tafelwie Mostobst, ist deshalb wesentlich erschwert. Weil ein Grossteil der ausländischen Produktion erst im Anlaufen ist, wird sich die Lage in Zukunft noch verschärfen. Angesichts dieser Situation muss der schweizerische Obstbau deshalb grundsätzlich darnach trachten, seine Produktion beschleunigt den im Inland sich bietenden Absatzmöglichkeiten anzupassen. Diese Anpassung bzw.

Eeduktion bezieht sich sowohl auf das Mostobst wie auch auf das Tafelobst.

Zur Erreichung dieses Zieles wird in der Obstbauumstellung vorab dahin gestrebt, nur noch dort Tafelobst für den Markt zu produzieren, wo die erforderlichen Produktionsbedingungen hinsichtlich Boden und Klima vorliegen. Die Leiter von Marktobstbaubetrieben müssen über spezielle Fachkenntnisse verfügen, um in der Lage zu sein, den heutigen Qualitätsanforderungen entsprechendes Obst zu günstigen Gestehungskosten zu produzieren. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, besteht die Möglichkeit, wirtschaftlich Tafelobstbau für den Markt betreiben zu können. In den mit Beiträgen unterstützten Umstellungsmassnahmen nehmen deshalb die Betriebsberatungen und die Betriebsumstellungen den ersten Platz ein. Bei Verhältnissen, die für die Erzeugung von Tafelobst ungünstig sind, wird darnach getrachtet, den Obstbau vermehrt auf Qualitätsmostobst umzustellen oder die Erzeugung von Früchten auf die Selbstversorgung zu beschränken. Zur Verwirklichung dieser Ziele sollen inskünftig in vermehrtem Masse auch die Möglichkeiten ausgenützt werden, die sich bei Güterzusammenlegungen für die Obstbauumstellung ergeben. Erforderlich ist aber hierfür eine enge Zusammenarbeit der in den Kantonen mit der Güterzusammenlegung und der Obstbauumstellung beauftragten Stellen. Die Alkoholverwaltung leistet denn auch bei Güterzusammenlegungen besondere

882

Beiträge, so z.B. für das Entfernen von Bäumen und für die Schaffung von rationellen Obstanlagen.

Die Aufwendungen für die Massnahmen zur Umstellung des Obstbaues beliefen sich im Berichtsjahr rechnungsmässig auf (insgesamt 561 318.46 Franken. Diese Summe umfasst Eestzahlungen für das vergangene Jahr sowie Vorschussleistungen für das Jahr 1957/58. Auf Grund der von den Kantonen der Alkoholverwaltung unterbreiteten Kostenvoranschläge ist damit zu rechnen, dass der im Budget der Alkoholverwaltung für das Jahr 1957/58 vorgesehene Kredit von 800 000 Franken weitgehend beansprucht werden wird. Es ist deshalb eine Rückstellung von 400 000 Franken für die Begleichung der von den Kantonen erst im neuen Geschäftsjahr vorzulegenden Schlussabrechnungen gemacht worden.

4. Gesamtübersicht der Aufwendungen für die Obstverwertung und die Umstellung des Obstbaues

Die Ausgaben der Alkoholverwaltung für die Förderung der Obstverwertung und die Umstellung des Obstbaues im Geschäftsjahr 1957/58 gehen aus folgender Zusammenstellung hervor, die auch Aufwendungen umfasst, die mit Massnahmen früherer Jahre zusammenhängen.

Fr.

Aufklärung und Werbung für Obst und Obstprodukte . . . .

Abgabe von verbilligtem Frischobst an Minderbemittelte und an die Bergbevölkerung . . . / Beiträge an Forschungs-und Versuchswesen Brennlose häusliche und bäuerliche Obstverwertung Verwertung von Obstüberschüssen Konzentratverwertung Tresterverwertung Kirschenverwertung Beiträge an Organisationen Umstellung des Obstbaues, einschliesslich Züchtung und Prüfung neuer Kernobstsorten

171317.74

Zusammen

1554603.04

5755.80 23132.40 42 640.90 24241.75 551 247.20 16921.75 l 402.50 156625.04 561 318.46

V. Einkauf gebrannter Wasser A. Inländische Erzeugung a. S p r i t und S p i r i t u s Für den durch die Zuckerfabrik und Eaffinerie Aarberg AG und der Cellulosefabrik Attisholz AG im Geschäftsjahr 1957/58 abgelieferten Alkohol wurden folgende Übernahmepreise franko Abgangsstation festgesetzt:

883

Zuckerfabrik und Eaffinerie Aarberg AG Für 8000 hl 100 Prozent Feinsprit aus inländischer Melasse aus ausländischer Melasse Vor- und Nachläufe , aus inländischer Melasse aus ausländischer Melasse

ÄToo'prozent Fr.

108.-- 78.-- 96.-- 61.--

Cellulosefabrik Attisholz AG Für die ersten 20 000 hl 100 Prozent Extrafeinsprit Feinsprit Sekundaspiritus Vor-und Nachläufe

91.-- 73.-- 63.-- 61.--

Für die 20 000 hl 100 Prozent übersteigende Menge Extrafeinsprit . Feinsprit Sekundaspiritus Vor-und Nachläufe

75.-- 57.-- 47.-- 45.--

Im Berichtsjahre wurden von der Alkoholverwaltung übernommen: Rohstoff und Lieferant

Sorte

Melasse der Zuckerfabrik und ^Raffinerie Aarberg AG Peinsprit . .

Sulfitablaugen der Cellu- Extrafeinlosefabrik Attisholz AG sprit . . , Feinsprit . .

Sekundaspiritus . .

Vor- und Nachläufe, Übernommene Ware franko Abgangsstation Frachten Insgesamt franko Lagerhaus

Menge

Durchschnittspreis Je hl 100 Prozent

Kosten

hl 100 Prozent

Fr.

Fr.

100.44

632768.25

61.88

2388143.05

44 893,85

67.29 1.55

3020911.30 69563.40

44893,85

68.84

3090474.70

6 299,70

6 589,52 7 744,25 20 394,83 3 865,55 38 594,15

884

b. Kernobstbranntwein Mit Beschluss vom 80. August 1957 haben wir die Übernahmepreise für den abgelieferten Kernobstbranntwein je Liter 100 Prozent franko Abgangsstation oder Übernahmestelle wie'folgt festgesetzt: a. Gewerbliche Brenner und Brennauftraggeber für die ersten 3 000 Liter 100 Prozent . ."

für weitere 7 000 Liter 100 Prozent für weitere 15 000 Liter 100 Prozent für die 25 000 Liter 100 Prozent übersteigende Menge

Fr.

2.50 2.40 2.30 2.20

b. Hausbrenner und Hausbrennauftraggeber sowie kleingewerbliche Brenner und Brennauftraggeber · Im Berichtsjahre wurden von der Alkoholverwaltung übernommen: Menge

Übernommene Ware franko Abgangsstation Frachten Insgesamt franko Lagerhaus

hl 100 Prozent 203,54

203,54

Durchschnittspreis je hl 100 Prozent

Kosten

Fr.

Fr.

269.03 7.90 276.93

54758.30 1608.50 56366.80

Von den übernommenen 203,54 hl 100 Prozent Kernobstbranntwein entfallen 98,44 hl 100 Prozent -auf Sammelabnahmen (in der Hauptsache Hausbrenner und Hausbrennauftraggeber) und 105,10 hl 100 Prozent auf Einzelablieferungen (Gewerbebrenner und gewerbliche Brennauftraggeber).

885 B. Einfuhr

Im Berichtsjahre wurden von der Alkoholverwaltung eingeführt: Eingeführte Menge

Durchschnittspreis je hl 100 Prozent

Kosten

hl 100 Prozent

Fr.

Fr.

Feinsprit 165 252,41 74.55 23 827,40 125.16 Alcohol absolutus 593,16 69.08 Sekundaspiritus . . . .

Insgesamt unverzollt franko Grenze 189 172,97 80.77 Frachten 2.23 Insgesamt unverzollt franko Lagerhaus . . .

. . .

189 172,97 88.-- 9.91 Zoll- und Stempelgebühren . .

Insgesamt franko Lagerhaus verzollt 92.91 189 172,97 Hievon ab: Bückerstattung zugunsten eirtes in früheren Jahren abgeschlossenen Geschäftes .

12319553.84 2919762.30 40976.65 15280292.79 421065.90 15701358.69 1873846.65 17575205.34

49971.50 17525233.84

C. Rektifikation Im Geschäftsjahr 1957/58 wurde keine Ware rektifiziert.

VI. Verkauf gebrannter Wasser Im Berichtsjahre wurden abgesetzt: Siehe Tabelle auf Seite 886 oben Ab 1. Juli 1957 wird an Stelle des Industriesekundaspiritus und des Brennspiritus eine Einheitssorte unter dem Namen denaturierter Sekundasprit verkauft.

Die Frachten vom Lagerhaus der Alkoholverwaltung bis Bestimmungsstation betrugen für die verkauften 120 141,97 q (135 325,46 hl 100%) insgesamt 514 144.30 Franken oder 4.28 Franken je q (Fr. 3.80 je hl 100%).

Einen Vergleich der Verkaufsziffern des Berichtsjahres mit denen früherer Jahre ermöglicht nachstehende Übersicht über den Absatz an gebrannten Wassern durch die Alkoholverwaltung.

Siehe Tabelle auf Seite 886 unten

886

Menge hl 100 %

Sorte

Durchschnittepreis Je hl 100% Fr.

Eilöa Fr.

Sprit zum Trinkverbrauch . . .

17 928,85

848.34

15209817.--

Branntwein

17 810 84

814.19

14501429.25

Sprit zur Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen, Riechu n d Schönheitsmitteln . . . .

15 773,88

396.45

6253485.80

Denaturierter Sekundasprit

28 157,34

76.87

2164331.15

42 550 69

84 81

3608931.80

12 856,74

97.35

1251551.70

. . .

Industrie-Feinsprit Industrie-Alcohol absolutus

. . .

Zusammen

135 078,34

Denaturier- und Zusatzstoffe . .

q 216,77

42989546.70 Je q

41413.35

191.05

Preisdifferenzen

4107.-- Insgesamt

43035067.05

In den Jahren 1948/49 bis 1957/58 wurden im Inland abgesetzt: Geschäftsjahr

Sprit zum Trinkverbrauch

Kernobstbranntwein

1948/49 1949/50 1950/51 1951/52 1952/53 1953/54 1954/55 1955/56 1956/57 1957/58

15 148,49

7330,39 6509,29 6399,65 8387,07 9273,15 7371,13 8502,47 9859,86 11945,88 17810,841)

Sprit zur Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen, Riech- und Schönheitsmitteln

IndustrieSprit und BrennspirituB

Zusammen

60 867,39 5l 044,23 65 104,35 64 580,68 63 462,83 67 598 21 73 520,28 76541,93 84 105,01 83 564,772)

94 483,77 82 761,42 98 286,31 98 918,40 99 389,28 102 383,88 109 997,59 115 563,52 127 493,32 135 078,34

hl 100 Prozent

13 507,69 14 443,21 13 995,10 14 155,71 14411,72 14 655,39 15318,79 16 466,23 17 928,85

11 137,50 11 700,21 12 339,10 11 955,55 12 497,59 13 002,82 13 319,45 13 842,94 14 976,20 15 773,88

*) als Branntwein verkauft, weil mit Sprit gemischt.

2 ) Verkauf von Industriesprit und denaturiertem Sekundasprit.

887

Wie der Übersicht zu entnehmen ist, hat der Absatz gebrannter Wasser im Geschäftsjahr 1957/58 neuerdings erheblich zugenommen. Eine besonders starke Zunahme weist der Verkauf des Kernobstbranntweins auf. Diese Erscheinung rührt vor allem daher, dass infolge der schwachen Obsternten der letzten Jahre der Selbstverkauf der Produzenten sehr gering blieb und deshalb die Nachfrage nach Kernobstbranntwein fast ausschliesslich durch die Verkäufe der Alkoholverwaltung gedeckt wurde.

Die Zahl der Bewilligungen für den Bezug und die Verwendung von Sprit zur Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen, Eiechund Schönheitsmitteln, belief sich Ende Juni 1958 auf 8434. Diese Bewilligungen verteilen sich auf folgende Verbraucherkategorien: Apotheken Drogerien Hersteller chemisch-pharmazeutischer Produkte.

Laboratorien Spitäler Homöopathen Hersteller von Eiech- und Schönheitsmitteln Essenzenfabriken Tabakfabriken Andere

·

1089 1215 179 65 116 88 522 66 .

20 74

Für den Bezug von Industriesprit betrug die Zahl der Bewilligungen 1655. Sie verteilen sich auf folgende Verbrauchergruppen: Hersteller chemisch-pharmazeutischer Produkte 80 Laboratorien . . . . · 137 Spitäler 281 Lack- und Farbenfabriken 224 Uhrenindustrie 357 Graphische Anstalten 151 Essigfabriken 11 Pulverfabriken 5 Andere , . .

409

Vu. Besteuerung gebrannter Wasser A. Abgaben auf Spezialitätenbranntwein und Kernobstbranntwein Mit unserem Beschluss vom 30. August 1957 über die Ablieferung und Besteuerung gebrannter Wasser wurden die Steueransätze unverändert beibehalten. Sie betrugen für das Berichtsjahr:

je Liter 100 Prozent

Spezialitätenbranntwein

5.--

Kernobstbranntwein für Hausbrenner und gleichgestellte Brennauftraggeber sowie kleingewerbliche Betriebe für die übrigen gewerblichen Betriebe

5.20 5.70

Für Spezialitäten- und Kernobstbranntwein wurden 1957/58 insgesamt 16 764 Steuerrechnungen mit einem Gesamtbetrag von 3 935 043.80 Franken ausgestellt. Hievon entfallen 2 739 960.15 Franken mit 7624 Steuerrechnungen auf die gewerblichen Betriebe und 1195 083.65 Franken mit 9140 Steuerrechnungen auf die als Hausbrenner und Hausbrennauftraggeber anerkannten Branntweinproduzenten.

Nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über den Umfang und die Entwicklung der in den letzten fünf Geschäftsjahren besteuerten Mengen Spezialitäten- und Kernobstbranntwein sowie der entsprechenden Steuerbeträge: Steuerbeträge nach den ausgestellten Steuerrechnungen Geschäftsjahr

1953/54 1954/55 . . . .

1955/56 1956/57 1957/58

Spezialitätenbranntwein

Kernobstbranntwein

Menge

Steuerbetrag

Menge

Steuerbetrag

Liter 100 Prozent

Fr.

Liter 100 Prozent

Fr.

1 186 570

5932848.-- 4868976.50 6709671.-- 4874696.-- 3027047.50

973 795 1 341 934 974 939 605 409

493 924 376 093 414 033 392 491 · 167 261

2714189.40 2053722.55 2268741.40 2144130.95 907996.30

Vereinnahmt wurden im Geschäftsjahr 1957/58 an Abgaben auf Spezialitätenbranntwein und Kernobstbranntwein einschliesslich Monopolgebühren für das Brennen ausländischer Eohstoffe im Inland 4 851 155.20 Franken und ohne diese 4 619 081.40 Franken. Der Vergleich mit, den Steuerbeträgen nach ausgestellten Steuerrechnungen zeigt, dass die tatsächlichen Steuereinnahmen wesentlich grösser sind als die Beträge der ausgestellten Steuerrechnungen. Es geht dies darauf zurück, dass die Steuerrückstände im Berichtsjahr von 995 320.20 Franken auf 273 845.20 Franken zurückgegangen sind.

Weiter ist festzustellen, dass unter dem Einfluss der letztjährigen schlechten Obst- und Weinernte die Steuerbeträge für Spezialitätenbranntwein im Berichtsjahr wesentlich geringer ausgefallen sind als in den Vorjahren. Ebenfalls unter dem Einfluss dieser Missernte hat die bereits seit einiger Zeit eingetretene Festigung der Produzentenpreise für den Spezialitätenbranntwein angehalten.

889 Am Ende dieses Geschäftsjahres betrugen die mittleren Produzentenpreise für Kirschwasser 27 bis 28 Franken, für Zwetschgen- und Pflaumenwasser 17 bis 19 Franken und für den Marc 13 Franken je Liter 100 Prozent.

B. Monopolgebühren und Ausgleichsgebühren Fr.

An der Landesgrenze wurden an Monopolgebühren und Ausgleichsgebühren bezogen

16858238.15

abzüglich Eückerstattungen auf nicht zum Brennen verwendeten Eohstoffen, auf eingeführten Waren und gebrannten Wassern, bei denen sich nachträglich herausgestellt hat, dass sie nicht oder nicht in vollem Umfang monopolgebührenpflichtig sind

175176.35 16678061.80

Hierzu kommen die Monopolgebühren auf der inländischen Erzeugung von Branntwein aus ausländischen Eohstoffen . .

232 073.80

Zusammen 16 910135.60 Von den im Inland erhobenen Gebühren, einschliesslich der Eingänge aus der Eückerstattung fiskalischer Ausfälle bei Straffällen, entfallen auf ausländische Früchte und Beeren 194 151.55 Franken, ausländische Weine>, Weinhefe und Traubentrester 25 250.25 und der Eest von 12 672 Franken auf andere Eohstoffe.

' · Gegenüber dem Vorjahr ist eine Zunahme der Einnahmen an Monopol- und Ausgleichsgebühren um rund 4% Millionen Franken festzustellen. Diese Verbesserung ist namentlich auf grössere Einfuhren ausländischer Branntweine zurückzuführen, was z.T. mit den Ausfällen bei der inländischen Produktion von Speziahtätenbranntwein zusammenhängt. Die im April 1958 mit Italien abgeschlossene Neuregelung betreffend die Erhebung von Monopolgebühren auf Süssweinen und Wermut vermochte das Eechnungsergebnis des Berichtsjahres noch nicht zu beeinflussen.

Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Einfuhr ausländischer Branntweine mengenmässig keinen Beschränkungen unterliegt und die gemäss Verfassungsartikel 326is anzustrebende Verminderung der Einfuhr nur auf dem Wege der fiskalischen Belastung erfolgt.

890 Die an der Landesgrenze erhobenen Monopolgebühren verteilen sich auf folgende Hauptrubriken: Reinertrag (nach Abzug der Rückerstattungen)

Kohertrag

Rohstoffe und Erzeugnisse kg

Fr.

kg

Fr.

Rohstoffe zu Brennereizwecken : -- Früchte, Beeren, eingestampft, frisch und getrocknet .

. .

-- Frucht- und Beerensäfte, Latwergen, Obstmus . .

-- Trauben, frische u. getr.

-- Enzianwurzeln, frische u.

getrocknete, Topinambur -- Trauben- und Obsttrester, Weinhefe -- Bier- und Presshefe . .

Branntweine und Liköre Wermut Weinspezialitäten, Süssweine und hochgradige Naturweine Pharmazeutische Erzeugnisse, Essenzen und Extrakte, die nicht zur Getränkebereitung dienen Parfümerien und Cosmetica . .

Chemische Produkte, Drogen .

Reisendenverkehr und Verschiedenes . .

Total

56160

22774.95

55659

22424.25

4803 610 488

2662.30 73259.15

4503 80427

2062.30 8547.90

322 003

97047.--

277 375

. 83755.15

29578 174 427.45 10672.05 619 37.60 619 37.60 2 459 297 14346796.60 2459258 14271103.10 1 267 268 760364.80 1 267 268 760364.80 1 341 217 806226.70 1 341 217 806226.70

130 307 113938.60 130 293 113787.-- 99374 173878.95 99405 173987.45 1 255 628 409014.40 1 226 552 398990.05

86456.55

36 456 . 55

7 576 773 16853238.15 6 942 719 16678061.80

.

8

9

1

C. Rückvergütung von Abgaben und Monopolgewinn für ausgeführte gebrannte Wasser und .alkoholhaltige Erzeugnisse Der Bückvergütungssatz für den Sprit der Alkoholverwaltung, der zur Herstellung für die in der Zeit vom I.Juli 1957 bis 30. Juni 1958 ausgeführten Erzeugnisse verwendet worden ist, wurde laut unserem Beschluss vom 26. August 1958 wie folgt festgesetzt: Fr. je hl 100 Prozent . Alkohol

  1. für Sprit zum Trinkverbrauch b. für Sprit zur Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen, Biech- und Schönheitsmitteln

745.-- 300.--

Wurde der Sprit vor dem I.Juli 1957 bei der Alkoholverwaltung bestellt, gelangten die früher festgesetzten Ansätze zur Anwendung.

Für die zur Ausfuhr gebrachten Branntweine wurden die bezahlten Steuern oder Abgaben rückvergütet.

Die Gesamtmenge der gebrannten Wasser, die als solche oder in Form von andern Erzeugnissen in der Zeit vom I.Juli 1957 bis 30.Juni 1958 ausgeführt worden sind und für die ein Anspruch auf Eückvergütung der Abgaben und des Monopolgewinnes geltend gemacht wurde, betrug 96 861 Liter Alkohol 100 Prozent.

Die im Berichts] ahr entstandenen Kückvergütungsguthaben betrugen 442770.10 Dazu Schlusszahlungen für die Ausfuhren des Jahres 1956/57. .

138 439.55 531 209.65 Im Geschäftsjahr 1957/58 wurden insgesamt ausbezahlt . . .

476117.10 Verbleiben auf Eechnung 1958/59 105 092.55

VIII. Handel mit gebrannten Wassern Für das Kalenderjahr 1958 sind bis 30. Juni 1958 insgesamt 553 Bewilligungen für den Grosshan'del und 221 Bewilligungen für 'den Kleinhandelsversand über die Kantonsgrenze hinaus ausgestellt worden, gegenüber 554 Grosshandels- und 221 Kleinhandelsversandbewilligungen im Vorjahre.

IX. Straffälle Am 30. Juni 1957 waren unerledigt Im Berichtsjahr kamen hinzu

566 Fälle 500 » Zusammen 1066 Fälle

Davon sind durch Vollzug erledigt

711 »

Verbleiben auf 30. Juni 1958 noch zur Erledigung

355 Fälle

892 Von den 855 noch nicht erledigten Fällen sind 202 entschieden und im Vollzug begriffen, während in 158 Fällen das Strafverfahren noch nicht abgeschlossen werden konnte.

Von den im Berichtsjahr eingegangenen 500 Fällen wurden 485 durch Organe der Alkoholverwaltung und 15 durch die Zollverwaltung eingereicht.

Hinsichtlich der Art der Widerhandlungen der eingegangenen Fälle ist folgende Verteilung festzustellen: - Schmuggel oder unrichtige Zolldeklaration 15 Fälle - Hinterziehung von Spezialitätensteuern, Selbstverkaufsabgaben oder Monopolgebühren 193 » - Brennen von Kartoffeln oder Bezug von Kartoffelbranntwein . . 30 » - andere unbefugte Herstellung gebrannter Wasser 82 » - Grosshandel oder Kleinhandelsversand gebrannter Wasser ohne Bewilligung 4 » - Widerhandlungen gegen die Buchführungs- und Kontrollvorschriften 163 » - Widerhandlungen gegen die Vorschriften betreffend die Lohnbrennerei 12 » - vorschriftswidrige Verwendung von verbilligtem Sprit oder Industriesprit sowie Vergehen betreffend die Kontrollbuchführung für Sprit 15 » - Widerhandlungen verschiedener Art 36 » Zusammen · 500 Fälle Ausserdem hat die Zollverwaltung.im Berichtsjahr 835 Alkoholschmuggelfälle von geringerer Bedeutung, gestützt auf die Ermächtigung des Finanz- und Zolldepartements gemäss Artikel 60 des Alkoholgesetzes, selber abgewandelt und erledigt.

Von den im Berichtsjahr eingegangenen 500 Straffällen sind 354 entschieden worden. 288 Fälle wurden mit einer Busse gemäss Artikel 52 bis 54 des Alkoholgesetzes, 45 mit einer Verwarnung und 13 mit einer Ordnungsbusse erledigt.

In 7 Fällen wurde das Strafverfahren wegen Fehlens eines strafbaren Tatbestandes und in l Fall wegen Verjährung eingestellt.

Im ganzen wurden im Berichtsjahr in den eingegangenen und eröffneten Straffällen an Bussen 24 645.75 Franken und an Ordnungsbussen 855 Franken verhängt. Kosten wurden im Betrage von 3908.80 Franken auferlegt.

Am 30. Juni 1958 waren an Bussen ausstehend 122 121.75 Franken.

893 Im Berichtsjahr wurden Bussen im Betrage von Fr. 59 808.-- verteilt : Fr.

An die Kantone des Begehungsortes 16108.85 An die Gemeinden des Begehungsortes 16108.85 An den Bussenfonds der Alkoholverwaltung 16113.45 Kosten und Ordnungsbussen: An die Alkoholverwaltung

t.

. . .

11 476.85 59808.--

Der Bussenf onds der Alkoholverwaltung hatte auf den I.Juli 1957 einen Bestand von Einnahmen 1957/58 Verzinsung

Fr

222001.30 16113.45 6660.05 244774.80

Ausgaben 1957/58

30891.25

Bestand auf 30. Juni 1958

213883.55

X. Rechnung und Bilanz A. Betriebsrechnung 1. Einnahmen Rechnung

41 Verkauf gebrannter Wasser

yr.

411 Verkauf von Sprit und Spiritus zum Trinkverbrauch 15209817.-- 412 Verkauf von Branntwein . . . . 14501429.25 413 Verkauf von Sprit zur Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse, von Eiech- und Schönheitsmitteln. .

6253485.80 414 Verkauf, von denaturiertem Sekundasprit 2164331.15 415 Verkauf von Industriesprit . . . 4860483.50 417 Verkauf von Denaturier- und Zusatzstoffen 41413.35 419 Preisdifferenzen 4107.-^Übertrag Bundesblatt. 110. Jahrg. Bd. II.

43035067.05

Voranschlag 1957/58 Fr.

12716000.--

7800000.--

51560000.-- . 2288000.-- 4588000.-- 90000.-- zur Vormerkung 82987000.-- 63

894 Rechnung 1957/58 Fr.

Übertrag

43 035 067.05

Voranschlag 1957/58 Fr.

32 987 000. --

42 Steuern, Abgaben, Monopolgebühren und Bewilligungen Steuerdebitoren auf I.Juli 1957. . . .

421 Steuern auf Spezialitätenbranntwein . .

422 Abgabe für den Selbstverkauf von Kernobstbranntwein 424 Monopolgebühren im Inland

Fr.

995320.20 3027047.50

5000000.--

907996.30

2000000.--

232073.80

40000.--

5162437.80 Fr

Steuerdebitofen auf 30. Juni 1958 273845.20 Storni, Ausbuchungen, Erlasse u.Verluste 37437.40

311282.60 4851155.20

423 'Monopolgebühren an der Grenze.

425 Bewilligungsgebühren -- Bewilligungen für den Grosshandel -- Einfuhrbewilligungen für Mostobst- und Obsterzeugnisse . .

-- Ausfuhrbewilligungen für Kernobst und Kernobsterzeugmsse.

16 678 061.80

-10 000 000. --

56400.--

55000.--

1715.10 zur Vormerkung

149.80 zur Vormerkung

43 Miet- und Pachtzinseinnahmen 431 Zentralverwaltung 432 Lager . . .

48225.-- 11654.55

49 Übrige Einnahmen 491 Verkauf von Gebinden 492 Verkauf von Altmetall

79634.75 zur Vormerkung l 972.60 zur Vormerkung Übertrag

64764035.85

41 600.

10400.

50134000.--

895 Rechnung 1957/68 Fr.

493 Zinseinnahmen und Einnahmen -- Zinseinnahmen -- Übrige Einnahmen

Übertrag übrige

Vortrag aus dem Vorjahre . . .

Zusammen Einnahmen

64764035.85

Voranschlag 1967/58 Fr.

50134000.--

1191338.25 1000000.-- 1323833.12 zur Vormerkung 67279207.22 23133.12

51184000.-- --

67 302 340.34

51134 000. --

2. Ausgaben 31 B e s c h a f f u n g gebrannter Wasser 311 Beschaffung von Sprit und Spiritus zum Trinkverbrauch 2280188.40 312 Beschaffung von Kernobstbranntwein 1358708.05 313 Beschaffung von Sprit zur Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse, Riech- und Schönheitsmitteln 1367919.40 314 Beschaffung von denaturiertem Sekundasprit 2347888.40 315 Beschaffung von Industriesprit . 12428645.04 317 Beschaffung von Denaturier- und Zusatzstoffen 76473.82 33 Personalaufwand 331 Zentralverwaltung 3336948.50 332 Lager 337768.80 84 Sachausgaben 341 Zentralverwaltung 416320.93 342 Lager 95057.29 35 Unterhalt der Gebäude und Einrichtungen 351 Zentralverwaltung 443721.75 352 Lager 193744.25 37 Förderung der O b s t v e r w e r t u n g und Umstellung des Obstbaues 371-377 Förderung der Obst Verwertung 993284.58 378-379 Umstellung des Obstbaues .

561318.46 · Übertrag 26237987.67

1125000.-- 3000000.--

10150000.-- 2175000.-- 3900000.-- 80000.-- 8395000.373000.-- 875000 -- 76000.--

90000.-- 172000.--

3000000.-- 800000.-- 19611000.--

896 Rechnung 1957/58 Fr.

892 Zinsausgaben 394 Frachten beim Verkauf 395 Beratungen und Gutachten . . .

396 Diverse Vergütungen -- Vergütung an die Eidgenössische Zollverwaltung . . . .

-- Rückvergütung von Abgaben und Monopolgewinn auf ausgeführten alkoholhaltigen Erzeugnissen 897 Brennereiaufsichtstellen 398 Brennereiwesen -- Ankauf von Brennapparaten .

-- Ankauf von A l t m e t a l l . . . .

-- Übrige Ausgaben

Voranschlag 1957/58 Fr.

19611000.-- ·4000000.--

150558.-- 17096.20 514144.80 20370.12

zur Vormerkung 97000.-- 400000.-- 25000.--

730860.55

500000.--

476117.10 1073820.50

300000.-- 1133000.--

160200.60 1182.10 80.--

100000.-- zur Vormerkung zur Vormerkung

Zusammen Ausgaben 39576105.56

26166000.--

3. Abschluss 67302340.84 39576105.56

51134000.-- 26166000.--

27726234.78

24968000.--

Summe der Einnahmen Summe der Ausgaben Einnahmenüberschuss

4. Verwendung des Einnahmenüberschusses Der Einnahmenüberschuss soll wie folgt verwendet werden: Zuweisung an den Bund: 2,60 Franken auf den Kopf der Wohnbevölkerung (4 714 992) 12 258 979.20 Zuweisung an die Kantone: 2,60 Franken auf den Kopf der Wohnbevölkerung (4714 992) 12 258 979.20 Einlage in den Bau- und Erneuerungsfonds. .

2200000.-- Einlage in den ordentlichen Beservefonds l 000 000 >. -- Vortrag auf neue Rechnung 8276.38 27726234.78

897 Gemäss Artikel 46 des Alkoholgesetzes haben die Kantone auch Anspruch auf die vollen Einnahmen der Alkoholverwaltung aus den Jahresgebühren für die Versandbewilligung für den Kleinhandel mit gebrannten Wassern über die Kantonsgrenze hinaus. Diese Einnahmen betrugen in der Berichtsperiode 223 700 Franken.

Demnach erhalten die Kantone als Anteil am Einnahmenüberschuss und an den Kleinhandelsversandgebühren:

Kantone

Anteil am Einnahmenüberschuss (Fr. 2.60 je Kopf)

Fr..

Zürich Bern Luzern Uri Schwyz Obwalden Nidwaiden Glarus Zue Freiburg Solothurn Basel-Stadt Basel-Land Schaffhausen Appenzell A. -Eh. . . .

Appenzell I.-Bh St. Gallen Graubünden Aargau Thursau Tessin Waadt Wallis Neuenburg Genf .

Insgesamt

2020205.20 2085051.80 580447.40 74245.60 184813.20 57 525.-- 50411.40 97923.80 109821.40 412607.-- 443 320 80 510894 80 279 627.40 149539.-- 124638.80 34910.20 803675.60 356460. -- 782033 20 389 318.80 455143.-- 981 721 . -- 413862.80 333195.20 527 586.80 12258 979.20

Kleinhandelsvereandgebühren Fr.

86864.-- 38047.-- 10592.-- 1355.-- 3373.-- 1 050.-- 920.-- 1787.-- 2004.-- 7529.-- 8090.-- 9323. -- 5103.-- 2729.-- 2275.-- 637.-- 14665.^ 6505.-14270. -- 7 104. -- 8305.-- 17914._ 7552.-- 6080.-- 9627.-- 223700.--

Zur. Aaszahlung gelangen insgesamt Fr.

2057069.20 2123098.80 591039.40 75600.60 188186.20 58575.-- 51331.40 99710.80 111 825.40 420136.-- 451 410.80 520217.80 284730.40 152268.-- 126913.80 35547.20 818340.60 .362965.-- 796303.20 896422.80 463448.-- 999635.-- '421414.80 339275.20 537213.80 12482679.20

898 Bei der gemäss vorstehender Bechnung vorgenommenen Verwendung des Einnahmenüberschusses ergibt sich folgende Bilanz: B. Bilanz 1. Aktiven 11 Umlaufvermögen

Fr.

111 Kassa 112 Postcheok 118 Bank und eidgenössisches Kassen-und Eechnungswesen

27149.68 371072.60

Fr.

114 115 117 119

-- Schweizerische Nationalbank . . .

206588.47 -- Eidgenössisches Kassen- und Eechnungswesen 24127670.61 24884259.08 Wertschriften 26041306.20 Debitoren 920784.70 Lagervorräte 3470256.60 Transitorische Aktiven 5572886.95

12 Anlagevermögen 121 Immobilien -- Verwaltungsgebäude in Bern ' . .

-- Lagerhausbauten und Einrichtungen -- Übrige Liegenschaften in Bern . .

-- Baukonto Bern -- Baukonto Delsberg -- Baukonto Schachen Kautionen 1763100 Franken als Hinterlagen der Spritbezüger

1764325.60 6501088.18 569000.-- 3695.90 6490277.39 9.080.75 15337462.82 76074678.63

2. Passiven 21 Fremdkapital 211 Kreditoren 3871.05 212 Verteilungskonti -- Verteilung an den Bund . . . . 12258979.20 -- Verteilung an die Kantone . . . 12258979.20 -- Kleinhandelsversandgebühren . .

223700.-- -- Bussenverteilung 137321.70 24878980.10 218 Transitorische Passiven 8262735.20 Übertrag 28145086.35

899 Fr.

Übertrag 28145086.35 22 Eigenkapital 221 Bückstellungen Fr -- Bückstellung für die Förderung der Obstverwertung 2100000.-- -- Versicherungsfonds 5000000.-- -- Beinertragsausgleichsfonds. . . . 12000000.-- -- Betriebsfonds 2000000.-- -- Bussenfonds 213883.55 -- Bau- und Erneuerungsfonds . . . 12200000.-- 33513883.55 222 Beserven -- Ordentlicher Beservefonds ü

223 Gewinnvortrag 224 Diverse Passiven

5000000.-- 8276.38 573023.57

23 Wertberichtigungen 231 Amortisationen -- Immobilien

8834408.78 76074678.63

Kautionen l 763 100 Franken als Hinterlagen der Spritbezüger Zu den einzelnen Bilanzposten haben wir noch folgende Bemerkungen anzubringen : Die «Debitoren» bestehen aus folgenden Posten: Spritbezüger- Debitoren Bussen - Debitoren Diverse - Debitoren .

623869.60 122121.75 174793.35 920784.70

Die Aktivposten «Verwaltungsgebäude in Bern, Lagerhausbauten und Einrichtungen sowie die übrigen Liegenschaften in Bern» sind durch das Passivkonto «Amortisationen, Immobilien» abgeschrieben.

Der amtliche Wert der Gebäude beträgt 8 376 790 Franken, der Brandversicherungswert 9 060 400 Franken.

900

XI. Antrag Wir schliessen unseren Bericht mit dem Antrag: Es sei der Geschäftsführung und der Eechnung sowie der vorgenommenen Verwendung des Einnahmenüberschusses der Alkoholverwaltung für die Zeit vom I.Juli 1957 bis 30. Juni 1958 durch Annahme des nachstehenden Bundesbeschlussentwurfes die Genehmigung zu erteilen.

Genehmigen Sie, Herr Präsident, hochgeehrte Herren, die Versicherung unserer vollkommenen Hochachtung.

Bern, den 10. Oktober 1958.

Im Namen des Schweizerischen Bundesrates, Der B u n d e s p r ä s i d e n t : Holenstein Der Bundeskanzler: Ch. Oser (Entwurf)

Bundesbeschluss über

die Genehmigung der Geschäftsführung und der Rechnung der Alkoholverwaltung für das Geschäftsjahr 1957/58 Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, nach Einsicht in einen Bericht des Bundesrates vom 10. Oktober 1958, beschliesst: Einziger Artikel Die Geschäftsführung und die Eechnung der Alkoholverwaltung für die Zeit vom 1. Juli 1957 bis 30. Juni 1958 werden genehmigt und der Einnahmenüberschuss der Betriebsrechnung wie folgt verwendet: Fr Auszahlung an den Bund 2,60 Franken auf den Kopf der Wohnbevölkerung (4 714 992) 12258979.20 Auszahlung an die Kantone 2,60 Franken auf den Kopf der Wohnbevölkerung (4 714 992) .

12258979.20 Einlage in den Bau-und Erneuerungsfonds 2200000.-- Einlage in den ordentlichen Eeservefonds 1000000.-- Vortrag auf neue Eechnung 8 276.38 4037 ' .

27726234.78

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Bericht des Bundesrates an die Bundesversammlung über die Geschäftsführung und die Rechnung der Alkoholverwaltung für das . Geschäftsjahr 1957/58 (Vom 10. Oktober 1958)

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1958

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

41

Cahier Numero Geschäftsnummer

7722

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

16.10.1958

Date Data Seite

864-900

Page Pagina Ref. No

10 040 355

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