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B o tsch a st des

Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung, betreffend Bewilligung eines Bundesbeitrages für Schuzbauten an Flössen und Bachen im Hochgebirge, und Aufforstungen.

(Vom 21. Juni 1871.)

Tit. l Schon seit .Langem haben einsichtige und gemeinnützige Männer auf die verderbliehen Folgen, welche unserm Vaterlande von der WaldVerwüstung drohen, hingewiesen und als solche namentlich auch die Verwilderung der Gewässer bezeichnet.

Nachdem die schweizerische natursorsehende Gesellschaft bereis im Jahre 1818 diesem Gegenstände ihre Aufmerksamkeit zugewandt, fand später die gemeinniizige Gesellschaft die Veranlassung dazu i... den Wasserverheerungen von 1834 und 1839.

Jn neuerer Zeit ist der schweizerische Forstverein der Träger dieser hochwichtigen Jnteressen geworden und hat dureh Wort und Schrift Volk und Behörden auf die Zustände der Gebirgswaldungen, auf die machtig um sich greifende Zerstorung derselben und ihre schweren Folgen für unser .Land aufmerksam zu machen gesucht. So hat derselbe denn aueh die bisher in dieser Angelegenheit von ..Bundes wegen geschehenen Schritte veranlasse Dies geschah zuerst durch eine Eingabe an den

.Bundesrath vom 7. Juli 1856.

^ Darin wurde ausgeführt, welche Funktionen dem Walde im .^aus^...lt.. der Ratur zukommen, w^ es dem Menschen ^stattet und so^ar dem ^..in.a forderlich ^i, den Watd behufs Gewinnung von Kulturland ^u vermindern und auf die dazu geebneten Theile des Landes zu be.^ schränken, wie aber die Uebers.hreitung des richtigen Masses unfehlbar ^weren Rachtheilen rufe. ,,Sobald die Entwaldung sagt jene Ein^.

^abe, ,,weiter vorwärts schreitet, das Gleichgewicht zwischen bewaldetem ..und unbewaldetem Boden also gestort wird, verschlechtert sieh das ,,^lima wieder. Die Winter werden kälter und die Sommer txokener ; ^.Frühling und Herbst versehwinden sast ganz, und die Temperaturun..^terschiede zwis^en Ta^ und Racht werden grosser, weil die kalten und .,die austroknenden Winde nicht mehr gebrochen werden, die Wirkung ,,der Sonnenstrahlen durch den Schatten der Wälder nicht mehr ge-

.,mässigt wird und die Luft stch überall gleichmässig und rasch erwärmt .,und eben so rasch und gleiehmässig wieder abkühlt. An die Stelle

.,besruchtender Regen treten hesttge, alles zerstörende Gewitter ; di.^ ..........nellen versiegen und werden durch raseh anschwellende und eben so Drasch wieder austroknende Bäehe ersezt^ der Boden wird unsruehtbarer, ..,in grosses Ausdehnung sogar ganz ab- oder überschwemmt und di^ ....^uft wird ungesunder; die schonste Landsehast verliert ihre Reize und .,thre Wohnlichkeit; sie wird ^ur Stätte des Elends, bis endlich mit ,,dem legten Baume alle .Kultur verschwindet und das Land in ein^

^Wüste umgewandelt ist.^

,,Dass dieses nicht nur eingebildete, sondern wirkliche Folgen der ...Waldverwüstung seien, beweist der jezige Znstand der früher von ..Millionen Menschen bewohnten Länder ..^leinasiens und --- wenn auch ,,noch nicht in demselben Mass, doch warnend genu^ -^- einzelne Theile .,,von Spanien, ^üdsrankr^ieh, Jtalien und Griechenland.^

Mit dem Rachweise der Dringlichkeit des Einsehreitens an.h in unserm Vaterlande wurde an den Bundesrath das Ansuchen gerichtet, Zunächst durch Veranstaltung der nothigen Untersuchungen, ,,sich ein moglichst getreues Biid von dem Zustande unserer Gebirgssorsten zu per.^ehafsen, den Umfang der bereits eingetretenen Verwüstungen kennen zu lernen und das Material zur Beurtheilung der Frage, was der Bund ..n dieser Sache thun konne, zu erlangen.^ - Demgemäß beschloß der Bundesrath unterm 28. Mai 1858, diesem Gesuche mittelst Anordnung einer Expertise. ^u entsprechen. Diese sollte sich zuf^e e^e- unterdessen erfolgten Bundesbeschlußes vom 2..). Juli 1^57 .auch noch ^el.l auf die im Hochgebirge zur Verhütung von Wasserperheerungen ^u ergreisenden hydrotechnischen Massregeln erstreken. Daher wurden ^wei E^ex.

tenkommissionen ernannt, die eme mit dem Austrage zur Untersuchung der geologischen und sorstwirthsehastliehen Verhältnisse, die andere mit

.^82 dem gleichen Auftrag in wasserbauliche... Beziehung, und zwar hatten diese Untersuchungen sich zu erstreken über die Flussgebiete des Rheins, des Jnn, der ^inth, der .^eu^, der Aare und ^aane, der ......hone und des Hessin, sowie auch die wesentlichen Flußgebiete der Juraa^ewässer.

dieselben fanden statt in den Jahren 1858, 1859 und 1860, und die Resultate finden sich in folgenden sehr umfangreichen Berichterstattungen niedergelegt: 1. Bericht an den Schweiz. Bundesrath über die Untersuchung der schweizerischen Hochgebirgswaldungen von 1862, und 2)

Bericht an den fehweiz. Bundesrath über die Unterfuehnn^

der schweizerischen Wildbäche von 1864.

Diese Berichte lieferten die gewünschten ^.achwelfe in erschöpfendem Maße und bilden daher eine sichere Basis zu jedem weitern Vergehen 1n dieser Angelegenheit. Uebrigens bestätigten sie nur zu sehr die An^aben des Memorials des Forstvereins über den traurigen Zustand de..

^oehgebirgswaldungen im .Allgemeinen und die damit in Verbindung stehenden übrigen Verhältnisse, namentlich auch bezüglich der Gewässer.

Es wurde deshalb vorerst beschlossen, diesen Berichten sammt der Ein^abe des Forstvereins die möglichste Publizität zu ^eben. sie wurden daher zum ^weke der .Belehrung der .Bevölkerungen in allen drei Sprachen in großer Anzahl verbreitet.

Der Schweiz. Forstverein hatte aber unterdessen die Erfahrung a^emacht, dass bloss auf dem Wege der B e l e h r u n g nicht zum Ziel.. zu.

gelangen sei. Eine wirksamere Vropaganda schien ihm möglich, wenn mit Mustern, mit den an ausgeführten Bauten gezeigten .^..so^en für die ^...ache gewirkt werde. Er richtete daher mit Eingabe vom Oktober 1864 das Gesuch an den Bundesrath nm Unterstüzung seiner die Aufforstungen der ...^uellengebiete der Flüsse betreffenden Bestrebungen aus der Bundeskasse. Er anerbot steh, die Vermittlung gegenüber Kantonen und Gemeinden zu übernehmen, um dieselben gegen BundesBeiträge zur Ausführung von Verbanungswerken und Aufforstungen zu vermögen.

Diesem Gesuche wurde von der Bundesversammlung im Jahr^

1865 durch Bewilligung eines jährliehen ^redites von 10,000 Franken.

entsprochen.

Mit diesen im Verhältniß zur Gr.^e der Ausgabe allerdings kleinen Beträgen wurden in den nächsten Jahren in verschiedenen Gegenden Musterbauten und Aufforstungen veranlaßt und unterstiizt.

Unterdessen trat Ende September 1868 jenes a^ewalti^e .^aturer.^ ...igniss ein, das alle Voraussagungen über die von den Anständen im.

.Hochgebirge drohenden . Gefahren nicht nur bestätigte, sondern in furcht-

^

^

.barer Weise übertraf. Endlose Flnthen ergossen sich über die Spizen und Hänge der Alpen und brachten, die Bäche zu Flüssen und die Flüsse zu Stromen anschwellend, Zerstörung und Ueberschwemmnng über .Berg und Thal und bis in die tiefste ..Niederung. Ganze Bergab^änge.. zum Theil mit Wäldern, Gütern und sogar mit menschliehen .Wohnungen und ihren Einwohnern sanken in die Tiefe, dadurch ansgehaltene Bäche und Flüsse stiegen über den Häuptern der Bewohner unterliegende.. Gegenden zu Seen an, um losbrechend Ortschaften und Fluren weg^ureissen oder zu verschütten ; die sehüzenden Dämme, Strassen und Brüken wurden zerstort oder durch Ueberfluthung unbrauchbar gemacht, so dass sogar die Kommunikationen fehlten, um den Bedrängte^ .Hilse zu bringen.

Die nächste Aufgabe in dieser großen Roth war nun die augen.^likliche Hilfeleistung, und fie liess nicht auf sich warten. Wie immer, bedurfte das Sehweizexvolk keines andern Ausruses als die .^.nde des Unglükes , um steh zu einer jener unübertroffenen Grossthaten der .Nächstenliebe aufzuraffen, bei welcher übrigens auch da.^ Ausland sieh in edter Weise namhaft betheiligte. Es ist hier nicht der Ort, um heiter auf dieses erhebende Liebeswerk einzutreten. Aber in einer Hinsicht steht es in naher Beziehung zum Gegenstande gegenwärtiger Botschaft. Von den gespendeten Geldgaben wurde nämlich von der Konferenz der Kantonalabgeordneten eine Million ^ranken ausgeschieden,.

mit der Bestimmung, als Fond znr Unterstüzung von Sehuzbauten gegen die Gewässer und von Ausforstungen in den vom Hochwasser beschädigten Gegenden zu dienen.

Der Bund betheiligte sich bei jenem Liebeswerke nieht, sondern er liess die Brivatthätigkeit zunächst allein gewähren. Jndess wurde sehon damals erklärt, dass diese ^iehtbetheiligung keineswegs die Bedeutung habe, dass der Bund dem Hilfswerke fremd bleiben wolle, sondern dass er seine Hilfsaktion nur reservire für eine kräftigere Jnangriffnahme dauernder Fürsorge. Der Angenblik ist nun für den Bund gekommen, .wo er sich erklären kann und daher auch sieh zu erklären hat, was ex thun wolle.

Dass für weitere Staatshilse ein dringendes Bedürfniss bestehe..

.haben die Untersuchungen über die aus den Liebesgaben zu unterstüzen^ den Arbeiten unzweifelhaft herausgestellt. Aus dem Berichte der damit Getrauten Expertenkommission ergibt sich, dass der einen Hilssmillion .bloss für die nöthi^sten Schuz^auten auf dem beschränkten Gebiete der Wasser.verheexungen des Jahres 186..... ein Bedarf pon beinahe 5 Mil...ionen gegenübersteht. Jndem daher der Beitrag für die Arbeiten 20^ der Kosten dnrchschnittlieh nicht übersteigen kann, werden piele gerade der Bedürftigsten nicht im Falle sein, diese Gabe zn bennzen, wenn.

dieselbe nicht ans andern Mitteln so weit erhoht wird, dass sie den

^4 ....l.e.st ^lbft zu tr^en vermögen. Diese Er^än^ung der .^rwathil^ e^ Scheint daher ^ls die erste. Anfofderung an den Staat. Jm Leitern kommt dann aber in Betracht. dass die bloss aus den nächsten ^ehuz berechneten Arbeiten nur Ansänge bilden konnen für die so ...othwendi^ ^...meine ....^...besserung der fraglichen Zustand... im Hochgebirge. Roch in ^anz besonderem Masse ist dies der Fall bezügii..h einer Anzahl von Werken, deren .^uzen weit über die nächste Umgegend hinausreicht, deren Kosten aber eben so weit über die Kräfte und selbst das Jr.tere.^ derselben ^eht. Es betrifft dies jene gefährlichen Zuflüsse, welche ein^ uberwlegend... Einwirkung ans den Hauptsluss ausüben und mit deren Verbauun^ altein auch schon ein wichtiges Resultat für leztern ehielt würde. Diese Werke weittragenden Rubens können nur ^u Stande kommen. wenn die .Kosten grosstentheils durch den Staat, Bund und .Kantone, Gestritten werden. Es gilt dies namentlich sür die Ver....auungen der Rolla, des Gl.enner, des Brenno, de.. Rovana, der Dranse, der Visp und der Tamina, welche die l.^pertenkommission nur tn beschränktem Masse in ihre Sehäzungen einbegriffen hat. Dazu kommt dann, dass immerhin nicht unbedeutende Theile des Hochgebirges, und zwar auch in den beschädigten Kantonen vom Hochwasser von .l 86.^ nicht berührt wurden und daher auf Unterstü^ungen aus dem .Liebesgabensond keinen Anspruch haben, während die Verbaunug und Aufforstung hier kaum weniger nothwendig ist.

Jn Betracht aller dieser Fälle und Begehungen, in welchen die Unterstüznng durch den Staat und speziell durch den Bund für das Zustandekommen der allgemeinen Verbesserung der Zustände unerlässlieh erscheint, hat besagte E^pertenkommisston ausser den ihre nächste Au^ gabe betretenden Anträgen auch d e n gestellt: ^Es mochten erstlieh die Verbauungen der Rolla, des Glenner, des Brenno, der Rovana, der Dranse, der Visp und der Tamina wo moglieh noch aus andern Mitteln als dem Liebesgabensond unterstüzt werden, damit dies.^ Werke eines sehr weittragenden Ruzens so bald als moglieh erstellt Werden konnten ; z w e i t e n s die Bundesbehorden ersucht werden, wie b.s dahin durch Vermittlung des Forstpereins oder aus andere Weise das Zustandekommen einer grossen Anzahl von Sehu^..ut..n u^.d Aufforstungen zu nnterstüzen, welehe bei Verkeilung des .^iebesgabensond nicht berüksichtigt werden konnen, aber dringlich sind, wenn die Wiederkehr von Verheerungen, wie diejenigen von 1868. so weit thunlich, verhütet werden sollen.^

..

.

^

.^lls dringendste Unternehmung dieser Art bezeichnet die Commis^on die Ve.......auun.^ der .^olla und empfiehlt dies^ daher noch ...^nde.^ zur Ausführung mit Beiträgen des Bundes und der Kantone ^rau^ Bünden und St. fallen.

Hie.....^ dürfen wir nh.ht übersehen, d^ bei Unterlassung wettert.

Eingreifens erhebliche gefahren auch für iene grossen ^lusskorrettiouen bestehen , welche mit Bundessubvention unternommen worden sind.

Wenn die Was^rstände sich noch mehr steigern, f.... werden die an^enommenen profile sie nicht mehr zu fassen vermogen, und wenn ^ ungeh.....^ ...^ehiebsmassen wie beim Hochwass^ ..^n 1.^6..... und ^ith.^ in die Flüsse gelangen, so werden diese troz der Einengung dieselben nicht mehr .^wärts zu Rieben verminen. Schon jezt stnd in die^...

Begehung Erscheinungen zu Tage getreten, welche ernste Mahnungen enthalten, und diese haben auch ihren Ausdxuk in verschiedenen ^.in^aben an die Bundesbehörden gefunden. So hat die Regierung po.t Graubünden schon im Jahre 1861 die ..^erbauung der Wildbaehe und Speziell der ..^olla, dieses außerordentlichen, bei Thufis in den Hinterrhein sich ^essenden Zuflusses als Bedingung des Gelingens der Rheinkorrektion bezeichnet. dieselbe hat dies neuerding^ mit Eingab... ^

^om 25. .^...embex 1.^70 wiederholt, indem sie, ^estitzt ..uf die Erfah-

Zungen von 1868, die. .......erbauung der ....^lla und des ^lenner unter ...Beilegung diesfälliger Projekte und Berichterstattungen als unabweisbare Erfordernisse für Bestand und Wirksamkeit der Rheinkorrektion, abe.^ auch im Allgemeinen der. Verbauuug der Geschiebs.^uellen als nothwendige Voranssezung jeder ^...sskorrektion hinstellt und daher deren Unterstüzung durch den .^..und nachsucht. Dieses Gesuch, speziell die ^olla und den Glenner betreffend, hat auch die Regierung von St.

fallen auss lebhafteste unterstüzt.

Selbstverständlich bestehen die ganz analogen Verhältnisse wie am Rhein aueh an der Rh.^.ne und kommen in gewissem Masse aueh bei den ^nragewässexn und der. .Linth 1n Anschlag.

Das Ereigniss von 1868 hat denn besonders auch den schweizerifchen Forstvexein veranlasst, mittelst Eingabe vom 19. Februar 1871 eine neue Mahnung und dringende .Anträge an die Vundesbehoxden zu richten. Mit erneuerter Ansühxung der schon ost vorgestellten und nachgewiesenen eben so vielfältigen wie verderblichen Folgen der Wald^ Verwüstung wird besonders aus die dadurch bewirkte ungeheure Steigerung der von den Gewässern drohenden Gefahren hingewiesen, wie sie in dem Hochwasser von 1868 ihre Bestätigung gefunden. Da nun nach einmüthigem, aus die gründlichsten Untersuchungen sieh stufenden ^.theile der tüchtigsten Fachmänner das einzige Mittel zur Verhütung Solcher Ereignisse in der Vermehrung des Waldareals und in Ver-

^nndesbl...^. Jahrg. XXIII. Bd. II.

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^ bauung und Korrektion der Gewässer zu suchen sei, so wendet sich de.^ Forstverein mit dem Besuche ...n die h. Bundesversammlung: ,,^s mochte der Bund dem Forstwesen, insbesondere der Erhaltung der Wa^ungen in den Gebirgsgegenden, der Vermehrung d.^ Waldareal.^ in den .Oue..len^ebieten, ^owie der .Korrektion und Verbauung der Wildwasser eine erhöhte Aufmerksamkeit und eine kräftig materielle Unterstüzuna^ angedeihen lassen.^ Jndem wir damit den .Nachweis geleistet zu haben Rauben, daß der Moment gekommen fei, um aus die vielfachen Eingaben und ernsten Mahnungen der .^atur gelbst zu einer That vorzuschreiben, glauben wir in Folgendem noch die Fragen des Vorhandenseins der gesezliehe.. ErCernisse einer Bundessubventi.^, der technischen .Lösbarkeit der Aufgabe, der dazu erforderlichen Summen und der Organisation de.... Hils^ werket im Einzelnen begutachten zu sollen.

l.

Jft der Fall einer B u n d e ^ s u b v e n t i o n gemass A r t . 21 de.... B u n d e s v e r f a s s u n g v o r h a n d e n ^

Wir stehen nicht an, diese Fra.^e zu beiahen, indem wir glauben nachweisen zu können, daß es sich um ein Werk höchsten Jnteresses für einen sehr grossen Theil der Schweiz handle. Zunächst auf legeres eintretend, entnehmen wir oben erwähntem Berichte über die. s^rstliehe Untersuchung folgende Daten.

Der .^esammtfiäehenlnhalt der Schweiz betragt 1775 .^.tadratstunden. Davon fallen auf die Alpen und das höhere Molas^.gebiet 1151 und auf den hier auch in Betragt kommenden Theil de.... Jura . 193. Somit erscheint ein Areal von 1344 Ouadratstunden ..der ^ des Gesammtareals der Schweiz bei der Angelegenheit mehr oder we-

nigex direkt interefsirt. Mit Rüksicht auf die klimatischen Verhältnisse.

und die Dekung des Holzbedarfs ist dies aber auch für den übrigen

Theil der Fall und erstrekt stch somit ein gewisses Mass direkten Ruzenl^ auf die ganze Schweiz.

Abgesehen davon, daß neu geschaffene Waldungen und ^.eu gewonueuer Boden, zumal in solcher Lage, anch theuer erkaust, nationalökonomisch einen Gewinn .bilden, genügt der Hinweis auf der. nngeheuren Sehaden von 1868, um zu beweisen, daß bei dieser Angelegenheit das allgemeine Wohl in höchstem Masse in ^rage steht. Dies um so mehr, als jener Schaden mit der Schäzun.^ssumme von 14 Millionen.

sich nicht in seinem ganzen Umfange ausgedriikt findet. Es tst dabei nämti^ nicht berechnet der Verlust an Menschenleben, die ^ielfaehen indirekten .....achtheile der beschädigten privaten und .Landesa^e^enden und haupts...ehli..h die .^er^htimmexun^ der Zustände, welche, in h^nderte.^ .neue^ Verwundungen des Gebirges und in weiterer Verwilderung der

.^7 Bach- und Flussbetten bestehend, die Gefahr für den Fall der Biederkehr so gewaltiger Anschwellungen und das Schuzbedursniss überhabt um vieles erhöhen.

Ein allgemein schweizerisches Jnteresse bedingt dann die oben er...

wähnte Beziehung dieser neuen Arbeiten zu den vom Bunde subvenu tionirten ^lusskoxrektionen.

Das speziell forstwirthschaftliche Jnteresse ergibt sich aus den Ein.a^ana^s gemachten Mittheilungen , ans dem Memorial des Forstverein.^ von 1856 und ans den Ergebnissen der spätern Untersuchungen. E....

mag daher aus leztern hier bloss noch angeführt werden, daß die Schweig nicht mehr so viel Holz erzeugt, als sie bedarf, daher im Brennstoffbedarfe theilweise vom Anslande abhängig ist, dass sie überhaupt im Vergleiche mit den meisten Nachbarländern holzarm ist; dass manche ihrer hohexn Gegenden nicht nur der Riederung kein Holz abgebe^ können, sondern selbst schon Mangel leiden. ^ür manche Gegenden, besonders den Danton Hessin, konstatirte die Untersuchung sogar eine^ solchen Zustand der Waldungen, dass nur die strengsten Maßregln ...ermogend seien, den ^änztichen Ruin zu verhüten. Die Folgen aber finden fich in der Angabe ausgedrükt, dass damals schon, also ...or dem.

Hochwasser von 1868, in vorgenanntem Kanton die Hälfte des Areali fammtlicher Thalgründe dureh die Gewässer verwüstet war. .......omit

handelt es sich überhaupt um die Bekämpfung von direkt oder indirekt

das ganze Land betreffenden Uebeln und Gefahren, dureh welche zufola^ ihres natnrgemäss progressiven Anwachsens die Existenz weiter Geriete in Fra^e abstellt erscheint. Es kann somit, wie a^fa^t, nicht zweifelhaft sein, dass in dem Zweke der Verbesserung dieser Zustände und der Abwendung der daherigen Gefahren das durch Art. 21 der Bundesverfassung verlangte Ersorderniss liea^e, wie dies übrigens die h. Bundesverfammlnng auch bereits durch die .^reditbewilligun^en an den Forftverein anerkannt hat.

lI.

.^ann etwas Wirksames geleistet w e r d e n ^

Die allgemeine .......e.^efserung der Anstände im Hoeh^ebi^e wird, wie selbstverstandlieh, niemals in dem Masse e.^eicht werden, dass die .Gewässer kein Geschiebe mehr führen und keine schädlichen Anschwellungen derselben mehr eintreten. Die Verwitterung wird an unzähligen uns nicht erreichbaren Stellen fortwirken und ihre Produkte werden in gewissem Masse auch in die Riederung gelangen.. auch wird der .^reislauf des Wassers von den verdunstenden Meeren zu den Riesenkonden.satoren unserer Berge und durch die Bäche und Flüsse zurük fortdauern und der Grosse der Verhältnisse entsprechende Erscheinungen mi^ stch fingen. Haben wir dabei doch nicht nur unsere Sünden, Andern

.

^

^uch diejenigen zu büssen, welche an den Waldungen der weiten Länderstreken bis zum fernen Ursprunge der bei uns ..iedersallenden Wasserdünste begangen worden sind.

Das Verhältniss zwischen den disponibel.. Mitteln und der weiten Ausdehnung der zu verbauenden und zu kultivirenden Gebiete wird uns ebenfalls Beschränkungen auferlegen. Die. .^atur selbst sezt uns wie in verschiedener Beziehung so namentlich auch in der der Aufforstnngen unübersteigliche Grenzen. Wie groß in den Alpen das uns desshalb verschlossene Gebiet ist, ergibt sieh aus der Angab..., daß es für .den Glenner, die Waldgrenze zu 7000 Fuss Meereshohe angenommen, die Hälfte des ganzen Areals einnimmt.

Endlich kennen die Wirkungen, s.... weit sie von der ganzlichen Beruhlgung und ...^epflanzun^ der .......ruehgebiete, der Stärkung d..r no^.h Bestehenden Gebirgswaldungen und deren Ausdehnung auf schon kahle Theile des Gebirges abhängen, naturgemäß erst in fernerer Zeit er.wartet werden. E... wird dies daher wie in klimatischer Beziehung so namentlich auch der Fall sein bezüglich der Verzögerung des Wasserablauses und der davon abhängigen Ermässigung der Hoehwasser.

Wenn somit in diesem allgemeinen Sinne vollständige Erfolge nicht erzielbax find und di... erreichbaren zum ^heil erst in fernerer Zeit eintreten werden, so dürft.... daraus dennoch nicht folgen, dass das Werk desshalb ganz unterlassen, dass auch das Moglie^ nicht angestrebt werden solle.

Um über die technische Lesbarkeit der Aufgabe sich ein Unheil zu .bilden, ist es nothig, auf Art und Umfang der leztern näher eingehen.

Wie. wir schon oben gesehen hab.m, ist zu unterscheiden zwischen : a. den zu lokalen Zweken auszuführenden Arbeiten. Dieselben bestehen in Bewuhrungen von Flüssen und Bächen zum Schuze für.

Ortschaften und Grundstüke, in Entsumpsungskanälen und in Wildbachverbauungen im Jnteresse der nächsten Lokalität, b.. den aus Hauptgeschiebszuflüsse sich beziehenden Verbauun^werken, welche hauptsächlieh im Jnteresse der Geschiebsverminder.tng der Hauptflüsse ausgeführt werden; c. der ^allgemeinen Verbesserung derjenigen Zustände des Hochge^ixges welche auf die Gefährlichkeit der Gewässer und auf die klimatischen

Verhältnisse Bezug^haben.

Die technischen Ausgaben sind in allen diesen Fällen sehr analog.

Jhre Losbarkeit wird, insofern es sich dabei um die Anlage von Varallelwuhren und Entsumpsungskanälen handelt, nicht bezweifelt werden.

Die mit den Verdauungen bezwekten Wirkungen find folgende:

^

^

  1. Man will .^esehi...^, welche im .^ern Theile des betreffenden Fachgebietes abgelost wurden, aufhalten^ um zu verhindern, daß sie .ns Thal, respektive in den Fluß Belangen. Zu diesem Behufe. werden ..........verbauten, sogenannte Thalsperren, in den Schluchten angelegt, deren Wirkung eine Verminderung des ^efälles ist, zuso^e welcher der Bach die Geschiebe, wenigstens die schweren, so lange nicht mehr fortzuführen.

^erma^, bis sieh in Folge fortgesezter Ablagerungen wieder das hiezu nothi^e Sfalle gebildet hat.

2. Man will das tiefere Einschneiden der Sohle de... Bache^, ^der der nur temporär Wasser führenden Runse oder Rinne verhindern,.

um dan.it die Ursache des Einsturzes der Seitenwinde zu beseitigen und sue^sfive die Beruhigung derselben zu bewirken. Es geschieht die.^ mit Oue^auten wie bei 1 mit dem Unterschiede, daß sie hier niedriger fein können. wenn sie nicht zugleich dem dortigen Zweke zu dienen haben. ^..ie Beruhigung vollzieht sich durch R...^sti..rzen der Böschungen bis zur Bildung desjenigen .Neigungswinkels, .bei welchem je nach der Beschaffenheit des Bodens Stabilität und also Beruhigung eintritt.

3. Man wil.l andere Ursachen der Unterspülung der Seitenhän.^ beseitigen. Diese Unterspülungen sind meist die Folge von .^uertromungen, verursacht durch die Thal^ oder Schlnchtrichtung, durch vor-

tehende Felskopfe oder im Bett liegende Bloke. .Leztere beide Ursachen onnen durch Absprengen beseitigt werden, auch mittelst Tunnel.

Wo

.ut diesen Mitteln nicht zu helfen .st, mus.l der Fuss des Abhanges mit

...arallelwerken gesehüzt werden. Nachdem so in einer oder anderer Weise ^e fortgesezte Unterspülung verhindert und damit die Ursache der BeRegung gehoben ist, wird die Beruhigung sueeessive eintreten.

Dieses find die einfachen Elemente der ..^erbauun^, die in der An^ndun^ in sehr mannigfachen Modifikationen und Kombinationen vo.^ k.nmen.

Ueber die konstruktiven Regeln sich zu verbreiten, würde hier z.....

wt führen. Dieselben und überhaupt das Weitere über den Gegenst..d sind in den .von der Regierung von Graubünden mitgetheilten und zu.

J^er Kenntniss gebrachten Berichten zu den .Projekten für die Ver^aingen der Rolla und des Glenner enthalten und kann daher darauf ^e..iesen werden. Dort ist auch ersichtlich, dass die Verbauungen in vie^. fällen durch Drainirun^en zu ergänzen find und dass die Bepfia,ung der beruhigten Hänge den Schlußstein, die Kronung des We.s bildet, wie andererseits die Beruhigung durch Verbauung die ^tl.end.^e Vorbedingung der Aufforstungen ist.

^ie vorstehenden .Andeutungen dürften genügen, um die allsäll^.^ ^-rslung zu beseitigen, als handle es sich bei den Verdauungen um

^0 Unternehmungen problematischer Ratur, gewissermaßen um ein di... mense.^ ^en^rafte überstei^nde.^ Unterfangen. Denn es ist daraus erst^tlich, das.. mit einfachen Konstruktionen bloss die Beseitigung derjenigen natürlichen Wirkungen bezwekt wird, welche die Ursache der bestehenden Uebel bilden. Es w...r.e also irrig, wenn man sich vorstellte, zur .^er^ .be^exun^ der Zustande im Hochgebirge werde in dem Sinne ein .^a.npf mit der Ratur beabsichtigt, dass man den in aufgetürmten Wassermann und sinkenden Bergabhängen wirkenden gewaltigen frästen direkte menschliehe Werke entgegensehen wolle. Man will bloß diese fräste von den Bahnen ablenken, in denen sie schädlich wirken, und die Bedingungen .herbeiführen, welche es der Ratur ermöglichen, die entstandenen VerRundungen mit ihren eigenen Wirkungen zu heilen. Wir sin^ auch ..ncht darauf beschränkt, die Möglichkeit, diese Zweke zu erreichen, bloss a priori aus der Ratur der Uebel und der Art der vorgeschlagenen Mittel zu schlössen. Vielmehr liegen genügende Ersahrungen vor, weieh^ die .Widerstandsfähigkeit der anzuwendenden Werke und ihre Wirl.un^ beweisen. Der wasserbauliche Bericht über die Untersuchungen im HochGebirge zeigt uns, dass schon damals eine bedeutende Zahl derartiger Werke von mehr oder weniger zwekmässiger Anlage in verschiedenen Theilen einiger Gebirgskantone bestanden. Die seitherigen Mittheilungen des Forstvereins und die gegenwärtigen technischen Vorlagen de.. Regierung von Graubünden beweisen die Wirksamkeit der früher und in neuerer Zeit ausgeführten Verbauungen und das desshalb wa^sende Antrauen zu denselben in den betreffenden Gegenden. Am überzeugendsten wirkten dabei wohl diejenigen Erfahrungen, welche bei dem Hochwasser von 1868 in der überraschenden Weise zu Tage traten, dass mitten in dem allgemeinen Einsturze und der allgemeinen Verwüstung einzelne verbaute Wildbäche davon wenig oder gar nicht berührte Oasen ^ill^eten .^ eine Thatsache, welche sieh im Berichte der Expertenkommission

in Angelegenheit des Sehuzbautenfonds konstatirt findet. Es leidet somit

keinen Zweifel, dass lokale Verbauungszweke, wie sie aus dem Liebesgabenfond unterstüzt werden wollen, wirklieh erreichbar sind. Es liegt darin aber auch insofern der Beweis sür die Erreichbarkeit der a l l g e m e i n e n

^Zweke, als es sich dabei zu grossem Theile lediglich daru.n handelt^ ein

^rossere Zahl von Verbauungen ganz der gleichen Art, wie sie für ....okal zweke angewendet werden, an einander zu reihen. Auch die an den ge fährlichern Wildbächen anzuwendenden Bauten beruhen aus den gleich^ Prinzipien. Rur bringt das Ersorderniss vollkommener Konstruktion und grösserer Arbeitsmassen grossere Kosten mit sich.

Betreffend die erreichbaren Resultate kommt der schon exwähe Umstand sehr in Vetraeht, dass bezüglich der Geschiebe einzelne Znfl^ eine überwiegende Bedeutung besten, sowie ferner, dass die Verbau.....

derselben im Sinne bloss der Zurükhaltun^ der Geschiebe in nicht ..^

^l

^

l^er ^eit .^...^t werden ^nn, ^ dass für ^ H^uptflüsse in dlesex Beziehung wesentliche Vortheile ln nicht ferner Zeit ...xzielbar erscheinen.

Ueberhaupt aber wird das allgemeine Verbauungswerk in jedem Stadium der Anführung einen demselben entsprechenden .^uzen ge^ah..en, indem derselbe der Summ.. der erzielten Elnzelwirkuna^ ent^..ri.ht, also nicht erst mit einem gewissen endlichen Absolusse de^

ganz.^ Werket in Aussicht steht.

^.o wird es möglich werden, mit sueeessivex Ausdehnung der Ver.bauun^en und parallel laufenden forstwirtschaftlichen Massre^eln eine allmali^e Besserung der Zustände zu bewirken. Die Aussieht, damit einen Wendepunkt auf dem, manche Theile unseres Vaterlandes sonst unaufhaltsam dem .^uin entge^ensührenden Wege herbeizuführen, ist d^ .dafür zu bringenden Opfer ohne Zweifel wexth.

IIl. Welche Summen sind h i e f ü r e r f o r d e r l i c h und wie sind sie zu b e s c h a f f e n ..'

Darüber liegen verschiedene Berechnungen oder Sehäzungen por.

.Eine solche Schäzung enthält der mehrerwahnte Bericht über die Unter^uchun^ der Schweizerischen Wildbäehe. Sie beträgt für Verbauungen

für Flusskorrektionen

.

.

.

.

.

Fr. 3,533,000 . .. 5,000,000

Die vorliegende Eingabe des schweizerischen Forstvereins berechnet für Aufforstungen von 200,000 Jucharten Hoehgebirgswaldun^en

Fr. 16,000,000

ür Verbauungen und Korrektionen

.

,,

9,000,000

zusammen Fr. 25,000,000 Die durch die Expertenkommission revidn.ten Voranschläge für die ^..s der .Liebesgabenmillion zu unterstüzenden Schuzbauten betragen,

.e früher erwähnt, beinahe Fr. 5,000,000. Dabei ist aber nur das

^n Hochwassex von 1868 betroffene Gebiet und nur in der durch den Reffenden Kantonsdelegirtenbeschluss ...userlegten Beschränkung berük-

s^igt. Die Kommission fügt daher ein Verzeichniss bei über die

^uzbauten und Aufforstungen in den 5 beschädigten Kantonen, welche a... dem Schuzbautensond nicht bedacht werden konnten. Ueberdies w^e auch bei den berüksieht^ten Werken, namentlich den ^rossern,

n^die .^lussührung im ganzen Umfange, sondern nur mit Rüksicht

anien nothlgsten Schuz der Wasserbesehädigten und die Kräfte der.el... in Anschlag gebracht. Man wird daher nach Analogie dieses ^^sehla^es annehmen müssen, dass bei pollständi^exex Berechnung der dari berüksiehtigten Werke und Ausdehnung des ^lnsehla^s aueh auf

^ .^s vom^och^asser .^n 1..^....... nicht betroffene gebiet fich wenigste..^ der doppelt.. Betrag, al^ 10 Millionen, ergeben würde. Dabei ist zu berechtigen, dass in obigem Voranschlage die Ausforstungen n^r n.it un^hr 10^. vertreten sind.

Als Massstab für die Kosten der grössern Verbanu^swerke ma^ d^nen, daß die auf ..^jekte bafirten Kostenberechnungen für die Rolla^

verbauun^ Fr. 202,000, für den Glenner, namlieh die bezügli^ der Geschiebslieseruug in den Rhein vorzugsweise in Betracht kommende Sektion desselben Fr. 170,000 ausweisen.

Diese Anführungen ergeben, dass die erschöpfende Durchführung der Verbauun.^ und Aufforstung jedenfalls eine sehr grosse Su.n.ne erfordert. Dieselbe in einer kurzern Periode aufzubringen, d^st.^ daher kaum möglich sein. Allein andererseits dürfte auch eine so umfangreiche Ausführung dex Verbauun^en und namentlich der Aufforstungen tn jenen hohen legenden eine langere Reihe von Jahren erfordern und wird daher für das einzelne Jahr eine kleinere Summe ergeben.

Uebri^ens haben wir es hier nieht mit einer Unternehmung zu thun, di^ es nothwendig macht, inner bestimmten Terminen ein bestimmtes Baukapital verfügbar zu halten. Die Erfolge werden um so grösser sein, je grossere Summen wir verwenden können. Aber immerhin können ^ix, wenn es uns nicht möglich ist, unsere jahrliehen Verwendungen nach emem gewissen Voranschlag zu gemessen, umgekehrt uns bei den .Bauten nach den disponibeln Mitteln einrichten.

Diesen We.^ einschlagend, kommt erstlich die Liebesgabenmillion in Ansehl^.

Dieselbe ist vorläufig naeh Verhältnis.. der revidirten Vorans^lä^ ...uf die 5 ....etheiligten Kantone vertheilt worden, in dem Sinne, d...^ sie ihre Betreffnisse gegen entsprechende Arbeitsleistungen beziehen können.

.Als Termin find dafür 6 Jahre, ablaufend mit Ende 1877, anberaumt. Es ist schon oben bemerkt worden, dass der zu ....loss 20^...

resultirende .Beitrag für Manche zu gering sein werde, um ihnen di..

Uebernahme. des betreffenden Baues zu ermöglichen und dass vollende die gxössern Verbauungswerke von allgemeinerer Bedeutung auf diefe.

Wege nicht zu Stande kommen könnten.

Jndem also aus diefen Gründen, sowie zur Verallgemeinerung ..

Ausgabe nach Zwek und Gebiet, eine Bundessubvention beantrag^ ^ wird es sieh fragen: erstlich, in welkem Betrage diese bewilligt werden wolle, .zweitens, in welchem Verhältnisse die Kantone, resp. Gememden'.

.Leistungen zu übernehmen haben.

^ öftere beantrag wir hiemit in jahrllehen Fr. 100,000. ^in....

^erln^ere Summe kann namentlich für die ersten Jahr..., wo di... drina^ lichen grossern .Bauten an Rolla und Gleuner im Vordergrunde stehen, nicht in Aussicht genommen werden. Mit de.: Summ... von Fr. 100,000 wird indess, nachdem mit Ende 1873 die Strassen^vention.^ ...n den .Danton ^ranbünden von Ehrlich Fr. .^8,000 aufgehört haben nnd tndem der bisherige Beitrag an den Forstvereiu von Ehrlich ^r. 10,000 dahinfällt, das Budget des Departements des Jnnern nicht wesentlieh mehr belastet sein als jezt.

Was das Beitragsverhältniss betrifft, so ist dies bei den Flui..Erektionen 1/2 der kosten. Das gleiche Verhältnis.. wurde bei den .bisherigen Arbeiten des Forstvereins eingehalten, und wir fehlten vor, dasselbe als Regel festzuhalten nnd die Bezahlung der übrigen 1/2 den ....etheiligten Kantonen und ...gemeinden zu überlassen.

Freilich sind die Verhältnisse l..ei einem ^rossen Theil der .bel.

gegenwärtiger Unternehmung auszuführenden Arbeiten ungünstiger, indem dal^ei die Leistungen der nähten Anwohner theils aus Mangel genügenden Jnteresses, theils we.^en mangelndem .Leistungsvermögen , oder beidem zugleich, kaum in Anschlag zu bringen sind. ^...er Forstverein hebt dies in Bezug auf die Aufforstungen und die Expertenkommission für die Schn^bauten in Bezug auf die .^ro^en Verbauungswerk... hervor.

Es hinge daher, wenn obiges Verhältniss absolut angenommen würde, das Zustandekommen dieser theile des allgemeinen Verbauungsund Aufsorstungswerkes davon ab, dass die Kantone als solche 1/2 der Kosten übernähmen, was kaum geschähe. Um daher den beabsi.ehtigten Zwek nicht zu versehlen, schlagen wir vor, das Drittelss^stem als Regel festzuhalten, aber unter Umständen der Regel doch nicht den höhern ^wek zu opfern, sondern Ausnahmen zu ermogliehen. Wir sezen als selbstverständlich voraus, dass solche Abweichungen nur naeh sorgfältiger ^üsung al.ler Verhältnisse bewilligt werden.

IV. Jn welcher Weise ist das H i l f s w e r k zu organisions Aus dem Bisherigen ergibt sich, dass em grosser oder wohl der ^rossere Theil der vorläufig in Betracht kommenden Arbeiten an dem ^iebesgabensond und an der Bundessubvention zugleich partizipiren werden. Es würde aber eine un^emeine Komplikation bedingen, wenn

desshatb sür jede einzelne Arbeit eine doppelte Rechnung gesührt werden

miisste, und wenn hinwieder die Werke allgemeiner Bedeutung, Rolla, ^. und ferner diejenigen ausserhalb des Gebietes des Hochwassers von 1868 mit besondern Krediten dotirt würden und also auch eine. b...fondere Verwaltung erforderten. Es dürste daher das Einsamste und ^wekmässigste sein, mit Zugrundelegung des .Liebesgabensonds einen

^4 a l l g e m e i n e n S c h u ^ b a u t e n s o n d , aus welchem alle diese Beilage ^stritten werden Rollen, zu bilden. Die Zuflüsse desselben wären 1) die Zinsen und 2) der jährliche fir^e Zuschuß aus der Bunde..^...

von Fr. 100,000.

Die Ausflüsse würden re^ulirt durch das für die jährlichen Bau-

ausführungen und soxstlichen Arbeiten und die dafür zu leistenden Beiträge laut Beschlnss..ntrag festante Versahren. Wir sezen einigen Wexth darauf, dass durch diese unsere Vorschläge ein einWeltliches und einfaches Versahren mit allen ..Garantien sorgfältiger VorBereitung und Ueberwaehnng der Arbeiten eingeführt werden konne. Wir .haben die Erfahrung gemacht, dass misslungene Arbeiten auf die betreffenden Landesgegenden äusserst demoralisirend wirken, und fezen dess^ halb grossen Werth ans ein sorgfältiges .Vorgehen. Darum halten wir eine doppelte oder dreifache .^ldministrationsweise (Hilfsmillion , Forst.^ verein, allgemeiner Bundesbeitrag, vielleicht sogar noch Spezialbeitrag für einzelne grossere Bauten) für verwirrend und der Sache selbst r.aehtheili^. Aus das besondere ..^erhältniss der am Liebesgabensond betheiligten Kantone soll dadurch Rüksieht genommen werden, dass den.^ selben die ihnen zu^eschiedenen Antheiie nach bereits vom Bundesrathe getroffener Festsezung aus 6 Jahre resexvirt bleiben . von da weg sollen f.eh hingegen alle Kantone und Landesgegenden hinsiehtlieh des restirenden Theils des Fonds und der weitern Zuschüsse aus dem Fusse volligex Gleichberechtigung befinden. Es konnte hierin vielleicht eine Beschränkung des ausschliessliehen Anrechts an die Liebesgabenmillio^ er-

.blikt werden.^ Dieser Einwurf wäre in Wirklichkeit nicht begründet.

Denn erstlich ist den Betreffenden durch Reservirung während 6 Jahren hinreichender Raum gegeben, von ihrem Rechte Gebrauch zu machen, Besonders nachdem ihnen dies mittelst der Erhohung der Beiträge durch die Bundessubvention erleichtert und respektive ermöglicht wird. Dann fällt der grosste Theil der Beiträge aus dem ^ehuzbautenfond au^.h nachher größtenteils immer wieder auf die 5 Kantone. Der Unterfchied ist dann nur der, dass noeh einige andere Werke m i tberüksie^tigt werden, wozu die jährlichen Fr. 100,000 volle Gelegenheit geben, ohne dass^ jene verkürzt werden. Um jedes Missverft.^ndniss zu beseitigen, .bemerken wir ausdrüklieh, dass es die Meinung hat, dass aus dem neu gebildeten Schuzsond alle weitern Beiträge für die bezeichneten Zweke verabreicht, dass somit keine ^pe.,i...lbeiträge an einzelne Bauten mehr verlangt. werden sollen. Eine Ausnahme von dieser Regel hätte nur einzutreten für den noeh rükständigen ^heil der Rheinkorrektion und für eine etwaige radikalere Korrektion des Tesstn, da diefe beiden Arbeiten exzeptionelle Verhältnisse bieten.

Wir haben somit die Aufgabe , welehe , wie wir glauben , unabweisbar an den Bund herantritt, und die Mittel und Wege., ih^ .^u

.

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entstehen, fkizzirt. Es ist eine gross.. und s... eigentümlich^ Auf^l^, dass die Zweifel an ihrer Lesbarkeit begreiflich, zumal sie in gewisse^..

Masse berechtigt sind. Eine ^auunternehmung von, wenn aueh gross^ artigen, aber doch bestimmt begrenzten Dimensionen liegt in übersehbarer und sassbarer Form vor, und man kann sich ein Urtheil bilden uber die Aussührbarkeit in Rükfleht sowohl der technischen als der finanziellen Hilfsmittel. Aber ^unsere vorliegende Aufgabe hat anfeinend etwas Unbestimmtes, etwas Endloses. Wir wollen eine .^ fahr bekämpfen, deren Siz sieh nach vielen Hunderten von Ouadr..tstunden bemisst. Wir wollen , um sie auszusuchen, durch die großen Flussthäler aussagend, in die unzählbaren Verzweigungen ihrer Zuflüsse einbringen. Wir wollen, an die Grenze des organischen Lebens tretend, scheinbar dem ewigen und unabänderlichen Geseze der Verwitterung, dem Vorrü..e.. der uns dort begegnenden starren Wüste, Einhalt thun.

Es ist indess schon gesagt worden , dass wir uns nicht vermessen, den Gesezen und Wirkungen der Ratur entgegenzutreten und uns aueh die dem menschlichen .^ermogen gesezen Grenzen nicht verhehlen. Die Verwitterung wird allerdings unabänderlich an den Häuptern unserer Berge nagen und die Gewässer werden unaufhaltsam in die Thale...

stürzen, und so werden die Jahrtausende hier das Werk der Zerstörung oder Umgestaltung vollbringen, wie die. Jahre es an dem einzelnen organischen Jndividuum thun. Aber wir wissen, dass sie dort wie hier durch Verlegung und .Krankheit beschleunigt, dass sie aber auch durch Heilung .^erzogert werden kann. Die Ratur hat, indem sie den Boden durch Verwitterung zur Erzeugung von Leben besähigte, zugleich in diesem ^eben das Band geschaffen, das den beweglichen Boden an die feste.

Unterlage bindet. Sie hat dadurch zugleich dafür ^ef^rgt, dass das

Wasser nur vertheilt un^ langsam über die steilen Hänge abmessen konnte, und sie hat ebenso die User der Bäche und Flüsse bekleidet und geschüzt. Wir wissen, wie unweise und gegen sich selbst frevelnd der Mensch in diese weisen Einrichtungen eingegriffen , wie er selbst durch Zerstörung des ihn schüzenden Bandes und Kleides ...en Einsturz ver^nlasst, dessen Trümmer ihn jezt zu begraben drohen. Vermag er nicht, das selbst veranlage Unheil auch wieder gutzumachen^ Leider können wir dies nieht im ganzen Umfange bejahen. Es ist dies nieht mehr moglich, wo der Leben erzeugende Bo^en nicht mehr vorhanden ist; auch vermogen wir über die kahlen Regionen, die, einst bewaldet, jezt hoch über allem Wal...schuze liegen, kein Leben mehr zu hauchen. Aber wir vermogen, wie wir gezeigt haben, die Bedingungen herbeizuführen, bei denen die zum Sinken gekommenen Hänge sich wieder beruhigen können ; wir vermogen diese Brnchslächen wieder zu bepflanzen, die Lüken des Waldes wieder auszufüllen und denselben zu stärken, damit er wieder einen Damm bilde gegen die Wüste, die hier nicht mit Sandwogen, fondern mit Lawinen und Felsbloken ^egen die mensehliehen

^ Wohnstze vorzudringen droht. Wir wissen dies alles vermogen, und dass wir daher in nichts Unmögliches unternehmen. ..^lber die den ^weifel ......re^en, ob die Aufgabe, welche

au^ Erfahrung, daß wir gewisser Begrenzung damit grosse Ausdehnung kann wir uns stellen, lesbar fei.

Gewiss ist hiezn die Vereinigung aller Kxafte nöthig, um solche ^ fultate zu erzielen, aber eben so wichtig die Beseitigung aller entgegenwirkenden Kräfte, dass nicht die mühselig erzielten Resultate wieder dent Unverstand und Eigennuz zum Opfer fallen. Diesen beiden Frevlern an den Zustanden de... Hochgebirges muss ein unübersteia^liches Halt geboten werden, denn wo dies nicht möglich ist, wäre jede Hilfeleistung vergeblich und ein Unrecht an den Stiftern des .Liebesgabenfonds, wie an der ^idgenossensehast.

Man hat, wie wir gesehen, in dieser Sache auf dem Weg... der .Belehrung zu wirken gesucht; man hat es dann nöthig gesunden, da.^ Beispiel, den Beweis des Erfolges zu Hilfe zu ziehen. Wir müssen diesen Zwek künstig wesentlich mit im Auge behalten. Jndem wir bessere Zustände schaffen, müssen wir zugleich die Bevölkerung daz.... a^efehikt machen, dieselben zu erhalten. Jndem wir das Land neu erobern, .müssen wir eine Armee bilden, die dasselbe künstig verteidigt. Denn wie es nicht möglich ist, diese ganze Umgestaltung ohne Mitwirkung der Bevölkerung zu erzielen, so ist ohne diese die Erhaltung der bessern Zustände um so viel weniger möglich. Denn nur diese kann überall in der weiten Gebirgswelt gegenwärtig sein und entstehenden Schäden rechtzeitig steuern, und sie mnss daher Sinn und Verständniss bestzen, um dies aus eigenem Antriebe zu thun.

Und wirklich ermuthigen die gemachten Erfahrungen auch in dieser .Beziehung, das Beste zu hoffen, indem an den meisten Orten der mit ausgeführten Bauten erzielte Erfolg einen regen Eiser für die Saehe erzeugt hat, wie die Thatsaehe es beweist, dass in Kantonen und Gegenden, wo schon zahlreichexe Verbauungen bestehen^ dieselben von gemeinde zu Gemeinde immex mehr Nachahmung finden.

Und endlieh bleibt es ein Argument sür unsern Antrag, wenn au..^ ein verzweiseltes, dass die Gesahr einmal unabstreitbar vor den Thoren steht, dass jedes Zuwarten ihr mehr Boden überlässt, den wir nieht mehr zu gewinnen vermögen, und dass wir keine andern Mittel bestzen, ihr zu begegnen, als die vorgeschlagenen . somit diese anzuwenden oder den Dingen ihren Gang zu lassen, die einzige mögliche Alternative ist. Aber wir dürfen dabei nieht vergessen, dass dieser Gang durch Wiederkehr jener sehxeklichen Ratnrexeignisse uns jedes Jahx um viele Millionen i.ixmer machen kann, dass unter dem Tritte des Feindes früher odex später aus dem Kranze unserer schönen Alpenthäler eines nach dem andern verschwinden wird.

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und kraftig durchzuführen, ist eine Ausgabe nicht minder würdig als die Vertheidigung unseres Landes gegen äussere ^eiude. Zwar wmken auf ....i.^m Feld... der ....l^e.it kein^ ^or^eer ^ekr.^nten, aber mit Blut ^tränkten Siege. Aber wir erweisen auch der Menschheit einen Dienst, ^wenn wir das schone Land . zu dem. jährlich Hunderttausend^ pilgern, um neue ^tarkun^ zu gewinnen, .^^ Verwüstung ^chüzen und ihm neben seiner Freiheit auch seine ^..honheit bewahren. und wenn wir auch die Buchte. unsex...... Arbeit nur züm kleinsten Theile selbst mehr ernten werden, ^ dür^n wir d.^ch der Ueb^zeugun^ sein, dass kommende ^eAchter di^ Werk ih^r V...ter^nen werden.

Jndem wir Jhnen, Tit.,. den folgenden Befchlussesentwur.f, der in felnen Einzelnheiten eine.: we.itern Beleuchtung nicht mehr bedarf, zu.: ^nn^hme empfehlen, ergreifen wir den Anlass, Sie untrer vollkommensten Hochachtung zu verstehern.

B^n, den 21. Junt 1^71.

Jm ^men des schweizerischen Bundesrath^, Der .^undespra^dent:

Schenk.

Der Kanzler der Eid^enossen^.haft :

S^i^.

^

(^ntwurf.^

Bundesbeschluß betretend

Bewilligung eines Bundesbeitrages für Schn^auten an Flüssen ...n^ Bächen im Hochgebirge, und Ausforstungen.

Die B u n d e s v e r s a m m l u n g der fch.^eiz...xischen E i d g e n o s s e n s c h a f t , nach Einsicht ein...r Botschaft des Bundesrathes vom 21. Juni 1^71,

b e sch lie sst .

Art. 1. Mit Zugrundelegung der von der .Konferenz der Kantone aus den .Liebesgaben für die Wasserbeschädi^ten von 1868 an abgeÄnderten Million Franken für Schuzbauten wird ein allgemeiner Schuz.^autenfond gegründet, aus welchem künftig alle Beiträge des Bundes für ^...hu^auten an Flüssen und Bächen des Hochgebirges, für banali-

sirungen behnss Entsumpfung und für Aufforstung der H...chgebixgswalduugen verabreicht werden.

Art. 2.

Jn diesen gesondert zu verwaltenden ^ond macht die

Bundeskasse .bis auf Weiteres eine jährliche. Einlage v.^n Fr. 100,000, wogegen der bisherige Beitrag für analog Zweke an den Forstverein dahinsatlt.

Art. 3. Die Kantone Tesstn, Wallis, Granbünden, Uri und .^t. Gallen haben im Hinblik auf den Ursprung des Fonds zum voraus auf folgende Summen Anspruch : .......essin Fr. 413,443, Wallis Fr. 224,000,

Graubünden Fr. 30^,454, Uri Fr. 75,000, ^t. Gallen Fr. 67,200, immerhin voraus^esezt, dass fie bis Ende 1877 die zum Be^ dieser Summen berechtigenden Arbeiten ausführen werden. .^ach Ablauf dieses Zeitpunktes stehen alle Kantone und .Landeskunden hinsiehtlieh des restirenden Theiles des F.^nds und der weitern Zuschüsse auf den. Bvd^n volliger Gleichberechtigung.

^ Art. 4. Di... cantone haben alljährlich spätestens bis Ende Mai für diejenigen Bauten und .^lussorstungen, für welche sie Beiträge aus dem Schuzbautensond beanspruchen, dem Bundesrath genaue Vorlage mit nothigen Vlänen und Kostenberechnungen zu machen. Diese unterwirst der Bundesrath einer sorgfältigen Brüsung und wird namentlich dafür besorgt sein, daß mit den Verbauungs- und .^oxrektionsaxbeiten die nothigen Aufforstungen in angemessener Weise verbunden werden.

Der Beitrag fol.l für das einzelne Werk in der Regel 1/2 der wirklichen Baukosten nicht übersteigen. Sofern die wirklichen Baukosten großer sind als die Voranschläge, so wird nur die in den Voranschlägen .Zeichnete Summe berechnet.

Art. .^. Der Unterhalt der erstellten Werke liea^t den zunachft ^etheiligten Kantonen und Gemeinden ob. Dem Bunde steht jedoch die Berechtigung zu, diesen Unterhalt zu überwachen und nothigenfall....

bezügliche Anordnungen auf Kosten der Unterhaltspflichtigen selbst zu treffen.

....lrt. ^. Der Bundesrath wird der Bundes.^e^ammlnng jahrlich über den Bestand des Fonds und d^ au.... demselben gemachten VerSendungen Bericht erstatten.

...lrt. 7.

Der Bundesrath ist mit der. Vollziehung di^es Be-

schlusses beaustragt.

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des

.Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung, betretend die Aushebung der Naturalisirung des Württembergers .Cannes Fuchs.

(Vom 21. Juni 1871.)

Tit.!

B e r n h a r d Fuchs von Genkingen, Oberamtes Reutlingen (Württemberg), welcher feit dem Jahre 1846 im Kanton Thurgau niederge...

lassen war, erwarb zu Ansang des Jahres 1870 das Bürgerrecht der Gemeinde Mazingen , Kts. Thurgau. Er stellte hierauf am 16.

Februar 1870 das Gesuch um Ertheilung des Kantonsbürgerreehtes.

welches ihm und seiner Familie unter der Bedingung zugestehert wurde, dass er gemäss Art. 43 der Bundesperfassung noch die. Entlassung aus dem württembergischen Staatsperbande beibringen müsse. Es scheint aber schon dannzumal Zweifel gewaltet zu haben, dass eine solehe unbedingte Entlassungsurkunde beigebracht werden konne , denn anstatt die Erfüllung jenex Bedingung einsaeh dem Betenten zu überlassen, wurden die nöthigen Schritte von dem Statthalteramte des Bezirkes Frauenseld auf amtlichem Wege gethan. Dasselbe erhielt jedoch unterm 23. März 1870 pon dem konigl. würtembergisehen Obexamte Reutlingen die Antwort, dass nur Bernhard Fuchs, dessen Ehefrau und sechs Kinder au...

dem württe.mbergischen Staatsverbande entlassen worden seien, dass aber

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Botschaft des Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung, betreffend Bewilligung eines Bundesbeitrages für Schuzbauten an Flüssen und Bächen im Hochgebirge, und Aufforstungen. (Vom 21. Juni 1871.)

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Bundesblatt

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Foglio federale

Jahr

1871

Année Anno Band

2

Volume Volume Heft

27

Cahier Numero Geschäftsnummer

---

Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

08.07.1871

Date Data Seite

880-900

Page Pagina Ref. No

10 006 924

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