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Aus den Verhandlungen des Bundesrates (Vom 20. August 1969)

Herr Theodor Erismann, Dr. se. techn., dipi. Masch.-Ing. ETH, von Zürich und Aarau, zur Zeit technischer Direktor eines Privatunternehmens und Lehrbeauftragter der ETH-Zürich, wurde als o. Professor für Werkstoffkunde und Materialprüfung an der ETH-Zürich und als Direktionspräsident der EMPA gewählt.

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Bekanntmachungen von Departementen und anderen Verwaltungsstellen des Bundes

Änderungen im diplomatischen Korps vom 14. bis 19. August 1969

Aufnahme der dienstlichen Tätigkeit Brasilien

Frl. Eunice Braga, Attaché.

Finnland

Herr Anders Jakob Hulden, Presseattache.

Kanada

Herr Howard Edward Campbell, Handelsrat.

667 Vereinigte Staaten von Amerika Herr Richard D. Vme, Botschaftsrat.

Herr Melville Edgar Blake, Jr., Botschaftsrat (Wirtschaftsangelegenheiten).

Beendigung der dienstlichen Tätigkeit Vereinigte Staaten von Amerika Herr Edward S. Little, Botschaftsrat.

Herr James N. Leaken, Erster Sekretär.

Einnahmen der Zollverwaltung in tausend Franken 1969 Monat

Januar Februar März April Mai Juni Juli

Zolle

171 072 162 937

184353 207 341 200 203 204 744

246413

Übrige Einnahmen

35195 31000 30554 38467 33433 34315 48793

Total 1969

206 267 193 937 214 907 245 808 233 636 239 059 295 206

Jan./Juli 69

1 377 063

251 757 1 628 820

Jan./Juh 68

1 273 575

230 654

Total 1968

187 649 183 941 214 591 223 080 219 810 223 489 251 669

Mehreinnahmen

18618

9996 316

22728 13826 15570 43537 124 591

1 504 229

Mindereinnahmen

668

Uhrmacher (Rhabilleur)

Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für den Beruf des Uhrmachers (Rhabilleur) (Vom 18. Juli 1969)

Das Eidgenössische

Volkswirtschaftsdepartement,

gestützt auf Artikel 11 Absatz l, 28 Absatz 2 und 32 Absatz l des Bundesgesetzes vom 20. September 1963 über die Berufsbildung (in der Folge Bundesgesetz genannt) und von Artikel 12 und 21 Absatz l der zugehörigen Verordnung vom 30. März 1965, erlässt nachstehendes Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für den Beruf des Uhrmachers (Rhabilleur) :

I. Ausbildung 1. Lehrverhältnis Art. l Berufsbezeichnung und Dauer der Lehre 1

Die Berufsbezeichnung lautet Uhrmacher (Rhabilleur).

Der Uhrmacher (Rhabilleur) befasst sich mit der Reparatur, dem Instandsetzen und dem Unterhalt von Klein-, Gross- und elektrischen Uhren jeder Art.

Die Berufslehre als Uhrmacher (Rhabilleur) ist die Voraussetzung zur Ausübung einer Kadertätigkeit, sofern der Betreffende die nötigen beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften besitzt.

2 Die Lehre des Uhrmachers (Rhabilleur) dauert vier Jahre.

Die Lehre erfolgt in privaten Uhrmacherwerkstätten, Uhrmacherschulen oder Uhrenfabriken. Bei Lehrverhältnissen in Uhrenfabriken ist das vierte Lehrjahr normalerweise in einer Uhrmacherschule zu absolvieren. Die Möglichkeit, das vierte Lehrjahr im Lehrbetrieb zu absolvieren, ist jedoch zulässig, sofern dieser über die notwendigen Einrichtungen und das notwendige Instruk-

669 tionspersonal verfügt. Die kantonale Behörde entscheidet über entsprechende Bewilligungen nach Einholung der Stellungnahme der zu diesem Zweck von den interessierten Berufskreisen eingesetzten Kommission.

3 Um Störungen im Unterricht der Berufsschule zu vermeiden, ist der Antritt der Lehre nach Möglichkeit auf den Beginn des Schuljahres anzusetzen.

4 Gelernte Industrie-Uhrmacher werden nach einer Zusatzlehre von einem Jahr, die in der Regel an einer Uhrmacherschule erfolgt, zur Lehrabschlussprüfung zugelassen.

5 Dieses Reglement ist dem Lehrmeister und dem Lehrling auszuhändigen.

Art. 2

Anforderungen an den Lehrbetrieb 1

Lehrlinge dürfen ausgebildet werden in Uhrmacherschulen, in Lehrwerkstätten und in Betrieben, die in der Lage sind, das unter Ziffer 2 aufgeführte Lehrprogramm zu vermitteln.

2 Vorbehalten bleiben die allgemeinen Voraussetzungen für die Annahme von Lehrlingen gemäss Artikel 9 des Bundesgesetzes.

Art. 3

Höchstzahl der Lehrlinge 1

In einem Betrieb dürfen ausgebildet werden : 1 Lehrling, wenn der Lehrmeister allein tätig ist oder einen gelernten Uhrmacher (Rhabilleur) beschäftigt.

Ein zweiter Lehrling darf seine Lehre beginnen, wenn der erste in das letzte Lehrjahr tritt.

2 Lehrlinge, wenn der Lehrmeister ständig 2 gelernte Uhrmacher (Rhabilleur) beschäftigt.

l weiterer Lehrling auf jede weitere angebrochene oder ganze Gruppe von drei ständig beschäftigten gelernten Uhrmachern (Rhabilleur).

2 Die Aufnahme der Lehrlinge ist zeitlich so anzusetzen, dass sich die Lehrantritte möglichst gleichmässig auf die einzelnen Lehrjahre verteilen.

3 Die Beschränkung der Anzahl Lehrlinge ist auf Schulen und spezielle Lehrwerkstätten nicht anwendbar.

2. Lehrprogramm für die Ausbildung im Betrieb

Art. 4

Allgemeine Richtlinien 1

Dem Lehrling ist bei Antritt der Lehre ein geeigneter Arbeitsplatz anzuweisen. Die zur Berufsausübung erforderlichen Apparate und Einrichtungen sind ihm zur Verfügung zu stellen.

670 2

Der Lehrling ist von Anfang an planmässig in den Beruf einzuführen.

Zur Sicherstellung der Ausbildung in den grundlegenden Fertigkeiten der Metallbearbeitung ist es unerlässlich, dass der Lehrling durch Ausführen von Übungsstücken systematisch in die einzelnen Bearbeitungsarten eingeführt wird1'. Er ist zur Führung eines Arbeitstagebuches verpflichtet2), das an der Lehrabschlussprüfung vorzulegen ist. Der Lehrmeister hat es regelmässig zu kontrollieren.

3 Der Lehrling ist zu Reinlichkeit, Ordnung, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, zu genauem, sauberem und mit fortschreitender Fertigkeit auch zu raschem und selbständigem Arbeiten sowie zu Anstand gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Mitarbeitern zu erziehen.

4 Zur Förderung der beruflichen Fertigkeiten sind die einzelnen Arbeiten zu wiederholen und die Ausbildung darin so zu ergänzen, dass der Lehrling am Ende seiner Lehre die im Ausbildungsreglement erwähnten Arbeiten selbständig und in angemessener Zeit ausführen kann.

5 Die in den Artikeln 5 und 6 aufgeführten praktischen Arbeiten und Berufskenntnisse bilden die Grundlage für die systematische Ausbildung im Lehrbetrieb. Die Verteilung der verschiedenen Arbeiten auf die einzelnen Lehrjahre richtet sich, unter Berücksichtigung einer stufenweisen Entwicklung, nach den Arbeitsverhältnissen und dem Fabrikationsprogramm des Lehrbetriebes.

Art. 5 Praktische Arbeiten Erstes Lehrjahr Einführen in das Handhaben, Anwenden und Instandhalten der Werkzeuge und Maschinen.

Erlernen der Grundfertigkeiten und Entwickeln der Fingerfertigkeit durch Anfertigen von einfachen persönlichen Werkzeugen. Die Arbeiten werden nach Plan und Modell ausgeführt, wobei die Verwendung von Maschinen auf ein Minimum reduziert werden sollte. Zur Ausführung gelangen folgende oder ähnliche Arbeiten : Feilen: Kleines flaches Lineal, Winkellineal aus Stahl, Kornzangen, Drehstähle für Kreuzschlitten, Schraubenzieher, Zeigerhebel, Stifte, Spitzfräser mit drei Flächen, Fräser mit zwei Flächen usw.

Drehen: Anreissnadel, Körner, Spindel, Durchschlag, Punzen, Ambosse, Zapfen, Aufzugswelle, Ansenkungen, Federwellen usw.

*> Beim Zentralverband Schweizerischer Uhrmacher kann ein geeigneter Werkstättelehrgang für die Ausbildung an Übungsstücken bezogen werden.

2) Musterblätter für die Führung eines Arbeitstagebuches können bei der Schweizerischen Uhrenkammer oder beim Zentralverband Schweizerischer Uhrmacher bezogen werden.

671

Bohren und Gewindeschneiden: Lochplatte aus Messing und Stahl, Punzen, Ambosse; Üben im Schleifen von Bohrern und Gewindebohrern usw.

Glühen, Härten und Anlassen: Härten von Nichteisenmetallen, insbesondere Flachmessing.

Schleifen und Polieren: Aufzugswelle, Zapfen und deren Auflageflächen, Polieren von Flächen und abgerundeten Kanten usw.

Zusammenbau: Üben im Zusammenbau von Apparaten, Taschenuhren, Weckern, einfachen Grossuhrwerken, Setzen von Gläsern.

Anfertigen von Werkstattskizzen nach gegebenen Modellen oder Mustern.

Fakultativ: Anfertigen eines Rohwerkes oder von Uhrenteilen.

Zweites Lehrjahr Drehen: Drehen und Rollieren von Hand oder maschinell von zylindrischen und konischen Zapfen.

Verschiedenes: Nieten, Aufpressen und Flachlegen von Rädern. Verwenden des Pressstockes (Setzen und Verschieben von Steinen). Messen der Steinhöhen und Berechnen der Höhenverteilungen. Ersetzen von Unruhwellen.

Räderwerk: Zusammensetzen, Kontrollieren und Korrigieren des Höhenund des Zapfenspiels.

Hemmungsvollendung: Feilen von sehr kleinen Flächen. Einstellen der Hemmung. Prüfen und Korrigieren der Funktion von Hemmungen. Verwenden des Hebesteinschieb- und Messgerätes und von Kontrollapparaten (fakultativ: Projektor).

Zusammenbau oder Reparaturen: Montage von Mechanismen, Räderwerken und Hemmungen. Montage von Stosssicherungen. Schmieren.

Reparaturen von Grossuhren mit Viertelschlagwerk und Anfertigen von Schlagwerk- und Hemmungsteilen.

Anfertigen von Werkstattskizzen nach gegebenen Modellen und Mustern.

Fakultativ: Herstellen von Rädern und Hemmungsteilen.

Drittes Lehrjahr Setzen von Spiralen: Üben im Ansetzen der Spirale an der Rolle. Zentrieren. Setzen von flachen Spiralen mit und ohne Beobachtung des Ansetzpunktes. Auswuchten und Flachlegen der Unruh. Ingangsetzen.

Regulierung: Verbessern des Ganges (Unruh mit und ohne Schrauben).

Korrigieren der Gangabweichungen. Einführen in die technische Uhrenkontrolle, CTM.

Kontrolle: Kenntnis der modernen Kontrollmethoden und -apparate.

Messen der Schwingungen und des Isochronismus (Zeitgleichheit), Kontrollieren der Zugfedern mit dem Dynamometer. Kontrollieren der Schalen auf Wasserdichtheit.

672

Zusätzliche Mechanismen: Zusammensetzen einer automatischen Armbanduhr. Funktionsweise der Kalenderuhren, der Chronographen und der elektrischen Uhren.

Fertigstellung oder Reparaturen: Setzen von Zifferblättern. Einkerben des Minutenrohres. Setzen der Zeiger von Hand und mit Triebstock. Einschalen.

Reparaturen von komplizierten Grossuhren. Beheben von Fehlern. Revidieren von Kleinuhren.

Viertes Lehrjahr Werküberholung: Suchen von Fehlern mit Hilfe von Laboratoriumsapparaten. Beheben der Fehler.

Kontrolle: Arbeiten mit den modernen Kontrollapparaten nach den modernen Methoden.

Regulierung: Setzen von Flachspiralen unter Beobachtung des Ansetzpunktes und von Breguet-Spiralen.

Reparaturen an Klein- und Grossuhren: Fehlersuche und Behebung. Setzen von Lagern und Steinen. Ersetzen und Einpassen von Unruhwellen, Ankerwellen usw. Überprüfen und Korrigieren folgender Funktionen: Aufzugmechanismen, Räderwerken und Hemmungen.

Reinigungsmethoden (Ultra-Schall), Schmiertechniken. Gehäusereparaturen. Lötverfahren.

' Reparatur sämtlicher Gross- und Kleinuhren. Organisation des Ersatzteildienstes.

Spezialuhren: Reparatur von komplizierten Uhren wie automatische Uhren verschiedener Konstruktionen, Chronographen und Kalenderuhren.

Elektrische und elektronische Uhren: Montage oder Revision von elektrischen Uhren. Praxis mit Kontrollapparaten (Universal-Messgeräte, eventuell Oszilloskop), Schemata und Schaltung.

Unterhalt der elektrischen Organe. Aufsuchen von Fehlern im Stromkreis.

Art. 6 Berufskenntnisse 1

Der Lehrmeister hat in Verbindung mit den praktischen Arbeiten dem Lehrling folgende Berufskenntnisse zu vermitteln : Massnahmen zur Verhütung von Unfällen. Berufshygiene. Masseinheiten.

Kenntnis und Anwendung der hauptsächlichsten Messinstrumente. Die wichtigsten in der Uhrenindustrie verwendeten Metalle. Thermische Behandlungen der Metalle: Weichglühen, Härten, Anlassen. Uhrmacherterminologie.

Schleif- und Poliermittel. Reinigungsmittel. Evolventenverzahnungen.

Schweizer Ankerhemmung: Funktion des Rades, des Ankers, des Hebelsteins

673 und der Hebelscheiben. Sicherheitsorgane. Spiele. Ursachen und Behebung von Fehlern. Zählmechanismus der Schwingungen. Stosssicherungen.

Eigenschaften und Verwendung der Öle. Löten und Kleben. Grundlagen der industriemässigen Uhrenfabrikation. Vorschriften der technischen Uhrenkontrolle (CTM). Aufstellen eines Regulier Wattes.

Kundendienst nach dem Verkauf: Klassierung der Ersatzteile. Ersatzteillager, Verpackung. Aufstellen von Voranschlagen für Reparaturen. Orientierung über die Weltorganisation des Kundendienstes nach dem Verkauf.

2

Der durch die Berufsschule zu vermittelnde Unterrichtsstoff ist im Lehrprogramm festgehalten, das dem vorliegenden Reglement beigelegt ist.

u. Lehrabschlussprüfung 1. Durchführung der Prüfung Art. 7

Allgemeines 1

Durch die Lehrabschlussprüfung soll festgestellt werden, ob der Lehrling die zur Ausübung seines Berufes nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse besitzt.

2 Die Prüfung wird von den Kantonen durchgeführt. Sie umfasst zwei Teile: a. Prüfung in den beruflichen Fächern (praktische Arbeiten, Berufskenntnisse und Fachzeichnen); b. Prüfung in den allgemeinbildenden Fächern (Rechnen, Buchführung, Muttersprache, Staats- und Wirtschaftskunde).

3 Die nachstehenden Bestimmungen beziehen sich mit Ausnahme von Artikel 16 ausschliesslich auf die Prüfung in den beruflichen Fächern, während sich die Prüfung in den allgemeinbildenden Fächern nach den Anordnungen der zuständigen kantonalen Behörde richtet. Die Bestimmungen von Artikel 10 bis 14 gelten als Mindestanforderungen.

4 Gelernte Industrie-Uhrmacher haben die Prüfung lediglich in den praktischen Arbeiten und den Berufskenntnissen abzulegen.

Art. 8

Organisation der Prüfung 1

Die Prüfung ist in einem hiezu geeigneten Betrieb, an einer Uhrmacherschule oder an einer Berufsschule durchzuführen. Sie ist in allen Teilen sorgfältig vorzubereiten. Dem Lehrling sind der Arbeitsplatz sowie die erforderlichen Maschinen und Einrichtungen in betriebsbereitem Zustand zur Verfügung zu stellen.

674 2 Die Unterlagen für die Prüfungsarbeiten sind dem Lehrling erst beim Beginn der Prüfung auszuhändigen. Sie sind ihm, soweit notwendig, zu erklären.

3 Der Lehrling ist verpflichtet, die für die Prüfung notwendigen Werkzeuge mitzubringen.

Art. 9 Experten 1

Für jede Prüfung sind genügend Fachleute als Experten zu ernennen. In erster Linie sind Teilnehmer von Expertenkursen und Inhaber des Meisterdiploms zu berücksichtigen.

2 Die Ausführung der Prüfungsarbeiten ist von mindestens einem Experten gewissenhaft zu überwachen. Er hat während der Prüfung die nötigen Aufzeichnungen über seine Beobachtungen zu machen.

3 Die Beurteilung der ausgeführten Arbeiten sowie die Abnahme der Prüfung in den Berufskenntnissen haben stets durch mindestens zwei Experten zu erfolgen. Bei der Beurteilung des Fachzeichnens hat ein Fachmann, der mit der Ausführung von technischen Zeichnungen vertraut ist, mitzuwirken.

4 Die Experten haben den Lehrling in ruhiger und wohlwollender Weise zu behandeln. Allfällige Bemerkungen sind sachlich anzubringen.

Art. 10

Prüfungsdauer Die Prüfung in den beruflichen Fächern dauert 4 Tage. Davon entfallen auf: a. die praktischen Arbeiten ungefähr 24 Stunden; b. die Berufskenntnisse ungefähr 3 Vz Stunden (wovon 1V£ Stunden mündlich); c. das Fachzeichnen, ausgenommen die gelernten Industrie-Uhrmacher, ungefähr drei Stunden.

2. Prüfungsstoff Art. 11

Praktische Arbeiten 1

Jeder Lehrling hat die nachstehend aufgeführten oder ähnlichen Arbeiten gemäss den Angaben über Form, Masse und Toleranzen auszuführen1*.

Grossuhren sind dem Lehrling in gereinigtem Zustand zu übergeben.

*> Werkstattzeichnungen für geeignete Prüfungsstücke können bei der Schweizerischen

Uhrenkammer oder beim Zentralverband Schweizerischer Uhrmacher bezogen werden.

675 1. Erstellen einer Werkstattskizze und Anfertigen eines Bestandteiles für ein gegebenes Werk, für dessen Herstellung Feil- und Dreharbeiten erforderlich sind (Aufzugswelle, Federkern, Grossuhrbestandteil usw.).

2. Drehen und Rollieren eines Triebes oder einer Unruhwelle nach Plan oder anhand eines Werkes (Zurverfügungstellen eines Rohlings).

3. Setzen eines Flach- oder Breguetspirals unter Beobachtung des Ansetzpunktes, einschliesslich Flachlegen und Auswuchten der Unruh.

4. Reinigen und Zusammensetzen, einschliesslich Lagenregulierung eines Werkes mit automatischem Aufzug, einer Kalenderuhr oder einer elektrischen Uhr. Setzen des Zifferblattes und der Zeiger, Einschalen. Technische Uhrenkontrolle (augenblicklicher Gang gemäss CTM-Normen).

Dichtigkeitsprüfung eines wasserabgedichteten Gehäuses.

5. Reparatur an einer Grossuhr, wie Einsetzen eines Zapfens, Füttern eines Loches, Ersetzen von Zähnen, Einstellen des Schlagwerks.

2 Der gelernte Industrie-Uhrmacher hat die unter Absatz l Ziffer 2 aufgeführten Arbeiten nicht auszuführen.

Art. 12

Berufskenntnisse Die Prüfung in den Berufskenntnissen ist unter Verwendung von Anschauungsmaterial und Zeichnungen mündlich und schriftlich vorzunehmen.

Sie erstreckt sich auf folgende Gebiete, die auch den in der Berufsschule vermittelten Stoff umfassen : Materialkenntnisse (mündlich ungefähr 20 Minuten) : Unterscheidungsmerkmale, Eigenschaften und Verwendung der wichtigsten in der Uhrenindustrie benützten Metalle.

Eisenmetalle: Eisen, GUSS, Stahl, SpezialStähle.

Nichteisenmetalle : Kupfer^ Nickel, Zink, Zinn, Blei.

Legierungen: Ferro-Nickel, Neusilber, Messing, Bronze, Berylliumbronze.

Edelmetalle: Gold, Süber, Platin.

Begriffe über die Verwendung von Kunststoffen; Eigenschaften.

Löten und Kleben.

Unterhalt und Gebrauch der Werkzeuge, Werkzeugmaschinen und Kontrollgeräte. Masseinheiten. Mechanische und physikalische Eigenschaften der Metalle: Härte, Stossfestigkeit, Festigkeit, Elastizität, Dehnbarkeit, Schmiedbarkeit, Dichte, Schmelzpunkt, Ausdehnung.

Verformungsarbeiten: Walzen, Ziehen, Stanzen, Pressen, Schmieden, Giessen.

Thermische Behandlung: Weichglühen, Härten, Anlassen. Schutzüberzüge der Metalle. Eigenschaften und Verwendung der Öle, Schleif- und Reinigungsmittel. Natürliche und künstliche Edelsteine.

676 Allgemeine Berufskenntnisse (mündlich ungefähr 30 Minuten) : Messung und Einteilung der Zeit. Hauptsächlichste Arten von Klein- und Grossuhren.

Beschreibung einer Uhr. Bezeichnung und Funktion der wichtigsten Teile der Uhr. Die Zugfeder, ihre Ausmessungen im Verhältnis zum Federhaus und -kern. Die Verzahnungen und ihre Fehler. Funktion und Fehler der Ankerhemmung. Die gebräuchlichen Schwingungszahlen der Unruh. Charakteristiken und Eigenschaften der Flach- und Breguetspirale. Regulierung der Uhren : Ausgleich der Temperatureinwirkungen und Regulierung in den vertikalen und horizontalen Lagen. Vertiefte Kenntnisse des Schwingorgans Unruh-Spiral und der störenden Einwirkungen auf seine Schwingungsdauer. Aufsuchen der Ursachen für Anhalten und schlechten Gang. Kenntnis der modernen Kontrollgeräte: Messen der Schwingungsweite, des Kraftmoments der Zugfeder. Kontrolle der Undurchlässigkeit von Gehäusen. Lesen von Plänen und Werkstattskizzen.

Methodik (mündlich ungefähr 20 Minuten) : Planning und Kundendienst nach dem Verkauf.

Spezialuhren und Elektrizität (mündlich ungefähr 20 Minuten) : Beschreibung und Funktion von komplizierten Uhren wie automatische Uhren mit und ohne Anschlag. Zahnräder oder Kurvenscheiben umfassende Aufzugsysteme; Kalenderuhren mit vier Anzeigen; verschiedene Schlagwerke, Repetieruhren, Chronographen, Quarzuhren usw.

Elektrische Masseinheiten (Volt, Ampère, Ohm, Watt). Das Ohmsche Gesetz.

Elektrische Elemente und Akkumulatoren. Widerstände. Kondensatoren.

Magnetismus, Induktion; Selbst-Induktion.

Grundprinzipien der Gross- und Kleinuhren mit elektrischem Aufzug und mit elektro-mechanischem Schwingorgan. Nebenuhren.

Die Halbleiter: Dioden und Transistoren sowie ihre Anwendung in der Uhrmacherei. Photoelektrische Zellen und Photowiderstände. Schwingkreise.

Elektrisch unterhaltene Schwingsysteme: Unruh-Spiral und Stimmgabel. Zeitverteilungsnetze.

Fachrechnen (schriftlich ungefähr zwei Stunden) : Eingriffsverhältnis der Zeit- und Zeigerwerkorgane. Schwingungszahlen, Achsenabstand und Modul.

Abmessungen der Zugfeder.

Pendellänge. Abmessungen und Form der Rad- und Triebprofile. Einfache Koordinaten. Verlorenes Zahnrad.

Art. 13

Fachzeichnen Jeder Lehrling hat auf Grund einer Vorlage oder nach einem Modell eine Zeichnung mit Bleistift anzufertigen. Diese ist mit allen notwendigen Massangaben und einer Stückliste zu versehen.

677 Die Experten haben aus nachfolgenden Aufgaben eine Auswahl zu tref-

fen: Detailzeichnung eines Uhrenbestandteils wie Trieb, Federkern, Federhaus, Aufzugswelle, Aufzugtrieb oder Konstruktion einer Hemmung, eines Rechens, einer Stundenstaffel, einer Schlussscheibe.

3. Beurteilung und Notengcbung

Art. 14

Beurteilung 1 Die praktischen Arbeiten werden in die nachstehenden Positionen aufgeteilt, wobei für jede Position nur eine Note einzusetzen ist. In dieser sind sämtliche Arbeiten entsprechend ihrem Schwierigkeitsgrad zu berücksichtigen.

Massgebend für die Beurteilung sind Güte (genaue, saubere und fachgemässe Ausführung), Arbeitsweise (Aufbau und Handfertigkeit) und die für die Arbeit verwendete Zeit (Arbeitsmenge).

Pos. l Anfertigen eines Bestandteiles; Pos. 2 Drehen und Rollieren; Pos. 3 Setzen eines Flach- oder Breguetspirals ; Pos. 4 Reinigen und Zusammensetzen eines Werkes (doppelt zu rechnen); Pos. 5 Reparatur an einer Grossuhr.

2

Die Berufskenntnisse werden in die nachstehenden Positionen aufgeteilt : Pos. l Material- und Werkzeugkenntnisse; Pos. 2 Allgemeine Berufskenntnisse; Pos. 3 Methodik; Pos. 4 Spezialuhren und Elektrizität; Pos. 5 Fachrechnen.

3

Das Fachzeichnen wird in die nachstehenden Positionen aufgeteilt : Pos. l Technische Richtigkeit (Darstellung und Projektion) ; Pos. 2 Mass- und Bearbeitungsangaben (richtige und vollständige Eintragung); Pos. 3 Zeichnerische Ausführung (Strich, Beschriftung).

4 Werden zur Ermittlung einer Positionsnote für die praktischen Arbeiten, die Berufskenntnisse und das Fachzeichnen Teilnoten für Unterpositionen verwendet, so darf die Positionsnote nicht einfach als arithmetisches Mittel aus Teilnoten errechnet werden. Sie ist vielmehr unter Berücksichtigung dieser Teilnoten und Beachtung ihrer Wichtigkeit im Rahmen der Prüfungspositionen zu schätzen und nach Artikel 15 zu erteilen.

678

Art. 15 Notengebung 1

Die Experten haben in jeder Prüfungsposition die Leistungen wie folgt zu beurteilen und die entsprechenden Noten zu geben1' : Eigenschaften der Leistungen

Beurteilung

Note

Qualitativ und quantitativ vorzüglich ausgezeichnet 6 Annähernd richtig und vollständig, verdient aber die höchste Auszeichnung nicht sehr gut 5,5 Zweckentsprechend, mit nur geringfügigen Fehlern . . . . gut 5 Befriedigend, aber gewichtigere Fehler und kleine Lükken aufweisend ziemlich gut 4,5 Den Mindestanforderungen, die an einen gelernten Uhrmacher (Rhabilleur) zu stellen sind, noch knapp entsprechend genügend 4 Den Mindestanforderungen, die an einen gelernten Uhrmacher (Rhabilleur) zu stellen sind, nicht mehr entsprechend ungenügend 3 Grobe Fehler aufweisend und unvollständig sehr schwach 2 Wertlos oder nicht ausgeführt unbrauchbar l Andere Zwischennoten als 5,5 oder 4,5 sind nicht zulässig.

2 Die Note in den praktischen Arbeiten, den Berufskenntnissen und im Fachzeichnen wird je als Mittelwert aus den Noten der einzelnen Prüfungspositionen und auf eine Dezimalstelle berechnet.

3 Auf Einwendungen des Lehrlings, er sei in grundlegende Arbeiten nicht eingeführt worden, darf keine Rücksicht genommen werden. Die Angaben des Lehrlings sind jedoch im Expertenbericht (Art. 16 Abs. 5) zu vermerken.

Art. 16 Prüfungsergebnis Das Ergebnis der Lehrabschlussprüfung wird in einer Gesamtnote ausgedrückt. Diese wird aus den folgenden vier Noten ermittelt, von denen die Note der praktischen Arbeiten doppelt zu rechnen ist : Mittelnote in den praktischen Arbeiten (zählt doppelt); Mittelnote in den Berufskenntnissen; Mittelnote im Fachzeichnen; Mittelnote in den allgemeinbildenden Fächern (Rechnen, Buchführung, Muttersprache, Staats- und Wirtschaftskunde).

2 Für den Industrie-Uhrmacher, der eine Zusatzlehre von einem Jahr absolviert hat, werden die Noten der ersten Prüfung im Fachzeichnen und in den 1

1J

Formulare für die Eintragung der Noten können bei der Schweizerischen Uhrenkammer oder beim Zentralverband Schweizerischer Uhrmacher bezogen werden.

679 allgemeinbildenden Fächern unverändert übernommen, sofern sie genügend sind.

' 3 Die Gesamtnote ist das Mittel aus diesen Noten (V5 der Notensumme); sie ist auf eine Dezimalstelle zu berechnen.

1 Die Prüfung ist bestanden, wenn sowohl die Mittelnote der Berufsarbeiten als auch die Gesamtnote je den Wert 4,0 nicht unterschreitet.

5 Wo sich bei der Prüfung Mängel in der beruflichen Ausbildung zeigen, haben die Experten genaue Angaben über ihre Beobachtungen in das Prüfungsformular einzutragen.

6 Das ausgefüllte Notenformular ist nach der Prüfung unverzüglich der zuständigen kantonalen Behörde zuzustellen.

Art. 17

Fähigkeitszeugnis Wer die Lehrabschlussprüfung bestanden hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis. Sein Inhaber ist berechtigt, die gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung «gelernter Uhrmacher (Rhabilleur) » zu führen.

m. Inkrafttreten Art. 18 1

Dieses Reglement ersetzt die Réglemente über die Lehrlingsausbildung und die Mindestanforderungen der Lehrabschlussprüfung im Uhrmachergewerbe vom 28. April 1953. Die Bestimmungen über die Ausbildung, Artikel 1-6, treten am 1. August 1969, diejenigen über die Prüfung, Artikel 7-17, am I.Januar 1971 in Kraft.

2 Die Bestimmungen für die Höchstzahl der Lehrlinge finden auf Lehrverhältnisse, die vor Inkrafttreten dieses Réglementes vereinbart worden sind, keine Anwendung.

Bern, den 18. Juli 1969 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement Schaffner

680

Anhang Auszug des Normallehrplanes der Spezialklassen für Uhrmacher (Rhabilleur) Obligatorische Fächer

Berufskenntnisse Technologie Physikalische und mechanische Eigenschaften der Metalle : Härte, Stossfestigkeit, Festigkeit, Elastizität, Schmiedbarkeit, Dehnbarkeit, Dichte, Schmelzpunkt, Ausdehnung, thermoelastischer Koeffizient. Wichtige, in der Uhrmacherei verwendete Metalle und Legierungen. Thermische Behandlungen : Glühen, Härten, Anlassen, Thermo-chemische Behandlung: Einsatzhärten, Nitrieren.

Metallbearbeitung: Walzen, Ziehen, Giessen, Pressen, Schmieden, Ausstanzen, Schutzschichten für Metalle (Galvanoplastie). Edelmetalle, ihre amtliche Kontrolle. Plattierung der Gehäuse. Uhren- und Edelsteine.

Eigenschaften der Öle. Metallurgie und Verwendung der eisen- und nicht eisenhaltigen Metalle. Legierungen: Messing, Bronze, Neusüber, Berylliumbronze, Ferronickel. Legierte Stähle und ihre Eigenschaften. Hartmetall. Begriffe über die Verwendung von Kunstharzen in der Uhrmacherei, Eigenschaften. Grundlagen der industriemässigen Uhrenherstellung.

Fachkenntnisse

Prinzip der Zeitmessung, wahre Zeit, mittlere Zeit, Einheitszonen. Allgemeine Beschreibung der Zeitmesser, Bestandteile und ihre Funktionen. Allgemeine Kenntnisse über Verzahnungen, Berechnen des Räderwerkes und der Halbschwingungszahlen. Verschiedene Aufzugssysteme. Zeigerwerk. Kinematik des Räderwerkes. Berechnen der Dimensionen der Zahnräder.

Konstruktion der normalisierten und der theoretischen Zykloidenverzahnung. Eingriffsfehler, ihre Ursachen und Behebungen. Evolventenverzahnungen. Theorie der Zugfeder, Berechnen ihrer Dimensionen. Klassifizierung der Hemmungen : reibende, freie, magnetische Hemmung mit konstanter Kraft.

Schweizer Ankerhemmung: Funktion des Rades, des Ankers, des Hebelstiftes und der Hebelscheiben. Sicherheitsorgane. Spiele. Fehler, ihre Ursachen und Behebungen. Zählmechanismus der Schwingungen. Stosssicherungen.

Hemmung für Grossuhren.

681 Beschreibung des automatischen Aufzugmechanismus, Chronograph und Kalenderuhren. Das System Unruh-Spiral. Isochronismus der Schwingungen.

Einfluss einer äussern Kraft auf das Regulierorgan. Einfluss der Ankerhemmung, des Spiels des Spirals zwischen den Rückerstiften, der Unwucht der Unruh und des Spirals auf die Schwingungsdauer des Regulierorgans. Ansetzpunkt. Endkurven. Kompensation.

Vorschriften der technischen Uhrenkontrolle (CTM) und der amtlichen Chronometer-PrüfsteUen (B. O.).

Réglage : Vertiefte Kenntnisse des Schwingsystems Unruh-Spiral und der Störwirkungen auf die Schwingungsdauer (Lagen, Temperatur, Magnetismus, Stösse usw.). Trägheitsmoment. Elastizitätsmoment. Anisochronismus der Schwingungen, Wirkung der Schwerkraft und der Elastizität des Spirals.

Sekundärer Kompensationsfehler. Das Pendel als Regulierorgan (seine Kompensation).

Komplizierte Uhren : Einfache Chronographen und solche mit zwei Drükkern, mit und ohne Kolonnenrad, mit Doppelzeiger. Minuten- und Stundenzähler. Automatische Uhren mit Anschlag- und Rotoraufzug, mit Zahnradund Kurvenscheibensystem. Kalenderuhren. Weckeruhren. Uhren mit Tourbillon-Hemmung. Einfache Pendeluhren, Stunden- und Halbstunden-Schlagwerk. Pariser Pendeluhren mit Schluss-Scheibe und Rechen. Repetierwerke.

Elektrizität Allgemeine Kenntnisse : Energie. Elektrische Masseinheiten. Widerstände.

Schaltung von Widerständen. Kondensatoren. Gleichstromkreise. Elemente und Akkumulatoren. Elektrolyse und Galvanoplastie. Wärmewirkung des Stroms. Gesetz von Joule. Magnetismus. Elektromagnetismus. Induktion.

Wechselstrom. Transformatoren. Motoren. Gleichrichter. Komplexe Stromkreise: induktive-kapazitive-ohmsche Schaltung. Schwingkreis.

Elektronik : Die Radioröhren : Diode und Triode. Die Halbleiter : Diode, Transistor, photo-elektrische Zellen und Photowiderstände. Die Piezo-Elektrizität.

Elektrische und elektronische Uhren: Unabhängigkeit mit elektrischem Aufzug und mit elektro-mechanischem Schwingsystem ; Nebenuhren ; Synchronuhren, Mikromotoren. Zeitmessgeräte mit elektrischem Aufzug. Klein- und Grossuhren mit durch periodischen Kontakt angeregtem Schwingsystem. Elektronische Schwingsysteme. Biegeschwinger. Zeitverteüungsnetze.

Elektrische Messinstrumente: Universalmessgerät, Oszilloskop, Zeitwaagen usw.

Laboratorium (Demonstrationen)
Uhrenlaboratorium: Qualitätsuntersuchungen an wichtigen Organen der Uhr mit Protokoll. Versuche über den Einfluss von Störwirkungen auf den Gang der Uhr.

Elektrisches Laboratorium: Elektrische und elektronische Versuche.

682 Methodik Industrielle Organisation. Organigramme. Graphische Darstellungen.

Rentabilität. Arbeitsorganisation. Planning. Fabrikation. Arbeitsstudium: Arbeitsplatz, Bewegungsmethodik, Zeitbestimmung. Einführung in die statistische Qualitätskontrolle (Gausssche Glockenkurven). Angewandte Psychologie.

Fachzeichnen Technische Schrift. N.I.H. S.-Zeichennormen. Geometrische Konstruktionen. Orthogonal-Projektionen, Stricharten. Übliche Darstellung von Schrauben, Stiften, Zahnrädern, Federn usw. Darstellung einfacher Stücke und Werkzeuge. Vermasste Werkstattskizzen.

Konstruktion von theoretischen und normalisierten Zahneingriffen. Ansicht- und Schnittdarstellung von Klein- und Grossuhrenteilen. Anwendung der Koordinaten.

Konstruktion von Evolventenverzahnungen. Hemmungskonstruktion.

Vermassungsübungen und Toleranzgebung nach N.I.H.S.-Normen. Detailplane. Werkstattskizzen von Hand. Zeichnen zusammengefügter Teile in Grund- und Aufriss. Lesen von Plänen aus dem Gebiet der Uhrmacherei oder der Mikromechanik.

Allgemeine Bemerkungen: Der Unterricht der obligatorischen Fächer in den Berufsschulen muss dem Fortschreiten der praktischen Ausbildung im Lehrbetrieb Rechnung tragen.

Der Unterrichtsstoff der ändern obligatorischen Fächer (Rechnen, Muttersprache und Korrespondenz, Buchhaltung, Staats- und Wirtschaftskunde) ist derselbe, der in den vom Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit veröffentlichten Normallehrplänen angeführt wird.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Bekanntmachungen von Departementen und anderen Verwaltungsstellen des Bundes

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1969

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

34

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

29.08.1969

Date Data Seite

666-682

Page Pagina Ref. No

10 044 436

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