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Botschaft des

Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend die vom Bunde für das Jahr 1914 den Kantonen für die Ausrüstung der Rekruten, sowie für die Reserven zu leistenden Vergütungen.

(Vom

23. Mai 1913.)

Tit.

Wir beehren uns, Ihnen nachstehend unsern Bericht über den Entschädigungstarif für 1914 zu unterbreiten.

  1. Ausrüstung der Rekruten.

Die B e k l e i d u n g der Rekruten wird im Jahre 1914 dieselbe sein, wie 1913.

Die Wollpreise lagen in den letzten Monaten um mehrere Prozent höher als im Frühjahr 1912 ; demzufolge müssen, entsprechend den Vorschlägen der Expertenkommission, die Ansätze für die Militärtücher um 3 % erhöht werden.

Diese Ansätze und die für ein Kleid sich ergebenden Erhöhungen gegenüber dem Vorjahre sind in nachstehender Tabelle zusamm engestellt.

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Tuchsorte

Waffenrocktuch Hosentuch .

Stiefelhosentuch für Kavalleristen .

Reithosentuch, neues Muster für berittene Artillerietruppen etc. .

Kaputtuch .

Blusentuch .

Grundtarif Entschädigung 1907 fUr 1913 der Meter der Meter

Vorschlag Entschädigung für 1914 der Meter

Erhöhung des Ansatzes fUr ein Kleid

11.10

10.85 10.30

10.80 10.30

10.60

Waffenrock 45 Rp.

Hose 35 ,,

11.70

11.60

11.90

St.-Hose o. B. 40 ,, ,, m. B. 60 ,, Reithose 1l 0. B. 45 ,, ,, ,, m. B. 65 ,,

9.-- 9.90

13.-- g

9.80

13.40 9.30 10. 10

Kaput Mantel Bluse

70 ,, 90 ,, 40 ,,

Im weitern müssen infolge höherer Materialpreise nachgenannte Preiserhöhungen in Vorschlag gebracht werden : für das u n g a r n i e r te Käppi Mod. 88 aller Waffen, mit Ausnahme der Kavallerie, per Stück 55 Rp. ; für das Käppi Mod. 83 für Kavallerie um Fr. l bezw. von Fr. 21 auf Fr. 22 ; für den Tornister Mod. 98 für Fusstruppen um Fr. 1. 50 bezw.

von Fr. 31. 50 auf Fr. 33; für den Tornister für Nichtgewehrtragende um Fr. 1. 50 bezw.

von Fr. 27. 50 auf Fr. 29; für den Traintornister um Fr. 1. 50 bezw. von Fr. 32 auf Fr. 33. 50; für den Brotsack für Fusstruppen um 20 Rp. bezw. von Fr. 6. 40 auf Fr. 6. 60 ; für den Brotsack für Berittene um 20 Rp. bezw. von Fr. 8. 80 auf Fr. 9 ; für die Ledergamasche Mod. 11 (inkl. Garnitur) um Fr. 2. 50 bezw. von Fr. 15. 50 auf Fr. 18.

Die Preisansätze für die M e t a l l g e g e n s t ä n d e der Ausrüstung bleiben dieselben wie 1913.

Die Rekruten der verschiedenen Truppengattungen sind gemäss nachstehender Tabelle II auszurüsten. Die Vergütungen,

325 welche der -Bund den Kantonen für die Rekrutenausrüstung zu, leisten hat, sind demgemäss in der Tabelle I ausgerechnet.

B. Kriegsvorrat an neuen Ausrüstungsgegenständen.

Auf 15. April jeden Jahres sollen verordnungsgemäss nicht nur die zur Ausrüstung der Rekruten des betreffenden Jahres nötigen neuen Gegenstände, sondern ein für ein weiteres Jahr ausreichender Vorrat, Kriegsvorrat genannt, also auf 15. April 1914, die Ausrüstung für die Rekruten von 1914 und 1915 vorhanden sein. Da der Entscheid über die Einführung neuartiger Modelle noch nicht erfolgen konnte, rnuss die in der Anschaffungsperiode 1913/14 anzuschaffende Ausrüstung in Gegenständen bisheriger Ordonnanz erstellt werden.

Hinsichtlich der Zinsvergütung für den Kriegsvorrat beantragen wir, es sei den Kantonen im Jahre 1914 wie im Vorjahr eine solche für die Dauer von acht Monaten zum Zinsfuss von 4^2 °/o auszurichten.

C. Unterhalt der gebrauchten persönlichen Ausrüstung in Händen der Mannschaft und in den Magazinen.

Durch Bundesbeschluss vom 12. Dezember 1911 wurde die Entschädigung für den Unterhalt der persönlichen Ausrüstung erstmals für das Jahr 1912 auf 18°/o des Wertes der Rekrutenausrüstung festgesetzt.

Wir beantragen, es sei die Entschädigung für den Unterhalt mit 18 °/o des Wertes der Rekrutenausrüstung auch für das Jahr 1914 beizubehalten.

Genehmigen Sie, Tit., die Versicherung unserer vollkommenen Hochachtung.

B e r n , den 23. Mai 1913.

Im Namen des Schweiz. Bundesrates, Der Bundespräsident: Müller.

Der Kanzler der Eidgenossenschaft: Schatzmann.

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(Entwurf.)

Bundesbeschluss betreffend

den vom Bunde für das Jahr 1914 den Kantonen für die persönliche Ausrüstung der Rekruten und die Reserven zu leistenden Vergütungen.

Die Bundesversammlung der schweizerischen Eidgenossenschaft, nach Einsicht einer Botschaft des Bundesrates vom 23. Mai 1913, beschliesst: I. Die vom Bunde an die Kantone für 1914 auszurichtenden Vergütungen werden festgesetzt wie folgt:.

  1. Für die Rekruten.

Für einen Füsilier und Infanterie-Mitrailleur (inkl.

Führer) Fr. 178. 65 Fahrer der Infanterie-Mitrailleure (inkl.

Trompeter) ,, 225. 10 Schützen ,, 179.30 Guiden und Dragoner ,, 210.15 Mitrailleur der Kavallerie ,, 211. 65 Kanonier der Feldartillerie . . . . ,, 197. 45 Kanonier der Fussartillerie . . . . ,, 197.15 Fahrer der Feld- und der Fussartillerie (inkl. Hufschmiede und Trompeter) . . ,, 219* 60 Gebirgsartilleristen und einen Säumer aller Truppen ,, 199» 75

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Für einen Trainsoldaten (inkl. Hufschmiede und Trompeter) Fr. 254, 55 ,, ,, Trainsoldaten vom Bock fahrend ,, 252.45 ,, eine Ordonnanz ,, 251.40 ,, einen Geniesoldaten ,, 202.95 ,, ,, Festungssoldaten (exkl. Mitrailleur) . . ,, 197.40 ,, ,, Mitrailleur der Festungstruppen ,, 197. 35 ,, ,, Sanitätssoldaten ,, 165.15 ,, ,, Verpflegungssoldaten ,, 193.55 2. Für den Kriegsvorrat an neuen Ausrüstungsgegenständen » Für den Wert des vorgeschriebenen Jahresvorrats eine Zinsvergütung für die Dauer von 8 Monaten, zum Zinsfuss von ^l/z°/o.

3. Für den Unterhalt der gebrauchten Ausrüstung: 18 % des Wertes der im Jahr 1914 abgegebenen Rekrutenausrüstung.

Der Bundesrat wird mit der Vollziehung dieses Bundesbesehlusses beauftragt.

->H3S~-

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Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend die vom Bunde für das Jahr 1914 den Kantonen für die Ausrüstung der Rekruten, sowie für die Reserven zu leistenden Vergütungen. (Vom 23. Mai 1913.)

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1913

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21

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432

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28.05.1913

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323-327

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