244

# S T #

Konkurrenz- und Stellen-Ausschreibungen, sowie

Inserate und litterarische Anzeigen.

Ausschreibung von Bauarbeiten.

Die Zimmer-, Bauschmiede-, Blitzableitungs-, Spengler- und Holzcementbedachungsarbeiten, sowie die Lieferung von Walzeisen und gußeisernen Säulen für das Werkstatt- und Magazingebäude des eidg. Kriegsdepots in Thun werden hiermit zur Konkurrenz ausgeschrieben. Pläne, Bedingungen und Angebotformulare sind im eidg. Baubureau in Thun zur Einsicht aufgelegt.

Übernahmsofferten sind verschlossen und unter der Aufschrift: ,,Angebot für Kriegsdepotgebäude Thun" der unterzeichneten Verwaltung bis und mit dem 12. Februar nächsthin franko einzureichen.

B e r n , den 1. Februar 1897.

Direktion der eidg. Bauten.

Ausschreibung.

Für die Militärschulen und -kurse pro 1897 auf nachstehenden Waffenplätzen werden hiermit folgende Lieferungen ausgeschrieben: Yverdon : Brot, Fleisch, Hafer, Heu und Stroh.

Alrolo: Fleisch.

Die Lieferungsvorschriften sind bei den Kriegskommissariaten der Kantone Waadt und Tessin, beim Festungsbureau Andermatt, sowie bei unterzeichneter Amtsstelle zur Einsichtnahme aufgelegt. Vereinigungen von mehr als zwei Bewerbern für eine Lieferung sind unzulässig. Jeder Konkurrent hat zwei Bürgen zu bezeichnen und für sich und diese letztern gemeinderätliche Habhaftigkeitsbescheinignngen dem Angebote beizulegen.

Die Offerten (für Brot per Portion zu 750 g. in Laiben zu 1500 g. ; für Fleisch per Portion zu 375 g. für die Festungstruppen und zu 320 g. für die übrigen Truppen; für Hafer, Heu und Stroh, unrationiert, per 100 kg. berechnet) sind versiegelt und mit der Aufschrift: " Angebot für Brot, Fleisch oder Fourage" versehen bis zum 15. Februar 1897 der unterzeichneten Amtsstelle franko einzureichen.

B e r n , den 26. Januar 1897.

Eidg. Oberkriegskommissariat.

245

Stelle-Ausschreibung.

Die infolge Hinscheids des bisherigen Inhabers seit einiger Zeit vakant gewordene Stelle des Chefs des Korrespondenzbureaus des eidg. OberkriegsKommissariats wird hiermit zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.

Besoldung nach Gesetz.

Bewerber um diese Stelle, welche gelegentlich auch bei der Instruktion mitzuwirken haben, haben ihre Anmeldungen, mit den nötigen Ausweisen über Befähigung begleitet, dem unterzeichneten Departement bis zum 13. Februar nächsthin schriftlich einzureichen.

B e r n , den 27. Januar 1897.

Schweiz. Militärdeparteinent.

Ausschreibung von Postlehrlingsstellen.

Die schweizerische Postverwaltung bedarf einer Anzahl neuer Postlehrlinge.

Schweizerbürger können ihre Anmeldung bis spätestens den 28. Februar 1897 einer der Kreispostdirektionen in Genf, Lausanne, Bern, Neuenburg, Basel, Aarau, Lnzern, Zürich, St. Gallen, Chur oder Bellinzona einreichen.

Die Bewerber müssen wenigstens 16 und dürfen höchstens 25 Jahre alt sein. Sie haben ihre Anmeldung schriftlich einer der obgenannten Kreispostdirektionen einzureichen. Der Anmeldung, welche eine kurze Lebensbeschreibung des Bewerbers enthalten soll, sind beizulegen: a. der Gebnrts- oder Heimatschein ; 6. ein Sittenzeugnis ; c. ein Arztzeugnis, mit specieller Berücksichtigung der Hör- und Sehorgane ; d. Zeugnisse über den bisherigen Bildungsgang.

Ferner haben sich die Bewerber später bei einer Amtsstelle, welche ihnen von der Kreispostdirektion bezeichnet wird, persönlich vorzustellen.

Verlangt wird unter anderem die Kenntnis wenigstens zweier Nationalsprachen.

Mit Rücksicht auf die bestehenden dienstlichen Verhältnisse können weibliche Bewerber diesmal nicht berücksichtigt werden.

Betreffend den Ort der Verwendung, sowie den Zeitpunkt des Dienstantrittes der neuen Lehrlinge behält sich die Postverwaltnng vollkommen freie Hand vor.

Weitere Auskunft erteilen sämtliche Kreispostdirektionen.

B e r n , den 29. Januar 1897.

Schweiz. Oberpostdirektion.

246

Ausschreibung von erledigten Stellen.

Die Bewerber müssen ihren Anmeldungen, welche s c h r i f t l i c h und p o r t o f r e i zu geschehen haben, gute Leumundszeugnisse beizulegen im Falle sein; ferner wird von ihnen gefordert, daß sie ihren N a m e n , und außer dem Wohnorte auch den H e i m a t o r t , sowie das G e b u r t s j a h r deutlich angeben.

Wo der Betrag der Besoldung nicht angegeben ist, wird derselbe bei der Ernennung festgesetzt. Nähere Auskunft erteilt die für die Empfangnahme der Anmeldungen bezeichnete Amtsstelle.

  1. Einnehmer beim Nebenzollamt in Steckborn (Thurgau). Anmeldung bis zum 13. Februar 1897 bei der Zolldirektion in Schaff hausen.
  2. Briefträger in Grandson. Anmeldung bis zum 16. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Lausanne.
  3. Briefträger in Mühlethurnen (Bern). Anmeldung bis zum 16. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Bern.
  4. Vier Postcommis in La Chaux-deFonds.

Anmeldung bis zum 16. Februar 5) Vier Postpacker, Bureaudiener und 1897 bei der Kreispostdirektion in Nenenburg.

Briefkastealeerer in La Chaux-deFonds.

Anmeldung bis zum 16. Februar 6) Zwei Postcommis in Basel.

| 1897 bei derlireispostdirektion in 7) Zwei Paketträger in Basel.

j Basel.

8) Briefträger in Aarbnrg.

Ì 9) Zwei Briefträger und Boten in Gontenschwil (Aargau).

J 10) Vier Postcommis in Luzern.

l 11) Mehrere Postpacker in Luzern.

12) Briefträger inEmmenbrücke(Luzern).J 13) Briefträger in Zürich 12 (Neul münster).

14) Briefträger in Bubikon (Zürich). J

  1. Posthalter und Briefträger in Etivaz (Waadt).
  2. Zwei Paketträger in Lausanne.
  3. Briefträger, Bnreaudiener und Kemisengehülfe in Bulle.
  4. Briefträger in Neuenburg.
  5. Mandatträger in Neuenburg.
  6. Paketträger in Neuenburg.

Anmeldung bis zum 16. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Aarau.

Anmeldung bis zum 16. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Luzern.

Anmeldung bis zum 16. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Zürich.

Anmeldung bis zum 9. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Lausanne.

Anmeldung bis zum 9. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Neuenburg.

Beilage zu Nr. 5 des Bundesblattes, Jahrg. 1897.

Zusammenstellung der im Monat Dezember 1896 auf den schweizerischen Eisenbahnen beförderten Züge und deren Verspätungen.

1

1

2

4

3

1

1

5

6

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1

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9

1

10

11

Total der beförderten

Bezeichnung der Eisenbahnen

Durchschnittliche Länge der Davon im Betrieb doppelbefindlichen spurig Linien

Kilometer

Total der zurückgelegten

im Fahrplan vorgesehenen regelmäßigen

Fakultativ- und Extra-

Güterzüge Güterzüge mit mit Personenreinen reinen Personen- PersonenPersonenGüterzfige züge Güterziige zfige befördebeförderung rung

Zngs-

Achs-

Kilometer

12

1

13

14

15

16 j

17

18

19

20

1

21

22

23

l

24

An den Endpunkten der Fahrt trafen ein: Ursache der Verspätungen Auf die regelmäßigen Personenzüge GUterzQge mit PersonenVon den Auf der eigenen Linie mit 10 und mehr Minuten beförderung mit 15 und Personenznge AchsVerspätung mehr Minuten Verspätung Durch und kilometern Güterzüge Verkommen DurchDurchdurch infolge mit spätung infolge auf 1 KiloGrößte schnittschnittGrößte den von Personender Verliebe Verliche von meter Stationsbeförderung Ver- spätung Anzahl Ver- spätung Anschloß- Unfällen RollTotal Bahnlänge Anzahl spätung and spätung entfallen: anstalten nnd atmos- materialphärischen defekten FahrEinflüssen dienst Minuten Minuten Zngskilometer

25

26

27

28

Prozente der gemäß Kolonnen Anzahl 22 und 23 im der Total verspäteten gleichen versäumten Züge im Monat Anschlüsse im gleichen Verhältnis des Monat zur Vorjahres des Vor- Gesamtzahl jahres der Züge

  1. Normalspurbahnen.

Jura-Simplon-Bahn ') . . .

Nordostbahn 2) Central bahn 8) Vereinigte Schweizerbahnen *) Gotthardbahn Sudostbahn Seethalbahn Emmenthalbahn Neuenburger Jurabahn . . .

Tößthalbahn Langenthal-Huttwil-Wolhuseu Sihlthalbahn Orbe-Chavornay

981 766 394 310 267 50 50 43 40 40 40 15 4

105 118 129 9 119"

6424 7970

1318 1612

2288 2735

4113

875 769 259

1949 372 967 104 156 130 104 104

2384

1302 992 527 372 527 413 310 372 682

62 124 186 52 248

104 52

13 9 3 14

15 1

1 2

2

767 983 469 202 725 83 3 70 18 27 34 46

575 291 526 631 274 326 169 670 252 028 18163 19 225 13636 20586

16128 11610

13239485

12 744 844 8 348 574 4174225

7 744 290 178824

168 549 207 307 236 792 168 435

433 379 392 049 187 687

13496 16639

143067 138818 14880 16523 10664 17794

13466 29005 3577

14105 11098

4211 3914

5208 2659

3767

21190

3371 4822 5920

6094 2862

156538 56506 5724

26 429 12511

303 464 133 580

26288 10664

3299

5766 5344 9849 3900 3780 5754

31084 51808 119552 26556 35214 60994 46954 25410 35546 50634

5766 5292 9836 3900 3780 5724 5363 5270 4340 4200 8732 9098 2790 2580

1037 1919

1431

138 118 143 52 23 24 1 4 13 4

20 15 15 18 16 12 12 16 22 35

143 43 56 33 33 18 12 22 56 60

19

7 12

4

42 19 21

31

159 24

28

68

78 101 102 47 17 20 1 3 7 1

19 4 3

2

41 4 45 11 3 2

79 17 48 17 6 4

2

1 1 1

1 10 3

19 9 6

3

9

98 23 23 21 7 1 6

0,7,

l,ie

0,14

0,25

0,90

0,49

0,64

0,68

0,19

0,46

0,40

0,10 1,29

0,20

6

0,14

22

28

7

2

18 --

21

1

2 30 3

21 13 102

26 20 109

2542 2609

1

16

16

1495

6

73

118

3 6

20 24

35 30

1

1 748 2 056

4 6

14 15

17 29

1

1 7

0,83

0,65

1 8

58 19 17 24

0,18

1

0,15

1

1

0.17

1 7

4 9 3

1,19

1

0,89

2. Schmalspurbahnen.

Rhätische Bahn Brünigbahn (J.-S.) . . .

Visp-Zermatt (J.-S.) . . .

Bière-Apples-Morges und Apples-L'Isle (J.-S.) .

Saignelegier-Chaux-de-Fonds .

Appenzellerbahn (Winkelu-Appeuzell) Tverdon-Ste. Croix (J.-S.) . . .

Berner Oberlandbahnen . .

Lausanne-Echallens-Bercher . .

Frauenfeld-Wyl Ponts-Sagne-Chaux-de-Fonds (J.-X.)

Waldenbnrgerbahn . . .

Appenzeller Straßenbahn (St. Gallen-Gais) .

Birsigthalbahn Nenchâtel-Cortaillod-Boudry (J.-X.)

Tramelan-Tavannes . . .

Brenets-Loole

92 43«

454 496

--t 30 27 26 25 24 24 18 17 14 14 13 11 9 5

372 134 692 104 282 258 310 310 248 300 832 1418 310 516

124

62 62 52

2 2

2 12

3 1

62

3392

480

33424

5867

9143

122

Im Uonut De.:e.mber Ì895

3418

410

27131 10321 1

8112

264

5561 5271 4340 4242 9096 9098 2790 2580

3 52

Totale und Durchtchnittsiahlen

>) Inkl. Bulle-Romont, Regional VM-de-Travers, Thn aerseebahn n nd Bödelit>»hn.

·) ,, Bötzbergbahn mit Koblenz-Stein.

s ) ,, Aarg. Südbahn, Wohlen-Bremgarten nnd Bas 1er Verbindn ngsbahn.

') ,, Wald-Rüti nnd Toggenbnrjerbahn.

2 3

9 78

18

100 758 85196 15732 12780

3107

4599

1063 1468

2

22

2

24 21

3 1 1

6

2 6

2 6

3 3

1 2

1

1 3

120

222

136

198

5

1,02

6

4

0,32

4

1,30

2539

3617 7751 7745

3438

2022561

48 565 355

1 501 554

14318

591

18

143

44

31

159

413

57

2993

1 895 757

44 028 269

1 420 604

12542

599

17

115

74

26

128

475

62

** Dif ) Strecke G swil-Meirin jen war nk ht im Betrieb, 1 5,205 km.

t Di i Linie Vis >-Zermatt H ar nicht im Betrieb, 36 km.

1 2

45

1 |

0,67

3 5

0,37 0,37

0,19

198

0,42 0,53

0,53

137 92

·

247 7) Zwei Postcommis in Basel. Anmeldung bis zum 9. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Basel.

8) Briefträger und Packer in Brunnen. l Anmeldung bis zum 9. Februar 9) Briefträger und Bote in Hitzkirch \ }897 bei der Kreispostdirektion in (Lnzern) J Lnzern 10) Postcommis in Zürich. Anmeldung bis zum 9. Februar 1897 bei der Kreispostdirektion in Zürich.

11) Briefträger in Heiden.

"| ,,e^^lÜS^?"

12) Posthalter iu Schanis (St. GII«).

13) Postablagehalter, Briefträger und St. Gallen; Bote in Botsberg (St. Gallen).

J 14) Vier Postcommis in Bellinzona.

l Anmeldung bis zum 9. Februar 15) Postpacker und Bureaudiener in } J«"tei der Kreispostdirektion in Lugano.

J Bellmzona.

16) Zwei Dienstchefs auf dem Tele1 , ,, ,.

,, ,,, el UDg ZUm graphenbureau Genf.

u ' ?ebru?r Cn^T1897 bei jder rr ?

i7\ v · n- t. u t t j rr .

( Telegraphemnspek17) Zwei Dienstchefs auf dem Tele| tion in Lausanne, graphenburean Lausanne.

J 18) Telegraphist in Lausanne. Jahresgehalt gemäß Bundesgesetz vom 2. August 1873. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in Lausanne.

19) Telegraphist nnd Telephonist in Komont (Freiburg). Jahresgehalt Fr. 300, nebst Depeschenprovision für den Telegraphendienst und Fr. 560 für den Telephondienst. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in Lausanne.

20) Zwei Dienstchefs auf dem Telegraphenbureau Bern. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in Bern.

21) Telegraphist in Bern. Jahresgehalt gemäß Bundesgesetz vom 2. August 1873. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in Bern.

22) Zwei Dienstchefs auf dem Tele) ,, ,.

,, _, graphenbureau Basel.

Anmeldung bis zum 6. Februar ,,_. ° , , . ,, , ,,. .

, > 1897 bei der Telegraphemnspek23) Dienstchef auf dem Telegraphention jn Qlten.

bureau Luzern.

J 24) Zwei Dienstchefs auf dem TeleÌ graphenburean Zürich Anmeldung bis zum 6. Februar _.. ° . , , ,, ,, , ,,, , > 1897 bei der Telegrapheninspek25) Dienstchef auf dem Telegraphen- | tion in Zürich, bureau Wmterthur.

J 26) Zwei Telegraphisten in Zürich. Jahresgehalt gemäß Bundesgesetz vom 2. August 1873. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in Zürich.

27) Telegraphist und Telephonist in Eüti (Zürich). Jahresgehalt Fr. 240, nebst Depeschenprovision für den Telegraphendienst und Fr. 780 für den Telephondienst. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in Zürich.

248 28) Zwei Dienstchefs auf dem Telegraphenbureau St. Gallen. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in St. Gallen.

29) Telegraphist in St. Gallen. Jahresgehalt gemäß Bundesgesetz vom 2. August 1873. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in St. Gallen.

30) Telegraphist in Chur. Jahresgehalt gemäß Bundesgesetz vom 2. August 1873. Anmeldung bis zum 6. Februar 1897 bei der Telegrapheninspektion in Chur.

Verschollenerklärung.

Andreas Alois H ü s l e r , Bürger von Steinhausen, Kanton Zug, geboren den 18. Dezember 1829, Sohn des Wendolin Hüsler und der Barbara Hinriter, welcher den 10. November 1865 nach Amerika verreiste, von dessen Leben seit seinem letzten Briefe vom Mai 1866 keine Kunde mehr eingegangen, sowie allfällige hierorts unbekannte Descendenten desselben werden hiermit aufgefordert, sich innerhalb 6 Monaten von heute an beim Tit. Bürgerrate Steinhausen anzumelden, ansonst nach Verfluß dieser Frist zur Todeserklärung geschritten und infolgedessen über seine allfällige Verlassenschaft zu gunsteu seiner hierorts bekannten Erben würde verfügt werden.

Z u g , den 27. Januar 1897.

[3/i]

Namens des Kantonsgerichtes: Karl Stadier, Gerichtsschreiber.

Publikationsorgan für das

Transport- und Tarifwesen der

Eisenbahnen und Dampfschiff-Unternehmungen auf dem

Gebiete der Schweiz. Eidgenossenschaft, Herausgegeben vom Schweiz. Eisenbahndepartement.

Beilage zum Schweiz. Bundesblatt. -- Preis bei Separatabonnement Fr. 1.

JV« 5.

Bern, den 3. Februar 1897.

II. Réglemente and Tarifvorschriften.

  1. Schweizerischer Verkehr.

5

56. ( /97) Transportreglement der schweizerischen Eisenbahn- und Dampfschiffunternehmungen, vom i. Januar 1894. Nachtrag III.

Am 1. März 1897 tritt ein Nachtrag 111 zu dem obgenannten Transportreglement in Kraft.

Derselbe enthält neue Redaktionen für § 33, Absatz 3 (Haftung für Musterkoffern und andere nicht zum Reisebedarf gehörende, jedoch als Gepäck beförderte Gegenstände), für § 48, Absatz 13 (Begleitung von Hengsten und bösartigen Tieren) und für § 55, Absatz l (Zeit der Aufgabe der Güter) ; ferner einen Zusatz zu §.59, Absatz 5 (Vorschriften betreffend das Papier der Frachtbriefe): eine Änderung der im Nachtrag I enthaltenen Bestimmungen betreffend die dem Postzwang unterworfenen Gegenstände; TransDortbestimmungen für die Artikel ,,Abfallschwefelsäure aus Nitroglycerinfabriken", ,,Calciumcarbid", ,,Lithotrit" und ,,Pulver zur Darstellung von Bordeauxbrühe" ; endlich eine Änderung des Verzeichnisses der kantonalen Feiertage im Kanton Uri.

Basel, den 27. Januar 1897.

Direktorium der Schweiz. Centralbahn, als Präsidialverwaltung des schweig. Eisenbahnverbandes.

29

57. (5/9?) Vorschriften betreffend

das Papier der Frachtbriefe.

Die im Nachtrag III zum Transportreglement der schweizerischen Eisenbahn- und Dampfsehiffunternehaiungen enthaltenen Vorschriften, betreffend das Papier der Frachtbriefe (Zusatz zu § 59, Absatz 5) sind nicht nur für die schweizerischen, sondern auch für die internationalen Frachtbriefe verbindlichj soweit letztere in der Schweiz aufgegeben werden. Die genannten Vorschriften lauten wie folgt: ,,Für die Qualität und das Gewicht des Papiers der Frachtbriefe gelten folgende Normen: Holzschlifffreies Papier; Reißlänge im Minimum : 3000 m. ; Dehnung im Minimum : 2,5 % ; Asche im Maximum : 10 °/o ; Gewicht per m* im Minimum; 90 gr.; "Widerstand: ziemlich groß.

Außerdem soll das Frachtbriefpapier das Wasserzeichen des Fabrikanten tragen. Von Privatdruckereien gelieferte Frachtbriefe müssen am Rande den Namen des Druckers (in Initialen), sowie das Datum der Drucklegung enthalten.

Die bereits von den Bahnverwaltungen abgestempelten oder von ihnen ausgegebenen Frachtbriefe, welche bezüglich der Qualität und des Gewichts des Papiers von obigen Normen abweichen, werden nicht beanstandet.

Vom 1. Mai 1897 an soll das Papier sämtlicher nengedrnckten Frachtbriefe obigen Normen entsprechen und werden hiervon abweichende Formulare, welche zur Abstempelnng vorgelegt werden, zurückgewiesen."

Basel, den 27. Januar 1897.

Direktorium der Schweiz. Centralbaün, als Präsidialverwaltung des schweig. Eiseribahnverlandes.

III. Personen- und Qepüokverkehr, A. Schweizerischer Verkehr.

5

58. ( /97) Tarif für die Beförderung von Personen, Gepäck und Expreßgut im internen Verkehr der Schweiz. Nordostbahn, vom i. Februar Ì896. Nachtrag I.

Mit 1. März 1897 tritt zu obigem Tarif ein Nachtrag I in Kraft.

Soweit derselbe Taxerhöhungen enthält, bleiben die bisherigen Taxen noch bis am 3. Mai 1897 in Kraft.

Zürich, den 1. Februar 1897.

Direktion der Schweiz« Nordostbahn.

30

69. ( B /»T) Plakattarif der J S für Sonntags-, Lustfahrts- und Rundreisebillete im direkten schweizerischen Verkehr, vom i. Juni 1896.

Kündigung.

Der oben bezeichnete Plakattarif wird hiermit auf den 30. April 1897 gekündet. Über die Ausgabe eines neuen Plakates wird seiner Zeit besondere Publikation erfolgen.

Bern, den 26. Januar 1897.

Direktion der Jura-Simplon-Bahn.

B. Verkehr mit dem Auslande.

60. (5/97) Personen- und Gepäcktarif P L M -- Schwein, vom i. August 1894. Kündigung von Taxen.

Die im obgenannten Tarif, sowie in dessen Nachtrag II vorgesehenen Taxen für Billete ab Bern, Thun und Interlaken nach Paris oder umgekehrt werden hiermit auf den 30. April 1897 gekündigt. Über deren Ersatz erfolgt später besondere Publikation.

Bern, den 30. Januar 1897.

Direktion der Jura-Simplon-Bahn.

IV, Güterverkehr.

  1. Schweizerischer Verkehr.

Rückvergütungen.

B

61. ( /97) Taxermäßigung für den Transport von Eis ab Seuzach nach Zürich Hauptbahnhof.

Pur Eistransporte in "Wagenladungen von 10000 kg. ab Seuzach nach Zürich Hauptbahnhof wird bis auf weiteres eine ermäßigte Taxe von 20 Cts.

pro 100 kg. im Rückvergütungswege gewährt.

Zürich, den 2. Februar 1897.

Direktion der Schweiz. Nordostbahn.

B. Verkehr mit dem Auslande.

5

62. ( /97) Teil II, Heft I B, der südwestdeutsch-schweizerischen Verbandsgütertarife, von i. Juli 1896. Berichtigung.

Die Taxen des Ausnahmetarifs Nr. 8 (Eisen und Stahl etc.) Neunkirchen (Saar) -- Porrentruy (Pruntrut) sind mit sofortiger Gültigkeit von 156 bezw.

122 Cts. auf 205 bezw. 166 Cts. abzuändern.

Basel, den 26. Januar 1897.

Direktorium der Schweiz. Centralbahn.

31

63. ( 5 /97) Teil II der italienisch - schweizerischen Gütertarife.

Aenderungen im italienischen Ausnahmetarif Nr. ü bli für Wein etc.

Mit Gültigkeit vom 15. Februar 1897 an gilt der Ausnahmetarif Nr. 11*TM, Serie A und B, für Wein etc. auf den italienischen Strecken auch im Verkehr ab sämtlichen zu demselben zugelassenen Stationen nach allen Stationen der Gotthardbahn südlich von Gesehenen.

Vom gleichen Datum an wird die Serie B des genannten Ausnahmetarifes, enthaltend im Rückvergütungswege gültige Taxen bei Auflieferung gewisser Jahresquantitäten, durch eine Neuauflage ersetzt, worüber auf Wunsch das kommerzielle Bureau der unterzeichneten Direktion nähere Auskunft erteilt, Luzern, den 2. Februar 1897.

Direktion der Gotthardbahn.

64. ( 5 /97) Gütertarif Genf transit, Verrières transit, Bouveret transit , Vallorbes transit und Lode transit -- Central- und Westschweiz, vom i. September i89i. Ausnahmetaxen für Oelkuchen und Oelkuchenmehl.

Die im Publikationsorgan Nr. 48/96 unter Position 795 enthaltenen und für Sendungen mit Herkunft von Marseille-St. Charles gültigen Taxen Genf transit -- Liestal und Sissach sind vom 15. Februar 1897 an auch anwendbar auf Sendungen mit Herkunft von Marseille-Prado.

Bern, den 2. Februar 1897.

Direktion der Jura-Simplon-Bahn 65. (5/9?) Tarif spécial commun de transit für den Transport via Genf von Baumwollgarn und Gütern aller Art ab schweizerischen Stationen nach Marseille, Arles, St. Louis-du-Rhône, La Ciotat, Toulon und Cette und umgekehrt, vom i. Februar 4896. Aufhebung der Station Arles.

Vom 1. Mai 1897 an finden die Bestimmungen und Frachtsätze des pbgenannten Gütertarifes keine Anwendung mehr im Verkehr mit der Station Arles.

Bern, den 1. Februar 1897.

Direktion der Jura-Simplon-Bahn.

C. Transitverkehr.

Rückvergütungen.

5

66. C /»') Ausnahmetaxe Basel S C B -- Buchs für Maschinen ab Gent nach Schaan-Vaduz.

Aufhebung.

Die in der Zusammenstellung der Rückvergütungen und Ausnahmefrachtsätze der schweizerischen Eisenbahnen, Ausgabe vom Januar 1895 auf Seite 23 32

(richtig 21) unter Nr. 11 verzeichnete, im Rückvergütungswege gewährte Transittaxe Basel S C B -- Buchs für Maschinen ab Gent nach Schaan-Vaduz von Fr. 11. 93 pro 1000 kg. tritt mit 5. Mai 1897 außer Kraft.

Zürich, den 28. Januar 1897.

Direktion der Schweiz. Nordostbahn.

D. Verkehr ausländischer Bahnen auf Schweizergebiet.

B

67. ( /97) Eröffnung der Stationen Buhlerthal und Oberthal für den gesamten Güterverkehr.

Mit Wirksamkeit vom 27. Januar 1897 werden die Stationen Bühlerthal und Oberthal der Bühlerthalbahn nunmehr für den gesamten Güterverkehr eröffnet.

Karlsruhe, den 26. Januar 1897.

Generaldirektion der grossherzoglich badischen Staatseisenbahnen.

68. ( B /9r) Ausnahmetarif Nr. 2 (RoJistofftarif) für den Binnenverkehr der Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen. Ergänzung.

Mit Gültigkeit vom 1. Februar 1897 ab wird in dem Ausnahmetarif 2 (Rohstofftarif) unseres Binnenverkehrs unter Ziffer 3 hinter ,,Preßrückstände der Kartoffelstärkefabrikation, naß oder getrocknet" und unter Ziffer 4 hinter ,,Preßriickstäude der Rübenzuckererzeugung" hinzugefügt: ,,auch gemahlen".

Straßburg, den 23. Januar 1897.

Generaldirektion der Eisenbahnen in Elsass-Lothringen.

69. (5/97) Heft 4 des Teiles II der Gütertarife des süddeutschösterreichisch-ungarischen Verbandes. Nenausgabe.

Im süddeutsch-österreichisch-ungarischen Verband wird für den Klassengüterverkehr mit Stationen der k. k. österreichischen Staatsbahnen und der österreichischen Südbahn ein neuer Gütertarif, Teil II, Heft Nr. l, mit Gültigkeit vom 1. Februar 1897, ausgegeben und dagegen der gleichnamige Gütertarif vom 1. Januar 1895 samt Nachträgen aufgehoben.

Der neue Tarif wird gegen seither zahlreiche Frachterhöhungen mit sich bringen und wird außerdem für eine Anzahl seitheriger Ausnahmetarife, sowie für die Stationen Friedrichsfeld, Gottmadingen, Hausen-Raitbach, Mauer und Waghäusel keine Frachtsätze mehr enthalten.

Nähere Auskunft erteilt unser Gütertarif bureau.

Karlsruhe, den 31. Dezember 1896.

Generaldirektlon der grossherzoglich badischen Staatseisenbahnen.

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Mitteilungen des Eisenbahndepartements.

  1. Genehmigung von Tarifen und Transportbedingungen.

Genehmigt am 28. Januar 1897: Neuausgabe der allgemeinen Tarifvorschriften der schweizerischen Eisenbahnen nebst Güterklassifikation.

Genehmigt am 29. Januar 1897 : 1. Taxen für persönliche Abonnemente der elektrischen Straßenbahn Aubonne-Allainan.

2. Nachtrag I zum Tarif für die Beförderung von Personen, Gepäck und Expreßgütern internen Verkehr der Schweiz. Nordostbahn, enthaltend verschiedene Änderungen und Ergänzungen.

Genehmigt am 2. Februar 1897: 1. Ermäßigte Taxe für den Transport von Eis in Wagenladungen von 10000 kg. ab Seuzach nach Zürich Hauptbahnhof.

2. Übertragung der für den Transport von Ölkuchen nnd Ölkuchenmehl in Wagenladungen von 10000 kg. gültigen Frachtsätze für die Relation Genf transit -- Liestal und Sissaeh mit Herkunft von Marseille-St. Charles auf Sendungen mit Herkunft Marseille-Prado.

3. Anwendbarkeit des im italienisch-seh weizerisahen Verkehr für die italienischen Strecken bestehenden Frachtgutansnahmetarifes Nr. llbit, Serie A und B, für Wein etc. auf Sendungen nach den südlich von Göschenen gelegenen Gotthardbahnstationen und Neuauflage des Frachtgutausnahmetarifes Nr. llbi" für Wein etc., Serie B.

2. Sonstige Mitteilungen.

Der schweizerische Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 29. Januar 1897 beschlossen, daß die Ein- und Durchfuhr a. von Hadern und Lumpen, alten Kleidern, gebrauchtem Bettzeug und gebrauchter Leib- und Bettwäsche, mit Ausnahme des Gepäcks der Reisenden, b. von Häuten, Fellen, Pel z werk. Haaren, Borsten, Wolle, Filz, Hufen, Klauen, Hörnern, Knochen und allen sonstigen tierischen Abfällen aus Britisch Indien bis auf weiteres untersagt sei.

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