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Aus den Verhandlungen des Bundesrates.
(Vom 1. Dezember 1931.)
Es werden folgende Bundesbeiträge bewilligt : 1. Dem Kanton Bern: a. an die zu Fr. 170,000 veranschlagten Kosten der Korrektion der Vendline zwischen Vendlincourt und Boufol, 35 %, im Maximum Fr. 59,500 ; b. an die zu Fr. 40,000 veranschlagten Kosten der Erstellung einer Siedelungsbaute auf dem Eütiboden, in der Gemeinde Schangnau, Amtsbezirk Signau, 20%, im Maximum Fr. 8000.
2. Dem Kanton Uri an die zu Fr. 56,000 veranschlagten Kosten der Erstellung einer Warentransportseilanlage von Spiringen-Dorf nach ,,Ratzismatt" und ,,Riedlig" (Spiringerberge), Gemeinde Spiringen, 25 % im Maximum Fr. 14,000. : 3. Dem Kanton Basel-Landschaf t an die zu Fr. 180,000 veranschlagten Kosten der Verbauung des Schellenbergbaches, oberer Teil, I. Bauetappe, Gemeinde Waldenburg, 40 % im Maximum Fr. 72,000.
4. Dem Kanton Graubünden an die zu Fr, 670,000 veranschlagten Kosten der Erstellung einer Güter- und Alpweganlage Salginatobel-Schuders, in der Gemeinde Schiers, Bezirk Unterlandquart, 40 % im Maximum Fr. 268,000.
5. Dem Kanton Wallis an die zu Fr. 150,000 veranschlagten Kostender Güterzusammenlegung ,,Anzerre, Gemeinde Ayent, 62 % im Maximum Fr. 93,000.
Als Delegierter an den in Paris im Monat Mai 1932 stattfindenden internationalen Gartenbaukongress wird bezeichnet: Herr H. Duperrex, Direktor der Gartenbauschule Châtelaine-Genf.
(Vom 7. Dezember 1.931.)
Die schweizerische Delegation an der in Genf am 2. Februar 1932 beginnenden Abrüstungskonferenz wird wie folgt bestellt: D e l e g i e r t e : Herr Giuseppe Motta, Vorsteher des eidgenössischen Politischen Departements, in Bern, als Chef der Delegation; Herr Max Huber, in Zürich, alt Präsident des ständigen internationalen Gerichtshofes, als Stellvertreter des Delegationschefs ; Oberstkorpskommandant Otto Bridler, in Winterthur, Kommandant des 2. Armeekorps; Oberstkorps-kommandant Gaston de Loriol, in Bern, ehemaliger Waffenchef der Infanterie ; Herr Nationalrat Hermann Häberlin, in Zürich ; Herr Nationalrat
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Richard König, in Bern; Herr Nationalrat Ernest Perrier, in Freiburg; Herr Nationalrat Henri Vallottori, in Lausanne; Oberst A. Zublin, in Zürich, T e c h n i s c h e B e i r ä t e : Oberst Walter Kissling, Sekretär des eidgenössischen Militärdepartements, in Bern; Oberst Arnold Isler, Direktor des eidgenössischen Luftamtes, in Bern.
J u r i s t i s c h e r B e i r a t und G e n e r a l s e k r e t ä r : Herr Camille Gorgé, L Sektionschef beim eidgenössischen Politischen Departement, in Bern.
Als Chef der Sektion für Munition in Thun (II. Sektionschef) wird gewählt: Hauptmann Saurer, .Hellmut, von Arbon, bisher Adjunkt dieser Sektion.
Als Hauptmann im Instruktionskorps der Artillerie wird gewählt: Hauptmann Bachofner, Hans, von Zürich, Instruktionsaspirant in Bière.
Das nationale Referendums- und Initiativkomitee hat am 30. November 1931 der Bundeskanzlei eine Anzahl Unterschriftenbogen des Volksbegehrens um Aufnahme einer Übergangsbestimmung zu Art. 34quater der Bundesverfassung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung eingereicht. Diese Bogen sollen 51,269 Unterschriften enthalten. Sie sind dem eidgenössischen statistischen Amt zur Prüfung überwiesen worden.
Der Text der Initiative lautet: ,,Art. 34iuater B.V. Übergangsbestimmung. Ab 1. Januar 1932 und bis zur Wirksamkeit der Alters- und Hinterlassenenversicherung verwendet der Bund aus den Einkünften und Erträgnissen des Fonds für die Altersversicherung jährlich einen Betrag von 25 Millionen Franken für die Altere- und Hinterlassenenfürsorge.
Dieser Betrag wird unter sämtliche Kantone verteilt im Verhältnis der durch die eidgenössische Volkszählung ermittelten Anzahl Personen schweizerischer Nationalität im Alter von über 65 Jahren.
Die Kantone haben die ihnen zuûiessenden Beträge für die Ausrichtung von Altersrenten an Greise und Greisinnen von über 65 Jahren, sowie von Beihilfen an Witwen und Waisen zu verwenden. Die Leistungen sind an Personen schweizerischer Nationalität auszurichten, die aus eigenen Mitteln und Pensionen ihren Lebensunterhalt in auskömmlicher Weise nicht bestreiten können.
Die Kantone fähren diese Fürsorge unentgeltlich durch. Sie können dabei auch gemeinnützige Institutionen zur Mitwirkung heranziehen.
Der Bundesrat und die Kantonsregierungen bestimmen das Nähere auf dem Verordnungsweg."
Bundesblatt.
83. Jahrg.
Bd. II.
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Jahr
1931
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49
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Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum
09.12.1931
Date Data Seite
792-793
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