^

ST

Botschaft de....

Bundesrathe an die h. Bundesversammlung, betreffend NeuBewaffnung der Landwehr und Anlegung einer Gewehr.reserve.

(Vom ^. Juni 1871.,.

Am 17. Dezember 187^ hat der Nationalrath folgenden Beschluß gefasst: "Der Bundesrath ist eingeladen, in der nächsten Session der Bundesversammlung einen Gesezentwurf vorzulegen, welcher zum Gegenstands hat: 1.. Neubewaffnung der Landwehr; . Anlegung ....inex eidgenössischen Gewehrreserve.

3. Angemessene Vermehrung der Artillerie."

Indem n..ix dieser Einladung nachkommen, beginnen wir mit der ..Darstellung des heutigen Stande... unserer Bewaffnung. - An kleine kalibrigen. Hinterladungsgewehren find vorhanden mit Einschluss der Peabodygewehre 9l),648. Dazu kommen .^6,143 großkalibrige Gewehre.

Diese Gewehre sind bekanntlich alle einfache .Hinterlader.

Durch Bundesbeschluß vom 2.). Dezember 1866 (Amtl. Samml.

.^, ^^ wurde für die Scharfschüzn und Infanterie des Bundesheeres (Auszug und Reserve) das Repetirgewehr eingeführt und die Zahl der

Bundesblatt. Jahrg.XXIII. Bd. II.

61

.^70 Anzuschaffenden ^ewehre nach dem effektiven ..^annschaft^bestande der ge.e^lich vorgeschriebenen und der überzähligen Truppenkörper bemessen, ..nit Hinzurechnung einer Reserve, welche 2^/e de.^ rea^ementarischen Bestandet entspricht.

..^a die Zahl de^ effektiven ..^annfchaft^bestande... eine bewegli...^ ist, wahrend andererfeit... die Ausführung de^ Bundesbeschluß fchon ..^egen der durch denselben ^wischen dem Bunde und den Kantonen be^ gründeten Rechtverhältnisse eine feste Basi.... nothwendig macht, so .beantragen wir, den effektiven ^annfchaftsbestand auf den 1. ^^nuar.

...871 ein für allemal ^um Ausgangspunkte zu nehmen, wonach s.ch die .^ahl der anzuschaffenden Repetirgewehre folgendermaßen stellt: .^n.^ng.

... Scha r ss .h ü ^e n b. Infanterie

Reserve.

.^88..)

3,347 66,12.^ 39,343 72,^ ^2,6.^ Total 114,69.....

Um die Gewehrtragenden ^u ermitteln , ziehen wir hievon 1^ ^.

.^b und erhalten dadurch die Zahl von 1..)3,224. mit einem Zuschlag .....on 2...)^ kommen demnach die nach dem Bunde^besch..usse ..^om ......). .Dezember 1 8 6 6 a n ^ u s c h a s f e n d e n G e w e h r e auf

^23,869 Stük zu stehen. .^n Bezug auf die ....l^fühxung diesem

Beschlusses verweisen wir auf die Berichte, welche der Bund^rath seither erstattet hat und namentlich auf denjenigen vom 1^. .^uli 1868 und den ^eschaftsbericht pro 1869.

..^hne un^ auf weitere Wiederholungen einzulassen, bemerken wir ...ur. dal^ ..^ir am 6. ..Rar^ 1867 da^ ^iliti.rde.^axtement ^u ein...r .^e.^ Stellung .^on 8..),^..)..) Gewehren ermächtigten, welche im ....aufe de... ver^ ^ossene.. ^ahre^ um weitere 1^,^..) Gewehre vermehrt wurden, wir .haben ^hnen diese Vermehrung in unserer Botschaft .^oin 8. Dezember .t87^ ^ux Kenntni^ gebracht, und ^ie haben derselben durch Beschluß ..^om 22. Dezember .^hre Genehmigung ertheilt.

Zur Zeit find demnach Bertrage über die Lieferung von 9..^.^ Repetirgewehren abgeschlossen und ^um Theil schon aufgeführt. Rach^ dem die Ausführung der Umandexung der Borderladergewehre bi.^ in da.... ..^ahr 1869 gedauert und die Feftse^ung der definitiven ...^rdonnan...

eine fehr geraume Zeit in Anspruch genommen hatte, konnten endlich im vorigen ..^ahre die theilweife fehr schwierigen und zeitraubenden Bo.^ Bereitungen und Einrichtungen zur Fabrikation getroffen werden. .......ie^ ^elbe hat nun einen fehr erfreulichen .^ortgang. Bi.^ auf heute ^nde ^ai) sind an fertigen Gewehren abgeliefert 12,^31. da die monatliche Produktion auf mindestens 3^..^ Gewehre mit Sicherheit angenommen.

^

^71

werden kann, so wird sich bis ^nde dieses Jahres der Borrath an Re..

.petir^en..^^ auf 36,^^.. belaufen, und da im Fernern erfahruna^sgemi.^ die ..^roduktionsfahigkeit im Laufe der Zeit nicht unwesentlich ^unimmt^ fo ist die Annahme durchaus gerechtfertia.t, da^ bis ..^rtte des Jahres 1873 fammtliche 9^,^ Gewehre erstellt fein. werden.

..^as Rep eti.. g e w eh r ist nunmehr auch durch den Gebrauch bei den .......ruppen erprobt, und die dadurch gewonnenen Resultate bestatten die Erwartungen, welche die Behörden an die Wahl diesel ^ewehrf.^stems geknüpft hatten. Immerhin hat der praktische Gebrauch der .^affe .^u einigen nicht unwesentlichen Verbesserungen. geführt, und mit Aufnahme von 2 Bestandtheilen (Bügel und .^agazinfch..ie^er), deren Beschaffen^ heit noch .^u wünschen übrig läßt, darf die Ausführung des ^ewehres als eine vollkommen befriedigende bezeichnet werden. Auch die beiden signalisixten ^ängel lassen sich nachtraglich noch ohne nennenswerthe Kosten beseitigen.

^n den ^adreskurfen sowohl al.... in den Rekxutenschulen hat man die Uebexzeugung gewonnen, da^ die Leute sich sehr rasch mit dem ^e..

wehre vertraut gemacht haben. ..^as Zerlegen und Wieder^usammen..

sezen wird in kürzester ..^eit vollzogen, und die Reinigung de^ ^ewehre.^ nimmt weit weniger Zeit in Anspruch al... die irgend eines andern bisher bei uns im Gebrauch gewesenen Gewehres.

..^ie Leistung des Gewehres betreffend, sind wir nunmehr nach den gemachten größere Versuchen im Falle, .^hnen folgende Angaben .^u machen. ^s kann bei diesen Angaben natürlich weder die ..^razision.

des Gewehres noch dessen Feuergeschwindigkeit allein in Betracht kommen.

Wir geben deshalb als .^aß der Leistung die Zahl der Treffer an, welche .^ .^ann in 1 Minute auf eine bestimmte Zielflache mit Ladung aus^ dem .^aga^in erhalten haben.

.^xa^ision auf

Gefchwindig^

Leistung

.Distanz. Scheiben v. 1,8.^/1,8.... keit. Scheibe 1,8^1,8^.

2.^^^ . ^ ^4.

13 ^^.- (^ffi^. Schie^...^ 2.^.^^ 3^^

^9 .^8

^

1^,2 13,^

^2 (^adr.

76^ ^fsiz.

,, ,,

^ ^

Nach diesen Angaben ist also sogar in einer größern Abtheilung, die kaum mehr vorbereitet war als fertig mftruirte Rekruten, nemlich ^on dem Korporals^Bataillon in Thuu ^ greffer. per ......^ann und Minute gemacht worden.

deinen hauptsächlichsten Werth aber bekundet da.^ Gewehr im ^alvenfeuer, da aus dem ^aga^in geladen auch von grö^ern Abthei^ Jungen in der Ginnte 1^ wohlgezielte Salven abgegeben werden können.

^72 .^l.... .. m e namentlich fur die Seinern Fabrikanten beinahe unub.^ ....^...liche Schwierigst in der Fabrikation der. Bewehre stellte sich der Umstand heraus . das.. eine Anzahl von Bestandteile , unter diesen namentlich der Berschlu^asten, der .^erschlu^lmde... ....... nur mit .^ilf^ von großen und kostspieligen Einrichtungen erstellt werden können, so da^ die ^..ehr^ahl der Fabrikanten ......llstandig ^..on denieni.^en ^tabliss.^ Renten abhangig ist, welche sich mit der Erstellung dieser Theile be..

schasti^n.

Unter diesem Uebelstande leidet nicht blo^ der stetige Fortgang der Fabrikation. sondern e..:. sind auch einzelne Fabrikanten geradez.i in di^ Unmöglichkeit verseht, ihren Verpflichtungen nachzukommen, ^an^ ab..

gesehen dai..on, das^ unter diesen Verhaltnissen die kleinen Unternehmer kaum mehr ihre Rechnung finden können. Bei diesen Verhaltnissen.

glaubte der Bundesrath, in dem übereinstimmend^.. Interesse der ..^exe^ .bewaffnuna^ und der Lieferanten geeignete Abhilfe schaffen ^u müssen und entschloß sich, die einzelnen Bestandtheile ^u 1......^...) Repetir^ewehren ^ur Konkurrent auszuschreiben. ....^ Resultat diesex Ausschreibung kann al^ ein aanz günstige^ bezeichnet werden und wird uns in den Stand se^en, einmal. den verschiedenen Fabrikanten mit einzelnen ^heilen au..^ ^uhelfen und so die Erfüllung der mit ihnen abgeschlossenen ^ertrage wesentlich ^u erleichtern und ^u fördern, und andererseits selbst einen ^.heil der Gewehre ^usammen^use^n und fertig ^u machen und auf diese Weise die Gesammtpxoduktion ^u vermehren.

.^a nun, wie schon gesagt, die Zahl der infolge d^ Bunde^.^ Beschlusses . vom 2^. Dezember 1866 nöthigen Gewehre 123,869 und Wenige der bestellten (ohne Rüksicht auf die besprochenen Bestand.^ theil^ 9^,^^^ betragt, so sind noch .^u beschaffen 33,869, ....as bi.^ ..Ritte des Jahres 1874 leicht möglich sein wird. Auf diesen Zeitpunkt werden demnach vorhanden sein:

  1. kleinkalibxige ^inlader .

.

.

.

9.^,648

b . Repetirgewehxe

.

.

.

123,869

Total der kleinkalibrigen Hinterlader c. großkalibrige Hinterlader .

.

.

.

214.,.^ ....6,383

.

Total d e r ^mterlader

.

.

.

.

.

27^,9^.)^

.^ie .^and.^ehr weist auf den 1. Januar 1871 auf: a . a n Schüfen .

.

.

.

.

.

4,8.^ b . a n Infanterie .

.

.

.

.

.^,131 .

Zusammen und nach Abzug von 1^^.^ an Gewehrtra^nden .

.^9,983 ^3,983.

^

^

^iese ^andwehrmannschaft wird successive mit denjenigen klein^ .kalibriaen ^iuladeru bewaffnet, welche durch Anführung de.s Repetir^ .^ewehxe.^ in dem Bunde^heer (....lu....^ und Reserve^ frei werden. ...^a.

i.... a^enwartia^ Coment für dai.. lecere 1.^3,224 Gewehre nöthi^, .^bex mit den Repetn.^ewehxen uur ..^3,179 vorhanden sind, so stehen ^x die .^andwehrbewaffnun^ nur die in ausreichender Zahl vorhandenen .^,14.3 aro^alibr^en Gewehre ^u Gebote, mit andern Worten. e... i^ .heute Au.^u^ und Reserve mit klein.^alibxigen, die .....andwehr mit axo^alibri.^en .^interladuna.^gewehxen b e w a f f ^ net, wobei allerdings noch in Betracht kommt, das.. kur^e Zeit noch die einzelnen Kantone mehr, die andern weniger a...^ ihren entsprechenden Bedarf haben werden.

.^ach dem schon dargestellten ^ange der ^ewehrfabrikation .^ird die Rammte Landwehr erst mit Be^mn de.... ^ahre.^ 1873 mit klein^ ..alibri^en Gewehren bewaffnet werden können, indem bi.^ dorthin.

^ -^.^^^^ weitere Repetirgewehre fabri^irt und damit ebensoviel ^in^ Iadex in Au^^u.^ und Reserve disponibel sein werden.

.^ach totaler .Durchführung de.^ Beschlusses vom 2...). .^e^mber 186^, ^tte 1874, wird der ^tand folgender sein: a. G e w e h r e : 1 . Repetiraewehxe .

.

.

. 123,869 ..... Klem.^brige ^mlader .

.

9^,648 Kleinkalibrige Gewehre .

. .--^-^ ^ 214,^17 b. ^ e w e h x t r a g e n d e in allen 3 .^eere^btheilungen 1^7,2^7 wonach s.ch also ein 11ebexschu^ von .

.

.

Gewehren oder eine .^tesex^e von 37^ ergeben wird.

. ^7,31^

..^it der Erreichung diesem Zustande^ der Bewaffnung könnte man.

nun die Frage der Neubewasfnung der Landwehr, sowie die Beschaffung einer Gewehrreserve al.^ gelöst betrachten und dabei folgende Repartition der Waffen annehmen: ^a.^ Bunde.^heer (Au.^ug und Reserve^ werden mit dem Repetir^emehr ausgerüstet und die überzahlten 2..)^ dieser Gewehre al^ Reserve für da^ .^unde.^heer behandelt.. die Landwehr erhalt .^ie einAachen Hinterlader m der Zahl von ^3,983 und behalt, da 9^,648 Solcher Gewehre vorhanden find, eine Reserve von 36,66^ Gewehren oder von 66.^.

Außerdem waren noch ^6,143 großkalibrige Gewehre für den ......andsturm oder sonstige außerordentliche Berhaltnisse verwendbar.

..^er Bundesrath kann jedoch diese Lösung der Frage nicht al^ eine dauernde und definitive anempfehlen., ex geht vielmehr von der

874 .

Ansicht aus, dass auch die Landwehr in gleicher Weise wie da... Bundes heer, d. h. mit dem Repetirgewehr bewaffnet werden soll. ^nz a^ geseze.. von der Frage, ob die Landwehr in Zukunft dem Bun.^esheer einverleiben s^i, steht fo viel durch die Bundesverfassung fest, daß in Reiten der Gefahr der Bund nicht nur die Befugniß hat, über diesen Theil der nationalen Streitkxaft zu verfügen, fondern daß die Berthei..

digun.^ des Landet in diesem Kern der mannlichen Bevölkerung bei gehöriger Organisation und Vorbildung auch eine wirksame Stüze finden wird. Wenn aber die Landwehr dieselbe militärische Aufgabe h...t, wie die andern .^eeresabtheilungen, fo darf auch ihre Bewaffnung keine g.^ rina.e.re sein, und es kann nicht angehen, dem aus der Reserve in die Landwehr übertretenden Wehrmann sein Repetirgewehr abzunehmen und es mit dem ^inlader zu vertauschen, was überdies noch den wesent^ lichen Nachtheil hatte, da^ der Landwehrmann beim Beginn der lezten ...^ienstperiode wieder in dem Gebrauch eines neuen Gewehren eingeübt n.^.erden müßte.

..^ie Bewaffnung der .Infanterie mit dem Repetirgewehr könnte nun in der Weife in's Werk a.esezt werden, daß von der Bundes Versammlung sofort die Anschaffung der Gesammtzahl der hiefür nöthigen 6..^7^..)^ Gewehre beschlossen und ...on dem Bundesrathe entweder neben der Fabrikation der für das Bundesheex bestimmten o^er un..

mittelbar nach Erstellung der leztern ....oll^ogen wird.

Bei diesem Borgehen ware e... möglich, bi^ ...^itte de.^ ..^ahre.^ 1876 auch mit der Bewaffnung der Landwehr zu ^nde zu kommen. ^ir sind aber gleichwohl der Ansicht, daß nicht in dieser Weise vorgegangen werden soll. Unsere ^inladergewehre , mit denen die Landwehr successi^ ver^ sehen mird, bilden eine relativ so .^rtresfliche Bewaffnung, daß die Verwendungen, welche für die sonstige Ausrüstung, für die ...^rga.nsation.

und Instruktion der Landwehr gemacht werden müssen, als wei.. drin^ licher erscheinen und es somit wohl erlaubt ist, die bedeutenden Kosten der Neubewaffnung dieses .^eerestheiles auf eine längere Zeit ^u ve.^.

legen., statt die hiesür nöthigen .^ bi^ 6 Millionen ^ranken in den fahren 1874 und 187^ anzugeben. .^iese Rüksicht scheint ^ns unt so mehr am Vlaze, als die großen Ausgaben, welche seit wenigen Jahren schon gemacht wurden und sür die ..Durchführung des Bunde.^be^hlusse^ vom 2^. .Dezember 1866 bevorstehen, ohnedies durch die Umanderun^ und Vermehrung der Feldartillerie und die. eventuelle Anschaffung von ...^itrailleusen in nachster Zukunft sich noch wesentlich vermehren werden.

Zudem ift nicht aul^ex Acht ^u lassen, daß bei allen Vorzüge^ welche das Re^etirgewehr besi^t, die rastlosen Fortschritte auf dem Ge^ biete des Wafsenwesen^ leicht Verbesserungen bringen können. deren Berwerthung bei einer das strikte Bedürfnis überschreitenden Produktion f^r die Ankunft ausgeschlossen oder jedenfalls wesentlich erschwer wäre.

^ Endlich ist noch zu ern.agen, dai.. e^ nicht im Interesse de^ Bundes liegt, durch gliche.... Abbrechen der Bestellungen, wie die^ nach einer .möglichst raschen. Bewaffnung der Landwehr eintreten mi.^te, die Gewehr^ fabrication, welche mit vieler ..Ruhe im ^ande Boden gefaßt hat, hemmen oder vielmehr geradezu ganz zu ruiniren, da^ e.... vielmehr anaezei^ erscheint, diese Industrie zum eigenen Bortheile wie zu dem der ....ande^ .oextheidiguna^ auf laniere Zeit, wenn auch nur durch bescheidene B.^ Stellungen, sicher zu stellen.

Wir sind deshalb der Ansicht, das^ die ^inladergewehre bei der .^andwehx nur successile exsezt werden sollen und nehmen dabei folgende....

Verfahren in Aufsicht: Sobald die für da... Bundesheer nöthigen Renetirgewehre nebst dent entsprechenden Borrath Zusammen 123,869 Stüt) erstellt sein werden^ nehmen die aus der Reserve tretenden Jahrgänge ihre Repetixgewehre in die Landwehr hinüber, welche in so viel fahren neu bewaffnet sein wird, a...... die einzelnen Kantone für die Bildung der Landwehr .^ahr..

a^änge verwenden, wozu im Mittel neun ..^ahre erforderlich sind. Auf ^diese Weise würden selbstverständlich auch die Kosten, welche bei der sofortigen Anschaffung in zwei fahren zu beftreiten waren, auf di^ vier^ bis fünffache Zeitdauer ^extheilt und dabei würde da.... Vorhanden fein ....on zweierlei Wafsenf.,stemen in demselben Truppenkörper bei der Gleichheit des Kaliber^ nur sehr untergeordnete Uebelstande mit sich führen. Bi.... der lezte Jahrgang der .^andn.^ehr mit dem Repetirgewehr bewaffnet ist, müssen selbstverständlich die iahrlichen. Rekrutenklafsen neu .bewaffnet werden, da die..^ keine^weg... auf Kosten der Gewehrreserve geschehen kann. ..^a wir der .^einung find, da^ für diese Rekruten..^ Bewaffnung die finanziellen Mittel nicht iezt schon beschafft, sondern seinerzeit auf die jährlichen ordentlichen Voranschlage gebracht werden sollen, so ist e.... zur Zeit nicht nothwendig, die erforderlichen Summen a^enau festzusezen. .^er jährliche Bedarf n.^ird sich übrigen.... einfach nach der jährlichen Rekxutenzahl bemessen, welche auf ungefahx 1^,..)^ ..Rann angenommen werden kann., weil aber erfahxungsgema^ mährend der.

..Dienstzeit im Auszug und der ..^eser^e ein Abgang .^on 3^ ^/.^ der Mannschaft stattfindet, deren Gewehre disponibel werden, so ist dieser Betrag von der obigen Zahl in Abzug zu bringen, die sich dadurch aus 7---8^ Gewehre per ^ahr stellen n..ird.

Nach dem entwikelten Vlane würde diese Anschaffung so lange fortgesezt, bi.^ die gesammte Landwehr bewaffnet und im Weitern di...

entsprechende Gewehrxeserve für sie vorhanden ist. ..^rst in diesem ..Romeni wird dann die Frage praktische Bedeutung erlangen, ob der ..Rann.

welcher seme ganze Zeit in. Auszug, Reserve und Landwehr dur^ gemacht hat, bei dem Austritte in dem eigenthümlichen Besize seme...: Waffe zu belassen sei, wa.... selbstverstandlich eine fortdauernde Reu^.

^ ....ewassnung der Rekruten ^ux Folge haben mü^te, oder aber, ob er fein Gewehr mit oder ohne Entgelt wieder an den Staat ^urük^ugeber habe.

^ie Entscheidung hierüber wird namentlich auch ....on der ^rf^hrung .^hangen, welche man uber die ....^enfttauglichkeit der neuen ^mehr^ .nach einem fünfund^wan^igiahrigen gebrauche macht. Unter allen Um..

^..tndeu steht n^t schon so viel fest, da^ hierüber nur durch die ..^....genossen..

Schaft .^...xbindliche Vorschriften erlassen werden können, welche den gröf.ern .^heil an die Waffen befahlt und durch den Vunde.^beschlu^ .^m 3.... ^uli ...86.... auch für. die Gewehre die Unueraus^rlichkeit vorbehalten hat.

welche seinerzeit auf Kosten de... .^unde^ geigen worden sind. Gan^.

dasselbe gilt auch für die ^.inladergewehre, sobald dieselben durch die .^epeti^ewehre erseht werden.

Unser Schlug in Be^ug auf die Neubewafsnung der Landwehr und die Anlegung einer ^ewehrreserve .^eht demnach dahin: 1. ^ sei nach vollständiger Durchführung de^ Bundesbeschluß vom 2...). .......e^ember 1866 die Reubewaffnung der Landwehr durch den succession Uebertritt der mit Repetirge.^ehr bewaffnetem .^ahr^ gange der Bunde.^referve ^u bewerkstelligen. Bi^ der le^ ..^ahr^ gang der Landwehr neubewaffnet und überdies eine auf den effektiven Stand dieser Abtheilung berechnete ....^ewehrxeferve von 2^/o erstellt ist, werden iahrlich so ^.iele Bewehre angeschafft, al^ zur Bewaffnung der Rekruten nothwendig find.

.2. ^ie ^ewehrreser.^e sei fueeessive ^u bilden: a. au.... den 9l),648 ..^inladern kleinen Kaliber^: b. au... den ^6^8^ ^inladern großen Kaliber... und c. au^ einem Vorrath von Repetirgewehren, welcher 2^^e de.^ effektiven Bestandet de.^ Bunde.^heere.^ und der L^dwehr ^betragt.

Insofern sich die Bundesversammlung mit diesem Borgehen ein..

..........standen erklart, ist ein neuer gesetzgeberischer ^rla^ ie^t nicht noth^ wendig, sondern e.^ würden seinerzeit die über den Bundesbeschluß ..........

^. ...^e^ember 1866 hinausgehenden Anschaffungen ieweilei. bei der ordentlichen. Büda^etberathung ^u beschließen fein. dagegen is... e.^ erforderlich, daß die Bundesversammlung die nöthigen Kredite eröffne, welche ^u der in diesem Berichte auseinandergesetzten Fortführung der ^ewehxfabrikation nothwendig sind.

Nachdem .^ir in dem le^tiahrigen Geschaft.^berichte eine seh... detailliixte .Darstellung iiber die Kosten der Umänderung und der ....lnschaffun^ ...er ^inladergewehxe gegeben haben, auf welche wir ^u verweisen un^ erlauben, geben wir hier einen Au.^ei.... ubex den .^tand de.^ ^ewehr^ ^edi.te.^ auf Anfang de^ laufenden .^ahre.^.

A.

..^er ^ewe^redit .^tru^ im .^ahr 1^7 .^r. 1^7^...^. -Verwende..

...867

.

Fr.

.

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^ 7 .

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1 ^

186^ .

.. .^,8^1,^74.^4

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187^ . ,, ..^46,^. 18 .

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^

.^. Ausstehende Guthaben und Vorschüsse ^i Kantonen und Fabrikanten .

C. Guthaben für gelieferte Materialien und Bestandtheile

^.

.

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.

.

.

., 1^61,8^4. ..^ ,.

^.),^^. ^

I). Borrathia^e Waffen und .Materialien: a. 12^ Berschlu^kasten Fr. ..^,^.--

b. 1881 Repetirgewehre c. 371 ^mlader . . .

1^^,48^. ....^99. 7^

d. vorgearbeitete ^aufe .

18.^,364.---

e. .....aufstabe (42,434^ .

f. Bajonette (26,692) .

... Vu...stöke (881^) . .

172,^^9. ^^ 112,739.4^ 8,81^.---

.

h. Bestandtheile . . . ,, 79,2.^2. 78 i. Rohmaterial für ..Ru..

^t..on . . . ^. . ,, 29^,49^..

^ ^^ .

.

-

, ,

1 , ^ 1 , 6 6 4 .

9 .t.

Fr. ^414,893. 3.^ Ab: An die Kantor.e auf ^unition^rechnung ^u ^er^ten

.

.

.

.

.

.

.

Nettobeftand auf 1. Januar 1871

.

.

.

.

.

...^1,7....8. 4.7

. ^... ^,263,164. 8^

Bon diesem Stand find aber verschiedene Dosten in Ab.^ .^u ^rin^en, und ^war: ^. 78 Repetixa.ewehre und .^71 ^inlader wird die l .^r. 6,24^. --.

Eidgenossenschaft auf eigene Rechnung behalten j ,. 32,^99. 7^ . b. .^ie Bestandtheile für die umgeandexten Gewehre werden nur allmalig vex.^exthet werden können, und ein Theil wird al^ Reserve ^an^ au^er Rechnung bleiben, so daf.. dieser Dosten nicht als verwendbar betrachtet werden kann, .

. ,, 8^,^^. -c. ..^luf den 18^3 Repetirgewehren nimmt der Bund .nur ...men Viertheil ein, e.^ ^ehen daher ^om .^nventarwerth ab ^ mit .

.

.

. ,, ^7,278. ^ .^er Rettoftand redu^rt sich demnach um .

. .^r. .^2^18. 2^

l^ und muß als Au.^gang für die Berechnung des noch nötigen ^r^dite...

auf vier Millionen angenommen werden.

^

Andererseits berechnet sich der Kreditbedarf folgendermaßen: A.

.......... n.. e l,. re.

..^er vertragsmäßig an die Fabrikanten zu bezahlende ^reis de..:.

..Gewehres betragt Fr. 8^.). -.

.^ie allgemeinen Kosten für Versuche, Kontrolle, Hinschieben und Munition, ...^epotkosten, Transport, ^riimien und Unvorgefehenes ^belaufen sich per Gewehr nach bisheriger ^.rfahrun^ auf durchschnittlich Fr. 4. ....l), also die Totalkosten des ^ewehre... aus ^r.

84.

.^.

.

.

..^ie laut Bundesbeschluß vom 2l). .Dezember 1866 anzuschaffenden 123,869 (welch... Zahl wir auf 124,^ abrunden) werden daher zu ^tehen.

kommen auf Fr. 124,.)..)..) .^ 84. ...) oder

.

. Fr. 1l),4.78,l)l)0

.^aran haben die Kantone einen Viertheil ^u ver^ Bitten, welcher per ..^en.ehr auf Fr. 2l). .^ beftiuimt worden ist und im ganzen ausmachen wird ^r. 124,^.)..) ^ 2..). .^l) . . . . ^r. 2,^42,.)..).)

....azu der disponible Kredit . .

Somit bleiben noch zu deken .

^

,, 4,..)..)^,..)..).)

.

.

,, 6,^42,.)..)^

. F r . 3,93 6,l)^

B. Munition.

.^n Be^tg auf diejenige .Munition, welche zu den umgeänderten Gewehren ^on dem Bunde an die Kantone geliefert worden ift, hatte da... .^ilitardepartement die Anficht, daß an die Kosten derselben wi....

an diejenigen der Gewehre ebenfalls ein Viertheil von den Kantonen ^u vergüten sei. ..^a aber der Bundesbeschluß vom 2.). .^eumonat .^866.

durch welchen die Umänderung der Gewehre verfügt r...urde, hierüber keine Bestimmung enthalt und da die sammtlichen Umanderung.^osten von dem Bunde getragen worden sind, so können wir nicht umhin, die von einzelnen Kantonen erhobenen Reklamationen als begründet ^u be..

trachten, und halten dafür, es sei die gefammte für die umgeänderten Bewehre gelieferte Munition zu Haften des Bundes zu nehmen, wogegen diesem die alte ..Munition eigenthümlich zu übergeben ift.

..dagegen spricht sich der .Bundesbeschluß vom 2..). Dezember 186^ tiber die zu den Repetirgewehren zu liefernden Vatronen unzweideutig dahin aus, da^ der .^und an die Kosten der ersten Anschaffung nur drei Biertheile zu tragen habe.

.

^

..^ie^ Kosten werden sich ^laufen für 160 ^ 124^0 ........

^ 8 4 0 , .

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297,6..)^

bleibt für den Bund ^u bezahlen .

.

. F r . .^92,8^0 so daf.. sich die Gesammtfumme für Gewehre und Munition aus ..^r.. 4,828,8^..) stellt.

Wir schließen mit dem Antrag...: ^.^ sei dem Bundesrathe zur .Durchführung de.^ Beschluß voin .^. .Dezember 1866 über die Bewaffnung des Bundesheeres ein weiter....^ Kredit von ^r. 4,828,8..)..) zu ertheilen.

Bereden .2..). ^um 1871.

Jm .^amen des schwe^. Bundesrathe^, Der B u n d e s p r ä s i d e n t : Schenk.

Der .^....nzl.^r der Eidgenossenschaft:

S^ie^.

^0

ST

B o tsch a st des

Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung, betreffend Bewilligung eines Bundesbeitrages für Schuzbauten an Flössen und Bachen im Hochgebirge, und Aufforstungen.

(Vom 21. Juni 1871.)

Tit. l Schon seit .Langem haben einsichtige und gemeinnützige Männer auf die verderbliehen Folgen, welche unserm Vaterlande von der WaldVerwüstung drohen, hingewiesen und als solche namentlich auch die Verwilderung der Gewässer bezeichnet.

Nachdem die schweizerische natursorsehende Gesellschaft bereis im Jahre 1818 diesem Gegenstände ihre Aufmerksamkeit zugewandt, fand später die gemeinniizige Gesellschaft die Veranlassung dazu i... den Wasserverheerungen von 1834 und 1839.

Jn neuerer Zeit ist der schweizerische Forstverein der Träger dieser hochwichtigen Jnteressen geworden und hat dureh Wort und Schrift Volk und Behörden auf die Zustände der Gebirgswaldungen, auf die machtig um sich greifende Zerstorung derselben und ihre schweren Folgen für unser .Land aufmerksam zu machen gesucht. So hat derselbe denn aueh die bisher in dieser Angelegenheit von ..Bundes wegen geschehenen Schritte veranlasse Dies geschah zuerst durch eine Eingabe an den

.Bundesrath vom 7. Juli 1856.

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Botschaft des Bundesrathes an die h. Bundesversammlung, betreffend Neubewaffnung der Landwehr und Anlegung einer Gewehrreserve. (Vom 20. Juni 1871.)

In

Bundesblatt

Dans

Feuille fédérale

In

Foglio federale

Jahr

1871

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

27

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

08.07.1871

Date Data Seite

869-880

Page Pagina Ref. No

10 006 923

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