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Schweizerisches BttndesbUtt

XXm.Jahrgang. IH.

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Nr, 49.

9. .-Dezember 1871.

{Berichterstattung des

Schweiz. Generalkonsuls in London über die dortige internationale Kunft- und Industrie-Ausstellung im Jahr 1871. · (.Born November 1871.)

·.Die erste der jährlich steh wiederholenden internottonaten Äuiijtunb 3.tbustrie-'9lu8ste..lungen, deren Eröffnung am t. Mai in ©egenwart unb unter der Vorsteherschaft des ..ßitnzen von Wales, al8 ...ßräflbenien des königtich-en .·.îommtssanats, stattfand, wurde am 30. de8 Monats September geschlossen, und es bars diesel....« in mehr ala einet -Beziehung als ein seht gelungenes un..1 für künftige Jahre viel »er= sprechendes Esperiment bezeichnet werden.

©ie Ausstellung erwies fleh als lohnend vom finanjlellen -Stand.punkte aus , wie dies hiiiteichend aus der Anzahl der Vesucher (1,142,134 .im ©anjeit während 5 Monaten) und der'daraus sich ergebenden öinnahmen, welche die Ausgaben weit überstiegen, erhellt, ©ie war ferner anjiehend, belehrend und voll Jnteresse für bic -Sesucher jowühl in künstlerisi.hex als in industrieller, theUweise auch in wifjenjchastlicher-.Seäiehung, indem wohl selten eine so reichhaltige .Sammlung ..

gelungener Werke im -.Bereich ber sûr dieses Jahr zugelassenen (Sräeugnifse bem Bu&likum zur Sinsicht vorgelegt worden sind, und sie war kaum minder Éesriedigend ili ihrem Resultat für die ausstellung selbst, indem ein sehr grosser .-theil, namentlich der geschmacîvollern und kunstreichern Vrodukte gekauft, oder als ©nindlage grosser« -Bestellungen benüfet worden sind.

93,evor ich die ausgestellten ©..genstande selbst und deren Eigensehasten einer kurzen Vrüsung unterwerse, : d-ürfte es am 5-ßla.je fein, S8unbf«6Iott. .JoIjra.XXTIJ. 8.3. IU.

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dem Lokale, in welchem dieselben zur Schau ausgelegt waren, und welches auch in künftigen Jahren zu gleichem Zwecke dienen wird, einige Worte zu widmen.

Die W.ah.l des .^la^es, beinahe auf dem funkte, auf welchem di...

Weltausstellung des Jahres 1862 stand, nnd also ziemlich im Eentrnm

d.^ Westend^s, so dass es für den grossern Theil der Bewohner London'^ leicht zugänglich ist, muss als eine ansserft günstige betrachtet werden, und diese günstige La^e wird no.h erhoht durch die unmittelbare ^ähe.

des H^depark^, ^ dem hauptsächlichen Bromenadepla^e der Londoner eleganten Welt, und durch mehrere daran grenzende andere Sehenswürdigkeiten der Ha^uptst^dt. .^.^ da^egen^essen innere Einrichtung anbelangt, so .^tiess dieselbe manches zu wünschen übr^g, und namentlich wnrde gerügt, dass die Räumlichkeiten, während sie an vielen Orten .^r^llt, int ganzen doch^u weitlaufi^ waren. ^Der W...^ von ein^em Endender Ausstellung bis zum andern, in ihrer ganzen Ausdehnung, erforderte eine Reise von ungefähr ^ einer englischen Meile , oder einem Kilometer, und es war namentlich hinderlich, dass man nicht anders von einer Abiheilung in eine andere nicht unmittelbar angrenzende gelangen konnte , als mittelst Durchschreiten aller dazwischen

liegenden Gallerien. Die Ansstellungsgebäuliehkeiten bilden nämlieh ein

.^..rallelogramm von etwa 1000 Fuss in der Länge und 500 Fuss in dex Breite, in deren Mitte der IIort.icnltnral Garden lie^t, während die Betreffenden Gallerien von etwa 70 ^uss in der Breite sich ringsum Ziehen, ohne dass es gestattet war, von der einen Seiten zur andern .^uer durch den Garten zu gehen, ein Uebelstand, dem v.ermuthlich in künftigen Jahren wird abgeholfen werden.

Die Gegenstände, welche in diesem Gebäude während der nun beendigten Ansstellungsperiode ihren Bla^ fanden, waren 24,503 an der Zahl, wovon 198^ ausländischen Ursprungs, und in Gemässheit mit dem zu Anfang angekündigten Programm ^ bestanden sie aus folgenden: 1. .^unstgegenstände jeglicher Gattung, als da sind: Gemälde, .Statuen, Seülptur..rbeiten, eingelegte Mosaikarbeiten, Bronzen, Ean^os^ kunstreiche Bijouterie, künstliche Gewebe nnd Stickereien und üverhanpt^ Al^e^, was im Gegensa^ zu blossen industriellen Er^eu^niss^n ^nt^ .^unstschä^en verstanden ist. Es fanden steh demnach man.eh.e Gegenstände^ als^ künstlerische Produkte in dieser Abtheilung vor, welche mit Rücksicht aus die industrielle ^lassenabtheilung in diesem Jahre gar.

ni^ zulässig gewesen wären. Die Ausstellung dieser Ar^t Gegenstände.

wird sieh jedes Jahr wiederholen, und sie ma^g deshalb a.ts eine jährli..he,^ ...llen .Nationen osfene Kunstausstellung betrachte^ werden.

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Die industrielle Abthei.lung dagegen, welche klass.^.weise. nnt

h..^n Jahre abwechselt, so dass di.^l^n Fächer lbl.^ et^a. a.lle z.eh^ Jahre wiederkehren, enthielt : . a. Refasse und Töpferarbeit ieglichex Art und .Beschaffenheit, als.....

von Thon, Steingnt, Porzellan, Barischem Marmor, Terra Cotta, ...e., sowie die betreffenden Werkzeuge und Maschinen,^ welche zu de^ ^nfextigung dienen.

b. Wollenwaaren und . wollene Gespinnste jeglicher Art, nebst dem Rohmaterial und den Maschinen, deren es zur Anfertigung bedarf.

^. c. Alle Arten für Zwecke des Schulunterrichtes benöthigten Gegenstunde und Materialien, und darunter auch Modelle für Schulhäuser und deren Ausstattung, ferner Bücher, Landkarten, ..Globen, mathematische und physikalische Jnstrnmente, auch Spielzeug und Anleitungen zum Unterricht in den Künsten und Wissenschaften :.e.

Die Abtheilung HI enthielt Modelle und Broben neuer Erfindungen und Verbesserungen im gebiete der Wissenschaften und Jndustrie, und eine Abtheilnng IV war dem Gartenbau und der Ausstellung seltener Früchte und Bflanzen gewidmet.

Unter diesen verschiedenen Abteilungen perdienen hauptsächlich .die künstlerische und diejenige, welche die Gesässe und Töpferarbeit enthielt, hervorgehoben zu werden :. . auch schienen dieselben, und zwar nicht mit Unrecht, beim grossern Bublikum das meiste Jnteresse zu erwecken.

Die .Schöpfungen im Gebietender Kunst waren mannigfaltig und in vielen fällen ausgezeichnet ; indess braucht wohl kaum erwähnt zu werden, dass viel Mittelmassiges und Untergeordnetes mit unterlief^ was bei einer so reichhaltigen, 2300 Gemälde und zahlreiche andere Ki.nstgegenstände enthaltenden Sammlung kaum zu verwundern war.

.^eben einer grossen Anzahl Erzeugnisse der hervorragendsten englischen Kunstler, wovon manehe dem Bnblikum schon durch frühere Kunstan.^Stellungen bekannt waren, fanden viele der ausländischen Bilder schon desshalb Gefallen, weil sie eine eigene, von der englisel^en .^chnle ver^ied.^ne, beurkundeten und daher den Reiz der Abwechslung boten, ^ehr häufig aber auch den Stempel ^rosser Vollkommenheit trugen.

Eine nicht unbeträchtliche Anzahl derselben ging daher auch ^nfl.^ an englische Kunstliebhaber über. Dieselbe Bemerkung mag auch für das Departement de.r Gesasse und der Töpferarbeiten gelten, in welchen iedoch die englischen Fabrikate unstreitig den ersten Rang behaupteten.

Es unterliegt wohl^
kaum einem Zweifel, dass dieser Jndustriezwei^ nie zuvor in^ so ausgedehntem und vollständigem Grade und durch so vi^l.e vortreffliche Exemplare, sei es in.^.e^ auf Form und ^esehma^ volle Ver^erung, sei ^in .^ng aus^Eigeuthu...lichkeit des Material^ v^et^n war. Di... Bro.dukte d.er en^chen. Fabriken ^.d^et.e.n allere

din^s weita..^ die Meh.^aht; allein selbst wenn diesem Umstand.. Rech^

t0^ nnng getragen wird, so lasst si.^ nicht verkennen, dass Fabriken wie die .

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T. Dopeland's. Munon nnd ähnliche, Produkte Beliefert haben, welche allen ähnlichen Erzeugnissen anderer .Länder. an die Seite zu stelle..

find.

Unter den rein künstlerischen Luxusartikeln gebührt. zwar den .^vre^....odukten noch immer der erste Ran^ . leider aber waren davo...

nur wenige Exemplare vorhanden, was wohl a^rosstentheils in den po^ titis..hen Zuständen seinen Grund hatte.

Das sonst so sehr verbreitete, weltberühmte Dresdener (Meißner) Porzellan war eigenthümlieher Weise in der Ausstellung gar nicht vertreten . dagegen verdienen unter den andern ausländischen .Beiträge...

die dänischen hanptsäehlieh und nicht minder die chinesischen und sapa.nestsehen hervorgehoben zu werden. .Lettere namentlich zeichneten sich eben so sehr durch zierliehe Formen als durch künstlerische und sorgsält^ ausgeführte Verzierungen ans.

Die aus Terra Cotta ausgeführten Gegenstände, wovon eine reichhaltige Sammlung vorhanden war, beweisen, dass auch in diesen. Material, ob aus Statuen und architektonische Verzierungen, oder ans Gefasse, .^..lnmentopse ^e. angewendet, viel Ans.gezeiehnetes geleistet werden kann. Ausser den englischen Brodnkten, welche die Mehrzahl bildeten, waxen in dieseni Fache aueh viele geschmackvolle Exemplare von Preussen, Oesterreich und Jtalien vorhanden.

Die ans andern Thongattungen verfertigten Gegenstände waren selbstverständlich mehr untergeordneter Art nnd zeichneten sich mehr dnreh .^ü^liehkeit nnd massigen Kostenaufwand , als durch grosse Eleganz aus.

Die .^btheilung der Wolle, welche sowohl das Rohmaterial, al^ die wollenen Gespinnste und Gewebe umsasste, schien sur das grossere Bubliknm nicht denselben Reiz zu haben, als die Thon- und PorzellanGegenstände, was einerseits in dem Umstand liegen mag, dass das ^künstlerische Element dabei weniger Spielraum hat, andererseits aber .wohl aueh in der weniger günstigen Lage der dasür bestimmten Ränm.lichkeit seinen Grund haben mochte. Jn keinem Falle konnte dieser A.btheilung vorgeworfen werden, dass sie mangelhast war, denn an zahlre.iehen Vroben und Exemplaren alles dessen , was die Wollsabrikation auszuweisen hat, fehlte es nieht, und aueh hier standen begreiflicher Weise. die englischen Ausstellungsgegenstände obenan.

Die Rohwolle war zw.ir nicht dnreh sehr grosse Quantitäten vertreten . indess waren die ausgelegten Vroben doch reichhaltig und viel-

sättig genug, um von der ^ehaszu..ht England's, Jrland's nnd Schott-.

land's, Ungarn's, Vohmen's, Spanien's, Australiens, Jndien's, .Js.land'.^ und des Eapla^d's ein lebhastes Vild zu entwerfen, an^ wa.^ .

..0^ l...^ ^nbereitn^ und Anwendung diesel eben ^ nü^lichen als werth....ollen Rohprodukts, von den Ziegenhaaren an, aus welchen der innere Theil der beliebten Damen^Ehi^nons bereitet wird, bis zu den Eashmere Wollen , . welche znr Anfertigung der werthvollen indischen ....^hawls dienen, aus sehr belehrende Weise dargestellt. Es scheint übrigens, als ob die leitende Jdee, welche bei der Wahl der Thongefässe einerseits und der Wollenwaaren andererseits als ^auptabtheilungen der ersten Ehrlichen Ausstellung den Aussehlag gab, unter andern die gewesen wäre, dass diese beiden Artikel zu den ersten Bedürfnissen des Menschen ^ehoren , und dass vermuthtieh der Urmensch nächst der Sorge um die ..Nahrung in erster Linie anf die Zubereitung dieser Gegenstände bedacht war, bevor er zur Abhülfe anderer Bedürsnisse überging.

Unter der Hauptgruppe .der Wollmanusakturwaaren figurirten in erster Linl.e, was britische Erzengnisse anbelangt, die Fabriken im Westen Englands, wie .^troud, To^nbrid.^.... ^., welche hauptsächlich Tücher für .männliche Bekleidung liesern, ebenso für dieselbe Gattung Waaren die Fabriken von Leeds, Hndderslleld in Vor^hire und diejenigen von Glasgow und von andern Städten im Süden Schottland^, ferner die Fabriken von Brad.ord iind Hudderslield für Wollgewebe zu Unterkleidern bestimmt, und sür Jmitationen aller ^lrten Belze und für ahnliche dichte Wollenstosse, und diejenigen von Dublin und einigen andern irischen Städten für die weitverbreiteten irländischen I^oplm.^^'al.^ fabrizirt, hauptsächlich Flanelle, welche von mehreren Fabriken in sehr sehoner Qualität ausgestellt waren.

Unter den ausländischen Ausstellern von Wollstoffen waren be^ sonders die belgischen durch ihre Fabrikate ...on Verviers und osterreiehischen dnrch Fabrikate von Brünn und Umgegend sehr vorteilhaft vertreten. Aneh .Schweden und Dänemark schienen in diesem Fach...

Tüchtiges zu leisten und hatten manche groben aufzuweisen, die sich mit den Erzengnissen anderer Wolldistrikte wohl messen dursten.^ Für.Ansertignng von Flanelle und ähnlichen

Geweben verdienen

übrigens neben den englischen hauptsächlich auch die belgischen , hollän.^ dischen und sächsischen desondere Erwähnung.

Was Teppiche anbelangt, so sind unter den englischen vorerst die Fabriken von H.^li.^ und Hidde^min^er hervorzuheben, und unter den fremden, welche sehr häufig die englischen puneto geschmackvoller Dessins übertreffen, dürsen wir vor .^lllem die französischen nicht unerwähnt lassen..

Von türkischen, persischen und indischen Teppichen, welche mit d.en englischen und franzostsehen um den ersten Rang streiten, war gleichfalls eine ziemlieh reichhaltige Auswahl vorhanden, lndess konnen dieselben threr so sehr verschiedenen Zubereitung wegen kaum ans eine und die^ selbe Linie gestellt werden.

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.^2 Die A u sste ll u..^ von wollenen ^h.^ls in der d^fii... ^stimmten

Abtheilung war eine ziemlich vollständig^ Die billigsten mit bunten

.^ben bedruckten, für die unbemittelteren ^lassen geeignet, kamen v.^n Oesterxeich. Schottland sandte eine Anzahl der bekannten schottischen plaid sha^ls, und auch die Shetland Jnseln stellten sich mit ihren ^estickten Wollartikeln ein, worunter Halstücher und Ueberwürse sich befanden. Das .kostbarste und Vollkommenste in diesem ^aehe waren aber selbstverständlich die indischen Caslimer.... ...^a^.vl..., welche von der ostmdisehen Eentralregierung und von einigen der indischen Fürsten eingesandt wurden.

Die Behandlung der Wolle in ihren. Rohznstande und die Anfertigung von Wollstoffen war durch Ausstellung einer beträchtlichen An..

zahl dabei in Anwendung kommender Maschinen anschaulich gemacht^ indess bedarf es eines besondern Studiums derselben, nm über deren Vorzüge und Zweckmäßigkeit sieh näher auszusprechen.

Die Abtheilung, in ^welcher Apparate und Materialien sür den Zweck des Erziehungswesens ausgestellt waren, ist diejenige, welche ver^ ^leichsweise beim ..l^.blikum woht am wenigsten ..Beachtung zu finden .^.hien, ungeachtet der hohen Wichtigkeit, welche dem Studium dieses Gegenstandes schwerlich wird abgesprochen werden.

^Die etwas ^erstrent liegenden und nicht eben sehr glücklich geWählten Räumlichkeiten, worin die betreffenden Geräthsehasten aufbewahrt waren, mogen einigermassen daran Schuld sein . auf der andern Seite ist aber auch unverkennbar, dass bei Ausstellungen im Allgemeinen das Publikum den Gegenständen, deren Besichtigung ihm Unterhaltung gewährt, denjenigen, in welchen Belehrung gesehopst wird, den Vorzug gibt.

Die Rothwendigkeit, das Erziehungswesen durchgreisend zu heben und ^u besordern, ist indess in jüngster Zeit in England so allgemein anerkannt worden, und bereits sind von den gesetzgebenden .^orpern in dieser Richtung so energische Massregeln getroffen worden, dass ans eine umfassende Darstellung der dazu nothigen Apparate in der eigens dazu bestimmten Abtheilung wohl gerechnet werden dnrste, und in der ^hat

ist ln dieser Hinsicht von Seiten englischer Aussteller viel süchtiges

geleistet worden.

Es wurde lebhast bedauert, dass das Ausland stch dabei nieht kräftiger betheiligte, und namentlich hatte man gehofft, dass Dentsehland und die Schweiz, welche man im Schulwesen obenanstehend zu betrafen pflegt, ihre Mitwirkung nicht versagen würden.

^weden hat. sieh in dieser Begehung rühmlich hervorgethan, mdem es ein grosses Modell eines vollständigen Sehulhanses mit passen^ der A.^stafsirung und aller Zubehor in den zu allsälligem sosorligem

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Brauch d^i^en Dlm^o^n ^ufr^e.. .^.; u.^ aue.,. ^^^^ ^...^n v.^.dan..enswerthe Beitrag, ..^run.^er ....^chied^n.. ei^nt^...^.

^ul^, ^läne für Se^l^ud... .e. ^elrese^t.

An .^pielwaaren waren die^ Beiträge fremder^ .L.rnde.e .schon .^...l^ faltiger; namentlich lieferte Frankreich e.ne grosse Auswahl von bewe.^ Riehen Figuren . Automaten ^ .e., Sachsen holzerne Gegenstande, .v^ Thierfiguren, Baaholzer ^e., Württemberg und Bauern hölzerne, zinnerne und bleierne Spielwaaren, wie kleine Jmitattonen von Eisenbahnen^..

Dampfschiffen, bleiernen Soldaten :^.

Die Geräthschasten für den Schulunterricht, welche von englischen .Ausstellern vorlagen, waren mannigsaltig bis in's Unendliche; b^ Anders aber dürften darunter die ^ut gearbeiteten physikalischen Jn.strümeüte, Elektrisirma^chinen, Magnete .e.. ebenso die optischen, wie^ Teleskope, Mikroskope .e., und die n.e^anischen Werkzeuge und Modelle.

nebst deren Gebrauchsanweisung hervorgehoben werden.

Landkarten und Atlase w..ren sowohl von ausländischen, namenttich osterreichischen und belgischen, ..ls von englischen ...Verlegern .oox^ handen, und es ist bei deren Vergleich hauptsächlich in die Aü^n f.^en^, dass..sieh die kontinentalen Exemplare durch eine .^iel d^entli^ere ti^ sorgsältigere Darstellung der physischen For.nati^.e^t der einzelnen ^tr-^.

auszeichnen als die englischen, w^.l^ namen^tlieh duri.h bunte ^ar...^ ^ei Angabe der Grenzlinien sieh be.netkbar nia.^en. ^ine Vorlage .^er Dufour'schen .^arte wurde vermüthlieh de^ Schweiz den ersten Rang ln^ ^er Anfertigung von topographischen Karten gesichert haben.

Schulbücher fiir äI.e möglichen Mehrfacher waren seibstverstandlich ^ grosser An^hl vorhanden, inzwischen ist von diesen sowohl als von d^en oben angeführten meehanis.^en ünd ph^sikalis^.hen Geräthschaften .^in^ ^i^t vollständigere permanente Sammlung in dem nahegelegenen ^oulli .^ensiii^ton Mnseüm anzüs..haffen.

Als praktischer Beweis der Leistungsfähigkeit der ^..hüler, fi.^ welche alle die oben erwähnten Geg.^nst....de tn Anwendung komn.^n, war auch eine nieht unbeträchtliche Menge Arbeiten aus ^ehulen, Kollegien und Akademien ausgestellt, namentlich Zeichnungen, ^^ne, Abbildungen und Modelle, groben po.. künstlerischen und andern ^n^ arbeiten, Rähtereien und Sti..ke...eien n. s. .v. Besonderes Jntere^ weckten darunter die ...^..mmlungen von Arbeiten au.^ vexs^ie^e^ien Blinden- und Taubstummeu^nstitu^t^t, und vielleicht nieht weniger d^Wenigen, weiche von einigen Strasanstalten ausgestellt waren.

Nachdem ich soweit ersucht habe,^ dureh e.ne nioglichst zus^men^dr^te ^Darstellung eine^ Be^iff v.^n dem U.n^a.^e und de^n B^ ftandthetlen der diesjährigen internationalen Ausstellung zu geben,

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bleibt mir bloss noch übrig, wegen fernern Details und ^es.hreibungen der einzelnen Abtheilungen aus die äusserst gediegene und ausführliche, ^ehn Hefte zählende, osfieielle Berichterstattung zu verweisen, wovon ich gleichzeitig mit diesen Zeiten ein vollständiges Werk heute an ^ie absandte. Es ist Dieselbe von nicht weniger als 41 eigens damit beaus.

tragten Fachmännern in eben so viel Abschnitten versasst und dürste in Anbetracht ihres interessanten Jnhalts und der Einsicht, welche sie in dte einzelnen ^unst- und Jndustriezweige verschafft, anch sür das weitere .Publikum von wesentlichem .....u.^en sein.

Bevor ich übrigens am Sehlusse dieser Zeilen anlange, glaube ich eines Umstandet erwähnen zu sollen, welcher in manchen Weisen nicht ohne lebhaftes Bedauern wahrgenommen wurde. Dem Besucher des Ausstel..ungsgebäudes sowohl als dem Leser der verschiedenen Berichte ^nnd .Kritiken, welche über dessen Jnhalt erschienen sind, musste es nämlich aussallen, dass das schweizerische ^unst- und Jndustriewesen, welches doch sieher nicht ^u den legten Europa's zählt, bei dieser ersten der periodischen internationalen Ausstellungen sich dureh seine gänzliche Abwesenheit allein bemerkbar gemacht hat , denn natürlich konnten die wenigen fünf o^er sechs Gegenstände schweizerischen Ursprungs, welche unter der Masse von^ Vrodnkten anderer Länder gleichsam versteckt waren, aus keine Weise als ein angemessenes Bild des .^unst.. und Jndustriesinnes unsers Vaterlandes gelten. Allerdings gehoren die in diesem Jahre ausgestellten Jndnstriezweige zn denjenigen, in welchen die Schweiz sieh nicht in besonderm Masse auszeichnet . allein eine ge..

wisse Anzahl Exemplare hätten aus mehr als einem Distraete mit Er^ folg geliefert werden konnen, und jedenfalls hätten die Materialien für die ^ehnlbildung, welche in der Schweiz von den Brimarschulen an bis znm Bol^technikum in so reichem Masse vorhanden sind, den Vergleich mit denen anderer Länder nicht zu scheuen gebraucht. Warum von künstlerischen Schopsnngen a^ar nichts ans der Schweiz vorlag, ist beinahe noeh unerklärlicher, znmal es sieh hier um eine jedes Jahr wiederkehrende Ausstellung handelt, welehe dem .Künstler, dem es gelin^t, sich ein Mal einen gewissen Ramen zn verschassen, aueh für folamende Jahre ein ergiebiges Feld sichert. Beinahe alle bessern Vroduete ausländischer Künstler, deren Breis mit ihrem Werthe einigermassen im Einklang stand , fanden während der Dauer der Ausstellung all^ mählia^ ^änser, und sicherlich wäre den .^nnstprodnkten der Sehwei^ kein minder günstiges .Loos zu Theil geworden, vorausgeht, dass nur moa^ lichst Vollkommenes steh in den Wettstreit mit den Erzeugnissen andere....

.Lander gewagt hätte.

J.h wage es demnach. die Hoffnung ausznspreehen , dass diesem Gegenstande im kommenden Jahre mehr Aufmerksamkeit werde zu Theil

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^...rden , und d...^ die .^.hweiz tm .^nnstsache ebensowenig als nn Jn^.

dustriesach andern Rationen gegenüber zurückbleiben werde. Was das letztere, nämlich das Judustriesach anbelangt, so sind die für das kom^ mende Jahr gewählten Gegenstände ganz besonders geschaffen , die kräftige Mitwirkung der Schweiz in Anspruch zu nehmen. Die BaumWollindustrie ..nd die dabei in ^Anwendung kommenden Maschinen, die B a u m w o l l s t i c k e r e i e n , die J u w e l i e r a r b e i t e n , die musikalischen Instrumente scheinen sämmtl.ich mit beinahe unwiderstehlichem D...a^ an alle industriellen Kantone unsers Vaterlandes, von Genf bi... St.

fallen, die Mahnung ergehen zu lassen, im Jahr 1872 di^ .Lücken ausAnfüllen, welche das Jahr 1871 in der Vertretung de.. sehweizerisehen Jndustrie im Ausstellungsgebäude von l^ensm^ton zurückgelassen hat.

L o n d o n , im November 1871.

D^ ...l^ent und Generalkonsul der schweizerischen Eidgenofsenschast .

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Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung, betreffend .die Konzession des Standes Schwyz für eine Eisenbahn von der Kantonsgrenze bei Richtersweil bis zur glarnerischen Grenze ob Reichenburg, nebst Abzweigung von Pfäffikon bis zur St. Gallischen Kantonsgrenze im See-

gebiet.

(Vom 4. Dezember 1871.)

Tit..

Mit Schreiben vom 30. .....ovember ersucht die Regierung des Kantons Sehw...z um Auswirkung der Vundesgenehmigung für die vom schweizerischen Kantonsrathe unterm 7. gl. Mts. für den Vau und .Betrieb einer Eisenbahn von der zürich-schweizerischen Kantonsgrenze bei Riehtersweil bis zur glarnerisehen Grenze ob Reichenburg, nebst Abzweigung von Pfäffikon bis zur .......t. Gallischen Kantonsgrenze im Seegebiet ertheilte Konzession.

Gemäss 2 dieser Konzession umsasst dieselbe die Berechtigung folgende Eisenbahnen zu erstellen: a. Die Eisenbahn von der züreherischen Kantonsgrenze bei Riehtersweil bis an die Grenze des Kantons Glaru.... ob Reichenbnrg, als Theil der Stammlinie Zürich-Weesen.

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Berichterstattung des schweiz. Generalkonsuls in London über die dortige internationale Kunst- und Industrie-Ausstellung im Jahr 1871. (Vom November 1871.)

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1871

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3

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49

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Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

09.12.1871

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1027-1036

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