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Schweizerisches Bundesblatt.

29. Jahrgang. IV.

Nr. 51.

# S T #

17. November 1877.

Botschaft des

Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung betreffend

das Budget für das Jahr 1878.

(Vom 6. November 1877.)

Tit.!

Der Bundesrath hat die Ehre, der h. Bundesversammlung seinen Toranschlag über Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 1878 vorzulegen.

Die muthmaßlichen Einnahmen betragen die Ausgaben dagegen

. Fr. 40,456,000 ,, 43,062,000

folglich ergibt sich ein Ausgabenüberschuß von . Fr.

2,606,000

Die diesjährigen Einnahmen sind veranschlagt, zu Fr. 42,972,300 mithin ergibt sich auf denselben gegenüber dem laufenden Budget eine Verminderung von .

. Fr. 2,516,000 Bundesblatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

14

176 Vergleichen wir die einzelnen Verwaltungszweige miteinander, so ergeben sich folgende Abweichungen : a. M e h r e i n n a h m e n : 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8)

Liegenschaften und Kapitalien .

.

.Fr.

Regiepferdeanstalt ,, Laboratorium und Patronenhülsenfabrikation ,, Kavalleriepferde ,, Militärpflichtersazsteuer ,, Munitionsdepot und Verschiedenes .

. ,, Pulververwaltung ,, .Anleihen-Amortisationsfond ,,

83,000 1,000 54,000 80,000 25,000' 5,000 35,000 10,000

Fr. 293,000 b. M i n d e r e i n n a h m e n : 1) 2) 3) 4) 5) 6)

Waffenfabrik Konstruktionswerkstätte Münzverwaltung .

.

Zollverwaltung Postverwaltung Telegraphenverwaltung

.

.

.

,

Fr.

184,000 ,, 58,000 . ,, . 300,000 ,, 2,000,000 ,, 225,000 ,, 42,000 Fr.

2,809,000

Fr.

,,

2,809,000 293,000

Gleich den vorstehenden Mindereinnahmen . Fr.

2,516,000

Minder-Einnahmen Mehr-Einnahmen

Die Einnahmen im Jahr 1876 betrugen laut Staatsrechnung .

.

.

.

.

.

. F r . 42,277,000 Diesem Ergebniß gegenüber wird im vorliegenden Entwurf somit eine Verminderung vorgesehen von .

. . Fr. 1,821,000-

177

Zu den A u s g a b e n übergehend, erzeigt der vorliegende Entwurf eine Summe von' Fr. 43,062,000 im diesjährigen Budget sind dieselben veranschlagt zu ,, 43,900,300 mithin Verminderung gegenüber dem laufenden Jahr von Fr.

838,300 a. M e h r - A u sg*a b e n : 1) Amortisation und Verzinsung der Anleihen Fr.

2) Politisches Departement .

.

. ,, 3) Justiz- und Polizeidepartement .

. ^ 4) Militärdepartement .

.

.

. ,, 5) Regiepferdeanstalt ,, 6) Finanzdepartement ,, 7) Pulververwaltung ,, 8) Eisenbahn- und Handelsdepartement (Abtheilung Handel) . . . . , , 9) Unvorhergesehenes .

.

.

,, Total

Fr.

b. M i n d e r - A u s g a b e n : 1) Allgemeine Verwaltungskosten .

. Fr.

2) Departement des Innern ,, 3) Konstruktionswerkstätte ,, 4) Laboratorium ,, 5) Waffenfabrik ,, 6) Münzverwaltung ,, 7) Zollverwaltung ,, 8) Eisenbahn- und Handelsdepartement (Abtheilung Eisenbahnen) .

.

. ,, 9) Postverwaltung ,, 10) Telegraphenverwaltung . ,, Die Mehr-Ausgaben betragen Summe gleich den vorstehenden .

250,000 4,000 5,000 241,000 2,000 2,000 37,000 184,000 2,000 727,000 1,000 25,000 57,000 300,000 186,000 300,000 24,000 1,000 565,300 106,000

Fr. 1,565,300 ,, 727,000 . Fr.

838,300

178 Die leztjährigen Ausgaben beliefen sich im Ganzen auf Fr. 43,462,625 folglich betrugen dieselben mehr als wir für das künftige Jahr veranschlagen i n runder Summe .

.

.

.

. F r . 400,000 Nach dieser vergleichenden Darstellung zwischen dem laufenden und dem nächstjährigen Budget halten wir es noch für angezeigt, einen kurzen Blik auf den in unserer Botschaft vom 22. Juni lezthin über die Herstellung des finanziellen Gleichgewichts in der Bundesverwaltung aufgestellten Voranschlag zu werfen. -- In demselben findet sich das Defizit für die nächsten Verwaltungsjahre annähernd veranschlagt zu Fr. 4,656,000 welche Summe aber noch um nachstehende, in genannter Botschaft bereits als sichere, für 1878 in Rechnung zu bringende Ausgabe-Posten zu erhöhen sei, nämlich : 1) für die Industrie-Ausstellung in Paris sind bewilligt und für 1878 vorgesehen . Fr. 380,000 2} Bewaffnung, Kleidung und Instruktion von 500 Rekruten, welche über die angenommene Normalzahl hinaus zur Kompletirung der Korps nothwendig sind ,, 175,000 3) Die Verzinsung des neuen Anleihens im Betrage von Fr. 6,000,000 erheischt eine Summe von .

.

.

. ,, 260,000 : ,, 815,000 Total Fr. 5,471,000

179 Dagegen sind nun im vorliegenden Entwurfe an Minderausgaben und Mehreinnahmen enthalten und kommen in Abzug: 1) Die Anleihensamortisation im Betrage von Fr. 1,940,000 2) Die im Budget der Ersparnißbotschaft für Nachtragskredite aufgenommenen .

.

,, 500,000 3) Die im Budget für 1878 von Fr. 14,500,000 auf 15,000,000 Franken erhöhten Zolleinnahmen um .

.

. ,, 500,000 Fr. 2,940,000 Das in der Ersparnißbotschaft approximativ vorgesehene Defizit für 1878 betrüge somit .

.

.

F r . 2,531,000 Der beiliegende Entwurf erzeigt e i n solches v o n .

.

.

5) 2,606,000 Wie aus obigen Zahlen ersichtlich ist, liegt die Hauptdifferenz zwischen den mehrgenannten beiden Voranschlägen in der Weglassung der beiden Amortisationsquoten der eidgenössischen Staatsanleihen von 1867 und 1871, betragend zusammen Fr. 1,940,000.

Zwar ist das Betreffniß für das ältere Anleihen im Betrage von Fr. 480,000 im nächstjährigen Voranschlage enthalten; da jedoch dasselbe aus dem Schuldentilgungsfond und nicht aus den laufenden Einnahmen erhoben werden soll, so bleibt die Büdgetentlastung in der ursprünglichen Summe von Fr. 1,940,000 unverändert fortbestehen.

Die in der Ersparnißbotschaft, behufs annähernder Vorausberechnung unseres Geldbedarfes für die nächsten Verwaltungsjahre, vorgesehene Amortisation des Anleihens von 1871 in dem bevorstehenden Budgetjahr 1878 effektiv schon beginnen zu lassen,-glaubt der Bundesrath nicht empfehlen zu sollen, indem die Durchführung der wesentlichsten Ersparnißmaßregeln zur Erzielung von Mehreinnahmen und Minderausgaben abhängig ist von Voraussezungen, deren Verwirklichung theilweise erst im Laufe des nächsten Jahres, -- theilweise in noch späterer Zeit in Aussicht genommen werden kann, -- so daß die finanziellen Wirkungen dieser Maßregeln im Budgetjahr noch zum geringern Theil sich fühlbar machen können.

-- Es dürfte auch der nächstjährige Beginn und die spätere Fortsezung der Amortisation des Anleihens von 1871 mit einer Anfangsquote von Fr. 1,460,000 zur Vermehrung unserer schwebenden Schuld Anlaß geben, wozu sonst für das Betriebsjahr 1878 eine

180

unmittelbare Nöthigung bei der Fortdauer normaler Yerhältnisse kaum eintreten würde.

Zu diesem Zweke würden die laut Bundesbeschluß im Betrage von 2 Millionen emittirten Kassascheine für ein ferneres Jahr erneuert oder in dreijährige Schuldscheine konvertirt, und es würde sich dann die Situation der verfügbaren Fonds der Bundesverwaltung auf Ende 1878 folgendermaßen ergeben: Auf Ende 1877 verbleiben, wie früher gezeigt, außer dem Betriebsfonds der Centralkasse per Fr. 1,300,000 und dem Fonds für die ersten Bedürfnisse einer Truppenaufstellung per Fr. 1,000,000, an verfügbaren Fonds Fr. 8,000,000 Es sind erforderlich zur Dekung: des büdgetirten Defizits pro 1878 Fr. 2,600,000 der muthmaßlichen Nachtragskredite ,, 500,000 Fr. 3,100,000 Vorbehalten sind auf Ende 1878 : der muthmaßliche Betrag des Münzreservefonds m i t .

.

. ,, 1,900,000 der Rest des Amortisationsfonds mit ,, 1,050,000 ,, 6,050,000 und es verbleiben auf 1879 frei verfügbar

.

. Fr. 1,950,000

Nach diesen allgemeinen Bemerkungen gehen wir über zu den einzelnen Ansäzen.

181

Einnahmen.

Erster Abschnitt.

Ertrag der Liegenschaften und Kapitalien.

  1. Liegenschaften.

M i e t h - u n d P a c h t z i n se .

Kapitalanschlag.

  1. L i e g e n s c h a f t e n in T h u n (Fr. 2,713,259.59)

Fr.

35,000

B. 1877 Fr. 35,000. R. 1876 ,, 33,070. 65 Das leztjährige Erträgniß belief sich auf nur Fr. 33,070. 65 und wäre somit für den nächstjährigen Ansaz maßgebender als der diesjährige Fr. 35,000 betragende Voranschlag. Wir lassen gleichwohl den leztern unverändert,- in der Voraussezung, daß der Erlös aus Torf, welcher auf dem hinter dem Hasliholz erworbenen Schußlinieterrain in ausgiebigen Lagern vorhanden ist, die Luke zwischen dem leztjährigen Rechnungsergebniß und dem diesjährigen Voranschlag ag annähernd ausfüllen werde.

Der Liegenschaftsertrag in Thun vertheilt sich auf die einzelnen Unterabtheilungen wie folgt: 1. Miethzinse des Laboratoriums und der Konstruktionswerkstätte Fr. 10,000 2. Einnahmen aus dem Allmendbesaz ,, 10,500 3. Erlös aus Futter, Torf und Früchten .

.

,, 13,000 4. Aus Verschiedenem .

.

,, 1,500 Fr. 35,000

182

2) S c h a n z e n b o d e n (Kapitalanschlag Fr. 47,200) B. 1877 Fr. 700. -- R. 1876 v 910. 64 Ohne Veränderung.

Fr.

700

3) P u l v e r m ü h l e n und D e p e n d e n z e n : I. Bezirk : Lavaux II. ,, Bern Kapitalanschlag IH. ,, Kriens Fr. 427,522. 49 .

. Fr. 17,100 IV. ,, Chur B. 1877 Fr. 16,400. -- R. 1876 ,, 16,396. 30 Der Zins zu 4 °/o vom dermaligen Kapitalanschlag beträgt in runder Summe Fr. 17,100.

4) P a t r o n e n h ü l s e n f a b r i k in K ö n i z : Kapitalanschlag Fr. 41,716. 49 . Fr. 1,66& B. 1877 Fr. 1,388. -- R. 1876 ,, 1,388. 65 Die; Berechnung beruht auf gleicher Grundlage, wie bei dea Pulvermühlen.

5) Z o l l h ä u s e r : I. Zollgebiet ' II.

,, ÏÏÏ' » l Kapitalanschlag Fr. 722,407.14 Fr. 28,900 -

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-

"

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'

"

B. 1877 Fr. 27,715. -- R. 1876 ,, 26,192. 44 Gleiche Bemerkung wie bei den Ansäzen ,,Pulvermühlen"1 und der ,,Patronenhülsenfabrik.a 6) P o s t g e b ä u d e : a. in Genf, Kapitalanschlag Fr. 400,000 .

b. ,, Chur, ,, ,, 215,000.

Fr. 615,000 B. 1877 Fr. 24,600 R. 1876 ,, 24,600 Ohne Veränderung.

. Fr. 16,000 . ,, 8,600 Fr. 24,600

183 B. Kapitalien.

  1. A n g e l e g t e K a p i t a l i e n : a. Werthschriften, Kapitalanschlag Fr. 2,000,000 Fr.
  2. Bankdepositen ,, ,, 6,000,000 ,, c. Vorübergehende Darleihen .

.

.

,, Fr. 8,000,000

Fr.

90,000 170,000 ---- 260,000

B. 1877 Fr. 166,800. -- R. 1876 . ,, 193,756. 88 Auf Ende 1876 waren an eidg. Kapitalien und Kassabestand verfügbar : An Werthschriften Fr. 1,315,563. 55 ,, Bankdepositen ,, 3,974,933.27 ,, Saldo der Central-Staatskasse Fr. 4,310,733.95 Hievon sind abzuziehen : 1. Mandatvorschüsse b. den Kreispostkassen . Fr. 1,369,000 2. ausstehende Militärersazsteuer pro 1876 . ,, 650,000 ,, 2,019,000.-- somit an verfügbarem Saldo

.

.

. ,,

2,291,733. 95

Fr. 7,582,230.77 Hiezu kommen : a. die infolge Bundesbeschlusses vom 23. Juni dieses Jahres emittirten Obligationen, welche größtentheils auf den 1. Oktober 1880 fällig werden im Betrage von .

.

.

. ,, 4,000,000. -- b. die infolge des nämlichen Bundesbeschlusses emittirten, nach Jahresfrist fälligen Kassascheine, zusammen ,, 2,000,000. -- verfügbare Kapitalien oder rund

. Fr. 13,582,230. 77 Fr. 13,600,000. --

184 Fr. 13,600,000.-- Davon gehen nun ab : 1. das für das Jahr 1877 in Aussicht genommene muthmaßliche Defizit von . Fr. 3,300,000 2. die für ein allfälliges Truppenaufgebot nach den Bestimmungen des Bundesgesezes vom 16. März 1877 in der Kasse bereit zu haltende Summe von ,, 1,000,000 3. der Betriebsfond der eidg. Staatskasse, welcher mit Rüksicht auf diestetszunehmenden Ansprüche der laufenden Verwaltung auf ,, 1,300,000 zu stellen ist.

,, 5.600,000. -- bleiben für das Jahr 1878 an zinstragenden Kapitalien Fr. 8,000,000. -- wovon angelegt werden sollen : Fr. 2,000,000 in Werthschriften zu 4 1/2°/o .

. Fr. 90,000 Da die zu Fr. 6,000,000 veranschlagten Bankdepositen durch das muthmaßliche Defizit im Betrage von Fr. 2,606,000 auf circa Fr. 3,400,000 werden herabgesezt werden, so berechnen wir von ersterer Summe als Ertrag durchschnittlich nur 2,8 %, was einen Zins von Fr. 168,000 oder abgerundet Fr. 170,000 ausmacht. Die eidgenössischen Kapitalien werden somit im Budgetjahr nicht mehr als Fr. 260,000 abwerfen, da der Zinsfuß der Bankdepositen nach bisheriger Erfahrung für das volle Jahr nicht höher als zu 3l/i °/o veranschlagt werden darf.

2) B e t r i e b s k a p i t a l i e n und v e r z i n s l i c h e V o r s c h ü s s e .

Kapitalanschlag.

Ertrag. ^.^ Fr.

Fr.

  1. Regiepferdeanstalt .

.

.

139,600.-- 6,600.-- b. Konstruktionswerkstätte .

.

229,425. -- 4,800. -- c. Laboratorium und Patronenhülsenfabrik . · .

.

.

. 1,398,097.50 32,000. -- d . Waffenfabrik .

.

.

.

682,000.-- 4,000.-- e . Pulververwaltung .

.

.

809,765.63 32,390.60 f . Münz Verwaltung .

.

.

.

400,000. -- 16,000. -- g . Postverwaltung .

.

.

. 2,775,000. -- 111,000. h. Telegraphenverwaltung .

.

875,000. -- 35,000. -- 241,790. 60 B. 1877 Fr. 254,800. -- R. 1876 ,, 94,935. 49

185 Obige Ansäze befinden sich in den Budgets der betreffenden Spezialverwaltungcn und bedürfen daher an dieser Stelle keiner weitern Begründung.

Zweiter Absbhnitt.

  1. Militärdepartement.
  2. R e g i e p f e r d e a n s t a l t .
  3. Miethgelder. 160 Pferde während durchschnittlich 210 Tagen des Jahres im Dienst ergeben 33,600 Diensttage à Fr. 3. 50 Fr. 117,600 b. Vergütung für im Dienst beschädigte und umgestandene Pferde .

.

.

.

.

.

.

4,000 c. Erlös von verkauften Pferden ,, 8,000 d. Verschiedenes ,, 10,000 Fr. 139,600 B. 1877 Fr. 138,250. -- R. 1876 ,, 155,939. 63 Den Ansaz ,,d. Verschiedenes0' haben wir um Fr. 6000 reduzirt.

Die Haupteinnahme in dieser Rubrik bildete bisher der Erlös von Dünger. Die Regieanstalt hatte bis Ende lezten Jahres das Recht besessen, den in den neuen Sta/llungen geworfenen Dünger wegzuräumen und für ihre Rechnung zu verkaufen; seit Anfang dieses Jahres nun wird dieser Dünger von der Kasernenverwaltung besorgt und der daherige Erlös den Schulen und Kursen gutgeschrieben, wodurch der Anstalt eine Einbuße von wenigstens Fr. 6000 erwächst.

186

2. K o n s t r u k t i o n s w e r k s t ä t t e .

Neue Arbeiten und Reparaturen.

9 Stabsfourgons à Fr. 1550 Fr. 13,950 Umänderung von 5 Kavalleriefeldschmieden à Fr. 800 ,, 4,000 2 15°m Positionslaffeten à Fr. 3050 .

.

.

. ,, 6,100 17 Geniefuhrwerke à Fr. 4000 .

.

.

. ,, 68,000 Umänderung von 6 Halbcaissons à Fr. 500 .

. ,, 3,000 37 Pontonschnabelstüke Ì K ,, ,,,... , ,, KnA OQ n^ 19 Pontonmittelstüke } 56 Stuk a Fr' 50° ' " 28'00° Pontonniermaterial .

.

.

.

.

.

.

. 10,000 Bearbeitung von Holzvorräthen ,, 1,000 Sanitätsmaterial ,, 7,000 5 Feldschmieden für Verwaltungstruppen à Fr. 3050 ,, 15,250 5 Fourgons für Verwaltungstruppen à Fr. 1625 . ,, 8,125 Reparaturen, Lieferung von Ausrüstungen an Schulen und Depots ,, 25,000 Inventarvermehrung .

.

.

.

.

.

Nach Abschluß der Detailrechnungen ist eine Reduktion der Einheitspreise in Aussicht genommen.

3. L a b o r a t o r i u m und P a t r o n e n h ü l s e n f a b r i k .

Für zu liefernde Munition an eidg.

Pulververkäufer : a. Munition für Handfeuerwaffen b. Artilleriemunition c. Inventarvermehrung d. Materialvorrath für Artillerie e.

,, ,, Infanterie

Depots, Militärschulen und .

.

.

. Fr. 1,069,890. -- ,, 257,107. 60 ,, 8,000. -- . ,, 45,000. -- . ,, 18,100. -- Fr. 1,398,097. 60

187 a. Munition für Handfeuerwaffen: 1,170,000 blinde Patronen für die Instruktion à Fr. 53 Fr.

5,140,000 scharfe Patronen für die Instruktion à Fr. 66 ,, 54,000 blinde Revolverpatronen 10,4°"° à Fr. 35 . ,, 55,000 scharfe ,, ,, ,, ,, 40 . ,, ,10,000,000 scharfe Patronen für Pulververkäufer à Fr. 66 ,, 130,000 Revolverpatronen 7 und 9mm für Privaten à Fr. 35 ,,

62,010 339,240 1,890 2,200 660,000 4,550

Fr. 1,069,890 b. Artilleriemunition : 8-- Munition 10-- ,, 12,, IS«»» ,, 16,, 22,, 7,5om ,, für Gebirgsartillerie Exerzirpatronen .

.

.

.

Zündungen Diverse Munition für Versuche

Fr. 106,590. -- v 55,982. 60 . ,, 31,455. ,, 20,500. -- ,, 2,340. ,, 1,840. ,, 7,560. -- - T I 15,640. -- ,, 10,200. -- ,, 5,000. -- Fr. 257,107. 60

Ad a und b. Den Büdgetrechnungen für das Jahr 1878 sind die Selbstkostenpreise des Laboratoriums zu Grunde gelegt, und wir hoffen daher, daß die Rechnung dieser Anstalt sich in Einnahmen und Ausgaben ziemlich ausgleichen werde. Ein Theil der vermehrten Einnahmen des Laboratoriums erscheint unter dem Titel ,,Instruktion" wieder als Ausgaben, indem dort die Preise der Instruktionsmunition gegenüber den Vorjahren entsprechend erhöht wurden.

Ad d. Durch das Budget für das Jahr 1877 haben Sie die Anlage eines Rohgeschoßdepots für Artillerie genehmigt, und es wird zu dessen Vervollständigung für das nächste Jahr die bisherige Summe aufgenommen.

Ad e. Das Inventar des Laboratoriums weist eine Kriegsreserve von 10,000,000 unangefeuerte Hülsen und 10,000,000 Geschoße für Infanterie auf. Wir beantragen, um Bezugsschwierigkeiten im

188 Momente des Bedarfes auszuweichen, diese Reserve durch Beschaffung des nöthigen Queksilbers, chlorsaurem Kali, Umschlagpapiers und Cartons zur Erstellung des Zündsazes und zum Verpaken der 10,000,000 Patronen zu vervollständigen. Die Kriegsreserven sind für das Laboratorium unverzinslich.

B. 1877 Fr. 1,344,176. -- R. 1876 ,, 1,249,923. 98 4. W a f f e n f a b r i k .

  1. Von der eidg. Kriegsverwaltung: 5900 Repetirgewehre à Fr. 79 .

.

700 Stuzer (Repetir) ,, ,, 93 .

.

1550 Revolver à Fr. 55 Einzelne Bestandtheile und Waffen .

Verschiedene Werkzeuge und Lehren Inventarvermehrung .

.

.

.

Reparaturen und Verschiedenes

.

.

. Fr. 466,100 . ,, 65,100 ,, 85,250 ,, 4,000 ,, 1,000 .

.

4,330 ,, 16,220

.

.

Fr. 642,000 b. Von kantonalen Verwaltungen : Einzelne Bestandtheile und Waffen Verschiedene Werkzeuge und Lehren Reparaturen und Verschiedenes .

.

.

.

.

.

.

. Fr. 10,000 ,, 1,000 · -n 5,000 Fr. 16,000

c. Von Privaten : Einzelne Bestandtheile und Waffen Verschiedene Werkzeuge und Lehren Reparaturen u n d Verschiedenes .

.

.

.

.

. F r . 17,000 ,, 2,000 ,, 5,000 Fr. 24,000

Total-Einnahmen .

.

.

. F r . 682,000. -- f.

B. 1877 Fr. 866,500. -- B. 1876 ,, 992,201. 56 Die gegenüber dem Vorjahre sich zeigende Verschiedenheit einiger Posten rührt hauptsächlich von der Reduktion der Zahl der zu beschaffenden Repetirwaffen her, welche um zirka 2000 Stük herabgesezt worden ist.

189

5. M u n i t i o n s d e p o t

Thun

.

.

. Fr. 2500

Dieser neue Posten ist der Ertrag eines Zuschlages auf diejenigen Munitionssendungen, welche nach dem Auslande gemacht werden.

6. K a v a l l e r i e p f e r d e .

Der im Vorjahr angesezte durchschnittliche Ankaufs-, resp.

Schazungswerth von Fr. 1400 per Pferd muß auch in dieser Vorlage wieder angenommen werden, da die gegenwärtige politische Lage die Pferdebeschaffung wesentlich erschwert und die Preise höher stellt.

Wie schon in der leztjährigen Büdgetbotschaffc dargethan worden ist, beziffert sich der Prozentansaz der ausgemusterten Pferde erfahrungsgemäß auf 10 °/o. Von den sowohl im In- als im Auslande für die Rekruten anzukaufenden Pferden, zirka 500 Stük, kommen somit 50 Pferde in Abgang, und es werden in Wirklichkeit nur 450 Pferde zur Abgabe an die Rekruten gelangen, von welchen die Hälfte des Preises 450 X Fr. 700 = .

. Fr. 315,000 an die Bundeskasse zurükfließen. Aus den ausgemusterten 50 Pferden (umgestandene Inbegriffen) ist ein Durchschnittserlös von Fr. 600 per Stük = . ' Fr. 30,000 erhältlich.

Nebst obigen 500 Rekrutenpferden ist dann noch eine weitere Anzahl zu beschaffen, welche zürn Ersaz der abgehenden Mannschaftspferde bestimmt sind. Der Bedarf an solchen Ersazpferden kann den bisherigen Erfahrungen gemäß auf zirka 6 °/o des Bestandes veranschlagt werden. Im Jahr 1878 werden sich in den Händen der Mannschaft befinden : 1 ) v o m Ankauf 1875 .

.

.

.

4 1 6 Pferde 2) ,, ,, 1876 377 ,, 3Ì ,, ,, 1877 371 ,, 1164 Pferde Da die 450 Pferde, welche nächstes Jahr an die Rekruten abgegeben werden, sich durchschnittlich während 6 Monaten im Besize derselben befinden = 225 ,, während des ganzen Jahres, so beziffert sich die Gesammtstärke der Mannschaftspferde im Jahr 1878 auf 1389 Pferde 6 % Abgang hievon = 80 Pferde, welche zu ergänzen sind und deren Hälfte Schazungswerth ini Betrage von Fr. 700 per Pferd mit Fr. 56,000

190

wieder in die Staatskasse zurükfließt. Hiezu kommt der Erlös der ausgemusterten, resp. ersezten 80 Pferde mit zirka Fr. 300 im Durchschnitt = Fr. 24,000 Die Totaleinnahme für Kavalleriepferde beträgt somit ,, 425,000 7. M i l i t ä r p f l i c h t e r s a z s t e u e r

.

,, 675,000

Die dem Bunde zukommende Hälfte des Brutto-Ertrages der in den Kantonen pro 1876 bezogenen und an die Bundeskasse abgelieferten Militärtaxen beläuft sich auf Fr. 631,813. 25, in welcher Summe das Betreffniß des die Zahlungspflicht bestreitenden Kantons Neuenburg von Fr. 55,852. 22 nicht inbegriffen ist. -- Mit Hinzurechnung dieses Rükstandes beläuft sich der Ertrag der Steuerhälfte, welcher im Jahre 1877 zur Verrechnung gelangt, auf Fr. 687,665., 50.

Hierauf gestüzt nehmen wir für das Budget 1878 einen Ertrag von Fr. 675,000 in Aussicht, verhehlen uns aber dabei nicht, daß troz der klaren Bestimmungen von Artikel 42, Litt, e der Bundesverfassung Schwierigkeiten in der Einziehung dieser Summe entstehen könnten, für welche Eventualität wir uns eine besondere Vorlage an die hohen Räthe vorbehalten.

Die Differenz zwischen dem leztjährigen Ertrage von Fr. 965,764.

34 Rp. und dem vorgeschlagenen Ansaze von Fr. 675,000 rührt daher, daß im erstem noch ein Theil der Militärersazsteuer von 1875 begriffen ist.

B. 1877 Fr. 650,000. -- . R. 1876 ,, 965,764. 34 8. R é g l e m e n t e , O r d o n a n z e n und F o v m u l a r i e n

Fr. 1000

Wir lassen den Ansaz unverändert, obschon die ausgedehnte Gratisverabfolgung der Réglemente an die Cadres diese Einnahme voraussichtlich reduziren wird.

B. 1877 Fr. 1000. -- R. 1876 ,, 2734. 70 9. B l ä t t e r des Schweiz. A t l a s e s .

Wie im Vorjahr.

B. 1877 R. 1876

Fr. 18,000. ,, 18,974. 80

. Fr. 18,000

191 11. V e r s c h i e d e n e s : B u ß e n , R e c h n u n g s b e r i c h - » t i g u n g e n u. dgl.

Fr. 3000 Wir nehmen diesen neuen Posten auf, um die nach der Verordnung über die Führung der Militärkontrolen vom 15. März 1875 .zur Hälfte in die Bundeskasse fallenden Bußenbeträge von Dienstund Ersazpflichtigen besonders verrechnen zu können. Hieher kommen auch die Rükvergütungen, welche in Folge Oberrevision der Schulrechnungen nach Abschluß der Staatsrechnung eingehen.

B. 1877 -- R. 1876 Fr. 5780. 71

B. Finanz- und Zolldepartement.

  1. Pulververwaltung, a. P u l v e r v e r k a u f

Fr. 804,000

B. 1877. Fr. 768,000.' -- R. 1876. ,, 962,331. 45 Der Gesammtpulververkauf ist auf das gleiche Quantum beziffert wie pro 1877, nämlich auf 450,000 Kilogr. Die Vertheilung dieser Ziffer unter die einzelnen Pulversorten differirt jedoch etwas vom Budget des laufenden Jahres. Auch in Betreff des Preises liegt eine Differenz vor, indem, in Folge des anläßlich der Berathung des Budget pro 1877 votirten Postulats, der Preis des Infanteriepulvers, welches dem eidgen. Laboratorium abgegeben wird, von Fr. 1. 60 per Kilogr. auf Fr. 2 (Erstellungskosten) erhöht worden ist.

Der Erlös aus dem Pul ver verkauf, nach den einzelnen Pulversorten berechnet, stellt sich pro 1878 folgendermaßen : 15,000 Kilogr. Jagdpulver à Fr. 2. 80 per Kilogr. Fr. 42,000 40,000 ,, Infanteriepulver à ,, 2. -- ,, ,, ,, 80,000 70,000 ,, Artilleriepulver à ,, 2. 60 ,, ,, ,, 182,000 300,000 ,, Sprengpulver à ,, 1. 60 ,, ,, ,, 480,000 25,000 ,, Sprengsaz à ,, --. 80 ,, ,, ,, 20,000

450,000 Kilogr.

Bundesblatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

Fr. 804,000 15

192

b. L i e g e n s c h a f t s z i n s e

Fr.

2,370

Fr.

8,630

B. 1877. Fr. 2,370.

R. 1876.

,, 2,020.

Unverändert.

c. V e r s c h i e d e n e s B. 1877-. Fr. 9,630. -- R. 1876.

,, 15,547. 99 In dieser Summe sind die im Ausgabenkonto für Anschaffungvon Inventargegenständen vorgesehenen, der Pulververwaltung vom Finanzdepartement jedoch gutzuschreibenden Fr. 5000 inbegriffen.

2. Münzverwaltung.

  1. P r ä g u n g 1,000,000 1,000,000 1,000,000 1,000,000

von Münzen: Zweifrankenstüke . Fr. 2,000,000 500,000 Halbfrankenstüke . T) 200,000 Zwanzigrappenstüke 7!

10,000 Einrappenstüke V)

Fr. 2,710,000 1,000 b. Vergütung für die Amtswohnung des Direktors .

1,500 c. Verschiedenes : Nebenarbeiten u. dgl Fr. 2,712,500 Zur Begründung obiger Ansäze muß bemerkt werden, daß bis zum Schluß des laufenden Jahres an neuen 835/iooo feinen Silberscheidemünzen geprägt sein werden : Zweifrankenstüke .

. Fr. 3,964,500 Einfrankenstüke .

. ,, 6,055,500 Halbfrankenstüke .

. ,, 1,000,000 zusammen Fr. 11,020,000 während bekanntlich die Schweiz laut dem Pariser Münzvertrag ermächtigt ist, bis auf die Summe von 17 Millionen Franken solche Münzen zu prägen.

Was die Z w e i f r a n k e n s t ü k e anbetrifft, so ist das Bedürfniß zur Mehrprägung vorhanden.

193 Die Prägung von E i n f r a n k e n s t ü k e n kann dagegen vorläufig sistirt werden, indem jezt noch nicht vorauszusehen ist, in wie weit das nun geprägte Quantum (6 Millionen) dem schweizerischen Verkehre genügen werde.

Anders verhält es sich mit den H a l b f r a n k e n -- einer sehr beliebten Münzsorte -- die den Uebergang zu den Billonmünzen vermittelt und die in unserer Zirkulation noch zu wenig vertreten ist. Französische, belgische und besonders italienische Stüke müssen die Luke ausfüllen. Es ist daher vollkommen gerechtfertigt, wenn von dieser Münzsorte eine Nachprägung von l M i l l i o n S t ü k e o d e r Fr. 500,000 ausgeführt wird.

Unter Hinweisung auf eine spezielle Botschaft wird für das Budgetjahr eine Prägung von l Million Zwanzigrappenstüken in Vorschlag gebracht.

Ueber deren Legirung ist dem Berichte vom 30. November 1875, auf welchen hier verwiesen wird, nichts beizufügen. Die Abänderung des Gepräges ist zur Stunde noch im Stadium der Untersuchung, indessen wird- es nicht schwierig sein, aus den vorhandenen Zeichnungsentwürfen die richtige Wahl zu treffen. Jedenfalls aber muß das neue Gepräge den bisherigen Charakter für eine interne Münze beibehalten, ähnlich demjenigen der zwei andern Billonmünzsorten, also mit dem Motiv der Landesvvappen in etwas anderer Gestaltung.

Mehr als 3 Millionen Stüke vermag die Münzstätte durchschnittlich jährlich nicht anzufertigen. Vorläufig wird daher nur l Million Zwanzigrappenstüke veranschlagt, das weitere Quantum den künftigen Jahren vorbehaltend.

Die vierte Million zu prägender Münzen soll in Rappenstüken bestehen, wozu aber das benöthigte Material bis zum Rändeln und Prägen vorgearbeitet von anderwärts bezogen werden soll. Diese Ausmünzuug kann nämlich in solcher Weise ohne Störung des übrigen Betriebes mit einer einzigen Presse stattfinden, und die Operation bietet neben der Befriedigung eines dringenden Bedürfnisses einen zwar nicht sehr ins Gewicht fallenden Gewinn von wenigen tausend Franken.

Ueber die andern Einnahmeposten ist nichts zu bemerken.

Anleihen-Amortisationsfond

.

.

.

Zur Rükzahlung der dritten Rate des Anleihens von 1867 im Betrage von Fr. 480,000 wird, wie für die zweite, das Betreffniß dem Amortisationsfond enthoben.

194 4. Zollverwaltung B. 1877.

R. 1876.

Fr. 15,000,000 Fr. 17,000,000.-- ,, 17,376,544. 08

Mit Beginn des Jahres 1877 ist ein Rükgang der Zolleinnahmen eingetreten, welche sich in stärkern und schwächern Schwankungen von Monat zu Monat fortsezte und zur Folge hatte, daß die Einnahmen bis zürn 20. Oktober, dem Zeitpunkt der Bei'athung des Voranschlages pro 1878, nur die Summe von Fr. 12,035,978 erreichten, während dieselben im gleichen Zeitraum des Vorjahres Fr. 13,581,742 betragen haben. Nach Verhältniß dieses Ergebnisses lassen sich die muthmaßlichen Einnahmen bis Ende 1877 auf Fr. 15,398,000 berechnen.

Es ist jedoch zu bemerken, daß in der leztjährigen Einnahme von Fr. 17,376,544 für Fr. 143,678 zurükvergütete Zollgebühren für Eisenbahnschienen inbegriffen sind und daß von den diesjährigen Gesammteinnahmen, ebenfalls für derartige RükVergütungen, nach Verhältniß der bis Ende September bereits geleisteten Zahlungen, circa Fr. 26,000 abgehen werden.

Die Fortdauer der ungünstigeu Verhältnisse des öffentlichen Verkehrs lassen es rathsam erscheinen, für die Berechnung des Voranschlages der Zolleinnahmen pro 1878 von dem Ergebnisse seit dem 1. Januar 1877 auszugehen.

Auf dieser Grundlage gelangen wir zur Beantragung des Ansazes von Fr. 15,000,000.

C. Post- und Telegraphendepartement.

  1. Postverwaltung, a. E r t r a g der R e i s e n d e n B. 1877.
  2. 1876.

.

.

. Fr. 2,900,000

Fr. 3,300,000. -- ,, 3,489,495. 89

Die im Jahr 1878 voraussichtlich bestehenden Postkurse werden, nach den Ertragsergebnissen der einzelnen Kurse im Jahr

195

1876 und 1877, an Passagiertaxen ergeben die runde Summe von " Fr. 2,830,000 Wenn auch im Budgetjahre einige neue Kurse entstehen dürften, so bringen wir gleichwohl keine Vermehrung in Rechnung, weil dieselbe durch die Aufhebung oder Beschränkung anderer Kurse wieder ausgeglichen würde.

Dagegen ist zu bemerken, daß im Laufe des Jahres 1877 die Passagiertaxen, namentlich diejenigen der Alpenrouten, nach Maßgabe des neuen Posttaxengesezes vom 23. März 1876 erhöht worden sind, ein , Umstand, welcher im Jahre 1878 während eines längern Zeitraumes seine Wirkung ausüben wird, als im Jahre 1877.

Mit Rüksicht hierauf glauben wir für 1878 eine Vermehrung der Einnahmen an Passagiergeldern annehmen zu sollen, und zwar im Betrage von.

. ,, 70,000 Die Einnahmen von Reisenden dürften daher p r o 1878 muthmaßlich betragen .

.

.

. F r . 2,900,000 b. Ertrag der B r i e f p o s t , mit Inbegriff der Geldanw e i s u n g e n und E i n z u g s m a n d a t e . Fr. 7,700,000 B. 1877. Fr. 7,400,000.

R. 1876.

6,934,670. 35 Wie wir bereits in der Botschaft für das Budget pro 1877 bemerkten, mußte die rechnerische Ausscheidung des Ertrages der Geldanweisungen von demjenigen der Korrespondenzen wegfallen, weil sowohl im inneren als im internationalen Verkehr die Taxen der Geldanweisungen nicht mehr nur durch den Taxwerth besonderer Cartons, sondern zum großen Thèile durch Brieffrankomarken gedekt werden.

Die im gegenwärtigen Budget gemachte Ausscheidung des Ertrages der Geldanweisungen stüzt sich also auf eine besondere Berechnung, welcher die Statistik zu Grunde liegt.

Was die Einzugsmandate betrifft, so finden wir eine spezielle Büdgetirung nicht nothwendig, um so weniger als sie nach z w e i Richtungen hin Ertrag abwerfen; als K o r r e s p o n d e n z e n bezüglich der Uebermittlung des Einzugsmandates an das mit der Einkassirung des Geldes beauftragte Postbureau ; als G e l d a n w e i s u n gen für die Uebermittlung des eingezogenen Betrags an den Aufgeber.

196 Es betrug das Budget 1877.

die Rechnung 1876.

für die Korrespondenzen Fr. 6,670,000 ,, ,, Geldanweisungen ,, 730,000 demnach die Hauptrubrik im Ganzen .

. Fr. 7,400,000

Fr. 6,543,453. 71 ,, 391,216.64 Fr. 6,934,670. 35

Auf die oben für den gesammten Ertrag der Briefpost (incl.

Geldanweisungen) angesezte Summe von Fr. 7,700,000 als Voranschlag für 1878 kommen wir durch folgende Berechnungen: 1. K o r r e s p o n d e n z e n .

Der Gesammtertrag der Rubrik Briefpost in den 7 ersten Monaten des Jahres 1877 beläuft sich auf rund . Fr. 4,315,000 Davon sind, gemäß der hienach aufgeführten Statistik, auf Rechnung der Geldanweisungen zu sezen ,, 340,000 so daß der Ertrag der Korrespondenzen für den Zeitraum vom Januar bis und mit Juli sich beziffert auf Fr. 3,975,000 Im arithmetischen Verhältniß auf das ganze Jahr berechnet , 9 7 5 , x 12 w 3 ! ürde sichpro 1877!877 ein Ertrag ergebenv.Fr. 6,814,000 also Fr. 144,000 mehr als der diesjährige Voranschlag.

In> Betracht jedoch der Thatsache, daß einige Monate vor Inkrafttreten des Bundesgesezes über den Taxzuschlag auf den FrankoCouverts solche Umschläge auf Vorrath hin in größerm Maße gekauft worden sind, als dies gewöhnlich der Fall war; ferner des Umstandes, daß zu den Einnahmen pro Juli der Mehrtaxwerth von l Rappen für jedes auf Ende dieses Monats bei den Poststellen in Vorrath befindliche Couvert beigefügt worden ist und um überhaupt mit unsern Einnahmenberechnungen eher u n t e r der Wirklichkeit zu bleiben, als Voraussezungen, die sich nicht erfüllen, auszusprechen, nehmen wir für den voraussichtlichen Jahresertrag der Korrespondenzen pro 1877 lediglich die Büdgetsumme von Fr. 6,670,000 an.

Zu dieser Summe nehmen wir als voraussichtliche Zunahme von 1877 auf 1878 .

.

.

. ,, 300,000 so daß sich das Gesammtbüdget des Ertrags der Korrespondenzen auf Fr. 6,970,000 stellt.

197 Im Jahre 1871 betrug die Einnahme der Rubrik ,,Korrespondenzen" zirka Fr. 4,551,000, also Fr. 2,119,000 weniger als voraussichtlich das Jahr 1877 -abwerfen wird, was eine Jahreszunahme von über Fr. 350,000 ausmacht. Wir rechnen daher eher zu niedrig als zu hoch, wenn wir die Summe von Fr. 300,000 als voraussichtlich im Jahr 1878 gegenüber dem Vorjahre eintretende Vermehrung annehmen. Wenn die Geschäfte im nächsten Jahre neuen Aufschwung nehmen sollten, so würde unser Voranschlag ohne Zweifel bedeutend überstiegen.

Die Folgen der von uns beantragten Aufhebung der amtlichen Portofreiheit, welche sich auf Fr. 300,000 per Jahr beziffern lassen, können wir zur Stunde noch nicht in Rechnung bringen, weil die h. Bundesversammlung sich über den Antrag noch nicht ausgesprochen hat.

2. G e l d a n w e i s u n g e n .

V e r k e h r im I n n e r n .

Die oben erwähnte Neuerung, betreffend die Art der Dekung der Taxen und die gleichzeitige Erhöhung der Taxe um 10 Rappen für jede Anweisung, sowie die Ausdehnung des Maximalbetrages von Fr. 500 auf Fr. 1000 sind am 1. September 1876 in Kraft getreten, und es bietet daher weder die Statistik noch der Ertrag des Jahres 1876, welch' lezterer sich auf Fr. 416,000 stellte, verläßliche Anhaltspunkte für Berechnung des Ertrages der folgenden Jahre. Wir sind daher diesfalls auf das Ergebniß des 1. Semesters 1877 angewiesen, welches folgende aufgegebene taxpflichtige Anweisungen erzeigt: Stükzahl.

Taxertrag.

, 419,994 bis Fr. 100 . à 30 Rp. Fr. 125,998. 20 104,813 über Fr. 100 bis Fr. 200 ,, 40 YJ ·n 41,925. 20 45,118 n n 200 ·n n 300 ,, 50 11 11 22.559. -- 21,035 n T> 300 ·n TI 400 , 60 fi ·n 12^621. -- 22,111 ·n Ti 400 11 T) 500 ,, 70 ti 15,477. -- n 3,991 3,192. 80 600 ,, 80 11 11 T) n ·fi 500 VI 2,375 ·n n 600 n ·n 700 ,, 90 n 2,137. 50 n 1,668 1,668. -- ·n ·n 700 n n 800 ,, 100 ·n n 998 n ·n 800 n v> 900 ,, 110 n 1,097. 80 ·n 4,561 5,473. 20 n ·n 900 n ·n 1000 ,, 120 n 11 626,664 Fr. 232,149. 70 Wird dieser Betrag verdoppelt, so stellt sich der Jahresertrag pro 1877 auf Fr. 464,300. 80.

198

Es sind folgende taxpflichtige Anweisungen aufgegeben worden : Il. aemester Semester Durchschnitt per Stük _ 1876 = 677,354 Stüke mit Fr. 76,262,381. 65 = Fr. 112.60 1877 = 626,624 ,, ,, ,, 72,926,997. 38 == ,, 116.40 50,730

Abnahme Fr. 3,335,384727 = Fr. 65. 70

Der Rükgang der Stükzahl, beziehungsweise die Erhöhung des Durchnittsbetrages einer Anweisung, war infolge der Erhöhung: des Maximalbetrages zu erwarten, hingegen dürfte der immerhin nicht erhebliche Minderbetrag, wenigstens zu einem großen Theile,, der allgemeinen Geschäftsstokung und nicht der Taxerhöhung zugeschrieben werden, so daß mit der Wiederkehr weniger gedrükter Verkehrsverhältnisse eher ein Aufschwung als ein weiterer Rükgang: zu erwarten ist.

Da das zweite Semester in der Regel jeweilen einen erheblich größern Verkehr erzeigt als das erste Semester, so glauben wir nicht nur das Ergebniß des ersten Semesters verdoppeln, sondern, den Ertrag des Jahres 1878 auf Fr. 500,000 veranschlagen zu sollen.

Das Budget für. das Jahr 1877 berechnet den Ertrag auf Fr. 700,000.

Verkehr mit dem Auslande.

Was den i n t e r n a t i o n a l e n P o s t a n w e i s u n g s v e r k e h r anbelangt, welcher im Jahr 1876 Fr. 114,324 abwarf, so sind Aenderungen nicht eingetreten, welche den Ertrag in erwähnenswerther Weise beeinflussen könnten, mit der Ausnahme immerhin > daß sich weniger italienische Arbeiter in der Schweiz aufhalten,, und daher die Sendungen nach Italien um einige Millionen abgenommen haben. Da aber der Verkehr mit den übrigen Ländern stetsfort eine Tendenz der Zunahme erzeigt, so dürfte sich der daherige Mehrertrag mit dem Ausfalle auf den Anweisungen nach Italien kompensiren, so daß wir bei dem Ertrag vom Jahr 1876 stehen bleiben und denjenigen pro 1878 auf die runde Summe von Fr. 115,000 veranschlagen."

Der Voranschlag für den E r t r a g der G e l d a n w e i s u n g e n im Jahr 1878 stellt sich daher (500,000 -f- 115,000) im Ganzen auf Fr. 615,000, gegenüber von Fr 730,000, welche pro 1877 büdgetirt sind.

199 c . Ertrag d e rFahrpost B. 1877.

R. 1876.

.

.

.

. F r . 3,660,000

Fr. 3,780,000. -- ,, 3,646,667. 28

Die ersten 7 Monate des Jahres 1877 stehen in Bezug auf den Fahrpostertrag um zirka Fr 90,000 unter demjenigen des entsprechenden Zeitraumes von 1876, was einzig und allein der Stokung in den Geschäften zuzuschreiben ist. Seit einigen Jahren haben die Fahrposteinnahmen der ersten 7 Monate 55 bis 56,7 °/o der Jahreseinnahme betragen.

Wenn wir für 1877 das Verhältniß von 56 °/o annehmen, soergibt sich ein muthmaßlicher Jahresertrag von Fr. 3,462,500.

Da mit Sicherheit ein Aufschwung der Geschäfte für nächstes.

Jahr nicht zu erwarten ist, so würden wir mit un'serm Voranschlag bei der Summe von Fr. 3,500,000 stehen bleiben, wenn wir nicht den Zuschlag für unfraukirte Fahrpoststüke mit Fr. 160,000 in Rechnung zu bringen hätten, welchen wir in unserer Botschaft vom.

2. Juni 1877, betreffend die Herstellung des finanziellen Gleichgewichts in der Bundesverwaltung in dem Sinne in Aussicht gestellt haben, daß wir den Bezug desselben gemäß Artikel 19, Absaz 3, des Posttaxengesezes vom 23. März 1876 anordnen werden, wenn die h. Bundesversammlung uns nicht gegentheilige Direktionen gibt.

Wir wiederholen hier die dort gemachte Voraussezung und werden demnach für das Jahr 1878 den im Artikel 19 des Bundesgesezes betreffend die Posttaxen vorgesehenen Zuschlag von 10 Rp.

für nicht frankirte Fahrpostsendungen einführen, insofern uns die h. Bundesversammlung bei Erledigung des vorliegenden Budgets nicht die Ermächtigung dazu versagt.

d. E r t r a g der Z e i t s c h r i f t e n

.

.

. F r . 436,000

B. 1877. Fr. 416,000. -- · R. 1876.

,, 395,615. 07 Die ersten 7 Monate des Jahres 1877 haben nur zirka Fr. 1700 mehr ergeben als die entsprechenden Monate des Vorjahres. Das Budget vom Jahr 1877 wird daher ohne Zweifel nicht erreicht werden, so daß wir für das nächste Jahr in Bezug auf die bisherigen taxpflichtigen Blätter nicht höher als auf die diesjährige Voranschlagssumme zu gehen für angemessen finden.

Dagegen fügen wir, unter Berufung auf das in der Botschaft vom 2. Juni 1877, betreffend Herstellung des finanziellen Gleich-

200

gewichts in den Bundesfinanzen, unter .,,Postverwaltung'1, Ziffer 9, Gesagte, eine Summe von Fr. 20,000 hinzu für den Ertrag der bisher taxfrei beförderten amtlichen Blätter der Kantone, welche wir vom 1. Januar 1878 an der gewöhnlichen Taxe unterwerfen werden. Hinwieder werden wir vom gleichen Zeitpunkte an für die postamtlichen Einrükungen in die kantonalen Amtsblätter die gewöhnlichen Gebühren zu bezahlen haben,' welchem Umstände in dem Voranschlag der Ausgaben, Rubrik ,,Verschiedenes"1, Rechnung getragen ist.

e. T r a n s i t g e b ü h r e n Fr. 3,000 B. 1877. Fr. 1,500. -- R. 1876. ,, 353. 05 Gegenüber dem pro 1876 verrechneten Betrage hat der Transit der Korrespondenzen über die Schweiz im genannten Jahre und gemäß Spezialtabelle 13 der allgemeinen Poststatistik in Wirklichkeit Fr. 2659. 96 Rp. abgeworfen.

Die Leitung von Transitkorrespondenzeu über die Schweiz besch'-änkt sich a u f g e s c h l o s s e n e S e n d u n g e n zwischen Italien und Deutschland, via Genf, und auf solche zwischen Frankreich und Vorarlberg, via Basel, sowie auf Ueberlieferung e i n z e l n e r Korrespondenzen aus Deutschland nach Chiavenna und dem Veltlin und umgekehrt, und auf solche aus Vorarlberg nach Italien.

Da etwelche Verkehrszunahme vorausgesezt werden darf, kann auch der Ertrag des Jahres 1878 etwas höher gegriffen werden und wird daher die Einnahme des Jahres 1876 aufgerundet, indem der Ertrag der Transitgebühren des Jahres 1878 zu Fr. 3000 veranschlagt wird.

f. E m p f a n g s c h e i n e

.

.

.

.

. Fr. 125,000

B. 1877. Fr. 125,000. -- R. 1876. ,, 117,636. 05 Die lezten fünf Jahre haben eine durchschnittliche Zunahme von Fr. 8000 ergeben; das erste Semester 1877 mit Fr. 56,821. 37 erzeigt aber einen Rükgang gegenüber dem ersten Semester 1876 mit Fr. 58,447. 90, so daß im Jahr 1877 der Voranschlag von Fr. 125,000 kaum erreicht werden dürfte.

Wir glauben daher auch für den Voranschlag des Jahres 1878 die für 1877.büdgetirte Summe von Fr. 125,000 festhalten zu sollen.

201

g. Fach- und L a g e r g e b ü h r e n

.

.

. F r . 50,000

B. 1877. Fr. 50,000. -- R. 1876.

,, 45,540. 20 Der Ertrag der ersten 7 Monate von 1877 beträgt nur zirka Fr. 1600 mehr als derjenige des entsprechenden Zeitraumes des Vorjahres. Folglich wird der Voranschlag von Fr. 50,000 ohne Zweifel nicht ganz erreicht werden, dürfte sonach, da auf eine erhebliche Zunahme nicht gerechnet werden kann, auch für 1878 genügen.

h . Konzessionsgebühren

.

.

B. 1877. Fr. 40,000.

R. 1876.

,, 35,779.

Die Büdgetsumme von Fr. 12,000 pro Konzessionsgebühren : von Eisenbahnen . Fr.

,, Dampfschiffen . ,, ,, Omnibus ., . ,,

.

F r . 12,000

-- 83 1878 umfaßt folgende 1,400 7,000 4,000

Fr. 12,400 rund Fr. 12,000.

Konzessionsgebühr von Eisenin bestimmte Aussicht nehmen obigen Ansaz.

oder Wir können die Erhebung einer bahnen nur für die Viznau-Rigi-Bahn und beschränken uns daher auf den i. S t r a f g e l d e r und B u ß e n

.

.

.

.

. F r . 7,000

B. 1877. Fr. 7,000. -- R. 1876.

,, 7,085. 59 Wir bleiben bei dem diesjährigen Büdgetansazi ·v k. E r t r a g der W e c h s e l k u r s d i f f e r e n z e n .

Fr. 50,000

B. 1877 Fr. 50,000. -- R. 1876 ,, 36,817. 99 Die Wechselkursdifferenzen, über deren Entstehen in dem Berichte zum Voranschlag für 1877 einläßliehe Auskunft gegeben worden ist, und deren1 Ertrag von den zufälligen Kursschwankungen abhängig ist, werden, in Uebereinstimmung mit dem Ansaz pro 1877.J für das Jahr 1878 zu Fr. 50,000 veranschlagt.

202

Wenn der Ertrag pro 1876 eine bedeutend geringere Summe erzeigt als der Voranschlag, so ist dies größtentheils dem Umstände beizumessen, daß während eines Theils des Jahres 1876 nur der Ertragsüberschuß, nach Abzug der Verluste auf dem Wechselkurse, in Einnahme gebracht wurde, während seither die vollen Gewinne in ,,Einnahme" und die vollen Verluste in ^Ausgabe"1 verrechnet werden.

  1. U n t e r m i e t h e von L o k a l e n

.

.

. F r . 60,000

B. 1877. Fr. 55,000. -- R. 1876.

,, 48,982. 64 Die Untermiethen, welche zum größten Theile die Telegraphenverwaltung betreffen, stellen sich bei Abfassung des gegenwärtigen Berichtes auf zirka Fr. 56,000.

Da nächstes Jahr bei einigen großem Bureaux, z. B. Chauxdefonds, Vevey etc., infolge Verlegung der bisher auch räumlich getrennten Telegraphenbüreaux in das neue Postgebäude, erhebliche weitere Beiträge dazu kommen werden, so stellen wir den Voranschlag auf Fr. 60,000.

m. B e s o l d u n g s b e i t r ä g e der T e l e g r a p h e n v e r w a l t u n g Fr. 5,040 B. 1877.

R. 1876.

Fr. 5,040. ,, 6,232. 38

Wir sehen in dieser Rubrik eine Aenderung nicht voraus.

n. E r l ö s aus v e r k a u f t e m M a t e r i a l .

. Fr. 46,000 B. 1877. Fr. 56,000. -- R. 1876.

,, 55,762. 88 Diese Rubrik zerfällt in folgende Unterabtheilungen : Budget 1877.

Fr.

Rechnung 1876.

Fr.

Erlös aus dem Verkauf von:

23,500 8,000 1,500 8,000 15,000

17,795.41 21,412.23 2,234.88 5,563.63 8,756.73

1.

2.

3.

4.

5.

56,000

55,762.88

Budget 1878.

Fr.

Dienstkleidungsmaterial .

. 14,000 altem Trainmaterial .

. 13,000 postal. Druksachen (Tarifen etc.) 3,000 Makulatur 6,000 Büreaumaterial .

.

. 10,000 46,000

203 Bezüglich der Abtheilungen l und 5 verweisen wir auf das bei den Ausgaberubriken IV und III Gesagte. In Bezug auf das Büreaumaterial wurde die Maßregel, wonach den Postbeamten für die auf ihre eigenen Kosten zu machende Anschaffung des kleinen Büreaumaterials (Schreibmaterialien, Schnüre, Pakpapiere etc.) eine Aversalentschädigung verabfolgt wird, auf die Bureaux H. Klasse beschränkt, weil diese Maßregel bei den Bureaux I. Klasse (Hauptpostbüreaux) nicht leicht richtig durchgeführt werden könnte.

Zur Unterabtheilung 2 bemerken wir, daß, obgleich mit dem künftigen Jahre auch der Erlös für verkaufte alte Wägen und Schlitten ausschließlich unter vorstehende Rubrik fällt, während solcher bisher und ausnahmsweise noch für dieses Jahr von den Ausgaben für neue Wägen in Abzug gebracht wurde, so können für 1878 obige Einnahmen doch nicht höher veranschlagt werden, weil der Erlös des größten Theils der gegenwärtig zu veräußernden alten Wägen voraussichtlich noch in der laufenden Jahresrechnung vereinnahmt wird.

o. V e r s c h i e d e n e s

.

.

·. .

.

.

. F r . 17,960

B. 1877. Fr. 11,460. -- R. 1876.

,, 25,184. 35 Diese Rubrik besteht aus folgenden Posten : Budget 1877.

Fr.

600

2,000 1,200 800 6,860

11,460

Rechnung 1876.

Fr.

1,573.61 1. Vergütung für den Gebrauch von Postfuhrwerken .

.

2,824.02 2. Rechnungsdifferenzen .

.

1,748.26 3. Erlös aus dem Verkauf von Rebüts 3,975. 70 4. Einnahmen auf nicht rükvergüt· " baren Geldanweisungen .

.

15,062. 76 5. Zufällige Einnahmen .

.

25,184.35

Budget 1878.

Fr.

1,500 2,500 1,500 4,000 8,460

17,960

2. Telegraphenverwaltung, a. T e l e g r a m m e .

.

.

.

. Fr. 2,083,000.

B. 1877 Fr. 2,105,700. --.

R. 1876 1,941,749. 92.

204 Zur Ermittlung vorstehender Summe dienen uns einerseits die voraussichtlichen Depeschenzahlen des Jahres 1878, andererseits der Durchschnittsertrag der vei'schiedenen Arten von Telegrammen, nach der mittlern Wortzahl und den bestehenden Taxen berechnet.

In Bezug auf die Depeschenzahlen im Allgemeinen ist schon das Jahr 1876 weit hinter den gehegten Erwartungen zurükgeblieben, hat aber immerhin das Vorjahr noch um ein Geringes überholt. Das Jahr 1877 dagegen wird nicht nur gegenüber dem Budget, sondern sogar gegenüber den Zahlen des Jahres 1876 zurükbleiben, indem die ersten sechs Monate bereits eine Verminderung von zirka 40,000 Depeschen aufweisen und eine Erholung bei der allgemeinen Geschaftsstokung nicht zu gewärtigen steht.

Auch für das Jahr 1878 kann eine wesentliche Besserung nicht in Aussicht genommen werden, und wir glauben daher den Voranschlag nicht höher stellen zu dürfen, als auf die voraussichtlichen Zahlen des laufenden Jahres, wobei wir zu folgendem Ergebniß gelangen : Depescheuzahl. Voraussichtliche Depescheuzahl.

1876.

1877.

1878.

Beförderte interne Depeschen .

.

. 2,118,373 Beförderte und empfangene international e Depeschen .

.

.

587,670 Transitdepeschen .

.

212,815

2,050,000

2,050,000

580,000 200,000

580,000 200,000

2,918,858 2.830,000 2,830,000 Diese Zahlen führen nun zu folgenden Einnahmen : 2,050,000 interne Depeschen à 65 Rp.

.

. Fr. 1,332,500 580,000 internationale Depeschen, wovon : 250,000 à 65,5 Rp.

. Fr. 163,750 40,000 à 83 Rp. . ' . ,, 33,200 290,000 à 110 Rp. .

. ,, 319,000 ,, 515,950 200,000 Transitdepeschen à 109 Rp.

.

. ,, 218,000 Dazu kommen noch die Gebühren für Depeschenabschriften mit zirka .· .

.

.

Fr. 2,083,000

205

Der Ansaz von 65 Rp. für ein internes Telegramm stüzt sich auf die in Deutschland mit dem Worttarif gemachte Erfahrung, daß die durchschnittliche Wortzahl 14 beträgt. Das gleiche System wird auch in der Schweiz eine analoge Wirkung haben, und wir müssen somit die neue Taxe für 14 Worte =: 65 Rp. als Durchschnittsertrag annehmen.

Die internationalen Depeschen scheiden sich in Bezug auf den Ertrag in drei Abtheilungen, wovon die erste, der Verkehr mit Deutschland, dem Worttarif unterliegt und daher in ähnlicher Weise in Rechnung zu ziehen ist wie der interne Verkehr. Die zweite Abtheilung enthält den Verkehr mit Oesterreich, wo der Taxantheil der Schweiz für eine Depesche von 20 Worten 75 Rp. beträgt und also im Durchschnitt auf zirka 83 Rp. ansteigen wird. Die übrigen Telegramme berechnen sich auf Grundlage der Taxe von Fr. l für 20 Worte.

Der Durchschnittsansaz von 109 Rp. für die Transitdepeschen beruht auf einer nach den Ergebnissen des Jahres 1876 angestellten genauen Berechnung.

Die Kopiegebühren und Zuschlagstaxen im internen Verkehr, welche in den frühern Voranschlägen im Durchschnittsertrag inbegriffen waren, müssen hier besonders zugerechnet werden, weil sich der Ansaz von 65 Rp. lediglich aus der eigentlichen Telegraphentaxe ergibt.

b. L e i s t u n g e n d e r G e m e i n d e n B. 1877 Fr. 82,300. -- R. 1876 ,, 86,209. 07

. F r . 76,500

Die füf das Jahr 1878 noch in Kraft bestehenden Gemeindebeiträge für bereits errichtete Bureaux betragen rund Fr. 66,900 Dazu rechnen wir : 10 neue noch im Jahre 1877 zu eröffnende Bureaux à Fr. 100 ,, 1,000 30 neue Bureaux im Jahre 1878, von denen 25 die Beiträge jährlich entrichten à Fr. 50 ,, 1,250 und 5 dieselben zum Voraus ablösen à Fr. 780 . ,, 3,900 Nachzahlungen für bereits liberirte Bureaux (Bundesrathsbeschluß vom 12. April 1876) .

.

. ,, 3,450 Tota l

Fr. 76,500

206 c.

Verschiedenes Fr. 41,500 B. 1877 Fr. 55,000. -- R. 1876 ,, 102,134. 83 Das Jahr 1878 wird, wie das laufende Jahr, in Bezug auf diese Einuahmenrubrik gegenüber den frühern Jahren erheblich Äurükbleiben, weil die Erstellung von Bahntelegraphenlinien und damit die daherigen Rükzahlungen von Seite der Bahnverwaltungen sich auf ein sehr Geringes beschränken werden. Es steht zur Zeit nur die Bahnstreke Leuk-Visp in Aussicht, wofür wir eine Einnahme von Fr. 1,500 ansezen.

Die übrigen Einnahmen, Verkauf von Materialapparaten und Druksachen, Miethzinsantheile der Beamten, Aversalzahlungen der Gemeinden, Bußen etc. veranschlagen wir wie im Vorjahre zu Fr. 40,000, und es ergibt sich somit für diese Rubrik ein Total von Fr. 41,500 Die Einnahmen der Telegraphenverwaltung fassen sich daher zusammen wie folgt: 1. Ertrag der Telegramme .

.

.

. F r . 2,083,000 2. Gemeindebeiträge ,, 76,500 3. Verschiedenes .

.

.

.

.

,, 41,500 Total

Fr. 2,201,000

Dritter Abschnitt.

Verschiedene Einnahmen und Vergütungen.

  1. 2) 3) 4)

Bundeskanzlei Bundesgericht Verpfändungskosten von Eisenbahnen .

Unvorhergesehenes .

.

.

.

Fr. 18,000. -- ,, 8,500. -- . ,, 1,000. -- .

.

618. 8 0 Fr. 28,118. 80

B. 1877 R. 1876

Fr. 29,371. -- ,, 59,305. 88

207

Zusammenzug der Einnahmen.

I. Ertrag der Liegenschaften und Kapitalien.

  1. Liegenschaften .
  2. Kapitalien .

. Fr. 107.968. -- . ,, 501,790. 60 Fr.

609,758. 60

H. Regalien und V e r w a l t u n g e n .

  1. Militärdepartement Fr. 3,537,622. 60 B. Finanz- und Zolldepartement : Abtheilung Finanzen ,, 4,007,500. -- ,, Zölle ,, 15,000,000. -- C. Post- u. Telegraphendepartement : Abtheilung Posten ,, 15,072,000. -- Telegraphen . ,, 2,201,000. -- ,, 39,818,122. 60 HI. V e r s c h i e d e n e E i n n a h m e n und Vergütungen Total der muthmaßlichen Einnahmen

BundesWatt. 29. Jahrg. Bd. ÎY.

,,

28,118. 80

Fr. 40,456,000. --

16

208

.A. xi s g a b e n.

Erster Abschnitt.

Amortisation und Verzinsung der Anleihen.

  1. A n l e i h e n - A m o r t i s a t i o n : 1) Anleihen von 1867 (III. Quote) .

.

.Fr.

B. A n l e i h e n - Z i n s e : 1) A n l e i h e n von 1867: Jahreszins von Fr. 11,070,000 zu 4 1/2 °/o, weniger der Semesterzins von der zurükzuzahlenden Kapitalrate von Fr. 480,000 Fr.

2 ) A n l e i h e n v o n 1871: Jahreszins von Fr. 15,600,000 . ,, 3} A n l e i h e n v o n 1877: Jahreszins von Fr. 4,000,000 Obligationen zu 4 1/2 ,, Jahreszins von Fr. 2,000,000 Kassascheine zu 4°/o .

.

., .

.

.

. ,,

480,000

487,350 702,000

180,000 80,000

Fr. 1,449,350 C. P r o v i s i o n und S p e s e n auf der Kapi t a l - und Z i n s z a h l u n g .

.

.

.

5,000 Fr. 1,934,350

B. 1877.

R. 1876.

Fr. 1,684,225. -- ,, 1,694,573. 35

Bezüglich auf die Anleihen-Amortisation wird auf das an andrer Stelle hierüber Angebrachte verwiesen.

209

Was den Ansaz von Fr. 260,000 für Verzinsung eines neuen Anleihens von Fr. 6,000,000 anbelangt, so stüzt sich derselbe auf den Bundesbeschluß vom 23. Juni laufenden Jahres, wonach der Bundesrath ermächtigt worden ist, behufs Dekung von Rechnungsdefiziten im laufenden Jahre bis auf 6 Millionen Franken Kassascheine auszugeben oder nöthigenfalls diese Summe auf anderm Wege zu beschaffen. Da in der Botschaft über Herstellung des finanziellen Gleichgewichtes in der Bundesversammlung das Rechnungsdefizit für das laufende Jahr auf Fr. 3,226,000 und für das künftige oder Budgetjahr auf ca. Fr. 5,000,000 veranschlagt worden war, somit eine Summe von über Fr. 8,000,000 zu deken in Aussicht stand, so erachtete es der Bundesrath mit Rüksicht auf die günstigen Verhältnisse des Geldmarktes für angezeigt, sofort zur Einbringung erwähnter Summe von Fr. 6,000,000 zu sehreiten, und Fr. 4,000,000 in 41/2%igen dreijährigen Obligationen al pari und Fr. 2,000,000 in 4°/oigen Kassascheinen auf l Jahr ebenfalls al pari aufzunehmen.

Annähernd die Hälfte des Betrages der lezteren wird erst auf den 1. Jänner 1879 fällig werden.

Die beiden andern Zinsposten von Fr. 487,350 und Fr. 702,000 bedürfen keiner nähern Begründung.

Der Ansaz für Provision und Spesen auf der Kapital- und Zinszahlung wird mit Rüksicht auf die Kapital-Amortisation von Fr. 3500 auf Fr. 5000 erhöht.

Zweiter Abschnitt.

Allgemeine Verwaltungskosten.

  1. Nationalrath.
    1. Taggelder und Reiseentschädigungen an die Mitglieder und Kommissionen Fr. 189,700 2) Taggelder an den Uebersezer .

.

. ,, 2,300 3) Bedienung ,, 3,000 Fr. 195,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 191,000. -- ,, 194,261. 45

210 Mit Rüksicht auf das leztj ährige Rechnungsergebniß und weil voraussichtlich annähernd gleichviel Sizungen wie im Jahr 1876 stattfinden werden, wird der Ansaz um Fr. 4000 erhöht.

B. Ständerath.

  1. Taggelder und Reiseentschädigungen an Kommissionen 2) Uebersezer 3) Bedienung

Fr.

,, ,,

7,700 2,300 2,000

Fr. 12,000 B. 1877 Fr. 10,500. -- R. 1876 ,, 11,643. 60 Gleiche Bemerkung wie beim Ansaz für den Nationalrath.

C. Bundesrath.

Gehalt des Präsidenten und der Mitglieder B. 1877 R. 1876

.

Fr. 85,500

Fr. 85,500. -- ,, 80,133. 35

D. Bundeskanzlei.

  1. P e r s o n a l : a. Kanzler nebst freier Wohnung .

. Fr. 9,000 b. Stellvertreter des Kanzlers (inclusive Wohnungsentschädigung) ,, 7,000 c. Zwei Kanzleisekretäre ,, 10,200 d. Registratur und Unterregistrator .

. ,, 9,500 e. Uebersezungen .

.

.

. · . ,, 19,000 f. Kalligraph, Kanzlisten und Kopiaturen . ,, 27,000 g. Weibel und Ausläuferdienste ,, 14,000 h. Abwarte im Bundesrathhause .

.

211

2) M a t e r i a l : a. Drukkosten und Lithographien .

.

. Fr. 110,000 b. Buchbinderrechnungen ,, 15,000 c. Literarische Anschaffungen ,, 6,000 d. Schreibmaterial .

.

.

.

. ,, 15,000 e. Porti und Telegramme ,, 15,000 f. Beleuchtung, Heizung und Wasserversorgung ,, 12,500 g. Dienstkleidung ,, 700 h. Konsulate (Register, Insertionen) .

. ,, 1,500 i. Gartenanlagen beim Bundesrathhause . ,, 1,100 k . Verschiedenes .

.

.

.

.

.

.

3,500

Fr. 180,300 B. 1877 R. 1876

Fr. 169,750. -- ,, 189,580. 56

3) A u ß e r o r d e n t l i c h ' e D r u k k o s t e n B. 1877 Fr. 17,500. -- R. 1876 ,, 28,911. 15 Referendumsabstimmungen .

.

.

.

Fr. -- --

.

Fr. -- --

Bemerkungen.

P e r s o n a l : Der Gesammtbedarf ist derselbe wie 1876 und 1877. Nur sind infolge eingetretener Veränderungen in der Zusammensezung des Personals gegenüber 1877 der Ansaz für Uebersezungen um Fr. 2000 (von Fr. 21,000 auf Fr. 19,000) vermindert, derjenige für Kopiaturen hinwieder um Fr. 2000 (von Fr. 25,000 auf Fr. 27,000) erhöht worden.

M a t e r i a, l : b, c, d, e, f, h, i unverändert wie 1877.

  1. D r u k k o s t e n u n d L i t h o g r a p h i e n . Bezüglich der von uns beantragten Erhöhung um Fr. 10,000 verweisen wir auf unsere durch Ihr Postulat vom 22. Juni dieses Jahres (Amtl. Sammlung, n. F., III, 113) veranlagte Botschaft betreffend die sämmtlichen Ausgaben der Bundesverwaltung für Druksachen und Lithographien.
  2. D i e n s t k l e i d u n g . Der bisherige Ansaz von Fr. 650, der aus dem Jahre 1866 datirt, genügte infolge des Steigens der Waarenpreise und Arbeitslöhne schon seit Langem nicht mehr ganz.

212 k. V e r s c h i e d e n e s Eine Vermehrung dieses Kredits, aus welchem die mannigfaltigsten Ausgaben für Kanzlei und Departemente, die sonst nirgends untergebracht werden können, bestritten werden, ist, da der Ansaz aus dem Jahr 1873 datirt, mit Rüksicht auf die allgemeine Zunahme der Geschäfte infolge der Bundesrevision geboten.

A u ß e r o r d e n t l i c h e D r u k k o s t e n (Referendum).

Bei der Ungewißheit, ob und in welchem Umfange im kommenden Jahre der Volksentscheid über die eidgenössische Gesezgebung angerufen werden wird, enthalten wir uns auch dieses Mal, einen bestimmten Ansaz aufzunehmen, da ein solcher doch nur aufs Gerathewoh fixirt werden könnte und daher für die effektive Rechnungsstellung werthlos wäre.

E. Bundesgericht.

  1. G e r i c h t s h o f : a. Gehalt des Präsidenten und der Mitglieder Fr.
  2. Entschädigung an Ersazmänner .

,,

91,000 1,000

2) G e r i c h t s k a n z l e i : a. Besoldung der zwei Gerichtsschreiber b. Besoldung des Kanzleipersonals c. Hauswart und Weibel

,, ,, ,,

15,500 19,500 5,800

,,

2,000

,, ,, ,,

10,000 2,500 4,500

.

3) A l l g e m e i n e A u s g a b e n : a . Bibliothek .

.

.

.

b. Kanzleibedürfnisse, Druk- und Buchbinderkosten, Zeitschriften, Reiseauslagen etc.

.

c. Beleuchtung und Beheizung d. Publikation bundesgerichtlicher Entscheide .

Fr. 151,800 B. 1877 Fr. 151,800 R. 1876 ,, 149,296 Die Begründung obiger Ansäze betreffend, auf die Büdgetbotschaft für das Jahr 1877.

verweisen wir

213

Dritter Abschnitt.

Departemente und Verwaltungen.

  1. Politisches Departement.
    1. Sekretär Fr.

5,000 2) Gesandtschaft in Paris ,, 50,000 3) ,, ,, Rom .

. ,, 40,000 4) ,, ,, Wien .

.

.

.

. ,, 40,000 5) ,, ,, Berlin ,, 40,000 Diese 5 Posten sind denjenigen der vorigen Jahre gleich und die Ausgaben übrigens durch bezügliche Geseze und Beschlüsse geregelt, so daß sie zu keiner Bemerkung Veranlaßung geben.

6) B e i t r a g an s c h w e i z e r i s c h e K o n s u l a t e ,, 76,000 Der Voranschlag für das Jahr 1877 betrug für diesen Posten nur Fr. 72,000, gleichwohl mußte im Laufe des Jahres ein Nachtragskredit verlangt werden.

Die für das nächste Jahr vorgesehene Mehrausgabe von Fr. 4,000 vertheilt sich auf folgende Konsulatsstellen : Konsulat in Besançon . . . F r . 1,000 Der Beitrag wurde schon für 1877 von Fr. 2000 auf 3000 erhöht, und es wird auch nothwendig sein, diesen Posten für 1878 unverändert beizubehalten.

K o n s u l a t in Neapel. Dieses Konsulat verlangt einen Beitrag, und in Anbetracht seines großen Geschäftskreises wird man wohl unvermeidlich genöthigt sein, diesem Begehren zu entsprechen. Es wird daher vorgesehen ein Beitrag von ,, 1,500 Für U n v o r h e r g e s e h e n e s bleiben also noch ,, 1,500 " Fr71,000 7) Beitrag an schweizerische Hilfsgesellschaften im Auslande ,, 15,000 8) Eidgenössische Repräsentanten und Kommissarien ,, 12,000 9 ) Repräsentationskosten .

.

.

.

.

.

3,000 ~Fr7287,OÖO B. 1877 Fr. 277,000. -- R. 1876 ,, 259,813. 60

214 Diese Posten sind aus den frühern Budgets unverändert aufgenommen worden.

B. Departement des Innern.

I. Kanzlei: 1) a. Sekretär

Fr.

5,000

,,

4,000

,,

2,190

B. 1877 Fr. 5,000 R. 1876 ,, 5,000 b. Registratur und Bibliothekar B. 1877 Fr. 4,000 R. 1876 ,, 4,000 c. Provisorischer Gehilfe .

.

.

Fr. 11,190 Zur Begründung dieses Postens wird auf den entsprechenden Passus in der Botschaft vom 6. Juli 1877, betreffend Bewilligung von Nachtragskrediten für 1877 (Bundesbl. 1877, III, 144) verwiesen, da die Gründe, aus welchen der bezügliche Nachtragskredit verlangt und bewilligt wurde, fortbestehen. Die tägliche Besoldung des provisorischen Gehilfen, wie bisher zu Fr. 6 berechnet, macht die angesezte Jahresbesoldung von Fr. 2190 aus.

2) Archive : a. Staatsarchivar und Unterarchivar, zu Fr. 5000 und Fr, 4500 B. 1877 Fr. 9,500 R. 1876 ,, 9,500 b. Gehilfe B. 1877 R. 1876

Fr.

9,500

,,

3,200

Fr. 3,200 ,, 3,200

c. Fortsezung des Gesammtrepertoriums der altern eidgenössischen Abschiede .

. Fr. 13,600 B. 1877 Fr. 14,600 R. 1876 ,, 25,500 Die bezüglichen Erfordernisse werden, zufolge der Büdgeteingabe des Oberredaktors der amtlichen Abschiedesammlung, im Einzelnen folgende sein :

215 1) Drukkosten 2 ) Redaktionshonorar .

.

.

.

3") Reisekosten .

.

.

.

.

4} Literatur, Porti, Buchbinder, Kopiaturen

.

.

.

.

Fr.

.

. ,, . ,,

8,000 4,800 600 200

Fr. 13,600 d. h. Fr. 1,000 weniger als im Jahre 1877.

Ad 1. Der gegen 1877 um Fr. 2000 erhöhte Ansaz von Fr. 8000 für Drukkosten wird vom Oberredaktor, dem wir beipflichten, folgendermaßen begründet : Für das Budgetjahr kommen hinsichtlich der Drukkosten die Bände IV, 1. c und VI, 2 wiederum in Betracht. Ersterer Band, dessen Druk, im März begonnen, bereits zu 50 Bogen gediehen ist und bis zürn Jahresende mindestens 100 Bogen abwerfen wird, dürfte mit weitern 100--120 Bogen im Jahr 1878 zum Abschluß kommen. D,er daherige aus dem Jahreskredit zu bewerkstelligende Rechnungsabschluß mit der Offizin wird Fr. 6--7000 erfordern. Es bleiben somit für Bd. VI, 2 nur zirka Fr. 1000--2000 verfügbar. Dieser Rest wird jedoch voraussichtlich nicht genügen, da vom besagtem Bande, der, wider eine in der Botschaft zum 1877er Budget ausgesprochene Erwartung, im laufenden Jahr noch nicht zum Druk Ogelangt ist,, sondern wegen AusdehnungO ö O der Redaktionsarbeit erst um Mitte nächsten Jahres unter die Presse kommen wird, 40--50 Bogen gedrukt werden können. Der Ansaz von Fr. 8000 für Drukkosten ist also sehr wahrscheinlich etwas zu niedrig gegriffen ; die Ausgleichung läßt sich aber füglich auf dem 1879er Budget herstellen, das ohnehin niedriger als das nächstjährige stehen wird. -- Ad 2- -4. Diese Posten weisen bei ganz gleichen thalsächlichen Verhältnissen die nämlichen Ansäze wie für 1877 auf und bedürfen daher nicht einer nochmaligen Begründung.

d. Repertorium der eidgenössischen Abschiede der Mediationszeit (1803--1813) .

. Fr. 3,000 B. 1877 Fr. 3,000 Obiger Ansaz ist der gleiche wie für das laufende Jahr. Der für den Druk des genannten Werkes erstmals ausgesezte diesjährige Kredit bleibt aber unverwendet, wie der Uebernehmer dieser Arbeit, der Oberredaktor der amtlichen Abschiedesammhmg, bemerkt; es wird nämlich aus den von ebendemselben angeführten, hienach kurz anzugebenden Gründen dieses Jahr nicht zum Druck kommen.

Mit Rüksicht hierauf gestaltet sich der angesezte Kredit zu einer einfachen Uebertragung von einem Jahr auf das andere. Dumm bestehen auch die Gründe fort, aus denen dieser Posten erstmals bewilligt worden ist. Es genügt deßhalb, auf das Bezügliche in der

216 Botschaft zum diesjährigen Budget (Bundesbl. 1876, IV, 322) zu verweisen. Betreffend die Nichlverwendung des diesjährigen Kredits und den gegenwärtigen Stand der Arbeit führt der Oberredaktor der amtlichen Abschiedesammlung mit Mehreren! aus, daß .sich die Notwendigkeit herausgestellt habe, anstatt eine dem Repertorium von 1814--48 äußerlich anzupassende neue Auflage der altern Ausgabe zu veranstalten (wie anfänglieh beabsichtigt war), eine materielle Textrevision an "der Hand der Originalabschiede zu unternehmen, so zwar, daß dabei eine sachgemäße, dem Repertorium von 1814 -- 48 entsprechende Erweiterung der kurzen Textauszüge der ersten Ausgabe angestrebt werden solle. Im Sinne «iner dieslalligen Umarbeitung habe der Redaktor bereits einleitende Vorarbeiten gemacht. Obwohl nun der eigentliche Repertorientext an Ausdehnung zunehmen werde, so solle dagegen der jezige Beilagenband durch Weglassung der werthlos gewordenen Stüke des-selben abgekürzt werden. Größere Drukkosten würden somit aus dem erweiterten Plane nicht erwachsen, und andere als Drukkosten würden nicht erforderlich sein, da der Redaktor unentgeltlich arbeite.

Obgleich nun die Veröffentlichung des Abschiedebandes durch -das modifizirte Programm eine Verzögerung erleide und der Druk in diesem Jahre nicht mehr beginnen könne, so komme doch dieser Aufschub gegenüber dem Gewinn hinsichtlich der Brauchbarkeit und des Werthes der Arbeit in keinen Betracht, zumal bei einem Unternehmen, das ohnehin nicht dringlich sei. Mit der ·siesfälligeu Auseinandersezung des Oberredaktors der amtlichen Ab'dchiedesammlung einverstanden, stehen wir nicht an, die Summe von Fr. 3000 zur neuen Herausgabe der Mediationsabschiede von 1803--13 nochmals anzusezen und zur Bewilligung zu empfehlen.

e. Aktensammlung zur schweizerischen Reformationsgeschichte (1521--32) .

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Fr. 650 Herr Staatsarchivar' Dr. J. Strickler in Zürich, Redaktor der Abschiede von 1521--32 für die amtliche Abschiedesammlung, hat aus Anlaß seiner diesfälligen Arbeit es unternommen, obige ,,Aktensammlung a im Anschluß an die gleichzeitigen eidgenössischen Abschiede zu bearbeiten und im Selbstverlage herauszugeben. Dieses Werk soll den unverwendeten Rest des aus dem Zeitraum von 1521--32 gesammelten Materials enthalten, das in der amtlichen Abschiedesammlung nicht Aufnahme finden konnte. In einer an das Departement gerichteten Zuschrift vom 19. August 1. J., welcher der erste Halbband, auf Bogen l - 20 die Jahre 1521--24 ent"haltend, beigelegt ist, erörtert der Herausgeber Zwek und Umfang des Werkes und dessen Verhältniß zum Abschiedewerk, sowie die

217

pekuniären Schwierigkeiten des Unternehmens; zugleich stellt er das Ansuchen, es möchten ihm auf Kosten der Bundeskasse und im Subskript.ionswege 100 Exemplare zum Ladenpreise von Fr. 13 pro Band, deren es 4 geben soll, abgenommen werden, zum Zweke der Verwendung seitens der Bundesverwaltung 1 , sowie der Vertheilung an die auswärtigen Empfänger des Abschiedewerkes, welchen diese Sammlung eine erwünschte Gabe in Ergänzung des Abschiedestoffes sein müßte. Mit Rüksicht auf ein vom Departement eingeholtes bezügliches Gutachten des Oberredaktors der amtlichen Abschiedesammlung, welches mit dem Gesuche von Herrn Dr. Strickler bei den Büdgetakten liegt und sich in theilweise empfehlendem Sinne ausspricht, beantragen wir, auf die Sache mit der Beschränkung einzutreten, daß auf 50 Exemplare subskribirt wird, welche in geeigneter Weise an auswärtige Empfänger der amtlichen Abschiedesammiung (nicht an sämmtliche) und an eidgenössische Verwaltungsstellen u. s. w. zu vertheilen wären. Die daherige Ausgabe würde sich für jeden Band (zu Fr. 13) auf Fr. 650, für alle 4 zusammen auf Fr. 2600 belaufen, welche Summe auf die vier Jahre 1878--81 zu gleichen Theilen zu verlegen wäre.

Den Anfang hievon für 1878 zu machen, wird mit dem Ansaz von Fr. 650 beantragt.

f. Abschriftensammlung aus dem venetianischen Staatsarchiv Fr. 2,000 B. 1877 Fr. 2,000 R. 1876 ,,. 1,000 Der beantragte Kredit ist der gleiche wie für das laufende Jahr.

Laut Bericht des Oberredaktors der amtlichen Abschiedesammlung schreitet die von Herrn Konsul Ceresole in Venedig überwachte Besorgung der betreffenden Abschriften für das Bundesarchiv regelmäßig fort. Irn Jahr 1876 wurden bei einem Kredit von Fr. 1000 17 Bände solcher Abschriften an das Bundesarchiv abgeliefert; bis im August laufenden Jahres gingen auf Rechnung des diesjährigen Kredits 15 umfängliche Bände ein, welche neuerdings den hohen Werth bekunden, den dieses venetianisehe Material für die Geschichte der Schweiz hat. Zufolge einer Mittheilung des Herrn Konsul Céi'ésole an den Oberrcdaktor der amtliehen AbschiedeSammlung ist der laufende Kredit durch die neuliche Lieferung bis auf Fr. 600 erschöpft, welche Summe nur noch für etwa 3 Monate ausreicht, und es wird dann entweder die Arbeit für dieses Jahr eingestellt oder vorgreifend auf Rechnung des 1878er Kredits fortgefahren werden müssen. Hieraus erhellt, daß eine Summe von Fr. 2000 vollständige Verwendung finden kann. Uebrigens beziehen wir uns im Einverständniß mit dem Oberredaktor der amtlichen Abschiedesammlung auf die Begründung des diesjährigen gleich großen

218

Ansazes (Bundesbl. 1876, IV, 323 f.), da keine neuen Momente für die Sache in Betracht kommen.

g. Aktensammlung aus der Periode der helvetischen Republik (1798 -- 1803) .

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. Fr. 4,000 B. 1877 Fr. 4,000 R. 1876 ,, 2,000 Im Einvernehmen mit dem Oberredaktor der amtlichen- Abschiedesammlung beantragen wir, den für das .laufende Jahr ausgesezten Kredit von Fr. 4000 für 1878 beizubehalten. Aus demselben sind zu bestreiten: 1) das Honorar des Redaktors; 2) Sizungsgeldcr für die Redaktionskommission ; 3) Auslagen für Kopiaturen, Literatur u. s. w. (Drukkosten kommen für das Budgetjahr nicht in Betracht, da während desselben vom Manuskript noch nichts fertig wird.) Laut Bericht des Oberredaktors der amtlichen Abschiedesammlung hat der Redaktor (Herr Staatsarchivar Dr. Strickler in Zürich) die Bearbeitung der helvetischen Aktensammlung seit Anfang laufenden Jahres begonnen und bis im August, neben seinen Amtsgeschäften, schon bei 50 Bogen im Manuskript fertig gebracht, welche Zahl bis zum Jahresschluß erheblich ansteigen wird. Nach dem auf Mitte 1878 festgesezten Rüktritt von seiner jezigen Amtsstelle und nach seiner dannzumaligen Uebersiedlung nach Bern wird derselbe seiner Aufgabe ausschließlich obliegen und ungleich mehr leisten können. Der Oberredaktor findet deßhalb die Beibehaltung des 1877er Kredits für 1878 geboten, zumal da die sonstigen Verhältnisse gleich bleiben.

h. Münz- und Medaillensarnmlung .

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. Fr.

600 B. 1877 Fr. 600 R. 1876 ,, 600 Ohne Aenderung, mit der nämlichen Begründung wie bisher.

3) Maß und Gewicht (Eichstätle und Inspektionen; internationales Maß- und Gevrichtsamt in Paris) Fr. 6,767 B. 1877 Fr. H,267. -- R. 1876 ,, 10,869. 35 Die Eichstättedirektion macht folgenden Voranschlag: 1) Beleuchtung, Heizung, Wärterdienst u. s. w.

. Fr. 500 2) Instandhaltung des Lokals, der Apparate, eventuell Neuanschaffungen .

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. 3 0 0 3) Bemühungen des Direktors : a. laufende Geschäfte, Berichte, Korrespondenzen u. s. w. .

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,, 2,000 4 ) Arbeiten v o n Gehilfen .

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. ,, 500 Fr. 5,300

219 d. h. Fr. 500 mehr als der Voranschlag der Eichstättedirektion für 1877 (Fr. 5800) nach Abzug von Fr. 1000 betrug (Fr. 4800).

Der Posten Nr. l ist um Fr. 100 ermäßigt; dagegen ist Nr. 2 um Fr. 100 erhöht, mit einiger Riiksicht auf Neuanschaffungen, für welche die Eichstättedirektion in den Voranschlag von 1877 einen besondern Posten mit Fr. 1000 aufgenommen hatte, der jedoch unserseits gestrichen wurde (Botschaft zum Budget für 1877, Bundesblatt 1876, IV, 327). Bei Nr. 3, a ist der diesjährige Ansaz für laufende Geschäfte u. s. w., im Betrage von Fr. 2000, vorsichtshalber beibehalten, obschon für 1878 etwelche Verminderung der betreffenden Arbeiten angenommen werden kann. (Nach dem Bemerken der Eichstättedirektion ist der diesjährige bezügliche Ansaz von Fr. 2000 zu niedrig; die im laufenden Jahr in Folge der Einführung des neuen Bundesgesezes über Maß und Gewicht vermehrten Arbeiten der Direktion beanspruchten nämlich weit mehr Zeit als vorgesehen wurde, und es werden die daherigen Ausgaben sich auf Fr. 2500--3000 belaufen.) Bei Nr. 3, b , Inspektionsreisen (Art. 5 des Bundesgesezes über Maß und Gewicht vom 3. Juli 1875), ist behufs Wiederbeginns der eidgenössischen Maß- und Gewichtsinspektionen in acht bei den Inspektionen von 1871 -- 74 übergangenen und seit 1861 nicht mehr inspizirten Kantonen ein Betrag von Fr. 2000 aufgenommen, welcher dem im 1874er Voranschlage für Inspektionen angesezten Betrage entspricht. (Im Voranschläge der Eichstättedirektion für 1877 sind Fr. 1000 für Reisen und a u ß e r o r d e n t l i c h e Inspektionen angesezt.) Für die Bestimmung der im Jahr 1878 zunächst zu inspizirenden Kantone will -die Eichstättedirektion die Berichte der Kantonsregierungen über die gehaltenen Nachschauen abwarten. Der Posten Nr. 4, Arbeiten von Gehilfen, ist gegenüber dem Voranschlage für 1877 (Fr. 1000) um Fr. 500 herabgesezt. Die Direktion hofft aber dennoch mit der .beantragten Summe auszukommen. -- Im Fernern sind auch für 1878 die bleibenden jährlichen Ausgaben, welche aus dem internationalen Metervertrag vom 20. Mai 1875 erwachsen (Botsch. z. Budget für 1877, Bimdesbl. 1876, IV, 328), im Gesammtbetrage von Fr. 1467 vorzusehen, welche mit den für die Eichstätte u. s. w. beantragten Fr. 5300 den Gesammtansaz von Fr. 6767 für Maß und Gewicht ausmachen.

4 ) Gesundheitswesen .

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B. 1877 Fr. 12,000. -- R. 1876 ,, 642. 15

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. F r . 5,000

Mit Rüksicht auf die Eventualität außerordentlicher Maßnahmen gegen bedeutendere Viehseuchen und daheriger Entschädigungsbe-

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gehren von Kantonen haben wir für 1877 einen Kredit von Fr. 20,000 beantragt (Botschaft zum Budget für 1877, Bundesblatt 1876, IV, 328). Diese Summe wurde bei der Feststellung des Voranschlags für 1877 auf Fr. 12,000 herabgesezt. Das laufende Jahr wird nun zwar, wie sich bis jezt voraussehen läßt, in Bezug auf den Gesundheitsstand des Viehes ein im Ganzen günstiges Resultat haben, so daß der Kredit der Fr. 12,000 kaum verwendet werden wird; dagegen würde derselbe zu Entschädigungen für allfällige Maßregeln gegen bedeutendere Viehseuchen möglicherweise aicht ausgereicht, sondern ein Nachtragskreditbegehren nöthig gemacht haben. Vorbehaltlich der eventuellen Stellung eines solchen Begehrens beantragen wir nun, den diesjährigen Kredit von Fr. 12,000 für 1878 sogar auf Fr. 5000 zu ermäßigen.

5 ) Unvorhergesehenes .

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. F r . 7,000 B. 1877 Fr. 5,000. -- R. 1876 ,, 36,603. 89 Die aus dem Kredit für Unvorhergesehenes zu bestreitenden Ausgaben können für die nächsten Jahre nicht vermindert werden ; im Gegentheil ist eine Zunahme derselben vorzusehen, herrührend von der Vollziehung der neuen Bundesgeseze über den Civilstand, über die Jagd und den Vogelschuz, über die Fischerei, über die Prüfungen von Aerzten, Apothekern und Thierärzten, ferner von der Vorbereitung weiter zu erlassender Bundesgeseze. Es wird daher ein Kredit von Fr. 7000 beantragt, d. h. Fr. 2000 mehr als der diesjährige Kredit von Fr. 5000 beträgt. Von lezterem waren bei Abfassung des vorliegenden Budget bereits nahezu Fr. 4500 (darunter mehr als Fr. 2700 für Vollziehung oder Vorbereitung neuer Bundesgeseze verausgabt, so daß bis zum Dezember ein Nachtragskreditbegehren nöthig werden dürfte. Einem solchen wird für 1878 ausgewichen, wenn die schon in unserm Voranschlag für 1877 beantragte Summe von Fr. 7000, welche bei der endgültigen Festsezung des Budget auf Fr. 5000 herabgesezt wurde, diesmal bewilligt wird. (Die bedeutende Mehrausgabe im Jahr 1876, im Betrage von Fr. 36,603. 89, hatte ihren Grund darin, daß die außerordentlichen Kosten, welche dem Bunde aus seiner Initiative für die Wasserbeschädigten von 1876 erwachsen waren, vermittelst eines auf diesem Posten verlangten und bewilligten Nachtragskredites bestritten wurden.

Besondere Ausgaben.

  1. Beitrag für Hebung der schweizerischen Pferdezucht Fr. 24,000B. 1877 Fr. 24,000. -- R. 1876 ,, 23,298. 11

221

Unverändert, aus den nämlichen Gründen wie im Voranschlagfür 1877, da die betreffenden Bedürfnisse die gleichen bleiben. (VgL Bundesbl. 1876, IV, 330.} 2) Beiträge an Arbeiten schweizerischer Vereine Fr. 68,550 B. 1877 Fr. 68,850. R. 1876 ,, 70,256. 40 Die beantragten Beiträge belaufen sich auf Fr. 300 weniger al& der diesjährige Gesammtkredit beträgt. Die Gründe dieser Verminderung sind aus dem Folgenden ersichtlich.

Betreffend Gesuche um Beiträge für Fortsezung oder Anhandnahme landwirtschaftlicher Arbeiten und Unternehmungen werden O folgende Anträge gestellt: a. Porno! ogisches Bilderwerk (schweizerischer Obst- u n d Weinbauverein) .

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. Fr. 700 B. 1877 Fr. -- R. 1876 ,, 700 Der von der Direktion des schweizerischen landwirthschaftlichen Vereins im Einverständniß mit derjenigen des Zweigvereins für Obst- und Weinbau für 1877 nachgesuchte, seit mehreren Jahren üblich gewesene Kredit von Fr. 700 für das pomologische Bilderwerk wurde weder von uns beantragt, noch von Ihnen bewilligt, weil die xweitgenannte Direktion es unterließ, eine ausführliche Rechnung ober die Verwendung der vorausgegangenen Kredite und einen genauen Voranschlag der zukünftigen Auslagen der Bundesbehörde vorzulegen, obschon sie hiezu vom Departement eingeladen worden war. (Bundesbl. 1876, IV, 331--334). Die Direktion des schweizerischen landwirtschaftlichen Vereins stellt nun, im Einvernehmen mit derjenigen des genannten Zweigvereins neuerding» das Gesuch um Bewilligung eines Bundesbeitrages von Fr. 700 für das pomologische Bilderwerk. Da jedoch die Direktion des schweizerischen Obst- und Weinbauvereins sich in ihrer Büdgeteingabe einfach auf die leztjährige ungenügende Begründung ihres Begehrens beruft, und die Direktion des schweizerischen landwirtschaftlichen Vereins, welche dringend wünscht, daß dem früher abgewiesenen Gesuche entsprochen werde, sich hiefür auf besagte Eingabe bezieht und zur Begründung des Begehrens von sich aus nur noch allgemeine Bemerkungen über die Verdienste der schweizerischen Obst- und Weinbauvereins um Hebung des schweizerischen Obstund Weinbaues anbringt, so hat das Departement der Direktion des landwirtschaftlichen Vereins erklärt, daß, obschon es geneigt sei, das Kreditbegehren in Erwägung zu ziehen und die

222

Bewilligung desselben zu befürworten, dies an die Bedingung der Leistung der schon früher verlangten nähern Ausweise über das pomologische Bilderwerk geknüpft werden müsse. Diese Ausweise würden es möglich machen, die Bewilligung des gestellten Kreditbegehrens zu beantragen und mit dem wünschbaren Nachdruk zu vertreten. Was die Anordnung der pomologischen Kommission betreffe, wonach das Bilderwerk erst nach Erstellung der Originale zur Veröffentlichung gelangen solle, so würde die successive und vielleicht etwas mehr geförderte Herausgabe der Sache bessern Vorschub geleistet haben, indem die kreditbewilligende Behörde an der Hand fertiger Arbeiten hätte ermessen können, ob die Leistungen den Verhältnissen entsprechen. Seither hat die Direktion des schweizerischen Obst- und Weiubauvereins die fraglichen Ausweise über das pomologische Bilderwerk direkt beigebracht. Mit, Hinweisung auf dieselben stehen wir nicht länger an, das Kreditbegehren von Fr. 700 für jenes Werk zur Bewilligung zu empfehlen.

b. Für Förderung des schweizerischen Obstbaues (schweiz. Obstu n d Weinbau verein).

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. F r . 1,500 B. 1877 Fr. 1500 R. 1876 ,, 2000 Obgenanntem Verein wurde für 1875, in Erhöhung des früheren Kredits von Fr. 800, und zwar gegen unsern Antrag (Bundesblatt 1874, IV, 599), ein Beitrag von Fr. 2000 zur Verwirklichung eines für Hebung des schweizerischen Obstbaues neu aufgestellten Programms erstmals bewilligt. Zum nämlichen Zweke erhielt der Verein für 1876 einen gleichen Beitrag. Dieser Beitrag wurde 1877, mit Rüksicht auf die wirklichen Bedürfnisse des Vereins, Auf Fr. 1500 herabgesezt. Als Arbeiten, welche durch das erwähnte Programm vorgesehen seien, wurden von der Direktion des schweizerischen landwirtschaftlichen Vereins noch in ihrer Büdgeteingabe für 1877 ausdrüklich bezeichnet: Bereisung der obstbautreibenden Kantone durch Fachmänner, Anstellung von Studien über zwekmäßige Obstanlagen, Einführung und Pflanzung von edlen Obstsorten u. dgl. in. Jezt ersucht genannte Direktion, in Uebereinstimmung .rnit derjenigen des Zweigvereins für Obst- und "Weinbau, für 1878 um die Aufnahme folgender Posten: 1) Gratisabgabe von Obstreisern und Rebensezlingen Fr. 500 2) Obst- und Weinbau, Schau in den Kantonen .

,, 500 3) Prämirung vorzüglicher Obstgärten, Literatur .

,, 700 Fr. 1,700 4. h. Fr. 200 mehr als für 1877 bewilligt wurden. Es stimmen nun zwar beim Posten Nr. l die Gratisabgabe von Obstreisern,

223 bei Nr. 2 die Schau in den Kantonen, betreffend Obstbau, sowie der Posten Nr. 3: Präinirung vorzüglicher Obstgärten, Literatur (das heißt wohl : Verbreitung solcher, die den Obstbau betrifft), mit dem erwähnten Programm überein oder lassen sich doch darin unschwer einbegreifen. Dagegen muß es auffallen, daß, jenem Programm zuwider, bei Nr. Ì neben der Gratisabgabe von Obsfreisern auch die von Rebensezlingen, und bei Nr. 2 neben dem Obstbau auch der Weinbau erscheint. Obgleich nämlich der Obst- und Weinbauverein, seinem Namen gemäß, nicht nur für Obstbau, sondern auch für Weinbau thätig ist, so widerspricht doch die Herbeiziehung des Weinbaues in den Posten Nr. l und 2 dem Programm, zu dessen Durchführung dem Verein seit 1875 Beiträge bewilligt wurden. Auch beruft sich die Vereinsdirektion zur Begründung ihres Kreditbegehrens lediglich auf die früheren, eben jenes Programm betreffenden Angaben, und die Direktion des Schweiz, landwirtschaftlichen Vereins macht ihrerseits, in Empfohlung ebendesselben Kreditbegehrens, gleichfalls nur solche Angaben, indem sie bemerkt: um den Obstbau, welcher in ausgedehnten Gebieten neben dem Weinbau ganz zurükgeblieben sei, zu fördern, habe der Verein es sieh zur Aufgabe gemacht, durch persönliche Bereisung dieser Gebiete, durch Verabfolgung von Fachschriften, durch Aufmunterungsprämien an Baumzüchter u. s. w. der Bevölkerung die Wichtigkeit und den Vortheil des Obstbaues nahe zu legen und sie anzuspornen, demselben mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es sei dies ein Bestreben, welches alle Anerkennung und die verlangte finanzielle Unterstüzung verdiene. Je mehr wir selbst das bezeichnete Bestreben des Vereins anerkennen, desto richtiger und wünschenswerther erscheint es uns, daß derselbe am ursprünglichen Programm festhalte und lediglich zur planmäßigen Durchführung desselben unterstüzt werde. Zu dem Ende werden aber Fr. 1500, anstatt der verlangten Fr. 1700, genügen. Wir beantragen daher, dem schweizerischen Obst- und Weinbauverein erstere Summe, wie für 1877, zu bewilligen, unter der Bedingung, daß dieselbe ausschließlich für die programmmäßigen Arbeiten zur Hebung des Obstbaues verwendet werde. Dabei mag es dem Verein überlassen bleiben, den Kredit auf die angegebenen Posten, soweit sie den Obstbau betreffen, zu vertheilen. (Sollten übrigens mit den Rebensezlingen, deren Gratisabgabo der Verein beabsichtigt, amerikanische gemeint sein, so ist wiederholt daran zu erinnern, daß die Einfuhr solcher durch unsern Beschluß vom 20. Januar 1875 verboten ist. (Vergleiche Botschaft zum.

Budget für 1877, Bundesblatt 1876, IV, 336.)

ßundesblatt- 29. Jahrg. Bd. IV.

17

224 e. Alpenwirthschaftliche Versuchsstationen (alpenwirthschaftlicher Verein), namentlich für Milchwirthschaft .

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. F r . 6,000 B. 1877 Fr. 6000 R. 1876 ,, 6000 Die Direktion des alpenwirthschaftlichen Vereins schlägt vor, die bisherigen Posten beizubehalten, nämlich : 1) Allgemeine Kosten der Milchversuchsstation in Lausanne Fr. 2,500 2) Anschaffung von Geräthschaften und Unterrichtsmitteln ,, 1,000 3) Theoretische und praktische Untersuchungen in Alpen- u. Milchwirthschaft, Verbreitung von Schriften ,, l ,500 4) Prämien für alpenwirthschaftliche Verbesserungen ,, 1,000 Fr. 6,000 Es sei zwar (bemerkt die Direktion) dieser bisher gewährte Kredit vielfach, namentlich außerhalb der Bundesversammlung, angefochten worden5 allein derselbe dürfe .wohl b i l l i g e r Weise gewünscht werden, weil die Milchwirthschaft in unserer Landwirthschaft gegenwärtig von größter Bedeutung sei und in andern Ländern auf diesem Gebiete sehr viel. geleistet werde; weil ferner die Arbeit des Vereins immer mehr anwachse, d. h. von allen Seiten mehr Auskunft verlangt werde, und weil endlich bestimmte Erfolge der Vereinsarbeit auf den beiden Gebieten der Alpen- und Milchwirthschaft nachgewiesen werden können, was der diesjährige Jahresbericht des Vereins von Neuem darthun werde. Mit Verweisung auf, diese Begründung empfiehlt die Direktion des Schweiz, landwirtschaftlichen Vereins das Gesuch des alpenwirthschaftlichen Vereins angelegentlichst: auch stehen wir nicht an, die nachgesuchte Bewilligung des bisherigen Kredits von Fr. 6000 zu beantragen.

d. Für Verbreitung landwirthschaftlicher Drukschriften und für Förderung landwirthschaftlicher Wandervorträge (schweiz.

landwirthschaftlicher .Verein) .

.

.

. F r . 3,000 B. 1877 Fr. 4000 Obgenannter Verein ersucht um Bundesbeiträge für folgende Unternehmungen: <; 1) Für Verbreitung landwirthschaftlicher Fachschriften und Broschüren .

.

.

.

.

.

.

. F r . 1,500 2) Für Förderung landwirthschaftlicher Wandervorträge , .

, ..." . . ' . ' .

. ,, 3,000 3) Für Beschikung der-Weltausstellung in Paris durch Abgeordnete des Vereins"" .

..

.

"'.'· 2,000 '

. " " . ."

.'

-

Fr. 6,500

225 d. h. Fr. 2500 mehr als dem Verein für 1877 bewilligt wurden.

Die Begründung, welche die Direktion des Vereins dem Gesuche desselben im Einzelnen gibt, ist folgende: Ad 1. Durch die Bewilligung des nämlichen Postens für 1877 sei es der Direktion gelungen, den landwirthschaftlichen Fortschritt auf den verschiedenen Gebieten anzuregen und zu fördern. Diese erfreuliche Thatsache lasse die Bewilligung des nachgesuchten Betrages auch für 1878 um so sicherer erwarten. Ad 2. Der ins Budget für 1877 aufgenommene Kredit von Fr. 3000 für ebendasselbe Unternehmen werde auch für 1878 verlangt. Wegen der Neuheit des für 1877 erstmals mit einem Bundesbeitrag unterstüzten Unternehmens sei es der Direktion noch nicht möglich, über den Erfolg zu berichten ; indeß sei das erzielte Vorgehen von allen landwirtschaftlichen Vereinen lebhaft begrüßt worden. Bei gehöriger Würdigung der Fortschritte des Wanderlehrwesens in den deutschen Nachbarstaaten könne kein Zweifel übrig bleiben, daß die Förderung des Wanderlehrwesens für die schweizerische Landwirtschaft zur Nothwendigkeit geworden sei. Die Direktion erwarte daher den für 1878 verlangten Beitrag zur Fortsezung der Wandervorträge. Ad 3. Der Umstand, daß an der für die Landwirthschaft so bedeutungsvollen Ausstellung in Philadelphia und an der Molkereiausstellung in Hamburg die schweizerischen landwirthschaftlichen Interessen ungenügend vertreten gewesen seien, habe die Aufnahme dieses Postens veranlaßt. Die Abgeordnetenversammlung des Vereins sei der Ansicht, es werde der Bundcsrath die Abordnung von sich aus anordnen, und in diesem Falle würde selbstverständlich auf die Bewilligung dieser Summe gerne verzichtet. Zu dieser Begründung ist vorweg zu bemerken, daß bei den zwei ersten der hievor aufgeführten Posten unrichtige Angaben über die diesjährigen Kredite für die gleichen Unternehmungen gemacht sind, eine Ungenauigkeit, welche in den Kreditbegehren der Direktion des Schweiz, landwirthschaftlichen Vereins schon öfter vorgekommen ist.

Was den Posten Nr. l ,,Verbreitung landwirtschaftlicher Fachschriften und Broschüren, Fr. 1500a betrifft, beträgt der diesjährige Kredit für das gleiche Unternehmen nicht Fr. 1500, wie die Direktion irrig angibt, sondern nur Fr. 1000 (Botschaft zum Budget für 1877, Bundesblatt 1876, IV, 340). Betreffend sodann den Posten Nr. 2 : ,,Förderung landwirtschaftlicher Wandervorträge, Fr. 3000", beläuft sich der diesjährige bezügliche Kredit nicht auf Fr. 3000, wie die Angabe der Direktion ebenfalls irrig lautet, sondern nur auf Fr. 2000 (Botschaft zum Budget für 1877 a. a. 0.). Im gedrukten eidg. Voranschlag für 1877 erscheint allerdings der Gesammtposten : ,,Für Förderung landwirtschaftlicher Drukschriften und für Förderung landwirtschaftlicher Wandervorträge (Schweiz.

226 landwirtschaftlicher Verein) Fr. 4000tt, so daß man glauben könnte, es seien Fr. 1000 für ersteres, Fr. 3000 für lezteres Unternehmen bewilligt worden, und der Verein verlange auf dem Posten Nr. 1 nur Fr. 500 mehr als die für 1877 gewährten Fr. 1000.

Allein der 1877er Kredit von Fr. 4000 wurde in Wirklichkeit, gemäß unserm Vorschlag, für folgende Unternehmungen des Schweiz.

landwirthschaftlichen Vereins ertheilt: 1) Ankauf neuer ausländischer Sämereien zu Versuchen, Fr. 1000; 2) Verbreitung landwirtschaftlicher Fachschriften, Fr. 1000; 3) Förderung landwirtschaftlicher Wandervorträge, Fr. 2000, zusammen Fr. 4000 (Botschaft zum Budget für 1877 u. a. 0.). Der Verein läßt nun von diesen drei Posten den ersten, .,,Ankauf etc. Fr. 1000", fallen, stellt aber anstatt der zwei lezten folgende auf: 1) Verbreitung landwirthschaftlicher Fachschriften und Broschüren, Fr. 1500 ; 2) Förderung landwirtschaftlicher Wandervorträge Fr. 3000, zusammen Fr. 4500, also Fr. 1500 mehr, als der diesjährige Kredit von Fr. 3000 für die gleichen Unternehmungen beträgt. Selbst wenn der diesjährige Kredit für Förderung landwirtschaftlicher Wandervorträge sich auf Fr. 3000 beliefe (was aber, wie gesagt, nicht der Fall ist), würde doch der Verein für Verbreitung landwirtschaftlicher Fachschriften etc. Fr. 500 mehr verlangen, als ihm für 1877 zum gleichen Zweke bewilligt worden sind. Da nun ohne das Vorhandensein zwingender Gründe sowohl das Einbringen erhöhter Kreditbegehren, als das Empfehlen solcher mit Rüksicht auf die dermalen bestehenden finanziellen Verhältnisse des Bundes wenig gerathen scheint, so beantragen wir, es bei dem diesjährigen Kredite von Fr. 1000 für Verbreitung landwirtschaftlicher Drukschriften und von Fr. 2000 für Förderung landwirthschaftlicher Wandervorträge bewenden zu lassen und für diese beiden Unternehmungen zusammen die angesezten Fr. 3000 zu gewähren, denn was die für eine landwirtschaftliche Abordnung an die Pariser Weltausstellung verlangten Fr. 2000 anbelangt, so behalten wir uns vor, diese Frage einer besondern Prüfung zu unterwerfen.

Es folgen nun die Anträge betreffend Beitragsgesuche für künstlerische, wissenschaftliche und gymnastische Zweke.

e . Schweizerischer Kunstverein .

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. F r . 6,000 B. 1877 Fr. 6000 R. 1876 ,, 6000 Unverändert, mit der gleichen Begründung wie seit 1874.

f. Schweizerische Chroniken (allgemeine geschichtforschende Gesellschaft) Fr. 2,350 B. 1877 Fr. 2350. -- R. 1876 ,, 2185. 90

227

Der geschäftsleitende Ausschuß des Vorstandes obgenannter Gesellschaft macht folgende Voranschläge betreffend die literarischen Veröffentlichungen der Gesellschaft im Jahr 1878: 1) 2) 3) 4)

Jahrbuch für schweizerische Geschichte Anzeiger für schweizerische Geschichte Quellen zur Schweizergeschichte Schweizerisches Urkundenregister .

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. Fr. 1,400 . ,, 400 ,, 1,200 ,, 1,000

Fr. 4,000 Diese Ansäze werden vom geschäftsleitenden Ausschuß folgendermaßen begründet: Ad 1. Von dieser regelmäßigen Jahrespublikation der Gesellschaft wird 1878 der 3. Band erscheinen.

Das wissenschaftlich interessante Material desselben ist für den Beginn des Druks im Herbst 1877 in bestimmte Aussicht gestellt.

Die Kosten dieses Bandes werden, falls derselbe nicht, wie der diesjährige, mehr als 20 Bogen halten wird, sich auf Fr. 900 für 300 Exemplare "zu Fr. 3 nach Buchhandlungsvertrag, und auf Fr. 500 für Honorar von 20 Bogen zu Fr. 25, zusammen auf Fr. 1400 belaufen. Ad 2. Die Kosten dieses Notizblattes der Gesellschaft, welches auch 1878 erscheinen wird, betragen voraussichtlich, wie im laufenden Jahr, Fr. 400. Ad 3. Der 3. Band dieser Quellensammlung wird urkundliches Material (die Urkunden des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen und das Cartular des Klosters Rheinau) enthalten. Dasselbe wird einen Miszellanband von gewöhnlichem Umfang bilden ; allfällig übrig bleibender Raum wird zur Mittheilung anderweitigen entsprechenden Stoffes benuzt werden. Die Kosten dieses Bandes werden folgendermaßen berechnet: nach dem Verlagsvertrage 80 Exemplare, zu Fr. 4. 50, Fr. 360; ebenso Beitrag an den Druk Fr. 400; für Extrakorrekturen Fr. 200; für Honorar, Kopiaturen und Lithographie von Karten Fr. 240, zusammen Fr. 1200.

Ad 4. Die rükständigen Stüke vom 2. Bande dieses Werkes sind unter der Presse; vom 3. Bande sind mehrere Bogen schon seit Längerem gedrukt. Ueber die Fni"'e der Fortsezunt"; des Werkes wird der GesellschaftsvorO ö stand demnächst endgültig beschließen. Die nächstjährigen Auslagen werden, so weit sie schon jezt bestimmbar sind, Fr. 1000 betragen. Der geschäftsleitende Ausschuß ersucht schließlich um Empfehlung der wissenschaftlichen Bestrebungen der Gesellschaft behufs kräftiger Unterstüzung. Von den hievor aufgeführten literarischen Veröffentlichungen der Gesellschaft komineu, als in den lezlen Jahren vom Bunde unterstüzt, hier nur diejenigen unter Nr. l und 3, ,,Jahrbuch"- und ,,Quellen"-, in Betracht. Die Unterstüzung dieser Veröffentlichungen geschah hauptsächlich mit Rüksicht darauf,

228

daß dieselben wesentlich auch schweizerische Chroniken betrafen, deren Bearbeitung und Herausgabe seit Längerem durch Bundesbeiträge bezwekt und gefördert wird. Obwohl nun die im Jahr 1878 zu veröffentlichenden Bände des Jahrbuchs und der Quellen, soweit aus den bezüglichen Angaben im Obigen ersichtlich, weder Forschungen über Chroniken, noch Mittheilungen aus solchen bringen werden, so beantragen wir doch die Fortsezung des bisherigen Beitrags von Fr. 2350 an diese Unternehmungen, in der- Voraussezung, daß bei denselben künftighin der mit ihrer Unterstüzung verbundene Zwek der Bearbeitung und Herausgabe schweizerischer Chroniken werde im Auge behalten werden.

Es folgen die Vorschläge betreffend die von den drei Kommissionen der Schweiz, naturforschenden Gesellschaft für Geodäsie, Geologie und Meteorologie gestellten und begründeten Gesuche um Fortsezung des ihnen in den lezten Jahren gewährten Kredits von je Fr. 15,000. Diese Gesuche werden vom Centralkomite der Schweiz, naturforschenden Gesellschaft in der Annahme, daß die Bedeutung und Wichtigkeit der Arbeiten jener Kommissionen den Bundesbehörden hinlänglich bekannt sind, aufs Wärmste und aus innigster Ueberzeugung empfohlen. Mit Rüksicht auf die bekanntlich ausgezeichneten Leistungen der genannten drei Kommissionen beO O O fürworten auch wir deren Kreditgesuche, ohne dies hiehach ini Einzelnen zu wiederholen.

g. Mitteleuropäische Gradmessung (schweiz. naturforschende Gesellschaft, geodätische Kommission) .

.

. Fr. 15,000 B. 1877 Fr. 15,000 R. 1876 ,, 15,000 Der Voranschlag der geodätischen Kommission für 1878 ist folgender : Berechnung d e r Triangulation .

.

.

. F r . 4,000 Gehalt d e s Ingenieurs .

.

.

.

.

.

,, 3,000 Kosten d e s Nivellements .

.

.

.

.

. 4,000 Reduktion des Nivellements .

.

.

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.

,, 500 Drukkosten ,, 2,500 Sizungen, Reisen, Verschiedenes ,, 1,000 zusammen die von uns beantragten Fr. 15,000 Wie das Centralkomite der Schweiz, naturforschenden Gesellschaft bemerkt, ertheilt das gedrukto Protokoll der Sizung der geodätischen Kommission vom 22. April 1877 nähern Aufschluß über dic Fortschritte der Kommmissionsarbeiten.

229 h. Geologische Karte der Schweiz (Schweiz, naturforschende Gesellschaft, geologische Kommission) .

. Fr. 15,000 B. 1877 Fr. 15,000 R. 1876 ,, 15,000 Die geologische Kommission berechnet ihre Ausgaben für 1878 wie folgt: Reisegelder d e r Geologen .

.

.

.

. F r . 8,000 Druk der 2. Abtheilung des Textes zu Blatt IX .

,, 3,000 Lithographie von Blatt XII ,, 1,800 Besoldung von Ingenieur Stapff in Airolo .

.

,, 1,500 Fr. 14,300 Die Kommission glaubt daher mit dem von ihr nachgesuchten und von uns beantragten bisherigen Jahreskredit von Fr. 15,000 auskommen zu können. Aus der Büdgeteingabe der geologischen Kommission ist folgendes, was auf obigen Voranschlag zum Theil Bezug hat, hervorzuheben: nach Versendung der 1. Abtheilung des Textes zu Blatt IX Dufour (St. Gallen, Thurgau) wird im Laufe des nächsten Jahres die 2. Abtheilüng dem Druk übergeben werden ; ebenfalls im Laufe des nächsten Jahres soll endlich das Blatt XII Dufour (Bern, Freiburg), an welchem seit fünfzehn Jahren gearbeitet wird, vielleicht auch das Blatt XIII (Interlaken, Stanz) der Lithographie übergeben werden. In einigem Rükstand sind die Blätter IV, XVII, XVIII, XIX, an welchen, soweit die Zeit es erlaubt, gearbeitet wird, und die wichtigen Untersuchungen über die Kontaktverhältnisse der Gneiß- und Kalkgebirge im BernerOberland. Für die Aufnahme der Blätter XIV und XXIII konnten bis jezt, ungeachtet aller Bemühungen der Kommission, keine Geologen gewonnen werden. Ueber den gesammten Stand der Arbeiten der geologischen Kommission und das Verhältniß des bisherigen Fortschrittes zu dem noch zu Leistenden hat der vorjahrige Bericht der Kommission an die Schweiz, naturforschende Gesellschaft, nebst Uebersichtsblatt der geologischen Karte der Schweiz, anschauliche Auskunft gegeben.

i. Meteorologische Beobachtungen (schweiz. naturforschcn.de Gesellschaft, meteorologische Kommission) .

. Fr. 15,000 B. 1877 Fr. 15,000 R. 1876 ,, 15,000 Die meteorologische Kommission macht folgenden Voranschlag für 1878 :

230 Drukkosten Fr. -7,000 Besoldungen (Büreauchef, Gehilfe und zwei Hilfsrechner) ,, 6,400 Inspektionsreisen .

.

.

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.

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.

. 8 0 0 Instrumentenkonto .

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.

.

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.

,, 600 Gratifikationen für Beobachter ,, 800 Büreaukosten, einschließlich Frankaturen .

.

,, 400 Abgezogen für Abonnemente . . .

.

.

Fr. 16,000 ,, 1,000

Fr. 15,000 zu deren Dekung der von der Kommission nachgesuchte und von uns beantragte Bundesbeitrag bestimmt ist.

Wie das Centralkomite der Schweiz, naturforschenden Gesellschaft bemerkt, sind die Arbeiten der meteorologischen Kommission nun so weit geregelt, daß seit einer Reihe von Jahren der Voranschlag der gleiche bleibt.

k. Für Abhaltung schweizerischer Vorturnkurse (schweizerischer Turnverein) Fr. 1,000 B. 1877 Fr. 1000 R. 1876 ,, 1000 Laut dem vom Centralkomite obgenannten Vereins im Vorjahr gemachten Voranschlag für 1877 und '1878 bezifferten sich die Kosten der zu haltenden Kurse auf circa Fr. 3000 (Botschaft zum Budget für 1877, Bundesblatt 1876, IV, 350). Seither sind nun, wie der Vereinskassier berichtet, die 1877er Kurse gehalten worden, und haben die Centralkasse mit circa Fr. 1200 belastet; die 1878er Kurse werden aber auf Fr. 1700--1800 zu stehen kommen, zumal da den Sektionen bewilligt werden muß, je nach ihrer Mitgliederzahl eine Anzahl von 2--4 Vorturnern, anstatt nur l--2, zu senden.

Der Verein ersucht daher auch für 1878 um den gewohnten Bundesbeitrag. Wir beantragen denn auch die Bewilligung dieses Beitrags, mit Rüksicht auf die bekannten Gründe für Unterstüzung der Bestrebungen des schweizerischen Turnvereins.

  1. Idiotikon der deutsch-schweizerischen Mundarten .

Fr. 3,000

B. 1877 Fr. 3,000 R. 1876 ,, 3,000 Wie der leitende Auschuß für das Idiotikon in seiner Büdgeteingabe berichtet, geht dieses Werk, für welches, zufolge eines von der Bundesversammlung bei Bewilligung des 1876er Kredit

231 ausgesprochenen Wunsches, die Sammelzeit als mit Ende 1877 geschlossen erklärt wurde, mit raschen Schritten seiner Ausarbeitung entgegen. Dieselbe wird jedoch noch ziemlich viel Zeit erfordern und eine Beschränkung des Büreaupersonals noch nicht zulassen, da der Stoff des Werkes, behufs der äußern Ordnung, noch mannigfacher Manipulation vor der eigentlichen -Redaktion bedarf. Die Ausgaben für 1878 werden daher voraussichtlich nicht viel geringer als die diesjährigen sein. Es fällt nämlich nur der bisherige Betrag für Honorirung der auswärtigen Mitarbeiter und Sammler weg.

Was dagegen die für 1878 vorauszusehenden Einnahmen betrifft, ist der Termin, für welchen Jahresbeiträge von verschiedenen Kantonen zugesichert waren, beinahe für alle bereits abgelaufen, und die Fortsezung ist bei den übrigen höchst zweifelhaft. Nach einläßlicher Prüfung der einzelnen Posten berechnet der leitende Ausschuß die Ausgaben im Jahr 1878 wie folgt: Jahresbesoldung der beiden Redaktoren .

.

. Fr. 3,000 Honorar an die HH. Dr. E. Escher und Dr. J. Bruppacher ,, 400 Besoldung des Büreaupersonals (3 Kopistinnen) .

,, 2,400 Bücher u n d Buchbinder .

.

.

.

.

.

. 200 Drukkosten (Jahresbericht) ,, 100 Büreaubedürfnisse, Porti ,, 100 Unvorhergesehenes .

.

.

.

.

.

,, 100 Fr. 6,300 Diesen Ausgaben stehen, laut Angabe des Ausschusses, folgende Einnahmen gegenüber: Fr. 2500 muthmaßlicher Saldo am 31. Dezember 1877; Fr. 250 Beitrag der aargauischen Regierung für 1878; Fr. 150 Beitrag eines Privaten in Zürich für 1878, zusammen Fr. 2900. Diese Summe von derjenigen der Ausgaben (Fr. 6300) abgezogen, ergibt sich auf Ende 1878 ein Defizit von Fr. 3400, wofern dem Idiotikon nicht wiederum die so nöthige Unterstüzung seitens des Bundes zu Theil wird. Demzufolge ersucht der Ausschuß angelegentlichst um die Gewährung eines dem diesjährigen gleichen Beitrages an sein Unternehmen auch für 1878, zumal da er selbst im Falle des Entsprechens vor einem Rükschlag in seiner Rechnung nicht gesichert sei. Mit Rüksicht auf die fortdauernde Gültigkeit der Gründe, welche in unserer Botschaft zum Budget für 1877 (Bundcsblatt 1876, IV, 353) dafür angebracht sind, daß das Unternehmen des Idiotikons seitens des Bundes ferner unlerstüzt werde, obgleich der Tennin, bis zu welchem eine Unterstüzung der bezüglichen Vorarbeiten ursprünglich vorgesehen war, schon mit 1876 abgelaufen ist, beantragen wir die Bewilligung

232

des nachgesuchten bisherigen Bundesbeitrags von Fr. 3000, immerhin mit dem Vorbehalt, daß dem leitenden Ausschusse die Beschleunigung der Vorarbeiten zum Idiotikon .und die endliche Schlußredaktion, beziehungsweise Herausgabe desselben anempfohlen werde.

3. Beiträge an Unte.rstüzungskassen der eidgenössischen Beamten und Angestellten Fr. 30,000 B. 1877 Fr. 23,000 R. 1876 ,, 23,000 Aus dem gedrukten Berichte des Centralkomite's des Versicherungsvereins von eidgenössischen Beamten und Angestellten an die Hauptversammlung seiner Sektionen über das Betriebsjahr 1876 ist ersichtlich, daß besagtes Jahr, das erste des reorganisirten Vereins, ein ungünstiges gewesen ist und wegen dem Mißverhältniß der großen Sterblichkeit zum Prämienertrag mit einem Defizit von Fr. 30,807. 80 geschlossen hat. Mit Rüksicht auf diesen Umstand und die diesfälligen Opfer zu Gunsten von Familien, deren abgeschiedene Ernährer bei bescheidenen Einnahmen den Ihrigen größtentheils wenig oder nichts hinterlassen konnten; in Betracht ferner, daß-der reorganisirte Verein, in Folge des ohne vorherige ärztliche Untersuchung geschehenen Uebertritts des größten Theils der frühern Alten und aller schon damals kranken Mitglieder, für die nächsten Jahre noch mit Defiziten wird zu kämpfen haben, ersucht das Centralkomite für 1878 um Erhöhung des bisherigen Jahresbeitrags von Fr. 23,000 auf Fr. 30,000--35,000. Im entsprechenden Falle (bemerkt das Centralkomite) würden die Vereinsmitglieder zwar immer noch bedeutende Opfer bringen müssen, jedoch mit mehr Vertrauen und begründeter Zuversicht auf das glükliche Gedeihen des Vereins in die Zukunft bliken können.

Nachdem Sie bei Behandlung des Budget für 1876 eine Unterstüzung der Versicherung der eidgenössischen Beamten und Angestellten beschlossen und zu dem Ende im Budget des Departements einen Posten im Betrage von Fr. 23,000 beigefügt hatten, bewilligten Sie, mit Rüksicht auf die zwekmäßige Verwendung des 1876er Bundesbeitrags seitens des Versicherungsvereins der eidgenössischen Beamten und Angestellten, einen gleichen Beitrag für 1877. Es wäre nun zwar bei normalen Finanzverhältnissen des genannten Vereins kein Grund vorhanden, den bisherigen Beitrag an denselben zu erhöhen; angesichts jedoch des bedeutenden Defizits der Vereinskasse im Betriebsjahre 1876 und wegen der voraussichtlichen Wiederkehr von Defiziten in den nächsten Jahren befürworten wir die vom Centralkomite für 1878 nachgesuchte Erhöhung des

233

bisherigen Kredits, zwar nicht auf Fr. 35,000, aber doch auf Fr. 30,000. Wenn das Einbringen und Empfehlen erhöhter Kreditbegehren mit Rüksicht auf die dermaligen finanziellen Verhältnisse des Bundes wenig gerathen erscheint, wofern nicht zwingende Gründe vorliegen, so ist doch Lezteres gerade hier dei Fall, da es sich bei dem gestellten und empfohlenen Begehren um die Sicherung des gedeihlichen Fortbestandes des Versicherungsvereins von eidgenössischen Beamten und Angestellten handelt.

4. Beitrag an die schweizerische permanente Schulausstellung in Zürich Fr. 1000 B. 1877 Fr. 1000.

Die schweizerische Schulausstellungskommission theilt in Auskunftgabe über die Verwendung des für 1877 erstmals bewilligten Bundesbeitrags an obiges Unternehmen das von ihr für dieses Jahr aufgestellte Budget mit, welches die im Programm der projektirten Ausstellung vorgeseheneu verschiedenen Abtheilungen derselben betrifft und eine Gesammtausgabe von Fr. 4500 aufweist.

Zur nähern Begründung theilt genannte Kommission noch mit, daß es für die schweizerische Schulausstellung zur Lebensfrage werde, baldigst auf die diesem Institute zukommende Höhe gestellt zu werden, und daß das allseitige Interesse, das sich ihm, namentlich auch seitens des Auslandes, mehr und mehr zuwende, den ungesäumten Ausbau nachdrüklich fordere. Immerhin seien die einzelnen Büdgetansäze nicht etwa so angeschlagen, daß späterhin nichts mehr zu thun übrig bleibe; vielmehr habe man sich einstweilen nur auf die nöthigsten Anschaffungen beschränkt. Die Kommission ersucht daher für 1878 um abermalige Unterstüzung ihres Unternehmens, wobei sie die Erwartung ausspricht, daß unsere Behörde ein Institut, das schon seit seinem Beginn allgemein schweizerische Bedeutung erlangt habe und den verschiedenen Erziehungsbehörden den schweizerischen Schulanstalten, sowie auch dem Ausland eine Centralstelle für Schulbestrebungen jeder Art zu werden verspreche, nicht aus dem Auge verlieren werde. Ferner erstattet die Schulausstellungskommission einen ausführlichen Bericht über daran wird einKreditbegehrenu von Fr. 5000 für 1878 geknüpft, indem die Ausgaben auf Fr. 10,000, die Einnahmen nur auf Fr. 3500 berechnet werden, so daß ein Defizit von Fr. 6500 in Aussicht steht. Der Kürze halber auf besagten Bericht verweisend, bemerken wir betreffs des gestellten Kreditbegehrens, daß das vorausgesezte Defizit seinen Grund hauptsächlich darin hat, daß der programmmäßige Rahmen des Unternehmeiis der schweizerischen

234 Schulausstellung bedeutend überschritten werden will, indem z. B.

die Errichtung eines Schulbüreau, dessen Kosten a.uf Fr. 3000 veranschlagt werden, beabsichtigt wird. Aus diesem Grunde beantragen wir, es für 1878 bei dem für 1877 bewilligten Kredite von Fr. 1000 zu Gunsten der schweizerischen Schulausstelluug bewenden zu lassen und der Schulausstellungskommission Beschränkung ihres Unternehmens auf das Programm desselben anzuempfehlen.

5. Uebernahme eines Arbeitsplazes am zoologischen Institute in Neapel Fr. 1875 Betreffend die Einrichtungen und Leistungen obgenannter, von Hrn. Dr. A. Dohrn gegründeten und geleiteten Anstalt, die vom Schweiz. Schulrathe und vom Centralkomite der Schweiz, naturforschenden Gesellschaft seinerzeit geltend gemachte Wünschbarkeit der Betheiligung der Schweiz an dieser Anstalt durch Beschlagnahme eines Arbeitsplazes an derselben, sowie den diesfälligen Kostenpunkt, verweisen wir, der Kürze halber, auf das Kreisschreiben des Departements vom 30. August 1876, mit welchem, zufolge unserseitiger Ermächtigung, die Erziehungsbehörden der Kantone Zürich, Bern, Basel und Genf, sowie der Schweiz.

Schulrath angefragt wurden, ob ihre Kantone, beziehungsweise das Polytechnikum, Bewerber für einen oder mehrere Pläze in der Anstalt des Hrn. Dohrn haben und, zutreffendenfalls, ob genannte Erziehungsbehörden geneigt wären, mit dieser Anstalt einen Vertrag einzugehen. Dabei wurde die unserseitige Bereitwilligkeit ausgesprochen, bei Ihnen eine eidgenössische Beitragsleistung in dein Sinne auszuwirken, daß der betreffende Kanton einen Theil der Kosten übernehmen und der Bund lediglich einen Beitrag für jeden in Anspruch genommenen Arbcitsplaz leisten würde. Auf dieses Kreisschreiben hin erfolgte einstweilen keine Anmeldung von Bewerbern (das Schweiz. Schulrathspräsidium nannte zwei Gelehrte, die sich später bewerben dürften}; auch konnten die genannten Behörden sich über einen von der Regierung von Zürich gemachten Vorschlag, betreffend den zu übernehmenden Kostenantheil, nicht einigen. Wir unterließen es daher, einen bezüglichen Posten in das Budget für 1877 aufzunehmen. Immeihin besteht die vom Schweiz. Schulrath und vom Centralkomite der Schweiz, naturforschenden Gesellschaft neuerdings geltend gemachte Wünschbarkeit der Betheiligung der Schweiz an genannter Anstalt durch Beschlagnahme eines Arbeitsplazes an derselben, und es liegt im Interesse der Pflege der Wissenschaft, die eventuelle Benuzung dieser Anstalt seitens schweizerischer Gelehrten durch Aufnahme eines bezüglichen Kredits zu erleichtern. Für den Arbeitsplaz sind vertragsmäßig Fr. 1875 jährlich praenumefando zu bezahlen. Nach

235 dem Vorschlage der Regierung von Zürich wäre es nun billig, daß die vier Hochschulen Basel, Bern, Genf und Zürich zusammen mit dein schweizerischen Polytechnikum je nach Bedürfniß einen oder zwei Arbeitspläze belegen und die betreffenden Kosten zu gleichen Theilen tragen, und daß der Bund als solcher einen Beitrag von gleicher Größe wie jedes der genannten Institute dazu legt.

Demgemäß würde der vom Bunde zu übernehmende sechste Theil der Kosten für einen Arbeitsplaz in der Dohrn'schen Anstalt Fr. 312. 50 betragen (denn mehr als l Arbeitsplaz, dessen successive Benuzung Mehreren freistünde, wäre einstweilen nicht zu belegen, da Länder wie Bayern, Sachsen u. s. w. sich mit einem solchen begnügen und nur größere Staaten, wie Preußen, Oesterreich u. s. w., 2 Pläze in Beschlag genommen haben). Angesichts jedoch der Schwierigkeiten, die einer gemeinsamen Lösung der Aufgabe durch fünf schweizerische Unterrichtsanstalten entgegenstehen und welche sich, bei späterer Ausführung in dieser Weise, wohl noch vermehren würden (zumal wenn nach dem Vorschlage des Centralkornite der Schweiz, naturforschenden Gesellschaft noch die Akademien Neuenburg und Lausanne in Betracht gezogen werden sollten), pflichten wir der Ansicht des Schweiz. Schulrathes bei, daß, sofern der Bund in dieser Sache sich ernstlich betheiligen will, es wohl am besten gethan wäre, wenn die Eidgenossenschaft für sich allein einen ganzen Plaz übernehmen würde. Wir beantragen denn auch die Bewilligung des bezüglichen Kredits von Fr. 18T5, mit dem Vorbehalte, daß diejenigen Kantone, aus welchen Bewerbungen für Benuzung des von der Schweiz zu übernehmenden Arbeitsplazes am Dohrn'schen Institute- erfolgen sollten, sich zu diesfälligen Rükvergütungen nach Maßgabe der Bewerberzahl verpflichten.

u. S t a t i s t i s c h e s B u r e a u .

  1. Besoldungen: a. Direktor Fr. 6,000 b. Sekretär ,, 3,600 c. Revisor und Kanzlist ,, 6,700 d. Gehilfen und prov. Hilfsarbeiter ,, 10,700 Fr. 27,000 2) Entschädigungen an die Civilstandsämter und Ehescheidungsgerichte für deren Mittheilung von Zählkarten

,, 11,500

üebertrag

Fr. 38,500

236 3) 4) 5) 6) 7)

Uebertrag Fr. 38,500 Beitrag an die statistische Gesellschaft .

. ,, 1,000 Drukarbeiten ,, 7,500 Entschädigung für statistische Beiträge .

. ,, 1,000 Büreaubedarf und Bibliothek .

.

.

. ,, 2,500 Reisekosten ,, 1,000 Statistisches Bureau B. 1877 R. 1876

Fr. 51,500

Fr. 52,000. -- ,, 86,188. 79

Ad 1. Status quo = 1877, nachdem der Posten für lezteres Jahr gegenüber 1876 bedeutend reduzirt wurde.

Ad 2. Diese auf Bundes- und Bundesrathsbeschluß beruhende Ausgabe ist für 1878 auf Fr. 10,500 veranschlagt. Der Rest von Fr. 1000 soll zur Dekung der wahrscheinlichen Ueberschreitung des bezüglichen1 Büdgetpostens vom Jahr 1877 dienen.

Ad 3. Dieser Jahresbeitrag basirt ebenfalls auf Bundesbeschluß. ' · ' . · Ad 4. Gegenüber den Vorjahren reduzirter Posten.

Zum Druke werden kommen: a. die Bevölkerungsbewegung vom Jahr 1877 ; b. Wochenbülletin über denselben Gegenstand der Gemeinden mit mehr als 7000 Einwohnern; c. Mittheilungen über das Versicherungswesen; d. die Statistik der Rekrutenprüfungen im Jahr 1877; e. die Uebersichtstabellen über die überseeische Auswanderung « aus der Schweiz und die Ausfuhr aus der Schweiz nach den Vereinigten Staaten von~ Nordamerika im Jahr 1877, und f. die für circa l l /2 Jahr benöthigte Anzahl Couverts zuhanden der Civilstandsämtef, behufs wöchentlicher Einsendung der Zählkarten.

Ad 5--7 bedürfen keiner Bemerkungen; es sind diese Posten aufs knappste angesezt.

237 III. B a u w e s e n .

  1. B e s o l d u n g e n .
    1. Oberbauinspektor b. Adjunkt c.Sekretär d. Technisches Hilfspersonal e. Kanzlist f. Kopiaturen

Fr. 8,000 ,, 5,500 ,, 5,000 ,, 12,400 ,, 2,800 ,, 2,000 Fr. 35,700

B. 1877 R. 1876

Fr. 35,400. -- ,, 29,197. 50

In obiger Rubrik sind die Ansäze a, b, c, d und f die gleichen wie im leztjährigen Budget. Einzig bei Litt, e, Besoldung des Kanzlisten, welche bisher Fr. 2500 betrug, sind wir im Falle, eine kleine Erhöhung von Fr. 300 zu beantragen. Diese Erhöhung erscheint uns durch die diesem Angestellten in lezter Zeit erwachsene Arbeitsvermehrung, welche sich mit dem in Aussicht stehenden Inkrafttreten des Wasserbaupolizeigesezes voraussichtlich noch steigern wird, vollständig gerechtfertigt, und es entspricht dieser Besoldungsansaz überhaupt den für die verschiedenen analogen Stellen anderer Verwaltungsabtheilungen ausgesezten Besoldungen, deren Maximum im Geseze vom 2. August 1873 auf Fr. 3200 gestellt ist.

2) B ü r e a u a u s l a g e n B. 1877 R. 1876

Fr. 3,000 Fr. 3,000. -- ,, 2,991. 36

3) R e i s e n , E x p e r t i s e n und h y d r o m e trischeBeobachtungen .

.

. Fr. 14,200 B. 1877 Fr. 14,200. -- R. 1876 ,, 27,781. 49 a. R e i s e n u n d E x p e r t i s e n .

.

. Fr. 12,000 Voraussichtlich wird dieser Betrag für Reisen und Expertisen nicht genügen, indem wir im nächsten Jahre unter Anderm für außergewöhnliche Ausgaben dieser Rubrik an die von der badischen Regierung vorläufig bestrittenen Kosten der Vorarbeiten für die Tieferlegung der Hochwasser des Untersees zirka Fr. 1,500 zu

238

bezahlen haben werden. Die Gesammtkosten sind zu Fr. 6,000 veranschlagt, wovon dem Bund */4, nämlich die Hälfte der auf die Schweiz fallenden Quote, zufällt.

b. H y d r o m e t r i s c h e B e o b a c h t u n g e n

. Fr. 2,200

4) M o b i l i a r a n s c h a f f u n g und U n t e r h a l t Fr. 16,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 16,000. ,, 15,999. 15

5) U n t e r h a l t der eidg. G e b ä u l i c h k e i t e n .

  1. G e w ö h n l i c h e r U n t e r h a l t .
  2. D e p a r t e m e n t d e s I n n e r n .
    1. Bundesrathhaus

Fr.

3,500

B. M i l i t ä r d e p a r t e m e n t .

  1. G e b ä u l i c h k e i t e u in T h u n : 1) Kaserne, Stallungen, Reitbahnen und Administrationsgebäude .

.

.

. F r . 7,000

2) Gebäulichkeiten des Laboratoriums und der Konstruktionswerkstätte 3) Zeughäuser, Pontonschuppen und sonstige Gebäulichkeiten der Kriegsdepotverwaltung, sowie Gebäulichkeiten der Munitions · kontrole und der Munitionsdepot ver waltung

,,

2,300

,, 2,000 Fr. 11,300

b. H ü l s e n f a b r i k in Köniz .

.

.Fr.

c . Z e u g h a u s und M u n i t i o n s m a g a z i n in Luzern ,, d.Zeughaus und Munitionsmagazin in Rappersehwyl .

.

.

.

. ,, e. Z e u g h a u s in B e l l i n z o n a ,, Fr.

300 400 400 300 1,400

239 C. F i n a n z - und Z o l l d e p a r t e m e n t .

  1. F i n a n z w e s e n : 1) Pulvermühlegebäulichkeiten in Lavaux, sammt Pulvermagazinen in Etoy und St. Prex .

., .

.

.

. F r . 1,800 2) Pulvermühlegebäulichkeiten in Worblaufen, sammt Magazinen auf dem Galgenfeld bei Bern ,, 2,000 3} Pulvermühlegebäulichkeiten in Kriens, sammt Magazinen an der Birreg und in Altstetten ,, 1,800 4) Pulvermühlegebäulichkeiten in Chur, sammt Magazinen in Goßau ,, 1,800 5) Gebäulichkeiten auf der Thuner-Allmend ,, 500 b. Z o 11 w e s e n : 1) Gebäulichkeiten 2) Gebäulichkeiten hausen .

.

3) Gebäulichkeiten 4) Gebäulichkeiten 5) Gebäulichkeiten 6) Gebäulichkeiten

Fr.

7,900

im Zollgebiete Basel . Fr.

im Zollgebiete Schaff.

.

.

.

.

,, im Zollgebiete Chur .

,, im Zollgebiete Lugano .

,, im Zollgebiete Lausanne ,, im Zollgebiete Genf .

,,

1,500 900 900 1,200 1,200 1,500

Fr,

7,200

Fr.

,,

2,500 1,200

Fr.

3,700

D. P o s t d e p a r t e m e n t .

  1. Postgebäude in Genf b.

,, in Chur

.

S u m m a a. G e w ö h n l i c h e r U n t e r h a l t B. 1877 Fr. 35,000. -- R. 1876 ,, 27,248. 19

Fr. 35,000

b. A u ß e r g e w ö h n l i c h e A r b e i t e n .

  1. D e p a r t e m e n t des I n n é r n .

.

. Fr. 2,000 B u n d e s r a t h hau s.

Instandstellung von zehn sehr reparaturbedürftigen Zimmern im Bundesrathhaus .

Bundesblatt. 29. Jabrg. Bd. IV.

Fr.

18

2,000

240

B. M i l i t ä r d e p a r t e m e n t .

.

.

. Fr. 30,300

  1. G e b ä u l i c h k e i t e n in T h u n : 1) T u r n p l a z auf dem W a f f e n p l a z T h u n .

Für diesen Turnplaz beantragen wir die Erstellung einer von der eidg. Turnkommission projektirten mustergültigen Laufbahn mit Hindernissen, deren Ausführungskosten berechnet sind zu Fr. 1,200 2) L a b o r a t o r i u m in Thun.

Das sog. Feuerwerkersaalgebäude und das Munitionsmagazin müssen aus dem Polygon in die nördliche Eke der kleinen Allmend verlegt werden, indem sich die in diesen Gebäuden durch das Laboratorium angefertigten Munitionsvorräthe im Interesse der Sicherheit mit den im Polygon abzuhaltenden Schießübungen der Positionsartillerie nicht vertragen.

Laut detaillirter Berechnung wird die Verlegung dieser beiden Gebäude kosten zirka Fr. 17,300 3) Z e u g h a u s Nr. 2 in T h u n .

  1. Die Erstellung von Hydranten beim Zeughaus Nr. 2 erscheint uns mit Rüksicht auf einen allfälligen Feuerausbruch, welcher bei der Menge des dort magazinirten Materials in Ermanglung von andern Löscheinrichtungen gefährliche Dimensionen annehmen könnte, sehr dringlich.

Der Devis für diese Arbeit beläuft sich auf Fr. 3,200 b. Der bis jezt im Zeughause Nr. l zum Abheben der Geschüzrohre von den Laffetten verwendete Flaschenzug ist für die schweren Geschüzrohre zu schwach. Diese unvermeidliche Manipulation konnte deßwegen bis jezt nur im Zeughaus Nr. 2 vorgenommen werden, was vielfache Kosten für Fuhrungen und Zeitverlust verursacht. Die Anschaffung eines, beweglichen Krahnens für das Zeughaus Nr. l erscheint daher als durchaus geboten.

Wir haben uns hiefür verschiedene Offerten geben lassen,, deren niedrigste, für einen Erahnen von 4000 Kilogramm Tragkraft bemessen, sich stellt auf .

.

. Fr. 3,9004) M u n i t i o n s k o n t r o l e in Thun.

Für das Munitionskontrolgebäude beantragen wir die Erstellung der Gas- und Wassereinrichtung.

241

Die Verwendung von Petroleum in den Arbeitsräumen ist gefährlich ; zudem sind viele Arbeiten im chemischen Laboratorium ohne Gas fast nicht ausführbar.

Die Gaseinrichtung wird Fr. 140U und die Wasserinstallation Fr. 1200 kosten, gibt zusammen einen Betrag von Fr. 2,600 5) M u n i t i o n s m a g a z i n in Bern.

Laut Bundesrathsbeschluß vom 16. Februar 1877 ist das bisher von der eidg. Pulververwaltung benuzte Magazin auf dem Siechenfeld bei Bern künftighin für die Lagerung der in eidgenössische Verwaltung gehörenden Munition der III. Armeedivision zu verwenden.

In diesem Gebäude sind nun die erforderlichen Gestelle zu errichten und die Unterzüge desselben des bedeutenden Gewichtes der in das Magazin gelangenden Geschoße wegen zu verstärken, welche daherigen Kosten berechnet sind zu zirka . Fr. 2,100 C. F i n a n z - und Z o l l d e p a r t e m e n t .

  1. F i n a n z w e s e n

Fr. 8,600

  1. Der Umbau eines Stampfgebäudes zur Aufnahme einer Läufermühle in der P u l v e r m ü h i e L a v a u x wird inklusive Fundationen und Sokel für ein Läuferwerk kosten zirka Fr. 5,500 2) Die Umzäunung um das P u l v e r m a g a z i n an der Birregg ist in nicht mehr reparaturfähigem Zustande, und wir sind daher genöthigt, daselbst eine neue erstellen zu lassen Fr. 1,100 3) Es war früher beabsichtigt, das W o h n g e b ä u d e in der Mühlematt bei T h u n abzubrechen, indem die Bewohnung desselben wegen der Artillerie-Schießübungen auf der ThunerAllmend etwas riskirt erscheinen mußte. Aus diesem Grunde unterließ man den Unterhalt desselben bis auf die allernothwendigsten Dachreparaturen ganz. Infolge der Verlegung der Schußlinie ist jedoch die Sicherheit vor dem Einschlagen von Geschoßen und Sprengstüken auf dem Mühlemattgut eine sozusagen vollständige und zudem das Wohnhaus auf dieser Domaine mehr als je unentbehrlich geworden, weßh'alb wir nun von der Abtragung des Wohnstokes absehen und im Gegentheil die gehörige Instandstellung desselben beantragen.

Die verschiedenen Arbeiten sind veranschlagt zu Fr. 2,000

242

b. Z . o l l w e s e n

. Fr. 9,500

  1. Im Z o l l d i r e k t i o n s g e b ä u d e S c h a f f h a u s e n ist die Erstellung eines Cementbodens im untersten Hofraum, sowie eines Cementbestiches im hintern Archivraum, wo die Mauern von Nässe zu leiden haben, sehr nothwendig, für welche Arbeiten wir aussezen müssen .

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.

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. Fr. 500 2) Oelfarbanstrich des Schindelmantels und der äußern, sichtbaren Holztheile des vor zwei Jahren vom Kanton St. Gallen erstellten, seither in das Eigenthum des Bundes übergegangenen Z o l l g e b ä u d e s B u c h s .

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. Fr. 200 3) In dem Z o l l g e b ä u d e in Chiasso sind seit seiner Erstellung im Jahr 1853 auch die Post- und später die Telegraphenbüreaux untergebracht gewesen.

Diese Räumlichkeiten sind seit dem im lezten Jahre er. folgten Wegzuge der Post- und Telegraphenbüreaux verfügbar geworden und stehen seither unbenuzt.

Um dieselben nuzbringend zu machen, sollten diese Räumlichkeiten zu einer Wohnung hergerichtet werden, da Wohnungen in Chiasso seit Eröffnung des durchgehenden Eisenbahnverkehrs gesucht zu werden beginnen und namentlich zu wünschen ist, solche den Zollbeamten daselbst so weit möglich in dem Zollgebäude einräumen zu können.

Seit Eröffnung einer Zollstätte im Bahnhofe von Chiasso hat übrigens der Verkehr über die Zollstätte an der Landstraße daselbst ersichtlich abgenommen, so daß die Räumlichkeiten für den Dienst dieser leztern Zollstätte füglich reduzirt werden können.

Nach dem- aufgestellten Projekte erhielte man zwei Wohnungen zu je vier Zimmern und einer Küche, die im Verhältniß zu den Preisen der bereits an Zollbeamte vermieteten beiden Wohnungen im Zollgebäude einen Miethbetrag von Fr. 320 per Jahr abwerfen würden.

Die Kosten der erforderlichen baulichen Veränderungen sind veranschlagt zu .

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.

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. Fr. 2,500 i 4) Für verschiedene größere Reparaturarbeiten am Zoll h ause in M a g a d i n o müssen wir einen Betrag aufnehmen von Fr. 1,000 5) Beim Zollgebäude Meyrin ist die Erstellung eines Abtrittes, sowie eines Holzhauses für die. Grenzwächter ein dringendes Bedürfniß .

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.

. F r . ^400

243 6) Im Z o l l g e b ä u d e M o ï l l é s u l a z kann die Vornahme mehrerer größerer Reparaturen, wie Abbrechen und Wiederaufsezen der um das Haus herum gehenden steinernen eingesunkenen Terasse, neuer Verpuz der Façaden, Oelfarbanstrich der Fensterladen etc. nicht länger verschoben werden.

Auch sind im Innern bauliche Veränderungen, nämlich Vergrößerung des Bureau, Verlegung des Kellereinganges u. s. w. erforderlich.

Die detaillirte Kostenberechnung für die daherigen Arbeiten hat ergeben .

Fr. 4,900 D. P o s t d e p a r t e m e n t

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. Fr. 6,700

  1. Es haben sich bei der Kloukenemrichtung im P o s t g e b ä u d e G e n f im lezten Jahre Uebelstände gezeigt, die eine gründliche Reparatur und theilweise Neuanlage derselben zur unbedingten Notwendigkeit machen. Die daherigen Kosten sind berechnet zu Fr. 4,200 2) Für das P o s t g e b ä u d e C h u r beantragen wir folgende dringende Ergänzungs- und Reparaturarbeiten: Erstellung eines zweiten Abtrittes im zweiten Stokwerk Fr. 250 Bessere Beleuchtung des Briefdistributionsbüreau, 2u welchem Ende die bestehende Lichtöffnung gegen das Brief expeditionsbüreau erweitert und erhöht werden muß Fr. 300 Erstellung eines neuen Fußbodens in der Briefdistribution Fr. 100 Erstellung eines großen Ofens im Bureau der Fahrpostexpedition sammt Erhöhung eines Kamins etc.

Fr. 450 Erstellung einer transportablen Glaswand im Bureau der Fahrpostexpedition Fr. 300 Erstellung von vier großen hartsteinernen Postamenten zu den Hofthoren, Verstärkung der eisernen Thore durch Kreuzverstrebungen etc. .

.

.

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.

. F r . 1,100 S u m m a b. A u ß e r g e w ö h n l i c h e A r b e i t e n Fr. 57,100 B. 1877 Fr. 159,500. -- R. 1876 ,, 208,986. 99

244

6. S t r a ß e n - und "Wasserbauten des B u n d e s .

  1. S t r a ß e n b a u t e n .
    1. Unterhalt der sämmtlichen der Eidgenossenschaft gehörenden und von ihr zu unterhaltenden Straßeil und Wege auf den Liegenschaften in Thun Fr. 3,000 2) Im laufenden Jahre wurde das erste kleine Stük der Rollbahn zwischen den verschiedenen Fabrikationsgebäulichkeiten des Laboratoriums in Thun und der Eisenbahnlinie erstellt, was für den Betrieb bedeutende Ersparnisse an Löhnungen zur Folge hat. Wir beantragen für das Jahr 1878 die Ausführung eines weitern Stükes der Rollbahn, wofür wir hier die für diese Streke berechneten Kosten aufnehmen m i t .

.

.

.

.

. F r . 9,800 3) Unterhalt der Wege auf den Pulvermühlenbesizungen in La vaux, Worblaufen, Kriens und Chur .

Dagegen müssen wir für dringende provisorische Seh uzbauten, die zum Zweke der spätem Verwendung des Steinmaterials bei der definitiven Bauausführung jeweilen wo möglich nach lezterm Grundsaze angelegt werden, einen Kredit zur Verfügung haben von Fr. 10,000 2) Die Kanalisation des Kasernenareals in Thun ist bei Erbauung der Kasernengebäuliehkeiten unterblieben, weil dazumal

245 ·das für die Ableitung des Wassers nothwendige Gefalle in die Aare gefehlt hat. Man behalf sich infolge dessen mit der Erstellung von Senklöchern, die jedoch, wie die Erfahrung gezeigt, theilweise nicht funktioniren und ihren Zwek in keiner Weise erfüllen, sondern seit Jahren zu stetigen gegründeten Klagen Veranlaßung geben. Bei Regenwetter entsteht, wie sich jeder im Dienste in Thun befindlich gewesene Militär zu erinnern vermag, um die Kaserne, die Stallungen, Reitbahnen und das Zeughaus Nr. I. herum ein eigentlicher Sumpf, der stellenweise erst nach länger andauerndem schönem Wetter verschwindet. Diesem Uebelstande hat man seit Jahren jeweilen durch Aufschütten von großen Quantitäten Kies abzuhelfen gesucht, was jedoch, nebst beträchtlichen Kosten den großen Nachtheil mit sich bringt, daß die bekanntlich von Anfang an zu tief in den Boden versenkten Gebäulichkeiten immer mehr vergraben werden und in die Fundamente und Souterrain- und Parterrelokalitäten immer mehr Feuchtigkeit dringt.

Da sich nun infolge der Korrektion der Aare von Thun bis Uttigen das Bett der leztern so tief gelegt hat, daß genügend Gefalle für die Ableitung des Wassers auch von den in Betracht kommenden tiefsten Punkten der Gebäulichkeiten in die Aare vorhanden ist, so beantragen wir, diese unumgänglich nothwendige Arbeit nicht länger hinauszuschieben, sondern solche inner den zwei nächsten Jahren in der Weise in Ausführung zu bringen, daß im Jahr 1878 die Hauptleitung und im Jahr 1879 die sämmtlichen noth wendigen Nebenleitungen und Vollendungsarbeiten erstellt würden.

Die ganze Kanalisationsanlage wird laut Plan und spezifizirtem Voranschlag Fr. 47,000 kosten, von welcher Summe wir pro 1878 d i e Hälfte aufnehmen m i t .

.

.

.

. F r . 23,500 3) Erhöhung des Schwellenkopfes und der rechten Ufermauer der Aubonne beim Einlauf des Fabrikkanales der Pulvermühle Lavaux, Abbruch der alten , im Verfall begriffenen Schleuse und Erstellung einer neuen Schleuse daselbst, Ersezung des hölzernen Kanales beim untern Stampfegebäude nebst verschiedenen Reparaturen am Fabrikkanal Fr. 3,400 4) In der Pulvermühle Worblaufen sind am Worblenbach, am Hauptkanal und an den Seitenkanälen verschiedene, theilweise größere Uferbauten -, deren Ausführung ohne Gefahr des Weitergreifens der Uferbeschädigungen nicht länger hinausgeschoben werden darf, in Aussicht zu nehmen ; auch müssen einige halb verfaulte Schleusen theilweise ganz erneuert und theilweise reparirt

246

-werden. Wir beabsichtigen, im künftigen Jahre nur die dringendsten obiger Arbeiten vornehmen zu lassen und sehen für dieselben hier vor Fr. 7,000 5) In der Pulvermühle Kriens muß zur Gefällvermehrung das oberste Kanalstük, welches auf das Polirgebäude führt, höher gelegt und der hölzerne auf Jochen liegende Kanal zwischen lezterm und dem Körniegebäude, weil total faul und nicht mehr reparaturfähig, durch einen neuen erseht werden. Die Kostenberechnung für diese unerläßlichen Arbeiten hat ergeben .

. Fr. 2,100 6} Reparaturen an den Kanälen der Pulvermühle Chur ,, Summa 6. S t r a ß e n - und W a s s e r b a u t e n des B u n d e s B. 1877 R. 1876

300

Fr. 61,100

Fr. 17,400 ,, --

7. B a u l i c h e A r b e i t e n in von der E i d g e n o s s e n schaft gemietheten Gebäuden.

  1. Zur gehörigen Ausnuzung des für das Centralmontirungsdepot in der Kavalleriekaserne in Bern uns zur Verfügung stehenden, erweiterten Raumes sind, nebst einer Abwandung der der technischen und administrativen Abtheilung der Kriegsmaterialver.-.

waltung zugeschiedenen Lokale, Gestelle zum Aufhängen von Lederzeug, sowie zum Magaziniren von Schlagwaffen, Reitzeugen etc.

nothwendig. Hiefür müssen wir vorläufig aufnehmen . Fr. 3,500 2) Bei Anlaß des Baues der Waffenfabrik auf dem Wylerfeld durch den Kanton Bern hat der Bund sich vorbehalten, eine Schußlinie von 225 Metern zum Einschießen der neuen Waffen erstellen zu dürfen, wofür der Kanton Bern das nöthige Terrain in unmittelbarer Nähe der Fabrikanlagen zu verzeigen hat.

Als 1874/75 der Bau dieser Schußlinie zur Ausführung gelangen sollte, wurde von Seite der Centralbahn und des Herrn von Wattenwyl Einsprache erhoben, weßhalb man sich für den Moment mit einer verkürzten Schußlinie von 13 Metern begnügte.

Da es aber für die Waffenfabrik unbedingt nöthig ist, die Gewehre und Stuzer auch auf größere Distanz erproben -zu können, haben wir ein neues Projekt mit versenkter Schußlinie, das für die Umgebung mehr Sicherheit bietet als das frühere, studiren und ausarbeiten lassen, dessen Ausführung wir .Ihnen dringend empfehlen.

247 Die Kosten der gesamraten Einrichtung sind berechnet zu Fr. 8,900 3) In den gemäß Art. 166 der Militärorganisation neu organisirten Divisionsdepots fehlen die nöthigen Kasten zur Unterbringung von kleinern Ausrüstungsgegenständen ; auch werden nach Errichtung der von Ihnen für das Jahr 1876 genehmigten Gestelle für Geschirre und Reitzeuge solche noch für zirka 3700 Pferde in den Depots der L, II., V., VI., VII. und VIII. Armeedivisionen zu konstruiren sein. In Ermanglung derselben müßten diese reglementarischen Pferdeausrüstungen zu deren großen Naehtheil aufeinander geschichtet werden, wodurch die Kosten des Unterhaltes unverhältnißmäßig erhöht würden.

Wir beantragen Ihnen, für das nächste Jahr für Errichtung eines Theiles dieser Kasten und Gestelle aufzunehmen . Fr. 9,000 Summa 7. B a u l i c h e A r b e i t e n in von der Eidgenossenschaft gemietheten Gebäuden Fr. 21,400 B. 1877 Fr. 9350 R. 1876 ,, -- 8. N e u b a u t e n .

  1. D e p a r t e m e n t des I n n e r n .

. Fr. -- -- b. M i l i t ä r d e p a r t e m e n t .

Fünf Munitionsmagazine für die Depotparks und die Positionsartillerie Fr. 84,500 Wir haben im Budget für das Jahr 1877 eine Summe von Fr. 43,200 aufgenommen für die Erstellung von 3 Munitionsmagazinen für Divisionsparks. Bezüglich der Motivirung verweisen wir auf die Botschaft zum Budget 1877.

Diese 3 Magazine konnten im laufenden Jahre aus verschiedenen Gründen, namentlich aber wegen der Schwierigkeiten bei Erwerbung des Bauterrains nicht erstellt werden, obschon sie ein dringendes Bedürfniß sind. Die Unterhandlungen sind jedoch im Gange, und wir hoffen im nächsten Jahre diese Arbeit bewältigen zu können.

Es wird also der Kredit des Jahres 1877 einfach auf das Jahr 1878 übertragen mit Fr. 43,200 Nach Erstellung dieser 3 Magazine wird die gesezliche Dislozirung des für die Divisionsparks bestimmten Munitionsbedarfs in sämmtlichen Divisionskreisen ermöglicht und durchgeführt werden können.

248

Das Material der Depotparks und namentlich dasjenige der Positionsartillerie war bisher in kantonalen Zeughäusern und eidg.

Depots derart vertheilt, daß eine rasche Mobilmachung unmöglich würde. Es ist deßhalb dringendes Bedürfniß, daß dasselbe konzentrirt und in einer Weise magazinirt werde, welche eine möglichst schnelle Verwendung auf den gegebenen Punkten gestattet. Auch soll gemäß Artikel 166 und 173 der Militärorganisation dieses gesammte Material unter die direkte Verwaltung des Bundes gelangen.

Dies und die Kompletirung der Munition der Positionsartillerie auf die gesezlichen 200 Schüsse per Gesehüz (Artikel 171 der Militärorganisation) ist jedoch nur möglich, wenn die Munitionsmagazine vermehrt werden. Für das Jahr 1878 sehen wir vorläufig zu diesem Zweke den Baii von 2 solchen vor.

Die Kostenberechnung für die Erstellung eines Magazins sammt innerer Einrichtung belauft sich durchschnittlich auf Fr. 16,900, in welchem Betrage auch der Terrainankauf für alle 5 Magazine begriffen ist, was im l.ezten Jahre zu niedrig berechnet war.

Die 5 Magazine erfordern demnach eine Summe von Fr. 84,500 wovon , .

.

. ,, 43,200 als Kreditübertrag vom Jahr 1877 und .

.

.

.

Fr. 41,300 als neuer Kredit anzusehen sind.

c. F i n a n z - und Z o l l d e p a r t e m e n t .

  1. F i n a n z w e s e n .

Pulvermagazin bei Worblaufen.

Infolge unseres Beschlusses vom 16. Februar d. J. soll das in der Nähe der hiesigen Militäranstalten auf dem Beundenfeld in Bern sich befindliche Pulvermagazin dem eidg. Militärdepartement abgetreten werden, weßhalb ein Neubau für die Pulververwaltung zur unabweisbaren Notwendigkeit geworden ist. Die Baukosten für dieses große Doppelmagazin, nach dem neuesten System erstellt, werden laut Plan und Devis betragen .

.

. Fr. 44,500 hiezu nehmen wir für Landerwerbung .

,, 8,000 bemerken jedoch, daß wir in Betreff des leztern Postens noch keine genauen Anhaltspunkte haben und es sich daher leicht ergeben könnte, daß diese Voranschlagssumme überschritten werden müßte.

Wir hoffen, es werde sieh bis zum Zeitpunkt der Berathung des vorliegenden Budget im Schöße Ihrer Versammlung diese Angelegenheit so weit abklären, daß wir Ihnen dannzumal über diese Frage ganz bestimmte Angaben werden machen können.

Fr. 52,000

249

2. Z o 11 w es en.

  1. Zollhäuschen in Oberriet.

In Oberriet findet der Zollbezug in einem ganz kleinen, engen Bahnwächterlokal statt, was in verschiedener Beziehung zu Uebelständen Anlaß gibt. Die Erstellung eines kleinen Zollhäuschens daselbst ist im Interesse eines geordneten Dienstes dringend nothwendig .

.

.

Fr. 6,500 2) Dependenzgebäude zum Zollhaus in Mo'illesulaz.

Im lezten Jahre ist zu dem im Verhältniß zur Größe des Verkehrs und daheriger Wichtigkeit der Zollstation zu klein gehaltenen Zollhause ein kleines Dependenzgebäude, ursprünglich zur Aufnahme eines Zimmers für den Visiteur und eines Schlafzimmers für drei Grenzwächter nebst dem nöthigen Raum für Unterbringung des Holzvorrathes und einer Waschküche bestimmt, erbaut worden, für welchen Zwek Sie Fr. 5500 bewilligt hatten.

Bei nochmaliger Prüfung dieser Angelegenheit ergab sich wegen der nothwendig werdenden Vergrößerung des Zollbüreaus das Erforderniß der Verlegung des Zimmers des Postenchefs, sowie der Küche der Grenzwächter aus dem Zollhause in das Dependenzgebäude , für welche Lokalitäteu der für Unterbringung des Holzvorrathes und der Waschküche in Aussicht genommene Raum in Anspruch genommen werden mußte.

Da nun ohnehin das alte,- im Zusammenfallen begriffene Abtritthäuschen, für die Zollbeamten und Grenzwächter in einer Eke des Gartens aufgestellt, durch ein neues ersezt werden muß , so beantragen wir die Erstellung eines neuen Dependenzgebäudes, welches die notwendigen Holzräume für das Zollhaus und die Grenzwächter, eine Waschküche, einen Trokenraum und zwei Abtritte enthalten soll.

Die daherige Kostenberechnung hat ergeben .

. Fr. 4,900 3) Zollhaus in Mon-Idee.

Zu zwekmäßigerer Einrichtung des zollamtlichen Grenzaufsichtsdienstes längs der Genfergrenze zwischen Mo'illesulaz und Cara wünscht die Zollverwaltung den in Chêne-Bourg stationirten Grenzwachtposten aufzuheben und dafür eine Zollstation auf dem weit günstiger gelegenen Punkte bei Mon-Idee zu errichten. Da sich in der Nähe jedoch keine Lokalität miethen läßt, so sind wir gezwungen , eine den Verhältnissen entsprechende Zollhausbaute zu erstellen, deren Ausführungskosteu berechnet sind zu . Fr. 11,700

250

4) Zollgebäude in Gondo.

Die Zollstätte und der Grenzwachtposten in Gondo sind daselbst miethweise in einem größern Gebäude untergebracht, dessen baulicher Zustand so defekt ist, daß die weitere Bewohnung desselben geradezu zur Unmöglichkeit geworden, indem sich die Eigenthümer weigern, auch nur die allernothwendigsten Reparaturen vornehmen zu lassen.

Die Offerte der Eigenthümer des Hauses zur Abtretung des von der Zollstätte benuzten Theiles des Gebäudes um den verhältnißmäßig hohen Preis von Fr. 8000 glaubten wir nicht berüksichtigen zu sollen, sondern ziehen vor, da eine anderweitige Miethe der noth wendigen Lokalitäten nicht möglich ist, daselbst ein eigenes, zwekentsprechendes Gebäude, dessen Kosten sich samm dem nöthigen Terrainankauf auf zirka Fr. 15,800 belaufen werden, zu erstellen Fr. 15,800 Total der Zollgebäulichkeiten Fr. 38,900.

S u m m a 8. N e u b a u t e n .

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, B. 1877 Fr. 69,100. -- R. 1876 ,, 205,302. 14

.Fr. 175,900

9. E n t s c h ä d i g u n g e n an K a n t o n e .

  1. Für internationale Alpenstraßen.

(Art. 30 der Bundesverfassung.)

  1. An Uri Fr. 80,000 2) ,, Graubünden ,, 200,000 3) ,, Tessin ,, 200,000 4) ,, Wallis ,, 50,000 Fr. 530,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 530,000 ,, 530,000

b. Für den Schneebruch auf dem St. Gotthard.

(Bundesbeschluß vom 22. Dezember 1874.)

  1. An Uri Fr. 16,370 2) ,, Tessin ,, 23,630 Fr. 40,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 40,000 ,, 40,000

>

251 c. Entschädigung an den Kanton Basel-Stadt für die ihm infolge der Art. 20, 30, 36 und 42, Litt, e derrevidirten Bundesverfassung erwachsende Einbuße, laut Bundesbeschluß vom 18. März 1875, für das Jahr 1878 .

.

.

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.

. F r . 30,000 B. 1877 Fr. 50,000 R. 1876 ,, 80,000 S u m m a 9. E n t s c h ä d i g u n g an K a n t o n e

Fr. 600,000

10. E n t s c h ä d i g u n g an d a s L i n t h u n t e r n e h m e n .

(Bundesrathsbeschluß vom 15. Mai 1850 und Art. 58 des Bundesgesezes über das Zollwesen vom 27. August 1851) . Fr. 15,143 B. 1877 Fr. 15,143. -- R. 1876 ,, 15,142. 86 11. B e i t r ä g e an K a n t o n e für off e n t l i c h e Werke.

  1. Rhonekorrektion.

(Bundesbeschluss vom 28. Juli 1863.)

W a l l i s , 15. Jahresrate, Restzahlung .

W a a d t , 7. Jahresrate, jährliches Maximum

. Fr. 102,000 .

,, 40,000 Fr. 142,000

b. Juragewässerkorrektion.

(Bundesbeschluß vom 25. Juli 1868.)

10. Jahresrate, jährliches Maximum .

.

. F r . 500,000 e. Schuzbauten an Wildwassern und Aufforstungen im Hochgebirge Fr. 200,000 e. Erstellung der Lukmanierstrasse.

(Bundesbeschluß vom 25. Juli 1873.)

Restzahlung .

f . Seedammbaute b e i Rapperschwyl .

(Bundesbeschluß vom 2. August 1873.)

.

Fr. 10,000 .

--

Summa 11. Total der B e i t r ä g e an Kant o n e für ö f f e n t l i c h e W e r k e .

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. Er. 852,000 B. 1877 Fr. 922,924. -- R. 1876 ,, 894,447. 27

252

12. V e r s c h i e d e n e s .

  1. Brand assekuranzgebühr für das Bundesrathhaus für das Jahr 1877 . Fr. 2,400 Die Brandassekuranzsumme für das Bundesrathhaus ist vom 1. Januar 1877 an von Fr. 200,000 auf Fr. 800,000 erhöht, daher auch die bedeutende Erhöhung der Gebühr von Fr. 600 auf obige Summe.
  2. Miethzinse, Heizungs- und Beleuchtungsmaterial und Büreaubedienung für die außerhalb des Bundesrathhauses untergebrachten Abtheilungen der Zentral Verwaltung.
    1. Statistisches Bureau, Miethzins .

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. F r . 2,070 Heizung u n d Beleuchtung .

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. ,, 400 Fr. 2,470 2) Forstinspektorat, Miethzins, incl. Heizung, Beleuchtung und Büreaubedienung .

.

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.

. Fr. 600 3) Militärdepartement mit der Kriegsmaterialverwaltung und dem Oberkriegskommissariat, Miethzins .

.

. Fr. 8,800 Heizung, Beleuchtung und Büreaubedienung .

,, 2,500 Fr. 11,300 4) Bureau des Waffenchefs der Infanterie, Miethzins, incl.

Heizung, Beleuchtung und Büreaubedienung .

.

. Fr. 1,000 5) Bureau des Waffenchefs des Genie, Miethzins . Fr. 1,005 Heizung etc.

.

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.

. ,, 250 Fr. 1,255 beziehungsweise Stabsbüreau , Miethzins Fr. 3,267 Heizung etc.

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. ,, 500 Fr. '3,767 7) Bureau des Oberfeldarztes, Miethzins, incl. Heizung, Beleuchtung u n d Büreaubedienung .

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. F r . 1,000 8) Magazine der Verwaltung des Kriegsmaterials in der Kavdlleiiekaserne i n Bern .

.

.

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. F r . 1,500 9) Bureau des Waffenchefs der Kavallerie in Aarau , Miethzins Fr. 600 10) Bureau des Waffenchefs der Artillerie in Aarau, Miethzins .

.

.

Fr. 600 11) Bureau des Oberpferdarztes in Zürich, Miethzins ,, 600

6) Topographisches ,

253 12) Zentralpulververwaltung, Miethzins.

Heizung etc.

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.

. Fr. 955 .

,, 250

13) Zentralpostverwaltung, Miethe .

.

14) Zentraltelegraphenverwaltung, Miethzins .

Fr. 1,205 . F r . 2,050 . ,, 2,200

S u m m a 12.

. Fr. 32,547

Verschiedenes .

B. 1877 Fr. 27,837 R. 1876 ,, -

.

Die Summe der unter b aufgeführten Posten stellt sich gegenüber dem leztjährigen Budget um Fr. 2910 höher, was von der unumgänglich nothwendigen Miethe eines weitern Theiles des untersten Bodens der Kavallerie-Kaserne in Bern als Magazine für die Kriegsmaterialverwaltung, sowie von dem Umstände herrührt, daß einerseits im ersten Jahre für die Heizung, Beleuchtung und Büreaubedienung der im Hause Nr. 187b an der Bundesgasse untergebrachten Abtheilungen des Militärdeparternents aus Mangel an hiezu nöthiger Erfahrung zu wenig veranschlagt und andererseits die Heizung und Beleuchtung für einige andere, außerhalb des Bundesrathhause» untergebrachte Abtheilungen der eidg. Centralverwaltung im laufenden Jahre noch von'den leztern selbst bestritten wurde.

IV. F o r s t w e s e n .

  1. Besoldungen : a . Forstinspektor b. Adjunkt c . Kopiaturen .

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. F r . 7,000 ,, 4,000 . n 600 Fr. 11,600

B. 1877 Fr. 11,600. -- R. 1876 ,, 9,254. 95 2) Reisekosten

Fr. 5,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 5,000. -- ,, 3,107: 37

3) Büreauauslagen

Fr. 600 B. 1877 R. 1876

Fr- 300. -- ,, 300. 85

254

Im diesjährigen Budget war dieser Posten mit nur Fr. 300 beziffert. Infolge Einrichtung des Bureau für den Adjunkten und Vermehrung der Geschäfte im Allgemeinen mußte aber um einen Nachtragskredit von Fr. 300 nachgesucht werden, der nur knapp ausreichen wird. Wir erachten es deßhalb für nothwendig, diesen Posten auf Fr. 600 anzusezen.

4) Forstkurse

Fr. 5,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 9,200 ,, -

Für das Jahr 1877 sind für Forstkurse Fr. 9200 bewilligt worden, welcher Betrag aber kaum zur Hälfte verwendet werden wird, indem einige Kantone dieses Jahr nur die erste Hälfte dieser Kurse abhalten, und die zweite Hälfte auf nächstes Jahr verlegen werden, so Graubünden, Schwyz und Freiburg mit Wallis.

Für das Budgetjahr stehen folgende Beitragszahlungen in Aussicht : an Bern Fr. 1,000 ,, Schwyz ,, 700 ,, Glarus und St. Gallen ,, 1,000 ,, Freiburg und Wallis ,, 1,000 ,, Graubünden .

,, 1,000 ,, Fahrspesen an die Lehrer ,, 300 Fr. 5,000

I.

II.

HI.

IV.

V.

VI.

V. P o l y t e c h n i k u m .

Beamtung u n d Verwaltung .

.

.

Besoldung der Lehrerschaft Sammlungen und wissenschaftliche Anstalten Preise Unterhalt des Mobiliars Unvorhergesehenes .

.

.

.

Ab: Einnahmen Bleibt der gesezliche Beitrag von .

.

B. 1877 Fr. 423,000. -- R. 1876 ,, 432,100. -

. F r . 55,600 ,, 294,800 ,, 74,700 ,, 1,000 . ,, 2,500 . ,, 3,500 .

Fr. 432,100 ,, j 85,100 . F r . 347,000

255 Zu obigem Voranschlag ist aus der bezüglichen Eingabe des Schweiz. Schulrathes Folgendes zu bemerken: Das Gesammttotal der Einnahmen hat sich um Fr. 9100 vermehrt. Es sind nämlich aufgenommen worden : Fr. 8,000 Kredit für die landwirtschaftliche Untersuchungs- und die Samenkontroistation ; ,, 1,000 ungefährer Betrag der Gebühren für Benuzung obiger Stationen, endlich ,, 100 muthmaßliche Gebühren für Benuzuug des physikalischen Laboratoriums.

Was den ersten Posten von Fr. 8000 betrifft, so stüzt sich ·derselbe auf den Bundesbeschluß vom 17. März 1877, betreffend Errichtung der landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Samenkoïitrolstation, in welchem es ausdrüklich heißt: ,, F ü r 1877 bet r ä g t d e r b e w i l l i g t e K r e d i t F r . 6000."

Die Kommission für Begutachtung der durch jenen Beschluß kreirten Institutionen veranschlagte zwar in ihrer Eingabe an den Schulrath die Kosten nur auf die bewilligten Fr. 6000, dagegen hat der Schulrath schon damals in seiner bezüglichen Eingabe an unsere Behörde vom 28. April 1876 auf die Unzulänglichkeit obigen Ansazes hingewiesen und hiefür einen Betrag von Fr. 8000 in Aussicht genommen.

Bei der beschlossenen Ausdehnung der Untersuchungen auch auf die S ä m e r e i e n wird es nun durchaus nothwendig sein, zwei Personen anzustellen, eine für die chemischen Untersuchungen, eine zweite für die Samenkontrole. Beiden müssen Gehalte ausgesezt werden, da die eingehenden Gebühren erstens, namentlich im Anfange, nicht viel betragen und zweitens, wie bei den Laboratorien, für die nöthigen Anschaffungen nach beiden Richtungen verwendet werden müssen. Deßhalb ist die in Einnahme gebrachte approximative Summe von Fr. 1000 unter dem betreffenden Titel ,,Sammlungen : Litt, i landwirthschaftliche Untersuchungs - und Samenkontrolstation"- mit in Ausgabe gebracht. Indem der schweizerische Schulrath im Weitern zur Motivirung dieses Vorschlages auf seinen erwähnten Bericht vom 28. April Ì876 verweist, hofft er, die eidg. Räthe werden bei Anlaß der Büdgetberathung den Ansaz von Fr. 8000 genehmigen, von welchem zirca Fr. 6000 für Besoldungen (s. Titel II: Besoldung der Lehrerschaft, Unterabtheilung 6) und Fr. 2000 für die Stationen (s. Titel III i: landwirthschaftliche Untersuchungs- und Samenkontroistation) zu verwenden wären. Der Schweiz. Schulrath glaubt sich zu dieser Hoffnung um so mehr berechtigt, da die eidg. Räthe ausdrüklich nur für 1877 den Kredit auf Fr. 6000 limitirten und in dieser Schlußnahme die Bundesblatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

19

256 Möglichkeit, ja die Notwendigkeit einer Erhöhung im Sinne unserer Anträge gegeben ist. Das Budget der Fr. 6000 hatte niemals neben der chemischen Untersuchungsstation auch eine Samenkontroistation vor Augen.

Ferner sind Fr. 100 in Einnahme gebracht, als muthmaßlicher Betrag der Gebühren für Benuzung des physikalischen Laboratoriums. Analog dem Verfahren bei den chemischen Laboratorien hat der Schulrath beschlossen, in Zukunft auch diesem Institute die Gebühren zu etwelcher Aufbesserung seiner Finanzen zuzuweisen, und es ist in Folge dessen die der Einnahme entsprechende Ausgabe von Fr. 100 unter Titel III a, IO b aufgeführt.

Im Weitern weicht der Entwurf von dem bisherigen Budget ab beim Ausgabentitel I: Beamtung und Verwaltung, Unterabtheilung 9 a, um Fr. 100 Erhöhung der Besoldung des Hauswartes und bei Titel III e : Archäologische Sammlung, um Fr. 200, welche als Entschädigung für Ueberwachung des Antikensaales ausgesezt worden sind. Zur Ausgleichung der Einnahmen und Ausgaben sind diese Fr. 300 dem Titel VI ,,Unvorhergesehenes11, entnommen, und ist dieser auf Fr. 3500 reduzirt.

C. Justiz- und Polizeidepartement.

  1. Kanzlei: a. Sekretär .

.

b . Registratur .

c. Zwei Kanzlisten 2) 3) 4) 5)

.

.

.

.

.

.

.

. F r . 5,500 , , 3,800 · ·>·> 6,500

Justizwesen Fremdenpolizei Heimatlosenwesen .

.

.

.

.

.

Gesezentwürfe, Kommissionen, Druk und Uebersezungen gesezgeberischer Arbeiten .

.

6") Unvorhergesehenes .

.

.

.

.

_

Fr. 15,800 ,, 3,000 ,, 2,200 ,, 2,000 ,, 20,000' , 2,000

Fr. 45,000 Diese Ansäze sind, mit Ausnahme des von Fr. 15,000 auf Fr. 20,000 für Gesezgebungsarbeiten erhöhten Ansazes, ganz übereinstimmend mit den Voranschlägen pro 1875, 1876 und 1877. Zur Begründung des vorliegenden Voranschlages kann deßhalb lediglich auf den Bericht zu dem Budget pro 1875 verwiesen werden.

257

D. Militärdepartement.

I. S e k r e t a r i a t .

1.

2.

3.

4.

5.

Erster Sekretär (Büreauchef) .

.

Zweiter Sekretär Dritter Sekretär Departementskanzlei und Kopiaturen Reisekosten, Augenscheine, Expertisen

.

.

. Fr. ' 6,000 ,, 4,000 ,, 3,500 . ,, 14,800 . ,, 800

Fr. 29,100 Die kleine Vermehrung soll zur Aufbesserung der Besoldung eines seit mehreren Jahren mit bescheidenem Honorar angestellten, fleißigen Kopisten dienen und wird wohl kaum beanstandet werden.

B. 1877 Fr. 28,900 R. 1876 ,, 29,095 II. V e r w a l t u n g .

  1. V e r w a l t u n g s p e r s o n a l .
    1. a. Waffenchef der Infanterie .

.

.Fr.

b. Eine Pferderation und Wartungsgebühr (für ein effektiv gehaltenes Pferd} . ,, c. Sekretär ,, d. Kanzlist ,, e . Büreauaushilfe .

.

.

.

.

.

f. Büreaukosten .

.

.

.

. ,, g . Reisekosten .

.

.

.

.

. ,,

7,500. -- 1,113. 25 3,200. -- 2,200. -- 1,200. -- 1,200. -- 1,000. --

Fr. 17,413. 25 B. 1877 R. 1876

Fr. 15,557. -- ,, 16,554. 75

Ad b. Der Berechnung der Pferderation und Wartungsgebübr bei sämmtlichen Berechtigten ist der Bundesbeschluß betreffend Vergütung von Pferderationen im Friedensverhältniß vom 8. Brachmonat 1877 zu Grunde gelegt.

Ad e. Der bisherige Kredit von Fr. 600 für Büreauaushilfe ist absolut unzureichend, da zeitweise zwei provisorische Angestellte nothwendig sind und jedenfalls auf einen provisorischen Angestellten

258 für das ganze Jahr gerechnet werden muß. Es ist dies aber auch erklärlich, wenn man bedenkt, daß jährlich 53 Bataillone zu Wiederholungskursen, ebensoviel zu Schießübungen, 106 Landwehrbataillone zu Inspektionen und Schießübungen kommen, daß 24 Rekrutenschulen, 6 Schießschulen, 3 Centralschulen u. s. w.

stattfinden und daß alle diese Corps und Schulen wegen ihres größern Personalbestandes auch weit mehr Reklamationen, Einfragen u. s. w. zur Folge haben, als die weniger zahlreichen Corps der Spezi al w äffen.

Ad f. Der bisherige Ansaz von Fr. 400 genügt nicht mehr und wurden daher die Ausgaben für Druk und lithographische Arbeiten auf Rechnung v) Drukkosten tt genommen. Dieselben sollen nun aus dem erhöhten ,Ansaz vollständig bestritten werden und auf lezterwähntem Büdgetposten wegfallen.

Die Miethe der Büreaulokalien der Waffen- und Abtheilungschefs ist im Voranschlage des Departements des Innern verrechnet.

2) a. Waffenchef der Kavallerie .

.

. Fr. 6,000. -- b. Eine Pferderation und Wartungsgebühr (für ein effektiv gehaltenes Pferd) . ,, 1,113. 25 c. Sekretär .

,, 3,000. -- d. Kanzlist ,, 2,000. -- e . Büreaukosten .

.

.

.

.

. 1,200. -- f. Reisekosten ,, 1,000. -- Fr. 14,313. 25 B. 1877 Fr. 13,814. -- R. 1876 ,, 11,900. 25 Ad e. Aus den Gründen, die zum Theil beim Waffenchef der Infanterie angeführt worden sind, ist der Ansaz um Fr. 700 erhöht worden und fällt in Zukunft im Posten ,,Drukkostena dahin.

3) a. Waffenchef der Artillerie .

.

. F r . 7,500. -- b. Eine Pferderation und Wartungsgebühr (für ein effektiv gehaltenes Pferd .

. ,, 1,113. 25 c. Sekretär (Techniker) ,, 4,000. -- d. Kanzlisten (worunter ein Zeichner) . n 4,400. -- e. Büreaukosten ,, 1,200. -- f. Reisekosten ,, 1,000. -- g. Artilleriekommission .

.

.

.

,, 2,000. -- Fr. 21,213. 25 B. 1877 Fr. 19,557 N. Fr. 550 R. 1876 Fr. 21,714

259 Ad d. Durch das Bundesgesez vom 16. Brachmonat 1877 ist für das Bureau des Waffenchefs der Artillerie ein zweiter Kanzlist bewilligt worden, dessen Besoldung vorläufig auf Fr. 1800 festgesezt wird.

Ad. e. Gleiche Begründung wie bei Infanterie 4 ) a . Waffenchef des Genie .

.

.

.

b. Eine Pferderation und Wartungsgebühr (für ein effektiv gehaltenes Pferd) .

c. Sekretär (Techniker) d. Kanzlist und Zeichner .

. - .

.

.

.

.

f. Reisekosten g. Festungsaufseher

und Kavallerie.

F r . 6,000. -- ,, 1,113. 25 ,, 4,000. -- ·» 3,000. -- . 1,200. -- ,, 1,000. -- ,, 2,075. -- Fr. 18,388.^25

B. 1877 Fr. 17,532. -- R. 1876 ,, 18,922. 10 Ad d. Die Besoldung entspricht dem Bundesgesez vom 16. Brachmonat 1877, welches den Gehalt des Kanzlisten um Fr. 200 reduzirt hat.

Ad e. Gleiche Begründung wie oben.

5) a. Chef des Stabsbüreau Fr. 7,500 b. Sekretär ,, 3,000 Fr. 10,500 B. 1877 Fr. 10,000 R. 1876 ,, 10,000 Ad a. Laut Bundesgesez vom 16. Brachmonat 1877 ist die Besoldung des Chef des Stabsbüreau auf die Höhe derjenigen der Waffenchefs der Infanterie und der Artillerie gebracht worden.

6) Verwaltung des Materiellen : a. Technische Abtheilung : 1) Chef der technischen Abtheilung .

. Fr. 6,000 2) Buchhalter und Kanzleipersonal .

.

^ 11,300 3) Magazinier .

.

.

.

.

.

.n 3,000 5) Reisekosten .', 2,500 6) Inventaranschaffungen .

.

.

.

,, 1,150 7 ) Modelle ,, 8 0 0 8) Waffenkontrole ,, 3,000 Fr. 30,250

260 Ad 2, 5 und 6. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahre, deren Begründung bereits in der leztjährigen Botschaft enthalten ist, rührt von der Aufbesserung einiger Gehalte her, welche sich innerhalb des Rahmens des Bundesgesezes vom 16. Brachmonat 1877 bewegen.

"51Ad 7. Die Besoldung des Magazinier insbesondere wird damit begründet, daß demselben gleichzeitig die Kontrole für Ledei>waaren obliegt.

Ad 8. Die Erhöhung ist deßhalb gerechtfertigt, weil aus dem Posten die Reisespesen des Kleider- und des Waffenkontroleurs gedekt werden müssen und namentlich diejenigen des Erstem mit Rüksicht auf die bestehenden Lieferungsverhältnisse nicht unerheblich sind.

b. Administrative Abtheilung: 1) Chef der administrativen Abtheilung .

. Fr. 6,000 2) Gehilfe ,, 3,200 3) Sekretär ,, 3,100 4) Kanzlisten (l à Fr. 2300, 2 à Fr. 2200) .

,, 6,700 5) Magazinier ,, 2,000 6) Reisekosten ,, 1,000 7) Depot- und Zeughausverwaltungen .

.

,, 23,400 Fr. 45,400 B. 1877 Fr. 69,670. -- R. 1876 ,, 62,513. 55 Die Vermehrung des Gesammtpostens rührt her: 1) von der Aufbesserung einiger Gehalte, welche innerhalb der durch das Bundesgesez vom 16. Brachmonat 1877 gezeichneten Grenzen sich bewegen; 2) von der Creirung eines neuen Depots in der I. Division, dessen Wichtigkeit eine selbständige Verwaltung desselben erforderlich und somit einen höhern Besoldungsansaz nothwendig macht; 3) von der Beschaffung einer Anzahl neuer Depots für das Material der Positionsartillerie, welches gemäß Art. 166, Ziff. 3 der Militärorganisation in die direkte Verwaltung des Bundes überzugehen hat.

261 T) a. Oberfeldarzt Fr.

b. Sekretär ,, c. Büreauaushilfe ,, d. Büreaukosten ,, e . Reisekosten .

.

.

.

.

.

,, f. Inventaranschaffungen .

.

.

.

. ,, g. Büreauentschädigung an die Divisionsärzte .

,,

6,000 3,200 3,000 1,000 500 300 2,000

Fr. 16,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 11,200. -- ,, 13,499. 26

Ad e. Was die Büreauaushilfe anbetrifft, so verweisen wir auf die einläßlichen Auseinandersezungen des Oberfeldarztes, welche bei den Akten liegen. Der Oberfeldarzt verlangt für 1878 eine Summe von Fr. 7000, d. h. für den Sekretär Fr. 3200, für die Entschädigung eines ärztlichen Büreaugehüfen Fr. 1800, für Kopisten Fr. 2000.

Es kann den vom Chef des Sanitätswesens angebrachten Gründen eine gewisse Berechtigung nicht abgesprochen werden, namentlich ·was die Wünschbarkeit einer technischen Aushilfe anbetrifft. Wir wünschen seinem Begehren soweit Rechnung zu tragen als uns dies mit unsern momentanen Finanzverhältnissen verträglich erscheint und möchten es näherer Untersuchung vorbehalten, in welcher Weise die Büreauaushilfe bestellt werden soll. In diesem Sinne beantragen wir, einen Posten von Fr. 3000 aufzunehmen.

Ad g. Was nun die beantragte Entschädigung von Fr. 250 für jeden Divisionsarzt anbelangt, so erscheint uns eine solche im Prinzipe nicht ungerechtfertigt, indem zugestanden werden muß, daß die Funktionen der Divisionsärzte vor und nach der sanitarischen Untersuchung über diejenigen der Controlführer anderer Waffengattungen hinausgehen, ohne daß die Divisionsärzte hiefür in anderer Weise entschädigt würden. Wir nehmen daher einen entsprechenden Posten von 8 X Fr. 250 = Fr. 2000 auf.

S) a.

b.

c.

d.

Oberpferdearzt Sekretär Büreaukosten Reisekosten .

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Fr.

,, .

,, . ,,

5,000 2,500 500 1,000

Fr. 9,000

B. 1877 Fr. 7800 R. 1876 ,, 8800

262 Die Erhöhung des Gesammtansazes gegenüber dem Vorjahre rührt her : 1) von der Anstellung des nach Bundesgesez vom 16. Brachmonat 1877 vorgesehenen Sekretärs mit Fr. 2500; 2) von der Aufnahme eines Postens für Büreaukosten, welche gegenüber dem Vorjahre durch Wegfall der Büreauaushilfe auf Fr. 500 herabgesezt wurde.

9) Oberkriegskommissariat : a. Oberkriegskommissariat in Bern: 1 ) Oberkriegskommissär .

.

.

. F r . 7,000 2) Chef des Correspondenzbüreau (Stellvertreter des Oberkriegskommiseärs) .

. ,, 4,000 3) Chef des Revisionsbüreau .

.

. ,, 4,000 4) Buchhalter ,, 3,800 5) Registratur ,, 3,400 6) Revisoren (2 à Fr. 3600, 3 à Fr. 3000) .. ,, 16,200' 7) Drukschriftenverwalter ,, 3,200 8) Kanzlisten (l à Fr. 2300, 4 à Fr. 2200) ,, 11,100 9) Magazinier ,,1,800 b. Kriegskomrnissariat in Thun: 1) Kriegskommissär (s. Verwaltungstruppen) 2) Kanzlisten (l à Fr. 2300, l à Fr. 2200) = 3) Kasernen- und Liegenschaftsverwalter .

c . Inventaranschaffungen .

.

.

.

.

,, ,, ,, .

-- 4,500 2,200 300

Fr. 61,500 B. 1877 Fr. 61,100 N. Fr. 3517 R. 1876 Fr. 61,001 Die Klassifikation des Personals ist nach Bundesgesez vom 16. Brachmonat 1877 vorgenommen, wonach der Registratur als besonderer Beamter des Oberkriegskommissariats flgurirt und die Besoldung des Kriegskommissärs in Thun unter dem Titel ,,Instruktionspersonal für Verwaltungstruppen"' erscheint.

Die Erhöhung des Ansazes gegenüber dem Vorjahr rührt von einigen innerhalb der Schranken des Gesezes vorgeschlageneu Besoldungserhöhungen her, hauptsächlich aber von dem Ersaz des Registrators als früherer Kanzlist.

O

2(53 Ad e. Die Aufnahme des Postens ist durch die Bemerkung der stand eräthlichen Geschäftsprüfungskommission für 1876 veranlaßt, wonach literarische Anschaffungen, Werke, Zeitschriften, Zeitungen des Oberkriegskommissariats nicht mehr auf den Schulrechnungen, sondern auf den bezüglichen speziellen Krediten verrechnet werden sollen. Da die Kommission die Notwendigkeit solcher Anschaffungen anerkannt hat und das Oberkriegskommissariat einer eigenen Sammlung von Fachliteratur unumgänglich bedarf, ein spezieller Büdgetposten aber nicht vorhanden ist, so bleibt nichts Anderes übrig, als ihm einen jährlichen Kredit zu eröffnen, den wir pro 1878 auf Fr. 300 ansezen, indem seit längerer Zeit die Anschaffungen unterblieben sind und sich früher überhaupt meist auf politische Zeitungen beschränkt haben, während die Fachliteratur, namentlich die wirthschaftliche und kommerzielle, gänzlich fehlt.

10) a. Oberauditor b. Militärjustiz .

.

.

. .

.

.

Fr.

1,000 ,, 10,000

.

Fr. 11,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 11,000 ,, 500

11) Oberst-Divisionäre.

  1. Blireaukosten Fr. 1800 per Kreis .

.

. Fr. 14,400 b. 8 Pferderationen und Wartungsgebühr (für effektiv gehaltene Reitpferde) .

.

.

,, 8,906 c. Inspektionen der Infanterie «des Auszugs .

,, 10,000 Fr. 33,306 B. 1877 R. 1876

Fr. 29,656. -- ,, 28,719. 50

1 2 ) Inspektionen d e s Materiellen .

.

B. 1877 Fr. 10,000. -- R. 1876 ,, 967. 40

.

.

F r . 10,000

Da die Durchführung der Dislokation des Kriegsmaterials in die Divisionskreise im Vorjahre noch nicht vollzogen werden konnte, so wurde der Kredit nicht verwendet. Die Vornahme der Inspektionen durch die Korpschefs wird voraussichtlich im Jahr 1878 beginnen.

264

13) Waffenkontrole der Infanterie.

  1. 9 Kreiskontroleure, à Fr. 3000 b. Reisekosten, à Fr. 1000 c. Instrumente u. s. w. .

.

,

.

.

.

. Fr. 27,000 ,, 9,000 ,, 500 Fr. 36,500

B. 1877 Fr. 36,500. -- R. 1876 ,, 39,496. 80 Wie im Vorjahre.

14) Munitionskontrole.

  1. Chef der Kontrole Fr. 3,500 b. 3 Kontroleure, 1 à 2800, 1 à 2400, 1 à 2300 ,, 7,500 c. Abwart und Kontrolgehilfe 1,000 d . Reisekosten .

.

.

.

.

.

. n 1,500 e. Buréaubedurfnisse 850 fl f. Inventaranschaffungen und Unterhalt der Instrumente .

.

.

.

.

.

. f l 8 0 0 g. Untersuchung des Artilleriepulvers und Chemikalien ,, 6 0 0 Fr. 15,750 B. 1877 Fr. 16,450. -- R. 1876 ,, 19,699. 57 Ad a und b. Die Besoldung des Chefs der Munitionskontrole -wurde infolge Neubesezung der Stelle reduzirt. Dagegen beantragen wir eine mäßige Erhöhung der Besoldungen des 2. und 3. Koutroleurs.

Ad d und g. Die Reduktion des Postens um Fr. 500 gegenüber dem Vorjahre ist eine Folge der Aenderung der Untersuchungsweise des Artilleriepulvers. Diese leztere bedingt dagegen für Beschaffung der Geschoße, Unterhalt der Apparate und Geschüzbedienung, sowie für Ergänzung der Chemikalien eine jährliche Ausgabe von zirka Fr. 600.

15) Munitionsdepot.

  1. Verwalter Fr. 3,400 b . Magazinier .

.

.

.

.

.

.

^ 2,600 c. Aushilfspersonal für Magazine und Bureau .

,, 3,500 d . Buréaubedurfnisse .

.

.

.

.

. 900 e. Transportkosten ,, 21,900 f. Provision an die Pulververkäufer .

. ,, 30,000 Fr. 62,300 B. 1877 Fr. 30,880. -- R. 1876 ,, 27,863. 52

265 Ad a, b und c. Der Geschäftsumfang des eidg. Munitionsdepot in Thun hat derart zugenommen, daß eine Vermehrung des Aushilfspersonals nothwendig wird, wenn Verzögerungen in den Speditionen vermieden werden sollen, so daß eine mäßige Aufbesserung der Gehalte gerechtfertigt erscheint.

Ad e. Die in der Verordnung über den regelmäßigen Umsaz der Munition vom 20. März 1876 vorgesehene Vergütung an die Kantone für Verpakung und Transportkosten mußte um 10 Rp.

per Kistchen erhöht werden. Die genaue Berechnung dieser Kosten ·erfordert obigen ·iot- Ansaz.

Ad f. Mit Beschluß vom 26. Januar 1877 ist die Bezahlung der Provision (Fr. 2. 50 per Mille), welche früher durch das Laboratorium bestritten wurde, dem Munitionsdepot überbunden worden.

Der Posten bildet somit keine Mehrausgabe, sondern eine Ueberiragung.

B. I n s t r u k t i o n s p e r s o n a l .

  1. Infanterie.
    1. Oberinstruktor Fr.

7,500. -- b. l Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd .

.

,, 1,113. 25 c. Sekretär ,, 2,200. -- d. 8 Kreisinstruktoren, à Fr. 6000 .

.

,, 48,000. -- e. 8 Pferderationen und Wartungsgebühr für je l effektiv gehaltenes Pferd .

,, 8,906. -- f. 18 Instruktoren I. Klasse, durchschnittlich à Fr. 4200 ,, 75,600. -- g. Pferderation und Wartungsgebühr für 8 Stellvertreter der Kreisinstruktoren während je 240 Tagen für je ein effektiv gehaltenes Pferd ,, 5,856. -- h. 80 Instruktoren II. Klasse, durchschnittlich à Fr. 2700 ,, 216,000. i. 8 Trompeterinstruktoren, à Fr. 2250 .

,, 18,000. -- Uebertrag Fr. 383,175. 25

266

Uebertrag Fr. 383,175. 25 k. 8 Tambourinstruktoren, à Fr. 1900 . ,, 15,200. -- 1. 1) Schießinstruktor ,, 5,000. -- 2) Pferderation und Wartungsgebühr für ein effektiv gehaltenes Pferd während 240 Tagen ,, 732. -- 3) 2 Gehilfen: I. Gehilfe ,, 3,600. -- II. ,, .

.

.

.

.

.

3,000. 4) Zeiger und Hilfspersonal ,, 2,000. -- m. Reiseentschädigung .

.

.

.

,, 10,000. -- Fr. 422,707. 25 B. 1877 Fr. 409,670. -- R. 1876 ,, 412,799. 75 Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr rührt einzig von dem in Anwendung kommenden Bundesbeschluß vom 8. Brachmonat 1877 her. (Amtl. Sammlung neue Folge III, 157.)

2) Kavallerie.

  1. Oberinstruktor Fr.

6,000. -- b. 2 Pferderationen und Wartungsgebühr für 2 effektiv gehaltene Pferde (wovon 1 für 240 Tage) ,, 1,845. 25 c. 4 Instruktoren I. Klasse, durchschnittlich à Fr. 4300 ,, 17,200. -- 8 Pferderationen und Wartungsgebühr (wovon 4 für 240 Tage) für effektiv gehaltene Pferde ,, 7,381. -- d. 12 Instruktoren II. Klasse, durchschnittlich à Fr. 3400 ,, 40,800. -- 24 Pferderationen und Wartungsgebühr (wovon 12 für 240 Tage) für effektiv gehaltene Pferde ,, 22,143. -- e. 2 Trompeterinstruktoren, à Fr. 2600 .

,, 5,200. -- 2 Pferderationen und Wartungsgebühr für je l effektiv gehaltenes Pferd . ,, 2,226. 50 f. Reiseentschädigung .

.

.

.

,, 3,200. -- g. Bildung von Instruktoren .

.

.

,, 2,000. -- Fr. 107,995. 75 B. 1877 Fr. 103,252. R. 1876 ,, 88,158. 45

267

3) Artillerie.

  1. OberinsÈruktor Fr.

2 Pferderationen und Wartungsgebühr (wovon \ für 240 Tage) für 2 effektiv gehaltene Pferde ,, b. Sekretär ,, c. Büreaukosten fl d. 4 Instruktoren I. Klasse, durchschnittlich à Fr. 4300 ,, 4 Pferderationen und Wartungsgebühr für je l effektiv gehaltenes Pferd .

,, e. 15 Instruktoren II. Klasse, durchschnittlich à Fr. 3400 ,, 15 Pferderationen und Wartungsgebühr für je l effektiv gehaltenes Pferd .

,, f. 20 Hilfs- und Trompeterin Strukturen, durchschnittlich à Fr. 2200 ,, g. Bildung von Instruktoren .

.

. ,, h. Reiseentschädigung ,,

7,000. -- 1,845. 25 2,600. -500. -- 17,200. -- 4,453. -- 51,000. -- 16,708. 75 44,000. -- 3,000. -- 5,000. --.

Fr. 153,307. -- B. 1877 R. 1876

Fr. 156,309. -- ,, 147,671. 35

Ad f. Da nach Bundesbeschluß vom 8. Brachmonat 1877 die Hilfsinstruktoren zu keinen Pferderationen mehr berechtigt sind und für die Dauer ihres Dienstes in den betreffenden Rekrutenschulen beritten gemacht werden, so ist in der Rubrik ,,Unterricht"' darauf Rüksicht genommen worden.

Ad e. Die Vermehrung der Instruktoren II. Klasse um l Mann liegt in dem Umstände, daß laut bestehendem Vertrag zwischen der Eidgenossenschaft und dem Kanton Bern zur Sicherung der Umgegend des Schießplazes in Thun auf dem dortigen Waffenplaz ein besonderer Schießoffizier aufgestellt werden muß. Dieser Schießoffizier, dessen Anstellung kontraktlich gefordert ist, kann nun aber nicht dem ohnedies knapp zugemessenen Bestände des Instruktionspersonals entnommen werden. Es erscheint daher am zwekmäßigsten, den Sehießoffizier als Instruktor anzustellen und ihn dann aber speziell mit der Ueberwachung der Sicherheitsmaßrcgeln für die Schießübungen auf dem Waffenplaze Thun zu betrauen.

Dieser Schießoffizier könnte sich nebenbei noch in anderer Richtung

268 mannigfach nüzlich ^machen und eventuell bei der Instruktion aushelfen. Diese Art, zu einem Schießoffizier zu gelangen, ist aber nur dann möglich, wenn die Zahl der Instruktoren II. Klasse um.

diesen Offizier erhöht wird.

4) Genie.

  1. Oberinstruktor Fr. 6,000. -- Pferderation und Wartungsgebühr für l effektiv gehaltenes Pferd ,, 1,113. 25 b. 2 Instruktoren I. Klasse, durchschnittlich à Fr. 4300 ,, 8,600. -- c. 4 Instruktoren II. Klasse, durchschnittlich à Fr. 3200 ,, 12,800. -- d. 3 Hilfsinstruktoren, durchschnittlich à Fr. 2500 ,, 7,500. -- c. Reiseentschädigung .

.

.

.

,, 1,200. -- Fr. 37,213. 25 B. 1877 R. 1876

Fr. 37,331. -- ,, 26,644. 30

5) Sanität.

  1. Oberinstruktor b. 3 Instruktoren I. Klasse, durchschnittlich à Fr. 4000 c. 5 Instruktoren II. Klasse, durchschnittlich à Fr. 2500 d. Reiseentsehädigung

Fr.

5,500

,, 12,000 ,, 12,500 ,, 1,330 Fr. 31,330-

B. 1877 R. 1876

Fr. 29,830. -- ,, 22,475. 01

Der Oberfeldarzt macht aufmerksam, daß die Vermehrung der Sanitätsrekruten gegenüber dem Vorjahre, welche bis zur Kompletirung des Sanitätskorps fortbestehen wird, eine Verstärkung des Instruktionspersonals zur Folge haben müsse. Er stellt daher das Begehren, die Zahl der Instruktoren I. Klasse auf 4 und diejenige der Instruktoren II. Klasse, sowie der Hilfsinstruktoren auf je 8 zu erhöhen.

Wir tragen Bedenken, das ständige Instruktionspersonal in dem geforderten Maße zu vermehren, wenn wir auch zugeben wollen, daß die zur Kompletirung des Korps außerordentlich starke

269 Rekrutenzahl der nächsten 3 Jahre vermehrte Lehrkräfte erheischt.

Wir wünschen vielmehr, diese Kräfte aus den Korpsoffizieren und den Unteroffizierscadres in vorübergehender Weise zu gewinnen und auf Rechnung der betreffenden Schulen zu besolden.

6. Verwaltung.

  1. Oberinstruktor (Kriegskommissär in Thun) . Fr. 5,500 b. l Instruktor I. Klasse 4,000 c. l ,, II. ,, . . . . . . 3,000 d . Reisevergütung .

.

.

.

.

.

,, 300 Fr. 12,800 Durch das Bundesgesez vom 16. Brachmonat 1877 haben Sie die Errichtung eines ständigen Instruktionspersonals für die Verwaltungstruppen beschlossen. Außer der im Kriegskommissär in Thun bereits bestehenden Stelle eines Oberinstruktors sehen wir für einmal nur 2 Stellen vor, nämlich diejenigen eines Instruktors I. Klasse und eines solchen II. Klasse. Wir sezen für dieselben, um tüchtige Lehrer erhalten zu können, die mittlern Besoldungsansäze fest. Da die Verwaltungskurse meistentbeils in Thun stattfinden, so glauben wir mit einer Reisevergütung von durchschnittlich Fr. 100 per Instruktor auszukommen.

Das weitere erforderliche Instruktionspersonal für den taktischen, infanteristischen, technischen (Barraken- und Ofen-bau) und den Reitunterricht ist in den Einheitspreisen der betreffenden Unterrichtskurse vorgesehen. Mit der Herbeiziehung besonderer Instruktoren für diese Fächer wird man sich behelfen müssen, bis man über die Erweiterung des ständigen Instruktionspersonals für den gesammten Unterricht der Verwaltungstruppen weitere Erfahrungen gesammelt hat.

C. U n t e r r i c h t .

  1. Aushebung Fr. 59,068 B. 1877 Fr. 75,000. -- R. 1876 ,, 64,922. 08 Unter Hinweis auf unsere Botschaft über die Herstellung des finanziellen Gleichgewichts, in der Bundesverwaltung wird die Frühlingsaushebung fallen gelassen, resp. beschränkt auf die Sizungen der Rekurskommission. Diese leztern werden nach Ablauf des zweimonatlichen Rekurstermines, d. h. im Januar abgehalten. In mehreren Divisionskreisen wird voraussichtlich ein Besammlungstag genügen. Im Interesse der Rekurrenten ist derselbe in den Divisions.-

270

kreis der Rekurrenten zu verlegen und nicht in den Divisionskreis, dessen Unlersuchungskommission als Rekurskommission fungirt. Nach Maßgabe der bisherigen Erfahrungen glauben wir mit dem verlangten Kredite auszukommen.

2. R ek r u t e n s c h u l e n.

  1. Infanterie.

9562 Mann à Fr. 2. 70 X 48 Tage .

. Fr. 1,239,235. -- B. 1877 Fr. 1,216,037. -- N. Fr. 5,200. 55 R. 1876 Fr. 1,395,115. 43 Wie Sie der Botschaft vom 2. Brachmonat 1877 betreffend ·die Herstellung des finanziellen Gleichgewichts in der Bundesverwaltung entnehmen wollen, wird dem Budget die Zahl von 13,500 Rekruten zu Grunde gelegt. Je mehr die Kompletirung der Korps der Spezialwaffen fortschreitet, was namentlich bei der Artillerie der Fall ist, desto größer wird die Zahl der Infanterierekruten, welche erst dann die normale Höhe erreicht haben wird, wenn einmal sämmtliche Korps vollzählig sind.

Zur Bemessung des Einheitspreises stehen uns die Zahlen der Staatsrechnung vom Jahr 1876 /u Gebote, auf welche gestüzt unser Oberkriegskommissariat statistische Zusammenstellungen ausgearbeitet hat. Nach denselben erreichten die täglichen Kosten eines Infanterierekruten Fr. 2. 83, zu welchen infolge Erhöhung des Munitionspreises noch circa 5 Rp. per Mann und per Tag hinzukommen.

Wenn wir gleichwohl den bisherigen Ansaz von Fr. 2. 70 per Rekrut beibehalten, so geschieht dies in der Voraussezung, daß die von Ihnen seinerzeit beschlossene Zulage von 10 Rp. zu der früher üblichen Salz- und Gemüsevergütung von 10 Rp. inskünftig wieder wegzufallen habe, und zwar aus den in der oben genannten Botschaft dargelegten Gründen.

Die Mehrkosten, welche durch Erhöhung des Munitionspreises dem Unterricht erwachsen, beabsichtigen wir durch Modifikation in der Cadres-Stellung zu den Rekrutenschulen zu kompensiren.

b. Kavallerie, 450 Mann.

  1. Dragoner.

.370 Mann à Fr. 8 X 64 Tage .

.

. F r . 189,440 --

271

2. Guiden.

80 Mann à Fr. 8. 85 X 64 Tage

.

. Fr.

45,312. --

Fr. 234,752. -- B. 1877 Fr. 230,400. -- N. Fr. 49. 90 R. 1876 Fr. 197,643. 48 Der Einheitspreis bei den Dragonern erleidet gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung, dagegen hat sich herausgestellt, daß derselbe für die Guiden nicht ausreicht. Die Gründe sind darin zu suchen, daß 1) die Unteroffiziers-Cadres der Guiden erst mit dem Wachtmeistergrad beginnen; 2) in der Guidenschule alle drei Landessprachen vertreten sind, so daß zwei Schulkompagnien forrnirt werden müssen, was selbstverständlich ein zahlreicheres Unteroffiziers-Cadres bedingt.

c. A r t i l l e r i e .

  1. Feldartillerie.

1286 Mann, à Fr. 5. 57 X 58 Tage = .

2) Armeetrain.

215 Mann für die Trainbataillone, 115 ,, für den Linien train, 330 Mann, à Fr. 6. 25 X 45ä Tage = Pferdemiethe 3) Positionsartillerie.

154 Mann, à Fr. 5. 86 X 58 Tage 4) Feuerwerker.

40 Mann, à Fr. 2. 50 X 45 Tage

. F r . 415,455. 16

.

.

,, 92,812. 50 ,, 139,734. --

.

.

,,

52,341. 52

.

,,

4,500. --

Fr. 704,843. 18 B. 1877 Fr. 988,197. -- N. Fr. 8,577. 40 R. 1876 Fr. 1,079,608. 24 Die Erhöhung des Munitionspreises, welche namentlich bei der Positionsartillerie von Belang ist, sowie der Umstand, daß die Reduktion der Cadres nicht im gleichen Verhältniß wie diejenige der Rekruten durchgeführt werden kann, nöthigen uns, die Einheitspreise zu erhöhen. Was den Cadresbestand anbelangt, so ist zu Bundesblatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

20

272 bemerken, daß derselbe nicht einzig nach dem Bedarf der Schulen zu bemessen ist, sondern auch nach den gesezlichen Bestimmungen über die Instruktion, welche Offiziere und Unteroffiziere zu bestehen haben, gemäß welchen bei jeder Beförderung der Betreffende eine Rekrutenschule durchzumachen hat, nicht bloß zur Formirung der Cadres derselben, sondern zu seiner eigenen Ausbildung für und in dem neuen Grade.

Wie bei der Infanterie und Kavallerie, so haben wir auch hier 10 Rp. Ordinärezulage am Einheitspreise in Abzug gebracht. Einzig bei den Feuerwerkern wurde dies unterlassen, indem bei der geringen Rekrutenzahl die Kosten der Cadres diesen Betrag jedenfalls aufwiegen werden.

Der Pferdebestand berechnet sich nach Maßgabe der zu instruirenden Cadres- und Trainmannschaft.

Im Jahre 1878 werden 744 Trainrekruten der Feldartillerie und 330 Rekruten des Armeetrain zur Instruktion gelangen.

Die 744 Trainrekruten der Feldartillerie sind in 6 Rekrutenschulen mit je 124 Mann zu instruiren, dazu kommen per Schule wenigstens . 35 ,, Cadres, so daß die Zahl der Reitschüler 159 Mann per Schule beträgt. Für die erste Hälfte der Schule sind zu rechnen 2 Pferde auf 3 Reitschüler = 106 Pferde, wozu noch 10 ,, der Offiziere und Hilfsinstruktoren hinzukommen.

Total der Pferde der ersten Hälfte der Schule für die ganze Dauer 116 Pferde.

In der zweiten Hälfte fahren 124 Trainsoldaten, für welche das Verhältniß der Pferde zur Mannschaft = 4 : 3 angesezt werden muß = 165 Pferde, hiezu 28 ,, für Cadres, oder Total 193 Pferde, wovon bereits 116 vorhanden sind, so daß in der zweiten Hälfte noch 77 Pferde eingeoniethet werden müssen.

Erfahrungsgemäß reduzirea sich die Miethpreise im Verhältniß der Vermehrung der Anzahl Diensttage. Für Pferde, welche eine ganze Rekrutenschule durchmachen, sezen wir ein Miethgeld von täglich Fr. 2 aus, dagegen ein solches von Fr. 2. 50 für solche Pferde, die nur für die zweite Hälfte einer Schule e i n g e m i e t h e t werden. Die Pferdemiethe für eine F e l d a r t i l l e r i e s c h u l e wird sich daher belaufen:

273

116 Pferde à 56 Tage = 6496 X Fr. 2. -- = 12,992 77 ,, à 28 ,, = 2156 X ,, 2. 50 = 5,390 Total 8652 Tage zu Fr. 18,382 oder für 6 Schulen . . . . 51,912 Tage zu Fr. 110,292 , Die Rekruten des Armeetrains werden in 4 Schulen instruirt, und zwar mit Inbegriff der Cadres in einem Bestände von 103 Mann. In der ersten Hälfte einer Schule sind zu rechnen auf 7 Schüler 4 Pferde = 59 Pferde, wozu noch 8 ,, der Offiziere und Hilfsinstruktoren hinzukommen.

Total 67 Pferde.

à 42 Tage = 2814 Tage oder für 4 Schulen = . . . 11256 ,, à Fr. 2 == 22,512 Für die zweite Hälfte der Schule ist der Pferdebestand um die Hälfte zu erhöhen mit 33 Pferden.

33 Pferde à 21 Tage = 693 Tage oder für 4 Schulen = 2772 ,, à Fr. 2. 50 = 6,930 Die Kosten der Pferdemiethe betragen somit für die Rekrutenschulen mit 65,940 Tagen die Summe von Fr. 139,734, was ein durchschnittliches tägliches Miethgeld von Fr. 2. 12 darstellt.

d. Genie.

764 Mann, und zwar 412 Sappeure und Infanterie-Pionnière, 189 Pontonniere, 163 Pionnière, zusammen 764 Mann à Fr. 4 X 53 Tage Fr. 161,968 B. 1877 Fr. 167,507. -- R. 1876 ,, 117,573. 51 Die Ergebnisse der Staatsrechnung weisen duktion des Einheitspreises auf Fr. 4 zuläßig Umstand herbeigeführt wird, daß infolge der struktionspläze das Instruktionsmaterial besser kann.

nach, daß eine Reist und dureh den nunmehr festen luausgenuzt werden

274

e. S a n i t ä t s t r u p p e n .

841 Mann à Fr. 2. 30 X 52 Tage . . . . Fr. 100,584 B. 1877 Fr. 77,740. -- R. 1876 ,, 54,711. 81 Der Einheitspreis wird gegenüber dem Vorjahre nicht reduzirt, d. h. es wird der Wegfall der Ordinärezulage von 10 Rp. nicht in Rechnung gebracht, weil infolge der bedeutenden Vermehrung der Rekruten eine Verstärkung des Instruktionspersonals durch zuzuziehende Hilfsinstruktoren erforderlich ist, welch' leztere aus dem Schulkredit zu besolden sind.

f. V e r w a l t u n g s t r u p p e n .

73 Mann à Fr. 4 X 48 Tage . . . . Fr.

B. 1877 Fr. 24,768. -- R. 1876 ,, 22,475. 01

14,016. --

Obschon die täglichen Kosten im Jahre 1876 wesentlich unter obigem Ansaz blieben und die Besoldungen dreier Instruktoren überdies wegfallen, reduziren wir dennoch den Einheitspreis nicht, indem das Instruktionsmaterial nicht nach dem Verhältniß der Rekruten vermindert werden kann, so daß sich der Einheitspreis auf dem Titel ,,Instruktionsbedürfnisse" wesentlich steigert. Die Schule ist zudem eine gemischte und der Cadresbestand daher nach den Landessprachen zu bemessen, was eine etwelche Vermehrung desselben und somit eine Erhöhung der täglichen Kosten zur Folge hat.

3. W i e d e r h o l u n g s k u r s e .

Zu den Wiederholungskursen sind von den effektiven Beständen der Korps des Auszugs sämmtliche Offiziere, die Unteroffiziere der 10 und die Soldaten der 8 ersten Jahrgänge und überdies diejenigen Unteroffiziere und Soldaten einzuberufen, welche weniger als die für 10, beziehungsweise 8 Dienstjahre vorgeschriebenen Uebungen gemacht haben (Artikel 82 der Militärorganisation). Dagegen haben wir aus Sparsamkeitsrüksichten, von dem bisherigen Verfahren abweichend, grundsäzlich bei allen Waffen davon Umgang genommen, auch die Rekruten im nämlichen Jahre, in welchem sie ihre Instruktion als solche erhalten, zu den Wiederholungskursen oder zu den Schießübungen einzuberufen.

275 Um eine einheitliche Basis zu einer möglichst zuverläßigen Berechnung des Budget zu gewinnen, hat unser Militärdepartement von den Kantonen die Kontroistärke der Korps auf 15. Februar 1877 einverlangt. Esofand sich dasselbe hiezu veranlaßt, weil die Angaben, welche die Divisionäre über die Stärke ihrer Divisionen eingereicht hatten (vide Geschäftsbericht 1876), nicht auf absolute Richtigkeit Anspruch machen konnten, indem sich herausstellte, daß die Mutationen in den einzelnen Korps den Kontroiführern bisher nicht pünktlich zugestellt worden sind.

Mit Rüksicht auf die übereinstimmenden Berichte der Kommandanten der diesjährigen Schulen, welche die Einberufung sämmtlieher Unteroffiziere dringend verlangen, stellen wir den Antrag, von der im Art. 83 des Gesezes gegebenen Befugniß in der Weise Gebrauch zu machen, alle diejenigen Unteroffiziere und übrigen Pflichtigen zu den Wiederholungskursen einzuberufen, welche Grade oder Stellen bekleiden, die nicht in einer Mehrzahl bei den Truppeneinheiten sich vorfinden, wie z. B. die Feldweibel, die Fouriere und bei der Artillerie die Wachtmeister.

Der Ersaz jener Unteroffiziere durch jüngere Chargirte oder gar durch Soldaten ist nämlich nicht zureichend, weil diesen leztern die nöthige Vorbildung abgeht. Zudem dürfen die ältesten und besten Unteroffiziere, welche im Ernstfalle wichtige Stellen einzunehmen haben, nicht ohne Uebung bleiben, und endlich können gewisse Grade gar nicht ersezt werden, namentlich die Fouriere, da bei der Truppeneinheit kein zweiter Unteroffizier eine Fourierschule durchgemacht hat. Nicht weniger wünschenswerth ist die Anwesenheit des gesammten Spieles, sowie der Arbeiter, wenn der betreffende Dienst nicht ·leiden soll.

die die die die

  1. I n f a n t e r i e .

Zu den Wiederholungskursen des Jahres 1878 kommen: 1. Zur Divisionsübung II. Division .

.

.

.

.

.

. 1 3 Bataillone.

2. Zu Brigadeübungen III. Division .

13 ,, 3. Zu Regimentsübungen VI. Division 13 ,, 4. Zu Bataillonsübungen Vili. Division 13 ,, zusammen

52 Bataillone.

276

Auf den Kontrolen zählten diese 4 Divisionen auf 15. Februar 1877 : II. Division 11,553 Mann DI.

,, 9,600 ,,

VI.

vm.

,,

,,

.

.

.

.

\

. 11,828

,,

13,025 ,,

Total 46,006 Mann Laut den von den Kantonen gemachten Angaben ist die Stärke des auf Ende 1877 zur Landwehr übertretenden Jahrganges, unter Hinzurechnung von 1,9 u /o Abgang bei den übrigen Jahrgängen .

.

. 4,674 ,, bleiben . 41,332 Mann Hiezu die Rekruten von 1877 ca.

4,132 ,, 45,464 Mann Davon gehen ab : Train, Pionnière und Träger der VI. und VIII. Division, welche den Wiederholungskurs mit den Truppen ihrer Waffe bestehen werden .

.

.

.

worunter Offiziere c a .

Unteroffiziere

.

.

.

.

bleiben Soldaten, 12 Jahrgänge oder per Jahrgang .

.

.

bleiben . 1300 . 5772

.

.


.

.

.

.

547 ,, 44,917 Mann

7 fl79

')U'^

-n

. 37,845 Mann 3,154 ,,

8 Jahrgänge = Offiziere Unteroffiziere, 10 Jahrgänge .

25,232 Mann, 1,300 ,, .

.

. 5,136 ,, 31,668 Mann.

Davon werden aus verschiedenen Gründen nicht einrüken 12 °/o = 3,800 ,, und es kommen daher in die Wiederholungskurse 27,868 Mann oder p e r Bataillon .

.

.

.

.

.

536 ,, 27,868 Mann, à Fr. 2. 65 X 181/* Tag .

B. 1877 Fr. 1,218,064. -- N. Fr. 3,289. 22 R. 1876 Fr. 1,298,535. 40

. Fr. 1,347,729

277

Aus den für das Jahr 1876 gemachten Erhebungen ergibt sich, daß der Einheitspreis von Fr. 2. 60 nicht ausreicht, und zwar namentlich aus dem Grunde, weil die Cadres in einem ziemlich starken Verhältniß gegenüber dem Mannschaftsbestande einrüken.

Wir unterließen es daher, hier den Wegfall der Ordinärezulage von 10 Rp. in Abrechnung zu bringen und erhöhen überdies den Ansaz um 5 Rp. als Folge des höhern Munitionspreises.

b. K a v a l l e r i e .

Die Kosten der Wiederholungskurse der Kavallerie, an welch' leztern nach Gesez alle 10 Jahrgänge theilzunehmen haben, werden bis zum Zeitpunkte der Kompletirung der Truppeneinheiten alljährlich zunehmen.

Der Berechnung der Stärke der Dragonerregimenter wird der von den Kantonen mitgetheilte Kontroibestand auf 15. Februar 1877 zu Grunde gelegt mit 2164 Mann, hiezu Stäbe, Wärter und Train .

.

.

80 ,, Total 2244 Mann.

Hievon ab die auf Ende 1877 in die Landwehr Uebertretenden (incl. 1,9 °/o Abgang bei den übrigen Jahrgängen) 289 ,, bleiben

. 2092 Mann

Dagegen kommen hinzu : die Rekruten von 1877 mit

152 ,, . 2381 Mann Ca. 3% mit 71 ,, werden aus verschiedenen Gründen nicht einrüken, e s kommen somit i n Dienst .

.

.

.

. 2310 Mann oder p e r Regiment .

.

.

.

.

.

.

286 ,, Die Kontroistärke der Guidenkompagnien beträgt 376 Mann hievon ab die auf Ende 1877 in die Landwehr übertretende Mannschaft m i t .

.

.

.

.

.

8 ,, Total

bleiben hiezu die Rekruten von 1877

368 Mann ·68 ,,

Total 436 Mann circa 3 ° / o m i t . . . . . . . .

13 ,, werden aus verschiedenen Gründen nicht einrüken, u n d e s kommen somit i n Dienst .

.

.

. 4 2 3 Mann oder p e r Kompagnie .

.

.

.

.

.

35 ,,

278 Dragoner : 8 Regimenter à 286 Mann X 15 Tage X Fr. 7. 30 = 240,536 Guiden: 12 Kompagnien à 35 Mann X 15 Tage X Fr. 7. 40 = 46,620 Fr. 287,156 B. 1877 Fr. 287,442. -- N. Tr. 132. 70 R. 1876 Fr. 255,157. 47 c. A r t i l l e r i e .

Nach den Mittheilungen der Kantone beträgt der Kontroibestand auf 15. Februar 1877 :

Artillerie.

Feldbatterien,

Gebirgsbatterien.

Parkkolonnen,

Trainbataillon e,

LinienTrain.

PositionsCompagniem

FeuerwerkerCompagnien.

Mann.

Mann.

Mann.

Mann.

Mann.

Mann.

Mann.

Kontroibestand anf 15. Februar 1877 .

Hievon treten auf Ende Jahres 1877 in die Landwehr (inclusive 1,9 °/o Abgang bei den Jüngern Jahrgängen) . . .

4643

bleiben hiezu die Kekruten von 1877, zirka . .

zusammen worunter Offiziere Unteroffiziere

400

946

822

216

538

356

34

61

47

14

32

4287 480

366 31

885 248

775 165

202 42

506 80

940

244

16 28 512

Bleiben Soldaten 12 Jahrgänge . . . . l 4255 Oder per Jahrgang l 354

1133

397

4767

176 336

60 96 156

44

29

40

353

977 81

12

832 70

232 41

19

104 40

586

144 2 12

28 68 108

106

96

14

490

130

8 Jahrgänge Offiziere Unteroffiziere, 10 Jahrgänge

2832 176 320

232 16 24

648 60 86

560 40 52

152 4 8

328 28 60

130 2 11

zusammen Davon werden aus verschiedenen Gründen nicht einrücken 6% l

3328

272

794

652

164

416

145

200

16

48

39

25

9

Und es treten daher in Dienst . . . . l oder per Truppeneinheit l

3128 130

256 128

746 94

613 153

391 98

136

155 78

280

In Betreff des Pferdedienstes haben wir zu bemerken, daß zur gehörigen Beschäftigung der Tramsoldaten und Uebung im Fahren, eine gewisse Zahl Zugpferde erforderlich ist und hiezu wenigstens je vier Pferde auf drei Mann, Gefreite und Soldaten, vorhanden sein müssen.

Nach obigem Bestände der Truppeneinheiten berechnet sich die Zahl der Dienstpferde: f ü r d i e Feldbatterie .

.

.

,, ,, Gebirgsbatterie .

.

,, ,, Parkkolonne .

.

.

,, das Trainbataillon . . . .

,, den Linientrain per Division.

24 Feldbatterien .

2 Gebirgsbatterien 8 Parkkolonnen .

4 Trainbataillone.

Linientrain der VI.

und Vin. Division

à à à à

a u f 8 4 Pferde, ,, 60 ,, ,, 8'i ,, ,, 196 ,, ^ 104 ,,

84 Pferde X 21 Tage 60 ,, X 21 ,, 86 ,, X 19 ,, 196 ,, X 17 ,,

à 208

,,

X17

,,


Total

42,336 Tage, 2,520 ,, 13,072 ,, 13,328 ,, 3,536

,,

74,792 Tage."

Die Einheitspreise der täglichen Kosten sind wegen der Vertheuerung der Munition bei der Feldartillerie etwas höher angesezt worden. Bei der Positionsartillerie dagegen kann mit Rüksicht auf die Erfahrungen des laufenden Jahres eine Reduktion von Fr. 1. 85 stattfinden.

Wenn dennoch die Gesammtkosten den leztjährigen Ansaz übersteigen, so liegt der Grund in der Zunahme der Truppenbestände, welche bis zum Zeitpunkt ihrer Vollständigkeit andauern wird.

Nach vorstehenden Auseinandersezungeu gestalten sich die Kosten der Artilleriewiederholungskurse wie folgt: 24 Feldbatterien à 130 Mann X Fr. 6. 77 X 21 Tage = Fr. 443,570 2 Gebirgsbatterien .

. à 128 ,, X ,, 5. 86 X 21 ,, . = ,, 31,503 8 Parkkolonnen à 94 ,, X ,, 5.90 X19 ,, = ,, 84,299 4 Trainbataillone à 153 Mann = 612 Mann, Linien trai n der VI. und VIII. Division 156 ,, Total

768 Mann.

281

à Fr. 6. 90 X 17 Tage = Fr. 90,086 Pferdemiethe 74,792 Tage à Fr. 2. 75 = .

.

. ,, 205,678 4 Positionskompagnien à 98 Mann X Fr. 5. 95 X 19 Tage ,, 44,316 l Feuerwerkerkompagnie à 136 Mann X Fr. 2. 25 X 19 Tage .

. ,, 5,814 Fr. 905,266 B. 1877 Fr. 722,473. -- N. Fr. 9,016. 31 R. 1876 Fr. 879,240. 04 d. Genie.

Laut dem Kontroibestand auf 15. Februar 1877 haben die Geniebataillone Nr. n, III, VI und VEI eine Stärke von 1134 Mann Infanteriepionniere der VI. und VIII. Division .

. 185 ,, zusammen 1319 Mann Davon gehen auf Ende 1877 in die Landwehr, incl. 1,9 °/o Abgang bei den Jüngern Jahrgängen . 127 ,, Hiezu die Rekruten von 1877

.

bleiben .

.

worunter Offiziere Unteroffiziere

. 1192 Mann 349 _

Total . 1541 Mann . 58 . 200 258

12 Jahrgänge Soldaten oder per Jahrgang 107 Mann.

8 Jahrgänge Offiziere .

.

.

.

Unteroffiziere, 10 Jahrgänge

1283 Mann 856 Mann 58 ,, 170 ,,

zusammen 1084 Mann hievon sind abzurechnen 12 °/o, welche aus verschiedenen Gründen nicht einrüken .

.

.

.

.

130 ,, _ Es werden demnach in Dienst kommen 954 Mann X 19 Tage X Fr. 3. 70 = .

B. 1877 Fr, 84,204. -- R. 1876 ,, 63,310. 61

954 Mann Fr. 67,066

282 e. S a n i t ä t .

  1. Operationskurse.

48 Offiziere à Fr. 16 X 16 Tage =

.

. F r . 12,288

b. Ambulancendienst.

5 Ambulancen à 25 Mann à Fr. 7 X IS'/a Tage = ,, 16,188 Fr. 28,476 Ad a. Gemäß Art. 128 der Militärorganisation sind sämmtliche Militärärzte während ihrer Dienstzeit zu wenigstens einem sanitarischen Wiederholungskurs (Operationskurs) verpflichtet. Bis jezt wurden bloß jährlich 2 solche Kurse zu je 16 Mann abgehalten.

Die dadurch gebotene Gelegenheit genügt auf die Dauer nicht mehr.

Bei der kurzen Zeit, während welcher die Sanitätsoffiziere infolge ihrer späten Brevetirung auszugspflichtig bleiben, sollten diese Kurse in der Regel spätestens im sechsten Jahr nach der Offizierbildungsschule stattfinden. Nun haben von den wiederholungskurspflichtigen Aerzten des Auszuges noch keinen solchen Kurs bestanden : vor 1871 Brevetirte . 6 im Jahr 1871 . . 23 ,, , 1872 ,, . . 23 Total 52, welche nothwendig so weit als möglich 1878 denselben bestehen sollten, und zwar in 3 Kursen, wovon 2 deutsche und l französischer.

Ad b. Wie im Vorjahre, so wird auch für 1878 die Zahl der zur Divisionsübung kommenden Ambulancen auf drei reduzirt. Da wir bezüglich des Einheitspreises noch keine Anhaltspunkte besizen, so finden wir uns vordei'hand nicht veranlaßt, eine Modifikation desselben eintreten zu lassen.

B. 1877 Fr. 23,817. -- R. 1876 ,, 7,560. 95 f. V e r w a l t u n gs t r u p p e n.

Seit dem Inkrafttreten der neuen Militärorganisation ist erst eine Verwaltungskompagnie, und zwar diejenige der V. Division, zum Wiederholungskurs beordert worden. Es ist daher an der Zeit, daß mit dem Turnus der ordentlichen Kurse begonnen wird, sonst geht die ganze Instruktion verloren. Damit der Unterricht

283

in rationeller Weise ertheilt und ein praktischer Dienstbetrieb ermöglicht werden kann, beabsichtigen wir den Unterricht der Verwaltungskompagnien, soweit möglich, mit den Uebungen zusammengesezter Korps zu verbinden. Obschon die Dauer des Wiederholungskurses gesezlich nicht genau bestimmt ist, so glauben wir dennoch nicht unter diejenige der Infanteriekurse gehen zu sollen und sezen hiefür, wie leztes Jahr, 181/2 Tag an.

Der Kontroibestand der 4 Kompagnien beziffert sich auf 180 Mann.

Den Einheitspreis müssen wir wesentlich erhöhen, indem das Instruktionsmaterial, selbst wenn die Kurse in Thun, wo Schulmaterial vorhanden ist, abgehalten würden, absolut unzureichend ist und ein technischer Instruktor überdies auf Rechnung der Kurse noch bezahlt werden muß.

180 Mann à Fr. 7 X IS'/a Tag = .

B. 1877 Fr. 2098. -- R. 1876 ,, --. --

.

. Fr. 23,310

g. Extrakosten für H e b u n g e n z u s a m m e n gesezter Truppenkörper .

. Fr. 138,196 Da zur Zeit der Aufstellung des Budget die Uebungen der zusammengesezten Truppenkörper noch in vollem Gange sind und wir somit über die Zulänglichkeit des für 1877 ausgesehen Kredits durchaus keine Angaben besizen, so müssen wir den leztjährigen Posten beibehalten und verweisen auf die bezügliche Begründung desselben. Dieser Posten ist zwar so knapp bemessen, daß, sollten sich die klimatischen Verhältnisse, sowie der Gesundheitszustand der Truppen ungünstig gestalten, er jedenfalls nicht ausreichen dürfte.

Die Vertheilung des Kredites auf die verschiedenen Uebungen bleibt wie im Vorjahre.

B. 1877 Fr. 138,196. -- R. 1876 ,, --.

4. C a d r e s k u r s e .

  1. G e n e r a l s t a b .
  2. 1877 Fr. 91,064. -- R. 1876 ,, 66,983. 92 Der Unterricht und die Arbeiten des Generalstabes erfordern im Jahre 1878: 1) eine Generalstabsschule und 2) Abtheilungsarbeiten.

284

  1. Generalstabsschule.
  2. Kurs.

20 Offiziere à Fr. 22. 75 X 72 Tage = H. Kurs.

20 Offiziere à Fr. 22. 75 X 44 Tage =

.

. F r . 32,760

.

.

,, 20,020

Die Ansäze beruhen auf den Forderungen des Gesezes mit der Ausnahme, daß der II. Kurs, in welchen nur Hauptleute einberufen werden, auf 44 Tage reduzirt worden ist. Für beide Kurse ist die Generalstabsreise inbegriffen.

2) Abtheilungsarbeiten.

25 Offiziere à Fr. 22 X 63 Tage = Fr. 34^50 Die Reduktion des Ansazes rührt von der geringern Zahl Offiziere her, die im Jahr 1878 zu den Abtheilungsarbeiten einberufen werden sollen.

  1. Generalstabsschule, I. Kurs Fr. 32,760 H. Kurs ,, 20,020 2) AbtheiluQgsarbeiten ,, 34,650 Fr. 87,430 b. I n f a n t e r i e .
  2. Schießschulen.

164 Offiziere à Fr. 12. 50 X 32 Tage = 250 Unteroffiziere à Fr. 5. 25 X 32 Tage = .

. F r . 65,600 . ,, 42,000 Fr. 107,600

Die im laufenden Jahre gemachten Erhebungen zeigen, daß.

der Einheitspreis in den Offizierschießschulen infolge des großen Abganges an Scheibenmaterial um Fr. 1. 50 gegenüber dem Vorjahre gestiegen ist. Dagegen stellte sich der Einheitspreis in den.

Ünteroffizierschießschulen um ca. 25 Rp. billiger, aus welchem Umstände der geringere Gesammtansam für 1878 herzuleiten ist..

Im Einheitspreis ist die Verteuerung der Munition inbegriffen.

2) Offizierbildungsschulen.

Wir kommen kier vorerst auf die Luken im Offiziprscadre derversohiedenen Waffen zu sprechen, welche Gegenstand Ihres Postu-lates vom 22. Juni 1877 waren, lautend:

285 ,,Der Bundesrath wird eingeladen, bei der nächsten Büdget,,vorlage darüber Bericht zu erstatten, wie die Luken im Offizier,,korps des Auszuges und der Landwehr mit thunlichster Beför,,derung ausgefüllt werden können."· Es braucht keiner weitern Auseinandersezungen, um einzusehen, daß die Vervollständigung der Cadres des Auszuges dringender ist als die der Landwehr, obschon auch die Landwehr ohne wohl instruirte und komplete Cadres nicht als feldtüchtig betrachtet werden kann, wobei besonders zu betonen ist, daß die im Gesez vorgesehene außerordentliche Auffrischung der Instruktion der Landwehr im Ernstfall sich kaum auf besondere Cadreskurse erstreken könnte, da die Zeit dazu mangeln würde. In unsern Vorschlägen nehmen wir immerhin in erster Linie die Vervollständigung der Cadres des Auszuges in Aussicht, hiebei der Tendenz der Budgetvorlage für 1877 treu bleibend.

Was nun die Kompletirung der Cadres der Landwehr betrifft, so geht unsere Ansicht grundsäzlich dahin, daß dieselbe durch den Uebertritt aus dem Auszuge erfolgen soll, weil dieses Verfahren weniger kostspielig ist und mehr Bürgschaft dafür bietet, daß die Landwehr theoretisch und praktisch durchgebildete Cadres erhalte.

Wir heben namentlich das leztere hervor, da bekanntlich der Landwehr die Uebung abgeht. Um die Landwehrcadres auf dem eben angedeuteten Wege möglichst rasch zu vervollständigen, wird sich da wo es nöthig erscheint, ein früherer Uebertritt einzelner Grade als nach zurtikgelegtem auszugspflichtigem Alter empfehlen, was aber nur durchführbar ist, wenn dadurch der Cadresbestand des Auszuges nicht in unzuläßiger Weise geschwächt wird.

Wir schlagen nun stärkere Bestände der Offlzierbildungsschulen der verschiedenen Waffen vor und machen einzig bei der Artillerie eine Ausnahme. Mit Rüksicht darauf, daß die Landwehrartillerie im Falle der Mobilisirung des Auszuges ganz oder theilweise könnte in's Feld gestellt werden müssen, bevor die im Gesez vorgesehene besondere Instruktion angeordnet wird und in Hinsicht auf den außerordentlich schwachen Bestand der Cadres der Landwehr dieser Waffe, welcher durch den ordentlichen Uebertritt, selbst bei der Vermehrnng der Cadres des Auszuges, allzulange auf sich warten lassen müßte, beabsichtigen wir alljährlich und bis zur Vervollständigung der Offiziercadres eine Anzahl tüchtiger, gedienter Unteroffiziere der Landwehr zu Lieutenants zu befördern und denselben in einer besondern Offizierbildungsschule von der Dauer von 35 Tagen eine entsprechende Ausbildung zu geben.

286 Ueber die Stärke der Offiziercadres jeder einzelnen Waffe werden wir bei den betreffenden Abschnitten berichten.

Der jährliche Bedarf an Offizieren der Infanterie für den Auszug beziffert sich auf 260 Offiziere; hiezu sind für solche, welche im Examen durchfallen, etwa 10 °/o Ueberzählige hinzuzurechnen, so daß die ordentlichen Offizierbildungsschulen rund 286 Mann stark sein müssen.

Berechnungen, die wir vornehmen ließen, haben herausgestellt, daß die durchschnittliche Dienstzeit eines Offiziers im Auszug 10 Jahre beträgt. Bei dem Zuwachs von 260 Offizieren erhalten wir somit i n 1 0 Jahren .

.

.

.

.

.

. 2,600 Mann oder nach Abzug von l °/o per Jahr oder von 10 °/o während d e r ganzen Dienstzeit .

.

.

. 260 ,, welche im Verlauf derselben in Abgang kommen, die Zahl von 2,340 Mann oder etwas mehr als den gesezlichen Bestand von 2332 Offizieren.

Wie aus Nachstehendem hervorgeht, wird obiger Zuwachs von jährlich 260 Offizieren für den Auszug den Bedarf der Landwehr durch ordentlichen Uebertritt deken, vorausgesezt, daß das Offizierskorps dieser Heeresabtheilung vollzählig sei. Wenn von den 260 Offizieren des Auszuges 10 °/o mit 26 Offizieren abgehen, so treten jährlich in die Landwehr 234 Offiziere. In 11,2 Jahren (durchschnittliche Dienstzeit der Offiziere in der Landwehr) würde somit der Gesammtbestand derselben auf 2620 Offiziere sich belaufen und nach Abzug von l °/o Abgang per Jahr mit 293 ein Total von 2327 Offizieren gegenüber dem gesezlichen Bedarf von 2332 aufweisen. Wenn man aber die gegenwärtigen Luken im Offizierskorps der Landwehr, welche dato nicht weniger als 547 Mann betragen , einigermaßen ergänzen will, so kann dies nur durch den raschern Uebertritt der Offiziere aus dem Auszug durchgeführt werden, und es muß somit dieser außerordentliche Abgang durch eine verstärkte Rekrutirung der Offizierbildungsschüler wieder gedekt werden. Es ist nun jedenfalls sehr wünschenswerth, daß in die Offizierbildungsschulen für 1878 so viele Schüler einberufen werden, um die Offizierscadres der Landwehrinfanterie auf 4 Offiziere per Kompagnie zu bringen. Um diesen Stand zu erreichen, bedarf es 1908 Offiziere; auf 1. Januar 1878 werden vorhanden sein 1785 Offiziere. Die außerordentliche Vermehrung der Offizierbildungsschüler würde somit die Zahl von 123 Mann erreichen und mit einer Anzahl Ueberzähliger für solche, welche das Examen nicht bestehen, im Ganzen 135 Mann. Mit dem ordentlichen Bedarf von 286 Mann für den Auszug erhalten wir somit für 1878

287 421 Offizierbildungsschüler, welche auf 8 Schulen vertheilt zirka 52 Mann per Schule ausmachen.

421 Mann à Fr. 6 X 44 Tage = .

.

. F r . 111,144 3) Instruktorenschule.

111 Mann X Fr. 3 X 14 Tage == .

. ,, 4,662 Die Instruktorenschule, welche im lezteu Jahre nicht stattfand, wird für 1878 in Aussicht genommen.

4) Obligatorische Schießübungen.

Zu denselben sind einzuberufen: a. Die Gewehrtragenden der Divisionen I, IV, V und VII.

b. Die nicht zu den Wiederholungskursen einberufene gewehrtragende Mannschaft der Divisionen II, III, VI und VIII.

Die daherige Stärke wird berechnet wie folgt.

Ad a. Laut Kontroibestand auf 15. Februar 1877, welcher von den Antonen einverlangt worden« ist, und unter der Voraussezung, daß derjenige des nächsten Frühjahres nicht stark differire, werden die Divisionen folgenden Bestand haben: I. Division IV.

,, V.

,, VII.

,, Ab 8 °/o nicht zur Schießübung Pflichtiger

14,122 9,890 13,128 12,492 .

.

.

49,632 3,971

bleiben 45,661 Davon sind abzuziehen 12 ° '0 voraussichtlich nicht Einrükende .

.

.

Ad b. Kontroibestand der 4 Divisionen .

Zu den Wiederholungskursen sollen einrüken .

Davon 8 %> nicht zu Schießübungen pflichtig

.

.

~40^Ï82

. 46,00(5 . 31,668

bleiben 14,338 .

.

1,147 13,191 1,582

12 °/o nicht einrükend

~Ü,6Ö9

Total a und b = 52,791 Mann.

Bundesblatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

5,479

21

288 Es können, Schüsse rechnet

wird, da man weitere Erfahrungen nicht hat sammeln, aber anzunehmen ist, daß von Jahr zu Jahr mehr Leute ihre in den Schießvereinen schießen, die Zahl der leztern bezu 25,000 Mannbleiben für die Schießübungen

27,791

,,

Die Kosten werden berechnet: Munition 25 Schüsse Scheibenkosten

Fr. 1. 65 ,, --.30 Fr.

  1. 95 X 27,791 =

54,192' 10,000 12,000

Total

76,192

Aufsicht und Leitung Transport der Munition

I n s p e k t i o n e n der L a n d w e h r

.

.

%xFr.

10,000

An der Reihe sind die Bataillone der Divisionskreise I, IVv V und VII = 54 Bataillone. Der Ansaz ist, da weitere Erfahrungen nicht gemacht worden sind, der gleiche wie leztes Jahr.

Von eintägigen Schießübungen der schlüssen der Bundesversammlung vom sehen, da es nicht billig wäre, die eine zuberufen und die andere nicht. Der demnach erst im Jahr 1879 beginnen.

  1. Schießschulen 2. Offizierbilduogsschulen 3 . Instruktorenschule .

.

4. Schießübungen .

5. Inspektion der Landwehr

Landwehr wird den Belezten Jahr gemäß abgeHälfte der Bataillone eingesezliche Turnus würde

.

.

.

.

.

.

.

.

Fr. 107,60» ,, 111,144 .

4,662 ,, 76,192 ,, 10,000= Fr. 309,598.

B. 1877 Fr. 288,786. -- N. Fr. 10. 25.

R. 1876 Fr. 150,271. 53

289 c. K a v a l l e r i e .

  1. Offizierbildungsschule.

Die Luken, welche im Offizierskorps des Auszuges und der Landwehr bestehen, sind: a. Auszug:

1.

2.

b. Landwehr: 1.

2.

Gui den, komplet, Dragoner, fehlen 10 Offiziere, Guiden, fehlen 6 ,, Dragoner, fehlen 57 ,,

Der jährliche Bedarf an Offizieren des Auszuges beziffert sich bei einer durchschnittlichen 13jährigen Dienstzeit auf 11 Offizierbildungsschüler, wozu noch 2 Mann als Ueberzählige kommen für solche, welche im Examen durchfallen werden. Wir erhalten somit ein Total von 143 Offizieren, d. h. 7 Offiziere über den gesezlichen Bedarf von 136 Mann, welche als Gesammtabgang angenommen werden können. Wir beabsichtigen nun gemäß den bei der Infanterie angeführten Grundsäzen, für ein Mal nur die Luken des Auszuges auszufüllen und die Ergänzung der Offizierscadres der Landwehr durch den alljährlichen Uebertritt abzuwarten, wobei es immerhin der Zukunft überlassen bleiben muß, unter Umständen diese Ergänzung durch raschern Uebertritt zu beschleunigen. Die Ausfüllung der Luken im Auszug kann mit Rüksicht auf den geringen Mannschaftsbestand der Scnwadronen in einzelnen Kantonen auf eine Anzahl Jahre vertheilt werden; wir sind der Meinung, dieselbe sei bis zum Jahre 1881 durchzuführen. Zu der ordentlichen Rekrutirung von 11 Mann sind daher noch 8 Mann hinzuzunehmen, mit Inbegriff solcher, welche das Examen nicht bestehen können und in der Voraussezung eines eventuellen raschern Uebertrittes.

19 Mann à Fr. 10 X 64 Tage = .

.

. F r . 12,160 2) Cadresschule.

60 Mann à Fr. 10 X 47 Tage = gleich wie im Vorjahre. .

.

3) Hufschmiedkurse.

14 Mann à Fr. 7. 63 X 28 Tage = . ·

.

.

,, 28,200

.

.

,,

2,991

Fr. 43,351 B. 1877 R. 1876

Fr. 40,791. -- ,, 43,033. 16

290 d. A r t i l l e r i e .

  1. Offizierbildungsschule.

Die Luken, welche die Offizierscadres aufweisen, sind: a. im Auszug ..

.

.

. 6 9 Offiziere, b. in der Landwehr .

.

. 124 ,, Die Ergänzung des Offizierskorps der Artillerie, Armee- und Linientrain inbegriffen, erfordert einen jährlichen Zuwachs von mindestens 80 Offizieren, so daß des unvermeidlichen Abganges wegen die beiden Abtheilungen der Offizierbildungsschule einen mittlern Bestand von 90 Mann erhalten müssen. Was die Ergänzung der Lanwehroffizierscadres anbelangt, so verweisen wir auf das bei der Infanterie Gesagte und schlagen daher vor, jährlich und bis zur Vollzähligkeit der Korps 30 Unteroffiziere der Landwehr zu Lieutenants zu befördern, nachdem denselben in einem fünfwöchigen Kurs der passende Unterricht ertheilt worden sein wird.

90 Mann à Fr. 12. 15 X 109 Tage = . Fr. 119,191. 50 30 ,, à Fr. 12. 15 X 37 ,, = . fl 13,486. 50 Total

Fr. 132,678. --

Der Einheitspreis für die Offizierbildungsschule des Auszuges kann nach den Ergebnissen des Jahres 1876 auf Fr. 12. 15 herabgesezt werden.

2) Artilleriestabsoffizierskurs.

36 Offiziere à Fr. 30. 68 X 20 Tage =

. Fr. 22,089. 60

So sehr es Angesichts der bedrängten Finanzlage und der deßwegen schon den Hauptpunkten der Instruktion auferlegten Beschränkungen geboten erscheint, von Spezialkursen möglichst abzusehen, so wird es doch zur dringenden Notwendigkeit, endlich einmal die Stabsoffiziere der Feldartillerie und der Positionsartillerie zu einem besondern Kurse einzuberufen behufs "Vervollständigung und Ausgleichung ihrer speziell artilleristischen Ausbildung, genauer Bekanntmachung derselben mit allen mit Eintritt der neuen Organisation eingeführten und angebahnten Neuerungen aller Art in allen Theilen des Artilleriewesens, sowie behufs Erzielung der nothwendigen Einheit und Uebereinstimmung in Leitung und Führung der Abtheilungen, Regimenter und Brigaden.

Die Dauer eines solchen Kurses kann nicht unter 18 Tagen (excl. Einrükungs- und Entlassungstage) angenommen werden, wenn

291 etwas Ordentliches dabei herauskommen soll; doch kann die Beiziehung aller Regiments- und Brigadekommandanten und deren Stabschefs zu denselben füglich auf 2 Jahre vertheilt werden, so daß für einen ersten Kurs pro 1&78 auf zirka 30 Schüler der Feldartillerie und 6 der Positiousartillerie (leztere alle in e i n e m Jahre) zu rechnen wäre, wenn neben den als Abtheilungs-, Regiments-, Divisionspark- und Brigadekommandanten und den Stabschefs eingetheilten höhern Artillerieoffizieren auch noch einige der nicht eingetheilten Stabsoffiziere beigezogen werden sollen.

Die täglichen Kosten der Centralschule IV von 1876/77 für Regimentskommandanten stellten sich per Theilnehmer laut der betreffenden Schulrechnung auf Fr. 27.

Da der projektirte Artillerie-Stabsoffizierskurs unter denselben Verhältnissen stattzufinden hätte wie jene Centralschule IV (die Theilnehmer bezogen einen täglichen Schulsold von Fr. 10), so kann jener Betrag als Einheitspreis für die Berechnung der Kosten auch für diesen Kurs dienen. Es sind nur noch hinzuzurechnen die Kosten für die Munition, welche sich im Total auf Fr. 2649. 50 odor auf Fr. 3. 68 per Theilnehmer und per Tag stellen, um welchen Betrag der Einheitspreis zu erhöhen ist.

3) Unteroffizierschule.

300 Mann (incl. 10 Offiziere) à Fr. 10 X 38 Tage = Fr. 114,000 Wie schon wiederholt dargelegt worden, ist die jährlich erforderliehe normale Ergänzung an Unteroffizieren aller Artilleriegattungen (Armeetrain inbegriffen) auf mindestens 220 Mann zu veranschlagen.

Nach Gesez können aber diese Unteroffiziere nur aus der Unteroffizierschule hervorgehen. Diese muß daher in normalem Bestände wenigstens 220 Schüler, oder genauer gerechnet, unter Einrechnung des unvermeidlichen Abganges am Bestände der Schule mindestens 230 Schüler aufnehmen können.

Nun hat aber der durch das Budget so sehr beschränkte Bestand der Unteroffizierschulen von 1876 und 1877 bei weitem nicht die normale Ergänzung an Unteroffizieren geliefert. Das hiedurch in diesen 2 Jahren entstandene Defizit in der Ergänzung des Unteroffizierskorps der Artillerie ist auf mindestens 130 Mann zu veranschlagen und sollte möglicht schnell gedekt werden, um so mehr, als ohnedies vom Uebergang von der alten zur neuen Militärerganisation her noch bedeutende Luken bestehen. Es kann daher die Gesammtzahl der in die Unteroffizierschule von 1878 einzuberufenden Schüler nicht

292 unter 290 berechnet werden, wenn endlich einmal das Unteroffizierskorps der Artillerie bis zur Kompletirung der Korps vollständig werden soll.

Zu den Unteroffizierschülern sollte dann auch noch eine Anzahl Offiziere einberufen werden können, um diese Schule zugleich noch als Instruktorenaspirantenschule und zur weitern speziell artilleristischen Ausbildung von Artillerieoffizieren auszunüzen. Die Zahl dieser Offiziere ist auf mindestens 10 der Feldartillerie, der Positionsartillerie und des Armeetrain zu veranschlagen, so daß der Gesammtbestand der Unteroffizierschule auf 300 Mann zu stehen käme.

Die täglichen Kosten per Theilnehmer berechnen sich aus den Unteroffizierschulen der Artillerie von 1876 auf Fr. 9. 87, und da die pro 1878 projektirte Unteroffiziersschule in gleicher Weise abzuhalten ist wie diejenige von 1876, so kann der Einheitspreis mit Rüksicht auf die Erhöhung der Munitionspreise veranschlagt werden auf Fr. 10, also nicht unerheblich niedriger als im Budget für 1877. Dabei ist die außerordentliche Ordinärezulage von 10 Rp.

in Abzug gebracht worden.

4) Hufschiniedkurse.

16 Mann à Fr. 7. 63 X 28 Tage = . F r . 3,418. 24 Die Reduktion dieses Postens gegenüber dem Vorjahre rührt einzig von der Verminderung der Zahl der Theilnehmer her.

  1. Offizierzbildungsschule .

.

. F r . 132,678. -- 2. Stabsoffizierskurs . ,, 22,089. 60 3. Unteroffizierschule .

.

.

. ,, 114,600. -- 4. Hufschmiedkurse . ,, 3,418. 22 ·

Fr. 272,185. 82

B. 1877 Fr. 181,401. -- N. J?r. 808. -- R. 1876 Fr. 153,952. 39 e. G e n i e .

  1. Offizierbildungsschule.

20 Mann à Fr, 8. 20 X 65 Tag = .

.

. Fr. 10,660 Die im Offizierskorps der Genietruppen vorhandenen Luken bestehen : 1. im Auszug: aus 30 Mann, 2. in der Landwehr: ,, 60 ,,

293 In der Landwehr sind 32 Offiziersstellen Inbegriffen, welche bei den Stäben der Infanterieregimenter durch die neue Militärorganisation kreirt worden sind und welche nöthigenfalls solchen Infanterieoffizieren übertragen werden könnten, die in frühern Zeiten die sog. Infanteriezimmerleutenschule durchgemacht hatten. Eine Be«ezung der übrigen Stellen kann nur im Verlaufe der Zeit stattfinden, da weder ein genügendes Instruktionspersonal, noch die erforderliche Schülerzahl sich vorfinden dürfte. Im Ernstfall wird -es ein Leichtes sein, die Cadres aus den Civilingenieuren und sonstigen Fachmännern zu ergänzen. Wir halten nun dafür, daß wir in erster Linie möglichst auf Kompletirung des Offizierskorps des Auszuges zu halten haben, und daß bei dem Mangel an geeigneten Kräften wie bis anhin alle diejenigen in die Offizierbildungsschulen aufgenommen werden sollen, die hiefür vorgeschlagen werden.

2) Unteroffizierschule.

Das Genie ist die einzige Waffe, für welche das Gesez keine Unteroffizierschulen vorschreibt und bei welcher die Dauer der Rekrutenschulen nicht erhöht worden ist. Die Erfahrungen der lezten Jahre haben nachgewiesen, daß da, wo die Cadres gleichzeitig mit den Rekruten in Dienst treten, sofern sie in ihrem Grade noch keinen Dienst gethan haben, es absolut nicht möglich ist, diese Cadres zur Unterrichtsertheilung heranzuziehen. Unter solchen CJmständen findet das Instruktionspersonal keine Zeit, sich in den Rekrutenschulen mit den Unteroffizieren zu befassen, so daß diese lezteren nicht selbständig auftreten können und aller Autorität gegenüber ihren Untergebenen entbehren.

Die bei allen andern Waffen konstatirte Verbesserung der Unteroffizierscadres geht dem Genie ab, und es kann diesem Uebelstand nur dadurch abgeholfen werden, daß, wie bei der Infanterie, die Cadres einige Tage vor den Rekruten in die Schulen berufen oder in Spezialkursen, wie dies bei der Kavallerie und Artillerie der Fall ist, vereinigt werden. Da ersteres weniger kostspielig ist, so schlagen wir die Abhaltung von achttägigen Vorkursen vor, unter Annahme des für die Schulen selbst angesezten Einheitspreises, der um so eher genügen wird, als für die Vorkurse weder Instruktionsmaterial noch Munition verwendet wird.

150 Mann à Fr. 4 x 8 Tage = 3. Technischer Kurs: 20 Offiziere à 15 fr. X 45 Tage = gleich wie im Vorjahre.

.

.

. F r . 4,800 Fr. 13,500

294

4. Instruktorensehule : Findet 1878 nicht statt.

  1. Offizierbildungsschule 2. Unteroffizierscbule 3. Technischer Kurs

.

.

.

Fr. 10,660 .

4,800 13,500

.

Fr. 28,960 B. 1877 Fr. 26,800. -- N. Fr. 136. 94 R. 1876 ,, - 6,211. 23 f. S a n i t ä t .

I. Medizinalabtheilung.

  1. Offizierbildungsschule: 70 Mann X fr. 10. 60 X 30 Tage = wie im Vorjahre.
  2. Unteroffizierschule: 50 Mann à Fr. 4. 50 X 24 Tage = wie im Vorjahre.
  3. Spitalkurse: 150 Mann à Fr. 3 X 23 Tage = · .

Fr. 22,260

.

.

.

.

.

. .

,,

5,400

,, 10,350

Fr. 38,010 Ad 3. Die Reduktion des Ansazes gegenüber dem Vorjahre rührt von der Verminderung der Zahl der Theilnehmer an dea Spitalkursen her. Der bisherige Einheitspreis mußte, weil unzureichend, erhöht werden.

u. Veterinärabtheilung.

  1. Offizierbildungsschule: 16 Mann X Fr. 12 X 30 Tage = .

.

.

. F r . 5,760

Gegenüber dem Vorjahre konnte der Einheitspreis um l Fr.

per Mann und per Tag reduzirt werden.

2. Spezialkurs für Korpspferdeärzte.

Nach Art. '128 der Militärorgauisation sind sämmtliche Militärärzte während ihrer Dienstzeit zu wenigstens einem sanitarischen Wiederholungskurs von 14 Tagen verpflichtet. Die durchschnittliche Dienstzeit der Veterinäroffiziere kann auf 10 Jahre veranschlagt , und es müßten demnach 12 Mann alljährlich zum

295 Wiederholungskurs herangezogen werden. Da wir aber diese Kurse nur je das zweite Jahr abzuhalten gedenken , so nehmen wir die Beorderung einer größern Zahl in Aussicht.

Die Wichtigkeit des Pferdedienstes macht es überdies wünschenswerth , möglichst rasch die Veterinäre zum Wiederholungskurs heranzuziehen, zu welchem Zweke die Zahl der Theilnehmer auf 18 bestimmt wird.

18 Mann X Fr. 10 X 14 Tage = .

.

. Fr. 2,520 Medizinalabtheilung : Offizierbildungsschulen Unteroffizierschulen .

.

Spitalkurse Veterinärabtheilung : Of'fizierbildungsschule .

.

Spezialkurs für Korpspferdeärzte

.

.

.

.

.

.

.

.

Fr. 22,260 ,, 5,400 ,, 10,350 .

,,

5,760 2,520

Fr. 46,290 B. 1877 Fr. 45,400. -- N. Er. 2. 38 R. 1876 ,, 36,653. 04 g. V e r w a l t u n g s t r u p p e n .

  1. Offizierbildungsschule: 60 Mann à Fr. 10. 50 X 39 Tage =

.

.

. F r . 24,570

Der Einheitspreis der Offizierbildungsschule pro 1877 stellt sich auf Fr. 12. 10. Da die Kosten für das ständige Instruktionspersonal wegfallen , so ist nur noch die Herbeiziehung zweier Lehrer für den taktischen und den Reitunterricht erforderlich. Infolge dessen vermindert sich der Einheitspreis auf Fr. 10. 50.

2. Unteroffizierschule : 135 Mann à Fr. 3. 50 X 24 Tage = .

.

. Fr. 11,340 Nach den Angaben der Waffenchefs erfordert es für 1878 einen Zuwachs von 163 Fourieren. Gemäß Art. 48 des Gesezes hätten auch die zu Unteroffizieren vorgeschlagenen Soldaten der 8 Verwaltungskompagnien einberufen werden sollen, welcher Forderung bis anhin noch nicht nachgelebt worden ist. Rechnen wir der Kompagnie l Manu, so erhöht sich die Zahl der Unteroffiziere für 1878 auf 171 Mann. Hievon werden wir 135 Manu in die diesjährigen Schulen einberufen und in drei Abtheilungen instruiren.

296

Aus den bereits angegebenen Gründen reduziren wir den Einheitspreis auf Fr. 3. 50.

3. Offizierschule : 24 Offiziere à Fr. 15. 50 X 44 Tage = . Fr. 16,368 Die Anordnung dieser Schule, welche bis anhin nicht abgehalten worden ist, stüzt sich auf Art. 133 des Gesezes und ist um so nothwendiger, als ein großer Theil der höheren Verwaltungsoffiziere noch gar keinen theoretischen Unterricht genossen hat, weßhalb sich auch eine Unsicherheit im Dienste und in der Administration in hohem Grade fühlbar macht, welcher nur durch Anordnung von Offizierschulen abgeholfen werden kann.

In den 44 Tagen ist eine achttägige Rekognoszirung Inbegriffen , während welcher sämmtliche Offiziere beritten zu machen sind.

4. Quartiermeisterkurs: 18 Offiziere à Fr. 14 X 30 Tage == .

.

. F r . 7,560 Am leztjährigen Kurs haben 14 Regimentsquartiermeister theilgenommeii ; um den Turnus vollständig zu machen, sind daher im Jahre 1878 18 Quartiermeister einzuberufen. Der Einheitspreis ist aus bekannten Gründen auf Fr. 14 herabgesezt.

  1. Offizierbildungschule 2) Unteroffizierschule 3) Offizierschule 4 ) Quartiermeisterkurs .

.

.

.

.

Fr. 24,570 ,, 11,340 ,, 16,368 . ,, 7,560 Fr. 59,838

B. 1877 Fr. 42,938. -- R. 1876 ,, 28,358. 10 h. C e n t r a l s c h u l e n .

I. Centralschule : 80 Offiziere à Fr. 14. 50 X 44 Tage =

.

. Fr. 51,040

Die Centralschule I ist nach dem Gesez eine Ergänzung der Offizierbildungsschule für die tüchtigem Offiziere ; ferner sollen in dieser Schule die Adjutanten ihren speziellen Unterricht erhalten.

Die Ergänzung und Weiterentwiklung des ersten theoretischen Unterrichts der Offiziere ist eine sehr zwekmäßige und nothwendige Einrichtung. Die Offizierbildungsschule ist zu kurz und der

297

Bildungsstand der Schüler ein zu geringer, als daß es möglich wäre, über das rein Elementare hinauszukommen. Der InfanterieOffizier braucht heutzutage eine weitere Ausbildung, namentlich in theoretisch-taktischer Beziehung. Freilich wäre es wünschenswert!], diesen vermehrten Unterricht allen Offizieren, nachdem sie seit der Offizierbildungsschule den notwendigsten praktischen Dienst mit der Truppe gemacht und daher ein besseres Verständniß für weitern theoretischen Unterricht gewonnen haben , angedeihen lassen zu können. Allein Rüksichten der Sparsamkeit und auch Rüksichten auf den guten Erfolg des Unterrichts zwingen uns, nur etwa einem Viertel der Offiziere diesen weitern Unterricht zu geben.

Man wählt dafür selbstverständlich möglichst Diejenigen, welche man zu weiterm Avancement für geeignet hält.

Da die Klassen in dieser durch die Beiziehung der Adjutanten ohnehin komplizirten Schule nicht zu groß werden dürfen, und da für einstweilen nicht zwei Schulen abgehalten werden können, um dem Oberinstruktor Zeit zu geben, sich in den einzelnen Divisionskreisen umzusehen, so haben wir die Zahl der Schüler von 100 auf 80 reduzirt.

Der Einheitspreis mußte um Fr. l per Mann und Tag erhöht werden, gesüzt auf die Rechnungsergebnisse des Vorjahres. Wenn gleichwohl der Gesammtansaz unter dem leztjährigen verbleibt, so rührt dies selbstverständlich nur von der geringern Zahl der Schüler her.

H. Centralschule : 40 Mann à Fr. 17. 80 X 44 Tage =

.

Fr. 31,328

Die II. Centralschule ist für Hauptleute aller Waffen bestimmt.

Die Wichtigkeit der Stellung des Hauptmanns bei allen Waffen, der Umstand, daß die Stabsoffiziere aus den Hauptleuten hervorgehen, rechtfertigen die Opfer für diese übrigens vom Geseze vorgeschriebene Schule vollständig. Als weiteres Moment kommt hinzu, daß dies die einzige Gelegenheit ist, bei welcher Offiziere verschiedener Waffen einen einheitlichen theoretischen Unterricht erhalten.

Es ist dies für die Armee als Ganzes sehr wichtig, da wir bei der Kürze der Unterrichtszeit nur zu sehr die Tendenz haben, jede einzelne Waffe nur in ihrer eigenen Sphäre auszubilden und das so wichtige Zusammenwirken aller Waffen außer Betracht fallen zu lassen.

Da es sich als nothwendig herausgestellt hat, alle Offiziere beritten zu machen, so stellt sich der Einheitspreis höher als bisher.

298 Die zweite Centralschule ist für die Infanteriehauptleute, welche später zu Stabsoffizieren vorrüken, bestimmt, und bietet ihnen die einzige offizielle Gelegenheit, reiten zu lernen und sich darauf vorzubereiten, im Felde jeden Augenblik das Kommando eines Bataillons zu übernehmen.

Auch den Bataillonsadjutanten wird einzig diese Gelegenheit geboten, reiten zu lernen. Der Zuzug einer größern Anzahl Regiepferde ist übrigens nur scheinbar eine Mehrausgabe, da leztere der Regieanstalt zu gut kommt, die in der Zeit, während welcher diese Schule stattfinden kann , ohnehin unbeschäftigte Pferde zur Verfügung hat.

3) m. Centralschule.

Es hat seit der Einführung der neuen Militärorganisation noch keine Centralschule für Bataillonskommandanten der Schüzen und Füsiliere stattgefunden , und da eine solche nach Art. 136 je das vierte Jahr stattfinden soll, so muß für 1878 ein entsprechender Posten von Gesezes wegen vorgesehen werden.

Unter der frühern Organisation haben beinahe alljährlich eidg.

Schulen für neu ernannte Stabsoffiziere der Infanterie stattgefunden.

Einige Kantone hatten sogar kantouale Stabsoffizierskurse angeordnet. Wir nehmen nun an, daß alle diejenigen, welche Gelegenheit hatten, eine solche Schule mitzumachen, nicht mehr einberufen werden; dagegen sollte dies bezüglich aller übrigen Majore der Infanterie geschehen.

Es haben von denselben noch keine eidg. oder kantonale Stabsoffizierschule besucht in der I . Division

H.

m.

iv.

,, ,, ,,

VII.

VIII.

,, ,,

.

.

.

.

.

vi. : V.

8

3 4 4

8

11

3 5

Total

45

Bei obiger Aufzählung sind einige ältere Bataillonskommandanten mit Kommandantengrad weggelassen. Mehr als 20--30 Offiziere können in einer Schule nicht angemessen beschäftigt

399 werden, weßhalb die Schule möglicherweise in zwei Abtheilungen stattfinden muß.

Der Einheitspreis ist der gleiche wie bisher für die Centralschule IV angenommen wurde.

45 Mann X Fr. 22 X 17 Tage = .

.

.

. F r . 16,830 Centralschule IV findet 1878 nicht statt.

  1. Centralschule I 51,040 II ,, 31,328 ,, HI ,, 16,830 Fr. 99,198 B. 1877 R. 1876

Fr. 99,000. -- ,, 78,525. 81

i. Unterricht am Polytechnikum

.

.

.

. F r . 16,000

.

. Fr. 10,000

Wie irn Vorjahre.

B. 1877 R. 1876

Fr. 16,000 ,, --

k. Besuch ausländischer Militäranstalten

1.

  1. 2) 3) 4) 5) 6)
  2. 1877 Fr. 10,000. -- R. 1876 ,, 6,875. 55 Soldzulage für' Unteroffiziere in den Rekrutenschulen : Infanterie: 60 Mann X 3 Schulen X 8 Kreise X 53 Tage à F r . l p e r Mann u n d T a g .

.

.

. F r . 76,320 Kavallerie: 20 Mann X 4 Schulen X 62 Tage ,, 4,960 Artillerie: 30 Mann X 17 Schulen X 50 Tage ,, 25,500 Genie: 27 Mann X 5 Schulen X 50 Tage .

,, 6,750 Sanität: 2 Mann X 15 Schulen X 35 Tage .

,, 1,050 Verwaltungstruppen: 15 Mann X l Schule X 5 0 Tage ,, 7 5 0

Fr. 115,330 B. 1877 Fr. 135,270 R. 1876 ,, 127,221 Die Reduktion des Ansazes gegenüber dem Vorjahre rührt hauptsächlich von dem Umstände her, daß die Zahl der ArtiüerieRekrutenschulen reduzirt worden ist und auch eine Verminderung der Cadres und der Tage, für welche die Soldzulage ausgerichtet wird, eintreten konnte.

300

D. Bekleidung, Bewaffnung und Ausrüstung, a. Bekleidung.

  1. Infanterie: 9562 Mann X Fr. 132. 35 . Fr. 1,265,530. 70 Exerzirwesten: 1100 Stük à Fr. 8 .

,, 8,800.-- Fr. 1,274,330. 70 2) Kavallerie: 450 Mann à Fr. 210. 15 .

3) 602 134 1009 65

Artillerie: 1810 Mann.

Kanoniere à Fr. 154. 15 =.

Parksoldaten à Fr. 154. 35 = Trainsoldaten à Fr. 231. 25 = berittene Trompeter à Fr. 208. 15

.

.

.

=.

. Fr. 94,567. 50

.Fr.

. ,, . ,, ,,

92,798. 30 20,682. 90 233,331. 25 13,529. 75

Fr. 360,342. 20 4) Genie: 764 Mann à Fr. 160. 35 .

450 Exerzierkleider à Fr. 14

. Fr. 122,507. 40 ,, 6,300. -- Fr. 128,807. 40

5) 6) 7) 8) 9)

Sanitätstruppen: 841 Mann à Fr. 154. 65 Fr.

Verwaltungstruppen: 73 Mann à Fr. 154.65 ,, Ersazausrüstung ,, Schüzenausrüstung .

.

.

.

.

.

Gradabzeichen für Unteroffiziere .

.

,,

130,060. 65 11,289.45 30,000. -- 27,280. -- 10,000. --

Fr. 208,630. 10 B. 1877 R. 1876

Fr. 2,209,542. -- ,, 2,255,440. 38

In unserer besondern Botschaft über die vom Bunde an die Kantone für die Bekleidung und Ausrüstung der Rekruten des Jahres 1878 zu leistende Entschädigung vom 24. August 1877, sowie auch insoweit dies die Gradabzeichen und die Exerzierwesten anbelangt, in der Botschaft betreuend Kredite zur Kriegsmaterialbeschaffung vom 1. Juni 1877 haben wir uns des Nähern über diese Position ausgesprochen.

301

b. Bewaffnung und Ausrüstung.

Durch Bundesbeschluß vom 21. Juni wurden für die Bewaffnung und Ausrüstung der Rekruten für 1878 bewilligt für: 1) Infanterie Fr. 662,156. 50 2} Kavallerie ,, 191,467. 90 3) Artillerie ,, 83,328. 35 4} Genie ,, 16,648. 10 5) Sanität ,, 10,596. 60 6) Verwaltung ,, 985. 80 Fr. 965,183. 25 B. 1877 Fr. 1,136,296. R. 1876 ,, 1,095,921. 63 Bezüglich der Details über nebenstehende Summe verweisen wir auf die Botschaft vom 1. Juni 1877.

E. Kavalleriepferde.

  1. 2) 3) 4)

Ankauf Fr.

Remontendepots .

.

.

.

.

.

,, Reitgelder ,, Amortisation für die Pferde 1875, 1876, 1877 und 1878 ,, 5) Pferdeinspektion ,,

812,000 375,172 67,700 111,260 6,456

Fr. 1,372,588 B. 1877 Fr. 1,181,705. -- R. 1876 ,, 1,233,976. 79 Ad 1. Wie wir im Abschnitt ,,Einnahmen11 bereits auseinandergesezt haben, muß der im leztjährigen Budget angenommene durchschnittliche Ankaufspreis von Fr. 1400 per Pferd wieder den diesjährigen Berechnungen zu Grunde gelegt werden, umsomehr als gutes Material, wie es für unsere Verhältnisse paßt, unter jenem Ankaufspreis nicht beschafft werden kann, und weil infolge des Pferdeausfuhrverbotes Deutschlands weiter liegende Bezugsquellen benuzt werden müssen. Der Ansaz für den Ankauf ist gegenüber dem Vorjahre deshalb größer, weil zu den Rekrutenpferden noch eine Anzahl Ersazpferde für eingetheilte Mannschaft hinzukommt, welcher Ersaz einem durchschnittlichen Abgang von 6 °,o, der erfahrungsgemäß stattfindet, entspricht. Für 1878 werden sich das ganze Jahr 1389 Pferde in den Händen der Mannschaft be-

302

finden, was zu 6 °/o Abgang 80 Ersazpferde erfordert. Hiezu 500 Rekrutenpferde zur Berittenmachung von 450 Rekruten : total 580 Pferde zu Fr. 1400 --= Fr. 812,000.

Die Krediterhöhung gegenüber dem Vorjahre ist somit lediglich der größeren Pferdezahl zuzuschreiben.

Ad 2. Die Kosten der Remontendepots müssen selbstverständlich infolge des gegenüber dem Vorjahre um 80 Pferde vermehrten Ankaufs steigen. In denselben sind die Abrichtung und Verpflegung der Remonten derjenigen Mannschaft Inbegriffen, welche vor 1875 instruirt worden ist. Der Einheitspreis dagegen ist derselbe geblieben.

Ad 3. Durch den jährlichen Abgang von 10 °/o in Folge üebertrittes in die Landwehr wird die Zahl der Berechtigten bei einem Kontroibestand von 1504 Mann im Jahr 1878 auf 1354 herabsinken, so daß die Reit.gelder sich auf den ausgesezten Posten vermindern werden.

Ad 4. Die Vergütung von l/io der Hälfte des Uebernahmspreises der Pferde ist zu bezahlen: a. Für Pferde vom Jahr 1875 : 416 Stük b . ,, ,, , , ; , 1876:377 ,, .

c. ,, ,, ,, ,, 1877:371 ,, .

d. ,, ,, ,, ,, 1878:450 ,, X Fr. 700 = Fr. 315,000, wovon 10 °/o mit oder zusammen für 1614 Pferde

.

.

. Fr.

. ,, .

,,

27,400 26,390 25,970

.

31,500

,,

. Fr. 111,260

Die zur Amortisation erforderliche Summe wird alljährlich um Vao des Schäzungspreises der Pferde steigen und erst dann stabil bleiben, wenn die gesammte Kavallerie mit Pferden des Bundes beritten sein wird.

Ad 5. Im Jahr 1878 werden 1614 Pferde zu inspiziren sein, was à Fr. 4 per Pferd die Summe von Fr. 6456 ausmacht.

Durch die Reduktion des Einheitspreises von Fr. 5 auf Fr. 4 übersteigt die Gesammtsumme troz der größern Anzahl der zu inspizirenden Pferde den leztjährigen Ansaz nur um Fr. 241.

··> Die diesjährigen Inspektionen haben bewiesen, daß die Ausgabe im Interesse des Fiskus .liegt; d. h. eine bessere Instandhaltung der Pferde zur Folge hat.

303

F. Equipementsbeitrag für Offiziere .

. Fr. 231,905

Mit Bundesbeschluß vom 21. Brachmonat 1877 haben Sie für die Equipementsentschädigung die Summe von Fr. 186,205 bewilligt, wovon die Details in der bezüglichen Botschaft enthalten sind. Durch die für das Jahr 1878 beantragte Vermehrung der Zahl der Offizierbildungsschüler wird eine Erhöhung jenes Kredits erforderlich werden. Gegenüber der Vorlage vom 1. Brachmonat abhin beziffert sich die Vermehrung der Offizierbildungsschüler: a. bei der Infanterie um 121 Mann à Fr. 200 = Fr. 24,200 b. ,, ,, Kavallerie ,, 3 ,, à ,, 500 = ,, 1,500 c. ,, ,, Artillerie ,, 40 ,, à ,, 500 = ,, 20,000 Total Fr. 45,700 um welchen Posten der im Juni bewilligte Kredit zu erhöhen, mithin auf Fr. 231,905 zu sezen ist.

B. 1877 Fr. 176,275. -- R. 1876 ,, 141,639. 20 Gr. Unterstüzung freiwilliger Schießvereine.

Wie wir bereits bei den obligatorischen Schießübungen bemerkt haben, ist für das künftige Jahr neuerdings eine Vermehrung der Theilnahme an den freiwilligen Uebungen in Aussicht zu nehmen, welche wir auf circa 5000 Mann veranschlagen. Die Zahl der Mitglieder der freiwilligen Schießvereine bestand den 15. Januar 1877 aus 48,073 Mann, hievon waren 36,659 Mann bezugsberechtigt.

Wenn wir die Wehrpflichtigen, welche 1877 und 1878 in den Vereinen, ihre Schießübungen durchmachen, auf 10,000 Mann sebäzen, und dieselben als bezugsberechtigt annehmen, so erfordert dies mit Rüksicht auf die Erhöhung des Munitionspreises, wodurch der Bundesbeitrag auf Fr. 3. 30 per Mann heranwächst, eine Summe von 46,659 Mann X Fr. 3. 30 = .

.

.

. Fr. 153,975 Sollte jedoch das Verhältniß der Bezugsberechtigten und der Mitgliederzahl sich günstiger als im Jahre 1876 erweisen, so müßte die Summe um so höher gestellt werden.

B. 1877 Fr. 110,000 R. 1876 ,, 92,707

Bundesblatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

22

304

I.

a.

b.

c.

d.

e.

H. Kriegsmaterial.

Unterhalt, Assekuranz, Lokalmiethe und Transportkosten.

Unterhalt und Assekuranz der Bewaffnung und des Kriegsmaterials sämmtlicher Waffengattungen .

. Fr. 140,000 Unterhalt und Assekuranz des Kasernenmaterials ,, 6,000 Lokalmiethen ,, 50,000 Transportkosten ,, 10,000 Dislokation des Kriegsmaterials in die Divisionskreise ,," 10,000

Fr. 216,000 Ad a. Obschon die gegen Fr. 3000 veranschlagte Umänderung, der für die Rekruten des nächsten Jahres bestimmten Peabody(: ewehre zu Lasten des Unterhalts fallen, behalten wir den leztjährigen Ansaz bei, in der Hoffnung in andern Richtungen Ersparnisse durchführen zu können.

Ad c und d. Die korpsweise Konzentration und der gemäß.

Art. 166 des Gesezes in diesem Jahr begonnene Uebergang eines Theils des früher kantonal verwahrten Kriegsmaterials in die eidg;nössisehe Verwaltung wird im Jahr 1878 weiter zu führen sein, und es scheint nun nach Kreiru der neuen Divisionszeughäuser geboten daß das Gesez (Art. 166, Ziff. 3) auch in Bezug auf das zum größern Theil bisher in kantonaler Verwaltung gestandene Material der Positionsartillerie vollzogen werde, d. h. daß die P ositionsfuhrwerke nebst der vorschriftgemäßen Munition von der ei dg. Verwaltung übernommen und entsprechend der voraussichtli chen Verwendung magazinirt werden, wozu vor Allem aus Lokale zu beschaffen sind, weil die der eidg. Militärverwaltung zur Verfügung stehenden Gebäude schon jezt ganz in Anspruch genommen si id. Ohne die Erhöhung des Kredits für Lokalmiethen kann somit dis Dislokation des bisher unzwekmäßig in der Schweiz vertheilten Pi isitionsmaterials nicht geschehen, es sei denn, daß die hohen Räthe den Bau der erforderlichen Magazine der Miethe vorziehen.

Ad e. Infolge der theilweisen Durchführung der Dislokation d s Kriegsmaterials kann der Ansaz auf Fr. 10,000 reduzirt werdenII. Neuanschaffungen.

Laut Bundesbeschluß vom 21. Juni 1877 wurden für Beschaffung von Kriegsmaterial bewilligt .

. Fr. 420,405. -- a . Generalstab .

.

.

.

.

.

,, -- b . Infanterie .

.

.

.

.

. ,, -- Transport

Fr. 420,405. --

305 Transport Fr. 420,405. -- c. Kavallerie .

.

.

.

. · .

,, 500. -- für Fortsezung der Anschaffungen von Modellen und Präparaten für Pferdekenntniß.

d. Artillerie ,, 14,000. -- wie im Vorjahre, davon entfallen : Fr. 1,000 dem Stabsbüreau, 2,000 der Modellsammlung und T ,, 11,000 für Greschüzuntersuchung u. Versuche der Artilleriekommission.

e. Genie ,, 1,000. -- Fr. 435,905. -- gleichwie irn Vorjahre für Anschaffung von Modellen und Instrumenten.

Kriegsmaterial I. Unterhalt .

. Fr. 216,000 II. Neuanschaffungen ,, 435,905 "Fr. 651,905" In das Budgetjahr 1878 fällt außer obigen Summen noch die Verwendung eines Theils der für die Beschaffung von neuem Gebirgsartilleriematerial bewilligten Kredite, was wir hier pro memoria anführen.

B. 1877 Fr. 634,890. -- R. 1876 ,, 531,743. 95 I. Militäranstalten und Festungswerke . Fr. 50,000. -- Wie im Vorjahre.

B. 1877 Fr. 50,000. -- R. 1876 ,, 48,145. 91 K. Stabsbüreau (topographische Abtheilung) B. J877 Fr. 122,000. -- R. 1876 ,, 125,000. -- 1) Besoldungen.

I. Topograph

n.

,, 122,000. --

Fr.

4,500. --

.

.

.

.

.

.

6) Assekuranz 7) Aushilfe und Tagelder .

.

.

.

.

8) Aufnahme für die Revision des Dufouratlases .

Fr. 8,600. -- ,, 6,000. -- ^ 10,000. -- ,, 92,900. -- ,, 800. -- ,, 600. -- ,, 1,600. -- ,, 1,500. -- Fr. 122,000. --

;o6 Der Ansaz entspricht demjenigen des Vorjahres.

Nach dem Arbeïtsgang der lezten Jahre sind für die topoj raphischen Aufnahmen, Revisionen und für die Publikation des i euen Atlases erforderlich Fr. 132,700, woran von den Kantonen geleistet werden: 39,800, so daß für Ziffer 4 das Erforderniß beträgt: fl Fr.

92,900.

Die in der Botschaft für das Budget des Jahres 1877 angegebenen Bedürfnisse für Aufnahme und Publikation werden in der Weise auch für 1878 vorgesehen, daß das eine Jahr entweder für ( ie Triangulation oder für die Aufnahmen oder für den Stich das ] Irforderniß größer ist und daß die andern Arbeiten entsprechend rìduzirt werden, indem vor dem Eingang der jährlichen Arbeiten eine genaue Abgränzung für das folgende Jahr nicht vorgesehen ·\ 'erden kann.

L . Militärpensionen .

.

.

. F r . 27,000. -- Zuschuß aus der Bundeskasse für die Militärpensionen des «Jahres 1878.

B. 1877 Fr. 50,000. -- R. 1876 ,, 25,526. 69 M. Kommissionen und Experten Wie im Vorjahre.

B. 1877 Fr. 9,000. -- R. 1876 ,, 8,580. -- N. Drukkosten B. 1877 R. 1876

. Fr.

9,000. --

,, 96,400. -- Fr. 100,000. -- ,, 118,473. 35

Gegenüber dem Vorjahre ist der Ansaz um Fr. 3600 herabgesezt worden, welche inskünftig bei den Waffenchefs verrechnet v erden.

307

III.

  1. Verwaltungskosten.
    1. Direktor .
    2. Adjunkt c. Büreauangestellte, ter, Wärter etc.

Regiepferdeanstalt.

.

. Fr. 5,000. . ,, 3,300. -- Berei.

. ,, 31,395. -- '· Fr. 39,695. -- 2) Fourageankäufe ,, 48,000. -- 3) Beschlag- und Veterinärkosten.

  1. Beschläge.

.

.

. Fr. 1,600. -- b. Veterinärkosten .

. ,, 3,200. -- ,, 4,800. 4) Transportkosten ,, 2,000. -- 0) Inventaranschaffungen ,, 31,750. -- 6) Zins des Betriebskapitals . ,, 6,600. -- 7 ) Verschiedenes .

.

.

.

.

.

. 6,755. --

Fr. 139,600. -- B. 1877 Fr. 137,600. -- R. 1876 ,, 120,356. 77 · Durch die Vermehrung des Pferdebestandes mußten die Ausäze der einzelnen Rubriken etwas höher gestellt werden. Einzig bei den Inventaranschaffungen konnte eine Reduktion stattfinden ; die ausgesezte Summe wird zur Ergänzung der Bestände ausreichen.

IV. Konstruktionswerkstätte.

  1. Verwaltungskosten.

a . Direktor .

.

.

. F r . 5,000. -- b. Buchhalter .

.

. ,, 3,000. -- c. Büreaubedürfnisse .

. ,, 900. -- d. Reisekosten .

.

. ,, 200. -- Fr.

9,100. --

2) Fabrikationskosten.

  1. Arbeiterlöhnungen .

. Fr. 69,925. -- b. Rohmaterial .

.

. ,, 80,800. -- c. Unkosten, Heizung, Licht ,, 17,000. -- ,, 167,725. JJebertrag " Fr. 176,825. --

:ì08 3) 4) 5) 6)

Inventaranschaffungen .

Zins des Betriebskapitals Zins des Liegenschaftskapitals Inventarabschäzung .

.

Uebertrag Fr. 176,825. -- .

.

. ,, 4,000. -- . ,, 4,800. -- .

.

. ,, 4,200. -- .

.

,, 3,600. -- Fr. 193,425. --

B. 1877 R. 1876

Fr. 250,600. -- ,, 221,974. 40

Ad 1. b. Unter Berüksichtigung der Leistungen des Titulars und den in den übrigen Etablissementen festgesezten Besoldungen fir ähnliche Stellen, wird eine Erhöhung um Fr. 200 beantragt.

Ad 5. Die Rechnung für 1876 weist eine Ausgabe von Fr. 3292 auf, wozu für 1878 die Verzinsung des Anbaues an die Werksfcätte hinzukommt.

V. Laboratorium und Patronenhülsenfabrik.

  1. Verwaltungskosten.
    1. Direktor .

.

b. Adjunkt c. Buchhalter .

d. Büreaubedürfnisse e. Reisekosten . .

.Fr.

. ,, . ,, . ,, . ,, ~

5,000. -- 3,200. -- 3,200! -- 1,500. -- 1,500. -- ; Fr.

14,400. --

2) Fabrikationskosten.

  1. Arheiterlfthnungen . Fr. 262,000. -- b. Rohmaterial ".

. ,, 943,970.-- c. Unkosten, Heizung.

Lieht .

.

'. ,, 65,627.60 -n ,, ,, ,,

1,271,597. 60 8,000. -- 32,000. -- 9,000. -- 45,000. --

,,

18,100. --

n

3) 4) 5) 6") 7)

Inventaranschaffungen .

.

.

Zins des Liegenschaftskapitals .

.

Rohgeschoße und unlaborirte Zünder .

Queksilber, Umschlagpapier und Karton zur Hülsenreserve .

.

.

.

.

.

Fr. 1,398,097. 60 B. 1877 R. 1876

Fr. 1,698,670. -- ,, 1,495,917. 75

w

309

Ad 5. Der Zins des Lieg£nschaftkapitals ist gegenüber der Rechnung für 1876 durch Hinzutreten der Verzinsung des auf die 'O neuen Bauten verwendeten Kapitals entsprechend vermehrt.

VI. Waffenfabrik.

  1. Verwaltungskosten.
    1. Direktor .

.

b. Buchhalter c. Büreaubedürfnisse d. Reisekosten .

.

. F r . 5,00,0. -- ,, 35200. -- . ,, 700. -- . ,, ' 500. -- Fr,

9,400. --

2) Fabrikationskosten a. Kontrole .

.

. Fr. 29,500. -- b. Arbeiterlöhnungen . ,, 115,920. -- c. Rohmaterial .

.

. ^ 490,000. -- d. Unkosten, Heizung, Licht fl 18,500. -- fl>

3) 4) 5) 6)

Inventaranschaffungen Unterhalt der Gebäulicbkeiten · Zins des Betriebskapitals .

Zins des Liegenschaftkapitals

,, ,, ,, ,,

653,920. -- 4,330. -- 1,000. 4,000. 5,750. --

Fr. 678,400. -- B. 1877 Fr. 864,600. R. 1876 ,, 976,274. 88 Ad 1. a. Die Besoldung des Direktors ist dem neuen Besoldungsgeseze gemäß um Fr. 200 reduzirt und demnach auf Fr. 5000 gebracht worden.

Ad 1. b. Die beantragte Erhöhung rechtfertigt sich durch die langjährige Dienstzeit des Titulars.

Ad 2. a. Zu den Kontroikosten sind auch die Ausgaben für Beschaffung der Einschießmunition und der Koutrolbedürfnisse hinzugerechnet, während im Vorjahre diese Ausgaben unter Rubriken 2, b und d verrechnet waren.

Ad 3. Ein Theil der Invenlarausgaben ist speziell für die Revolverfabrikation vorgesehen. Fällt diese abermals aus, so unterbleibt auch die Beschaffung der bezüglichen Inventargegeustände.

ÜJ10 Ad 6. Der Zins des Liegensphaftkapitals entspricht dem mit dem Kanton Bern vereinigten Miethvertrag.

1.

II.

IV.

V.

VI.

Rekapitulation.

Sekretariat .

.

.

. . .

.Fr.

29,100. -- Verwaltung*) ,, 13,351,267. 40 Regiepferdeanstalt 139,600. -- fl Konstruktiouswerkstätte . ,, 193,425. -- Laboratorium und Patronenhülsenfabrik ,, 1,398,097. 60 Waffenfabrik ,, 678,400. -- Fr. 15,789,890. --

*) Siehe Berichtigung im Budget.

E. Finanz- und Zolldepartement.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

Abtheilung Finanzen.

I. F i n a n z b ü r e a u.

Chef des Finanzbüreau und Departementssekretär Buchhalter Registratur ßuchhaltungsgehilfe Ein Kanzlist Verwaltungskosten für Liegenschaften u. Kapitalien

Fr.

,, ,, ,, ,, ,,

6,000 4,000 3,200 3,200 3,200 3,000

Fr. 22,600 II. K o n t r o l b ü r a. Büreauchef, bisher Adjunkt .

b. Erster Revisor c . Zweiter Revisor .

.

.

d . Zwei Revisionsgehilfen .

.

e. Aushilfe f . Inspektionskosten .

.

.

e a u.

.

.

.

.

.

.

.

.

.Fr.

,, . ,, .

.

,, . ,,

4,500 4,000 3,800 6,200 1,500 1,500

Fr. 21,500 B. 1877 Fr. 42,800. -- R. 1876 ,, 42,492. 53 Der Ansaz von Fr. 3000 für Verwaltungskosten für ,,Liegenschaften und Kapitalien01 gehört ihrer Natur nach unter das Finanzbiireau, sowie derjenige von Fr. 1500 für ,,Inspektionskostentt unter

311

das Kontrolbüreua Beide Ansäze werden unverändert beibehalten.

Der erstere kann namentlich aus dem Grunde nicht reduzirt werden, weil eine Anzahl auf der Thunallmend bestehende Privatrechte im Interesse der öffentlichen Sicherheit aufgehoben werden sollen, welche Aufhebung einige mit etwelchen Kosten verbundene Rechtsvorkehren zur Folge haben dürfte.

Für dringende Aushilfe auf dem Kontrolbüreau wird ein Ansaz von Fr. 1500 aufgenommen, wogegen derjenige für Revisionsgehilfen um Fr. 400 reduzirt werden kann.

a.

b.

c.

d.

e.

III S t a a t s k a s s e .

Staatskassier Adjunkt Gehilfe Münzverifikation: ein Gehilfe Abwart

Fr. 7,000 ,, 4,800 ,, 3,000 ,, 3,000 ,, 2,600 Fr. 20,400

B. 1877 Fr. 19,900. -- R. 1876 ,, 19,875. 35 Die Ansäze der Staatskasse bleiben unverändert, mit Ausnahme des Postens ,,Münzverifikation", welcher von Fr. 2500 auf Fr. 3000 erhöht wird, wogegen aber die bisher mit Fr. 2800 aus dem Münzreservefond besoldeten Münzverifikationsgehilfen wegfallen sollen.

Vorstehender Ansaz bildet mithin nicht nur keine Ausgabenvermehrung, sondern eine Ausgabenverminderung, indem dadurch oberwähnte Fr. 2800 künftighin wenigstens zum größern Theil erspart werden können.

IV. L i e g e n s c h a f t e n .

  1. Allmend in Thun: 1. Verwalter und Aufseher .

.

.

.Fr.

2. Bearbeitungskosten, Unterhalt der Gebäulichkeiten und Anlagen, Brandassekuranzgebühren u n d Verschiedenes .

.

.

.

.

. ,, 3. Erweiterung der Schußlinie (IV. Quote .

. ., B. 1877 Fr. 82,500. -- R. 1876 ,, 90,067. 75 Fr.

V. P u l v e r v e r w a 11 u n g.

  1. V e r w a l t u n g s k o s t e n .

. · .

. Fr.

B. 1877 Fr. 45,400. -- R. 1876 ,, 46,563. 55

1,500 11,000 70,000

82,500 45,000

312 a.

b.

c.

d.

e.

Centralverwalter .

Adjunkt .

.

Kopist und Abwart 4 Bezirksverwalter 5 Magazinwärter

.

-..

.

.

. Fr. 5,500 . r 4,000 . ,, 2,200 . ,, 16,000 ,, 11,100

f . Bureau- u n d Reisekosten

.

.

.

Fr. 38,800 ,, 6,200 Fr. 45,000

Die Ansäze bei a, b, c und d sind die gleichen wie im Budget pro 1877; bei e ist eine Erhöhung von Fr. 200. eingetreten infolge Aufbesserung der Gehalte zweier Magaziniers.

Der Ansaz für ,, B u r e a u - u n d R e i s e k o s t e n " ist gegenüber dorn Vorjahr abermals vermindert worden, und zwar um Fr. 600.

2) F a b r i k a t i o n s k o s t e n

a.

b.

c.

d.

.

..

.

. Fr. 378,000

B. 1877 Fr. 344,000. -- R. 1876 ,, 399,491. 84 4 Fabrikationschefs .

.

.

.

32 Arbeiter Fuhren und Taglöhne Material

. F r . 11,900 ,, 50,000 ,, 6,000 ,, 310,100 Fr. 378,000

Um die Besoldungsziffer des Contremaîtres der Pulvermühle C.iur derjenigen der übrigen Contremaîtres näher zu bringen, haben wir beim Posten a eine Erhöhung von Fr. 200 angesezt.

Die Ziffer der A . r b e i t e r l ö h n u n g e n bleibt die gleiche; ebenso diejenige d e r F u h r e n u n d T a g l ö h n e .

Die Berechnung des Bedarfs an F a b r i k a t i o n s m a t e r i a l stillt sich folgendermaßen: Salpeter: für 15,000 Kil. Jagdpulver à 78,78 °/o = Kil. 11,817 40,000 ,, Infanteriepulver à 75,75% = ,, 30,300 r 70,000 ,, Artilleriepulver à 78,27 °/o = ,, 54,789 v T, 300,000 ,, Sprengpulver à 75,75 °/o = ,, 227,250 25,000 ,, Sprengsaz à 60,60 o/o = ,, 15,150 T für 450,000 Kil.

Total Kil. 339,306 à 75 Rappen per Kil. = Fr. 254,479. 50

für ,, ·n ,, ,,

S chw efei: 15,000 Eil . Jagdpulver 40,000 ,, Infanteriepulver 70,000 ,, Artilleriepulver 300,000 ,, Sprengpulver 25,000 ,, Sprengsaz

à ,, ,, ,, ,,

für 450,000 Eil

für ,, ,, ,,

Kohlei 15,000 Eil .

40,000 ,, 70,000 ,, 300,000 ,,

10, 2 % 11,22% 9,18 % 11,22% 20,40 %


Eil. 1,530 ,, 4,488 ,, 6,426 ,, 33,660 5,100 fl

Total Eil. 51,204 à 30 Rappen per Eil. = Fr. 15,361. 20 Jagdpulver Infanteriepulver Artilleriepulver Sprengpulver

à 12,12% 14,14% fl 13,63% ,, 14,14 % n

für 425,000 Eil S ag m e h 1 : für 25,000 Eil. Sprengsaz

--·= Eil. 1,818 = ,, 5,656 = 9,541 = ,, 42,420

à Fr.

à à ,, à ,,

Eil. 59,435

1,363.

4,242.

7,155.

21,210.

50 75 -

Fr. 33,971. 25

à 20 % = Eil. 5000 à 20 Rp. per Eil. == Fr.

1,000. --

Fr. 304,811. 95 B r e n n - und S c h m i e r n i a t e r i a l

.

,,

yj

5,288. 05 ?

U

*

V

Total des Fabrikationsmaterials Fr. 310,100. -- 31 An k a u f v o n P u l v e r

il 4

4) R e p a r a t u r e n und U n t e r h a l t an Maschinen und Geräthen Fr. 40,000. -- B. 1877 Fr. 40,000. -- R. 1876 ,, 30,010. 71 Außer den gewöhnlichen, durch Abnuzung jeweilen nothwendig ' werdenden Reparaturen haben wir pro 1878 noch eine größere ! Extraarbeit vor, nämlich die Umänderung zweier Stampfwerke in ] .äuferwerke z u Lavaux. Eine Erhöhung d e s diesjährigen 5) T e c h n i s c h e U n t e r s u c h u n g e n proben

und PulverFr. 3,000. --

B. 1877 Fr. 1500.

R. 1876 ,, 772. 25

Da in Zukunft namentlich der Untersuchung des Kanonen] ulvers eine weitere Ausdehnung gegeben werden soll, dergestalt, ( aß auch die Kraftäußerung dieser Pulversorte mit dem Chronog raphen bestimmt wird, so muß mit Rüksicht auf die bedeutenden ] kosten, welche mit solchen Proben verbunden sind, der bisherige Kredit von Fr. 1500 auf 3000 erhöht werden.

6) P r o v i s i o n e n für den P u l v e r v e r k a u f .

. Fr. 135,900. -

B. 1877 Fr. 120,300. -- R. 1876 ,, 153,830. 97 Auf den büdgetirten Pulververkauf vertheilen sich die Provisionen wie folgt: 15,000 Kil. Jagdpulver à Fr. 2. 80 per Eil. = Fr. 42,000 Provision 15 % 40,000 ,, Infanteriepulver ,, ,, 2. -- fl ,, = ,, 80,000 keine Provision an das eidg. Laboratorium geliefert.

70,000 ,, Artilleriepulver à Fr. 2. 60 per Kil. = ,, 182,000 Provision 30 % 300,000 ,, Sprengpulver ,, 1. 60 ,, ,, = ,, 480,000 ,, 15 °/o fl 25,000 ,, Sprengsaz ,, ,, -. 80 ,, ,, = ,, 20,000 ,, 15 «/o 0

Fr. 804,000

450,000 Kil.

7) F r a c h t e n B. 1877 R. 1876 Im Jahre 1876 stiegen die Frachtkosten auf pro 1877 sind dieselben auf Fr. 8 berechnet; wir

.

n = ,, = ,, = ,,

6,300 54,600 72,000 3,000

Fr. 135,900 Fr. 36,000

Fr. 36,000. -- ,, 51,068. 53 Fr. 8. 30 per 100 Kil. verkauften Pulvers. Im Budget nehmen den nämlichen Ansaz an.

8) Z i n s des B e t r i e b s k a p i t a l s

Fr.

32,400

B. 1877 Fr. 37,200 R. 1876 ,, 37,200 Ende 1876 betrug das Betriebskapital der Pulververwaltung Fr. 809,765. 63 Zins à 4 °/o gleich Fr. 32,390. 60; abgerundet Fr. 32,400.

05 W

316

9) Z i n s des L i e g e n s c h a f t k a p i t a l s . Fr. 17,100 B. 1877 Fr. 16,400. -- R. 1876 ,, 16,396. 30 Ende 1876 betrug das Liegenschaftkapital der Pulververwaltung Fr. 427,522. 49. Zins à 4 °/o = Fr. 17,100. 90; abgerundet Fr. 17,100.

10) I n v e n t a r a n s c h a f f u n g e n

.

. Fr. 5,000

B. 1877 Fr. 15,000. -- R. 1876 ,, 6,572. 50 Diese Summe beschlägt einzig und allein den Ersaz der durch den Verbrauch abgehenden Maschinen, Geräthe und Utensilien.

Außerordentliche Anschaffungen sind nicht vorgesehen.

11) V e r s c h i e d e n e s .

.

.

B. 1877 Fr. 14,200. -- R. 1876 ,, 13,408. 39 a. Inventarabgang .

.

. F r . 12,000 b. Assekuranz .

.

. ,, 2,000 c. Unvorhergesehenes .

. ,, 600

Fr. 14,600

Fr. 14,600 Inventarabgang und Assekuranzen weisen die gleichen Ziffern iuf wie im Budget pro 1877.

VI. M ü n z v e r w a l t u n g .

... Verwaltungskosten: a. Direktor .

.

.

.

.

.

b. Buchhalter und Verifikator .

.

c. Essayeurs nebst Büreaukosten .

\1:. Fabrikation: a. Münzmechaniker

.

.

b . Arbeitslöhne

.

,

.

.

.

.

.

.

.Fr.

. ,, ,, Fr.

5,000 ° 3,600 2,000 10,600

.Fr.

2,600

,,

35,000

317 c. Metallbeschaffung: 1) Silbermünzen : Zweifrankenstüke Halbfrankenstüke

.

.

.

.

Kil. 10,000 ,, 2,500

Kil. 12,500 enthaltend : 835 °/oo Silber = 10437.500 à Fr. 205 Fr. 2,139,687 165 °/ooKupfer=: 2062.500 à ,,2.30 ,, 4,744 Fr. 2,144,431 ,, 12,866'

Fabrikationsabgang 6 °/oo

Fr. 2,157,297 2) Billonmünzen à 20 Rp. = Kil. 3250 15°/oSilber=Kil. 487.500 à fr. 205. -- Fr.

65 ,, Kupfer = ,, 2112.500 ,, ,, 2.30 ,, 10 ,, Nikel = ,, 325.000 ,, 34. -- 10 ,, Zink = ,, 325.000 ,, ,, --. 80 ,, 100 3250.000 Fabrikationsabgang 5 °/o .

.

·

3) Kupfermünzen von l Rp. = Kil. 1500 1500 Plättchen à Fr. 3. 60 per Kilo = Fabrikationsabgang 6 °/oo .

.

99,937 4,859 11,050 260

Fr.

-n

116,106 5,806-

Fr.

121,912,

Fr.

,,

5,400324

Fr.

5,724

Total für Fabrikation und Metallanschaffung . Fr. 2,284,933 d. Verbrauchsgegenstände, inbegriffen Fr. 1500 für einen neuen 20-Rp.-Avers-Stempel . Fr.

3 . Inventaranschaffungen .

.

.

4. Reparaturen .

.

.

.

5. Zins des Betriebskapitals 6. Uebertrag auf den Münzreservefond .

.

.

.

28,000

Fr. 2,350,533 2,500 f l ,, 4,000 ,, 16,000 . ,, 328,867

.

Fr. 2,712,500 Ueber die vorliegenden Ausgabeposten ist Folgendes zu bemerken : 1) Die Verwaltungskosten bleiben unverändert. 2) Das zur Fabrikation erforderliche Silber ist wegen der öftern Schwankungen

318 zum Durchschnittspreis von Fr. 205 per Kilo feiu , also ungefähr gleich angenommen, wie der dermalige Kurs beträgt.

Für die Prägung von Zwanzigrappenstüken muß neues Metall verwendet werden. Die alten Stüke sind nämlich deßhalb nicht wohl verwendbar, weil die neue weichere Legierung mehr Kupfer und Zink enthält, welche beide Metalle aber der alten Legierung nicht zugefügt werden könnten, ohne den Silbergehalt derselben herabzusezen. Die Sache bietet indessen einen wesentlichen Uebelstand nicht, indem die jezigen Zwanzigrappenstüke, welche nur successive aus dem Verkehr zurükgezogen werden sollen, dazu bestimmt sind, die abgehenden Fünf- und Zehnrappenstüke zu ersezen. Dieselben zirkuliren namentlich in ziemlich starkem Maße auch längs der französischen und italienischen Grenze und scheinen dort beliebter zu sein, als die kupfernen Ein- und Zweisousstüke, welche ihrer Größe wegen kein bequemes Zirkulationsmittel sind. Im Uebrigen verweisen wir an dieser Stelle auf die beiden Botschaften, betreffend ·den Rükzug der Zwanzigrappenstüke (25. August und 30. Winter·monat 1875). 3) Bei den Verbrauchsgegenständen ist die Anschaffung eines neuen Onginalstempels für den Avers (Wappenseite) der Zwanzigrappenstüke mit Fr. 1500 vorgesehen. 4) Die Posten für Anschaffungen und Reparaturen sind ähnlich wie im Vorjahre, und es stehen keine besondern Ausgaben bevor.

Der muthmaßliche Gewinn auf dem nächstjährigen Betrieb der Münzstätte im Betrage von Fr. 328,867 , welcher gesezlicher Vor.schrift gemäß dem Münzreservefond zufließt, würde sich effektiv bedeutend geringer stellen, wenn die Münzstätte den auf der Umprägung der 800/iooo feinen Scheidemünzen in 835 /mon feine sich erzeigenden Verlust zu tragen hätte. Da dieser Verlust aber seiner Natur nach dem Münzreservefond gehört, so stellt sich die Betriebsrechnung der Münzstätte desto günstiger und der Reservefond, dessen Kapital über anderthalb Millionen steht, wird gleichwohl noch einen mäßigen Zuschuß erhalten.

Abtheilung Zölle.

Z o 11 v e r vv a l t'u n g.

I.

G e h a 11 e

Fr. 862,900

B. 1877 Fr. 862,900 R. 1876 ,, 829,062 Indem wir die Beibehaltung des Ansazes im Budget für 1877 ·auch pro 1878 beantragen, machen wir aufmerksam, daß derselbe Fr. 6000 weniger beträgt als im Jahre 1876. Tiefer herabzugehen

319 erscheint uns unthunlich. Der Waarenverkehr konzentrirt sich mehr und mehr auf die Zollstätten in Bahnhöfeh, deren Personal deßhalb von Zeit zu Zeit verstärkt werden muß, während die Straßenzollstätten dennoch mit Rüksicht auf die Grenzbevölkerung in ihrem bisherigen Bestände beibehalten und überdies da und dort bei Eröffnung neuer wichtiger Straßen neue Zollbezugsposten aufgestellt werden müssen. Schon jezt machen wir überdies aufmerksam, daß die Einführung eines neuen Zolltarifs und einer ausgedehntem Handelsstatistik eine bedeutende Vermehrung des Zollpersonals bedingen wird. Die daherigen Mehrkosten werden für das nächste Budget noch nicht in Betracht gezogen, da das Inkrafttreten des neuen Zolltarifes für das nächste Jahr noch nicht in Aussicht zu nehmen ist.

Eine Anzahl in Frage kommender Besoldungserhöhungen gedenken wir bei Festsezung des Besoldungsetats pro 1878 inner den Schranken des Budget nur insoweit zu berüksichtigen, als solche in einzelnen Fällen sich ganz besonders begründet erweisen. Für den II. Sekretär der Oberzolldirektion wurde eine Bcsoldungserhöhung von Fr. 100 in Aussicht genommen, ohne indessen dadurch das Total der Gehalte für die Oberzolldirektion zu vermehren.

Die Totalsumme -von Fr. 862,900 für Gehalte würde sich auf folgende Unterrubriken der Büdgetabtheilung I vertheilen: a. O b e r z o l l d i r e k t i o n .

.

.

B. 1877 Fr. 35,800 b. Z o l l g e b i e t s d i r e k t i o n e n .

., B. 1877 Fr. 122,800

.Fr.

.

c. Z o l l s t ä t t e n

35,800

,, 122,800 ,, 704,300

B. 1877

Fr. 704,300

II. R e i s e k o s t e n u n d E x p e r t i s e n .

B. 1877 Fr. 13,000 R. 1876 ,, 9,556 · Mehr büdgetirt als für das Jahr 1877 .

.

,,

.

Fr.

14,000

1,000

In der Voraussicht, daß Ergänzungsarbeiten und weitere außerordentliche Expertisen in Bezug auf den projektirten neuen Zolltarif erforderlich werden, sowie im Hinblik auf die übrigen Anforderungen an diesen Büdgetkredit, wofür wir uns auf das in der lezijährigen Büdgetbotschaft (Bundesbl. 1876, IV, 491 und 492) Gesagte beziehen, glauben wir nicht unter der beantragten Summe bleiben zu dürfen.

Bundesblatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

23

320 III. Bür e a u k o s t e n B. 1877 Fr.

R. 1876 ,, Mehr büdgetirt a l s p r o 1877 1. M i e t h e n der B u r e a u x u.

B. 1877 Fr.

R. 1876 ,,

Fr. 140,000 137,000 121,614 .

.

s. w.

60,000 52,729

.

.

. F r . 3,000 ,, 60,000

2 . H e i z u n g u n d B e l e u c h t u n g u n d Besorg u n g der B u r e a u x u. s. w.

.

.

,, 27,500 B. 1877 Fr. 27,500 R. 1876 ,, 25,126 3. B u r e a u bedürfnisse und D r u k s a c h e n : a. Büreaubedürfnisse für die Oberzolldirektion, die Gebietsdirektionen und die Zollstätten .

,, 12,000 B. 1877 Fr. 12,000 R. 1876 ,, 9,388 b. Druksachen und Zollscheinformulare, Register, lithographische Arbeiten, Buchbinderlöhne ,, 35,000 B. 1877 Fr. 32,000 R. 1876 ,, 29,051 Auf diese Unterabtheilung fällt die Mehrbüdgetirung um Fr. 3000 diese wird begründet durch die in Aussicht zu nehmenden Kosten für die definitive Druklegung des projektirten neuen Zolltarifes und aus lezterm hervorgehende Abänderung bisheriger Form und Aufstellung neuer Formulare- für Tabellen, Kontrolen etc. der gesammten Zollverwaltung.

4. N e b e n a u s g a b e n : Spetterlöhne, Waagdienst, Güterrevision, Frachten, Porti, Telegramme etc. Fr.

B. 1877 Fr. 5,500 R. 1876 ,, 5,318

5,500

IV. M o b i l i a r und G e r ä t s c h a f t e n .

. ,, 30,000 B. 1877 Fr. 8,000 R. 1876 ,, 6,969 Mehr büdgetirt als pro 1877 .

.

.

. F r . 22,000 Diese Mehrausgabe hängt hauptsächlich mit der hienach bei Rubrik V. ,,Grenzschuz"1 vorgeschlagenen Krediterhöhung zusammen,

321

und wir verweisen auf die an jener Stelle angebrachte eingehendere Begründung.

Der bisherige Kredit von Fr. 8000 ist ausreichend für die Bestreitung der gewöhnlichen Anschaffungen von Mobiliar und Geräthschaften für den Zolldienst.

Hiezu nehmen wir für das nächste Jahr die theilweise Neubewaffnung der eidg. Grenzwachtmannschaft in Aussicht. Die gegenwärtige Bewaffnung derselben besteht in einem Rollgewehr à piston ältester Ordonnanz und einem Säbel. Wir beabsichtigen, diese Bewaffnung durch einen Karabiner mit Repetirladung nach dem Modelle derjenigen für die schweizerische Kavallerie und mit einem Haubajonnett zu ersezen.

Vorläufig würde sämmtlichen Grenzwachtposten je ein solcher Karabiner zugetheilt; die gänzliche Durchführung dieser Bewaffnung auf 2 bis 3 Jahre vertheilt und mit dieser Anschaffung im Jahre 1878 begonnen.

Eine weitere beträchtliche Anschaffung würde erforderlich für die Ausrüstung einer Anzahl Grenzwachtposten, wenn solche künftig mit eidgenössischen Grenzwächtern anstatt der bisher verwendeten kantonalen Polizeimannschaft besezt würden. Es bestünde diese Ausrüstung in Betteffekten, Kochgeschirr, Tischen, Stühlen, Kasten u. dgl.

Q

V. G r e n z s c h uz B. 1877 Fr. 400,000 R. 1876 ,, 388,993 Mehr büdgetirt a l s p r o 1877 .

.

.

Fr. 425,000

. F r . 25,000

Die Forderungen mehrerer Kantone , von denen gegenwärtig Verträge bezüglich der Besorgung des zollamtlichen Grenzwachtdicnstes^durch kantonale Polizeimannschaften gekündigt sind, steigern sich so sehr, daß die Zollverwaltung zu der Nothwendigkeit gedrängt wird , eigene Grenzwachtmannschaft aufzustellen, falls ein neues befriedigendes Abkommen mit den betreffenden Kantonen nicht erzielbar ist.

Ein weiterer Beweggrund hiefür liegt auch darin, daß die kantonale Polizeimannschaft in einzelnen Kantonen in einem den Grenzwachtdienst empfindlich beeinträchtigenden Maße zu kantonalpolizeilichen Verrichtungen in Anspruch genommen wird und deßhalb nicht dasjenige für die Zollverwaltung leistet, was diese vermöge der den Kantonen entrichteten Entschädigung zu verlangen berechtigt ist. Andern Ortes ferner, wo der Grenzwachtdienst sich

322

ebensosehr im Interesse des kantonalen Ohmgeldes als in demjenigen des eidgenössischen Zolles vollzieht, wird dieser Thatsache nicht genügend Rechnung getragen und die Zollverwaltung vielmehr um Erhöhung der Entschädigung auf den annähernd vollen Betrag der Kosten für die betreffende Mannschaft angegangen.

Wenn die Kosten der Aufstellung eidg. Grenzwächter in solchen Kantonen, mit denen kein ersprießliches diesfälliges Vertragsverhältniß mehr erzielt werden kann, voraussichtlich nicht geringer zu stehen kommen als bei der bisher bestandenen Einrichtung, so hat hingegen die beabsichtigte Maßregel den Vortheil, daß die Zollverwaltung vollständig über ihre Mannschaft verfügen und daß leztere williger einen Dienst versehen wird, zu dem sie sich einzig und ausschließlich bestimmt weiß.

VI. V e r s c h i e d e n e s

Fr. 75,000

B. 1877 Fr. 150,000 R. 1876 ,, 143,677 Weniger büdgetirt als pro 1877 .

.

. Fr. 75,000 Der beantragte Kreditansaz ist auf die Berechnung gegründet, daß diese Ausgabenverminderung bei dem gegenwärtigen Stande des schweizerischen Eisenbahnnezes auf den Rükvergütungeu für Eisenbahnschienen erster Anlage zu erzielen sei, da die Einfuhr von solchen im kommenden^ Jahre schwerlich von wichtigem Belange sein wird als in diesem Jahre, wo die Zollrükvergütungen für Schienen erster Anlage bis jezt nur einen kleinen Theil des Büdgetkredites in Anspruch genommen haben.

Der Ansaz für ,,Verschiedenes" vertheilt sich wie folgt: 1. Z o l l r ü k v e r g ü t u n g e n : a. für Eisenbahnschienen (G. S. 1875, I, 240) Fr. 25,000 B. 1877 Fr. 100,000 R. 1876 ,, 143,677 Weniger büdgetirt als pro 1877 ,, 75,000 b. Uebrige Rükvergütungen ,, B. 1877 Fr. 10,000 R. 1876 ,, 5,418 2. E n t s c h ä d i g u n g e n f ü r a u ß e r o r d e n t l i c h e Aushilfe, 3. U n t e r h a l t von G - e r ä t h e n , B r a n d a s s e kuranz,

10,000

323

4. G e l d v e r k e h r , 5. G e r i c h t s k o s t e n , 6. U n v o r h e r g e s e h e n e s : Besoldungsnachgenuß,etc.Fr. 40,000

B. 1877 Fr. 40,000 R. 1876 39,997

F. Eisenbahn- und Handelsdepartement.

I. Eisenbahnabtheilung.

  1. B e s o l d u n g e n : 1 . Drei Inspektoren .

.

.

.

. Fr.

2 . Bureauchef .

.

.

.

.

. ·n 3. Adjunkt des administrativen Inspektors ·n 4. Büreaugehilfe des technischen Inspektors ·n 5 . Kontroiingenieure .

.

.

.

. ï) 6 . Registratur .

.

.

.

.

. 7) 7 . Statistiker .

.

.

.

.

.

.

11 8 . Uebersezer u n d Kanzlist .

.

.

. ·n 9 . Kopiaturen .

.

.

.

.

. ·n 10. Aushilfe .

.

.

.

.

.

·n

24,000 6,000 5,000 4,000 30,500 4,000 3,300 3,200 3,200 12,800

Fr.

96,000

·n

10,000

·n ti n ·n n

12,000 1,200 1,200 2,800 5,600

Fr.

22,800 200

b. R e i s e e n t s c h ä d i g u n g e n u n d E x p e r t i s e n c. B ü r e a u k o s t e n : 1. Druk- und Lithographiekosten 2. Literarische Anschaffungen 3. Technische Büreaubedürfnisse 4 . Allgemeine .

.

.

f l 5. Drukkosten für Eisenbahnstatistik * d. U n v o r h e r g e s e h e n e s

11 Fr. 129,000

B. 1877 Fr. 130,000. -- R. 1876 ,, 151,868. 47 a. B e s o l d u n g e n : Ad 5. Um die im Betriebe befindlichen Eisenbahnlinien, zirka 2500 Kilometer, nur einmal im Jahre zu begehen, bedarf es zirka 250 Tage, die Hin- und Herreise Inbegriffen. Für außerordentliche

324 Begehungen und Untersuchungen zu besondern Zweken sind, ebenfalls 250 Tage zu rechnen. Dann müssen für Büreauarbeiten mindestens eben so viele Tage wie für den ganzen äußern Dienst in Anschlag gebracht werden. Diese 1000 Tage entsprechen der vollen Arbeitszeit von 3 Kontroiingenieuren. Für den allgemeinen Dienst, für Ausarbeitung von allgemeinen Vorschriften, Normalien, Zeichnungen, Berechnungen etc., sowie als Ersazmann in dringenden Fällen und bei Abwesenheit der andern Kontroiingenieure ist ein vierter Beamter dieser Klasse unentbehrlich. Vier Kontroiingenieure für den Bahnbau sind demnach auch jetzt wo fast keine Eisenbahnen mehr im Bau begriffen sind, unbedingt erforderlich, um die dem Bunde auffallenden Aufgaben, selbst wenn sie in den engsten Rahmen gedrängt werden, zu erfüllen.

Die zwei Kontroleure für das Betriebsmaterial haben gegenwärtig zirka 540 Lokomotiven und eine viel größere Anzahl von Wagen zu beaufsichtigen. Jede Kesselprobe erheischt durchschnittlich l Tag; werden die Kessel alle 3 Jahre probirt, so nimmt diese Arbeit jährlich zirka 180 Tage in Anspruch. Die Kontrole des Wagenmaterials, der mechanischen Einrichtungen und der Signale, sowie die Büreauarbeit absorbiren mehr als diese Zeit, so daß ein einziger Kontroiingenieur für die Geschäfte dieser Art nicht ausreichen würde. Der häufige Eintritt des Falles, daß gleichzeitig an zwei Orten die Anwesenheit eines Kontroiingenieurs nöthig wird, gestattet überhaupt nicht die Beschränkung auf e i n e n Beamten dieser Kategorie.

Wenn sich aus Vorstehendem ergibt, daß bei knappester Begrenzung des Thätigkeitskreises der Aufsichtsbeamten l der 5 für den Bahnbau angestellten Kontroiingenieure eliminirt werden könnte, und wenn wir trozdem den Ansaz des Vorjahres beibehalten, so lassen wir uns dabei von folgenden Gründen leiten: Die gegenwärtig ziemlich allgemein vorwaltende Tendenz der Bahnverwaltungen, die Ausgaben für Bahnunterhalt möglichst einO , ö O zuschränken und das Transportmaterial möglichst auszunuzen gebietet eine Verschärfung der Kontrole, insbesondere eine zweimalige Begehung mancher Streken des Eisenbahnnezes. Dazu genügen 4 Beamte um so weniger, als gerade in der Zeit, wo die Inspektionen vorgenommen werden müssen, der Militärdienst große Anforderungen stellt; bis Mitte September weist das Jahr 1877 eine Dienstzeit von 26 Wochen (auf e i n e n Mann gerechnet) auf.

Sodann ist in hohem Grade wünschbar, sich nicht auf das unabwendbar Nothwendige zurükziehcn zu müssen. Der Arbeiten, die gemache werden sollten und die den jezigen vollen Personalbestand des technischen Bureau verlangen, gibt es noch sehr viele.

325 Wir erwähnen beispielsweise : Verifikation der Distanzen (mit Bezug auf einige Streken wo die vorläufigen Erhebungen von einander abweichen, liegt bereits die Notwendigkeit vor, sie in kontradiktorischem Verfahren nachzumessen), genaue Aufnahme der auf jeder Station bestehenden Signalvorrichtungen, durchgehende Kontrole darüber, ob die Bahnbediensteten auf der ganzen Linie » mit den zum Signalisiren dienenden Objekten versehen und mit der Signalordnuug vertraut seien, Erhebungen über den Bestand und die Vertheilung der für die Bahnunterhaltung bestimmten Angestellten und Arbeiter; Zusammenstellung der Pläne nach Kategorien (Brüken, Tunnels, Unter- und Oberbau-, Schienenprofile, Wegübergänge etc.), eventuell Anfertigung der hiezu nöthigen Kopien, Aufstellung, verschiedenartige Gruppirung und Vervielfältigung der Längenprofile, Einzeichnung der nachträglichen Aenderungen (Eröffnung und Erweiterung von Stationen etc.) in die im Archiv liegenden Pläne, u. s. w.

Endlieh würde in dem, wie zu hoffen steht, bald eintretenden Falle, daß die Bauten an der Gotthardbahn wieder aufgenommen werden können, die Kontrolirung dieser schwierigen, weitläufigen und abgelegenen Arbeiten schon auf dem Fuße der bisher geübten Aufsicht und noch mehr, wenn der Bund diesfalls noch weiter gehende Pflichten zu übernehmen hätte, das sämmtliche jezt beim Gotthardinspektorate beschäftigte Personal, sowie die vom technischen Bureau allenfalls zu leistende Aushilfe vollauf in Anspruch nehmen, ja wahrscheinlich die Zuziehung weiterer Techniker erheischen.

Bis zum Ablatif der drei Jahre, für welche die Kontrolingenieure gewählt sind (31. März 1878), werden sich jedenfalls die Verhältnisse des Gotthardbahnunternehmens abklären. Dannzumal wird es angezeigt sein, die Frage der Reorganisation des technischen Inspektorates gründlich zu prüfen. Bis dann aber ist kein Grund zu der Besorgniß vorhanden, daß die Thätigkeit desselben den darauf verwendeten Kosten nicht entspreche.

Ad 7 u n d 8. Etwelche Aufbesserung entsprechend den Leistungen.

Ad 10. Diese Summe zerfällt in folgende Posten: a. Fr. 5000 für einen Gehilfen des Gotthardinspektors. Wir verweisen in dieser Beziehung auf unsere Botschaft zum leztjährigen Budget.

b. Fr. 7800 für zwei Gehilfen des administrativen Inspektorates.

Nachdem die Geschäfte lezterer Abtheilung im laufenden Jahre nicht nur keine Abnahme erfuhren, sondern an Zahl

326 sowohl wie an Wichtigkeit stets wuchsen (im ersten Semester 1877 waren ihr 1332 Einlaufe zu überweisen), sahen wir uns genöthigt, dem Departemonte für das zweite Semester 1877 einen Kredit von Fr. 1500 im Maximum zur Besoldung eines zweiten Gehilfen zu bewilligen, und wir müssen nunmehr denBüdgetansaz für 1878 wieder aufnehmen, welchen die Bundesversammlung für das Jahr 1877 verweigert hat. Wir verkennen nicht das Gewicht des Postulates, daß nur im Wege des Gesezes, nicht auf dem Wege des Budget, neue Stellen zu schaffen seien ; trozdem nehmen wir auch heute noch Anstand, Ihnen- eine Revision des Gesezes über die Errichtung und Besoldung der Beamtungen des Eisenbahn- und Handels" départements, vom 22. Januar 1874, zu befürworten. Denn aus mehr als einem Grunde (wegen des künftigen Verhältnisses zur Gotthardbahn, wegen der allgemeinen Lage der Eisenbahnunternehmungen etc.) kann eine Aenderung in der Organisation des Departements in naher Zukunft sich als nothwendig erweisen ; die 2 Stellen selbst, für welche hier ein Kredit nachgesucht wird, können mit Gewißheit auch nicht als ständige bezeichnet werden. In solchen außerordentlichen Umständen haben denn auch die Räthe wiederholt ähnliche Kredite bewilligt.

b. R e i s e e n t s c h ä d i g u n g e n u n d Expertisen.

Nach den Rechnungsergebnissen von Anfang 1874 bis Ende August 1877 müssen Fr. 8000 rund als Betrag der regulären, gleichförmig jährlich wiederkehrenden Ausgaben dieser Rubrik betrachtet werden; darin sind die Kosten für die jährliche Verifikation der Arbeiten am Gotthardtunnel inbegriffen. Nach den Erfahrungen der lezten Jahre kommen aber ebenso regelmäßig außergewöhnliche, im Speziellen nicht vorauszusehende Ausgaben hinzu, so im vorigen Jahre (1876) Fr. 22,000 für die Feststellung des vorläufigen Entwurfs einer internationalen Vereinbarung über Eisenbahnfrachtverkehr und für die Gotthardbahnexpertise, im laufenden Jahre bereits zirka Fr. 2300 für die Rekonstruktion der Gotthardbahn, diejenige der Nordostbahn, die Untersuchung der schweizerischen Eisenbahnverhältnisse im Allgemeinen etc. Der im Budget angenommene O CJ o Ansaz bleibt ziemlich weit unterhalb der Mitte zwischen dem Durchschnitt der regulären Ausgaben (Fr. 8000) und zwischen demjenigen der faktischen Gesarnmtauslagen (zirka Fr. 13,900) seit Neujahr 1874.

327 c. B ü r B a u k o s t e n .

Ad 1. In den 4 Jahren 1873--1876 wurden für Druk- und Lithographiearbeiten (die offizielle Eisenbahnkarte inbegriffen) brutto ausgegeben Fr. 79,108. 05 Davon gehen ab netto daraus erlöste .

.' ,, 15,624. 85 Es verbleibt eine Nettoausgabe von .

. Fr. 63,483. 20 oder jährlich zirka Fr. 15,870.

Unter jenen Bratto-Ausgaben sind freilich einige besonders bedeutende Posten, welche nicht so bald oder gar nicht mehr wiederkehren dürften, so für die große Eisenbahnkarte .

.

. F r . 2,402. 50 ,., ,, graphische Darstellung der Signale .

,, 9,620. 20 ,, ,, Distanzenkarte mit Distanzenzeiger . ,, 1,134. -- ,, ,, Rekonstruktion der Gotthardbahn . ,, 13,390. 80 ,, das Pfandbuch ,, 378. 40 Fr. 26,926. 90 So bleiben als Ausgaben für Bedürfnisse, welche, wenn auch nicht in ihrer spezies, so doch in ihrem genus als stationäf zu betrachten sind: Fr. 56,182. 15 oder jährlich zirka Fr. 14,000 brutto, oder, nach dem bisherigen Verhältnisse zirka Fr. 10,500 netto.

Mit einem Reste der auf die Rekonstruktion der Gotthardbahn bezüglichen Druk- und Lithographiekoiten belastet, wird das laufende Jahr mit diesem Durchschnitt nicht ausreichen. Da auch das künftige außerordentliche Ausgaben bringen und da sich namentlich das Verhältniß zwischen Brutto- und Nettoausgabe verschlechtern dürfte, so bleiben wir bei dem für 1877 angenommenen Ansaz von Fr. 12,000.

Ad 2 u n d 3. Gleicher Ansaz wie in frühern Jahren, durch die Rechnungsergebnisse als richtiger Durchschnitt erwiesen.

Ad 4. Die vorstehende Bemerkung trifft im Wesentlichen auch hier zu. Die Ergebnisse der 8 ersten Monate von 1877 kündigen eine kleine Ueberschreitung des Budgets an. Es wurden ausgegeben : für Telegramme, Porti und Frachten .

. Fr. 830. -- ,, Buchbinderarbeiten .

.

.

.

.

. 753. 1 5 .

.

.

. · . ,, 320. 65 v Schreibmaterialien ,, Zeitungsabonnemente, Annoncen, Zirkulare, Verschiedenes ,, 318. 85 Fr. 2222. 65

Ad. 5 Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft über die bereits publizirten und die in Aussicht genommenen Arbeiten für Eisenhahnstatistik und die Kostenverhältnisse:

Statistische Arbeiten.

  1. Allgemeine und spezielle Statistik pro 1868 2. Formular für die Statistik pro 1873 . . .

3- r ,, ,, ,, ·» n 1868--1873 4 Spezielle Statistik pro 1873 5. Recluzirie ,, ,, 1868--1873 . . .

6. Formular für die Statistik pro 1874--1876 7. Reduzirte Statistik pro 1874-- 1876 . .

8. Formular für die Statistik pro 1877 und überhaupt d i e künftigen Jahre . . . .

9. Allgemeine Statistik pro 1868--1876 . .

10 Statistik pro 1877 Budget und Nachtragskredite

Zeit der Herausgabe.

Januar Oktober November Dezember Mai Juni Etwa März

1874 1875 1875 1876 1877 1877 1878

Kosten.

1877.

1878.

1875.

1876.

Fr.

Fr.

Fr.

Pr.

Vom D ep. d. Innérn bieraustgegeben : 400 132 1200 2762 91 2360 295 [4000] [1000] [4600]

Etwa Aug. 1878 Anfang 1879 2500

6000

4600

5600

Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich a uf erst noch zu machende Ausgaben, Die Fr. 460C für N i1. 9 berechnen sich wie folgt: 15 Bogen in 1200 Exemplaren zu Fr. 250 = Fr. 3750 1200 Eisenbahnkärtchen .

. ,, 000 Unvorhergesehenes .

. ,, 250 Fr. 4600

··*

329

IT. Handelsabtheilung.

  1. Besoldungen: 1) Handelssekretär 2) Uebersezer und Kanzlist .

.

.

b. Reisen, Expertisen , Kanzleiaushilfe , Anschaffungen c. Weltausstellung in Paris

Fr.

,,

5,000 3,200

,, 12,000 ,, 235,000

Summa Fr. 255,200 B. 1877 Fr. 71,200. -- R. 1876 ,, 181,872. 20 Die Ansäze unter a und b sind die gleichen, welche auch pro 1877 ins Budget aufgenommen worden sind und voraussichtlich ausreichen.

Der Ansaz unter c stüzt sich auf den Bundesbeschluß vom 27. März 1877, womit für die Betheiligung der Schweiz an der im Jahre 1878 in Paris abzuhaltenden internationalen Ausstellung ein Kredit von Fr. 380,000 ausgesezt worden ist. Laut Bericht des Schweiz. G-eneralkommissariats, d. d. 22. August abbin werden im laufenden Jahre von jenem Gesammtkredite Fr. 145,000 verwendet, es bleiben somit noch Fr. 235,000 übrig , welche in das nächstjährige Budget aufzunehmen sind.

Gr. Post- und Telegraphendepartement.

  1. PostverwaltuBg.
  2. G e h a l t e und V e r g ü t u n g e n .

.

. Fr. 7,079,000

B. 1877. Fr. 6,771,000. -- R. 1876. ,, 6,451,299. 12 Wir bemerken bezüglich unserer Ansäze : A. Bei der G e n e r a l p o s t d i r e k t i o n : Hier haben \vir Erhöhungen nur in geringem Betrage vorzuschlagen, nämlich : 1) Dem Adjunkt des Oberpostsekretärs und Inspektor des Personellen das Maximum des gesezlichen Gehaltes zu geben. Diese Erhöhung ist nothwendig, um dem fraglichen Beamten eine seinen Leistungen und der Wichtigkeit seiner Funktionen entsprechende Stellung zu geben. Das bisherige Gehalts verhältniß ließ sich einzig

330

und allein mit der Thatsache rechtfertigen, daß der fragliche Beamte die Stelle erst seit kurzer Zeit bekleidet hatte.

2) Die Anstellung des Abwarts des Postdepartements, welche nur versuchsweise eingeführt und vorläufig auf Rechnung des Postkreises Bern bezahlt worden war, sich nun aber als durchaus unentbehrlich erwiesen hat.

3) Bei der Werthzeichenkontrole einen weitern Kredit von Fr. 1000 für Verwendung von Arbeitern auszuwerfen. Wir werden von diesem Kredit nur nach wohlkonstatirtem Bedürfniß Gebrauch machen. Dieses Bedürfniß wird wahrscheinlich dadurch entstehen, daß, infolge des Preisaufschlags 'der Franko-Couverts, eine weit größere Anzahl Marken als bisher fabrizirt, folglich auch kontrolirt werden müssen. Wie hier nicht näher ausgeführt werden kann, nimmt die Kontrole der Marken wesentlich mehr Zeit in Anspruch als die der Umschläge.

B. Für die

Kreispostdirektionen

haben wir lediglich im Ganzen die bisherigen Ansäze aufgenommen.

C. P o s t b u r e a u x .

  1. Klasse

1.

Fr.

Budget für 1877 Rechnung für 1876

1,259,000 1,179,001

Vermehrung im Jahr 1877 gegenüber 1876

.

79,999

  1. Muthmaßliche Ausgaben im Jahr 1877 auf Grund der Rechnung vom Juni und Juli 1,217,000 2. Mehrausgaben in Folge der seit Juni und Juli in Kraft getretenen Besoldungsveränderungen 4,000 3. Muthmaßliche Mehrausgaben im Jahr 1878 für bereits angestellte oder noch anzustellende Lehrlinge und Aspiranten .

18,600 4. Voraussichtlicher weiterer Mehrbedarf für 1878 : a. an Besoldungserhöhungen .

.

.

15,000 b. ,, neuen Stellen und Dienständerungen aller Art 20,000 T o t a l b e d a r f p r o 1878 1,274,600 Budget 1877 1,259,000 Vermehrung 1878

15,600

2. Klasse II.

Fr.

791,000

744,910 46,090

3. Klasse 4. Fahrende III.

Postbureaux.

Total.

135,276

Fr.

3,100,000 2,957,391

16,796 minus 276

142,609

140,000

3,040,000

Fr.

915,000 898,204

Fr.

135,000

773,000

910,000

2,000

5,000

--

11,000

31,000

12,400

--

62,000

5,000

40,000

10,000

15,000

821, 000 1 791,000

982,400

30,000

-- 2,000

60,000 '

47,000 '

915,000

142,000 135,000

3,220,000 3,100,000

67,400

7,000

120,000

M

332 D . A b l a g e n , B o t e n , B r i e f t r ä g e r etc.

1.Ablagen. 2. Uebrige

Total.

Bedienstete.

Fr.

Fr.

Fr.

Budget f ü r 1877 .

.

.

. 800,000 1,850,000 2,650,000 Rechnung für 1876 .

.

. 740,997 1,759,525 2,500,522 Vermehrung im Jahr 1877 gegenüber 1876 59,003 90,475 149,478 1. Muthmaßliche Ausgaben im Jahr 1877 auf Grund der Rechnungen vom Juni und Juli .

.

. 790,000 1,875,000 2,665,000 2. Mehrausgaben infolge der seit Juni und Juli in Kraft getretenen Besoldungsveränderungen .

.

5,000 10,000 15,000 3. Voraussichtlicher weiterer Mehrbedarf pro 1878 : a. an Gehaltserhöhungen .

. 30,000 20,000 50,000 b. an neuen Stellen und Dienständerungen aller Art .

. 20,000 55,000 75,000 T o t a l b e d a r f f ü r 1878 845,000 1,960,000 2,805,000 Budget 1877 800,000 1,850,000 2,650,000 Vermehrung 1878

45,000

110,000

155,000

"Wie aus den vorstehenden Tabellen ad C und D erhellt, haben wir bei den Postbureaux I. und II. Klasse, sowie den Briefträgern, Boten etc. durchaus keine Besoldungserhöhungen im Sinne einer durchgängigen Erhöhung der einzelnen Besoldungen im Auge, sondern uns diesfalls auf die nothwendigsten und unabweislichen Bedürfnisse beschränkt. Das Gleiche gilt von den Postbureaux III. Klasse und den Ablagen, wiewohl die hiefür in Aussicht genommenen Ansäze verhältnismäßig höher erscheinen. Allein bei den leztgenannten Poststellen, bei welchen im Gegensaz zu den Bureaux I. und II. Klasse die ganze Arbeitslast auf einem Einzelnen ruht, müssen erhebliche Mehranforderungen an den Beamten oder Angestellten infolge Verkehrszunahme etc. selbstverständlich auch entsprechend entschädigt werden.

Die Forderungen für neue Stellen und Dienständerungen sind ebenfalls inner den Grenzen der nothwendigsten Verbesserungen

333

gehalten; ein wesentlicher Theil der unter diese Rubrik fallenden Mehrausgaben an Besoldungen sind übrigens durch neue Botendienste, welche an Stelle aufgehobener unrentabler Postwagenkurse zu treten haben,. gegeben.

E. K o n d u k t e u r e .

Die Voranschlagssumme dieser Kategorie ist nur um Fr. 10,000 höher als im Vorjahre und wird voraussichtlich lediglich die ordentlichen Ausgaben deken.

°5 P. G r e h a l t s n a c h g e n ü s s e .

Der Voranschlag für die Gehaltsnaehgenüsse basirt auf dem mittlern Monatsbedarfe des Zeitraumes vom Januar bis und mit Juli 1877.

II. K o m m i s s ä r e und R e i s e k o s t e n

.

. Fr. 42,000

B. 1877 Fr. 42,000. R. 1876 ,, 33,693. 55 Der bisherige Büdgetansaz von Fr. 42,000, welcher, nach den 7 ersten Monaten des Jahres 1877 zu schließen, nicht ganz aufgebraucht werden wird, dürfte für die gewöhnlichen Bedürfnisse des Jahres 1878 genügen. Wir bleiben daher bei dem bisherigen Ansaz von Fr. 42,000.

IH. Bür B a u k o s t e n

Fr. 426,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 545,000. -- ,, 549,140. 81

Die Büreaukosten zerfallen in folgende Unterabtheilungen : Bechnung 1877.

Rechnung 1876.

Budget 1877.

Budget 1878.

Jan./Juli : 7 Monate, auf 12 Monate berechnet.

Fr. 179,268 ,, 80,724 ,, 25,920 ,, 77,676 ,, 23,916 ,, 21,996

Fr.

,, ,, ,, ,, ,,

269,347.

92,104.

28,659.

93,542.

40,530.

24,956.

78 64 07 85 36 11

Fr. 409,500

Fr. 549,140. 81

Fr.

,, ,, ,, ,, ,,

275,000 100,000 30,000 85,000 35,000 20,000

Fr. 545,000

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Papier und Drukkosten .

Büreamnaterial Buchbinderarbeiten Beleuchtung .

.

.

Beheizung .

Verschiedenes

. Fr. 185,000 . ,, 82,000 . ,, 27,000 . ,, 80,000 . ,, 30,000 . ,, 22,000 Fr. 426,000

Die Rechnungen vom Monat Januar bis Juli 1877 erzeigen in den Unterrubriken l bis und mit 5 eine namhafte Minderausgabe gegenüber 1876, welche ihren Grund hat hinsichtlich der Drukkosten : in der von uns angeordneten Verwendung der auf den meisten Kreispostdirektionen vorhanden gewesenen unverhältnißmäßig großen Formularvorräthe und hinsichtlich der Büreaumaterialien, Beleuchtung und Beheizung infolge Festsezuug von Aversalentschädigungen an eine größere Anzahl 'Postbüreaux und Anwendung eines Gassparapparats auf den Bureaux 1. Klasse, sowie infolge Zurükgehens der Holzpreise.

Unter den Einnahmen, Rubrik n, 5, ,,Erlös für verkauftes Büreaumateriala -an Postbüreaux II. Klasse, welchen Aversalentschädigungen verabfolgt werden, erscheinen Fr. 10,000.

335

IV. D i e n s t k l e i d u n g

Fr. 148,000

B. 1877 Fr. 181,000. -- R. 1876 ,, 185,288. 94 Infolge der im Jahr 1877 aufgehobenen 57 Postkurse mit '97 Stationen kann auch der Bedarf an Dienstkleidung für Postillone reduzirt werden; dagegen müssen wir wegen bevorstehenden unausweichlichen Dienstverbesserungen einen Mehrbedarf für zirka 30 Boten- .

und Briefträgerstellen in Anschlag bringen.

Die Ausgaben für Dienstkleidung zerfallen in folgende Unterlubriken : 1. A n s c h a f f u n g von T ü c h e r n , L e i n w a n d , Blousen und Ausrüstungsgegenständen.

5,000 Meter Uniformtuch à Fr. 9 .

.

.

. F r . 45,000 4,500 ,, Manteltuch à Fr. 8. 80 .

.

. ,, 39,600 500 ,, Hosenstoff à Fr. 9 .

.

.

,, 4,500 400 ,, Satin à Fr. 11. 50 .

.

.

. ,, 4,600 1,200 ,, Barchent à Fr. 1. 45 ,, 1,740 100 ,, Scharlach à Fr. 8. 65 . ,, 860 1,500 Blousen à Fr. 3. 80 ,, 5,705 Knöpfe ,, 2,100 Dienstzeicheu (M uzen Verzierungen, Hutbänder) . ,, 500 Silberborden für Kondukteuruniformen ,, 800 Fr. 105,405 2. A n f e r t i g u n g s k o s t e n .

300 Kondukteurröke à Fr. 12 .

.

.

. Fr.

730 Briefträger- und Faktorenröke à Fr. 11 .

. ,, 250 Jaken für Wagenmeister, Paker und Büreaudiener à Fr. 8 ,, '750 Postillonsjaken à Fr. 8 ,, -840 ßotenröke à Fr. 9 ,, 100 Kondukteurburnus à Fr. 14 .

.

.

,, 200 Briefträger- und Faktorenburnus à Fr. 12 . ,, «00 Mantelkragen à Fr. 3. 75 .

.

Bundesblatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

24

3,600 8,030 2,000 6,000 7,560 1,400 2,400 3,000 1,000 450 1,600 37,040

336 Fr.

3. F r a c h t , R e p a r a t u r e n , N a c h m a ß der T ü c h e r ,, 4. Entschädigung für Botenhüte und weibliche B e d i e n s t e t e .

.

.

.

37,040 1,000 4,OOQ

Fr. 147,445 rund Fr. 148,000 In der Einnahmerubrik Nr. l .,,Erlös aus verkauftem Dienstkleidungsmaterial"' erscheint der Erlös der gemäß dem Dienstkleidungsreglement von den Postbediensteten zu bezahlenden Tüchern und fertigen Kleider, nämlich von : 400 Postillonshosen à Fr. 15 Fr.

6,000 400 Meter Satin à Fr. 11. 50 .

.

.

,, 4,600 250 ,, Tuch à Fr. 9 ,, 2,250 350 Blousen à Fr. 3. 80 ,, 1,330 rund V. L o k a l m i e t h z i n s e B. 1877 R. 1876

Fr~14,18Q ,, 14,000 Fr. 470,000

Fr. 470.000. -- ,, 396,751. 55

Diese Rubrik zerfällt in zwei Abtheilungen, nämlich: a. Miethzinse, b. Einrichtungs- und Unterhaltungskosten.

Ad a. Der Jahresbetrag der Miethen wird Ende 1877 zirka, Fr. 400,000 betragen.

Im Jahr 1878 werden Mehrausgaben entstehen durch Bezugneuer und theurer Lokale, u. a. in Vevey und Chauxdefonds, welche schon für dieses Jahr vorgesehen waren. Dennoch glauben wir mit dem pro 1877 vorgesehenen Betrage von Fr. 440,000 ausreichen zu können.

Ad b. Auch hier genügen voraussichtlich Fr. 30,000 wie solche für 1877 vorgesehen sind.

Rekapitulation.

Miethzinse Fr. 440,000 Einrichtungs- u n d Unterhaltungskosten . . . , . , 30,000 Im Ganzen wie oben Fr. 470,000

337 VI. M o b i l i a r - und B ü r e a u g e r ä t h s c h a f t e n B. 1877 R. 1876

. Fr. 142,000

Fr. 136,000. -- ,, 147,590. 54

  1. N e u e A n s c h a f f u n g e n .

50 Briefträgertaschen Nr. I. .

à Fr . 8. 50 Fr.

425 50 ,, ,, III. .

. T) ï) 18. - T) 900 100 Landbriefeinwürfe, kleinere 1,600 fl ·» 11 16. -- 100 Briefwaagen mit Gewichtsaz 1,125 fl ·n n 11. 25 50 Datumstämpel I. Klasse .

1,750 V) ·n n 35. 100 ,, II. ,, .

. ·n 11 30. -- V) 3,000 10 große Dezimalwaagen 360 ·n T) 36. 11 100 kleine ,, 2,900 ·n r) 29. -- n 2 0 Kassakisten .

.

.

. 11 11 78. -- V) 1,560 200 amerikanische Brieffächer .

3,760 11 11 18. 80 T) 10 kleine Kopirpressen .

700 n 11 70. -- ·n 5 große ,, .

.

. T> t> 87. -- fi 435 350 Bahnpostlampen 3,500 ·fi fi 11 10. -- 150 Bahnpostwagenschlüssel 4. -- n 600 11 -n 100 Postablagentafeln 5.

-- 500 r> 11 n 30 Postbüreautafeln 8. -- n 240 ·H Ï) 7,500 Sakschlösser .

.

.

. n n 4. 25 11 31,875 10 Rcgulatoruhi-en 420 fi T) 11 42. -- 100 Rii. Cautschouc-Stämpelunterlagen n ·n 17. -- T) 1,700 Zentrale Anschaffungen Anderweitige Anschaffungen in den Postkreisen, Möblirung neuer oder erweiterter Postlokale und gewohnliche Bedürfnisse ·

Fr. 57,350 11 40.000 Fr.

97,350

11

44,000

2. R e p a r a t u r e n .

Generalpostdirektion .

.

.

. Fr. 15,000 Postkreise .

.

.

.

.

.

29,000 71

rund

Fr. 141,350 T) 142,000

Im Jahre 1877 haben wir uns veranlaßt gefunden, die in den Postkreisen sehr mangelhaft besorgten Postsak- und SakschloßReparaturen dem Materialbüreau der Generalpostdirektion zu übertragen, weßhalb für die Generalpostdirektion ein höherer Ansaz zu berechnen ist.

co co CD

Fr. 594,000

Vu. F u h r w e s e n m a t e r i a l B. 1877 Fr. 660,000. -- R. 1876 950,106. 56 Diese Rubrik zerfällt in zwei Abtheilungen, nämlich : 1) Wägen und Schlitten, 2) Bahnposten.

  1. W ä g e n ün d S ch l i t t e n .

Budget 1877.

Ausgab en 876.

Voranschlag pro 1878.

Fr. 323,974. 50 a. Anschaffung neuer Wägen und Schlitten ,, 143,611. 21 b. Anschaffung von Handkarren, Wagengarnitur und Fuhrwesenmaterial verschiedener Art .

.

,, 412,621. 36 c. Reparaturen

Fr. 120,000 Fr. 90,000 ,, 140,000 ,, 340,000

,, 117,000 ,, 327,000

Fr. 880,207. 07

Fr. 600,000

Fr. 534,000

,,

33,216. 18

Fr. 846,990. 89

Abzuziehen: für geliefertes Material zu neuen Wägen .

,,

15,000

,,

10,000

Fr. 585,000 Fr. 524,000

339 Ad a. Es sind an n e u e n W ä g e n pro 1878 nöthig: Kostenvoranschlag 12 Stük als Ersaz für in Abgang kommende Wägen, einschließlich 5 neue'Sasten auf alte Gestelle Fr. 25,000 28 ,, als Reserve und für den Beiwagendienst .

,, 52,850 2 ,, für vermehrten Fourgondienst in Basel .

,, 3,250 für Unvorhergesehenes .

.

.

.

,, 8,900 42 Stük.

Fr. 90,000 Bei der Unmöglichkeit, jezt schon den Bedarf an neuen Wägen genau anzugeben und zur Vermeidung eines allfälligen Nachkreditbegehrens, wenn später noch weitere Anschaffungen gemacht werden müssen, erscheint es zwekmäßig, obige Fr. 8900 für Unvorhergesehenes aufzunehmen, während der entsprechende Ansaz im diesjährigen Budget Fr. 13,660 beträgt.

Gesammtreduktion des Budget für neue Wägen . Fr. 30,000 Ad b. Für neue Anschaffungen von Reserverädern, Wagengarnituren, Streifplatten, Handkarren und anderes F u h r w e s e n M a t e r i a l kann, gestüzt auf die Ausgaben bis Ende Juli d. J.

und weil der Bedarf an Handkarren für die Zukunft gering ist, der Büdgetansaz für diese Rubrik für nächstes Jahr gegenüber dem laufenden Jahr um Fr. 23,000 reduzirt werden.

Ad c. Auch die Ausgaben für R e p a r a t u r e n können um Fr. 13,000 geringer veranschlagt werden als für das laufende Jahr, obschon zu berüksichtigen ist, daß, je weniger neue Wägen angeschafft werden, je mehr die alten in Verwendung kommen müssen, und daß zu große Sparsamkeit in den Ausgaben für deren Unterhalt nicht am Plaze wäre.

Die Einnahmen für das von der Postverwaltung an die Wägenfabrikanten zu liefernde Material für neue Wägen (Federn, Moquette und diverse Wagengarnituren), deren Betrag jeweilen von der Bausumme abgezogen wird, müssen in Betracht, daß für nächstes Jahr weniger neue Wägen angeschafft werden, ebenfalls verhältnißmäßig reduzirt und demnach auf Fr. 10,000 gestellt werden.

2. B a h n p o s t e n .

Ausgaben 118 Jahr 1876.

Voranschlag pro 1877pro 1878.

Fr. 33,200. -- 1. Neue Anschaffungen an Bahnpostwagen .

,,

,,

8,664. 80

34,560. 92

,,

24,189. 95

,,T)

2,500.

-- '

Fr. 103,115. 67

.

.

. Fr.

--

Fr.

--

2. Außerordentliche Reparaturen an Bahnpostwagen, Vergrößerung älterer Wägen, Ersaz von Bandagen, Puffern, Achsen, Kuppelungen, Zughaken etc., neues Aufhängsystem (Riggenbach), Anbringung von Bremsen etc.

.

,,

15,000

,,

15,000

3. Ordentlicher Unterhalt und Reparatur der Bahnpostwagen gemäß Nachtrags vertrag mit der S. C. B. vom 23. März 1877, Fr. l per Wagen und per Tag (82 X 365) .

,,

32,923

,,

29,930

4. Vertragsmäßiges Reinigen und Schmieren der Bahnpostwagen (5,000,000 Kilometer à 1/2 Cent.

,,

27,000

,,

25,000

5. Schiffsbüreaux auf dem Zürichsee gemäß Uebereinkunft o

,,

--

vide Transportkosten Büdgetrubr. VIII g.

Fr. 74,923 Fr. 69,930 oder rund ,, 75,000 ,, 70,000

341

VIE. T r a n s p o r t k o s t e n .

.

.

. F r . 4,880,000 B. 1877 Fr. 5,424,000. -- R. 1876 ,, 5,765,643. 85 · a. Fixe auf Verträgen beruhende Kurszahlungen.

B. 1877. Fr. 4,040,555. -- R. 1876 ,, 4,337,357. 34 Wir bemerken zum voraus, daß in den Jahren 1876 und 1877 eine bedeutende Anzahl Kurse infolge Bahneröffnungen, sowie auch wegen ungünstigen Ertragsergebnissen aufgehoben worden ist, deren Kosten hier nicht in Berechnung gezogen wurden.

Laut den am 1. September 1877 noch in Kraft bestehenden und auf das Jahr 1878 übergehenden Postführungsverträgen würden sich nun die fixen Kurszahlungen im Jahr 1878 in runder Summe belaufen auf Fr. 3,643,000 Wir halten auch überhaupt an diesem Ansaz fest, weil die Mehrausgaben, welche für neue Kurseinrichtungen und erhöhte Kurszahlungen entstehen dürften, durch die Minderausgaben für solche Kurse, welche aus diesen oder jenen Gründen noch aufzuheben oder zu reduziren sind, mehr als kompensirt werden.

b. B e t h e i l i g u n g s b e t r e f f n i s s e der P o s t p f e r d h a l t e r an den Passagiereinnahmen.

B. 1877 Fr. 180,000. -- R. 1876 ,, 198,248. 84 Da wie gesagt in den Jahren 1876 und 1877 eine bedeutende Anzahl von Postkursen, bei welchen die Betheiligung der Unternehmer an den Passagiereinnahmen bestand, in Wegfall gekommen sind, so genügt pro 1878 ein Ansaz von .

. Fr. 160,000 c. A u s g a b e n für B e i w a g e n l i e f e r u n g e n , E x t r a p o s t e n und außergewöhnliche Transportleistungen.

B. 1877 Fr. 950,000. -- R. 1876 ,, 976,638. 21 Auch hier wird wegen den in Litt, a hievor berührten Kursmodifikationen ein Ansaz genügen von .

.

. Fr. 835,000 d. V e r g ü t u n g e n an die Eisenbahnen und D a m p f boote für den T r a n s p o r t der F a h r p o s t s t ü k e ü b e r 5 Kilogr.

B. 1877 Fr. 210,000. -- R. 1876 _ 202,473. 43

342 Nach den Ausgaben der 7 ersten Monate des Jahres 1870 zu rechnen, wird für 1878 ein Ansaz erforderlich sein von Fr. 200,000.

e. P r o v i s i o n e n an A-genten und S c h i f f s k a p i t ä n e für E i n s c h r e i b u n g von R e i s e n d e n .

. Fr. 10,000B. 1877 Fr. 12,000. -- R. 1876 ,, 17,195. 61 Wegen Wegfall der Veltlinerkurse genügt ein Ansaz von Fr. 10,000f. B e l e u c h t u n g und S c h m i e r e n der P o s t w ä g e n .

B. 1877 Fr. 27,000. -- R. 1876 ,, 27,925. 16 Mit Rüksicht auf die zahlreichen Kursreduktionen von 1876 und 1877 stellen wir den Ansaz auf ...

Fr. 25,000 g. V e r s c h i e d e n e s (Schiffahrtsgelder, Schiffsbüreaux, Gebühren an's Ausland etc.)

B. 1877 Fr. 5,000. -- inkl. Gebühren an das Ausland.

R. 1876 ,, 5,805. 26 Wegen Uebertragung aus dem Budget der Bahnposten Fr. 2000 (für Schiffsbüreaux auf dem Zürichsee) mehr als Ausgabe von.

1876 Fr.

7,750 Fr. 4,880,750 oder abgerundet Fr. 4,880,000 IX. W e r t h z e i c h e n f a b r i c a t i o n

.

.

Fr. 170,000

B. 1877 Fr. 289,000. -- ' R. 1876 ? 216,811. 73 Gemäß der angenommenen Regel, nach welcher fortwährend im Hauptmagazin ein Vorrath vorhanden sein soll, welcher einem Bedarf entspricht von _6 Monaten für die Frankomarken und von 3 Monaten für die übrigen Werthformulare, werden die ErstellungsJtosten im Jahr 1878 voraussichtlich betragen: für die 1) F r a n k o m a r k e n : 70 Millionen à 72 Cent, pro °/oo .

.

. F r . 50,400 Verpakungsmaterial .

.

.

.

. ,, 650 Fr. 51,050

343

2) F r a n k o c o u v e r t s : Mittleres Format 8 Millionen à Fr. 6. 30 pro °/oo Fr. 50,400 Großes ,, 2 ,, ,, ,, 7. 30 ,, ,, ,, 14,600 Verpakungsmaterial .

.

.

.

.

,, 1,500 Fr. 66,500 3) K o r r e s p o n d e n z k a r t e n : Einfache à 5 Rp, 8*/2 Mili, à Fr. 3.15 pro %o ,, ,,10 ,, 1,200,000, ,, 3.25 ,, ,, Verpakungsmaterial .

.

.

.

.

.

Fr. 26,775 ,, 3,900 . 300 Fr. 30,975

Von den Doppelkorrespondenzkarten (mit bezahlter Rükantwort) ist der Absaz sehr gering und daher der vorhandene Vorrath genügend.

4} Oxeldan w e i s u n g s c a r t o n s : .IVa Millionen à Fr. 3. 85 pro °/oo .

Verpakungsmaterial .

.

.

.

.

.

.Fr.

.

5,775 50

Fr.

5,825

5) F r a n k o b ä n d e r : 100,000 Blätter à Fr. 27 pro °/oo .

.

. F r . 2,700

6) E i n z u g s m a n d a t - C o u v e r t s : 80,000 Stük à Fr. 17. 20 pro °/oo .

.

.Fr.

7)

Empfangscheine: a. Einzelne Empfangscheine l Million à Fr. 2. 40 pro °/oo b. Bescheinigungsbücher zu 150 Bescheinigungen, 15,000 Stük à 20 Rp c. Bescheinigungsbücher zu 390 Bescheinigungen, 4,000 Stük à 40 Rp

8) D e k l a r a t i o n e n und F r a c h t b r i e f e

.

1,376

Fr.

2,400

,,

3,000

,,

1,600

Fr.

7,000

. Fr. 4,000

Rekapitulation.

Budget 1877.

Fr.

n TÌ ·n n n ·n ·n

Budget 1878.

Rechnung 1876.

36,500 Fr. 34,641. 72 208,100 T) 156,854. 45 25,550 T) 10,292. 40 4,326. 99 3,850 ·n 2,537. 58 2,700 ·n 860 T) -- -- 70 3,200.

7,000 D 4,000 ·n 4,957. 89

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

.

Frankomarken .

Frankocouverts .

Korrespondenzkarten .

Geldanweisungscartons .

Franko bänder Einzugsmandatcouverts .

Empfangscheine Deklarationen und Frachtbriefe

.

Fr.

. .

T)

t

.

,

.

.

.

.

t

n ·n ·n n ·n

Fr. 169,426

Fr. 288,560 Fr. 216,811. 73 rund ,, 289,000

T)

51,050 66,500 30,975 5,825 2,700 1,376 7,000 4,000

oder rund

n 170,000

Der Mehrbedarf für die Fabrikation der Frankomarken und Korrespondenzkarten einerseits und die Ersparniß auf der Fabrikation der Couverts andererseits ist eine Folge des Zuschlages auf dem Verkaufspreis dieser Couverts. Sollte der Verbrauch lezterer nicht in dem Maße abnehmen, wie wir es voraussehen, so würden die Mehrkosten für die Erstellung mehr als aufgewogen durch den Zuschlag, welcher per 1000 Stük bei dem mittlern Format Fr. 3. 90 und bei dem großen Format Fr. 2. 90 mehr beträgt als die Erstellungskosten.

Neben dem obigen Faktor haben wir in unserm Voranschlag auch der voraussichtlichen Zunahme des Verkehrs Rechnung getragen.

Tt< Tti co

345

X. Vergütung für k ö r p e r l i c h e Verlezung von Personen Fr. 10,000 B. 1877 R. 1876

Fr. 10,000. -- ,, 8,937. 06.

XL V e r g ü t u n g e n für V e r l u s t , B e s c h ä d i g u n g e n u n d V e r s p ä t u n g v o n P o s t s e n d u n g e n F r . 20,000 B. 1877 Fr. 20,000. -- R. 1876 ,, 15,105. 13 In den Rubriken X und XI muß ihrer Natur nach lediglich an den bisherigen Ansäzen festgehalten werden.

XII. W e c h s e l k u r s d i f f e r e n z e n .

.

. Fr. 18,000

B. 1877 Fr. 18,000. -- R. 1876 ,, 6,797. 71 *$" Wie bei den Einnahmen an Kursdifferenzen, und da diese Ausgabe gemäß unsern frühern einläßlichen Nachweisen rein von den zufälligen Kursschwankungen abhängig ist, bleiben wir bei dem Ansaze pro 1877 stehen und veranschlagen die Ausgabe an Wechselkursdifferenzen für das Jahr 1878 mit Fr. 18,000.

Bezüglich der Differenz zwischen dieser Summe und der Ausgabe pro 1876 verweisen wir auf die bei den Einnahmen C, k.

(Wechselkursdifferenzen) enthaltenen Nachweise.

XIII. A u s r i c h t u n g v o n E n t s c h ä d i g u n g e n b e i U n f ä l l e n des fahrenden P o s t p e r s o n a l s . Fr. 8,000 B. 1877 Fr. 8,000 R. 1876 ,, -- Nach der in der Botschaft zum Budget pro 1877 enthaltenen Auseinandersezung, welche Sie genehmigt haben und den infolge dessen vom Bundesrathe getroffenen Maßregeln wird der Posten von Fr. 8000 jährlich unverändert wiederkehren.

XIV. V e r z i n s u n g des B e t r i e b s m a t er i al s Fr. 111,000 B. 1877 Fr. 112,000 R. 1876 ,, -- Nach dem Bestände des Inventars, inkl. ßekleidungsmaterial, wie er sich auf 31. Dezember 1876 ergab, nämlich Fr. 2,865,138.54 würde der Zins à 4 °/o betragen .

Fr. 114,605

Eine Minderausgabe von Fr. 2 à 3000 ist jedoch wahrscheinlich, da infolge der geringen Zahl von neuen Wägen, welche im laufenden Jahre gegenüber den lezten 4 Jahren angeschafft wurden, beim Abschluß des diesjährigen Inventars sich voraussichtlich eine bedeutende Verminderung des leztjährigen Inventarbestandes herausstellen wird.

W i r stellen daher d e n Voranschlag a u f rund .

.

.

.

.

.

. F r . 111,000 XV. V e r s c h i e d e n e s

,, B. 1877 R. 1876

21,000

Fr. 18,000. -- ,, 18,239. 72

Diese Rubrik besteht aus folgenden Unterrubriken : Budget 1877.

Fr. 1,000 ,,

3,000

,,

--

,,

4,000

Rechnung 1876.

Fr. 1,032. 90 a. Briefporti und Taxen für Telegramme nach dem Auslande

Fr. 18,000

Fr."

1,000

b. Prozeßkosten

,,

4,000

c. Rechnungsdifferenzen

,,

500

3,790.74 d. Provisionen an Private für Verkauf von Frankomarken etc.

,,

4,500

v

2,744. 72 e. Feuerversicherungsgebühren

,,

3,000

»

1,253. 50 f. Expertisen

,,

1,500

,,

4,853. 06 g. Zufällige Ausgaben

,,

6,500

4,087. 35 ,,.

I

Budget 1878.

477. 45

Fr. 18,329. 72

Fr. 21,000

347

2. Telegraphenverwaltung.

I. G e h a l t e und V e r g ü t u n g e n B. 1877 Fr. 1,498,700. -- R. 1876 ,, 1,393,134. 79

. Fr. 1,452,000

  1. D i r e k t i o n .
  2. 1877 Fr. 53,700 R. 1876 ,, 53,235 Die Gehalte der 18 Direktionsbeamten betragen gegenwärtig Fr. 52,849. 50. Dazu rechnen wir für vorübergehende Aushilfe, Ersaz in Krankheitsfällen, sowie zu einer bescheidenen Aufbesserung der untersten Gehaltsstufen eine Summe von Fr. 1150. 50 und gelangen damit zu einer Gesammtausgabe von .

. Fr. 54,000 B. K r e i s i n s p e k t i o n e n .

B. 1877 Fr. 50,000 R. 1876 ,, 47,940 Der gegenwärtige Besoldungsetat beträgt' Fr. 48,360, welchen Ansaz wir unter Abrundung beibehalten .

.

. Fr. 48,500

a.

b.

c.

d.

e.

C. T e l e g r a p h e n b ü r e a u x .

  1. B ü r e a u b e a m t e .

Gehalte von 300 Beamten der Haupt- und Spezialtelegraphenbüreaux (es sind deren gegenwärtig 298) mit einer Durchschnittsbesoldung von Fr. 1900 .

.

.

. Fr. 570,000 B. 1877 Fr. 604,800. -- R. 1876 ,, 554,820. 14 Deren Provisionen für 5,000,000 Depeschen à l Rp. ,, 50,000 B. 1877 Fr. 56,200. -- R. 1876 ,, 51,135. 19 Gehalte von 960 Zwischenbüreaux, wovon 940 bestehende à Fr. 220 .

.

. Fr. 206,800 und 20 neue à Fr. 110 .

. ,, 2,200 .-- ,, 209,000 B. 1877 Fr. 204,380. -- R. 1876 ,, 187,708. 01 Deren Provisionen von 2,300,000 Depeschen à 10 Rp. ,, 230,000 B. 1877 Fr. 231,600. R. 1876 ,, 219,982. 20 Vergütung an die Eisenbahntelegraphenbüreaux für 140,000 Depeschen à 25 Rp.

.

.

. ,, 35,000 B. 1877 Fr. 37,250. R. 1876 ,, 32,658. 55 Fr. 1,094,000

348

2. B e d i e n s t e t e .

  1. Gehalte von 66 Boten (Zahl unverändert) mit einer Durchschnittsbesoldung von Fr. 750 .

.

.

. Fr. 49,500 B. 1877 Fr. 47,570. R. 1876 ,, 46,484. 87 b. Deren Pro Visionen für l,000,000 Depeschen à 5 Rp.

50,000 B. 1877 Fr. 55,000. -- R. 1876 48,560. 80 c. Vertragungsprovisiooen der Spezialbüreaux von 300,000 Depeschen à 10 Rp 30,000 B. 1877 Fr. 31,700 R. 1876 ,, 30,616 Fr. 129,500 3. V e r s c h i e d e n e s .

  1. Nachtdienst: 7 Beamte à Fr. 2 per Nacht und 14 Bureaux à Fr. 15 per Monat.

Fr.

8,000 B. 1877 Fr. 8,000 R. 1876 ,, 7,018 b. Stellvertretung abwesender Beamten .

,, 24,000 B. 1877 Fr. 25.000. -- R. 1876 ,, 22,325. 47 c. Aushilfe wegen vermehrter Arbeit (Sommerdienst) ,, 50,000 B. 1877 Fr. 50,000. -- R. 1876 ,, 48,017. 25 d. Stellvertretung der Boten .

.

.

.

. ,, 2,500 B. 1877 Fr. 2,500. -- R. 1876 ,, 2,303. 04 e. Verschiedenes (Dienstausdehnung der Zwischenbüreaux, außerordentlicher Nachtdienst, Besoldungsnachgenüsse etc.) .

.

.

,, 36,000 B. 1877 Fr. 35,000. -- R. 1876 ,, 35,768. 25 f . Sonntagsstellvertretung .

.

.

.

.

.

5,500 B. 1877 Fr. 5,500. -- R. 1876 ,, 4,562. 02 Fr.

T o t a l der G e h a l t e und V e r g ü t u n g e n

126,000

F r . 1,452,000

349

II. E x p e r t i s e n u n d R e i s e k o s t e n . Fr. 33,000 B. 1877 Fr. 32,000. -- R. 1876 ,, 27,911. 60 Der Büdgetansaz für das Jahr 1877 wird nicht erreicht werden, und wir könnten daher auch für 1878 einen ermäßigten Ansas annehmen. Dagegen soll in diesem Jahre die internationale Telegraphenkonferenz in London zusammentreten, wofür ein Posten von etwa Fr. 3000 vorgesehen werden muß.

IH. B ü r e a u k o s t e n Fr. 135,000 B. 1877 Fr. 135,000. -- R. 1876 ,, 129,997. 84 Diese Rubrik begreift in sich : Schreibmaterial, Drukkosten, Buchbinderarbeiten, Beleuchtung, Heizung und verschiedene Büreaubedürfnisse.

Der vorjährige Ansaz wird unverändert beibehalten.

IV. G e b ä u l i c h k e i t e n .

.

.

. Fr. 90,000 B. 1877 Fr. 85,000. -- R. 1876 ,, 79,983. 03 Das fortwährende Steigen dieser Rechnungsrubrik rührt hauptsächlich daher, daß die Gemeindeleistungen, in welchen die Lokallieferung Inbegriffen ist, allmälig aufhören und infolge dessen die Miethzinse von der Verwaltung übernommen werden müssen.

Sodann bringen die Lokaländerungen und Erweiterungen, welche fast ausschließlich aus postdienstlicheu Rüksichten nöthig werden, regelmäßig eine Miethzinserhöhung mit sich, an welcher dann auch die Telegraphenverwaltung ihren Antheil zu übernehmen hat.

V.

Bau und U n t e r h a l t der L i n i e n

B. 1877 Fr. 300,000. -- R. 1876 ,, 399,624. 35 a. A n l e g u n g n e u e r L i n i e n .

B. 1877 Fr. 37,300. -- R. 1876 ,, 283,720. 56

F r . 250,000

. Fr. 52,000

350 Die für 1878 vorgesehenen eigentlichen Neuanlagen sich auf: a. eine Verbindung zwischen Höiigg und Buchs in von 12 Kilometern mit einem Kostenaufwand von zirka b. eine solche von Ober-Aegeri nach Einsiedeln, in der Länge von 30 Kilometern, wovon zirka 20 Kilometer bloße Drahtanlage .

Diese Verbindungen sind dazu bestimmt, einigen Zwischenbüreaux einen bessern Abfluß ihrer Korrespondenz zu verschaffen und die Aufhebung zweier Translationen auf kleinern Bureaux zu gestatten.

Dazu rechnen wir 150 Kilometer neue Linien, welche zur Verbindung der neu zu errichtenden Bureaux mit dem Neze bestimmt sind, à Fr. 300

beschränken einer Länge Fr.

3,000

,,

4,000

,,

45,000

Total Fr.

52,000

b. U n t e r h a l t Fr. 198,000 B. 1877 Fr. 262,700. -- R. 1876 ,, 115,903. 79 Die Ausgaben dieser · Rubrik stüzen sich auf detaillirte Voranschläge der Kreisinspektionen und zerfallen in folgende Hauptposten : 1. L i n i e n v e r l e g u n g e n an E i s e n b a h n e n .

Für 1878 steht nur die Linie Leuk-Visp in Aussicht, Länge 19 Kilometer à Fr. 300 Fr.

5,700 Ein Theil dieser Kosten (zirka l/t) wird von der Bahn Verwaltung zurükvergütet.

2. A u s w e c h s l u n g von Stangen.

Zur Auswechslung sind 8500 Stangen vorgesehen, davon : 7000 imprägnirte à Fr. 8 . Fr. 56,000 1500 gewöhnliche à Fr. 5 .

. ,, 7,500 Arbeitslöhne etc. à Fr. 3 .

. ,, 25,500 -- ,, -89,000 3. A u s w e c h s l u n g von alten Drähten.

Infolge Abnuzung müssen zirka Fr. 300 Kilometer alter Drähte ausgewechselt werden à Fr. 60 per Kilometer ,, 18,000 Uebertrag

Fr. 112,700

351 Uebertrag Fr. 112,700 4. Brsaz von Glas-Isolatoren d u r c h solche von Porzellan.

Dieser Ersaz hat schon im laufenden Jahre in iziemlich großem Maßstab begonnen und soll im Jahre 1878 mit zirka 50,000 Stük fortgesezt werden; die .Kosten betragen durchschnittlich Fr. l .

.

Die kleinern Reparaturen, die Hebung eingetretener Störungen, der daherige Materialverbrauch, die Magazinkosten, Werkzeuge, Land- und Baum-Entschädigungen etc. werden veranschlagt auf .

.

so daß der gesammte Unterhalt kosten wird Mit den Kosten für Neubauten von

.

,,

35,300

. Fr. 198,000 ,, 52,000

·ergibt sich somit als Gesammtausgabe für Bau und Unterhalt der Linien die Summe von .

.

. Fr. 250,000 VI. A p p a r a t e B. 1877 R. 1876

Fr. 90,000 Fr. 110,000. -- ,, 94,854. 78

Diese Rubrik zerfällt in folgende Unterabtheilungen : Rechnung.

1876.

Fr. Cts.

  1. Z e n t r a l m a g a z i n .
  2. Anschaffung neuer Apparate 60,519. 02 2. Reparaturen 4,308. -- 3. Betriebsmaterial 17,629. 60 b. Betriebskosten der Bü12,398. 16

Voranschlag.

1877.

Fr.

1878.

Fr.

54,000 34,000 6,000 6,000 40,000 40,000 10,000. 10,000

94,854. 78 110,000 90,000 Für die Anschaffung neuer Apparate haben wir mit Rüksicht auf die voraussichtlich geringere Zunahme der Büreauzahl eine Minderausgabe von Fr. 20,000 angenommen. Die übrigen Ansäze aind unverändert geblieben.

Bnndeablatt. 29. Jahrg. Bd. IV.

25

352

VII.

Büreaugeräthschaften B. 1877 Fr. 7000. R. 1876 ,, 3639. 85

.

. Fr. 7,000>

Die Ausgaben dieser Rubrik (Anschaffung und Reparatur von: Mobiliar) sind so vielen Schwankungen unterworfen, daß ein genauer Voranschlag nicht wohl möglich ist. Wir behalten daher den leztjährigen Ansaz bei, obschon derselbe voraussichtlich nicht erschöpft werden wird.

VIII. V e r z i n s u n g des I n v e n t a r s B. 1877 Fr. 30,000 R. 1876 ,, -

. Fr. 35,000'

Der Inventarbestand auf Ende 1877, welcher der Zinsberechnung zu Grunde gelegt werden muß, stellt sich voraussichtlichetwas höher als der vorjährige, und wir müssen daher auch für die Verzinsung einen erhöhten Ansaz vorsehen.

IX. V e r s c h i e d e n e s B. 1877 Fr. 14,000. -- R. 1876 ,, 8,783. 10

Fr. 14,000

In diese Rubrik fallen die Kosten für das Bekleidungswesen,, für Markenbeschaffung, für das internationale Bureau, allfälligeProzeßkosten u. dgl. Der leztjährige Ansaz wird beibehalten.

Vierter .Abschnitt.

Unvorhergesehenes B. 1877 R. 1876

Fr, 10,138.

Fr. 8,375. -- ,, 11,475. 23

Zur Begründung dieses alljährlich wiederkehrenden Postens, wird lediglich auf frühere Botschaften verwiesen.

353

Zusammenzug der Ausgaben.

I. Amortisation und V e r z i n s u n g der Anleihen

Fr. 1,934,350

II. A l l g e m e i n e V e r w a l t u n g s k o s t e n : A. Nationalrath .

.

Fr. 195,000 B. Ständerath ,, 12,000 C. Bundesrath ,, 85,500 D. Bundeskanzlei .

.

,, 283,000 E. Bundesgerieht .

.

,, 151,800 ,, u!. D e p a r t e m e n t e : A. Politisches Departement Fr.

B. Departement des Innern

,,

727,300

281,000 2,531,722

C. Justiz- und Polizeidepartement .

.

. ,, 45,000 D. Militärdepartement . ,, 15,789,890 E. Finanz- und Zolldepartement : Abtheilung: Finanzen . ,, 3,566,500 ,, Zölle . ,, 1,546,900 F. Eisenbahn- u. Handelsdepartement : Abtheilung: Eisenbahnen ,, 129,000 ,, Handel . ,, 255,200 G. Post- und Telegraphendepartement : Abtheilung: Posten . ,, 14,139,000 ,, Telegraphen fl 2,106,000 IV. U n v o r h e r g e s e h e n e s Total der Ausgaben

,, 40,390,212 ,, 10,138 Fr. 43,062,000

354

Bilanz.

Die muthmaßlichen Einnahmen betragen .

.

,, ,, ' Ausgaben ' ,, ' wie oben

Fr 40,456,000 ,, 43,062,000

Muthmaßlicher Ausgabenüberschuß*)

Fr. 2,606,000

B e r n , den 6. November 1877.

Im Namen des Schweiz. Bundesrathes, Der Vizepräsident: Schenk.

Der Kanzler der Eidgenossenschaft :

Schiess.

*) Reduzirt im Budget auf Fr. 2,579,400.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Botschaft des Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung betreffend das Budget für das Jahr 1878. (Vom 6. November 1877.)

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Jahr

1877

Année Anno Band

4

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51

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Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

17.11.1877

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175-354

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10 009 751

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