637 Aus

den Verhandlungen des schweizerischen Bundesrathes.

(Vom

19. November 1855.)

Nach einer dem Bundesrathe zugekommenen

Mit-

Teilung hat die königl. großbrittanische Regierung unterm 20. September und 1. November d. I. beschlossen:

  1. es fei das Verbot in Beziehung auf die Ausfuhr gewisser Waarenartikel , deren Export nach sämmtlichen , in Europa nördlich von Dünkirchen oder im mittelländischen Meere, östlich von Malta gelegenen Pläzen verboten war, für diejenigen Waaren anfgehoben, welche nach den o s t w ä r t s von Malta liegenden P l ä z e n gehen, wovon jedoch ausgenommen bleiben: das Schießpulver, der Salpeter, der Schwefel, das schwefelsaure und falzsaure Kali, so wie vorzüglich Waffen und Munition; 2) es dürse kein chlorsaures Kali nach j e d e m in Eur o p a nördlich von Dünkirchen und im Mitt e l m e e r e , östlich v o n M a l t a , g e l e g e n e n P la z e ausgeführt werden; 3) sei die Ausfuhr von Salpeter, falpeterfaurem Natron, schwefel-, salz- und chlorfaurem Kali untersagt n ach allen Ländern, die nicht zu den brittifchen Besizungen gehören.

(Vom 23. November 1855.)

Auf einen Bericht des fchweiz. Post- und Baudepartements hat der .Bundesrath beschlossen , den bisherigen

Postkurs durch das Chablais auf den 1. März 1856 aufzuheben. Die königl. fardinifche Postverwaltung wird

638 auf diefen Zeitpunkt auf ihrem Poftgebiete einen Kurs einrichten, an welchen die schweizerische Postverwaltung den Kurs von St. Gingolph nach St. Maurice anschließen wird.

Wahlen des Bundesrathes.

Zollbeamter : 21. November, Herr Peter W i l l y , von Schiers, Kts.

Graubünden, zum Kontroleur d. Hauptzollette Brusio.

Postbeamter : .21. November, Herr Iohannes L ö r t sche r , Gemeindrath, von Wimmis, Kts. Bern, zum Posthalter in dort.

n s e r a t e.

B e k a n n t m achun g.

Sämmtliche Aspiranten aus das Telegraphenpatent, näm..ich die Volontärs, welche seit Mai d. J. auf schweizerischen Hauptbüreaux gearbeitet haben, so wie solche Postbeamte, welche seit einem Jahre den Telegraphendienft besorgt haben und ebenfalls ein Patent zu erhalten wünschen, w.rden auf den 27. November zu einem kurzen theoretischen Kurse und r.achherigen Examen nach Bern einberufen.

Es ergeht daher an alle diejenigen , welche zu dieser Prüfung zugelassen zu werden verlangen , die Einladung , sich dafür bei der betreffenden Telegraphen Inspektion anzumelden, unter Beilegung ihrer Zeugnisse.

Die zugelasseuen Afpirnanten erha ten für die Herreise eine Freikarte zur Benuzung der Postwägen, ferner während ihres Aufenthaltes in Bern ein Taggeld von 3 Franken.

B.rn, den 11. November 1855.

Für das s c h w e i z e r i s c h e Post- und B a u d e p a r t e m eu t...

Raeff.

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Aus den Verhandlungen des schweizerischen Bundesrathes.

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1855

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53

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24.11.1855

Date Data Seite

637-638

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10 001 779

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