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uudesblatt* Jahrgang VII. Band II.

Nro. 44.

Samstag, de« 22. September 1855.

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B e r icht der

nationalräthlichen kommission betreffend die Unstände zwischen den Regierungen der Kantone St, Gallen und Thurgau über die Steuerverhältnisse der schweizerischen Niedergelassenen.

(Vom 18. Juli 1855.)

.5aftische Darstellung.

§. 1. Durch Zuschrift vom 17. März 1852 hat die Regierung des Kantons T h u r g a u sich bei dem fchweizerifchen Bundesrathe beschwert, daß die Regierung des

Kantons St. Gallen in zwei Spezialfällen sich geweigert habe, die Steuerforderungen thurgauifcher Gemeinden gegenüber von im Kanton St. Gallen angefessenen thurgauifchen Angehörigen auf dem Erekutionswege ein* .

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II.

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514 zutreiben, indem fie d;e fordernden Gemeinden angewiesen, die der Zahlung fich weigernden 2.hurgautr vor den St. Gallischen Gerichten zu belangen.

Das Rechtsbegehren der Regierung von ..Churgau lautete dahin: es mochte der B u n d e s r a t h eutscheiden, o b d i e - p e i m a t h s b e h ö r d e e i n e s ausw ä r t s N i e d e r g e l a s s e n e n k o m p e t e n t s e i , An.» s t ä n d e , b e t r e f f e n d K i r c h e n » , Schul- u n d Armen» S t e u e r n zwischen einem solchen N i e d e r g e l a s senen und seiner £ e i m a t h s g e m e i n d e zu «utscheiden, und da zuversichtlich eine b e j a h e n d e E n t s c h e i d u n g dieser Crage e r w a r t e t w e r d e , so gehe das Ansuchen dahin, die Regierung des K a n t o n s S t . G a l l e n a n z u w e i s e n , d e m Rechtstrieb gegen die betreffenden Steuerpflichtigen g o r t g a n g zu v e r s c h a f f e n , i n s o f e r n sich die letzt e r n nicht a u s z u w e i s e n v e r m ö g e n , daß si e g e g e n die S t e u e r f o r d e r u n g der . - p e i m a t h s g e m e i n d c den R e k u r s an die b e t r e f f e n d e t h u r g a u i f c h e Administrativbehördt ergriffen haben.

§. 2. Die Regierung von St. Gallen befiritt diese Beschwerde durch Zuschrift vom 15/2i. Dezember 1852 und schloß dahin: ,,es sei die B e s c h w e r d e der Regierung von Thurgau als unbegründet abju« weisen."

§. 3. Unterm 25. April 1853 faßte der schweizerische Bundesrath den Beschluß: ,,es sei das von der Regie ,,rung von Xhurgau hinfichtlich der beiden Spezialfälle ,,gestellte Begehren begründet, und den erwähnten Steuer.» ,,foderungen die Vollziehung zu gestatten, insofern die ,,Besteuerten fich nicht ausweisen, daß fie an die thur ,,gauischen OberbehOrden rekurrirt haben, und insofern

515 ,,sie nicht andere »on dem Besteurungsrechte unabhängige, ·,,zivilrechtliche Einreden geltend machen." *)

§. 4. Gegen diefe Entscheidung ergriff die Regie.« rung von St. ©allen durch Memorial vorn 4. Iuni 1854 den Refurs an die Bundesversammlung, und stellte das Rechtsbegehren: die s c h w e i z e r i s c h e Bun* d e s v e r fa m m l u n g w o l l e , i n A u f h e b u n g d e r V e r s ü g u n g des B u n d e s r a t h es, b e s c h l i e ß e n : es k ö n n e der K a n t o n S t . G a l l e n nicht a n g e h a l t e n werden, S t e u e r f o r d e r u n g e n a n d e r e r K a n t o n e a n Niedergelassene (Aktivbürger) desselben auf d e m E r e k u t i o n s w e g e e i n z u t r e i b e n o d e r Euts c h e i d u n g e n a u s s e r k a n t o n a l e r B e h ö r d e n darüb e r a n z u e r k e n n e n u n d z u vollstrecken.

Ueber diesen Refurs der Regierung des Kantons St. Gallen hat die schweizerische Bundesversammlung gegenwärtig zu entscheiden.

§. 5. Der schweizerische Ständerath faßte den 16.

Juli letztverflossen seinerseits den Beschluß: ,,es sei die ,,Beschwerde der Regierung des Kantons St. Gallen ,,begründet, und es könne demnach der genannte Kanton ,,nicht angehalten werden, Steuerforderungen anderer ,,Kantone an Niedergelassene (Aktiobürger) desselben auf ,,dem Erekutionswege einzutreiben oder Entscheidungen ,,außerkantonaler Behörden darüber anzuerkennen und ,,zu vollstrecken."

Es fragt sich nun : ob der fchweizerifche ..Tiationalrath diesem Beschlüsse des Ständert-iths beitreten und ihn zum Beschlüsse der schweizerischen Bundesversammlung n* heben wolle oder nicht.

*) S. Bnndesblatt v. J. 1853, Band II, Seite 594.

516 Rechtliche ©röttcrung.

§. 6. Wir glauben, es soll zuvörderst von dem (n den Akten dieser Angelegenheit Vorkommenden alles abgestreift werden, was zu der gegenwärtig zu entscheidenden grage nicht gehört.

§. 7. Es wird in den Akten »iel gesprochen, daß laut Art. 49 der Bundesoerfassung die rechtskräftigen EivÜ-Urtheile, welche in einem Kanton gefällt find, in der ganzen Schweiz sollen vollzogen werden können, und daß Erlasse kompetenter Behörden richterlichen Urtheilen gleich zu stellen seien.

Wir wollen die Richtigkeit oder Unrichtigkeit dieser Behauptung dahin gestellt sein lassen, machen hingegen aufmerksam, daß kein Erlaß einer thurgauischen-..Behörde vorliegt, hinsichtlich dessen gefragt werden könnte, ob die -.Behörde, welche ihn erließ, dazu kompetent war, und sodann, ob der Erlaß einem rechtskräftigen Civil-Urtheile gleich zu stellen sei. Wir finden keinen Akt, welcher einen formlichen Ausspruch enthält, es haben gewisse im Kanton St. Gallen angesessene Thurgauer. Bürger einen bestimmten Steuerbetrag zu bezahlen, fondern es ist in den Akten nur von einer S t e u e r f o i d e r u n g die Rede,*) welche an thurgauischen Bürgern gemacht, und hinfichtlich welcher Forderung von Seite St. Gallens behauptet wird, die thurgauischen Gerichte haben über die Begründtheit dieser Forderung zu urtheilen, wo hingegen Thurgau entgegen behauptet, es haben die thurgauischen Adminiiirativ-Behorden über die gorderuna, zu erkennen.

Eine Entscheidung weder »on den St. ©allischen Gerichten noch von den thurgauischen Behörden liegt wirklich nicht »or.

*) ©. Bnndesblatt v. 3. 1853, Bd. II, S. 575.

517 Vielmehr streiten St. Gallen und Thurgau darüber miteinander, wer von ihnen kompetent sei, zu entscheiden.

Angenommen und zugegeben, es liege schon in der bloßen Forderung der betreffenden thurgauifchen Gemeinden ein Entfcheid, um dessen Vollziehung laut Art. 49 der Bundesverfassung es sich handle, fofern nicht dagegen bei den thurgauischen Oberbehörden rekurrirt wird, so bleibt der Streit der gleiche, indem St. Gallen die Kompetenz der betreffenden Behörde, somit die Rechtsk r ä f t i g k e i t der Entscheidung anficht, der Art. 49 aber jedenfalls von r e c h t s k r ä f t i g e n Entscheidungen spricht.

Die Erörterung, ob die Aussprüche der thurgauifchen Behörden in Steuerfachen Civil-Urtheilen gleich zu fetzen seien, ist also eine muffige und von derselben zu ab* strahiren.

In der Kommission war man übrigens getheiltcr Anficht, ob ein Ansfpruch kompetenter Administrativbchörden, so lange es fich nur um Mein und Dein handelt, richterlichen Etoil-Urthcilen gleich zu fetzen wären.

§. 8. Es wird in den Akten ferner viel darüber verhandelt, ob uni.? in wie weit der Heimathskanton berechtigt fei, seine anderwärts niedergelassenen Bürger zu besteuern.

Es bietet fich in dieser Beziehung ein weites Feld von Fragen und Erörterungen dar.

Man fühlt, es dürfte billig fein, daß auch der abwefende Bürger an feinen Heimathsort A r m e n s t e u e r n bezahle, weil er dort stetsfort Anspruch auf Unterstützung hat. Aber verhält es fich eben fo mit den Polizeisteuern, zu denen wohl Schul* und Kirchensteuern gehören, welche in der vorwaltenden Angelegenheit von thurgauifchen, im Kanton St. Gallen angejtcDclten Bürgern gefordert werden.

518 Die Gesetzgebung der Kantone ist in dieser Beziehung mannigfaltig. In den einen Kantonen werden von den abwesenden Bürgern Steuern gefordert, in den andern nicht. In den einen Kantonen befchränkt man sich aus Forderung von Arrnenfieuern, in andern, wie im £hurgau, dehnt man die .Forderung weiter aus.

Es hängt davon ab, ob man für die Besteurung der Bürger &ie Gesetzgebung des Heimathorts (origo) oder die Gesetzgebung des Niederlassungs- oder Wohnortes (domicilinrn) für maßgebend annimmt.

Viele nehmen an, gleichwie für die Rechtsverhältnisse, welche den Status einer Perfon, wie Rechtsfähigfeit, Vormundschaft, väterliche Gewalt, Ehe u. s. w. befchlagen, durch die Gesetze des Heimathortes beherrscht werden, so könne auch das Besteiirungsoerhältniß durch die Gefetze ees Heimathortes beherrscht werden.

Hier ist aber z« bemerken, daß die bei uns bestehende Einrichtung, gemäß welcher die Status-Verhältnisse der Personen durch die Gesetze des Heimathorts beherrscht werden, eine Singularität ist, welche nicht auf dem gemeinen Recht, fondern lediglich auf Konkordaten beruht.

Nach gemeinem Recht richtet fich die Rechtsfähigkeit einer Person, .das Alter der Volljährigkeit, der Vormundschöft, der Verehlichung u. f. w. nach den Gesetzen des Wohnorts (domicilium) ; bei uns hingegen meistentheils nach den Gesetzen des Heimathorts (origo). Eben [o verhält es fich mit dem Erbrecht. Nach gemeinem Recht find die Gesetze des Wohnorts eines Erblassers maßgebend, bei uns die Gesetze des Heimathorts. Eid genösfifche Konkordate, namentlich die Konkordate vom 15. Iuli 1822 A und B über verschiedene bürgerliche Verhältnisse der Niedergelassenen bestimmen diefes.) Aber ") S. ältere ofsiäieUe Sammlung, Band II, Seite 34 und 36.

519 gerade weil Konkordate nothig waren, um dieses Ver pltniß festzusetzen, so liegt darin ein Beweis, daß das selbe nicht gemeinen Rechts ist.

St. G a l l e n nun befindet fich in der befondern Stellung, daß es stets jenen Konkordaten fremd blieb, daß es von jeher das sogenannte Territorial-System befolgte. Wenn ein Xhurgauer oder anderer Schweizerbürger, welcher im Kanton St, Gallen wohnt, bevog* Jungsbedürftig wird, so bevogten ihn die St. Gallischen Behörden; eben so wenn ein solcher niedergelassener Schweizerbürger im Kanton ©t, Gallen stirbt, so wird er nach St. Gallischen Gesetzen beerbt; fein allfällig linterlassenes Testament wird nicht nur der Form, fondern auch der Materie nach gemäß St. GaUifchen Gesetzen beurtheilt. Es läßt fich hiegegen nichts einwenden.

Der exzeptionellen Stellung des Kantens St. Gallen ist die vorliegende Verwicklung zumeist zuzuschreiben.

Es ließe fich die Frage aufwerfen, ob nicht der Bund das Verhältniß regeln soll? Geaenüber der. Gesejjgebung des Niederlassungskantons möchte der Bund kraft der Bundesverfassung, welche das Niederlassungsrecht garantirt, wohl im Falle sein, ein Wort mitzusprechen, allein ob auch gegenüber der Gesetzgebung des Heimathskantono ?

Allein es ist unbestritten und nicht zu bestreiten, daß der Niederlassungskanton, im vorliegenden Falle der Kanton St. Gallen, die Niedergelassenen gleich den eigenen Bürgern besteuern kann.

Db der Heimathskanton, im vorliegenden galle der .Kanton .îhurgau, seine anderwärts domizilirenden Bür* ger ebenfalls besteuern könne, wollte anfänglich von St.> GaUen, namentlich in feiner ersten Rechtsschrift vont 15 /21. Dezember 1852 bestritten werden. In den spätem

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(Eingaben erklärte aber St. ©allen, indem es zwar fort# »ährend behauptete, eine Doppelbelastung am Niederlassungs- und Heimathsorte sollte nicht statt finden und es sei weit entfernt, andern Kantonen vorschreiben zu wollen, wie fie ihre Heimathsgenossen behandeln sollen.

Somit liegt also die Frage der materiellen Berechtigung eines Kantons zur Besteurung seiner außerhalb des Staatsgebiets wohnenden -Bürger, wie auch der Ständerath annahm, nicht im Streite, und ist also hie* von ebenfalls zu abstrahiren.

§. 9. Es bleibt also einzig die Frage zu entscheiden übrig : Wenn fich über die Besteurung thurgauischer Bürger, welche im Kanton St. Gallen niedergelassen, find. Anstände erheben, wer ist zur Entscheidung îompetent, die Behörden des Kantons St. Gallen oder die Behörden des Kantons Thurgau?

Hievon dürfte dann auch abhängen, ob St. Gallen die Erlasse thurgauifcher Behörden in solchen Beste«« rungsangelegenheiten vollziehen müssen oder nicht. Denn wenn die thurganischen ...Behörden für die Entscheidung kompetent wären, so dürfte dem ©eiste und Wefen nach wenig darauf ankommen, ob die Entscheidung durch ein Gericht oder eine andere Amtsstelle erfolgt fei. Hierüber find aber, wie schon bemerkt, die Anfichten in der Kommisfion getheilt.

Was nun aber die Frage der Kompetenz betrifft, su ·stimmen wir mit dem Ständerath überein, daß die Jurisdiktion über alle in einem Kanton wohnenden -Bürger, feien dieselben Angehörige oder Fremde, dem betreffenden Kanton zustehen, insosern nicht die Bundesoerfaf.« jung oder Konkordate eine Ausnahme machen.

521 In einem Konkordate, aus welchem eine Beschränk ïung seiner Iurisdiktion gefolgert werden könnte, steht ttie oben gezeigt wurde, St. Gallen nicht.

Die Bundesverfassung enthält ebenfalls keine Bestiminung, durch welche die Iurisdiktion des Kantons St.

Gallen beschränkt wird.

Im Gegentheil besagt der Art. 50 der Bundesver* sassung : ,,Der aufrechtstehende fchweizerifche Schuldner, welcher einen festen Wohnfitz hat, muß für personliche Ansprachen vor dem Richter feines Wohnortes gefuchJ und darf daher für Forderungen auf das Vermögen eines solchen außer dem Kanton, in welchem er wohnt, kein Arrest gelegt werden."

Dieser Artikel scheint uns entscheidend. Thurgauische Gemeinden stellen an einzelne ihrer Bürger eine Steuer» sorderung. Diefe Forderung ist eine persönliche Ansprache; sie muß alfo, falls fie bestritten wird, vor dem Richter des Wohnorts geltend gemacht werden.

Bis die Entscheidung erfolgt ist, kann von keiner Erekution die Rede fein.

Ferner gibt der §. 48 der Bundesverfassung den in St. Gallen niedergelassenen Thurgauern das Recht, daß in Steuerfachen gegen fie verfahren werde, wie gegen die Angehörigen von St. Gallen. Angehörige von St. Gallen müssen aber vor den St. Gallifchen Gerich.« ten belangt werden.

§. 10. Wir glauben denn aber, die Bundesversammlung soll sich darauf beschränken, den vorliegenden speziellen Fall zu entscheiden, und nicht mit der Stände.« Tath that, einen allgemeinen Befchluß zu erlassen.

522 Ss handelt sich um einen Rekurs gegen eine Ver* fügung des Bundesraths in einem Spezialfalle, und es ist also die Verfügung zu bestätigen oder aufzuheben.

In jedem Falle ist wohl die Parenthese ,,Aktivbürger" nach dem Worte ,,Niedergelassene" in dem Beschlüsse des Ständeraths nicht passend.

Endlich sollte der Beschluß auch motivirt sein, indem man sonst nicht weiß, warum die Verfügung des Bundesraths aufgehoben wurde und man glauben könnte, «s sei geschehen, weil der .peimathskanton seine anderwärts niedergelassenen Bürger nicht besteuern dürfe, während doch dieses nicht ausgesprochen wurde. In diesem Sinne legen wir Ihnen einen Befchlusses-Antrag vor. Eine Minorität der Kommission huldiget abweichenden Anfichten, und wird selbe Ihnen mündlich aus«inandersetzen. Dieselbe trägt darauf an, den von der Regierung von St. Gallen ergriffenen Rekurs als unbegründet zu erklären, und somit den bundesräthlichen ...Beschluß zu bestätigen.*) §. 11. Wir erlauben uns zum Schlüsse noch eine Bemerkung.

Es dürfte scheinen, daß wenn die beantragte Schluß» nahme gefaßt wird, in Zukunft die Heimathskantowe von ihren anderwärts niedergelassenen Bürgern keine Steuern mehr beziehen können. Hinsichtlich der im Kanton St.

(Sauen Niedergelassenen wird dieses allerdings der Fall sein. Hingegen andere Kantone dürften denn doch bereit sein, Entscheidungen der heimuthlichen Behörden in Steuersachen geradezu zu vollziehen, oder vorerU zu Gunsten des Heimathskantons über die Stenerfordetung ju erkennen und dann die Vollziehung eintreten zu lassen.

*) Siehe die Anträge auf Seite 524--527 hienach.

523 «Ss liegt solches im Sinn und Geiste der Konkordate über verschiedene bürgerliche Verhältnisse der .Jiiederge--* lassenen, und diesen Konkordaten sind beinahe alle Kau.» tone, außer St. Gallen und neben ihm G e n f , ..Tieuenb u r g , W a l l i s und G r a u b ü n d e n , so wie theilweise Basel, beigetreten.

.-·pinsichtlich der in letztgedachtem Kantone Niederge-» lassenen dürfen die Steuern für den Heimathskanton auch nicht ganz verloren sein. Der letztere kann darüber Rechnung halten, und die Ansprache dannzumal geltend machen, wenn die Betreffenden seiner Iurisdiktion all* fällig wieder unterworfen sein werden.

Gerade hierin liegen aber Uebelstände, und diese llebelstände führen uns zu einem weitern Antrag,) beste. fcend in einer Einladung an den Bundesrath, zu unter# suchen, ob folchen Uebelständen nicht abzuhelfen wäre.

Genehmigen Sie, Tit., beiEebens den Ausdruck öoÜV ïommenster Hochachtung !

B e r n , den 18. Iuli 1855.

Dr. .$afimir Bfoffer, Präsident und Berichterstatter der Kommission.

*) Siehe denselben auf Seite 526. hienach.

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Bericht der nationalräthlichen Kommission betreffend die Umstände zwischen den Regierungen der Kantone St, Gallen und Thurgau über die Steuerverhältnisse der schweizerischen Niedergelassenen. (Vom 18. Juli 1855.)

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