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Aus den Verhandlungen des schweizerischen

Bundesrathes.

(Vom 18. Mai 1855.)

In Folge neuer Mittheilungen der kais. franzöfischen

Gesandtschaft, bezüglich der V i eh ausfiel lung in Paris, wird Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1) Es besteht gegenwärtig in Frankreich keine Vieh.» v e r s i c h e r u n g s g e s e l l s c h a f t ; dagegen aberfind die Eisenbahnverwaltungen für allen Schaden verantwortlich, der durch ihre Schuld an Waaren und Thieren, welche mit den Eisenbahnen transportirt werden, entstehen sollte.

2) Die kaif. französische Regierung hat beschlossen, daß die aus der Schweiz kommenden Stiere bei der Ausstellung in Paris zugelassen werden, ohne daß dieselben einen Ring zu tragen haben (sans être bouclés); jedoch sollen die im Schweizerlande üblichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.

3) Die Vieherponenten haben während der ganzen Dauer der Ausstellung sreien Zutritt, ihre Bedienten aber bloß zu den für die Besorgung derThiere bestimmten Stunden.

4) Die franzofifche Regierung trägt die Kosten des Transportes der Thiere und bezahlt auch ihre Nahrung während der Reife, so wie während der Zeit der Ausstellung ; allein die Viehexponenten oder ihre Bedienten haben die ihre P e r s o n betreffenden Transportkojien zu tragen.

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5) Die an die Ausstellung in Paris bestimmten Thfere werden am bcßten von B a f e l aus an den Ort ihrer Bestimmung gebracht, und die französische Re* gierung hat bereits die nöthigen Anstalten zur mögHchsten Erleichterung des ..transportes getroffen, wozu besonders auch die Bezeichnung eines befondern Vermittlers (intermédiaire) zwifchen den Viehaussteuern und der Sifenbahn gerechnet werden darf.

S) Den Eigenthümern von auszustellendem Vieh liegt die Verpflichtung ob, auf der Reife zu ihren Thieren Sorge zu tragen, indem die kais. franzöfifche Regierung keine dießfäHige Verantwortlichkeit über« nimmt.

7) Falls ein Exponent von ·lîenf a u è sein Vieh an die Ansfiellung in Paris bringen möchte, fo müßte berselbe vorerst davon Anzeige beim Bundesrathe machen, der dann den Entschluß des iSiehausstellers der franz. Gefandtschaft, behufs dießfälliger Verfügung, mittheilen würde.

Zum ersten Telegraphisten in Laufanne ist gewählt worden: Herr I. I. H a r d m e y e r von Winterthur..

gegenwärtig Telegraphist in La Cliaux-de-Fonds.

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Aus den Verhandlungen des schweizerischen Bundesrathes.

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Jahr

1855

Année Anno Band

1

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25

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Numéro d'affaire Numero dell'oggetto Datum

19.05.1855

Date Data Seite

797-798

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