Sammelfrist bis 4. Juli 2006

Eidgenössische Volksinitiative «Lebendiges Wasser (Renaturierungs-Initiative)» Vorprüfung Die Schweizerische Bundeskanzlei, nach Prüfung der am 14. Dezember 2004 eingereichten Unterschriftenliste zu einer eidgenössischen Volksinitiative «Lebendiges Wasser (Renaturierungs-Initiative)», gestützt auf die Artikel 68 und 69 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 19761 über die politischen Rechte, gestützt auf Artikel 23 der Verordnung vom 24. Mai 19782 über die politischen Rechte, verfügt:

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1.

Die am 14. Dezember 2004 eingereichte Unterschriftenliste zu einer eidgenössischen Volksinitiative «Lebendiges Wasser (Renaturierungs-Initiative)» entspricht den gesetzlichen Formen: Sie enthält eine Rubrik für Kanton und politische Gemeinde, in der die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner stimmberechtigt sind, sowie für das Datum der Veröffentlichung des Initiativtexts im Bundesblatt, ferner Titel und Wortlaut der Initiative, eine vorbehaltlose Rückzugsklausel, den Hinweis, dass sich strafbar macht, wer bei der Unterschriftensammlung für eine eidgenössische Volksinitiative besticht oder sich bestechen lässt (Art. 281 StGB3) oder wer das Ergebnis einer Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative fälscht (Art. 282 StGB), sowie Namen und Adressen von mindestens sieben und höchstens 27 Urheberinnen und Urhebern der Initiative. Die Gültigkeit der Initiative wird erst nach ihrem Zustandekommen durch die Bundesversammlung geprüft.

2.

Folgende Urheberinnen und Urheber sind ermächtigt, die Volksinitiative vorbehaltlos mit absoluter Mehrheit zurückzuziehen: 1. Widmer Werner, Bruderhöflistrasse 48, 8203 Schaffhausen 2. Peter Martin, Wängimattweg 14, 8142 Uitikon Waldegg 3. Büschi Hans Ulrich, Hallerstrasse 39, 3012 Bern 4. Potterat Thierry, Grand'Rue 30, 1446 Baulmes 5. Auer Rolf C., Tecknauerstrasse 87, 4460 Gelterkinden 6. Zeller Urs, Starenstrasse 37, 4103 Bottmingen 7. Hauser Rudolf, Obriedenstrasse 10, 6463 Bürglen

SR 161.1 SR 161.11 SR 311.0

2004­2798

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Eidgenössische Volksinitiative

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Rutz Verena, Stallikonerstrasse 5a, 8903 Birmensdorf Seiler Roland, Badweg 10, 3302 Moosseedorf Häfliger Franz, Schleifrain 22, 6247 Schötz Heinzer Urs, Rainweg 9, 6438 Ibach Vogler Hansruedi, Itiweg 6, 6072 Sachseln Denzler Bruno, Oberdorfstrasse 33, 8753 Mollis Zeberg Josef, Blickensdorferstrasse 8a, 6340 Baar Kilchör Pierre, imp. de la Gravonna 2, 1784 Courtepin Schepperle Hanspeter, Schöllenenstrasse 4, 4054 Basel Walser Heinrich, Sonnhalde 280, 9044 Wald Scherrer Rudolf, Wildbergstrasse 22, 9243 Jonschwil Paravicini Peter, 7745 Li Curt Bolliger Adolf, Landstrasse 26, 5422 Oberehrendingen Marolf Jürg, Deucherstrasse 2, 8590 Romanshorn Guignard Florence, Le Borget, 1377 Oulens-sous-Echallens Felley Léo, rue Gottefrey 14, 1904 Saxon Giroud Laurent, ch. des Etroits 34, 2087 Cornaux Perrinjaquet Jean-Philippe, Rochettes 38, 2012 Auvernier Prevedello Maxime, Bernex-en-Combes 9, 1233 Bernex Solcà Silvano, Hauptstrasse 24, 2575 Gerolfingen

3.

Der Titel der eidgenössischen Volksinitiative «Lebendiges Wasser (Renaturierungs-Initiative)» entspricht den gesetzlichen Erfordernissen von Artikel 69 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte.

4.

Mitteilung an das Initiativkomitee: Schweizerischer Fischerei-Verband, Postfach 8218, 3001 Bern, und Veröffentlichung im Bundesblatt vom 4. Januar 2005.

21. Dezember 2004

Schweizerische Bundeskanzlei Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz

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Eidgenössische Volksinitiative

Eidgenössische Volksinitiative «Lebendiges Wasser (Renaturierungs-Initiative)» I Die Bundesverfassung vom 18. April 1999 wird wie folgt geändert: Art. 76a

Renaturierung von Gewässern (neu)

Die Kantone fördern Renaturierungen öffentlicher Gewässer und ihrer Uferbereiche. Sie sorgen insbesondere umgehend für die Finanzierung und rasche Durchführung der Sanierung von durch Wasserentnahmen wesentlich beeinflussten Fliessgewässern sowie für die Wiederherstellung naturnaher Verhältnisse bei wasserbaulich belasteten Gewässern. Sie ordnen Massnahmen an für die Reaktivierung des Geschiebehaushaltes sowie für die Verminderung von schädlichen Schwall- und Sunkwirkungen.

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Zur Finanzierung von Massnahmen, deren Kosten nicht den Verursachern überbunden werden können, errichtet jeder Kanton einen Renaturierungsfonds.

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Über Begehren zur Durchführung von Massnahmen nach Absatz 1, die von direkt berührten Organisationen oder von gesamtschweizerischen Fischerei-, Natur- oder Umweltschutzorganisationen gestellt werden können, entscheiden Bund und Kantone in Form von beschwerdefähigen Verfügungen.

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Der Bund erlässt die erforderlichen Vorschriften.

II Die Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung werden wie folgt geändert: Art. 197 Ziff. 6 (neu) 6. Übergangsbestimmung zu Art. 76a (Renaturierung von Gewässern) Bis zum Inkrafttreten der gesetzlichen Bestimmungen erlässt der Bundesrat innerhalb eines Jahres nach Annahme von Artikel 76a die erforderlichen Ausführungsbestimmungen.

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